Rede des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr - Bayerisches ...

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Rede des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr - Bayerisches ...

Sperrfrist: 28. März 2012, 15.00 Uhr

Es gilt das gesprochene Wort.

Rede des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft,

Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, beim Präsidentenwechsel

an der Hochschule für angewandte Wissenschaften

Regensburg am 28. März 2012 in Regensburg

• Ich komme immer gerne nach Regens-

burg – und heute ganz besonders:

Gemeinsam

o verabschieden wir Sie, Herr Präsi-

dent Eckstein,

o und führen Sie, Herr Präsident Baier,

in Ihr neues Amt ein.

• Die Erfolgsgeschichte der Hochschu-

len für angewandte Wissenschaften ist

immer auch eine Erfolgsgeschichte

ihrer Präsidenten. Das gilt gerade

auch für Ihre Amtszeit, Herr Präsident

Eckstein.

- Anrede -

Der Großraum Regensburg zählt heute zu

den wachstums-stärksten Regionen in

Gedanken zum Einstieg

Hochschulen leisten

entscheidenden

Beitrag zu

Wohlstand


- 2 -

Deutschland. Das haben mehrere Prognos-

Studien bestätigt.

Dabei fällt auf: Die Stadt an der Donau

wächst als Technologie-Standort gerade in

den Bereichen besonders schnell, in denen

die Hochschule Regensburg als Partner für

die Unternehmen vor Ort wirkt – also zum

Beispiel

• in der Automobil- und Elektrotechnik,

• in der Energieversorgung und der Bio-

technologie

• oder in den Informations- und Kommu-

nikations-Technologien.

Das zeigt einmal mehr: Unsere Hochschu-

len leisten einen entscheidenden Beitrag

zu Wachstum und Wohlstand. Die hervor-

ragende Ausbildung ihrer Absolventen ist

die Voraussetzung für Innovation und

Wettbewerbsfähigkeit. Sie ist die Grundla-

ge für den Erfolg der bayerischen Wirt-

schaft.


- 3 -

Wenn wir unsere Hochschulen stärken, in-

vestieren wir also

• in die nachhaltige Entwicklung des

Freistaats

• und damit in unsere Zukunft.

- Anrede -

Die Hochschule Regensburg hat sich in

den letzten zehn Jahren rasant weiterent-

wickelt:

• Im Wintersemester 2000/2001 waren

rund 4.700 Studierende eingeschrie-

ben.

• Im vergangenen Semester waren es

knapp 8.000.

Die Hochschule hat diese Steigerung ge-

nutzt, um ihren Schwerpunkt im MINT-

Bereich weiter auszubauen:

• So konnten die technischen Studien-

gänge einen weit überdurchschnittli-

chen Zuwachs an Studierenden ver-

zeichnen.

Hochschule Regensburg

stärkt

MINT-Bereich


- 4 -

• Im Wintersemester 2010/2011 kamen

60 Prozent der Absolventen aus den

MINT-Fächern.

• Und im Herbst lag der Anteil der Stu-

dienanfänger in diesem Bereich sogar

bei 75 Prozent.

Damit zeigt sich einmal mehr, wie wertvoll

die Hochschule Regensburg für die Region

ist. Denn gerade im MINT-Bereich haben die

Unternehmen vor Ort einen hohen Bedarf

an akademisch ausgebildeten Fachkräf-

ten.

Sehr geehrter Herr Präsident Eckstein!

Die außerordentlich rasante Entwicklung

der Hochschule Regensburg passt gut zu Ih-

rem eigenen beruflichen Werdegang an

dieser Hochschule. Denn auch er war rasant:

• Im Jahr 1996 wurden Sie Professor an

der Fachhochschule Regensburg.

• Bereits drei Jahre später, am 1. Okto-

ber 1999, wurden Sie zum Vizepräsi-

denten der Hochschule bestellt

Rasanter Aufstieg

von Präsident Eckstein


- 5 -

• und im Jahr 2006 zu ihrem Präsiden-

ten ernannt.

In dieser Zeit haben Sie Ihre Hochschule

entscheidend vorangebracht.

Das Studienangebot der Hochschule Re-

gensburg umfasst heute

• 25 Bachelor-

• und 17 Master-Studiengänge.

Allein seit dem Jahr 2008 wurden 11 neue

Studiengänge eingeführt.

Dabei geht die Hochschule mit der Zeit – und

gerne auch einmal ein paar Schritte vor-

aus.

• Sie greift das Top-Thema Energiever-

sorgung auf – mit den Studiengängen für

generative Energien und Energie-Effizienz be-

ziehungsweise für Gebäudeklimatik.

• Sie bildet neue Berufsfelder auf Hoch-

schul-Niveau aus – mit dem dualen Stu-

diengang im Bereich der Pflege.

Innovatives Studienangebot


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• Und sie setzt sich bei der akademi-

schen Weiterbildung an die Spitze. Als

erste bayerische Hochschule bietet sie

seit dem letzten Wintersemester einen

berufsbegleitenden Studiengang im

Bereich der Ingenieurwissenschaften

an.

Auch als es darum ging, mit dem Innovati-

onsbündnis 2008 ein neues partnerschaft-

liches Verhältnis zwischen dem Freistaat

und seinen Hochschulen zu entwickeln, hat

die Hochschule Regensburg eine Pilot-

funktion für den gesamten Freistaat über-

nommen. In der ersten Zielvereinbarung

hat sie mit dem Wissenschaftsministerium

vereinbart, im Jahr des doppelten Abiturjahr-

gangs Studierende auch zum Sommerse-

mester aufzunehmen – eine entscheidende

Festlegung, der auch die übrigen Hoch-

schulen gefolgt sind.

Pilotfunktion bei Innovationsbündnis


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Im Dezember 2008 habe ich mit den Hoch-

schulen weitere Zielvereinbarungen ge-

schlossen, damit wir gut vorbereitet sind auf

• die steigenden Studierendenzahlen

• und den doppelten Abiturjahrgang.

Die Hochschule Regensburg hat sich da-

mals verpflichtet, bis zum Jahr 2013 1.776

zusätzliche Studienplätze zu schaffen. Da-

für erhält sie 25 Millionen Euro. Tatsächlich

hat die Hochschule schon jetzt mehr als

2.300 Studienanfänger aufgenommen.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen

Verantwortlichen für dieses außerordentli-

che Engagement. Ohne Ihre Bereitschaft,

sich über die reine Pflichterfüllung hinaus

einzusetzen, wäre der doppelte Abiturjahr-

gang weit weniger gut an die Hochschulen

gekommen.

Auch nach dem Jahr des doppelten Abitur-

jahrgangs investiert der Freistaat weiter

kräftig in seine Hochschulen.

Zielvereinbarung

engagiert umgesetzt

Bayern investiert

weiter in Hochschulen


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Bereits heuer steigen wir ein in den Aufbau

von weiteren 10.000 Studienplätzen. Noch

im Nachtragshaushalt 2012 sollen die Hoch-

schulen dafür 400 zusätzliche Personal-

stellen erhalten.

Darüber hinaus profitieren die Hochschulen

von unserem Demographie-Konzept. Auch

dafür haben wir bereits im Nachtragshaus-

halt Mittel veranschlagt.

So werden für das Technologie- und Wis-

senschaftsnetzwerk Oberpfalz der Hoch-

schulen Regensburg und Amberg-Weiden

schon heuer rund 1,6 Millionen Euro zur

Verfügung stehen.

- Anrede -

Wir wollen den Hochschul-Standort Bayern

weiter voranbringen. Dafür ist es wichtig,

über die Grenzen der Hochschul-Typen

hinweg Netzwerke zu bilden.

Zusammenarbeit

HAW – Universität


- 9 -

Regensburg ist dabei auf einem guten Weg.

Die Hochschule für angewandte Wissen-

schaften und die Universität pflegen längst

weit mehr als eine gute Nachbarschaft. Sie

arbeiten in vielen Bereichen hervorragend

zusammen –

• bei den Bibliotheken und Rechenzentren,

• bei der gemeinsamen Nutzung von Gebäuden,

• bei der Konzeption eines gemeinsamen Sprach-

zentrums

• oder bei Projekten mit dem Klinikum.

Auch auf wissenschaftlichem Terrain geht

man immer häufiger gemeinsame Wege –

• mit der Kompetenz-Partnerschaft IT-

Selb zusammen mit der Universität

Passau,

• mit dem Sensorik-Applikations-

Zentrum

• und ganz frisch mit dem Zentrum für

biomedizinische Ingenieurwissen-

schaften.


- 10 -

Gemeinsam haben die beiden Hochschulen

außerdem gerade einen Forschungscam-

pus „Photonische Materialen und Technolo-

gien“ beim Bund beantragt.

- Anrede -

Der Freistaat stärkt seine leistungsfähigen

Hochschulen – auch mit ganz erheblichen

baulichen Investitionen. In den letzten

zehn Jahren sind an der Hochschule Re-

gensburg Gebäude mit modernster Ausstat-

tung für rund 70 Millionen Euro entstanden.

Es wurden Neubauten errichtet für

• den Maschinenbau,

• die Mikrosystemtechnik,

• die Zentralbibliothek

• und die Mensa.

Letzten Mai konnten wir ein neues Hörsaal-

gebäude einweihen – pünktlich im Jahr des

doppelten Abiturjahrgangs.

Ausbau der Hochschule


- 11 -

Sehr geehrter Herr Präsident Eckstein!

In München können wir Mittel für solche

Baumaßnahmen zur Verfügung stellen. Aber

es braucht jemanden vor Ort, der sie mit

Nachdruck begleitet. Diese Aufgabe haben

Sie zusammen mit dem Hochschulrat sehr

engagiert übernommen.

Ihrem Einsatz ist es auch zu verdanken,

dass im Dezember 2011 der Planungsauf-

trag für zwei weitere wichtige Baumaß-

nahmen erteilt werden konnte –

• für ein Technik- und Laborgebäude

• und für einen Neubau für den Fachbe-

reich Informatik und Mathematik.

Sehr geehrter Herr Präsident Eckstein!

Sie haben das Steuer in einer Zeit über-

nommen, die besondere Herausforderun-

gen an eine Hochschul-Leitung gestellt hat

– mit

• der Einführung von neuen Studiengängen,

• der Umsetzung der Zielvereinbarungen,

• den steigenden Studierendenzahlen

• und dem räumlichen Ausbau.

Verabschiedung

Präsident Eckstein


- 12 -

Sie haben die enormen Aufgaben mit großer

Überzeugung und ganzem Einsatz über-

nommen. Sie haben angepackt –

• nie laut,

• stets kompetent und zielorientiert

• und vor allem: erfolgreich.

Die Zusammenarbeit mit Ihnen war immer

geprägt von Vertrauen und Loyalität.

Für all das danke ich Ihnen sehr herzlich –

• im Namen der Bayerischen Staatsregie-

rung

• und ganz persönlich.

Sehr geehrter Herr Präsident Baier! Neuer Präsident

Baier

Ich gratuliere Ihnen noch einmal zu Ihrer

Wahl.

Sie übernehmen eine Hochschule, die her-

vorragend aufgestellt ist. Das wissen Sie

selbst am besten. Schließlich kennen Sie die

Hochschule Regensburg bereits seit dem

Jahr 1994 –

• zunächst als Professor für allgemeine

Physik und Bauphysik


- 13 -

• und seit dem Jahr 2006 als Vizepräsi-

dent.

Darüber hinaus leiten Sie

• das Institut für angewandte Forschung

und Wirtschafts-Kooperationen

• und das Zentrums für Weiterbildung und

Wissens-Management.

Das sind sicherlich gute Voraussetzungen,

um die erfolgreiche Entwicklung der Hoch-

schule Regensburg fortzusetzen.

Dafür wünsche ich Ihnen alles Gute und ei-

ne glückliche Hand. Ergreifen Sie damit die

Chancen, die sich bieten!

Ich denke dabei zum Beispiel an die Mög-

lichkeiten, die sich für die bayerischen Hoch-

schulen für angewandte Wissenschaften

mit der Novellierung des Hochschulrechts

in diesem Sommer ergeben. Sie können sich

• weiter profilieren

• und sich um den Titel „Technische

Hochschule“ bewerben.

Wettbewerb „Technische

Hochschule“


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Die Hochschule Regensburg ist darauf gut

vorbereitet. Ich kann Sie nur ermuntern,

sich diesem Wettbewerb zu stellen.

- Anrede -

Ein Journalist hat einmal über Regensburg

geschrieben: „Es ist eine dieser Städte, bei

denen alles stimmt:

• alte Mauern,

• junges Volk,

• ein Fluss –

• immer eine gute Mischung.“

Dem kann ich nur zustimmen –

• als Kunstminister, der auch für die „al-

ten Mauern“ verantwortlich ist,

• und als Wissenschaftsminister, des-

sen Hochschulen bekanntlich viel jun-

ges Volk in die Städte ziehen.

Beides ist wichtig. Das zeigt die lebendige

Weltkulturerbe-Stadt Regensburg. Die

Hochschule für angewandte Wissen-

Schluss


- 15 -

schaften Regensburg leistet für dieses viel-

fältige Leben einen wertvollen Beitrag.

In diesem Sinne: Alles Gute für die Zukunft!

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