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NEUHEITEN 2. HALBJAHR 2012

NEUHEITEN 2. HALBJAHR 2012

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18 LITERATURWISSENSCHAFTEN Robert Weigel (Hg.) Ernst Schönwiese Aspekte seines Werks. Vorträge des Internationalen Ernst Schönwiese Symposiums der Universität Auburn Edition Patmos, Band 17 2012, ca. 230 Seiten, ca. €[D] 49,00/SFr 65,50 ISBN 978-3-7720-8465-2 Der Band versammelt kritische Beiträge zu wesentlichen Aspekten des Werks von Ernst Schönwiese. Nach Gattungen aufgeteilt, unter - suchen und würdigen sie seine Lyrik, Poetologie und Prosakunst, die außer dem Erzählenden auch Aphorismen und vor allem Essays einschließt, die Übertragungen fremdsprachiger Dichtung und Beziehung zu gleichgesinnten Dichterpersönlichkeiten sowie, nicht zuletzt, die das Gesamtwerk durchziehende esoterische Haltung. So ergibt sich eine überblicksartige Zusammenschau seines Œuvres, die nicht nur die Bedeutung des Dichters Schönwiese, sondern auch des Literaturkenners und Kritikers sowie des Herausgebers und Übersetzers herausarbeitet und veranschaulicht. Klassische Philologie Mattia De Poli Monodie mimetiche e monodie diegetiche I canti a solo di Euripide e la tradizione poetica greca Drama, Neue Serie, Band 10 2012, ca. 230 Seiten, ca. €[D] 58,00/SFr 77,90 ISBN 978-3-8233-6726-0 Die Monodie ist eine charakteristische Struktur in den Tragödien des Euripides mit rituell erzählender (nicht nur Threnos, sondern auch Gebet, Hymnos, Paian, Hochzeits- und Arbeits - lied) oder dithyrambisch erzählender Form. Diese Arbeit behandelt ihre Performativität, ihre dramaturgische Funktion und die Verbin - dung zwischen der Monodie des Euripides und der Überlieferung des griechischen (epischen, lyrischen und dramatischen) Gedichts. Sotera Fornaro L'ora di Antigone dal nazismo agli 'anni di piombo' Drama, Neue Serie, Band 9 2012, 172 Seiten, €[D] 48,00/SFr 63,90 ISBN 978-3-8233-6712-3 Dieses Buch behandelt eine von der Forschung bisher vernachlässigte Seite der vielschichtigen Antigone-Rezeption: die Frage, wie die trauma - tische Erfahrung des Dritten Reiches die Interpretation und Bearbeitung des Antigone- Mythos nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den Jahren der so genannten Bleiernen Zeit beeinflusst hat. Neben den Texten von Anouilh, Brecht, Döblin, Jens und Böll werden auch wenig bekanntere Rezeptionen des Antigone- Stoffes (z.B. von Langgässer, Hubalek, Hochhut, Karvas, Delbo und Weil) in ihrem historisch-kulturellen Zusammenhang untersucht und kommentiert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wodurch sich dieser Mythos als immer aktuell erweist. Roman Müller Antike Dichtungslehre Themen und Theorien 2012, ca. 270 Seiten, ca. €[D] 58,00/SFr 77,90 ISBN 978-3-7720-8462-1 Die antike Dichtungslehre zählt zu den Arbeitsfeldern, auf denen die literaturwissenschaftliche Forschung der letzten Jahrzehnte die größten Erkenntnisfortschritte verbuchen konnte. Von der Poetik des Aristoteles bis zu den von der Antike inspirierten poetologischen Werken der Renaissance und des Barock ist ein reiches Quellenmaterial teils neu ediert, kommentiert und bearbeitet, teils überhaupt erstmals bekannt und zugänglich geworden, sodass sich jetzt ein abgerundetes Bild der antiken Dichtungslehre gewinnen lässt. Es kritisch zur Darstellung zu bringen, ist das Ziel dieses Buchs, das nach Themenkreisen vor - geht und außer den Lehrschriften im weitesten Sinn auch die »Autorenpoetik«, die metapoetischen Texte oder Textpassagen in den Dichtun - gen selbst, ergänzend in die systematische Betrachtung einbezieht. Das Buch kommt breiterem kulturhistorischem und literaturästhetischem Interesse entgegen, denn die antike Poetologie hat bis ins 18. Jh. hinein, bis zum Paradigmenwechsel durch die Genieästhetik, der europäischen Dichtung die Regeln der Kunst vorgegeben. Sie ist noch heute ein Fundament, auf dem das Verständnis von Dichtung gründet. Evanthia Tsigkana Studien zu Euripides’ Elektra Das Motiv der Erwartung im griechischen Drama Classica Monacensia, Band 43 2012, ca. 350 Seiten, ca. €[D] 78,00/SFr 105,00 ISBN 978-3-8233-6724-6 Die vorliegende Arbeit untersucht das Motiv der Erwartung, ihrer Erfüllung bzw. Nichterfüllung und der daraus entstehenden Konsequenzen in der Elektra des Euripides. Wie beein - flusst dieser Themenkreis das Verhalten der Figuren in der Tragödie und aus welchen Beweggründen setzen sie Erwartungen in sich und in andere? Die Erwartungen der Heldin und der Neben - figuren entsprechen einer Balance aus ‚Stärke’ und ‚Schwäche’. Es werden Gemeinsamkeiten der ‚weiblichen’ und ‚männlichen’ Erwartungen aufgezeigt und ausgewählte Figuren anderer griechischer Tragödien herangezogen. Ein Augenmerk liegt auch auf dem Motiv der Einsamkeit der Heldin in Bezug auf den Untersuchungsgegenstand. Als wichtig wird die Sonderstellung der Euripideischen Elektra im Vergleich zu Alkestis, Medea, Hekabe, Phaidra und Andromache herausgearbeitet. Romanistik Thomas Amos / Christian Grünnagel (Hg.) Bruxelles surréaliste Topographien der Stadt edition lendemains, Band 31 2012, ca. 120 Seiten, ca. €[D] 49,00/SFr 65,50 ISBN 978-3-8233-6729-1 Die grundsätzliche Affinität der französischsprachigen Literatur und der Bildenden Kunst Belgiens zu einer amimetischen Darstellungsweise erreicht im 20. Jahrhundert mit einer originären Form des Surrealismus ihren Höhepunkt. Der Auseinandersetzung mit der historischen und modernen Hauptstadt Brüssel, insbesondere mit ihrer Populärkultur, kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Anhand zahlreicher, aus allen Medien stammender Beispiele vermisst der kulturwissenschaftlich und interdisziplinär ausgerichtete Band die vielfältigen Dimensionen des überzeitlichen surrealistischen StadtRaumes Brüssel und erstellt daraus eine Topographie.

Hans Manfred Bock Versöhnung oder Subversion? Deutsch-französische Verständigungs-Organisationen und -Netzwerke der Zwischenkriegszeit edition lendemains, Band 30 2012, ca. 400 Seiten, ca. €[D] 68,00/SFr 91,00 ISBN 978-3-8233-6728-4 In den deutsch-französischen Beziehungen der Zwischenkriegszeit gab es vielfältige Ver stän - digungsinitiativen, die aufgrund ihres Schei - terns lange Zeit von der Forschung unbeachtet blieben, die aber eine wichtige Erfahrungsgrundlage für die Neugestaltung der bilateralen Verhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg wurden. In den verständigungspolitischen Organisationen und Netzwerken der Jahre 1919 bis 1939 waren (teilweise widersprüchliche) Motive mit friedens-, kultur- und wirtschaftspolitischer Zielsetzung am Werke, die im vorliegenden Buch erstmals überschaubar gemacht werden von dem Autor, der seit Jahrzehnten mit seinen Arbeiten zur Erfor - schung der zivilgesellschaftlichen Dimensionen der deutsch-französischen Beziehungen maß - geblich beigetragen hat. Es werden dargestellt u.a.: die Deutsche Liga für Menschenrechte, die bürgerliche Deutsch-Französische Gesell - schaft und die Ligue d'Etudes Germani ques, die Anfänge des Deutsch-Französischen Studienkomitees, die Netzwerke der Intellektu - ellentreffen in Pontigny sowie der künstlerischen Avantgarde zwischen Paris und Berlin und des luxemburgischen Colpach-Kreises, die nationalsozialistische Deutsch-Französische Gesellschaft sowie das Comité France-Allemagne und die Deutsch-Französische Union. Francis Assaf (ed.) Antoine Houdar de La Motte: Les Originaux ou l’Italien Biblio 17, Band 198 2012, 80 Seiten, €[D] 39,00/SFr 52,90 ISBN 978-3-8233-6717-8 Les Originaux ou l’Italien is a late example of Commedia Dell’Arte style. This first edition of this play since 1754 brings to the readership a text that so far has been available only in antique editions or part of the Slatkine edition of Houdar de La Motte’s complete works (repr. of the 1754 8-volume Prault edition). It reproduces exactly the spelling and punctuation of older editions. François Lasserre Nicolas Gougenot, dramaturge, à l’aube du théâtre classique Étude biographique et littéraire, nouvel examen de l’attribution du «Discours à Cliton» Biblio 17, Band 200 2012, ca. 200 Seiten, ca. €[D] 52,00/SFr 69,50 ISBN 978-3-8233-6719-2 Ce livre remet en lumière une ample documentation concernant Gougenot, ignorée jusqu’à ce jour dans les manuels. Il dresse un panorama global de la production dramatique de Gougenot, et réhabilite de manière décisive l’attribution à celui-ci du Discours à Cliton, malmenée par un critique. Maître-écrivain dijonnais connu, huguenot, radicalement indépendant de Richelieu et des doctes, Gougenot devient à cinquante ans littérateur. En 2 tragicomédies, un roman et un opuscule théorique, il livre les résultats d’une profonde méditation sociologique et théâtrale, appuyée sur le culte de son exact contemporain Alexandre Hardy. Un grand oublié renaît. Francis Mathieu L’Art d’esthétiser le précepte L’Exemplarité rhétorique dans le roman d’Ancien Régime Biblio 17, Band 199 2012, ca. 260 Seiten, ca. €[D] 58,00/SFr 77,90 ISBN 978-3-8233-6718-5 The book sheds new light on the budding poetics of the 17 th -Century novel by showing that rhetoric constitutes one of the founding principles of the theory of this emerging genre. Applying rhetoric to literary analysis provides an innovative theoretical framework with which to analyze the plethora of early modern novels that were written to edify readers. The author shows that the theorists of the novel and many novelists proposed to employ rhetoric to stealthily instruct, indoctrinate or influence readers with the help of a complex and codified form of exemplarity. He thereby analyzes the mechanisms through which the example brings to life the novelists’ precepts by calling upon readers’ imagination, passions and senses. The author defines this rhetorical operation as a novelistic »estheticization« of the precept, and argues that it is essential to the prose works that abide to the rule of instructing readers. In addition, the author offers new interpretations and original insights on some of the most prominent works of French literature, like Lafayette’s La Princesse de Clèves and Rousseau’s La Nouvelle Héloïse. LITERATURWISSENSCHAFTEN 19 Michaela Peters Das romantische Drama und Spaniens literarische Wege in die ästhetische Moderne 2012, ca. 240 Seiten, ca. €[D] 69,00/SFr 92,50 ISBN 978-3-8233-6742-0 Lange Zeit wurde die Gattung des spanischen romantischen Dramas wahlweise als Imitation von Modellen europäischer Provenienz gedeutet oder in die nationale Tradition des Theaters des Siglo de Oro gestellt. Die Studie verfolgt hingegen das Ziel, die Implikationen einer Ästhetik der Moderne in den romantischen Dramen in Spanien aufzuzeigen und diese somit für neue Lesarten zu öffnen. Neben Aspekten der literarischen Selbstrefle - xion wird der Fokus insbesondere auf drei Leitbegriffe der ästhetischen Moderne (Zeit, Subjekt und Freiheit) gelegt, deren Ambivalenzen auf vielfältige Art und Weise in der Literatur inszeniert werden. Zum Textkorpus zählen ausgewählte Dramen der Hauptvertreter der spanischen Romantik (Larra, Martínez de la Rosa, Hartzenbusch, Duque de Rivas und Zorrilla).

NEUHEITEN 2. HALBJAHR 2012
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