Druck- und Medien-Abc - ZFA

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Druck- und Medien-AbcFachliche Informationen für die Ausbildung in der Druck- und MedienindustrieHeft 1 · Oktober 200148. Jahrgang


InhaltTitelbeschreibungDiese Seite ist mit nur einem Schriftgradgestaltet. Die graue Schrift beschreibt dieSyntax des Quellcodes der ProgrammierspracheHTML, die später auf demBildschirm sichtbaren Zeilen sind gelbhervorgehoben. Lobenswert ist die Idee,Programmiersprache und Text in einerzusammengehörenden Einheit wiederzugeben.Nachlese: Mediengestalter-Abschlussprüfung im Sommer 2001 3Titelwettbewerb 5„Titelgestaltung von Fachzeitschriften“ – Ralf Turtschi 10Projekt „Mediengestalter 2000plus“ Stand und Highlights 22Mediengestalter – Unternehmensbefragung BIBB 25Weiterbildung in der Medienbranche: 28Geprüfter Medienfachwirt/Geprüfte MedienfachwirtinDie neuen Abschlussprüfungen für Drucker und Siebdrucker 30Buchbinder-Änderungsverordnung 41Neue Ausbildungsordnung für Verpackungsmittelmechaniker 42Neues aus der Prüfungsaufgabenerstellung 44Mediengestalter – Prüfungsgebiete AP Winter 2001/02 44Mediengestalter – neue Kommunikationsaufgaben 45Wirtschafts- und Sozialkunde 46Prüfungsaufgabenerstellung Buchbinder 47Typografie – Freiheit, die ich meine ... 48CeBIT-Nachlese 51Buchbesprechungen 58Prüfungstermine 62Impressum 62Max Schurr: 22-jährige redaktionelle Beratung des Druck- und Medien-AbcMeist überliest man im Impressum, wer die Macher einer Zeitschrift sind. Das dürfte bei unserer Zeitschrift nicht anders sein. Die Inhaltewerden in der Regel von Ausbildern, Berufsschullehrern oder Prüfungsausschussmitgliedern verfasst. Die Redaktion prüft die Inhalte undbereitet die Themen für das Heft auf. Verantwortlich für den Inhalt des Druck- und Medien-Abc ist Anette Jacob, Geschäftsführerin des ZFA.Beraten wird sie von Max Schurr (ver.di – FB Medien) und Theo Zintel (Bundesverband Druck und Medien). Max Schurr scheidet jetztaus dem Redaktionsteam aus. Er hat seit 1979 im Redaktionsbeirat mitgewirkt. Mancher wird seine Zeilen zur Titelpräsentation oder zu typografischenThemen vermissen. Denn als gelernter Schriftsetzer lag ihm die Vermittlung von typografischen Themen besonders am Herzen.Gekonnt hat er Korrektur gelesen und manchem Artikel erst den richtigen Schliff verpasst. Dabei hat er seine ganze Erfahrung als langjährigerRedakteur der gewerkschaftlichen Fachbeilage form & technik mit eingebracht. Dafür gilt ihm an dieser Stelle besonderer Dank. Auch inseinem Ruhestand wird er sich weiterhin typografischen Themen widmen. Die Redaktion wünscht Max Schurr noch viele unruhige Jahre imRuhestand.Anette JacobTheo Zintel


NachleseD R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 83Mediengestalter-Abschlussprüfung im Sommer 2001Schriftliche PrüfungFreitag, 18. Mai 2001: Die schriftliche Prüfung ist vorbei. Zum Glück, werden manche sagen. Auch wir, denn die letzten Tage vor der Prüfungwaren nervenzerreißend. Unter den Auszubildenden herrschte vielfach absolute Panikmache. Die Beiträge in den Azubi-Foren, in denensich die Prüfungsteilnehmer schon seit Wochen über mögliche Inhalte austauschten, wurden immer panischer. „Was kommt denn nun wirklichdran?“ und „Wenn dieses oder jenes gefragt wird, wer kann dazu Auskünfte geben?“ oder „Wer kann folgende Aufgabe rechnen?“ etc.Zum Teil gab es sehr viele Spekulationen zu den Prüfungsinhalten, zum Teil sind aber tatsächlich auch Stichpunkte der realen Prüfung vorabim Internet veröffentlicht worden. Das gibt natürlich zu denken, wo solche Informationen her kommen und wer diese ins Internet stellt.Was passiert, wenn Prüfungsinhalte vorab veröffentlicht werden?Fakt ist, dass man damit niemandem underst recht nicht den Auszubildenden einenGefallen tut. Im schlimmsten Falle wird einePrüfung abgesagt oder annulliert. Das istsicher nicht im Sinne der Auszubildenden.Das Beispiel eines anderen neuen Berufes,des Fachinformatikers, FachrichtungSystemintegration, hat gezeigt, dass dieIHKn sich nicht davor scheuen einePrüfung abzusagen, wenn vorab Inhalteim Internet zu finden sind.Im Falle des Mediengestalters fürDigital- und Printmedien konnten wir diesenSchritt gerade noch verhindern, weilallein durch die Kenntnisse der im Internetveröffentlichten Inhalte die Prüfung nichtbestanden werden konnte. Allerdingshat sich mindestens eine IHK nicht an diegemeinsame Empfehlung von DIHK undZFA gehalten und kurzfristig eine neuePrüfung ausgearbeitet. Wenn einzelneKammern nicht die vom ZFA angebotenenPrüfungsunterlagen verwenden, kannnicht mehr von Bundeseinheitlichkeit undGleichbehandlung gesprochen werden.Wir bedauern diese Entwicklung sehr undwerden darauf hinwirken, dass dies nichtnoch mal passiert.Auch die Panikmache im Nachhineinhörte nicht auf. In der SüddeutschenZeitung soll ein Artikel veröffentlichtworden sein, wo es darum ging, dass diePrüfungen wiederholt werden müssten.Lehrer spekulierten über eine eventuelleAnnullierung der Prüfung etc.Solange aber ein Azubi keine offizielleMitteilung seiner jeweiligen Kammerbekommt, gilt die geschriebene Prüfung,und es gibt keinen Grund zu befürchten,die Prüfung wiederholen zu müssen.FazitTrotz allen Spekulationen vorab scheint diePrüfung ganz in Ordnung gewesen zu sein.Es wurde vielfach von echtem Praxisbezugund fairen Prüfungsaufgaben gesprochen.Klar gab es auch Beschwerden. Man kannes nicht jedem recht machen. Bei bundeseinheitlichenPrüfungen kann es nicht aufjeden Auszubildenden exakt passend zugeschnitteneAufgaben geben. Aber mit derAuswahlaufgabe kommt man den Azubishier auf jeden Fall stark entgegen.Praktische PrüfungBei der praktischen Prüfung gibt es folgendeProbleme:Es wird zu viel in die Prüfungsaufgabenhineininterpretiert, es werden Fallen vonSeiten der Aufgabenersteller gesucht bzw.vermutet. Die Aufgaben werden nicht aufmerksamgelesen und es wird nicht praxisorientiertgehandelt, sondern so, wie manglaubt, dass der ZFA es haben möchte.Das ist falsch. Grundsätzlich gilt,dass die Aufgaben so behandelt werdensollten, wie man das bei einem realen Auftragtun würde. Nach der Mediengestalter-Verordnung soll nicht mehr jeder Arbeitsschrittvorgeschrieben werden, sondernganzheitlich geprüft werden.Bildmotiv aus der Abschlussprüfung


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 4Bildmotiv aus der AbschlussprüfungDer Aufgabenerstellungs-Ausschussdes ZFA erstellt zwar die Prüfungsaufgaben,jedoch wird die Prüfung vor Ortvom jeweiligen Prüfungsausschuss durchgeführtund beurteilt. Aus diesem Grundmüssen Unklarheiten von Seiten derAzubis immer mit dem Prüfungsausschussgeklärt werden. Der ZFA empfiehlt, dassjeder Ausschuss den Azubis einenAnsprechpartner angibt. Am besten istes natürlich, wenn die Prüfungsteilnehmer/innen versuchen, die Probleme selbst zulösen und evtl. dem Prüfungsausschusseine kurze Erklärung dazu mit abgeben.Einige Beispiele von Fragen zurPrüfung an den ZFA:Frage: Sollen Rechtschreibfehler korrigiertwerden, obwohl in der Aufgabe steht, dassder Text unverändert zu übernehmen ist?Antwort: Natürlich können Fehlerbehoben werden, wer sollte etwas dagegenhaben? Es ist sogar positiv zu bewerten,wenn Prüfungsteilnehmer Fehler findenund dies in ihren Erläuterungenvermerken.Frage: Muss der Mediengestalter, FachrichtungDesign (nonprint), auch dasGestaltete realisieren?Antwort: Nein, der Mediendesigner sollgestalten, das ist der Schwerpunkt seinerAufgabe. Allerdings muss er dabei dieUmsetzung im Auge behalten, das Ganzemuss natürlich umsetzbar sein. Werein fertiges Produkt abliefert, macht auchnichts verkehrt.Frage: Mediendesign (nonprint): Wieviele Seiten müssen abgegeben werden?Antwort: Was steht denn in der Aufgabenstellung?Startseite, zwei Themenseiten,Kontaktseite. Es macht doch keinenSinn, 20 identisch gestaltete Themenseitenabzugeben.Frage: Müssen zur Konzeption auchdie Scribbles abgegeben werden? Wieumfangreich soll die Konzeption sein?Antwort: Wer ein Scribble anfertigt undmeint, dass es bei der Konzeption nichtfehlen darf, der sollte es auch mit abgeben.Grundsätzlich gilt: Bei der Konzeptionist weniger mehr. Hier reichen ein bis dreiDIN-A4-Seiten. Der Prüfungsausschusshat in der Regel bei der Bewertung dochgar keine Zeit, sich seitenlange Konzeptionendurchzulesen und nachzuvollziehen.Frage: Mediendesign (print): Stimmt eswirklich, dass es freigestellt ist, wie vieleSeiten und in welchem Format ich meinenProspekt gestalte? Gehen auch 10 Seitenim Rücken geheftet?Antwort: Tja, was antwortet man da?Im Aufgabenblatt heißt es, Seitenzahl undFalzart sind freigestellt. Das Endformat sollzwischen DIN A5 und DIN A4 liegen. Wer10 Seiten ohne besondere Falzart einfachdurch den Rücken geheftet bekommt, dersollte uns ein Muster schicken.Frage: Wann muss ich was abgeben?Was soll in der konzeptionellen Phase(Medienoperating) getan werden?Antwort: Die konzeptionelle Phase istgrundsätzlich eingeräumt worden, um demkreativen Beruf gerecht zu werden. DerMedienoperator, der allerdings wenigerkreativ arbeitet, dafür aber hochwertigeProdukte herstellt, hat ebenfalls einekonzeptionelle Phase. Warum, ist unterFAQ auf unserer Website www.mediengestalter2000plus.degenauer erläutertworden. Hier gilt, dass sich in dieserZeit Gedanken gemacht werden sollen,wie man an die Aufgabe rangeht, welcheProgramme man benutzt und so weiter.Was wann abzugeben ist, sollte mit demPrüfungsausschuss vor Ort geklärt werden.Frage: W08: Die Karten passen nichtzueinander. Sie sind nicht deckungsgleich.Was tun?Antwort: Auch hier gilt: Was würde manhier im Falle eines Kundenauftrages tun?In der Aufgabenstellung heißt es, dass dieKarte in einem geeigneten Grafikprogrammnachzubauen ist. Die „schlechten“ Kartendienen als Scribble und sonst nichts. Wastun? Ich kann die Karte komplett nachzeichnen,ich kann mit Hilfe des Internetsversuchen, bessere Kartenvorlagen zubekommen etc. Auch hier gilt: Abstimmungmit dem Prüfungsausschuss undAbgabe von Erläuterungen, wenn man vonder Vorgabe abweicht. So wird es in derPraxis auch gemacht.FazitDie Freiräume gegenüber früheren Prüfungensind größer geworden. Viele habendas verstanden. Scheinbar können abereinige mit diesen Freiräumen nur schwerumgehen. Wichtig ist die Begründung,wenn man von der Vorgabe abweicht oderwenn man unsicher ist, was denn mit einerAufgabenstellung wohl gemeint ist. Diesist auch in der Praxis so. Entweder manfragt seinen Kunden (im Fall der Prüfungenist das der Prüfungsausschuss) oder manmacht es so, wie man sich das denkt undbegründet dies gegenüber dem Kunden.Panik sollte deshalb nicht aufkommen.■


5D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8Überwältigende Beteiligung am TitelwettbewerbRekordverdächtig war die Beteiligung am aktuellen Titelwettbewerb des Druck- und Medien-Abc: 449 Entwürfe gingen ein. Ausgeschriebenhatten wir den Wettbewerb im Druck- und Medien-Abc, Heft 2, April 2000, 46. Jahrgang. Der Titelwettbewerb bietet AuszubildendenGelegenheit „ihre“ Zeitschrift mit zu gestalten. Gleichzeitig ist er eine gute Gelegenheit, Erlerntes unter Praxisbedingungen anzuwendenund Vergleiche mit anderen anzustellen. Das rege Interesse an einer derartigen Ausschreibung spricht für sich.Die Titelseite dieser Ausgabe gehört zu den10 Gewinnertiteln unseres Wettbewerbs ausder vorletzten Ausgabe. Dieser Entwurf stammtvon Fransiska Hamm aus Uettingen.Max SchurrUnterstützt wurde die Auswertung durchdie Heidelberger Druckmaschinen AG, inderen Räumen die Auswertung stattfand.Die Jury bestand aus Anette Jacob,Geschäftsführerin des Zentral-Fachausschusses,Max Schurr und Theo Zintel,beide redaktionelle Berater des DruckundMedien-Abcs, Helmut Schäfer,Bildungsreferent des Verbandes Druckund Medien in Baden-Württemberg,Klaus Brecht, Geschäftsführer der FirmaKlaus Brecht GmbH Text.Bild.Grafik. sowieKlaus Hugel, Werbeleiter der HeidelbergerDruckmaschinen AG.Zur Aufgabenstellung: Die seit vielenJahren verwendeten Titelseiten wieseneinen Seriencharakter auf. Sie gliedertensich demnach in einen veränderlichen undeinen unveränderlichen Teil. Zu entwerfenwar jeweils nur der veränderliche Teil, dieGrafik. Der Kopf, der die Titelseite und denergänzenden Text enthielt, blieb typografischunverändert.Diesmal war eine völlige Neugestaltunggefordert. Jede Titelseite soll künftigeigenständig aussehen. Damit hattendie Teilnehmerinnen und Teilnehmer vielfachSchwierigkeiten. Überzeugte die Grafik,befriedigte die Anordnung des Textesnicht immer oder umgekehrt. Oft fehlte derBlickfang, Grafik und Textteil waren ehergleichwertig.Die Art der Grafik war freigestellt.Bei einer Fachzeitschrift wie dem DruckundMedien-Abc bietet es sich an, einMotiv aus den Bereichen Kommunikationund Drucktechnik auszuwählen. Dasgeschah jedoch relativ selten.Hin und wieder wurde auch nichtbeachtet, dass der Titel nur in der Schreibweise„Druck- und Medien-Abc“ zu verwendenwar. Was in der Ausschreibungsteht, muss auch eingehalten werden.Wie sollte eine Titelseitebeschaffen sein?Eine Titelseite muss eine klare Aussagehaben. Alles sollte möglichst miteinem Blick zu erkennen sein. Zu vieleDetails wirken nicht nur verwirrend, auchdiejenigen, die mit diesem Titel angesprochenwerden, können nicht nachvollziehen,was eigentlich ausgesagt werden soll.Daher ist bei einem Entwurf dererste Arbeitsschritt die Überlegung, wie andie Arbeit herangegangen werden soll.Ideen kommen oft schnell. Lange kann esdagegen dauern, sich für eine dieser Ideenzu entscheiden.Der Zeitschriftentitel sollte klar zulesen sein. Er muss nicht unbedingt alsBlickfang dienen, das ist mit einer Grafikoft besser zu erreichen. Die Kunst bestehtdann darin, den Textteil harmonisch anzuordnen.Dazu bedarf es vieler Versuche.Wer mit dem ersten oder zweiten Versuchschon zufrieden ist, verschenkt seineChancen.Wir zeigen die zehn besten Entwürfeund kommentieren sie kurz. Zehnweitere Arbeiten, die eine Belobigungerhielten, schließen sich an.


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 6Titelwettbewerb –Die besten 10Silvana Broch, WaldenbuchChriastian Eisenreich, RegensburgTypografisch ist dieser Entwurf ohne Tadel.Die Zeilen stehen richtig im Raum. Allerdingsist es problematisch, das Wort Abcvon der Titelzeile auszukoppeln. Die Farbflächeist im Original ein dezentes Grün.Auch dieser Titel beschränkt sich auf denText. Dieser ist durch die farbige Leiste gutakzentuiert. Auch mit einfachen Mitteln isteine Titelseite zu gestalten, die sich ausvielen anderen Seiten heraushebt.Heft 2 :: April 2001 :: Jahrgang 47Kersitn Koch, NeckarwestheimMilka Kovacevic, Bad WaldseeDruck- und Medien- ABCFachliche Informationen für die Ausbildung in der Druck- und MedienindustrieAuf den ersten Blick ist das verschwommenwirkende Wort Abc kaum zu erkennen.Blickfang ist die Titelzeile, die allerdingsetwas zu groß ist. Auch derergänzende Text ist nicht ohne Mühe zulesen. Hier wäre ein Aufhellen des Hintergrundeshilfreich gewesen.Die Farbkontraste tragen zu einer harmonischenSeite bei. Die an den richtigen Stellenangeordneten Textzeilen verstärkendiesen Eindruck. Die untere Textzeile gibtzudem der Seite einen guten Abschluss.


7D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8Fransika Hamm, UettingenBirte Goldmann, GanderkerseeSusann Görg, MontabaurEine Komposition aus verschiedenen Bildmotiven,abgestimmt auf die Themen desHeftes, beherrscht die Seite. Die Titelzeileund der ergänzende Text sind an den richtigenStellen eingefügt.Hier besticht der gute Kontrast zwischenbedruckter und unbedruckter Fläche. DieGrafik symbolisiert die globale Vernetzungder Medienwelt. Relativ streng sind dieTextzeilen angeordnet.Diese Seite ist mit nur einem Schriftgradgestaltet. Die graue Schrift beschreibt dieSyntax des Quellcodes der ProgrammierspracheHTML, die später auf dem Bildschirmsichtbaren Zeilen sind gelb hervorgehobenen.Lobenswert ist die Idee,Programmiersprache und Text in einerzusammengehörenden Einheit wiederzugeben.Ananda Schneider, BremenMatthias Schlegel, KißlegChristian Raab, MühlheimBild- und Textelemente sind auf derschwarzen Fläche gut platziert. Ein Verzichtauf die zwei Zeilen in der Mitte hätte denGesamteindruck noch gesteigert. HandwerklicheFehler im Textblock rechts untensollten allerdings nicht vorkommen.Bei diesem Entwurf dominiert die horizontaleRaumaufteilung. Die Bildleiste erzeugtSpannung, doch die Schriftanordnung istzu konventionell. Die Abschrägung der denTitel unterstreichenden Linie muss der Neigungder Kursivschrift entsprechen.Humor und leichte Ironie zeichnen dieseTitelseite aus. Schrift als Buchstabenbrillein essbarer Form. Haben die Auszubildendenschwer zu kauen? Die Versalzeilen desergänzenden Textes sind allerdings nichtoptimal zu lesen.


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 8Titelwettbewerb –Die BelobigungenFabian Bierschneider, WissingAndreas Clauß, PaderbornGekonnt elegantes Spiel mit Buchstabenzeichnet diesen Entwurf aus. Die Textzeilenhätten dieser spielerischen Form besserangepasst werden sollen. Die Linien überund unter den Textzeilen stören.Die Grafik und die in ihr enthaltenen beidenSchriftzeilen ergeben interessanteSpannungsverhältnisse. Doch die Titelzeileüber und die ergänzenden Zeilen unterder Grafik verbinden sich nicht mit dieserKomposition.Tanja Himmelstoss, FalkensteinBirte Goldmann, GanderkeeseAlles dreht sich um das @-Zeichen, dasauch als Druckzylinder interpretiert werdenkann. Der hochstehende in negativ gehalteneText rechts unten gibt der Seiteden Halt.Kommunikation ist das Stichwort dieserTitelseite. Das wird jedoch nur auf denzweiten Blick deutlich. Die beiden Händelinks oben nehmen dem Titel einen Teilseiner Wirkung.


9D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8Stefani Deeke, BrettdorfPhilipp Schuster, BiberachDas Auge wird als zentrales Organ zurVisualisierung der Kommunikation herausgestellt.Die Gestalterin hat sich dafür vielMühe gegeben. Der Textteil im unterenBereich passt allerdings nicht dazu.Vivien Gießmann, Bremen Florian Traub, TettnangDrei Ausschnitte aus der Welt der Schriftbilden zusammen mit der im Originalgelben Titelzeile den Blickpunkt der Seite.Der ergänzende Text fügt sich an derrichtigen Stelle ein.Susann Görg, MontabaurChristian Werler, BirkenfeldDas Porträt besteht aus verfremdetenBuchstaben. Der freie Raum zwischenTitelzeile und Kopf steigert dessen Monumentalität.Druck und MedienFachliche Informationenfür die Ausbildung in derDruck- und MedienindustrieHeft 2April 200147. JahrgangBei diesem Titel ist gekonnte Raumaufteilungmit gutem Farbkontrast gepaart.Allerdings müssen alle Zeilen ohne Mühelesbar sein. Das ist bei den Texten auf derfarbigen Fläche mit Ausnahme des WortesMedien nicht der Fall.Eine ruhige Titellösung, jedoch abgestimmtauf die Themen des Heftes. Die Verbindungzwischen Bild und Farbfläche wirddurch die Titelzeile hergestellt. Die übrigenZeilen fügen sich harmonisch ein.Der obere Textteil ist harmonisch angeordnet.Die Analogie zu den technischenElementen des Druckens ergibt sich aus derKombination verschiedener Kreiselementemit der Schrift. Der untere grafische Teil hataber dazu keine Beziehung.■


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 22Mediengestalter/in 2000plus ist ein Projekt des ZFA, über das Betriebe, Ausbilder undAuszubildende praktische Hilfen und aktuelle Informationen für die Ausbildung zum/zurMediengestalter/in für Digital- und Printmedien erhalten und mit dem eine Plattformfür die Medienausbildung geschaffen wird, auf der man sich treffen, sich informieren unddiskutieren kann. Dazu ist jeder Interessierte herzlich eingeladen!Neues vom ProjektMediengestalter/in 2000plusDer ZFA berichtete bereits im Druck- undMedien-Abc Ende 2000 über dieses vomBundesforschungsministerium geförderteProjekt, das der ZFA, gemeinsam mitgetragenvon der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaftver.di FB Medien und demBundesverband Druck und Medien, in Zusammenarbeitmit dem DIHK – DeutscherIndustrie- und Handelskammertag und deribi – Gesellschaft für Innovationsforschungund Beratung mbH, durchführt.Mittlerweile gibt es einige Neuigkeitenüber das Projekt!www.mediengestalter2000plus.deIm Internet veröffentlicht das Projektteamregelmäßig „Aktuelles rund um das BerufsbildMediengestalter/in für Digital- undPrintmedien“, so dass sich die Websiteständig weiterentwickelt und immer Neuigkeitenzu bieten hat, die nicht nur fürMediengestalter interessant sind. Ziel istes, eine „Download-Upload-Plattform“ zuschaffen, von der man nicht nur Informationenherunterladen, sondern auch eigeneErfahrungen, Ideen und Anregungen einbringenkann. Hier die zentralen Updatesauf der Website:LiteraturserverSeit Ende Mai bietet die Website die Recherchein einem Literaturserver an. ZurZeit stehen circa 100 Titel im Netz, die vonExperten aus der Druck-/Medienbranchebewertet und rezensiert werden. DerServer wird ständig erweitert, und jederNutzer hat ab Herbst 2001 die Möglichkeit,selbst Buchempfehlungen abzugeben.DiskussionsforumAnfang Juni 2001 wurde das Online-Diskussionsforum eröffnet. Dort könnensich Ausbilder, Berufsschullehrer, Azubissowie andere Fachleute und Interessierteaustauschen. Das Forum ist nach folgenderStruktur aufgebaut, die aber durchauserweitert werden kann:■ Ausbildungsinhalte (Digital, Print,Übergreifende Inhalte)■ Ausbildungsorganisation (BetrieblicheOrganisation, Schulische Organisation)■ Ausbildungssituation (BetrieblicheSituation, Schulische Situation)


23D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8■ Prüfungen (Inhalte, Organisation undStruktur)■ Weiterbildung (Aufstiegsqualifizierung,Anpassungsqualifizierung)Bis Anfang August wurden bereitsüber 600 Beiträge zu 63 verschiedenenUnterthemen diskutiert. An die über hundertPersonen haben sich als ständigeTeilnehmer registriert. Mit der Moderationdes Forums durch Branchenexperten undder Beteiligung des Projektteams „Mediengestalter/in2000plus“ (Vertreter des ZFA,von ver.di Medien, des BundesverbandesDruck und Medien, des DIHK) wirdsichergestellt, dass „Gerüchte“ und falscheInformationen (z.B. über Prüfungsinhalte)richtig gestellt und „Ausbildungs- undPrüfungspanik“ damit zukünftig hoffentlichvermieden werden können.gefordert und für gut befunden wurde. DieLinksammlung ist auf der Website zu findenunter „Der Beruf/Prüfungen/Links aufPrüfungsergebnisse“.DownloadsWeiterführende Beiträge zur Aus- undWeiterbildung stehen im WWW als Downloadbereit: Informationen zur Aufstiegsqualifizierungzum/zur Medienfachwirt/in,der regelmäßig erscheinende Newsletterzum Projekt sowie Informationen rund umdie Zwischen- und Abschlussprüfungenbieten Anregungen, Tipps und Vertiefendeszur Aus- und Weiterbildung fürMediengestalter/innen.Die TermineUm zur Diskussion rund um die Medienausbildunganzuregen, lädt das ProjektteamMediengestalter/in 2000plus nichtnur ins Online-Diskussionsforum ein,sondern auch immer wieder zu „Face-to-Face“-Veranstaltungen vor Ort. Die aktuellenTermine werden jeweils im Newsletterund im Netz veröffentlicht.Diskussion mit AuszubildendenIm Juni 2001 fand in Frankfurt ein erstesTreffen mit Azubis statt, bei dem über dieaktuelle Ausbildungssituation diskutiertwurde. Unter der Überschrift „Berufsausbildungzum/zur Mediengestalter/in aufdem Prüfstand“ wurde über die derzeitigenLinkseite auf PrüfungslösungenAls weitere Aktion zur Unterstützung undInformation von Auszubildenden und Ausbilderhat das Projektteam eine Linksammlungzusammengestellt über erfolgreichabgeschlossene praktische Prüfungen, dievon Prüfungsabsolventen ins Netz gestelltwurden. Das Projektteam sucht noch weitereAuszubildende, die ihre Prüfungenbereits im Netz veröffentlicht haben oderdies planen. Durch die Aufnahme in dieLinkliste des Projektes erhalten Auszubildende,denen die Abschlussprüfung nochbevorsteht, anschauliche Beispiele, wasDas Tool zur AusbildungsplanungFür Betriebe, die den Mediengestalterberufoder eine bestimmte Fachrichtung erstmaligausbilden, wird ab Sommer 2001 einAusbildungsplanungstool angeboten. Hierbesteht die Möglichkeit, Fachrichtungenund entsprechende Wahlqualifikationseinheitendes Rahmenausbildungsplanes nachden betrieblichen Spezifikationen zusammenzustellen.Nutzt man das Tool über dieWebsite, generiert sich über ein Auswahlverfahrender individuelle betriebliche Ausbildungsplan,der als Druck- und Dokumentendateizur Verfügung gestellt wird.Probleme mit den Prüfungen, den Wertvon verschiedenen Informationskanälen,Diskussionsforen und über Möglichkeitenzur Verbesserung zukünftiger Prüfungengesprochen. Ein weiteres Ziel war es, sichkennenzulernen und das Interesse ansolchen Treffen zu prüfen. Da die Resonanzbei den Azubis sehr positiv war und dieDiskussion über das Treffen und die Themenspäter im Online-Forum weitergeführtwurde, plant das Projektteam weitereTreffen in anderen Städten.www.mediengestalter2000plus.de


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 24Medienforum 2001 in KölnDas Thema „Ausbilden ja – aber wie?“diskutierten Auszubildende, Ausbilder,Lehrer und IHK-Vertreter auf dem Medienforumin Köln. Eine Auszubildende undeine Ausbilderin berichteten über ihreErfahrungen mit der Ausbildung und gabeninteressante Tipps, wie die Ausbildungzum/zur Mediengestalter/in im Betriebverlaufen sollte.Jahrestagung zum Projekt„Neue Medienberufe – Herausforderungmit Erfolgsgarantie?“, „Erstausbildung ja –und was kommt dann?“, „LebenslangesLernen im lernenden Unternehmen – Visionoder Wirklichkeit?“ Diese Fragen sollen aufder Projekt-Jahrestagung am7. November 2001 mit Berufsbildungsfachleuten,Ausbilder(n)/innen, Lehrer(n)/innenund Auszubildenden diskutiert werden.Die Tagung findet im Buchdruckerhaus inBerlin statt.Am Vormittag wird neben einemTreffen der Netzwerkbeteiligten im Projekt„Mediengestalter/in 2000plus“ eine Präsentationinteressanter Prüfungslösungenmit Beurteilungen von Prüfer(n)/innen stattfinden.Alle Interessierten sind herzlich dazueingeladen.Anmelden kann man sich per Fax:(0 62 21) 91 42 65 oder perE-Mail: hagenhofer@zfamedien.deGewinnspielDas Projekt unternimmt auch sehr praktischeSchritte zur Ausbildungsförderung:In einem Preisausschreiben auf der Websitewurden sechs Plätze für ein dreitägigesSeminar in der Printmedia Akademieder Heidelberger Druckmaschinen AGverlost.Noch Fragen?Anregungen, Ideen, Tipps, Informationenund Fragen zum Projekt oder zur Ausbildungsind am besten im Online-Diskussionsforumunter http://www.forummediengestalter.de/cgi-bin/YaBB/YaBB.plaufgehoben.Kontakt zum ProjektteamMediengestalter/in 2000plus kann aberauch persönlich über den ZFA zuThomas Hagenhofer und Andreas Fröhlich(info@mediengestalter2000plus.de)aufgenommen werden.■


25D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8DMediengestalter/in für Digital- und Printmedien –erstes Feedback aus der PraxisDer neue Ausbildungsberuf des Mediengestalters für Digital- und Printmedien ist nun seitdrei Jahren in Kraft und der erste Jahrgang mit dreijähriger Ausbildung hat in diesemSommer die Abschlussprüfung absolviert. Zeit, um eine erste kritische Bilanz vorzunehmen.Zunächst deutet die Entwicklung der Ausbildungszahlen darauf hin, dass das Berufsbild denAnforderungen der Praxis entspricht: wurden mit In-Kraft-Treten der Ausbildungsordnungim Jahr 1998 bereits 2 434 Ausbildungsverhältnisse neu abgeschlossen, so stieg die Zahl imJahr 1999 auf 4 015 und Ende 2000 konnten für das neue Ausbildungsjahr sogar schon5 024 neue Ausbildungsverträge registriert werden. Zu diesem Zeitpunkt bestanden somitüber 10 500 Ausbildungsverhältnisse in diesem Berufsbild.Erste schriftliche Befragungvon AusbildungsbetriebenDoch diese Zahlen sagen noch nichtsüber die Realität und Umsetzung der Ausbildungin den Unternehmen aus. DasBundesinstitut für Berufsbildung hat deshalbeine schriftliche Befragung durchgeführt,an der sich 159 Unternehmen mitinsgesamt 293 Auszubildenden zum/zurMediengestalter/in beteiligten.Die meisten Auszubildenden werdenin der Druckindustrie (43,4 %) sowiein der Werbebranche (37,7 %) ausgebildet,gefolgt von Multimediaagenturen (11,3 %)und Verlagen (9,4 %).Auffallend ist, dass drei Viertel allerAusbildungen in kleinen Unternehmen mitweniger als 50 Beschäftigten durchgeführtwerden. Dem gegenüber stehen nur 3,2 %der Ausbildungsverhältnisse in Großbetrieben.Diese Verteilung lässt sich damiterklären, dass traditionell vor allem kleineund mittelständische Unternehmen ausbilden.Die Unternehmen wurden danachbefragt, ob sie bereits schon vor 1998 ausgebildethaben. Hier gab es das überraschendeErgebnis, dass 43 % der Betriebemit dem Berufsbild Mediengestalter/infür Digital- und Printmedien erstmals ausbilden.Und von den Betrieben mit Ausbildungserfahrunggaben immerhin 27,3 %an, seit 1998 in diesem Bereich mehr Ausbildungsplätzezur Verfügung zu stellen.Der Anstieg der Ausbildungsverhältnissein den vergangenen Jahren kann somitsowohl auf die Gewinnung neuer Ausbildungsbetriebeals auch auf die Erweiterungvon Ausbildungskapazitäten bereitserfahrener Unternehmen zurückgeführtwerden.Neue Inhalte und modulareStruktur werden überwiegendpositiv bewertetDie Ausbildungsordnung des Mediengestaltersenthält gegenüber den Vorgängerberufensowohl neue Inhalte, die sich aufaktuelle technologische Entwicklungen,wie z. B. Internet und CD-ROM-Produktion,und eine stärkere Kundenorientierungbeziehen als auch eine neue Struktur.Erstmals wurde eine modulare Struktur derAusbildung geschaffen, die neben denverpflichtenden Ausbildungsinhalten auchWahlmöglichkeiten vorsieht.Die Unternehmen wurden zunächstgebeten, ihre Meinung über die Verständlichkeitder neuen Ausbildungsordnung zuäußern. Das Ergebnis war überwiegendpositiv: fast 56 % fanden diese verständlichund nur 13,5 % unverständlich. Befragtnach den Übereinstimmungen der Inhalteder Berufsausbildung mit den Anforderungender Praxis, gaben 8,5 % der Unternehmenan, dass es eine vollständige Übereinstimmunggäbe, 55 % fanden dies inüberwiegendem Maße und nur knapp 6 %sahen geringe bzw. gar keine Übereinstimmungen.Somit kann man feststellen, dassdas Berufsbild in den Betrieben auf positiveResonanz stößt. Doch gibt es auch schonAnregungen zu Veränderungen der Ausbildungsordnung.Diese beziehen sichhauptsächlich auf die Ausweitung der Inhalte,die sich auf die Neuen Medienbeziehen, auf die Vertiefung traditionellerGrundkenntnisse (z. B. Typografie) und diestärkere Berücksichtigung der Methodenkompetenz(z. B. Präsentationstechnikenund Rhetorik). Zieht man Vergleiche zwischenden Anregungen zur Veränderungund der bereits bestehenden Verordnung,so lässt sich feststellen, dass die meistender gewünschten Inhalte bereits in derAusbildungsordnung vorhanden sind.Doch gilt es im weiteren Verlauf der Untersuchungzu prüfen, ob diese inhaltlich undzeitlich ausreichend berücksichtigt sind.Hohe schulische Vorbildung undgroßer FrauenanteilDie Tendenz, die schon bei den Vorgängerberufenzu verzeichnen war, dass einGroßteil der Auszubildenden weiblich ist,setzt sich auch bei der Ausbildung zum/zur Mediengestalter/in fort: 57,7 % derbefragten Auszubildenden sind Frauen.Auch die Frage nach dem bislanghöchsten schulischen Abschluss bestätigtdie Erfahrungen der vergangenen Jahre.Die Hälfte der Auszubildenden verfügtüber das Abitur bzw. das Fachabitur und35 % über einen Realschulabschluss.Entsprechend hoch liegt auch das Durchschnittsalterder Auszubildenden mit 20,6Jahren (zum Vergleich: das Durchschnittsalteraller Berufsschüler lag im Jahr 1999bei 19,1 Jahren).Eindeutige Trends bei der Wahlder Fachrichtungen und derWahlqualifikationseinheitenBei der Frage nach der gewählten Fachrichtungenergab sich mit 68,3 % für Mediendesignein klarer Favorit. Für Medienoperatingentschieden sich 17,6 %, gefolgtvon Medientechnik (10,9 %) und Medienberatung(3,2 %). Der hohe Anteil derFachrichtung Mediendesign lässt sich u. a.


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 26Mediengestalter/in für DigitalundPrintmedien –erstes Feedback aus der Praxisdamit erklären, dass hier Inhalte der BerufeSchriftsetzer/in und Werbe- und Medienvorlagenhersteller/inintegriert wurden, diebereits vor 1998 über die weitaus meistenAuszubildenden der Vorgängerberufe verfügten.Die Fachrichtung Medienberatungist in ihrer Ausrichtung auf kaufmännischeund marketingorientierte Inhalte neu undkönnte mit wachsender Dienstleistungsorientierungder Branchen und einemsteigenden Bekanntheitsgrad der Ausbildungsinhaltenoch weiter an Bodengewinnen.Auch bei der Auswahl der Wahlqualifikationseinheitensind deutlicheSchwerpunkte zu erkennen. So führen beiden Wahl 1-Qualifikationseinheiten mitElektronischer Bildbearbeitung I und TypografischerGestaltung diejenigen Moduledie Rangliste an, deren Inhalte aus denprintorientierten Vorgängerberufen weiterentwickeltwurden (s. Abb. 1). Die Platzierungder Medienübergreifenden Datenausgabeauf Platz 3 ist ein Signal für diezunehmende Bedeutung der crossmedialenProduktion. Bei der Auswahl der Wahl 2-Qualifikationseinheiten setzen sich dieseTrends fort: Gestaltung von Printproduktenund Elektronische Bildbearbeitung II nehmendie Spitzenpositionen ein (s. Abb. 2).Von besonderem Interesse istnatürlich die Entscheidung bei den Wahl 3-Qualifikationseinheiten, da diese ja auchprüfungsrelevant sind (s. Abb. 3). Hierwird besonders deutlich, dass mit derText-, Grafik- und Bilddatenbearbeitungund der Werbeorientierten Gestaltungdiejenigen Module gewählt wurden, derenInhalte sich aus den Vorgängerberufenableiten lassen. Das scheint den Betriebenfür die ersten Durchgänge der Ausbildungin dem neuen Beruf zunächst Sicherheit zugeben. Interessant wird hier sicherlich einVergleich mit zukünftigem Wahlverhaltenbei wachsender Ausbildungsroutineund eventuell steigender Bedeutung desEinsatzes neuer, insbesondere digitalerProduktionstechniken.Kooperationschancenfür LernorteAuch die Berufsschulen stehen mit demBerufsbild vor großen Herausforderungendurch die Auflösung der traditionellenFächer zugunsten von Lernfeldern und derwachsenden Bedeutung des handlungsorientiertenUnterrichts. Jedoch entwickelnsich in den einzelnen Schulstandortenunterschiedliche Modelle. Die Hälfte derUnternehmen gab an, dass ihre AuszubildendenTeilzeitunterricht haben, d. h. einoder zwei Tage pro Woche die Berufsschulebesuchen. Für die andere Hälfte derAuszubildenden erfolgt die Beschulung imBlockunterricht. Befragt nach der Art derKlassenbildung gaben 40 % an, dass dieBerufsschulen nach Fachrichtungen unterscheiden,in 10 % sogar nach Wahlqualifikationseinheiten.Bemerkenswert hoch warhier mit 30 % der Anteil der Ausbildungsbetriebe,denen nicht bekannt war, obbzw. wie in der Schule verfahren wird. Diesdeutet doch auf ein erhebliches Kommunikationsproblemzwischen Betrieb undSchule hin.Zusammengefasst lässt sich feststellen,dass das Berufsbild Mediengestalter/in fürDigital- und Printmedien in der Praxis aufüberwiegend positive Resonanz stößt.Sowohl die zahlenmäßige Entwicklung derAusbildungsverhältnisse als auch dieEinschätzungen der Ausbildungsbetriebebestätigen dies. Das Bundesinstitut fürBerufsbildung wird auch in den nächstenJahren die Entwicklung begleiten. Anregungenund Meinungen zur Ausbildung undzur weiteren Forschungsarbeit sind sehrwillkommen. Kontakt über: Heike Krämer,kraemer@bibb.de ■Heike Krämer


27D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8Fotogravurzeichnung IBewegtbild- und Audiosignalbearbeitung IKaufmännische Auftragsbearbeitung IHard- und SoftwareMedienübergreifende DatenausgabeTypografische GestaltungElektronische Bildbearbeitung I0,4%2,1%3,4%7,1%8,4%35,8%42,9%Bewegtbild- und Audiosignalbearbeitung IIFotogravurzeichnung IIRedaktionstechnik IProgrammierung von MedienproduktenKosten- und LeistungsrechnungDruckweiterverarbeitungDigitalfotografie IKaufmännische Auftragsbearbeitung IIAnaloger Druck u. analoge VervielfältigungKommunikationDatenbankanwendung IDruckformherstellungGestaltung digitaler MedienElektronische Bildbearbeitung IIGestaltung von Printprodukten0,0%0,2%0,7%0,9%1,3 %1,5 %1,6 %1,6 %1,8 %2,4%2,6%5,5%16,0%30,1%33,8%TiefdruckformherstellungBewegtbild- und Audiosignalbearbeitung IIIFotogravurzeichnung IIIStoryboarderstellungDigitalfotografie IIRedaktionstechnik IIMikrografieProjektdurchführungKundenspezifische MedienberatungDatenbankanwendung IIReprografieDigitale DruckformherstellungDigitaldruckHerstellung interaktiver MedienprodukteWerbeorientierte GestaltungText-, Grafik-, Bilddatenbearbeitung0,0%0,0%0,0%0,0%0,4%0,7%1,9 %1,9 %1,9 %1,9 %2,6%3,7%4,1%4,8%29,0%47,2%Abbildung 1Wahl 1-QualifikationseinheitenAbbildung 2Wahl 2-QualifikationseinheitenAbbildung 3Wahl 3-Qualifikationseinheiten


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 28MDiese neue Aufstiegsqualifizierung istWeiterbildung in der Medienbranche:Geprüfter Medienfachwirt/Geprüfte MedienfachwirtinMit der Weiterbildung zum Medienfachwirt kommen wir in der Zielsetzung für mehrMedienkompetenz, Innovation und Beschäftigung zur Kommunikationsgestaltung im3. Jahrtausend ein gutes Stück weiter.ein Eckpfeiler für ein bundeseinheitlichesWeiterbildungssystem.Die Inhalte bieten eine breite Grundlagenqualifikationin der Medien- undInformationstechnik mit betriebswirtschaftlichenKompetenzen.Damit setzen wir verlässlicheBranchenstandards in der Medienindustrie.Der neue Medienfachwirt baut aufdie fachlichen Qualifikationen des Mediengestaltersund anderer Medienberufe aufund steht in Verbindung mit einem modularenSystem der Anpassungsqualifizierung,an dem die Tarifparteien gerade arbeiten.Dies bringt eine hohe Flexibilität in derAnpassungs- und Aufstiegsqualifikation mitsich.Zum Aufgabengebiet des Medienfachwirtesgehört das Planen, Steuern undKontrollieren medientechnischer Produktionen.Dabei müssen technische, betriebswirtschaftlicheund rechtliche Zusammenhängeberücksichtigt werden.Medienfachwirte beraten Kunden,erstellen Marketingkonzepte, kalkulierenMedienprodukte und arbeiten projektorientiert.Die Prüfungsordnungen basierenauf einer neuen Struktur, die sowohl Generalisten-als auch Spezialistenfortbildungermöglicht und erstmals die vielfältigenTätigkeitsbereiche der Medienbranche miteinanderverzahnt.Die Inhalte des Rahmenstoffplanesbilden in den handlungsorientierten Qualifikationseinheitenvier Handlungsfelder ab:■ Audio-Visuelle Medien■ Printmedien■ Digitalmedien■ VeranstaltungstechnikBereits im März diesen Jahres hatder Deutsche Industrie- und Handelskammertag(DIHK) eine „Empfehlung zumErlass Besonderer Rechtsvorschriften fürdie IHK-Weiterbildungsprüfung zumGeprüften Medienfachwirt/zur GeprüftenMedienfachwirtin“ an alle IHKn herausgegeben.Damit können jetzt die Berufsbildungsausschüssean allen IHKn für ihrenBereich die erforderlichen Prüfungsordnungenbeschließen. Geeignete Trägerkönnen ab sofort auf dieser Grundlageerste Weiterbildungskurse anbieten.Weitere Infos gibt es bei denörtlichen IHKn (http://www.ihk.de).Aus der Empfehlung zum Erlass Besonderer Rechtsvorschriften für die IHK-Weiterbildungsprüfung zumGeprüften Medienfachwirt/zur Geprüften Medienfachwirtin:§ 3 Zulassungsvoraussetzungen(1) Zur Prüfung im Prüfungsteil „Grundlegende Qualifikationen“ istzuzulassen, wer1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkanntenAusbildungsberuf, der der Medienwirtschaftzugeordnet werden kann, und danach eine mindestenseinjährige einschlägige Berufspraxisoder2. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einemsonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danacheine mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxisoder3. eine mindestens fünfjährige einschlägige Berufspraxisnachweist.(2) Zur Prüfung im Prüfungsteil „Handlungsspezifische Qualifikationen“ist zuzulassen, wer1. den Prüfungsteil „Grundlegende Qualifikationen“ abgelegthat und2. in den in Absatz 1, Nr. 1 bis 3, genannten Fällen zu den dortgenannten Praxiszeiten mindestens noch ein weiteres JahrBerufspraxis nachweist.(3) Die Berufspraxis im Sinne der Absätze 1 und 2 müssen inhaltlichwesentliche Bezüge zu den in §1, Absatz 2, genanntenAufgaben haben.(4) Abweichend von Absatz 1 und 2 kann zur Prüfung auch zugelassenwerden, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder aufandere Weise glaubhaft macht, dass er Kenntnisse, Fertigkeitenund Erfahrungen erworben hat, die die Zulassung zur Prüfungrechtfertigen.


29D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8Konzeption Medienfachwirt/MedienfachwirtinGrundlegende Qualifikationen1. Rechtsbewusstes Handeln2. Betriebswirtschaftliches Handeln3. Anwendung von Methoden der Information, Kommunikation und Planung4. Zusammenarbeit im BetriebHandlungsspezifische QualifikationenProduktionsprozesseHandlungsfeld/ AV- Print- Digital- Veranstaltungs-Qualifikationsschwerpunkt Medien Medien Medien technik1. Medientechnische Basisqualifikationen Medienübergreifend, für alle Handlungsfelder2. Mediengestaltung2.1 Audiovisuelle Medien ■2.2 Printmedien ■2.3 Digitalmedien ■2.4 Veranstaltungstechnik ■3. Medienorientierte Datenverarbeitung3.2 Audiovisuelle Medien ■3.2 Printmedien ■3.3 Digitalmedien ■3.4 Veranstaltungstechnik ■4. Medienproduktion4.1 Audiovisuelle Medien ■4.2 Printmedien ■4.3 Digitalmedien ■4.4 Veranstaltungstechnik ■Anmerkungen: Die durch ein ■ markierte Qualifikation ist für das jeweilige Handlungsfeld verbindlich.Projekt- und ProduktplanungAV-Medien Print-Medien Digital-Medien Veranstaltungstechnik1. Projektmanagement (Gesamtkonzeption: schriftlich und mündlich)Anmerkungen: handlungsfeldbezogene Prüfung2. Medienrecht(selbstständige schriftliche Prüfung für alle Handlungsfelder)Führung und Organisation1. Personalführung2. Personalentwicklung3. Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme4. KostenmanagementObligatorisch, keine Wahlmöglichkeiten, Prüfung der Qualifikationen erfolgen medienübergreifend.


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 30NDie neuen Abschlussprüfungen für Drucker und SiebdruckerNeue Ausbildungsverordnung:Seit 1. August 2000 werden die Ausbildungsberufe Drucker und Siebdrucker nach neuer Verordnung(vom 2. Mai 2000) ausgebildet.Was ist so neu an diesen Verordnungen?AbschlussWie bereits beim Mediengestalter für Digital- und Printmedien sind die beiden Druckberufe auch nacheiner modularen Struktur geordnet, d. h. Ausbildungsbetriebe haben die Möglichkeit einen individuellen Ausbildungsplanauf den Betrieb zuzuschneiden bzw. auf die Fähigkeiten und Interessen des Auszubildendenkann speziell eingegangen werden.Im digitalen Zeitalter spielt natürlich die(digitale) Druckvorstufe eine große Rolle.Der Drucker wurde in die vier FachrichtungenHochdruck, Tiefdruck, Flachdruck undDigitaldruck unterteilt, wobei die FachrichtungDigitaldruck ganz neu hinzugekommenist.Ausführliche Informationen überQualifizierungskonzept, Grundstruktur,Fachrichtungen und betriebliche Beispieleenthalten die beiden ZFA-Broschüren„Drucker/in: Struktur der neuen Ausbildungsordnung“und „Siebdrucker/in:Struktur der neuen Ausbildungsordnung“,die über ver.di-Medien und die DruckundMedienverbände bezogen werdenkönnen. Als PDF-Dateien stehen Sie auchauf der Internetseite www.zfamedien.de/aktuell_ 03.html.In der letzten Ausgabe des DruckundMedien-Abc vom Dezember 2000informierten wir ausführlich über die Zwischenprüfungnach neuer Verordnung(als PDF-Datei unter www.zfamedien.de).Auf den folgenden Seiten erhaltenSie Informationen zu Struktur und Aufbauder neuen Abschlussprüfung:Wer nimmt an der neuenAbschlussprüfung teil?Im Sommer 2002 werden die ersten Abschlussprüfungennach den neuen Verordnungenangeboten. Da die Ausbildungsordnungerst am 1. August 2000 in Kraftgetreten ist, nehmen an der Prüfung nachneuer Verordnung nur diejenigen Auszubildendenteil, die entweder eine verkürztezweijährige Ausbildung absolvieren, daserste Ausbildungsjahr schulisch (z. B. BGJ)verbracht haben und dann den Ausbildungsvertragnach neuer Verordnung abgeschlossenhaben oder deren Ausbildungsvertragumgeschrieben wurde. Dasheißt, die meisten Azubis werden im nächstenJahr noch die Abschlussprüfung nachalter Verordnung absolvieren, die letztmaligim Winter 2002/03 angeboten wird.Grundlegende Änderungenbei beiden BerufenSchriftliche PrüfungWie bereits in der Zwischenprüfung wirdin den Kenntnisprüfungen nicht mehr nachFächern unterschieden, sondern fächerübergreifendnach Prüfungsbereichen differenziert.Nähere Informationen zu denPrüfungsbereichen finden sich unter denErläuterungen zu den einzelnen Berufen.Das Prüfungsfach Rechtschreibung(Diktat) wird zukünftig in der Abschlussprüfungnicht mehr separat in Formeines Diktates abgeprüft. Das heißt nicht,dass ab jetzt Drucker und Siebdruckerkeine Rechtschreibung mehr beherrschenmüssen. Es gibt nur kein eigenes Prüfungsfachmehr, das separat bewertetwird. „Kommunikation“ wird künftig integrativin den beiden fachspezifischenPrüfungsbereichen mit abgeprüft. Dasheißt, dass hier ein gewisser Teil derBewertung mit in die Lesbarkeit, Struktur,Rechtschreibung und Ausdruck derschriftlich beantworteten Fragen einfließenwird.Die Aufgaben aus dem alten Prüfungsfach„Technische Mathematik(Fachrechnen)“ werden in die technischenPrüfungsbereiche integriert.Die Gewichtung der Prüfungsbereichewird sich ändern. Die fachlichen Aufgabenwerden mehr Gewicht bekommen.Auch die Prüfungszeiten werdensich ändern. Einen Vergleich der Prüfungszeitenzeigt die Übersicht 1.


31prüfungD R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8Prüfungszeiten in der schriftlichen AbschlussprüfungÜbersicht 1Alte Verordnungen (1987 bzw. 1974) Neue Verordnungen (2000)Beruf/ Drucker Siebdrucker PrüfungsbereichPrüfungsfächer1. Technologie 60 Minuten 60 Minuten 1. (Bezeichnung 120 Minutensiehe Berufe)2. Technische 90 Minuten 90 Minuten 2. (BezeichnungMathematik siehe Berufe) 120 Minuten3. Recht- 60 Minuten 60 Minutenschreibung4. Wirtschafts- 60 Minuten 60 Minuten 3. Wirtschafts- 45 Minutenund Sozialkunde bzw. 45 Minuten bzw. 45 Minuten und SozialkundeGesamtzeit 255 bzw. 270 255 bzw. 270 285 MinutenMinutenMinutenInsgesamt darf laut neuen Verordnungen die Gesamtprüfungszeit 300 Minuten betragen. Mit 285 Minuten erreicht mandiese Zeit nahezu. Die neuen Prüfungszeiten entsprechen denen des Mediengestalters für Digital- und Printmedien. Dakünftig ein Teil der Aufgaben auch schriftlich zu beantworten ist, wollte man hier die Zeit nicht zu knapp wählen.Praktische PrüfungDie wesentliche Änderung gegenüberden alten Verordnungen ist, dass nichtmehr Arbeitsproben durchzuführen undPrüfungsstücke anzufertigen sind, sonderneine praktische Aufgabe auszuführen ist,die sämtliche Arbeitsschritte von der Vorbereitungbis zum Druck enthält. Dabei istfolgender Gesichtspunkt von besondererBedeutung:Bei Arbeitsproben wird nicht nurdas Endergebnis bewertet, sondern auchdie Durchführung der Prüfung. Deshalbmuss für die Bewertung der Prüfungsausschussbei der Ausführung Aufsichtführen. Dies hat in der Vergangenheit zuerheblichen Problemen geführt. Bei derzukünftigen Aufgabenstellung ist nur nochdas Endergebnis, wie bisher bei Prüfungsstücken,zu bewerten. Dem Prüfungsausschussist freigestellt, wie er die Kontrolleder Prüfung durchführt. Er kann einelückenlose Aufsicht gewährleisten, istdazu aber nicht verpflichtet.Da jedoch die betrieblichen Gegebenheitenund die technische Ausstattungder Druckereien sehr unterschiedlich sind,empfiehlt es sich auch beim Siebdruckerund beim Bogenoffsetdrucker die Produktionsumständezu berücksichtigen(Maschinenart, -alter, -zustand etc.). Beiallen anderen Fachrichtungen wird esunerlässlich sein, bei der Prüfung anwesendzu sein, da der Prüfungsausschusseine Prüfungsaufgabe aus der Produktionstellt.


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 32AbschlussPrüfungsstruktur DruckerSchriftliche PrüfungDie Struktur der Abschlussprüfung zeigt die Übersicht 2.Übersicht 2Schriftliche Abschlussprüfung – DruckerAlte Verordnung (1987) Neue Verordnung (2000)PrüfungsfächerPrüfungsbereich1. Technologie 50 Multiple-Choice-Aufgaben 1. Druckvorstufe und 20 Multiple-Choice-,(30 alle FR, 20 speziell je FR) Druckformherstellung 6 handlungsorientierteAufgabenstellungen, davon2 mit integr. Fachrechnen2. Technische 5 Aufgaben 2. Prozessvorbereitung 20 Multiple-Choice-,Mathematik und Prozesssteuerung 6 handlungsorientierteAufgabenstellungen, davon2 mit integr. Fachrechnen3. Rechtschreibung Diktat4. Wirtschafts- 40 Multiple-Choice-Aufgaben 3. Wirtschafts- PAL-Aufgabenbogenund Sozialkundeund SozialkundeEs wird nicht mehr nach Fächern unterschieden, sondern fächerübergreifend in Prüfungsbereichen. Prüfungsbereich1 ist für alle Fachrichtungen gleich. Hier wird es 20 Multiple-Choice-Aufgaben á zwei Punkte geben undsechs handlungsorientierte Aufgabenstellungen, davon zwei mit fachrechnerischem Anteil á zehn Punkte. Prüfungsbereich2 wird teilweise nach Fachrichtungen unterschieden, hier gibt es ebenfalls 20 Multiple-Choice-Aufgabená zwei Punkte und sechs handlungsorientierte Aufgabenstellungen mit fachrechnerischem Anteil.Im Prüfungsbereich 3 werden seit Sommer 2001 die Aufgabenbogen der PAL übernommen. Nähere Infosdazu siehe S. 46.Die Gegenüberstellung des Bewertungsschlüssels in Übersicht 3 zeigt den Unterschied:Übersicht 3Bewertungsschlüssel Schriftliche Prüfung – DruckerAlte Verordnung (1987) Neue Verordnung (2000)PrüfungsfächerPrüfungsbereich1. Technologie 100 P. x 4 = 400 P. 1. Druckvorstufe und 100 P. x 3 = 300 P.Druckformherstellung2. Technische Mathematik 100 P. x 2 = 200 P. 2. Prozessvorbereitung 100 P. x 5 = 500 P.und Prozesssteuerung3. Rechtschreibung 100 P. x 2 = 200 P. entfällt4. Wirtschafts- 100 P. x 2 = 200 P. 3. Wirtschafts- 100 P. x 2 = 200 P.und Sozialkundeund SozialkundeGesamtergebnis 1000 P.: 10 = 100 P. 1000 P. : 10 = 100 P.Die Übersicht verdeutlicht, dass die fachlichen Fragen mehr Gewicht bekommen. Nach alter Verordnung warendies 60 %, nach neuer Verordnung 80 %. Die Prozentwerte für die Gewichtung der einzelnen Prüfungsbereicheder Abschlussprüfung sind in der Verordnung vorgeschrieben.


33prüfungD R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8Aufgabenbeispiel einer offenen Aufgabenstellung nach neuer Verordnung:Abschlussprüfung Sommer 2002Einheitliche Prüfungsaufgabenin der Druckindustrie/im grafischen Gewerbegemäß § 37 (2) BBiG1730 DruckerVerordnung vom 2. Mai 2000alle FachrichtungenPrüfungsbereich 1:Druckvorstufe und DruckformherstellungPrüfungsgebiet:Situationsbeschreibung:Aufgabenstellung:Arbeitsschutz, ArbeitssicherheitDie Unfall-Verhütungs-Vorschrift (UVV) der Berufsgenossenschaft dient der Vermeidung und Verhütung vonUnfällen am Arbeitsplatz.Für den Drucker ist die Beachtung der vorgeschriebenen Arbeitskleidung ein wichtiger Bestandteil zurUnfallverhütung.Welche Arbeitskleidung wird von der UVV für das Arbeiten an Druckmaschinen mit bewegten Arbeitsteilenvorgeschrieben?Begründen Sie mindestens drei Beispiele ausführlich.Lösungsvorschläge:An bewegten Maschinenteilen können sich Kleidungsstücke verfangen, die dann den Menschen nachziehenkönnen. Die UVV schreibt deshalb enganliegende Kleidung vor, die Ärmel sollen nach innen, nicht nachaußen umgeschlagen werden.Die gleiche Gefahr geht von langen Haaren aus, deshalb zusammenbinden oder Haarschutz tragen.Auch Schmuckstücke wie Uhren, Ringe, Ketten, Armreifen können zum Verhängnis werden, z. B. durchHängenbleiben an Maschinenteilen.Scharfe und spitze Werkzeuge oder andere gefahrenbringende Gegenstände dürfen in der Kleidung nurgetragen werden, wenn Schutzmaßnahmen eine Gefährdung ausschließen.Vielfach gefährdet sind die Füße, nicht nur durch herabfallende Teile, wie z. B. durch Paletten oder Hubwagen.Der Arbeitsschuh sollte fest sein und dem Fuß guten Halt geben.Am besten sind Sicherheitsschuhe, in denen eine Stahlkappe eingebaut ist. Stellt der Betrieb solcheSchuhe, müssen sie getragen werden.Offene Sandalen oder Schuhe ohne ausreichendes Profil führen leicht zum Ausrutschen. Dies kann zuStürzen in die Maschine führen oder zum reflexartigen Abstützen an bewegten Druckmaschinenteilen.Die kursivgestellten Wörter sollen den Prüfungsausschüssen kennzeichnen, welche Begriffe bei derBeantwortung erwartet werden. Selbstverständlich kann es sich jeweils nur um Vorschläge handeln,und es kann viele andere richtige Antworten geben.


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 34Abschluss prüfungPraktische PrüfungDie Gesamtprüfungszeit für den praktische Teil beträgt nach der neuen Verordnung nurnoch höchstens 12 Stunden, statt bisher je nach Druckverfahren 13 bis 16 Stunden.Die neue Prüfungsstruktur verdeutlicht die Übersicht 4.Bewertungsschlüssel Praktische Prüfung – Drucker, FR FlachdruckAlte Verordnung (1974) Neue Verordnung (2000)Prüfungsfächer Bewertung Prüfungsaufgabe BewertungArbeitsprobe 1 200 P. Aufgabe 1: 700 P.(Messen und Prüfen)(Herstellen eines mehrfarbigenDruckproduktes)Arbeitsprobe 2 200 P. Aufgabe 2: 300 P.(Mischen von Farbtönen(Erfassen, Auswerten undbzw. Arbeiten anDokumentieren qualitätsderDruckmaschine)relevanter Prozessdaten vonder Druckvorstufe bis zumArbeitsprobe 3 200 P. Druckprodukt oder(Schwerpunkt Druckform-Herstellen eines Druckherstellungoder weiteresproduktes in der zweitenDruckverfahrenDruckverfahrenstechnikPrüfungsstück 400 P. Bei den praktischen(Einrichten und Drucken Aufgaben sind die W3-einer mehrfarbigenQualifikationseinheitenDrucksache)zu berücksichtigenGesamtergebnis 1000 P.: 10 = 100 P. = Note 1 1000 P.: 10 = 100 P. = Note 1Übersicht 4Der Tabelle „Übersicht 4“ ist zuentnehmen, dass je nach Fachrichtungenin der Aufgabe 1 ein mehrfarbiges Druckproduktzu erstellen ist. Dabei wird wiebisher bei der häufigst gewählten Fachrichtung,dem Flachdruck, SchwerpunkteBogenoffsetdruck, das Druckmotiv anhandvon Daten bzw. Film und der dazugehörendenAndruckskala bundeseinheitlichvorgegeben.Die örtlichen Prüfungsausschüssewählen für alle anderen Flachdruck-Schwerpunkte und die FachrichtungenHochdruck, Tiefdruck und Digitaldruckkonkrete Prüfungsaufgaben bzw. betriebsspezifischeAufgabenstellungen nach demSchwierigkeitsgrad der ZFA-Aufgabenstellungaus.Aufgabe 1 (Herstellen eines mehrfarbigenDruckproduktes) kann je nachFachrichtung in weitere Arbeitsschritteunterteilt sein: z. B.1. Einrichten und Drucken2. Prüfen und DokumentierenDer Prüfungsteilnehmer erhält einArbeitsblatt, wo einzelne Arbeitsschritteund druckspezifische Angaben aufzuführensind, z. B. über Druckmaschine, Bedruckstoff,Farbe, Druckschwierigkeiten usw.;außerdem können hier auch densitometrischeMessungen verlangt werden, die aufdem Arbeitsblatt in Form einer Kennlinieeinzutragen sind.Aufgabe 2 fällt je nach Fachrichtungund Auswahl der Qualifikationseinheitenunterschiedlich aus. Bei der Aufgabe„Erfassen, Auswerten undDokumentieren qualitätsrelevanter Prozessdatenvon der Druckvorstufe bis zumDruckprodukt“ werden ein oder mehrereDruckprodukte zu erwarten sein, die visuellund messtechnisch auszuwerten und zubeurteilen sind.Die alternativen Aufgabenstellungen„Herstellen eines Druckproduktes inder zweiten Druckverfahrenstechnik“ bzw.„Herstellen einer Druckzylinderkorrektur“(Tiefdruck) oder „Herstellen eines Datensatzesfür den Digitaldruck“ erklären sichvon selbst und werden in der Aufgabenstellungkonkretisiert.Wie bereits oben erwähnt, ist dieArbeitsaufgabe im Sinne eines Prüfungsstückeszu verstehen. Aufsichtsführung istnicht zwingend vorgeschrieben. Dem einzelnenPrüfungsausschuss bleibt es überlassen,wie er die Aufsicht gewährleistet.Verfahrensabhängig ist zum Teil Aufsichtsführungunerlässlich, wie dies zum Beispielim Tiefdruck der Fall ist. Ohne Aufsichtmacht eine Prüfung an einer Rotationwenig Sinn, da hier das Handling beiFormatänderung, Zylindereinstellung oderJustierarbeiten beobachtet und bewertetwerden muss.


35D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8Bewertungsschlüssel Praktische Prüfung – Drucker, FR HochdruckAlte Verordnung (1974) Neue Verordnung (2000)Prüfungsfächer Bewertung Prüfungsaufgabe BewertungArbeitsprobe 1 200 P. Aufgabe 1: 700 P.(Messen und Prüfen)(Herstellen eines mehrfarbigenDruckproduktes)Arbeitsprobe 2 200 P. Aufgabe 2: 300 P.(Arbeiten an der(Erfassen, Auswerten undDruckmaschine)Dokumentieren qualitätsrelevanterProzessdaten vonArbeitsprobe 3 200 P. der Druckvorstufe bis zum(Schwerpunkt Druckform-Druckprodukt oderherstellung oder weiteresHerstellen eines Druck-Druckverfahrenproduktes in der zweitenDruckverfahrenstechnik)Prüfungsstück 400 P. Bei den praktischen(Einrichten und Drucken Aufgaben sind die W3-einer mehrfarbigenQualifikationseinheitenDrucksache)zu berücksichtigenGesamtergebnis 1000 P.: 10 = 100 P. = Note 1 1000 P.: 10 = 100 P. = Note 1Bewertungsschlüssel Praktische Prüfung – Drucker, FR TiefdruckAlte Verordnung (1974) Neue Verordnung (2000)Prüfungsfächer Bewertung Prüfungsaufgabe BewertungArbeitsprobe 1 200 P. Aufgabe 1: 700 P.(Messen und Prüfen)(Herstellen eines mehrfarbigenDruckproduktes)Arbeitsprobe 2 200 P. Aufgabe 2: 300 P.(Arbeiten an der(Herstellen einerDruckmaschine)DruckzylinderkorrekturoderArbeitsprobe 3 200 P. Herstellen eines Druck-(Schwerpunkt Druckform-produktes in der zweitenherstellung oder weiteresDruckverfahrenstechnik)DruckverfahrenPrüfungsstück 400 P. Bei den praktischen(Einrichten und Drucken Aufgaben sind die W3-einer mehrfarbigenQualifikationseinheitenDrucksache)zu berücksichtigenGesamtergebnis 1000 P.: 10 = 100 P. = Note 1 1000 P.: 10 = 100 P. = Note 1Bewertungsschlüssel Praktische Prüfung – Drucker, FR DigitaldruckAlte Verordnung (1974) Neue Verordnung (2000)Prüfungsfächer Bewertung Prüfungsaufgabe BewertungFR Digitaldruck gab es Aufgabe 1: 700 P.noch nicht nach alter(Herstellen eines mehr-Verordnungfarbigen Druckproduktes)Aufgabe 2: 300 P.(Herstellen eines Datensatzesfür den DigitaldruckoderHerstellen eines Druckproduktesin der zweitenDruckverfahrenstechnik)Bei den praktischenAufgaben sind die W3-Qualifikationseinheitenzu berücksichtigen1000 P.: 10 = 100 P. = Note 1Übersicht 4.1Übersicht 4.2Übersicht 4.3


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 36Aufgabenbeispiel:AbschlussAbschlussprüfung Sommer 2002Einheitliche Prüfungsaufgabenin der Druckindustrie/im grafischen Gewerbegemäß § 37 (2) BBiG1730 DruckerVerordnung vom 2. Mai 2000Fachrichtung FlachdruckAufgaben für die praktische PrüfungAufgabe 1:(Bogen-Offsetdruck/Blechdruck)(Zeit: 5–8 Stunden)Herstellen eines mehrfarbigen DruckproduktesDie Aufgabe besteht aus zwei Arbeitsschritten:1. Einrichten und Drucken2. Messen und Dokumentieren1. Einrichten und Drucken Vierfarbsatz zu vier Nutzen DIN A4 in einer Produktionsmaschine (Ein-, Zwei- oder Vierfarbendruckmaschine).Die Bilder sind auf Mitte zu stellen. Die Farben sind nach gegebener Andruckskala selbst abzustimmen.Betriebe, die ausschließlich im kleinformatigen Offsetdruck arbeiten, können zwei Nutzen imFormat DIN A4 drucken. Dies gilt nicht für Betriebe, die über größere Formate verfügen.Bedruckstoff: Akzidenz: holzfreies, weißes, gestrichenes, glänzendes Papier von 115 g/m 2 bis 135 g/m 2Verpackung: betriebsüblicher gestrichener Karton oder flexibler BedruckstoffBlechdruck: betriebsüblicher BedruckstoffEs sind Druckkontrollstreifen und die Kenn-Nummer des Prüfungsteilnehmers in jeder Farbe außerhalb derNutzen mitzudrucken. Der mitgelieferte FOGRA-Kontrollblock ist ebenfalls mitzudrucken.Der Ausbildungsbetrieb erhält je Prüfungsteilnehmer einen Farbsatz (Anlage 1) mit Andruckskala (Anlage 2)und stellt dem Prüfungsteilnehmer die kopierten Druckplatten zur Verfügung.2. Messen und Dokumentieren Die einzelnen Arbeitsschritte sind in einer Dokumentation (Anlage 3) schriftlich festzuhalten.Die Dokumentation kann stichwortartig erfolgen und soll maximal eine DIN A4-Seite umfassen.Es sind einzelne Druckkontrollfelder densitometrisch auszumessen und ebenfalls auf dem Arbeitsblatt(Anlage 3) einzutragen. Die näheren Angaben enthält das Arbeitsblatt.Vorzulegen sind:Gelieferte Kopiervorlagen (Filme oder Datensatz) bei Filmmontage: auslinierter Standbogen1 Andruckskala10 Zusammendrucke1 Dokumentation (Anlage 3)Anlagen: 4 Rasterfilme oder eine CD-ROM (Anlage 1)1 Andruckskala (Anlage 2)1 Dokumentation (Anlage 3)Aufgabe 2a:(Zeit: 2 Stunden)Erfassen, Auswerten und Dokumentieren qualitätsrelevanterProzessdaten von der Druckvorstufe bis zum DruckproduktVorzulegen sind: 1 SOLL-Bogen (Anlage 4)1 IST-Bogen (Anlage 5)1 Arbeitsblatt (Anlage 6)Anlage: 1 SOLL-Bogen (Anlage 4)1 IST-Bogen (Anlage 5)1 Arbeitsblatt (Anlage 6)oderSie erhalten zwei unterschiedliche Druckbogen. Anlage 4 ist der SOLL-Bogen, Anlage 5 ist der IST-Bogen.Beschriften Sie beide Bogen mit Ihrem Namen und Ihrer Prüfungsnummer.Der SOLL-Bogen entspricht einem vom Kunden genehmigten Andruck, der IST-Bogen einem aktuellenFortdruckbogen.Untersuchen Sie den IST-Bogen auf Abweichungen vom SOLL-Bogen. Benennen Sie die Abweichungen,ihre Ursachen und beschreiben Sie Abhilfemöglichkeiten anhand des beiliegenden Arbeitsblattes (Anlage 6)


37D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8prüfungAufgabe 2b:(Zeit: 4 Stunden)Herstellen eines Druckproduktes in der zweiten DruckverfahrenstechnikAufgabenstellung siehe separates Aufgabenblatt(Schwierigkeitsgrad entspricht der Zwischenprüfung in der gewählten Fachrichtung)Bewertungsfaktoren: Aufgabe 1:1. Einrichten und Drucken 50 %2. Messen und Dokumentieren 20 %Aufgabe 2: 30 %Dieses Aufgabenblatt sowie alle weiteren Vorlagen sind zusammen mit den hergestellten Prüfungsaufgaben abzuliefern. Auf allen vorzulegendenPrüfungsarbeiten sind der Name des Prüfungsteilnehmers und des Ausbildungsbetriebes oder die Kenn-Nummer des Prüfungsteilnehmersanzugeben. Die gebrauchten Zeiten für die einzelnen Prüfungsaufgaben und die eigenständige Erarbeitung sind in der persönlichen Erklärungzu bestätigen.Prüfungsstruktur SiebdruckerSchriftliche PrüfungDie Struktur der Abschlussprüfung zeigt die Übersicht 5.Schriftliche Prüfung – SiebdruckerAlte Verordnung (1974) Neue Verordnung (2000)PrüfungsfächerPrüfungsbereich1. Technologie 50 Multiple-Choice- 1. Siebdruckvorstufe und 20 Multiple-Choice-,Aufgaben Siebdruckformherstellung 6 handlungsorientierteAufgabenstellungen, davon2 mit integr. Fachrechnen2. Technische Mathematik 5 Aufgaben 2. Prozessvorbereitung, 20 Multiple-Choice-,Druckprozesssteuerung 6 handlungsorientierteund Druckweiterverar- Aufgabenstellungen, davonbeitung2 mit integr. Fachrechnen3. Rechtschreibung Diktat entfällt4. Wirtschafts- 40 Multiple-Choice- 3. Wirtschafts- PAL-Aufgabenbogenund Sozialkunde Aufgaben und SozialkundeEs wird nicht mehr nach Fächern unterschieden, sondern fächerübergreifend in Prüfungsbereichen. Je Prüfungsbereich 1und 2 wird es 20 Multiple-Choice-Aufgaben á zwei Punkte geben und sechs handlungsorientierte Aufgabenstellungen,davon zwei mit fachrechnerischem Anteil á 10 Punkte. Im Prüfungsbereich 3 werden seit Sommer 2001 die Aufgabenbogender PAL übernommen. Nähere Infos dazu siehe S. 46.Übersicht 5Die GegenüberstellungdesBewertungsschlüsselsinÜbersicht 6 zeigtden Unterschied:Bewertungsschlüssel Schriftliche Prüfung – SiebdruckerAlte Verordnung (1974) Neue Verordnung (2000)PrüfungsfächerPrüfungsbereich1. Technologie 100 P. x 4 = 400 P. 1. Siebdruckvorstufe und 100 P. x 4 = 400 P.Siebdruckformherstellung2. Technische Mathematik 100 P. x 3 = 300 P. 2. Prozessvorbereitung, 100 P. x 4 = 400 P.Druckprozesssteuerungund Druckweiterverarbeitung3. Rechtschreibung 100 P. x 2 = 200 P.4. Wirtschafts- 100 P. x 1 = 100 P. 3. Wirtschafts- 100 P. x 2 = 200 P.und Sozialkundeund SozialkundeGesamtergebnis 1000P.: 10 = 100P. = Note 1 1000P.: 10 = 100P. = Note 1Übersicht 6Die Übersicht verdeutlicht,dass diefachlichen Fragenmehr Gewicht bekommen.Nach alterVerordnung warendies 70 %, nachneuer Verordnung80 %. Die prozentualeGewichtung derAbschlussprüfung istin der Verordnungvorgeschrieben.


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 38AbschlussPraktische PrüfungDie Gesamtprüfungszeit für den praktischen Teil beträgt statt bisher 18 Stunden jetztmaximal 12 Stunden.Übersicht 7Diese Übersichtverdeutlicht dieneue Prüfungsstruktur.Anette JacobBewertungsschlüssel Praktische Prüfung – SiebdruckerAlte Verordnung (1974) Neue Verordnung (2000)Prüfungsfächer Prüfungsaufgabe BewertungArbeitsprobe 1 100 P. Herstellen eines mehrfarbigen 1. Vorstufe und(Einteilungsbogen) Siebdruckproduktes unter FormherstellungBerücksichtigung der Übereinstimmung mit dengewählten W3-Qualifikation Vorgaben, Technischeund unter Einbeziehung der Realisierung, Sorgfalt undSiebdruckvorstufe und der Güte 300 P.SiebdruckformherstellungArbeitsprobe 2 250 P. 2. Drucken(Filmerstellung, Montage)Übereinstimmung mit denVorgaben, TechnischeRealisierung, Sorgfalt undGüte 500 P.Arbeitsprobe 3 100 P. 3. Farbmischen(Herstellen von Schablonen)Mischergebnis, Farbtonrichtigkeit,Sorgfalt undGüte 100 P.Arbeitsprobe 4 100 P. 4. Arbeitsablauf-(Farbmischen)beschreibungDartstellung, Sorgfalt undGüte 100 P.Arbeitsprobe 5 450 P.(Einrichten und Drucken)Gesamtergebnis 1000 P.: 10 = 100 P. = Note 1 1000 P.: 10 = 100 P. = Note 1Nach der neuen Ausbildungsordnung können jetzt auch betriebstypische Besonderheiten in die Ausbildung integriertwerden. Dies betrifft zum Beispiel den Rollensiebdruck, den Körpersiebdruck oder den Textilsiebdruck. Diese Besonderheitenkönnen nicht alle bei der Aufgabenstellung berücksichtigt werden. Abweichungen von der Aufgabenstellung sinddeshalb mit dem örtlichen Prüfungsausschuss abzustimmen.


39D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 78prüfungAbschlussprüfung Sommer 2002Einheitliche Prüfungsaufgabenin der Druckindustrie/im grafischen Gewerbegemäß § 37 (2) BBiG1754 SiebdruckerVerordnung vom 2. Mai 2000A: Praktische Prüfung(Zeit: 12 Std.)Aufgabe:Beschreibung:Herstellen eines mehrfarbigen Siebdruckproduktes unter Berücksichtigung der gewähltenW3-Qualifikationseinheit und unter Einbeziehung der Siebdruckvorstufe und der SiebdruckformherstellungSiebdruckproduktEndformat: verfahrensspezifisch (siehe W3-Qualifikation)Farben: 3-farbigBedruckstoff: nach Wahl des PrüfungsteilnehmersDruckbogenformat: verfahrensspezifisch (siehe W3-Qualifikation)Druckbogenauflage: verfahrensspezifisch (siehe W3-Qualifikation)Vorgaben für die Siebdruckvorstufe: siehe Anlage 1Arbeitsschritte:Vorstufe:Formherstellung:Drucken:Farbmischen:Arbeitsablauf:Abzugeben sind:Die auf der Anlage 1 aufgeführten Angaben sind für die Herstellung der Kopiervorlagen aufzubereiten.Der Herstellungsweg ist freigestellt, sollte aber in der Arbeitsablaufbeschreibung dargestellt werden.Das Verfahren für die Siebdruckformherstellung ist freigestellt. Alle erforderlichen Hilfszeichen sind zuintegrieren.Einrichten der Siebdruckmaschine für den Auftrag und drucken.Für eine Kundenpräsentation soll eine andere Farbe für das Produkt angemischt werden. Dazu wird vomörtlichen Prüfungsausschuss ein Farbmuster vorgegebenen, das nachzumischen ist.Die einzelnen Arbeitsschritte sind in einer Arbeitsablaufbeschreibung (Anlage 2) schriftlich zu dokumentieren.Die Dokumentation kann stichwortartig erfolgen und soll maximal eine DIN A4-Seite umfassen.Druckvorlagen (Daten, Filme), Druckergebnis, Farbmischprobe, Arbeitsablaufbeschreibung,persönliche Erklärung.Verfahrensspezifische Vorgaben (W3-Qualifikation)1. Bogensiebdruck Vorstufe: 2 Nutzen auf Druckbogen 50 cm x 70 cm, Rasterfrequenz mindestens 18.Die Vorgaben der Anlage 1 sind exakt einzuhalten.Die Prüfungskennnummer ist auf jeder Form zu integrieren.Auflage: 20 Bogen und eine Druckskala sind abzugeben.Zur Prüfung sind maximal 50 Druckbogen zur Verfügung zu stellen.2. Rollensiebdruck Endformat ist an die maschinellen Gegebenheiten anzupassen.Vorstufe: Rasterfrequenz mindestens 18. Die Vorgaben der Anlage 1 sind anzupassen.Die Prüfungskennnummer ist auf jeder Form zu integrieren.Auflage: mindestens 20 Zusammendrucke sind abzugeben.


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 40Abschlussprüfung3. Textilsiebdruck Endformat ist an die maschinellen Gegebenheiten anzupassen.Vorstufe: Rasterfrequenz mindestens 18. Die Vorgaben der Anlage 1 sind anzupassen.Die Prüfungskennnummer ist auf jeder Form zu integrieren.Auflage: mindestens 20 Zusammendrucke sind abzugeben.4. Körpersiebdruck Endformat ist an die maschinellen Gegebenheiten anzupassen.Vorstufe: Rasterfrequenz mindestens 18. Die Vorgaben der Anlage 1 sind anzupassen.Die Prüfungskennnummer ist auf jeder Form zu integrieren.Auflage: mindestens 20 Zusammendrucke sind abzugeben.5. Technischer Siebdruck Endformat ist an die maschinellen Gegebenheiten anzupassen.Vorstufe: Rasterfrequenz mindestens 18. Die Vorgaben der Anlage 1 sind anzupassen.Die Prüfungskennnummer ist auf jeder Form zu integrieren.Auflage: mindestens 20 Zusammendrucke sind abzugeben.6. Keramischer Siebdruck Endformat ist an die maschinellen Gegebenheiten anzupassen.Vorstufe: Rasterfrequenz mindestens 18. Die Vorgaben der Anlage 1 sind anzupassen.Die Prüfungskennnummer ist auf jeder Form zu integrieren.Auflage: mindestens 20 Zusammendrucke sind abzugeben.7. Glassiebdruck Endformat ist an die maschinellen Gegebenheiten anzupassen.Vorstufe: Rasterfrequenz mindestens 18. Die Vorgaben der Anlage 1 sind anzupassen.Die Prüfungskennnummer ist auf jeder Form zu integrieren.Auflage: mindestens 5 Zusammendrucke sind abzugeben.BetriebstypischeBesonderheiten:Bei der Aufgabenstellung konnten nicht alle betriebstypischen Besonderheiten berücksichtigt werden.Abweichungen von der Aufgabenstellung sind deshalb mit dem örtlichen Prüfungsausschuss abzustimmen.Anlage: 1 Blatt Arbeitsanweisung „Anlage 1“1 Blatt Arbeitsablaufbeschreibung „Anlage 2“Bewertungskriterien: Vorstufe/Formherstellung 30 %Drucken 50 %Farbmischen 10 %Arbeitsablauf 10 %Dieses Aufgabenblatt sowie alle weiteren Vorlagen sind zusammen mit den Arbeitsergebnissen abzuliefern. Auf allen vorzulegenden Prüfungsarbeitensind der Name des Prüfungsteilnehmers und des Ausbildungsbetriebes oder die Kenn-Nummer des Prüfungsteilnehmers anzugeben.Die Prüfungszeit ist auf der Ausführungs- und Zeitbescheinigung zu bestätigen.


41D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8DÄnderung der Verordnung Buchbinder/inam 11. Juli 2001 erlassenDer Ausbildungsberuf Buchbinder war nach der Neuordnung der Ausbildungsberufe Drucker und Siebdrucker undder Neuschaffung des Ausbildungsberufes Mediengestalter für Digital- und Printmedien der einzige Beruf derBranche, der in der Abschlussprüfung in der Rechtschreibung geprüft wurde. Dieses Prüfungsfach ist jetzt entfallen.Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat am 11. Juli 2001 die „Erste Verordnung zur Änderung derVerordnung über die Berufsausbildung zum Buchbinder/zur Buchbinderin“ erlassen. Sie tritt am 1. August 2001 inKraft.Damit werden in Abstimmung mit denSozialpartnern einige Prüfungsvorschriftender 1995 erlassenen Ausbildungsordnunggeändert. Insbesondere wird in der schriftlichenAbschlussprüfung das PrüfungsfachRechtschreibung gestrichen und so diePrüfungsstruktur an die der anderen Ausbildungsberufein der Branche angepasst.Die Änderungsverordnung wurde am18. Juli 2001 im Bundesgesetzblatt, Teil 1,Nr. 35, auf Seite 1577 veröffentlicht.Was bedeutet die Streichung desPrüfungsfaches Rechtschreibung fürdie Auszubildenden?Ab sofort gibt es kein Diktat mehr in denBuchbinderprüfungen!Das heißt nicht, dass ab sofort für BuchbinderRechtschreibung keine Rolle mehrspielt. In den Prüfungen müssen auchoffene Aufgabenstellungen schriftlichbeantwortet werden. Hier kommt es auchdarauf an, dass die Antwort leserlich undstrukturiert mit wenig Rechtschreibfehlerngeschrieben wird. „Fachliches und Ausdruck/Rechtschreibungsind nicht striktvoneinander zu trennen, und so wird dieRechtschreibung künftig zumindest unbewusstin der Technologie mitbewertet“, soein Prüfungsausschussmitglied.Die bisherige Verordnung wurde infolgenden Punkten geändert:Zwischenprüfung1. Die bisherige Arbeitsprobe b) „EinundUmstellen von zwei Buchbinderei-Maschinen“ wird geändert in „Einstellenvon Buchbinderei-Maschinen“. Damitbesteht Spielraum für den Prüfungsaufgaben-Erstellungsausschussggf. eineoder mehrere Maschinen prüfen zukönnen.2. In § 9, Abs. 4, Nr. 7, wird das Prüfungsgebiet„Rechtschreibung“ gestrichen.3. Der Hinweis in § 9, Abs. 5, zur Prüfungsdauerwird gestrichen.Abschlussprüfung:1. Das Wort „Prüfungsfach“ wird jeweilsdurch „Prüfungsbereich“ ersetzt.2. In den Arbeitsproben wird jeweils derText „Ein- und Umstellen von zweiMaschinen“ ersetzt durch „Einstellenvon Maschinen“.3. Die Gewichtung von Arbeitsproben undPrüfungsstücken in der FachrichtungDruckweiterverarbeitung wurde geändert.Bisher betrug die Gewichtungje 50 Prozent. Die neue Gewichtungbeträgt für die Arbeitsproben 60 Prozentund für die Prüfungsstücke 40 Prozent.Das Prüfungsfach Rechtschreibung wirdgestrichen.Innerhalb der Kenntnisprüfung sinddie Prüfungsbereiche wie folgt zugewichten:1. Prüfungsbereich Technologie,50 Prozent;2. Prüfungsbereich TechnischeMathematik, 30 Prozent;3. Prüfungsbereich Wirtschafts- undSozialkunde, 20 Prozent.Damit erhalten die fachbezogenen Prüfungsfächerdeutlich mehr Gewicht.Mit diesen Änderungen wird mehr Flexibilitätfür die Prüfungsaufgabenerstellungerreicht. Die Neuerungen werden bereitszur Winterprüfung 2001/2002 durch denZFA umgesetzt.■


AD R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 42Neue Ausbildungsordnung für Verpackungsmittelmechanikeram 1. August 2001 in Kraft getretenAm 5. April 2001 hat der Bundeswirtschaftsminister die neue Ausbildungsordnung für Verpackungsmittelmechanikererlassen. Sie ist am 1. August 2001 in Kraft getreten und ersetzt die Verordnung aus demJahr 1985, die angesichts der technologischen und arbeitsorganisatorischen Entwicklung in der Branchenicht mehr den Anforderungen entsprach.Die Eckwerte sehen im einzelnenwie folgt aus:■ Ausbildungsberufsbezeichnung:Verpackungsmittelmechaniker/Verpackungsmittelmechanikerin■ Ausbildungsdauer: 3 Jahre■ Berufsfeldzuordnung: Keine Änderung,wie bisher berufsfeldfrei■ Struktur des Ausbildungsgangs:Konzept mit Pflicht- undWahlqualifikationseinheiten■ Ausbildungsberufsbeschreibung:Strukturkonzept mit PflichtundWahlqualifikationseinheiten■ Zeitliche Gliederung der Ausbildung:Qualifikationseinheiten mitWochenangabeDie Veränderungen gegenüberdem bisherigen Berufsbild stellensich wie folgt dar:■ Weniger Metalltechnik, mehr Steuerungstechnikund EDV-Anwendungsowie Arbeitsorganisation. Eine Prüfungim Bereich der Metalltechnik wird nurnoch in der Zwischenprüfung durchgeführt,damit entfällt die zeit- undkostenaufwendige Vorbereitung diesesPrüfungsteils für die Abschlussprüfung.■ Zweiteilung des Ausbildungsrahmenplansin einen Bereich vor und einenBereich nach der Zwischenprüfung. Dasergibt für die Betriebe einen größerenGestaltungsspielraum für die Ausführungdes betrieblichen Ausbildungsplans.■ Analog den Ausbildungsordnungenfür Drucker, Siebdrucker und Mediengestaltersieht die Ausbildungsordnungfür Verpackungsmittelmechaniker Wahlmöglichkeitenvor. Zwei im Ausbildungsvertragfestzulegende Qualifikationseinheitenkönnen aus einer Auswahllisteausgewählt werden. Die Wahlqualifikationseinheitensind mit jeweils 10 Wochengeplant. Die Wahlqualifikationseinheitenbieten den ausbildenden Betrieben nachMeinung der Expertenkommission dieMöglichkeit, besser auf die Bedürfnisseund Eigenheiten des ausbildendenBetriebes einzugehen.Verpackungsmittelmechaniker/inFür alle zu vermittelnden QualifikationseinheitenWochenstd. Wochenstd.vor ZP nach ZPBerufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,Während der gesamtenAufbau/Organisation des Ausbildungsbetriebes,Ausbildung zu vermittelnSicherheit und Gesundheitsschutz, UmweltschutzArbeitsorganisation 6qualitätssichernde Maßnahmen 4 5Metallbearbeitung 16Packmittelentwicklung 6 6Werkzeugvorbereitung 8Fertigungsverfahren 20 26produktorientierte Prozesssteuerung 20Steuerungselemente 6Pack- und Packhilfsstoffe 6Handhabung von Daten (Datenhandling) 6Wahlqualifikationseinheit 10Wahlqualifikationseinheit 10WahlqualifikationseinheitenSteuerungstechnikWerkzeugbauVeredelungstechnikMess- und LabortechnikLeitstandtechnik und InlineproduktionComputerunterstützte MustererstellungPackmitteldesignInternationale Kompetenz


43D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8ZwischenprüfungPraktischer TeilZwei Aufgabenin höchstens acht StundenSchriftlicher Teilin höchstens 180 Minuten1. Manuelles Bearbeiten und Zusammenbauen Aufgaben aus folgenden Gebieten:metallischer Bauteile, dabei Aufbauen und ■ ArbeitsorganisationPrüfen von Steuerungselementen nach Plan ■ qualitätssichernde Maßnahmen■ berufsbezogene arbeits- undundsozialrechtliche Vorschriften■ Handhabung von Daten (Datenhandling)2. Anfertigen eines Handmusters, einschließ- ■ Metallbearbeitung und Steuerungselementelich Skizze mit Bemaßung und Linien- ■ Pack- und Packhilfsstoffe,bezeichnung.Packmittelentwicklung■ FertigungsverfahrenAbschlussprüfungPraktischer TeilZwei Aufgaben in höchstens vierzehnStunden unter Berücksichtigungeiner WahlqualifikationseinheitSchriftlicher TeilPrüfungsbereich1. Herstellen eines Musters nach gegebenen Packmittelentwicklung undVorgabenWerkzeugvorbereitunghöchstens 120 Min. (40 Prozent)undProduktionssysteme und2. auftragsgerechtes Einstellen zweier Fertigungssteuerung (Sperrfach)Maschinen verschiedenartiger Fertigungs-höchstens 120 Min. (40 Prozent)verfahren.Wirtschafts- und Sozialkundehöchstens 60 Min. (20 Prozent)


WD R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 44Mediengestalter für Digital- und PrintmedienKonzeption undAbschlussprüfung Winter 2001/02Gestaltung – Non-Print1. Vertragsrecht, WerkvertragWie bereits in der Zwischenprüfung und der Sommer-Abschlussprüfung diesen Jahres,2. Marketing, Digitaldruckveröffentlichen wir hiermit auch für die anstehende Abschlussprüfung die Prüfungsgebiete3. Werbung, Online-Werbungder schriftlichen Prüfung. Die fachrichtungsübergreifenden Aufgaben werden dabei nichtberücksichtigt, da es sich in diesem Prüfungsteil um Basiswissen handelt.Folgende Informationen sollen bei den umfassenden Ausbildungsinhalten des Ausbildungsberufeseine Hilfestellung zur Prüfungsvorbereitung sein.Neues aus der4. Projektmanagement,Projektstrukturierung5. Kaufmännische Grundlagen,ZuschlagskalkulationFachrichtungsspezifischer Teil:MediendesignKonzeption und Gestaltung – Print1. Wahrnehmungskriterien2. Gestaltungsgrundlagen3. Grundlagen der Gestaltungstheorie4. Gestaltung mit Schrift5. Werbeorientierte GestaltungMedienintegration undMedienausgabe – Print1. Tonwertkorrektur2. Dateiformate3. Servertechnologie4. Farbmetrik5. BildbearbeitungKonzeption und Gestaltung –Non-Print1. Web-Animationen2. Bildkomposition3. Gestaltungsgrundlagen4. Informationsgrafik5. Farbwirkung, FarbkompositionMedienintegration undMedienausgabe – Non-Print1. Bildkorrektur2. Animationsarten3. Netzwerkgrundlagen4. HTML-Grundlagen5. Websiteerstellung (Plattform, Browser)MedienoperatingKonzeption und Gestaltung – Print1. Planung des Arbeitsablaufes2. Schriftaussage3. Mikrotypografie4. Gestaltungsmittel5. TextgliederungMedienintegration undMedienausgabe – Print1. Farbseparation2. Dateiformate3. Digitalisierung4. Farbmetrik5. BildbearbeitungKonzeption undGestaltung – Non-Print1. Web-Animationen2. Bildkomposition3. Screendesign4. Informationsgrafik5. BildschirmtypografieMedienintegration undMedienausgabe – Non-Print1. Videodaten/DVD2. Animationsarten3. Netzwerkgrundlagen4. HTML-Grundlagen5. Datenbankanwendungen im WebMedienberatungKonzeption und Gestaltung – Print1. Vertragsrecht, Werkvertrag2. Marketing, Digitaldruck3. Leistungsrechnung – Zeitarten4. Kostenrechnung – auflagenfix,auflagenvariabel5. Kaufmännische Grundlagen,ZuschlagskalkulationMedienintegration undMedienausgabe – Print1. Datenhandling, Datenübernahme2. Datenintegration, Druckverfahren3. Datenbearbeitung, CD-Formate4. Telekommunikation, Datenübertragung5. Medienintegration, FarbräumeMedienintegration undMedienausgabe – Non-Print1. Datenhandling, Datenübernahme2. Telekommunikation, Internet3. Datenbearbeitung, CD-Formate4. Telekommunikation, Datenübertragung5. Medienintegration, FarbräumeMedientechnikKonzeption und Gestaltung – Offset1. Gestaltungsmittel Farbe2. Druckformherstellung3. Druckkapazität und -kosten4. Bildbearbeitung5. GeschäftsdrucksachenMedienintegration undMedienausgabe – Offset1. CD-Formate2. Druckprogramm3. PDF-Workflow4. DatenhandlingKonzeption und Gestaltung –Digitale Ausgabe1. Digitalkamera2. Gestaltungsmittel3. Bildbearbeitung4. Druckkapazität und -kostenMedienintegration undMedienausgabe – Digitale Ausgabe1. Drucktechnologien2. PDF-Workflow3. Farbmetrik4. Digitalkamera5. Druckfarben


45D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8PrüfungsaufgabenerstellungMediengestalter für Digital- und PrintmedienPrüfungsbereich 3: KommunikationKommunikation ist einer von vier Prüfungsbereichen der Mediengestalter-Zwischen- undAbschlussprüfungen. In den bisherigen Mediengestalter-Prüfungen wurden aus diesemThemenkomplex zwei verschiedene Fähigkeiten geprüft und zu gleichen Teilen bewertet:1. Deutsche RechtschreibkenntnisseHierbei war ein für eine Fachzeitschriftbestimmter fehlerhafter Text mit Hilfeeines Rechtschreib-Nachschlagewerkesund unter Verwendung der Korrekturzeichennach DIN 16511 zu berichtigen.2. EnglischkenntnisseHierbei galt es, Aussagen einer englischenBedienungsanleitung für Computer-Hard-oder Software sinngemäßin Deutsch wiederzugeben. Eine exaktwörtliche Übersetzung war dabei nichtverlangt; erlaubte Hilfsmittel warenein englisches Fachwörterbuch undein englisches Wörterbuch englischdeutsch/deutsch-englisch.Der Bereich Kommunikation istallerdings größer als es die bisherigeThemenauswahl zeigt. Moderne Arbeitsprozessesind neben technischen Bedingungenauch maßgeblich durch dieinnerbetriebliche Kommunikation und dieKommunikation zwischen Kunde undBetrieb bestimmt. Daher ist die Vermittlungvon Kommunikationskompetenzen zentralerBereich der betrieblichen Ausbildung.In der Berufsschule ist Kommunikationnicht nur Thema des Deutschunterrichts,sondern ist gleichermaßen in den berufsbezogenenLernfeldern enthalten. Um dieVielfalt dieses Bereiches auch in derPrüfung abzubilden, sind über das Korrekturlesenhinaus weitere Themen denkbar.Die untenstehende Liste gibt dazu Ideenwieder, die den Rahmen für künftige Prüfungenabgeben sollen.Englische PrüfungsaufgabenDie Vermittlung englischsprachiger Kompetenzenist nach wie vor integrativerBestandteil des berufsbezogenen Unterrichtsund der betrieblichen Ausbildung.Übersetzungen als Prüfungsthema sind zusehr schulorientiert und zu wenig berufsorientiert.Der Prüfungsbestandteil Englischwird künftig die Bereiche Texte verstehenund Texte produzieren enthalten.Keine Angst, das Prüfungsniveauwird nicht von einer zur nächsten Prüfungdrastisch gesteigert werden. ZweisprachigeWörterbücher – auch Fachwörterbücher– sind als Hilfsmittel weiterhin zugelassen.Neue KommunikationsaufgabenDas Themenspektrum künftigerPrüfungen sieht wie folgt aus:■ Informationen strukturieren■ Texte gliedern/kürzen■ Dokumentationen erstellen■ Protokolle verfassen■ Telefonate führen/analysieren■ Kommentieren von Print- undNon-Print-ProduktenFolgende Themen sind auch alsenglischsprachige Varianten denkbar:■ Internetrecherche durchführen■ E-Mail beantworten■ Geschäftsbriefe verfassenDer bisherige PrüfungsinhaltKorrekturlesen bleibt als Variante erhalten.Wenn innerhalb eines anderen Themasdie Verwendung von Korrekturzeichenerwartet wird, ist dies in der Aufgabeformuliert. Die Bewertungskriterien zuallen Prüfungsbestandteilen werdenwegen der wechselnden Aufgaben inden Prüfungen benannt.Ab der Mediengestalter-Zwischenprüfungim Frühjahr 2002 wird eine solcheAufgabe zum Einsatz kommen. FolgendeBeispielaufgabe soll zur Vorbereitungdienen und den Anspruch einer solchenAufgabenstellung verdeutlichen:Bereich Kommunikation:Thema „Protokoll verfassen“Aufgabe: Wandeln Sie den vorliegendenAuszug aus einem Verlaufsprotokoll inein Ergebnisprotokoll um.Protokoll über die Besprechung am27. 08. 2001 (Auszug)Ort: ATS Köln, Raum IIaAnwesend: Herr Braun, Frau Dörner,Frau Gerhardt, Herr Maibrecht,Herr Lange, Frau SängerAbwesend: Frau Berg (Außentermin),Herr Wagner (erkrankt)Protokoll: Frau DörnerThemen:1. Absprachen für die 35. Kalenderwoche2. Bewerbung von Praktikanten3. geplante Investitionen4. Urlaubsplanung Winter 2001/20025. VerschiedenesBeginn: 09.00 UhrEnde: 10.30 UhrAuszug . . .2. Bewerbung von PraktikantenHerr Lange berichtet, dass ihm seit Endeder Sommerferien bereits sieben Bewerbungenbzw. Anfragen von Schülern fürein Praktikum vorlägen.Frau Gerhardt bittet um genauereInformationen hierzu.Herr Lange erläutert, dass es sichbei allen Bewerbungen und Anfragen umSchülerinnen und Schüler von Gymnasien(Goethe-Gymnasium und Novalis-GymnasiumKöln) handle, die in der Klasse 9 einschulisch begleitetes Praktikum absolvierensollen.


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 46Neues aus derFrau Sänger fragt nach, für welchenTätigkeitsbereich die Anfragen vorlägenund wie lange das Praktikum dauern solle.Herr Lange kann dies nicht beantworten,will diese Frage aber noch mit denSchulen abklären.Herr Maibrecht möchte von denAnwesenden wissen, ob es überhauptsinnvoll sei, sich an diesem Praktikum zubeteiligen. Die Erfahrungen im letzten Jahrseien negativ gewesen: Die Schüler seienschlecht vorbereitet und wenig motiviertgewesen.Herr Lange hält das Angebot vonPraktikumsplätzen für sinnvoll, um Schülernein realistisches Bild über die Arbeitsweltzu vermitteln. Er schlägt ein Gespräch mitden beteiligten Lehrern vor, um das Praktikumsinnvoll zu gestalten.Frau Gerhardt schließt sich HerrnLange an, bittet aber darum, die Zahl derPraktikanten auf höchstens zwei Schüler zubegrenzen; mehr sei neben dem täglichenGeschäft nicht zu leisten.Herr Lange schlägt vor, dass ersich mit den Lehrern in Verbindung setztund die notwendigen Absprachen trifft. Erwill auch eine kleine Übersicht über dieBewerber erstellen, damit man gemeinsameine Auswahl treffen kann.Frau Dörner hält dies für viel zuaufwändig. Sie hält es für ausreichend,dass Herr Lange alle Fragen mit denLehrern der Schule klärt und eine Auswahlvon höchstens zwei Praktikanten selbstvornimmt.Der Vorschlag wird einstimmigangenommen.Herr Lange soll in einer der nächstenBesprechungen über das Ergebnisberichten.Düsseldorf, 27. 08. 2001Frau Dörner (Protokoll)Bewertungskriterien:■ Beschränkung auf knappe Darstellungdes Sachverhaltes■ Wiedergabe der wichtigsten Ergebnisse,Beschlüsse, Termine und ggf.Abstimmungsergebnisse■ Sachliche Darstellung im Präsens■ Rechtschreibung/AusdruckWirtschafts- und Sozialkunde – AbschlussprüfungenZukünftig wird der ZFA für die Abschlussprüfung die Wirtschafts- und Sozialkunde-Aufgabensätze der PAL* verwenden. Diese Vereinbarung zwischen dem DeutschenIndustrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentral-FachausschussBerufsbildung Druck und Medien (ZFA) trat am 1. März 2001 in Kraft und galtdamit erstmalig zur Sommer-Abschlussprüfung 2001.Diese Änderung gilt nur für denPrüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“.die Höchstpunktezahl jeder ungebundenAufgabe ist 7,5.Der Aufgabensatz für die Wirtschafts-25 Aufgaben x 2,8 Punkte 70 Punkteund Sozialkunde enthält 30 pro-grammierte (gebundene) und 6 offene4 Aufgaben x 7,5 Punkte 30 Punkte100 Punkte(ungebundene) Aufgabenstellungen. Allerdingsmüssen von den 30 gebundenen nur25 und von den 6 offenen nur 4 Aufgabenbearbeitet werden. Die Prüfungsteilnehmer/innenFür die Bearbeitung des Aufgabensatzesist eine Vorgabezeit von 45 Minutenfestgelegt.können also selbst entscheiden,welche Aufgaben Sie nicht lösen möchten.Für jede richtige Antwort einergebundenen Aufgabe gibt es 2,8 Punkte,Diese neue Vereinbarung gilt für alleZFA-Berufe:■ Mediengestalter fürDigital- und Printmedien■ Schriftsetzer■ Werbe- und Medienvorlagenhersteller■ Reprohersteller■ Reprograf■ Flexograf■ Drucker■ Siebdrucker■ Buchbinder■ Kartograph■ Verpackungsmittelmechaniker*) Stuttgarter Prüfungsaufgaben- undLehrmittel-Entwicklungsstelle


47D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8PrüfungsaufgabenerstellungBuchbinderAm 14. und 15. Mai 2001 tagte der Prüfungsaufgabenersteller-Ausschuss, umdie Zwischen- und Abschlussprüfungen für das Jahr 2002 zu erstellen.Neues zu den Buchbinder-Prüfungen 2002:ZwischenprüfungTechnologie: hier bleibt alles unverändert.Die Prüfungsfragen der schriftlichen Zwischenprüfungsind aus folgenden Prüfungsgebietenzu erwarten.Nach intensiver Diskussion einigteman sich auf diese zeitgemäße Aufteilung,nämlich 10 Multiple-Choice-Aufgabendurch 2 offene zu ersetzen. Von den15 programmierten Fragen kommen 6 ausBereiche Anzahl der Fragendem Bereich der Werkstoffkunde und9 aus dem Bereich der Arbeitstechniken.■ Werkstoffe 3Themenspezifisch soll es keine Überschneidungenmit den 2 offenen AufgabenstellungenPapier/Karton/PappeEinbandstoffeKlebstoffe und HilfsstoffeSonstiges■ Arbeitstechniken 5aus dem fachrichtungs-übergreifenden Teil geben.Die 5 offenen Aufgabenstellungender drei Fachrichtungen „Einzel- undSonderfertigung“, „Buchfertigung (Serie)“Arbeitsabläufe planen und vorbereitenSchneidenFalzenSammeln und ZusammentragenundDruckweiterverarbeitung (Serie)“beziehen sich alle auf einen fiktivenAuftrag, können allerdings auch getrenntvoneinander gelöst werden.Heften und BindenKlebenVerpacken und VersandfertigmachenTransportieren und LagernTechnische Mathematik: In den neuenPrüfungsbogen sind drei der fünf Rechenaufgabenauf denselben Auftrag bezogen■ Naturwissenschaften/EDV 1 (sogenannte Projektaufgaben). Die Fragestellung■ Arbeitssicherheit 1ist so konzipiert, dass jede Aufga-AbschlussprüfungTechnologie: Es gibt eine neue Aufteilungbe auch separat gelöst werden kann, dieÜbernahme von Teilergebnissen jedoch zueiner schnelleren Lösung führt. Wird allerdingsvon Multiple-Choice-Fragen undoffenen Aufgabenstellungen.ein falsches Ergebnis in eine derfolgenden Aufgaben übernommen, so darfdies nicht nochmals als Fehler gewertetFachrichtungsübergreifender Teil:15 Multiple-Choice-Aufgabená 2 Punkte 30 P.werden.Da die Projektaufgaben bisherindustriell orientiert sind, wurden für die2 offene Aufgabenstellungená 10 Punkte 20 P.beiden verbleibenden Aufgaben jeweilsInhalte gewählt, die auch im Rahmen derFachrichtungsspezifischer Teil:5 offene Aufgabenstellungená 10 Punkte 50 P.100 P.Einzel- und Sonderfertigung relevant sind.Rechtschreibung: entfälltWirtschafts- und Sozialkunde: seitder Sommerabschlussprüfung im Mai 2001werden hier die PAL-Aufgaben übernommen.(siehe Seite 46)Fertigkeitsprüfung: Der Reaktion derPrüfungsausschüsse auf die letzten Prüfungenist zu entnehmen, dass die praktischePrüfung in vielen Fällen als zu leicht empfundenwurde. Da die Verordnung überdie Berufsausbildung zum Buchbinder vom8. Dezember 1995 Zahl und Art der Prüfungsstückeund Arbeitsproben jedocheindeutig vorgibt, kann der ZFA hier keineabweichenden Prüfungsaufgaben (z. B.freies Stück) stellen. Deshalb wurde versucht,durch Anheben der Anforderungenfür die vorgegebenen Prüfungsstücke undArbeitsproben eine höhere Schwierigkeitsstufezu erreichen. Außerdem wurde dieAnregung aufgenommen, Richtzeitwertefür Prüfungsstücke und Arbeitsprobengenauer zu differenzieren.Auf Unverständnis stößt teilweise,dass verfahrensspezifische Abläufe undMaterialberechnungen in der Fertigkeitsprüfungauftauchen, obwohl diese Bereichebereits in der Kenntnisprüfung abgedecktsind. Nach der Verordnung sinddiese Themen allerdings eindeutig ebenfallsder Fertigkeitsprüfung zugeordnet.Mit der Arbeitsprobe Messen undPrüfen (z. B. Materialprüfung, EingangsundQualitätskontrolle) wurde eine weitereNeuheit der Verordnung realisiert.Auf dem Bewertungsbogen für dieAbschlussprüfung wurden die Arbeitsprobenund Prüfungsstücke mit unterschiedlichenMultiplikatoren gewichtet, soweitdies im Rahmen der prozentualen Vorgabender Verordnung möglich ist. Dies führtzu einer Aufwertung der Maschinenprüfungin den Schwerpunkten „Buchfertigung(Serie)“ undDruckweiterverarbeitung(Serie)“ und zu einer Abwertung derArbeitsproben Verfahrensweg, Materialberechnung,Falzmuster, Messen undPrüfen etc.Achtung: Da auch MaterialberechnungenBestandteil der Fertigkeitsprüfungsein können, ist ein Taschenrechnererlaubt. Die Prüfungsausschüsse findenzukünftig auch die Ergebnisse dieserBerechnungen im Lösungsheft.■


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 7 48ZTypografie – Freiheit, die ich meine ...Zum „Lehren“ sagt Rabbi Eliser: „Ein Mensch ist verpflichtet, seinen Schülern einen Abschnitt viermal zu lehren.Hier ist vom Leichteren aufs Schwere zu schließen; ... Rabbi Akiwa sagt: ... dass ein Mensch verpflichtet ist, seinenSchüler so lange zu lehren, bis er es gelernt hat ...“ (Ernwin 54 b). Diesem Rat folgend, sollen einige mikrotypografischeGesetzmäßigkeiten, die durch die elektronische Datenverarbeitung in Vergessenheit zu geraten drohen,in neuem Lichte betrachtet werden. Nicht um sie zu unumstößlichen Dogmen zu machen, sondern um derSinnhaftigkeit ihrer Entstehung nachzuspüren, und um durch die Motivation für eine zeitgemäße Anwendungzur Qualitätssteigerung in den Print- und anderen Medien beizutragen.aEtliche Bücher und viele Aufsätze sindschon geschrieben worden über das typografischeGestalten von Texten. Sie werden– so scheint es – zum Teil durch die verändertenProduktionsbedingungen immerweniger beachtet, und nur wenige befassensich heutzutage noch eingehend undernsthaft mit dem kreativen Gebiet derTextgestaltung; machen sich tiefere Gedankenüber die Wahl der Druckschrift, dielesegerechte Spaltenbreite und so weiter,wenn es gilt, geschriebene Worte undSätze in eine adäquate drucktechnischeForm zu bringen. Heute beschäftigt mansich beinahe ausschließlich mit bildmäßigerGestaltung, die Sensibilität für Schrift nimmtmerklich ab.Die im Bleisatz „gefesselte Phantasie“wurde befreit durch die nahezu uneingeschränktenMöglichkeiten, die von denheute eingesetzten technischen Möglichkeitengeboten werden. Während einerseitsaus Bequemlichkeit und Unkenntnisdiese Vielfalt oft gar nicht genutzt wird,greift andererseits Zügellosigkeit und Willkürausufernd um sich, und es ist deshalbwohl angebracht, für maßvolle Selbstdisziplinder Printmedien nicht nur dem Geistenach, sondern auch in der äußeren Formeinzutreten. Und es ist sicherlich derfalsche Weg, die Aufmerksamkeit der übersättigtenKonsumenten durch immer nochverrücktere, reißerischere Aufmachung zuerregen. Was wir heute vielmehr brauchenist eine Renaissance der typografischenGediegenheit, eine vernünftige Sinngebungmit den jetzt üblichen elektronischenWerkzeugen.Die SchriftwahlZur „Freiheit der Schrift“ sei ein kurzerRückblick gestattet. Schon seit jeher hates das gegeben, dass Druckschriften, dieals Originale vorgelegen sind, von verschiedenenSchriftgießereien unterschiedlich„interpretiert“ wurden. Das heißt, siemussten dem Geschmack eines Ladensoder der Mode angepasst werden. Demnachsah eine Type, die Nebiolo in Italienauf den Markt brachte, anders aus, alsdie gleichnamige von der AmsterdamerLettergieterey. Der Charakter blieb zwarder Gleiche, aber zum Beispiel Strichstärkeoder Ober- und Unterlängen differiertenein wenig. Vor etlichen Jahren führte dieseine von IBM herausgebrachte Studie,anhand ihrer weltweit verwendetenHausschrift, der klassizistischen Bodoni,exemplarisch vor Augen.Ein Zäsur trat dann mit der Erfindungder Zeilensetz- und Gießmaschinenein. Aneinander gereihte Matrizen erfordertenfür den Gießvorgang eine gewisseWandstärke, was sich auf das Fleisch derBuchstaben auswirkte. Waren diese Stegezu dünn, brannten sie leicht aus und esentstanden bei zu geringem Anpressdruckund ungenügender Pflege die berüchtigten„Spieße“. Durch diese technischen Notwendigkeitenwurde das Schriftbild alsogeringfügig etwas lichter, blieb aber sonstweitgehend unverändert.Mit der Ausbreitung des Offsetdrucksbegann die Nachfrage nach Fotosatzgeräten.Wieder mussten die Schriftender neuen Technik gerecht werden, dennunter anderem fielen allzu feine Serifeneiner nicht ganz exakten Belichtung undEntwicklung zum Opfer. Besonders beiNegativschriften, die nun leicht möglichwaren, fiel das ins Gewicht, und derAusdruck der Buchstaben neigte zu einergewissen Plumpheit.Die größte Wende kam aber mitder Erfindung der elektronisch aufbereitetenkörperlosen Schrift, deren Digitalisierungeine fast schrankenlose Modifikationerlaubt. Durch diese Freiheiten wurdenleider manche Programmierer mit ungenügenderFachkenntnis verführt, Raubkopienklassischer Schrifttypen herzustellen. Umden Lizenzgebühren zu entgehen, verändertensie einzelne Figuren geringfügigund belegten ihre „Kreationen“ mit anderenNamen. So entstanden dutzende einanderextrem ähnliche Abwandlungen voneinigen wenigen Originalschnitten, waseigentlich für den Typografen keine Erweiterungder gestalterischen Möglichkeitenbrachte.Die einstigen Schriftgießereiennahmen bei Ihren Schriftschnitten aufdie technischen Möglichkeiten des BuchdrucksRücksicht und zeichneten beispiels-


49D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 7bcdefghweise um das Licht der Punzenweite zuerhalten kleine Schriftgrade offener alsgroße. Bei den digitalisierten Kopien alterDruckschriften wird dieser Umstand vielfachnicht bedacht. Alle Schriftgrößen werdenaus einem Grundmuster abgeleitet,was dann trotz größerer Schärfe des Bildeszu unguten Formen von Verdichtungenführt. Eine ähnliche Wirkung ergibt dieelektronische Veränderung der Laufweite;eine Groteskschrift kann dadurch völligihren Charakter verlieren. Der gleicheEffekt bildet sich natürlich sowohl durchelektronische Verschmälerung wie Verbreiterungder Schrift, beides darf daher nurin Ausnahmefällen und mit großer Vorsichtvorgenommen werden. Besonders beiTitelzeilen, bei denen diese Verzerrungdurch die Größe natürlich extrem auffällt,führt dies zu schauerlichen Ergebnissen.Ebenfalls zu unterlassen ist derVersuch, eine Antiquaschrift durch elektronischesSchrägstellen zu einer Kursiven zumachen. Kursivschnitte von Antiquaschriftensollen den Ausdruck einer Handschriftvermitteln, und müssen daher der Grundformzwar angepasst, aber doch gänzlichneu gestaltet werden, mit Abrundungenund Weglassen einiger Serifen (Bild 1).Recht deutlich ist das zum Beispiel bei derGaramond Alt von Adobe zu sehen, wosogar viele Zierbuchstaben mit verlängertenAusläufen und Sonderzeichen sowieOriginal-Schmuckstück angeboten werden.Wenn man Kenntnis der Herkunft dieserAbarten hat, lassen sich damit sicher Akzidenzenvon besonderer Eigenart gestalten.Man wird unter den Schriftmustern allerdingskaum mehrere solcher Sonderfontsmit speziell gezeichneten Kursivschnittenfinden, wenn man bei billigen Schriftnachahmungenmit Phantasienamen sucht.Einige BrotschriftenSehen wir uns zunächst einige Typen fürden Mengensatz genauer an, die heutzutagenicht allzu oft in Gebrauch stehen.Zum Beispiel die „Walbaum“, Lieblingstypedes Spitzentypografen Lange, die eben nurdort einzusetzen ist, wo sie dem Inhalt desTextes auch entspricht, das heißt, ihn sinnvollverdeutlicht (Bild 2). Sie hat unter denhunderten Angeboten kaum jemals Nachahmungengefunden, weil sie so perfektgezeichnet ist, dass sie wegen ihrer relativgroßen Mittellängen bestens lesbar wird.Nicht ganz nebenbei ist zu erwähnen, dasses auch eine Walbaum-Fraktur gibt, die aberzu einer vernachlässigten Grundform zählt,welche fast nie mehr in Verwendung ist.Eine andere klassizistische Antiquawäre die „Bodoni“, deren Konstruktionim Gegensatz breiter und fetter wirkt, wasihr einen behäbigen, aber immer nochstrengen Ausdruck verleiht (Bild 3). DieserVergleich dürfte genügen, um sich inder Auswahl brauchbarer Formen dieserstilistischen Art zurecht zu finden.Bild 1Garamond kursiv 22, 118abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZGaramond halbfett kursiv 22, 118abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZBild 2Walbaum 34, 127, 194abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZWalbaum kursiv 34, 128abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZWalbaum halbfett 34abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 50Bild 3Bodoni 37abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZBild 4Garamond 22, 117, 181abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZBild 5Times 28abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZBodoni kursiv 37abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZGaramond kursiv 22, 118abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZTimes kursiv 28abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZBodoni halbfett 37abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZGaramond halbfett 23, 119abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZTimes fett 28abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZBodoni halbfett kursiv 38abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZGaramond halbfett kursiv 23abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZTimes fett kursiv 29abcdefghijklmnopqrstuvwxyz1234567890ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZvon Ing. Alfred MatousekVon den Mediävalschriften ist dieGaramond-Antiqua (Bild 4) so einzigartig,dass viele andere ebenfalls zurücktretenmüssen, und auch die perfekt gestaltete„Times“ (Bild 5) – eigentlich als Zeitungsschriftentworfen – dominiert in ihrerZeichnung so variantenreich, dass nahezujedes Themengebiet damit ausgedrücktwerden kann – allerdings eher unspezifischgedeutet. Wo bleiben aber die anderen,mit eigener Charakteristik ausgestattetenFormen wie etwa die Plinius unseres AltmeistersLarisch, oder die bodenständigeMönch-Anitqua von Durstmüller d. Ä.?Auch die kräftige Genzsch fehlt mir indieser Reihe; und wo einst die Augusteafür alle amtlichen Dokumente und Drucksortenbei uns verwendet wurde, ist indieser Kategorie nur die häufiger vertreteneSchool-Book vorhanden. Alle anderentypischen Schriften sind den billigenAbwandlungen zum Opfer gefallen, diekaum eine besondere Ausprägung aufweisen,welche einer qualitätsvollenAnwendung eigen sein sollte – daherzeigen so viele Druck-Erzeugnisse heuteein gleiches, fast uniformes Gesicht desMengensatzes.■Fortsetzung folgt


51D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8OCeBIT 2001 – Trendsund ThemenOb Highspeed-Internet, Bluetooth, High-Tech-Digitalkameras, leistungsfähigeDigitaldrucksysteme oder Mobilfunk. Aufder CeBIT wurden auch in diesem Jahrwieder zukunftsweisende Technologien undProdukte vorgestellt. Der Rekord von830 000 Besuchern zeigte, dass die Messeeine wichtige Orientierung für die Trendsin der digitalen Kommunikationswelt bietet.Höhere Kapazitäten bei neuenSpeichermedienDie Menge der digital gespeichertenDaten wächst in einem atemberaubendenTempo. Fast mit der gleichen Geschwindigkeitentwickelte sich in den letzten Jahrendie Anzahl der verschiedenen Speichermedien,auf denen diese Daten abgelegtwerden können. Das Spektrum reicht vonder herkömmlichen Diskette bis zu optischenMedien mit sehr hoher Kapazität.Das gesamte Spektrum an digitalen Speichermedienwar auf der CeBIT zu sehen,wobei bei den magnetischen Datenträgernein Trend zur Miniaturisierung festzustellenwar.Obwohl noch die meisten aller neugebauten Computer mit einem Diskettenlaufwerkausgestattet sind, ließ sich aufder Messe nicht übersehen, dass dieStandard-Diskette allmählich in die Jahregekommen ist. Neuere Medien wie„Superdisk“ oder „Zip-Disk“ bieten höhereKapazitäten und schnelleren Zugriff. Amelegantesten lassen sich die Beschränkungenherkömmlicher Disketten durch denEinbau eines Superdisk-Laufwerks umgehen:Diese Technik ist kompatibel zu demvertrauten Standard, und die Superdisk-Datenträger sehen der herkömmlichenDiskette äußerlich zum Verwechselnähnlich. Aber die Kapazität konnte mit120 MByte auf fast das Zehnfache gesteigertwerden. Auch die Zugriffs- undÜbertragungsgeschwindigkeit wurden dengestiegenen Datenmengen angepasst.Superdisk-Laufwerke werden von vielenHerstellern als Option in die Rechner eingebaut.Die sogenannte „Zip-Disk“ fasst100 MByte, als „Zip 250“ sogar 250 MByte.Die Miniaturisierung der magnetischenDatenträger lässt sich am Beispielder Festplatten deutlich machen. So sindFestplatten mit den Abmessungen einesFünfmarkstücks erhältlich, die Datenmengenvon mehreren Gigabyte aufnehmenkönnen. Gleichzeitig wächst die Kapazitätder „normalen“ Festplatten im gleichenTempo weiter wie bisher. Kapazitäten von100 Gigabyte und mehr pro Platte sindmöglich. Um diese Datenmengen auchmit dem angemessenen Tempo zwischenMassenspeicher und Zentraleinheit (bzw.Hauptspeicher) transportieren zu können,wird die Schnittstellentechnik laufendverbessert. Im PC-Bereich wird die IDE-Technik (Integrated Device Electronics)ihre angestammte Position halten können,während im Segment der Server die SCSI-Schnittstelle (Small Computer StandardInterface) in ihren verschiedenen Ausprägungenden Markt dominiert. Mit dieserTechnik realisierte Laufwerke lesen undschreiben bis zur dreifachen Datenmengegegenüber IDE-Laufwerken. Die Plattenlaufen außerdem immer schneller. Drehzahlenvon 7500 Umdrehungen proMinute sind bereits keine Seltenheit mehr.Neben den magnetischen Datenträgernverbuchten deren optische Kollegenebenfalls großes Interesse. So gehörtein CD-ROM-Laufwerk mittlerweile zurStandardausstattung eines jeden Rechners– ob Server, Desktop oder Notebook.Zunehmend werden optische Medien auchzur Datensicherung eingesetzt – als CD-Rfür das einmalige Beschreiben oder alsCD-RW für mehrfache Schreibvorgänge.In der Praxis macht das allerdings keinengroßen Unterschied, denn heutige CD-Brenner beherrschen durchweg beideBetriebsarten.Bald soll es CD-R-Rohlinge sogarmit 1,3 Gigabyte Speicherkapazität geben.Die westfälische Firma Disc4You hat entsprechendeRohlinge gemeinsam mitdem Softwarepublisher SAD auf der CeBITgezeigt. Wie bei den bisherigen CD-R-Rohlingen mit Überlänge wird das Speichervolumendurch Engerlegen der Spurenund durch das so genannte „Überbrennen“erhöht. Die neue CD soll umfassendenKompatibilitätstests unterzogen wordensein. Zum Brennen der 1,3-Gigabyte-Rohlinge soll z. B. die neue Version 4.0des Brennerprogramms CDRWIN vonGoldenhawk sowie das KopierprogrammDiscJuggler von Padus geeignet sein.Die 1,3-Gigabyte-CD-R wird voraussichtlichab Ende 2001 im Handel erhältlich sein.Als interessanteste Alternative zuden CD-R- und CD-RW-Datenträgern hatsich die DVD (Digital Versatile Disc) entwickelt,die eine direkte Konkurrenz zurCD-ROM darstellt. Äußerlich nicht voneiner CD-ROM zu unterscheiden, nimmtein DVD-Datenträger bis zur 26fachenDatenmenge auf. Bei doppelseitiger Nut-


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 52Die Messe vermittelte ein Gesamtbild desMarktangebotes der Bereiche Farbdrucker,Proofsysteme und Digitaldrucksysteme. Dabeispielte auch das Workflow-Management einewichtige Rolle.zung sind dies bis zu 17 GByte. Die Differenzierungin zahlreiche Untergruppen undunterschiedliche Formate ist bei der DVD-Technik ähnlich stark ausgeprägt wie beider CD-Technik. So sind die Formate DVD-ROM und DVD-Video am Markt bereitsweitgehend etabliert, während sich bei denwiederbeschreibbaren DVD-Medien eineklare Marktführerschaft erst noch herauskristallisierenmuss.Da es bei den wiederbeschreibbarenDVDs momentan noch zahlreicheFormatunterschiede gibt, haben sichauf der CeBIT 27 namhafte Hersteller vonPersonalcomputern, von Wiedergabe- undAbspielgeräten sowie optischer Speichermedienoffiziell zu einem einheitlichenFormat für wiederbeschreibbare DVDsausgesprochen. Das als „DVD+RW“ bezeichneteVerfahren soll die Kompatibilitätzwischen den unterschiedlichen Endgerätensicherstellen. Damit kann eine amPC hergestellte und bearbeitete Videoaufnahmeauf einer DVD ohne Problemeauch auf einem Videorekorder abgespieltwerden. Auch der umgekehrte Weg wirdmöglich: Eine Aufnahme, die mit einemDVD+RW-Videorekorder entstanden ist,kann problemlos am PC betrachtet oderweiterbearbeitet werden. Neben denGeräteherstellern haben auch bereits eineReihe von namhaften Softwareherstellerndie Unterstützung dieses Formates zugesagt.Die Kapazität einer entsprechendgenormten DVD beträgt 4,7 GB und hatdamit eine etwa siebenmal höhere Speicherkapazitätals eine normale CD. DasFormat DVD+RW bietet beliebige Wiederbeschreibbarkeitund damit Einsatzmöglichkeitenähnlich einer magnetischenFestplatte. Damit ist sie zum Aufzeichnendigitalisierter Filme oder umfangreicherMultimedia-Präsentationen ebenso geeignet,wie als Backup-Medium für umfangreicheDaten wie sie z. B. bei der Produktionvon umfangreichen bildorientiertenDrucksachen anfallen.Ein weiterer Ansatz heißt DVD-RAM. Auch mit diesem Format ist derwahlfreie Zugriff auf die gespeichertenDaten möglich. Die Datenträger lassensich nach erfolgter Speicherung bis zu100 000 Mal ganz oder teilweise wiederlöschen und anderweitig verwenden.Die DVD-RAM ist bereits seit einiger Zeitverfügbar, während die DVD+RW nochneu am Markt ist. Die Kapazitäten dieseroptischen Datenträger variieren leicht –je nachdem, welches Datenformat zumEinsatz kommt und ob die Medien einseitigoder doppelseitig beschrieben werden.Die verschiedenen CD- und DVD-Variantenhaben ihren Einsatzbereich sowohl in derDruck- und Medienindustrie, wenn es umdas Speichern und Archivieren von Bilddatengeht, als auch in der Consumer- undUnterhaltungselektronik.Schnellere Datenübertragungmit DSLTelefonleitungen aus Kupfer sind heuteüberall verfügbar. Sie dienen vornehmlichder Verbindung von Telefonen, Faxgerätenund Computern – jedoch mit sehr geringenDatenübertragungsraten. Mit Hilfe vonDSL (Digital Subscriber Line) lassen sichdiese herkömmlichen Telefonleitungenin schnelle Datenautobahnen verwandeln.Rund 300 Aussteller zeigten aufder CeBIT ihr DSL-Angebot. Das zeigtdie Bedeutung, die das Thema Datenübertragunginzwischen erlangt hat. Geradebeim Datenaustausch in der Druck- undMedienindustrie und bei der Internetnutzungsind hohe Datenübertragungsgeschwindigkeitenenorm wichtig.35 Aussteller präsentierten sich auf demGemeinschaftsstand „DSL-Exchange“ undvermittelten den Besuchern einen komplettenÜberblick über die DSL-Technologien.Themenschwerpunkte waren unter anderemZugangsnetze, Management, Modems,Netzverwaltung, Netzwerke, Halbleiterund Erprobungstechniken.Während ISDN die Daten standardmäßigmit maximal 64 Kilobits pro Sekunde(kbps) überträgt, erreicht die heutige DSL-Technik immerhin die zwei- bis zwölffacheGeschwindigkeit. Sie wird von der Telekomunter der Bezeichnung T-DSL angeboten.Die Zielgruppe sind dabei vor allem dieInternetnutzer.DSL bietet einen weiteren wesentlichenVorteil: Man kann den Zugang zumInternet über einen bestehenden analogenoder einen ISDN-Telefonanschluss herstellen.Der Anwender benötigt dafür nurwenig zusätzliche Hardware: einen sogenannten „Splitter“, der das DSL-Signalvom normalen Telefonsignal trennt undaußerdem ein DSL-Modem, das für denAnschluss des PCs an die DSL-Leitungsorgt. Weil DSL einen anderen Frequenzbereichnutzt als die Sprachtelefonie, kannparallel zur Online-Verbindung normaltelefoniert werden.


53D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8Einen breiten Raum nahm auf der diesjährigen CeBIT die Telekommunikation mit der DSL-Technikein. Diese schnelle Datenübertragungsmöglichkeit spielt gerade für die Druck- und Medienbrancheeine wichtige Rolle.Für den Geschäftsbereich bietetTelekom die Verknüpfung zweier innovativerTechnologien an: die Verbindungvon T-ATM und T-DSL. Durch ATM-(AsynchronousTransfer Mode) besteht dieMöglichkeit, größte Datenmengen jederArt innerhalb kürzester Zeit zu übermitteln.T-ATM erfüllt die wachsenden Ansprüchean die Datenübertragung durch Geschwindigkeit,Flexibilität, Datensicherheit undZuverlässigkeit. Unterschiedliche Datenformate,z. B. für die Übermittlung vonDaten, Sprache oder Video, können übereinen Anschluss empfangen und versandtwerden.T-ATM dsl, wie der Dienst bei Telekomoffiziell heißt, liefert hohe Datenübertragungsratenüber herkömmliche Kupferkabel.Maximal sind dabei Übertragungsratenvon 6 Mbit/s downstream und 576 kbit/supstream möglich. Insgesamt gibt es dreiT-ATM dsl Anschlussvarianten als T-ATMWählzugang oder auf Wunsch auch alsfestgeschaltete Verbindungen.Maximale Übertragungsgeschwindigkeitvon T-ATM dsl (brutto):downstream/upstreamVariante 1: 2 Mbit/s / 192 kbit/sVariante 2: 4 Mbit/s / 384 kbit/sVariante 3: 6 Mbit/s / 576 kbit/sMit einem T-DSL-Zugang zu T-ATMkönnen Firmen effizient vernetzt werden,um zum Beispiel große Datenmengenschnell empfangen zu können. Eine Möglichkeitfür die Anwendung von asymmetrischemDatenverkehr mit T-ATM dsl ist dasHerunterladen großer Mengen an Feindatenvom Server eines Druckvorstufenbetriebes,um die Daten in der Druckereifür Computer to plate verwenden zu können.Allerdings ist der Datentransfer nurasymmetrisch möglich. Das bedeutet, dassdas Versenden bzw. hochladen von Daten(upstream) wesentlich langsamer geht, alsdas Herunterladen von Daten (downstream).Die Telekom arbeitet zwar fieberhaftdaran, ihr DSL-Netz flächendeckendauszubauen, hinkt ihrem Zeitplan aberhinterher. Viele Kunden müssen längerwarten als vorgesehen. DSL-Technik istwegen der nicht vorhandenen flächendeckendenVerfügbarkeit und der asymmetrischenArbeitsweise für den schnellenDatenaustausch in der Druck- und Medienindustrieleider nur bedingt einsetzbar.Bluetooth auf der CeBITBluetooth ist eine Technologie zum Aufbaukostengünstiger Funkverbindungen im Kurzstreckenbereich.So können Notebooks,Handys und andere tragbare Geräte drahtlosmiteinander kommunizieren. Eine Verkabelungzwischen den einzelnen Systemenentfällt. Hinsichtlich der per Bluetootheinsetzbaren Geräte sind praktisch keinerleiGrenzen gesetzt. In ein Bluetooth-Netzkönnen Drucker, PDAs, PCs, Faxgeräte,Tastaturen oder Digitalkameras eingebundenwerden. Bluetooth-Funktechnik bietet


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 54darüber hinaus eine universell einsetzbareVerbindung zu bestehenden Datennetzen,eine Peripherieschnittstelle sowie eineLösung zum Aufbau kleiner Gruppen vonangeschlossenen Geräten außerhalb derfesten Netzinfrastruktur.Bluetooth transportiert Datenper Funk mit einer Geschwindigkeit von1 Megabit pro Sekunde und ist damit26-mal schneller als ISDN. Im Gegensatzzum kabellosen Datentransport per Infrarotdringen die Funkwellen auch durch Türenund Wände. Nach Angaben der verschiedenenHersteller funktioniert der Informationsflussin einem Umkreis von 10 Metern.Stehen keine Wände, Türen oder – imFreien – Bäume im Weg, soll sogar eineReichweite von bis zu 100 Metern möglichsein. Mit einem Adapter, den Siemensvorstellte, soll diese Maximaldistanz auchinnerhalb von Gebäuden erreicht werden.Der Name Bluetooth stammt übrigensvon dem Wikinger-König Harald Blaatand,der im zehnten Jahrhundert Dänemarkund Norwegen vereinte.Blaatand ist dänisch und heißt wörtlichübersetzt „Blauzahn“, auf Englisch also„Bluetooth“.Das Thema Bluetooth war auf derletztjährigen CeBIT nur ein theoretischesThema und bis Anfang 2001 gab es nochso gut wie keine Geräte mit dieser Technologiezu kaufen. In diesem Jahr installiertedie Deutsche Messe AG unter der technischenFederführung der Lesswire AG ineiner kompletten Halle das größtflächigeBluetooth-Netz der Welt. Nach anfänglichenSchwierigkeiten funktionierte esschließlich perfekt und es konnten damitdie vielfältigen Einsatzmöglichkeitender Bluetooth-Technologie eindrucksvolldemonstriert werden.Neue Display-TechnologieKodak stellte auf der CeBIT erste leistungsfähigeBildschirme aus, die auf der OLED-Technologie (Organic Light Emitting Diode)basieren. Hier werden organische Halbleitereingesetzt, die unter dem Einfluss äußererSpannung Licht aussenden.Gegenüber herkömmlichen LCD-Anzeigen (Liquid Crystal Display) weistdiese Technologie eine Reihe von Vorteilenauf: Die Leistungsaufnahme der kleinerenDisplays beträgt nur ein Drittel vergleichbarerLCD-Anzeigen. Die Module sindaußerordentlich dünn (1,8 bis 2,5 mm), dasie im Gegensatz zu den LCDs keineHintergrundbeleuchtung benötigen.Sie können elastisch gestaltet werden,wodurch völlig neue Geräte-Designsmöglich werden. Der Herstellungsprozessist sehr viel einfacher, was zu günstigerenPreisen führt.Gegenüber den LCDs ist der Betrachtungswinkelder OLED-Bildschirmemit bis zu 160 Grad erheblich größer.Dabei sind die Displays sehr hell undleuchtstark und somit auch bei hellemTageslicht sehr gut lesbar. Kodak zeigteverschiedene Displays dieser Technologiemit Auflösungen von 284 x 220 und320 x 240 Bildpunkten. Die Größe derAnzeigen liegt zwischen 48 x 37 und112 x 84 mm bei einem Gewicht von nurzwölf bis 55 Gramm. Einsatzgebiete sindwegen des geringen Energieverbrauchsund der niedrigeren Systemkosten vorallem mobile Endgeräte wie Handys undPDAs.SMS und Festnetz-TelefonModerne Mobiltelefone haben viele High-Tech-Funktionen, die sie bei der privatenNutzung und im Geschäftsbereich zum unentbehrlichenHelfer machen. Dabei erfreutsich eine Funktion besonderer Beliebtheit:das Verschicken von kurzen Textnachrichten,sogenannten SMS (Short MessageService). Was bisher nur mit einem Handymöglich war, funktioniert nun auch imFestnetz. Die Firma Ascom AG aus derSchweiz zeigte es mit ihrem ISDN-Telefon„Eurit 4000“. Damit ist es möglich, imInternet zu surfen, E-Mails zu versendenund den Short Message Service (SMS)zu nutzen.Umgekehrt kündigte die deutscheTelekom an, dass Kunden mit einem ISDN-Anschluss auf ihrem vorhandenen FestnetztelefonSMS empfangen können. Es istkeinerlei Umrüstung erforderlich, Voraussetzungzum Empfangen der SMS istlediglich ein ISDN-Anschluss. Beim Abhörender SMS vom Festtelefon aus wirddie Nachricht in Sprache umgewandeltund kann vom Empfänger wie ein normalesTelefonat akustisch abgehört werden. Inzwischenist diese Ankündigung bereitsRealität geworden und funktioniert in derPraxis einwandfrei.Der Mobilfunk wird immervielseitiger einsetzbarEin Handy nur zum Telefonieren? Das istnicht genug. Von einem Mobiltelefon wirdin Zukunft deutlich mehr verlangt. Aufder CEBIT präsentierten die Hersteller dieneuesten Mobilfunk-Trends. Da beschleunigtGPRS den Datentransfer, Handys undOrganizer verschmelzen zu multifunktionalenSmartphones, und Musik wird auf denintegrierten MP3-Player heruntergeladenund mit einem schnurlosen Headset angehört.Die ausgestellten Handys der wichtigstenAnbieter sind bereits entsprechendausgestattet und kommen demnächst inden Handel.Dass ein Handy SMS beherrscht,ist klar. Doch zukünftig wird Multimedia-Messaging möglich sein: nicht nur Text,sondern Bilder, Grafiken, Spiele und Soundkönnen verschickt werden. Eine intelligenteTexteingabe, die nach wenigen Buchstabenpassende Wörter vorschlägt, ist auch einMuss und gehört bereits zum Standard.Auch Sprachwahl gehört für viele Handykundenmittlerweile zum guten Ton: Manruft dem Telefon einfach einen Namen zu,und es wählt den entsprechenden Eintragaus dem Telefonbuch.Viele Anwender, die vom PCMusik- und Filmwiedergabe gewohnt sind,wünschen sich solche Funktionen auch fürihr Handy. Ericsson brachte als erster Herstellereinen MP3-Player heraus, den man


55D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8an ein Mobiltelefon aus gleichem Hauseandocken kann. Motorola hat mittlerweileein Handy mit eingebautem Radio im Programm.Und das brandneue Siemens SL45wartet mit einem fest eingebauten MP3-Player auf, der bis zu 45 Minuten Musikauf einer austauschbaren Multimediakartespeichern kann. Zwei Stunden Musik spieltund speichert das Sony CMD-MZ5. Es istkleiner als eine Scheckkarte. Die Musikwird auf einen Memory-Stick überspielt,der auch an Aktivlautsprecher angeschlossenwerden kann. Die neuen Fisio-Modellevon Philips können Spiele aus dem Netzherunterladen. Auf die Tastatur einigerNokia-Handys lässt sich sogar ein Joystickschieben. An viele Handys kann ein Chatboardangeschlossen werden. Mit Gerätenvon Motorola oder Ericsson kann dannunkompliziert weltweit in Echtzeit gechattetwerden.Wem die Verkabelung vom Ohrzum Handy zu lästig wird, der steigt aufein Blootooth-Headset um. Mit Blootoothlassen sich vom Handy aus verschiedeneGeräte schnurlos miteinander verbinden.Ericsson bringt in Kooperation mit E-Plusals erster die Headsets heraus. Nokia hatebenfalls die Entwicklung aufgenommenund bereits Blootooth-Geräte angekündigt.Geschwindigkeit imMobilfunknetzUMTS heißt das Mobilfunknetz der drittenGeneration. Und es bringt ungeahnteGeschwindigkeiten bei der Datenübertragung.Doch bis wir in den Genuss von biszu zwei Megabit pro Sekunde (mbps)kommen, wird noch mindestens ein Jahrins Land gehen.Bis dahin werden uns zwei andereVerfahren, die beide das existierendeGSM-Netz nutzen, in Sachen Datenübertragungauf die Sprünge helfen. E-Plus bietetdas so genannte „High Speed CircuitSwitched Data“ (HSCSD). Über dieseTechnik lassen sich Übertragungsgeschwindigkeitenvon maximal 43,2 Kilobitpro Sekunde (kbps) erreichen. Die TechnikDie Digitalkamera Olympus E-10 hat eine Auflösung von 4 Millionen Pixeln und eignet sich damitauch für professionelle Studio- und Werbefotografie.ist schon nutzbar, doch nur E-Plus undDer Grund: Bei einer GSM-Datenübertragungwird die Verbindung ständigD2 bieten sie an. T-Mobil (T-D1) und ViagInterkom setzen dagegen auf „General aufrecht erhalten, egal ob gerade DatenPacket Radio Service“ (GPRS). GPRS fließen oder nicht. Der Benutzer zahlt,schafft maximal 115 kbps und ist damit auch wenn kein einziges Byte übertragenmehr als doppelt so schnell wie HSCSD. wird. Der Mobilfunkanbieter andererseitsMehrere Handyhersteller haben mittlerweile kann die Leistungsfähigkeit seines NetzesHSCSD-Geräte im Programm. Bei den nicht voll ausnutzen. GPRS wendet einenGPRS-tauglichen Mobiltelefonen sieht es technischen Trick an, um das Verbindungstempodrastisch zu erhöhen. GPRS teilthingegen noch sehr dünn aus.die Daten in kleine Pakete auf und schicktWas ist GPRS?sie an den nächstgelegenen SendemastMit dem GPRS-Standard wird eine deutlicheGeschwindigkeitssteigerung erreicht. schickt, wird die Verbindung sofort wiederdes Mobilfunkbetreibers. Ist ein Paket ver-General Packet Radio Service (GPRS) ist freigegeben. Die Netzkapazität steht gleicheine Fortentwicklung des GSM-Mobilfunkstandards.Wer heute mit einem Handy kann übertragen werden.wieder zur Verfügung, das nächste Paketdurchs Internet surft, egal ob mit einemWAP-Handy oder einer Modemkarte, Digitalkamerasbraucht Geduld. Mehr als 9600 Bit je Die hochauflösende Digital-SpiegelreflexkameraCAMEDIA E-10 von Olympus warSekunde Datenübertragungsrate ist nichtdrin. Damit können zwar textbasierte bereits kurz vor der CeBIT auf dem MarktE-Mails empfangen werden, Übertragungenvon Dateianhängen oder selbst das modellen im Angebot für anspruchsvolleund gehörte auf der CeBIT zu den Spitzen-normale Surfen im Internet werden jedoch Digitalfotografie. Das Top-Modell vonzum Geduldspiel und gehen mächtig ins Olympus richtet sich nicht nur an denGeld.anspruchsvollen Hobbyfotografen, sondern


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 56ist durchaus auch für professionelleNutzung etwa aus dem Bereich Studio-,Mode- oder Werbefotografie geeignet.Ein vielfältiges Zubehörangebot unterstreichtdie Professionalität dieser Kamera.Der 2/3" CCD-Chip verarbeitetFotografien von 4 Megapixeln (effektiv3,9 Mio. Pixel). Aufnahmen werden unmittelbarnach der Erstellung noch weiteroptimiert, um eine bestmögliche Bildqualitätzu garantieren (Olympus TruePic-Algorithmus). Die Kamera verfügt überein lichtstarkes (F2,0–F2,4) 4fach-Zoomobjektiv,bestehend aus insgesamt 14mehrfach beschichteten Linsenelementen.Die Brennweite von 35 bis 140 mm entsprichtsonst einer 35-mm-Kamera. DieSchärfe wird mittels eines passiven TTL-(Kontrastvergleich-)Autofokus und einesaktiven Infrarot-Autofokus eingestellt. Dieniedrigste Auslöseverzögerung beträgtlediglich 60 Millisekunden.Die Blendenvorwahl und die Verschlusseinstellungensind auch manuelleinstellbar. Die E-10 läßt Farbtemperatur-Einstellungen von 3 000, 3 700, 4 000,4 500, 5 500, 6 500 und 7 500 Kelvin zu.Auf Knopfdruck kann ein Weißabgleichauf das Umgebungslicht erfolgen.Die Lichtempfindlichkeit kann zwischenISO 50, 100 oder 200 betragen.Intern ist ein Speicher von 32 MBSDRAM eingebaut, so dass die Speicherungder Aufnahmen maximal 1,2 Sekundendauert. Zur besseren Handhabung beikomplizierteren Aufnahmen ist das Displayum 90 ° nach oben oder 20 ° nach untenkippbar. Die geschossenen Bilder könnensowohl auf SmartMedia-Kartenals auch auf CompactFlash-Kartenvom Typ II gespeichert werden.Die Kamera verfügt überKartenschächte beiden Typs,ein USB-Anschluss ist ebenfallsvorhanden.Die neue DigitalkameraDigital Ixus 300 von Canon kannnicht nur fotografieren: Dankihrer Filmfunktion meistert sie auch dieAufzeichnung von Mini-Videoclips in VGA-Qualität (20 Bilder pro Sekunde). Diekleinen Filme werden auf der Compact-Flash-Karte gespeichert und können anschließendin der Kamera oder auf demMac bzw. PC mit Apple Quicktime abgespieltwerden – die Fotos lernen laufen.Die Kamera soll Ende des Jahres imHandel verfügbar sein.Die Internet-taugliche DigitalkameraRDC-i500 von Ricoh ermöglicht dieKombination aus digitaler Bilderfassungund Netzwerk-Kommunikation. Mit derQuick-Send Funktion können Fotos anvoreingestellte E-Mail-Adressen verschicktwerden. Die digitalen Bilder mit einer Auflösungvon bis zu 2048 x 1536 Bildpunktenmachen Ausdrucke in Fotoqualität möglich.Das Zoomobjektiv hat einen Brennweitenbereichvon 35 bis 105 Millimeter. Das Auflösungsvermögenbleibt dabei über denganzen Zoom-Bereich erhalten. Zusätzlichsind mit der Digitalkamera Tonaufnahmenim WAV-Format möglich. So kann derAnwender sprachliche Notizen zu den Aufnahmenhinzufügen. Die Digitalkameramit 3,34 Millionen Pixel soll noch in diesemJahr in den Handel kommen.Mit der Software „3D Snapper“ derFirma Interzart können Anwender jedesbeliebige Objekt dreidimensional scannenund als räumliches Modell wiedergeben.Alles, was man dafür sonst noch benötigt,ist eine handelsübliche Digitalkamera undein Rechner. Zuerst nimmt man das Objektmit der Kamera aus zwölf verschiedenenBlickwinkeln auf. Der 3D Snapper errechnetaus den Bildern eine realistische 3D-Animation, die mittels eines PlugIns aufallen gängigen Browsern beliebig gedrehtund gezoomt werden kann.Trends auf der CeBIT 2001Die Telekommunikationsbranche hat aufder CeBIT 2001 zahlreiche Endproduktemit neuen Funktionen gezeigt. Der Marktfür Sprachdienste ist mittlerweile europaweitetabliert, jetzt geht der Trend inRichtung hochwertiger Datendienste überGPRS (General Packet Radio Service).Dieser Standard ist inzwischen von dendeutschen Mobilfunkbetreibern in allenNetzen eingeführt worden. GPRS-Endgerätemit Datenraten von über 100 kBit/swerden in absehbarer Zeit verfügbar seinund für eine breite Akzeptanz von Datendienstensorgen. Die zukünftige dritteMobilfunkgeneration, UMTS (UniversalMobile Telecommunications System),verbessert die Qualität dieser Datendienstekonsequent und stellt die notwendigenBandbreiten für ein mobiles, allgemeinverfügbares Internet bereit.Mobiltelefon, PDA, MP3-Player undRadio gehen in einem Multifunktionsgerätauf, welches sich per Sprachsteuerungbedienen lässt und zum intelligenten Kommunikationsterminalfür das Internet wird.Die Datenverbindung erfolgt drahtlos überGSM oder Bluetooth. Die Netzwerksoftwareerlaubt dem Benutzer zukünftig, sichmobil zwischen den verschiedenen Kommunikations-Standards(Bluetooth, GSM,GPRS) zu bewegen. Zur Kommunikationder Geräte untereinander hat sich Bluetoothals attraktive Alternative gezeigt, umdem Kabelgewirr auf dem Schreibtisch einEnde zu bereiten. Sprachsteuerung undSprachausgabe gewinnen zunehmend anBedeutung, um die immer kleiner werdendenmobilen Endgeräte sinnvoll bedienenzu können. Ob die Bedienung dadurchinsgesamt schneller, sicherer und einfacherwird, bleibt abzuwarten.■Helmut Schäfer


BücherD R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 58BuchbesprechungenVerlag Niggli AGSteinackerstraße 8CH-8583 SulgenE-Mail: info@niggli.chPraktische TypografieDesktop-Publishing, Gestalten mit dem Personal-Computer von Ralf Turtschi,4. Auflage 2000, 296 Seiten mit 590 Abbildungen, davon 120 farbig, Format 23 cm x 29,7 cm,Hardcover.Preis: DM 117,–; CHF 98,–; EURO 60,–. ISBN 3-7212-0292-9Rezension 6. August 2001Peter ReichardTYPOSITION MEDIENDESIGNGoethestraße 4663067 OffenbachTelefon/Fax: 069/8 00 40 38Mobil: 0174/712 35 62team@typosition.dehttp://www.typosition.dePraktische Typografie –Gestalten mit dem Personal-Computer von Ralf TurtschiRalf Turtschis Buch „Praktische Typografie“ ist eine umfassende Einstiegshilfe in dieTypografie. Hier findet der Neueinsteiger alle wichtigen Grundlagen, auf die späteraufgebaut werden wird.In leicht verständlicher und manchmal amüsanter Art und Weise beginnt Turtschidamit, die Rahmenbedingungen des typografischen Gestaltens zu beschreiben.Angefangen von Corporate Design über die Druckvorstufe, Druckverfahren,Weiterverarbeitung und Papier bis hin zu Versand und Fragen des Urheberrechts steckter den Rahmen ab und setzt diesen in Verbindung mit der späteren typografischenUmsetzung.Als nächstes hat er sich die Grundlagen vorgenommen und erläutert diese sehranschaulich. Doch er bleibt nicht bei üblichen Ausführungen über Korrekturzeichen,Schriftklassifikation, Schriftwirkung, Lesbarkeit und den Zusammenhang von Schriftgröße,Laufweite, Zeilenabstand und Satzspiegel stehen, sondern zeigt auch, wie man mit Schriftden Text gliedern kann, wie man eine gute Raumteilung vornimmt, wie Kontraste, Proportionen,optische Achsen und Farben wirken.Der nächste Schritt ist eine Vertiefung der Gliederungselemente wie Überschriften,Grundtext, Absatzgliederung und diverse Auszeichnungsformen, der Satz von Zitaten, Bildlegenden,Marginalien, Interviews und vieles mehr.Da heute kaum eine Publikation ohne Bilder arbeitet, stellt Turtschi in einemeigenen Kapitel den Zusammenhang von Bild und Typografie dar.Neben Fragen des Bildausschnitts und kreativer Bildbearbeitung geht er aber auchauf die technische Qualität von Bildvorlagen sowie auf die Verarbeitung der Bilder bis hinzu den verschiedenen Proofverfahren ein.Den Abschluss bildet wie im richtigen Leben das praktische Vorgehen. WichtigeSchritte und Fehler, die es zu vermeiden gilt, werden exemplarisch an der Gestaltung einerVisitenkarte, einer Zeitschriftenanzeige, eines Stelleninserats, eines Mailings und einesNewsletters aufgezeigt. Sehr von Vorteil fand ich seine „Schwarze Liste“ mit den schwerwiegendstenFehlern, die man eben nicht machen sollte.Im Anhang wird zusätzlich ein Glossar für DTP-Fachbegriffe und für die Fachspracheder Druckindustrie zur Verfügung gestellt.Abschließend kann man sagen, dass Ralf Turtschi hier ein gutes Grundlagenbuchgeschaffen hat, auch wenn an manchen Stellen der Aufbau des Buches etwas irritierendist. Es ist kein Buch über Trendtypografie, aber Turtschi ist auch kein Regelfetischist.Neben seiner Tätigkeit in der eigenen Werbeagentur schreibt Turtschi für viele FachzeitschriftenArtikel, die er teilweise als PDFs zum freien Download auf seiner Homepageanbietet.http://www.agenturtschi.ch


59D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8MediendesignElectronic Publishing – so wirds gemachtvon Ralf Turtschi, 2. Auflage 2000, 348 Seiten mit vielen Abbildungen, teilweise farbig,Format 23 cm x 29,7 cm, Hardcover.Preis: DM 154,–; CHF 128,–; EURO 79,–. ISBN 3-7212-0327-5Verlag Niggli AGSteinackerstraße 8CH-8583 SulgenE-Mail: info@niggli.chMediendesign von Ralf TurtschiMediendesign von Ralf Turtschi ist zwar nicht direkt die Fortsetzung seines Buches„Praktische Typografie“, baut aber auf den dort vermittelten Grundlagen auf.Als Einstieg gibt er einen groben Überblick über die Medienwelt, ihre historischeEntwicklung und den heutigen Stand.Als Grundlage für die späteren drei Schwerpunkte in seinem Buch werden dannGrundlagen in Design- und Wahrnehmungstheorie gegeben. Keine Angst, das sind keineprofessoralen, trockenen Ausführungen, sondern gut vermittelte Fragen der Lesefunktion,Kommunikationsmodelle, Schriftstil etc.Sehr interessant auch für die eigene Arbeit sind seine Ausführungen überDesigntrends. Auf seine Artikel zu Trends bei Format und Papier, Farbe, Layout und Fontskann man immer wieder zurückgreifen. So hat er zum Beispiel bei der Schriftwahl eineListe von eher langweiligen bzw. abgegriffenen Schriften und noch unverbrauchtenSchriften erstellt.Da dieses Buch in der ersten Auflage von 1998 stammt, sind selbstverständlichnicht alle Trendrichtungen seit dieser Zeit erfasst, aber seine Zusammenstellungen sindtrotzdem nicht out, da es ja auch langlebigere Trends gibt, denn wer weiß, ob selbst dasmomentan trendige Pixeldesign nächstes Jahr nicht wieder out ist.Und bevor es dann richtig los geht, muss ein Gestaltungsprojekt ja auch vernünftiggeplant werden. Was man bei Planung von Arbeitsablauf, Terminierung, Designkonzept,Präsentation, etc. im Vorfeld bedenken muss, wird in diesem Kapitel zusammengefasst.Nach dieser Einführung geht es zu den drei Schwerpunkten: Gestaltung vonZeitungen, Magazinen und Screendesigns.In den beiden Kapiteln Zeitungen und Magazine werden Grundlagen der Gestaltungund des Layouts, wie Satzspiegel, Schriftwirkung, Wirkung von Weißraum, diverseGliederungselemente von Zeitungen und Magazinen, Satz von mehrsprachigen Texten,Probleme mit farbigem Text, Satz von Inhaltsverzeichnissen und vielem mehr, sehr gut undausführlich beschrieben.Das Kapitel Screendesign ist nicht nur wesentlich kürzer (gerade mal 30 Seiten),sondern es bietet nicht das, was man eigentlich erwarten würde. Es werden eher wenigeGrundfragen erörtert: Ladegeschwindigkeiten, Webfarben, Navigation ...Abgesehen von diesem Kapitel ist das Buch insgesamt ein gutes Einführungswerkzur Planung und Gestaltung von Magazinen und Zeitungen, was sich dann auch entsprechendfür Prospekte, Produktbroschüren etc. im Alltag anwenden lässt.Aber auch hier ist der Preis von 154 DM des Buches leider so hoch, dass sichviele Azubis dieses Buch nur schwerlich leisten können, doch für Berufsschulen undAusbildungsabteilungen ist „Mediendesign“ eine sinnvolle Anschaffung.Neben seiner Tätigkeit in der eigenen Werbeagentur schreibt Turtschi fürviele Fachzeitschriften Artikel, die er teilweise als PDFs zum freien Download auf seinerHomepage anbietet.Rezension 6. August 2001Peter ReichardTYPOSITION MEDIENDESIGNGoethestraße 4663067 OffenbachTelefon/Fax: 069/8 00 40 38Mobil: 0174/712 35 62team@typosition.dehttp://www.typosition.dehttp://www.agenturtschi.ch


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 60G. Schneider & SöhneGmbH & Co. KGGehrnstraße 7–1176275 EttlingenE-Mail: cornelia.niebergall@schneidersoehne.deDie Roten Seiten von Schneidersöhne1. Auflage März 2001, 6 Bände im Plexiglas-Schuber, Format 14,8 cm x 30,7 cm,Einzelband: DM 25,–; Preis für alle 6 Bände: DM 120,–.Schneidersöhne bietet ein neues Arbeitsinstrument an, das als Nachschlagewerkinteressant ist für alle, die mit Papier, Druck und Medien zu tun haben. In insgesamt6 – roten – Bänden wird kompaktes Fachwissen rund ums Papier gut lesbar und übersichtlichdargestellt. Die Inhalte der einzelnen Bücher ergänzen sich:Band 1 Verdruckt und zugenäht ist das Erste-Hilfe-Paket für Drucker und Produktioner.Mögliche Fehlerquellen beim Drucken werden aufgezeigt und praxisgerechteLösungen angeboten.Band 2 dient als Lexikon und erläutert Fachbegriffe rund ums Papier auf einen Blick.Band 3 mit dem Titel Papier vor dem Druck ist eine Beratungshilfe zur richtigen Papierauswahl.In diesem Band wird deutlich, wie man die optimale Papierqualität füreinen Druckjob auswählt und was einzelne Papiersorten können oder auch nicht.Band 4 Papier und Druck bringt die wichtigsten Teilnehmer am Druckprozess zusammen:Papier, Druck und Druckfarbe. Gezielte Hinweise und Tipps helfen Kosten zusparen und Stillstandzeiten zu vermeiden.Band 5 zeigt, was man mit Papier nach dem Druck erreichen kann. Wie kann man dasDruckergebnis noch wirkungsvoller machen? Hinweise zur Veredelung als hoheKunst des Druckens und die anschließende Weiterverarbeitung gibt dieses Buch.Band 6 schließlich weist mit dem Titel Digitale Techniken in die Zukunft. Wohin gehtdie Reise? Was bedeutet Multimedia im grafischen Prozess für die Zukunft desDrucks? Möglichkeiten und Tendenzen werden hier anschaulich erörtert.


D R U C K - U N D M E D I E N - A B C 1 / 4 8 62TermineTerminePrüfungstermine BRDTermineAbschlussprüfung Winter 2001/2002■ Schriftliche Prüfung Mittwoch, 5. Dezember 2001Zwischenprüfung 2002■ Schriftliche Prüfung Donnerstag, 18. April 2002Abschlussprüfung Sommer 2002■ Schriftliche Prüfung Dienstag, 7. Mai 2002Abschlussprüfung Sommer 2002/2003■ Schriftliche Prüfung Mittwoch, 11. Dezember 2002Herausgeber: Zentral-Fachausschuss – Berufsbildung Druck und Medien,Kurfürstenanlage 69, 69115 Heidelberg,Telefon: (0 62 21) 9 05 63-0, Telefax: (0 62 21) 9 05 63-15,Homepage: http://www.zfamedien.de, E-Mail: info@zfamedien.deundArbeitsgemeinschaft zur fachlichen Information der Lehrlingein den graphischen Gewerben Österreichs, A-1070 Wien, Seidengasse 15,Telefon (00 43/(0)1) 5 23 82 31, Telefax: (00 43/(0)1) 5 23 82 31 28,A-1010 Wien, Grünangergasse 4,Telefon (00 43/(0)1) 5 12 66 09, Telefax: (00 43/(0)1) 5 13 28 26 19.Der Zentral-Fachausschuss ist im Auftrag des Bundesverbandes Druck und Medien(bvdm), Wiesbaden und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft e.V. (ver.di),Fachbereich Medien, als Zentralstelle für die Ausbildung der Druck- und Medien-Industrie tätig.Redaktionelle Beratung: Karl-Heinz Kaschel-Arnold, Berlin;Theo Zintel, Wiesbaden; Franz Kimberger, Wien; Franz Murmann, Wien.Konzeption und Gestaltung: Klaus Brecht GmbH. Text. Bild. Grafik., Heidelberg.Druck: HVA – Grafische Betriebe GmbH, Heidelberg.Das Druck- und Medien-Abc wird an die Auszubildenden der Druck- und Medienbranchenur über die Berufsschulen, an die Ausbilder nur über die Landesverbändeund an die Mitglieder der Prüfungsausschüsse über die Kammern geliefert und inÖsterreich an die graphischen Lehrlinge direkt versendet. Die kostenlose Herausgabedes Druck- und Medien-Abcs wird auch unterstützt durch den Hauptverband derPapier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie e.V., den WirtschaftsverbandKopie und Medientechnik e.V., beide Frankfurt, den Verband deutscher Buchbindereienfür Industrie und Verlag e.V., Freiburg und den Bund deutscher Buchbinder-Innungen,Aachen.ImpressumDie Arbeitsgemeinschaft zur fachlichen Information der Lehrlinge in den graphischenGewerben Österreichs ist im Auftrag der Bundesinnung Druck, der LandesinnungDruck, Wien, des Verbandes Druck & Medientechnik und der Gewerkschaft Druckund Papier tätig.Redaktion: Anette Jacob, Kurfürstenanlage 69, 69115 Heidelberg.Das Druck- und Medien-Abc erscheint zur Zeit ein- bis zweimal jährlich.Nachdruck nur mit Genehmigung des Herausgebers.Papier: EURO ART ® glänzend holzfrei, weiß, einem mehrfach gestrichenenBilderdruckpapier, 115 g/m 2, der M-real alliance Deutschland GmbH.


Neues und Bewährtesvom Verlag Beruf + SchuleMöchten Sie ausführlicherinformiert werden?Das Gesamtverzeichnis 2001/2002erhalten Sie vomVerlag Beruf + SchulePostfach 2008, D-25510 ItzehoeTelefon (0 48 21) 40 1 40Telefax (0 48 21) 49 41verlag_beruf_schule@t-online.dewww.verlag-beruf-schule.de(mit Download Verlagsverzeichnis)Websites von Autoren:www.pruefungshelfer.dewww.4c-dtp.dewww.limerick-queen.dewww.PrePressWorld.dewww.ralf-plenz.deBuchbestellung im Internet:www.buchhandel.de (Profisuche)www.fachbuecher.de (Profisuche)Auslieferungan den Buchhandel:VVA Bertelsmann Distribution,Postfach 7600, 33310 GüterslohMedienwissen – Hilfenfür Klausuren und PrüfungenRoland GolponNeuauflage des aktualisierten und erweitertenBestsellers „Medienvorstufe“296 Seiten A5 plus Beiheft „Prüfungshelfer2002“, €25, ISBN 3-88013-610-6Farbe in Druck und MedienUlrich PaaschDas „Farbwissen“ für Print und Nonprint,gründlich und doch verständlich.104 Seiten A4, viele Farbbilder, 2001,€18, 3-88013-612-2LOGOMichael Bernd SiegleEinführung in das Grafik-Design amBeispiel der Logo-Gestaltung192 Seiten, 2.Aufl., €19, 3-88013-591-64C-DTP (2., erweiterte Auflage)Carsten Belling (www.4c-dtp.de)Basiswissen zur Erstellung korrekterdigitaler Daten für die reibungsloseVerarbeitung im Mehrfarbendruck.160 Seiten 17 x 24 cm, 100 Farbbilder,Hardcover, €23, 3-88013-580-0Informationen übertragenund druckenBaufeldt, Rösner, Scheuermann, WalkBewährtes Schulbuch für das BerufsfeldDrucktechnik in 14. Auflage461 Seiten 17 x 24 cm, 700 Abb., 2000,lieferbar bis 2004, €25, 3-88013-606-8Informationen übertragenund verbreiten ist das Nachfolgebuchvon neuen Autoren. Juli 2002.L + A Grundlagen der PrintundMedientechnikenTeam Aull, Bühler, Huth, Westlinning362 Seiten A4, viele Bilder, Beilagen,Muster, kartoniert, 3. Auflage, 1999,€39, 3-88013-586-X, Preis mit Projektheft€44, ISBN 3-88013-803-6Lexikon BuchbinderischeVerarbeitungDieter Liebau und Inés Heinze208 Seiten A5, 170 Abb., 2000, €20,ISBN 3-88013-572-XIndustrielle BuchbindereiDieter Liebau und Inés Heinze768 Seiten B5, ca. 400 Abb., 2., überarbeiteteund erweiterte Auflage, €39,ISBN 3-88013-596-7. Noch vorrätig:gefalzte Bogen der 1. Auflage, €25Kostenträgerrechnungund KalkulationGerhard GairingBand 3 von „Kosten- und Leistungsrechnungin der Druckindustrie“400 Seiten A5, Hardcover, 1. Aufl. 2000,€30. 3-88013-573-8.Das 3-bändige Werk mit Lösungen,1100 Seiten A5, 3-88013-902-4, €72Aufgabensammlung –Fachbezogene MathematikMedien/DrucktechnikRoland Golpon und Ulrich Paasch244 Seiten A5, 2788 Textaufgaben, 2000,€17, ab 10 Stück 14 €, 3-88013-590-8Fachwissen MedienvorstufeM. Pilny, M. Wandelt, U. PaaschBd. 1: Grundwissen der EDV,Bd. 2: Hardware, Bd. 3: Software.Bd. 9: Farbe in Druck und MedienBündel Bände 1–3 (3-88013-901-6) €36,Bände 1–3 + 9 (3-88013-903-2) €49MatheMedienUlrich PaaschGrundlagenwissen und Fachrechnen füralle Medien- und Druckberufe344 Seiten A5, 118 Abb., Hardcover,2.Aufl., 2000, €25. ISBN 3-88013-594-0L+A DruckManfred AullVöllig überarbeitete Neuauflage 2001des bewährten Druckerlehrbuchs470 Seiten A4, teils mehrfarbig, €51,ISBN 3-88013-608-4L + A für Offsetdrucker(innen)Hermanies, Paasch, Rausendorff, Ruder10 Bausteine. Lieferbar sind: Druckformmontage.Druckformherstellung. TechnologischeGrundlagen Offsetdruck.Offsetdruckmaschinen 1 und 2. Papier –Eigenschaften und Prüfung. Drucken imOffsetdruck, Farbe in Druck und Medien.Arbeitssicherheit und Umweltschutz.Zur Ergänzung ab 2002: „Messen undPrüfen“ sowie „Digitale Strukturen“.500 Seiten A4, zwei- und mehrfarbig,2001, ca. €48, ISBN 3-88013-970-9SpeziallexikaLexikon des Offsetdrucks, €20Lexikon der Satzherstellung, €13Buchbinderische Verarbeitung, €20Alte Verfahren des Druckgewerbes, €33Biografisches Lexikon, €8Das Nachschlagebuch, €20


Eine veränderte Welt brauchtneue Berufsbilder: Mediengestalter/infür Digital- und PrintmedienMEDIENBERATUNGMEDIENDESIGNMEDIENOPERATINGMEDIENTECHNIKZiele des Projektes:● Qualitätsoptimierung in Aus- und Weiterbildung● Kompetenz durch bundesweite Netzwerkbildung● Schaffung von neuen AusbildungsplätzenEin Projekt für die ZukunftInformationen erhalten Sie bei:ZFA – Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und MedienKurfürstenanlage 69 · 69115 Heidelberginfo@mediengestalter2000plus.de · www.mediengestalter2000plus.deDeutscher Industrie- und HandelskammertagAdenauerallee 148 · 53113 Bonnheidemann.sandra@bonn.dihk.de · www.dihk.deIBI – Gesellschaft für Innovationsforschungund Beratung mbHWerdener Straße 4 · 40227 Düsseldorfkoeneke@owa-ibi.com · www.owa-ibi.comGefördert wird das Projekt vom BMBF –Bundesministerium für Bildung und Forschung –im Rahmen des Programms „Neue Medien in der Bildung“(1. August 2000 bis 31. Juli 2003)

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