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Informationen rund um den Tiergarten HeidelbergSommer 2/2005 · € 1,–


Zoo aktuell 2 / 200515.Jahrgang, Heft Nr. 51 (ISSN 1615-2387)InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnis / Terminvorschau 2Editorial 3Vorwort des Zoodirektors 3Rocknight for Elephants 5Jahreshauptversammlung der Tiergartenfreunde 6Beitrittserklärung 9TierGärtner in Heidelberg 10Bei Kaiserwetter zu den Kaiserpinguinen 12Geheimnisvolle Kugeln 14Kunst für Elefanten 16Hier ist Ihre Meinung gefragt! 17Impressum 17Delegiertenversammlung der GDZ18in WuppertalNachbarschaftspflege in der Tiergartenstrasse 19Zoos in Europa: Zoo de Barcelona 22Zeitschrift rund um den Tiergarten HeidelbergTerminvorschauZoo-Ferien 6 Wochen/01.08.2005Zoo-Camp 4-6 Wochen IZ - 09.09.2005Zooführung mit Dr.Klaus Wünnemann 13.08.2005Treffpunkt 15:30 Uhr am Eingang(nur für Vereinsmitglieder und Gäste)Rocknight for Elephants 04.09.2005Bilder von Christian Walter von Lüderitz 18.09.2005Ausstellung im Afrikahaus-13.11.2005Großeltern-Enkel-Programm 25.09.2005Sesam öffne dich08.10.2005(Blick hinter die Kulissen des Zoos) -09.10.2005Beginn der Zoo-Kurse17.10.2005(Buchung notwendig) IZAlle Termine auch im Internet unter www.tiergartenfreunde.deoderüber unseren Infokanal (06202) 69 23 42. Bei Anfragen/Informationenzu Aktionen der Initiative Zooerlebnis (IZ) wenden Sie sich bitte an dieTelefonnummer der Zooschule Heidelberg (06221) 64 55 20.CARL BOSCHMUSEUMHEIDELBERG2 Zoo aktuell 2 / 2005Schloss-Wolfsbrunnenweg 46 · 69118 Heidelberg · www.museum.villa-bosch.de


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.EditorialSie sind herzlich eingeladen,Liebe Leserinnen und Leser,letztmals im Herbst 1999 konnten Sie in einer Zoo aktuelleinen Editorialvermerk lesen. Dies lang vor allem daran,dass der frühere Verfasser ab dem Jahr 2000 als Vorsitzenderder Tiergartenfreunde aktiv war, und somit diesesder Streichung zum Opfer fiel. Nunmehr entbunden vonder Vorsitzendenpflicht, schreibt sich dieses auch wiederleichter.Es ist ebenfalls länger her, dass wir für eine Zoo aktuellAusgabe mehr aktuelle Beiträge als Platz im Heft habenund so einzelne Berichte auf später verschieben müssen.Dieses mal betrifft es den Bericht zur Mehrtagesfahrtan die Ostsee sowie die Halbjahresstatistiken derTiergartenfreunde. Von drei privaten Reisen in die Normandie,an die Algarve und auf Teneriffa liegen auchnoch Berichte auf Halde. Trotzdem bitte ich Sie weiterhinmit Fleiß und Elan Beiträge für unsere Zeitschrift zuerstellen, aber bitte haben Sie Verständnis, dass Berichtegegebenenfalls nicht immer im nächsten Heft erscheinenkönnen.Erfreulich sind die Aktionen zum Elefantenhausneubau.Vom Poster bis zum Rockkonzert reicht die Palette überdie in diesem Heft berichtet wird. Ende Juni fand auchder zweite Aktionstag „Pro Elefant“ der Tiergartenfreundestatt von dem ebenfalls erst in nächsten Heft berichtetwerden kann. Wenn vielleicht auch nicht jede Aktion vonjedem gleich getragen werden kann, bleibt jedoch festzustellen,dass unterschiedlichste Interessengruppen mitverschiedenen Mitteln ein Ziel verfolgen: Den Neubaueines Elefantenhauses in Heidelberg - und das ist indieser bewegten Zeit doch etwas.den Zoo mal wieder zu besuchen. Vielleicht haben Sieauch gerade im Frühjahr den Zoo erlebt mit den buntenBlumenwiesen voller Krokusse, Narzissen, Hyazinthenund Tulpen. Inzwischen sind die Stauden aus den Startlöchernheraus und setzen farbliche Akzente, die Gräserschießen in die Höhe und die Knospen an den Hibiskusbüschenwerden immer dicker. Die gärtnerische Gestaltungdes Zoos ist uns sehr wichtig und von dem Stellenwert,den die Pflanzen im Zoo einnehmen, handelt auchder Beitrag „TierGärtner in Heidelberg“.Ein ganz erfreuliches Ereignis war die Nachzucht beiunseren Kugelgürteltieren. Soweit wir es wissen handeltes sich um die europäische Erstzucht dieser Art. Zuvorwar nur im Zoo Poznan ein Junges von einem tragendaus Südamerika importierten Weibchen geboren worden.Kugelgürteltiere sind eine ganz besondere Tierart, dieIhnen in dieser Ausgabe von Frau Honsel nähergebrachtwird.Aus dem Zoo gibt es auch sonst eine Menge zu berichten:Aus Frankfurt ist ein neues Gorillaweibchen zu unsgekommen, das unserer Jugendgruppe die Erfahrungdes gestandenen Alters vermitteln soll. Zsa-Zsa hat inFrankfurt bereits ein Junges selbst aufgezogen und wirddies auch hoffentlich in Heidelberg zur Tradition werdenlassen. Wir sind den Kollegen aus den Zoos von MünchenHellabrunn, wo Zsa-Zsa geboren wurde, undFrankfurt sehr dankbar für diese Bereicherung unsererGorillagruppe.Bei den Elefanten hat sich „Ilona“ gut eingelebt. Leidermacht uns „Lakshmi“ zur Zeit erhebliche Sorgen. NebenIhren Fußproblemen baut sie auch im Allgemeinzustandab. Nach den Experten vom Institut für Zoo- und Wildtierforschungin Berlin hilft uns auch der Tierarzt von CarlHerzlichstHagenbecks Tierpark in Hamburg, um „Lakshmi“ wiederIhr Lothar Teichmannauf den Weg der Besserung zu bringen.Zoo aktuell 2 / 2005 3


Zeitschrift rund um den Tiergarten HeidelbergIm Vogelbestand freuen wir uns über die Inkaseeschwalben,die gerade das Nest verlassen haben. Nachdem imWinter 2003 einige Tiere nach einem Schneebruch derVoliere entflogen sind, brauchte unsere Gruppe dringendVerstärkung. Die Bautätigkeit konzentriert sich zur Zeitauf die Fertigstellung des Hühnerhofes und den Bau desStreichelgeheges. Dazu kommt noch ein Schaugehegefür die Feldhamster, dass in wenigen Wochen vor derHamsterzuchtstation entstehen soll.Einen großen Schatten wirft der Solarbaum der Stadtwerkeauf das neue Gastronomiezelt. Die Stadtwerkeerrichten am Spielplatz die erste zweiachsig nachgeführteSolaranlage der Region. Dahinter hat das neue Gastronomiezeltgeöffnet und Sie sind herzlich eingeladen,Service, Speisen und Getränke zu testen. Zoo und Pächterfreuen sich auf Ihre Rückmeldung. Noch ist der Betriebin der Probephase, aber wir könnten uns vorstellen,mit diesem Partner langfristig zusammenzuarbeiten undeine neue erstklassige Zoogastronomie aufzubauen.Die große Herausforderung für die Zukunft bleibt derNeubau des Elefantenhauses. Ich freue mich sehr, dassder Verein der Tiergartenfreunde mit großem Engagementfür den Neubau wirbt und sammelt. Gerade amletzten Wochenende war der neue Vorstand mit denHerren Dr. Lorenz, Bartelmus und Pföhler an der Vereinshütteaktiv. Es gab viele erfreuliche Kontakte, aucheine Reihe von Spenden – die beste Motivation, denStand so oft wie möglich zu besetzen.Wir werden für das neue Elefantenhaus noch oft undlange die Werbetrommel rühren müssen. Dabei erhaltenwir eine großartige Unterstützung von Künstlern: OtmarAlt hat für das Elefantenhaus ein prächtiges Poster gestaltet,das zum Preis von 15,- € im Zooshop, aber auch ineinigen Heidelberger Geschäften, zu kaufen ist. DerZooshop hat auch noch einige wenige handsignierteExemplare! Die Freddie Wonder Combo wird am 4. Septembermit einem Benefizkonzert im Open Air Kino amTiergartenschwimmbad Stimmung für das neue Elefantenhausmachen. Hoffentlich lassen sich davon die Politikerund Verwaltungsspitzen von Stadt und Region anstecken.Gerade jetzt, wo wir Metropolregion Rhein-Neckar gewordensind, muss klar sein: Eine Metropolregionbraucht einen Spitzenzoo! Als Standortfaktor für dieWerbung bei jungen Führungskräften mit Familie, aberauch als Ressource für die eigenen Bürger, ist der Zoounverzichtbar. Wenn Sie die Zoo aktuell in der Handhalten, wird wahrscheinlich die 1500. Jahreskarte in2005 bereits verkauft sein. Wir peilen für 2005 an, ca.2000 Familienjahreskarten zu verkaufen! Das sind 2000Familien der Region, die den Zoo Heidelberg zu ihremLieblingsplatz erkoren haben. Dazu kommt noch dieerfreulich wachsende Zahl der Vereinsmitglieder. Das istein deutliches Zeichen, dass das Herz der Menschen derRegion für den Zoo schlägt. Sie sind herzlich eingeladen,all diesen Menschen Gehör zu verschaffen - werden Sieaktiv im Verein der Tiergartenfreunde.Ihr Klaus Wünnemann4 Zoo aktuell 2 / 2005


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.„Rocknight for Elephants“Benefizkonzert der Freddy Wonder Comboam 4.9.2005 im Schwimmbad/Open Air KinoFür den Zoobesucher gelten Elefanten als der Prototypeines Zootieres, geradezu als Stellvertreter aller Zootiere.Mit ihrer hohen Lernfähigkeit und ausgeprägten sozialenFamilienstruktur stellen sie auch für Tiergärten hoheAnforderungen an die artgerechte Tierhaltung. Der Tierbestandan Elefanten im Zoo Heidelberg besteht zur Zeitaus 2 alten Elefantenkühen, so dass jüngere Tiere nunden Tierbestand ergänzen müssen. Dem steht jedochdas alte, nun über 50 Jahre alte Elefantenhaus entgegen:selbst für die beiden alten Elefantendamen ist dasHaus nur bedingt geeignet, für eine größere Elefantengruppejedoch gänzlich unbrauchbar. Das neue, wunderschöneFreigehege muss zur Existenzsicherung vonElefanten im Heidelberger Zoo nun durch ein adäquatesElefantenhaus ergänzt werden. Kosten ca. 3,0 Mio EuroGeld, das die Stadt Heidelberg zu investieren nicht in derLage ist.Die Notwendigkeit des neuen Elefantenhauses ist nichtabzustreiten, problematisch jedoch seine Finanzierung.Mit einer Benefizveranstaltung soll nun dieses bishergrößte Projekt des Heidelberger Zoos der Realisierungein Stück näher gebracht werden.Die im Rhein-Neckar-Dreieck nicht unbekannte Größe,Freddy Wonder und seine Combo, konnte für den Zoound sein Vorhaben gewonnen werden. Am Sonntag,dem 4.9.2005, tritt die „beliebteste Band Heidelbergs undeine der besten Cover-Bands Deutschlands“ – so dieRhein-Neckar-Zeitung (04/10/04) - auf dem Gelände desSchwimmbad/Open Air Kinos auf. Das Sommerfest beginntum 18.00 Uhr. Seien es Lennon und Mc.Cartney,seien es Bowie oder Joplin, Freddy Wonder und seineCombo rockt. Auf diesen Abend im Geiste des Rock`nRoll stimmt eine Vorband ein.Der volle Erlös des Konzertes ist zugunsten des geplantenneuen Elefantenhauses. In diesem Sinne hofft derZoo Heidelberg auf viele alte Rock-Liebhaber, Familien,die ihren Sonntag Abend im Sommer nicht zuhause vordem Fernseher verbringen möchten oder Elefanten- undZoofreunde, die kommen um den Heidelberger Elefantenzu helfen.Karten gibt es demnächst im Vorverkauf u. a. an derZoo-Kasse im Vorverkauf zu 10,- € / 8,- € und an derAbendkasse zu 14,- € / 12,- €.Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Sommerabendbei der „Rocknight for Elephants“ mit guterMusik und Ihnen!Wer mit mehr als einem Konzertbesuch helfen will, seiherzlich eingeladen uns am Abend tatkräftig zu unterstützen.Wir können jede Hilfe brauchen. Bitte meldenSie sich bei Frau Imke Figura: (06221) 64 55 19. (ik)Zoo aktuell 2 / 2005 5


Zeitschrift rund um den Tiergarten HeidelbergJahreshauptversammlungder TiergartenfreundeDie diesjährige Hauptversammlung am 26. April 2005konnte durch die Unterstützung des Tiergarten Heidelbergim ehemaligen Tiergartenrestaurant durchgeführtwerden. Hierfür möchten wir uns bei Herrn Dr. Wünnemannbedanken.Ebenso möchten wir an dieser Stelle den Mitgliederndanken, die tatkräftig mitgeholfen haben, die Versammlungsowohl durch Organisation und Gestaltung derRäumlichkeiten als auch durch den Einkauf und Fertigungder Verpflegung zu einem Erfolg zu führen. Eswurde jedoch auch deutlich, dass das „Problem Tiergartenrestaurant“einer zügigen Lösung zugeführt werdenmuss.Die Hauptversammlung stand diesmal unter dem Eindruckdes Abschlusses der sehr erfolgreichen Arbeit desbisherigen Vorstandes unter Leitung von Herrn LotharTeichmann und der Wahl eines neuen Vorstandes.So konnte unser bisheriger 1. Vorsitzender, Herr LotharTeichmann, zu Beginn der Versammlung in seinem Berichtüber die Aktivitäten des Vereines in dem vergangenenJahr auf mehrere erfreuliche Entwicklungen eingehen.Im Jahr 2004 konnte das wichtige Projekt des Aufbausund der Ausstattung der Förderhütte realisiert werden.Der Dank gilt hier den engagierten Mitgliedern, insbesondereHerrn Werner Schmitt, die dies ermöglicht haben.Obwohl die Besetzung der Förderhütte durch Mitgliedersich nach wie vor als problematisch darstellt,kann festgestellt werden, dass diese als Informationsstandund Ansprechpunkt hinsichtlich der Arbeit unseresVereins von den Besuchern des Zoos gerne angenommenwird.Auf Initiative unseres Mitgliedes Herrn Barth konntendem Zoo für das Elefantenhaus drei Sitzbänke für dieBesucher zur Verfügung gestellt werden.Weiterhin konnte auch im Jahr 2004 die seit mehrerenJahren bestehende Patenschaft für „unsere“ Roloway-Meerkatze „Ghana“ fortgeführt werden. Der Verein trägthier einen Betrag in Höhe von 500,-- € bei.Die Spendenaktion „Mäuse für Eulen“ fand ihren Abschluss:der Verein konnte hier dem Zoo im Sommernoch einmal einen Betrag von 8000,-- € zur Verfügungstellen. Dass dieses Geld gut angelegt ist, beweisen dieneuerstellten Eulenvolieren für die tropischen ArtenBlassuhu und Malaienkauz.Auch wurde im Anschluss an die Fertigstellung der neuenElefantenaußenanlage noch im Juni 2004 die neueAktion „Pro Elefant“ ins Leben gerufen, mit der die Erstellungeines neuen, dringend notwendigen Elefantenhausesunterstützt werden soll. Dieses Vorhaben stellt dasengagierteste aber auch wichtigste Bauvorhaben desZoos in den nächsten Jahren dar. Um so erfreulicher istes, dass bereits im Jahr 2004 ein Spendenaufkommen inHöhe von 14.946,07 € verzeichnet werden konnte. Diesbelegt, welche hohe Wertigkeit die Elefantenhaltung fürdie Freunde des Zoo und dessen Besucher hat.Ebenso konnte die Anzahl der Mitgliedschaften von 164auf 193 erhöht werden.Festzuhalten bleibt aber auch, dass sich unser Verein imJahr 2004 aus dem Projekt „Zooschule“ zurückgezogenhat, da hier die Haftungsrisiken im Hinblick auf das wirtschaftlicheVolumen unseres Vereins und dem Umfangdes Projektes zu groß erschienen. Es wurde daher eineigener Trägerverein, die „Initiative Zooerlebnis e.V.“,6 Zoo aktuell 2 / 2005


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.gegründet ,die das wegweisende Projekt in der bisherkurzen Zeit zu einem für die Zukunft hoffnungsvollenStart geführt hat. Unser Verein konnte hier der „Zooschule“zweckgebundene Gelder in Höhe von 14.402,22 € zurVerfügung stellen.Im Anschluss an den Kassenprüfungsbericht des HerrnAnton Barth und des Herrn Hoffmann wurde der bisherigeVorstand von der Mitgliederversammlung einstimmigentlastet.Die neue Vorstandsmannschaft der Tiergartenfreunde: Dr. DietrichLorenz, Gerhard Bartelmus, Hans-Jürgen Pföhler, Lothar Teichmann,Werner SchmittIn seinem Bericht konnte Herr Teichmann aber auch diepersonellen Schwierigkeiten darstellen, die die Besetzungdes Vorstandes betrafen. So hatte im Rahmeneiner Interimslösung Frau Manuela Teichmann im Frühjahrdas Amt des Schriftführers kommissarisch übernommen.Hierfür noch einmal unser Dank. Da auch HerrSchüßler das Amt des Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeitaus persönlichen Gründen ruhen lassen musste undauch für eine Neuwahl in dieses Amt, ebenso wie HerrKrämer für das Amt des 2. Vorsitzenden und Herr LeoTeichmann als Schatzmeister aus Altersgründen nichtmehr zur Verfügung stand, stand der Verein vor der Aufgabe,eine vollkommen neue Vorstandsmannschaft zuinstallieren. In vielen Gesprächen konnten interessierteMitglieder gewonnen werden, die sich für die Vorstandswahlzur Verfügung stellten. So konnte Herr Teichmannauch in diesem Punkte seinen Bericht mit einer positivenFeststellung beenden.Herr Schüßler ergriff daraufhin die Gelegenheit, in einerheiteren Rede Herrn Lothar Teichmann für seine Arbeitfür den Verein und sein Engagement zu danken, bevordieser, sichtlich gerührt, die Ehrungen langjähriger undengagierter Tiergartenfreunde vornahm.So konnten Herr Albert Kiesel, Herr Georg Lenz sowieFamilie Erika und Lothar Wiegand für ihr fünfundzwanzigjährigesVereinsjubiläum geehrt werden.Die Familie Elisabeth und Wilhelm Krämer erhielten dieEhrung für ihre fünfzigjährige Mitgliedschaft. Zudem erhieltHerr Krämer für seine zwanzigjährige aktive Arbeitim Vorstand die Ehrenmitgliedschaft.Für sein unermüdliches Engagement in Sachen „ProElefant“ wurde zudem Herrn Anton Barth die Ehrennadelüberreicht.Wir möchten uns auch an dieser Stelle noch einmal fürdie Treue und Verbundenheit mit unserem Verein bedanken.Zoo aktuell 2 / 2005 7


Zeitschrift rund um den Tiergarten HeidelbergIm Anschluss an die Ehrungen konnte zu der Wahl desneuen Vorstandes geschritten werden. Die Kandidatenstellten sich auf Bitte des zum Versammlungsleiter berufenenDr. Wünnemann der Versammlung noch einmalvor. Die Mitgliederversammlung wählte daraufhin in offenerAbstimmung die vorgestellte Vorstandsmannschaft ineinem Block.Der Vorstand setzt sich nunmehr wie folgt zusammen:1. Vorsitzender:Herr Dr. Dietrich Lorenz2. Vorsitzender:Herr Gerhard BartelmusSchatzmeister:Herr Hans-Jürgen PföhlerSchriftführer:Herr Lothar TeichmannBeauftragter für Öffentlichkeitsarbeit:Herr Werner Schmitt.Herr Dr. Lorenz bedankte sich sodann im Namen desneuen Vorstandes für das ausgesprochene Vertrauenund trat für die Kontinuität in der bisherigen Vorstandsarbeitein.Nachdem keine weiteren Anträge mehr vorlagen, konntedie Versammlung geschlossen werden und das WortHerrn Dr. Wünnemann übergeben werden. Dieser berichtetesodann in einem sowohl informativen als auchkurzweiligen Vortrag über seine Reise nach Uganda. Diehierzu gezeigten Dias, insbesondere die Darstellung derBegegnung mit den Gorillas, ließen wohl bei allen Anwesendendas Gefühl des Fernwehs aufkommen.Abschließend möchte ich mich als Mitglied des neuenVorstandes noch einmal bei dem bisherigen Vorstandund den vielen engagierten Helfern für die bisher geleisteteerfolgreiche Arbeit bedanken. Für die „Neuen“ imVorstand ist es besonders erfreulich, dass Herr LotharTeichmann dafür gewonnen werden konnte, auch zukünftigan verantwortlicher Stelle im Vorstand seineKenntnisse und Erfahrungen einzubringen.Unser Anliegen ist es, auf der Grundlage der bisherigenArbeit aufbauend, die Ziele und Aufgaben unseres Vereinsstärker in die Öffentlichkeit zu rücken. Hier wird zumeinen die Mitgliederwerbung einen Schwerpunkt darstellen.Zum Anderen stellen die notwendigen Investitionendes Zoos eine erhebliche Herausforderung nicht nurfinanzieller Art dar.Zur Erhaltung und zum Ausbau dieses Zoos sind Anstrengungennotwendig, um anstehende Probleme wiedie Artgerechte Unterbringung der Tiere (z.B. Elefantenhaus),aber auch Probleme wie die Parkplatzsituationdauerhaft zu lösen. Auch an dieser Stelle ist die Öffentlichkeitdafür zu sensibilisieren, dass die Erhaltung undUnterstützung ihres Heidelberger Zoos einen wesentlichenBeitrag für den Tier- und Naturschutz darstellt. Essei hier nur auf die verschiedenen Erhaltungszuchtprogrammeverwiesen, an denen unser Zoo beteiligt ist bzw.in diesen führend ist. Er stellt aber auch eine in der Regioneinzigartige Naherholungs- und Freizeitmöglichkeitfür die gesamte Familie dar und hat damit überregionaleBedeutung.Ich möchte Sie daher bitten, uns auch zukünftig dieTreue zu halten und uns bei unserer Arbeit zu unterstützen.Gerhard Bartelmus8 Zoo aktuell 2 / 2005


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.BeitrittserklärungHiermit erkläre(n) ich/wir meinen/unseren Beitritt in denVerein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V. und dieBereitschaft zur Leistung der Beiträge gemäß der rechtsgewählten Beitrittsklasse. Der Beitritt ist zu jedem Kalendermonatmöglich, für das laufende Geschäftsjahr wird jeMonat 1/12 des Jahresbeitrages fällig.Adresse____________________________________________________________________________________________________________________________________Telefon, Fax, Email________________________________________________________________________________________Datum und Unterschrift____________________________________________Zeitgemäß, vorteilhaft und bequem ist die Bezahlung der Mitgliedsbeiträgedurch Abbuchung. Sie helfen mit einer freiwilligen EinzugsermächtigungIhnen uns und Kosten zu sparen. Selbstverständlich könnenSie diese Ermächtigung jederzeit widerrufen.Girokonto____________________________________________Bankinstitut____________________________________________Bankleitzahl____________________________________________Kontoinhaber____________________________________________Datum & Unterschrift____________________________________________Beitrittsklasse( ) Mitgliedschaft A zu 55,- Euro(Einzelmitgliedschaft mit Zugangsrecht in den Zoo)__________________ Geburtstag ____________( ) Mitgliedschaft B zu 80,- Euro(Familienmitgliedschaft für Paare und deren minderjährigeKinder mit Zugangsrecht in den Zoo)Name und Geburtstag aller Familienmitglieder :__________________ Geburtstag ______________________________ Geburtstag ______________________________ Geburtstag ______________________________ Geburtstag ____________( ) Mitgliedschaft C zu 24,- Euro(Jugendmitgliedschaft mit Zugangsrecht in den Zoo)Hiermit bestätige ich, dass mein Sohn/meine Tochter__________________ Geburtstag ____________Mitglied im Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.werden darf. Die entsprechende Mitgliedsrechung soll anmich erfolgen. Eltern haften für Ihre Kinder.Datum und Unterschrift des Erziehungsberechtigten :______________________________________( ) Mitgliedschaft F zu 35,- Euro(Fördermitgliedschaft ohne Zugangsrecht zum Zoo)Bitte einsenden an :Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V, Postfach 11 03 52,69072 Heidelberg oder per Telefax (06202) 69 23 41. Vielen DankZoo aktuell 2 / 2005 9


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.ziehen. Macht das Sinn? Ich glaube schon. In den meistenLebensräumen dominieren Pflanzen, geologischeFormationen oder Wasser/Eis. Wenn wir ans Meer fahren,sehen wir die unendlich scheinende Wasserfläche,hoffentlich naturbelassene Strände und nehmen die Fischeund Strandvögel erst mit dem zweiten Blick wahr.Ein Urlaub am Meer wäre ohne Möwen denkbar – ohneWasser, Sand oder Felsen nicht. Selbst in den meistenafrikanischen Savannenlandschaften tragen die Gräser,Akazien, Euphorbien den Landschaftseindruck, der vonElefanten, Antilopen, Giraffen faszinierend akzentuiertwird.Vom Regenwald mit seiner schier überquellenden Pflanzenvielfaltund den eher selten zu sehenden Affen,Hornvögeln oder Schlangen ganz zu schweigen. Weildies ganz natürlich so ist, ist der Eindruck großer Tierschwärmeauch überwältigend. Wenn in der Serengetidie Erde vor lauter Gnus nicht mehr zu sehen ist, aneiner Fledermaushöhle die Flattertiere den Himmel, oderam Meer ein Vogelschwarm die Sonne verdeckt, ist dasein ganz tiefer – weil ungewöhnlicher – Eindruck. Deshalbgeht es im Naturschutz heute auch nicht mehr darum,die Art „Gnu“ zu erhalten sondern das Ökosystemder Serengeti - das hat Bernhardt Grzimek vor 50 Jahrenbereits erkannt. In den Zoos halten wir Tiere als Botschafterihrer bedrohten Lebensräume, und deshalbmüssen wir versuchen den Menschen einen Eindruckvon diesen Lebensräumen zu geben – auch und geradevon den so charakterbildenden Pflanzen. Der Zoo Zürichals einer der führenden Zoos in Europa hat mit seinemMasoala-Regenwald ein Zeichen gesetzt. Die riesigeTropenhalle ist dem Regenwald Madagaskars gewidmetund die Tiere sind die Juniorpartner in einer stimmigenDarstellung dieses Lebensraumes.Wie wird das im Zoo Heidelberg aussehen? Wir sind einwenig stolz darauf, für eine ganze Reihe unserer Pflanzenartendie gleiche Beschilderung zu haben wie fürunsere Tiere. Ich wünsche mir, dass wir in Zukunft anbotanischen Schwerpunkten ebenso schöne interaktiveDidaktik zeigen, wie an ausgewählten zoologischenStandorten. Wir haben bereits einige echte Charakterpflanzenim Zoo, wie den großen Gingko am Gehege derkleinen Pandas und die im letzten Jahr gepflanzte Aurakarieam Ausgang der Fasanerie. Mit den Frühlingsblu-Zoo aktuell 2 / 2005 11


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.scheiden konnten allerdings nicht alle sein: Von der angekündigtenFührung durch den Veterinär der Wilhelma,Herrn Dr. Ritschel erhoffte sich vielleicht mancher überdurchschnittlichinteressierte Zoofreund Hintergrundinformationen,„wie sie nicht im Führer stehen“. DieserAnspruch konnte in der begrenzten Zeit und bei nichtimmer vorbildlicher Disziplin der auseinanderstrebendenGruppe nur teilweise erfüllt werden. Zum Beispiel erfuhrenwir aber, dass sich in der Aufzuchtstation der Affenein Heidelberger Gorilla, Kissa, befand, dass Füchseernsthafte Probleme bereiten und mit Zäunen abgewehrtwerden müssen. Den Hinweis auf vier Störche konntenwir allerdings nur mit milder Bewunderung quittieren: Dahat Heidelberg mehr zu bieten!Es gab Besonderheiten, die Interesse und Bewunderungin besonderem Maße erregten: Eine unglaubliche Vielfaltan Reptilien und Bewohnern der Aquarien, eine Abteilungfür Haustiere in realistischer Unterbringung mit Präsentationalter landwirtschaftlicher Rassen, eine sehrreichhaltige Abteilung für Insekten, in der auch derNichtentomologe gerne länger verweilt hätte, ein wunderbaresTropenhaus usw. Dies muss eine subjektiveAuswahl von Höhepunkten bleiben, die für den HeidelbergerBesucher den Charakter des Außergewöhnlichenhatten.Ansonsten unterscheidet sich die Wilhelma vom HeidelbergerZoo außer durch die schiere Größe auch durchdas Konzept der Anlage: Diese landesherrliche Gründungist eben nicht nur ein Tiergarten, sondern auch einbotanischer Park und Landschaftsgarten, der in dieserKombination eine besondere Anziehungskraft auf dieAusflugsfamilie entfaltet.Was könnte sich Heidelberg von Stuttgart abgucken?Zum Beispiel einen richtigen Streichelzoo, den die Kinderbetreten können. Wir haben beobachtet, dass die Möglichkeiteines solchen direkten Kontaktes von den Kleinenbegeistert wahrgenommen wurde. Auch eine Stationdes NABU, wie wir sie in Stuttgart gesehen haben, würdesich in Heidelberg gut machen.Andererseits konnten wir an diesem sehr warmen Frühlingstagdie Erfahrung machen, dass geringe Größe undBeschränkung auf eine Ebene (in HD) auch ihre Vorteilehaben: kurze Wege und keine Behinderung für Rollstühleund Kinderwagen!Und: Den Yellowstone-Park mit einem Nebeneinandervon exotischen und einheimischen Arten, und als neueKreationen die Bauwagen mit der bewundernswertenNachbildung zivilisatorischer Biotope von Ratten, Mäusenund Co. macht uns so leicht keiner nach!Danke an die Organisatoren für ein harmonisches Gemeinschaftserlebnis!Besser machen beim nächsten Mal? Vorher festlegen,wer den Bericht schreiben soll, damit es keine Erinnerungslückengibt! (Text: dl, Fotos: ws)Zoo aktuell 2 / 2005 13


Zeitschrift rund um den Tiergarten HeidelbergGeheimnisvolle KugelnSeit etwa einem Jahr gibt es Kugelgürteltiere im HeidelbergerZoo zu bestaunen. Ein Paar lebt in einem Gehegein den Vogelanlagen, ein weiteres Paar im Alten Affenhausneben den Roloway-Meerkatzen.Stroh des Geheges. Niemand weiß genau, wann dasJungtier geboren wurde. Die Jungen kommen mit einemGeburtsgewicht von 100 – 120g blind auf die Welt. DerPanzer ist noch weich. Bei unserem Jungtier war dieseraber schon gehärtet.Arnold – noch so klein wie ein TennisballViele Zoobesucher sind begeistert, wenn sie zur Fütterungszeitum 15.30 Uhr das männliche Kugelgürteltier,namens Arnold, einmal streicheln dürfen. Aber warumwar Arnolds Mitbewohnerin Trude nicht zu sehen? Siewurde von den Tierpflegern geschont, denn es war ungewiss,ob Trude Nachwuchs bekommt. Meistens geschiehtdieses nach einer Tragzeit von ungefähr 120Tagen, die sich aber bei manchen Gürteltieren bis aufJahre ausdehnen kann. (Grund dafür ist, dass sich beimanchen Gürteltieren der Keim erst mit zeitlicher Verzögerungin der Gebärmutterwand einnistet).Die Tierpfleger warteten geduldig Tag für Tag ab, ob sichzu den etwa Pampelmusen großen Eltern noch ein kleinerGolfball gesellen würde. Dieser kommt in der Regelzwischen den Monaten Oktober und Januar zur Welt,manchmal aber auch später :Am 21. Mai fanden die Tierpfleger dann auch tatsächlichauf der Suche nach den Eltern eine kleine Kugel imWie auf Stelzen laufend erkundet Trude ihr Revier.Da über die Entwicklung des Kugelgürteltieres unmittelbarnach der Geburt kaum etwas bekannt ist, können wirdas Alter unseres Tieres schlecht schätzen. Ein kleinerHoffnungsschimmer besteht aber trotzdem, denn in derRegel hört die Mutter nach 72 Tagen auf, das Jungtier zusäugen. Rechnet man zurück, kann man auf das Geburtsdatumschließen. Geschlechtsreif werden Kugelgürteltiereschon mit einem halben Jahr. Ihre Lebenserwartungliegt etwa bei 12 Jahren.Viele Leser wundern sich jetzt vielleicht warum nur einJunges auf die Welt kam. Bekommen Gürteltiere in derRegel nicht 4 oder manchmal sogar 8 Junge? Die sogenanntePolyembryonie, bei der sich mehrere Jungen auseiner Eizelle entwickeln, kommt nur bei manchen Gürtel-14 Zoo aktuell 2 / 2005


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.tierarten (Weichgürteltieren) vor, nicht aber bei unserenKugelgürteltieren.Zu den Kugelgürteltieren, die nur eine von 8 weiterenGattungen der Gürteltiere sind, gehören das Dreibindenkugelgürteltier(Tolypeutes tricinctus) und das Kugelgürteltier(Tolypeutes matacus), das bei uns im Zoo lebt.Mit den Faultieren und Ameisenbären werden die Gürteltiereunter dem Begriff „Nebengelenktiere“ zusammengefasst.Nur die Kugelgürteltiere haben die Fähigkeit sich beiGefahr einzukugeln. Sie klappen einfach ihren Panzer,der aus Kopf-, Schulter- und Beckenschild sowie Panzerbändernbesteht, zusammen. Dies hilft ihnen nicht zuschnell auszukühlen und schützt sie vor Feinden, wie z.BKojoten, Rotluchse oder Greifvögel.So können es sich die Kugelgürteltiere erlauben, tagsüberals Einzelgänger in den Graslandschaften Südamerikasauf der Suche nach Ameisen und sonstigem Kleingetierumherzuschweifen, ohne einen vierbeinigen Feindfürchten zu müssen. Sie benötigen, im Gegensatz zuden anderen Gürteltieren, noch nicht einmal ihre kräftigenVorderklauen, um sich eine schützende Höhle zugraben. Suchen sie aber trotzdem einen Unterschlupf,findet man sie oft in den verlassenen Bauten von Ameisenbären.Die größte Gefahr jedoch droht den Kugelgürteltierendurch den Menschen. Schon lange ist bekannt, wie gutdas weißliche Fleisch schmeckt. Dies hat neben derZerstörung ihres Lebensraumes dazu beigetragen, dassdie bei uns im Zoo lebende Art des Kugelgürteltieres alsgefährdet eingestuft wird. (IUCN)Belege für die Bedeutung der Kugelgürteltiere bei dersüdamerikanischen Bevölkerung sind die zahlreichenNamen, die ihnen gegeben wurden. Im Spanischen undEnglischen ist der Name „armadillo“ (bewaffnet odergepanzert) gebräuchlich. Weitere Namen sind z.B.“bolita“ (das Kügelchen) oder „tatu maranja“ (Apfelsinengürteltier).Sogar für den Puma ist es schwer, die fest verschlosseneKugel zu öffnen. Bei dem Versuch, seine Schnauze indie noch nicht ganz geschlossene Kugel zu stecken, sollschon so mancher Feind verletzt worden sein.Aus den „Panzern“ der Kugelgürteltiere bauen die Indioseine Art Mandoline („Charango“) mit angeblich faszinierendemKlang. (ch)Nicht vergessen :Direktorenführung mit Dr.Klaus Wünnemann für dieTiergartenfreunde Heidelberg e.V. am 13.08.2005 um15:30 Uhr. Treffpunkt : EingangZoo aktuell 2 / 2005 15


Zeitschrift rund um den Tiergarten HeidelbergKunst für die Elefanten"Kunst kommt von Künden" so lautet das Schaffensmottodes bekannten Künstlers Otmar Alt, der vom 1. Juni bis1. Juli 2005 einen Teil seiner Werke im Tiergarten Heidelbergausgestellt hat. Otmar Alt hat sich nie mit demeigenen künstlerischen Erfolg zufrieden gegeben. Erfühlt sich aufgefordert, eine breite Öffentlichkeit für dieKunst zu interessieren.aber auch an verschiedenen Verkaufsstellen in Heidelbergwie Schreibwaren Knoblauch, der Touristeninformationam Bahnhof, dem Deutsch-Amerikanischen Institutund der Rhein-Neckar-Zeitung. In limitierter Auflage sindsogar vom Künstler handsignierte Poster verfügbar.Die Auseinandersetzung mit immer neuen Materialenund Techniken ist für ihn eine Herausforderung. So entstehenneben Gemälden, Grafiken und Skulpturen auchKinderbücher, Plakate, Wand- und Fassadengestaltungen,Springbrunnenanlagen, Bühnenbilder, Designerarbeitenetc. Herr Alt zeigt wenig Berührungsängste hinsichtlichdes Materials und in Bezug auf die Popularisierungvon Kunst, ohne dabei einem Mainstream verhaftetzu sein: Ob es sich um die Gestaltung von Telefonkarten,Porzellan, Autos, T-Shirts, Regenschirmen oderKinderspielzeug handelt, Otmar Alt zeigt sich offen. Ausbanalen Gebrauchsgegenständen werden kleine Kunstwerke,die jedermann - unabhängig von Alter und Bildungsstand- zugänglich sein sollen.Otmar Alt, geb. am17. Juli 1940 in Wernigerode ist heute einer der erfolgreichstendeutschen Künstler der Gegenwart. Aus derAbstraktion heraus fand Otmar Alt seinen eigenen Weg.Schon früh entdeckt man in seinen Bildern zaghaft angedeuteteFiguren und Zeichen, die er schließlich mitphantasiereichen Titeln auf neue Bedeutungsebenenhebt. Zugleich wird seine Vorliebe für intensive Farbenund bald auch für klar definierte Formen und Konturenaus der Tier- und Pflanzenwelt ersichtlich.Am 1. Juni 2005 eröffnete Otmar Alt selbst seine Ausstellungim Raubtierhaus des Tiergartens. Ein Drittel desVerkaufserlöses der hier ausgestellten Werke kam demneuen Elefantenhaus zu Gute. Der Künstler hat darüberhinaus auch noch ein Poster entworfen, das zugunstender Elefanten verkauft wird. Es ist im Zooshop erhältlich,Helfen auch Sie das Geld für das Elefantenhaus zusammenzu bekommen, kaufen Sie ein Elefanten-Postervon Otmar Alt! Die Elefanten Lakshmi und Ilona werdenes Ihnen danken. (rei)16 Zoo aktuell 2 / 2005


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.Hier ist Ihre Meinung gefragt!!ImpressumHallo, liebe Tiergartenfreunde! Da unsere Arbeit entscheidendvon den Mitgliedern geprägt wird und wir auchzukünftig auf Ihre Mitarbeit zur Verwirklichung unsererZiele angewiesen sind, möchten wir Sie bitten uns IhreAnregungen, Ideen aber auch ihre Kritik mitzuteilen.Wir wollen zum einen unser Ziel, den Tiergarten Heidelbergzu unterstützen, so effektiv und ideenreich wie möglichangehen, zum anderen wollen wir jedoch auch denMitgliedern ein attraktives Vereinsleben bieten.Daher bitten wir um Ihre Mitarbeit!So möchte ich diesmal insbesondere unsere jungenMitglieder (Alter 12-17 Jahre) und die Familienmitgliedschaftenaufrufen, uns Ihre Wünsche und Vorstellungenbzgl. des Vereins mitzuteilen. Wir interessierenuns für die Ideen der Kinder und Jugendlichen. Dieskönnte z.B. eine aktivere Beteiligung an der Gestaltungvon Festen und anderen Aktivitäten im ZOO, Gestaltungder Zoo Aktuell etc. sein. Wir sind gespannt auf EureIdeen!Bereits seit längerer Zeit besteht die Idee eines großenZOO-Sommerfest, das gemeinsam von der InitiativeZooerlebnis und den Tiergartenfreunden Heidelberg fürden ZOO ausgerichtet werden könnte. Wir möchtennunmehr der Idee Taten folgen lassen. Aufgrund desOrganisationsaufwandes kann mit einer Umsetzung jedocherst 2006 gerechnet werden. Hierdurch bestehtjedoch auch die Möglichkeit, dass Sie sich mit IhrenIdeen beteiligen. Wir hoffen auf vielfältige Anregung, umein derartiges Fest für alle zu einem Erlebnis zu machen.Vereinszeitung der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V. inKooperation mit der Tiergarten Heidelberg gGmbHISSN 1615-2387, Auflagenhöhe 2.500 StückHerausgeber:Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.Postfach 11 03 52, 69072 HeidelbergEmail/Verein: info@tiergartenfreunde.deInternet/Verein: www.tiergartenfreunde.deZoo Heidelberg :Email/Zoo: info@zoo-heidelberg.deInternet/Zoo: www.zoo-heidelberg.deRedaktion Zoo aktuell:Arbeitskreis Redaktion mit Leonie Kunz, Sandra Reichlerund Lothar Teichmann (ViSdP).Autoren:Gerhard Bartelmus (gb), Imke Figura (ik),Caren Honsel (ch), Dr. Dietrich Lorenz (dl),Sandra Reichler (rei), Werner Schmitt (ws),Dr. Jutta Schneider (js), Markus Sperker (msp),Lothar Teichmann (lt), Dr. Klaus Wünnemann (wün)Druck:SCHÜSSLER Printagentur & VerlagAugustaanlage 13, 68165 MannheimBankverbindung:Sparkasse Heidelberg Konto 16128Bankleitzahl 672 500 20Die Tiergartenfreunde Heidelberg e.V. sind gemeinnützigBitte senden Sie ihre Anregungen an den Verein der anerkannt. Für geleistete Zuwendungen erfolgt ab 25,00Tiergartenfeunde Heidelberg e.V., Postfach 11 03 52, Euro unaufgefordert eine Zuwendungsbescheinigung,69072 Heidelberg oder per Telefax (06221) 86 45 84 sofern auf dem Einzahlungsschein/Überweisung dieoder Email: info@tiergartenfreunde.de(gb)Adresse angegeben wird.Zoo aktuell 2 / 2005 17


Zeitschrift rund um den Tiergarten HeidelbergDelegiertenkonferenz der GDZVom 8. bis 10 April 2005 fand auf Einladung der ZoofreundeWuppertal die anstehende Delegiertenkonferenzder Gemeinschaft deutscher Zooförderer (GDZ) in Wuppertal-Elberfeldstatt. 22 Fördervereine nahmen an derTagung teil. Diese begann offiziell am Freitag Abend um19:30 Uhr mit einem Festbankett im Intercity-Hotel Wuppertal,bei dem unter anderem von Wuppertals OberbürgermeisterHerrn Jung und Herrn Stauche Grußwortegehalten wurden.Aussprache wurden die Themen Wissenschaftspreis,Mitgliedsbeiträge und Almanach erörtert.Die an die Versammlung folgenden Fachvorträge decktenklassische Förderthemen wie auch Natur- und Artenschutzund die überregionale Zusammenarbeit ab. Sohielt beispielsweise Herr Dr. Wünnemann einen Vortragüber das Artenschutzprojekt WAPCA des HeidelbergerZoo, welches auch von der GDZ finanziell gefördert wird.Herr Adler aus Münster ging auf die Verbindung der StiftungArtenschutz mit der GDZ ein. Von Herrn Marcordesaus Walsrode wurde ein Vogelschutzprojekt auf Madagaskarvorgestellt und Frau Finke vom NABU referierteüber das NABU-Schneeleopardenprojekt.Förderthemen wurden von Herrn Dorn aus Halle mit demThema „Arbeit mit Kindern im Zooverein“, von HerrnMehl aus Chemnitz mit der „Zusammenarbeit zwischenFörderverein und Zooleitung“, von Herrn Herding ausKrefeld zur „Bildung einer gemeinnützigen GmbH“ undvon Herrn Rollepatz aus Neuwied zum Thema „Fördervereinals Träger eines Zoos“ gehalten. Den Abschlussbildete ein Resümee von Herrn Dr.Mühling aus Nürnbergzu „Langjährigen Erfahrungen als Zoodirektor in der Zusammenarbeitmit den Tiergartenfreunden Nürnberg“.Vorstand der GDZ: Lothar Teichmann (Mitglied des Vorstandes), Dr.Kraft Engel (2.Vizepräsident), Jürgen Hieber (Schatzmeister), Pinguinder Wuppertaler Pinguinale, Siegfried Stauche (Präsident), DieterRollepatz (Schriftführer) und Klaus Kohlmann (1.Vizepräsident).Die eigentliche Tagung fand am Samstag im Sparkassen-Hochhausstatt. Nach der Begrüßung und weiterenGrußworten folgten die Regularien eines eingetragenenVereins wie Rechenschaftsbericht, Kassenbericht undAussprache. Im Rahmen der anstehenden Neuwahlenkandidierten alle sechs Amtsinhaber erneut für eine weitereAmtszeit. Durch den Wahlleiter Herr Hensel wurdedie Wahl offen und einzeln durchgeführt. Im Rahmen derNach dem Ende der Vorträge folgte ein gemeinsamerAbend, der die Teilnehmer zunächst zur Endstelle derWuppertaler Schwebebahn führte. Mit dem Kaiserwagenund kompetenter Informationsvermittlung zur Bahn- undStadtgeschichte wurde das Wahrzeichen der Stadt lebendig.Zum Ende der Fahrt hielt der Kaiserwagen ander Haltestelle Zoo, wo es anschließend zu Fuß durchden Zoo bis zum Menschenaffenhaus ging, wo auf Einladungdes Wuppertaler Zoo ein Büffet auf die Teilnehmerwartete.Am Sonntag folgte die Führung mit zwei Gruppen durchden Wuppertaler Zoo. Der Dank für die Tagung 2005 giltganz dem Ausrichter, den Zoofreunden Wuppertal. (lt)18 Zoo aktuell 2 / 2005


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.Nachbarschaftspflege in derTiergartenstraßeVeranstaltung „Springer tiergARTen“im Heidelberger ZooDie etwa 20 Projektplanungs-Profis der KultAG aus demDen Auftakt dazu bereits einige Wochen vor dem eigentlichenVeranstaltungstermin am 2. Juni boten die Mitwir-Verlagsgeschäft brachten ihr Knowhow und ihre Ideenein. Zunächst bildeten sich vier Arbeitsgruppen, die sichkenden der Gruppe „Tiere in Kunst und Kultur“ mit einerdie Aufgabe gestellt hatten, zu verschiedenen Themenhochkarätigen Ausstellung im Eingangsbereich desWissenswertes, Unterhaltsames und Interessantes zuSpringer-Verlagsgebäudes: Neben themenbezogenenvermitteln, und die gesamte Belegschaft von Springer inKunstwerken der Bildhauerin Eva Hoffmeister und derHeidelberg wurde zum Mitmachen aufgefordert. Im Verlaufeeines halben Jahres kam so für die Themenberei-Video-Installation „Köder“ (gestaltet von der KultAG-AktivenMarina Reizakis) zierten zahlreiche ethnologischeZoo aktuell 2 / 2005 19che „Mensch und Tier“, „Tiere in Kunst und Kultur“, „Artenschutz“und „Rund um den Zoo“ eine Fülle von Materialzusammen, das nun auf unterschiedlichste Weisepräsentiert werden sollte.An ihren türkisgrünen T-Shirts mit Zebra-Aufdruck konnteman sie am 2. Juni im Heidelberger Zoo erkennen: DieMitglieder der KultAG des Springer-Verlages, einerGruppe Kunst- und Kulturinteressierter, die seit einigenJahren einen Teil ihrer Freizeit aufwenden, um mit großempersönlichem Engagement für ihre Kolleginnen undKollegen Veranstaltungen zu den unterschiedlichstenThemen zu planen und durchzuführen.Und weil das besondere Verhältnis von Menschen zuihren Mitgeschöpfen einen wichtigen Teilbereich derKultur darstellt, war man sich schnell einig, - erstmalsaußerhalb des Firmengebäudes - einen Event „von Mitarbeiternfür Mitarbeiter“ unter dem Motto „Springer tiergARTen“zu organisieren. Zoodirektor Dr. Wünnemannund sein Team konnten schnell davon überzeugt werden,dass für alle Beteiligten hier etwas Tolles herauskommenwürde. Sandra Reichler, die Assistentin desDirektors, stand erfreulicherweise als Beraterin für dieFragen der KultAG zur Verfügung, gab Anregungen undhalf tatkräftig mit bei der Vorbereitung und Umsetzungdes Vorhabens. Auch die übrigen Mitarbeiterinnen undMitarbeiter des Zoos bewiesen bei der Veranstaltunggroße Hilfsbereitschaft.[Letzte Abbildung der Dia Show] (Foto: Springer)Ausstellung und Quiz im Springer-Foyer


Zeitschrift rund um den Tiergarten HeidelbergMasken das Foyer, die dankenswerterweise vom HeidelbergerVölkerkundemuseum für mehrere Wochen zurVerfügung gestellt wurden.Mit einem Quiz aus 24 sehr anspruchsvollen Fragen, dassich die Gruppe ausgedacht und bebildert hatte, wurdedie Kopfarbeit der Springer-Mitarbeiter bereits im Vorfeldder Veranstaltung gehörig gefordert.Tierprodukte, konnte von kleinen Besuchern ausgefülltwerden. Informationen zu dem breiten Spektrum derKommunikation zwischen Mensch und Tier - vom Nutztierund dessen artgerechter Haltung bis hin zum Tier alsTherapeut - wurden anschaulich dargeboten.Am Afrikahaus hatten die Kolleginnen der „Tiere in Kunstund Kultur“-Gruppe eine große Leinwand mit einem Mal-Puzzle aufgestellt und viele Besucher griffen zum Pinsel,um aus kleinen quadratischen Vorlagen ein gemeinsamesgroßes Werk entstehen zu lassen.Das Ergebnis dieser Aktion wird in der Firmenkantine beiSpringer seinen Platz finden.Star des Nachmittags war am Raubtierhaus beim Standder Gruppe „Artenschutz“ zweifellos Kornnatter Lore, dieden staunenden Besuchern vom 9jährigen Michel Frauenfeldhautnah zum Anfassen präsentiert wurde. Vieleverloren ihre Scheu vor Schlangen und konnten zumersten Mal erleben, dass diese Tiere überaus weich undgeschmeidig und überhaupt nicht „igitt“ sind.Kleine und große Besucher beim Mal-Puzzle (Foto: Springer)Es war im Foyer außerdem - initiiert von der Gruppe„Mensch und Tier“ - eine Box aufgestellt worden, in dieSelbstgeschriebenes über Erlebnisse mit Tieren eingeworfenwerden konnte.Der Event im ZooDie Tiergeschichten wurden am Tag des Events amständig umlagerten Stand dieser Gruppe beim Elefantenhausvorgelesen. Man hörte dort Vogelstimmen vomBand und ein Fragebogen mit einem Quiz zum Thema„Milch“, einem der wichtigsten von Menschen genutztenDie „Artenschützer“ hatten unter anderem Informationenüber Artenschutzprojekte und ein weiteres Highlight zubieten, das den Riesenschildkröten einen für die nächsteZeit bestens eingeölten Panzer und den ausführendenKindern ein „Schildkrötenpfleger-Diplom“ einbrachte. Diesanften Riesen ließen sich die Einöl-Aktion trotz enormenAndrangs mit stoischer Gelassenheit geduldig gefallen,und die Kinder erfuhren ganz nebenbei auch nochWissenswertes über Schildkröten.In der Zooschule, ein bisschen „im Verborgenen“, abernicht weniger informativ und interessant, hatte die Gruppemit dem Namen „Rund um den Zoo“ ihre Infotafelnaufgebaut. Wer wissen wollte, wie viele Menschen imZoo beschäftigt sind, konnte dies hier ebenso erfahren,wie auch Aufschlussreiches über die Mengen von Obst,die ein Orang Utan vertilgt. Und wer hätte gedacht, dass20 Zoo aktuell 2 / 2005


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.der Heidelberger Tiergarten auf dem Gelände des HeidelbergerZentralfriedhofes entstanden ist? Im HeidelbergerStadtarchiv und im Archiv der Rhein-Neckar-Zeitung hatte die Gruppe historische Pläne und Zeitungsberichteausfindig gemacht, mit denen sie die Entwicklungdes Tiergartens von der Entstehungszeit in den1930er Jahren bis heute dokumentierte.Bereich des Zooeingangs, wo Springer-KantinenwirtManfred Dörsam für das leibliche Wohl sorgte. Dr. Wünnemannfreute sich über die vielen Besucher „aus derNachbarschaft“ im Zoo und die lebhafte Resonanz aufsein Angebot, Fragen gerne zu beantworten.Zentralfriedhof Heidelberg, Lageplan;aus: Die Friedhöfe in Heidelberg, Frankfurt a.M. o.J. [etwa 1928]Die Informationsmaterialien wurden nach der Veranstaltungder Zooschule überlassen, worüber sich ZoopädagogeDr. Löwenberg freute, der sie für seinen Unterrichtweiterverwenden wird.Mitglieder von der Initiative Zooerlebnis e.V. und vomVerein der Tiergartenfreunde e.V. waren hier ebenfallsvor Ort und standen interessierten Besuchern geduldigRede und Antwort. Es gab ein erfreulich großes Interessean den Informationen über Tierpatenschaften, so dassim Nachlauf der Veranstaltung sicher noch das eine oderandere Tier „verpatet“ werden konnte.Gemeinsamer AusklangZum Ausklang des Nachmittags trafen sich die annähernd300 Gäste – einige schon etwas „fußlahm“ – imGespannte Aufmerksamkeit am Ende der Veranstaltung(Foto: Springer)Erst gegen 20.30 Uhr gingen die Letzten und es bleibtdas Fazit, dass dies ein rundum gelungener Nachmittaggewesen ist, von dem alle Beteiligten auf ihre Weiseprofitieren konnten: Der Zoo, der sich vortrefflich seinenNachbarn präsentieren konnte; diejenigen, die den Zooaus früheren Zeiten kannten, und durch die großartigenVeränderungen in Staunen versetzt wurden; und auchjene, die zum ersten Mal den Heidelberger Zoo besuchthaben und sicher wiederkommen werden.Für die KultAG war es wieder einmal eine schöne Möglichkeit,ihre Kolleginnen und Kollegen zu einer gemeinsamenUnternehmung außerhalb des Arbeitsalltagesanzuregen und mitzunehmen. (js)Zoo aktuell 2 / 2005 21


Zeitschrift rund um den Tiergarten HeidelbergZoos in Europa:„Zoo de Barcelona“Der „Zoo de Barcelona“ liegt mitten im Herzen der Stadtim „Parque de la Ciutadella“. So ist er auch zu Fuß ineinigen Minuten zu erreichen. Wem die Erkundung desZoos per Pedes als Fitnessprogramm ausreicht, kannnatürlich per U-Bahn z. B. bis „Ciutadella“ anreisen.konnte ein Teil der Fläche zum Aufbau des Zoos genutztwerden und so wurden im Jahre 1892 die ersten Tieregezeigt. Als moderne Einrichtung gibt es auch im ZooBarcelona Aktivitäten rund um Arterhaltung, Forschungund Erziehung. Der Zoo arbeitet mit unterschiedlichenProgrammen zur Erhaltung und zum Schutz von Tierarten,die durch die Zerstörung ihrer Lebensräume starkgefährdet sind, zusammen.Auf einer Fläche von etwa 14 ha werden ca. 4000 Tierein 400 Arten präsentiert. Eine Besonderheit im Zoo deBarcelona ist, dass man viele Tiere „von oben herab“beobachten kann. So sind zum Beispiel die Raubkatzenüber einen erhöhten Gang in den parallel angeordnetenKäfigen zu betrachten. Bei Zwergflußpferd und Tapir sinddie Tierhäuser zusammengebaut und man kann vomDach in die jeweilige Anlage blicken. Um die gesamteAfrika-Anlage mit Elefanten, Nashörnern, Giraffen etc.führt ein auf Säulen ruhender Weg. So ist es den Besuchernbuchstäblich möglich, den Giraffen tief in die Augenzu schauen.Highlights, besondere Anlagen:Madagaskar-Dschungel:In einem der bekannten Bäume Madagaskars, dem Boabab,befindet sich der Eingang zu der genannten Themenlandschaft.Zwischen den Pflanzen, die den Besucherwegüberwuchern, kann man einige der stark bedrohtenTierarten wie Reptilien, Amphibien und natürlichLemuren bewundern.Gorilla Ausstellung:Die permanente Ausstellung zeigt sehr umfangreich Lebenund Bedrohung dieser Menschenaffen.Bild: historisches Löwenhaus, heute Teil der Verwaltung.Der Zoo Barcelona wurde bereits vor über einhundertJahren gegründet. Nach der Weltausstellung von 1888Aviario „Vogelhaus“Sehr ansprechende und großzügig gestaltete Vogelanlagen.22 Zoo aktuell 2 / 2005


und den Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.TerrariumIm Terrarium sind riesige Pythons und Anakondas besondersbeeindruckend. Auch ein Blick in die „Kinderstube“, den Aufzuchtbereich, ist möglich. In der angrenzendenHalle können Krokodile in einer üppig bepflanzten,modernen Anlage bewundert werden.Gebirgszug Montserrat:Die Nachbildung der bizarren Felsformation unweit vonBarcelona beherbergt Tiere der iberischen Halbinsel wieverschiedene Geierarten, Gemsen und Ziegen.MenschenaffenGorillas:Bis zu dessen Tod im Jahre 2003 war Barcelona bekanntfür den einzigen in Gefangenschaft lebenden weißenGorilla „Copito de nieve“ („Schneeflöckchen“)Nachkommen von Copito sind noch immer im Zoo zubeobachten. Die jüngsten Enkel von „Schneeflöckchen“(ein Zwillingspaar aus dem Jahre 2004) leben allerdingszusammen mit Kissa aus Heidelberg in der Aufzuchtstationder Wilhelma in Stuttgart.„Montserrat im Zoo de Barcelona“Bauernhof/StreichelzooHier ist alles zu finden, was Stadtkinder sehen und kennensollten.Bild: Teil der SchimpansenanlageSchimpansen:In einem sehr grosszügigen und ansprechenden Gehegeist eine harmonische Schimpansengruppe –derzeit miteinem Jungtier- untergebracht.(msp)Zoo aktuell 2 / 2005 23


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