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Steuerung des FlächenverbrauchesZiele der örtlichen und überörtlichen Raumordnung„Anstreben einer möglichst flächensparenden verdichtetenSiedlungsstruktur unter Berücksichtigung der örtlichenGegebenheiten, sowie Bedachtnahme auf die Erreichbarkeitöffentlicher Verkehrsmittel (…)“(NÖ. Landesregierung 2007, Abschnitt I, § 1/3b)„Die Nutzung von Grundflächen hat unter Beachtung eines sparsamenFlächenverbrauches, einer wirtschaftlichen Aufschließung sowie weitgehender Vermeidung gegenseitiger nachteiliger Beeinträchtigungen zuerfolgen. Die Zersiedelung der Landschaft ist zu vermeiden.“(Stmk. Landesregierung 2007, § 3 (3) (5) (6) (15) )„Die Nachhaltigkeit der Siedlungsentwicklung und die Bewältigung desWachstums beginnen mit dem sorgsamen Umgang von Grund und Boden.(…) Effizienter genutzte Flächen oder mobilisiertes Bauland können denBaulandzuwachs eindämmen…“(ÖREK 2011, S. 71)


Steuerung des FlächenverbrauchesTrends der Siedlungsentwicklung und desFlächenverbrauches in ÖsterreichHoher Flächenverbrauch: täglicher Flächenverbrauch in Ö. 11,5ha, davon 5haversiegelt (2006); bei starker regionaler DifferenzierungSteigender Wohnbedarf: Anstieg der durchschnittlichen Wohnfläche zwischen1990 und 2010 auf 43m² (+30%) (Amann et al. 2010)Entkoppelung der Bevölkerungszahl von der Wohnfläche: Anstieg derWohnbevölkerung seit 1961: 15%, Anstieg der Ein-/Zweifamilienhäuser:85% (Statistik Austria 2002)Dominierende Bauform: Zunahme des Wohnungsbaubestandes zu 85%Ein-/ bzw. Zweifamilienhäuser: 85% (Statistik Austria 2002)


Steuerung des FlächenverbrauchesProblemstellung: Diskrepanz zwischen Planungs-/Politikzielen und der RealitätWas sind die Ursachen?1.) Zersiedlung ist die räumliche Manifestationgesamtgesellschaftlicher Entwicklungstrends (Entwicklung imEinzelhandel, Wunsch nach „Haus im Grünen“, „Autogesellschaft“)2.) Vermittlungs- und Kommunikationsproblem (Wie ist Nachhaltigkeit imSinne der Siedlungsentwicklung zu definieren bzw. objektivierbar? Wie kann„Raumsensibilität“ geschaffen werden? Welche Instrumentarien benötigt diekommunale Politik zur Umsetzung?)3.) Keine Kostenwahrheit der Siedlungsentwicklung (Welche Errichtungs- undFolgekosten bestehen für die öffentlichen Haushalte? Welche Kosten für dieprivaten Haushalte?)


Steuerung des FlächenverbrauchesUmsetzungsstrategien der nachhaltigenRegionalentwicklung auf der kommunalen EbeneGemeinden: zentrale raumordnerische Umsetzungsebene in ÖsterreichProblemfelder der Umsetzung:- Ordnungsplanung stattEntwicklungsplanung- Übergeordnete raumordnerischeZiele treten in den Hintergrund- fehlende Partizipationsstrategien- Überzeugungsstrategie stattMachtposition(vgl. Dosch 2006, Keiner 2005,Marik-Lebeck 2005,Malburg-Graf et al. 2007, ) Örtliche Raumplanung mussals Governance-Prozessverstanden werdenUmsetzung übergeordneter Zielgrößen in der RaumordnungQuelle: Musil & Pindur 2011


Steuerung des FlächenverbrauchesUntersuchungsregion:Biosphärenpark Wienerwald- „hot-spots“ der Suburbanisierung imWiener Umland, seit den1960erJahren- Ausgeprägte Heterogenität derSiedlungsentwicklung- 25,4% der Wohnungen nach 1981errichtet, rund 88% EF-Häuser- bauliche Überprägung derKleingemeindenBevölkerungsveränderung1961–2004absolut in1.000relativWien - 1 - 0,1Niederösterreich 196 14,2NÖ-Wien-Umland 174 37,1Umland-Rest 94 36,0Wienerwald 80 38,5NÖ-Rest 22 2,4Quelle: Musil & Pindur 2011


Steuerung des FlächenverbrauchesMethodik und Daten „Baulandumhüllende“ (2005)NÖ – Raumordnungsgesetz= als Bauland gewidmet Fläche von 123,8 km², entsprichtca. 10 % der Fläche desUntersuchungsgebiets Ermittlung des Bebauungsgrades inder DKM anhand vonLuftbildauswertungQuelle: Musil & Pindur 2009


Steuerung des FlächenverbrauchesErgebnisse (1): Baulandreserven undWachstumspotential 24,1% Anteil derBaulandreserven,42 % der Reserveflächen befindensich in 8 Gemeinden relative Anteile zeigen eine zentralperiphereAbfolge von der Kernstadtaus Lokalisationskoeffizient zeigtüberproportionale Reserveflächen imWesten Wachstumspotential:Extrapolation des potentiellenBevölkerungswachstum:80.600 Personen= Wachstum der letzten 40 Jahre= 30 % der derzeitigen Bev-ZahlQuelle: Musil & Pindur 2011


Steuerung des FlächenverbrauchesErgebnisse (2): Wie sollen Baulandreserven genutzt werden?Methode der ABC-StandortplanungGrundidee: Verknüpfung derFlächenwidmungsplanung mit derVerkehrsplanung Betriebsstandorte werden nach ihrerErreichbarkeitsqualität klassifiziert, ebensodie NutzungenA-Standort: Knotenpunkt desSchienenverkehrsB-Standort: einfache Haltepunkte desSchienenverkehrsC-Standort: AutobahnanschlussQuelle: Musil & Pindur 2011


Steuerung des FlächenverbrauchesErgebnisse (2): Wie sollen Baulandreserven genutzt werden?Adaptierte ABC-StandortplanungGrundidee: Verknüpfung derBebauungsform/Nutzungsdichte mitErreichbarkeitskriterien Wohnstandorte werden nach ÖPNV-Versorgung und Lage im WohngebietbewertetKriterien:(1) Erreichbarkeit des hochrangigen ÖPNV(2) bauliches Umfeld (Dichte,Bebauungsgrad)Quelle: Musil & Pindur 2011


Steuerung des FlächenverbrauchesErgebnisse (2): Wie sollen Baulandreserven genutzt werden?Ergebnisse der Klassifikation Anteil der „ungünstigen Parzellen“, in peripheren Streulagen liegt bei 19,6% Konzentration in Gemeinden mit hohen Anteil an Baulandreserven, in„peripheren Wienerwaldgemeinden“SiedlungskörperStandortA B CSummeFläche: >250ha,Dichte: >4000 Ew/km²4.608 2.005 2.164 8.777Fläche: 50-250ha,Dichte: 3000-4000 Ew/km²4.302 935 1.801 7.038Fläche:


Steuerung des FlächenverbrauchesFazit: Wie und mit welchen Argumenten kann das Konzept dernachhaltigen Siedlungsentwicklung umgesetzt werden? ABC-Methode als einfacher, nachvollziehbarer Bewertungsraster fürSiedlungsstrukturen und Baulandreserveflächen Governance-Tool, das Partizipation und Einbindung von Akteurenermöglicht; Sensibilisierung für raumrelevante Fragestellungen Operationalisierung von „Nachhaltigkeit“ in der Raumordnung;Antwort auf die Frage, was „gute“ und was „schlechte“Siedlungsentwicklung ist Thematisierung des Kostenarguments, sowohl für private (Mobilität)wie öffentliche (Infrastruktur) Haushalte;Argument: Flächeneffizienz = Kosteneffizienz

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