Sparkasse Schopfheim-Zell - Freie Waldorfschule Schopfheim

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Sparkasse Schopfheim-Zell - Freie Waldorfschule Schopfheim

Lobt die Sonne, preist die hohen

Geister, die im Lichte lohen.

Ihre weise Herrlichkeit

weben wir zum Erdenkleid.

Hat der Sonne goldner Bogen den Zenith erklommen,

aus des Wassers Farbenwogen

aus der Erde dunklen Stufen

Johanni 2003

Prisma 41

Schulzeitung der

Freien Waldorfschule Schopfheim e.V.

seid ihr alle hergerufen

aus der Winde freien Kreisen

Sonne steht am höchsten Thron.

Horchet, horcht dem Weltenton,

der euch eure Wege weist:

aus des Lichtes weiten Gleisen,

lauschend lobt der Sonne Geist!

und so seid ihr mir willkommen!


2 l Johanni 2003

Kleinanzeigen sind in dieser Kleinheit kostenlos

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Unterricht im Leierspiel gibt Solveigh

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Assoziatives zur Johannizeit

Wie ist es doch eigentümlich mit dem Johannifest:

Es liegt zu Beginn des Sommers, der deutlich in

dieser Zeit erlebbar ist – an Pflanzenfülle, die noch

immer im Ausdehnen begriffen ist, an Getränktheit

der Luft mit Sonne, mit Wärme, mit Gewitterdräuen

und wohlig warmem Regen, Wachstum mehrend.

Man sagt: Sommeranfang ist der 21. Juni. Warum?

Die Sonne wendet ihren aufsteigenden Weg, es ist

der Sonnenwendtag. Der Bogen, den die Sonne

täglich in das Himmelsblau schreibt, wurde seit

Winter immer größer und höher; am 21. März war es

ein halber Kreis, als sie genau im Osten morgens den

Horizont verließ und genau im Westen ihn abends

wieder berührte; und auch danach wuchs der Bogen

immer weiter hoch dem Zenith entgegen, und mit

ihm wächst die Sonnenherrlichkeit.

Wenn nun zur Sommersonnenwende der Bogen am

prächtigsten ist, wendet die Sonne (ihren Sinn?!),

und ihr Kreis nimmt ab, wird täglich weniger und

kleiner über den Herbst hinweg bis tief in den

Winter hinab.

Und ist es nicht merkwürdig wieso gerade dann,

wenn die Sonne beginnt abzunehmen, der irdische

Sommer erst beginnt? Sonnenwende ist Sommeranfang!

Wie ausgeweitet und unbeschwert die Seele

im Sommer ist, und dennoch weiß man, die Wende

zum Abstieg in die Dunkelheit beginnt gerade jetzt!

Diese naturnahen Feste, Jahreszeiten betonend und

wach machend für den Jahreslauf, sie gibt es wohl

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seit es feiernde Menschen gibt, und ihre Herkunft

verliert sich im heidnischen Mythennebel. Dann kam

die große Zeitenwende und der Einzug des Christus

in unsere Erde. Und seitdem werden diese alten

Feste wie durchzogen von christlichem Atem. Zur

Sommersonnenwende feiert man das Johanni-Fest,

man erinnert den Geburtstag von Johannes dem

Täufer.

Und wenn Johannes sagt, auf den Christus deutend:

„Ich muss abnehmen, er aber wird wachsen“, wie

steht das im Bild des Jahreszeitenwechsels? Die

irdische Sonne nimmt ab; Johannes ist derjenige des

Alten (Vorzeitenwendigen), der die ungeheure

Fähigkeit hatte gerade denjenigen zu erkennen, den

er taufen sollte, damit die Christussonne inkarnieren

und zunehmen kann, bis sie dann später im mitternächtlichen

Dunkel erschaubar ist.

Johannes der Täufer, seine Einsicht und seine

Tatkraft, seinen Tag feiern wir zu Johanni.

Und warum nun liegt dieser Tag nicht am 21.

sondern am 24. Juni, einfach drei Tage später?

Wofür stehen drei Tage? Oder spiegelt es

sich mit Weihnachten, wo man auch

am 24. die Heilige Nacht feiert und

nicht am 22.Dezember, dem

Wintersonnenwendetag?

Ja, die Fragen...

F.R.

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3 l Johanni 2003

Impressum

Die Ansprechpartner in der Prisma-Werkstatt sind:

Thomas Gremm-Roloff Tel/Fax 07622 – 5746

Themen aus dem Vorstandsbereich,

Texterfassung, Werbung

E-mail: prisma@waldorfschuleschopfheim.de

Frauke Roloff Tel. 07622 - 5746

Themen-Vorbereitung, Texterfassung, Layout,

Korrektur

E-mail: prisma@waldorfschuleschopfheim.de

Bärbel Peither Tel. 07622 – 6668686

Kindergärten

E-mail: bpeither@gmp-berater.de

Cristof Trzebitzky Tel. 07622 – 672020

Verteiler

E-mail: Trzebitzky@t-online.de

Peter Elsen Tel/Fax 07622 - 668420

für das Lehrerkollegium

E-mail: PtrElsen@aol.com

Anna Villinger (?) 11. Klasse

Moana Menne 6. Klasse

für die Schülerschaft

Druck

Druckerei Rünzi GmbH

Turnstr.3 79650 Schopfheim

Herausgeber:

Freie Waldorfschule Schopfheim

Schlierbachstr.23

79650 Schopfheim

Tel. 07622 - 666849-0, Fax –5268

E-Mail: waldorfschuleschopfheim@t-online.de

Internet: www.waldorfschuleschopfheim.de

-10 Frau Kühner

-11 Frau Schaubhut

-12 GF-Zimmer

-13 Hausmeister

-14 Frau Baum

-15 Lehrerzimmer – Vorraum

-16 Lehrerzimmer

-17 Gartenbau

-18 Physik

-19 Küche

In eigener Sache

Nach Ostern trat eine äußerst bedauerliche

Veränderung in unserer Schneiderei

auf: Die professionelle Designerin Ines

Engelhardt konnte den enormen Zeitaufwand

der Modellentwicklung und Konfektionierung

nicht mehr in ihrem eh

schon vollen Alltag unterbringen und

nimmt eine hoffentlich erholsame Nähpause.

Wir danken für ihr Engagement

und für alles, was wir bei ihr in durchgearbeiteten

Nächten lernen durften.

Leider waren die stilvollen Eingaben ihrer

Computernähmaschine partout nicht

übertragbar auf unsere Geräte, angefangen

von der einfachen Stichgröße bis hin

zur komplizierten Zierstichnaht. So

mussten wir Laien aufstöhnend alles auf

ein weniger ausgefeiltes Repertoire

umstellen...doch was lernt man nicht alles

dabei über diverse Nähprogramme!

Kürzlich stieß Moana Menne aus der

6. Klasse zum Schneiderteam. Über ihren

tatkräftigen Arbeitswillen sind wir hoch

erfreut. Das Interview mit Frau Staiger ist

ihr Gesellenstück und schmückt diese

Johanniausgabe.

Falls darin nun neben freudig entdeckten

Kleidermodellen andere vermisst werden,

die man aus den vielfältigen

Klassenfahrten, -projekten, -spielen und

-ereignissen schneidern könnte, so bitten

wir hiermit erneut alle um freimütige

Lieferungen unterschiedlichster Stoffe.

Wir sind eben keine Tuchweberei, sondern

beliefern als weiterverarbeitendes

Gewerbe den internen Bereich der

Öffentlichkeit (siehe Prisma 40). Dabei

wollen wir die Berichte über das Schopfheimer

Waldorfschulwirken, die in den

öffentlichen Zeitungen schon präsentiert

sind, nicht noch ein weiteres Mal in unserer

Prismawerkstatt aufpolieren. Wenn

identische oder übernommene Modelle

präsentiert werden, ist ein Stirnrunzeln

im Publikum, welches ja aufmerksam

verschiedene Laufstege im Auge behält,

nicht zu vermeiden. Darüber hinaus sind

die Modelle oft nicht mehr aktuell, denn

die Prismakollektion erscheint vierteljährlich

und ist daher anders konzipiert

als eine Tageszeitung. Und nicht zuletzt

wäre das knappe und teure Prismapapier

zu schade für Wiederholungen, oder?

F.R.

Redaktionsschluss

für Prisma 42

ist der

30. September 2003 (nächstes Schuljahr)

Inhalt

Titel

Kleinanzeigen l 2

In eigener Sache l 3

Impressum l 3

Schule intern

Ein kurzer Blick zurück l 4

Bericht Ges.EA konf. Religionsunterr. l 5

Bericht zur Kooperation - 13. Klasse l 6

Investitionsplan 03/04 l 7

Verläßliche Grundschule l 7

"Lotto für einen guten Zweck" l 7

Aspekte zur finanziellen Situation l 8

Sporthalle Vicemoos l 8

Interview mit Frau Staiger l 9

Grübelgedanken zur Prüfungskultur l 10

Elternmitarbeit l 11

Bericht Ges.EA Vorverl. Mittl. Reife l 12

Portfolio l 12

Fragen der Selbstprüfung für den... l 13

Menschen an unserer Schule

Brigitte Schaubhut l 14

Unbekannt?? l 14

Klassenfotos

9. und 10. Klasse l 16

11. und 12. Klasse l 17

Aus dem Unterricht

Ein Frühlingstag im Schulgarten l 18 + 19

PC und Multimedia l 20 + 21

Mittsommer - Johannispiel l 22

Eurythmieabend der 11. Klasse l 23

Was sagt Schopfheim zur Waldorfs... l 23

Modellieren 10. Klasse l 24 + 25

Berichte aus dem Schulleben

Orchesterfreizeit - eine schöne Wo... l 26

Ausflug nach Stuttgart l 26

Landeselternbeiratstreffen l 27

Festgestaltungskreis in Beweg... l 28 + 29

Aus dem Umkreis der Schule

Integrationstagung Bad Boll l 30

Aus den Kindergärten

Hausen l 31

Rätselseite l 32

Bücher

Drachenreiter l 33

Die Geisha l 33

Eine Woche voller Samstage l 33

Mitteilungen, Ankündigungen l 34 + 35

Termine

Redaktionsschluss l 36

Ferienkalender l 36

Wöchentliche Termine l 36

Quartalsübersicht l 36

Leserbriefe

SAAL??!! l 36

Das Prisma sucht

versierte(n), schnelle(n), kompetente(n),

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und digitalen BildbearbeiterIn!


4 l Schule intern 5 l Schule intern

Ein kurzer Blick zurück...

...soll hier gerichtet werden auf die Informationsabende

zur finanziellen Situation

(8.April) , zur Festsaalfrage (29.April)

und auf die Mitgliederversammlung vom

16. Mai. Was verbindet diese Abende?

Äußerlich Verbindendes: Kl. Festsaal

Die Zahl der Anwesenden lag immer bei

ca. 40 bis knapp über 50 Personen incl.

der Menschen, die die Abende gestaltet

haben. Ungefähr ¾ der Anwesenden

waren bei allen drei Abenden da. Frage:

Sagt uns das was? Oder ist das normal?

Inhaltlich Verbindendes: Das Geld

Beim ersten Abend (dem zu den

Finanzen) war es direkt Thema. Die Darstellung

erfolgte auf einer sehr grundsätzlichen

Ebene. Die Einzelaspekte wurden

nicht bis ins Detail vertieft. Aber so war

es ja auch gedacht. Vom Geschäftsführenden

Vorstand wurde Hintergrundwissen

für künftig anstehende Entscheidungen

geliefert. Es wurde den Anwesenden

klar: So wie bisher kann auf Dauer

nicht weitergewirtschaftet werden.

Strukturelle Veränderungen müssen

erfolgen. Es stehen Richtungsentscheidungen

an und eben nicht nur marginale

Verschiebungen!

Beim zweiten Abend ging es um die

Festsaalfrage. Der Blick aufs Geld legte

sich immer wieder wie ein Schleier über

den Blick aufs Inhaltliche. Man hätte sich

mehr Perspektivisches und Innovatives

erhofft, mehr positive Phantasie in die

Zukunft. Es stand ja gar keine Entscheidung

an. Man hätte also durchaus den

Blick einmal frei über die Horizonte des

Wünschenswerten schweifen lassen

können. Um dann eben aus dem heraus

zu einem Richtungsweisenden zu

kommen. Aber das Geld hatte ein leichtes

Spiel, alles schnell – in einem viel zu

frühen Stadium – wieder auf den Boden

der „Tatsachen“ zu ziehen.

Auch am dritten Abend der MV vom 16.

Mai war das Geld dominierender Faktor.

1. Kooperation mit Lörrach gekündigt.

Die Finanzen müssen neu geregelt werden.

(siehe Seite 6)

2. Verlässliche Grundschule: Die

Finanzen werden geregelt. Die Kosten

werden von der ganzen Schulgemeinschaft

getragen. (siehe Seite 7)

3. Mittlere Reife Vorverlegung? Wir

könnten Schüler verlieren. Das würde uns

Geld kosten. (siehe Seite 9/10/11)

4. Geplante Investitionen: Ein teurer

Wunschzettel. Es gibt Zwänge und

Notwendiges, heiß Erwünschtes und

heftig Umstrittenes. (siehe Seite 7)

5. Wir bekommen zur Zeit keine Kredite.

Weder für Investitionen noch zur Finanzierung

der Betriebskosten. Zum Glück

haben wir für die kommende erste Klasse

ca. 50 Anmeldungen und können von

daher sicher mit einer vollen ersten

Klasse rechnen. (Die neue erste Klasse

stellen wir im nächsten Prisma vor!)

6. Sporthalle: Das Geld von den

Versicherungen fließt jetzt wohl. (siehe

Seite 8/9)

7. Religionsunterricht: Die Kirche will

Geld für den Religionsunterricht. Sollen

wir das zahlen? Wenn ja, dann wäre

damit noch nicht garantiert, dass uns die

Kirchen auch tatsächlich Religionslehrer

schickten. (siehe Seite 5)

Geld – Geld – Geld regiert, so scheint’s,

auch unsere Welt. Wir sollten uns mehr

um die Inhalte kümmern. Möglichst nicht

nur im stillen Kämmerlein. Die Inhalte

Anzeige

müssen immer wieder rückgekoppelt

werden mit der Schulgemeinschaft, bzw.

mit den Menschen, die ganz individuell

ihr Engagement hier einbringen.

Und es sei hier nochmals ausdrücklich

betont: In der konkreten Planungs- und

Umsetzungsphase müssen die finanziellen

Rahmenbedingungen und Möglichkeiten

bewusst mit einbezogen werden.

Sonst fährt man auch das schönste

Projekt über kurz oder lang „an die

Wand“.

Thomas Gremm-Roloff (26.05.03)

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Sparkasse Schopfheim-Zell

Bericht vom Gesamtelternabend zum konfessionellen Religionsunterricht am 27.5.

Daten: 84 Kinder besuchen den evangelischen,

32 den katholischen, (104 den

freichristlichen) und 58 den christengemeinschaftlichen

Religionsunterricht.

Schriftlich eingeladen waren alle Eltern,

deren Kinder den konfessionellen Religionsunterricht

besuchen. Außerdem war

der Abend auf der MV vom 16. Mai

angekündigt worden. Anwesend waren

29 Menschen. Davon waren 10 als

Vorstands-, Kollegiums- oder Geschäftsführungsmitglieder

mit dem Thema

befasst.

Es wurde von Herrn Hölzer und Herrn

Sevecke dargestellt, dass schon in der

ersten Waldorfschule auf Wunsch aus

der Elternschaft die Räumlichkeiten für

den konfessionellen Religionsunterricht

(evangelisch, katholisch, Christengemeinschaft)

kostenlos zur Verfügung gestellt

wurde. Als „Sammelbecken“ für die

Kinder aus atheistischen, kommunistischen

oder konfessionell nicht gebundenen

Elternhäusern wurde der freichristliche

Religionsunterricht eingerichtet;

schließlich müssen alle Kinder mit Unterricht

versorgt werden. Es besteht eine

Unterrichtsverpflichtung. So wird das

derzeit auch an unserer Schule

gehandhabt.

Der konfessionelle Unterricht wurde von

den Kirchen bisher ohne eine Bezahlung

in den von uns kostenlos zur Verfügung

gestellten Räumen gegeben. Der freichristliche

Unterricht wird, da die Beschulung

aller Schüler sichergestellt sein

muss, von der Waldorfschule finanziert.

Es wurde vielstimmig konstatiert, dass

die kollegiale Zusammenarbeit zwischen

den Religionslehrern über die Jahre sehr

positiv war, und von Elternseite wurde

eine breite Zufriedenheit mit dem bisherigen

konfessionellen Religionsunterricht

geäußert.

Nun hat sich durch die Forderung der

katholischen und der evangelischen

Kirche nach einer Bezahlung für den

Religionsunterricht die Situation geändert.

Gefordert wird ein anfänglicher

Kostensatz von 5 Euro pro Monat/Kind.

Die Neufestsetzung in 2 Jahren wurde

schon angekündigt. D.h. die 5 Euro sind

erst mal ein kosmetischer Einstiegspreis

um überhaupt in ein Vertragsverhältnis zu

kommen.

Es wurde in der lebhaften Diskussion

deutlich, dass die Gehälter der Religionslehrer

an Staatsschulen zu 1/3 vom Staat

und zu 2/3 von der Kirche finanziert werden.

Dieser Modus resultiert aus einem

Vertrag aus dem 16. Jahrhundert, als der

Staat in großem Umfang kirchliche

Ländereien übernommen hat und auf

diese Art nun quasi bis heute seine

Schulden abbezahlt.Würde die Waldorfschule

sich auf eine vertraglich vereinbarte

Zahlung für den konfessionellen

Religionsunterricht einlassen, hätte dies

eine völlig andere Qualität. Wir haben

von den Kirchen schließlich keine

Grundstücke erhalten.

Frau Gudmundson initiierte ein Stimmungsbild

und stellte zwei Fragen zur

„Abstimmung“ :

1.„Wollen wir an der Waldorfschule

konfessionellen Religionsunterricht?“

Es gab hierfür 17 zustimmende Voten.

2. „Wollen wir -als Waldorfschule- mit

der katholischen und der evangelischen

Kirche in ein Vertragsverhältnis kommen

und für den Religionsunterricht bezahlen?“

Dies wurde von den meisten

Anwesenden abgelehnt, auch von den

meisten Eltern, die ihre Kinder dort im

Unterricht haben. Es gab nur 7 Ja-Stimmen.

Einige Eltern haben auch schon ihre

Kirchen wegen der Angelegenheit direkt

angeschrieben ohne jemals eine Antwort

zu erhalten. Herr Klinger berichtete von

einem persönlichen Gespräch mit einem

Kirchenvertreter, in dem er als Vertreter

einer „Sektenschule“ tituliert wurde.

Andere Eltern berichteten von ähnlichen

Erfahrungen, obwohl doch „der christliche

Gedanke die Waldorfschule von

A-Z durchzieht“ - so die Wortmeldung

einer evangelischen Mutter.

Aber selbst wenn wir uns entgegen

unserer eigentlichen Überzeugung zu

einem Vertragsabschluß mit den Kirchen

bereit finden würden, so ist es doch schon

Anzeige

jetzt klar, dass es im nächsten Jahr keinen

konfessionellen Religionsunterricht geben

wird. Die beiden großen Kirchen

haben ihre Mitarbeiter bereits definitiv

für das nächste Schuljahr abgezogen und

an andere Schulen versetzt. Es gibt

insgesamt viel zu wenige Religionslehrer,

und auch an staatlichen Schulen wird oft

kein Religionsunterricht gegeben. Von

Eltern wurde die Möglichkeit ins Gespräch

gebracht, evtl. einen Religionsunterricht

außerhalb der Schule auf

privater Basis zu organisieren wie dies

z.B. von der Altkatholischen Gemeinde

durchgeführt wird. Der Religionsunterricht

der Christengemeinschaft wird übrigens

allein von der örtlichen Gemeinde

finanziert und von dort sind auch keine

Forderungen nach Bezahlung gekommen.

Die Fragen, die aber viel realer sind,

lauten: Was soll im nächsten Schuljahr

mit dem Religionsunterricht geschehen,

bzw. soll an seiner Stelle ein „Ethikunterricht“

gegeben werde? Wie soll

dieser Unterricht inhaltlich gestaltet

werden? Hierüber wurde gegen Ende des

Abends noch gesprochen. Herr Kern und

Herr Hölzer nehmen den Auftrag zur Bearbeitung

dieser Fragen mit ins Kollegium.

Herr Strehlke, der evangelische Religionslehrer,

sieht die jetzige Situation

auch als Chance für die Waldorfschule,

um völlig neue Wege zu gehen. Er findet

„es war ein unglaublicher Luxus, dass

wir hier in den letzten 20 Jahren vier

Angebote parallel hatten.“

Die ganze Angelegenheit wird auf der

Mitgliederversammlung am 18. Juli

nochmals Thema sein.

Thomas Gremm-Roloff


6 l Schule intern

Rückblick auf die Kooperation Lörrach, Dachsberg, Schopfheim - Abitur 2002/03 Nicht nur ein Wunschzettel - Investitionsplan 03/04 Verlässliche Grundschule

Im vergangenen Jahr wurde das Wagnis

eingegangen, 39 Schüler aus 9 verschiedenen

Schulen in eine 13. Klasse für

das jetzige Schuljahr aufzunehmen mit

dem Ziel, sie erfolgreich zum Abitur zu

führen. Die Mehrzahl der Schüler kam

aus den kooperierenden Schulen Lörrach

(12) und Schopfheim (18) und aus

Dachsberg (1). Die übrigen hatten sich

aus anderen Schulen der Umgebung gemeldet.

Dass es zu dieser erstaunlich stattlichen

Anzahl von Schülern kam, hatte

seinen Grund vor allem darin, dass die

Schopfheimer Waldorfschule bei der

Gründung der Waldorfschule Lörrach

sich zu einer Patenschaft verpflichtete,

die u. a. auch beinhaltete, die Lörracher

Schule von ihrer „Geburt“ bis hin zum

Abitur unterstützend zu begleiten.

Seit nunmehr etwa zwei Jahren finden im

8-wöchigen Rhythmus Kooperationstreffen

mit jeweils 3-5 Kollegen der Schulen

Lörrach-Dachsberg-Schopfheim statt.

Im Oktober 2001 wurde von Vertretern

und Vorständen aller drei Schulen ein

Kooperationsvertrag unterzeichnet, zunächst

befristet auf zwei Jahre.

Im Frühjahr 2002, als konkreter und genauer

abschätzbar wurde, welche Arbeit

und welch ein zeitlicher Aufwand damit

verbunden sein würde, die Kooperation

zu einem guten Erfolg zu führen, wurde

Herr Frielingsdorf gefunden und mit dem

Amt des Abiturkoordinators und Studienleiters

betraut.

Sein Verdienst war es insbesondere, dass

es ihm gelang, 39 Schüler zu finden und

auszuwählen, Vorbereitungskurse zu

initiieren, um allen eine Erfolg versprechende

Ausgangssituation zu ermöglichen.

In Vorbereitungs- und Kennenlerntreffen

am Ende des letzten Schuljahres war es

seinem Bemühen und der Zusammenarbeit

der Fachkollegien der kooperierenden

Schulen zu verdanken, dass alle 39

Schüler ausreichend informiert und notwendige

Schritte eingeleitet waren,

um leistungsmäßige Lücken zu schließen;

vor allem wurde auch ein erster Schritt

für ein soziales aufeinander Zugehen

getan.

Nicht zuletzt war Herr Frielingsdorf auch

bereit und in der Lage, mit seinen Fächer-

angeboten Gemeinschaftskunde, GK

Geschichte und Deutsch LK die vollständige

Versorgung der Schüler mit qualifiziertem

Unterricht mit zu gewährleisten.

Die Kündigung des Kooperationsvertrages

zum Ende des Schuljahres 2003/2004

drückt - trotz großer Lasten, die in diesem

Jahr die Schopfheimer Schule trägt -

die Bereitschaft seitens der Schopfheimer

Schule zur weiteren Kooperation unter

neuen Bedingungen aus. Mit dieser

Kündigung tritt auch die Patenschaft zwischen

Lörrach und Schopfheim in ein

freieres Verhältnis.

Was die Kooperation und die 39 Abiturienten

betrifft, kann folgendes Fazit

gezogen werden: Eine gute Integration

gelang insofern, als ein vernünftiges Lernen

stattfinden konnte mit voraussichtlich

erfreulichen Lernerfolgen.

Eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den

Kollegen der anderen Schulen ist bezüglich

der Oberstufenaufgaben und -fragen

gewachsen.

für die Kooperationgruppe:

Hermann Nübling, Oberstufenlehrer

7 l Schule intern

Auf der Mitgliederversammlung am 16.

Mai wurde von Herrn Kühnel im Namen

des Baugremiums eine Liste von gewünschten,

von geplanten und von zwingend

notwendigen Investitionen in das

bestehende Schulgebäude vorgestellt.

Insgesamt geht es um eine Investitionssumme

von ca. 50.000,- Euro im

kommenden Schuljahr. Diese Investitionen

sollen kreditfinanziert werden. Ob

wir überhaupt von den Banken einen

Kredit erhalten, ist allerdings sehr fraglich

und davon abhängig, wie es uns

gelingt die finanzielle Struktur der Schule

zum Positiven zu wenden.

Ganz oben auf der Liste steht der zusätzliche

Fluchtweg für den Kleinen Festsaal.

Änderungen in der Versammlungsstättenverordnung

und damit verbundene Auflagen

der Feuerwehr machen diese

Maßnahme unumgänglich. Es wird eine

Verbindung zur vorhandenen Aussentreppe

hergestellt. Kosten: 14.000,- Euro.

Zur Absicherung des Schulgeländes

(nach Süden, B 317) wird ein fester Zaun

errichtet. Dieser wird nach der Fertigstellung

der Vicemooshalle mit der

gleichartigen Einzäunung der Halle verbunden.

Durch die Errichtung des Zaunes

wird die Miete für den jetzt vorhandenen

Bauzaun eingespart. Kosten des festen

Zaunes: ca. 5.800,- Euro.

Zur Erleichterung der Putzarbeiten soll

eine Kehr/Saugmaschine angeschafft

werden für 2.800,- Euro.

„Lotto für einen guten Zweck“

Im Gespräch mit Freunden über den

„Festsaalbau“ an der FWS wurde wie aus

heiterem Himmel kommend eine Idee

geboren, dessen Gedankenspiel etwas

Verlockendes in sich trägt: „Wie wäre es,

wenn für jedes Schulkind 50 Cent/Monat

zusätzlich als "Lottobeitrag" von den

Eltern aufgebracht würde?“ Bei ca. 400

Schülern würde so ein monatlicher

„Lotteriebeitrag“ von 200,- Euro zusammenkommen.

Eine nicht gerade kleine

Summe könnte so wöchentlich zur

Verfügung stehen.

Wie gut sich die „Gewinnchancen“ bei

solch einem Einsatz darstellen würden,

entzog sich den mathematischen Kenntnissen

der Gesprächsrunde, wäre aber

sicherlich eine interessante Aufgabe für

Da der Kleine Festsaal derzeit die einzige

Versammlungsmöglichkeit ist und auch

verstärkt für Unterricht und Präsentationen

genutzt wird, hat er bei Investitionen

eine gewisse Priorität. Um die Arbeitsmöglichkeiten

zu verbessern, sind eine

elektrisch gesteuerte Lüftung (ca. 4.500,-

Euro) und ein kleiner Materialraum

gewünscht.

Zum Schluss kam wieder ein Dauergast

auf dem Investitionswunschzettel zu

Ehren. Der Austausch unserer altgedienten,

provisorischen (??) Treppengeländerholzverkleidung

gegen eine neue aus

Plexiglas. Kostenpunkt: 22.000,- Euro.

Bei diesem Punkt gab es, wie auch schon

in den Vorjahren, aus den unterschiedlichsten

Gründen heftigen Wiederspruch.

Auch der Versuch, diese Investition aus

Sicherheitsgründen als Notwendigkeit

darzustellen, wird dem Plexiglas nicht

zum Durchbruch verhelfen. Denn: Für

die Sicherheit der vorhandenen Konstruktion

sorgt mit großer Gewissenhaftigkeit

unsere Hausmeisterei! Wenn man darüber

hinaus ästhetisch etwas tun will, könnten

ja die vorhandenen Holzplatten mal

abgeschliffen und neu Oberflächenbehandelt

werden. Evtl. defekte Platten können

bei der Gelegenheit ausgetauscht werden.

So was kann in Eigenarbeit gemacht

werden, z.B. als Ferienprojekt für Eltern

und Schüler unter Anleitung eines

engagierten Werklehrers. Die Kosten:

Nur Material, also ein paar hundert Euro.

Entschieden wird auf der MV am 18.

Juli.

Thomas Gremm-Roloff

den Mathematikunterricht in der Oberstufe.

In einem war man sich aber einig: Über

einen Zeitraum von 10 Jahren dürfte die

Gewinnchance so schlecht nicht sein, um

mit etwas Fortune vielleicht sogar die

„Startmittel“ für einen Festsaal zusammen

zu bekommen.

Die Chance dürfte auch größer sein als

einen arabischen Scheich oder mehrere

Gönner zu finden, die die Mittel für ein

so wichtiges Projekt mit dem Charakter

langfristiger pädagogischer Qualitätssicherung

zur Verfügung stellen würden.

Anonymus

(Verfasser ist der Redaktion bekannt)

Das Projekt „verlässliche Grundschule“

hat die gut 2-jährige Testphase erfolgreich

bestanden. Dies berichtete die verantwortliche

Lehrerin Frau Reichert auf

der Mitgliederversammlung am 16. Mai.

Für die Grundschulkinder der Klassen

1 - 4 ist die Betreuung bis kurz nach 13

Uhr sichergestellt. In direkter Nachbarschaft

zu ihren Klassenzimmern befindet

sich der „Hortraum“. Hier können sie

nach Unterrichtsende die Zeit bis zur

Abfahrt ihres Busses, bis zum Abholen

oder bis die Eltern von der Arbeit

zuhause sind, verbringen. Die Einrichtung

ist bei den Kindern sehr beliebt.

Aber auch für viele Eltern, besonders für

alleinerziehende oder berufstätige Mütter

ist die „verlässliche Grundschule“ eine

nicht wegzudenkende Hilfe. Und so

bedankten sich anwesende Eltern ausdrücklich

bei Frau Reichert für ihre

hervorragende Arbeit und ihr Engagement.

Nach Frau Reicherts positivem Bericht

beschloss die Mitgliederversammlung die

Betreuung im Rahmen der „verlässlichen

Grundschule“ als festen Bestandteil des

Angebots der Schopfheimer Waldorfschule

zu verankern. Die auf Basis eines

alten MV–Beschlusses erarbeitete

Beschlußvorlage, die nach Abzug der

staatlichen Zuschüsse noch ungedeckten

Restkosten als Pauschale je Kind in den

Klassen 1-4 zu erheben, wurde nach

lebhafter Diskussion abgelehnt. Die Konsequenz

ist, dass diese Kosten von der

ganzen Schulgemeinschaft solidarisch

aus dem allgemeinen Budget der Schule

getragen werden müssen.

Thomas Gremm-Roloff


8 l Schule intern 9 l Schule intern

Waldorfschule Schopfheim: Aspekte zur finanziellen Situation

Warum haben wir so „große“ Klassen?

Gleich vorweg gesagt: Es geht hier nicht

um ein Pro oder Contra unter pädagogischen

Gesichtspunkten. Eine inhaltliche

Auseinandersetzung mit der Thematik ist

sinnvoll und notwendig. Vielleicht fühlt

sich ja der Eine oder die Andere dazu

aufgerufen, hierzu etwas im nächsten

Prisma zu schreiben! Der Platz, auch als

Forum für kontroverse Beiträge, ist

immer vorhanden!

Der ganze Finanzbereich unserer Schule

ist eingebunden in ein Netz äußerer

(gesetzliche Vorgaben u. Richtlinien) und

selbstgeschaffener (Gebäude, Arbeitsverträge

usw.) Zwänge und Verpflichtungen.

Unser Budget ist dadurch im Prinzip

fast vorgegeben und in vielen Bereichen

kaum beeinflußbar - zumindest nicht

kurzfristig.

Dem relevantesten Posten auf der Ausgabenseite,

den Personalkosten, steht auf

der Einnahmenseite als bedeutendster, im

Prinzip als einziger spürbar wirksamer

Faktor die Schülerzahl gegenüber. Die

Zuschüsse des Oberschulamtes werden je

Kind bezahlt. Für die Klassen 1 - 4 waren

das im letzten Geschäftsjahr je Kind

1.974,- Euro jährlich. Für Kinder der

Klassen 5 - 12 betrug der jährliche Zuschuss

3.883 ,- Euro und für die Schüler

der 13. Klasse 4.018,- Euro. Zusätzlich

ergab sich je Kind ein durchschnittlicher

Elternbeitrag von 1.380,- Euro jährlich.

(Der individuelle Beitrag kann natürlich

durchaus davon abweichen. Ein Blick in

die Beitragstabelle zeigt die soziale Staffelung

nach Einkommen und Kinderzahl.)

Logischerweise ist also die Kalkulationsgrundlage

die Zahl der unterrichteten

Kinder. Schon lange gilt an unserer

Schule der Beschluss, in die Klassen 1-12

je 36 Kinder aufzunehmen (diese große

Zahl relativiert sich durch die Halbierung

oder Drittelung der Klassen für viele

Fachunterrichte). Das ist die finanzielle

Grundlage aller Planungen was Deputate

und Infrastrukturinvestitionen anbelangt.

Das Erreichen der nötigen Anzahl von

Anmeldungen (für das kommende Schuljahr

lagen 53 Anmeldungen vor) ist ein

Zielpunkt der Anstrengungen, die in

Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit

investiert werden

(Prisma 40 S. 6+7).

Zu der sich aus dem 36er Schlüssel ergebenden

Schülerzahl von 432 fehlten uns

im letzten Jahr 25 SchülerInnen. Überschlägig

gerechnet bedeutet das: Es

fehlten uns ca. 115.000,- Euro in der

Kasse. Das hat natürlich Auswirkungen

auf unsere finanzielle Situation (Prisma

40, S. 4+5). Wären die Klassen voll, so

hätten wir gut die Hälfte der Abschreibungen

verdient, was uns zu mehr

Handlungsfreiheit verhelfen würde.

Mit ein paar Beispielen soll nun der

größte Ausgaben- mit dem größten Einnahmenposten

verbunden werden:

Die Personalkosten letztes Jahr betrugen

incl. Verwaltungs-, Küchen- und Hausmeisterei-MitarbeiterInnen

1.746.882,-

Euro. Auf die damals vorhandenen 33,5

vollen pädagogischen Deputate umgerechnet

bedeutet dies einen Aufwand von

ca. 52.145,- Euro je Deputat.

Die 25 fehlenden Schüler würden mehr

als 2 Deputate finanzieren - oder einmal

andersrum betrachtet: Würden wir in die

kommende 1. Klasse z.B. 15 Schüler

weniger aufnehmen als veranschlagt, so

wäre dadurch ca. ein Deputat nicht mehr

Anzeige

zu finanzieren. Fragen: Wer geht dann?

Oder kürzt man die Gehälter? Werden

die Elternbeiträge erhöht? Oder .....???

Eine Veränderung der Schülerzahl hat

immer Einfluss auf die Kostensituation.

Wenn wir z.B. kleinere Klassen mit

durchschnittlich 25 bis 28 Schülern über

alle Klassenstufen einrichten wollten,

würde uns die sich daraus ergebende

Einnahmeminderung zwingen, die Personalausgaben

um ca. 30 Prozent zu reduzieren

oder aber die Elternbeiträge um ca.

120 Prozent zu erhöhen. Das sind die

beiden Extreme. Die Wirklichkeit läge

irgendwo dazwischen. Was würde so eine

Umstellung ganz konkret für den

Einzelnen bedeuten???

Eine so gravierende Veränderung könnte,

wenn sie angestrebt würde, nur peu a peu

und gut vorbereitet durchgeführt werden.

Die Pädagogik soll nicht einem ökonomischen

Zwang unterworfen werden aber

wo pädagogisch begründete Entscheidungen

finanzielle Folgen haben müssen

diese auch bewußt angeschaut und in

ihren Konsequenzen angenommen

werden.

Andere, in dieser Größenordnung wirklich

relevante Einnahmequellen hat die

Schule nicht. Die Möglichkeit einer mehr

als marginalen Finanzierung z.B. durch

Spendengelder anzunehmen ist in der

derzeitigen Wirtschaftslage illusorisch.

Das Gleiche gilt wohl auch für die Hoffnung

auf eine spürbare Verbesserung bei

den staatlichen Zuschüssen.

Thomas Gremm-Roloff

Sporthalle Vicemoos

Der Wiederaufbau der Sporthalle Vicemoos

hat Anfang Juni mit vorbereitenden

Arbeiten am Fundament begonnen. Die

feierliche Grundsteinlegung erfolgt am

Mittwoch den 25. Juni 19 Uhr.

Nachdem für einen großen Teil der Arbeiten

die Ausschreibungen beendet

waren, konnte anhand der real vorliegenden

Zahlen festgestellt werden, dass die

für den Wiederaufbau aus der Versicherungssumme

zur Verfügung stehenden

3,3 Mio Euro ausreichen werden. Die

Vicemooshalle wird als eine reine

3-Felder-Turnhalle wiederaufgebaut.

Fortsetzung auf folgender Seite

Die Gebäudeform wird im Vergleich zur

Vorgängerhalle, auch aus Kostengründen,

vereinfacht. Dafür wurde die Aufmerksamkeit

besonders auf die „inneren

Qualitäten“ gerichtet und dadurch die

Unterrichtsmöglichkeiten verbessert.

Dies ist nicht zuletzt der regelmäßigen

Mitarbeit im Bauausschuß durch die

Lehrer Bambusch und Rauter (beide aus

der Gewerbeschule) sowie Kern (FWS)

zu verdanken. Zur Zeit werden nochmals,

in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer

Institut, Details der Hallenakustik gestaltet.

Die neue Halle wird zum Ende des nächsten

Schuljahres fertiggestellt sein. Bis

dahin werden wir im Prisma weiter über

den Stand der Dinge informieren und

evtl. mal das eine oder andere Detail

vorstellen.

Die genaue Entschädigungssumme für

den reinen Waldorf-Teil der alten Halle

stand bei Redaktionsschluß (17. Juni)

noch nicht fest. Es wurde aber zwischen

der Eigentümergemeinschaft (Stadt

Schopfheim, Landkreis Lörrach und Freie

Waldorfschule Schopfheim) und der SV-

Nordansicht der neuen Sporthalle Vicemoos, Zeichnung Architekturbüro Karcher und Partner

Interview mit der Architektin der neuen Vicemoos-Sporthalle

Am 13.6.02 brannte die Vicemoos Halle gnadenlos ab. Außerdem hat es den Hort und den PC-Raum der Waldorfschule getroffen. Den

momentanen Ersatz stellt eine Traglufthalle dar, gebaut auf dem Sportplatz des THG. Doch auf eine neue Halle ist nicht zu

verzichten. Um Genaueres zu erfahren, machte ich ein Interview mit Frau Margarete Staiger, freie Architektin aus Schopfheim.

M.M.: Hallo Frau Staiger. Also, was wird

anders sein und was wird unverändert

bleiben? Was ist Ihre Vorstellung?

Frau Staiger: Was anders sein wird, ist

das Dach der Halle und das gesamte

Nebengebäude mit den Umkleiden und

den Duschen. Der Eingang für die Schüler

des Gymnasiums und der Berufsschüler

wird etwas verlagert.

M.M.: Haben Sie sich denn schon inspirieren

lassen? Wenn ja, wo?

Frau Staiger: Es geht hier ja nicht um

Inspiration, sondern um eine solide Umsetzung

von Zuordnungen von Räumen.

Im übrigen sind verschiedene Turnhallen

besichtigt worden. Jede Turnhalle bietet

verschiedene gelungene Details und regt

natürlich zum Überdenken des eigenen

Entwurfes an.

M.M.: Haben Sie denn schon mit den

Plänen begonnen?

Frau Staiger: Die Pläne sind bereits

fertig. Nun beschäftigen wir uns mit der

Ausführung, das heißt, es werden unterschiedliche

Materialien ausgewählt, wie

soll zum Beispiel die Dusche aussehen,

wie soll der Boden beschaffen sein oder

wo kommt welche Kletterstange hin.

M.M.: Werden neue Sportgeräte eingebaut,

und wird es manche nicht mehr geben?

Frau Staiger: Im Hallenteil 3 gibt es eine

tolle Kletterwand für die Free Climbing

AG des Gymnasiums. Diese Kletterwand

steht nach Absprache für alle Schüler zur

Verfügung. Im Hallenteil 1 wird es ein

sogenanntes Multi-Center geben, das ist

ein Gerät, wo eine Schaukel, eine Rutsche

und eine Leiter eingehängt werden

können, zum Beispiel fürs Spielturnen.

M.M.: Was wird aus dem ebenfalls verbrannten

Zwischenteil werden?

Frau Staiger: Also, zuerst wird die Halle

aufgebaut als getrennter Bauabschnitt.

Was mit dem sogenannten Zwischentrakt,

wo PC-Raum und Hort, sowie Bühne

waren, ist im Moment noch nicht ganz

klar. Es wird allerdings überlegt, ob hier

eine Art überdachte Pausenhalle mit

direktem Durchgang zum Saal sein

könnte. Der Saal mit Bühne und Nebenräumen

ist gedacht, wo die Schulhauswand

eine Rundung nach innen hat. Für

das gesamte Schulleben ist ein Saal sehr

wichtig und wesentlich, und deshalb wäre

es wunderbar, wenn alle Anstrengungen

unternommen werden, dass es möglichst

bald einen Saal gibt.

Gebäudeversicherung ein Verfahren zur

Feststellung der noch ungedeckten

Schadenssumme vereinbart. Alle Seiten

sind daran interessiert, die Angelegenheit

ohne ein zeit- und kostenintensives Sachverständigenverfahren

zum Abschluss zu

bringen. Das Verfahren ist jetzt im Gange

und wir hoffen hier möglichst bald von

einem positiven Ergebnis berichten zu

können.

Gun-Jörg Kühnel für das Baugremium

M.M.: Okay, vielen Dank für dieses

Gespräch. Gibt es sonst noch etwas, dass

Sie uns gerne mitteilen würden?

Frau Staiger: Ich finde die Aufgabe eine

Sporthalle zu bauen spannend, und hoffe,

dass alles gut gelingt. Es ist ja nicht so

sehr die Tat einen einzelnen, sondern es

arbeiten viele kompetente Menschen

zusammen und jeder gibt sein Bestes.

Dann können Sie sich jetzt schon auf eine

schöne Sporthalle freuen. Vielen Dank für

ihr Interesse.

(lacht und freut sich)

M.M.: Vielen Dank zurück, Frau Staiger!

Moana Menne, 6. Klasse


10 l Schule intern

Grübelgedanken zur Prüfungskultur, an der Vorverlegung der MR sich entzündend

Die großen und kleinen Wellen, die das

Thema einer angedachten Vorverlegung

der Mittleren Reife im Schulorganismus

schlägt, lassen aufhorchen: Welche erstaunliche

Wichtigkeit wird den staatlich

normierenden Prüfungen und Testverfahren

beigemessen? Hat man eine Waldorfschule

nicht auch gerade deshalb gewählt,

weil diese staatlich festgelegten

Leistungsforderungen in ihrer Bedeutsamkeit

in Frage gestellt werden? Oder

soll Waldorfschule nur der etwas nettere

Weg zum Abitur sein?

Schon der Gedanke „Zentralprüfung“

schmeckt doch unangenehm: Sollen alle

Schüler über einen „objektiven“ Kamm

geschert werden?

Ein vorgegebenes Raster wird einem in

seiner Würde unantastbaren Menschen

gerade während seiner Entwicklung

übergestülpt. Man versucht anhand eines

allgemeingültigen, zentralisierten

Beurteilungsschemas die Einzigartigkeit

einer Persönlichkeit zu vergleichen, zu

beurteilen und hantierbar zu machen.

Dabei verschwindet diese aber, und die

Schüler lernen schnell, dass man mit

angepaukten Äußerlichkeiten und ohne

Blick auf das eigentlich zu Entwickelnde

besser fährt. Und doch betont man heutzutage

gleichzeitig die Notwendigkeit,

dass die Individualität gerade im schulischen

Zusammenhang besser sich entfalten

und wertgeschätzt werden soll, dass

mehr und mehr Schlüsselqualifikationen

benötigt werden.............Wie passt das

zusammen?

Und weiter die „Zentralprüfung“ abtastend:

Was richten solche standardisierten

Beurteilungskriterien während der

Entwicklung an? Merken die Kinder

denn nicht, welch Menschenbild dahintersteckt?

Richte ich die besorgte

Aufmerksamkeit als Erziehender auf das

Normbild „richtig gesundes Kind“? Dann

werde ich doch sofort Abweichungen von

dieser Regel bei meinem einzigartigen

Kind entdecken, logo. Vermittle ich mir

und ihm dann, dass es nicht ganz richtig

ist? Dann taucht doch sofort der Wunsch

auf, dass es durch einen Trick (vielleicht

in der Humangenetik) oder durch eine

Hilfe (vielleicht in der Medikamententwicklung)

oder durch einen Druck

(vielleicht mit Prüfungszensuren) der

richtige, gesunde, glückliche und gesellschaftstaugliche

Mensch werden kann.

Wie soll ein Mensch dabei nur aufwachen

für seine ureigenen Qualitäten und

Cartoon: Erziehungskunst,Heft 3, März 2003

diese dann auch schätzen können, wenn

sie diesem Phantombild zuwider laufen?

Es wäre doch eher im Gegenteil eine

Schule anzustreben, die die Rahmenbedingungen

schaffen könnte, dass das

Kind seine zutiefst individuellen Impulse

wahrnehmen und in aller Ruhe umsetzen

kann und weniger darauf getrimmt wird,

staatliche Vorgaben zu erfüllen, möglichst

schnell und effektiv noch dazu.

(Die diesjährigen Pädagogischen Arbeitswochen

in Stuttgart (s.S. 35) widmen

dieser Problematik eine ganze Tagung.)

„Wenn diejenigen, die schwärmen für die

Ideen der Waldorfschule, nicht einmal so

viel Verständnis entwickeln, dass der

Staat diese Schule loslöst, wenn sie nicht

auch den Mut dazu bekommt, die Loslösung

der Schule vom Staat anzustreben,

dann ist die ganze Waldorfschul-Bewegung

für die Katz, denn sie hat nur einen

Sinn, wenn sie hineinwächst in ein freies

Geistesleben.“ (Soziale Ideen – Soziale

Wirklichkeit – Soziale Praxis, Dornach

1999, GA 337 b, S.248)

Die Erziehung des Kindes in einer Freien

Schule muss ergebnisoffen sein. Es geht

nicht an, die sich entwickelnden Kinder

an vorgegeben Standards zu messen und

auf diese Weise in ihrem „gesellschaftstauglichen

Wert“ zu beurteilen!

Und wenn man dann umherblickt, so ist

in vielen „Nicht-Waldorf-Zusammenhängen“

das Suchen, Ringen und Umsetzen

von neuen Prüfungsformen zu

entdecken. Überall in Europa, in Amerika

wird man wach für diese weltfremde und

zukunftsverneinende Behandlung der

„Zu Prüfenden“. Nur als ein Beispiel

direkt vor der Haustür wäre die jetzt in

Baden-Württemberg an den Hauptschulen

eingeführte themenorientierte Projektprüfung,

bei der nicht mehr nur

angelernte Kenntnisse benotet werden,

sondern der gesamte Lernprozess und die

Fertigkeiten überfachlicher Kompetenzen

(Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit,

Verantwortungsfähigkeit)

betrachtet werden. Dabei ist der Lehrer

nicht der Beurteiler, der nach Fehlern und

Defiziten der Schüler sucht, sondern

Berater und Beobachter, um die individuellen

Stärken und positiven Eigenschaften

der Schüler innerhalb der Projektarbeit

zur Geltung kommen zu lassen.

Darüber hinaus lässt er den Schüler über

sein Können selber Zeugnis abgeben,

anstatt die erbrachte Leistung nach eigenem

Gutdünken in eine Ziffer zu verwandeln,

die in ihrer aussageleeren Dürre

angeblich notwendige Lebenstüren erst

eröffnen kann... Von vielen anderen

europaweiten Reformwegen bezüglich

einer zeitgemäßeren Prüfungskultur

berichtet das Märzheft 2003 der

Erziehungskunst mit dem Schwerpunkt

„Noten, Prüfungen, Zeugnisse – ohne

Alternative?“. Es sei an dieser Stelle zur

Blickweitung wärmstens empfohlen und

kann beim Verlag Freies Geistesleben

unter 0711-28532-10 angefordert

werden.

Welche Rolle spielt nun die Waldorfbewegung

dabei? Hat sie nicht schon in

ihren Grundgedanken die Abkehr von

einer Rangfolgen herstellenden Leistungbewertung

durch Ziffernoten? Wird dort

nicht versucht zu unterscheiden zwischen

dem sekundären Abfragen eingetrichterten

Wissens, dem oberflächlichen Bescheidwissens

und dem im Gegensatz

dazu menschenbildenden Prüfen, dass

man zum Beispiel an einer selbstgewählten

Sache sich herausfordern kann in

Freiheit und Verantwortung? Neben den

vielen Schülerleistungen (wie Epochenhefte,

Kunst-Werkstücke, Theater- und

Eurythmieaufführungen, Monatsfeiern

oder analoge Darbietungen) sind die

Jahresarbeiten als eine Art eigener

Abschlussprüfung gedacht. In Erstellung,

Präsentation und Verteidigung ihres Projektes

vor Lehrern, Eltern und der Klasse

geben die Schüler Auskunft über ihren

Leistungsstand. Dabei wäre allerdings

weit über das höfliche Beklatschen eines

Miniaturvortrages hinaus die anerkennende

und kritische Rückmeldung

unerlässlich, sowie eine Verankerung im

jeweiligen Schulorganismus und seinen

geltenden Abschlussmodalitäten.

Es wäre hier zu fragen, ob die Einführung

und Verfestigung und Gewichtung staatlicher

Abschlussprüfungen an Waldorfschulen

nicht ein rückwärts gewandter

Schritt ist. Die Etablierung dieser

waldorffremden Strukturen irritieren,

werden diese doch in ihrer Aussagekraft

Elternmitarbeit -

11 l Schule intern

Dank der Initiative von Frau Böttcher,

Schülermutter und langjährige Mitarbeiterin

aus der Elternschaft in Konzept- und

Konferenzarbeit, war am 22.5.03 eine

3-köpfige Delegation aus der Solothurner

Waldorfschule Jurasüdfuß bei uns in

Schopfheim.

In der Pädagogischen Konferenz berichteten

sie über ihre Erfahrungen mit

Portfolio, einer Form der Direkten

Leistungsvorlage (DLV) in Mittel- und

Oberstufe. An ihrer Schule ist Portfolio

ein Teil einer neuen stufendifferenzierten

Zeugniskultur und hat im Rahmen einer

Strukturerneuerung und Lehrplanarbeit

dort Fuß gefasst.

Portfolio, eine Sammelmappe mit ausgewählten

Arbeiten, dokumentiert

das Gelernte aus den verschiedenen

Unterrichtsgebieten eines Schuljahres.

Selbstbeurteilungen der Schüler sowie

Beurteilungen der Lehrenden innerhalb

des Portfolio können als eine Grundlage

für eine dialogische Form der

Leistungsbewertung zwischen Schüler-

Innen und Lehrenden dienen. Die

Leistungsbewertung wird nicht mehr

alleine die Sache der prüfenden

Lehrkräfte.

(Siehe auch Artikel S. 13)

Frauke Roloff

wie erwähnt schon in Hochschulen und

Wirtschaft kräftig hinterfragt und zunehmend

als überholt angesehen.

Es wäre weiters hier zu fragen, ob nicht

eben ein Herausarbeiten waldorfimmanenter

Leistungsnachweise zeitgemäßer

wäre, sodass unsere Aktivitäten einen

Prüfungskanon erhalten und allgemein

verbindlich gewichtet werden. Es gilt

diese Waldorf-Schätze zu heben und gesellschaftlich

relevant zu strukturieren.

Dazu und darüber hinaus braucht es den

Mut und die Überzeugung, dass ein

solcher Leistungsnachweis bei uns und

eben dadurch auch in der Gesellschaft

mehr gilt als ein Ziffernpapier.

„Wenn jemand seinen Wohnort wechselt

und im neuen zwischen mehreren

Bäckern wählen kann, kauft er zunächst

Am 17. Juni 03 hat von 20.00 bis 22.15

Uhr im Kleinen Festsaal ein Gesamtelternabend

zum Thema: „Umgestaltung

der Oberstufe - Vorverlegung der

Mittlere-Reife-Prüfung in die 10. Klasse“

stattgefunden. Der Abend, an dem 39

Elternteile aus verschiedenen Klassenstufen

teilnahmen, gliederte sich in drei

Abschnitte:

- eine Darstellung über den derzeitigen

Stand der Diskussion im Kollegium zu

diesem Thema von Seiten Hrn. Boettgers

und Hrn. Langhammers (mit Fragenbeantwortung);

- einen Austausch über Fragen, mögliche

Sorgen, Hoffnungen und Ideen zu dem

Dargestellten in Kleingruppen;

- das Zusammentragen der entstandenen

Gedanken und das Gespräch darüber in

der großen Runde.

In der ersten Stunde wurde zunächst aufgezeigt,

welche pädagogischen Motive

das Kollegium bewogen haben, sich im

Herbst 2002 grundsätzlich für eine Vorverlegung

der MR-Prüfung in die 10. Kl.

auszusprechen (s. Bericht dazu im Prisma

39, Weihnachten 02). Anschließend wurden

kurz die Anforderungen der zentralen

MR-Prüfung in Baden-Württemberg

referiert und herausgestellt, dass dieses

Anforderungsprofil hinsichtlich der betroffenen

Fächer (bes. Deutsch, Englisch,

Mathematik und Geschichte) dem

Lehrplan der Waldorfschulen für die 9.

und 10. Kl. nicht widerspricht, sondern

weitgehend mit ihm übereinstimmt.

Anhand einiger Schlaglichter wurde die

technische Umsetzbarkeit einer Vorverlegung

erläutert, mit der sich eine Kollegiumsgruppe

seit November 02 beschäf-

bei jedem einige Brotsorten und verkostet

sie. Wessen Backwerke ihm am besten

munden, bei dem wird er ständiger Kun-

de. Sich nach der Note im Meisterbrief zu

richten fände er töricht.....“ Rupert

Vierlinger, Erziehungskunst 3, 2003.

Doch ob die soziale Gewichtung dieser

„Waldorf-Prüfung“ sekundär neben dem

Goldenen Kalb einer Mittleren Reife und

eines Abiturs ein Aschenputteldasein

fristen muss und als ein wirklich nettes

doch unerhebliches Apercü in prüfungsrelevanter

Unwichtigkeit versinkt – das

entscheidet jede Waldorfschule

individuell.

Und wer ist das?

Wir!

Frauke Roloff

Bericht Gesamtelternabend zur Mittleren Reife am 17.6.

tigt hat (stufenweise Umsetzung des Vorhabens;

Wahrung der Ausgewogenheit

zwischen praktisch, künstlerisch und

gedanklich orientierten Fächern; Aspekte

der Stundenplangestaltung, sodass die

Möglichkeit der MR-Prüfung in den Kl.

11 + 12 auch noch nach einer Vorverlegung

gewährleistet ist). Auch das

Zwischenergebnis einer zweiten Arbeitsgruppe,

die Ideen zur Neugestaltung der

Oberstufe entwickelt hat, wurde dargestellt.

Es kam diesbezüglich v.a. dreierlei

zur Sprache:

- die mögliche Einführung eines eigenen

„Waldorfabschlusses“ nach der

(prüfungsfreien) 12. Kl

- die mögliche Einrichtung je einer

„Schwerpunkt-Epoche“ pro Klassenstufe,

während derer sich für etwa 4 Wochen

der gesamte praktische, künstlerische,

sprachliche und gedankliche Unterricht

an einem Thema orientiert (z.B. in der

12. Kl. an „Faust“)

- eine mögliche Trennung von „Pflicht-“

und „Kür-Stunden“, wobei die ersteren

notwendige Grundlagen vermitteln

sollen, letztere demgegenüber wählbar

sind und übenden, vertiefenden wie auch

erweiternden Charakter haben sollen in

Bereiche, die pflichtunterrichtlich nicht

berührt werden.

Die zweite Hälfte des Abends, die

Gruppen- und anschließende Plenumsarbeit,

erbrachte mehrere wertvolle Anregungen

zur kollegialen Weiterarbeit am

Thema:

• Das Kollegium wurde ermutigt, auf

einen Waldorfschulabschluss nach der

12. Kl. und dessen staatliche Anerken-


12 l Schule intern 13 l Schule intern

nung hinzuarbeiten. Auch die Idee eines

Portfolios als Dokumentation des 11.und

12. Schuljahres mit Fremd- und Selbsteinschätzung

des Schülers fand in diesem

Zusammenhang ein erstes positives Echo.

• Eine zweifache Sorge kam zum Ausdruck,

mögliche Abgänge von Schülern

nach der MR-Prüfung, also nach der

10. Kl., betreffend:

- Den 16-Jährigen würde es durch die

frühzeitige Prüfung erleichtert werden,

ihrer momentanen Schulunlust zu folgen

und nach der 10. Kl. abzugehen, was von

ihnen aber später möglicherweise sehr

bereut werde.

- Durch verstärkte Abgangstendenzen

nach Kl. 10 könnte sich die finanzielle Situation

der Schule weiter verschlechtern.

• Es wurden Befürchtungen geäußert,

dass der Leistungsdruck bereits in den

unteren Klassen verstärkt werden könnte,

nicht zuletzt durch unbedachte Bemerkungen

von Lehrerseite, in denen der

Hinweis auf spätere Prüfungen die

Arbeitsbereitschaft der Schüler steigern

soll. Es wurde gefragt, ab wann sich der

Unterricht (auch) an den Prüfungsanforderungen

orientieren solle.

• Durch verschiedene Beiträge wurde

deutlich, dass wir es (unter anderen) mit

drei Schülergruppen zu tun haben, für die

eine Vorverlegung der MR-Prüfung eine

unterschiedliche Bedeutung hat. Wir

unterrichten

- Schülerinnen und Schüler, die „Futter“

brauchen und tendenziell oft etwas

unterfordert sind; für diese ist die vorge-

• Wie werden Eltern von Lehrern angesprochen?

Mit welchen Themen und Anliegen kommt das Kollegium

auf die Elternschaft zu?

• Welche Initiativen gehen von Eltern aus?

Wie werden sie vom Kollegium aufgenommen?

• Wenn der Gesprächspartner befremdlich reagiert:

Habe ich geprüft, wie weit sein Verhalten von meinem

eigenen Verhalten beeinflusst sein könnte?

• Wann habe ich mich das letzte Mal dabei ertappt,

„die Lehrer“ oder „die Eltern“ zu denken?

• Werden die Eltern über alle wesentlichen Vorgänge der

Schule rechtzeitig und umfassend informiert?

Welche Instrumente der Elterninformation gibt es

(Mitteilungsblatt, Schulzeitschrift usw.)?

Werden die vorhandenen Instrumente optimal genutzt?

• Gehen Eltern offen auf Lehrer zu, wenn sie Fragen, Wünsche

oder Anregungen haben?

zogene MR-Prüfung möglicherweise ein

willkommener Ansporn, ihre Fähigkeiten

zu zeigen und dabei früher zu lernen sich

selbst besser einzuschätzen.

- Schülerinnen und Schüler, die tendenziell

oft etwas überfordert sind, die

eigentlich schon in frühen Jahren in

besonderer Weise gefördert werden

müssten. Wie schützen wir diese bei vorgezogener

MR-Prüfung vor Anforderungen,

die ihnen unangemessen sind? Was

für zusätzliche Fördermöglichkeiten im

Klassenlehrerbereich wären in Zukunft

wünschenswert?

- Schülerinnen und Schüler, die oft

gar nicht besonders auffallen, die vielleicht

etwas verschlafen wirken, bei

denen sozusagen zeitweise „wegen

Umbau geschlossen“ ist und die ihre

Pubertätszeit brauchen, um ihre inneren

Prozesse zu ordnen. Wie kann man ihnen

diesen inneren Reifeprozess trotz Vorverlegung

der MR-Prüfung gewährleisten?

Im abschließenden Gespräch wurde noch

einmal deutlich, dass wir besonders mit

den 13- bis 16-Jährigen zwei seelische

Grundfähigkeiten erüben müssen: die

interessierte Hinwendung zur Welt, die

vielfältige Erfahrungen ermöglicht (was

wir z.B. durch die auch in Zukunft

stattfindenden Praktika fördern), aber

auch das Erwerben von Arbeits- und

Bewusstseinsstrukturen, was die Willenskräfte

fordert, wodurch Sicherheit und

Selbstbewusstsein erworben werden.

Letzteres ist natürlich prinzipiell auch

ohne Prüfung umsetzbar, wenn bestimmte

Üb- und Lernprozesse im Pubertätsalter

konsequent eingefordert würden; die

MR-Prüfung ist zu diesem Entwicklungszeitpunkt

aber sicherlich nicht kontraproduktiv,

da sie eben zum Üben oben genannter

Fähigkeiten anhält. Wenn die

Kräfte gerade des 13- bis 16-Jährigen zu

wenig herausgefordert werden, kann

schnell die Beschäftigung mit sich selbst

in den Vordergrund rücken: Intensive Erlebnisse

werden nicht mehr durch Anspannung

des Willens, also Anstrengung

der eigenen Kräfte gesucht, sondern

vermehrt in einseitiger Hinwendung zu

Drogen, erotischen Erlebnissen oder auch

Machtspielen. Von uns in der richtigen

Weise umgesetzt, könnte die in die 10.Kl.

verlegte MR-Prüfung helfen, diese

(gesunde) Anspannung des Willens zu

fördern und in der Tätigkeit des Verstandes

eine altersgemäße Sicherheit zu

erlangen. In den Klassen 11 + 12 könnten

die Schüler mit diesen Fähigkeiten dann

verstärkt gemäß ihrer eigenen Impulse

tätig werden.

Der Abend fand in einer lebendigen, konstruktiven

Arbeitsatmosphäre statt, was

eine Fortsetzung einer derartigen Arbeit

nahe legt. So werden wir nach unseren

nächsten kollegialen Zusammenkünften

zu diesem Thema im Sommer und Herbst

dieses Jahres zu einem zweiten Gesamtelternabend

einladen. Zudem werden wir

versuchen, einen Impuls aus der Elternschaft

aufzugreifen und eine vertiefende

Arbeit zur Entwicklungssituation des

Pubertätsalters anzubieten.

Stefan Langhammer

Fragen der Selbstprüfung für den Dialog zwischen Lehrern und Eltern

• Bei welchen Gelegenheiten werden Eltern zur Mitberatung

hinzugebeten?

• In welche Entscheidungen werden Eltern mit einbezogen?

• Besteht Furcht vor einem Mitbestimmungswillen von Eltern?

Weshalb? Ist diese Furcht auszuräumen?

• Ist die geistige Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern

lebendig oder geht es meist um Rechte und Pflichten?

Für welche Vorgänge an der Schule fällt es den Eltern

schwer, ein „lebendiges Verständnis“ zu erwerben? Wissen

sie, wie sie dem abhelfen können (Ansprechpoartner o.ä.)?

• Wenn ich als Lehrer die Augen schließe und „meine Schule“

denke: Gehören dann die Eltern dazu?

• Wenn ich als Mutter oder Vater „meine Schule“ denke: Sind

das dann „die da“ oder „wir“?

• Wie kann das Zusammenwirken von Kollegium und

Elternschaft noch verbessert werden?

aus Karl-Martin Dietz: Eltern und Lehrer an der Waldorfschule, Grundzüge einer dialogischen Zusammenarbeit, Anhang1, MENON Verlag 2002.

Auf dem Rücken dieses Büchleins finden sich folgende Sätze:

•Wie kann die Partnerschaft zwischen Eltern und Lehrern sinnvoll gedacht werden? Bestandsaufnahme und Kritik bestehender Denkmodelle.

•Förderung geistiger Zusammenarbeit: Ausführliche Darstellung der Anregungen Rudolf Steiners zum Verhältnis von Lehrern und Eltern.

•Die Praxis des Dialogs: Wie entstehen Vertrauen und Verantwortlichkeit im tägliche Vollzug?

Das Portfolio

Wie Gedanken und Erfindungen nicht nur

an einer Stelle der Welt oder aus einem

Forschungslabor als Neuheit in Erscheinung

treten, sondern immer fast zeitgleich

als ob es eine geheime Absprache

geben würde, so macht seit geraumer Zeit

ein Begriff in der Bildungslandschaft die

Runde: Portfolio.

In schweizer, englischen, australischen

und amerikanischen Waldorfschulen, als

Zugang zu Ausbildungsbetrieben und

Universitäten, überall wird oder will man

mit Portfolio arbeiten.

Aber was ist das Portfolio?

Das Portfolio entsteht, indem Arbeiten

einer Person über einen geraumen Zeitraum

in einer Mappe gesammelt werden,

die zur Vorlage zu einer Prüfung, Aufnahme

oder Beurteilung dient. Portfolio

ist somit eine direkte Leistungsvorlage.

Schon immer werden Portfolio-Mappen

beispielsweise zur Aufnahme gefordert,

um die Eignung zum Kunststudium des

Studenten zu beurteilen. Das, was ich als

Beurteiler sehe, ist direkter und klarer, als

was je eine Note oder ein Textzeugnis

aussagen könnten.

Aber brauchen wir das an Waldorfschulen?

- oder arbeiten die Kinder und

Jugendlichen nicht schon in Form von

Epochenheften Portfolios aus?

Dies und andere Fragen zu klären lud ich

am 22.05. drei Kollegen aus der

Solothurner Rudolf Steiner Schule in

unser Kollegium ein. Es waren die Kollegen

Urs Hauenstein Oberstufenlehrer, der

maßgeblich bei der Entwicklung von

Portfolio in der Rudolf Steiner Schule

Solothurn beteiligt ist, der Oberstufenlehrer

Josef Aschwanden und der Unter-

und Mittelstufenlehrer Christoph Seidlitz.

Alle drei Lehrer stellten in der großen

pädagogischen Runde dar, wie sie in

ihren Klassen Portfolio eingeführt haben

und warum:

Rudolf Steiner sprach wiederholt in Vorträgen

von einer Rückschauepoche:

„Es ist ja wiederum selbstverständlich,

dass dann, wenn der Jahresschluss vor

den Ferien herannaht, in einer Art Rekapitulation

alles das wiederum an die

Seele des Kindes herangebracht wird,

- man kann das in einem hübschen

Zusammenhang tun -, was in den

verschiedenen Zeiträumen während des

Jahres dem Kinde, wie man sagt,

beigebracht worden ist.“ (Dornach 1921)

All das, was in einem Schuljahr erarbeitet

und erlebt wird, soll in einer Epoche am

Schuljahresende noch einmal in ihrem

inneren Zusammenhang von den Schüler-

Innen erinnert und besprochen werden.

Aus dieser „Rückschauepoche“ entsteht

eine Portfolio-Mappe, in der das besonders

gut gelungene Bild oder ein Text

eingelegt wird. So entsteht durch die

Einlage der Arbeiten der jeweiligen Epochen

ein Gesamtwerk: Portfolio. Der

Schüler, die Lehrer wie auch die Eltern

erhalten so in einer übersichtlichen

Mappe einen Überblick über das

Geleistete.

Um noch intensiver und persönlicher ins

Gespräch mir den Schweizer Kollegen zu

kommen, teilte sich die Lehrerschaft in

drei Gruppen, um am Ende wieder in der

großen Runde eine kleine „Rückschau“

über das Besprochene zu halten.

Ich darf mich nochmals bei den

Solothurner Kollegen auf das herzlichste

für ihr selbstloses Engagement bedanken

und hoffe, daß deren Enthusiasmus und

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Erfahrung mit Portfolio auf die Waldorfschule

Schopfheim übergreifen wird.

Mein Fazit: Unsere Zeit bringt immer

schwieriger werdende Schüler hervor, die

den unterrichtenden Pädagogen, nicht nur

wegen der großen Klassen, kaum mehr

zu bewältigende pädagogische Probleme

aufbürden. Es tut hier kaum noch Sinn

nach den Ursachen zu suchen, die im

Elternhaus, in der Medienüberfütterung

oder der Wachheit unserer modernen

Kinder zu suchen sein mögen. Diese

Phänomene betreffen nicht nur die Waldorfschulen,

sondern sind Bestandteil der

Diskussion aller Schulformen. Unsere

Zeit können wir kaum verändern,

einfacher ist es, unsere Pädagogik anzupassen,

so wie es Rudolf Steiner seinerzeit

schon vorschlug oder auch moderne

Lernformen aktuell versuchen. Gerade in

Baden-Württemberg wird derzeit an

Hauptschulen an Portfolio-Projekten

gearbeitet, an denen sich bereits 100

Schulen beteiligen. Lehrerausbildungsstätten

für Portfolio wurden bereits geschaffen.

Portfolio scheint eine Antwort

auf die pädagogischen Probleme unserer

Zeit zu bieten. Zum einen bietet sie eine

Form des selbständigen Lernens für

Schüler und Lehrer zum anderen eine

Form des frühzeitigen sich Beurteilens

des Schülers selbst. Zum letzten würde

die Hürde des Zusammenwirkens der

Schüler-, Lehrer und Eltern genommen,

da eine alle Lerninhalte betreffende

Transparenz geschaffen würde.

Barbara Boettcher, Schülermutter

Günther Eich

aus den Langen Gedichten

Vorsicht

Die Kastanien blühn.

Ich nehme es zur Kenntnis,

äußere mich aber nicht dazu.

Normal

Sagt ihm,

er soll die Gabel links nehmen

und das Messer rechts.

Einarmig gilt nicht.

Hart Crane

Mich überzeugen

die dünnen Schuhe, der

einfache Schritt über Stipendien

und Reling hinaus.


Dieses Mal konnten für unsere Rubrik "Menschen an unserer Schule" zwei Personen gewonnen werden, die einem hier immer wieder

begegnen und doch keine Lehrer sind. Sie stehen mitten im facettenreichen Schulalltag, ohne sie und ihre Gestaltungskraft würde das

Schulganze um wichtige Nuancen ärmer, riesige Arbeitsbereiche lägen brach und stünden voller Unkraut. Und vor alle dem bauten

sie schon damals an den Grundfesten und an den ersten Stockwerken unserer Schule. Wer mag das diesmal sein??

Brigitte Schaubhut

14 l Menschen an unserer Schule

Auf Bitte von Frauke Roloff versuche ich

den Blick auf mich zu richten und mich

Ihnen vorzustellen.

1956 geboren und aufgewachsen in

Schopfheim, genoss ich im Hause meiner

Großeltern unter der konsequenten

Führung meiner schwäbischen Großmutter

eine klar geordnete, liebevolle und

offene Erziehung, die bis heute entscheidenden

Einfluss auf meine persönliche

Entwicklung genommen hat.

Ich besuchte bis 1971 die hiesige "Volksschule",

so hieß es damals, und schloss

1973 meine schulische Laufbahn auf der

Zweijährigen Kaufmännischen Berufsfachschule

in Schopfheim mit der

Mittleren Reife ab. Dies öffnete mir den

Weg in ein "administratives" Berufsleben,

ganz im Sinne meines Großvaters,

der mit Leib und Seele Buchhalter war

und sich nichts Besseres für mich denken

konnte.

Meine Arbeitsstationen in Kürze:

•Einkaufssachbearbeiterin Dreisternwerk

Schopfheim (Maschinenbauindustrie),

•Werbungs- und Marketingassistentin

Vitra GmbH Weil am Rhein (Büromöbel)

•Prüfungsorganisation und -koordination

für kaufmännische Ausbildungsberufe

IHK Hochrhein-Bodensee Schopfheim.

Nach einer längeren "Babypause" fand

ich meinen beruflichen Wiedereinstieg im

Januar 1991 in unserer Schulverwaltung

mit immer wieder wechselnden Aufgabenstellungen.

Zunächst hauptsächlich

für den damaligen Geschäftsführer Josef

Wendel tätig, übernahm ich früh die

teilweise Personalverwaltung der Schule,

welche sich bis dato ausgeweitet und ein

Haupttätigkeitsfeld geworden ist. Derzeit

sind 58 MitarbeiterInnen zu betreuen.

Diesen Bereich gut zu führen liegt mir

sehr am Herzen, da meiner Einschätzung

nach eine innovative, aber auch solide

Personalentwicklung der Grundstein für

engagierte und der Schule gewogene

Arbeit ist und eine gute Arbeitsatmosphäre

sowie kollegiales Zusammenwirken

fördert.

Durch die Umstrukturierung des Verwaltungsbereiches

(mit meinen Kolleginnen

Frau Baum und Frau Kühner teilen wir

die gesamte Geschäftsführung und Verwaltung

der Schule) hat sich ein weiteres

Haupttätigkeitsfeld ergeben: meine

Mitarbeit in der Schulleitung unserer

Schule. Eine sehr anspruchsvolle Arbeit,

die Mut zur Entscheidung, den Blick aufs

Ganze, viel Fingerspitzengefühl und auch

einen oft über das erträgliche Maß

hinausgehenden Einsatz erfordert. Dies

stellt mich und meine vier Mitkolleg-

Innen in der Schulleitung immer wieder

vor neue Herausforderungen. Durch die

konstruktive, anregende und sehr

intensive Zusammenarbeit erlebe ich

diese Herausforderungen jedoch immer

wieder als grossen Gewinn für die

Erweiterung meiner Sachkompetenz.

Da ich eine ausgesprochen begeisterte

Teamarbeiterin bin, kommt mir unsere

Schulstruktur natürlich sehr entgegen. Ich

bin ausgesprochen dankbar in diesem

besonderen von der Schule und den darin

tätigen Menschen ermöglichten Umfeld

wirken zu können und es gab bisher

wenige Tage, an denen ich dies ungern

tat. Als Mutter von zwei Kindern bin ich

auch von Elternseite eng mit der Schule

verbunden und ich kann sagen, dass diese

Konstellation mein Leben und das meiner

Familie intensiv beeinflusst hat.

Für die nähere Zukunft stehen für unsere

Waldorfschule viele neue Aufgaben an

und die Fragestellungen unserer Zeit

erwarten von uns bewegliche und entwicklungsfähige

Antworten, die meiner

Überzeugung nach gerade die Waldorfpädagogik

geben kann. Die nächsten

Jahre bei der Gestaltung einer lebens-

nahen Schule, die unsere SchülerInnen

gut fürs Leben versorgt und mit der sie

sich gerne identifizieren, und an der

weiteren Festigung unserer Schule in

unserem regionalen Umfeld mitwirken zu

können, wäre mein Wunsch.

Und wer ist das?

Die zweite wichtige Person!

Mit Spannung erwarten wir die Michaeli-

Ausgabe, in der passenderweise dieser

Herr sich dann vorstellen wird.

Wolfgang Bächler

Sommer 1945

Pflück mir den Mohn!

Ich faß es kaum,

daß wieder Sommer,

daß Sommer ist

und wieder Wärme

die Glieder hüllt,

in Adern fließt

und in die Herzen.

15 l (Menschen an unserer Schule) Sammelsurium...

Festliche Grundsteinlegung für die neue Vicemooshalle 25. Juni 2003

Daß wieder Kinder

wie bunte Falter

auf Gassen tollen

in Spiel und Streit!

Daß wieder Vögel

im Himmel hängen

und helle Lieder

tief in uns fallen!

.... und ein grandioses Buffet gab es auch!

Oh, daß das Eis

in dunklen Wimpern

und Brauen schmolz,

daß wieder Glanz

im Auge steht

und wieder Sonne

auf Straßen schläft

und auf der Haut!

Und daß wir wieder

in Flüsse springen,

aus Seen tauchen,

nackt an den Ufern

im Grase liegen,

die Hand in Blumen,

das Haar im Wind.

O blaue Zeit!

Daß wieder Licht

von Mauern rinnt,

von Bäumen trieft,

auf Körpern spielt,

durch Wellen schießt,

in Brunnen fällt

und in die Herzen!

Spürst es auch du?

Sommer 45, der 2. Weltkrieg ist vorbei und der Sommer hat Friedenqualität.

Wie ist es doch aber eigentümlich um die heutigen Kriege! Als das letzte Prisma erschien, war der Irakkrieg noch nicht ausgebrochen,

man demonstrierte, sorgte, bangte –und während die jetztige Nummer erscheint, nur ein Vierteljährchen später, ist er

schon wieder vorbei. Ist alles nur halb so schlimm? Betrifft es uns überhaupt? Wo wird heute eigentlich Krieg geführt? Wie ist es

mit unseren heutigen "Sommern"? Wie sehr schade, dass aus dem Unterricht, wenn es denn aufgelebt hat, bisher nichts den Weg in

unsere Schulzeitung fand. An den Gedanken, die sich dort Schüler und kompetente Lehrer machen, über die heutige "ver"-rückte

Kriegsführung, hätten wir gerne auch dieses Mal die Leserschaft teilnehmen lassen (siehe auch Prisma 40 "Nur eine amerikanische

Verschwörungstheorie"?). Oder ist es doch nicht unser Problem, wenn irgentwo in einem "Araberstaat" irgentwelche Leute sich die

Köpfe einschießen? F.R.


9. Klasse

2002 l 2003

10. Klasse

2002 l 2003

16 l Klassenphotos (Menschen an unserer Schule) 17 l Klassenphotos

11. Klasse

2002 l 2003

12. Klasse

2002 l 2003


18 l Aus dem Unterricht

Ein Frühlingstag im Schulgarten

Gartenbau als Unterricht ist ein Schwerpunkt unsrer Schule. Wie sind die einzelnen Bereiche aus Tier- und Pflanzenpflege auf die

verschiedenen Altersstufen verteilt? In lockerer Folge soll nun im Prisma ein wahres Natur-Kaleidoskop dargestellt werden. In dieser

Nummer werden erste Einblicke in diese Vielfalt gegeben: Was geschah kürzlich alles an einem einzelnen Unterrichtstag aus der

Sicht der beiden tüchtigen Gartenbaulehrer.

Wie ein Lauffeuer hat es sich herumgesprochen:

junge Kaninchen im Schulgarten!

Und zwei weitere neue Tiere sind

auch da: Das Ziegenpärchen Lissi und

Domino, zwei Schwarzhalsziegen, deren

Rasse im Wallis beheimatet ist, stehen

noch etwas ängstlich im Stall. Und das

sind noch immer nicht alle Neuigkeiten,

denn die Bergschafe haben gelammt: vier

kräftige, lustige dunkelbraune Lämmchen

springen auf der Wiese herum!

Mit den Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern

wurde vereinbart, dass sie für

die Ziegen sorgen sollen, bis die Pflege

von der kommenden ersten Klasse übernommen

wird. Zu dieser Aufgabe gehört

erst einmal, die schüchternen Tiere zahm

zu lieben! Das bedeutet, täglich ihr Fell

zu bürsten, sie durch Füttern an die Hand

des Menschen zu gewöhnen und ihnen

beizubringen, wie man sich als Ziege am

Führstrick auf die Weide bringen lässt

ohne zu bocken. Die Sauberkeit im Stall

und Tierauslauf gehört auch zur Pflege

und so sind die Schüler täglich ernsthaft

beschäftigt mit der wichtigen Verantwortung

für die Tiere.

Die Kaninchenkinder müssen mittags in

den Stall zu ihrer Mutter und Tante,

damit sie Milch trinken und sich

ausruhen können in ihrem warmen Wollnestchen.

Unzählige liebevolle Kinderhände

haben sie bis zum Mittag gestreichelt

und umsorgt, jetzt ist erst mal

Ruhe angesagt.

Nicht so bei den springlebendigen Schäfchen!

Die tollen lustig über die Weide

hinter ihren Müttern her und freuen sich

über jeden Besuch. Kein Wunder, sie sind

an viele Kinder gewöhnt und besonders

lammfromm bei den Zweitklässlern, die

Verantwortung für die Schafe tragen und

sehr vertraut mit ihnen umgehen.

Die Erstklässler kümmern sich um die

kleine Hühnerschar mit dem etwas eingebildet

stolzen Hahn, den Hühnerstall und

um die Schulküchenbelieferung mit

frischen Eiern, auf deren Schalen Rückgabepfand

besteht! Die getrockneten

Schalen werden nämlich zu Pulver zerrieben

und dieses wird zu gegebener Zeit

die Sonnenblumen zu einem Wunderwachstum

anregen!

Noah verhält sich gleichmütig und wohlwollend

allen neuen Tieren gegenüber.

Etwas neugierig hat er alle Ziegen

und Lämmchen beschnuppert, und wenn

er manchmal mit seiner lauten Stimme in

den Klassenräumen zu hören ist, dann

bedeutet das immer: „Kümmert sich

vielleicht auch mal jemand um mich? Ich

fühle mich allein und bin eifersüchtig,

wann darf ein Esel auch mal der Mittelpunkt

sein?“ Wenn dann seine Viertklässler

kommen, ihn putzen, füttern, auf

19 l Aus dem Unterricht

die gute Weide bringen und außerdem

noch für die Sauberkeit im Stall sorgen,

ist er meist wieder versöhnt mit seinem

Eselschicksal.

Neben all diesen Aufgaben mit den

Tieren haben wir an so einem

Frühlingstag noch sehr viel Arbeit im

großen Schulgarten. Jede Klasse hat ihr

Beet und da wachsen die verschiedensten

Gemüse, Salate, Kräuter und Blumen

heran. Jeder der Schülerinnen und

Schüler der 6. Klasse hat außerdem ein

eigenes Beet, für das er allein

verantwort-lich ist. Eigene Ideen und

Pläne werden möglichst verwirklicht,

Pflege und Ernte weitgehend dem

eigenen Tun überlassen.

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Über all die emsige Tätigkeit staunen die

Schulkinder des Kindergartens, die uns

wöchentlich besuchen und sogar manchmal

auch mithelfen können.

Und wer jetzt in den Schulgarten kommt,

der kann den Rohbau eines seltsamen

Bauwerkes rechts neben dem Eingang

zum Garten bemerken. So viel sei verraten:

es entsteht ein Fünf-Sterne-Hotel

mit Einzelzimmern, Matratzenmassenlagern,

einem Gemeinschaftsbad, Blüten-

Selbstbedienungsbuffet, begrünter Dachterrasse

mit ansprechendem Seeblick,

alles in unruhiger Südlage am

Heckenrand!

Neugierig geworden? Wir freuen uns

über Besucher mit vielen Fragen.

R. und B. Beidek

GartenbaulehrerIn


PC und Multimedia, ein Arbeitsfeld von Albert Staiger

Herr Staiger hat den zweiten Bildungsweg durchlaufen als Werkzeugmacher bei der Firma SKF; Diplom-Ingenieur für Allgemeine

Feinwerktechnik(FH) in Furtwangen, Geographie, Physik, Mathematik für das Höhere Lehramt an der Uni Stuttgart; Waldorflehrer-

Seminar in Stuttgart; Diplom Geograph mit Ur- und Frühgeschichte an der Uni Basel.

Die neuen Medien,

die neue PC-Raum-Lösung

Einleitung

Die Zerstörung des PC-Raums durch die

schreckliche Feuergewalt hat sich gejährt.

In der Zwischenzeit konnte in Zusammenarbeit

mit der Firma Bühler eine

Laptop-Lösung im Chemie-Laborraum

realisiert werden. Herrn Seveckes Entschlossenheit

und Herrn Boettgers Idee

für diese Lösungsmöglichkeit verdanken

wir sehr viel. In der Zwischenzeit fanden

unsere PC-Unterrichte an der kaufmännischen

Berufsschule statt, wo wir sehr

freundlich und hilfsbereit aufgenommen

wurden. Besonderer Dank gilt dem

Schulleiter Herrn Stockmar, dem Kollegen

Fritsche und der Sekretärin Frau

Staufenberger. Es ist sehr anregend an

einer anderen Schule zu unterrichten und

vor allem sehr gut ausgebaute PC-Räume

benutzen zu dürfen. Nein! Hier spricht

kein Neid aus diesen Worten. Es ist die

pure Freude und Lust auch auf das neue

Netzwerk im Labor-Raum.

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20 l Aus dem Unterricht 21 l Aus dem Unterricht

Das Netzwerk

Entgegen sonstiger Schulnetze haben wir

nur unseren „kleinen“ PC-Raum vernetzt;

die 12 Schüler-Arbeitsplätze wickeln den

Daten-Austausch über einen leistungsfähigen

Server ab. Der Lehrer-Arbeitsplatz

dient als „aktiver Mitspieler“ im

Netzwerk und „Vorspieler“ über eine

Beamer-Projektion. Durch eine Administrator-Weiterbildung

lernte Herr Boettger

die Musterlösung des Landes Baden-

Württemberg kennen und dieses Verwaltungssystem

werden wir anwenden.

Warum Laptops?

Wir haben uns aus Raumgründen für die

handlichen Geräte entschieden. Auch

erschließt sich uns die Möglichkeit, die

Geräte in Praktika einzusetzen. Dies hat

sich schon in kleinerem Umfange beim

Feldmessen wiederholt bewährt. Große

Bildschirme hätten auf den bestehenden

fest eingebauten Tischen keinen Platz

gefunden. Vor allem war es die zentrale

naturwissenschaftliche Lage, die uns am

meisten bei der Raumwahl überzeugte.

Der Raum wird auch für das Mikroskopieren

gebraucht und anderen Unterricht.

Unterrichtsziele

Ein Schwerpunkt soll weiterhin in der 10.

und 11. Klasse liegen, wo die Schüler-

Innen die Standard-Anwendungsprogramme

trainieren können: Textverarbeitung,

Tabellenkalkulation, Präsentationen,

Internetrecherche. Als Schwerpunkt wird

besonders in der 11. Klasse der Multimedia-Bereich

erübt: Bildbearbeitung

und Erstellung einer Homepage mit der

Beschreibungssprache HTML. Neu wird

im nächsten Schuljahr die Ton- und Filmbearbeitung

hinzu kommen. Auch soll

das begonnene Programmieren eine

Fortsetzung erfahren; dies werden wir

als Pilotprojekt versuchen.

Warum erst so spät mit dem PC-

Unterricht beginnen?

Konzentrieren sich die Schüler auf die

Unterrichtsformen in den früheren

Klassen, dann entwickeln sie die notwendigen

Fähigkeiten, um mit einem Computer

als angemessenes Arbeitsinstrument

umzugehen. Selbstverständlich können

die Kinder bei entsprechend entwickelter

Motorik schon mit drei Jahren eine

solche Maschine bedienen und zielgerichtet

handhaben, z.B. bei Spielen. Auch

wird es so sein, dass eine sehr unterschiedliche

Neigung zu diesen Geräten

besteht vor der 9. Klasse und nach der 11.

Klasse. Man wird große persönliche Unterschiede

in der Nutzung der PCs erleben

und zu achten oder beachten haben.

Wichtigstes Kriterium jeder pädagogischen

Maßnahme ist die altersgemäße

Materialwahl und die entwicklungsbedingte

persönliche Verbindlichkeit, die

das Kind eingeht mit dem Stoff und den

Inhalten. Und da ist die PC-Maschine erst

für die älteren Schüler ein passendes

Mittel.

Die neuen Medien als Unterrichtshilfe

Multimedia ist das Zauberwort, wenn es

um die technisch vermittelte Form von

Bild, Ton und Schrift geht. Sehr gerne

nutzen die Kollegen von der 8. bis zur 13.

Klasse die Präsentation mit Hilfe des

Beamers und des Laptops in den einzelnen

Unterrichten. Diese Geräte unterstützen,

ersetzen den Dia- und Overhead-

Projektor oder einen Filmapparat. Zusätzlich

finden VHS- und DVD-Datenträger

ihren Einsatz.

Es zeigt sich immer wieder, wenn die

Möglichkeit der neuen Medientechnik in

der Schule vorhanden ist, dann wächst

der Bedarf deutlich! Somit befinden wir

uns in einer Phase größerer Nachfrage.

Wie auf der Mitgliederversammlung

erwähnt, besteht hier weiterer Investitionsbedarf.

Kurzfristig benötigen wir

eine fahrbare Multimedia-Einheit für das

1.OG der Schule und einen Beamer für

das 2.OG (1.Dachgeschoss). Wir

antworten hier auf die Anforderungen der

Medienentwicklung und Multimedia-

Empfehlungen des Ministeriums für

Kultus, Jugend und Sport. Selbstverständlich

sind es notwendige und von uns

als hilfreich angesehene Arbeitsmittel.

Mit Gruppen können die Fachkollegen

den PC-Raum auch nutzen, wo dann

interaktiv an den Maschinen gearbeitet

werden kann. Ein breite Anwendung

findet aber multimedial in den Klassenzimmern

statt bzw. Fachräumen.

Schülerinitiative und Sponsoring

Nach dem Verlust unseres PC-Raumes

bot uns der Energiedienst Rheinfelden

aus ihren alten Beständen gebrauchte PCs

an und inzwischen wurde von Schülern

ein kleines Netzwerk von sieben

Rechnern aufgebaut. Da Schüler noch

weniger Zeit als Lehrer haben, dauerte

das Projekt. Jetzt können wir für kleinere

Gruppen Sonderprojekte, z.B. das Programmieren

an diesen Rechnern ermöglichen.

Sebastian Kruse setzte sich

ausdauernd ein und erhielt Unterstützung

durch Vincent van den Eijkel.

Das Internet - ein schwarzes Loch

Wenn im Paradies ein PC mit Internetanschluss

gewesen wäre, dann hätte er die

Rolle des Apfels einnehmen müssen,

denn die meisten Schüler fliegen auf

dieses Medium. Das Internet lässt einen

aktiv sein, ohne dass man sich selbst

kreativ oder einfallsreich bemühen muss.

Die konzentrierte zielgerichte eigene

Arbeitsweise zeigt sich am deutlichsten

im Umgang mit dem Internet.

Zukünftiges

Nicht das Medium PC ist das entscheidende,

sondern die eigenen Fragen und

Ziele, die ich mir stelle. Es geht vorrangig

um die Stärkung der eigenen

Arbeitsimpulse jedes Schülers. Diese

Förderung muss aus allen Arbeiten und

Unterrichten – auch durch den Umgang

mit der Freizeit – erübt werden.

Die wenigen Stunden PC-Unterricht (je 2

Stunden für die 10. und 11. Klasse und

etwas im Wahl-Pflicht-Bereich) sind ein

Anfang für die Schüler und Lehrer.

Das Kollegium hat sich auch durch Kurse

weitergebildet und macht sich immer

mehr vertraut mit dem „Computer-

Leben“.

Homepage der Schule

Die Homepage der Schule wurde

dankenswerter Weise im Rahmen von

Jahresarbeiten entwickelt. Sascha Förster

und Samuel Schöne arbeiteten sich ein.

Samuel wird noch in diesem Schuljahr

die neue Homepage zum Laufen bringen.

Das Ziel ist, die Aktualität der Homepage

zu leisten, mit Unterstützung von Herrn

Roloff und der Geschäftsführung. Wir

freuen uns schon auf die neue Mitwirkung

und Jahresarbeit von Christian Prey.

Es werden Schulprojekte im Internet

veröffentlicht, z.B. das Vermessungspraktikum.

Ich erhoffe mir mit diesem Artikel noch

mehr Austausch und Anregung für alle

Interessierten und die es werden wolllen.

Dank

Die Kollegen Langhammer und Kleeberg

haben großzügig und wohlwollend die

bestehende Räumlichkeit zur Verfügeung

gestellt. Herr Boettger und der Vorstand

fördern den neuen Arbeitsbereich. Ein

großes Interesse bei den Schülern und

Eltern ist spürbar. Die Raumpflegerinnen

schauen gründlich, dass kein Pixel an der

falschen Stelle sich befindet.

Ich möchte nicht eine vollständige

Dankesliste aufreihen und trotzdem allen

danken!

Albert Staiger

Arno Holz

Mählich durchbrechende Sonne

Schönes,

grünes, weiches

Gras.

Drin

liege ich.

Inmitten goldgelber

Butterblumen!

Über mir... warm... der Himmel:

Ein

weites, schütteres,

lichtwühlig, lichtblendig, lichtwogig

zitterndes

Weiß,

das mir die

Augen

langsam... ganz... langsam

schließt.

Wehende... Luft... kaum merklich

ein Duft, ein

zartes... Summen.

Nun

bin ich fern

von jeder Welt,

ein sanftes Rot erfüllt mich ganz,

und

deutlich... spüre ich... wie die

Sonne

mir durchs Blut

rinnt.

Minutenlang.

Versunken

alles... Nur noch

ich.

Selig!


22 l Aus dem Unterricht

Mittsommer - Johannispiel

Frage einer Mutter: “Spielt die dritte

Klasse ein Johannispiel und die vierte ein

Mittsommerspiel???“

Für unser Erleben der Jahresfeste spielt

die Johannizeit nur noch bei wenigen

Menschen eine größere Rolle und doch

wird bei uns in der Schule seit Jahren das

„Mittsommerspiel“ mit der jeweiligen

dritten und vierten Klasse eingeübt und

aufgeführt.

Die Pädagogik der Waldorfschule

versucht zumindest in der Unterstufe den

Rhythmus der Jahresfeste aufzugreifen

und als themengebendes und themengestaltendes

Element in den Unterricht

einzubeziehen.

Weihnachten und Ostern sind die Feste,

die vielleicht noch am ehesten in den

Familien leben, doch auch dort ist es

schon schwer genug dem Ganzen losgelöst

von der Veräußerlichung einen Sinn

zu geben. Dies sind jedoch nur zwei von

vielen Festen, die das Jahr den Jahreszeiten

entsprechend bietet. Dazu gehören:

Advent, Weihnachten, Epiphanias,

Passion, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten,

Johanni und Michaeli.

Vor langer Zeit feierten viele Völker das

Mittsommerfest oder auch Sonnwendfest.

An dem längsten Tag und der kürzesten

Nacht (21. Juni) wurden an möglichst

hoch gelegenen Stellen der Landschaft

große Feuer entfacht. Die Tänze, Gesänge

und die ganze Art der Feste entsprachen

dem Zustand der Natur. Sie hatte

um diese Zeit ihren höchsten Entfaltungspunkt,

also etwas ekstatisches erreicht

und begab sich nun langsam wieder in

die Verwandlung bis zum „Tiefpunkt“,

der Wintersonnenwende (21.Dez.)

- im großen Rhythmus der Erde - ein

halbes Jahr Ausatmung, ein halbes Jahr

Einatmung!

Zur Zeit der Christianisierung entstand

am 24. Juni der „Johannestag“, der dort

festgelegte Geburtstag Johannes des

Täufers. In der hochsommerlichen Zeit

steht er mit der Beschreibung seiner

lichterfüllten Gestalt und seinem Einweihungsweg

in der Wüste (Licht und

Wärme). Christliche und „heidnische“

Bräuche vermischten sich in den Jahrhunderten,

so dass man bald den Johannestag

feierte und aus dem Sonnwendfeuer

das Johannifeuer wurde.

Früher war der Mensch stärker mit der

Natur verbunden und konnte die Beziehung

zwischen Kosmos und Erde noch

innerlich erleben. Er reduzierte das

Naturgeschehen nicht auf chemische und

biologische Prozesse, sondern sah die

Kräfte, die dort wirkten. Aus vielen Ländern

gibt es Erzählungen und Geschichten

über diese Kräfte, den Elementarwesen.

Deren „Arbeit“ an der Natur

verhilft dieser zur höchsten Entfaltung

in der Mittsommerzeit.

Für die meisten Menschen der heutigen

Zeit gehören Zwerge, Feen u. ä .in das

Reich der Märchen, Fantasy oder

Spinnerei.

Wenn es auch nicht mehr viele Menschen

gibt, die diese Elementarwesen sehen

- kleine Kinder tun dies noch manchmal -

so kann man sie vielleicht aber doch noch

erspüren, wenn man mit offener Seele

durch die Natur geht - an einem besonderen

Platz im Wald, der eine andere

Stimmung hat, die man nicht erklären

kann, an einem Bach...........

Gnome:

In das Gestein

der Gnom schlüpft hinein,

schichtet und dichtet,

zerstäubet und baut,

von keinem erschaut.

Feuergeister:

In Blumenkelchen,

im Honigseim,

im Meeresleuchten,

im Wetterschein

überall werden wir sein!

Diesen Elementarwesen ist das „Mittsommerspiel“

von Marguerite Lobeck-

Kürsteiner gewidmet. Es erscheinen

Zwerge, Luft- und Wassergeister, Salamander

und die Pangestalt mit seinen

Gehilfen, den Faunen! Und somit ist

vielleicht auch verständlich, warum

dieses Spiel MITTSOMMER - und nicht

Johannispiel heißen muss. Lange Jahre

wurde es unter dem zweiten Titel bei uns

aufgeführt und nun sorgt die Richtigbenennung

(Fr. Lobeck hat den Titel so

gegeben) für Verwirrung. Dies ist für

diese Jahreszeit ja nicht ganz unpassend,

doch wird dieses Midsummer – Namen –

Verwirrspiel irgendwann doch mal ein

Ende finden!

Auf die Frage der Mutter am Anfang des

Textes kann man also antworten, dass

beide Klassen das Mittsommerspiel

zeigen.Gewohnheiten zu ändern dauert so

seine Zeit, also werden wir wohl noch

eine Weile das Vergnügen mit dem

Mitt - Jo – som– han – mer – ni – spiel

haben.

L. Elsen, Eurythmielehrerin

Nymphen:

Bei den Forellen

in glitzernden Wellen,

in Ufergewinden

sind wir zu finden!

Sylphen:

Mit Blütendüften

frei in den Lüften

ziehn wir dahin!

Eurythmieabend der 11.

Klasse am 9. Mai 2003 Im Rahmen des Geschichtsunterrichts

Schade, dass dieser Abend nur halböffentlich

war – denn die Leistungen der

Schüler waren im wahrsten Sinne des

Wortes sehenswert!

In diesem zweiten Teil zeigten Schüler-

Innen Soli und Duos, die in mehrwöchiger,

selbstständiger Arbeit entstanden.

Moderne Prosa neben englischer Lyrik,

das klassisch ausgearbeitete Tonstück

neben „zeitgenössischer“ Musik von Grönemeyer,

Alemannisches neben Laotse

und viele tolle Humoresken: Alles zeigte

sich gleichgewichtig auf der Bühne.

Die SchülerInnen hatten völlige Freiheit

bei der Wahl des Stückes, in Formgebung

und Ausgestaltung, sowie der Bühnengarderobe.

So kreuzte ein Trainingsanzug als

auch das feine Seidenkleid mit Schleier

auf, und unvergesslich die wandelnde

Pille in Begleitung... Eine bunte und originelle

Mischung konnte das Publikum

begeistern.

Man erlebte, dass die SchülerInnen ganz

individuell die Eurythmie zu „Ihrem“

machen konnten, sehr authentisch und

zum Teil recht mutig ausgeführt. Es war

neben den vielen Ideen auch die innere

Haltung, die überzeugte.

So wurden aus den „Überraschungseiern“

(Originalton Herr Elsen) ansehnliche

Geschenke für uns Zuschauer!

Judith Rosbach

Schülermutter

23 l Aus dem Unterricht

Was sagt Schopfheim zur Waldorfschule?

haben wir, die 8.Klasse, eine Umfrage

über die Waldorfschule gemacht.

Wir haben uns in kleinen Gruppen an

verschiedenen Orten in der Stadt wie z.B.

vorm Aldi, vorm Hieber oder auf dem

Marktplatz verteilt.

Unsere Fragen waren:

1.Welche Schulen gibt es in Schopfheim?

2.Wissen Sie, dass es in Schopfheim eine

Waldorfschule gibt?

3.Was für eine Schule ist die Waldorfschule?

4.Waren Sie schon mal in der Waldorfschule?

5.Haben Sie in der Zeitung schon mal

von Veranstaltungen in der Waldorfschule

gehört?

6.Würden Sie Ihr Kind auf die Waldorfschule

schicken?

Viele zählten bei der ersten Frage die

Waldorfschule nicht auf, wussten aber bei

der 2. Frage, dass es sie gibt. Die meisten

wussten, dass die Waldorfschule eine

Gesamtschule ist, die Antworten Realschule,

Grundschule, Gymnasium und

Förderschule kamen gleich häufig vor.

Der Großteil der Befragten war noch nie

dort, hat aber schon viel von der Waldorfschule

gehört. Weniger würden ihr Kind

auf die Waldorfschule schicken.

Insgesamt waren die meisten sehr aufgeschlossen

und interessiert. Einige Ältere

sagten, dass sie, wenn es früher Waldorf-

schulen gegeben hätte, sie ihre Kinder

hingeschickt hätten. Sehr viele Befragte

sagten, sie hätten zu wenig Information

und wüssten nur vom Hörensagen über

die Waldorfschule.

Wir haben insgesamt 187 Menschen

befragt.

Jeanine Thümmig, 8. Klasse

Hier sind die genauen Zahlen:

1.Welche Schulen gibt es in Schopfheim?

An … Stelle haben die Befragten die

Waldorfschule genannt:

An 1. Stelle 16

An 2. Stelle 15

An 3. Stelle 20

An 4. Stelle 18

An 5. Stelle 14

An 6. Stelle 6

An 7. Stelle 1

Nicht genannt 95

2.Wissen Sie, dass es in Schopfheim eine

Waldorfschule gibt?

Ja 172

Nein 15

3.Was für eine Schule ist die Waldorfschule?

Grundschule 14

Realschule 10

Gymnasium 20

Förderschule 19

Gesamtschule 97

Keine / andere 41

4.Waren Sie schon mal in der Waldorfschule?

Ja 75

Nein 112

5.Haben Sie in der Zeitung schon mal von

Veranstaltungen in der Waldorfschule gelesen?

Ja 141

Nein 46

6.Würden Sie ihr Kind auf die Waldorfschule

schicken?

Ja 74

Nein 104


Modellieren 10. Klasse

"Herr König, darf ich mal einen Kopf

plastizieren?"

24 l Aus dem Unterricht 25 l Aus dem Unterricht

Schon in der 9. Klasse erwacht bei einigen

SchülerInnen das Interesse, konkret

an den Ausdruck der menschlichen

Individualität heranzugehen.

In der Regel verweise ich dann auf die

kommende Plastizier-Epoche in der 10.

Klasse, wo dies dann Thema für alle

wäre. Allerdings dürfen ganz Ungeduldige

sich schon in der 9. Klasse versuchen.

Geht man dann mit den SchülerInnen in

der 10. Klasse an die Arbeit, stellt man

schnell fest, dass es ihnen in der Regel

nicht so sehr um das Festhalten eines

speziellen Individuums geht, sondern

mehr um das Generelle: Wie modelliere

ich überhaupt Nase, Augen, Ohren,

Mund, Hals und Haare?

Das ist dann auch die beste Gelegenheit

für den Lehrer, noch einmal die Vorbilder

der griechischen Kunst und die des

Mittelalters einzuführen. Denn gerade sie

haben die schönsten "Typen und

Typinnen" als Figuren geschaffen. In

den Gesichtern von Apollon, Zeus, einer

Kore oder auch der Königin Ute spricht

sich nicht so sehr etwas individuell

Persönliches aus als vielmehr etwas

Charakteristisches.

Erst am Ende der Modellier-Epoche

wagen wir uns an den bärtigen, blinden

Homer heran, eine Arbeit, die aus der

Schlussphase der griechischen Kunstentwicklung

stammt und deutlich individuelle

Züge aufweist. Bei dieser Arbeit

kommen die SchülerInnen erwartungsgemäß

auch schnell an ihre Grenzen.

Schaut man die nebenstehenden Beispiele

aus der Modellier-Epoche genauer an, so

bemerkt man schnell, dass es dabei

nicht nur um ein blindes Kopieren von

Druckvorlagen ging, sondern nur um die

Zuhilfenahme klassischer Vorbilder,

um sich daran zu üben. Viel Eigenes

spricht sich daher aus den "Kopien" noch

trotzdem aus, was ich in der Regel auch

zulasse. Es geht ja wie gesagt um das

Prinzipielle eines menschlichen Kopfes

und darum, sich überhaupt mit derlei

Problemen auseinander zu setzen. Es ist

schon ein Vorzug an sich, denn seien wir

mal ehrlich: Wer konnte von uns Erwachsenen

in der Jugendzeit sich jemals in

dieser Form mit dem menschlichen

Antlitz auseinandersetzen? Und was

vermissen wir dadurch, es nicht getan zu

haben?

Es gehört nach wie vor zu den eindrücklichsten

bildhauerischen Erlebnissen, mit

seinen eigenen Händen ein menschliches

Gesicht hervorbringen zu können. Möglicherweise

gehört das zu den ältesten

menschlichen Bedürfnissen überhaupt,

die bis heute noch gepflegt werden. Hat

es uns ja sogar der Liebe Gott schon

vorgemacht. Er soll ja die ersten

Menschen schon aus Lehm geschaffen

haben. Da soll es uns nur recht sein, uns

in angemessener Weise an diesen urtümlichen

Vorgang zu erinnern und zwar mit

den eigenen Händen.

Gerhard König

Kunstlehrer


26 l Berichte aus dem Schulleben

Orchesterfreizeit - eine schöne Woche in Walkringen

Der Vorbereitungstrupp fuhr bei eisigen

Temperaturen während eines Schneegestöbers

am Donnerstag von Lörrach aus los. In

Walkringen-Bühl angekommen hatten wir

einige lustige Stunden Arbeit vor uns. Als

wir dann jedoch schlafen gehen wollten,

stellten wir fest, dass die Heizung kaputt

war und wir erstmal eine Nacht lang frieren

durften. Am Freitag war dann schon relativ

schönes Wetter, was sich über die Woche

fortsetzte.

Auch dieses Jahr fand wieder ein Besuch in

der Oper statt, der für viele ein sehr

schönes Erlebnis war. Ab Montag begann

dann die intensive Probenzeit. Zwar war es

manchmal verlockender, die schöne Sicht

auf die Alpen und die Sonne zu genießen,

Ausflug nach Stuttgart

Wie fast jedes Jahr haben wir wieder an

einem Wettbewerb für Kinder und Jugndliche

mitgemacht. Diesmal kam er von

"Children for a better world", wobei es

um soziales Engagement von Kindern

und Jugendlichen ging. Da wir einmal in

der Woche im Asylbewerberheim Nachhilfe

geben, haben wir unser Projekt

vorgestellt. Dies war im Januar und wir

rechneten nicht mit einem Platz unter

den besten 20. Doch Mitte Mai erreichte

uns die Nachricht, dass wir mit den 20

Regionalsiegern nach Stuttgart eingeladen

wurden. Die Preisverleihung fand im

Maranfilmstudio statt, wo die Serie

"Fabrixx" gedreht wird. Am 24. Mai

stiegen wir um 6.38 Uhr in den Zug nach

Stuttgart. Auf der 5-stündigen Fahrt trafen

wir viele Fussballfans, die zu einem

Spiel (das ebenfalls in Stuttgart stattfand)

fuhren. Endlich an unserem Ziel angekommen,

machten wir uns auf den Weg

zu den Studios. Dort trafen wir viele

andere Gruppen, die aus dem gleichen

Grund wie wir dort waren. Nach einer

Erfrischung wurden wir durch das Studio

doch waren auch die Proben immer wieder

schnell vorbei und man konnte sich

hinterher mit superleckerem Essen den

Bauch voll schlagen.

Ja und wie das immer so ist, die Woche in

dem wunderschönen Walkringen ging viel

zu schnell vorbei.Das Konzert stand bevor.

Dieses Mal in einer ganz neuen Umgebung,

in der Allemannenhalle in Maulburg.

Mittags wurden wir dort noch mit wunderbarer

Suppe versorgt und nach einer letzten

anstrengenden Probe fand ein schönes

Konzert statt.

Insgesamt kann man auch dieses Jahr sagen

dass es eine wirklich schöne Woche war

und wir es kaum erwarten können, wieder

geführt. Danach begann die Preisverleihung.

Wir wurden auf die Bühne gerufen

und bekamen von einer der Schauspielerinnen

eine Urkunde. Wir waren sehr

beeindruckt von den vielen anderen Projekten,

von denen neun nach Berlin zur

Siegesfeier eingeladen wurden. Die

anderen Projekte waren sehr interessant

und haben uns auf viele neue Ideen gebracht.

Wenn auch sehr müde, kamen wir

Anzeige

alle zusammen nach Walkringen zu fahren.

Hannah Kümmerle, 11. Klasse

Auf der Freizeit 03 stimmte alles: Geigen,

Celli, Pauken und Trompeten für die tägliche

Probe, das Wetter für alle Zwischenzeiten

und das Essen für das leibliche Wohl!

Diese Stimmung hüllte die Musik und die

Gemeinschaft in beste Harmonie!

Unbekannt aus 8.+ 9. Klasse

Und: Die Freizeit war wie immer wunderschön

- wir wollen sie auch nicht missen!

gut wieder in Schopfheim an. Wir hatten

einen sehr interessanten und lehrreichen

Tag hinter uns. Auch weil man in dem

Studio ein bisschen über den Verlauf

einer Serienproduktion erfahren konnte.

Sonja Beideck, 11. Klasse

für die „Ex-Umweltgruppe“

(s. Prisma 40: Lust sich sozial zu enga...?)

27 l Berichte aus dem Schulleben

Bericht vom Landeselternbeiratstreffen

Um über unseren Tellerrand zu blicken,

sind wir der Einladung des Landeselternbeirats

Baden-Württembergs zu seinem

ersten Elterntag mit dem Thema „Schule

heute – Eltern in der Verantwortung?“

nach Ludwigsburg gefolgt.

Es begrüßte uns die ersten Vorsitzende

des Landeselternbeirats Elke Picker. Sie

betonte, dass nach der Pisa-Studie viele

Sorgen und Ängste der Eltern im Raum

stehen. Diese Stimmung sollte nicht lahm

legen, sondern positiv genutzt werden.

Dabei müssen sich alle in die Verantwortung

nehmen lassen und alle Betroffenen

sollten zusammenarbeiten. Dabei sollte

das Wohl der Kinder der Maßstab sein.

Eine starke Einbeziehung der Eltern

in Bildungs- und Erziehungsfragen ist im

Interesse der Kinder und Jugendlichen

dringend erforderlich.

Frau Picker ist auch Vorsitzende der

gemeinnützigen Elternstiftung Baden-

Württemberg, die ihren Auftrag in der

Verwirklichung inhaltlicher Elternarbeit

an den Schule sieht und entsprechende

Projekte unterstützt ( Alexanderstr. 81,

70182 Stuttgart, 0711-2734150).

Herr Kuntze, Präsident des Oberschulamt

Stuttgart, referierte zu den neuen Lehrplänen,

die zum Schuljahr 2004/2005 in

Kraft treten. In diesem Rahmen ist es

seitens der Schulbehörden beabsichtigt,

die Eltern und außerschulische Partner

mehr einzubinden. In Zuge dieser

Neugestaltung können die einzelnen

Schulen einen Teil der Lehrpläne selbst

ausgestalten und so eigene Schwerpunkte

setzten.

Herr Kuntze stellte die Robert-Schumann

Realschule in Waldhut-Tiengen als positives

Beispiel für die Zusammenarbeit

zwischen Elternhaus und Schule vor. In

dieser Schule organisieren die Eltern den

Förderbereich, helfen bei der Planung

von Außenaktivitäten mit und sind in die

Planungen zu den Lehrinhalten mit einbezogen.

Die neuen Bildungspläne können unter

www.bildungsstandards-bw.de

eingesehen werden.

Sehr erfrischend und lebendig hat Prof.

Dr. Volker Ladenthin, Erziehungswissenschafter

von der Universität Bonn, das

Thema „Möglichkeiten und Grenzen der

Zusammenarbeit zwischen Eltern und

Schule“ ausgeführt.

Er hat dafür Bildung in vier Themenbereiche

unterteilt. Wobei er für jeden

Themenbereich die Aufgaben der Schule

und der Familien herausarbeitete.

1. Unterricht

In der arbeitsteiligen, effizienzorientierten

Gesellschaft ist die Schule mit ihren

Spezialisten der Ort zum Vermitteln von

Fachwissen (Ort der Methode). Die

Eltern sind nicht in der Lage, die große

Menge an notwendigem Fachwissen zu

vermitteln. Eltern sorgen für die alltäglichen

Lebenserfahrungen, die die Schule

braucht um bei der Wissensvermittlung

darauf aufbauen zu können. Dabei ist

es wichtig, einen vielfältigen Erfahrungsbereich

abzudecken. Kinder machen heute

viele Erfahrungen nicht mehr zufällig.

2. Erziehung

Konfliktfälle werden in der Schule disziplinarisch

gelöst und nicht, wie im der

Familie erzieherisch.

Eine Schule darf als Kollektiv nicht die

Meinung prägen; das Kind muss lernen,

eigene Urteile zu fällen. Eltern sollten

auffordern, beraten und Beispiele sittlicher

Urteilsfindung vorleben. So kann

ein sittliches Eigengefühl bei den

Kindern entstehen.

3. Soziales Miteinander

Soziales Miteinander in Familie und

Schule gründet auf erlernten Regeln. Die

Regeln müssen früh, transparent und

altersgemäß aufgestellt werden. Dahinter

muss die Forderung stehen, dass sie eingehalten

werden. Die Regeln werden nur

akzeptiert, wenn der, der sie aufstellt, sie

auch einhält.

Disziplin von außen muss zur Selbstdisziplin

werden, sie darf nicht aus Angst

vor Strafe funktionieren.

Die Schule traut sich heute nicht mehr

Disziplin durchzusetzen, während Disziplin

in anderen gesellschaftlichen

Bereichen ohne Hinterfragen hingenommen

wird (z.B. Kleiderordnung in der

Disco).

Herr Ladenthin plädierte dafür, dass

Schulen ein einheitliches, den einzelnen

Klassen altersgemäß angepasstes Regelwerk

aufstellen, das den Schülern und

Eltern transparent gemacht und von den

Lehrern geschlossen vertreten wird. Die

Schuldisziplin muss nicht die Disziplin

der Elternhäuser sein.

4. Fürsorglichkeit

In der Fürsorge der Schule steht es, dass

die Kinder in schulischen Belangen nicht

in problematische Situationen kommen,

sie muss dafür sorgen, dass gestellte

Aufgaben verstanden und ausgeführt

werden.

In vielen Familien findet zunehmend eine

Vernachlässigung ihrer Fürsorglichkeit

statt, z.B. in den Bereichen Gesundheit,

Ernährung, Kleidung... Bei der jetzigen

Situation der Schule kann die Schule

nicht kompensieren, was die Gesellschaft

versäumt.

Die Schule sollte, laut Herr Ladenthin,

nur dann in die außerschulische Fürsorge

eingreifen, wenn dies für die Schule

relevant ist, dies sollte nicht auf Kosten

des Unterrichts geschehen.

Wie wir mit den sozialen Problemen

umgehen können, muss neu überdacht

werden.

Nach dem Vortrag gab es die Möglichkeit

verschiedene Arbeitskreise zu besuchen.

Angemeldet hatten wir uns für den

Arbeitskreis „Sonderschulen“, der aus

Mangel an Interesse ausfiel. So besuchten

wir beide vereint und gestärkt den

Arbeitskreis „Im Verhältnis zu Fachwissen

gewinnt Sozial- und Methodenkompetenz

deutlich an Bedeutung. Welchen

Beitrag können Eltern und Schule

leisten?“. Zwei recht junge Diplompädagoginnen

referierten sehr theoretisch über

die verschiedenen Grundlagen der Sozial-

und Methodenkompetenz.

Wir hatten uns unter dem Thema etwas

völlig anderes vorgestellt. Wir hatten uns

erhofft, Rüstzeug für die Elternarbeit mitzubekommen.

Auch die anderen Elternbeiräte

waren mit dem Ergebnis des

Arbeitskreises nicht zufrieden.

Erschreckend fanden wir, dass es den

Dozentinnen und auch den Eltern v.a.

darum ging, dass die Schule die Kinder

für die Anforderungen der Arbeitswelt

vorbereitet. Nebensache war das Kind

mir seinen individuellen Entfaltungsmöglichkeiten.

Der Blick war auf das

„Ergebnis“ gerichtet und nicht auf das

Kind in seiner jetzigen Entwicklungsphase.

Anne Klapprott und Beate Engeser,

SchülermütterInnen


Der Festgestaltungskreis ist in Bewegung!

Für alle die, die es nicht wissen oder es

vergessen haben ... hinter dem magischen

Kürzel FGK verbirgt sich dann doch nur

ein weiterer Arbeitskreis der Schule!

Dafür aber einer, der sich mit einem besonders

schönen Thema beschäftigt:

unseren Festen.

Der Martini-Bazar mit Martinsspiel ist

unser aufwändigstes Fest und es gilt der

Satz: Nach Martini ist vor Martini!!!

Auch wenn die hauptsächliche Aktion im

FGK von den Sommerferien bis Martini

läuft, so sind wir doch das ganze Jahr mit

“Nach- und Vorwirkungen” zu Martini

beschäftigt.

Das Mittsommerspiel wird im Rahmen

des FGK ausschließlich von den Klassenvertretern

der 3. und 4. Klasse ausgerichtet.

Das Sommerfest allerdings können

wir uns nicht auf die Fahne schreiben,

dies organisierte bisher Herr Keil, dem an

dieser Stelle ein besonderer Dank ausgesprochen

sei.

Was tun wir eigentlich?

28 l Berichte aus dem Schulleben

Hier und heute wollen wir uns und unser

Tun vorstellen, womöglich können wir ja

sogar zum Mitmachen begeistern. Also -

wie schon gesagt: dem Festgestaltungskreis

obliegt die Organisation der Feste

unserer Schule. Wir treffen uns übers

Jahr in unregelmäßigen Abständen, circa

einmal in zwei Monaten und nach den

Sommerferien bis zum Bazar 14-tägig.

Um die Organisation auch so richtig

zu organisieren, haben wir uns in Arbeitsgruppen

aufgeteilt. In diesem Rahmen

sind wir auch immer Ansprechpartner für

Eltern, Lehrer und Schüler, die Wünsche,

Anregungen, Kritik oder neue Ideen

für uns haben. Aus jeder Klasse gibt es

mindestens einen, schön wären zwei Elternvertreter;

eine günstige und bewährte

Aufteilung, da so keine Altersgruppe bei

der Organisation der Angebote und Aktivitäten

beim Bazar in Vergessenheit gerät

und die größtmögliche Gewähr gegeben

ist, dass für alle etwas dabei ist. Für die

12. Klasse fehlt uns zur Zeit kreative Mitarbeit

- über diese würden wir uns sehr

freuen ... und damit sollen sich nicht nur

die Eltern, sondern bitte gerne auch die

Schüler der 12. Klasse angesprochen

fühlen. Es wäre schön, frische junge Gedanken

zu bekommen!!! Zudem würden

wir uns auch über Lehrernachwuchs

freuen, bis dato fehlt uns nämlich die

oder der zweite LehrervertreterIn.

Arbeitsgruppen:

„Chefplatz:“

Brigitta Heym, 11. Klasse

Tel. 07762-2096

Brigitta Heym hat sich bereit erklärt, uns

bei unseren Treffen zu koordinieren und

die Gesprächsleitung zu übernehmen. Sie

ist unser “alter Hase” und mit ihrer langjährigen

Erfahrung eine wichtige Beraterin,

die über notwendigen Verbindungen

und Kontakte an der Schule und zu

den Bazarbestückern verfügt. Alle Anfragen,

die nicht von einer Arbeitsgruppe

beantwortet werden können, darf man im

Zweifelsfall an Brigitta Heym richten.

Standanmeldung/Raumaufteilung:

Brigitta Heym und

Marianne Kruse, 11.Klasse

Tel. 07622-6848918

Diese Arbeitsgruppe ist zuständig für die

Registrierung aller Bazarstände, die Vorstellung

der Anbieter im FGK und die generelle

Pflege der Kontakte zu allen Anbietern

von Bazarständen oder Aktionen.

Weiterhin übernimmt die Arbeitsgruppe

die Planung der Raumaufteilung und im

Hinblick darauf die Betreuung am Bazar.

Kultur:

Martina Nübling, 3. Klasse

Tel. 07622-9120

Caterina Weber, 3. Klasse

Tel. 07622-3850

Verena Egin-Erdem, 4.Klasse

Tel. 07622-1785

Martina Nübling, Caterina Weber und

Verena Ergin-Erdem sind nicht nur für

die Pflege des schon bestehenden Kultur-

angebotes für den Bazar zuständig, sie

sind das ganze Jahr auf der Suche nach

neuen schönen Ideen, Menschen und

Möglichkeiten rund um die Kultur. Für

Hinweise oder gar Anmeldungen sind die

drei Kulturpflegerinnen immer dankbar...

Finanzen:

Sabine Wunsch, 6. Klasse

Tel. 07762-3422

Gunther Jenisch, 7. Klasse

Tel. 07762-672380

Unsere beiden Finanzgenies organisieren

und kalkulieren seit Jahren brillant die

gesamte Finanzwelt des FGKs. Hier sei

erwähnt, dass wir uns ein Mal im Jahr zur

Verteilung der Bazargelder treffen. Dieses

Treffen ist öffentlich und Beteiligung

ist erwünscht! Auch schriftliche Anträge

für die Verwendung der Bazargelder an

der Schule und Ideen auch für die Unterstützung

sozialer Projekte (siehe auch

diesjährige Verwendungsliste) werden

gerne entgegengenommen.

Genehmigungen (Stadt):

Christel Hertzner, 4. Klasse

Tel. 07622-63428

Christel Hertzner hält für uns den

Kontakt zur Stadt (Ordnungsamt, Polizei,

etc.) bezüglich aller Absprachen, die

notwendig sind, z.B. Schankgenehmigungen,

Parkplätze, Martins- und Johannifeuergenehmigungen.

Bewirtung:

Fabiola Liehr, 9. Klasse

Tel. 07765-8414

Gudrun Maier, 9. Klasse

Tel. 07623-50093

29 l Berichte aus dem Schulleben

Die Bewirtungsgruppe hat den Durchblick

beim leiblichen Wohl, sie organisiert

die Getränke für den Bazar,

kontrolliert das Angebot (zu viel - zu

wenig?) und hat am Bazar in Fragen

Essen und Trinken den Überblick. Auch

hier ist die Freude über alles, was uns

hereinschneit, groß und ...keine Scheu,

wir kochen alle nur mit Wasser...

Martinsumzug:

Christel Hertzner und

Iris Buchheimer-Krähling, 6. Klasse

Tel. 07633-61980

Gudrun Simon, 8. Klasse

Tel. 07764-507

Diese AG organisiert das jährliche Martinsspiel,

den dazugehörigen Umzug und

das Kürbissuppenessen am Feuer. Vor

drei Jahren ist diese schöne Aktion als

Geschenk der Waldorfschule an die Stadt

Schopfheim zur 750-Jahr-Feier entstanden

und soll auch weiterhin als vorabendlicher

Event die Schopfheimer Bürger

zum Bazar führen. Die AG tüftelt noch an

den letzten Mängeln (z.B. was tun bei

Regen wie im letzten Jahr?) und ist für

Anregungen dankbar.

Öffentlichkeitsarbeit:

Diese Gruppe teilt sich in drei Untergruppen:

Zeitungsartikel zum Bazar:

Ivonne Krüger, 1. Klasse

Tel. 07622-6677407

Plakate und Flyer für den Bazar:

Jutta Hesse-Novak, 5. Klasse

Tel. 07627-1271

Elisabeth Painda, 5. Klasse

Tel. 07627-3315

Um die breite Öffentlichkeit zu erreichen,

ist ein ausgearbeitetes Konzept unerlässlich.

An dieser Stelle sei Ingrid Steven

nochmal erwähnt, die über Jahre hinweg

diese wertvolle Arbeit auch für den FGK

geleistet hat. In Zusammenarbeit mit

Beatrice Baum und Thomas Roloff ist

unser Ziel nun die Öffentlichkeit über

das breitgefächerte Bazarangebot zu

informieren.

Prismaveröffentlichungen:

Ivonne Krüger und

Christel Hertzner

Checklistenverwaltung:

Anna Schubert, Lehrervertreterin

Tel.07622-64769

Jede Klassenaktivität bezüglich der Feste

wird in Checklisten, die jedes Jahr aktualisiert

werden, festgehalten. Diese Listen

sind bei Frau Schubert einsehbar.

Protokoll:

Gunther Jenisch und

Verena Ergin-Erdem

Es wird bei jedem Treffen des FGKs ein

Protokoll angefertigt, das der

Geschäftsleitung vorgelegt wird.

Lehrervertreterin:

Anna Schubert

Last but not least ein Posten, der uns

Eltern im FGK sehr, sehr am Herzen liegt

und momentan nur auf den Schultern von

Anna Schubert ruht (lastet?). Sie bringt

all das (und das ist oft sehr viel!), was

wichtig ist und der Absprache bedarf, ins

Lehrerkollegium und von ihm an uns

zurück. Insbesondere zur Martinihochzeit

würden wir uns Unterstützung wünschen.

Neue Wege

Bisher konnte sich die Schulgemeinschaft

eines Sommerfestes erfreuen. Wie schon

erwähnt,war dies Herrn Keils Engagement

zu verdanken. In den letzten Jahren

hat zudem Herr Elsen Sommerbälle organisiert,

die großen Anklang gefunden

haben. In diesem Jahr gibt es nichts dergleichen,

worauf wir uns freuen könnten

... das finden auch wir schade. Und deshalb

haben wir uns was ausgedacht!

Allerdings will gut Ding Weile haben.

Wir FGKler arbeiten an der Idee eines

großen Sommerballs (?) oder Fastnachtsballs

(?) oder beides im Wechsel? Bei uns

hat sich Begeisterung breitgemacht für

Neues, und wir würden uns so freuen,

wenn wir diese Planungseuphorie mit der

Schulgemeinschaft teilen könnten.... Der

„gute Zweck“, z.B. zu Gunsten des neuen

Festsaals, motiviert doch bestimmt

zusätzlich.

Wir fühlen uns angekommen und doch

im Aufbruch................

Ivonne Krüger und Christel Hertzner

für den FGK

Abrechnung Martinibazar 2001

Folgende Anträge bezüglich der Bazarerlöse sind bei dem Festgestaltungskreis

eingegangen und genehmigt worden:

Ausziehtreppe/Zwischenboden Gartenhaus, Frau und Herr Beideck 2.750,-

Waschmaschine/Trockner, Herr Kühnel 300,-

Getreidemühle für Schulküche, Frau Buder 350,-

Gipsmodelle, Herr König 1.000,-

Sprachgestaltung/Johannispiel, Frau Rose und Herr Elsen 400,-

Kostüme "Peer Gynt", Frau Schubert 1000,-

Orchester, Frau Hochweber 1000,-

Druckerpresse f. Holz- und Linolschnitt, Herr Mally 1000,-

Recyclingcontainer, Herr Kühnel 2000,-

Außerdem gehen an soziale Projekte folgende Beträge:

Farbmaterialfür FWS Madrid, Herr Mally 400,-

IAO Internationale Assoziation f. Waldorfpädagogik OST 1.200,-

Netzwerk Rafael e.V. 1.200,-

Afghanisch-Deutscher-Ärzteverein 1.200,-

Hiermit haben wir Ausgaben von insgesamt 13.800,- Euro. Das heißt, dass

wir von den Gesamteinnahmen in Höhe von 16.300,- Euro 2.500,- Euro in

die Rücklage nehmen können, die wir unter anderem für den Neubau verwenden

wollen, wenn er soweit fertiggestellt ist.

Sabine Wunsch

für den Festgestaltungskreis 31.03.2003


30 l Aus dem Umkreis 31 l Aus den Kindergärten

Bericht zur Integrationstagung an der evangelischen Akademie Bad Boll

Erst wenn auch „Nichtbehinderte“ in der

vollständigen Einbeziehung von Menschen

mit Behinderung eine für sie selbst erstrebenswerte

Normalität erkennen und nicht

einen altruistischen, karitativen Akt, ist

ein Paradigmenwechsel vollzogen, der

eine Befreiung von entfremdenden

„Normalitäten“ auch als Befreiung erleben

lässt. (Sabine Knauer)

Seit mehreren Jahren werden auch an

einigen Regelschulen in Baden-Württemberg

Versuche mit der Integration von

Kindern mit besonderem Förderbedarf

gemacht. Um den Austausch über die

Erfahrungen zu ermöglichen veranstaltete

die ev. Akademie in Bad Boll im Mai 03

eine Tagung zu dem Thema „Gemeinsamer

Unterricht ; mit dem Willen zum

Erfolg – ein streitbares Thema gemeinsam

lösen“. Hierbei sollten sich Eltern,

Lehrer und Vertreter der Schulbehörden

gemeinsam mit diesen Thema auseinandersetzen.

Dabei ging es v.a. um organisatorische

und rechtliche Fragen, es gab

aber auch mehrere interessante Vorträge

mit sehr grundlegendem Inhalt.

Besonders drei Vorträge, die auch einen

Bezug zur Waldorfpädagogik haben,

möchte ich hier kurz zusammenfassen:

Frau Dr. Knauer, Lehrbeauftragte der FU

Berlin, sprach zu den Grundlagen und der

Ethik der Integrationspädagogik, ein

Übergangsbegriff, der seine Selbstüberwindung

in Form einer Reintegration von

Regel- und Sonderpädagogik zu einer

„Allgemeinen Pädagogik“ anstrebt. Sie

will eine Brücke sein zwischen partikularen

Pädagogiken und einer künftigen

allgemeinen, inklusiven Pädagogik.

Aus Sicht der integrationspädagogischen

Anthropologie steht nicht die Behinderung

eines Menschen im Vordergrund,

sondern der jeweilige Mensch - mit oder

ohne "Behinderung" in seiner Ganzheit.

Eine Behinderung im medizinischen

Sinne wird pädagogisch nicht als Behinderung

betrachtet.

In einer immer komplexer werdenden

Welt der Postmoderne wird es zur Überlebensfrage

werden, ob es gelingt eine

Ethik der Heterogenität zu entwickeln,

die Unterschiede thematisiert und in

Gleichberechtigung dialektisch aufhebt.

BRAUN wirft der Pädagogik vor, sich

vor ihrem eigentlichen Gegenstand, der

unteilbaren und komplexen Ganzheit des

Menschen zu drücken: “Die Frage nach

der Existenz des Menschen und ihrer

immer neuen Explikation ist daher nichts

für diejenigen, die ein für alle Mal wissen

wollen, wo sie dran sind; sie ist keine

starre Formel, die man einmal beantwortet

und dann „besitzt“, sie ist vielmehr

eine ständige Anfrage an das Sein, der

man zwar ausweichen, ihr aber dennoch

nicht entgehen kann. Die Sinnkrise der

Gegenwart zeigt das deutlich.... Die

gegenwärtige Pädagogik hat darauf keine

Antwort, darum ist sie nicht mehr

gefragt. Sie hat sich vom Humanismus

der Human- und Sozialwissenschaften

überrumpeln lassen und dabei das

Humane verloren.“

Die Integrationpädagogik will eine Normalität

in der Vielfalt. Das Vorliegen

einer „Behinderung“ im medizinischen

Sinne hat mit schulischer Integration nur

so viel zu tun, als die Betroffenen bislang

weitgehend vom Regelunterricht ausgeschlossen

waren; die Frage von Aussonderung

und Einbeziehung stellt sich in

der Schule auch ohne diese spezielle

Problematik. In Klassen mit separierender

Sozialdynamik werden Mitschüler für

„blöde“ und „behindert“ erklärt, stigmatisiert

und ausgegrenzt, z.B. weil sie die

falschen Turnschuhe tragen. Wer aber

wollte Kindern und Jugendlichen, die

selbst einer Aussonderung ausgeliefert

sind, die psychische Kraft abverlangen,

sich Schwächeren und Benachteiligten

gegenüber tolerant und verständlich zu

verhalten?

Gehen wir einen Schritt weiter: die ganz

alltägliche Schulpraxis mit Zensuren und

Zeugnissen – nicht selten auch als Disziplinierungsmittel

gebraucht – erzeugt

Anpassungsdruck, Angst vor Aussonderung

und Konkurrenz. Integration kann

nur dann in Inklusion münden, wenn von

den Schülern die Bedrohung des Verstoßens

aus ihrem sozialem Umfeld genommen

wird, wenn Lernergebnisse im

lernzieltechnischen Sinne nicht mehr zum

Maßstab für Verbleib oder Verlassen der

Klasse herangezogen werden.

In keinem anderen europäischen Land

werden Schüler so früh und mit vergleichbar

dramatischen Folgen kontrolliert,

klassifiziert und kategorisiert.

Prof. em. Dr. Kautter (PH Reutlingen) hat

über die Notwendigkeit und die Gefahr

von Diagnosen gesprochen.

Diagnosen von speziellen Beeinträchtigungen

sind als Ausgangsmaterial

für den Unterricht notwendig und

wichtig, wenn anerkannt wird, dass es

sich um einen Zustandsbericht ohne

langfristige Prognosen handelt, und

wenn bei der Erstellung der Diagnose

mit Liebe und ohne den Glaube an

Objektivität vorgegangen wird.

Die Diagnose darf sich aber nicht in den

Dienst der pädagogischen Ausleseentscheidungen

stellen lassen.

Die Feststellung sonderpädagogischen

Förderbedarfes, die (auch rechtlich)

Grundlage für eine Integration ist, hält

weiterhin am Alltag der Anderstartigkeit

fest. Es darf, laut Herr Kautter, nicht so

weit kommen, dass zu den bisherigen

Kategorisierungen noch die der integrierbaren

bzw. nicht integrierbaren Kinder

kommt. Pädagogische Diagnostik wäre

als Steuerungsmittel für Schulprozesse

für alle Kinder wichtig, um ein individualisiertes

Lernangebot realisieren zu

können, aber nicht um zu bewerten.

Nachdem zwei Tage über die rechtlichen

und ideologischen Beschränkungen der

Integration in Deutschland und v.a. in

Baden-Württemberg diskutiert wurde,

hielt Frau Trotta vom „Centro Diaconale

Valdese“ in Palermo einen Vortrag über

Integration in Italien. Dort wurden 1971

alle Sonderschulen, bis auf die Schule für

seh- und hörgeschädigte Kinder abgeschafft.

97,5 % der behinderten Kinder

sind integriert, seh- und hörgeschädigte

Kinder können auf Wunsch der Eltern auf

die speziellen Schulen gehen. Nach

anfänglichen Schwierigkeiten wurde

inzwischen ein System entwickelt, wie

man allen Schülern durch die Unterstützung

durch Sonderpädagogen gerecht

werden kann. Es gibt keine Diskussionen

über für und wider der Integration, sie ist

Normalzustand. Während des Vortrages

von Frau Trotta wurde es unter den

beeindruckten Zuhörern immer stiller!!

Nach dieser Tagung war ich frustriert,

weil die rechtliche Rahmenbedingungen

für Integration einfach schlecht sind und

wohl auch nicht so schnell besser

werden.

Mir kam aber bei den Vorträgen, in denen

eine Vision für die Zukunft entwickelt

wurde bzw. über deren Umsetzung in

Italien, oft der Gedanke „Wie an der

Waldorfschule“. Die Waldorfschulen

könnten mit ihrem Menschenbild

richtungsweisend sein.

Beate Engeser

Kindergarten Hausen

Der Waldorfkindergarten Schopfheim mit

seinen beiden Gruppen stellt sich seit

neuestem in einer kleinen Broschüre vor.

Nach einem einleitenden Vorwort und dem

geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung

des „Waldorfkindergarten

Schopfheim e.V.“ folgt die Vorstellung der

zwei Gruppen Hausen und Schopfheim.

Danach werden Tagesablauf und Wochenrhythmus

beschrieben, sowie die zur Zeit

tätigen Erzieherinnen kurz vorgestellt. Die

Ausführungen über das Feste feiern im

Jahreskreis seien nun noch im Wortlaut

angefügt:

Die Jahreszeiten waren die großen „Festordner“

der frühen Menschheit. In unseren

Breiten ist der Wechsel von Frühjahr,

Sommer, Herbst und Winter deutlich erlebbar.

Dies kommt unseren Jahresfesten,

die mit ihrem Rhythmus verschiedene

Höhepunkte im Jahr bilden, sehr entgegen.

Das Verhältnis der Erde zur Sonne

ändert sich rhythmisch und bestimmt den

Jahreskreislauf. Wir alle erleben dies an

den Veränderungen der Lichtverhältnisse

und dem dadurch beding ten Wandel der

Natur unserer Erde.

Die Feste korrespondieren mit den

Jahreszeiten und zeigen die natürlichen

Entwicklungen auf. Das Osterfest passt

zur sich entfaltenden Frühlingsnatur,

Michaeli zum Verwelken und Absterben

der Natur im Herbst, Weihnachten liegt

im Win terdunkel und Johanni bildet das

Tor zur lichten Sommerzeit.

Aber auch die anderen Feste im Jahreslauf

verfügen über eigene Qualitäten: Im

Herbst findet das Laternen fest statt, bei

dem die Kinder stolz ihre im Kindergarten

gebastelten Laternen zei gen. Zum

Eintauchen in die vorweihnachtliche

Stimmung bietet das Adventsgärtlein Geegenheit,

bei dem die Eltern die feier liche

Stimmung mit Liedern unterstreichen.

Das Christ-Geburtsspiel vor Weihnachten

hinterlässt bei den Kindern einen hoffnungsvollen

Eindruck. Sie nehmen diese

Stimmung mit in die Weihnachtsferienzeit.

Ein aufregendes Ereignis für die

Kinder im neuen Jahr ist das zur

Fasnachts zeit stattfindende Handwerkerfest

für die Kinder in Hausen und das

Zirkusfest in Schopfheim.

Das Mitgestalten, Mitwirken und Helfen

bei den verschiede nen feierlichen Anlässen

im Kindergarten ist auch für die

Eltern ein bleibendes Erlebnis.

Heute werden Feste nicht mehr so selbstverständlich

gefeiert wie in früheren

Zeiten. Früher hingegen lebten die Menschen

intensiver mit der Natur und ihren

Gesetzen, was uns die vie len überlieferten

Sitten und Gebräuche zeigen. So

brachten die Feste Farbe, Abwechslung

und innere Bereicherung in manch karges

Leben.

Die wiederkehrenden Feste stärkten das

Erleben der Zeit und übernahmen die

Funktion eines Kalenders. Der heutige

Mensch braucht in seiner technisierten

Welt ein viel genaueres „Zeit empfinden“,

das ihm durch Uhren, Kalender und

Medien ermög licht wird. Manch innere

Uhr wird durch eine äußere ersetzt.

Durch die Verstädterung, Industrialisierung

und Technisie rung sind die Pflege

des Gemeinschaftsleben, viele Sitten und

Bräuche verloren gegan gen. Auf dem

Lande ging dieser Prozess etwas langsamer

von statten.

Oft müssen die Feste heute bewusst neu

belebt werden und es bedarf einer inneren

Auseinandersetzung, um einer Veräußerlichung

in einer materialistischen Zeit zu

entkommen.

Farbe und Abwechslung können Feste

auch heute noch ins All tagsleben bringen.

Sie lassen uns auf Erlebtes zurückschauen,

und auch auf etwas vorausblicken.

Die Vorfreude kann helfen z.B.

eine schwierige Zeit zu überbrücken.

Feste können, auch als geistiger Pol, Sinn

für das Leben geben. So wie die Mahlzeiten

Nahrung für den Leib sind, so sind

Jah resfeste Nahrung für die Seele.

Die Seele des Kindes lässt sich von

seiner Grundstimmung mit der sommerlichen

Hingabe an die Welt vergleichen.

Das Kind lebt in den Gedanken und

Empfindungen der Umgebung. Der

Erwachsene kann durch sein Vorbild eine

Beziehung zum natürlichen Jahreskreis-

lauf und den Festen schaffen. Die Offenheit

und Hingabefähigkeit bringt das

Kind mit, es bedarf der Aufmerksamkeit

des Erwachsenen diese zu pfle gen.

Was ist dem Kind nach wesensgemäß? Es

sind die intensiven Sinneswahrnehmungen,

die ein Kind mit dem Fest verbindet.

Die Sinne sind die Tore zur Welt. So

sollen die Feste auch der Sinnesfreude

dienen.

Das Kindergartenkind lebt in der Nachah

mung und im Tun. Es lernt die Welt

über sein Handeln zu verstehen und nicht

über das Bewusstsein. So ist es für die

Kinder am schönsten, wenn sie an den

Vorberei tungen teilhaben dürfen (Willenschulung

durch das Mittun). Kinder leben

mit Bildern, die sich bis ins Erwachsenenalter

tief einprägen, Erinnerungen, die

uns ein Leben lang erhalten bleiben.

Das Miterleben des Jahreslaufes ist ein

wesentlicher Bestandteil unseres Kindergartenalltags,

es ist wie ein Reigen, der

durch das ganze Jahr tanzt!

Es sind die kleinen Dinge

die uns brauchen

denn wir hauchen

alle Lebensringe in sie ein

drum ergreife sie

meine Hände

voller Liebe

so als bleibe

ohne Euch am Ende

jedes Ding allein.

Karlfried Graf Dürckheim (1896-1988)

Iris Trefzer, Kindergärtnerin in Hausen

Die Broschüre ist bei Thomas Peither 07622-

6668686 oder tpeither@gmp-verlag.de erhältlich.


Rätselseite

32 l Rätselseite

Welch eine Freude für Rätselfreunde: In dieser Ausgabe erscheinen tatsächlich zwei Rätsel! Das eine kam uns zu aus dem

evangelischen Religionsunterricht aus der 7. Klasse bei Herrn Strehlke, eine frei erfundene Geschichte von Benjamin van den Eijkel,

Emmanuel Jenrich und Simon Libor mit der Frage „Wieviele arabische Wörter enthält dieser Text?“. Das fragen wir uns von der

Redaktion stirnrunzelnd natürlich auch!! Und wir rätseln immer noch.

Die Lösung des zweiten Rätsels allerdings wissen wir; in sommerlicher Kreuzwort-Passform haben wir es für unsere Schule maßgeschneidert.

Falls jemand die Antwort dazu errät, kann sie mit Name, Adresse und Klassenangabe noch vor den Sommerferien in den

Prisma-Briefkasten geworfen werden. Es wird wieder verlost!

Und es gibt den allerersten PrimaPrismaPreisRätselgewinner, ausgelost aus den Dutzenden von Einsendungen!

Preisträger

xxxxx entdeckte alle 181 Ostereier im

Prisma 40! Gratulation!

Hier sieht man ihn mit seinem Gewinn:

PrimaPrismaKreuzWortPreisRätsel

1. bezaubernder Ort gemeinsamen

Grabens an unserer Schule

2. ehemaliger Ort gemeinsamen

Schwitzens an unserer Schule

3. viel zu kurze Erholungszeit wohl nicht

nur an unserer Schule

4. schönste Dornenpflanze an unserer

Schule oder blumige Bewegungslehrerin

5. wichtigstes Waldorf-Sommerfest nicht

nur an unserer Schule

6. kleine Wesen nicht nur im

Mittsommerspiel an unserer Schule

7. meist sommerliches Tun der 3. Klässler

an unserer Schule

8. freudiger Anlass vielfältiger

Schülerspiele an unserer Schule (wohl

auch dieses Jahr?)

9. Innerstes eines roten Sommerfrüchtchens

oder längst nicht mehr der längste

Lehrer an unserer Schule

10. feuriges Handwerk zum Schwarzwerden

an unserer Schule

11. an unserer Schule leider nicht zum

abkühlenden Baden benutzbar

12. auch im Hochsommer wohl nicht nur

an unserer Schule gern aufgesuchter Ort

13. äußerst notwendige sommerliche

Wärme-Regelung auch an unserer Schule

14. deren Beginn ist das Ende des Jahres

an vielen Schulen

** Wer sind denn die??

Arabisches Rätsel

Der Admiral lag gelangweilt im Alkoven über seinem Ofen, schlüfte an einer Tasse

süßen Kaffee und krümelte an den Resten seines Kebab, die er an seinen gezähmten

Albatros verfütterte.

Plötzlich sprang er auf, griff nach seinem Flachmann, der in seiner Jackentasche

steckte, die auf dem Sofa lag. Die gute Flasche enthielt reichlich Alkohol, sodass er

bald müde war und auf seiner Matratze einschlief.

Am nächsten Tag ging er in die Konditorei und kaufte fünf mit Sultaninen gefüllte

Brötchen für seine Freundin, die gerade ihre Haare mit Henna färbte. Auf dem Nachhauseweg

kam er an einem Coffee-Shop vorbei, wo ein Verkäufer ihm Haschisch

anbot. Er lehnte freundlich ab.

Auf dem Bazar, den die beiden am Nachmittag besuchten, kauften sie sich Zuckerwatte

und eine Giraffe aus Marzipan als Talisman. Bei Wettschießen gelang es ihm,

mit einem kleinen Kaliber noch ein Amulett zu treffen. Den Abend verbrachten sie in

seinem Club. Er spielte mit Leidenschaft und Risiko Schach und wurde von seinem

Gegner bereits im ersten Spiel matt gesetzt. Zum Trost bekam er vom Bar-Keeper

einen starken Mokka zu trinken, seine Freundin trank einen Sirup mit Orangen-

Geschmack und etwas Soda. Salam aleikum!

Wie viele arabische Wörter enthält nur dieser Text??

Bücher

Wir freuen uns außerordentlich über drei Buchbesprechungen aus der Prisma-Leserschaft. Vielen Dank für die Darstellungen von

"Büchern, denen man viele Leser wünscht"! Mögen diese Rezensenten Nachahmer finden!

Drachenreiter

Ein Kinderbuch von Cornelia Funke

erschienen im Dressler Verlag

33 l Bücherseite

In einem abgelegenen Tal, weitab von

den Menschen, ist das Land der Drachen.

Viele sind es nicht mehr, denn die Menschen

haben sie gejagt und verdrängt von

der Erde. Hier aber nun leben diese

friedlichen Wesen glücklich und glauben

sich sicher ... bis eines Tages die Ratte

mit schlechten Nachrichten kommt:

„In das Tal der Drachen sind Menschen

unterwegs !!!”

Die Geisha

Ein Roman von Arthur Golden im btb Verlag

Japan zu Beginn der 30er Jahre: Die

neunjährige Chiyo lebt mit ihrer bettelarmen

Familie in einem kleinen Fischerdörfchen.

Als ihre Mutter im Sterben

liegt, verkauft der Vater Chiyo und ihre

Schwester in das Vergnügungsviertel

Gion der alten Kaiserstadt Kyoto. Bei

ihrer Ankunft in Kyoto werden die beiden

Mädchen getrennt: Chiyo kommt in

ein Okiya, ein Geisha-Haus, und die Spur

ihrer Schwester verliert sich. Star der

Okiya ist Hatsumomo, eine faszinierend

schöne, aber unglaublich launische

Geisha, die bei den Herren in Gion sehr

Nach dem großen Drachenrat treffen

Lung, der Drache, und Schwefelfellchen,

das Koboldmädchen, den Entschluss sich

gemeinsam auf den gefährlichen Weg zu

machen um eine neue Heimat für die

Drachen zu finden. Lange werden sie

nicht zu zweit bleiben, denn auf ihrem

Weg begegnen sie Ben, einem Waisenjungen,

Fliegenbein, einem Homunkulus

und Lola, der fliegenden Ratte. Auf das

Rettungsteam warten große Abenteuer,

und dass sich alle nicht immer ganz grün

sind, macht die Sache nicht leichter...!

„Drachenreiter“, ein Buch für Kinder ab

8 Jahren, ist so spannend, dass man gerne

noch ein Kapitel und noch eins und - ach

noch eins... vorliest! Die Spannung wird

nur durch den charmanten Witz erträglich,

und man sehnt sich nach einem

erfrischenden Gelächter, welches die

verspannten Schultern mal wieder etwas

auflockert! Die Figuren, denen Cornelia

Funke so wunderbare Charaktere verliehen

hat, bestechen durch ihre Schwächen

und liebenswerten Macken. Gerade das

beliebt ist und daher für die Okiya viel

Geld einbringt. Als Chiyo erfährt, daß

ihre Schwester in ein Bordell verschleppt

wurde, plant sie die Flucht - die jedoch

kläglich scheitert. Chiyo wird zur Dienerin

degradiert. Anderthalb Jahre wird sie

von Hatsumomo gedemütigt. Doch als

Chiyo erkennt, daß ihr altes Leben unwiederbringlich

vorbei ist, fügt sie sich in

ihr Schicksal. Von da an ist ihr Aufstieg

zur begehrtesten Geisha ganz Kyotos

nicht mehr aufzuhalten. Doch dann lernt

sie einen Mann kennen, in den sie sich

unsterblich verliebt.

Mit diesem Buch bekommt man die

Chance, in eine uns westlichen Gemütern

doch sehr unbekannte Welt einzutauchen.

Arthur Golden ist es gelungen, uns diese

Welt näher zu bringen, die fremdartigen

Sitten und Bräuche verstehen zu lernen

und ein Gefühl für das Japan der 30er

Jahre in der Szenerie der Geishas zu entwickeln.

Ein Roman, der von der ersten

bis zur letzten Seite fesselnd geschrieben

ist, bei dem man die Welt um sich herum

vergisst.

Ein echter Sommerferienschmöker!

Ivonne Krüger Schülermutter

Zusammentreffen so unterschiedlicher

Wesensarten macht dieses Buch so

einzigartig.

Mit Sicherheit ist „Drachenreiter” eines

der schönsten Kinderbücher der letzten

Jahre. Obwohl Cornelia Funke noch viele

weitere wunderschöne Kinderbücher geschrieben

hat - mit „Drachenreiter” hat

sie sich selbst übertroffen. Falls man

nach diesem Buch im „Funke-Rausch”

ist: Keine Sorge, der Sommer kann noch

mit „Igraine Ohnefurcht”, den „Wilden

Hühnern”, „Zwei wilden kleinen Hexen”,

dem „Herrn der Diebe” ........und einigem

mehr bereichert werden! Viel Spaß beim

Lesen, Vorlesen und Vorgelesen bekommen!

Ivonne Krüger Schülermutter

Eine Woche voller Samstage

Ein Kinderbuch von Paul Maar im Oetinger Verlag

An einem Samstagmorgen ging Herr Taschenbier

auf die Straße und guckte sich

um. An einer Ecke standen eine Menge

Leut. Sie standen um ein merkwürdiges

Wesen mit einem Schweinerüssel. Einer

meinte, es wär ein Affe. Ein anderer

meinte, das Wesen kommt vom Mars. Sie

rätselten, bis Herr Taschenbier meinte, es

wäre ein Sams. Denn es war ja Samstag.

Da sprang das Sams-Wesen auf Herrn

Taschenbiers Arm.

Und dann begann eine Reihe lustiger

Abenteuer.

Lars Roloff, 3. Klasse


Anthroposophische Medizin ist gefährdet

Pluralismus in der Medizin - Therapiefreiheit - Selbstbestimmungsrecht

Diese Rechte wurden in Deutschland in

den 70er Jahren durch den gemeinsamen

intensiven Einsatz von Ärzten, Patienten

und Interessenvertretern so weit erreicht,

daß 1976 eines der fortschrittlichsten

Arzneimittelgesetze der Welt verabschiedet

wurde.

Seitdem sind u.a. die Arzneimittel der

„Besonderen Therapierichtungen“

(Homöopathie, Phytotherapie, Anthroposophische

Medizin) anerkannt und damit

von allen Krankenkassen zu erstatten.

Genau diese Rechte werden zur Zeit von

Vertretern der Schulmedizin und der

Schulteich-Besiedelung

34 l Mitteilungen 35 l Ankündigungen

Gesundheitspolitik stark in Frage gestellt.

In Deutschland und auf der EU-Ebene

muß daher um die Anerkennung und den

Erhalt der Anthroposophischen Medizin

durch unsere Interessenvertreter stark

gerungen werden.

Um diesen mit einer eindrucksvollen,

mitgliederstarken Patientenvertretung dabei

zur Seite stehen zu können, bitten wir

Sie, unseren dem Prisma beigelegten

Aufruf zu unterstützen und an alle

Interessierten in Ihrem Umkreis weit zu

verteilen!

Mit Dank für Ihre Mithilfe

Verein für Anthroposophisches Heilwesen

Oberstufencafe

Für die Umgestaltung des OSC suchen

wir guterhaltene Sofas, Sessel, kleine Tische

und Regale. Der Zustand der Möbel

sollte robust und ansehnlich sein!

das OSC-Team

Melden können Sie sich bei Lea und Sara

(10.Klasse) oder unter der Nummer von

Lea Meßmer 07622-6849384

Wer am neu angelegten Teich-Biotop Wasserschlangen, Entengrütze, Wasserflöhe und

Krokodile oder ähnliches aussetzen möchte, wird dringend gebeten, schon vor der

Planung der Aktion aus Haftungsgründen diesen Impuls unbedingt mit dem Geländegestaltungskreis

abzusprechen! Diese Wasseranlage zählt nämlich zum Naherholungsgebiet

der Schofheimer Innenstadt.

Information Herr und Frau Beidek / Gartenbau

Artaban

Artaban ist eine Jugendgruppe, die seit 5

Jahren an unserer Schule besteht. Sie

wird von Schülern ab der 9. Klasse

geleitet. Wir treffen uns jeden Samstag

von 10 - 12 Uhr, zusammen mit Schülern

ab der 4. Klasse zum Singen, Tanzen und

Spielen etc.

An Wochenenden unternehmen wir

gelegentlich größere Aktionen, und in

Ferien finden Fahrten und Lager staat, bei

welchen man sich auch mit den anderen

Artabangruppen aus Deutschland und

Österreich trifft.

Bei Interesse kann man sich gerne bei

Borbeth Hurter (10. Klasse) oder Ulrich

Blaschka (11. Klasse) melden.

Sonja Keil , 11. Klasse

im Namen der Älterenrunde

Kulturraum im Rosenhof

Im Rosenhof in Tegernau-Schwand findet

in diesem Sommer noch Folgendes statt:

• 25/26 Juli: Internationale Choreogra-

phische Abende für modernen und zeitgenössischen

Tanz (jeweils 20 Uhr)

• 25/26/27 Juli: Workshops:

Kinomochi mit Enrico Tedde (Italien)

Tanz-Technik für Fortgeschrittene mit

Jean Cebron (Frankreich)

• 25 Juli - 7 September: Kunstausstellung

"El silencio de las Mariposas":

Mirjam Gonzenbach (Basel)

Renate Brutschin (Sizilien-Deutschl.)

Klaus Korpiun (Stuttgart)

(Sa + So jeweils 15 - 19 Uhr)

• 7/8/9/10 August: Encuentros im Land

Internationales Kammermusik Festival:

Forellen-Quintett (Duisburg)

Sikorski-Quartett (Stuttgart)

Eranos Streich Trio (Basel)

Trio Bell`arco (Rom) (jeweis 20 Uhr)

"Improvisation á la Carte" (11.30 Uhr)

• 25/26/27 September: Spanische Woche

Workshops:

Flamenco mit Alberto Alarcón und

Rosa Montes

Kastagnetten mit Alberto Alárcon

Mantón Technik mit Alberto Alárcon

Filmabende:

L. Bunuel "El Perro andaluz" und

"L´age d´or" (19.30 Uhr)

C. Saura "Carmen" (20 Uhr)

D. Trueba "Opera Prima" (20 Uhr)

Information

Pilar Vogel-Buira 07629-9129838

Öffentliche Pädagogische Tagungen des Bundes der Freien Waldorfschulen

Die beiden Öffentlichen Pädagogischen

Arbeitswochen der Freien Waldorfschulen

gehen dieses Jahr in zwei unterschiedliche

Richtungen:

In der Stuttgarter Tagung (23. – 29.7.03)

geht es um die Bildungsdiskussion unter

dem Gesichtspunkt der Bedürfnissen der

Kinder. Im Zentrum aller Bildungsplanung

muss der Mensch stehen, der

Mensch im individuellen, sozialen und

zeitgeschichtlichen Kontext. Aus dem

Verständnis des Menschseins allein kann

sich der Maßstab für die Inhalte und

Methoden von Erziehung und Schule

herleiten. Wer das nicht einsieht und berücksichtigt,

wird dem heranwachsenden

Menschen notwendigerweise Schaden

zufügen und die Zukunft des Menschen

im Einzelnen und in der Gesellschaft belasten.

Die Stuttgarter Tagung wendet

sich der aktuellen Bildungsdiskussion zu,

in der nur allzu oft die Tendenzen nach

Standardisierung, Verfrühung und ökonomischem

Primat die Oberhand gewinnen.

Der Entwicklungsraum des individuellen

Menschen wird da fortwährend eingeschränkt.

Die realen Folgen von Bildungsplanung

für den Menschen werden

nicht bedacht. Erkrankungen des älteren

Menschen durch Überforderung in

Kindheit und Jugend werden in Kauf

genommen oder nicht gesehen.

In Wanne-Eikel (30.7. – 6.8.03) steht die

Frage nach dem Verständnis der

aktuellen Krisensituation mit ihren kriegerischen

Auseinandersetzungen im Vordergrund.

Kann es tatsächlich eine fern

stehende Zuschauerhaltung geben, die

aus dem Bequemen des Privaten heraus

das Geschehen in der Welt beurteilt und

kategorisiert? Oder gibt es eine innere

Wirklichkeit jedes Menschen, in der sich

Streit und Kampf fortwährend abspielen?

Die Erkenntnis dieses Zusammenhanges

kann den Weg zu den richtigen Orten und

den richtigen Momenten von Konflikten

bahnen, um sie für Entwicklung fruchtbar

zu machen.

Von der Romantik zur Moderne - Selbstbegegnungen

Und wie die Blicke nach dem Lichte spähen,

Da ward mir ein Gesicht gar schreckenreich ---

Ich sah mich selbst an meinem Pulte stehen.

Ich rief: „Wer bist du, Spuk?“ – Er rief zugleich:

„Wer stört mich auf in später Geisterstunde?“

Und sah mich an und ward, wie ich, auch bleich. (A. v. Chamisso)

Seit der Romantik und bis in die Moderne hinein haben Dichter Begegnungen mit dem

eigenen Doppelgänger beschrieben. Das kann manchmal ganz schön unheimlich

werden… Wer begegnet denn da wem?

Gibt es vielleicht unbekannte Seiten des eigenen Wesens, die bislang im Dunklen geblieben

sind und sich jetzt zeigen wollen? Und gibt es denn Antworten auf eine solche

Erschütterung?

Wir wollen den Erlebnissen verschiedener Dichter nachgehen (Tieck, Chamisso,

Droste Hülshoff, Kafka, I. Bachmann, Kierkegaard, Jimenez...) und Sie dazu einladen,

an unseren Entdeckungen teilzunehmen.

Wann? Voraussichtlich am 11. oder 18. Oktober um 20.15 Uhr

Wo? In der Freien Waldorfschule Schopfheim (Näheres wird noch bekannt gegeben)

Wir freuen uns darauf, diesen Abend gemeinsam mit Ihnen zu verbringen!

Dorothee Jacobi und Ute Poland (Konzeption), Kirstin Kaiser (Sprachgestaltung),

Margarethe Bock und Hans-Dieter Kern (Eurythmie), Helmut Mally (Gesang) u.a.

Es gibt ein vielfältiges Angebot von Gesprächsgruppen,

künstlerischen Kursen,

Vorträgen und künstlerischen Aufführungen.

Tagungsunterlagen für Stuttgart:

Tel. 0711-2104242

E-mail: bund@waldorfschule.de

Tagungsunterlagen für Wanne-Eikel:

Tel. 02325-9190

E-mail: stommel@hibernia-herne.de

Sommerfest

Das Sommerfest für die unteren Klassen

findet am Samstag, den 19.7. statt. Alles

weitere wird noch bekannt gegeben.

Information

Astrid Andersen 07622-7453

Mitgliederversammlung

Am 18. Juli findet um 20 Uhr im Kleinen

Festsaal die letzte Mitgliederversammlung

dieses Schuljahres statt.

Wichtigster Tagesordnungspunkt ist die

Vorstellung des Budgets für das nächste

Schuljahr. Über den von Vorstand und

Geschäftsführung erstellten Finanzrahmen

muss dann die Mitgliederversammlung

abstimmen.

Weitere Programmpunkte werden sein:

• Abstimmung über die im Investitions-

plan aufgeführten Vorhaben

• Neuste Informationen zum Stand des

Wiederaufbaus der Vicemooshalle und

zum Stand der Verhandlungen mit der

Gebäudeversicherung.

Die genaue Tagesordnung entnehmen Sie

bitte der Einladung zur MV.


Leserbrief:

SAAL ??!!

Vor einiger Zeit bekamen ich und viele

andere ehemalige Schüler der Freien

Waldorfschule Schopfheim Briefe, die

uns zum Spenden für den Saal aufriefen.

Dass diese Aktion bisher leider nicht sehr

erfolgreich war, hat sicher verschiedene

Gründe. Meine Reaktion war die, dass

ich eigentlich lieber erst gehört hätte, wie

die jetztige Schulgemeinschaft dazu

steht. Inzwischen habe ich gehört, dass

die Lehrer mehrheitlich dem Projekt

positiv gegenüberstehen, während die

Eltern eher kritisch scheinen....

Was sagen denn die Schüler?? Und

wollen sie sich gegebenenfalls dafür

einsetzen? Oder betreiben sie lieber den

"Abbau" der Schule, wie es meinem

Vater als Hausmeister öfters

vorkommt....?

Wenn ich kurz meine Erfahrung schildern

darf: Für mich (und ich glaube, es ging

vielen der Jahrgänge 1962 - 72 ähnlich)

Quartalsübersicht

von Terminen in den Räumen der

Freien Waldorfschule

(in Ermangelung einer schuleigenen

Halle teilweise auch auswärts)

Juli

06.07. Klavierkonzert

mit Kemal Gekik

Kleiner Festsaal

07.07. Elternabend Klasse 2

11.- 13.07. Klassenspiel 8. Klasse

18.07. Mitgliederversammlung

Kleiner Festsaal

20.00 Uhr

22.07. Praktika-Elternabend

9. Klasse

Kleiner Festsaal

20.00 Uhr

24.07. Sommerferien

– 07.09.

(Bei Redaktionsschluss gab es noch:

15./16.11. Martinibazar

19./20.03. Pädagogisches

2004 Wochenende

und sonst nix!)

Redaktionsschluss:

Prisma 42

3. Ausgabe 2003

30. September

Bitte liefern Sie Ihre Beiträge pünktlich

ab, je früher desto besser.

Am besten im Fließsatz

und unbedingt unformatiert per E-mail

an prisma@waldorfschuleschopfheim.de

oder auf Diskette / CD gespeichert

oder handschriftlich

36 l Leserbriefe - Termine

Ferienkalender

2002/2003

Dieses Schuljahr wird am Mittwoch,

den 23.7.2003 um 11.30 Uhr enden.

2003/2004

Dieses Schuljahr wird am Montag,

den 08.09.2003 für die Schülerinnen

beginnen und am 28.07.2004 enden.

Jeweils erster und letzter Ferientag,

Schulschluss am letzten Schultag:

Sommer

24.07.03 - 07.09.03

Herbst

01.11.03 - 09.11.03

Schulschluss nach Stundenplan

Weihnachten

20.12.03 - 11.01.04

Schulschluss 11.30

Fasnacht

21.02.04 - 01.03.04

Schulschluss nach Stundenplan

bzw. nach den Fasnachtsfeiern

Ostern

03.04.03 - 18.04.03

Schulschluss nach Stundenplan

Pfingsten

20.05.04 - 06.06.04

Schulschluss nach Stundenplan

Sommer

29.07.04 - 12.09.04

Schulschluss 11.30

n den Prisma-Briefkasten im Foyer. Es dankt Ihnen die Prisma-Werkstatt

war die Mitarbeit am Schulbau, in einer

hochmotivierten Gruppe von Schülern

oder Eltern, mit das Beste, was ich in

dieser Schule erlebt habe. Das war (im

Gegensatz zum Abitur, welches nur auf

dem Papier so genannt wurde) wirklich

"befriedigend".

Ich glaube auch, dass die Motivation

etwas am Schulbau kaputt zu machen

oder zu verschmutzen durch den eigenen

Arbeitseinsatz an diesem Gebäude

deutlich reduziert werden kann. Es kann

so Bewußtsein geschaffen werden, wo

vorher vielleicht eher Achtlosigkeit war...

Wenn sich die Schüler jedoch nicht für

eine "Waldorf-Kulturbühne", oder wie

auch immer der Raum heißen wird,

begeistern, sollte man die Sache meiner

Meinung nach lieber vergessen. (Dann

bekomme ich auch meine Spende wieder

zurück - lächel)

Manche meinen vielleicht, dass der

Zeitpunkt jetzt in der "Krise" ungünstig

sei; man muss sich aber fragen ob, wenn

überall diese Haltung herrscht, überhaupt

ein Aufschwung möglich ist?

Wöchentliche Termine

in der Waldorfschule

Bei Vermietung und Vergabe von Schulräumen bitte alle Termin- und Raumwünsche mit

Frau Schaubhut im Schulbüro abstimmen, Tel. 07622-666849-11

montags

dienstags

mittwochs

donnerstags

freitags

Tanzen am Dienstag

20.15

Bärbel Bauer

07622-64043

Zweig der

Anthroposophischen

Gesellschaft

20.00

Peter Beyer

07622-61424

Werken mit Holz

für den Martinibazar

19.30

Werkraum FWS

Hans Klinger

07622-4951

Freiwilligen-Orchester

18.30

Elfriede Hochweber

07621-53579

Wer also nicht warten will, bis unverhofft

Herr Schröder rettet oder Bush die

Rezension wegbomt, dem/der wünsche

ich frohes Schaffen! Das bedeutet sicher

viel Arbeit, die kann aber auch sehr

befriedigend sein, und vielleicht ist das

Resultat dann sogar "sehr gut".

Mit freundlichen Grüßen

Simon C. Hohenbild

Wie alles sich zum Ganzen webt,

eins in dem andern wirkt und lebt!

Wie Himmelskräfte auf und nieder steigen

und sich die goldnen Eimer reichen!

Mit segenduftenden Schwingen

von Himmel durch die Erde dringen,

harmonisch all das All durchklingen!

J. W. v. Goethe

samstags

sonntags

Volkstanz

jeweils am 2. Samstag

des Monats

20.15

Fam. Bauer

07622-64043

Fam. Bürkert

07622-61507

Sonntagshandlung

freichristlich

10.00 (unregelmäßig)

Corinna Boettger

07622-65338

Sonntagshandlungen

Christengemeinschaft

9.30 (unregelmäßig)

Harald Andersen

07622-7453

Chor

20.00

Dorothee Jakobi

07622-5204

Ruhe, Ruhe herrsche wieder.

Alle Schleier sinken nieder

und hüllen leis mit buntem Schein

unser stilles Schaffen ein.

(Vorhang)

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