G E S C H Ä F T S B E R I C H T - Düsseldorfer Hypothekenbank AG

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G E S C H Ä F T S B E R I C H T - Düsseldorfer Hypothekenbank AG

G E S C H Ä F T S B E R I C H T2004


Kennzahlen >>>Bericht des Aufsichtsrats Seite 2Geschäftliche Rahmenbedingungen Seite 4Lagebericht AG und Konzern Seite 11Jahresabschluss AG Seite 27Jahresabschluss Konzern Seite 41


➔ Kennzahlen AGMio € 2004 2003 2002 2001 2000NeugeschäftAktivImmobilienfinanzierung 289 348 385 345 503Staatsfinanzierung 3.978 1.541 1.103 854 576PassivHypothekenpfandbriefe 289 210 160 198 56Öffentliche Pfandbriefe 4.146 2.101 867 762 495Sonstige Schuldverschreibungen 45 16 35 171 64Aufgenommene Darlehen 340 335 126 245 337BestandAktivImmobilienfinanzierung 1.269 1.124 952 682 447Staatsfinanzierung 11.157 8.153 8.036 8.379 8.128PassivHypothekenpfandbriefe 618 446 370 254 56Öffentliche Pfandbriefe 10.816 7.794 7.548 8.291 7.962Sonstige Schuldverschreibungen 116 101 284 327 109Aufgenommene Darlehen 1.000 843 618 1.002 638Bilanzsumme 15.395 11.807 11.277 11.194 10.143EigenkapitalKernkapital (ohne Bilanzgewinn) 187 186 185 183 183Ergänzungskapital 89 89 89 86 66Kernkapitalquote 8% 9% 10% 10% 13%Grundsatz I - Quote 11% 12% 14% 14% 17%ErtragslageZinsergebnis 37 33 29 28 16Verwaltungsaufwand 8 7 6 6 5Bewertungsergebnis -8 -11 -10 -19 1Operatives Ergebnis 21 16 12 2 12Jahresüberschuss 15 13 10 3 9Cost/ Income - Ratio 21% 20% 21% 23% 31%Eigenkapitalrentabilität 8,0% 6,8% 5,5% 1,4% 4,9%


e GremienAufsichtsratBeiratVorstandDr. Wolfgang SchuppliVorsitzenderRechtsanwaltDieter WenserskiStellvertretender VorsitzenderBankkaufmannDr. Wolfgang HönigStellvertretender VorsitzenderRechtsanwaltbis 12. März 2004Prof. Dr. em. Paul KlemmerPräsident des Deutschen Verbands fürWohnungswesen, Städtebau undRaumordnung (DV)ab 12. März 2004Dr. Eberhard SchäferWirtschaftsjuristDipl.- oec. Berta SchuppliProf. Dr. Friedrich-LeopoldFreiherr von StechowGeschäftsführer der Partner fürBerlin Gesellschaft für HauptstadtmarketingmbHProf. Dr. Jörg-E. CramerEhemals persönlich haftenderGesellschafter der Hauck & AufhäuserPrivatbankierab 1. Januar 2005Roland HechtChief Executive OfficerDexia Banque Internationaleà Luxembourgab 1. Januar 2005Volkher KerlPräsident a.D.Ottmar KüselVorsitzender des Vorstandsder Rosenthal AGDr. Dietrich NebelungEhemaliger Sprecher des Vorstandsder Berliner Bank AGDr. Christoph NiemannMitglied des Aufsichtsratsder HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaAPriv.-Doz. Dr. jur. habil. Ulf R. SiebelRechtsanwaltbis 31. Dezember 2004Dr. Gert VogtEhemaliger Sprecher des Vorstandsder Kreditanstalt für Wiederaufbaubis 31. Dezember 2004Wolfgang HampelDr. Michael KoscheTreuhänderPeter PreußRechtsanwaltPeter ThüsingVorsitzender Richteram Landgericht a. D.bis 30. Juni 2004Wolfgang BarchewitzRechtsanwaltab 1. Juli 2004GeneralbevollmächtigteMichael BleikerOtto SchulzDr. Johannes Seuferle


mehr als 100 Jahre lang bildete dasHypothekenbankgesetz einen stabilenRechtsrahmen für langfristige Finanzierungen.Das Geschäftsmodell – dereinzelne Kredit wird als Deckung fürden Pfandbrief kapitalmarktfähig – hatan Aktualität nichts verloren. DiesemGrundprinzip folgt heute das rasantwachsende Covered Bond-Segment.Dennoch gerieten die Geschäftsbeschränkungender Hypothekenbankenin der letzten Dekade unterDruck. In kurzen Abständen brachtendie Märkte Produktinnovationen hervorund warfen damit ebenso vieleAuslegungsfragen auf. Gleichzeitigzwang die Wettbewerbsverschärfungzu einer Ausdehnung bzw. Ergänzungdes Leistungs angebots, welche schonaus Gründen der Risikodiversifikationwünschenswert war. Diese Entwicklungenlösten permanente Anpassungendes Hypothekenbankgesetzes aus.Gleichzeitig sind die Ansprüche an diePfandbriefqualität gestiegen. Investorenund Rating-Agenturen fordern vonden Emittenten verstärkt besondereSicherheitenstandards und erhöhteTransparenz. Es war daher der richtigeSchritt, das Hypothekenbankgesetzvon manchem historischen Ballast zubefreien und als „Pfandbriefgesetz“ aufdie Qualität der Pfandbriefdeckung zufokussieren. Wettbewerbspolitisch zubegrüßen ist zudem die auf diese Weiseerreichte Gleichstellung der „reinen“Hypothekenbanken mit den – bisherklar privilegierten – „gemischten“Hypothekenbanken und öffentlichrechtlichenKreditinstituten.Die deutschen Pfandbriefemittentenbilden derzeit alles andere als einhomogenes Segment. Größe, Produktspektrumund regionale Betätigungunterscheiden sich erheblich. WirtschaftlicheKennzahlen sind kaumvergleichbar. Wir erwarten, dass sichdiese Spezialisierung unter dem Pfandbriefgesetzfortsetzen wird. Außerdemwerden neue Adressen am Pfandbriefmarkterscheinen. Umso mehr kommtes künftig darauf an, dem eigenenUnternehmen ein klares geschäftlichesProfil zu geben.Bei konsequenter Ausrichtung aufden institutionellen Investor geht dieDüsseldorfer Hypothekenbank imGeld- und Kapitalmarktgeschäft längstüber rechtliche Mindestanforderungenhinaus. Das betrifft in erster Liniedie Kommunikation mit unseren Partnernüber Ziele, Geschäftsverlauf undResultate. Zu erwähnen ist aber auchunser Risikomanagement. So habenwir in einer „Selbstverpflichtung“ vonSeptember 2004 die Risikopolitik fürunseren Öffentlichen Pfandbrief offengelegt. Aufgrund des großen Interesseshaben wir den Inhalt derSelbstverpflichtung in der hinterenUmschlagseite dieses Geschäftsberichtesnochmals separat zusammengefasst.Die aktuellen Auslastungszahlenfinden Sie auf unserer Internetseitewww.duesshyp.de.Mit besten EmpfehlungenWolfgang Hampel Dr. Michael Kosche|1 Vorwort


B E R I C H T D E S A U F S I C H T S R A T S


Der Aufsichtsrat hat die ihm nachGesetz und Satzung obliegendenAufgaben wahrgenommen und dieGeschäftsführung der DüsseldorferHypothekenbank Aktiengesellschaftlaufend überwacht. In drei Sitzungen,in zahlreichen Einzelbesprechungenund durch schriftliche Monatsberichtean den Präsidialausschuss ließ er sichvom Vorstand regelmäßig eingehendüber die Lage der Bank, die Geschäftsentwicklungund die Risikosteuerungunterrichten. Grundsätzliche Fragender strategischen Positionierung imMarkt und der Unternehmensplanungsowie bedeutende Geschäftsvorfällewurden mit dem Vorstand beraten. DerPräsidialausschuss traf die ihm nachder Geschäftsordnung zuge wiesenenEntscheidungen. Die Aufgaben desKreditausschusses, die sich zuvor aufPrüfung und Beschlussfassung zu vorlagepflichtigenKreditengagementsbeschränkten, wurden erweitert.Gegen stand sind seit November 2004auch die zuvor von allen Aufsichtsratsmitgliedernbehandelten übrigengeschäftlichen Risiken, insbesonderedas Zinsänderungs- und das Liquiditätsrisiko.Folgerichtig wurde derKredit ausschuss in einen Risikoausschussumbenannt.Der Jahresabschluss zum 31. Dezember2004 mit dem Lagebericht sowieder Jahresabschluss und der Lageberichtfür den Konzern wurden unterEinbeziehung der Buchführung vondem durch die Hauptversammlunggewählten Abschlussprüfer Deloitte& Touche GmbH Wirtschafts prüfungsgesellschaft,Düsseldorf, geprüftund mit dem uneingeschränktenBestätigungsvermerk versehen. DemAufsichtsrat liegen diese Unterlagenund die Prüfungsberichte desAbschlussprüfers vor. Der Abschlussprüferberichtete dem Aufsichtsrat inder Bilanzsitzung am 11. März 2005über die wesentlichen Ergebnisse seinerPrüfung und beantwortete anstehendeFragen. Der Aufsichtsrat nahmdas Ergebnis der Prüfung zustimmendzur Kenntnis. Der Aufsichtsrat prüfteden Jahresabschluss, den Lagebericht,den Konzernjahresabschlussund den Konzernlagebericht sowieden Vorschlag für die Verwendung desBilanzgewinns. Einwendungen ergabensich nicht. Der Aufsichtsrat billigteden vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlussund Konzernabschluss.Der Jahresabschluss der DüsseldorferHypothekenbank Aktiengesellschaftwurde damit gemäß § 172 AktG festgestellt.Dem Vorschlag des Vorstandszur Verwendung des Bilanzgewinnsstimmte der Aufsichtsrat zu.Der Vorstand erstellte einen Berichtgemäß § 312 AktG über Beziehungen zuverbundenen Unternehmen und legtediesen zusammen mit dem Bericht desAbschlussprüfers dem Aufsichtsrat vor.Der Aufsichtsrat prüfte den Bericht desVorstands und stimmte diesem sowiedem Testat des Abschlussprüfers zu.Es lautet: „Nach unserer pflichtgemäßenPrüfung und Beurteilung bestätigenwir, dass erstens die tatsächlichenAngaben des Berichts richtig sind,zweitens bei den im Bericht aufgeführtenRechtsgeschäften die Leistungender Gesellschaft nicht unangemessenhoch waren, drittens bei denim Bericht aufgeführten Maßnahmenkeine Umstände für eine wesentlicheandere Beurteilung als durch den Vorstandsprechen.“ Nach dem abschließendenErgebnis seiner Prüfung erhobder Aufsichtsrat keine Einwendungengegen den Bericht des Vorstands überdie Beziehungen zu verbundenenUnternehmen.Zum 12. März 2004 lief das Mandat desstellvertretenden Vorsitzenden HerrnDr. Wolfgang Hönig aus. Der Aufsichtsratdankt ihm für die vertrauensvolleund konstruktive Zusammenarbeit. Anseine Stelle wählte die HauptversammlungHerrn Prof. Dr. Paul Klemmer. DerAufsichtsrat berief aus seiner MitteHerrn Dieter Wenserski zum stellvertretendenVorsitzenden.Die Beiratsmitglieder Priv. Doz. Dr.Ulf R. Siebel und Dr. Gert Vogt schiedenturnusmäßig zum 31. Dezember 2004aus. Auch ihnen dankt der Aufsichtsratfür die fachliche Begleitung derBank in den zurückliegenden Jahren.Die Herren Roland Hecht und Prof. Dr.Jörg-Engelbrecht Cramer wurden alsNachfolger berufen.Dem Vorstand und den Mitarbeiternspricht der Aufsichtsrat Dank undAnerkennung für die im Jahr 2004erfolgreich geleistete Arbeit aus.Düsseldorf, im März 2005Der AufsichtsratDr. Wolfgang SchuppliVorsitzender2|3 Bericht des Aufsichtsrats


G E S C H Ä F T L I C H ER A H M E N B E D I N G U N G E NeGesamtwirtschaftlicheEntwicklungeeGeld- und KapitalmärkteImmobilienmärktee Situation der Hypothekenbanken


e GesamtwirtschaftlicheEntwicklungNach einem schwungvollen Starthat die konjunkturelle Entwicklungin Deutschland im Jahresverlauf anDynamik verloren. Damit hat sie sichdem weltweiten Rückgang der Wachstumsratenim zweiten Halbjahr nichtentziehen können. Das wirtschaftlicheWachstum erreicht in 2004 mit1,7% zwar den höchsten Wert seit2000, bleibt jedoch deutlich hinter denursprünglichen Prognosen zurück.Binnennachfrage weiter schwachDie dämpfenden Impulse für die Weltwirtschaftgehen nach Meinung derExperten hauptsächlich auf den Rohölpreiszurück, der zwischen Juni undOktober von rund 35 US-Dollar aufüber 56 US-Dollar zulegte. Fast zeitgleichkam es in allen Industrieländernzu spürbaren Kaufkraftverlusten derprivaten Haushalte und Kostenbelastungender Unternehmen. Obwohl derÖlpreis bis zum Jahresende wieder um30% gefallen ist und inzwischen voneiner „Normalisierung“ gesprochenwird, lässt die Zurückhaltung der Verbrauchererkennen, wie empfindlichdie allgemeine Konjunkturentwicklungderzeit auf außenwirtschaftliche Wechsellagenreagiert.Vor diesem Hintergrund haben sich dieAusrüstungsinvestitionen in Deutschlandauf niedrigem Niveau stabilisiertund es zeichnet sich ein Ende des langjährigenNegativtrends ab. Die wirtschaftlichenPerspektiven werden vonden Unternehmen offenbar wenigerskeptisch beurteilt. Ähnliches lässt sichfür die Bauinvestitionen nicht sagen.Sie scheinen mit einem Rückgang von1,5% noch weit von einer Bodenbildungentfernt. Gründe hierfür liegen in denweiterhin sinkenden Investitionen vonWirtschaft und öffentlicher Hand.Die Zahl der Erwerbstätigen hat sichzum 31. Dezember 2004 erstmals seit2001 wieder leicht erhöht. Die Gründefür den Anstieg um 0,3% liegen in denangelaufenen Arbeitsmarktreformen,die ebenfalls für die um 3,3% gestie -ge ne Zahl der Selbständigen verantwortlichsind (sog. „Ich-AG“). Nochimmer geht die Anzahl der Erwerbstätigenim Produzierenden Gewerbezurück. Allerdings wird dieser Abbaudurch neue Stellen im Dienstleistungssektornahezu kompensiert. Für denAnstieg der Arbeitslosenquote von10,3% auf 10,8% machen Experten vorallem die Änderungen in dem statistischenErhebungsverfahren verantwortlich.Dessen ungeachtet scheinen die PrivatenHaushalte nicht an eine nachhaltigeVerbesserung der Beschäftigungslagezu glauben. Dies belegt die auf 9,4%gestiegene Sparquote. Auch die Steuerentlastungseit Jahresbeginn hat nichtden von der Politik erhofften belebendenImpuls für die Konsumausgabensetzen können.Lebhafte ExportnachfrageTrotz der im Jahresverlauf nachlassendenDynamik des Welthandels und derAufwertung des Euro gegen über demUS-Dollar bildet der deutsche Exportmit einem Zuwachs von 9,3% auch imJahr 2004 die wichtigste Stütze deswirtschaftlichen Wachstums. Wegenihrer Spezialisierung auf die Produktionvon Investitions- und Vorleistungsgüternprofitiert die deutscheWirtschaft von dem Umstand, dass dieIndustrieproduktion derzeit weltweitschneller wächst als das Sozialprodukt.Dem Anstieg der Exporte stehen auchhöhere Importe gegenüber. Bedingtdurch den starken Euro wurden ausländischeProdukte für deutsche Konsumentengünstiger und ließen somitdie Importzahlen steigen.Die deutsche Finanzpolitik steht trotzder konjunkturellen Aufwärts bewe -gung unverändert unter Konsolidierungsdruck.Wachstumsbedingt höhereSteuereinnahmen werden von weitersteigenden Sozialausgaben begleitet.Nach Meinung zahlreicher Expertenwerden die strukturellen Defizite deröffentlichen Haushalte von der Politiknach wie vor allenfalls ansatzweisebehandelt. Unmittelbare Folge ist für2004 eine Neuverschuldung von 3,5%des BIP, womit der Maastrichter Grenzwertvon 3,0% zum wiederholten Maledeutlich übertroffen wird.4|5 Geschäftliche Rahmenbedingungen


e Geld- und Kapitalmärktee ImmobilienmärkteLangfristige Renditen mit Auf und AbFundamentale Unterschiede in derBeurteilung des globalen Wirtschaftsaufschwungslösten an den internationalenFinanzmärkten im Jahre 2004mehrfach einen Richtungswechselder Zins entwicklung aus. Zunächsterreichten die langfristigen Kapitalmarktrenditenangesichts der verbreitetenZweifel an der Nachhaltigkeit derkonjunkturellen AufwärtsbewegungMitte März einen Tiefstand. Erst alssich abzeichnete, dass die amerikanischeNotenbank sich von ihrer langjährigenNiedrigzinspolitik verabschiedetund die Leitzinsen schrittweise heraufsetzt,stiegen die langfristigen Renditenausgehend von den US-Rentenmärktenwieder an. Ende Juni rentierten auchzehnjährige Bundesanleihen in einemfreundlicheren Konjunkturumfeld beirund 4,3% und damit fast 50 Basispunktehöher als drei Monate zuvor.Indes änderte sich das Bild bald. Plötzlichgalt die Aufmerksamkeit dem steigendenÖlpreis und dem starken Euro.Durch die Wechselkursentwicklungfloss dem Euroraum in großem Umfangspekulatives Anlegerkapital zu, das dasZinsniveau merklich drückte. So fieldie Rendite zehnjähriger europäischerStaatsanleihen bis Jahresultimo ummehr als einen halben Prozentpunktauf 3,6%. Gleichzeitig weitete sich derZinsnachteil gegenüber US-Anleihenauf 50 Basispunkte aus.Verflachung der ZinsstrukturkurveNoch Anfang des Jahres förderte dasstabile Preisniveau die Erwartung weitererLeitzinssenkungen im Euroraum.Ende März lag der 12-Monats-Euriborsogar unterhalb des Tagesgeld satzesvon 2%. Tatsächlich veranlasste dieKombination von schleppender konjunkturellerErholung und hohemÖlpreis die EZB jedoch, den Leitzinswährend des gesamten Jahres konstantzu halten.Anders verlief die Entwicklung inden USA, wo der Leitzins im zweitenHalbjahr in fünf Schritten von 1% auf2,25% angehoben wurde. Damit liegendie kurzfristigen Dollar-Zinsen inzwischenerstmals seit April 2001 überden Euro-Renditen.Bei fallenden langfristigen Zinsen undgleichzeitig stabilen Geldmarktsätzenhat sich die Euro-Zinskurve im Jahresverlaufverflacht. Der Abstand zwischender zehnjährigen Rendite unddem Dreimonatssatz ist von 200 auf 160Basispunkte zurückgegangen; er liegtdamit deutlich unter dem langjährigenMittelwert von 190 Basispunkten.Zu der von vielen Marktteilnehmernerhofften Wende in der Preisentwicklungkam es in 2004 auf den deutschenImmobilienmärkten nicht. Nahezusämtliche Marktbereiche weisen einenegative Entwicklung auf. Trotz derweiter abnehmenden Neubautätigkeitkennzeichnen steigende Leerstandsquoten,fallende Marktmietenund rückläufige Flächenumsätze denJahresvergleich. Dagegen scheinendie Auslandsmärkte in einigen Bereichenihren Tiefpunkt überwunden zuhaben.Wohnimmobilien:Demographie im BlickpunktDie Zahl der Wohnbaugenehmigungenist im Berichtsjahr auf einen neuenTiefstand gefallen. Nur zu einem Teilkann dies mit den Vorzieheffektendes Jahres 2003 wegen der politischdiskutierten Abschaffung der Eigenheimzulageerklärt werden. Vielmehrscheint die fehlende Investitionsbereitschaftder Privathaushalte eine Folgeder unsicheren Arbeitsmärkte zu sein.Denn trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveausscheuen viele private Haushaltedie langfristigen Verpflichtungeneiner fremdfinanzierten Immobilie.Lediglich bei den Mietwohnobjekten isteine Nachfragebelebung zu erkennen.Denn mit nachlassender Neubautätigkeitund demzufolge verringerten Angebotwerden in Einzelfällen durchausnoch Renditechancen gesehen. Einengenerellen Preisanstieg verhindertdagegen der sich fortsetzende Anstiegder Mietnebenkosten von durchschnittlich2,2%. Insbesondere die Energiekostenzeichnen hierfür verantwortlich.Deren Zunahme liegt erneut oberhalbder allgemeinen Preisentwicklungund begrenzt faktisch denSpielraum für höhere Nettomieten.


In vielen Fällen führt dies zu einerweiteren Belastung der Rentabilität.Dies gilt zumindest dort, wo qualitativeModernisierungsmaßnahmen zur Stabilisierungder nachhaltigen Renditeausgeblieben sind.Bei der Ursachenforschung nachden Vermarktungsproblemen abseitsder Ballungsgebiete ist die Bevölkerungsentwicklungin den Mittelpunktgerückt. Nachhaltig hohe Arbeitslosenquotensowie unzureichende qualitativeArbeitsmarktbedingungenlösen in bestimmten Gebieten ernstzunehmendeAbwanderungsbewegungenaus. Die daraus auf lange Sichtresultierende Überalterung wird sichunmittelbar auf die Struktur des lokalenWohnungsmarktes niederschlagen.Ungeachtet dieser Probleme tritt dievermietete Wohnimmobilie verstärktin den Fokus ausländischer Investoren.Trotz vergleichsweise niedrigererRenditen werden in diesem Sektoroffensichtlich Ertragschancen, u.a.durch Privatisierungsmaßnahmen,gesehen. Die zustande gekommenengrößeren Kauftransaktionen von Wohnungsportfolienbilden vermutlich nurden Anfang. Denn immer mehr deutscheUnternehmen scheinen zugunstenihrer Kerngeschäfte bereit, sich vonden am Rande betriebenen Immobilienaktivitätenzu trennen.Büroobjekte:Inlandsmarkt weiter schwachDer deutsche Teilmarkt für Büroobjektemusste während der vergangenenJahre die wohl höchsten Wertverlustehinnehmen. Auch im abgelaufenenJahr konnte er sich allenfalls inBezug auf die Flächenumsätze stabilisieren.Die Mietpreise haben weiterhineine fallende Tendenz. Dagegen sindauf den westeuropäischen Märktenerste Anzeichen einer Erholung zuerkennen.Die deutschen Büroimmobilien unterliegennoch immer einem strukturellenUngleichgewicht von Angebot undNachfrage. Die in der Euphorie des„Neuen Marktes“ bis Mitte 2001 häufigohne konkreten Bedarf geplantenObjekte werden nach und nach fertiggestellt. Gleichzeitig verringertvor allem die Dienstleistungs brancheihre Beschäftigten und damit diebeanspruchten räumlichen Kapazitäten.Aktuelle Schätzungen gehen von22 Mio qm leerstehenden Büroflächenim gesamten Bundesgebiet aus.Die Situation am Vermietungsmarktgerät daher zunehmend unter Druck.Neben dem Instrument der Preissenkungwerden potentielle Interessentenvermehrt mit mietfreien Zeiten,Umzugskostenzuschüssen oderNebenkostenreduzierungen geworben.Wenngleich bei kleineren Flächen erstmalsseit längerer Zeit ansteigendeVermietungen vermeldet werden, fehlenweiterhin die Großmieter, um denbeträchtlichen Flächenüberhang zuabsorbieren. So erhöht sich die Leerstandsquoteauf durchschnittlich 9,8%.Auf den großen europäischen Märktenstellt sich die Lage anders dar: Zwarfällt die Leerstandsquote der Büroimmobilienim Mittel kaum besser ausals in Deutschland, doch die Preisehaben insgesamt wieder leicht angezogen.In Berlin hat die erhöhte Flächennachfragezwar dazu beigetragen,dass sich die Höchstmieten mit20 €/qm im Vorjahresvergleich knappbehaupten, doch die Leerstandsquotesteigt weiter von 9% auf 10%. Ähnlichliegen die Preise für Top-Lagenin Düsseldorf (21 €/qm), wo derFlächenabsatz von einigen Großanmietungenprofitierte. Dennoch sinddie Leerstände auf 14% gewachsen.Frankfurt verzeichnet mit einer Quotevon 17% unter den fünf wichtigstenImmobilienstandorten die meistenfreien Flächen. Obwohl Analyseneinen Preisrückgang von rund 6%ermitteln, werden in der Finanzmetropolemit rund 32 €/qm immer nochdie höchsten Spitzenmieten erzielt.Hamburg weist den größten Zuwachsbeim Flächenumsatz aus. Die fertiggestellten, auf den Markt gekommenenBüroobjekte sind jedoch sozahlreich, dass sich die Leerständeum rund einen Prozentpunkt auf 8,4%erhöht haben. Die Mieten für erstklassigeFlächen in zentralen Lagenhaben sich offenbar bei 20 €/qmstabilisiert. Die bemerkenswertesteVeränderung weist der MünchenerBüromarkt auf, wo der Leerstandtrotz anziehender Flächennachfragevon 10% auf 12% zugenommen hat.Die Spitzenmiete ist von 30 €/qm auf28 €/qm zurückgegangen. Insgesamtwird von Marktbeobachtern einPreisrückgang von knapp 7% festgestellt.Wegen der mittlerweile starknachlassenden Neubautätigkeit ist dieHoffnung auf eine Stabilisierung nichtunbegründet.Entgegen der vielfach geäußertenTheorie der „spekulative Blase“errechnet sich für London bei den vermietetenFlächen ein Umsatzplus vonüber 70%. Für Spitzenobjekte werdenbereits zweistellige Preissteigerungengenannt. Von dem konjunkturellenAufschwung profitieren nach Meinungvon Experten auch Paris und Madrid,was sich in den Kennzahlen allerdingsnoch nicht voll niederschlägt.Fallende Umsätze und steigendeLeerstände waren dagegen in Amsterdam,Brüssel und Prag festzustellen.Im Vergleich zu Deutschland fällt dieNegativentwicklung freilich moderateraus.6|7 Geschäftliche Rahmenbedingungen


Je nach Marktanalyse haben dieHöchstmieten für Büroimmobilieneuropa weit 2% bis 5% zugelegt. Dabeiverläuft die Entwicklung regional sehrunterschiedlich: Einige Metropolenhaben den Tiefpunkt bereits hintersich gelassen, andere scheinen diesenerreicht zu haben.Noch entfällt der größte Teil des europäischenUmsatzes auf den Flächentausch.Sinkende Fertigstellungen undrobuste Vermietungsleistungen deutenjedoch mittelfristig auf eine Absorptionder Leerflächen hin. Dies erklärt,weshalb deutsche institutionelle Investorenderzeit verstärktes Interesse anausländischen Immobilien zeigen.Handelsflächen:Nur Discounter expandierenSelbst das lebhafte Weihnachtsgeschäftkonnte den Umsatzrückgangfür das Gesamtjahr im Einzelhandelnicht stoppen. An der generellenKaufzurückhaltung der Konsumentenhat auch die schrittweise vorgenommeneLiberalisierung der gesetzlichenRahmen bedingungen für denEinzelhandel wenig ändern können.Immerhin haben die Aufhebung desRabattgesetzes sowie die Lockerungder Ladenschlusszeiten den Einzelhändlerngrößere Spielräume gegeben,um sich auf Kundenbedürfnisse einzustellen.Insbesondere Discounter undpreisaggressive Fachmärkte profitierendavon. Supermärkte, Warenhäuserund der traditionelle Fachhandel verlierendagegen weitere Marktanteile.Der gedämpften Konsumstimmungzum Trotz setzen die großen Discount-Anbieter ihre Expansion fort. Begleitetwird diese Entwicklung von der Errichtungneuer Einkaufszentren. Bereitsheute stehen den deutschen Verbrauchernje Kopf 1,37 qm Verkaufsflächezur Verfügung. In vergleichbaren Flächenstaatenwie Frankreich (0,9 qm)und Großbritannien (0,7 qm) liegt dieVerkaufsfläche deutlich niedriger. DieFlächenproduktivitäten in Frankreich(5.800 €/qm) und Großbritannien(9.300 €/qm) weichen daher erheblichvon der Deutschlands (3.300 €/qm)ab. Infolge des sich verschärfendenWettbewerbs sind mittlerweile nichtnur Ib-Lagen, sondern bis auf wenigeAusnahmen auch erstklassige Innenstadtlagenvon Vermietungsproblemenund Preisverfall betroffen. Die angekündigteSchließung von zahlreichenklassischen Warenhausstandorten istAusdruck dieser Krise.Betreiberimmobilien:Hotelbelegung steigtSchon die leichte konjunkturelle Erholungschlägt sich in den Zahlen desHotelgewerbes positiv nieder. Gegenüberdem Vorjahr verzeichnet die Branchebei steigenden Kapazitäten nichtnur eine verbesserte Belegung, sondernauch einen höheren durchschnittlichenZimmerertrag.Die Zielgruppe der Hotelbranche sindweiterhin Geschäftsreisende, Messebesucherund Kongressteilnehmer. Daherist die Auslastung an den Wochen endenauch bei mannigfaltigen Lockangebotender Betreiber eher schwach. Auffallendist, dass die Marktpräsenz einigerinternationaler Hotelketten in Deutschlandweiter zunimmt: Die Folge ist einscharfer Verdrängungswettbewerb zuLasten der kleinen und mittelgroßenBetreiber.Aufgrund der Alterung der deutschenBevölkerung und der höheren Lebenserwartungwird in den kommendenJahren mit deutlich steigenden Pflegeausgabengerechnet. Daher zählt dieAltenpflege zu einem der attraktivstenWachstumsmärkte überhaupt. Wegender leeren Sozialkassen ist in diesemSektor ein hoher Privatisierungsdruckspürbar. Experten schätzen, dassprivate Unternehmen mit effizientenStrukturen eine Gewinnmarge von 5%nach Steuern erwirtschaften können.Diese dürfte sich wegen der zunehmendenNachfrage nach Pflegeplätzenmittelfristig noch erhöhen.Dagegen bleibt die Geschäftssparte„Rehabilitation“ das Sorgenkind derBetreiberimmobilien. Vor allem Klinikenfür psychosomatische Erkrankungenhaben – so die Prognosen – beischwacher Konjunktur und hoherArbeitslosigkeit mit rückläufiger Auslastungzu rechnen.Logistikobjekte:Optimismus überwiegtBereits die leichte Konjunkturerholung,sowie die Expansion der Discounter,wirken sich positiv auf die Logistikbrancheaus. Bei der Neuvermietungvon Lagerflächen ist im Berichtsjahreine Steigerung auf durchschnittlich5,50 €/qm festzustellen. Die Bestandsmietenliegen im Schnitt bei 4,00 €/qm.Aber auch in diesem Sektor sind regionaleUnterschiede zu verzeichnen.Während sich in Hamburg der Flächenumsatzauf 350.000 qm nahezu verdoppelte,war er in Frankfurt und Kölnrückläufig. Berlin und Leipzig habenmit verhaltener Nachfrage zu kämpfen.Für Düsseldorf und München werdenstabile Umsätze auf Vorjahresniveaugenannt.


e Situation derHypothekenbankenPfandbriefgesetz schafftChancengleichheitDer von der EU-Kommission gegenüberden deutschen Landesbanken undSparkassen zum 18. Juli 2005 durchgesetzteWegfall der Gewährträgerhaftungverbunden mit einer modifiziertenAnstaltslast macht eine Neuregelungder Rechtsgrundlage zur Ausgabevon Pfandbriefen erforderlich.Im Interesse der Pfandbriefsicherheitbegrenzt das geltende Hypothekenbankgesetz(HBG) die von den Hypothekenbankenbetriebenen Geschäfteauf die Gewährung grundpfandrechtlichbesicherter Darlehen und die Kreditvergabean den öffentlichen Sektor.Wettbewerbspolitisch fragwürdig istseit jeher, dass die öffentlich-rechtlichenKreditanstalten keinen vergleichbarenBeschränkungen im Aktivgeschäftunterliegen. Stattdessen bietensie den Pfandbriefgläubigern alswesentliche Sicherheit Gewährträgerhaftungund Anstaltslast ihrer staatlichenEigentümer.Diese Bevorzugung wird durch dasMitte Juli 2005 in Kraft tretende Pfandbriefgesetzbei gleichzeitiger Aufhebungvon HBG, Öffentlichem Pfandbriefgesetz(ÖPG) und Schiffsbankgesetz(SchBkG) endlich beseitigt. DieAusgabe von Pfandbriefen wird künftigals Bankgeschäft gemäß § 1 KWG definiertund kann damit von allen Kreditinstitutenverfolgt werden. Auch wenndas Spezialbankprinzip aufgehobenwird, sollen die bewährten Elementeder besonderen Qualitätssicherung desHBG beibehalten und konsequent aufalle deutschen Pfandbriefemittentenangewendet werden.Werden die neuen rechtlichen Rahmenbedingungenden Pfandbriefmarkt verändern?– Die Meinungen darüber sindgeteilt. Allgemein erwartet wird, dassder Refinanzierungsvorteil des Pfandbriefszu einer höheren Emittentenzahlführen wird. Nicht unwahrscheinlichist, dass große Universalbanken diesenGeschäftszweig entdecken, umsich als Daueremittent zu etablieren.Insbesondere Landesbanken werdennach Wegfall staatlicher Garantieneine preiswerte Finanzierungsalternativesuchen. Offen ist allenfalls, obdiese Aktivitäten in eigenen Tochtergesellschaftenoder als integrierterGeschäftsbereich stattfinden werden.Auch deutet sich an, dass Hypothekenbankenihre Aktivitäten an denjenigenStellen ausweiten, wo Syner gienbisher aus rechtlichen Gründen nichterschlossen werden konnten. Das wirddie Unterschiede zwischen den einzelnenInstituten vertiefen. Dass aber mitdem Pfandbriefgesetz neue Geschäftsmodellegeboren werden, die eineStrukturänderung am Pfandbriefmarktauslösen könnte, dürfte auszuschließensein.In das neue Pfandbriefgesetz übernommenwird insbesondere das fürdie Hypothekenbanken schon bishergeltende Prinzip der barwertigenÜberdeckung. Die als Deckung hinterlegtenForderungen (Staatskredite,Hypothekendarlehen) sollen jederzeiteinen um 2% höheren Wert haben alsdie abgezinsten Zins- und Tilgungsansprücheder Pfandbriefgläubiger.Ebenfalls beibehalten werden dieVorschriften über die Insolvenz, diePerson des Sachwalters sowie dieÜbertragbarkeit von Pfandbriefverbindlichkeitenund zu deren Deckungeingesetzter Kreditforderungen aufandere Pfandbriefbanken.Neu sind Regelungen zur Transparenz,die sich vor allem an den InformationsbedürfnisseninternationalerInvestoren orientieren. Der Pfandbriefemittentwird verpflichtet, vierteljährlichdetaillierte Informationen überQualität und Zusammensetzung derDeckungs stöcke zu veröffentlichen.8|9 Geschäftliche Rahmenbedingungen


Der Kreis der als Pfandbriefsicherheitzulässigen Darlehensarten bleibtnahezu unverändert. Deckungsfähigsind künftig grundpfandrechtlich besicherteDarlehen in den USA, Kanadaund Japan. Desweiteren kann die regionaleStreuung verbessert werden,da das Kreditvolumen innerhalb deseuropäischen Wirtschaftsraums nichtlänger begrenzt ist. Die bisherige 10%-Grenze für Auslandsdarlehen beziehtsich nach dem neuen Gesetz nur aufBeleihungen in den USA, Kanada undJapan.Wegen der besonderen Anforderungenan Pfandbriefe benötigen Banken künftigeine Erlaubnis der BaFin, um diesesGeschäft aufnehmen. Voraussetzungist u.a. ein Kernkapital von 25 Mio €sowie ein auf die dauerhafte Pfandbriefemissionausgerichtetes Geschäftsmodell.Allen bisherigen Emittentenist es gestattet, dieses Geschäft ohneweiteres fortzuführen; ein Grundfür einige Sparkassen, noch kurz vorInkraft treten des Gesetzes erstmalseinen Pfandbrief zu begeben.Der deutsche (Öffentliche) Pfandbriefstellt trotz des zunehmenden Wettbewerbsausländischer Covered-Bond-Systeme unverändert das größte Marktsegmentam europäischen Rentenmarkt dar. Die kommende Vereinheitlichungder Rechtsgrundlagen solltegeeignet sein, den Pfandbrief im internationalenWettbewerb zu stärken.Niedrige Risikoprämien belastenAktivgeschäftDas historisch niedrige Zinsniveaumacht es für institutionelle Investorenschwierig, eine angemessene Verzinsungihrer Anlagen zu erreichen.Da die Renditen der Staatsanleihenhäufig nicht ausreichen, haben siesich seit einiger Zeit zunehmend derzweiten und dritten Reihe der Schuldnerzugewandt. Die hohe Nachfragenach solchen Anlagen trifft allerdingsauf ein begrenztes Angebot, da wegender reichlich vorhandenen kurzfristigenLiquidität viele Emittenten denKapitalmarkt nicht beanspruchen.Folge ist im Jahresverlauf ein deutlicherRückgang der Risikoprämien(Spreads) von bonitätsmäßig schwächerenAdressen. Diese Entwicklungerklärt den extrem niedrigen Renditeabstandzwischen Bundesanleihen undInterbanken-Swaps von weniger als10 Basispunkten.Für die Hypothekenbanken hat dieseEntwicklung zunächst Folgen für dieStaatsfinanzierung. Denn auch dieMargen für Darlehen an öffentlicheSchuldner haben sich spürbar verringert.Die Spielräume für die Gestaltungder Aktivseite sind damit engergeworden.Anders verhält es sich im Passivgeschäft.Dort profitieren die Hypothekenbankenvon verbesserten Re finanzierungsbedingungen.Betroffen sinddie (Öffentlichen) Pfandbriefe und– noch ausgeprägter – die unbesichertenSchuldverschreibungen oderDarlehen. Insbesondere die kurzfristigeMittelaufnahme verzeichnete imJahres verlauf die höchste Einengungder Spreads. Die Hypothekenbankenhaben auf diese Weise ihre Spitzenstellungals Emittenten am Euro-Rentenmarktbehaupten können.AbkürzungsverzeichnisAktG AktiengesetzBaFin Bundesanstalt fürFinanzdienstleistungsaufsichtBIP BruttoinlandsproduktCVaR Credit Value at RiskDCR Debt Coverage RatioEU Europäische UnionEWR Europäischer WirtschaftsraumEZB Europäische ZentralbankHBG HypothekenbankgesetzHGB HandelsgesetzbuchICR Interest Coverage RatioIRB Internal Ratings-BasedApproach (Interner Ratingansatz)KWG KreditwesengesetzLGD Loss Given Default(Verlust bei Ausfall)MaK Mindestanforderungenan das KreditgeschäftOECD Organisation for EconomicCooperation and DevelopmentPD Probability of Default(Ausfallwahrscheinlichkeit)VaR Value at Risk


L A G E B E R I C H T A G U N D K O N Z E R NeeeeGeschäftsentwicklungRisikoentwicklungErtragsentwicklungAusblick10|11


e GeschäftsentwicklungEntwicklung BilanzsummeMrd €200020012002200320040 3 6 9 12 1510,111,211,211,815,4Das abgelaufene Geschäftsjahr derDüsseldorfer Hypothekenbank ist vorallem geprägt von Fortschritten beider Refinanzierung. Die stabilisierteErtragslage hat verbunden mit derkonsequenten Kapitalmarktorientierungin einem günstigen Marktumfeldein Emissionsvolumen von 4,8 Mrd €(Vorjahr 2,7 Mrd €) ermöglicht – diehöchste längerfristige Mittelaufnahmeseit Bestehen der Bank.Die größeren Refinanzierungsspielräumeschlagen sich in einem um2,4 Mrd € auf 4,3 Mrd € ausgebautenNeugeschäft nieder. Dessen Strukturhat sich verglichen mit den Vorperiodenzugunsten der Staatsfinanzierungverlagert. Die Bilanzsumme wächst um31% auf 15,4 Mrd €.Das Risikomanagement ist im Zugeder Umsetzung der MaK weiter verfeinertworden. Im Mittelpunkt stand dieImmobilienfinanzierung, wo die neueRisikostrategie verbunden mit einerkonsequenten Trennung von MarktundMarktfolgefunktionen den Prozessder Kreditentscheidung weiter formalisiertbzw. objektiviert hat.Erstmals sind umfangreiche pauschaleVorsorgereserven für das latente Kreditrisikogebildet worden. Maßstab fürdie Bemessung dieses „Puffers“ sindermittelte Standardrisikokosten. Trotzdieser Maßnahme erhöht sich derJahresüberschuss um 18%. Gleichzeitigsteigt die Profita bilität auf 8% undnähert sich damit dem langfristigenZiel von 10%.Refinanzierung erleichtertdurch „AAA“-RatingAnfang September stufte Standard &Poor’s die Öffentlichen Pfandbriefe derDüsseldorfer Hypothekenbank in diehöchstmögliche Bonitätsklasse ein.Gestützt wird das „AAA“-Rating voneiner öffentlichen Selbstbeschränkunghinsichtlich der in Zukunft eingegangenenRisiken für den Deckungsstock.Die Bank ist damit die erste deutschePfandbrief emittentin, die sich in dieserForm verbindlich zu einer konservativenRisikopolitik bekennt und dieseverbunden mit konkreten Obergrenzengegenüber (potentiellen) Investorentransparent macht.Versehen mit dem „AAA“-Rating legtedie Bank Mitte November erstmals seitfünf Jahren einen Öffentlichen Jumbo-Pfandbrief auf. Das Emissionsvolumenvon 1,0 Mrd € war bereits nach wenigenStunden überzeichnet; mehr als dieHälfte konnte im Ausland platziert werden.Dass der Absatz von ÖffentlichenPfandbriefen sich mit 4,1 Mrd € gegenüberdem Vorjahr (2,1 Mrd €) fast verdoppelt,liegt jedoch auch an der Fähigkeitbzw. Bereitschaft der Bank, kundenspezifischePfandbriefprodukte fürinländische Investoren zu ent wickeln.Die gesamten aufgenommenen Re fi nanzierungsmittelvon 4,8 Mrd € (2,7 Mrd €)setzen sich zusammen aus 86% ÖffentlichenPfandbriefen, 6% Hypothekenpfandbriefenund 8% nicht-deckungspflichtigenSchuldverschreibungenoder Darlehen.


Neue Möglichkeiten in derStaatsfinanzierungDie generell durch äußerst niedrigeMargen gekennzeichneten Aktivitätenim Staatskreditgeschäft haben vonden verbesserten Refinanzierungsbedingungender Bank stark profitiert.So liegen die Kreditzusagen mit4,0 Mrd € mehr als doppelt so hochwie im Vorjahr (1,5 Mrd €). Rund 15%(22%) davon entfallen auf Beleihungenim EU-Raum, darunter auch Kreditean die im Mai beigetretenen StaatenEstland, Slowakei und Zypern.Mehr als in den Jahren zuvor ist dieNeugeschäftsstruktur von der internenSteuerung bestimmt gewesen. Da diegewährten Staatskredite die Deckungsmassefür die umlaufenden ÖffentlichenPfandbriefe bilden, ist die Laufzeitkongruenzder beiden Portfolienfür die Pfandbriefqualität von wesentlicherBedeutung. Anders ausgedrückt:Aufgenommene Gelder sollten derBank möglichst solange zur Verfügungstehen, wie sie als Darlehen gebundensind. Daher haben vor allem Kreditlaufzeitenvon 2-5 Jahren im Mittelpunktder Aktivitäten gestanden.Infolge des starken Neugeschäftswächst der Darlehensbestand um 37%auf 11,2 Mrd €. Davon entfallen 50%(Vorjahr 46%) auf Forderungen gegenüberinländischen öffentlich-rechtlichenKreditinstituten, die im Rahmender zwischen Deutschland undder EU-Kommission ausgehandeltenÜbergangsbestimmungen noch durchstaatliche Garantien abgesichert sind.Weitere 38% (48%) betreffen Kreditean inländische öffentliche Haushalte.Der Auslandsanteil von 12% (11%)bezieht sich überwiegend auf die Haushaltevon europäischen Zentral- undRegionalregierungen; knapp ein Viertelentfällt davon auf öffentliche Kreditinstitute.Immobilienfinanzierungmit ZurückhaltungDie Aktivitäten der Bank in der Immobilienfinanzierungsind von der schwacheninländischen Marktentwicklungnicht unbeeinflusst geblieben. Sohatten die konsequente Umsetzungeiner restriktiven Risikopolitik sowieinakzeptable Beleihungsausläufe einesteigende Ablehnungsquote zur Folge.Daher bleibt das Neugeschäft mit289 Mio € rund 17% hinter dem Vorjahr(348 Mio €) zurück. Die Prolongationenbelaufen sich auf 31 Mio € (23 Mio €).Beobachtet wird, dass deutsche institutionelleInvestoren sich verstärktden europäischen Immobilienmärktenzuwenden. Dies drückt sich auch indem Auslandsgeschäft der Bank aus,das auf einen Anteil von 44% (45%)kommt. Erkennbar ist eine Verschiebungin der Struktur der Zusagen:Rund 21% entfallen auf Wohnimmobilien;im Vorjahr waren es lediglich6%. Umgekehrt verhält es sich bei derGewerbe finanzierung, deren Anteilsich auf 79% (94%) vermindert.Staatskredite nach KreditnehmergruppenBestand 31. Dezember 2004Vorjahr in KlammernÖffentliche HaushalteInland38% (48%)Öffentlich rechtlicheKreditinstitute Inland50% (41%)Öffentliche HaushalteAusland12% (11%)12|13 Lagebericht AG und Konzern


Hypothekendarlehen nach ImmobiliennutzungBestand 31. Dezember 2004Vorjahr in KlammernWohnen15% (14%)Logistik1% (0%)sonstiges Gewerbe10% (11%)Büro und Verwaltung44% (42%)Hypothekendarlehen nach ImmobilienlageBestand 31. Dezember 2004Vorjahr in KlammernOstdeutschland9% (10%)Berlin7% (7%)Westdeutschland66% (67%)Handelsflächen30% (33%)Ausland18% (16%)Die Bank verfolgt in der Immobilienfinanzierungseit nunmehr fünf Jahreneine Sekundärmarktorientierung.Knapp 62% des Neugeschäfts (55%)entfallen auf aktive Beteiligungen anKonsortialfinanzierungen mit etabliertenPartnern aus der Kreditwirtschaft.Mit der Konzentration auf groß volumigeBeleihungen gewerblich genutzterbzw. gewerblich betriebener Objekteerreicht die Immobilienfinanzierunginzwischen einen Anteil von 10% desgesamten Kreditbuchs. Wegen hohervorzeitiger Tilgungen – Auslandsfinanzierungensind davon typischerweiseüberproportional betroffen – wächstder Darlehensbestand nicht um dasvolle Neugeschäft. Zum Bilanzstichtagbeträgt er 1,3 Mrd €, was einemZuwachs von 13% entspricht. Objektbezogenliegt die Durchschnittsgrößeder Finanzierungen wie im Vorjahr bei10,6 Mio €.Nach Nutzungen gegliedert weist dasfinanzierte Immobilienportfolio Verschiebungenauf. So nimmt die relativeBedeutung der Handelsflächen mit30% (Vorjahr 33%) weiter ab. Noch vorzwei Jahren lag deren Anteil bei rund50%. Mit 44% (42%) bilden Büroobjekteinzwischen den Schwerpunkt. Leichtausgedehnt hat sich mit 15% (14%)der Anteil der Wohnimmobilien. Allerdingsist das Ziel, den Bestand stärkerzugunsten wohnwirtschaftlicherFinanzierungen zu verlagern, damitnoch nicht erreicht worden. Grundwaren u.a. die nach Auffassung derBank nicht angemessenen Margen.Wenig verändert zeigt sich dieregio nale Portfolioverteilung. Aufdie alten Bundesländer einschließlichBerlin entfallen 73% (74%) derFinanzierungen; etwa ein Dritteldavon betrifft Nordrhein-Westfalen.Der Anteil ostdeutscher Beleihungengeht von 10% auf knapp 9% zurück;neue Geschäfte wurden hier trotz zahlreicherAnfragen nicht getätigt. Dagegensteigt der Auslandsanteil auf 18%(16%). Finanziert werden ausgesuchteBüroimmobilien in internationalenWirtschaftszentren. Sie erstreckensich im Wesentlichen auf London, denGroßraum Amsterdam/ Utrecht und– in zwei Fällen – New York.Außerdeckungsanlagen rückläufigÜberschüssige Liquidität aus denHauptgeschäften legt die Bank gemäߧ 5 Abs. 3 HBG außerhalb der Pfandbriefdeckungan. Zur Dispositionkurzfristiger Liquiditätsspitzen, derMarktpflege eigener Emissionen, derBeschaffung von Ersatzdeckungswertenund der Stellung von Sicherheitenim Derivativgeschäft dienen Gut habenbei geeigneten Kreditinstituten, eigeneSchuldverschreibungen sowie Schuldverschreibungenöffentlicher Emittentenaus der EU bzw. dem EWR.Darüber hinaus verfügt die Bank übernotenbankfähige Wertpapiere, die imRahmen von Offenmarktgeschäftenmit der EZB beliehen werden. StrukturelleLiquiditätsüberschüsse aus demKredit geschäft und Eigenmittel werdenmittel- bis langfristig in andere zumamtlichen Börsenhandel zugelasseneSchuldverschreibungen sowie Investmentanteileangelegt. Insgesamt habensich die Anlagen gemäß § 5 Abs. 3 HBGvon 1,7 Mrd € auf 2,0 Mrd € erhöht.Bezogen auf die Bilanzsumme fällt ihrAnteil jedoch von 14% auf 13%.


Die von den deutschen Hypothekenbankenvor fast drei Jahren definierteMindestbonität von „A-“ (Standard &Poor’s) bzw. „A3“ (Moody’s) für dasAußerdeckungsgeschäft wird konsequentbeachtet. Anlagen, die diesemStandard nicht entsprechen, sind weiterabgebaut worden und belaufensich zum Stichtag auf 39 Mio € (Vorjahr87 Mio €). Die durch das haftendeEigenkapital vorgegebene Obergrenzeist damit zu lediglich 15% (34%)beansprucht.Intensiverer Einsatz von DerivatenDie Bank setzt Derivate zur Absicherungvon Zins- und Währungsrisiken ein. Mitder Geschäftsausweitung hat sich auchdas Volumen der abgeschlossenen Kontrakteerhöht. Nominal beläuft es sichauf 18,0 Mrd € ( Vorjahr 11,7 Mrd €).Bezogen auf die Bilanzsumme liegt esbei 117% (100%). Ursache ist eine verfeinerteAbsicherungspolitik im kurzfristigenLaufzeitbereich. Anders alsfrüher werden Zinsänderungsrisikenaus Drei- bzw. Sechsmonats positionenvermehrt über sog. Eonia-Swaps inTagespositionen umgewandelt. DieAbsicherung eines langfristigen Zinsrisikosschlägt sich im Nominalvolumender Derivate also doppelt nieder.Dafür gewinnt die Risikosteuerung anQualität.Mit 7,8 Mrd € oder 43% stellen dieDerivate mit einer Restlaufzeit vonmehr als fünf Jahren den größtenAnteil am Gesamtbestand. Die Kontrahentender Bank sind breit gestreut.Zum Stichtag handelt es sich um 37bonitäts mäßig einwandfreie Kreditinstitutebzw. Kredit institutsgruppenaus OECD- Ländern, die als „geeigneteKredit institute“ im Sinne von § 5 Abs. 3Nr. 1 HBG einzustufen sind.Expansion erfordert NeuorganisationDie geschäftliche Expansion machte imBerichtsjahr weitere organisatorischeAnpassungen erforderlich. So wurdedie bisherige Wertpapierabwicklung inzwei eigenständige Einheiten aufgeteilt:In der einen Abteilung wird künftig ausschließlichder trans aktionsbezogeneTeil des Handelsgeschäfts einschließlichZahlungsverkehr abgewickelt. Dieandere ist verantwortlich für Kreditbeurteilungbzw. Limitfestsetzung vonHandelskontrahenten und anderenAdressen. Außerdem ist hier die Kapitalmarktkommunikationangesiedelt,insbesondere der laufende Kontakt zuinstitutionellen Pfandbriefinvestoren.Vor dem Hintergrund der zunehmendenFinanzmarktorientierungder Bank ist die interne Compliance-Richtlinie erweitert worden. Nebendie bestehenden Leitsätze für Mitarbeitergeschäftesind Regelungen überdie Annahme von Geschenken sowiezu Finanzverflechtungen mit Kundengetreten. Im Sinne einer zeitgemäßenCorporate Governance tragen die Maßnahmendazu bei, dass die Bank undihre Beschäftigen auch künftig als faireund verlässliche geschäftliche Partnerauftreten.Zur personellen Aufstockung ist es inder Immobilienfinanzierung gekommen,da sich mit den MaK die formalenAnforderungen an die betrieblichenProzesse erhöht haben. Dieser seitEnde 1999 schrittweise ausgebautenGeschäftssparte werden inzwischen 16Mitarbeiter zugerechnet. Die Gesamtzahlder Beschäftigten liegt zum31. Dezember 2004 bei 44 und damit5% über Vorjahr (42).Außerdeckungsanlagen nach BonitätenAnteil am Gesamtbestand in %AAAAA+AAA+AA-31.12.2004 31.12.2003BBB+B+B-0 10 20 30 40 50Derivatepartner nach BonitätenBestand 31. Dezember 2004Vorjahr in KlammernA6% (9%)A-21% (10%)A+29% (38%)AAA8% (8%)AA+2% (2%)AA-AA-25% (24%)AA9% (8%)14|15 Lagebericht AG und Konzern


e RisikoentwicklungNeue Kreditrisikostrategie fürImmobilienfinanzierungFür das Risiko im Hypothekarkreditgeschäftkommt es neben der Schuldnerbonitätvor allem auf potentielleWertentwicklungen der gestelltenImmobiliensicherheit an. Deren Preisist nicht nur abhängig von konjunkturellenund regionalen Einflüssen,sondern insbesondere von der konkretenNutzung. So finanziert die Banknahezu ausschließlich Handels-, BüroundWohngebäude mit zeitgemäßerAusstattung. Objekte, bei denen es vorallem auf die kaufmännischen Fähigkeitendes Betreibers ankommt und derenDrittverwendung daher beschränkt ist,werden nur ausnahmsweise beliehen.Ihr Anteil am gesamten Kreditportfolioist langfristig auf 7% begrenzt.Festlegungen wie diese haben diegeschäftlichen Aktivitäten der Bankschon immer bestimmt. Neu ist dieBündelung sämtlicher risikopolitischerGrundsätze zu einer „Kreditrisikostrategie“,wie sie die seit Jahresmitte 2004für alle deutschen Kreditinstitute verbindlichenMaK vorsehen. Die Strate gieder Bank besagt u.a., dass das Portfoliozu 75% aus gewerblich und zu 25% auswohnwirtschaftlich genutzten Objektenbestehen soll.Daneben werden grundlegendestrukturelle Anforderungen an dieeinzelne Finanzierung definiert. Zunennen sind z.B. Eigenkapitaleinsatz,Beleihungsauslauf, marktspezifischesPreisniveau und Kreditlaufzeit. Außerdembestehen konkrete Vorgaben hinsichtlichder langfristigen Kapitaldienstfähigkeit,was bei der derzeitigen Niedrigzinsphaseinsbesondere für variableZinskonditionen von Bedeutung ist.Auf Portfolioebene stellt die Risikoeinschätzungzunehmend auf die „wirtschaftlicheEinheit“ ab. Es handeltsich dabei um ein fiktives Engagement,bestehend aus Finanzierungen, beidenen ein institutioneller Kunde entwederals Darlehensnehmer, wesentlicherGesellschafter oder Hauptmieterauftritt. Die wirtschaftlicheEinheit unterscheidet sich klar von deraufsichtsrechtlich definierten Kreditnehmereinheit.Mit der streng wirtschaftlichenAbgrenzung der relevantenRisikoeinheit reagiert die Bank aufdas wachsende Auftreten von Objektgesellschaftenals Darlehensnehmerund die damit einhergehende eingeschränkteHaftungsübernahme.Erhöhte Anforderungenan KreditprozesseDie MaK erhöhen die Anforderungenan die betrieblichen Prozesse im Kreditgeschäft.Die Bank hat darauf mitder Bildung einer auf das Risiko derImmobilienfinanzierung spezialisiertenOrganisationseinheit reagiert. Diese istu.a. zuständig für das „zweite Kreditvotum“,die Vertragskontrolle und dieEinhaltung der Auszahlungsvoraussetzungen.Damit ist in den besonders risikorelevantenTeilprozessen eine konsequenteTrennung von „Markt“ und„Marktfolge“ gewährleistet. In diesemSinne hat der Vorstand auf seine bisherigeEinzelkompetenz verzichtet.Praktisch bedeutet dies, dass ein Kreditnur mit Zustimmung der „Marktfolge“zustande kommen kann. Damit setztdie Bank die MaK restriktiver um alsgesetzlich gefordert.In diesem Zusammenhang wurde auchdas Berichtswesen überarbeitet. Ineinem „Risikobericht“ werden künftigsämtliche Auswertungen zum Kreditrisikozusammengefasst. Die einzelnenTeile sind weitestgehend standardisiert,lassen gleichzeitig jedoch Raumfür Sonderanalysen. Der Bericht wirdvierteljährlich erstellt. Sein Umfangvariiert mit den für die einzelnen Teilefest vorgegebenen Intervallen. DerRisikobericht wird regelmäßig auchdem Risikoausschuss des Aufsichtsratszur Verfügung gestellt.Frühwarnsystem als Grundlagefür RisikoklassifizierungDie Bank unterzieht inzwischenwesentliche Teile ihres Immobilienkreditportfolioseinem doppeltenStresstest. Untersucht wird die Kapitaldienstfähigkeitder finanzierten Objektebei unterstelltem Zinsanstieg um 200Basispunkte. Gleichzeitig wird ein Mietrückgangvon 20% (bzw. 30% für dasAusland) simuliert. Finanzierungen,deren Zahlungsüberschuss nach Stressbestimmte Mindestwerte nicht erreicht,werden vorbehaltlich einer Einzelanalysein eine höhere Risikoklasseeingestuft. Die ersten Erfahrungenmit diesem Frühwarnindikator zeigen,dass eine Zinserhöhung insgesamtbesser verkraftet wird als ein allgemeinerRückgang der Mietpreise. Die die


Kapitaldienstfähigkeit aus drückendenKennzahlen (DCR, ICR) sind trotz derunterstellten Extremszenarien inmehr als 95% der untersuchten Fälleausreichend.Weitere Indikatoren für ein erhöhtesKreditrisiko sind Zahlungsverhalten,Mietvertragslaufzeit oder Liquiditätslageder Hauptmieter. Das Frühwarnsystemliefert Anhaltspunkte für eineEinstufung der Kredite in vorerst sechsRisikoklassen. Die jeder Klasse zugeordnetenEinzelmaßnahmen sind nacheinem Eskalationsprinzip gestaffelt.Die Frühwarnindikatoren deuten aufeine gegenüber dem Vorjahr kaumveränderte Risikosituation hin. ZumStichtag werden unverändert 96% derBestände als „Normalkredit“ eingestuft.Rund 3% (Vorjahr 4%) geltenintern als „risikobehaftet“. Erstmalswird zum Stichtag ein Engagement als„Not leidend“ klassifiziert; es entspricht1% des Gesamtkreditvolumens.Die Projektfortschritte schlagen sichbereits in den betrieblichen Prozessennieder. Das sog. PD-Rating istseit September 2004 unverzichtbarerBestandteil der Neugeschäftsbearbeitung.Parallel werden die fürdie Berechnung der Ausfallfunktionerforderlichen Daten des gesamtenKreditbestands schrittweise nacherfasst.Konkret geht es neben der Bonitätsanalysegemäß § 18 KWG sowie derObjektbewertung um eine Überprüfungvon Marktposition, Konkurrenzumfeldund Managementkompetenzdes Darlehensnehmers. Zum Stichtagsind bereits 55% der Kredite (Anzahl)berücksichtigt.PD- und LGD-Daten werden künftignicht nur für die Berechnung derKa pital unterlegung, sondern zur Verfeinerungder Klassifizierung im Bereichdes latenten Kreditrisikos eingesetzt.Kreditrisiko der Handelsgeschäfteunverändert niedrigHypothekendarlehen nach RisikoklassenBestand 31. Dezember 2004Vorjahr in KlammernRisikobehafteteKredite3% (4%)Staatskredite nach BonitätenBestand 31. Dezember 2004Vorjahr in KlammernNot leidendeKredite1% (0%)Normalkredite96% (96%)Empirische Ausfallwahrscheinlichkeitenund VerlustquotenDie neuen Baseler Eigenkapitalregeln(„Basel II“) betreffend hat sich dieBank für den – technisch und organisatorischanspruchsvollen – IRB-Ansatzentschieden. Er setzt eine Schätzungvon Ausfallwahrscheinlichkeit (PD)und Verlustquote (LGD) voraus. Mangelseigener Ausfallereignisse hat sichdie Bank mit anderen Immobilienfinanzierernzu Gemeinschaftsprojektenzusammengeschlossen, um überumfangreiche historische Datenreihenzu statistisch zuverlässigen Schätzungenzu kommen.Rund 90% der Darlehensbestände entfallenzum Bilanzstichtag auf die Staatsfinanzierung,für die ein Ausfallrisikopraktisch nicht besteht. Gründe hierfürliegen in der strengen Selektion nurbonitätsmäßig einwandfreier Staaten.Aufgrund des Steuerprivileges wirddavon ausgegangen, dass sie zu jedemZeitpunkt in der Lage sein werden, Verbindlichkeitendurch Steuereinnahmenabzudecken. Die Staatskredite werdenin der Regel als Handelsgeschäfte(Wertpapier, Schuldscheindarlehen)am Sekundärmarkt erworben. Maßgeblichfür die Risikobetrachtung istvor allem das Bewertungsrisiko, d.h.potentielle Ausweitungen der Risikoaufschläge(Spreads) in Bezug auf diejeweilige Referenzkurve.AA-28% (17%)A+1% (3%)A5% (1%)AA32% (31%)A-2% (2%)BBB+1% (2%)N.R.5% (17%)AAA19% (20%)AA+7% (7%)16|17 Lagebericht AG und Konzern


Entwicklung KreditrisikoGeschäftsjahr 2004, Limitauslastungin %Jan.Mrz.MaiJul.Sep.Nov.Dez.02550751000 25 50 75 100Die Risikosteuerung erfolgt täglich alsCredit Value at Risk (CVaR). Die Kennzahldrückt den Maximalverlust aus,der mit einer Wahrscheinlichkeit von99% innerhalb von einem Tag nichtüberschritten wird.Auch das Kreditrisiko der Außerdeckungsanlagenwird täglich alsCVaR gesteuert. Unter Einschluss dergesamten Deckungsgeschäfte (Staatskredite)beläuft sich die Kennzahl perJahresultimo auf 3,3 Mio € (Vorjahr2,8 Mio €); jahresdurchschnittlich liegtder Wert bei 4,6 Mio € (5,8 Mio €). DerRückgang ist Folge der abnehmendenMarktvolatilität.Das Kreditrisiko der zu Absicherungszweckeneingesetzten Derivate betrifftVerluste bzw. entgangene Gewinnedurch potentiellen Ausfall des Kontrahenten.Voraussetzung für die Limiteinräumungist eine positiv abgeschlosseneBonitätsprüfung. Im Übrigenbestehen mit zahlreichen KontrahentenVereinbarungen über eine Unterlegungnegativer Marktwerte (Collateral).Zinsänderungsrisiko weiter vermindertAls Spezialkreditinstitut mit SchwerpunktStaatsfinanzierung geht dieBank Zinsrisiken aus offenen Festzinspositionenein. Sie entstehen durchzeitversetzte Refinanzierung oderFristentransformation. Ihre Messungerfolgt täglich für sämtliche zinstragendenPositionen als Value at Risk(VaR). Die Kennzahl gibt den Verlustan, der mit einer Wahrscheinlichkeitvon 99% innerhalb einer Haltedauervon einem Handelstag und einer Beobachtungsperiodevon 250 Handelstagennicht überschritten wird. Sensitivitätsanalysenstellen die Auswirkungenvon Veränderungen der Zinsstrukturkurveauf den Barwert des Gesamtportfoliosdar.Das Zinsrisiko, dem sich die Bankaussetzte, ist gegenüber dem Vorjahrnochmals zurückgegangen. ZumBilanzstichtag beläuft sich der VaR auf0,8 Mio € (Vorjahr 1,0 Mio €); jahresdurchschnittlichbeträgt er 0,8 Mio. €(1,8 Mio €). Der höchste in den vergangenenzwölf Monaten gemesseneTages wert beträgt 2,2 Mio €. Das täglicheBacktesting zeigt, dass der tatsächlicheBarwertverlust an drei Tagenden durch den VaR prognostiziertenMaximalverlust überschritt. Bei demgewählten Sicherheitsniveau von 99%liegt das im Rahmen der Toleranz undbelegt die Qualität der Risikomessung.Die aufsichtsrechtliche Grenze fürdas Zinsrisiko von 10% des haftendenEigenkapitals bei unterstellter Parallelverschiebungder Zinsstrukturkurve um± 100 Basispunkte wurde im Jahr 2004zu keinem Zeitpunkt überschritten.


Liquiditätsrisiko stets im BlickLiquiditätsrisiken entstehen aus inkongruentenZahlungsströmen oder nichtplanmäßig eingehenden Zahlungen.Sie bezeichnen die Gefahr, Zahlungsverpflichtungennicht vollständig odertermingerecht nachkommen zu können.Außerdem geht es um das Risiko,einen plötzlichen Liquiditätsbedarf nurzu höheren als den geplanten Konditionenabdecken zu können.Mit der monatlichen Liquiditätsstrukturanalyseverfügt die Bank überein dynamisches Steuerungsinstrument.Soll-/ Ist-Vergleiche und Simulationenerleichtern die Prognose desLiquiditätsbedarfs auf Sicht vonsechs Monaten und lassen potentielleStrukturverschiebungen in der Mittelausstattungrechtzeitig erkennen.Zusätzlich werden in einer Liquiditätsvorschaudie Über- bzw. Unterdeckungentaggenau ausgewiesen. Siebildet die Grundlage für Analyse, Feinsteuerungund Disposition der Zahlungsströme.Die Liquiditätsausstattung der Bankwar im Berichtsjahr jederzeit komfortabel;die Kennzahl nach Grundsatz II hatim Berichtsjahr immer deutlich überdem gesetzlichen Mindestwert von1,0 gelegen und beträgt zum Bilanzstichtag1,5.Separate Risikosteuerungfür DeckungsstockStandard & Poor’s hat im Oktober2003 die Anforderungen für das Ratinggedeckter Schuldverschreibungen(Covered Bonds) verschärft. Währenddie erstklassige Bonitätseinstufung desPfandbriefs zuvor weitgehend auf dieZusammensetzung des Deckungsstocksin der Vergangenheit abstellte, werdenvom Emittenten nach dem neuenAnsatz Festlegungen hinsichtlich derkünftigen Risikopolitik erwartet.Daher unterstützt die DüsseldorferHypothekenbank das „AAA“-Rating fürden Öffentlichen Pfandbrief – es handeltsich um ihr Hauptrefinanzierungsinstrument– mit einem Bekenntniszu konkreten Risikobeschränkungen.Die von der Bank am 13. September2004 veröffentlichte Selbstverpflichtungbezieht sich auf Zins-, Währungs-,Liquiditäts- und Kreditrisiken.Sämtliche Risikoarten wurden zuvorschon auf Gesamtbankebene begrenzt;neu ist die gesonderte Limitierung fürdie Teilmenge „Deckungsstock“. DieLimitauslastung wird von der Bankmonatlich unter www.duesshyp.deveröffentlicht.Entwicklung ZinsrisikoGeschäftsjahr 2004, Limitauslastungin %Jan.Mrz.MaiJul.Sep.Nov.Dez.0 25 50 75 10018|19 Lagebericht AG und Konzern


Die freiwillige Selbstverpflichtung gehtüber die gesetzlichen Bestimmungenzur Pfandbriefqualität hinaus. Dies giltvor allem für das Kreditrisiko, das nachHBG nur über die 10%-Grenzen für dasAuslandsgeschäft geregelt und nachBarwertverordnung (HypBarwertV)pauschal mit 2% Überdeckung berücksichtigtwird. Demgegenüber setztsich die Düsseldorfer Hypothekenbankratingorientierte Portfoliolimite,um eine bestimmte Mindestbonitätder Deckungswerte zu gewährleisten.Daneben stellen Einzel- bzw. Gruppenlimiteeine ausreichende Diversifikationsicher. Damit reagiert die Bankauf die zunehmende Spreizung derKreditqualität im öffentlichen Sektor,u.a. als Folge der Internationalisierungder Kreditaktivitäten.Nicht berücksichtigt wird vom deutschenGesetzgeber das Liquiditätsrisiko.Dagegen werden Zins- und Währungsrisiken– trotz unterschiedlichermethodischer Ansätze – im Ergebnisähnlich wie in der Selbstverpflichtungbegrenzt.Sonstige Risiken undEigenkapitalzuordnungOperationelle Risiken treten auf, wobetriebliche Prozesse unplanmäßigverlaufen, gestört oder unterbrochenwerden. Es geht um Verluste, die aufgrundder Unangemessenheit bzw. desVersagens von internen Verfahren,handelnden Personen und technischenSystemen oder aufgrund externerEreignisse eintreten. Die Bank hat imBerichtsjahr die Identifizierung operationellerRisiken fortgesetzt und Maßnahmenzu deren Vermeidung bzw.Begrenzung getroffen.Regelmäßig findet im Rahmen derMehrjahresplanung eine Überprüfungder strategischen Ausrichtung statt.Neben dem Wettbewerbsumfeld werdenÄnderungen rechtlicher Rahmenbedingungenin ihren Auswirkungenauf die geschäftliche Positionierunganalysiert. Es geht um potentielle Risikenfür die langfristige Existenz desUnternehmens. Gegebenenfalls kommtes zu einer Modifizierung bzw. Weiterentwicklungder Geschäftsstrategie.Die Angemessenheit der Eigenkapitalausstattungim Bankgeschäft wirdbestimmt durch den Umfang der eingegangenenRisiken. Die Bank stelltdaher sämtliche Verlustpotentiale demhaftenden Eigenkapital (§10 KWG)gegenüber. Wie in den Vorjahren werdendem Zinsrisiko 50% des Kapitalszugeordnet; auf das Kreditrisiko unddas operationelle Risiko entfallen 45%bzw. 5%. Die sich jeweils ableitendeRisikodeckungsmasse bildet die Verlustobergrenzeund gleichzeitig dieBemessungsgrundlage für die definiertenOvernight- bzw. Stop Loss-Limite.


e ErtragsentwicklungZinsüberschuss um 12% verbessertAllgemein ist das Kreditangebot gegenübergewerblichen Immobilienkundenwährend der vergangenen Jahre spürbarzurückgegangen. Einzelne Marktteilnehmerzogen sich aus diesemGeschäftsfeld zurück. In anderen Fällenverringerten sich die Kreditkapazitätenfusionsbedingt. Am Markt setztsich eine differenzierte Beurteilungvon Bonitäten und Sicherheiten durch,in deren Folge – anders als in der Vergangenheit– am Markt zunehmendkosten- und risikoadäquate Konditionenerzielt werden können.Die von der Bank in den vergangenendrei Jahren bei Neuabschlüssenerzielten hohen Margen schlagen sichzunehmend in der Bestandsrentabilitätnieder. Dies ist ein wesentlicher Treiberfür das Zinsergebnis, das im Berichtsjahrum 12% auf 37,3 Mio € steigt. DerRückgang der darin enthaltenen laufendenErträge – es handelt sich umAusschüttungen der als geschlosseneSpezialfonds gehaltenen Investmentanteilesowie Beteiligungserträge – von18,7 Mio € auf 14,9 Mio € wird demnachmehr als kompensiert.Eine weitere Ursache für die positivenZinseffekte liegt in den verbessertenRefinanzierungskonditionen. Siehaben neue Chancen im Staatskreditgeschäfteröffnet. Zudem profitiertedie Bank über weite Strecken des Jahresvon fallenden Kapitalmarktrenditen,was eine Ausweitung der Margenüber Maßnahmen der Aktiv-/ Passiv-Steuerung zuließ.Der Saldo aus Provisionserträgen und-aufwendungen fällt mit -0,5 Mio €niedriger aus als zuvor (-0,1 Mio €).Verantwortlich dafür ist die deutlicheBilanzsteigerung, von der insbesonderevolumenabhängige Kosten fürDepotverwaltung oder Vermittlung vonHandelsgeschäften betroffen waren.Dagegen sind die Provisionserträgeder Immobilienfinanzierung stabilgeblieben. Der Zins- und Provisionsüberschusserhöht sich um 11% auf36,8 Mio €.Weiterhin überdurchschnittlicheKosteneffizienzDie höhere Beschäftigtenzahl schlägtsich in einem Anstieg der Personalkostenum 0,6 Mio € auf 4,1 Mio €nieder. Ähnlich haben sich mit einemPlus von 12% auf 3,7 Mio € die Sachkosten(einschließlich Abschreibungenauf Sachanlagen) entwickelt, wofürvor allem die geschäftliche Expansionund das erstmals erlangte Pfandbrief-Rating verantwortlich waren. Insgesamtsind die allgemeinen Verwaltungsaufwendungenum 15% auf 7,8Mio € geklettert. Mit diesem Zuwachskann der Zins- und Provisionsüberschussnicht Schritt halten, so dass dieCost/ Income-Ratio mit nunmehr 21%das Vorjahresniveau von 20% knappverfehlt. Für eine Bank vergleichbarerGeschäftsausrichtung ist das Verhältnisvon Verwaltungsaufwand zu Rohertragdennoch überdurchschnittlich gut.Auf Effizienz deuten auch die Pro-Kopf-Kosten von 177 T€ (Vorjahr 166 T€)hin, die gemessen an der Betriebsgrößeniedrig sind. Erreicht wird diesdurch eine Konzentration auf die Kernaktivitäten.Alle anderen LeistungenEntwicklung ZinsüberschussMio €200020012002200320040Entwicklung Cost/ Income RatioVerwaltungsaufwand zu Zins- undProvisionsüberschuss in %20002001200220032004010 20 30 4015,927,729,133,437,310 20 30 4020|21 Lagebericht AG und Konzern


Entwicklung Operatives ErgebnisMio €2000200120022003200401,75 10 15 2012,112,215,620,6werden nicht selbst erbracht, sondernam Markt erworben. Eine Konsequenzist beispielsweise die Auslagerungder Datenverarbeitung für die betrieblichenFunktionen Bestandsführung,Buchhaltung und Meldewesen in einexternes Rechenzentrum. Kosten werdenaußerdem durch weitgehendenVerzicht auf Primärmarktaktivitäten(Kundenbetreuung, Beratung, Akquisition)und eine konsequente Zentralisierungaller Einheiten an einem einzigenStandort vermieden.Das im Wesentlichen aus Zinssaldo undVerwaltungskosten bestehende Rohergebnisliegt mit 28,9 Mio € rund 10%über Vorjahr.Bildung pauschaler Vorsorgereserven(§ 340f HGB)Zum Bilanzstichtag wird erstmals eineEinzelwertberichtigung auf ein Hypothekendarlehengebildet. Dabei stelltdie Bank auf ein marktwertorientiertesVerfahren ab: Werden Zins- undTilgungsverpflichtungen aus den Mieteinnahmeneiner Immobilie nicht mehrbedient, wird deren fiktiver Marktwertauf Basis aller kurzfristig wertbeeinflussendenFaktoren ermittelt. DieDifferenz zum höheren Buchwert derForderung bestimmt den Umfang dererforderlichen Wertkorrektur.Ergebnis dieses Verfahrens ist eine Einzelwertberichtigungvon 1,6 Mio € aufdas Darlehenskapital; außerdem werden0,8 Mio € Wertberichtigungen aufZinsrückstände von mehr als 90 Tagengebildet. Für das latente Kreditrisikosind darüber hinaus pauschal 4,6 Mio €zurückgestellt und den Vorsorgereservengemäß § 340f HGB zugeordnet.Die Bank trägt damit dem wachsendenDarlehensbestand Rechnung.Anders als im Vorjahr ist es wegender freundlichen Entwicklung derWertpapierkurse im Umlaufvermögennicht zu Abschreibungen, sondern zuZuschreibungen gekommen. Saldiertmit den o.g. Belastungen aus demKredit geschäft ergibt sich eine Risikovorsorgevon -3,1 Mio €, die niedrigerliegt als zuvor (-4,5 Mio €).Das Finanzanlageergebnis beträgt-5,2 Mio € und hat sich damit leichtverbessert (-6,1 Mio €). Wie in den Vorjahrenenthält es Abschreibungen undVerkaufsverluste der argentinischenStaatsanleihen, die sich seit Dezember2001 im Default befinden. FälligeZinszahlungen sind wertberichtigt; fürzukünftige Zinsausfälle bestehen Rückstellungen.Das Ende Dezember 2004von der argentinischen Regierung vorgelegteUmtauschangebot wird von derBank derzeit einer intensiven Prüfungunterzogen. Eine Entscheidung überAnnahme bzw. Ablehnung wurde nochnicht getroffen. Daher stellt die handelsrechtlicheBewertung für den Jahresabschlussunter Berücksich tigung derder Bank vorliegenden Kapitalgarantieder Gesellschafter bzw. diesen nahe stehendenPersonen auf die Marktkurseder Anleihen zum Bilanzstichtag ab.


Aus der Zusammenfassung von Risikovorsorgeund Finanzanlageergebniserrechnet sich ein Bewertungsergebnisvon -8,3 Mio € (Vorjahr -10,6 Mio €).Saldiert mit dem Rohgewinn ergibt sichein operativer Gewinn von 20,6 Mio €,der um 32% über Vorjahr liegt.Jahresüberschuss mit Plus von 18%Die Effektivsteuerlast steigt wegender pauschalen, daher nicht abzugsfähigenVorsorge für das latente Kreditrisikogegenüber dem Vorjahr von19% auf 27%. Nach Abzug der Steuernvon 5,6 Mio € ergibt sich ein Jahresüberschussvon 15,0 Mio €. Die Eigenkapitalrentabilitätklettert von 6,8%auf 8,0%.Die Zusammensetzung des Jahresüberschusseslässt sich nach geschäftlichenSegmenten gliedern: So erzielt dieImmobilienfinanzierung mit 1,6 Mio €ein Plus von 45%. Grund ist der Anstiegder Zinsmargen, der neben den höherenVerwaltungsaufwendungen (Neueinstellungen,Basel II-Projekte) auchdie angefallene Risikovorsorge kompensiert.Dementsprechend verbessertsich die Cost/ Income Ratio der Spartevon 56% auf 36%. Die Eigenkapitalrentabilitäterreicht 6,5% nach 4,6%im Vorjahr.Die Staatsfinanzierung steuert11,7 Mio € zum Gesamtergebnis bei.Der Gewinnsprung gegenüber demVorjahr (7,3 Mio €) ist u.a. Ausdruckdes lebhaften Neugeschäfts. Außerdemfielen marktbedingte Abschreibungenauf den Wertpapierbestand, diedas 2003er-Ergebnis noch erheblichbelastet hatten, nicht an. Die Cost/Income Ratio beläuft sich ähnlich wieim Vorjahr auf 15%.Der Gewinn aus sonstigen geschäftlichenAktivitäten speist sich in ersterLinie aus einer kalkulatorischenEigenkapitalanlage und Beteiligungserträgen.Die gebildete Pauschalvorsorgenach § 340f HGB ist die Ursache fürden Ergebnisrückgang der Sparte von4,3 Mio € auf 1,7 Mio €. Damit steuerndie sonstigen Aktivitäten lediglich 11%des Jahresüberschusses der Bank bei.Getragen wird das 2004er-Ergebnisalso von Staats- und Immobilienfinanzierung,die auf einen Anteil von89% kommen.Trotz Wachstums solideEigenkapitalausstattungDer Jahresüberschuss entspricht demBilanzgewinn. Der Hauptversammlungwird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinnwie im Vorjahr eine Dividendevon 11,7 Mio € (oder 9%) auszuschüttenund die verbleibenden 3,3 Mio € denanderen Gewinnrücklagen zuzuführen.Die Thesaurierungsquote steigt damitvon 8% auf 22%.Ergebnisrechnung AGMio €2004 2003 ∆Zinsergebnis 37,3 33,4Provisionsergebnis -0,5 -0,1Zins- undProvisionsüberschuss 36,8 33,3 +11%Verwaltungsaufwand -7,8 -6,8Sonstigesbetriebliches Ergebnis -0,1 -0,3Rohergebnis 28,9 26,2 +10%Bewertungsergebnis -8,3 -10,6Operatives Ergebnis 20,6 15,6 +32%Steuern -5,6 -2,9Jahresüberschuss 15,0 12,7 +18%GewinnquellenGeschäftsjahr 2004Vorjahr in KlammernSonstige Quellen11% (34%)Immobilienfinanzierung11% (9%)Staatsfinanzierung78% (57%)22|23 Lagebericht AG und Konzern


Selbst vor Dotierung der Rücklagenliegen die eigenkapitalbezogenenKennzahlen weit oberhalb dergesetzlichen Anforderungen. Die Kernkapitalquotebeträgt zum Stichtag gut8%; gefordert sind mindestens 4%.Im Grundsatz I steht dem Minimum von8% ein Stichtagswert von 11% gegenüber.Die haftenden Eigenmittel gemäߧ 10 KWG betragen 258 Mio € (Vorjahr257 Mio €).Ergebnisbeiträge für den Konzern an.Gleichzeitig schüttete das Tochterunternehmeneine Dividende für dasGeschäftsjahr 2003 aus, die im Konzernabschlusseliminiert wird. Daherweichen AG- und Konzernergebnis umetwa den Ausschüttungsbetrag ab.Beziehungen zu verbundenenUnternehmenErgebnis auf Konzernebeneniedriger als in AGDas Tochterunternehmen der Bankhält als bedeutendes Aktivum eine25%-Beteiligung an einem LuxemburgerKreditinstitut. Da dessen Bilanzgewinnim Berichtsjahr voll thesauriertwurde, speiste sich das Jahresergebnisder Tochtergesellschaft ausschließlichaus der kurzfristigen Anlage vorhandenerLiquidität. Infolgedessen fielenim Berichtsjahr keine nennenswertenGemäß § 312 AktG hat der Vorstandfür den berichtspflichtigen Zeitraumeinen Bericht über die Beziehungenzu verbundenen Unternehmenerstellt, der von Deloitte & ToucheGmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,geprüft und testiert wurde.Der Bericht schließt mit folgenderErklärung des Vorstands: „Nach denUmständen, die uns in dem Zeitpunktbekannt waren, in dem Rechtsgeschäftemit verbundenen Unternehmen vorgenommenwurden, hat unsere Gesellschaftin jedem Fall eine angemesseneGegenleistung erhalten. Im Interesseoder auf Veranlassung von verbundenenUnternehmen wurden keine Maßnahmengetroffen bzw. unterlassen,die unsere Gesellschaft benachteiligthaben.“


e AusblickZinsstrukturkurve im Jahresverlaufwieder steilerDas Wachstum im Euro-Raum deutetauf eine leichte Beschleunigung, vorallem aber eine Verbreiterung des Aufschwungshin. Bislang wird der vonden Energie- und Rohstoff märktenausgehende Preisdruck durch denschwachen US-Dollar abgemildert.Preistreibend werden nach Meinungvon Forschungsinstituten jedoch vorallem die politisch bestimmten Preise(z.B. Krankenversicherung, indirekteVerbrauchssteuern) wirken, denn dieLage der öffentlichen Haushalte bleibtangespannt. So rechnet die EZB für2005 mit einer durchschnittlichenInflationsrate von 1,5-2,5%.In diesem Szenario scheint der Spielraumfür fallende kurzfristige Renditensehr begrenzt. Der nächste Zinsschrittder EZB mag auf sich warten lassen,aber nichts deutet derzeit darauf hin,dass er nach unten geht. Diese Einschätzungvieler Marktteilnehmer bildeteine Vorgabe für die Kapitalmarktzinsen.Auch wenn die langfristigen Euro-Renditen – beeinflusst vor allem vonden US-Märkten – bis Anfang Februarauf ein historisches Tief gefallen sind,deuten die meisten Prognosen auf imJahresverlauf steigende Renditen hin.Dieser Anstieg wird allerdings moderatim Vergleich zum US-Rentenmarktausfallen, so dass es bei dem Zinsvorsprungder amerikanischen Staatsanleihenbleibt.Deutscher Immobilienmarktweiterhin schwachNach wie vor ist offen, ob die deutscheWirtschaft im vergangenen Jahrin eine vorübergehende „Konjunkturdelle“gerutscht ist oder die Abschwächungfür längere Zeit andauern wird.Konjunkturdaten und Verbraucherumfragenweisen derzeit in unterschiedlicheRichtungen. Einig sindsich die Experten allenfalls, dass dieWachstumsimpulse stärker von derBinnennachfrage kommen müssen,denn der Nachfrageschwung aus demAusland hat auch als Folge der Euro-Aufwertung nachgelassen.In diesem Umfeld wird für die deutschenImmobilienmärkte keine Erholungerwartet. Obwohl die Zahlder Neubauprojekte kontinuierlichzurückgeht, womit sich das Angebotan Gewerbeflächen wenigstens nichtweiter erhöht, dürfte erst eine nachhaltigeVerbesserung der Wirtschaftslageabnehmende Leerstände bewirken.Nicht auszuschließen ist, dass dieproblematische Vermietungssituationverbunden mit dem zurückhaltendenErwerbsinteresse institutioneller Anlegerdie Preise weiter unter Druck setzenwird. Anders ist die Situation ineinigen europäischen Metropolen zubeurteilen, wo das Preisniveau inzwischenwieder anzieht.Trotz Pfandbriefgesetz Kontinuitätin der GeschäftsstrukturDie getrübten Perspektiven für deninländischen Immobilienmarkt werdendas Neugeschäft der Hypothekendarlehennicht unbeeinflusst lassen. Ähnlichwie im Vorjahr werden zahlreicheFinanzierungsanfragen den hoheninternen Qualitätsanforderungen nichtstandhalten. Mittelbare Folge ist einBedeutungszuwachs des Auslandsgeschäfts,dessen Risikobeurteilung nichtselten von einem zeitlichen Vorsprungim Marktpreiszyklus profitiert. Insgesamtwird mit einem Zusagevolumenauf Vorjahresniveau gerechnet.Für die Aktivitäten der Bank in derStaatsfinanzierung kommt es in ersterLinie auf die Zinsentwicklung im Euro-Raum an. Angesichts des erwartetenRenditeanstiegs im zweiten Halbjahrgeht es darum, die Chancen der erstenMonate zu nutzen. In diesem Sinnehat die Bank bei fallenden langfristigenZinsen nach sechs Wochen bereitsNeuabschlüsse von mehr als 1 Mrd €getätigt. Zwei Drittel des Geschäfts sollennach der Planung auf das Auslandentfallen. Hintergrund ist die gesetzlicheNeuregelung (Pfandbriefgesetz),mit der die Internationalisierung derStaatsfinanzierung vorangetriebenwird. Damit wird dem Grundsatz einerangemessenen Risikodiversifikationentsprochen.24|25 Lagebericht AG und Konzern


Trotz Pfandbriefgesetz und den damitverbundenen neuen Betätigungsmöglichkeitenwird die Bank an dembewährten Geschäftsmodell festhalten.Rund 10% des Kreditvolumens werdenunverändert auf Hypothekendarlehenentfallen. Die Bilanzsumme wird beiErreichen der Neugeschäftsziele um15% wachsen.Eigenkapitalbasis deutlich vergrößertErstmals seit 2000 hat die Bank AnfangFebruar wieder eine Kapitalerhöhungvorgenommen. Das höhere Eigenkapitalberücksichtigt den Wechselvon dem bisherigen Spezialbank- zueinem Universalbankstatus, den dasPfandbriefgesetz vorsieht. Damit wirddem breiteren Betätigungsfeld entsprochen.Bis Ende März wird sich dasGrundkapital um 24 Mio € erhöhen;weitere 6 Mio € werden in die Kapitalrücklageeingestellt. Zuzüglich dergeplanten Gewin nrücklagendotierungvon 3,3 Mio € wächst das Kapital um18%. Entsprechend verbessert sichdie Kernkapitalquote, die zunächst beirund 9% liegen wird. Damit verfügt dieBank weiterhin über eine solide Kapitalausstattung.durch Ausgabe von nominal 50 Mio €nachrangigen Verbindlichkeiten aufzustocken.In einer günstigen Marktsituationkonnte somit die Grundlage für dieVerfolgung der langfristigen Wachstumszielegeschaffen werden.Das Zinsergebnis der Immobilienfinanzierungsoll im laufenden Jahr ausgebautwerden. Sollte es bei einem moderatenRisikovorsorgebedarf bleiben,wird sich die Rentabilität der Geschäftssparteerhöhen. Die Ertragslage inder Staatsfinanzierung ist wegen deshohen Anteils zinssensitiver Geschäfteschwieriger zu prognostizieren. Injedem Fall werden sich die verbessertenRefinanzierungsbedingungen imZinssaldo niederschlagen. Die Verwaltungskostenwerden nicht wiedermit einer zweistelligen Rate wachsen.Denn die geplanten Investitionen in diepersonelle bzw. technische Ausstattungsind weitgehend abgeschlossen. Insgesamtwird für 2005 eine weitere Rentabilitätsverbesserungangestrebt.Das Zusammenfallen von niedrigemZinsniveau und niedrigen Spreads hatdie Bank in den vergangenen Wochengenutzt, um ihr Ergänzungskapital


e BilanzeeeeGewinn- und VerlustrechnungAnhangAufsichtsrat, VorstandBestätigungsvermerkJ A H R E S A B S C H L U S S A G


e Jahresbilanz AG zum 31. Dezember 2004Aktiva in T€ 2004 2004 2004 2003Barreserve 59.035 17.621darunter: bei der Deutschen Bundesbank 59.032 (17.619)Forderungen an KreditinstituteKommunalkredite 2.890.668 2.258.942andere Forderungen 492.793 3.383.461 707.101darunter: täglich fällig 254.975 (274.647)gegen Beleihung von Wertpapieren 0 (0)Forderungen an KundenHypothekendarlehen 1.266.197 1.128.216Kommunalkredite 3.662.546 3.458.042andere Forderungen 0 4.928.743 3darunter: gegen Beleihung von Wertpapieren 0 (0)Schuldverschreibungenund andere festverzinsliche WertpapiereAnleihen und Schuldverschreibungenvon Öffentlichen Emittenten 2.114.044 1.650.423darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 1.926.515 (1.267.640)von anderen Emittenten 4.435.767 6.549.811 2.081.485darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 4.209.872 (1.947.464)eigene Schuldverschreibungen 14.408 6.564.219 187.620Nennbetrag 13.863 (173.718)Aktien und anderenicht festverzinsliche Wertpapiere 305.911 194.399Beteiligungen 16.897 16.897darunter: an Kreditinstituten 16.897 (16.897)Anteile an verbundenen Unternehmen 31.282 31.282darunter: an Kreditinstituten 0 (0)Immaterielle Vermögensgegenstände 486 0Sachanlagen 5.228 5.371Sonstige Vermögensgegenstände 2.011 2.295Rechnungsabgrenzungspostenaus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 94.169 65.326andere 3.728 97.897 2.345Summe der Aktiva 15.395.170 11.807.368


Passiva in T€ 2004 2004 2004 2003Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenbegebene Hypotheken-Namenspfandbriefe 52.271 55.662begebene Öffentliche Namenspfandbriefe 782.655 682.908andere Verbindlichkeiten 2.040.131 2.875.057 1.497.769darunter: täglich fällig 1.218 (51.705)Verbindlichkeiten gegenüber Kundenbegebene Hypotheken-Namenspfandbriefe 356.396 172.807begebene Öffentliche Namenspfandbriefe 1.335.132 874.777andere Verbindlichkeiten 1.302.454 2.993.982 1.202.121darunter: täglich fällig 59 (166)zur Sicherstellung aufgenommener Darlehenan den Darlehensgeber ausgehändigteÖffentliche Namenspfandbriefe 28.230 (26.580)Verbriefte Verbindlichkeitenbegebene SchuldverschreibungenHypothekenpfandbriefe 222.126 330.102Öffentliche Pfandbriefe 8.857.538 6.499.998sonstige Schuldverschreibungen 127.910 9.207.574 176.755Sonstige Verbindlichkeiten 5.599 5.587Rechnungsabgrenzungspostenaus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 18.128 16.523andere 1.001 19.129 1.402RückstellungenSteuerrückstellungen 2.422 2.901andere Rückstellungen 428 2.850 377Nachrangige Verbindlichkeiten 27.610 27.610Genussrechtskapital 61.347 61.347darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0 (0)Eigenkapitalgezeichnetes Kapital 130.000 130.000Kapitalrücklage 51.129 51.129Gewinnrücklagenandere Gewinnrücklagen 5.893 4.893Bilanzgewinn 15.000 202.022 12.700Summe der Passiva 15.395.170 11.807.368EventualverbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 2.003 2.394Andere VerpflichtungenUnwiderrufliche Kreditzusagen 132.659 129.58228 |29 Jahresabschluss AG


e Gewinn- und Verlustrechnung AGfür die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004in T€ 2004 2004 2004 2003Zinserträgeaus Kredit- und Geldmarktgeschäften 748.969 666.275aus festverzinslichen Wertpapierenund Schuldbuchforderungen 247.812 996.781 163.688Zinsaufwendungen -974.372 22.409 -815.311Laufende Erträgeaus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 10.757 18.721aus Beteiligungen 1.196 6aus verbundenen Unternehmen 2.961 14.914 0Provisionserträge 735 925Provisionsaufwendungen -1.278 -543 -972Sonstige betriebliche Erträge 254 173Allgemeine VerwaltungsaufwendungenPersonalaufwandLöhne und Gehälter -3.532 -2.957Soziale Abgaben und Aufwendungen fürAltersversorgung und für Unterstützung -559 -4.091 -511darunter: für Altersversorgung -92 (-81)andere Verwaltungsaufwendungen -3.354 -7.445 -2.877Abschreibungen und Wertberichtigungenauf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -345 -479Sonstige betriebliche Aufwendungen -394 -449Abschreibungen und Wertberichtigungenauf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowieZuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -3.103 -4.554auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmenund wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -5.151 -6.058Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 20.596 15.620Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.578 -2.902Sonstige Steuernsoweit nicht unter „Sonstigebetriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen -18 -5.596 -18Jahresüberschuss 15.000 12.700Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 0 0Bilanzgewinn 15.000 12.700


e Anhang AGBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Jahresabschluss wird nach denmaßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches,des Aktiengesetzesund des Hypothekenbankgesetzesso wie nach der Verordnung über dieRechnungslegung der Kreditinstituteaufgestellt.Forderungen sind mit dem Nennwertgemäß § 340e Abs. 2 HGB angesetzt;der Unterschied zwischen Auszahlungs-und Nennbetrag ist als Rechnungsabgrenzungausgewiesen. Allenerkennbaren Einzelrisiken im Kreditgeschäftwird durch die Bildung vonEinzelwertberichtigungen Rechnunggetragen. Für das latente Kredit risikowerden Pauschalwertberichtigungenim Rahmen der steuerlichen Vorschriftengebildet; darüber hinausbestehen Vorsorgereserven nach§ 340f Abs. 1 HGB.Schuldverschreibungen des Umlaufvermögenswerden unter Berücksichtigungvon Zinssicherungsin strumentennach dem strengen Niederstwertprinzipzu dem fortlaufend ermitteltenDurchschnittswert oder dem niedrigerenTageskurs des Bilanzstichtagsbewertet. Soweit die Gründe für invergangenen Jahren vorgenommeneTeilwertabschreibun gen nicht mehrbestehen, werden Zu schreibungenvorgenommen. Soweit die Schuldverschreibungendem Anlagevermögenzugeordnet sind, werden sie mit denAnschaffungskos ten einschließlich zeitanteiligerAuflö sung des Unterschiedsbetrageszum Nennwert bewertet. Diezeitanteilige Auflösung eines Agiosbzw. Disagios erfolgt im Zinsergebnis.Bei einer voraussichtlich dauerhaftenWertmin derung, die anhand eines aufAusfall wahrscheinlichkeiten basierendenBe wertungsmodells ermittelt wird,wer den die Schuldverschreibungenentsprechend abgeschrieben. In diesemFall wird die zeitanteilige Auflösungeines Agios bzw. Disagios ausgesetzt.Die unter den Aktien und nicht festverzinslichenWertpapieren ausgewiesenenAnteile an Spezialfonds sind demUmlaufvermögen zugeordnet und nachdem strengen Niederstwertprinzipbewertet. Die im Rahmen des Wertaufholungsgebotsnach § 280 HGB erforderlichenZuschreibungen erfolgenebenfalls in dieser Bilanzposition.Beteiligungen und Anteile an verbundenenUnternehmen sind zu Anschaffungskostenbilanziert.Sachanlagen und immaterielle Vermögenswertesind entsprechend derbetriebsgewöhnlichen Nutzungsdauermit den um lineare planmäßigeAb schreibungen vermindertenAnschaf fungskosten angesetzt. GeringwertigeWirtschaftsgüter werden imJahr ihrer Anschaffung in voller Höheabgeschrieben.Verbindlichkeiten werden mit ihremRückzahlungsbetrag passiviert. DerUnterschied zwischen Nenn- und Ausgabebetragwird in die Rechnungsabgrenzungeingestellt. Nullkupon-Anleihen werden mit dem Emissionsbetragzuzüglich anteiliger Zinsengemäß Emissionsrendite bewertet.Für Steuern und ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungenin Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahmegebildet.Die auf fremde Währung lautendenBilanzpositionen werden gemäߧ 340h HGB mit den Kurssicherungsgeschäftenzum Referenzkurs der EZBam Bilanzstichtag umgerechnet.Derivative Finanzgeschäfte, die derAbsicherung von Zins- und Währungsschwankungendienen, unterliegenkeiner Einzelbewertung und werdenals schwebende Geschäfte nichtbilanziert.Beim Ausweis der Risikovorsorge bzw.des Finanzanlageergebnisses wird vonder Möglichkeit der Überkreuzkompensationgemäß § 340f Abs. 3 HGBbzw. § 340c Abs. 2 HGB Gebrauchge macht.30|31 Jahresabschluss AG


Gliederung nach RestlaufzeitenMio € täglich fällig ≤ 3 Monate > 3 Monate > 1 Jahr > 5 Jahre gesamt≤ 1 Jahr ≤ 5 JahreForderungenan Kreditinstitute 294 270 68 2.017 734 3.383an Kunden 2 205 207 2.872 1.650 4.936 *Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten 22 1.403 723 606 121 2.875gegenüber Kunden 2 166 369 1.208 1.249 2.994* Restforderung ohne WertberichtigungenAndere verbriefte Verbindlichkeitenund Forderungen an Kunden mitun bestimmter Laufzeit bestehen nicht.Forderungen an/ Verbindlichkeitengegenüber verbundenenUnternehmen/ BeteiligungenIm Posten „Schuldverschreibungen undandere festverzinsliche Wertpa piere“enthaltene Beträge, die in dem Jahr,das auf den Bilanzstichtag folgt, fälligwerden, betragen 243 Mio €.Im Unterposten „begebene Schuldverschreibungen“enthaltene Beträge, diein dem Jahr, das auf den Bilanzstichtagfolgt, fällig werden, betragen563 Mio €.Forderungen an Kreditinstitute von39 Mio € und an Kunden von 27 Mio €betreffen Unternehmen, mit denen einBeteiligungsverhältnis besteht. DieVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenenthalten 11 Mio € von Unternehmen,mit denen ein Beteiligungsverhältnisbesteht. Es handelt sich umunverbriefte Forderungen und Verbindlichkeiten.BarreserveIm Posten „Barreserve“ sind 59 Mio €Guthaben bei Zentralnotenbanken und3 T€ Kassenbestand enthalten.Börsenfähige WertpapiereSämtliche Schuldverschreibungen undandere festverzinsliche Wertpapierevon 6.429 Mio € sind börsenfähig undbörsennotiert.Alle Aktien und nicht festverzinslicheWertpapiere von 306 Mio €, Beteiligungenvon 17 Mio € und Anteilean verbundenen Unternehmen von31 Mio € sind nicht börsenfähig.


Entwicklung AnlagevermögenMio € Schuldver- Beteiligungen Anteile an Immaterielle Sachanlagen gesamtschreibungen verbundenen AnlagewerteUnternehmenAnschaffungs-/ HerstellungskostenVortrag zum 1. Januar 2004 2.433 17 31 7 2.488Zugang Geschäftsjahr 2.457 1 2.458Abgang Geschäftsjahr -402 -402Abschreibung, kumuliert -55 -2 -57Buchwert zum 31. Dezember 2004 4.433 17 31 1 5 4.487Abschreibung Geschäftsjahr -5 -5Von den Schuldverschreibungen sind4.348 Mio € zur Deckung der umlaufendenPfandbriefe bestimmt. Diesesowie andere Schuldverschreibungenüber 55 Mio € werden zum Bilanzstichtagnicht nach dem strengen Niederstwertprinzipbewertet. Darin enthaltensind Schuldverschreibungen mit einemBuchwert von 309 Mio €, die kapitalmarktbedingtzum Bilanzstichtag einenum 0,5 Mio € niedrigeren beizulegendenZeitwert aufweisen.BeteiligungenEs besteht eine Beteiligung von 33%an der Bankhaus Bauer AG, Stuttgart.Zum Bilanzstichtag beläuft sich nachAuskunft der Gesellschaft das bilanzielleEigenkapital auf 56 Mio €. Zudemwird ein positives Ergebnis für dasGeschäftsjahr 2004 erwartet.Anteile an verbundenen UnternehmenGeringwertige Wirtschaftsgüter sind inden Zugängen des Berichtsjahres enthaltenund in voller Höhe abgeschrieben.Diese Abschreibungen sind in denAbgängen des Geschäftsjahres eingerechnet.Die Sachanlagen umfassendas überwiegend im Rahmen der eigenenTätigkeit genutzte Grundstück undGebäude in Höhe von 4,5 Mio €.Die Bank besitzt 100% der Anteile derGesellschaft zur Entwicklung des europäischenKommunal- und HypothekarkreditsAG, Glarus/ Schweiz. ZumBilanzstichtag beträgt das bilanzielleEigenkapital 30 Mio €. Der Jahresüberschussfür das Geschäftjahr 2004beträgt 0,1 Mio €.32|33 Jahresabschluss AG


Sonstige Vermögensgegenständeund VerbindlichkeitenBei den wesentlichen sonstigen Vermögensgegenständenhandelt es sichum rückständige Zinsen. Die sonstigenVerbindlichkeiten enthalten imWe sentlichen anteilige und fällige Zinsenaus nachrangigen Verbindlichkeitenund Genussrechtskapital.Rechnungsabgrenzung aus demEmissions- und DarlehensgeschäftIn den aktiven Rechnungsabgrenzungspostensind ein Emissionsdisagio ausSchuldverschreibungen von 42 Mio €und ein Agio aus Forderungenvon 52 Mio € enthalten. Die passivenRechnungsab grenzungspostenbein halten ein Emis sionsagio ausSchuldverschreibungen von 5 Mio €und ein Damnum aus For derungenvon 13 Mio €.GenussrechtskapitalIn der außerordentlichen Hauptversammlungvom 10. November 2000wurde der Vorstand ermächtigt, inder Zeit bis zum 31. Oktober 2005 mitZustimmung des Aufsichtsrats weitereGenussrechte bis zu einem Betrag von110 Mio € einmalig oder in mehrerenTranchen auszugeben. In Ausnutzungdieser Ermächtigung platziertedie Bank bis zum 31. Dezember 2004Ge nussrechtskapital mit einem Volumenvon 23 Mio €. Der Gesamtbestandvon 61 Mio € setzt sich zusammenaus 33 Mio € Inhabergenussscheinen,5 Mio € vinkulierten Inhabergenussscheinenund 23 Mio € Namensgenussscheinen.Nachrangige VerbindlichkeitenDie nachrangigen Verbindlichkeitensind im Falle der Insolvenz oder derLiquidation der Bank erst nach Befriedigungaller nicht nachrangigen Gläubigerzurückzuzahlen. Eine vorzeitigeRückzahlung ist ausgeschlossen. DieMittelaufnahmen erfüllen die Bedingungengemäß § 10 Abs. 5a KWGzur Anerkennung als haftendes Eigen -kapital. Zins- und Disagioaufwendungenaller nachrangigen Verbindlichkeitenbetragen 1 Mio €. Die 10%-Grenzedes Gesamtausweises übersteigen zweinachrangige Darlehen. Deren Kapital inHöhe von jeweils 5 Mio € wird mit 5,6%verzinst und ist am 8. Mai 2008 fällig.Gezeichnetes Kapital undGewinnrücklagenDas gezeichnete Kapital beträgt zumBilanzstichtag 130 Mio €. Es ist eingeteiltin 130.000.000 auf den Namenlautende Aktien zu je 1 €. Aus dem Vorjahresgewinnvon 12,7 Mio € wur deneine Dividende von 9% ausge schüttetund 1,0 Mio € den anderen Gewinnrücklagenzugeführt.Eventualverbindlichkeitenund andere VerpflichtungenDie Verbindlichkeiten aus Bürgschaf tenund Gewährleistungsverträgen umfassenim Wesentlichen durch erst rangigeGrundschulden besicherte Avalkreditevon 2 Mio €. Die unwider ruflichen Kreditzusagenbetreffen aus schließlichHypothekendarlehen und betragenzum Bilanzstichtag 133 Mio €.


Zur Sicherheit übertrageneVermögensgegenständePersonalaufwand, Organbezügeund BeschäftigteZum Bilanzstichtag sind Wertpapierevon 20 Mio € in Pension gegeben worden(echte Pensionsgeschäfte).Zur Absicherung von Risiken ausFinanztermingeschäften sind zumBilanzstichtag Bankguthaben von252 Mio €, Schuldverschreibungen von74 Mio € sowie Anteile an Spezialfondsvon 73 Mio € verpfändet. Der Buchwertder zur Absicherung von Offenmarktkreditenübertragenen Schuldverschreibungenbeträgt 1.467 Mio €.Der Personalaufwand beträgt 4,1 Mio €.Darin sind die Gesamtbezüge für dieMitglieder des Vorstandes in Höhe von0,5 Mio € enthalten.Die Bezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrates(89 T€) und des Beirates(14 T€) sind in den anderen Verwaltungsaufwendungenenthalten.Im Jahresdurchschnitt sind neben demVorstand 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterbeschäftigt; darunter fällt eineTeilzeitkraft (Umrechnung auf Vollzeitbasis).Steuern vom Einkommenund vom ErtragDie Ertragsteuern sind dem Ergebnisaus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeitzugeordnet.GewinnverwendungDer Jahresüberschuss von 15,0 Mio €entspricht dem Bilanzgewinn.34|35 Jahresabschluss AG


Deckungsrechnung HypothekenpfandbriefeMio € 2004 2003Forderungen an Kunden (Hypothekendarlehen) 707 543Ersatzdeckung 40 30Deckungswerte gesamt 747 573Deckungspflichtige Hypothekenpfandbriefe 618 552Überdeckung 129 21Deckungsrechnung Öffentliche PfandbriefeMio € 2004 2003Forderungen an Kreditinstitute (Kommunalkredite) 2.829 2.146Forderungen an Kunden (Kommunalkredite) 3.569 3.364Schuldverschreibungen 4.671 2.435Ordentliche Deckung 11.069 7.945Ersatzdeckung 55 295Deckungswerte gesamt 11.124 8.240Deckungspflichtige Öffentliche Pfandbriefe 10.841 7.944Überdeckung 283 296Zusammensetzung Deckungshypothekendarlehen2004 2004 2003 2003Anzahl Mio € Anzahl Mio €Baden-Württemberg 3 22 3 22Bayern 10 106 8 84Berlin 9 51 4 39Brandenburg 2 12 2 12Hessen 13 91 9 95Mecklenburg-Vorpommern 1 4 1 4Niedersachsen 5 36 5 36Nordrhein-Westfalen 21 225 18 175Rheinland-Pfalz 3 18 2 10Saarland 1 2 1 2Sachsen 2 68 1 6Sachsen-Anhalt 2 15 2 16Thüringen 1 6 1 6Inland 73 656 57 507Ausland 3 51 2 3676 707 59 543


Zusammensetzung DeckungsstaatskrediteMio € 2004 2003Bund und Sondervermögen 61 61Gemeinsame Bundesländer 135 110Baden-Württemberg 148 123Bayern 67 67Berlin 604 409Brandenburg 354 344Bremen 117 117Hamburg 167 157Hessen 97 97Mecklenburg-Vorpommern 142 142Niedersachsen 296 192Nordrhein-Westfalen 754 787Rheinland-Pfalz 418 398Sachsen 86 76Sachsen-Anhalt 206 206Schleswig-Holstein 303 324Thüringen 130 125Bundesländer 4.024 3.674Städte und Gemeinden 2 2Öffentlich-rechtliche Kreditinstitute 5.512 3.234Öffentlich-rechtliche Körperschaften 21 21Anstalten öffentlichen Rechts 80 50Ausland 1.369 90311.069 7.945Deckungshypothekendarlehen nachGrößenklassen und ObjektartenZwangsmaßnahmen, übernommeneGrundstücke und ZinsrückständeBis auf zwei Darlehen von zusammen0,5 Mio € sind sämtliche Hypothekendarlehenim Deckungsbestand größerals 0,5 Mio €.Unter den Deckungshypothekendarlehenbefinden sich 56 gewerblichgenutzte fertig gestellte Objekte miteinem Volumen von 580 Mio € und20 Wohnzwecken dienende fertiggestellte Objekte von 127 Mio €.Zum Bilanzstichtag ist eine Zwangsverwaltungfür ein gewerblich genutztesGrundstück anhängig. Zwangsversteigerungensind im Berichtsjahr wederanhängig gewesen noch durchgeführtworden. Es sind im Berichtsjahr keineGrundstücke zur Verhütung von Verlustenan Hypotheken übernommen worden.Die zwischen dem 1. Oktober 2003und dem 30. September 2004 entstandenenZinsrückstände von 0,8 Mio €sind in voller Höhe wertberichtigt. Sieentfallen in Höhe von 0,6 Mio € aufgewerblich genutzte Objekte und inHöhe von 0,2 Mio € auf Wohnzweckendienende Objekte.36|37 Jahresabschluss AG


Rückzahlungen aufHypothekendarlehenIm Geschäftjahr sind insgesamt113 Mio € zurückgezahlt worden.Davon entfallen 9 Mio € auf Amortisationund 104 Mio € auf andere Rückzahlungen.FremdwährungspositionenDer Gesamtbetrag der Vermögensgegenständein Fremdwährungen beläuftsich zum Bilanzstichtag auf 259 Mio €.Die Verbindlichkeiten in Fremdwährungenbetragen 3 Mio €. Fremdwährungspositionensind durch entsprechendeGegengeschäfte gegen Kursschwankungenabgesichert.Derivative FinanzinstrumenteZum Bilanzstichtag bestehen folgendenoch nicht abgewickelte zins- und währungsbezogeneTermingeschäfte: Zinsswaps,Zins-/ Währungsswaps, Stillhalterverpflichtungenaus Optionen aufZinsswaps, Schuldscheindarlehen mitGläubiger- und Schuldnerkündigungsrecht,Pfandbriefe mit Schuldnerkündigungsrecht,Zinsbegrenzungsvereinbarungen.Alle Geschäfte dienen derAbsicherung von Zins- und Währungsschwankungen.Den negativen Marktwerten der derivativenFinanzinstrumente stehen entsprechendepositive Marktwerte ausden Grundgeschäften gegenüber.Weitere MitteilungspflichtenDie Helvetic Grundbesitz VerwaltungGmbH, Berlin, und die ASTA Allgemei neGrundstücks- und Treuhandgesell schaftmbH, Berlin, haben uns mitge teilt, dasssie jeweils mit mehr als 25% der Aktienan der Gesellschaft beteiligt sind.Das Vorstandsmitglied Dr. MichaelKosche hat im Berichtsjahr ein Mandatim Sinne von § 340a Abs. 4 HGB alsAufsichtsrat der Bankhaus Bauer AG,Stuttgart, wahrgenommen.Zum Bilanzstichtag bestehen Kreditean Mitglieder des Aufsichtsrats in Höhevon insgesamt 1,5 Mio €.Restlaufzeitenstruktur der FinanzderivateMio € Nominalbetrag Marktwert< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre gesamtZinsswaps 2.215 7.882 7.689 17.786 -409Cross-Currency-Swaps 77 17 139 233 2gesamt 2.292 7.899 7.828 18.019 -407


e Aufsichtsrat, VorstandAufsichtsratDer VorstandDr. Wolfgang SchuppliVorsitzenderRechtsanwalt, WiesbadenDieter WenserskiStellvertretender VorsitzenderBankkaufmann, BochumWolfgang Hampel,BochumDr. Michael Kosche,KölnDr. Wolfgang HönigStellvertretender VorsitzenderRechtsanwalt, Oberhachingbis 12. März 2004Prof. Dr. em. Paul KlemmerPräsident des Deutschen Verbands fürWohnungswesen, Städtebau undRaumordnung (DV), Berlinab 12. März 2004Dr. Eberhard SchäferWirtschaftsjurist, Bad HomburgDipl.- oec. Berta Schuppli,WiesbadenProf. Dr. Friedrich-LeopoldFreiherr von StechowGeschäftsführer der Partner fürBerlin Gesellschaft für HauptstadtmarketingmbH, BerlinDüsseldorf, den 18. Februar 2005Düsseldorfer HypothekenbankAktiengesellschaftDer VorstandWolfgang HampelDr. Michael Kosche38|39 Jahresabschluss AG


e BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss unterEinbeziehung der Buchführung undden Lagebericht der DüsseldorferHypothekenbank Aktiengesellschaft,Düsseldorf, für das Geschäftsjahrvom 1. Januar bis 31. Dezember 2004geprüft. Die Buchführung und dieAufstellung von Jahresabschluss undLagebericht nach den deutschenhandels rechtlichen Vorschriften undden ergänzenden Regelungen in derSatzung liegen in der Verantwortungdes Vorstands der Bank. Unsere Aufgabeist es, auf der Grundlage dervon uns durchgeführten Prüfung eineBeurteilung über den Jahresabschlussunter Einbeziehung der Buchführungund über den Lagebericht abzugeben.Wir haben unsere Jahresabschlussprüfunggemäß § 317 HGB unter Beachtungder vom Institut der Wirtschaftsprüferfestgestellten deutschen Grundsätzeordnungsmäßiger Abschlussprüfungvorgenommen. Danach ist die Prüfungso zu planen und durchzuführen,dass Unrichtigkeiten und Verstöße, diesich auf die Darstellung des durch denJahresabschluss unter Beachtung derGrundsätze ordnungsmäßiger Buchführungund durch den Lageberichtvermittelten Bildes der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage wesentlichauswirken, mit hinreichender Sicherheiterkannt werden. Bei der Festlegungder Prüfungshandlungen werdendie Kenntnisse über die Geschäftstätigkeitund über das wirtschaftlicheund rechtliche Umfeld der Bank sowiedie Erwartungen über mögliche Fehlerberücksichtigt. Im Rahmen derPrüfung werden die Wirksamkeit desrechnungslegungsbezogenen internenKontrollsystems sowie Nachweise fürdie Angaben in Buchführung, Jahresabschlussund Lagebericht überwiegendauf der Basis von Stichprobenbeurteilt. Die Prüfung umfasst dieBeurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätzeund der wesentlichenEinschätzungen des Vorstandssowie die Würdigung der Gesamtdarstellungdes Jahresabschlusses und desLageberichts. Wir sind der Auffassung,dass unsere Prüfung eine hinreichendsichere Grundlage für unsere Beurteilungbildet.Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungengeführt.Nach unserer Überzeugung vermitteltder Jahresabschluss unter Beachtungder Grundsätze ordnungsmäßigerBuchführung ein den tatsächlichenVerhältnissen entsprechendes Bild derVermögens-, Finanz- und Ertragslageder Düsseldorfer HypothekenbankAktiengesellschaft, Düsseldorf. DerLagebericht gibt insgesamt eine zutreffendeVorstellung von der Lage derBank und stellt die Risiken der künftigenEntwicklung zutreffend dar.Düsseldorf, den 21. Februar 2005Deloitte & Touche GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaftDr. GöttgensWirtschaftsprüferDr. BraunWirtschaftsprüfer


eeeeBilanzGewinn- und VerlustrechnungAnhangAufsichtsrat, Vorstande BestätigungsvermerkJ A H R E S A B S C H L U S S K O N Z E R N


e Jahresbilanz Konzern zum 31. Dezember 2004Aktiva in T€ 2004 2004 2004 2003Barreserve 59.035 17.621darunter: bei der Deutschen Bundesbank 59.032 (17.619)Forderungen an KreditinstituteKommunalkredite 2.890.668 2.258.942andere Forderungen 511.910 3.402.578 727.015darunter: täglich fällig 274.092 (294.429)gegen Beleihung von Wertpapieren 0 (0)Forderungen an KundenHypothekendarlehen 1.266.197 1.128.216Kommunalkredite 3.662.546 3.458.042andere Forderungen 0 4.928.743 3darunter: gegen Beleihung von Wertpapieren 0 (0)Schuldverschreibungenund andere festverzinsliche WertpapiereAnleihen und Schuldverschreibungenvon Öffentlichen Emittenten 2.114.044 1.650.423darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 1.926.515 (1.267.640)von anderen Emittenten 4.435.767 6.549.811 2.081.485darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 4.209.872 (1.947.464)eigene Schuldverschreibungen 14.408 6.564.219 187.620Nennbetrag 13.863 (173.718)Aktien und anderenicht festverzinsliche Wertpapiere 305.911 194.399Beteiligungen 10.500 10.500darunter: an Kreditinstituten 10.500 (10.500)Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 16.443 16.897darunter: an Kreditinstituten 16.443 (16.897)Immaterielle Vermögensgegenstände 486 0Sachanlagen 5.228 5.371Sonstige Vermögensgegenstände 2.011 4.602Rechnungsabgrenzungspostenaus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 94.169 65.326andere 3.731 97.900 2.351Summe der Aktiva 15.393.054 11.808.813


Passiva in T€ 2004 2004 2004 2003Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenbegebene Hypotheken-Namenspfandbriefe 52.271 55.662begebene Öffentliche Namenspfandbriefe 782.655 682.908andere Verbindlichkeiten 2.040.131 2.875.057 1.497.769darunter: täglich fällig 1.218 (51.705)Verbindlichkeiten gegenüber Kundenbegebene Hypotheken-Namenspfandbriefe 356.396 172.807begebene Öffentliche Namenspfandbriefe 1.335.132 874.777andere Verbindlichkeiten 1.302.454 2.993.982 1.202.121darunter: täglich fällig 59 (166)zur Sicherstellung aufgenommener Darlehenan den Darlehensgeber ausgehändigteÖffentliche Namenspfandbriefe 28.230 (26.580)Verbriefte Verbindlichkeitenbegebene SchuldverschreibungenHypothekenpfandbriefe 222.126 330.102Öffentliche Pfandbriefe 8.857.538 6.499.998sonstige Schuldverschreibungen 127.910 9.207.574 176.755Sonstige Verbindlichkeiten 5.601 6.131Rechnungsabgrenzungspostenaus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 18.128 16.523andere 1.001 19.129 1.402RückstellungenSteuerrückstellungen 2.422 2.901andere Rückstellungen 459 2.881 417Nachrangige Verbindlichkeiten 27.610 27.610Genussrechtskapital 61.347 61.347darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0 (0)Eigenkapitalgezeichnetes Kapital 130.000 130.000Kapitalrücklage 51.129 51.129Gewinnrücklagenandere Gewinnrücklagen 3.744 4.893Unterschiedsbetrag a. d. Kapitalkonsolidierung 0 3.744 861Bilanzgewinn 15.000 199.873 12.700Summe der Passiva 15.393.054 11.808.813EventualverbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 2.003 2.394Andere VerpflichtungenUnwiderrufliche Kreditzusagen 132.659 129.58242|43 Jahresabschluss Konzern


e Gewinn- und Verlustrechnung Konzernfür die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004in T€ 2004 2004 2004 2003Zinserträgeaus Kredit- und Geldmarktgeschäften 749.344 666.275aus festverzinslichen Wertpapierenund Schuldbuchforderungen 247.812 997.156 163.688Zinsaufwendungen -974.438 22.718 -815.311Laufende Erträgeaus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 10.757 18.721aus Beteiligungen 6 10.763 6Erträge aus assoziierten Unternehmen 735 0Provisionserträge 735 925Provisionsaufwendungen -1.282 -547 -972Sonstige betriebliche Erträge 393 173Allgemeine VerwaltungsaufwendungenPersonalaufwandLöhne und Gehälter -3.532 -2.957Soziale Abgaben und Aufwendungen fürAltersversorgung und für Unterstützung -559 -4.091 -511darunter: für Altersversorgung -92 (-81)andere Verwaltungsaufwendungen -3.397 -7.470 -2.877Abschreibungen und Wertberichtigungenauf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -345 -479Sonstige betriebliche Aufwendungen -396 -449Abschreibungen und Wertberichtigungenauf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowieZuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -3.103 -4.554auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmenund wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -5.151 -6.058Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 17.597 15.620Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.589 -2.902Sonstige Steuernsoweit nicht unter „Sonstigebetriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen -18 -5.607 -18Jahresüberschuss 11.990 12.700Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 2.149 0Entnahme aus Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 861 0Bilanzgewinn 15.000 12.700


e Anhang KonzernKonsolidierungskreisDie Düsseldorfer Hypothekenbank AG,Düsseldorf, hält 100% der Anteile ander Gesellschaft zur Entwicklung deseuropäischen Kommunal- und HypothekarkreditsAG (Société Anonymepour le Développement du CréditCommunal et Hypothécaire Européen),Glarus/ Schweiz. Mit dieser Tochtergesellschaftbesteht ein Konzernverhältnis.Die Bank stellt deshalb gemäߧ 340i HGB nach den unten aufgeführtenBilanzierungs- und Bewertungsmethodenzum 31. Dezember 2004 einenKonzernlagebericht und -abschluss(in €) auf. In diesem sind die DüsseldorferHypothekenbank AG und die Gesellschaftzur Entwicklung des europäischenKommunal- und Hypothekarkredits AG nach den Grundsätzen derVollkonsolidierung einbezogen.Der Konzernabschluss ist einheitlichnach den unten aufgeführten Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätzenaufgestellt.Die Kapitalkonsolidierung erfolgt entsprechend§ 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB nachder Neubewertungsmethode. ZumZeitpunkt der erstmaligen Einbeziehungwerden die Vermögenswerte undSchulden des Tochterunternehmensmit ihrem beizulegenden Zeitwert inden Konzernabschluss bewertet. Deraus der Kapitalkonsolidierung verbleibendepassivische Unterschiedsbetragwird im Berichtsjahr erfolgsneutraldem Bilanzgewinn zugeordnet.Alle maßgeblichen konzerninternenForderungen, Schulden und Zwischenergebnissesowie Aufwendungen undErträge der Konzernunternehmenwerden im Rahmen der Konsolidierungeliminiert.Als Konzernergebnis wird der Bilanzgewinnder Düsseldorfer HypothekenbankAG ausgwiesen. Die Bilanzergebnissedes einbezogenen Tochterunternehmenssowie alle erfolgswirksamenKonsolidierungsmaßnahmen werdendeshalb mit den anderen Gewinnrücklagenund dem Unterschiedsbetrag ausder Kapitalkonsolidierung verrechnet.trag werden auf der Grundlage derWertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligenEinbeziehung des assoziiertenUnternehmens nach der Buchwertmethodeermittelt.Als assoziiertes Unternehmen wird dieBankhaus Bauer AG, Stuttgart, eingestuft.Daran hält die Muttergesellschaft33% der Anteile. Der Unterschiedsbetragzwischen Beteiligungsbuchwertund dem anteiligen Eigenkapitalbeträgt 0,8 Mio €. Zum Bilanzstichtagbeläuft sich das bilanzielle Eigenkapitalangabegemäß auf 56 Mio €. Für dasGeschäftsjahr 2004 wird ein positivesErgebnis erwartet.An der Erste Europäische PfandbriefundKommunalkreditbank AG, Luxemburg,ist der Konzern mit 25% beteiligt.Auf dieses Unternehmen kann keinmaßgeblicher Einfluss ausgeübt werden,so dass der Konzernabschluss esnicht berücksichtigt. Zum Bilanzstichtagbeläuft sich das bilanzielle Eigenkapitalangabegemäß auf 62 Mio €.Es wird ein Jahresüberschuss von8,6 Mio € für das Geschäftsjahr 2004erwartet.Assoziierte UnternehmenJahresergebnis, Vermögenswerte undSchulden eines assoziierten Unternehmenswerden in den Konzernabschlussunter Anwendung der At Equity-Methode einbezogen. Die Höhe derBeteiligung und der Unterschiedsbe-44|45 Jahresabschluss Konzern


Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernabschluss wird nachden maßgeblichen Vorschriften desHandels gesetzbuches, des Aktiengesetzesund des Hypothekenbankgesetzesso wie nach der Verordnung über dieRechnungslegung der Kreditinstituteaufgestellt.Forderungen sind mit dem Nennwertgemäß § 340e Abs. 2 HGBangesetzt; der Unterschied zwischenAuszah lungs- und Nennbetrag ist alsRechnungs abgrenzung ausgewiesen.Allen erkennbaren Einzelrisiken imKreditgeschäft wird durch die Bildungvon EinzelwertberichtigungenRechnung getragen. Für das latenteKredit risiko werden Pauschalwertberichtigungenim Rahmen der steuerlichenVorschriften gebildet; darüberhinaus bestehen Vorsorgereservennach § 340f Abs. 1 HGB.Schuldverschreibungen des Umlaufvermögenswerden unter Berücksichtigungvon Zinssicherungsin strumentennach dem strengen Nie derstwertprinzipzu dem fort laufend ermittelten Durchschnittswertoder dem niedrigerenTageskurs des Bi lanzstichtags bewertet.Soweit die Gründe für in vergangenenJahren vorgenommeneTeilwertabschreibun gen nicht mehrbestehen, werden Zu schreibungenvorgenommen. Soweit die Schuldverschreibungendem Anlagevermögenzugeordnet sind, werden sie mitden Anschaffungskos ten einschließlichzeitanteiliger Auflösung desUnterschiedsbetrages zum Nennwertbewertet. Die zeitanteilige Auflösungeines Agios bzw. Disagios erfolgtim Zinsergebnis. Bei einer voraussichtlichdauerhaften Wertminderung,die anhand eines auf AusfallwahrscheinlichkeitenbasierendenBe wertungsmodells ermittelt wird,werden die Schuldverschreibungenentsprechend abgeschrieben. In diesemFall wird die zeitanteilige Auflösungeines Agios bzw. Disagios ausgesetzt.Die unter den Aktien und nicht festverzinslichenWertpapieren ausgewiesenenAnteile an Spezialfonds sind demUmlaufvermögen zugeordnet und nachdem strengen Niederstwertprinzipbewertet. Die im Rahmen des Wertaufholungsgebotsnach § 280 HGB erforderlichenZuschreibungen erfolgenebenfalls in dieser Bilanzposition.Sachanlagen und immaterielle Vermögenswertesind entsprechend derbetriebsgewöhnlichen Nutzungsdauermit den um lineare planmäßigeAb schreibungen vermindertenAnschaf fungskosten angesetzt. GeringwertigeWirtschaftsgüter werden imJahr ihrer Anschaffung in voller Höheabgeschrieben.Verbindlichkeiten werden mit ihremRückzahlungsbetrag passiviert. DerUnterschied zwischen Nenn- und Ausgabebetrag wird in die Rechnungsabgrenzungeingestellt. Nullkupon-Anleihen werden mit dem Emissionsbetragzuzüglich anteiliger Zinsengemäß Emissionsrendite bewertet.Für ungewisse Verbind lichkei ten werdenRückstellungen in Höhe der voraussichtlichenInanspruchnahme gebildet.Aus der Konsolidierung ergibt sich keineNotwendigkeit zur Bildung von latentenSteuern im Konzern abschluss.Die auf fremde Währung lautendenBilanzpositionen werden gemäߧ 340h HGB mit Kurssicherungsgeschäftenzum Referenzkurs der EZBam Bilanzstichtag umgerechnet.Derivative Finanzgeschäfte, die derAbsicherung von Zins- und Währungsschwankungendienen, unterliegenkeiner Einzelbewertung und werdenals schwebende Geschäfte nichtbilanziert.Beim Ausweis der Risikovorsorge bzw.des Finanzanlageergebnisses wird vonder Möglichkeit der Überkreuzkompensationgemäß § 340f Abs. 3 HGBbzw. § 340c Abs. 2 HGB Gebrauchge macht.


Gliederung nach RestlaufzeitenMio € täglich fällig ≤ 3 Monate > 3 Monate > 1 Jahr > 5 Jahre gesamt≤ 1 Jahr ≤ 5 JahreForderungenan Kreditinstitute 314 270 68 2.017 734 3.403an Kunden 2 205 207 2.872 1.650 4.936 *Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten 22 1.403 723 606 121 2.875gegenüber Kunden 2 166 369 1.208 1.249 2.994* Restforderung ohne WertberichtigungenAndere verbriefte Verbindlichkeitenund Forderungen an Kunden mitun bestimmter Laufzeit bestehen nicht.Forderungen an/ Verbindlichkeitengegenüber verbundenenUnternehmen/ BeteiligungenIm Posten „Schuldverschreibungen undandere festverzinsliche Wertpa piere“enthaltene Beträge, die in dem Jahr,das auf den Bilanzstichtag folgt, fälligwerden, betragen 243 Mio €.Im Unterposten „begebene Schuldverschreibungen“enthaltene Beträge, diein dem Jahr, das auf den Bilanzstichtagfolgt, fällig werden, betragen563 Mio €.Forderungen an Kreditinstitute von49 Mio € und an Kunden von 27 Mio €betreffen Unternehmen, mit denen einBeteiligungsverhältnis besteht. DieVerbindlichkeiten gegenüber Kredit -instituten enthalten 11 Mio € vonUnternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnisbesteht. Es handeltsich um unverbriefte Forderungen undVer bindlichkeiten.BarreserveIm Posten „Barreserve“ sind 59 Mio €Guthaben bei Zentralnotenbanken und3 T€ Kassenbestand enthalten.Börsenfähige WertpapiereSämtliche Schuldverschreibungen undandere festverzinsliche Wertpapierevon 6.429 Mio € sind börsenfähig undbörsennotiert.Alle Aktien und nicht festverzinslicheWertpapiere von 306 Mio €, Beteili gungenvon 11 Mio € und Anteile an assoziiertenUnternehmen von 16 Mio € sindnicht börsenfähig.46|47 Jahresabschluss Konzern


Entwicklung AnlagevermögenMio € Schuldver- Beteiligungen Beteiligungen Immaterielle Sachanlagen gesamtschreibungen an assoziierten AnlagewerteUnternehmenAnschaffungs-/ HerstellungskostenVortrag zum 1. Januar 2004 2.433 11 17 7 2.468Zugang Geschäftsjahr 2.457 1 2.458Abgang Geschäftsjahr -402 -402Abschreibung, kumuliert -55 -1 -2 -58Buchwert zum 31. Dezember 2004 4.433 11 16 1 5 4.466Abschreibung Geschäftsjahr -5 -1 -6Von den Schuldverschreibungen sind4.348 Mio € zur Deckung der umlaufendenPfandbriefe bestimmt. Diesesowie andere Schuldverschreibungenüber 55 Mio € werden zum Bilanzstichtagnicht nach dem strengen Niederstwertprinzipbewertet. Darin enthaltensind Schuldverschreibungen mit einemBuchwert von 309 Mio €, die kapitalmarktbedingtzum Bilanzstichtag einenum 0,5 Mio € niedrigeren beizulegendenZeitwert aufweisen.Geringwertige Wirtschaftsgüter sind inden Zugängen des Berichtsjahres enthaltenund in voller Höhe abgeschrieben.Diese Abschreibungen sind in denAbgängen des Geschäftsjahres eingerechnet.Die Sachanlagen umfassendas überwiegend im Rahmen der eigenenTätigkeit genutzte Grundstück undGebäude in Höhe von 4,5 Mio €.Sonstige Vermögensgegenständeund VerbindlichkeitenBei den wesentlichen sonstigen Vermögensgegenständenhandelt es sichum rückständige Zinsen. Die sonstigenVerbindlichkeiten enthalten imWe sentlichen anteilige und fälligeZinsen aus nachrangigen Verbindlichkeitenund Genussrechtskapital.Rechnungsabgrenzung aus demEmissions- und DarlehensgeschäftIn den aktiven Rechnungsabgrenzungspostensind ein Emissionsdisagio ausSchuldverschreibungen von 42 Mio €und ein Agio aus Forderungen von52 Mio € enthalten. Die passivenRechnungsab grenzungsposten beinhaltenein Emis sionsagio aus Schuldverschreibungenvon 5 Mio € undein Damnum aus For derungen von13 Mio €.


Entwicklung EigenkapitalspiegelMio € gezeichnetes Kapital- erwirtschaftetes übriges gesamtKapital Rücklage Eigenkapital ErgebnisVortrag zum 1. Januar 2004 130 51 18 1 200Abgang gezahlte Dividenden -11 -11Zugang Konzernjahresüberschuss 12 12Abgang übriges Konzernergebnis -1 -1Buchwert zum 31. Dezember 2004 130 51 19 0 200GenussrechtskapitalIn der außerordentlichen Hauptversammlungvom 10. November 2000wurde der Vorstand ermächtigt, inder Zeit bis zum 31. Oktober 2005 mitZustimmung des Aufsichtsrats weitereGenussrechte bis zu einem Betrag von110 Mio € einmalig oder in mehrerenTranchen auszugeben. In Ausnutzungdieser Ermächtigung platziertedie Bank bis zum 31. Dezember 2004Ge nussrechtskapital mit einem Volumenvon 23 Mio €. Der Gesamtbestandvon 61 Mio € setzt sich zusammenaus 33 Mio € Inhabergenussscheinen,5 Mio € vinkulierten Inhabergenussscheinenund 23 Mio € Namensgenussscheinen.Nachrangige VerbindlichkeitenDie nachrangigen Verbindlichkeitensind im Falle der Insolvenz oderder Liquidation der Bank erst nachBefrie digung aller nicht nachrangigenGläu biger zurückzuzahlen.Eine vorzeitige Rückzahlung ist ausgeschlossen.Die Mittelaufnahmenerfüllen die Bedin gungen gemäߧ 10 Abs. 5a KWG zur Anerkennungals haftendes Eigenkapi tal. Zins- undDisagioaufwendun gen aller nachrangigenVerbindlichkeiten betragen 1 Mio €.Die 10%-Grenze des Gesamtausweisesübersteigen zwei nachrangige Darlehen.Deren Kapital in Höhe von jeweils5 Mio € wird mit 5,6% verzinst und istam 8. Mai 2008 fällig.Gezeichnetes Kapital undGewinnrücklagenDas gezeichnete Kapital beträgt zumBilanzstichtag 130 Mio €. Es ist eingeteiltin 130.000.000 auf den Namenlautende Aktien zu je 1 €. Die Rücklagenvon 55 Mio € setzen sich aus derKapitalrücklage von 51 Mio € und denanderen Gewinnrücklagen von 4 Mio €zusammen.Eventualverbindlichkeitenund andere VerpflichtungenDie Verbindlichkeiten aus Bürgschaf tenund Gewährleistungsverträgen umfassenim Wesentlichen durch erst rangigeGrundschulden besicherte Avalkreditevon 2 Mio €. Die unwider ruflichen Kreditzusagenbetreffen aus schließlichHypothekendarlehen und betragenzum Bilanzstichtag 133 Mio €.Zur Sicherheit übertrageneVermögensgegenständeZum Bilanzstichtag sind Wertpapierevon 20 Mio € in Pension gegeben worden(echte Pensionsgeschäfte).Zur Absicherung von Risiken ausFinanztermingeschäften sind zumBilanzstichtag Bankguthaben von252 Mio €, Schuldverschreibungen von74 Mio € sowie Anteile an Spezialfondsvon 73 Mio € verpfändet. Der Buchwertder zur Absicherung von Offenmarktkreditenübertragenen Schuldverschreibungenbeträgt 1.467 Mio €.48|49 Jahresabschluss Konzern


Restlaufzeitenstruktur der FinanzderivateMio € Nominalbetrag Marktwert< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre gesamtZinsswaps 2.215 7.882 7.689 17.786 -409Cross-Currency-Swaps 77 17 139 233 2gesamt 2.292 7.899 7.828 18.019 -407Derivative FinanzinstrumenteZum Bilanzstichtag bestehen folgendenoch nicht abgewickelte zins- undwährungsbezogene Termingeschäfte:Zinsswaps, Zins-/ Währungsswaps,Stillhalter verpflichtungen aus Optio -nen auf Zinsswaps, Schuldscheindarlehenmit Gläubiger- und Schuldnerkündigungsrecht,Pfandbriefemit Schuldnerkündigungsrecht, Zinsbegrenzungsvereinbarungen. AlleGeschäfte dienen der Absicherung vonZins- und Währungsschwankungen.Den negativen Marktwerten der derivativenFinanzinstrumente stehen entsprechendepositive Marktwerte ausden Grundgeschäften gegenüber.Personalaufwand, Organbezügeund BeschäftigteDer Personalaufwand beträgt 4,1 Mio €.Darin sind die Gesamtbezüge für dieMitglieder des Vorstandes in Höhe von0,5 Mio € enthalten.Die Bezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrates(89 T€) und des Beirates(14 T€) sind in den anderen Verwaltungsaufwendungenenthalten.Im Jahresdurchschnitt sind neben demVorstand 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterbeschäftigt; darunter fällt eineTeilzeitkraft (Umrechnung auf Vollzeitbasis).Weitere MitteilungspflichtenDie Helvetic Grundbesitz VerwaltungGmbH, Berlin, und die ASTA Allgemeine Grundstücks- und TreuhandgesellschaftmbH, Berlin, haben unsmitge teilt, dass sie jeweils mit mehr als25% der Aktien an der Gesellschaftbeteiligt sind.Das Vorstandsmitglied Dr. MichaelKosche hat im Berichtsjahr ein Mandatim Sinne von § 340a Abs. 4 HGB alsAufsichtsrat der Bankhaus Bauer AG,Stuttgart, wahrgenommen.Zum Bilanzstichtag bestehen Kreditean Mitglieder des Aufsichtsrats in Höhevon insgesamt 1,5 Mio €.Steuern vom Einkommenund vom ErtragDie Ertragssteuern sind dem Ergebnisaus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeitzugeordnet.FremdwährungspositionenDer Gesamtbetrag der Vermögensgegenständein Fremdwährungen beläuftsich zum Bilanzstichtag auf 259 Mio €.Die Verbindlichkeiten in Fremdwährungenbetragen 3 Mio €. Fremdwährungspositionensind durch entsprechendeGegengeschäfte gegen Kursschwankungenabgesichert.


Aktivitäten nach SegmentenMio € Immobilienfinanzierung Staatsfinanzierung Restaktivitäten gesamt2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003SegmentrechnungZinsergebnis 7,6 3,9 18,8 22,3 7,8 7,2 34,2 33,4Provisionsergebnis 0,4 0,4 -0,9 -0,5 -0,5 -0,1Verwaltungskosten* -2,9 -2,4 -2,7 -2,3 -2,2 -2,4 -7,8 -7,1Bewertungsergebnis -2,4 -0,1 -1,3 -10,5 -4,6 -8,3 -10,6Steuern -1,1 -0,7 -2,2 -1,7 -2,3 -0,5 -5,6 -2,9Kennzahlen1,6 1,1 11,7 7,3 -1,3 4,3 12,0 12,7Risikoaktiva 961 953 1.294 1.152 26 54 2.281 2.159Alloziertes Kapital 25 24 85 67 75 95 185 186Cost/ Income Ratio 36% 56% 15% 11% 28% 29% 23% 20%Eigenkapitalrentabilität 6,5% 4,6% 13,8% 10,8% -1,7% 4,5% 6,5% 6,8%* inkl. Sonstiges betriebliches ErgebnisDie Segmentergebnisse werden überdas interne Rechnungswesen ermittelt.Die Kerngeschäftsfelder Immobilien-und Staatsfinanzierung bildendie Grundlage für die Segmentberichterstattung.Die Staatsfinanzierungumfasst die gesamten Geld- und Kapitalmarktaktivitäten.Das Zinsergebnisder Restaktivitäten ergibt sich aus derkalkulatorischen Anlage der haftendenEigenmittel (Kern- und Ergänzungskapital)zu einer langfristig erzielbarenrisikolosen Rendite; in Abzug gebrachtwerden die effektiven Kosten fürNachrang- und Genussrechtskapital.Zudem enthält es das Ergebnis allererfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen.Methodisch geht die Segmentrechnungvon der Gewinn- und Verlustrechnungaus und verteilt alle Aufwendungenund Erträge verursachungsgerechtauf die einzelnen Geschäftsfelder. Dasjeweilige Segmentergebnis setzt sichaus Zinsergebnis, Provisionsergebnis,Verwaltungsaufwendungen, Bewertungsergebnisund Steuern zusammen.Im Bewertungsergebnis werden Risikovorsorgeund Finanzanlageergebniszusammengefasst.Die Immobilienfinanzierung erzielt miteinem Jahresüberschuss von 1,6 Mio €ein Plus von 45%. Grund ist der Anstiegder Zinsmargen, der neben den höherenVerwaltungsaufwendungen (Neueinstellungen,Basel II-Projekte) auchdie angefallene Risikovorsorge kompensiert.Dementsprechend verbessertsich die Cost/ Income Ratio der Spartevon 56% auf 36%. Die Eigenkapitalrentabilitäterreicht 6,5% nach 4,6%im Vorjahr.Die Staatsfinanzierung steuert11,7 Mio € zum Gesamtergebnis bei.Der Gewinnsprung gegenüber demVorjahr (7,3 Mio €) ist u.a. Ausdruckdes lebhaften Neugeschäfts. Außerdemfielen marktbedingte Abschreibungenauf den Wertpapierbestand, die das2003er-Ergebnis noch erheblich belastethatten, nicht an. Die Cost/ IncomeRatio beläuft sich ähnlich wie im Vorjahrauf 15%.Das Ergebnis der Restaktivitäten von-1,3 Mio € entsteht durch die erstmalsgebildete Pauschalvorsorge nach§ 340f HGB. Zudem sind die Ergebnisbeiträgeder Konzernunternehmenniedriger als deren Dividendenzahlungen.50|51 Jahresabschluss Konzern


KapitalflussrechnungMio €Cashflow aus der laufenden GeschäftstätigkeitJahresüberschuss 12,0Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame PostenAbschreibung/ Wertberichtigung auf Forderungen,Finanz- und Sachanlagen 10,9Rückstellungen -0,4Zahlungsunwirksamer Ertrag -0,7Ertrag aus Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen -2,3Sonstige Anpassungen -71,5 -52,0Veränderung der Forderungen und VerbindlichkeitenForderungen an Kreditinstitute -416,6Forderungen an Kunden -342,5Schuldverschreibungen -2.746,5Andere Aktiva -2,0Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 638,2Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 744,3Verbriefte Verbindlichkeiten 2.200,7Erhaltene Zinsen und Dividenden 1.007,5Gezahlte Zinsen -974,4Gezahlte Ertragsteuern -2,9 105,8 53,8Cashflow aus InvestitionstätigkeitInvestitionen in Sachanlagen -0,2Sonstige Investitionen -0,5 -0,7Cashflow aus FinanzierungstätigkeitGezahlte Dividenden -11,7Cashflow, gesamt 41,4Zahlungsmittel am Periodenanfang 17,6Zahlungsmittel am Periodenende 59,0


Die Kapitalflussrechnung gliedertdie Veränderung des Zahlungsmittelbestandesin die Zahlungsströme auslaufender Geschäfts-, Investitions- undFinanzierungstätigkeit. Die Erstellungerfolgte nach dem DeutschenRechnungs legungs-Standard DRS 2,ergänzt durch den bankspezifischenDeutschen Rechnungslegungs-StandardDRS 2-10.Die Zuordnung der Zahlungsströmezum laufenden Cashflow erfolgt inAnlehnung an die Zusammensetzungdes operativen Ergebnisses. Der Cashflowaus Investitionstätigkeit resultiertaus Auszahlungen im Zusammenhangmit dem Erwerb von Sachanlagevermögensowie immateriellen Vermögensgegenständen.Der Cashflow ausder Finanzierungstätigkeit bildet dieZahlungsströme aus Transaktionen mitEigen kapital gebern ab.Der Zahlungsmittelbestand umfasst dieBarreserve, die sich aus Kassenbestandund Guthaben bei Zentralnotenbankenzusammensetzt.Für Kreditinstitute ist die Aussagefähigkeitder Kapitalflussrechnunggenerell als gering anzusehen. Daherersetzt sie weder die Liquiditäts- bzw.Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrumenteingesetzt.52|53 Jahresabschluss Konzern


e Aufsichtsrat, VorstandAufsichtsratDer VorstandDr. Wolfgang SchuppliVorsitzenderRechtsanwalt, WiesbadenDieter WenserskiStellvertretender VorsitzenderBankkaufmann, BochumWolfgang Hampel,BochumDr. Michael Kosche,KölnDr. Wolfgang HönigStellvertretender VorsitzenderRechtsanwalt, Oberhachingbis 12. März 2004Prof. Dr. em. Paul KlemmerPräsident des Deutschen Verbands fürWohnungswesen, Städtebau undRaumordnung (DV), Berlinab 12. März 2004Dr. Eberhard SchäferWirtschaftsjurist, Bad HomburgDipl.- oec. Berta Schuppli,WiesbadenProf. Dr. Friedrich-LeopoldFreiherr von StechowGeschäftsführer der Partner fürBerlin Gesellschaft für HauptstadtmarketingmbH, BerlinDüsseldorf, den 18. Februar 2005Düsseldorfer HypothekenbankAktiengesellschaftDer VorstandWolfgang HampelDr. Michael Kosche


e BestätigungsvermerkWir haben den von der DüsseldorferHypothekenbank AG aufgestelltenKonzernabschluss und den zusammengefasstenLagebericht und Konzernlageberichtfür das Geschäftsjahrvom 1. Januar bis 31. Dezember 2004geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschlussund Konzernlageberichtnach den deutschen handelsrechtlichenVorschriften liegt in der Verantwortungdes Vorstands der Bank. UnsereAufgabe ist es, auf der Grundlage dervon uns durchgeführten Prüfung eineBeurteilung über den Konzernabschlussund über den Konzernlageberichtabzugeben.Wir haben unsere Konzernabschlussprüfunggemäß § 317 HGB unterBeachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüferfestgestellten deutschenGrundsätze ordnungsmäßigerAbschlussprüfung vorgenommen.Danach ist die Prüfung so zu planen unddurchzuführen, dass Unrichtigkeitenund Verstöße, die sich auf die Darstellungdes durch den Konzernabschlussunter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßigerBuchführung und durchden Konzernlagebericht vermitteltenBildes der Vermögens-, Finanz- undErtragslage wesentlich auswirken,mit hinreichender Sicherheit erkanntwerden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungenwerden die Kenntnisseüber die Geschäftstätigkeit undüber das wirtschaftliche und rechtlicheUmfeld des Konzerns sowie dieErwartungen über mögliche Fehlerberücksichtigt. Im Rahmen der Prüfungwerden die Wirksamkeit desrechnungslegungsbezogenen internenKontrollsystems sowie Nachweise fürdie Angaben in Konzernabschluss undKonzernlagebericht überwiegend aufder Basis von Stichproben beurteilt.Die Prüfung umfasst die Beurteilungder Jahresabschlüsse der in den Konzernabschlusseinbezogenen Unternehmen,der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,der angewandtenBilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätzeund der wesentlichen Einschätzungendes Vorstands sowie dieWürdigung der Gesamtdarstellung desKonzernabschlusses und des Konzernlageberichts.Wir sind der Auffassung,dass unsere Prüfung eine hinreichendsichere Grundlage für unsere Beurteilungbildet.Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungengeführt.Nach unserer Überzeugung vermitteltder Konzernabschluss unter Beachtungder Grundsätze ordnungsmäßigerBuchführung ein den tatsächlichenVerhältnissen entsprechendes Bild derVermögens-, Finanz- und Ertragslagedes Konzerns der Düsseldorfer HypothekenbankAG. Der Konzernlageberichtgibt insgesamt eine zutreffendeVorstellung von der Lage des Konzernsund stellt die Risiken der künftigenEntwicklung zutreffend dar.“Düsseldorf, den 21. Februar 2005Deloitte & Touche GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaftDr. GöttgensWirtschaftsprüferDr. BraunWirtschaftsprüfer54|55 Jahresabschluss Konzern


e GlossarAt Equity-MethodeBewertungsmethode für Beteiligungenan Unternehmen, auf deren GeschäftsundFinanzpolitik ein maßgeblicherEinfluss ausgeübt werden kann.BacktestingVerfahren zur Überprüfung der Vorhersagekraftder e Value at Risk-Methodik. Hierbei werden auf täglicherBasis tatsächlich erzielte Gewinne undVerluste mit den durch den Value atRisk-Ansatz prognostizierten Wertenverglichen.BarwertZusammengefasster Gegenwartswerteiner oder mehrerer in der Zukunftanfallenden Ein- und Auszahlungen.Er wird ermittelt, indem die zukünftigenZahlungen auf ihren heutigen Wertabgezinst und addiert werden. Aufdiese Weise können z.B. Investmentsmit unterschiedlichen Zahlungsreihenund Laufzeiten verglichen werden.Basel IINeue Baseler Eigenkapitalvereinbarungdes Baseler Ausschusses für Bankenaufsichtfür eine risikoadäquateEigenkapitalausstattung.Cost/ Income RatioKennzahl zur Kosteneffizienz einesUnternehmens, die das Verhältnis derVerwaltungsaufwendungen zu denbetrieblichen Roherträgen abbildet.DeckungsstockGesamtheit der Hypothekendarlehenund Staatskredite, die zur Deckung derumlaufenden Hypothekenpfandbriefeund der Öffentlichen Pfandbriefe verwendetwerden. Der Deckungsstockwird vom übrigen Vermögen getrenntverwaltet. Treuhänder sowie regelmäßigePrüfungen der BaFin überwachendie Einhaltung der besonderen Vorschriften.DerivateProdukte, deren Bewertung sich überwiegendvom Preis, den Preisschwankungenund den Preiserwartungender zu Grunde liegenden Basisinstrumente(z.B. Anleihen, Devisen) ableitet.Zu den Derivaten zählen insbesonderee Swaps.EmissionAusgabe und Unterbringung von Wertpapierenauf dem Kapitalmarkt durchöffentlichen Verkauf.Grundsatz IKennziffer, die das Verhältnis vone haftendem Eigenkapital zu risikogewichtetemGeschäftsvolumen angibt.Grundsatz IIKennzahl, die das Verhältnis von Zahlungsverpflichtungenzu vorhandenenflüssigen Mitteln ausdrückt.Haftendes EigenkapitalIn Anlehnung an internationale Richtlinienmüssen Kreditinstitute die eigenenRisiken aus dem Kreditgeschäftund den Marktpositionen durch Eigenmittelunterlegen. Die Eigenmittel setzensich zusammen aus dem haftendenEigen kapital und Drittrangmitteln. Dashaftende Eigenkapital ist wiederum inKern- und Ergänzungskapital gegliedert.Das haftende Eigenkapital ist vonbesonderer Bedeutung, da es u.a. überden e Grundsatz I den Geschäftsspielraumbestimmt.KorrelationAusmaß des Zusammenhangs zwischenverschiedenen Risikofaktoren.PortfolioGesamtheit einer bestimmten Klassevon Vermögenswerten (z.B. Kredite,Wertpapiere oder Immobilien).RatingStandardisierte Beurteilung der Bonitäteines Emittenten und seiner Schuldtiteldurch spezialisierte Agenturen (z.B.Moody’s oder Standard & Poor’s).SekundärmarktOrt, an dem bereits im Umlauf befindlicheWertpapiere gehandelt werden.SpreadDifferenz zwischen den Renditen verschiedenerFinanzinstrumente; z.B.zwischen Pfandbrief- und Swap-Rendite.StandardrisikokostenEx ante kalkulierte Risikoprämie, dieden auf Basis von historischen Erfahrungswerteninnerhalb eines Jahres zuerwartenden Verlust durch Kreditausfälleangibt.SwapAustausch von Zahlungsströmen. Zinsswap:Tausch von Zinszahlungsströmengleicher Währung mit unterschiedlichenKonditionen (z.B. fest/ variabel).Währungsswap: Tausch von Zinszahlungsströmenund Kapitalbeträgen inunterschiedlichen Währungen.Value at RiskPotenzieller (Barwert-)Verlust, derunter normalen Marktbedingungeninnerhalb einer bestimmten Periodemit einer bestimmten Wahrscheinlichkeitnicht überschritten wird.VolatilitätSchwankungsmaß von Aktien-, Wertpapier-und Devisenkursen.WertpapierbörseWertpapiermärkte, die von staatlichanerkannten Stellen geregelt und überwachtwerden, regelmäßig stattfindenund für das Publikum unmittelbar odermittelbar zugänglich sind.


Düsseldorfer Hypothekenbank AktiengesellschaftBerliner Allee 43, 40212 DüsseldorfFon +49 (0)211.86720.0, Fax +49 (0)211.86720.209duesshyp@duesshyp.de, www.duesshyp.deHRB Düsseldorf Nr. 35004

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