Schwache Beine, starker Wille - Menschen für Menschen

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Schwache Beine, starker Wille - Menschen für Menschen

NAGAYAMAGAZIN 4.09Nagaya heißt FriedenSCHWERPUNKT4 SCHICKSAL POLIOSchwache Beine, starker Wille8 BILDUNGSPROGRAMM ABC – 2015Wer lesen kann, beherrscht die Welt9 INTERVIEW MIT ALMAZ BÖHMWir wollen die Töchter Äthiopiensvor Leid bewahren


IMPRESSUMStiftung Menschen für Menschen –Karlheinz Böhms ÄthiopienhilfeBrienner Straße 46D-80333 MünchenTel.: (089) 38 39 79-0Fax: (089) 38 39 79-70E-Mail: info@menschenfuermenschen.orgwww.menschenfuermenschen.dewww.menschenfuermenschen.atwww.menschenfuermenschen.chSpendenkonto: 18 18 00 18Stadtsparkasse München(BLZ 701 500 00)Verantwortlich: Axel Haasis, JosefineKamm, Dr. Christian HochholdRedaktion: Astrid Merkl, Bernd HauserGrafisches Konzept, Layout:Steven Dohn, Bohm & Nonnen, DarmstadtDruck: Mediahaus Biering, MünchenFotos: HOMA-COM/Martin Hofer,Rainer Kwiotek, Peter RigaudTitelbild: Rainer KwiotekNagaya (Frieden) heißt das ersteMenschen für Menschen-Dorfin Äthiopien – ein Symbol dafür,dass Menschen für Menschen Hilfeauch als Friedensarbeit versteht.Das DZI-Spenden-Siegel bürgt für denzweckbestimmten, wirksamen und wirtschaftlichenUmgang mit Ihrer Spende.Wir wollen die Wälder unserer Welt erhalten.Diese Publikation ist auf ökologischproduziertem FSC-Papier aus nachhaltigerWaldbewirtschaftung gedruckt.EDITORIALLiebe Leserin, lieber Leser,in wenigen Wochen ist Weihnachten. Das Festder Liebe und der Freude. Vor allem die Kinderfiebern dem Heiligabend entgegen und hoffen,das eine oder andere Geschenk zu erhalten,das sie sich so sehnlich gewünscht haben.Doch diese Freude ist weltweit nur wenigenvorbehalten. In Äthiopien wären viele Kinderschon froh, wenn sie genug zu essen hättenund gesund wären. So auch die 15-jährigeAyalnesch, die sich auf allen Vieren fortbewegenmuss, weil sie mit drei Jahren an Kinderlähmungerkrankte. Doch sie geht zur Schuleund lernt fleißig, damit sie eines Tages Ärztinoder Richterin werden kann.Ist es nicht wunderbar, was dieses behinderteKind mit eisernem Willen und dem Glaubenan die Zukunft erreichen will? Ich wünscheder tapferen Ayalnesch und ganz vielen Kindernin Äthiopien, dass ihre Träume in Erfüllunggehen. Deshalb bin ich Ihnen, liebe Leserin,lieber Leser, dankbar für jede Spende, dieSie Menschen für Menschen zukommen lassen.Ich wünsche Ihnen friedvolle und besinnlicheFesttage und freue mich, wenn wir imneuen Jahr gemeinsam weiteren Kindern daswunderbare Geschenk der Hoffnung machendürfen.Herzlichst, IhrAxel HaasisGeschäftsführer der StiftungMenschen für Menschen DeutschlandTRINKEN –SO VIEL MAN WILLMenschen für Menschen hat die KleinstadtAlge im Projektgebiet Illubabor mit einer gutfunktionierenden Wasserversorgung ausgestattet.Auch der Almaz-Böhm-Kindergartenwurde mit fließendem Wasser ausgerüstet.„Was für eine Erleichterung“, sagt Kinder -garten leiterin Tsehai Tadesse. „Bisher klagtendie Kinder oft über Durst. Und bevor unsereStadt an die Versorgung angeschlossen war,brachten einige in ihren Trinkflaschen schmut -ziges Wasser aus Wasserlöchern mit – vielelitten unter Durchfall.“ Vor dem Einsatz derÄthiopienhilfe lebten die 16.000 Einwohnerder Stadt unter unmenschlichen Bedingungen:Weil alle anderen Wasserstellen versiegtwaren, standen sie drei Stunden täglich vorden beiden verbliebenen Brunnen und weitentfernten Tümpeln an, um dort ihre Kanisterzu füllen. Mit nur zwei Litern täglich musstejeder von ihnen auskommen. Menschen fürMenschen machte sich den sechs Kilometerentfernten Fluss zunutze, um eine Trinkwasser-Infrastrukturfür Alge zu schaffen: EinWehr leitet Wasser in einen Sammelbrunnen.Von dort wird es zu einem Reservoir auf eineAnhöhe gepumpt, in Becken gefiltert und dannin die Stadt geleitet. 100 private Wasseranschlüsseund 15 öffentliche Entnahmestellenstehen den Bewohnern heute zur Verfügung.Auch soziale Einrichtungen wie Schulen,die Gesundheitsstation und der Kindergartenbekamen eine eigene Versorgung. Für 120Mäd chen und Jungen ist es täglich ein neuesWunder, so viel trinken zu können, wie sienur wollen. Auch die Hygiene ist besser:Räume, Mobiliar und Spielsachen könnennun sauber gehalten werden.2


NACHRICHTEN WAS UNS BEWEGTDAS LASTTIERDER NATIONIn einem Land, in dem es nur wenige Landstraßengibt, nur steinige Pfade, sind Esel vielerortsdas einzige Transportmittel. „Ohne meine Eselkönnte ich nicht überleben“, sagt Bauer TaganuGirma, 23. Mit zwei Cousins, drei Eselstutenund zwei Fohlen ist er auf dem Heimweg insDorf Uddo, eine Autostunde nördlich der HauptstadtAddis Abeba. Die erwachsenen Tiere sindmit riesigen, je 50 Kilogramm schweren Bündelnaus Gerstenstroh beladen, das die Bauernim Nachbardorf als Futter für die Rinder gekaufthaben. Die kleine Karawane zieht schnellenSchrittes über karge Wiesen, die so überweidetsind, dass das gelbe Gras kaum einen Zentimeterhoch ist. Ohne den Futtertransport würdenTaganus Kühe, unter deren Fell sich die Rippenabzeichnen, noch weniger Milch geben. AmRande von lokalen Märkten, auf denen Bauernihre Anbauprodukte feilbieten, stehen oft hunderteder Grautiere und warten auf die Rückkehrihrer Herren – mit hängenden Köpfen, geduldig,genügsam, schicksalsergeben: Der Esel ist einSymbol für das ländliche Äthiopien.DAS ZITAT„Am Ende wird die Geschichte unsnicht an dem messen, was wir sagen,sondern an dem, was wir tun.“KOFI ANNAN7. GENERALSEKRETÄR DER VEREINTEN NATIONEN (1997 – 2006)LEHRER VERBESSERNIHR ENGLISCHZum ersten Mal hat Menschen für Menschen einen Englisch-Fortbildungskurs fürLehrer organisiert. Insgesamt 128 Lehrerinnen und Lehrer aus den ProjektgebietenMidda und Derra nahmen an dem 35 Tage dauernden Training teil.Hintergrund für das Engagement der Äthiopienhilfe ist der häufig niedrige Ausbildungsstandardder Pädagogen. Sie haben kaum Arbeitsmaterialien und sindselbst nicht durch Lehrer mit englischer Muttersprache ausgebildet worden. Entsprechendniedrig ist das Niveau der Englischkenntnisse ihrer Schüler. Ziel desKurses war vor allem, die Ausspracheund die Konversations -fähigkeit zu verbessern. Die hochmotivierten Lehrer nahmen denKurs in den Schulferien wahr undverzichteten auf ihren Jahresurlaub.„Manche konnten zu Beginnnicht einmal einfachste Gesprächeführen“, sagt der Lehrer-AusbilderMohammed Ahmed. „Aber am Endedes Intensivtrainings hatten siebeachtliche Fortschritte erzielt undnahmen an Diskussionen in derFremdsprache teil.“ Jetzt werdenNur Übung macht den Meister:Lehrer trainieren Konversation auf Englisch.die Lehrer ihre neuen Kenntnissean ihre Schüler weitergeben.KINDERSTERBLICHKEITVon 1000 Kindern sterben noch vor ihrem ersten Geburtstag in ...ÄTHIOPIEN 81 Kinder.SPENDENBAROMETERDAS HABEN SIE BISHER MÖGLICH GEMACHT—– 7 Polikliniken –— 2.694 Hektar Auffors -t ungs gebiete — 65 Wasserreservoire — 9 Kindergärten—–— 95.407 holzsparende Öfen —–—3.727 unterstützte Aids-WaisenDeutschland 4 Kinder.QUELLE: CIA WORLD FACTBOOK3


Ayalnesch auf dem Hof der neuen Schule von Menschenfür Menschen in Shilafaf. Ihre selbst genähte Schultascheträgt sie im Nacken.4


REPORTAGE SCHICKSAL POLIOSCHWACHEBEINE,STARKERWILLEAyalnesch Mohammeds Beine sind gelähmt.In ihrem schweren Alltag hält sich die15-Jährige an einem Traum fest: „Ich möchteÄrztin werden.“ Ehrgeizig lernt sie jedenTag. Menschen für Menschen hilft ihr dabei.Mittel aus dem Sozialfonds der Stiftungerleichtern Ayalnesch die Schulbildung.Das Porträt einer Kämpferin.VON BERND HAUSER · FOTOGRAFIE RAINER KWIOTEKDie wenigen Europäer, die in die ProvinzJamma im äthiopischen Hochland kommen,tragen Trekking- oder Bergschuhe. Die Wegesind nicht besser als Wanderpfade in den Alpen.Überall liegt Geröll. Aus dem zementhartgetrockneten Lehm ragen spitze Steine.Im Dorf Shilafaf lebt Ayalnesch Mohammed,ein Mädchen von 15 Jahren. Sie benutztvier Schuhe gleichzeitig, um sich fortzubewegen.Nicht nur an den Füßen hat sie ein Paarbillige Slipper aus Kunststoff. Auch die Händehat sie in Plastiklatschen gesteckt.Ayalnesch bewegt sich auf allen Vieren fort.Die Plastikschuhe an den Händen sollen sie vorStaub, Unrat und den spitzen Steinen schützen.An den Handballen hat sie dicke Hornhaut.Ihre Körpermitte streckt sie nach oben. Sielegt den Kopf ganz in den Nacken, um sehenzu können, wohin sie geht. Ihr Gesicht ist konzentriertund unbewegt. Mühsam arbeitet siesich voran.Ayalnesch hat gehört, dass es in anderenTeilen der Welt Stühle gibt, an die Räder montiertsind und mit denen sich Menschen mit einemHandicap ohne viel Mühe fortbewegenkönnen. Aber gesehen hat sie einen Rollstuhlnoch nie.Sie wird von vielen gesunden Gleichaltrigenüberholt, die denselben Weg haben wie sie. ImNacken balanciert das Mädchen eine selbstgenähte Tasche. Darin liegen ein paar Bücher,Hefte und Stifte: Ayalnesch ist unterwegs zurSchule.DIE BEINE GEHORCHEN NICHT MEHRDie Strecke von ihrer Hütte zu der von Menschenfür Menschen neu erbauten Schule beträgtnur rund 250 Meter. Ayalnesch und ihreMutter Ayeletsch bezahlen für ihre finstere,ein räumige Behausung einen Euro Miete imMonat. Sie haben sich für diese entschieden,weil sie so nahe an der neuen Schule liegt. FürAyalnesch zählt jeder Meter Schulweg.Früher sprang sie herum wie alle anderenKinder auch. Aber im Alter von etwa drei Jahrenwurde sie plötzlich krank. Sie fühlte sichschwach. Plötzlich machten die Beine nichtmehr, was sie ihnen befahl. Die Lähmung verringertesich über die Jahre kaum. „Ich kannmeine Beine nur ein kleines bisschen streckenund beugen“, erklärt sie. „Beim linken Beinist es noch schlimmer als beim rechten.“Sie weiß nicht, warum ihre Glieder nicht„ZUM THEMADR. ASNAKE WORKUGESUNDHEITSEXPERTEVON MENSCHEN FÜR MENSCHENStellen Sie sich vor, in IhrerFamilie, Ihrer Nachbarschaftgeschieht einem Kind undseiner Familie ein großes Leid.Das Kind erkrankt an Polio –und ist lebenslang verkrüppelt.Ein anderes bekommt dieMasern – und stirbt. In Europasind solche Schicksale dankeines funktionierenden Ge sundheitssystemsmittlerweile sogut wie ausgeschlossen. In Äthiopiendagegen sind sie Alltag.Das liegt nicht daran, dass dieImpfstoffe fehlen würden. DieHerausforderung ist, dass siealle Kinder erreichen. Menschenfür Menschen organisiertdeshalb verstärkt große Impfkampagnen.ProfessionelleMitarbeiter sorgen mit lokalenHelfern dafür, dass auch dieEltern in weit abgelegenen Dör -fern mobilisiert werden, ihrenNachwuchs gegen die gefähr -lichen Kinderkrankheiten impfenzu lassen. Denn jedes Kindhat ein Recht auf Gesundheit.“5


Nachdem sich Ayalnesch vor der Hütte das Gesicht gewaschen hat,macht sie sich auf ihren beschwerlichen Schulweg.mehr funktionieren. Von einer Krankheitnamens Polio hat sie noch nie gehört.Polio, auch Kinderlähmung genannt, ist eineViruserkrankung, die in anderen Teilen der Weltschon fast vergessen ist. Die Weltgesundheitsorganisationhat Europa im Jahr 2002 zur „poliofreienZone“ erklärt. Vorausgegangen warengroße Impfkampagnen. Viele Ältere werdensich noch an einen einprägsamen Slogan ausden Sechzigerjahren erinnern: „Schluckimpfungist süß. Kinderlähmung ist bitter.“ WäreAyalnesch also in Europa zur Welt gekommen,hätte ihre Mutter sie als Kleinkind zum Arzt gebracht,und sie hätte nicht erfahren müssen,was es heißt, behindert zu sein.Früher lebte Ayalnesch mit ihrer Mutter ineinem Dorf im Tiefland. Fast jeden Tag hänseltendie Mitschüler sie. „Sie machten die Artnach, wie ich gehe“, erinnert sie sich. Trotz desHohns der Mitschüler versteckte sie sich nicht.„Ich dachte mir: Wartet nur, eines Tages werdeich groß und wichtig sein“, sagt Ayalnesch:Wer zuletzt lacht, lacht am besten.ENDLICH WENIGER SPOTTDie ersten vier Jahre der Grundschule schlosssie als Beste der Klasse ab. In ihrem Dorf gabes keine weiterführende Schule. Um die fünfteKlasse besuchen zu können, mietete ihre Mutterein Pferd für Ayalnesch und zog mit ihrnach Shilafaf.Hier wird sie weniger häufig gehänselt.Dafür sorgen die Lehrer. „Manchmal werdeich sogar bevorzugt“, sagt Ayalnesch, „Ichbekomme bei Klassenarbeiten die Aufgabemeist als eine der Ersten ausgeteilt.“ Manchmalbekommt sie von der Schule ein neuesHeft oder Stifte geschenkt.Die Lehrer wissen, wie arm Ayalneschs Mutterist. Sie hat kein Land, also auch nicht dieMöglichkeit, Gemüse oder Getreide anzubauen.Sie flicht Nachbarinnen die Haare zu kunstvollenZöpfchenfrisuren, dafür bekommt siezwei Birr pro Kundin, das sind umgerechnetetwa 13 Eurocent, auch in Äthiopen ein viel zugeringer Lohn, um davon leben zu können.Anfang des Jahres wurde Menschen fürMenschen auf die Situation von Mutter undTochter aufmerksam. Seither bekommen siefinanzielle Unterstützung aus dem Sozialfondsder Äthiopienhilfe. Mit diesem Fonds hilft Menschenfür Menschen den Ärmsten der Armen.Ohne diese Mittel würden manche Senioren,die keine Angehörigen haben, buchstäblichver hungern. Vor allem werden Waisenkinderund besonders arme Schülerinnen und Schülergefördert.EIN LEBEN IN WÜRDEAyalnesch erhält demnächst einen robustenRollstuhl, mit dem sie auf den schlechten Wegenihrer Heimat besser vorankommt. Außerdemsoll sie in einem einwöchigen Kurs in einemstaatlichen Orthopädiezentrum den Gangmit Krücken üben.Im Schnitt beträgt die finanzielle Hilfe, dieBedürftige aus dem Sozialfonds erhalten, etwa10 bis 14 Euro pro Monat – bereits dieserrelativ kleine Betrag sorgt dafür, dass die Betroffenenein Leben in Würde führen können.Ayalnesch ermöglicht die Unterstützung, dasssie weiter zur Schule gehen kann, statt ihrerMutter beim Frisieren der Nachbarinnen helfenzu müssen und damit ihre ZukunftsperspektiveAyalnesch und ihre Mutter Ayeletsch gehören zu den Ärmsten der Armen.Deshalb unterstützt Menschen für Menschen sie aus dem Sozialfonds der Stiftung.6


REPORTAGE SCHICKSAL POLIOMACHEN SIE MEDIZINISCHE HILFE ERREICHBAR!„Wie bei uns in Europaist auch in Äthiopien Gesundheitdas Wichtigste.Doch dort teilen sich42.500 Menschen einenArzt 1 . Wir müssen unsfür eine menschenwürdigeVersorgung einsetzen!“KARLHEINZ BÖHMEinfache Impfungen schützen Kinder in Äthiopien vorschweren Krankheiten und Behinderung. Helfen Sie mit,den Kleinen lebenslanges Leiden zu ersparen!Jedes achte Kind stirbt in Äthiopienvor seinem fünften Lebensjahr. Unzähligeandere sind mangels Vorsorge schwerstbehindert und chronisch krank. In denGesundheitsstationen, Polikliniken undSpitälern von Menschen für Menschenfinden große Impf-Aktionen statt, umKleinkinder vor Polio, Tuberkulose, Diphterie,Keuchhusten, Masern, Hirnhautentzündung und Tetanus zu schützen. Wirbitten Sie herzlich um Ihre Spende für Kindergesundheit in einem der ärmsten Länderunserer Welt.In dankbarer Verbundenheit, IhreSO EINFACH IST ES ZU HELFEN!Unterstützung sozial benachteiligterMenschen pro Monat: 10 EuroImpfung gegen sieben oft tödlicheKrankheiten für 15 Kinder: 50 EuroFortbildung für zehn Gemeinde-Gesundheitsberater: 250 EuroSpendenkonto: 18 18 00 18Stadtsparkasse München BLZ 701 500 001 QUELLE: ÄTHIOPISCHES GESUNDHEITSMINISTERIUMzu verlieren. „Ich liebe die Schule“, sagt sie.„Der Unterricht wird mir helfen, einmal unabhängigzu sein.“ Ärztin wolle sie werden, sagtsie. Viele junge Äthiopier träumen von diesemangesehenen Beruf. Aber Ayalnesch hat einenganz besonderen Grund: „Mir hat damals niemandgeholfen, als meine Beine plötzlich gelähmtwaren. Ich möchte, dass es anderenbesser ergeht.“Wird sie es schaffen, ihr Dorf zu verlassenund in der Stadt Medizin zu studieren? „Ja!“,sagt Ayalnesch. Die Antwort kommt schnell.„Ich war immer eine der Besten in der Klasse!“,betont sie: Manchmal sind Träume überlebenswichtig.EINSATZ FÜR GERECHTERE WELTAußer ihr und ihrer Mutter glaubt wohlniemand in Shilafaf daran, dass Ayalnesch esbis zur Ärztin schafft. Die Konkurrenz um rareStudienplätze ist gewaltig. Weder Gebäudenoch Transportmittel sind behindertengerechtin Äthiopien. Was, wenn sie ihr Ziel nicht erreicht?Ayalnesch überlegt lange auf die Frage,als hätte sie noch nie über eine Alternativenachgedacht. „Dann möchte ich Richterin werden“,sagt sie schließlich, und man versteht,dass sich für sie diese beiden Berufe nichtsonderlich unterscheiden. In beiden bekämesie endlich von allen Respekt. Und in beidenBerufen könnte sie sich einsetzen für eine gerechtereWelt.Mit nur 50 Euro ermöglichenSie eine Impfung für 15 Kinder.7


HINTERGRUND BILDUNGSPROGRAMM ABC – 2015Der Lerneifer in den unteren Klassen ist groß.Doch zu häufig fehlt es an weiterführenden Schulen.Die Schule im abgelegenen Asandabo führt nur bis zur sechsten Klasse.Die meisten Kinder brechen ihre Ausbildung ab – auf Geheiß der Eltern.„Sie verlieren jede Chance im Leben“, sagt Direktorin Sadia Shafi.Der Eingang zum Gelände der Grundschulevon Asandabo im Projektgebiet Nono Selleführt durch einen Schilderwald. „Die Schule istein Garten und die Lehrer sind die Gärtner“,steht auf einer Blechtafel. „Bücher sind Wissenspakete“,auf einer weiteren. Und: „Werlesen kann, beherrscht die Welt.“„Wir wollen die Eltern aufrütteln“, erklärt SadiaShafi: „Sie müssen verstehen, wie wichtigSchule ist.“ Die 25-jährige Direktorin ist einevon vielen jungen Lehrerinnen, die ihre Klassenfür das winzige Monatsgehalt von 30 Euro entgegenallen Schwierigkeiten mit erstaunlichemEngagement ausbilden.Die Direktorin beklagt sich nicht über diearmselige Ausstattung der Schule, auch nichtüber die nackten, schiefen Lehmwände in denUn terrichts-Hütten. Sie beschäftigen größereSorgen:„Wir sind keine komplette Grundschule,wir haben keine Räume für die Klassen 7 und 8.“Haben ihre Schüler die 6.Klasse absolviert, müs -sen sie jeden Tag zwei Stunden Weges durchdie Savanne zurücklegen,um zur nächsten Schulezu gelangen, an der es eine 7. Klasse gibt.Die Kinder sind lange unterwegs – in dieserZeit können sie ihren Eltern nicht auf dem Feldhelfen. Auch deshalb nehmen viele Väter ihreSöhne von der Schule. Andere fürchten vor allem,ihre Töchter könnten von wilden Tierenangefallen oder von Männern entführt werden.Der Lerneifer der Kinder in den unteren Klassenbricht der Direktorin deshalb fast das Herz:„Es ist bitter, wenn gute, fleißige Schülerinnenund Schüler keine Möglichkeit haben, höhereKlassen zu besuchen.“ Ohne Schulabschlusskeine Chance auf Berufsbildung: Das gilt auchin Äthiopien.ZUKUNFT SELBST GESTALTENIm Rahmen der Initiative „ABC – 2015“ schließtMenschen für Menschen die größten Lückenim äthiopischen Bildungssystem. Im erstenHalbjahr 2009 konnten in ländlichen Regionenzehn neue Schulkomplexe gebaut werden, biszum Jahresende sollen 19 Grund- und weiterführendeSchulen, die sich im Bau befinden,fertig gestellt werden. 144 Lehreinrichtungenerhalten zusätzlich eine Bibliothek und Solaranlagenfür eine autarke Stromversorgung.„Mit ‚ABC – 2015‘ fördern wir nicht nurdie Alphabetisierung – wir ermöglichen denMenschen, ihre Zukunft selbst zu gestalten.Damit helfen wir der gesellschaftlichen undwirtschaftlichen Entwicklung des Landes“, soAlmaz Böhm.„Unsere Kinder haben eine Chance verdient!“Helfen Sie der Äthiopienhilfe!Das Programm „ABC – 2015“ will die Bildungsarbeit der Stiftung weiter verstärken.Damit die Kinder eine Chance auf ein besseres Leben bekommen:www.menschenfuermenschen.de > Projekte > ABC – 20158


INTERVIEW ALMAZ BÖHMWIR WOLLEN DIE TÖCHTERÄTHIOPIENS VOR LEID BEWAHRENMenschen für Menschen kämpft für die Besserstellung der Mädchen und Frauen.Ein Interview mit Almaz Böhm.INTERVIEW: ASTRID MERKLFrau Böhm, wie ist die Situation der Frauen in Äthiopien– speziell im Hinblick auf schädliche Traditionen?Seit einigen Jahren sind die Frühverheiratung und die Beschneidungvon Mädchen unter Strafe gestellt. Doch diesist noch immer nicht in alle entlegenen Regionen vorgedrungen.Das bestehende Rollenverständnis und der mangelhafteBildungsstand der Mädchen und Frauen bedingen,dass nur wenige dagegen aufbegehren und für ihre Rechtekämpfen.Die Frauen leiden ihr Leben lang an den Folgen –körperlich und seelisch. Was tut die Stiftung Menschenfür Menschen?Die Abschaffung dieser grausamen Bräuche hat höchstePriorität: Wir führen große Aufklärungskampagnen durch,um Eltern vor nicht wiedergutzumachenden Fehlern undihre Töchter vor sinnlosem Leid zu bewahren. Auch unserBeitrag zum Ausbau des Bildungssystems ist in diesemZusammenhang sehr wichtig: Um bereits Kinder zusen sibilisieren, hat das Thema „Umgang mit Traditionen“heute einen festen Platz in den Aufklärungskampagnen derSchulen. Die Schüler lernen, zwischen guten Traditionen,wie Kunst oder Musik, und schlechten, wie der Beschneidung,zu unterscheiden. Mit Theaterstücken bringen dieSchülerinnen und Schüler diese Botschaften in die Dörfer– und ins Gespräch.Den größten Anteil der Kinder, die nicht zur Schulegehen, stellen die Mädchen. Warum ist das so?Sie haben zahllose Pflichten, müssen Wasser heranschleppen,Feuerholz sammeln, jüngere Geschwister betreuen.So geraten sie in eine ausweglose Lage: Wenn die Mädchen– nicht zuletzt aufgrund der frühen Verheiratung – keineSchulbildung erhalten, wird ihnen die Möglichkeit auf einunabhängiges Leben verbaut.Almaz Böhm kämpft dafür, dass die Frauen in ihrer äthiopischenHeimat Respekt und Unabhängigkeit gewinnen.Haben diese Mädchen später eine Chance,sich selbst zu ernähren?Für unverheiratete, verwitwete und geschiedene Frauen istdas schwer. Oft schaffen sie es körperlich nicht, selbst zupflügen und haben keine Verwandten an der Seite. Dannmüssen sie ihr Land von Anderen pflügen lassen und einengroßen Teil der Ernte dafür abgeben. Viele sichern ihrenUnterhalt durch Niedrig-Lohnarbeit oder Holzverkauf: Nurso können sie überleben. Ihnen bietet Menschen für Menschendie Teil nah me an Kreditprogrammen an. Mehr als14.000 Frauen erhielten Kapital für eine Existenzgründung,wie einen kleinen Getreidehandel oder Gemischtwaren -laden. Sie alle gewannen Unabhängigkeit und Respekt –auch seitens der Männer.FRAUEN IN ÄTHIOPIENLebenserwartung:58 JahreArbeitstag:12 – 14 StundenKinderzahl: 5,8Alphabetisierungsrate (über 15-Jährige): 22,8 %Was sind die Gründe für schädliche Traditionen?Wie fördert Menschen für Menschen Frauen in ländlichen Regionen?Informieren Sie sich: www.menschenfuermenschen.de > Projekte > Frauen9


MENSCHEN FÜR MENSCHEN DEUTSCHLANDTOPMODEL SARA NURU BESUCHT ÄTHIOPIEN –AUS IHREM REISETAGEBUCHEine Woche lang war Sara Nuru alsBotschafterin der Jugendinitiative‚Generation ABC – 2015‘ in Äthiopienunterwegs. In ihren persönlichenAufzeichnungen schildert sie dieEindrücke ihres Besuchs.Samstag/Sonntag 5./6.9.2009Nervosität – Was erwartet mich??? Ein langerFlug nach Äthiopien! Vom Flugzeug raus und:Der Geruch von Gewürzen, Holzkohle! Erinnertmich sofort wieder an meine letzte Reise in dasHeimatland meiner Eltern im Jahr 2002!Am nächsten Morgen geht es erneut zumAirport. Wir haben einen einstündigen Flug voruns, von der Hauptstadt im Zentrum Äthiopiensnach Jimma im Südwesten. Dann siebenlange Stunden Autofahrt nach Mettu, der Bezirkshauptstadtder Region Illubabor. Es gibtnur eine Straße. Sie ist nur zum Teil asphaltiert.Entlang der Straße sind unendlich viele Menschen,das Leben spielt sich primär im Freienab. Links und rechts sieht man immer wiederDörfer. Es gibt kaum Müll! Offensichtlich wirdjedes Material verwendet, um die Hütten zubauen und auszustatten. Man sieht deutlichdie Armut der Menschen. Viele tragen völligzerfetzte Kleidung, viele haben keine Schuhe.Montag 7.9.2009Heute haben wir viel vor! Am Morgen fahrenwir ins Mettu-Karl-Hospital – ein ehemals völligheruntergekommenes Krankenhaus, das vonMenschen für Menschen saniert und ausgebautwurde. Der Wartebereich der Klinik ist vollvon Patienten, die sich ambulant behandelnlassen. Mir wird erklärt, dass das Hospital einEinzugsgebiet von 2,5 Millionen Menschen hat!Viele sind tagelang beschwerlich unterwegs,um es zu erreichen. Wir besuchen die Geburtshilfestationund lernen ein Mädchen kennen,das 17 Jahre alt ist und vor drei Tagen ihr erstesBaby bekommen hat. Das Mädchen wurdefrüh verheiratet. Hätte ihr Vater sie nicht in dieKlinik gebracht, erzählt uns die Ärztin, hättensie und das Kind die Geburt nicht überlebt.Generation ABC – 2015ist das neue Jugendprojekt der Stiftung Men schen für Menschen. Es ruft Schulklassen aus ganzDeutschland dazu auf, mit kreativen Ideen, Aktionen und Veranstaltungen Spenden für den Bauneuer Schulen in Äthiopien zu sammeln. Junge Botschafter des Projekts sind Topmodel SaraNuru, die Rockband Killerpilze sowie MTV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf.Am Nachmittag werden wir im Abdii Borii ChildrensHome, einem Waisenhaus in Mettu, sowundervoll empfangen! Die Kinder singen undklatschen. Ich bin so gerührt! Ohne Berührungsängstenehmen uns immer wieder unterschiedlicheKids an der Hand, bringen uns aufihren großen Spielplatz. Das Gelände wirkt inder staubigen Stadt wie eine Oase! Abdii Boriiheißt „Hoffnung auf Morgen“. Seit meinem Besuchim Waisenhaus weiß ich: Die Kinder hierhaben eine bessere Zukunft!Dienstag, 8.9.2009Früh am Morgen brechen wir in Richtung Degeleauf. Nach dem gestrigen Tag kann ich mirnicht vorstellen, dass der Besuch im Abdii BoriiKinderheim noch durch irgendetwas zu toppensein könnte. Wir besuchen die Schule in Degele.Über eine riesige Wiese folgen mir tausendeMenschen, tanzend und singend. Beim Anblickdes Gebäudes ist die Freude über den tollenEmpfang in mir schlagartig verflogen:DAS soll eine Schule sein? Ein einfachst ausHolz und Lehm erbautes Haus, ohne Fenster,ohne Licht, ohne Bänke! Morsche Bretter aufPflöcke gelegt, die man zu siebt teilen und versuchenmuss, darauf zu schreiben?! Eine alte,an zwei Stellen eingerissene Tafel, die dennochvon drei Klassen geteilt und immer weitergereichtwird, wenn im Unterricht eine benötigtwird! So kann kein Mensch sinnvoll lernen!Ich nehme mir vor, diesen Kindern zu helfenund gemeinsam mit Menschen für MenschenSpenden für den Bau einer neuen Schule in Degelezu sammeln.NOCH MEHR INFOS?Lesen Sie das komplette Reisetagebuchvon Sara Nuru auf unserer Jugendwebsitewww.IchwillGerechtigkeit.de oder fordernSie den Kurzfilm zur Reise als DVD an:sara.nuru@menschenfuermenschen.org10


SPENDER UND UNTERSTÜTZER GEBEN MACHT GLÜCKLICHNERVEN WIE DRAHTSEILE –UND EIN WELTREKORD FÜR DEN GUTEN ZWECKFREUDEUND ZUKUNFTSCHENKENDie Summe aller ungeliebten Geschenke,die jedes Jahr unter deutschen Weihnachtsbäumenlanden, beträgt fast eineMilliarde Euro, so eine Umfrage vonTNS Infratest. Besonders unbeliebt beiMännern ist Kleidung, Frauen freuensich am wenigsten über Haushaltsgeräte.Sie möchten die ungeliebten Klassikervermeiden und gleichzeitig Gutes tun?Eine Geschenk-Spende hat doppeltenWert: Sie ist etwas besonderes für IhreLieben und schenkt nachhaltig Hilfein einem der ärmsten Länder der Welt.Schenken Sie doch einmal sauberesWasser für fünf Menschen (50 Euro)oder Grundschulbildung für zwei Kinder(100 Euro)!Eine Spenden-Urkunde zum verschenkenerhalten Sie von Menschen für Menschen.Freddy Nock, der beste Hochseilartist der Welt,machte seinem Ruf alle Ehre: Ohne jegliche Sicherung,nur mit einer 20 kg schweren Stangezum ausbalancieren, lief er auf dem fünf Zentimeterdünnen Stahlseil der Gondelbahn aufdie Zugspitze.In knapp 50 Minuten brachte er die 995 Metermit einer Steigung bis zu 56 Prozent vonder Gletscherstation zur Bergstation hintersich. Mit der spektakulären Aktion auf über2.500 Metern Höhe schaffte er den Weltrekord.Doch bei dem wagemutigen Balanceakt ginges ihm nicht nur um persönliche Bestleistung:Jeder gelaufene Meter half, Spenden zu sammeln.Es kamen 13.349 Euro für das Bildungsprogramm„ABC – 2015“ von Menschen fürMenschen zusammen. „Als vierfacher Vaterbin ich natürlich glücklich, dass meine Kindereine Schulausbildung genießen. Mädchen undJungen in Afrika können oft nicht zur Schulegehen, weil sie keine haben. Ich unterstützeMenschen für Menschen, damit in ÄthiopienSchulen gebaut werden“, so Nock über seineMotivation. Danke, Freddy!Tel.: (089) 38 39 79 - 68Mehr Information: www.freddynock.chwww.proethiopia.deHaben Sie schon einmal äthiopischenHonigwein probiert? Diesen gibt esneben Büchern, CDs, und vielen anderenProdukten und Geschenkideenbei ProEthiopia e.V.Mit dem Kauf jedes Artikels unterstützenSie die Stiftung Menschenfür Menschen.Hier erhalten Sie den neuen Gesamtkatalog:info@proethiopia.de oder Tel.: 06131-50557524 ÜBERRASCHUNGENONLINE-ADVENTSKALENDER FÜR EINESCHÖNE VORWEIHNACHTSZEITAb dem 1. Dezember gibt esauf der Homepage von Menschenfür Menschen einen besonderenOnline-Adventskalendermit kleinen Geschichtenüber Äthiopien, lustigen Spielen,praktischen Tipps zu Weihnachten,einer Überraschungvon Karlheinz Böhm und vielemmehr. Spiel und Spaß, Schönes und Besinnliches – und etwas zugewinnen. Entdecken Sie hinter 24 Türchen jeden Tag etwas Neues.Machen Sie auch Ihre Freunde darauf aufmerksam:www.menschenfuermenschen.de11


Mein TagWONDWOSSEN ABAINE, 29KRANKENPFLEGER IN BORETSCHA„Ich liebe meine Arbeit,denn sie ist sehr befriedigend.Jeden Tag sehe ich Fortschritte,jeden Tag sorge ich dafür,dass es Menschen besser geht.“In Boretscha gibt es kaum Straßen. Aber mit meinem Geländemotorradkomme ich überall hin, bis in die entferntes -ten Winkel des Projektgebiets. In den Gesundheitsstationenwie hier im Dorf Togo Getema führe ich Impfkampagnen fürKinder durch. Viele Mütter wollen kein weiteres Baby mehr,weil es die Armut der Familie weiter verschärfen würde.Ihnen setze ich ein Verhütungsstäbchen in den Oberarmein, das drei Jahre lang vor Schwangerschaft schützt.Auf meinen Erkundungsfahrten bis zu den abgelegenstenGehöften kontrolliere ich, ob die Kinder wohlauf sind, undschule die Mütter in Gesundheitsvorsorge.Viele Kinder habenParasiten. Deshalb schaue ich mir auch die Schulenan, gebe den Lehrern Hinweise, wie sie die Hygienesituationverbessern können, und verteile Medizin gegen Wurmbefall,der durch verschmutztes Trinkwasser hervorgerufenwird. Ich bin sehr glücklich mit meiner Arbeit: Ich helfe denMenschen, gesund zu werden und gesund zu bleiben.Lesen Sie mehr über die Arbeit von Karlheinz BöhmsÄthiopienhilfe im Gesundheitssektor:www.menschenfuermenschen.de > Projekte > Gesundheit

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