Reisen! - alberta - das freiburger magazin für studierende
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<strong>alberta</strong><br />
Magazin <strong>für</strong> Studierende der Freiburger Hochschulen Gratis 06 2009<br />
Kühlschrank leeren,<br />
Tasche packen,<br />
Haustür zuziehen,<br />
<strong>Reisen</strong>!<br />
Ein Heft zum Abtauchen.<br />
plus:<br />
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Impressum<br />
Herausgeber<br />
Studentenwerk Freiburg<br />
Schreiberstr. 12–16<br />
79098 Freiburg<br />
und<br />
text & partner<br />
Möslestr. 21, 79117 Freiburg<br />
Redaktion<br />
Dietrich Roeschmann (V.i.S.d.P.),<br />
Peter Blöcher, Stephan Günther<br />
Mitarbeit an dieser Ausgabe<br />
Claudia Füßler, Thomas Goebel,<br />
Laura Ilse, Dirk Rohde<br />
Titelfoto<br />
Frank C. Müller, Baden-Baden<br />
Konzept & Layout<br />
text & partner<br />
Anzeigen<br />
Peter Blöcher, Tel. 0761.767 14 60<br />
Redaktionsanschrift<br />
<strong>alberta</strong> c/o text & partner<br />
Möslestr. 21, 79117 Freiburg,<br />
Tel. 0761.767 14-60/-52,<br />
<strong>alberta</strong>@textundpartner.de<br />
www.<strong>alberta</strong>-freiburg.de<br />
www.textundpartner.de<br />
<strong>alberta</strong> ist Mitglied der<br />
Stadtillustrierten GmbH,<br />
Karl-Liebknecht-Str. 29,<br />
10178 Berlin, Tel. 030 / 259 369-0<br />
Einem Teil der Auflage liegt eine Beilage<br />
des Studienkreis <strong>für</strong> Tourismus<br />
und Entwicklung e.V. bei.<br />
Liebe Leserinnen,<br />
liebe Leser,<br />
Inhalt 3<br />
es geht nichts über einen ausgiebigen Urlaub: die kompletten Semesterferien<br />
in den USA, eine zweimonatige Reise mit dem Rucksack kreuz und quer<br />
durch Australien, vier Wochen abhängen an irgendeinem Strand in<br />
Griechenland oder Spanien. Einfach drauflos fahren und Spaß haben – oder<br />
erst einen Sinn drin suchen und finden: Den Sprachurlaub, die Kultur – oder<br />
die Bildungsreise. Wie schrieb schon der Urvater der Reiseweltmeister: „Die<br />
beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf <strong>Reisen</strong>.“ Andererseits: Was<br />
hilft der gründlichste Vorsatz, wenn Zeit und Geld knapp sind? Auch hier hilft<br />
uns Goethe aus der Bredouille: „Warum in die Ferne schweifen ...?“ Deshalb<br />
haben wir <strong>das</strong> nahe Gute gesucht. Zum Beispiel die eigenen vier<br />
Wände (S. 18), in denen sich die Welt wohlig eingerichtet hat. Das Gute in<br />
Freiburg und drum herum zu entdecken, <strong>das</strong> ist <strong>für</strong> den Naherholung<br />
Suchenden per Zufallsreise (S. 13) genauso möglich wie mit akribischer<br />
Vorbereitung und Reiseführer-Lektüre (S. 12). Auch Kultur- und<br />
Bildungsreisende kommen ganz in der Nähe – auf halbem Weg zwischen<br />
Freiburg und Pisa – auf ihre Kosten. Wir haben getestet, wie viel Mailand<br />
in zehn Stunden (S. 7) zu entdecken ist. Gefunden, wie sich Billig<br />
reisen (S. 5) lässt. Und uns umgehört, wie man den Spieß gleich umdrehen<br />
kann: Geld verdienen beim <strong>Reisen</strong> (S. 8).<br />
Bis es jedoch los geht, helfen euch wie üblich der Infoticker des<br />
Studentenwerks (S. 17) mit News und Veranstaltungshinweisen <strong>für</strong> die<br />
MensaBar sowie <strong>das</strong> aktuelle Mensaplakat mit allen Sonderaktionen durch die<br />
urlaubsfreie Zeit. Und wer dann noch nichts mit sich anzufangen weiß, dem<br />
empfehlen wir einen Blick in unsere Juli-Ausgabe. In <strong>das</strong> Heft über den Sinn.<br />
Eure <strong>alberta</strong>
4<br />
Intro<br />
Nichts wie weg? Darin sind die Deutschen Weltmeister. Wie besessen<br />
reisen sie durch die Welt, um bloß keinen Sonnenstrahl und kein Urlaubsschnäppchen zu verpassen.<br />
1. Wer gibt im internationalen Vergleich am meisten Geld <strong>für</strong> <strong>Reisen</strong> aus? Die Deutschen. Mit 87 Mrd. US-Dollar ließen sie sich ihre Ferien 2008 soviel<br />
kosten, wie die Italiener, Russen und Japaner zusammen. Auf Platz zwei und drei folgten die Amerikaner (74,2 Mrd. Dollar) und die Briten (70,6 Mrd.<br />
Dollar). Quelle: Reisetudie 2008, Dresdner Bank<br />
2. In welchen Ländern lassen die Deutschen am meisten Geld?<br />
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.<br />
Spanien<br />
6,7 Mrd. Euro<br />
Österreich<br />
6,5 MMrd. Euro<br />
3. Welche Länder sind die beliebtesten und meist besuchten Urlaubsziele ausländischer Touristen?<br />
Italien<br />
5,8 Mrd. Euro<br />
Bertas Welt von Dirk Rohde<br />
Weißt du, Berta, manchmal denke ich, mein Leben ist ein einziger Tatort“,<br />
sagte Ali. „Wie meinst du <strong>das</strong>?“ „Na ja, aufstehen, lernen, essen,<br />
lernen – und abends reicht’s meist nur noch <strong>für</strong> die Glotze.“ „Dann fahr doch<br />
mal weg“, sagte ich. „Kein Geld“, meinte sie. „Muss ja nicht viel kosten,<br />
Hauptsache, du kommst mal raus hier.“<br />
Sparen kann man immer. Neulich war ich da wieder auf was gestoßen: „Bier<br />
am Bahnhof“. Da kann man nachlesen, wie viel wo welches Bier kostet,<br />
wenn man gerade um- oder aussteigt. Kann man immer brauchen. Du fährst<br />
zum Beispiel von Denver nach Salt Lake City.Wenn du jetzt in Fraser einen<br />
Zwischenstopp einlegst, gehst du einfach in den Crooked Creek Saloon<br />
(vom Bahnhof in den Ort, an der Kreuzung) und bist mit 2,20 Dollar <strong>für</strong> ein<br />
Bud dabei.<br />
„Groß oder klein?“, fragte Ali, als ich ihr davon erzählte. „Stand da nicht. Aber<br />
du trinkst doch sowieso kein Bier.“ „Doch. Früher wurde ich von meinen<br />
Freundinnen sogar ,Aldi-Ali‘ genannt, weil ich Bier nur bei Aldi gekauft hab’.<br />
War einfach am billigsten. Unschlagbar.“ Ali, du alte Schwäbin, dachte ich.<br />
Nicht <strong>das</strong>s es nicht sinnvoll wäre, ein bisschen aufs Geld zu schauen. Aber<br />
kennt ihr den Witz mit dem Fußballspiel in einem schwäbischen Dorf? Zur Seitenwahl<br />
wirft der Schiedsrichter eine Münze in die Luft. Folge: 200 Verletzte.<br />
Es heißt ja auch, Schwaben würden am liebsten mit Google Earth verreisen.<br />
Mach doch einfach ein bisschen Urlaub in Freiburg. Da sparst du zumindest<br />
die Reisekosten.“ „Aber hier kenn ich doch alles.“ „Denkst du?“,<br />
fragte ich. „Dann mach zum Beispiel mal Folgendes: Du fährst jeden Tag mit<br />
einer anderen Bus- oder Bahnlinie bis zur Endstation – und zurück gehst du zu<br />
Frankreich<br />
4,0 Mrd. Euro<br />
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.<br />
Frankreich<br />
78 Mio. Touristen<br />
Spanien<br />
58,5 Mio. Touristen<br />
USA<br />
50,9 Mio. Touristen<br />
China<br />
49,6 Mio. Touristen<br />
Türkei<br />
3,5 Mrd. Euro<br />
Italien<br />
37,5 Mio. Touristen<br />
Niederlande<br />
3,4 Mrd. Euro<br />
Großbritanien<br />
32,1 Mio Touristen<br />
USA<br />
2,8 Mrd. Euro<br />
Deutschland<br />
23,6 Mio. Touristen<br />
Schweiz<br />
2,6 Mrd. Euro<br />
Mexiko<br />
21,3 Mio. Touristen<br />
Polen<br />
2,2 Mrd. Euro<br />
Österreich<br />
20,3 Mio. Touristen<br />
Tschechien<br />
2,1 Mrd. Euro<br />
Türkei<br />
18,9 Mio. Touristen<br />
Fuß.“ „Und dann?“ „Na, du glaubst nicht, was du dabei so alles entdeckst und<br />
erlebst.“ „Was denn?“ „Na, du siehst zum Beispiel schon mal alles mit anderen<br />
Augen. Bewusster. Intensiver.“ „Das seh ich vom Balkon aus doch auch. Ne, da<br />
bleib ich lieber hier und kuck Tatort. Neulich habe ich denen ein Foto von mir<br />
geschickt. ‚Falls Sie mal ein paar neue Augen brauchen ...‘ Richtig langweilig<br />
finde ich nämlich den Vorspann.“<br />
„Vielleicht solltest du erst deine Mitte wiederfinden, Ali. Hast du schon mal balanciert?“<br />
„Auf einem Bein?“ „Nein, Slacking, meine ich.“ „Slacking?“ „Kennst<br />
du bestimmt.Von der Dreisam oder so. Lowline. Diese breiten Seile, die zwischen<br />
zwei Bäume gespannt sind und wo eigentlich nie jemand drauf läuft, aber<br />
immer viele drumrum stehen.“ „Und einer mit silbernen Kegeln jongliert und<br />
jemand anders sein Chi Richtung Wasser ausrichtet?“ „Ja. Aber <strong>das</strong> tut echt gut.<br />
Wenn du erst mal oben bleibst, fängt es ganz langsam an zu schwingen. Und<br />
dann immer schneller. Du pendelst quasi deine eigene Mitte aus.“<br />
Bist du immer noch auf deinem Buddha-Trip, Berta?“, fragte Ali. „Vi qua<br />
day co thich kg co muon di dau“, antwortete ich. „Hä?“ „Das war vietnamesich.<br />
Lerne ich gerade <strong>für</strong> den nächsten Urlaub. Da geh’ ich wandern. In<br />
Vietnam.Von Lao Cai bis Can Tho – einmal quer durch auf dem roten Pfad.“<br />
„Na dann viel Spaß. Ich muss übrigens noch schnell in die UB, ein Buch abholen.“<br />
„Setz dich wieder. Heute ist doch zu. Betriebsausflug.“ „Quatsch, da ist<br />
immer auf.“ „Wir können ja wetten.“ „Okay, Berta, um ein Bier am Bahnhof.“<br />
„In Freiburg?“ „Ne, lass uns <strong>das</strong> mit einem kleinen Ausflug verbinden. Hier,<br />
<strong>das</strong> hört sich gut an: Untergröningen, Gasthaus Lamm (Ortsmitte, 400 m vom<br />
Bahnhof), Lammbräu 0,5 l, selbstgebraut, 2,70 Euro. Und wenn du verlierst:<br />
Übernachten kann man da auch.“
<strong>Reisen</strong> Thema 5<br />
Billig reisen!<br />
Sommer, Sonne, Strand? Extrem-Sightseeing in einer<br />
Metropole? Oder lieber wochenlang <strong>das</strong> Landesinnere erkunden? So unterschiedlich<br />
die Reisepläne auch sein mögen, sie haben alle einen Haken: Urlaub kostet Geld.<br />
Bleibt die Frage: Geht <strong>das</strong> nicht billiger? Doch. Vorausgesetzt, ihr seid spontan, geduldig<br />
und kreativ. Denn die Paarung von großer Reiselust und kleinem Geldbeutel ist kein<br />
Hinderungsgrund, sondern eine Herausforderung. 10 Tipps <strong>für</strong> die Reise zum Mikrotarif.<br />
1. Last-Minute-<strong>Reisen</strong> Wer kein bestimmtes<br />
Ziel im Auge, sondern einfach nur Erholung<br />
im Sinn hat, <strong>für</strong> den ist der Klassiker der Schnäppchenreisen<br />
<strong>das</strong> Mittel der Wahl: Bei Last-Minute-<strong>Reisen</strong> liegt<br />
der Abflug innerhalb der nächsten 14 Tage – also nichts<br />
<strong>für</strong> Planer und all jene, die sich lange vorfreuen wollen.<br />
Grund zur Freude gibt es immerhin beim Preis, denn<br />
wer sich derart kurzfristig <strong>für</strong> einen Urlaubsort entscheidet,<br />
der kann sich oft schon <strong>für</strong> wenige hundert Euro<br />
zwei Wochen lang auf einer karibischen Insel die Sonne<br />
auf den Bauch scheinen lassen. Die größte Auswahl an<br />
Last-Minute-<strong>Reisen</strong> gibt es zweifellos im Internet, doch<br />
auch die realen Reisebüros haben entsprechende Angebote.<br />
Egal ob online oder im Laden: Unbedingt auf <strong>das</strong><br />
Kleingedruckte achten! Manchmal fallen noch Transferkosten<br />
vom Flughafen zum Hotel und zurück an, auch<br />
sind Frühstück oder Halbpension nicht automatisch im<br />
Schnäppchenpreis enthalten.<br />
2. Mitfahrzentrale Eine der besten Möglichkeiten<br />
überhaupt, um preisgünstig von A nach B zu<br />
kommen und sich gleichzeitig wenig Gedanken über<br />
den Weg machen zu müssen, ist, sich jemandem anzuschließen,<br />
der sowieso von A nach B fährt. Stichwort<br />
Mitfahrzentrale. Dabei teilen sich alle Mitfahrer die<br />
Kosten, man lernt bestenfalls noch nette Menschen<br />
kennen und spart sich <strong>das</strong> Umsteigen mit der Bahn.<br />
Klar besteht bei jeder Fahrt <strong>das</strong> Risiko, eher spaßfreie<br />
Mitmenschen oder – noch schlimmer – eine Laberbacke<br />
neben sich sitzen zu haben. Aber <strong>für</strong> den meist<br />
unschlagbaren Preis nimmt der Billigreisende auch <strong>das</strong><br />
in Kauf. In der Regel sammelt der Fahrer, der übrigens<br />
die Abfahrtszeit bestimmt, die Mitfahrer an einem zuvor<br />
vereinbarten Treffpunkt ein, am Zielort gibt es oft den<br />
Bringservice nach Hause. Das, was im Alltag so prima<br />
funktioniert, kann auch problemlos auf den Urlaub angewandt<br />
werden.<br />
3. Hospitality Club Konkurrenzlos billig<br />
ist eine Form des <strong>Reisen</strong>s, die sich auf den schönen alten<br />
Wert Gastfreundschaft besinnt und auch so heißt:<br />
Hospitality. Ein gleichnamiger Club hat sich vor neun<br />
Jahren gegründet und inzwischen rund 320.000 Mitglieder<br />
in mehr als 200 Ländern der Welt. Jedem, der sich<br />
kostenlos registriert, steht die Möglichkeit offen, bei einem<br />
anderen Mitglied irgendwo auf der Welt umsonst<br />
zu übernachten. Ob <strong>für</strong> eine Nacht oder eine Woche,<br />
wird jeweils individuell geklärt. Dabei trifft man mal auf<br />
Text: Claudia Füßler
6<br />
Thema<br />
herzliche Italiener, die einen gleich zur Stadtführung<br />
samt abendlichem Pastaessen bei Freunden mitnehmen,<br />
mal auf diskussionslustige Australier und auch mal auf<br />
eher schweigsame Zeitgenossen, die einfach nur Bett<br />
und Bad zur Verfügung stellen und den Gast sich selbst<br />
überlassen. Was nicht unpraktisch sein muss. Getreu<br />
dem Motto „Eine Hand wäscht die andere“ funktioniert<br />
der Hospitality Club nach dem Solidarprinzip Geben<br />
und Nehmen. Jedes Mitglied, <strong>das</strong> die Gastfreundschaft<br />
eines anderen nutzt, stellt idealerweise auch die eigene<br />
Couch <strong>für</strong> <strong>Reisen</strong>de zur Verfügung. Das ist natürlich<br />
kein Muss, schließlich hat nicht jeder reiselustige Student<br />
auch umgekehrt die räumlichen Möglichkeiten,<br />
um Gäste aufzunehmen. Die Idee der länder- und kulturübergreifenden<br />
Schlafgelegenheit hat Schule gemacht,<br />
neben dem Hospitality Club gibt es noch einige<br />
weitere Anbieter von Gastgeberdiensten.<br />
4. Arbeit gegen Urlaub Kein Geld in<br />
der Tasche, aber Nerven wie Drahtseile? Das sind die<br />
besten Voraussetzungen <strong>für</strong> einen Job als Animateur.<br />
Egal ob Ibiza oder Mallorca, Türkische Riviera oder<br />
Ägypten – die Gute-Laune-Macher werden überall gesucht<br />
und verdienen nicht schlecht. Und wer die Nörgeleien<br />
der Pauschaltouristen geduldig über sich ergehen<br />
lässt, kann die freie Zeit am Strand genießen. Gegen<br />
freie Kost und/oder Logis gibt es übrigens Arbeit auf der<br />
ganzen Welt: Kinderhüten auf einer Farm in Australien,<br />
Fische fangen in Griechenland oder Bergbauern in der<br />
Schweiz oder Italien unterstützen. Manche Einsätze<br />
werden von Umweltschutzorganisationen koordiniert,<br />
andere laufen vollständig über die Eigeninitiative der Arbeitgeber.<br />
Fast immer ist in dem Arbeitsprogramm Zeit<br />
eingeplant, um Land und Leute kennenzulernen. In vielen<br />
Ländern ist jedoch eine Arbeitserlaubnis nötig, darum<br />
sollte man sich rechtzeitig kümmern.<br />
5. Sparen vor Ort Wer bei der Anreise erfolgreich<br />
gespart hat, kann <strong>das</strong> Knausern am Urlaubsort<br />
fortsetzen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, naheliegend<br />
und doch oft ungenutzt. Ein paar Beispiele: Statt <strong>für</strong> eine<br />
Stadtrundfahrt mit dem Bus ein teures Ticket zu zahlen,<br />
einfach ein Tagesticket <strong>für</strong> <strong>das</strong> öffentliche Busnetz lösen.<br />
Die Linienbusse fahren ebenfalls alle Sehenswürdigkeiten<br />
an, <strong>das</strong> beliebige Ein- und Aussteigen ist hier genauso<br />
möglich. Einziger Unterschied: Man kriegt nix erzählt.<br />
Selber lesen macht schlau. Und von dem gesparten<br />
Stadtrundfahrtgeld ist ein anständiger Reiseführer allemal<br />
drin. So entspannend ein Strandurlaub sein kann,<br />
der mittägliche Besuch an der Imbissbude ist es meist<br />
nicht. Hier wird den Touristen in der Regel noch einmal<br />
ordentlich <strong>das</strong> Geld aus der Tasche gezogen, und der<br />
hungrige Mensch zahlt widerspruchslos. Sparreisende<br />
bauen vor und decken sich im Supermarkt mit Getränken,<br />
Brot und Käse ein. Viele Museen bieten zu bestimmten<br />
Zeiten oder sogar an ganzen Tagen kostenlosen<br />
Zugang zu ihren Ausstellungen. In Frankreich sind zum<br />
Beispiel alle staatlichen Museen am ersten Sonntag im<br />
Monat <strong>für</strong> alle gratis zu besichtigen. Wer vorab schon<br />
weiß, <strong>das</strong>s er sich viel Kultur antun möchte, der fährt oft<br />
günstiger mit dem City-Pass, der in vielen Städten angeboten<br />
wird und vergünstigte Eintrittspreise <strong>für</strong> Museen<br />
und andere Sehenswürdigkeiten bietet. Dass man sich,<br />
ganz egal in welchem Land, möglichst von Hauptstraßen<br />
und Touristenplätzen fern hält, wenn man gut und günstig<br />
speisen möchte, versteht sich von selbst.<br />
6. Fünf <strong>für</strong> eins Mit dem Baden-Württemberg-Ticket<br />
der Deutschen Bahn können fünf Personen<br />
einen Tag lang unbegrenzt mit den Nahverkehrszügen<br />
der Bahn und in fast allen Verkehrsverbünden fahren.<br />
Das Ticket kostet 28 Euro (am Automaten und im Internet,<br />
sonst 2 Euro Aufpreis), <strong>für</strong> Singles gibt es die 19-<br />
Euro-Variante.<br />
7. Abflug um die Ecke Der Euroairport<br />
Basel-Mulhouse ist per Bus bequem und günstig<br />
von Freiburg aus zu erreichen. Für Studenten doppelt<br />
praktisch: Zum einen gibt es einen Last-Minute-Schalter<br />
mit kurzfristigen, preisgünstigen Flügen, zum anderen<br />
startet der Billiganbieter Easyjet von hier aus zu derzeit<br />
19, vor allem europäischen Destinationen. Infos<br />
unter www.euroairport.com und www.easyjet.com/de.<br />
8. Kaufkraftreisen Nicht nur <strong>das</strong> Hinkommen,<br />
sondern auch <strong>das</strong> Dortsein strapaziert <strong>das</strong><br />
schmale Urlaubsbudget oft über Gebühr. Ein Urlaubsland<br />
mit geringen Lebenshaltungskosten muss also her.<br />
Oder eins, in dem die örtliche Währung dank Wirtschaftskrise<br />
nicht mehr ganz so stolz dem Euro gegenübersteht.<br />
Wie wäre es denn mal mit einem Trip nach<br />
Island, Ägypten oder Großbritannien? Und auch in Euroland<br />
selbst gibt es beträchtliche Unterschiede hinsichtlich<br />
der Kaufkraft. In Polen oder Tschechien zum<br />
Beispiel ist der Euro um einiges mehr wert als in<br />
Deutschland. Teuer nach wie vor: Österreich, Spanien<br />
und die Schweiz.<br />
9. Luma statt Hotelbett Für Wildromantiker<br />
und Sparfüchse ist die Camping-Variante europaweit<br />
machbar. Wo man seinen Schlafsack auf Isomatte<br />
oder Luftmatratze betten kann, erfährt man zum<br />
Beispiel auf der Internetseite www.camping.info. Den<br />
goldenen Mittelweg zwischen Zimmerservice und Käfern<br />
im Zelt bieten die Jugendherbergen. Rund 550 davon<br />
gibt es in Deutschland, 4000 in 80 Ländern weltweit.<br />
Die meisten davon sind auch online buchbar unter<br />
www.jugendherberge.de.<br />
10. Weltweit nützlich Der internationale<br />
Studentenausweis gilt in 110 Ländern und bietet<br />
rund um den Globus Vergünstigungen – mal im Kino,<br />
mal bei der Autovermietung, mal im Restaurant. Er kostet<br />
12 Euro pro Jahr und kann in Freiburg unter anderem<br />
beim Studentenwerk, Schreiberstraße 12-16,<br />
Telefon 0761/2101233, Mail swfr@studentenwerk.unifreiburg.de<br />
beantragt werden. Weitere Infos unter<br />
www.isic.de.<br />
Billig reisen!<br />
Info<br />
— www.lastminute.de<br />
<strong>Reisen</strong><br />
— www.mitfahrzentrale.de<br />
— www.citynetz-mitfahrzentrale.de<br />
— www.mitfahrgelegenheit.de<br />
— www.hospitalityclub.org<br />
— www.couchsurfing.com<br />
— www.belodged.com<br />
— www.animateure.de<br />
— www.traumjob-animateur.de<br />
— www.rausvonzuhaus.de<br />
— www.workaway.de
<strong>Reisen</strong> Thema 7<br />
Letzte Ausfahrt Milano<br />
Fünf Stunden hin, zehn Stunden Mailand, fünf Stunden zurück. Im Bus ist es eng, an Schlaf kaum zu denken.<br />
Trotzdem sind die wöchentlichen Gewalttouren von Avanti ein Renner. Warum? Wir haben es ausprobiert.<br />
Text: Stephan Günther<br />
Der erste Weckruf ertönt um 7.05 Uhr. Es ist ein<br />
fast gleichzeitiges Klingeln, Piepsen und Scheppern<br />
von geschätzten 30 Handys, die per SMS in<br />
der Schweiz begrüßt werden. Doch gleich nach<br />
der Grenze wird es wieder ruhig in dem großen<br />
roten Reisebus. Die <strong>Reisen</strong>den sind geschafft, bevor<br />
es richtig los geht.<br />
Was ist es, <strong>das</strong> jeden Samstag 42 Freiburgerinnen<br />
und Freiburger zwischen vier und fünf in der<br />
Früh aus den Federn springen, je nach Verkehrsaufkommen<br />
neun bis elf Stunden in den Bus<br />
zwängen und spät in der folgenden Nacht – gegen<br />
drei Uhr – erst nach Hause kommen lässt, nur<br />
um zehn Stunden in einer norditalienischen Industriestadt<br />
zu verbringen? Der Reiz des Südens?<br />
Mailand, die Stadt der Mode und des Konsums?<br />
Die italienische Kultur? Oder nur der Wunsch,<br />
einmal raus zu kommen aus der Provinz in die<br />
Metropole?<br />
Aus welchen Gründen auch immer: Die Avanti-<br />
Tagestour nach Mailand ist längst kein Geheimtipp<br />
mehr. Im Gegenteil, sie ist über Wochen ausverkauft.<br />
Also versuchen auch wir es und<br />
schleppen uns kurz vor sechs zur Haltestelle vor<br />
dem Konzerthaus. Mit uns im Bus sitzen Pärchen<br />
auf Romantik-Tour, meist weibliche Kleingruppen<br />
beim Shopping-Trip und vereinzelt auch <strong>Reisen</strong>de<br />
in Sachen Kultur.<br />
Und Antonino Pace. Der 71-Jährige ist auf dem<br />
Weg in die Vergangenheit. Bevor er 1965 nach<br />
Müllheim gezogen ist, lebte er fünf Jahre lang in<br />
Mailand. Jetzt will er „mal wieder italienische<br />
Luft atmen hören und ein bisschen einkaufen,<br />
Olivenöl, Parmesan, Wein“. Für die deutschen<br />
Mitreisenden eine beruhigende Nachricht, liegen<br />
sie mit ihrem Einkaufszettel wohl nicht ganz<br />
falsch. Sabrina, Beate und vier andere Frauen, die<br />
zum Shoppen und Schauen nach Mailand fahren,<br />
haben ohnehin andere Läden im Visier. Mailand<br />
ist die Modestadt Europas, auf Augenhöhe mit<br />
Paris und London. Bahram, Larissa, Evelina und<br />
Ayman studieren und arbeiten in Freiburg, kommen<br />
aus Aserbaidschan, aus Kasachstan, aus Polen<br />
und aus Tunesien, und wollen einfach mal<br />
nach Italien. Eine kurze Sightseeing Tour. Und<br />
was wollen sie sehen? „Den Dom“, sagt Larissa,<br />
„vielleicht auch ein Museum.Vor allem wollen wir<br />
uns einen schönen Tag machen.“<br />
Wir dagegen haben keine Zeit zum Bummeln.<br />
Unser Konzept: Mailand entdecken. Unser Limit:<br />
Zehn Stunden. Unser Ziel: Möglichst viel sehen.<br />
Nachdem wir gegen 11 in Mailand eingerollt<br />
sind, geht’s also schnurstracks zum Dom. Auf imposante<br />
157 Meter hoch getürmter weißer Marmor.<br />
„Ein Muss“, wie uns die Informantin in der<br />
Tourist-Info auf unsere Frage antwortet, was man<br />
sich in zehn Stunden Mailand ansehen sollte.<br />
Nebenan, im Palazzo Reale, ist gerade „Futurismo.<br />
1909-2009“ zu sehen, eine Ausstellung, die<br />
nicht nur die Kunst des Futurismus, sondern<br />
auch die Bewegung im Fokus hat, die sich in der<br />
Industriestadt Mailand mit den Folgen der Industrialisierung<br />
auseinander setzte.<br />
Wir haben uns zu sehr fesseln lassen. Für die berühmte<br />
Scala und <strong>das</strong> Museum zu diesem<br />
Opern- und Theaterhaus bleibt nur ein kurzer<br />
Blick. Zumal sich hier – zwischen Dom und Giardini<br />
Pubblici – die Konsumtempel aneinander<br />
reihen. In der Galleria Vittorio Emanuele, 1877<br />
zur Shopping Mmall vollendet, bevor diese erfunden<br />
wurden, reihen sich Kravatten-, an<br />
Schmuck-, an Dessous-, an Delikatessenläden.<br />
Edel, chic und teuer. Zu teuer.<br />
Also geht es weiter im Programm. Und zwar zum<br />
Castello Sforzesca, <strong>das</strong> im 5. Jahrhundert zu einem<br />
der größten Burgen Europas ausgebaut<br />
wurde. Das Museun zur Ur- und Frühgeschichte<br />
und die sechs weiteren in den uralten, gewaltigen<br />
Mauern untergebrachten Museen müssen wir<br />
uns schenken. Im anschließenden Park sind wir<br />
im Design-Museum angemeldet. Hier ist der<br />
ganze Stolz der italienischen Automobil- und<br />
Möbelindustrie versammelt. Eine gute Stunde,<br />
vom alten Fiat bis zur 2008er Wohnstube, dann<br />
brauchen wir eine Pause. Großartig da<strong>für</strong>: Der<br />
Parco Sempione direkt nebenan. Weitläufig und<br />
schattig.<br />
Inzwischen ist die Santa Maria delle Grazie verschlossen.<br />
Leonardo da Vincis Letztes Abendmal<br />
wird durch eine gute Pizza an der Via Dante ersetzt.<br />
Nach dem Espresso müssen wir uns beeilen,<br />
um den Bus noch zu erreichen. Um 20.45<br />
Uhr geht’s zurück. Mit erstaunlich wenigen Einkaufstaschen<br />
und einigen Blasen an den Füßen.<br />
An unseren jedenfalls. Beim nächsten Mal lassen<br />
wir es peaciger angehen. Wir Herr Pace. Der<br />
kam zufrieden mit seinem Wein, seinem Parmesan<br />
und seinem Öl zurück. Und mit der Lunge<br />
voller italienischer Luft.<br />
— www.avantireisen.de<br />
— www.milano24ore.de<br />
— www.commune.milano.it
8<br />
Thema<br />
Die Schatzsucher Wer früher eine Reise tat, um Geld damit zu verdienen,<br />
war Abenteurer oder Schatzsucher. Heute floriert <strong>das</strong> Geschäft mit dem Tourismus so<br />
sehr, <strong>das</strong>s man <strong>das</strong> Geld nicht mehr suchen muss – es liegt schon auf der Straße. So sind aus<br />
den Abenteurern Reise- oder Hotelfachangestellte geworden. Oder Menschen, die <strong>das</strong> Stillen<br />
ihres Fernwehs und die Sehnsucht nach neuen Horizonten einfach zum Beruf gemacht haben<br />
– <strong>für</strong> drei Wochen oder <strong>für</strong>s ganze Leben. Wir haben fünf von ihnen getroffen.<br />
Tobias Hauser<br />
ist Reisefotograf und -journalist und<br />
organisiert <strong>das</strong> jährlich stattfindende<br />
Reportagefestival Mundologia. Die<br />
nächste Ausgabe findet vom 5. bis 7.<br />
Februar 2010 im Konzerthaus Freiburg<br />
statt.<br />
— www.tobias-hauser.de<br />
— www.mundologia.de<br />
„Ich habe meine Hobbys zum Beruf gemacht: Fotografieren<br />
und <strong>Reisen</strong> – deshalb bin ich heute Reisefotograf.<br />
Gleich nach der Schule bin ich durch Kanada<br />
gereist, den Yukon entlang gepaddelt, habe Vulkane in<br />
Kolumbien und Ecuador bestiegen. Danach habe ich<br />
trotzdem erstmal ganz seriös studiert: Mathematik und<br />
Sport auf Lehramt, an der PH in Freiburg. Als ich<br />
aber nach meinem Examen den ersten großen Foto-<br />
Auftrag erhielt – ein Kuba-Portrait – ahnte ich schon,<br />
<strong>das</strong>s es mich woanders hin verschlagen würde als zurück<br />
in die Schule.<br />
Reisejournalist ist ein Traumjob <strong>für</strong> mich. Trotzdem<br />
darf man sich <strong>das</strong> <strong>Reisen</strong> nicht wie einen bezahlten<br />
Urlaub vorstellen. Oft ist die Zeit extrem knapp, um<br />
<strong>Reisen</strong><br />
den Auftrag zu erfüllen – und dabei den eigenen Ansprüche<br />
gerecht zu werden. Jeden Tag ziehe ich mit der<br />
Kamera los. Und es ist längst nicht damit getan, gute<br />
Fotos an ungewöhnlichen Orten zu machen. Gerade<br />
am Anfang ist es schwierig, an Aufträge zu kommen.<br />
Auch <strong>für</strong> richtig gute Fotografen.<br />
Für mich war es daher enorm wichtig, selbst etwas da<strong>für</strong><br />
tun zu können, <strong>das</strong>s gute Bilder auch gezeigt werden.<br />
So entstand vor sieben Jahren <strong>das</strong> Mundologia-<br />
Festival in Freiburg. In diesem Jahr fand es schon zum<br />
sechsten Mal statt; und erstmals im Konzerthaus. Das<br />
war eine richtig große Sache. Mehr als 14.000 Besucher<br />
an drei Tagen haben die Mundologia zum größten<br />
Reportage-Festival Mitteleuropas gemacht.“
<strong>Reisen</strong> Thema 9<br />
Maike Wulprede<br />
jobbt als Animateurin bei dem Kids-<br />
Entertainment-Anbieter Happy Family<br />
Animation<br />
Christian Sauter<br />
ist Schauspieler und führt als Henker<br />
von Freiburg Touristen durch die Stadt<br />
— www.theater-lux.de<br />
— www.historix-tours.de<br />
Carolin Kloz<br />
arbeitet als Revenue Managerin bei<br />
der Fluggesellschaft Swiss<br />
Jonas Smilek<br />
Jonas Smilek studiert Sozialpädagogik<br />
und kutschiert mit dem Fahrradtaxi<br />
Touristen durch die Stadt<br />
„Zuerst habe ich gedacht, als Animateurin müsste ich<br />
die Ballermänner auf Trab bringen. Bei Happy Family<br />
Animation geht es aber, wie der Name schon andeutet,<br />
um Freizeitprogramme <strong>für</strong> Kinder und Jugendliche.Vergangenes<br />
Jahr habe ich zwei Monate am Plöner See in<br />
Schleswig-Holstein Kinder- und Jugendanimation gemacht.<br />
Ich habe selbst ein Programm entwickelt und<br />
daraus einen Wochenplan aufgestellt, habe mit Kindern<br />
gespielt, Sport getrieben mit Jugendlichen, die Disco organisiert,<br />
aber auch aufgeräumt und eingekauft. Man<br />
muss <strong>für</strong> fast alles ansprechbar sein. Okay, der Job ist<br />
nicht wirklich gut bezahlt, macht aber riesig viel Spaß.<br />
„Ob ich in der Tourismus-Branche arbeite? Nun ja, ich<br />
würde es anders formulieren: Ich bin Schauspieler, und<br />
zu einigen meiner Aufführungen kommen vor allem Touristen.<br />
Aber der Reihe nach. Mein Studium in Geografie,<br />
Ethnologie und Geschichte habe ich 2005 mit dem Magister<br />
abgeschlossen. Eigentlich wusste ich schon vorher,<br />
<strong>das</strong>s ich Theater spielen wollte, Impro-Theater. Also habe<br />
ich noch eine theaterpädagogische Ausbildung gemacht<br />
und unzählige Kurse und Workshops.<br />
„Der Lux geht um“ ist eine Stadtführung mit Elementen<br />
des Impro-Theaters. Wir spielen an unterschiedlichen<br />
Orten, so <strong>das</strong>s die Zuschauer einen ganz neuen<br />
Blick auf die Stadt bekommen. Wir greifen Stichworte,<br />
Figuren und Themen an den Orten auf und erzählen<br />
dort Geschichten. Die Stadt wird so zur Kulisse. Dabei<br />
geht es nicht um die Vermittlung von Informationen, wir<br />
improvisieren und erfinden Storys. Ganz anders ist es<br />
bei den Historix-Tours. Ich ziehe als Henker von Frei-<br />
„Mein Traum war schon immer ein Job in der Luftfahrtbranche.<br />
Ich habe also nichts dem Zufall überlassen<br />
und mich im Studium zielgerichtet spezialisiert. Ich<br />
bin 2001 nach Freiburg gekommen, wo ich an der Angell<br />
Akademie zwei Jahre lang zur Internationalen Touristikassistentin<br />
ausgebildet wurde. Danach habe ich 2006<br />
meinen Bachelor in International Hospitality and Tourism<br />
Management an der FH Bad Honnef Bonn abgeschlossen.<br />
Im Anschluss bin ich direkt nach England ge-<br />
„Sport und Job in einem, <strong>das</strong> ist doch großartig. Längere<br />
Strecken sind schon mal anstrengend, aber die<br />
meisten Gäste wollen eher langsam durch die Stadt gefahren<br />
werden. Oft ist man dann auch als Reiseführer<br />
gefragt, man sollte also schon ein wenig von der Stadt<br />
wissen. Obwohl es die Fahrradtaxis nun schon seit<br />
sechs Jahren in Freiburg gibt, werden wir immer noch<br />
angestarrt, als kämen wir von einem anderen Stern.<br />
Neulich haben wir die Kooperation mit unserem neuen<br />
Werbepartner – der Urlaubsregion Lenk-Simmental<br />
in der Schweiz – vorgestellt. Da fragt mich doch ein<br />
Passant, wie lange wir unterwegs gewesen wären. Ich<br />
bin drauf eingestiegen und habe geantwortet: ‚Wir ha-<br />
Man lernt unheimlich viele Leute kennen – auf dem<br />
Campingplatz sowieso, aber auch im Ort, weil man so<br />
viel unterwegs ist, um alles mögliche zu organisieren. Insofern<br />
bin ich froh, <strong>das</strong>s ich nicht gleich in Italien oder<br />
Spanien gelandet bin. Die Landessprache sollte man<br />
schon gut sprechen.<br />
Ich studiere Sport, Biologie und Mathe auf Lehramt.<br />
Daher habe ich in diesem Jahr leider weniger Zeit. Ich<br />
gehe <strong>für</strong> nur drei Wochen auf einen Campingplatz in<br />
Rastatt.Trotzdem freue ich mich drauf. Auch wenn’s ein<br />
Job ist, es hat auch ein bisschen was von Urlaub.“<br />
burg durch die Stadt, als Stallknecht Lampert oder als<br />
Michael Dietrich, <strong>das</strong> 9-Fingerle von Freiburg – alles<br />
reale Personen. Wir halten uns dabei sehr genau an <strong>das</strong><br />
Drehbuch, <strong>das</strong> nach historischen Quellen geschrieben<br />
wurde. Wir spielen Geschichte konkreter Leute, die zu<br />
verschiedenen Zeiten in Freiburg gelebt haben. Mit meinen<br />
Historix-Rollen kann ich mich mit meinem Studium<br />
versöhnen. Geschichte muss nicht trocken sein.“<br />
zogen, wo ich einen Master (MSc) in Air Transport Management<br />
an der Cranfield University erworben habe.<br />
Nach dem Studium bin ich sprichwörtlich dort „gelandet“,<br />
wo ich hinwollte. Jetzt arbeite ich bei SWISS im<br />
Bereich Revenue Management. Kurz zusammengefasst<br />
gehört es zu meinen Aufgaben, Preisstrukturen zu erstellen<br />
und die Verfügbarkeit dieser Preise je nach Strecke,<br />
Abflugdatum und Nachfrage auszusteuern, um unsere<br />
Erträge so gut wie möglich zu optimieren.“<br />
ben’s rollen lassen, aber die Rückfahrt hoch ins Berner<br />
Oberland wird schon gut zwei Stündchen dauern.’“
9. und 10. Juni 2009<br />
Spargeltage<br />
in den Mensen Rempartstraße,<br />
Institutsviertel und Littenweiler<br />
Im Juni<br />
wird gegrillt!<br />
Natürlich nur bei schönem Wetter.<br />
Mo.-Fr. von 11.30 bis 14 Uhr in der<br />
Mensa Institutsviertel
Wir sind<br />
die<br />
Mensa<br />
Mensa<br />
Rempartstraße<br />
5. Juni<br />
Indisches Lammcurry „Korma“ mit<br />
Basmatireis, dazu Blattsalat<br />
16. Juni<br />
„Spicy Chicken Stripes“ mit<br />
Mangohollandaise, dazu Pommes Frites<br />
und Blattsalat<br />
Mensa<br />
Institutsviertel<br />
24. Juni<br />
Kleine Kartoffelsuppe als Vorspeise,<br />
Tiroler Apfelstrudel mit Vanillesauce<br />
und Obstkompott<br />
26. Juni<br />
Seelachs in Estragon-Senfsauce und<br />
Butternudeln
12<br />
Thema<br />
The cleanest city in europe Was erfahren Touristen<br />
eigentlich über Freiburg, wenn sie sich auf ihren Reiseführer verlassen? Ein Testbericht.<br />
Text: Thomas Goebel<br />
Info<br />
Lonely Planet Germany, 5th rev.<br />
edition, 2007, 816 S., 16,95 Euro.<br />
Freiburg ab S. 440<br />
Doitsu, Michelin Reiseführer (jap.),<br />
Travel House Media 2005, 392 S.,<br />
Freiburg S. 234<br />
Wolfgang Abel | Martin Halter:<br />
Freiburger Glück – Heimatkunde,<br />
Klatsch, Lebensart, OASE Verlag<br />
2005, 259 S., 19.00 Euro<br />
Freiburg Official Guide, promo-<br />
Verlag 2008, 52 S., 4,00 Euro<br />
Freiburg, meinte der Freiburger Kabarettist Matthias<br />
Deutschmann neulich, sei ein ähnliches Kunststück gelungen<br />
wie Las Vegas: „An einem Wüstenstandort ein<br />
Image aufzubauen – wenn auch nicht <strong>für</strong> Glücksspiel<br />
und Prostitution.“ – Aber wo<strong>für</strong> dann?<br />
Der früher gerne genutzte Slogan „Stadt der Gotik und<br />
des Weines“ (mit dem übrigens heute <strong>das</strong> rheinhessische<br />
Oppenheim wirbt) ist in Freiburg etwas aus der<br />
Mode gekommen; inzwischen darf <strong>das</strong> Label „Green<br />
City“ innovationshungrige Öko-Touristen anziehen –<br />
die dann natürlich <strong>das</strong> eine oder andere Viertel Bio-<br />
Wein auf dem Münsterplatz gerne auch noch mitnehmen<br />
sollen, wenn sie schon mal da sind. So bewirbt die<br />
Stadt in ihrem englischsprachigen „Freiburg Official<br />
Guide“ inklusive Grußwort von „Chief Major Dr. Dieter<br />
Salomon“ denn auch die „Solar Region“ und preist<br />
sich selbst als „attractive conference town with atmosphere.“<br />
Aber auch die traditionellen Freiburger Werte<br />
Natur, Kultur und Kneipe werden nicht verschwiegen.<br />
Ihnen sind etwa die Kapitel „The Schlossbergturm“,<br />
„Cathedral“ und „Eating Alemannic“ gewidmet.<br />
Am Image der Stadt arbeiten die Tourismuswerber<br />
schon lange: Ein kleiner, hübscher Band <strong>für</strong> englischsprachige<br />
Touristen, den <strong>das</strong> damalige Städtische Verkehrsamt<br />
1928/29 herausgab, beginnt mit acht Antworten<br />
auf die Frage: „Why should the Tourist visit<br />
Freiburg?“, die sich durch eine Mischung aus Größenwahn<br />
und Selbstironie auszeichen: „Because it is the<br />
most pleasant city in Germany“, „because it is the<br />
beautiful centre of the grandest part of the Black<br />
Forest“, „because it is the cleanest city in Europe“ usw.<br />
Dies alles, heißt es am Schluss der Liste, sei völlig ernst<br />
gemeint, werde durch den Reiseführer bewiesen und<br />
die Erfahrungen des Gastes bekräftigt.<br />
<strong>Reisen</strong><br />
Kein Wunder also, <strong>das</strong>s Freiburg in diesen Bereichen<br />
inzwischen eine echte Kernkompetenz besitzt – auch<br />
bei Touristen von weit her. Das zeigt etwa der Blick in<br />
einen japanischen Deutschland-Reiseführer: Immerhin<br />
zwei der 424 Seiten sind Freiburg gewidmet, kleine Fotos<br />
zeigen Münster, Altes Rathaus, die angeblich älteste<br />
Gastwirtschaft Deutschlands „Zum Roten Bären“ in<br />
der Salzstraße, Colombi-Schlössle und Colombi-Hotel.<br />
Eine weitere Doppelseite präsentiert die Umgebung:<br />
Mummelsee, Deutsches Uhrenmuseum, Freilichtmuseum<br />
Vogtshof,Triberger Kuckucksuhr und – mit Foto!<br />
– die Schwarzwaldhochstraße. Zu Beginn des Freiburg-<br />
Abschnitts bieten praktische Piktogramm-Punkte eiligen<br />
Deutschland-Touristen schnelle Orientierung:Volle<br />
drei Sterne gibt es – wie könnte es anders sein – <strong>für</strong><br />
„Kirchen“ und „Natur“, zwei Sterne immerhin <strong>für</strong><br />
„Museen“. Mit nur einem Stern begnügen muss sich<br />
der Programmpunkt „Prominente“ (Marie Antoinette,<br />
die ja damals auf ihrem Brautzug von Wien nach Paris<br />
in Freiburg vorbeischaute, hat es als einzige Berühmtheit<br />
mit Lokalbezug bis in den japanischen Reiseführer<br />
geschafft). Ebenfalls nur einen Stern erhält – Überraschung<br />
und Schock – Freiburgs Exzellenz-Universität.<br />
Doch zum Glück gibt’s den „Lonely Planet“, den Ratgeber<br />
schlechthin <strong>für</strong> Rucksackreisende aus aller Welt.<br />
In seinem Internet-Eintrag zu Freiburg wird die Uni<br />
gleich im ersten Satz genannt: “Freiburg, western gateway<br />
to the Southern Black Forest, has the happy-golucky<br />
attitude of a thriving university community.“ Blühende<br />
Universitätsstadt, happy-go-lucky – na also. Da<br />
verzeiht man es auch gerne, <strong>das</strong>s der „Planet“ <strong>das</strong> Kollegiengebäude<br />
IV als „Alte Universitätsbibliothek“ bezeichnet<br />
– die war dort ja früher wirklich mal. Und in<br />
Sachen studentischer Ausgehkultur ist der Informationsstand<br />
dann auch wieder aktuell: Jazzhaus, Schlappen,Tacheles,Waldsee<br />
– alle kommen vor, und <strong>das</strong> Kamikaze<br />
bringt’s sogar zu „Freiburg’s hippest club.“<br />
Was hat <strong>das</strong> alles nun mit dem besonderen Freiburg-<br />
Image zu tun, dieser „Patchwork-Identität aus Lebenskultur,<br />
Universität, Landschaft und Wetter“, von der<br />
Matthias Deutschman spricht? Um sich der zu nähern,<br />
reichen Reiseführer und Tourismuswerbung natürlich<br />
nicht. Da<strong>für</strong> braucht es so leidenschaftliche Freiburg-<br />
Beschreiber wie Wolfgang Abel und Martin Halter, die<br />
in ihrem Sammelsurium „Freiburger Glück“ unter anderem<br />
eine „Liste der beliebtesten Tätigkeiten“ der<br />
Freiburg-Bewohner zusammengestellt haben. Zum<br />
guten Schluss hier die vier schönsten: Basilikum auf<br />
Altbaubalkonen züchten. Beziehungstalk in Kuschelkneipen<br />
führen. In Expeditionskleidung durch die Innenstadt<br />
trekken.Wohlfühlen.
<strong>Reisen</strong> Magazin 13<br />
Random Travel Alle fahren am Sonntag irgendwo hin. Warum nicht<br />
einfach die Verfolgung aufnehmen und den Zufall über <strong>das</strong> Ziel entscheiden lassen?<br />
Text: Dietrich Roeschmann<br />
Die definitive Sonntagsreise? Nach Badenweiler, in die<br />
Cassiopeia-Therme, hatten Freunde empfohlen. Schön<br />
entspannen, Dampfbaden, Seifenbürstenmassage, so<br />
was in der Art. Oder: Morgens mit dem Fahrrad hoch<br />
zum Belchen. Alles geben! Sich quälen! Und dann am<br />
Mittag auf halbem Weg in den Wald, Richtung St. Ulrich,<br />
und den Rest des Tages in Sonner's Strauße abhängen.<br />
Ein Käs'vesper vom Ringlihof, dazu Weißburgunder.<br />
Perfekt. – Hm. Klingt anstrengend, aber okay.<br />
Nur: Gibt’s dabei wirklich Neues zu entdecken? Was soll<br />
daran exotisch sein? Wo bleibt <strong>das</strong> Abenteuer? Eben.<br />
Versuchen wir es also anders. Denken wir nicht in Ausflügen,<br />
sondern in Expeditionen. Heißt es nicht immer,<br />
<strong>Reisen</strong> erweitere den Horizont? Klar, <strong>das</strong> klingt ziemlich<br />
groß, vor allem, wenn man nur einen Tag Zeit hat.<br />
Morgens los, abends zurück: Da passt nicht viel Abenteuer<br />
dazwischen – es sei denn, man lässt den Zufall<br />
entscheiden. Sagen wir: einen Würfel und eine Münze.<br />
Sonntag morgen um halb zehn. Die Sonne scheint.<br />
Auf den Straßen ist noch kaum etwas los. Zahl heißt<br />
Fahrrad, Kopf Auto. Deshalb stehen wir jetzt seit sieben<br />
Minuten mit laufendem Motor an der Kreuzung<br />
und warten, <strong>das</strong>s endlich ein Wagen mit einer 5 als<br />
letzter Ziffer des Nummernschilds vorbei kommt. Die<br />
Autos hinter uns hupen und machen eine großen Bogen,<br />
einige Fahrer schauen vorsichtig zu uns rein. Alles<br />
okay? Klar, bestens. Schließlich rollt langsam ein<br />
Alfa Romeo neben uns. Der Fahrer lässt <strong>das</strong> Fenster<br />
runter und brüllt irgendwelche Verwünschungen. Wir<br />
zucken mit den Achseln und zeigen ihm den Würfel:<br />
Sorry, Regel ist Regel.<br />
Als der Typ mit quietschenden Reifen von der Kreuzung<br />
schießt, sehen wir: Das ist unser Mann! Emmendinger<br />
Kennzeichen, Schlussziffer 5 – nichts wie hinterher!<br />
Er biegt auf den Zubringer ein, Richtung<br />
Kirchzarten. Wir bleiben dran, Verfolgungsjagd, ganz<br />
profimäßig mit Abstand, Autos dazwischen lassen und<br />
so. Bis wir schließlich auf dem Parkplatz vor der Sonne<br />
in Oberbirken stehen. Familienfest. Der Typ steigt aus<br />
dem Alfa und begrüßt ein paar feiste Grauhaarige in<br />
Jankern, die schon vor dem Gasthaus warten. Hm.Was<br />
jetzt? Aussteigen und fragen, ob wir mitfeiern dürfen?<br />
Wir fragen die Münze. Die sagt: No! Glück gehabt –<br />
<strong>das</strong> hätte wirklich ein Abenteuer werden können ...<br />
Stattdessen hängen wir uns an ein sportliches Ehepaar<br />
um die 50, <strong>das</strong> mit gelbem Sonnenschirm und Taschen<br />
bepackt aus dem Hotel kommt. Sie steigen in ein Auto<br />
mit holländischem Kenzeichen. Könnte interessant werden:<br />
Wohin verschlägt es ausländische Urlauber aus<br />
dem Norden an einem Sonntagmorgen im Schwarzwald?<br />
Im Schleichtempo geht’s in Richtung Titisee. Na<br />
prima: Soll <strong>das</strong> jetzt die klassische Touri-Tour werden,<br />
mit Kuckucksuhren-Shopping und Bootsfahrt? Nein.<br />
Unser Zielobjekt lässt <strong>das</strong> Disney-Dorf links liegen und<br />
zuckelt gemütlich weiter, vorbei an Bärental und Altglashütten,<br />
auf einen Parkplatz am Abzweig Richtung<br />
Lenzkirch. Wir lassen die Münze springen: Aussteigen!<br />
Es ist kurz vor zwölf. Wie lange wollen wir den Holländern<br />
noch folgen? Ein Auge heißt eine Viertelstunde:<br />
der Würfel zeigt eine 6. Macht eineinhalb Stunden. Hätten<br />
wir die Regel doch bloß in 5-Minuten-Schritten<br />
festgelegt. Aber da<strong>für</strong> ist es jetzt zu spät. Also folgen wir<br />
dem Paar durch den Wald und fühlen uns zunehmend<br />
unwohl dabei. Die beiden und wir sind die Einzigen, die<br />
hier unterwegs sind. Was, wenn sie etwas merken und<br />
uns ansprechen? Sollen wir ihnen sagen, <strong>das</strong>s wir um sie<br />
gewürfelt haben und sie uns nicht mehr los werden, bis<br />
die Münze anders entscheidet? Und wie müsste man es<br />
nennen, wenn man dann plötzlich einen Sonnenschirm<br />
zwischen den Rippen hätte: Zufall? Schicksal? Selbstgewähltes<br />
Unglück? Schließlich waren wir es ja, die die<br />
Regeln festgelegt haben. Auf die Gefahr hin, <strong>das</strong>s wir<br />
unsere Zielpersonen aus den Augen verlieren, lassen wir<br />
uns jetzt etwas zurückfallen. Irgendwann, von dem Paar<br />
ist längst nichts mehr zu sehen, stehen wir mitten im<br />
Wald vor dem Eingang einer kleinen Badeanstalt. Durch<br />
die Bäume glitzert der Windgfällweiher. Es ist kaum was<br />
los. Und total idyllisch. Draußen im Moorwasser ziehen<br />
unsere Holländer ihre Bahnen – es war doch eine gute<br />
Entscheidung ihnen zu folgen. Es gibt Bockwurst, Eis,<br />
Getränke. Ein Buch hatten wir vorsichtshalber eingepackt.Wir<br />
entscheiden: Zahl heißt hierbleiben. Kopf <strong>das</strong><br />
gleiche. Ausnahmen bestätigen eben die Regel.<br />
Info<br />
Schildkröte auf Zufallsreise: In<br />
sogenannten Tutle-Grafiken (links)<br />
wird in der Markteffizienz-Theorie die<br />
symmetrische Irrfahrt einer fiktiven<br />
Schildkörte nachgestellt, die auf simple<br />
Befehle wie links, rechts, oben<br />
oder unten ihre Laufrichtung ändert.<br />
Die Random-Walk-Theorie, die solche<br />
schönen Bilder hervorbringt, beschreibt<br />
allerdings keine Reiserouten,<br />
sondern den zeitlichen Verlauf von<br />
Aktienkursen.<br />
Dartpilots. Das Kultbuch <strong>für</strong> Zufallsreisende,<br />
Kölnisch-Preußische Lektoratsanstalt,<br />
176 S., 9,00 Euro
14<br />
Termine<br />
Termine Am 12. 6. um 20.30 Uhr nimmt in der MensaBar seinen<br />
Lauf, was 2005 als regelmäßige Jam-Session mit den verschiedensten<br />
Musikern begann. Doch jetzt steht die endgültige Formation, der Saunaclub<br />
Hinterzarten, der euch mit deutschem Sprechgesang, eingebettet in Funk-,<br />
Disko-, Reggae- und Latin-Sounds, in gute Laune versetzen möchte.<br />
MensaBar, Rempartstr. 18<br />
6. 6., 20.30 Uhr<br />
Live-Musik mit den Refrigerators:<br />
„Ska until I die“. Der Titel ihres neuen<br />
Albums ist Programm und von ihrer<br />
Ska-Power haben sie in den vielen<br />
jahren der Bühnenpräsenz nichts<br />
eingebüßt. Eintritt frei.<br />
7. 6., 20 Uhr<br />
Internationaler Club:Tatort Mensa-<br />
Bar. Kalte Morde, heiße Suppe.<br />
Eintritt 2 €, Clubmitglieder frei<br />
9. 6., 20.30 Uhr<br />
Specials: „Do you know? Show!“ Das<br />
Event mit dem Live-Experiment. Zwei<br />
Teams experimentieren gegeneinander<br />
in einem physikalischen Kräftemessen.<br />
Und nur <strong>das</strong> schnellste gewinnt. Eintritt<br />
3/5 €<br />
10. 6., 21 Uhr<br />
Specials: PH-Party. Der Klassiker in<br />
der MensaBar.<br />
12. 6., 20.30 Uhr<br />
Live-Musik. Doppel-CD-Release-<br />
Party: Saunaclub Hinterzarten (Hip-<br />
Hop, Freiburg) und Topcase (Indie,<br />
Freiburg). Special Guest sind die<br />
Dub Tub Backing Band feat. Papa<br />
Zodiac und Dyeli. Eintritt 4/5 €<br />
13. 6., 21.30 Uhr<br />
Live-Musik. CD Release der Band<br />
Black Fuel (Metal). Support: Sunson<br />
(Alternative Rock, Freiburg), Friendly<br />
Fire (Metal, Freiburg) und Skinfather<br />
14. 6., 20 Uhr<br />
Internationaler Club:Tatort Mensa-<br />
Bar. Kalte Morde, heiße Suppe.<br />
Eintritt 2 €, Clubmitglieder frei.<br />
16. 6. , 20 Uhr<br />
Specials: 5 Jahre Freistil Theatersport.<br />
Das Jubiläums-Schauspielmatch<br />
in Stadionatmoshäre. Mit<br />
Quiz und Feier. Eintritt 7/12 €<br />
18. 6., 20.30 Uhr, Peterhofkeller<br />
Internationaler Club: Afghanistan –<br />
Schnittstelle von Zentral- und Sü<strong>das</strong>ien.<br />
Eintritt 2 €, Clubmitglieder<br />
frei<br />
18. 6., 20.30 Uhr<br />
Specials: Die MONDO Musical<br />
Group zeigt <strong>das</strong> Broadway Musical<br />
„Company“ von Stephen Sondheim.<br />
Eintritt 9/13 €<br />
19. 6., 20.30 Uhr<br />
Specials: Die MONDO Musical<br />
Group zeigt <strong>das</strong> Broadway Musical<br />
„Company“ von Stephen Sondheim.<br />
Eintritt 9/13 €<br />
20. 6., 20.30 Uhr<br />
Specials: Die MONDO Musical<br />
Group zeigt <strong>das</strong> Broadway Musical<br />
„Company“ von Stephen Sondheim.<br />
Eintritt 9/13 €<br />
21. 6., 20 Uhr<br />
Internationaler Club:Tatort Mensa-<br />
Bar. Kalte Morde, heiße Suppe.<br />
Eintritt frei.<br />
22. 6., 20.30 Uhr<br />
VideoSlam: Kurzfilme von Studierenden.<br />
Eintritt frei<br />
24. 6., 20.30 Uhr<br />
Slam Supreme.Lese- und Kleinkunstbühne.<br />
Slam Supreme! Das<br />
klingt nach Schnelligkeit und Melancholie,<br />
Kunst und Kommerz, brüllend<br />
laut und flüsterleise. Da sind:<br />
eine Bühne, die Zuschauer und <strong>das</strong><br />
Darauf – es tummeln sich Slamkünstler<br />
und Literaten, Kabarettisten,<br />
Musiker, Dichter, Schauspieler<br />
und Clowns. Noch unentdeckte und<br />
bereits bekannte Talente werden hier<br />
ihr Können unter Beweis stellen.Wir<br />
haben Text, Musik,Theater und<br />
Film; Geschichten und Lyrik, Satire<br />
und Trauerspiel;Trauriges, Bissiges,<br />
Komisches; Hochkultur und Gassenhauer.<br />
Abwechslung ist Trumpf! Eintritt<br />
3/5 €<br />
25. 6., 20.30 Uhr<br />
Internationaler Club:Türkei – Ein<br />
Land der Tradition und der Moderne.<br />
Die Kultur der heutigen Türkei<br />
ist eine Verschmelzung verschiedener<br />
Kulturen. Dazu können die alttürkische<br />
Nomadenkultur Zentralasiens<br />
und Sibiriens, die Kultur im osmanischen<br />
Reich mit ihren byzantinischen,<br />
persischen, arabischen, kaukasischen<br />
und kurdischen Einflüssen<br />
sowie die starke europäische Richtung<br />
seit Gründung der Republik<br />
Türkei durch Atatürk gezählt werden.<br />
Eintritt 2 €, Clubmitglieder frei<br />
26. 6., 20.30 Uhr<br />
Live-Musik. Der Mensa-Live-Club<br />
serviert Morning Boy (Indie-Pop,<br />
Frankfurt a.M.) und the Adventures<br />
of Dandy Hotz (Elektroakustik, Freiburg).<br />
Eintritt 6/8 €<br />
27. 6., 22 Uhr<br />
Specials: Fudder pingPongClub.<br />
Rundlauf zu Big Beat, Funk und<br />
Mash-up. Eintritt 4 €<br />
28. 6., 20.30 Uhr<br />
Internationaler Club:Tatort Mensa-<br />
Bar. Kalte Morde, heiße Suppe.<br />
Eintritt 2 €, Clubmitglieder frei<br />
MensaFoyer Institutsviertel<br />
26. 6., 20.30 Uhr<br />
Der Internationaler Club zeigt im<br />
Rahmen des FreiburgRegioKultur-<br />
Abends den Film „Requiem <strong>für</strong> einen<br />
Engel“. „Der erste Film des<br />
INSA Straßburg Video Clubs entführt<br />
euch in ein korruptes Straßburg,<br />
in dem der Kommissar Frank<br />
Pentagelli mit eiserner Hand regiert.<br />
Bis sein gewohntes Leben durch einen<br />
mysteriösen Mann aus der Bahn<br />
gerät …!" Eintritt 2 €, Clubmitglieder<br />
frei.<br />
Hochschule <strong>für</strong> Musik,<br />
Schwarzwaldstr. 141<br />
3. – 8. 6., 20 Uhr<br />
Patience or Bunthorne's Bride.<br />
Opernprojekt des Instituts <strong>für</strong> Musiktheater.<br />
13. 6., 20 Uhr<br />
Glashaus. vorEcho – Institut <strong>für</strong><br />
Neue Musik im Rahmen des Festivals<br />
mehrklang!freibur<br />
altungsorte<br />
17. – 19. 6., 20 Uhr<br />
Kammermusikfest.Werke von<br />
Brahms, Schönberg, Beethoven, Villa-<br />
Lobos, Respighi, Kuhlau, Janácek<br />
22. 6., 20 Uhr<br />
„Criollisimo!“ Lateinamerikanische<br />
Musik mit Chor, Big-Band und Instrumentalisten<br />
der Hochschule <strong>für</strong><br />
Musik.<br />
24. 6., 20 Uhr<br />
Preisträgerkonzert. Freie Formationen<br />
von Holz- und/oder Blechbläsern<br />
(Trio bis Sextett)<br />
25. 6., 20 Uhr<br />
Ju-Young Yu. Flöten-Abend, Soli-<br />
Studentenwerk Freiburg<br />
stenprüfung.Werke u.a. Couperin<br />
aus Les goûts réunis ou nouveaux<br />
concerts (1724) | Halffter Debla<br />
(1980) | Piazzolla Histoire du Tango<br />
(1986) | Duruflé Prélude, Récitatif<br />
et Variations op. 3<br />
Andere Veranstaltungsorte<br />
4. 6., 20.30 Uhr<br />
PREMIERE. Oleanna. Ein scheinbar<br />
harmloses Gespräch im Büro des<br />
Uni-Professors John mit seiner nach<br />
Orientierung suchenden Studentin<br />
Carol artet zu einem erbitterten<br />
Machtkampf beider aus. Inszeniert<br />
von der Wekacting Company. (Auch<br />
5., 11., 12., 13., 19.+20.6,)<br />
Kammertheater, Bertoldstr. 46<br />
6. 6., 21 Uhr<br />
Heute steigt in der Wodanhalle die<br />
traditionelle Swamp-Sommer-Party<br />
mit den Eight Legs (UK) als Special<br />
Guests.<br />
Wodanhalle, Leo-Wohleb-Str. 4<br />
14. 6., 17 Uhr<br />
PREMIERE. Siegfried. Der Ring des<br />
Nibelungen: Zweiter Tag. Oper in<br />
drei Aufzügen von Richard Wagner.<br />
Theater Freiburg, Bertoldstr. 46<br />
19. 6., 20.30 Uhr<br />
High Five – die neue A-cappella-Boygroup<br />
aus Baden-Württemberg, die<br />
mit einem charmant-frischen Groove<br />
zu begeistern weiß.<br />
Vorderhaus, Habsburgerstr. 9<br />
24. 6., 20 Uhr<br />
Jens Hoffmann: „Das kann man<br />
nicht erzählen“. Der Journalist und<br />
Autor Jens Hoffmann versucht, die<br />
von Deutschen und ihren Helfern<br />
während des 2.Weltkrieges begangenen<br />
Massenverbrechen und die Verwischung<br />
der Spuren dieser Verbrechen<br />
im Zusammenhang darzustellen.<br />
josfritzcafé | Wilhelmstr. 15<br />
25. 6., 20 Uhr<br />
Eröffnung des 27. Zeltmusikfestivals<br />
durch Chrissie Hyndes Kultband<br />
„Pretenders“, die auf über 30 Jahre<br />
Bandgeschichte zurückblickt.<br />
ZMF, Zirkuszelt<br />
27. 6., ab 20 Uhr<br />
Radio Dreyeckland Hoffest. Es spielt<br />
die Panama Riddim Section (Reggae<br />
Ragga Ska) - eine neunköpfige Band,<br />
mit einer ungewöhnlichen und feinen<br />
Bläser-Section<br />
Grethergelände, Adlerstr.<br />
27. 6., ab 22 Uhr<br />
Root Downtown mit den DJs: Peter<br />
Kruder (Kruder & Dorfmeister, G-<br />
Stone/Wien) und Rainer Trüby<br />
(Compost Records/Freiburg)<br />
Theater Freiburg, Bertoldstr. 46<br />
29. 6., 20 Uhr<br />
Grusel-Stummfilmnacht mit „Unheimliche<br />
Geschichten" von Edgar<br />
Allan Poe und „Nosferatu" von<br />
Friedrich Wilhelm Murnau. Musikalisch<br />
untermalt von der Silent Horror<br />
Picture Showband<br />
ZMF, Zirkuszelt<br />
—Alle Angaben ohne Gewähr
Studentenwerk Freiburg Magazin 15<br />
Mondo Musical Group. Die MensaBar verwandelt sich mit<br />
der Aufführung des Musicals „Company“ in ein Theater<br />
Im Mai feierte <strong>das</strong> Musical Company in der Mensa-<br />
Bar eine erfolgreiche Premiere. Wer es noch nicht<br />
gesehen hat, sollte sich die Juni-Termine der Geschichte<br />
um den New Yorker Single Bobby, der anlässlich<br />
seines 35. Geburtstages sein Leben reflektiert,<br />
vormerken.<br />
In einer Aneinanderreihung abwechslungsreicher,<br />
zynischer, witziger und doch stets treffender Szenen<br />
seht ihrBobby durch <strong>das</strong> Leben seiner noch nicht<br />
verheirateten und verheirateten Freunde sowie <strong>das</strong><br />
seiner drei Quasi-Beziehungen stolpern. Eine erfrischende<br />
Geschichte, in der sich jeder einmal wieder-<br />
StudiTours: Den Sommer über gibt es wieder<br />
eine ganze Reihe spannender Ausflüge und <strong>Reisen</strong><br />
Eine Wanderung vom Feldberg zum Hinterwaldkopf am 20. Juni, ein Tagesausflug<br />
nach Zürich und Luzern am 27. Juni oder zum „Dach Europas“, dem Mont<br />
Blanc, und Genf, am 4. Juli, eine zweiwöchige Sprach- und Kulturreise nach<br />
Siena ab dem 3. August: Dies ist nur ein kleiner Ausblick auf <strong>das</strong> vielfältige<br />
Angebot. Mit „Studitours“ können alle Studierenden der Hochschulen in Freiburg<br />
und Umgebung günstig verreisen, neue Leute kennen lernen und Spaß<br />
haben.<br />
Tutorinnen und Tutoren des Studentenwerks bereiten die <strong>Reisen</strong> vor, sind als Reiseleiter/innen<br />
mit dabei, kennen die schönsten Ecken und die besten Kneipen<br />
und wissen auch sonst, wo’s lang geht. Ihr müsst nur daran denken, rechtzeitig zu<br />
buchen, denn in der Regel sind die Teilnehmerzahlen begrenzt und die attraktivsten<br />
Angebote schnell ausgebucht.<br />
—Das komplette StudiTours-Angebot mit allen wichtigen Informationen gibt es unter<br />
http://www.studentenwerk.uni-freiburg.de/studitours<br />
—Erlebnisberichte und Fotos der <strong>Reisen</strong> findet ihr unter www.studitours.blogspot.com<br />
findet. Gekonnt gesungen und von einer neunköpfigen<br />
Band live begleitet.<br />
Mit Stephen Sondheims Company aus dem Jahre<br />
1970 präsentiert die Mondo Musical Group <strong>das</strong> erste<br />
Konzeptstück des Genres Musical. Umrahmt<br />
von einigen von Sondheims populärsten und besten<br />
Songs zeigt Company dabei einen packenden und<br />
offenherzigen Blick auf Beziehungen, zeitgemäß und<br />
zeitlos.<br />
—Termine: 18. bis 20. 6., 20.30 Uhr, MensaBar, Rempartstr.<br />
18<br />
—www.mondomusical.de<br />
Theatertage<br />
Die alle zwei Jahre stattfindenden<br />
Baden-Württembergischen Theatertage<br />
finden dieses Jahr vom 19.<br />
bis zum 27. Juni in Freiburg statt.<br />
Das umfangreiche Programm mit<br />
seinen 38 Vorstellungen wird auf<br />
den Bühnen der beiden Theater,<br />
im E-Werk, in der Reithalle Ebnet,<br />
im Peterhofkeller, im UG 3 der<br />
Konzerthaustiefgarage, in der Jazz-<br />
&-Rock-Schule Freiburg, im White<br />
Rabbit und auf dem Münsterplatz<br />
zu sehen sein. Am 20. Juni<br />
zeigen an Freiburgs längster Tafel<br />
– sie reicht vom Stadt-Theater bis<br />
zum Theater im Marienbad –<br />
Gruppen, Künstler und Vereine,<br />
was man alles rund um einen<br />
Tisch machen kann. Bespielt wird<br />
der Mittsommernachtstisch von<br />
20 bis 24 Uhr. Ab 22 Uhr treffen<br />
sich Besucher und „Bespieler“ zu<br />
einer Mittsommernachtsparty in<br />
der MensaBar der Mensa Rempartstraße.<br />
Hier findet <strong>das</strong> Ganze<br />
auch bei Regenwetter statt.<br />
Auf der Internetseite der Theatertage,<br />
die von Studierenden der<br />
Freien Hochschule <strong>für</strong> Grafik Design<br />
& Bildende Kunst Freiburg<br />
entworfen wurde, könnt ihr live alle<br />
Gespräche und Diskussionen im<br />
Festivalzentrum mitverfolgen.<br />
—http://theater-blog.fhf-online.de/<br />
—www.theatertage-bw.de
16<br />
Magazin<br />
Mensagarten<br />
Bei schönem Wetter hat der Mensagarten<br />
in der Rempartstr. durchgehend<br />
von 11–23 Uhr geöffnet:<br />
zum Lernen, Chillen oder Spielen<br />
bei kühlen Getränken, Eis und<br />
Kaffee. Spiele zum Ausleihen: u.a.<br />
Kubb, Boule, Speedminton.<br />
Der Schrei!<br />
Sie spielen Melodica und Müllpercussion,<br />
Gitarre und Klavier, sie<br />
rappen, rocken, singen und schreien.<br />
Sie machen mit bei einem sehr<br />
ungewöhnlichen Projekt. 200 Jugendliche<br />
von Karlsruhe bis Lörrach<br />
im Alter von 14 bis 20 Jahren<br />
treten in Der Schrei! zusammen mit<br />
dem Sinfonieorchester des SWR<br />
auf. Der Schrei! bringt Profimusiker<br />
und Jugendliche zusammen, Amateure<br />
jeglicher Stilrichtung und Fähigkeit.<br />
Der Schrei wurde in allen<br />
Facetten erkundet, von HipHop bis<br />
Beethoven, in dessen 5. Sinfonie<br />
Chefdirigent Sylvain Cambreling<br />
einen komponierten Schrei sieht.<br />
Lange feilten er und der Musikpädagoge<br />
Werner Englert an einer<br />
Dramaturgie, in der Jugendliche –<br />
darunter auch verschiedene mit<br />
Behinderung – sich ebenso authentisch<br />
präsentieren können wie <strong>das</strong><br />
Orchester, <strong>das</strong> in Der Schrei! sein<br />
besonderes Profil von Klassik bis<br />
zu jüngster Avantgarde einbringt.<br />
—Termine: 20. 6., 20 Uhr Konzerthaus<br />
Freiburg; 21. 6., 19.30<br />
Uhr Oberrheinhalle Offenburg<br />
—www.der-schrei.com<br />
19 | JUNI 2009<br />
HIGH FIVE | JETZT UND HIER | A CAPPELLA<br />
www.vorderhaus.de<br />
Die SolarWorld AG in Freiberg, Sachsen, schreibt zum<br />
vierten Mal den SolarWorld Junior Einstein Award<br />
aus. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis richtet sich an<br />
Nachwuchsforscher, die sich mit ihrer wissenschaftlichen<br />
Abschlussarbeit rund um die Photovoltaik oder<br />
verwandte Themen bewerben können. Der Junior-Einstein-Award<br />
möchte junge Fachkräfte <strong>für</strong> die Solarbranche<br />
begeistern und innovative Ideen fördern.<br />
Gleichzeitig wird bereits zum fünften Mal der Solar-<br />
World Einstein-Award an eine Persönlichkeit aus Wis-<br />
Studentenwerk Freiburg<br />
SolarWorld Junior Einstein-Award NachwuchsforscherInnen,<br />
bitte bewerben! Für innovative Ideen winken 5000 Euro<br />
senschaft,Wirtschaft und Politik verliehen, die sich auf<br />
dem Gebiet der Photovoltaik verdient gemacht und<br />
einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung<br />
von Solarstromtechnologien geleistet hat.<br />
Beide Awards werden im September im Rahmen der<br />
24. Europäischen Photovoltaikkonferenz in Hamburg<br />
vor internationalem Publikum überreicht.<br />
—Bewerbungsfrist Ende Juni 2009. Weitere Informationen<br />
zum Junior-Einstein-Award und zu den Bewerbungsmodalitäten<br />
unter www.einstein-award.de .<br />
Bit Uni Battle Kreativität ist gefragt, wenn ihr die fette Bit Uni<br />
Party nach Freiburg, Offenburg, Kehl oder Furtwangen holen wollt<br />
Unter dem Motto „Wie Bit ist deine Uni?“ startet<br />
mit der Bit Uni Battle ein Wettbewerb <strong>für</strong> Studierende.<br />
Gefordert ist eine kreative Auseinandersetzung<br />
mit dem Wettbewerbsmotto: Mit Fotos, Collagen<br />
oder Videos sollt ihr zeigen, wie ihr <strong>das</strong> Flair<br />
der Bit-Welten in euren Hochschulalltag transpor-<br />
Habsburgerstraße 9 | 79104 Freiburg<br />
tiert. Kubanischer Charme, paradiesische Strände,<br />
<strong>das</strong> Temperament Brasiliens – wer von euch dieses<br />
Flair optisch am erfolgreichsten an der Universität<br />
oder Fachhochschule inszeniert, gewinnt die große<br />
Bit Uni Party. Und <strong>das</strong> ist ein tolles Paket: Das<br />
DJ- und Produzententeam Jazzanova und DJ Supermarkt<br />
sorgt <strong>für</strong> die richtigen Beats, Bit stiftet<br />
500 Liter Freiware und <strong>das</strong> technische Equipment.<br />
Und <strong>das</strong> nicht nur <strong>für</strong> die Gewinner, denn mitfeiern<br />
dürfen natürlich auch eure Kommiliton(inn)en.<br />
In der Jury sitzen keine Unbekannten: Markus<br />
Kavka, Buchautor, DJ und MTV-Moderator, die<br />
Band Jazzanova und <strong>das</strong> Musik<strong>magazin</strong> Intro bewerten<br />
die Einsendungen in punkto Kreativität<br />
und beste Umsetzung des Mottos.<br />
—Bis zum 31. Juli habt ihr die Möglichkeit, euch online<br />
unter www.bit-world.de oder per Post zu bewerben.<br />
Infos und Teilnahmebedingungen unter www.bitworld.de
<strong>Reisen</strong> Magazin 17<br />
Reisebegleiter: Vom persönlichen Tagebuch bis zum<br />
Blog: die besten Infos stehen selten im klassischen Reiseführer.<br />
„<strong>Reisen</strong> ist nicht Cruisen, Cruisen ist nicht <strong>Reisen</strong>“, schreibt Rona Alie<br />
Schnell in ihrem Buch „Cruisen in Scotland“. Aber was ist Cruisen<br />
dann? Auf Schatzsuche gehen, sagt die Grafikerin. Das hat sie getan.<br />
Zwei Wochen war sie alleine in den Highlands unterwegs, im Gepäck<br />
nicht viel mehr als eine Liebe in Scherben, ein paar alte Rechnungen,<br />
die sie mit sich zu begleichen hatte sowie eine Kamera und ein Sketch-<br />
Book.Tag <strong>für</strong> Tag hat sie geschrieben, gezeichnet, fotografiert und Belege<br />
<strong>für</strong> ihre Theorie gesammelt, <strong>das</strong>s die besten <strong>Reisen</strong> nicht in die Weite<br />
sondern in die Tiefe führen und <strong>das</strong> schönste Ziel nicht <strong>das</strong> äußerste<br />
Ende der Welt ist, sondern <strong>das</strong> innerste. Das Buch, <strong>das</strong> Schnell daraus<br />
gemacht hat, ist eine hübsche, sehr persönliche Bild- und Text-Collage<br />
über <strong>das</strong> Sich-treiben-Lassen geworden.<br />
Grafisch weniger ambitioniert als Schnells gedruckter Reiseblog, oft aber ähnlich persönlich gehalten<br />
und auf alltagspraktischen Nutzen hin geschrieben, sind viele der virtuellen Logbücher,<br />
die <strong>das</strong> Portral ontravelreports.com versammelt. Die mehrere Hundert Einträge umfassende<br />
Linkliste reicht von schnell herunter gerotzten Fakten-Stakkatos bis zu professionell recherchierten<br />
Reiseberichten, die neben den subjektiven Eindrücken auch wertvolle Anregungen zu Unterkunft,<br />
Essen, Einkaufen, Nachtleben oder Verkehr geben. Zu den umfangreichsten und benutzerfreundlichsten<br />
Reiseblogs gehören derzeit der englischsprachige travalblog.org, in dem kein<br />
Fleckchen der Erde unbeachtet bleibt, der hippe Metropolen-Blog gridskipper.com sowie die<br />
redaktionell betreute Schweizer Seite der Online-Reisecommunity blog/ebookers.ch mit zahlreichen<br />
Reiseberichten, Literaturtipps, aktuellen News sowie – als Besonderheit – Links zu Volontariatsstellen<br />
auf der ganzen Welt.<br />
— Rona Alie Schnell: Cruisen in Scotland, Eigenverlag 2009, 72 S., 12,95 Euro.<br />
SympathieMagazine: Egal, ob Strandurlaub oder<br />
Sprachreise – diesen kleinen Reiseführer solltet ihr einpacken<br />
Auf Initiative und mit Unterstützung des Bundesministeriums<br />
<strong>für</strong> wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) erschien<br />
im September 1974 die erste Ausgabe des SympathieMagazins<br />
zum Länderthema „Kenya verstehen“ –<br />
herausgegeben vom Studienkreis <strong>für</strong> Tourismus. Seither<br />
erscheint <strong>das</strong> Heft regelmäßig. Mittlerweile umfasst die<br />
Reihe mehr als 50 Länder- und zwölf Themen-Magazine,<br />
die sich mit verschiedenen Religionen, Fragen der Globalisierung<br />
oder Kinderrechten in verschiedenen Staaten auseinandersetzen.Pünktlich zum Start in<br />
die Sommerferien liegen nun „Kroatien – Slowenien verstehen“ und „Tschechien verstehen“ vor.<br />
Die SympathieMagazine ersetzen keine klassischen Reiseführer, aber sie ergänzen sie ausgezeichnet.<br />
Die touristischen Grundinfos sind knapp gehalten, den inhaltlichen Schwerpunkt bilden die Besonderheiten,<br />
die den Touristen vor Ort erwarten. Sie ermöglichen euch mit großer Themenvielfalt eine<br />
informative Einstimmung auf andere Länder, Kulturen und deren Menschen und werben <strong>für</strong> Respekt<br />
vor dem Fremden.<br />
So zeichnet „Kroatien – Slowenien verstehen“ noch mal den Weg der jugoslawischen Teilrebupliken<br />
in die Unabhängigkeit nach oder besucht die im Balkankrieg geschundene Stadt Vukovar.<br />
Ihr erfahrt, warum Frau sich trotz Gleichberechtigungsgesetz schwer mit selbiger tut und wer die<br />
wahren Kosmopliten in Kroatien sind. „Tschechien verstehen“ wirft u.a. einen Blick auf die<br />
Landkarte des Erinnerns, zeigt uns, wo die Tschechen Urlaub machen und verrät, warum sie so<br />
außergewöhnlich viel lesen.<br />
—www.sympathie<strong>magazin</strong>e.de<br />
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18<br />
Magazin<br />
Die Welt in meinen vier Wänden Laura Ilse, 21,<br />
studiert im 4. Semester Kunstgeschichte an der Uni Freiburg. Statt ihre Koffer zu packen und wegzufahren,<br />
ist sie <strong>für</strong> uns durch den internationalen Mikrokosmos ihrer Wohnung gereist. Ein Bericht<br />
Morgens klingelt mein Wecker made in china. In meinem<br />
Zimmer treffe ich auf die unterschiedlichsten Teile<br />
der Welt. Schon der Blick aus meinem Fenster ist wunderbar.<br />
Der Schlossberg, hinter dem die Sonne hervorkommt.<br />
Dieser lässt mich natürlich erst einmal an <strong>das</strong><br />
schöne Freiburg denken. Die Hänge mit den Weinstökken,<br />
dann jedoch auch an Italien. Dies richtet meine<br />
Gedanken auf die Gegenstände um mich herum, die<br />
mir meine Freunde von ihren <strong>Reisen</strong> um die Welt mitgebracht<br />
haben.<br />
Was zieh ich heute an?<br />
Ich schlüpfe in die Jeans aus den USA, dazu Socken<br />
aus Schweden, mit Elchen drauf.<br />
Und welcher Schmuck – welche Kette, welche Ohrringe<br />
dazu?<br />
Ich wähle aus meinem Schmuckkästchen aus Syrien die<br />
Kette mit dem silbernen Delphin aus der Toskana, der<br />
um eine blaue Kugel herum springt. Daneben glitzern<br />
und klimpern silberne Ohrringe aus Mexiko. Dazu<br />
wähle ich aus meinen bunten Schals und Tüchern, die<br />
alle an meiner Tür hängen, den türkisen Schal, den mir<br />
eine Freundin aus Indien mitgebracht hat. Zum Schluss<br />
stecke ich mir noch die Haare mit meiner Haarspange<br />
vom Äquator in Kenia hoch, die ich von meiner Schwägerin<br />
habe. Auf dem Weg in die Küche, hole ich mir<br />
aus dem Regal im Flur eine Aprikosenmarmelade à la<br />
Mama, die ich mit Toast zum Frühstück esse. Später<br />
nehme ich mir aus meinem Kühlschrank, der mit Magneten<br />
aus Australien geschmückt ist, vielleicht noch<br />
ganz klassisch Weißwürste aus der Heimat Bayern.<br />
Was brauch ich heute <strong>für</strong> die Uni?<br />
Meine Umhängetasche aus der Bretagne fülle ich mit<br />
Block, Stiften und was zu knabbern, am liebsten Kräcker<br />
oder mitgebrachte Schokolade aus der Schweiz.<br />
Ein Buch muss auch immer dabei sein. In meinem Bücherregal<br />
stehen viele Bücher. Kunst, Kochen, Fantasy<br />
bunt durchgemischt, dazwischen sind auch einige voll<br />
geschriebene Hefte mit Exkursionsberichten aus Paris,<br />
Padua und auch dem nahe gelegenen Elsass zu finden.<br />
Do-s: Jeder der mich besucht: Man sollte sich einmal<br />
auf mein Fensterbrett in die Sonne setzen und den<br />
Blick auf den Schlossberg genießen. Mit mir und der<br />
ganzen Hausgemeinschaft feiern, bis in die Nacht tanzen<br />
und am nächsten Tag Brunchen. Dabei gibt es leckere<br />
American Pancakes mit Ahornsirup. Gelegentlich<br />
treffen wir uns auch ganz spontan, schreiben Referate<br />
oder reden über alles Wichtige und Unwichtige.<br />
Mit mir zu kochen, natürlich nur als Sous-Chef, Küchenjunge<br />
und Schneide- bzw. Umrührassistenz,<br />
Hauptsache man steht mir nicht im Weg. Beim Essen<br />
der kulinarischen Köstlichkeiten, Asiatisches aus dem<br />
Wok, italienischer Risotto oder französische Artischocken<br />
mit Vinaigrette, unterhalten wir uns oder genießen<br />
Cary Grant in alten Schwarz-Weiß Filmen.<br />
Don’t-s: Für Besucher gilt: Möglichst ruhig im Aufzug<br />
verhalten, es besteht die Gefahr stecken zu bleiben. Das<br />
ist zwar bisher nur einmal passiert und zwar mir, aber<br />
man weiß ja nie. Außerdem sollte man auf der richtigen<br />
Seite aussteigen.Wenn man es dann mal in meine Wohnung<br />
geschafft hat, ist es sehr wichtig, <strong>das</strong>s man beim<br />
Schließen der Tür die Klinke runterdrückt, sonst geht<br />
sie nicht zu. In der Küche gilt in erster Linie, <strong>das</strong>s man<br />
sich den Posten des Chefkochs nicht untern Nagel<br />
reißt, denn der gehört mir. Außerdem sollte man nie<br />
den Backofen mit nackter Haut berühren, akute Verbrennungsgefahr.<br />
<strong>Reisen</strong><br />
Die Haarspange made in Kenia, <strong>das</strong><br />
Schmuckkästchen made in Syria –<br />
und der Blick aus dem Fenster geht<br />
in eine Landschaft, die zu den touristischen<br />
Top-Destinationen Deutschlands<br />
gehört. Grund genug <strong>für</strong> <strong>alberta</strong>-<br />
Autorin Laura Ilse, auch mal zu Hause<br />
zu bleiben. (Fotos: privat)
KREBS MACHT KEINEN UNTERSCHIED.<br />
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