Eine Ganztagsschule? - Freie Waldorfschule Schopfheim

gcb3zXi1Ea

Eine Ganztagsschule? - Freie Waldorfschule Schopfheim

6 l Schule intern

Bericht aus dem Arbeitsprozess des Baulückengremiums

Für die Baulücken Zwischentrakt und

Bühne/Versammlungsraum sollten in

der November-MV Planungen, Kostenschätzungen

und Finanzierungsmodelle

zur Beurteilung und Entscheidung vorgelegt

werden. So war es in meinem

kurzen Bericht im letzten Prisma und

auch auf der Juli-MV angekündigt

worden.

Diese zeitliche Planung hat sich jetzt

(Stand Ende September) wohl als zu

optimistisch erwiesen.

Was ist

in der Zwischenzeit geschehen?

Im Zusammenhang mit den Überlegungen

zur Ganztagsschule GTS war die

Möglichkeit aufgetaucht, einen nicht

unwesentlichen Teil unserer Baumaßnahmen

über das "Investitionsprogramm

des Bundes Zukunft, Bildung und

Betreuung“ IZBB zu realisieren. Erste

Informationen von anderen Waldorfschulen

nährten auch diese Hoffnung.

Faszinierend war die Tatsache, dass

einiges, was mit diesem Programm

angeregt werden soll, eigentlich bei uns

schon Wirklichkeit ist: Soviel fehlt uns

gar nicht, um als Ganztagsschule anerkannt

zu werden!

Dieser vermeintliche Startvorteil

erweist sich aber in Bezug auf die IZBB-

Förderung als Nachteil: Was bei uns

quasi schon Standard ist (z.B. Theaterprojekte

u.a.) wäre an vielen staatlichen

Schulen eine förderungswürdige

Innovation. Wir haben das aber schon

im Lehrplan, daher ist es keine Innovation

und somit werden auch damit in

Zusammenhang stehende Investitionen

nicht gefördert. Dies ergab sich direkt

zu Beginn der Sommerferien aus einem

Gespräch mit dem Oberschulamt.

Das bedeutet ganz konkret: Es ist

z.B. keine direkte Saalfinanzierung über

IZBB-Mittel möglich.

Wie geht es nun weiter?

Um einen Antrag auf Förderung stellen

zu können, muss vom Kollegium ein

Ganztagsschulkonzept erarbeitet und

mehrheitlich gutgeheißen werden. Daran

wird derzeit im Kollegium gearbeitet.

Die Innovation muss im Konzept klar

WEG MIT DEN DICKEN HINTERN.

Bargeldlos zahlen mit den Sparkassen-Karten.

So einfach wie nie zuvor überflüssiges Gewicht

verlieren. Die Sparkasse macht’s möglich. Mit

unserer Sparkassen-Card bzw. Visa Card sind Sie

immer liquide und können zum Beispiel beim

Shoppen, in Restaurants oder auf Reisen bequem

bargeldlos bezahlen.

Sparkasse Schopfheim - Zell

Anzeige

Thomas Gremm-Roloff

dargestellt sein, und es muss dokumentiert

werden, wie und mit welchem Aufwand

(räumlich, zeitlich und personell)

sie realisiert wird.

Der Elternwille zum Ganztagsschulkonzept

muss erfragt werden.

Das aktuelle Raumnutzungskonzept

muss dokumentiert und die Notwendigkeit

von Investitionen und deren Umfang

belegt werden.

Und die Baulücken?

Das bedeutet

für die Arbeit

an den

Baulücken

eine

.....Ver-

.........zö-

............ge-

...............rung.

Gibt es ein Ganztagsschulprogramm,

so haben wir sicher zusätzlichen Raumbedarf

im Zwischentrakt. Wir wissen

aber noch nicht, ob GTS-Gelder über

IZBB beantragt werden (geschweige

denn bewilligt werden), und auch noch

nicht, für welche Bereiche und in

welchem Umfang.

Wenn wir eine Ganztagsschule

wollen, aber keine IZBB-Mittel dafür

erhalten – was ist dann?

Investieren wir dann die noch zur

Verfügung stehenden Versicherungsgelder

aus dem Brandschaden dafür? Im

Bereich Zwischentrakt? Oder sollte

man nicht eher das Raumkonzept des

bestehenden Schulgebäudes optimieren

und die Versicherungsgelder als Startkapital

für Bühne und Versammlungsraum

nutzen?

Auch ohne GTS: haben wir zusätzlichen

Raumbedarf im Zwischentrakt??

Viele Fragen – und es gäbe noch

viele mehr…….

Es gibt, wie berichtet, Vorplanung und

Kostenschätzung für den Zwischentrakt

und ansatzweise wurde so etwas auch

schon für einen Versammlungsraum

erarbeitet, und wir werden bis zur

November-MV an verschiedenen

Varianten weiterarbeiten. Das lässt sich

dann sicher auch auf der Mitgliederversammlung

darstellen, aber richtig

konkret können wir erst werden, wenn

die Ganztagsschulfrage entschieden ist.

Die Freie Waldorfschule Schopfheim: Eine Ganztagsschule?

Ich möchte mit diesem Artikel an die Darstellungen in der Johanni-Ausgabe des Prisma und an den Bericht auf der

Mitgliederversammlung im Juli 04 anknüpfen und zugleich die weitere Arbeit zu diesen Fragen dokumentieren.

Ein Blick in die deutsche Bildungslandschaft

sei zunächst erlaubt:

Seit den Ergebnissen der Pisa Studie

wird in Deutschland auf politischer

Ebene versucht, die Bildungslandschaft

zu reformieren. Man kann den Eindruck

gewinnen, dass die Reformversuche der

80er Jahre wieder aufgegriffen werden.

In den Schulen wird es noch einige Zeit

dauern, bis sich die Reformen durchsetzen

werden, trotzdem sind schon

einige Veränderungen bemerkbar, die

für die Waldorfschulen eine vertiefte

Profilbildung notwendig machen, um

weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

Konkurrenzfähig auch, weil sich in

den nächsten Jahren geburtenschwache

Jahrgänge abzeichnen, die schon zu

Existenzüberlegungen der Kindergartengruppe

aus Hausen geführt haben. In

Regelkindergärten wird es zu Gruppenschließungen

kommen. Die sich verändernden

Familienverhältnisse erfordern

zunehmend längere Betreuungszeiten

für die Kinder aus den Klassen 1 bis 6.

Auf diese Bedürfnisse wird in den

staatlichen Schulen mit den Ganztagsangeboten

(8 – 16 Uhr) reagiert.

Die Konzepte der Bildungsreform 2004

sehen nicht nur Fremdsprachenunterricht

in der Grundschule vor. Es wird den

Schulen insgesamt mehr Autonomie

• in der Ausgestaltung ihres Leitbildes,

• in der Verteilung ihrer Unterrichtszeit,

• in der Gestaltung ihrer Projekte

zugesprochen.

Schulen sollen flexibel, eigenverant-

wortlich und selbständig ihr Schulcurriculum

gestalten.

Man hat erkannt, dass der Weg von

der Lehrschule zur Lernschule beschritten

werden muss. Noch gibt es viele

skeptische Stimmen in den Kollegien

unserer Nachbarschulen, aber es gibt

auch viele innovative und interessante

Projekte, die auch zu einer Waldorfschule

passen würden und insbesondere

von neuen interessierten Eltern nicht

von unseren Ansätzen unterschieden

werden können.

In unserem Kollegium wird vermutet,

dass in absehbarer Zeit die Nachfrage

nach ganztägigen Angeboten, von der

1. Klasse an, zunehmen wird.

Ein zusätzliches Unterrichts- und

Förderangebot für die Klassenstufen 1-3

und 4-6 wird ausgearbeitet. Es soll die

Arbeit der Schule an den Vormittagen

aufgreifen, unterstützen und ergänzen

und würde in die Definition Offene

Ganztagsschule passen.

In den Klassen 7-12 soll das

Unterrichts- und Lernangebot an drei

Tagen von 8-16.15 Uhr verpflichtend für

alle sein. Wir erhoffen uns mehr Atem

am Vormittag und dadurch die Chance,

den Lernprozess für die unterschiedlichen

SchülerInnen besser zu gestalten.

Von dem Gespräch mit dem Oberschulamt

(OSA) hat Herr Roloff in dem

Artikel vom Baulückengremium (s.S. 6)

berichtet.

Um die Chancen auf die Fördermittel

Schule intern l l 7

für unser Raumprogramm zu wahren,

muss die schon angekündigte Elternumfrage

durchgeführt werden. Wir müssen

von unseren Eltern hören, ob sie die

Einrichtung eines Ganztagesbetriebes

in der dargestellten Weise befürworten.

Schwierig ist vor allem deutlich zu

machen, dass diese Frage eine Frage ist,

die man für zukünftige Familien beantworten

muss, denn es geht um eine

Perspektive von mehr als 10 Jahren.

Zunächst war die Umfrage für den

September angekündigt. Das verschiebt

sich leider etwas.

Christian Boettger

Anzeigen

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine