Klasse 4 - Freie Waldorfschule Schopfheim

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Klasse 4 - Freie Waldorfschule Schopfheim

Foto: „Insektenhotel“ auf dem Gartenbaugelände der FWS Schopfheim

Weihnachten 2009

Prisma 67

Schulzeitung der Freien Waldorfschule Schopfheim e.V.

...

und sie

fanden keine

Herberge

...


2 • Weihnachten 2009

Assoziationen zur Jahreszeit:

... und sie fanden keine Herberge!

Weihnachen, die große Sehnsucht...

Wenn genug Schnee liegt. Wenn der Tannenbaum schön ist.

Wenn die Kinder artig sind. Wenn meine Geschenke erfreuen.

Wenn das Essen gelingt. Wenn nicht so viel Alkohol getrunken wird.

Wenn wir uns nicht streiten.

Chancenlos.

Wonach sehnen sich denn viele? Nach „Heimat“?

Danach, dass man mit sich und den Seinen im Reinen ist,

dass man in sich Orte findet, in denen man sich zuhause fühlt?

Dass der eigene Lebensraum eine Hülle ist, in der man gerne lebt?

Ecce Homo

In dem Herzen webet Fühlen,

In dem Haupte leuchtet Denken,

In den Gliedern kraftet Wollen.

Webendes Leuchten,

Kraftendes Weben,

Leuchtendes Kraften:

Das ist der Mensch.

Rudolf Steiner

In den ersten drei Zeilen wird beschrieben,

was wir alle als Geschenk ins Leben mitbekommen haben.

Die nächsten drei Zeilen haben Tätigkeiten zum Inhalt, die nicht von alleine

geschehen, die arbeitend errungen werden dürfenkönnenmüssten:

Ein Denken, das nicht kalt ist, sondern von Herzenswärme durchwoben.

Ein Gefühlsleben, das nicht in Langeweile verdorrt.

Ein Handeln, das durch die Kraft des Geistes geführt ist.

Die Gegenwart zeigt uns, dass wir die Geschenke des Fühlens, Denkens und

Wollens nicht immer sinnvoll nutzen –

jede Zeitung ist ein ellenlanger Bericht davon.

Gerne würde ich mit Rudolf Steiner darüber sprechen, warum er die

anderen drei möglichen Verbindungen der drei Verben nicht in das Gedicht

mit aufgenommen hat – in Ermangelung dieser Möglichkeit

war das in den letzten Wochen Thema im Eurythmieunterricht der 10a...

Das ist der Mensch.

Ist der Mensch? Wird der Mensch nicht eher?

Von alleine?

...und sie fanden keine Herberge...

...die Menschen, die guten Gedanken, die Bienen,

die Ideale, die Begeisterung, die gute Tat...

Ein "Insektenhotel"–

ist es nicht ein wenig seltsam, so etwas zu bauen – gar verrückt?

Wenn, dann sollten wir alle mehr verrückte Sachen machen

und damit die Welt ein klein wenig lebenswerter machen!

Peter Elsen (L.)

Prisma (67) Prisma (67)

Impressum

Ansprechpartner in der ehrenamtlichen

Prisma-Redaktion sind:

Frauke Roloff Tel. 07622 - 5746

Themen-Vorbereitung, Datenerfassung,

Layout, Lektorat, Druck-CD, Verteiler

E-mail: prisma@waldorfschuleschopfheim.de

Thomas Gremm-Roloff Tel/Fax 07622 - 5746

Themen aus dem Vorstandsbereich, Werbung

E-mail: prisma@waldorfschuleschopfheim.de

Gerhard König

für das Lehrerkollegium

E-mail: ger.art@t-online.de

Claudia Kiefer

Jutta Bockelmann

Joker

Markus Werges

Korrektur

Photos:

Harry Müller (offizieller Prismafotograf),

Rainer Arnold, Gerhard König u.a.m.

Druck:

Hornberger Druck KG

Belchenstraße 8, 79689 Maulburg

Herausgeber:

Freie Waldorfschule Schopfheim

Schlierbachstr. 23, 79650 Schopfheim

Tel.: 07622 - 666849 - 0, Fax: 07622 - 5268

E-mail: info@waldorfschuleschopfheim.de

Internet: www.waldorfschuleschopfheim.de

-10 Frau Kühner

-11 Frau Pfeil

-12 Frau Schaubhut

-13 Hausmeister

-14 Pforte – Frau Baum

-15 Lehrerzimmer – Besprechungsraum

-16 Lehrerzimmer

-17 Gartenbau

-18 Physik

-19 Küche

-22 Anrufbeantworter

Die Inhalte der Beiträge im Prisma

werden von den jeweiligen Verfassern

auch zur besinnlich friedlichen Weihnachtszeit

michaelisch mutig selbst verantwortet.

Die Redaktion behält sich dabei vor,

Artikel aus Platzgründen zu kürzen.

In eigener Sache Inhalt

Weihnachten 2009 • 3

Liebe Leserinnen und Leser,

Schwerpunkt der Prismaberichte

ist ja immer der ganz konkrete Blick auf

die Freie Waldorfschule Schopfheim.

Zum einen fördert das die interne Transparenz

und das Kennenlernen von

Titel • 1

Assoziationen zur Jahreszeit:

... und sie fanden keine Herberge! • 2

In eigener Sache • 3

Impressum • 3

Schule intern

Menschen, Inhalten und Prozessen an Bund der Freien Waldorfschulen

unserer Schule. Zum anderen geben wir Gemeinsames Leitbild • 4

diese Informationen durch die externe November-Mitgliederversammlung

Verteilung auch ganz offen nach außen

und stellen uns damit in den Kontext

ein protokollarischer Rückblick • 5

Menschen an unserer Schule

unserer Gemeinde – Stadt Schopfheim. Was machen Ehemalige?

Aber wir existieren hier ja nicht Im Gespräch mit Lailah Roos • 6+7

isoliert auf unserer kleinen ländlichen Klassenfotos der Unter- und Mittelstufe

Insel. Wir sind vernetzt mit der großen

Welt und daher konnten Sie im letzten

Klassen 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 12 • 8-11

Aus dem Schulleben

Prisma einen Artikel zur Entwicklung Von großfüßigen Vegetariern,

der Landeszuschüsse lesen. Mittlerweile Rohrkolbenspezialisten und

wurden Landtagsabgeordnete von den Schwindelfliegern • 12+13

Eltern angeschrieben und am 19. Januar

beteiligt sich unsere Oberstufe an einer

Bericht von der Schülervertreter-Tagung

in Berlin-Kreuzberg • 13

Großdemonstration der Arbeitsgemein- Martinibazar 2009 –

schaft Freier Schulen in Stuttgart.

ein persönlicher Rückblick • 14+15

Woran es im deutschen Schulwesen Photoshooting und

sonst noch mangelt und wie dem begeg- Zahlenstatistik in der OLBibliothek • 16

net werden könnte, hat der DPWV in Erster OLBikino-Abend:

einem Thesenpapier dargestellt (S.26),

spannend ist in diesem Zusammenhang

Let`s make money • 17

Aus dem Unterricht

das im Herbst beschlossene Leitbild der Aus den Handwerkspraktika

deutschen Waldorfschulen zu lesen (S.4). der Klassen 9b und 9a • 18

Die Berichte aus dem Unterricht Aus den Industriepraktika

sind diesmal von der Oberstufe geprägt. der Klassen 10b und 10a • 19

Neben zahlreichen Praktikaberichten Unaufhaltsam –

(S.18ff) finden Sie wohlgesetzte Worte die Poetikepoche der Klasse 10a • 20+21

aus einer Poetikepoche (S.20).

Bericht von einem

Menschen an unserer Schule hatten Sozialpraktikum der Klasse 11 • 22

wir im vergangenen Jahr in rekordver- Bericht von dem zwiefachen

dächtiger Zahl: 512 SchülerInnen und Kunstunterricht der Klasse 12 • 23-25

36,1 LehrerInnen. Die Zahl der Eltern

wurde nicht ermittelt. Dieses Jahr sind

Rechts vor links!!! in der Klasse 4 • 25

Aus dem Umkreis der Schule

es nicht ganz so viele: Unter- wie Mittel- Reform des deutschen Schulwesens

stüfler können Sie auf (S.8ff) bewundern. Thesenpapier des DPWV • 26+27

Eine Ehemalige wird per Interview vor- Aus den Schriften:

gestellt (S.6) und Bücherei-Mütter (S.16) Persönlichkeit versus Individualität –

veröffentlichen einige Ausleihstatistiken.

Auch die Teichhühner scheinen sich bei

oder: Kann Neues in die Welt? • 28

Aus den Kindergärten

uns immer noch ganz wohl zu fühlen, Kindergarten "Am Eisweiher"

Gerhard König spürte ihnen nach (S.12).

Apropos wohlfühlen – waren Sie auf

Kann ich das Sein erkennen? • 29

Rätsel

dem Bazar? Einen Bericht über unser Auflösung des Herbstfotorätsels

traditionell herbstliches Aktivitäts- und

Wohlfühl-Event finden Sie auf S.14.

Was alles in der kommenden Zeit

und neue Frage des Winterrätsels • 27

Kleinanzeigen • 27

Mitteilungen

bis zum neuen Prisma jetzt schon Einladungen und Hinweise,

schulisch geplant ist, können Sie den

Hinweisen auf S.30f entnehmen.

Ankündigungen und ein Gesuch • 30+31

Termine

So bleibt uns nur noch, Ihnen schöne Wochen- und Quartalstermine,

Weihnachtstage und einen guten Start Ferientermine und

ins neue Jahr zu wünschen Ihre Prisma

Redaktionsschluss • 32

Redaktion


4 • Schule intern

Laut Norbert Handwerk aus dem Bundes-Arbeitskreis für Qualität der Waldorfschulen ist das neue gemeinsame Leitbild aller

Waldorfschulen gedacht als der deutsche Beitrag zur Verständigung im internationalen Prozess über allgemein gültige

Grundlagen waldorfpädagogischer Arbeit, der von der Pädagogischen Sektion Dornach koordiniert wird. Natürlich seien die Leitlinien

auch eine Anregung für manche Schulen, um ihre Grundlagen und Ziele der täglichen Arbeit zu reflektieren. Darüber hinaus

bestünde außerdem der Wunsch, dass diese Leitlinien für die interessierte Öffentlichkeit das Besondere der waldorfpädagogischen

Prägung verdeutlichen könnten.

In einem mehrjährigen Prozess wurde seit 2006 aus Gesprächen der Arbeitsgruppen auf Bundestagungen sowie aus Anregungen

einzelner deutscher Schulen (insgesamt zwölf) eine Fassung erarbeitet, die als Beschlussantrag der Bundes-Mitgliederversammlung

im Oktober diesen Jahres vorgelegt und angenommen wurde. Sie wird in einem himmelblauen Flyer, geschmückt mit Fotos von

sympathischen Schülern, bundesweit verteilt. Auch hier im Prisma soll dieses „Gemeinsame Leitbild aller deutschen Waldorfschulen“

zu studieren sein. Die für uns dazu passenden sympathischen Schüler sind auf den Seiten 8 bis 11 zu finden. fr

Waldorfschulen begreifen ihren Erziehungs- und Bildungs-

auftrag im Respekt vor der Würde des Kindes und

in Wertschätzung menschlicher und kultureller Vielfalt

als gemeinsame Verantwortung von Eltern, Lehrern und

Erziehern* für die gesunde, individuelle Entwicklung

der Schüler. Die pädagogischen Impulse Rudolf Steiners

bilden die Grundlage der Gestaltung des Unterrichts.

Didaktik und Methodik basieren auf der anthroposophischen

Menschenkunde und Erziehungskunst.

Waldorfschulen sind Teil des öffentlichen Bildungswesens.

Sie beteiligen sich an aktuellen bildungspolitischen Diskussionen

und am erziehungswissenschaftlichen Diskurs. Sie

treten für Freiheit und Vielfalt im Bildungswesen ein.

• Die Waldorfschule steht allen Kindern und Jugendlichen

offen, unabhängig von Nationalität, Religionszugehörigkeit,

sozialer Herkunft und Finanzkraft der Eltern. Sie achtet

die kulturellen Hintergründe der Schüler, erzieht zu

weltanschaulicher sowie religiöser Offenheit und veranlagt

verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber Natur und

Gesellschaft.

• Die Waldorfpädagogik gründet sich auf die Beobachtung

und das Verstehen der Entwicklung des Kindes und

Jugendlichen. Durch ihre besondere, entwicklungsorientierte

Pädagogik fördert die Waldorfschule die Schüler nach ihren

individuellen Möglichkeiten, sodass sie ihre Fähigkeiten

im Sinne einer Selbsterziehung zunehmend auch selbst

ausbilden und ihre Anlagen voll entfalten können.

• Da sich Didaktik und Methodik auf das Lebensalter und

die Entwicklungsbedürfnisse der Schüler beziehen, werden

Mädchen und Jungen gemeinsam in altershomogenen

Jahrgangsklassen unterrichtet. Der Unterricht ist ganzheitlich:

Eine wissenschaftliche Grundhaltung, die künstlerische

Gestaltung und spirituelle Offenheit sind wesentliche

Elemente in allem Unterricht. Kognitive, künstlerische und

praktische Lernfelder sind gleich gewichtet. In den

naturwissenschaftlichen Fächern kommt der Betrachtung

der Phänomene eine besondere Bedeutung zu.

Fremdsprachen werden ab der ersten Klasse unterrichtet.

Es gibt waldorfspezifische Fächer (wie z.B. Eurythmie)

sowie eigene Förderangebote, je nach Entwicklungsstand,

Leistungsfähigkeit und Begabung. Werteorientierung,

die Ausbildung sozialer Fähigkeiten und die Stärkung der

Eigenverantwortlichkeit sind wichtige Erziehungs- und

Unterrichtsziele.

Neu: Gemeinsames Leitbild

der 215 deutschen Waldorfschulen

• Die intensive Begegnung von Eltern, Lehrern und Schülern

hat eine besondere Bedeutung für den Erziehungs- und

Bildungsprozess. Die personelle Kontinuität als ein wichtiges

Erziehungsprinzip wird verwirklicht unter anderem durch

den täglichen Unterricht desselben Klassenlehrers über

viele Jahre, durch feste Bezugspersonen über längere Zeiten

sowie durch eine stabile Klassengemeinschaft. Ein gesundes

Lernklima wird durch konzentriertes Arbeiten in Epochen

sowie rhythmische Gliederung des Unterrichts ermöglicht.

• Der Unterricht orientiert sich an den vom Bund der Freien

Waldorfschulen veröffentlichten Rahmenlehrplänen und

Kompetenzbeschreibungen, die durch Forschung und Praxis

evaluiert und weiterentwickelt werden. Die Waldorfschule

bereitet ihre Schüler auf einen eigenen Waldorfabschluss

sowie auf staatliche bzw. staatlich anerkannte

Schulabschlüsse vor.

• Für die Lehrer gibt es eine spezielle Ausbildung in

Waldorfpädagogik. In der kreativen Ausgestaltung des

Unterrichts sind sie frei; sie machen ihre Arbeit transparent

und verantworten sie vor Kollegium und Eltern. Die Unterrichtsqualität

wird evaluiert. Eine permanente Fortbildung

ist Teil der pädagogischen Arbeit. In verschiedenen Modellprojekten

werden die Methoden, die Schulstruktur und die

Qualität der Waldorfschulen weiterentwickelt.

Waldorfschulen sind wirtschaftlich und rechtlich

eigenständig. Das Engagement und die Zusammenarbeit von

Eltern und Lehrern sind die Grundlage der gemeinsamen

pädagogischen und wirtschaftlichen Trägerschaft einer

Waldorfschule. Organisation, Leitung und Verwaltung der

Schule werden von Lehrern und Eltern nach den sozialen

Impulsen der Anthroposophie selbst gestaltet. Die Lehrer

beteiligen sich an der kollegialen Selbstverwaltung der

Schulen. Die Verantwortlichkeit für Prozesse und Entscheidungen

ist klar definiert und transparent.

• Im Sinne ihres ganzheitlichen Erziehungs- und Bildungs-

ansatzes arbeiten die Waldorfschulen mit Waldorfkindergärten

zusammen.

• Die Waldorfschulen verpflichten sich in gegenseitiger

Verantwortung zur regionalen und nationalen Zusammenarbeit

im Bund der Freien Waldorfschulen. Darüber hinaus

arbeiten sie europa- und weltweit zusammen.

Verabschiedet auf der Mitgliederversammlung des Bundes

der Freien Waldorfschulen am 25.10.2009 in Stuttgart

* Der besseren Lesbarkeit halber wird allein die männliche Form verwendet, die hier nicht als Geschlechtsbezeichnung verstanden wird.

Prisma (67) Prisma (67)

November-Mitgliederversammlung zur Bilanz – ein Rückblick

Auch in diesem Jahr fand im dunklen

November eine Mitgliederversammlung

statt, die in erster Linie im

Zeichen der Finanzen stand, weil

nach dem Jahresabschluss die Bilanz

vorgestellt wurde. Wie aber schon der

an alle Mitglieder ergangenen Einladung

entnommen werden konnte, gab es

weitere Tagesordnungspunkte, die

sich rückblickend mit dem Schuljahr

2008/09 befassten.

So spannte sich der Bogen von

einem Bericht über die Vorstandsarbeit

von Herrn Lessmann-Schreiber über

eben jene Bilanz, die Frau Kühner vorstellte.

Nach Entlastung des Vorstands

wurden die Vorstandsmitglieder neu

gewählt, die bereit sind weiterhin oder

neu dieses Amt zu übernehmen. Mit

Frau Glocker und Herrn Balabau stellten

sich zwei neue Kollegen den Mitgliedern

vor und Frau Reichert gab schließlich

einen Überblick über die Unterrichtsversorgung

in diesem Schuljahr.

Obwohl also die Themen ebenso

vielfältig wie bedeutsam waren, war die

Beteiligung an der Versammlung mit

36 anwesenden Mitgliedern nicht

umwerfend, noch dazu war ja die überwiegende

Zahl der Anwesenden in der

einen oder anderen Form an der Durchführung

der Mitgliederversammlung

beteiligt.

Die Bilanz

Die Vorstellung der Bilanz gestaltete

sich wie gewohnt und bewährt – und

auch schon fast traditionell war der

Jahresabschluss besser, als das Budget

erwarten ließ. Frau Kühner erläuterte

auch, warum dies auch in diesem Jahr

wieder so war und dass dies aus der

vorsichtigen Kalkulation der Beteiligten

resultiert.

Die Ausgaben lassen sich recht gut

prognostizieren – die Differenz der

budgetierten und bilanzierten Ausgaben

von nur 2% belegt dies deutlich. Der

größte Ausgabenposten sind wie immer

die Personalkosten und die sind weitestgehend

vorhersehbar.

Bei den Einnahmen ist dies schwieriger.

Das Budget wird Monate vor dem

Schuljahr und damit zu einem Zeitpunkt

erstellt, zu dem die künftigen Schülerzahlen

nur grob abgeschätzt werden

können. Da die Schülerzahlen aber

maßgeblich die Einnahmen bestimmen,

ist Vorsicht geboten. Es wird nur mit

den Schülern kalkuliert, die voraussichtlich

nach den Sommerferien da sind

und für die die Schule Zuschüsse vom

Land und Elternbeiträge erhält.

Wie viele Schüler die erste Klasse

haben wird, ist z.B. lange unklar, weil

Zusagen erteilt werden, aber die unterschriebenen

Verträge der künftigen

Erstklasseltern oft erst viel später

eingehen. Erschwerend kommt hinzu,

dass die Schüler, die die Fachhochschulreife

anstreben, gar nicht bezuschusst

werden, andererseits für die Schüler, die

z. B. von der Waldorfschule aus Lörrach

kommend an unserer Schule ihren Fachhochschulreifeabschluss

absolvieren

wollen, ein Zuschuss aus Lörrach

gezahlt wird (umgekehrt würde dies

genauso gehandhabt).

Schüler, die nach Budgeterstellung

an- oder abgemeldet werden, verändern

die Einnahmen deutlich (pro Jahr und

Schüler sind das deutlich mehr als 5000

Euro).

Diese Praxis der Budgeterstellung

mit gesicherten (und nicht mit erhofften)

Schülerzahlen hat nun nichts mit Pessimismus

oder Schwarzmalerei zu tun.

Es würde von nicht allzu großem Verantwortungsbewusstsein

zeugen, wenn

man seine Ausgaben an Einnahmen

ausrichtet, die man möglicherweise nicht

haben wird. Da ist es doch schöner,

wenn am Ende des Schuljahres mehr

Geld übrig bleibt, als erwartet, als dass

man Geld bereits verplant oder gar

ausgegeben hat, das bis Schuljahresende

nicht eingenommen wird.

Im Vergleich zum Vorjahr muss

festgestellt werden, dass sich der Überschuss

trotz einer Rekordschülerzahl

von 512 um 7% verringert hat. Mit

Hinblick auf das laufende Schuljahr, in

dem mit 502 Schülern gerechnet werden

kann, wird das vorherige Ergebnis

erneut nicht erreicht werden können.

Für die Schuljahre ab 2012/13, in denen

die Schülerzahl nach und nach durch

Weggang der B-Klassen deutlich sinken

wird, fehlen noch tragfähige Modelle.

Dies wird neben pädagogischen

Fragen eine vorrangige Aufgabe für

Kollegium und Vorstand sein.

Kandituren

Für das Vorstandsamt hat Frau Engeser

nicht mehr kandidiert und Herr Kühnel

dankte ihr im Namen von Kollegium,

Verwaltung, Hausmeisterei und

Schule intern • 5

Vorstand für das geleistete Engagement.

Herr Lessmann-Schreiber wird den

Vorstand nur noch für ein weiteres Jahr

unterstützen. Frau Kühner wurde von

der Mitgliederversammlung erstmals in

den Vorstand gewählt.

Zusammen mit den gewählten

Kollegiumsvertretern Frau Ingenfeld

und Herr Mally besteht der Vorstand

zurzeit aus acht Mitgliedern, davon vier

aus der Elternschaft.

Obwohl die Themen

ebenso vielfältig wie bedeutsam waren,

war die Beteiligung an der Versammlung

mit 36 anwesenden Mitgliedern

nicht umwerfend.

Durch die Neuerungen in der Selbstverwaltungsstruktur

der Schule sind auf

den Vorstand neue Aufgaben zugekommen.

Die Vorstandsmitglieder treffen

sich etwa einmal pro Monat in Gesamtvorstandssitzungen

und arbeiten darüber

hinaus im geschäftsführenden Vorstand,

im Schulleitungsgremium und in der

Schulführungskonferenz mit. Weitere

Aufgaben sind denkbar, im Moment

aber nicht leistbar. Daher haben Herr

Lessmann-Schreiber und Herr Gremm-

Roloff betont, dass engagierte Eltern im

Vorstand herzlich willkommen sind und

jederzeit an den Sitzungen hospitierend

teilnehmen können.

Alle derzeitigen Eltern im Vorstand

haben Kinder in der achten Klasse und

werden mit ihren Kindern aus der

Schule herauswachsen. Über frischen

Wind aus den unteren Klassen würde

sich der Vorstand ganz besonders

freuen! Oliver Krüger


6 • Menschen an unserer Schule

Menschen an unserer Schule

Nachdem sich im Michaeli-Prisma die neuen Kollegen vorstellen konnten und die dreizehnten Klassen im Bild erschienen –

(Haben Sie übrigens auch gemerkt, dass der Name von Moana Menne nirgendwo notiert war, obwohl doch die Schülerin

deutlich zu sehen war? Wir entschuldigen uns für diese Lückentücke, die Teufelchen haben während der Michaelizeit wohl auch im

Prisma ihr Unwesen getrieben!) – so erscheinen in dieser Ausgabe nun alle Unter- & Mittelstufenklassen und in der Osterausgabe

sind dann die Oberstüflerklassen zu finden – eine Ausnahme macht leider die erste Klasse, gottseidank springt die zwölfte ein.

Mit einem neuen erfrischenden Wind flatterte uns des Weiteren ein Interview mit einer Ehemaligen ins Haus: Lailah Roos, die

nach ihrem Studium wieder ins Schopfheimer Wiesental zurückkehrte, erzählt. Und vielleicht macht dieses Interview Schule, und

es werden unter dieser Rubrik in Zukunft weitere prismatisch schillernde biografische Schlaglichter von Ehemaligen unserer nun

schon über dreißig Jahre alten Waldorfschule erscheinen… Die Redaktion begrüßt solche Aktivitäten überaus! fr

Was machen

Ehemalige?

Im

Gespräch

mit

der

Flötistin

Lailah Roos

l l a:

UDu

hast ja vor kurzem zusammen

mit Michael Donkel am Flügel ein

Konzert gespielt im großen Saal der

Schule. Wie geht’s dir jetzt, nachdem

das so knapp zwei Wochen vorbei ist?

La i L a h:

Also heute geht`s mir wieder besser.

Am ersten Tag danach kam die große

Depression. Man hat sich wochenlang

darauf vorbereitet und plötzlich ist

es vorbei.

Und wie war es vorher für dich?

Warst du sehr aufgeregt?

Klar, ich war unter Stress, aber ich

hatte ja eine Woche Herbstferien und

dadurch Zeit. Das war total wichtig.

Wie kam es denn zu dem Konzert?

Ich wollte gerne einmal in dem neuen

Saal spielen. Leider gab es keine

Veranstaltungsreihe, in die ich mich

einfach hätte integrieren können.

Aber ich konnte den Saal mieten

und ein Konzert eigenverantwortlich

veranstalten. Ich habe dann Michael

Foto z.V.g.

Donkel gefragt, mit dem ich seit zwei

Jahren zusammenspiele, ob er bereit

sei, mit mir dort zu konzertieren, auch

wenn`s hinterher vielleicht kein Geld

gäbe. Er sagte zu. Dann habe ich den

Termin ausgemacht und mich um

Werbung, Plakat und Zeitungsnotizen

gekümmert. Als das Programm stand,

habe ich es bei der GEMA angemeldet.

Die GEMA, Saalmiete und Werbung

waren Kostenfaktoren, die wir über die

Eintrittsgelder wieder reingeholt haben.

In der Schopfheimer Waldorfschule

hast du deine Schulzeit verbracht.

Wie ist deine Beziehung

zu dieser Schule heute?

Von klein auf war ich in den verschiedenen

Orchestern der Schule. Habe viele

Konzerte mit denen gemacht, auch Solo

gespielt. Das war so mein musikalischer

Werdegang an der Schule. Und dann bin

ich nach dem Studium zurückgekehrt.

Jetzt unterrichte ich dort zweimal in der

Woche meine Flötenschüler und fühle

mich wieder dazugehörig, zum Schulwesen,

zum Orchester.

Welche Menschen waren für deine

musikalische Entwicklung prägend?

Das war Frau Hochweber,

die mich unterstützt hat. Sie war

die entscheidende Person für meine

musikalische Entwicklung in der Schule.

Dazu kam Frau Dürrschnabel, die zehn

Jahre lang meine Flötenlehrerin war.

Nach der Schulzeit hast du dich

entschieden, einen Beruf aus deiner

musikalischen Begeisterung zu machen.

Wie ging es weiter?

1998 habe ich Abitur gemacht. Da mir

klar war, dass ich nicht direkt eine Aufnahmeprüfung

bestehen würde, habe

ich mich erstmal ein Jahr lang darauf

vorbereitet. Nach diesem Jahr nahm ich

in verschiedenen Städten Deutschlands

an den Aufnahmeprüfungen teil, hatte

danach eine Zusage für Würzburg und

Weimar und habe mich dann für Weimar

entschieden. Meine Entscheidung hing

mit der dortigen Professorin zusammen.

Wie verlief denn die Arbeit mit ihr?

Frau Wally Hase war damals 30 Jahre alt,

also total jung noch. Oft hat sie noch

nach den Klassenabenden Parties veranstaltet

und uns nach Hause eingeladen.

Es entstand ein sehr persönliches

Verhältnis zwischen uns. Ich glaube,

wenn ich sie nicht gehabt hätte, hätte

ich das Studium vielleicht auch hingeschmissen.

Ich hatte Heimweh und fragte

mich was es bringt, wenn ich tagelang

Tonleitern auf- und abwärts übe und nie

ein Ergebnis habe. Was sollte das?

Kann man sagen,

dass du dich durchbeißen musstest?

Ja schon. Ich hatte vor meinem

Vordiplom ein Gespräch mit meiner

Professorin, wo sie mich gefragt hat, ob

ich es wirklich weitermachen will. Nicht

weil sie mich loswerden wollte, sondern

weil sie wollte, dass ich mich wirklich

dafür entscheide. Und das habe ich dann

getan. Ich hatte damals Probleme mit

Prisma (67) Prisma (67) Menschen an unserer Schule • 7

Lampenfieber, mangelndem Selbstwertgefühl,

konnte nicht glauben, dass

ich gut bin. Das Tolle war, meine

Professorin hat immer gesagt: "Du

schaffst das! Das weiß ich. Du kannst

es." Sie hat immer an mich geglaubt,

auch wenn ich selber gezweifelt habe.

Und das war das wirklich Wichtige: an

mich zu glauben. Irgendwann war der

Knoten geplatzt, dann ging es vorwärts.

Auch mit der musikalischen Qualität?

Ja. Total. Auch das Lampenfieber konnte

mich nicht mehr so beherrschen. Ich

hatte keine Vorspiele mehr, die richtig

schlecht waren, weil ich so aufgeregt

war. Das gab es dann einfach nicht mehr.

Was ist denn für dich

das Wichtigste, wenn du Flöte spielst?

Für mich ist am Wichtigsten, dass es

gut klingt und dass ich mich wohl fühle

beim Spielen. Und fürs Publikum finde

ich das Wichtigste, dass es berührt wird.

Das größte Kompliment ist, wenn jemand

sagt: "Ich musste so weinen." Dann ist

etwas angekommen und hat berührt.

Und was tust du,

um dich für ein Konzert so

vorzubereiten, dass du das erreichst?

In den Stunden vorher lasse ich es mir

auf jeden Fall gut gehen. Schlafe noch

ein bisschen, trinke keinen Kaffee, übe

nicht zu viel und in den Tagen vorher

dasselbe. Man hat nichts davon, wenn

man zuviel übt. Womöglich bekommt

man dann Probleme mit dem Rücken

oder mit den Händen. Für ein Konzert

muss ich mich auch körperlich wohl

fühlen.

Was hast du für Pläne, wie geht es weiter?

Das ist die große Frage. Im Januar spielen

Michael Donkel und ich in einem Sanatorium.

Konkret ist weiter noch nichts

geplant. Man kann uns noch buchen.

Dann bin ich auf der Suche nach einem

guten Gitarristen z. B. für Tangoabende.

Auch reizt mich Flöte/Gesang, da gibt

es schöne Stücke. Und es interessiert

mich, einen Komponistinnenabend zu

machen. Und ich werde weiterhin zu

besonderen Anlässen, z. B. bei Hoch-

zeiten oder Vernissagen, für den

musikalischen Rahmen sorgen.

Das ist doch eine vielfältige und

spannende Zukunftsperspektive.

Sprechen wir übers Unterrichten.

Wie läuft das?

Ich unterrichte seit sechs Jahren in

Schopfheim und in Lörrach-Stetten.

Mittlerweile beträgt mein Schülerstamm

momentan bis 26 Schülerinnen und

Schüler. Wir bereiten gerade die

Vorspiele zu Weihnachten vor.

Was befriedigt dich

an der Arbeit mit den Kindern?

Es befriedigt mich, wenn ich Fortschritte

sehe. Gestern hatten wir eine gelungene

Trioprobe mit drei Elftklässlerinnen

und wenn man dann zurückdenkt an

die Anfänge, was das für ein Kampf

war, bis sie mal drei richtige Noten

aneinander spielen konnten, und wenn

man dann merkt, sie können jetzt richtig

gut Flöte spielen, diese Entwicklung

finde ich toll. Auch die Beziehung, die

sich entwickelt zwischen Schüler und

Lehrer, finde ich sehr spannend.

Was empfiehlst du deinen Schülern,

was sie tun sollen, damit ihnen die

Freude am Musizieren erhalten bleibt?

Sehr wichtig ist, dass sie im Orchester

spielen können. Das ist viel wert und gibt

Anzeigen

dem Ganzen Sinn. Man muss furchtbare

Übungen machen. Die Schüler stöhnen

oft schrecklich. Ich sage ihnen dann, es

ist ein bisschen wie mit einem Garten.

Man muss viel hacken und gießen und

Unkraut jäten. Wenn man dann ein Stück

beherrscht und kann mit Klavier oder

eben einem Orchester zusammenspielen,

das sind die Früchte, die man ernten

darf. Das ist das Tolle. Das erfahren auch

schon Anfänger, die ein Weihnachtslied

zweistimmig spielen können.

Was tust du, wenn du nicht Flöte spielst?

Das Leben genießen! (lacht). Ich habe

einen kleinen Garten, wo ich einiges an-

gepflanzt habe, Blumen, Beerensträucher,

Kräuter. Meine besondere Liebe gehört

den Rosen. Und ich fahre Motorrad,

hintendrauf. Backen, Schwarzwälder

Kirschtorte, ich mache gerne Pralinen,

Weihnachtsplätzchen, alles, was den

Gaumen verwöhnt .... Hast du auch

jemanden, der das dann zusammen

mit dir aufisst? (da lacht Lailah nur) ...

dann gehe ich in meiner Freizeit noch

Boot und Wasserski fahren mit meinem

Lebensgefährten.

Lailah, zu dir kommt eine gute Fee

und sagt dir, du hast drei Wünsche frei.

Was würdest du dir wünschen?

Ähm... eine gute Holzflöte, hmm,

och, drei Wünsche, so viele...

viele gute Kammermusikpartner

und gut bezahlte Konzerte!

Ich vermute, dass der eine oder

andere deiner Wünsche in Zukunft

in Erfüllung gehen kann.

Ich danke dir für dieses Gespräch.

Danke dir auch.

Das Gespräch führte Ulla Winz.


Klasse 12

2009/2010

Klasse 2

2009/2010

Klasse 3 2009/2010

Prisma (67) Prisma (67)

Klasse 4

2009/2010

mit

Menschen an unserer Schule • 9


10 • Menschen an unserer Schule

Klasse 5

2009/2010

Klasse 6

2009/2010

Klasse 7

Prisma (67) Prisma (67)

• 11

2009/2010

Klasse 8

2009/2010


12 • Teichhühner unserer Schule

Von großfüßigen Vegetariern,

Rohrkolbenspezialisten

Zunächst will ich berichten, was zur

Dezemberzeit die Teichhühner im

Schulteich machen.

Erzählt habe ich schon, dass die

beiden Teichhuhn-Eltern seit dem Spätherbst

alleine das Wasserrevier halten,

nachdem sie im Frühjahr und Sommer

12 Junge in zwei Bruten aufzogen. Nun

ist die winterliche Verschwiegenheit in

und um das Gewässer eingekehrt und

oft sind die Vögel tagelang nicht zu

sehen. Einerseits finden sie im dichten

Schilf und Dickicht ihr Auskommen und

andererseits sind sie mehr und mehr auf

dem weitläufigen Garten- & Spielplatzgelände

unterwegs – suchend eilig, dabei

extrem vorsichtig und sofort bereit, in

den Teich zurückzurennen oder zu

fliegen, wenn sie gestört werden. Im

Teich fühlen sie sich am sichersten.

Was fressen Teichrallen, wie sie in

anderen Gegenden Deutschlands genannt

werden, eigentlich? (Dieser Name weist

auf die Vogelfamilie hin, der sie angehören).

Ich habe diese wasserliebenden

Vögel bisher nur als Vegetarier kennen

gelernt. Im Teich schwimmend tauchen

sie sehr oft unter und bringen fast immer

kleine, weiße Wasserpflanzen-Würzelchen

hoch, die sie dann verschlucken

oder an die Jungen verfüttern. Wenn

sie im Gartengelände unterwegs sind,

fressen sie nach Hühnerart gerne die

Spitzen von allerlei Kräutern ab, und

dass sie selbst Maulbeeren, also Früchte,

über alles lieben, berichtete ich schon.

Wurzel, Blatt und Frucht zählen also zu

ihrem Menüplan. Interessant ist, dass

zur Zeit manchmal drei Teichrallen zu

sehen sind, offenbar ist ein Junges zurück

geblieben oder es kommt von einem

Nachbar-Revier hin und wieder zu

Besuch. Warum?

Der Hausmeister berichtet ferner,

dass oft sehr früh am Morgen die Viecher

bis zum Haupteingang des Schulhauses

marschieren, Brotkrümel aufpicken und

mit gereckten Hälsen durchaus einen

neugierigen Blick durch die Glasscheiben

werfen. Eine Bewegung

im Haus veranlasst sie

sofort zur eiligen Flucht.

Ihre dabei gut zu erkennenden,

überproportional

großen Füße weisen

darauf hin, dass sie

spezialisiert sind, sich in

sumpfigem Flachwasser

und in Feuchtgebieten

zu bewegen – großfüßig

sinkt man nicht ein. Die

Krallenbewehrung an den langen

Fußgliedern stellt auch ihre stärkste

Verteidigungswaffe dar, mit deren sie

bei Not recht aggressiv auch größere

Tiere einzuschüchtern wissen.

Ohne Schilf nix los

Was tut sich denn sonst noch um das

Gewässer, gibt es da nur die kleinen

Schwarzfräcke? Nein. Es waren über

Wochen hinweg täglich ganze Schwärme

von kleinen grünlichen Zeisigen zu Gast

und hingen fressend und zwitschernd in

den schwankenden braunen Rohrkolben

des Schilfes, um dort die endlos vielen

winzigen Samen herauszuklauben, auch

suchten sie eifrig in Birken und Erlen,

die um dem Teich herum stehen, nach

Fressbarem – typische Saisongäste also.

Ohne Schilf wär´ nix los, könnte man

sagen.

Ein Stockenten-Pärchen taucht alle

paar Tage einmal auf und scheint sich

dort auszuruhen. Es ist anzunehmen,

dass im Frühjahr Brutrevier-Kämpfe

mit den Rallen stattfinden werden.

Molche gibt es im Teich keine mehr.

Ich vermute, dass die Teichhühner

diese kleinen (armen) Würstchen als

Zwischenmahlzeiten zu schätzen

wussten – oder es hat andere Gründe.

Auch wird die Teichflora immer

komplexer, fast jährlich erscheinen neue

Arten. Das hängt damit zusammen,

dass der Teich in dieser Form erst einige

Jahre existiert und sich noch in der

Konsolidierungsphase befindet. Zwar

floss schon immer ein Bächlein durch

das Schulgelände, mündete aber in

einen kleinen, ungeschützten und

versumpfenden Tümpel. Erst der

damalige Geländegestaltungskreis hat

sich des Stiefkindes angenommen und

ein großes zeit-, kraft- und geldaufwändiges

Projekt daraus gemacht, das

nun zu einem so wunderbaren Pflanzen-,

Tier- und Wasserleben geführt hat. Dass

natürlich auch große farbige Libellen

mit ihren Schwindel erregenden Flugmanövern

ein

ideales Refugium

gefunden haben,

habe ich noch gar

nicht erwähnt und

vieles andere auch

nicht. Zum Beispiel

auch nicht die

mindestens zehn

anderen Vogelarten,

welche

ferner auf dem

weitläufigen Gelände leben und brüten,

von den interessanten Durchzugs- und

Saisongästen überhaupt ganz abgesehen.

Aber davon später einmal.

..., die mit

gereckten Hälsen

einen durchaus

neugierigen Blick

durch die Glasscheiben

werfen.

Entlastungsventil und Vermutung

Abschließend möchte ich noch einige

Gedanken über das "Warum" dieses

außergewöhnlich reichen wassergebundenen

Lebens verlieren. Es ist nämlich

nicht, wie man meinen könnte, nur

deswegen, weil einfach ein Teich

geschaffen wurde – sondern wer mit der

Anlegung von Teichen Erfahrung besitzt,

weiß, dass die Formel: "Anlegung von

Teich ergibt reiches Wasserleben" überhaupt

nicht funktioniert. Viele künstlich

angelegte, vor sich hin rottende Teichruinen

in Gärten und Wiesen zeugen

Prisma (67) Prisma (67) Aus dem Schulleben • 13

davon. Die weitere Umgebung spielt

immer eine große Rolle dabei.

Die Spezialität unserer Geländesituation

ist nämlich die, dass vor der

groß angelegten Überbauung der ganzen

linken Wiese-Talhälfte bei Schopfheim

dort ein großes zusammenhängendes

Feuchtgebiet existiert hat. Durch die

intensive Bautätigkeit der letzten Jahrzehnte

ist dieses Feuchtgebiet entweder

in kleine Restparzellen zerstückelt, durch

Verdohlungen stark unterdrückt oder

völlig eliminiert worden. Die vielen

feuchten Hauskeller, Matschwiesen und

Moosecken zeugen von dieser Vergangenheit.

Die einschneidenste Veränderung

ging vom Bau der neuen Umgehungsstraße

aus, die ja unmittelbar an der

Waldorfschule vorbeiführt. (Der Bau

der Umgehungsstraße führte übrigens

auch dazu, dass die Turmfalken, die

jährlich unter dem Dach der Waldorfschule

brüteten, abgewandert sind.)

Oder wissen Sie, dass Gymnasium und

Waldorfschule auf einer ehemaligen

Müllkippe erbaut wurden? Müllkippen

wurden ja bevorzugt in solchen

„unbrauchbaren“ Arealen angelegt.

Ich nehme daher stark an, dass der

Bau des großen und tiefen Schulteiches

einen echten, lange fälligen Renaturierungseffekt

erzeugt hat und die Teichhühner

und die Libellen nur wiedergekommen

sind, nach dem sie für viele

Das Thema der Tagung war Freiheit,

welches uns durch die drei Tage

begleitete.

Am 16.10.09 kamen wir gegen

18 Uhr an der Freien Waldorfschule in

Berlin-Kreuzberg an. Zu Beginn

machten wir einige Kennenlernspiele,

da wir fünfundachzig Teilnehmer waren.

Am Abend gab es noch einen Vortrag

von Frau Nana Göbel von den 'Freunden

der Erziehungskunst'. Der Vortrag handelte

von der idealen Waldorfpädagogik.

Sie erzählte uns über die Entstehung

des Menschen – hierbei ging sie im

Besonderen auf das innere „ICH“ des

Menschen ein.

Eine weitere Mitarbeiterin der

'Freunde der Erziehungskunst' erzählte

uns von ihrer Arbeit zur Unterstützung

der Waldorfschulen weltweit. Nach dem

Vortrag wurde uns freigestellt, einen

Jahrzehnte kein Auskommen hier mehr

fanden, denn Teichhühner habe ich

zuvor um Schopfheim herum nie wahrgenommen.

Sie sind also wieder da,

weil es eigentlich ihr Gebiet ist.

Unterdrücken lässt sich zwar vieles,

aber die zahlreichen Wasser- und

Feuchtigkeitsprobleme auf dieser Talseite

sind, wenn man genau hinschaut,

ein erhobener Zeigefinger der Natur:

“Treibt es nicht zu weit!“

Und ohne dass wir es mit dem Bau

des Teiches in diesem Sinne beabsichtigt

hätten, scheinen wir für die Natur ein

und

Schwindelfliegern

Entlastungsventil geschaffen zu haben,

welches sie dankbar angenommen hat,

und uns nun mit viel Leben beschenkt.

Zum Abschluss meiner drei

Teichhuhn-Artikel möchte ich die Vermutung

aufstellen, dass sich vielleicht

mancher Leser gewundert haben mag,

was solche Artikel in einer Schulzeitung

zu suchen haben. Mit einer solchen

Person, falls es sie wirklich gibt, würde

ich gerne über die Definition des

Begriffes Schule diskutieren.

Gerhard König

Bericht von der Schülervertreter-Tagung in Berlin-Kreuzberg

Film zu schauen oder uns anderweitig

zu beschäftigen.

Am nächsten Morgen wurden wir

um 7.40 Uhr freundlich geweckt, um

pünktlich um 8 Uhr beim Frühstück zu

erscheinen. Nach dem Frühstück teilten

wir uns in fünf Gruppen:

• Kunst und Bildung

• Wirtschaft

• Medien

• Gesellschaft

• Politik

In diesen Gruppen arbeiteten wir mit

verschiedenen Texten, die Einteilung

blieb hierbei gleich. In den Texten

suchten wir verschiedene Aspekte zum

Thema Freiheit im Bezug auf unser

individuelles Thema. Nach den Arbeitszeiten

fand jeweils ein Plenum statt, in

denen wir uns gegenseitig von der

Gruppenarbeit berichteten.

Am letzten Tag wählten wir die

neuen Mitglieder der Waldorf-SV. Diese

darf nun auch die nächste Waldorf-SV

Tagung organisieren.

Die Tagung war für uns ein ganz

besonderes Erlebnis, wir erfuhren viel

über das Thema Freiheit. Was dann

allerdings mehr Fragen aufwarf, als

beantwortete.

Ein besonders schöner Aspekt der

Tagung waren die Begegnungen.

Hierbei war vor allem der Austausch

mit SMV- bzw. SV-Mitgliedern von

anderen Schulen sehr interessant.

Wir möchten uns an dieser Stelle

nochmals bei der Schule für die

finanzielle Unterstützung bedanken

und hoffen auf weitere Unterstützung.

Irina Mutter und Fabienne Marder

Vertreterinnen der 12. Klasse in der SMV


14 • Prisma (67) Prisma (67)

• 15

Martinibazar 2009 –

ein persönlicher Rückblick

Es ist Freitag – aber nicht irgendein

Freitag – nein, d e r Freitag vor dem

Bazar!

Ich bin nervös – heute um 14.00 Uhr

habe ich die erste, für den Bazar schon

einmal ziemlich richtungsweisende

Aufgabe übernommen: Nämlich dafür

zu sorgen, dass alle Tische und Stühle,

sowie alle angelieferten Bierbänke dorthin

gelangen, wo sie gebraucht werden.

Darüber hinaus müssen noch unzählige

Bücher vom dritten Obergeschoss in das

Bücherantiquariat im Musiksaal des

zweiten Stockes getragen werden.

Und nicht zu vergessen, viele – nein:

bestimmt tonnenweise Kleidersäcke

in den Second-hand-Shop ...

Unterstützt werde ich von den

Schülern der 12. Klasse und ihrem

Klassenbetreuer Herr Mally. Bewaffnet

mit einem Plan der Schule, auf dem steht,

wo wie viele Tische sind und wo diese

dann hin müssen, machen wir uns an die

Arbeit, um diese schweißtreibende Sache

in möglichst kurzer Zeit zu bewerkstelligen.

Die gute Nachricht daran ist,

dass das alles am Sonntag Abend von

den gleichen Leuten dann wieder retour

getragen werden muss und die sich ja

hoffentlich noch erinnern werden.

Aber, den Schülern sei Dank, alles

hat gut geklappt und der Muskelkater

wird sich hoffentlich auch in Grenzen

gehalten haben.

Jetzt ist Freitagnachmittag und

die ersten kleinen (oder doch schon

größeren) Vorbereitungen laufen an.

Ich muss sagen, neben dem Gefühl

der Nervosität stellt sich nun auch ein

Gefühl der Vorfreude ein – Vorfreude

auf den Tag, den wir vom Bazarkreis in

so vielen Treffen durchdacht, diskutiert

und hin- und hergedreht haben. Und

wenn man ein bisschen ehrlich ist, stellt

sich auch eine gewisse Erleichterung

ein, dass es dann für dieses Jahr wieder

geschafft sein wird und hoffentlich alles

– annähernd – so geworden ist, wie wir

es uns in den Vorstellungen gewünscht

haben.

Es ist Samstagmorgen – Ivonne

steht wie der Fels in der Brandung im

Foyer der Schule und ist ganz Ohr für

die Sorgen und Nöte all derjenigen, die

jetzt in immer größerer Zahl eintrudeln

und dafür sorgen, dass das Schulhaus

zum Bazarhaus wird.

Samstagabend – der Himmel hat

seine Schleusen geöffnet und unser

Martiniumzug wird leider nicht von

Musik, sondern von strömendem Regen

begleitet. Doch wir trotzen dem Wetter

und singen unverdrossen das Martinslied

und können aufgrund unserer klammen

Finger und kalten Füße viel Mitgefühl

mit dem Bettler aufbringen.

Gott sei Dank rettet uns dann bald

die Brezel und wärmende Kürbissuppe!

Sonntagmorgen zwischen 9 und

11 Uhr: Die Nervosität erreicht einen

kleinen Höhepunkt, der nur noch von

der Botschaft: „Die Spülmaschine geht

nicht!“ getoppt wird. Zum Glück hat ein

helfender Vater den Kniff raus und

bringt die Maschine nach einer bangen

halben Stunde mit einem energischen

Ruck zum Arbeiten. Danach kann nur

noch alles gut gehen!

Das Bläserensemble spielt, Herr

McGowran hält die Eröffnungsrede

– Bühne frei für den Bazar 2009!!!

Das ist dann der Moment, wo das

Ereignis – vielleicht weil alles so gut

vorbereitet und durchdacht ist – zum

Selbstläufer wird. Auch eventuelle

Klippen werden im Rahmen dieses Wir-

Gefühls, das sich einstellt, wenn so

viele, viele Menschen zum Gelingen

einer Sache beitragen, ohne Mühen

umschifft.

Und am Ende, wenn man sich dann

sonntagabends seiner schmerzenden

Füße und seines verspannten Rückens

bewusst wird, kann man zufrieden

sagen: "Schön war`s! Und bis nächstes

Jahr wieder zu Martini!" Claudia Kiefer


16 • Aus dem Schulleben

Photo-Shooooooooooooting

helfen seit längerer Zeit mit

und sind ordentlich und

sehr zuverlässig.

62 !

64 !

in

Ja, wir haben es wirklich geschafft

und uns alle fünf Bibliotheks-

Mitarbeiterinnen am Montag für eine

halbe Stunde Foto-Shooting getroffen!

Gab´s schon lange nicht mehr!

Uns ist dann auch schnell aufgefallen,

dass wir ja noch jemanden brauchen,

der uns fotografiert ;-). Also gleich mal

eine Schülerin gefragt, ob sie nicht die

Rolle der Fotografin übernehmen könnte.

Und prompt war sie bereit.

Da haben wir uns alle aufs Ledersofa

der Bibliothek gequetscht und gestrahlt

bis über beide Ohren – und wir hoffen,

dass das Bild sehr aussagekräftig ist,

denn wir haben ziemlich viel Spaß an

unsrer Arbeit!

Ja, es gäbe noch viel zu schreiben,

aber ich will ja noch fürs Oster-Prisma

was übrig lassen. Vielleicht noch ein

paar Zahlen? Zum Jahresabschluss?

Kein Problem mit unserem Biblitheks-

Programm! Ich kann sogar wunderschöne

Diagramme erstellen… aber, nein, heute

nicht. Heute gibts einfach einige Zahlen

und die Bekanntgabe unserer Schüler

mit den meisten Ausleihen im Zeitraum

vom März bis zum November 2009.

Clara-Sophie Rummel und Jan Andlauer

bieten ein Kopf-an-Kopf-Rennen:

• Clara-Sophie hat seit Februar

vierundsechzig Bücher ausgeliehen;

• Jan liegt mit zweiundsechzig knapp

hinter ihr.

An dritter Stelle steht Jannik Giller mit

siebenundvierzig Büchern, und dann

kommt Lea Singer mit dreiundvierzig

und Olivia Fradin de Bellabre mit

achtunddreißig Büchern. Also, wir

haben doch noch echte Leseratten

an der Schule!!

der

Bücherei-Mitarbeiterinnen

OLBibliothek

Insgesamt liefen eintausendzweihundertundacht

(1208) Bücher

über unsere Ausleih-Theke:

• ca. fünfhundert montags und

• siebenhundert donnerstags.

Bei einer Altersanalyse ergeben sich

folgende Zahlen:

• Kinder zwischen 11 und 13 Jahren

haben ca. siebenhundertundfünfzig

Bücher ausgeleihen,

• und die Kinder im Alter von 7 bis 10

Jahren liehen sich ca. dreihundert

Bücher aus.

• Junge Erwachsene haben ca.

hundertundfünfzig Bücher ausgeliehen

• und der Rest waren die Jugendlichen

zwischen 14 und 16 Jahren.

Wollen Sie noch mehr hören? Dann

kommen Sie doch Donnerstag zwischen

10 und 11 Uhr in die Bücherei. Einfach

vom Foyer die gewendelte Treppe ganz

nach oben, bis es nicht mehr weiter geht.

Wir sind sehr zufrieden mit dem

Ergebnis unseres Einsatzes und freuen

uns sehr, die Kinder, Jugendlichen und

jungen Erwachsenen auch im Jahr 2010

wieder in der Schulbibliothek zu sehen.

Ach, und noch etwas überaus

Erfreuliches: Von der Buchhandlung

Ühlin haben wir wieder viele schöne

neue Bücher geschenkt bekommen.

Auch vom Antiquariat haben uns Frau

Frommherz und Frau Haas tolle Bücher

zukommen lassen. Es lohnt sich,

bei uns reinzuschauen!

Beate Felgenhauer

fürs Büchereiteam

Prisma (67) Prisma (67) Aus dem Schulleben • 17

Die SMV konnte nun bereits nach

kurzer Zeit eine geplante Aktion

durchführen: die erste Filmvorführung

im OLBi fand am Abend des 30.11. vor

einigen Eltern, Lehrern und besonders

vor Schülern oben, direkt unterm

Dach unserer Schule, statt.

Gezeigt wurde der kritische

Dokumentarfilm "Let`s make money!"

vom "We feed the world"-Regisseur

Erwin Wagenhofer, in dem es um die

Spur unseres, auf der Bank angelegten,

Geldes durch das weltweite Finanzsystem

geht. Dabei handelt es sich

zweifelsohne um ein brandaktuelles

Thema: Wir alle haben in letzter Zeit

schon von den negativen Schlagzeilen

und Auswirkungen der Finanzkrise

gehört.

Die Idee zum Thema dieses Films

kam Wagenhofer, als er den Werbespruch

einer Bank las, der lautete: "Lassen Sie

Ihr Geld arbeiten." Dieser Werbeslogan

ist ja in sich bereits schon widersprüchlich.

Wie hat man sich das vorzustellen:

Geld, das sich durch selbständiges

Arbeiten immer weiter und weiter vermehrt?

Wohl kaum. Fähigkeiten zum

Arbeiten haben nur Menschen, Tiere

(und Maschinen). Also muss wohl

jemand anderes dafür arbeiten, dass

unser angelegtes Geld durch Zinsen vermehrt

werden kann. Diese Überlegung

macht klar, dass hinter jedem Gewinn

(z.B. Zinsen unseres angelegten Geldes)

die Ausbeutung eines immer schwächeren

Gliedes in der Kette des weltweiten

Finanzsystems steckt. Dabei steigt

jeder, der ein Konto bei einer Bank

eröffnet, in diesen riesigen Kreislauf ein.

Der Film blickt kritisch hinter die

Scheinwelt der Banken und deren Hochglanzprospekte,

die uns intransparente

Angebote versprechen, er zeigt die

Ansichten vieler unterschiedlicher

Menschen in dem Kreislauf des Geldes,

vom einfachen Arbeiter über Journalisten

und Politiker bis hin zu Finanziers und

Investoren.

Ein Kapitel des Films, das mich

nachdenklich machte, war die Veranschaulichung

der spanischen Immobilienblase.

Wegen einem niedrigen Zinssatz

hatten viele spanische, aber auch weltweite

Investoren ihr Geld in den Bau

von Immobilien in Spanien angelegt.

Durch diese lukrativen Geschäfte war

ein riesiger Immobilienboom entstanden,

zahlreiche, gigantische Bauprojekte

waren geplant und durchgeführt worden,

massenweise Wohnanlagen aus dem

Erster

Kino-Aben

d

O LB i -

Boden gestampft und Golfplätze angelegt,

die mehr Wasser als eine Stadt mit

20.000 Einwohnern verbrauchten. Das

Problem daran ist jedoch heute noch:

Die meisten Wohnungen stehen leer, die

Golfplätze sind sinnlos, da nicht auf

ihnen gespielt wird, sie werden jedoch

trotzdem mit kostbarem Wasser bewässert.

Die Kosten der Instandhaltung der

Anlagen trägt der spanische Staat und

rutscht damit in die Staatsverschuldung

hinein.

Die Veranschaulichung dieses

Themas mit Hilfe der Ansichten und

Interviews eines einheimischen Hotel-

Abiturvorbere itungen

besitzers ist einer von vielen Aspekten

Wagenhofers Film. Er hat einen Film

geschaffen, der beklemmt, teilweise

schockt und auf jeden Fall zum

Nachdenken anregt.

Nach diesem eher kritischen und

dokumentarischen Film haben wir als

SMV einen humorvollen OLBikini-

Abend geplant, bei dem nicht nur das

Denken, sondern die Lachmuskeln

beansprucht werden. Am 21. Dezember

wird um 19 Uhr zum Thema "Lustige

Weihnachten" eine filmische Komödie

gezeigt. Genauere Ankündigungen

sollen über den Prisma-Splitter oder die

Homepage der Schule erfogen.

Benedikt Arnold

Die hübsche Schülerin zum Lehrer:

"Glauben Sie mir, ich würde wirklich alles tun, um die Klasse zu bestehen!"

Der Lehrer hakt nach: "Wirklich alles?"

Sie beugt sich zu ihm und haucht: "Ja, alles!"

Lehrer: "Würdest Du auch lernen?"


18 • Aus dem Unterricht

Aus den Handwerkspraktika der Klassen 9b und 9a

In den drei Wochen vor den Herbstferien war auch die 9b im Praktikum. Es galt dabei, in einem kleinen Betrieb möglichst überschaubare

Tätigkeiten kennen zu lernen – eben ein „Hand-Werks-Praktikum“. Die SchülerInnen – und damit auch die Schule –

bekamen viel positives Feedback. Hier einige Schülerstimmen:

Mein Handwerkspraktikum habe

ich im Stettener „Mauerblümchen“

gemacht. Das „Mauerblümchen“ ist eine

Blumenbinderei, die 2003 von Angelika

Brosi gegründet wurde. In den drei

Wochen habe ich gelernt, Sträuße zu

binden, Gestecke zu richten, Kränze zu

stecken und vieles, vieles mehr. Auch

über verschiedene Pflanzen habe ich

was gelernt. Das Praktikum hat mir viel

Spaß gemacht und ich habe viel gelernt.

C.H.

Ich bin um 8.00 Uhr aufgestanden,

damit ich um 9.00 Uhr im Frisörsalon

In der 9. Klasse müssen die Schüler

und Schülerinnen ein Handwerkspraktikum

in einem Betrieb machen. In

dem Betrieb sollte noch möglichst viel

mit Hand gearbeitet werden.

Ich machte mein Handwerkspraktikum

in einer Werbeagentur in Lörrach

und habe viele Bereiche kennengelernt

und konnte bestimmte Arbeitsprozesse

mitverfolgen:

Ich fand das 3-wöchige Praktikum im

Bereich Handwerk unglaublich lehrreich

und es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Sehr viele Maschinen und so viel

Technik, wie in diesen Betrieben passt

zwar nicht in meine Berufswahl, doch

eine Lebenserfahrung ist interessant und

erfolgreich dazu gekommen. Meine

Enttäuschungen: Ich habe bis jetzt, trotz

Dauer-Anfrage, noch keine Beurteilung

zurückbekommen! Alina Bergmann

war. Zuerst musste ich immer die

Kaffeemaschine ausspülen, die Sessel

säubern und die Spiegel säubern.

Dann kamen auch schon die ersten

Kunden und ich fragte sie nach Ihren

Wünschen: Kaffee, Tee, Latte, Wasser,

Heft. Manchmal durfte ich auch Haare

waschen und jeden Tag habe ich an der

Puppe die Haare gemacht. J.N.

Heute haben wir wie gestern eine

A-Klasse an einem Kofferraum

repariert. Die Lichter gingen nicht und

es musste alles neu verkabelt werden.

Ich durfte die Verkleidung abschrauben.

Grafik- Design

co r p o r at e De s i g n

Logo, Claim und Schriftgestaltung

Text- Bildwelten

Geschäftsdrucksachen

Mappen, Broschüren, Inserate

Internetauftritt

Ich löste Aufgaben aus einem Buch, das

von einer Praktikantin für Praktikanten

gemacht worden war - eine gute Übung

und Hilfe!

ko n z e p t e

Corporate Design, Leitsysteme und

Firmenpräsentationen

lo g o s/ illust r at ion e n

Bild- und Wortmarken, Piktogramme

Schaubilder und Illustrationen

...Heute arbeitete ich bis 17.30 Uhr, weil

Herr Dede und ich an einem Wohnmobil

schraubten. An dem Wohnmobil war

was an der Achse. Herr Dede fuhr das

Wohnmobil über die Grube. Ich merkte

zum ersten Mal, wie schwer meine

Arme und Beine sind. K.N.

Die Arbeiten (Reifenfirma „Vergölst“

in Wehr) wurden ruhig und besonnen

angegangen. Für mich war es etwas

Besonderes, dass man mit mir, genauso

wie mit den Kunden, freundlich

umging. S.S.

Werbetecknik

Be s c h r i f t u n g / Di g i ta l D r u c k

für Museen, Messen, Ausstellungen,

Beschilderungen und Bauwerbetafeln

Orientierungssysteme haben wir fürs

Eliasbethen Krankenhaus gemacht

Grossprints da durfte ich bei der ABWwerbung

helfen

Lichtwerbung

Fahrzeugwerbung haben wir sehr viel

gemacht! Ich durfte oft helfen!

sc h u tz fol i e n

Sonnen-, Spitter-, Kratz-, UV-,

Sichtschutz- und Dekorfolien

Mir wurde viel erklärt, mit manchen habe

ich gearbeitet und bei vielen Folien

wurden mir Sinn und Nutzen erläutern!

le i t s y s t e m e/sc h i l D e r

Orientierungssysteme für

• Gemeinden und Unternehmen,

• öffentliche Einrichtungen,

• Museen und Messen

• Arztpraxen und Kliniken

Beschilderungen für ein Nagelstudio

und für das Elisabethen Krankenhaus

Wegeführung und Infotafeln

bei Autohäusern und Bahnhofshäuschen

Mit Plottern werden auf dem Plottertisch befindliche

Gegenstände, Werkstücke und dergleichen mit unter-

schiedlichen Wirkeinheiten, wie v.B. Zeichenstiften oder

auch Fräsern, Bohrern, Prägestempeln, Lasern, Dosier-

patronen, Messsonden u. ä. bearbeitet oder auf andere

Weise einer Einwirkung ausgesetzt. Zu diesem Zweck

weisen Plotter Translationseinrichtungen in den Richtungen

der x-, y- und z-Achse auf, mit denen die Wirkeinheiten in

diesen Richtungen bewegt werden können.

Prisma (67) Prisma (67)

Aus den Industriepraktika der Klassen 10b und 10a

Im Rahmen des Lehrplans der

Schopfheimer Waldorfschule ist in

der 10. Klasse ein dreiwöchiges

Industrie-Praktikum vorgesehen. Dieses

habe ich bei der Firma Endress+Hauser

in Maulburg absolviert. Von jedem

Arbeitstag entstand ein Tagesprotokoll.

Der Mittwoch der zweiten Woche

verlief folgendermaßen:

Mittwoch 14.10.2009 klingelt um

5.45 Uhr mein Wecker. Nach dem

Aufstehen und Anziehen geht es in die

Küche, Essen und Trinken einpacken

und um 6.35 Uhr auf den Bus nach

Maulburg.

In meinem Industriepraktikum vom

5.10.09 bis 23.10.09 habe ich in der

Firma „Dinnebier Licht“ in Wuppertal

gelernt und gearbeitet. Dort werden

Designerlampen, Großraumleuchten

und Lichtsysteme hergestellt.

Die meisten Tage war ich in der

Montage tätig, wo ich Lampenfassungen

zusammenmontiert und mich super mit

den Mitarbeitern verstanden habe. Es

folgt ein kurzer Einblick in Bereiche

meiner Arbeit während der drei

Wochen:

An einem Tag hatte ich die Gelegenheit,

in der Werkstatt II (Löten und

Schweißen) zu arbeiten. Mir wurden die

ersten Schritte gezeigt: Erst pauste ich

einen Schmetterlingsflügel auf ein

Kupferblech ab und sägte ihn mit einer

Metallsäge aus. Dann musste ich ihn mit

einem Kugelhammer auf einem Amboss

beschlagen. Anschließend musste ich

aus einem rechteckigen Kupferblech den

Körper mit einem Hammer „einrollen“.

Dann lötete ich Fühler an den Körper

und diesen dann an die Flügel (siehe

Fotos).

Kunstunt erricht

Gespräch zweier Schüler.

Jens: „Unser Lehrer hat wirklich keine

Ahnung, der weiß nicht mal wie ein

Pferd aussieht.“

Martin: „Das gibt es doch gar nicht!“

Jens: „Wenn ich es doch sage! Ich

habe in der Zeichenstunde ein Pferd

gemalt und er hat mich gefragt was das

sein soll!“

In Maulburg angekommen, geht es

zur Lehrwerkstatt der Elektroniker. Ich

schaue auf die Uhr. Es ist 7.45 Uhr, eine

viertel Stunde vor Arbeitsbeginn.

Als ich Herrn Suhr frage, was ich

heute machen soll, sagt er zu mir, dass

ich ab heute für vier Tage in der TPE

(Technische Produktion Elektronik)

arbeiten darf.

Als wir um 8.00 Uhr im Abteilungsleitungsbüro

der Abteilung TPE waren,

wurde ich vorgestellt. Nach der Einweisung

durch den Abteilungsleiter,

wurde ich einem Teamleiter zugeteilt.

Ab 8.30 Uhr war ich dann für den Rest

Es machte mir großen Spaß, und

nach vier Stücken hatte ich den Dreh

raus und hätte noch mehr davon machen

können. Man könnte auf diese Weise

auch Vögel, Eidechsen, Blumen usw.

herstellen.

Ich hoffe, es könnte eine Anregung

für euch sein, es auch mal zu probieren.

Viel Spaß, Elena.

WAlDorf?

„Wie ist denn das möglich?

Über zwanzig Fehler in Deinem

Aufsatz!“ schimpft der Vater

seinen Ärger heraus.

Darauf Harald: „Das liegt an

unserem Lehrer, der sucht direkt

danach.“

Aus dem Unterricht • 19

des Vormittages bei der Nutzentrennung.

Nach der Mittagspause durfte ich

dann Leiterplatten von Hand bestücken.

Dazu waren folgende Arbeitsschritte

erforderlich: Zuerst die Bauteile auf

der Leiterplatte platzieren, bis diese

komplett bestückt war. Im nächsten

Schritt wurden die Bauteile mit Eisenstäben

beschwert. Auf dem Fließband

wurden die bestückten Leiterplatten

durch die Lötanlage gefahren.

Um 16.00 Uhr war Feierabend.

Robert Lohmüller

Die täglich gut e tAt

„Nun, Fritz“ fragt der Lehrer in der Schule,

„hast Du gestern auch eine gute Tat getan, wie

ich es euch geraten hatte?“

"O ja, das hab ich, Herr Lehrer“, erwidert Fritz

strahlend. „Ich habe unseren Hund auf einen

Mann gehetzt, der auf dem Weg zum Bahnhof

war.“

"Was?! Und das nennst du eine gute Tat?“

fragt der Lehrer tadelnd.

„Jawohl, Herr Lehrer“, beteuert Fritz, „auf

diese Weise hat er seinen Zug noch erreicht.“


20 • Aus dem Unterricht

Unaufhaltsam

Das eigene Wort,

wer holt es zurück,

das lebendige, eben noch ungesprochene

Wort?

Wo das Wort vorbeifliegt,

verdorren die Gräser,

werden die Blätter gelb,

fällt Schnee.

Ein Vogel käme dir wieder.

Nicht dein Wort,

das eben noch ungesagte,

in deinen Mund.

Du schickst andere Worte hinterdrein,

Worte mit bunten, weichen Federn.

Das Wort ist schneller,

das schwarze Wort.

Es kommt immer an,

es hört nicht auf

anzukommen.

Besser ein Messer als ein Wort.

Ein Messer kann stumpf sein.

Ein Messer trifft oft

am Herzen vorbei.

Nicht das Wort.

Am Ende ist das Wort,

immer

am Ende

das Wort.

Die Poetik-Epoche in der Klasse 10a

Nebenstehendes Gedicht Hilde Domins über die Macht des Wortes stand uns

in der Poetik-Epoche Pate. Doch erfuhren wir "Wortgewalt" auch in einem ganz

anderen Sinne.

So sind, sollten Sie dieser Tage einen Zehntklässler nach den Inhalten der Epoche

fragen, unterschiedliche Antworten denkbar: „Wir mussten Daktylen, Trochäen und

Jamben auf die Spur kommen, Kadenzen bestimmen, Akrostichen entschlüsseln,

balladeske Vereinigungen von Dramatik, Epik und Lyrik beschreiben und Hyperbeln,

Enjambements, Personifikationen und Anaphern aufstöbern.“ – Alles klar!?

Sonst wenden wir uns einmal der anderen – vielleicht verständlicheren – Antwort

zu: Wir haben gedichtet!

Welche unterschiedlichen Assoziationen z.B. das Thema ›Herbst/Winter‹ zulässt,

offenbaren folgende zwei Gedichte:

Schnee

Ich laufe auf der Straße,

Da versetzt es mich in Rage,

Denn es regnet.

Ach wär die Straße wieder weiß,

Ich würd auch zahlen jeden Preis,

Doch es regnet.

Ich will auf den Berge gehen,

Und auf meine Skier stehen,

Doch es regnet.

Ich würd so gerne Flocken sehen,

Und sofort dann Rodeln gehen,

Doch es regnet.

Doch was sehen meine Augen,

Kann ich ihnen denn noch trauen?

Ja, es schneit.

M.S.

unaufhaltsammmmmmmm

Rutschig

Ihm ist kalt, man sieht den Atem;

er kann die Sommerzeit kaum erwarten.

Er geht durch den Wald spazieren,

doch keine Spur von all den Tieren.

Doch pass gut auf, denn es ist glatt,

und eh er sichs versieht, da liegt er platt;

er steht schnell auf und sieht ´nen Hasen

jetzt ist sie rot, bald blau, die Nasen.

Ojeoje, sie ist gebrochen

Und jetzt schmerzen seine Knochen;

nun tut ihm alles weh,

dieser verflixte, nasse Schnee.

O.P./R.P.

Prisma (67) Prisma (67) Aus dem Unterricht • 21

Haiku

Auch haben wir uns in den in Japan sehr beliebten und viele Menschen zu wahren Wettbewerben reizenden Haikus geübt, welche

aus drei Versen mit fünf, sieben und fünf Silben bestehen. Inhaltlich befassen sie sich mit einer Selbsterkenntnis, einer philosophischen

Frage oder einer Naturbeschreibung:

Ich weine so oft

Dass ich merk es stimmt was nicht

Und lache laut los!

F.J.

Die Umwelt ist tot

Wir sind die kranken Mörder

Der Müll ein Henker

S.D.

Figurengedicht

Nicht nur sprachliches, sondern auch zeichnerisches Talent

war gefragt, als wir uns dem Figurengedicht zuwendeten,

das zur Zeit des Barock seine Blütezeit erlebte.

m

Eine Kugel rollt

um die Ecke und fällt um

Wunder der Physik

L.R./P.B.

K.H.

Wohin soll ich gehen,

fasse ich einen Entschluss?

Die Welt ist so groß.

O.P.

Das grafisch gestaltete Gedicht vermittelt den in Worte

gefassten Inhalt auch durch seine äußere Form. So wird z.B.

das Verrinnen der Zeit in Form einer Sanduhr dargestellt.

Markus Werges

A.B.


Am Meer

In den

Wicklow Mountains

22 • Aus dem Unterricht

Der Garten

Bericht

von einem

Sozialpraktikum

der 11. Klasse

Statt der üblichen drei

Wochen Oberstufen-

Schulpraktikumszeit vor den

Herbstferien bin ich schon

in den Sommerferien an

meinen Sozialpraktikumsplatz

in einer Camphill-Einrichtung

in Irland gereist. So konnte

ich dort zweieinhalb Monate, also

ganze zehn Wochen, verbringen.

Die Einrichtung, die direkt am Meer

liegt, besteht aus sieben Häusern, einer

Farm, einem Garten, einem großen Saal

und einem Laden. Außerdem gibt es

verschiedene Werkstätten wie z.B. eine

Weberei, eine Töpferei, die Wäscherei

und Korbbinderei.

Ich war Teil einer Hausgemeinschaft:

die Hauseltern mit ihren zwei Kindern,

fünf Betreute und drei Co-Worker.

Jeden Morgen begann ich um 7:30h

mit der Arbeit in der Wäscherei, nachmittags

ging ich in den Garten und gegen

19:30h war ich fertig. Am Wochenende

pausierte die Arbeit und es wurde

immer etwas mit den Bewohnern unternommen,

z. B. in die Stadt, ins Café

oder ins Kino gehen. Ein besonders

schönes Erlebnis war der Besuch eines

teuren und sehr feinen Restaurants.

Jedes Jahr lädt dieses Restaurant zwei

Bewohner und zwei Betreuer der Einrichtung

zu einem Essen ein. Das

Restaurant war nur mit Kerzenlicht

beleuchtet und die Küche offen, so dass

man beim Kochen zusehen konnte.

Es gab allerdings noch viele tolle

Erlebnisse, unter anderem habe ich ja

die Michaelizeit dort verbracht und bei

einem Michaeltheater mitgespielt.

Die Tage waren sehr voll und am

Abend gab es oft Veranstaltungen, z.B.

jeden Sonntag wurde ein Film für alle

gezeigt, donnerstags war Singkreis,

außerdem konnte man tanzen und

manchmal gab es ein großes Konzert

im Saal.

Das Praktikum hat mir viel Spaß

gemacht, ich habe viele nette Leute

kennen gelernt und meine Englischkenntnisse

haben sich verbessert. Auf

jeden Fall werde ich diese Camphill-

Einrichtung noch einmal besuchen.

Lena 11.Klasse

Dermot, ein Bewohner (kann nicht hören)

Wer an einem Praktikum in einer Camphill-

Einrichtung im In- oder Ausland interessiert ist,

kann sich Infos dazu herunterladen unter

www.camphill-freundeskreis.de.

Wer einen Austausch mit anderen Praktikanten

oder Zivildienstleistenden sucht, wird auch

fündig über www.sozialdialog.de.

Die Wäscherei

Peggy,

eine Bewohnerin in meinem Haus

(mein Liebling)

Prisma (67) Prisma (67) Aus dem Unterricht • 23

Bericht

von dem zwiefachen

Kunstunterricht

der 12. Klasse

Jedes Jahr werden die 12. Klassen

für einige Wochen im praktischen

Kunstunterricht geteilt und jede Hälfte

erarbeitet mit ihrem jeweiligen Lehrer

die Grundlagen zum Thema Moderne

Architektur. Dieser Artikel berichtet

aus den zwei Gruppen.

Herr Mally und ich haben uns diese

Aufgabe also geteilt und wollen Ihnen

nun von der diesjährigen Architektur-

Epoche anhand weniger Fotos einige

Ausschnitte darstellen. Interessant ist,

dass wir dabei völlig verschiedene

Ansätze verfolgt haben und sich die

Schüler vorher für die eine oder andere

Gruppe entscheiden konnten.

Architektur analytisch-deduktiv

Teilweise parallel dazu fand für alle

diese Schüler zusammen eine Hauptunterrichtsepoche

zu diesem Thema

'Moderne Architektur' statt, die Herr

Mally erteilte. Im Wesentlichen wurde

dort kunstgeschichtlich erarbeitet, wie

es zu der neuzeitlichen Architektur kam,

um dann am Beispiel der verschiedenen

Architekten,

den prägenden

Ein Grundphänomen

aller Architektur:

soziale Abläufe

beeinflussen

Auftraggebern

und deren verschiedensten

Lösungsansätzen

diese Kriterien

zu untersuchen.

Da wurden

dann die Stilfragen, ihre Philosophie

dahinter, der zielgerichtete Zweck, die

wichtige Materialfrage sowie Aspekte

zur Bautechnik behandelt. All diese

Kriterien sollten im praktischen Teil

dann in verschiedenste Aufgabenstellungen

& Projekte einmünden. Die

SchülerInnen sollten in all ihren kreativen

Möglichkeiten herausgefordert sein.

Herr Mally hat im kunstpraktischen

Teil Gebäude entwerfen lassen, welche

das vorhin Skizzierte versucht haben

umzusetzen. Anhand der Fotos auf den

Seiten 23-25 und den diesbezüglichen

Kommentaren im Text können Sie das

Gestaltete und die dazu entwickelten

Ideen gut nachvollziehen – was im

Anschluss daran auch für die Produkte

meines Kurses gilt.

Architektur experimentell-induktiv

Mein Ansatz im praktischen Teil war

völlig entgegengesetzt. Kunstgeschichtlich

setzten wir in der Vorgeschichte ein,

um dort einen der Schlüssel für eine

moderne Architektur zu finden. Wir

stellten fest, dass nicht die ägyptischen

und griechischen Tempel die ersten

„Architekturen“ waren, sondern die

großen Steinsetzungen

der Megalithiker, mit

denen sie anfingen, in

großem Maßstab die

vorgefundene Landschaft

zu gliedern und zu

gestalten, um kultische

Refugien zu schaffen –

empfanden sie doch die

Landschaft selbst als einen

Tempel der Göttin. Geht

man so weit zurück, so

erschließt sich auch der

ursprüngliche Sinn des

Begriffes „Architektur“;

was so viel heißt wie

Teilung tektur (Gliederung)

des Ganzen archi

(Anfänglichen).

Mit dieser Grundstimmung

gingen wir in die

experimentelle Phase über

und fanden unter anderem

heraus, dass eine Gruppe

Menschen, welche im Kreis

steht und das mit einer

Gebärde unterstreicht,

auch schon ein lebendiges

Foto 2

Foto 3

architektonisches Gebilde darstellt.

Oder man sammelt im Wald Stöcke und

baut dort mit diesen einen (temporären)

Beratungsbezirk, in dem man sich

versammeln und beraten oder sonst

wie betätigen kann. Interessant war die

Erfahrung, dass man schon mit der

Formgebung dieses so simpel Aufgebauten

die sozialen Abläufe darinnen

sehr, sehr beeinflussen kann!

Ein Grundphänomen aller Architektur!

Unser Finale bestand aus von den

Schülern selbst entwickelten interaktiven

Kunstprojekten in der Altstadt von

Schopfheim zum Thema 'Spontane

Gestaltung des öffentlichen Raumes'.

Da war Mut gefragt! Anhand der Fotos

sind die entwickelten Ideen vorgestellt.


24 • Aus dem Unterricht Prisma (67) Prisma (67)

Aus dem Unterricht • 25

Architekturbeispiele im Bilde

Fangen wir zunächst

mit einigen

in der Gruppe Mally

entstandenen Arbeiten an.

Foto 1: Entwurf eines Hotelgebäudes

Fabienne Marder & Chiara Hohwald

Die genaue Aufgabenstellung lautete:

zwei Gebäude mit einer unterschiedlichen

Formensprache zu einem organischen

Gesamtkomplex zu integrieren.

Gewähltes Material für das Modell war

Karton, farbiges Transparentpapier, die

spätere Umsetzung wurde von den

beiden in Beton, Ziegel und farbigem

Glas gedacht.

Foto 2: Entwurf Kulturhaus- (museal)

Joris Strouken & Lukas Brandt

Konkrete Aufgabenstellung: Rundbau

mit einer sich verwandelnden Dachform.

Modellmaterialien bestanden aus Holzstäben,

Peddigrohr, Transparentpapier

und Kupferfolie. Die schlussendliche

Ausführung war in Holz- und Metallstreben,

Kunststoff, Glas und Kupfer

gedacht.

Foto 3: Ich verstehe nur Bahnhof!

Leon Schreiber & Sebastian Huppert

Sie bekamen die Aufgabe, einen Bahnhof

in einer Verspannungskonstruktion

und mit effizienten Eingängen zu entwerfen.

Der Entwurf wurde mit Holzstäben,

Peddigrohr und Transparentpapier

hergestellt. Gedacht war, das Gebäude

später mit einer Metall-Skelettkonstruktion

und in Glas auszuführen.

Foto 4: Entwurf eines Museums

Felix Siebold & Matthew Chalk

Die konkrete Form sollte in kristallinen

Flächen gestaltet werden, wobei diese

einen rhythmischen Duktus besitzen

sollten. Dieses Modell besteht aus mit

Sprühlack überzogenem Karton. Die

spätere Ausführung haben sich unsere

Nachwuchsarchitekten in Metall, Beton

und Kunststoff vorgestellt.

Foto 1

Foto 4

Foto 5

Nun,

wechseln wir

über zu der Gruppe König

und schauen,

was die architektonische Spontanität

in Schopfheims Altstadt

alles angestellt

hat.

Foto 5 und 6: Raum als solcher

Jakob Klapprott, Gero Engeser,

David Pfeil & Lars Punzet

Den Vogel abgeschossen haben zweifellos

diese vier 12.-Klässler. Sie bauten

sich 4 Raumsegel und stellten Passanten

vor völlig unerwartete Raumprobleme,

indem sie in Sekundenschnelle einfach

einen Raum um sie herum aufbauten

und die verdutzten Leute nach ihrer

„Befreiung“ nach ihren Kurzzeiterfahrungen

befragten. Das völlig unerwartete

Fazit dieser Aktionen war die Feststellung,

dass Beklemmung oder Heiterkeit

sich nicht mit der bestimmten Dicke

einer bestimmten Wand einstellt, sondern

das spontane subjektive Gefühl

entscheidet sich völlig nach dem Raum

als solchem. So könnte ein Betoninnenraum

bei entsprechender Gestaltung als

befreiend eingestuft werden und ein

simpler Raum aus dünnen Tüchern

oder gar Seidenpapier als beengend.

Ohne Bild: Elemente-Parcours

Eine Gruppe junger Damen hatte sich

auch etwas einfallen lassen, war aber

vom typischen Phänomen gestraft, dass

öffentliche Aktionen nie ganz zuverlässig

planbar sind, denn im öffentlichen

Raum bewegen sich alle wie sie wollen.

Die Damen hatten sich vor der

Sparkasse auf eine überschaubare Ecke

am Wasserspiel konzentriert und sich

einen Erlebnisparcours der 4 Elemente

ausgedacht und mit viel Mühe die

entsprechenden Materialien in die Stadt

geschafft. Am Vortag hatten sie den

freien Platz noch einmal inspiziert, aber

am Tag der Wahrheit war vorher ein

Bautrupp aufgetaucht und hat genau an

der Stelle das Pflaster aufgerissen,

unglaublich! Provisorisch wurde die

Installation noch schnell an einem

anderen Ort aufgebaut, aber die Luft

war draußen.

Ihnen hatte vorgeschwebt, mit Architektur

die Natur nicht auszugrenzen,

sondern bewußt mit einzubeziehen.

Schade, dass sie ihre ersten Experimente

auf diesem Gebiet nicht genießen

konnten, denn dieser Ansatz wird weltweit

von manchen Architekten ebenfalls

verfolgt.

Im November hatten wir, die 4. Klasse,

Fahrradprüfung. Am Morgen sollten

wir mit warmer Kleidung, Fahrradhelm

und Vesper an der Schule sein. Dann

sind wir mit Frau Ingenfeld zur Max-

Metzgerschule gelaufen. Dort haben zwei

Verkehrspolizisten auf uns gewartet.

Als erstes sind wir in ein Klassenzimmer

gegangen und haben Verkehrszeichen

gelernt. Danach sind wir auf

den Schulhof und haben mit Fahrrädern

geübt: Rechts vor links, an der Baustelle

machen wir ein „Uhu“ (über die Schulter

nach hinten schauen), Einbahnstraße

nur in eine Richtung befahren, Stoppschild

– Schulterblick, Vorfahrt achten.

Dann machten wir noch die

Klammerübung, und nun mussten wir

sehr Acht geben. Bei Fehler bekam man

eine Klammer, also sollten wir so wenig

Fehler wie möglich machen. Die

Polizisten passten gut auf.

Danach kam die Fahrradprüfung,

nun mussten wir sehr gut Acht geben.

Wir hatten gut geübt und unsere

Fahrradprüfung alle gut bestanden.

Florian Reiber, 4. Klasse

Bildlos: Imaginärer Raum

Eine andere Gruppe junger

Damen war in der tiefsten

Altstadt tätig und ist in

der Abstraktion wohl am

weitesten gegangen. Sie

malten mit dicker Kreide

ein großes farbiges Labyrinth

auf die Straße und

prüften, ob Passanten

sensibel genug sind, auf

diesen imaginären Raum

zu ihren Füßen zu reagieren

und ihn zu durchwandern.

Das Ergebnis war eher

ernüchternd. Bis auf wenige

Ausnahmen fehlte es den

Foto 4

Leuten offenbar an der notwendigen

Muße und auch am Mut, solch

einen Raum spielerisch zu durchschreiten.

Aus der Natur der Sache schienen

Kinder am meisten daran interessiert.

Ich fand das Projekt auch in der

Hinsicht sehr bemerkenswert, da man

wirklich nicht wissen konnte, wie die

Leute auf so wenig Handgreifliches

reagieren würden. (Wenn sie es müssen,

tun sie es doch, was zum Beispiel die

Bodenstriche vor dem Pult einer Bank

oder der Post zur Genüge beweisen.)

...

oder

wie im angrenzenden Bericht

die Viertklässler sich

soziale Verkehrstauglichkeit

im imaginären (?) Raum

realitisch erwerben.

Diese Darstellungen sollen nun

genügen, um Ihnen einen kleinen

Einblick in unsere Arbeit zu geben, es

wurden weder alle Themen genannt,

noch alle Namen. Und – haben Sie

bemerkt, dass unsere Aktion zum

'Erweiterten Architekturbegriff' in der

Altstadt ihren Niederschlag. in einem

fast halbseitigen Artikel im Lokalteil

der Badischen Zeitung gefunden hat?

Nein? Hm...

Gerhard König

Rechts vor links!!! oder links vor rechts ??? Kl. 4


26 • Aus dem Umkreis

Reform des deutschen Schulwesens – Thesenpapier des DPWV

Bildung & Ausbildung sind aktuelle Themen der politischen Debatte und so nimmt es nicht Wunder, dass der DPWV

(Deutscher Paritätische Wohlfahrtsverband) ein Thesenpapier zur Reform des deutschen Schulwesens vorgelegt hat.

Die kritische Situationsanalyse des DPWV gipfelt in der Aussage: „Fakt ist jedoch, dass wir uns in Deutschland bisher einer

zementierten Trennung von Sozial- und Bildungspolitik gegenübersehen. Diese strikte Trennung wird den Herausforderungen

unserer Zeit nicht gerecht. In kaum einem anderen europäischen Land gibt es einen so engen Zusammenhang zwischen sozialer

Herkunft und Bildungschancen wie in Deutschland.“

Und die Ursachen dieser Misere werden wie folgt gesehen: „Es deutet vieles darauf hin, dass für den schlechten Zustand des

deutschen Bildungssystems nicht in erster Linie die quantitativen Rahmendaten (Finanzierung, Lehrerschlüssel etc.) ausschlaggebend

sind. Problematisch scheint vor allem der ineffiziente Umgang mit den vorhandenen Ressourcen und die unklare Verteilung

von Verantwortung im System zu sein. Wir erleben derzeit in erster Linie Schulen, die durch einen Mangel an demokratischen

Mitwirkungsrechten gekennzeichnet sind, durch einen Mangel an Wettbewerb sowie durch einen Mangel an Offenheit und

sozialräumlicher Eingebundenheit in die Bürgergesellschaft.“

Das DPWV-Papier präsentiert nun acht Thesen als Grundbedingungen einer gedeihlichen Fortentwicklung des deutschen

Schulwesens durch die Einführung einer modernen Bürgerschule, die die individuelle Persönlichkeitsentwicklung jeder Schülerin

und jedes Schülers in den Mittelpunkt stellt und Ausgrenzung verhindert:

These 1

Schule muss einen modernen Bürgerethos

vermitteln, das Individuum stärken

und demokratisch organisiert sein. Dies,

sowie die Unterstützung bei der individuellen

Persönlichkeitsentwicklung

und die Entwicklung & Stabilisierung

demokratischer Tugenden kann nur

gelingen, wenn Lehrer, Eltern & Schüler

mitbestimmen und ihre Schule selber

mitgestalten können.

Schulen müssen in

der Lage sein, weitreichende

eigene Entscheidungen

vor Ort zu treffen.

These 2

Schule muss aus zentralistischen Verwaltungsstrukturen

herausgelöst werden.

Um den individuellen Bedarfslagen der

SchülerInnen entsprechen zu können,

müssen Schulen in der Lage sein, weitreichende

eigene Entscheidungen vor

Ort zu treffen. Bleibt die einzelne Schule

eine nicht rechtsfähige Untereinheit der

Schulbehörde, kann dies nicht in ausreichendem

Maße gelingen. Eingefahrene

Routine und traditionelle Regelungsmechanismen

lassen sich nicht nur

teilweise auflösen.

These 3

Schule muss lokal eingebunden sein

und sozialraumorientiert agieren. Schule

muss zurück in die Gesellschaft geholt

werden. Sie muss die konkreten Rahmen-

bedingungen vor Ort berücksichtigen

und offen sein für Impulse & Anregungen

von außen. Schule muss mit dem

jeweiligen Sozialraum kommunizieren.

Die lokale Vernetzung beispielsweise

mit Angeboten der Jugendhilfe und der

Jugendsozialarbeit und die Gewinnung

weiterer Kooperationspartner schafft

Synergien, ermöglicht Innovationen

und gewährleistet die Verankerung der

Schule in der Gesellschaft.

These 4

Frei-gemeinnützige Schulträgerschaften

müssen gefördert werden. Eltern und

SchülerInnen sowie alle BürgerInnen

im Sozialraum müssen die Möglichkeit

bekommen, in und für Schule Verantwortung

zu übernehmen. Wir sind für

frei-gemeinnützige, nicht-kommerzielle

Schulträgerschaften. Öffentlich- oder

privatrechtliche Stiftungen sowie freigemeinnützige

Träger erhalten damit die

Freiheit, aber auch die volle Verantwortung,

gute Bildung zu produzieren und

jede Schülerin und jeden Schüler zu

dem jeweils individuell bestmöglichen,

optimalen Bildungsziel zu führen.

Eltern müssen in ihrer

Entscheidungskompetenz

gestärkt werden,

um die richtige Schule

und den richtigen Schultyp

für ihre Kinder

wählen zu können.

These 5

Die Finanzierung muss für alle Schulträger

gleich und fair geregelt werden.

In einer offenen, vielfältigen, lebendigen

Bürgergesellschaft dürfen die freigemeinnützigen

Schulträger nicht mehr

länger gegenüber staatlichen Schulen

benachteiligt werden. Zur Chancen-

gleichheit der unterschiedlichen Träger

gehören auch faire und chancengleiche

Finanzierungsbedingungen.

Die jeweiligenSchulträger

bestimmen selbst,

wie sie die Ziele erreichen.

Die Schulaufsicht hat

die Aufgabe der

Qualitätskontrolle

und der Beratung.

These 6

Die Chancengleichheit muss für jeden

Schüler und für jede Schülerin garantiert

werden. Durch die Finanzierung über

personengebundene Budgets („Das Geld

folgt dem Kind“) erhalten alle Eltern

und SchülerInnen die Möglichkeit, die

Schule zu wählen, die ihren Vorstellungen

am besten entspricht – gleich ob es

sich um einen staatlichen oder einen

freien Schulträger handelt. Zur Wahrung

der Chancengleichheit aller Schüler-

Innen dürfen Schulen, die diese schülerbezogenen

Pauschalen abrechnen, kein

Schulgeld verlangen. Für Kinder mit

besonderem Förderbedarf muss es

Zuschläge staatlicherseits geben.

These 7

Wahlfreiheit der Eltern und SchülerInnen

braucht mündige Eltern. Es hat sich

bewährt, Eltern für den Bereich der

Elementarbildung zuzutrauen, aus

einem unterschiedlichen Angebot von

Kindertagesstätten für ihre Kinder die

richtige Wahl zu treffen. Auch für den

Schulbereich sollte diese Wahlfreiheit

gelten. Eltern müssen in ihrer Entscheidungskompetenz

gestärkt werden,

Prisma (67) Prisma (67) Aus dem Umkreis / Rätsel / Kleinanzeigen • 27

um die richtige Schule und den richtigen

Schultyp für ihre Kinder wählen zu

können. Bei der freien Wahl ihrer Schule

müssen Eltern dabei durch fachkundige

Beratung & Information begleitet sein.

These 8

Die Verantwortlichkeiten müssen klar

geregelt und verteilt sein. Wir brauchen

einen Wechsel von der behördlichen

Verwaltung der Schule hin zu einer

neuen, vertraglich klar geregelten

Verantwortungsteilung: Der Staat ist

für die Verlässlichkeit eines vielfältigen

Schulwesens verantwortlich. Politische

Entscheidungen garantieren die Rahmen-

bedingungen und setzen grundlegende

Ziele. Die Bildungsverwaltung konkretisiert

Bildungsziele bzw. Bildungsstandards,

vereinbart konkrete Rahmenbedingungen

und Erfolgskontrollen mit

den Schulen. Die jeweiligen Schulträger

bestimmen selbst, wie sie die Ziele

erreichen. Damit erhalten sie die Möglichkeit,

ihre Bildungs- und Erziehungsarbeit

gezielter auf die unmittelbar vor

Ort bestehenden Bedingungen und

Erfordernisse auszurichten. Dazu gehört

auch, dass Schulen die volle Personalhoheit

erhalten. Die Schulaufsicht hat

die Aufgabe der Qualitätskontrolle und

der Beratung. Sie erhält wesentlich

mehr als heute die Rolle einer Service-

und Unterstützungseinrichtung.

Prima-Prisma-Preis-Rätsel-Rätsel-Rätsel-Rätzel?-Rätsel-Rätsel-Rätsel

Das Prisma-Herbsträtsel der letzten

Ausgabe war ein Fotorätsel und

ganz viele haben gesehen, dass diese

Graden & Krummen den Bühnenaufgang

im neuen großen Saal zeigen, bravo!

Und viele Kinder wissen, dass wir ja

zwei Festsäle an unserer Schule haben,

den kleinen und noch einen. Und da sie

die innere Klarheit lieben, schrieben sie

"Bühnenaufgang des großen Festsaals"

– womit in aller Deutlichkeit der Ort

der Sache nach benannt wird – gerade

um Missverständnisse zu vermeiden.

Es geht ja schließlich um einen Gewinn!

Auch haben wir aus Spargründen die

Gummibärchengroßzügikeit etwas gemindert

und überreichten eine "kleine"

Tüte klebriger Bärchen, und zwar mit

einen goldenen Riesenzapfen!

Michael aus der dritten Klasse hat

bei der Auslosung den Preis gewonnen.

Juhuuuuuuuh und herzliche Gratulation!

Wie

liest sich so etwas

für Eltern, Lehrer und Schüler

an einer Freien Waldorfschule?

Wie verhalten sich diese Thesen

zum aktuell verabschiedeten Leitbild

aller deutschen Waldorfschulen ?

(siehe Seite 4 in dieser Ausgabe)

Und ganz konkret:

Wie weit sind wir

an unserer frei-gemeinnützigen

Einrichtung in Schopfheim

auf diesem Weg

einer Reform des deutschen Schulwesens

beispielhaft vorangekommen?

Thomas Gremm-Roloff

Das Prisma-Winterrätsel in dieser

Weihnachtsausgabe ist mal wieder

ein Worträtsel für Stirnrunzler:

!

?

Was ist das?

Wenn es regnet, wird es nass.

Wenn es schneit, wird es weiß.

Wenn es friert, ist es Eis.

Lösungsvorschläge bitte mit Namen und

Klassenstufe versehen auf ein kleines

Zettelchen schreiben und in den

hölzernen Prismabriefkasten im Foyer

neben der Telefonmuschel werfen.

Und kurz vor Ostern sehen wir dann

in der Frühlingsausgabe des Prisma, ob

jemand aus der Leserschaft hinter den

Sinn dieser Zeilen gekommen ist. Was

dann zu gewinnen ist, wissen wir

?

allerdings noch nicht. fr

Kleinanzeigen sind in dieser Kleinheit kostenlos. Dauerschaltungen bitte jährlich bei der Redaktion erneuern!

Schlafen wie in Schweden ....

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28 • Aus den Schriften

Kann Neues in die Welt? oder: Persönlichkeit versus Individualität

Rudolf Steiner sagt:

„Durch jede einzelne Individualität fließt uns die originelle Geistkraft zu.

Solange wir den Menschen als Persönlichkeit betrachten, können wir ihn regeln:

Sprechen wir von allgemeinen Pflichten und Rechten, so sprechen wir von der Persönlichkeit.

Sprechen wir aber von der Individualität, so können wir den Menschen nicht in eine Form zwängen,

er muss der Träger seiner Originalität sein.

Was in zehn Jahren über die Menschheit kommen wird,

das werden die Menschen wissen, die sich als Individualität ausleben.

Das Kind, das ich erziehe, darf ich nicht von mir aus bestimmen,

sondern aus seinem rätselhaften Innern habe ich herauszuholen,

was mir selber ganz unbekannt ist.

Wollen wir eine soziale Ordnung, dann müssen die einzelnen Individualitäten zusammenwirken,

dann muss jeder in seiner Freiheit sich entwickeln können.

Stellen wir ein soziales Ideal auf, so schnüren wir diese Persönlichkeit an diesen, jene Persönlichkeit an jenen Platz. (…)

Nichts Neues kommt aber dabei in die Welt.“

R.St. in einem öffentlichen Vortrag am 30.3.1905 (GA 53), Hervorhebungen durch die Autorin.

Diese grundlegenden Formulierungen

stellen das Verhältnis zwischen Kind/

Jugendlichem und Erwachsenem auf

eine im Alltagsdenken doch zuerst

ungewohnte Basis. Die Frage nach dem

Selbstverständnis des gegenwärtigen

Menschen führt Rudolf Steiner zu

einem wachen Blick auf den Unterschied

zweier Begrifflichkeiten, die gerne als

allgemeines Ziel im Erziehungs- und

Schulprozess formuliert werden:

Persönlichkeit und Individualität. Allerdings

polarisiert er diese zwei Aspekte –

und deren bewusste Unterscheidung

sei zentral für alte wie junge Menschen

und vor allem für die soziale Ordnung –

gegenwärtig wie zukünftig.

Das Vermitteln von Rechten und

Pflichten greift auf der einen Ebene

(der der Persönlichkeit): es versucht das

menschliche Miteinander mit moralischethischen

Ansprüchen zu regeln, die von

den Erziehenden an die Heranwachsenden

herangetragen werden (müssen).

Dies bewahrt den erreichten oder

angestrebten und als gut erkannten

zwischenmenschlichen Standard.

Für Zukünftiges braucht es aber

anderes, gar Gegensätzliches in dem

Sinne, dass die Formung nicht von

außen kommen darf, sondern dass die

Gestaltung sich der Mensch von innen

selber in Freiheit setzen muss. Das

Formulieren von allgemeingültigen,

sozial-ethischen Idealen sowie die

Einforderung mit sorgend erhobenem

Zeigefinger, ist mit Blick auf eine

menschheitsgeschichtliche Weiterentwicklung

mit Vorsicht zu betrachten

– besonders, wenn einem die Not auf

das Herz drückt, dass doch Neues

in die Welt kommen möge.

Rudolf Steiner lenkt dabei den Blick

auf das Phänomen des "Unbekannten"

im Kind, das sich mir (als Eltern und als

Lehrer) anvertraut hat. Erst das respektwahrende

Lauschen auf das "Rätselhafte"

im Innern des anderen ermöglicht

dem Heranwachsenden, dass er seine

"unbekannte Individualiät" ergreifen,

erfühlen und erkennen kann.

Doch, und das ist der Knackpunkt:

Unbekanntes macht schnell Angst, die

Vertrauenskräfte wollen oft nicht blauäugig

sein, Sorge erobert die Seele

und verschließt das Tor der unvoreingenommenen

Wahrnehmung im

Erwachsenen... – ruckzuck sind wieder

hehre soziale Ideale aufgestellt, und der

Blick auf die Individualität und deren

wichtige "originelle Geistkraft" erlöscht.

Was machen Menschen,

wenn sie nur als "Persönlichkeit"

angesprochen werden?

Es scheint wichtig, sich immer wieder

und wieder zu vergegenwärtigen, wie

extrem vorstellungs- und definitionsfrei

Waldorfpädagogik eigentlich konzipiert

ist, wenn sie den Menschen eben auch

als Individualität erfassen und fördern

will. Denn von dem allein kommen

neue Impulse in unsere Welt.

Frauke Roloff

Zwei schöne Weihnachtsknetbilder einer dritten Klasse aus dem Jahre 2008:

Sie zeigen, wie ein kleines Krippenkind durch Kinderhände neu in die Welt kommt.

Prisma (67) Prisma (67)

Wie in vielen Waldorfkindergärten

üblich, treffen wir Kolleginnen

uns morgens bevor die Kinder kommen

zum gemeinsamen Lesen und Besinnen

des jeweiligen Wochenspruches, so zum

Beispiel in der letzten Oktoberwoche:

Den Kindern helfen, sich mit der

Erde vertraut zu machen, sich auf ihr

zu beheimaten und sie lieben zu lernen,

ist eines unserer Anliegen, die wir mit

unserem Erziehungsauftrag verbinden.

Das Miterleben des Jahreslaufes, die

Ein- und Ausatmungsvorgänge der Erde

mitzuvollziehen, ist nicht nur für die

Kinder hilfreich, sondern auch für

Erwachsene befriedend, harmonisierend.

In den Seelenkalendersprüchen

verdichtete Rudolf Steiner die innigen

Entsprechungen von menschlichem

Seelenleben und äußerer Natur: In den

winterlichen Naturvorgängen haben wir

ein Bild für den Rückzug ins Innere,

wie er auch für die Gedankenbildung

und die Erkenntnis nötig ist. Das

sommerliche Wirken entspricht dem

Sinnes- und Wahrnehmungsleben, also

dem Hingegebensein an die Außenwelt.

So leben wir uns mit den Kindern

durch mannigfaltige, jahreszeitlich

inspirierte Tätigkeiten, durch zahllose

Sprüche und Lieder nicht nur in die

Aus dem Kindergärten • 29

Kann ich das Sein erkennen? Jahreszeitliches im Eisweiherkindergarten

Sich selbst des Denkens Leuchten

Im Innern kraftvoll zu entfachen

Erlebtes sinnvoll deutend

Aus Weltengeistes Kräftequell

Ist mir nun Sommererbe,

Ist Herbstesruhe und auch Winterhoffnung.

Gu T e mu T T e r er d e T u u n s a u f

Der Igel sucht sein Winterhaus

und in ihr Löchlein schlüpft die Maus.

Gute Mutter Erde tu uns auf!

Es geht ein kalter Wind, hu hu,

Eichkätzchen schließt sein Türlein zu.

Gute Mutter Erde tu uns auf!

Und in dem dunklen Erdenreich,

da schlummern die Körnlein warm und weich.

Gute Mutter Erde tu uns auf!

Aus lichtem Kristall ein Brücklein steht,

da ziehen die Zwerge ihren Weg.

Gute Mutter Erde tu uns auf!

Und in der dunklen Winternacht

im Erdenschoß ein Gnömlein wacht.

Gute Mutter Erde tu uns auf!

Sonnenfeuer in der Erde

hüten Gnome, hüten Zwerge.

Gute Mutter Erde tu uns auf!

Naturrhythmen der Erde und des Kosmos

hinein, sondern bereiten auch einen

Boden für die Ausbildung des Seelenlebens.

Im Herbst sieht das dann etwa so aus:

"Wenns Sonnenlicht verschwindet,

wirds Lichtlein angezündet.

Mein Licht durchdringt die dunkle Nacht

Laternchen schein´ und halte Wacht!"

Nach der Michaelizeit verschwinden

alle offen sichtbaren Kerzenflammen bis

zum ersten Advent in Laternen oder

Kürbisköpfen.

Beim Reigenspiel schlüpfen wir als

Tiere oder Zwerge ins Erdreich, um dann

als herabtanzende Blätter eine Zudecke

dafür zu bilden. Innen drinnen werden

wir dann rege – unsere Laternchen

haben wir mitgebracht – und klopfen

prächtig glitzernde Edelsteine aus dem

Berggestein.

Natürlich gehen wir auch mit selbst

gemachten Laternen hinaus ins abendliche

Dunkel, das wir im Park des Haus

Columban vorfinden, nicht ohne einen

Abstecher zu den Senioren zu machen,

die gerade beim Abendessen sitzen. In

diesem Jahr zauberten die Eltern in

gemeinsamer, gemütlicher Arbeitsrunde

im Kindergarten aus einer Rübe jeweils

eine Laterne für ihr Kind heraus, während

die Kinder entweder den Vorgang

mit Interesse und Sonderwünschen

begleiteten oder neben dran ein Marmeladenglas

mit Hilfe von Kleister und

buntem Transparentpapier in ein

Tischlaternchen verwandelten.

Ti e f im Gä r T l e i n s T r a h lT e s h e l l e

Deine Flamme, lichte Kerze

strahle tief auch mir ins Herze,

dass darin es helle sei.

Nicht für mich will ich´s entzünden,

allen Menschen soll es künden:

Weihnacht, Weihnacht kommt herbei.

Johanna Ruß

Dann wird es auch schon bald Zeit,

die Zweige für den Adventskranz und

das Adventsgärtlein klein zu schneiden,

was während der Freispielzeit mit vielen

kleinen helfenden Händen geschieht.

Am ersten Advent, wenn es draußen

schon fast dunkel ist, erwartet uns dann

das Licht einer großen Kerze im Innern

des Spiralweges, den jedes einzelne Kind

mit seinem Apfelkerzchen betritt. Denn

man muss sich auf den Weg machen, um

am Licht teilzuhaben! Wer es aber

gefunden hat, wer innen angekommen

ist, der kann etwas davon mitnehmen

und nach außen tragen und auch für

Andere leuchten lassen. So wird der

Raum nach und nach immer heller und

ein Vorblick auf den Weihnachtsglanz

am Lichterbaum wird gewährt.

Hat nun vielleicht die im Oktober

noch etwas fremd und sperrig klingende

'Winterhoffnung' Bedeutung bekommen?

Und wie klingt der Wochenspruch

für die erste Adventwoche?

Kann ich das Sein erkennen,

dass es sich wiederfindet

Im Seelenschaffensdrange?

Ich fühle, dass mir Macht verliehen,

Das eigne Selbst dem Weltenselbst

Als Glied bescheiden einzuleben.

Ich finde, hier hat schon eine Umkehrung

begonnen – von dem Erleben

der Vereinzelung hin zu einem Wirken

in größeren Zusammenhängen. Ist nicht

der Weg in die Adventsgärtlein-Spirale

und aus ihr heraus gewissermaßen ein

Bild für diese Vorgänge?

Corinna Boettger


30 • Ankündigungen, Mitteilungen, Einladungen

Vorträge & Seminartag

Wie gestaltet sich Waldorfpädagogik?

Wir möchten die Eltern der zukünftigen

ersten Klasse und alle

anderen an der Thematik Interessierten

ganz herzlich zu unseren diesjährigen

Vorträgen zur Waldorfpädagogik

einladen:

An drei Dienstagabenden im Januar

und Februar 2010 werden jeweils um

20 Uhr im Kleinen Festsaal der Freien

Waldorfschule Schopfheim Vorträge

gehalten. Drei Lehrkräfte aus Unter-,

Mittel- und Oberstufe informieren über

die Schwerpunkte der verschiedenen

Klassenstufen.

Dienstag, 19.01.2010

Andrea Timm-Brandt (Unterstufe)

"Wie begegnen wir der heutigen

Kindergeneration?"

Dienstag, 26.01.2010

Thomas Wehkamp (Mittelstufe)

"Einblick in das Unterrichtsgeschehen

der Mittelstufe"

Dienstag, 02.02.2010

Martin Kuhle (Oberstufe)

"Wie schließt die Oberstufe an die

vorangegangene Schulzeit an und wo

bleibt die Waldorfpädagogik angesichts

von Medienkonsum und

Prüfungsdruck?"

Einladung

Eurythmiesoli – Teil I

Am Mittwoch, dem 10. Februar

wird abends um 19.30 Uhr die

erste Gruppe von Elftklässlern ihre hart

erarbeiteten Eurythmiesoli auf der

Bühne im großen Festsaal präsentieren.

Man darf wieder gespannt sein auf die

kleinen Schmuckstücke aus der Lautund

Toneurythmie eines langjährigen

Eurythmieunterrichtes. Herzlich wird

eingeladen. fr

Wichtige

Ankündigung

Die Jahresarbeiten der 12. Klasse

sind auf Freitag, den 5. Februar

(abends) und Samstag, den 6. Februar

2010 terminiert. Genaueres wird noch

bekanntgegeben. Helmut Mally

Einen direkten Einblick in das Unterrichtsgeschehen

vermittelt dann am

Samstag, 27. 02.2010

der Seminartag ab 9 Uhr,

an dem KollegInnen verschiedene

Fachbereiche des Unterrichts vorstellen

werden und mit Interessierten praktisch

arbeiten wollen. Auch die Möglichkeit

für Gespräche wird sich ergeben. Gerne

können, nach Anmeldung, auch Eltern

schon bestehender Klassen daran teilnehmen.

Wir freuen uns auf eine

rege Beteiligung.

SchülerInnen der SMV werden

währenddessen eine Kinderbetreuung

anbieten. Um eine diesbezügliche

Anmeldung wird gebeten.

Bei Rückfragen wenden Sie sich

bitte an A. Tietz-Beyer, 07622-688715

Anette Himmelstoß & Anne Tietz-Beyer

Aufnahmegremium

Jahresvorschau: Termine

zur Sonntagshandlung

Der Religionskreis des freichristlichen

Religionsunterrichtes an unserer

Schule veranstaltet für Schüler ab 1. Kl.

im unteren Eurythmiesaal um 10.30 Uhr

die sonntäglichen Kinderhandlungen:

• Im Dezember am Freitag, 25.12.09;

und im kommenden Jahr an folgenden

Sonntagen (Änderungen vorbehalten)

• im Januar am 17.01.10 und 31.01.10;

• im Februar am 28.02.10;

• im März am 14.03.10;

• im April am 18.04.10;

• im Mai am 02.05.10;

• im Juni am 13.06.10 und 27.06.10;

• im Juli am 11.07.10.

Bei Fragen können Herr Keil unter

07622-9019957 bzw. hc.keil@online.de

oder ein anderes Mitglied des Religionskreises

angesprochen werden:

Hr. Keil

Fr. Becker-Leeser, Fr. Dycke, Fr. Schubert

Einladung zur Monatsfeier?

Nein: zur ScHULFEIER!

Tief sitzt die Redegewohnheit unserer

Schulgemeinschaft, bei dieser

Veranstaltung von „Monatsfeier“ zu

sprechen: Wir wissen alle, was damit

gemeint ist. Von einer monatlichen Veranstaltung

kann aber im Entferntesten

nicht mehr geredet werden, nicht einmal

von einer Quartalsfeier. So soll diese

Feier einfach Schulfeier genannt werden.

So sind wir gegen Missverständnisse

am besten gewappnet. Und will Ihr

innerer Gewohnheitsmensch weiterhin

von Monatsfeier sprechen wollen, so

werden wir verständnisvoll darüber

hinwegsehen .

Die nächsten öffentlichen Mon ...äh...

– die nächsten öffentlichen Schulfeiern

werden am Samstag den 23. Januar

und am Samstag den 24. April jeweils

um 10 Uhr im großen Saal stattfinden,

die internen Schülerfeiern jeweils am

Donnerstag davor. Gerhard König

Für Kinder und andere

"Bechstein"– Konzert

Herr Bechstein braucht Unterstützung!

Jetzt schon vormerken im Kalender,

dass am 7. März um 16.30 Uhr im

Festsaal unserer Schule ein Konzert

stattfinden wird zugunsten des schönen

Bechstein-Flügels im großen Saal.

Berufsmusiker – Eltern der Schule –

haben sich zusammengefunden und

wollen ein Programm veranstalten, das

vor allem den Jüngsten, aber natürlich

auch allen anderen viel Vergnügen

bringen wird.

An diesem Konzert sollen wieder

einmal verschiedene Musikinstrumente

und viel unterschiedliche Musikstile

vorgestellt werden, damit die Kinder

diese kennenlernen können.

Das Programm gestaltet sich um

eine Geschichte in Frühlingsstimmung

herum und wird ungefähr eine Stunde

dauern. Dann wird um großzügige

Spenden gebeten, damit der Bechstein-

Flügel auch in Zukunft, nachdem er in

den Sommerferien ganz toll überholt

wurde, immer in seinem besten Zustand

im großen Saal stehen und erklingen

kann. Denn vor allem nehmen unsere

Kinder dieses Instrument immer wieder

in Anspruch!!!

Ceciel Strouken

Prisma (67) Prisma (67)

Einladung

christgeburtspiel

Und auch zur Weihnachstzeit im

Jahre 2009 haben die Schopfheimer

Waldorflehrer das Bedürfnis, ihren

Schülern wieder einmal eine weitere

Aufführung der Geschehnisse der

Christgeburt zu schenken – und

natürlich im Waldorfschulgewand der

traditionellen Oberuferer Mundartspiele.

Nachdem morgens die Schüler

beschenkt werden, besteht auch noch

am Abend des 22. Dezember für

Eltern und Freunde die Möglichkeit,

sich im großen Festsaal ebenfalls von

diesem Geschenk erfreuen zu lassen.

Zur öffentlichen Vorstellung um 20 Uhr

ist jeder auch in diesem Jahr herzlich

eingeladen. fr

Einladung zum

Drei König Spiel

Die Aufführung des Drei König

Spiels findet am 10. Januar 2010

um 17.00 Uhr im großen Saal der

Freien Waldorfschule Schopfheim statt.

Es wirken Schüler, Eltern, Lehrer, Ehemalige

und Freunde der Schule mit.

Es gehört ebenso wie das Paradeis

Spiel und Christgeburt Spiel zu den drei

Oberuferer Weihnachtsspielen, die ja

jedes Jahr an vielen Waldorfschulen und

anthroposophischen Einrichtungen zur

Aufführung kommen.

Das Spielgut stammt von Donauschwaben

aus Ungarn. Julius Schroer,

Ethnologe und Lehrer Rudolf Steiners,

hat sie entdeckt und zugänglich gemacht.

Über R. Steiner sind sie dann in die

Waldorfschulen und viele andere anthroposophische

Einrichtungen gekommen.

So ist uns bis heute ein wertvolles und

einzigartiges Kulturgut erhalten geblieben.

Das Drei König Spiel hat den Besuch

der drei Weisen beim Jesuskind und den

Kindermord durch Herodes zum Inhalt.

Der Zuschauer erlebt dabei das

Aufeinanderprallen von Gut und Böse,

das Zerstörerische, das von Macht und

Angst ausgeht, aber auch die starke

Kraft des Reinen und Guten, die uns

immer wieder Hoffnung verleiht, das

Böse letztendlich zu überwinden.

Das Spiel ist für Kinder ab der

vierten Klasse geeignet.

Peter Beyer

Einladung

Gesamtelternabend

Bei der Juli-Mitgliederversammlung

im vergangenen Schuljahr gab es

Fragen zum Lehrplan unserer Freien

Waldorfschule Schopfheim. Es wurde

dort versprochen, diesbezüglich einen

Gesamtelternabend noch vor Jahreswechsel

anzubieten.

Den Zeitpunkt können wir nun aus

verschiedenen Gründen leider nicht

einlösen – dafür bitten wir um Entschuldigung.

In Absprache mit dem

ELSK wird der Termin am Freitag, dem

26. Februar um 20.00 Uhr sein. Wir

treffen uns im kleinen Festsaal, bei

Bedarf ziehen wir in den großen

Festsaal um.

Unter anderem haben wir uns für

dieses Datum entschieden, weil am

nächsten Tag im Rahmen eines pädagogischen

Tages (siehe extra Einladung)

Einblicke in verschiedene Unterrichte

geboten werden. Peter Elsen

Einladung zum

OLBikino Abendfilm

D er zweite OLBikino-Abend der

SMV wird am 21. Dezember

um 19.00 Uhr stattfinden. Es wird eine

filmische Vorführung geben zum Thema

"Lustige Weihnachten" – Genaueres

bleibt zur Überraschung – aber es kann

eine Komödie sein. Jeder ist herzlich

eingeladen, an dem letzten Schulmontag

vor Weihnachten abends hoch unters

Dach ins OLBi zu kommen. fr

Gesuch:

Ressort-Übernahme

Das Prisma sucht immer Mitarbeiter

zur eigenverantwortlichen Übernahme

wichtiger Ressorts: Gestaltung

der Rätselrubrik, Organisation des

Verteilers, Pflege der Werbeabteilung,

regelmäßige Tätigkeit als Berichterstatter,

als Interviewführer & Auslandskorrespondent

undundundoder ... –

weiteren Möglichkeiten sind fast keine

Grenzen gesetzt. Ideen haben ist eine

Sache – sie der Welt aktiv fruchtend

einzuverleiben jedoch viel ausschlaggebender.

Herzlich willkommen!

Prisma-Redaktion

Einladungen, Hinweise und ein Gesuch • 31

Achtug: neuer Wochentag!

Elternsprechtag

Der Elternsprechtag nach einem

halben Jahr Unterricht ist eine der

Möglichkeiten, gemeinsam mit den

PädagogInnen einen Blick auf das Kind

oder auf den Jugendlichen werfen zu

können. Dieser Tag wird nun, auf

Wunsch einer breiten Mehrheit sowohl

im Eltern-Lehrer-Schüler-Kreis (ELSK)

als auch im Lehrerkollegium, von dem

traditionellen Samstagvormittag auf

den Freitagnachmittag verlegt und soll

am Freitag den 29. Januar von 16 bis

20 Uhr in der Schule stattfinden.

Die Terminlisten zum Eintragen

werden wie letztes Jahr in der Treppenhausnische

im ersten Stock (gleich nach

der Treppe links) ab spätestens Freitag

den 22. Januar ausgehängt.

Die KollegInnen, bei denen sich am

Donnerstag, dem 28. Januar 2010 noch

niemand eingetragen hat, haben am

Elternsprechtag nur von 16 bis 18 Uhr

Präsenzpflicht.

Godefroy Kozlik,

g.kozlik@arcor.de 07641-2930

Herzliche Einladung zu

Schuberts Winterreise

Diesmal steht aus der Schubert-

Triologie (Die schöne Müllerin -

Winterreise - Schwanengesang) der

zweite Teil auf dem Programm: Die

Winterreise.

Helmut Mally, Bass-Bariton wird

von Nelly Ziegler am Klavier begleitet.

Das schubertsche Motiv des einsamen

Wanderers mündet in diesem

großen Liederzyklus in die existentielle

Frage des Ausgesetzseins, der Trennung

und des Todes ein.

Schuberts Winterreise zählt zu den

größten und bekanntesten Gesangszyklen

überhaupt. Schubert verleiht diesen

Liedern eine immense und grandiose

musikalische Dichte und Tiefe. Dietrich

Fischer-Dieskau sagt dazu: "Vielmehr

wird die Musik bei ihm durchscheinend

für den Inhalt der Gedichte und deren

dichterischen Ausdruck. Das Lied als

Kunstwerk wird selbst zum Gedicht".

Der Liederzyklus wird am Samstag,

dem 16. Januar um 20.00 Uhr im

Musiksaal der Freien Waldorfschule

erklingen.

Helmut Mally


32 • Termine

Quartalsübersicht

von Terminen an der Freien Waldorfschule

Dezember 2009

21.12. Film Lustige Weihnachten

19:00 Uhr

OLBi-raum untern Dach

22.12.09 Christgeburtspiel

öffentliche Aufführung

20:00 Uhr

gr. Festsaal

23.12.09 Weihnachtsferien

- 10.01.10

25.12. Weihnachtshandlung

freichristlich

10.30 Uhr

unterer Eurythmiesaal

26.12. Ehemaligentreff

(Jg. Abi 95)

ab 17:00 Uhr

Gasth. Löwen

Gündenhausen

Januar 2010

02.- 09.01. Tanztagung

von Artaban

06.02. Landeselternrat-Tagung

im Hause

10.01. Drei König Spiel

17:00 Uhr

gr. Festsaal

12.01. Elternabend

Klasse 2

15.01. Elternlehrerschülerkreis

20:00 Uhr

Lehrerzimmer

16.01. Winterreise

Liederabend m. H. Mally

20:00 Uhr

Musiksaal

17.01. Sonntagshandlung

freichristlich

10:30 Uhr

unterer Eurythmiesaal

18.01. Elternabend

Klasse 3

19.01. Einführungsvortrag I

zur Waldorfpädagogik

A. Brandt: Untersufe

20:00 Uhr

Kleiner Festsaal

23.01. Öffentliche Schulfeier

10:00 Uhr

gr. Festsaal

25.01. Elternabende

Klasse 1 und 5

26.01. Einführungsvortrag II

zur Waldorfpädagogik

Th. Wehkamp: Mittelstufe

20:00 Uhr

Kleiner Festsaal

Elternabend

Klasse 6

29.01. Elternsprechtag

16:00 - 20:00 Uhr

div. Räume der Schule

Oriental Chamber Jazz

FisFüz & Gianluigi Trovesi

Veranstalter:

Akustik in Agathen e.V.

20:00 Uhr

gr. Festsaal

31.01. Sonntagshandlung

freichristlich

10:30 Uhr

unterer Eurythmiesaal

Februar

01.02. Elternabende

Klassen 4 und 7

02.02. Einführungsvortrag III

zur Waldorfpädagogik

M. Kuhle: Oberstufe

20:00 Uhr

Kleiner Festsaal

Elternabend

Klasse 8

05./06.02. Jahresarbeiten Klasse 12

Präsentationen

gr. Festsaal

10.02. Eurythmiesoli Teil I

Klasse 11

19:30 Uhr

gr. Festsaal

13.02. Fasnachtsferien

- 21.02

23.02. Elternabende

Klassen 1 & 9a

26.02. Gesamtelternabend

20 Uhr

Kleiner Festsaal

27.02. Seminartag

Einblicke i. d.

Waldorfunterricht

ab 9:00 Uhr

Gesamtes Schulhaus

Volkstanzen

20:15 Uhr

oberer Eurythmiesaal

28.02. Sonntagshandlung

freichristlich

10:30 Uhr

unterer Eurythmiesaal

März

01.03. Elternabend

Klasse 10a

02.03. Elternabend

Klasse 10b

07.03. Kinderkonzert

zugunsten des Saalflügels

16:00 Uhr

gr. Festsaal

09.03. Elternabend

Klasse 9b

14.03. Sonntagshandlung

freichristlich

10:30 Uhr

unterer Eurythmiesaal

19.03. ElternLehrerSchülerKreis

20:00 Uhr

Lehrerzimmer

22.03. Elternabend

Klasse 1

25./26.03. engl. Buddha-Spiel

Klasse 5

Kleiner Festsaal

Elternabend

Klasse 9b

27.03. Osterferien

- 11.04.

Termine und weiteres

sind auf der Homepage einsehbar:

www.waldorfschuleschopfheim.de

Wochentermine

in Waldorfschule / Vicemooshalle 1

Bei Vermietung von Schulräumen bitte

alles mit Frau Schaubhut im Schulbüro

abstimmen: Telefon 07622-666849-12.

montags Eurythmiekurs II

8.00 - 9.00 Uhr

Michaela Trefzer

07621-168928

Schülerbibliothek

11.30 - 14.00 Uhr

Burgl Vogt

07622-65350

Kletter-AG

15.30 - 17.00 Uhr

Harry Müller

0151-50572151

Eurythmie am Abend

19.00 - 20.00 Uhr

Renate Langhammer

07622-64094

Bothmer Gymnastik

18.30 - 19.45 Uhr

Gabriele Hurter

07622-6846582

dienstags Zirkus

für Kinder in Klassen 3-8

15.30 - 17.30 Uhr

Peter Siebert-Klapprott

07622-6976488

Gymnastik & Spiele

20.00 - 21.30 Uhr

Thomas Trefzer

07622-3448

mittwochs Anthroposophische

Gesellschaft

Zweigabend

20.00 Uhr

Peter Beyer

07622-61424

Ton-Eurythmie

18.45 - 19.45 Uhr

Astrid Andersen

07627-923605

donnerstagsSchülerbibliothek

9.30 - 10.00 Uhr

Beate Felgenhauer

07622-63486

Volleyball-AG

18.30 Uhr für Schüler

20.00 Uhr für Ehemalige,

Eltern und Lehrer

Gotthard Jost

07622-6884571

freitags Eurythmiekurs I

8.00 - 9.00 Uhr

Renate Langhammer

07622-64094

Bläserkreis

15.30 - 16.30 Uhr

Carl-Philipp Rombach

0761-2170018

Freiwilligen-Orchester

18.30 - 21.30 Uhr

Elfriede Hochweber

07621-53579

samstags Artaban-Gruppenstunde

10.00 - 12.00 Uhr

Gero Engeser

07622-672020

Volkstanz

je 2. Sa. des Monats

20.15 Uhr

Fam. Bauer

07622-64043

sonntags Sonntagshandlung

freichristlich

Kinderhandlung

10.30 Uhr

Hans-Christian Keil

07622-9019957

Hans Baumann

Wintersterne

Prisma (67)

Abgelegt ist die Krone.

Durchlässigen Hauptes

steht der Eichbaum im

Januarwind. Taub sind

die Zweige, auseinandergehalten

vom stärkern Geäst. Vom Frost

abgenötigt löst sich

ein schmerzlicher Laut.

Krähen fallen im Mittag

ein. In schwarzen Astgabeln

hängen leere Nester aus Schnee.

Nachts aber

auf eisüberzogener Rinde

goldene Vögel.

Ferienkalender

2009 / 2010

Das Schuljahr begann am Montag,

dem 14.09.09 und wird am Mittwoch,

dem 28.07.2010 enden.

Weihnachtsferien

23.12.2009 - 10.01.2010

Fasnachtsferien

13.02.2010 - 21.02.2010

Osterferien

27.03.2010 - 11.04.2010

Brückentag

14.05.2010

Pfingstferien

22.05.2010 - 06.06.2010

Sommerferien

29.07.2010 - 12.09.2010

Die Terminangaben beinhalten jeweils

den ersten & letzten Ferientag. Die

Ferienregelung selbst kann aufgrund

interner Unterrichtsplanung geringfügig

vom Ferienkalender der staatlichen

Schulen abweichen.

Redaktions-

schluss:

Prisma 68

11.03.2010

Erscheinungsdatum:

15.03.10 als pdf auf der homepage

20.03.10 in gedruckter Form

Bitte liefern Sie Ihre Beiträge so bald

wie möglich; je früher desto sicherer.

Zeitgemäß digitalisiert per E-Mail an:

prisma@waldorfschuleschopfheim.de

oder auf CD bzw. Stick gespeichert:

in den Prisma-Briefkasten im Foyer.

Es dankt Ihnen die Prisma-Redaktion

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