Ausgabe März 2013 7,21 MB - PDF - Wirtschaftsrat der CDU e.V.

wirtschaftsrat.de

Ausgabe März 2013 7,21 MB - PDF - Wirtschaftsrat der CDU e.V.

Landesverband Hamburgund Landesverband Schleswig-HolsteinAusgabe März 2013Zukunftsinvestitionen gefährdet?Haushaltskonsolidierung darf nicht nur Ziel in weiter Ferne bleiben Seiten 8-10■ Michael Behrendt:Reedereien zwischen Hoffnungund Insolvenz Seiten 12-13copy-druck GmbH, Neumann-Reichardt-Str. 27-33, 22041 HHPVST 55030 Entgelt bezahlt DPAG■ Wirtschaftsrat vor Ort:Perspektiven der Biogasnutzungfür die Energiewende Seite 47


EditorialSchuldenabbau jetzt!Matthias LeutkeLandesvorsitzenderÖffentliche Verschuldung belastetunsere Kinder und Kindeskinder.Im Kampf um die Haushaltskonsolidierungist dieses Argument immer wiederzu hören. Umso mehr verwunderndie enorm hohen Staatsschulden in denmeisten wirtschaftlich entwickeltenLändern.Die Gründe sind vielfältig: Wirtschaft -liche Bedingungen spielen ebenso eineRolle wie politische Anreize zum An -häu fen von Schulden. Die demographischeEntwicklung legt nahe, dass dasmoralische Argument nicht mehr langegreifen wird. Die Zahl der Menschen,die Kinder haben, sinkt und damit auchdas Interesse, im Sinne der Kinder undKindeskinder zu handeln. Diejenigen,die Kinder haben, müssen zudem damitrechnen, dass ihre Nachfahren an anderenOrten leben werden als sie selbst.Gibt es also in unserer Gesellschaftschon bald keine Anreize mehr zumSparen?Tatsächlich hat die Einstellung der Menschenzur Neuverschuldung sehr vielweniger mit moralischen Überlegungenzu tun als mit handfesten Eigen -interessen. Das haben zwei SchweizerFinanzwissenschaftler herausgefunden.Staatsschulden kapitalisieren sicham Bodenwert, schrieben ProfessorReiner Eichenberger und Dr. DavidStadelmann unlängst in der NeuenZürcher Zeitung. Je höher die Schulden,desto niedriger die Grundstückswerte.Nicht nur für Hamburgs Standortpolitikdürfte diese Nachricht von Bedeutungsein.Welchen Weg verfolgt der von BürgermeisterOlaf Scholz angeführte Senatin der Haushaltspolitik? „Die Verschuldungspolitikdes Senats muss aufmerksamverfolgt und die Öffentlichkeit,insbesondere die Unternehmerschaft,über die Folgen dieser Politikinformiert werden“, schreibt GunnarUldall in seinem Gastbeitrag in diesemHeft. Und er appelliert an uns alle:„Keiner könnte diese Wächterfunktionbesser übernehmen als der CDU-Wirtschaftsrat!“Wachsamkeit ist auch gefragt, wenn esum Hamburgs langfristige Perspektivegeht. Auf unserem POLITISCHEN FRÜH-STÜCK im Dezember haben wir gemeinsammit Dr. Wolfgang Peiner die Entwicklungdes Leitbildes der WachsendenStadt Revue passieren lassen. Wiebedeutsam es ist, die Bürger auf eineZukunft einzuschwören, für die es sichlohnt, auch schwierige Zeiten durchzustehen,beweist der Erfolg des Leit -bildes. Viele Jahre galt Hamburg als„Boomtown“, als „Gewinnerin der Globalisierung“.Noch vor der Wahl erklärteBürgermeister Olaf Scholz: „DieWachsende Stadt ist das richtige Konzeptfür Hamburg“. Seitdem hat Scholzallerdings wenig unternommen, umdieses Konzept mit Leben zu füllen.Um Hamburgs Zukunft ging es auchauf dem Neujahrsempfang. „Ausrei-chend ist uns nicht gut genug“, bilanzierteder Vorsitzende der CDU-BürgerschaftsfraktionDietrich Wersich MdHBdie ersten zwei Jahre Amtszeit des Bürgermeisters.Gute Nachrichten hattehingegen der eigens aus London angereisteChefökonom der Berenberg Bank.Dr. Holger Schmieding ist überzeugt,dass die Sparbemühungen in den Krisenländernder Euro-Zone schon in einpaar Jahren Früchte tragen werden. Dasökonomisch erstarkte Europa könnedann sogar an den USA und Japan vorbeiziehen.In weniger ruhigen Gewässern befindetsich der Schifffahrtsstandort Hamburg.Auf der außerordentlich gut be -suchten Abendveranstaltung gingMichael Behrendt, Vorsitzender des Vorstandesvon Hapag Lloyd und Präsidentdes Verbandes Deutscher Reeder, aufdie schwierige Lage ein.Mit diesen Eindrücken verabschiede ichmich aus dem Amt des Landesvorsitzen -den des Wirtschaftsrates in Hamburg.Auf der Mitgliederversammlung EndeMärz werde ich mein Amt in neue zu -packende Hände legen. Ich blicke zurückauf zehn Jahre Mitarbeit im Landesvorstandund drei sehr erfüllte, spannendeJahre als Landesvorsitzender.Ich danke Ihnen für das Vertrauen, dasSie mir in all dieser Zeit entgegengebrachthaben und wünsche dem vonIhnen bestimmten Nachfolger nunebenfalls viel Erfolg und alles Gute.Ihr Matthias LeutkeLandesvorsitzender HamburgAusgabe März 2013 | Landesverband Hamburg 3


INHALTZUKUNFTSINVESTITIONENGEFÄHRDET?Senat muss Haushaltskonsolidierungentschlossener vorantreibenEin Beitrag von Gunnar Uldallzu Gast:Dr. Wolfgang Peinerzu Gast:Dr. Michael FreytagWachsen in dierichtige RichtungNeujahrsempfang:Welthafenstadt Hamburg –Wirtschaft, Finanzen und PolitikMit Optimismus aus der Krisezu Gast: Dr. Wolfgang Gerhard MdBPrivater Konsum –Motor der Wirtschaftin Deutschland1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31TitelthemaStaatsfinanzenLeben auf Pump . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8Senat mussHaushaltskonsolidierungentschlossener vorantreibenGastbeitragvon Gunnar Uldall . . . . . . . . . . . . . . 9-10EditorialsHamburg:Matthias Leutke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3Schleswig-Holstein:Dr. Philipp Murmann . . . . . . . . . . . . . . 41VeranstaltungenReedereien zwischen Hoffnungund Insolvenzmit Michael Behrendt . . . . . . . . . . .12-13Wachsen in die richtige Richtungmit Dr. Wolfgang Peiner . . . . . . . . . .14-15Mit Optimismus aus der Krisemit Dr. Wolfgang Gerhardt MdB . . 16-17Privater Konsum – Motor derWirtschaft in Deutschlandmit Dr. Michael Freytag . . . . . . . . . 18-19Welthafenstadt Hamburg –Wirtschaft, Finanzen und PolitikNeujahrsempfang . . . . . . . . . . . . . . 20-21Pointierter Rückblick aufsieben Jahre LandesregierungPeter Harry Carstensenzu Gast beim Jungen WirtschaftsratSchleswig-Holstein . . . . . . . . . . . . . 44-45Sektion Plön/Ostholstein:Fehmarnbeltquerung – zuschauenoder mitmachen? . . . . . . . . . . . . . . . . 48Sektion Rendsburg-Eckernförde:Rendsburg Port – der neue Hafen imNord-Ostsee-Kanal (NOK) . . . . . . 50-51Sektion Kiel:Standortfaktoren der Zukunft – wiesoll sich die Kieler Wirtschaftsförderungaufstellen? . . . . . . . . . . . . . 52Im Interview:Torsten AlbigMinisterpräsidentdes LandesSchleswig-Holsteinüber die Zielsetzungenfür das LandSeiten 42-434 Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


Pointierter Rückblickauf sieben JahreLandesregierungSeiten 44-45Seiten 14-15Neue Internetseite:Einladung in die VIP-Loungedes Wirtschaftsrateszu Gast beim Jungen Wirtschaftsrat:Peter Harry CarstensenFehmernbeltquerung –zuschauen oder mitmachen?Rendsburg Port – der neueHafen im Nord-Ostsee-Kanal2015 wird derBau des Tunnelsunter demFehmarnbeltbeginnen32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62Wirtschaftsrat vor OrtFC St. Pauli:Wirtschaftsrat zum Heimspielam Millerntor . . . . . . . . . . . . . . . . . 24-25Neues aus dem LandesverbandJubiläumSeit 50 Jahren die Stimme derSozialen Marktwirtschaft . . . . . . . . . . 7RubrikenVeranstaltungsvorschauHamburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39Schleswig-Holstein . . . . . . . . . . . . . . . 62Sektion Stormarn:Perspektiven der Biogaserzeugungfür den Energiemix . . . . . . . . . . . . . . . 47Sektion Pinneberg:Konsequenzen und Chancenfür die wehrtechnische Industrieaus der Bundeswehrreform . . . . . . . 53Sektion Neumünster:Die Fortentwicklung destraditionellen, internationalenReitturniers und diewirtschaftliche Bedeutungfür die Region . . . . . . . . . . . . . . . . . 54-55Neumitgliedernachmittag . . . . . . . . 22Einladung in die VIP-Lounge desWirtschaftsrates!Die neue Internetseite desWirtschaftsrates . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36...im ÜbrigenInfos aus der LandesgeschäftsstelleHamburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38Schleswig-Holstein . . . . . . . . . . . . . . . . 61LandesfachkommissionenITK InformationsundTelekommunikationstechnologie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26Bildung und Wirtschaft . . . . . . . . 42-43Energiewirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . 47WR im Dialog . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25Zwischenruf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28JOUR FIXE für MitgliederHamburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29Das ThemaSoziale Marktwirtschaft . . . . . . . . . . . 32Junger WirtschaftsratHamburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33-35Schleswig-Holstein . . . . . . . . . . . . . . . 46Neue Mitgliederin den Landesverbänden . . . . . . . . . . 38Nachlese . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39Namen und NachrichtenNeues aus demMitgliederkreis . . . . . . . . . . . . . . . . 56-61Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 625


Schwerpunkt – StaatsfinanzenKonsolidierungsabweichungen vom Defizit-Abbaupfad (2011)Leben auf Pump2011 hat die gute Konjunktur den Bundesländern16 Milliarden Euro mehrSteuern in die Haushaltskassen gespültals geplant. Trotzdem haben nur Sachsen,Bayern, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommerndarauf verzichtet,neue Schulden aufzunehmen.Die Mehrheit der Bundesländer er -zielt Defizite. In Niedersachsen, Bremenund im Saarland fielen diese sogarhöher aus als in den Haushaltsplänen2011 angesetzt. Auch Hamburg lebt weiterhinauf Pump. „Der Senat schlägtzwar mit den Ausgabenobergrenzenund den Bewirtschaftungsmaßnahmenden richtigen Weg ein, er bleibt aberauf halber Strecke stehen und schiebtdie notwendigen strukturellen Veränderungenim Haushalt auf die langeBank“, mahnt Frank Neubauer, Vor -sitzender des Bundes der Steuerzahlerin Hamburg zum Abschluss der Haushaltsberatungen.Die Opposition wirft dem SenatWortbruch vor und fordert die SPD auf,über die Einrichtung einer Haushaltsstrukturkommissionnachzudenken.„Alle relevanten gesellschaft lichenGrup pen der Stadt müssen da rüber diskutieren,wie wir möglichst schnell zuBundLänder gesamtBaden-WürtembergBayernBrandenburgHessenMecklenburg-VorpommernNiedersachsenNordrhein-WestfahlenRheinland-PfalzSaarlandSachsen*Sachsen-AnhaltSchleswig-HolsteinThüringenBerlinBremenHamburg* Haushalt ohne strukturelles Defiziteinem Schuldenstopp kommen. DieRegierung allein hat damit erkennbareSchwierigkeiten“, sagt Ro land Heintze,haushaltspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion.Auch Gunnar Uldall ist mit der Politikdes Bürgermeisters nicht zufrieden.Der ehemalige Präses der Behörde fürWirtschaft und Arbeit (2001-2008) be --140 -700 70um ... % vor Planum ... % hinter PlanQuelle: Wirtschaftsrat Deutschland | Monitor Schuldenbremsemängelt, dass der SPD-Senat die Vorreiterrolleder Hansestadt bei der Verschuldungspolitikaufgegeben habe.„Da die Ausgabenwünsche stets größersind als die zur Verfügung stehendenMittel, ist ein Sparen immer unpopu -lär und politisch schwierig“, schreibtUldall in seinem Gastbeitrag für unserJournal.CA8 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


Senat mussHaushaltskonsolidierungentschlossener vorantreibenDie Notwendigkeit zur Konsolidierung der Staatsfinanzen ist in den letztenJahren mehr und mehr in das Blickfeld der Politik getreten. Die Folgeneiner zu hohen Verschuldung werden heute jedem durch die Entwicklungin Südeuropa vor Augen geführt.Gunnar UldallSenator a.D.seit 1962 Mitglied der CDU1966 Wahl in die HamburgerBürgerschaftseit 1996 energiepolitischer Sprecherder CDU/CSU-Bundestagsfraktion2001 - 2008 Senator in Hamburg fürWirtschaft und Arbeitseit 2008 Präsident des BundesverbandesInternationalerExpress- und Kurierdienstee.V. – BIEK, BerlinEine Gegenüberstellungvon Zinszahlungen undInvestitionen in Hamburgzeigt folgendes Bild937Diese Gefahren voraussehend, hattenbereits 2006/2007 der damalige Fi -nanz senator Wolfgang Peiner und derCDU-Haushaltssprecher Rüdiger Kruseeine Bestimmung in der Landeshaushaltsordnung(LHO) festgeschrieben,nach der ab 2013 keine neuen Krediteaufgenommen werden dürfen. DieHansestadt war eines der ersten Bundesländer,das eine derartige Schuldenbremseeinführte, der Bund undsogar die EU insgesamt, folgten diesemVorgehen. Die Weichen für die Erreichungdieses Zieles waren gestellt(„Jesteburger Beschlüsse“). Der letztevon Senator Peiner geplante Haushaltkam bereits ohne neues Schuldenmachenaus – zum ersten Mal seit 1977.Die Vorreiterrolle der Hansestadtbei der Verschuldungspolitik ist inzwischenvom SPD-Senat unter Olaf Scholzbedauerlicherweise aufgegeben worden.Im Sommer 2012 wurde die Schuldenbremsein der LHO aufgehoben,stattdessen änderte man die HamburgerVerfassung dahingehend, dass erstab 2020 keine Kredite mehr aufgenommenwerden dürfen. Als Begründungwurde genannt, dass man die85010142013 2016829Zinsen +77Investitionen -21In Millionen EuroQuelle: Finanzbericht der Hamburger FinanzbehördeHamburger Regelungen denen desBundes anpassen wolle. Für eine solcheVereinheitlichung mögen einige Argumentesprechen. Aber absolut unnötigwar es, den Termin des Inkrafttretensnach hinten zu verschieben. Denn auchnach den bundeseinheitlichen Regelungenist ein früherer Verzicht aufNeuverschuldung natürlich nicht verboten.Und dieses ist auch angesichtsder wirtschaftlichen Lage und derhohen Steuereinnahmen durchausmög lich. Während Bayern in diesemJahr die Altschulden tilgt um 41 Euro jeEinwohner, wird jeder Hamburger mitzusätzlichen Schulden in Höhe von 250Euro belastet. Und so verfolgt die CDU-Bürgerschaftsfraktion das Ziel, bereits2015 einen ausgeglichenen Haushalt zuerreichen. Schließlich will auch BundesministerSchäuble schon im kommendenJahr ohne neue Schulden auskommen.Ein rascheres Umsetzen derSchuldenbremse in Hamburg ist alsomöglich.Durch die in der Öffentlichkeit mehroder weniger als haushaltstechnischeMaßnahme dargestellte Verschiebungder Schuldenbremse, verschafft sichBürgermeister Scholz neuen Spielraum.In der mittelfristigen Finanzplanungfür die kommenden vier Jahre wird dieserSpielraum auch kräftig genutzt, undzwar mit einer Kreditaufnahme von circaeiner Milliarde Euro. Nun mag mandie Meinung vertreten, auf eine MilliardeEuro neue Schulden mehr oderweniger komme es jetzt auch nichtmehr an. Aber das Problem liegt tiefer:Eine Haushaltskonsolidierung darfnicht immer nur ein Ziel für spätereJahre sein, sondern muss auch einmalumgesetzt werden. Da die Ausgabenwünschestets größer sind als die zur9


Schwerpunkt – StaatsfinanzenVerfügung stehenden Mittel, ist einSparen immer unpopulär und politischschwierig. Eine Begründung für eine er -neute Verschiebung des Sparens lässtsich immer schnell finden. Unsicherheitenhängen genügend über denHaushaltsplanungen: HSH Nordbank,Konjunkturentwicklung, Zinsniveau –um nur einige Beispiele zu nennen, dieals Begründung für eine Abkehr vonden Konsolidierungsbeschlüssen dienenkönnten.Wenn man, wie der Senat, einen sogeringen Ehrgeiz zum Konsolidierenzeigt wie bisher, dürfte dieser „bequeme“Ausweg irgendwann wieder einmalbeschritten werden.Die Investitionen sorgen dafür, dassWirtschaft- und Steuerkraft Hamburgsgesichert werden. Die Entwicklungdieser Haushaltsposten müsste alsoeigentlich umgekehrt sein. Statt 77 MillionenEuro für Zinsen zusätzlich auszugeben,müssten die Ausgaben fürInvestitionen erhöht und nicht konstantgehalten werden. Insgesamt fallenin den Jahren bis 2016 rund 100 MillionenEuro an zusätzlichen Zinsen an,weil die von der CDU gesetzte Schuldenbremseaufgehoben wurde. 100Millionen Euro würden ausreichen, umdas Straßennetz in Hamburg grundlegendzu sanieren und alle Schlaglöcherzu beseitigen. Die gefährliche Spiraleneue Schulden = zusätzliche Zinszahlungen= weniger Zukunftsinvestitionenmuss durchbrochen werden.An einer strikten Ausgabendisziplinführt kein Weg vorbei. Die andere Möglichkeit,eine Finanzlücke durch zusätzlicheSteuern zu schließen, hat noch niezum Erfolg geführt. Zusätzliche Steuernführen stets zum Entstehen neuerAusgabenwünsche. Trotzdem setzt sichder Senat für die Einführung einer Vermögensteuerein, die auf keinen FallRealität werden darf. Dass dieses Vorhabenernst gemeint ist, zeigte sich inder Vergabe eines Gutachtens gemeinsammit anderen SPD-regierten Ländern,in dem konkret von einem Steuersatzin Höhe von einem Prozent aus-gegangen wurde. Das wäre ein harterSchlag gegen alle Mittelständler! EineVermögensteuer besteuert die Substanz,gleichgültig wie hoch die erwirtschaftetenErträge aus dieser Substanzsind. Wenn die Kapitalerträge niedrigersind als die zu zahlende Vermögenssteuer,bleibt den Eigentümern keinanderer Weg, als Teile des Vermögenszu veräußern. Das Vermögen schmilztjedes Jahr ab und verringert so dieBesteuerungsbasis. Zudem ist dieseSteuer die aufwendigste in der Erhebung.Es war falsch, die Schuldenbremseauf später zu verschieben. Die Verschuldungspolitikdes Senats muss aufmerksamverfolgt und die Öffentlichkeit,insbesondere die Unternehmerschaft,über die Folgen dieser Politikinformiert werden. Keiner könnte dieseWächterfunktion besser übernehmenals der CDU-Wirtschaftsrat!Gunnar Uldall10 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


PR-BerichtWenn Genuss zur ProfessionMit Experimentierfreude auf ErfolgskurswirdLars-Oliver Fuhseund Hans Röschmit ihrer hanseatischenKultmarkeVodka BAZICWährend Hans Rösch auf den Ski-Pisten dieser Welt mit seinem Snowboardzu Weltcupsiegen und Europameistertiteln fuhr, arbeitete sichLars-Oliver Fuhse zum anerkannten Art Director empor. Zwei Karrieren,die unterschiedlicher kaum sein könnten. Doch am Ende brachte einesdie beiden Männer zusammen: die Liebe zu Wodka und ihrer gemeinsamenWahlheimat Hamburg, die in der Entstehung von Vodka BAZICmündete. Die hanseatische Marke ist ein Beispiel für den Trend zueinhei mischen, qualitativ hochwertigen Neugründungen auf dem deutschenSpirituosenmarkt.Der Wunsch, einen eigenen Wodka zukreieren, entstand 2004 an den Bartresender Hansestadt – genau hier sollteihr „Wässerchen“ ausgeschenkt werden.Die Ideen sprudelten und das Bilddes Puren, Reinen und Unverfälschtenwird fortan das Fundament für ihreeigene Spirituose sein: Vodka BAZIC.Ursprünglich sollte er „BASIC“ hei -ßen. Doch der kleine Schreibfehler einerukrainischen Praktikantin sorgte fürdas besondere Markenzeichen. Durchdas „z“ wird ganz subtil die Verbindungzum russischen Ursprung erkenntlich,und die Betonung des Unverfälschtenbleibt. Dies spiegelt sich in dem klaren,urbanen Design der Flasche wieder,aber vor allem in der Rezeptur: Zusammenmit dem befreundeten BrennmeisterDaniel Jobelius, den Rösch undFuhse in Hamburg kennen lernten, entwickeltensie über ein Jahr die genaueZusammensetzung der Inhaltsstoffe,bis es den Genussmännern gefiel. 100Prozent bester deutscher Weizen ist dieGrundlage für den 40-Prozentigen.Durch eine fünffache Destillation unddie anschließende Verwendung vonMineralienfiltern bleiben die für VodkaBAZIC charakteristischen feinen Aromenerhalten. „Unseren Vodka trinktman am besten bei 19 Grad Zimmertemperatur.So entfaltet sich derGe nuss am besten“, erklärt Fuhse. Mitdem Einkauf von Viva Con Agua-Quellwasser unterstützen der WerberFuhse und der ehemalige Snowboard-Profi Rösch zudem die HamburgerOrganisation für konkrete Trinkwasserprojekteund beweisen, dass manmit jedem Schluck Gutes tun kann.Seit der Entwicklung und der Produktionvon Vodka BAZIC sind nun überacht Jahre vergangen. Auf diesem Wegwurde die Spirituose zu einem Originalund von einem ursprünglichen Ge -heim tipp zum Szenegetränk der Stadt;in über 120 lokalen Bars wird er ausgeschenktund versprüht seine Funkenmittlerweile deutschlandweit. So stehtVodka BAZIC ganz selbstverständlichauch auf Münchener und BerlinerRegalen neben The Duke, Monkey 47und Gansloser, den anderen Erfolgs -geschichten auf dem deutschen Spirituosenmarkt.Auf der diesjährigen „Hanse Spirit“-Spirituosenmesse traten Fuhse undRösch als „Guerilla-Marke“ auf, als eineder ganz wenigen in Deutschland produziertenWodka-Marken unter vielenRum- und Gin-Herstellern. Diese Nischebedeutet Besonderheit, mit der sie auchbei dem kommenden renommiertenInternationalen Spirituosen Wettbewerbim März punkten wollen. Undbesonders sind auch die ausgewähltenProjekte, denen sich die beiden widmen:Derzeit lassen sie ihren hochprozentigenSchnaps in Rotweinfässerndes Weinherstellers „Rotsporn“ einlagern,ein Experiment ohne gewissenAusgang, und sie entwickeln exklusivfür eine neue Bar im Szene-Viertel St.Georg einen „pinken“ Vodka BAZIC. Einmalmehr beweisen Lars-Oliver Fuhseund Hans Rösch damit Mut und Experimentierfreude– ganz wie mit der Ideezu Vodka BAZIC.■11


Abendveranstaltung am 5. FebruarReedereien zwischen Hoffnung und InsolvenzChancen und Probleme desHamburger HafensErneut kam im Landesverband eine bedeutende Persönlichkeit derHamburger Wirtschaft zu Wort. Vor vollem Saal schilderte MichaelBehrendt – nicht nur in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender vonHapag Lloyd, sondern auch als Präsident des Verbandes DeutscherReeder (VDR) – die Sorgen der maritimen Wirtschaft, lieferte aber auchArgumente für eine optimistische Einschätzung der künftigen Entwicklung.Dabei richtete er zugleich den Blick auf die Chancen und Problemedes Hamburger Hafens.Michael BehrendtVorstandsvorsitzender Hapag Lloydund Präsident des VerbandesDeutscher ReederDie Schifffahrts-Branche sei im Windschattendes Welthandels seit jeher anZyklen mit unterschiedlicher Auslas -tung und schwankenden Frachtratengewöhnt. Erst die Finanz- und Wirtschaftskrise2008 wirke anders, dasheißt negativ, über einen langen Zeitraumbis heute (mit einer kurzen Erholung2010). Die Charter-Reedereien seienwesentlich stärker betroffen als dieLinienreedereien. Behrendt machte denUnterschied der beiden Unternehmens -typen klar. Die Linien-Reedereien (z.B.Hapag-Lloyd, Hamburg-Süd) verfügenim Verband Deutscher Reeder nur überfünf Prozent (!) der Tonnage. Sie seienallerdings diejenigen, die die Kundenmit Ladung hätten, das heißt Containervon A nach B zu bringen. Eigene Kundenmit Transportaufträgen haben dieCharter-Reedereien dagegen nicht, ob -wohl sie 95 Prozent der Tonnage be sit -zen. Sie lassen lediglich Schiffe bauenund vermieten (verchartern) sie füreine bestimmte Dauer – Monate bisJahre – an die Linienreeder, die auf dieseWeise ihre Transportkapazität derMarktlage anpassen. Während die Li -nien-Reedereien mit ihrer kleinen eigenenFlotte noch einigermaßen ausgelastetsind, liegen zahlreiche Schiffe derCharterflotte auf, was bei ihren Eignernzu bedrohlichen Liquiditätsproblemenführt. Hinzu kommen „absurde Forderungen“des Fiskus.Behrendt ging auf die Bedeutungder Schifffahrt für die Volkswirtschaftund für den Arbeitsmarkt ein. Die deutschenReedereien beschäftigen 73.000Menschen an Bord und 23.000 Arbeitskräftean Land. Unter Einschluss vonZulieferern und anderen Auftragnehmernhingen bundesweit gut 400.000Jobs direkt oder indirekt an der Schifffahrt.Behrendt fragte: „Ist Deutschlandin der Position, dieses Cluster aufs Spielzu setzen? Ein Cluster, das einmal zerstörtist, kann man nicht einfach wie-12 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


der aufbauen – es ist in der Regel verloren.“Da sich zudem immer mehrBanken aus der Schiffsfinanzierungzurückziehen, kämpft der VDR dafür,dass die staatliche Kreditanstalt fürWiederaufbau (KfW) Charterreedernmit Zukunftspotential durch rückzahlbareÜberbrückungskredite über dieschwierige Ausnahmesituation hinweghilft. Bislang zögert die Bundesregierung(Anmerkung der Redaktion: MitWirtschaftsminister Rösler und demWirtschaftsexperten Brüderle habenzwei Ordnungspolitiker das Sagen, fürdie im Rahmen der Marktwirtschaftstaatliche Hilfe für notleidende Unternehmentabu ist).Eingehend auf den HamburgerHafen, stellte Behrendt fest, dass dieFahrrinnenanpassung für die Wettbewerbsfähigkeitdes Hafens unverzichtbarsei. Es wäre naiv zu denken, mankönne Ladungsströme politisch gewolltaufteilen – etwa die kleineren Schiffefür Hamburg, die großen für den Jade-Weser-Port. „Um es klar zu sagen, dieReedereien sind nicht auf den HamburgerHafen angewiesen. Sie werdennicht vollbeladen mit Schweiß auf derStirn über den Schlick an den Kai rutschen.“Die Wirtschaftlichkeit sei entscheidend.Rotterdam und Antwerpenständen bereit. Die Reedereien verlörenkeinen einzigen Kunden, wenn ihreProf. Dr. Jörg F. Debatin,Michael Westhagemann,Dr. Klaus-Jürgen Juhnkeund Matthias LeutkeReges Interesseder MedienKaum ein Reeder bestelle nochSchiffe, gleichzeitig würden immermehr Frachter verschrottet. Behrendtgeht deshalb davon aus, dass das Un -gleichgewicht von Nachfrage und An -gebot in zwei Jahren ausgeglichen seinsollte. Außerdem sei der „irrationaleRatenkampf“ zwischen den beidenMarkt führern Mærsk und MSC beendet,der der gesamten Branche sehr geschadethabe. Fest stehe schließlich, dass dieglobale Arbeitsteilung auf die Containerschifffahrtangewiesen sei und vorallem die BRIC-Staaten – China, Brasilienund Indien – zu altem Wachstumzurückfinden würden. „Dann gibt eswieder Wind in die Segel.“ Es bestehejedoch leider die Gefahr, dass viele Charter-Reedereienes nicht schaffen, diekommenden zwei Jahre zu überbrü -cken. Das wäre ein schwerer Schlag fürHamburg und Norddeutschland.Schiffe einen anderen Hafen in Nord -europa anliefen.Wichtigster Partner des HamburgerHafens sei Hapag Lloyd. Jeder zweiteContainer wird dank Hapag-Lloyd um -geschlagen, wobei auch die fünf Part -nerreedereien aus Asien an Hamburggebunden würden. Diese Aussage zumKraftzentrum Hamburgs war ein starkesArgument, mit dem Behrendt dieumstrittene höhere Beteiligung derStadt an der Reederei verteidigte. Zumaktuellen Thema, den laufenden Verhandlungenzu einer Fusion von HapagLloyd und Hamburg Süd (zur viertgrößtenContainer-Linienreederei derWelt), ging der Vorstandsvorsitzendeausdrücklich nicht ein.Behrendt bot eine eingehende Analyseder Situation von Schifffahrt undHafen und begründete überzeugendseinen Optimismus für die Zukunft. He13


POLITISCHES FRÜHSTÜCK am 12. DezemberWachsen in die richtige RichtungDr. Wolfgang Peiner über die Notwendigkeit,das Leitbild der Stadt zu reformierenIst der Hamburger Hafen noch der Welthafen für Deutschland? Wo sindHamburgs Verbündete in Deutschland und in Europa? Will Hamburg fürZuwanderung offen sein? Was assoziiert die Welt mit Hamburg?Fragen, denen sich Hamburg stellenmuss, um für Unternehmen und Bürgereine langfristige Perspektive zu entwickeln.Dazu muss das Leitbild derStadt überarbeitet werden, erklärteDr. Wolfgang Peiner beim POLITISCHENFRÜHSTÜCK im Dezember.Der ehemalige Präses der Finanzbehördehatte das Leitbild „MetropoleHamburg – Wachsende Stadt“ währendseiner Amtszeit (2001- 2006) entwickeltund ausgebaut. Peiner setzte vier Ziele:■ Ausbau der Metropolfunktion,■ überdurchschnittliches WirtschaftsundBeschäftigungswachstum,■ Erhöhung der Einwohnerzahl,■ Sicherung der Lebensqualität undZukunftsfähigkeit.Vorgaben der Behörden konkretisiertendiese Ziele, ein „Monitor“ begleitete sie.Die Erfolge sprachen für sich. HamburgsBevölkerung wuchs um fast70.000 Menschen, 74.000 Arbeits plätzeentstanden. Die Zahl der Übernachtungenverdoppelte sich. Die Einnahmenaus der Gewerbesteuer stiegenum 50 Prozent. In den Jahren des Aufbruchsging die Neuverschuldung deutlichzurück. 2007/08 legte die Regierungeinen ausgeglichenen Haushaltvor, erstmals seit zehn Jahren sank diePro-Kopf-Verschuldung.Seit der Vorstellung des Leitbildes2002 hat sich der Wettbewerb unterden Metropolen verschärft. Peiner be -obachtet, dass Städte wie Seattle, diefrüher mit Hamburg auf AugenhöheDr. Wolfgang PeinerSenator a.D.standen, vorbeiziehen. Wettbewerberin unmittelbarer Nachbarschaft, wieRotterdam und Kopenhagen-Malmö,investierten kräftig in Stadtentwicklung,Hafen und Wissenschaft. Zu -gleich tauchen ganz neue Champignonsauf: „Städte wie Guangzhou, vondenen früher niemand wusste, wieman sie überhaupt buchstabieren soll,haben heute fünf Millionen Einwohner,planen große Opern- und Konzertsäle,so wie Hamburg das vor 100 Jahrengetan hat.“Hamburgs maritimes Cluster istgefährdet, seine Funktion als Logis tik -drehscheibe beeinträchtigt. Dabei hat14 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


es laut Verfassung „als Welthafenstadteine durch ihre Geschichte und Lagezugewiesene, besondere Aufgabe ge -genüber dem deutschen Volke zu er -füllen“. In dieser Verpflichtung siehtPeiner zugleich Auftrag und Anspruch:Auftrag, den Hafen zu entwickeln.Anspruch auf Unterstützung, planerischund finanziell. Die Unterstützungvon Seiten des Bundes sei gegeben.Gegenüber den Ländern müsse man sieverteidigen. Dazu gehöre eine klare Haltungzum Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven,den man als Konkurrentenaber auch als Partner betrachtenkönne.FöderalismusdebatteDeutlich Position beziehen müsse dieStadt in derderalismusdebatte:„Steht Hamburg für föderale Eigenständigkeit– zum Beispiel bei der Erhebungvon Steuern und im Bil dungs be -reich – oder für Gleichmacherei durchKonferenzen, durch Kommissionen desBundes oder der Länder?“ Beim Länder -finanzausgleich habe Hamburg sich inder Vergangenheit häufig aus Solidaritätmit den sozialdemokratischenLändern auf die Seite der Schwachengestellt. „Wäre es nicht sinnvoll – daswar zumindest die Meinung auch mancherfrüherer Bürgermeister wie vonDohnanyi – sich mit den Starken zu solidarisieren?Und welche Konsequenzenhätte diese Haltung bei der Stadt, beiEntscheidungen im Bundesrat?“VerkehrVerbündete brauche Hamburg dringendbeim Ausbau der Verkehrswege.Es bestehe die Gefahr, dass die großenVerkehrsachsen von Ost nach Westan Hamburg vorbeigeleitet würden:von Warschau über Berlin direkt nachHannover zur Nordsee.Karin Prien MdHB undDr. Walter Scheuerl MdHBInvestitionenBesondere Aufmerksamkeit müsse dieStadt den Investitionen schenken: „WillHamburg unmittelbar investieren, zumBeispiel in den Ausbau der Universität,oder will Hamburg lieber investieren inden Kauf von Netzen? Wollen wir unsaktiv den Investitionen stellen, oderwollen wir uns eher passiv an den Dingenbeteiligen?“WissenschaftsstandortErheblichen Nachholbedarf sieht Peinerfür den Wissenschaftsstandort Hamburg.Zwar verfüge die Stadt über einigeSpitzeneinrichtungen, mit Städtenwie Boston, Singapur, Rotterdam oderMünchen könne man sich aber nichtvergleichen. Dabei habe die Wissenschaftneben den traditionellen MotorenHafen, Handel und Industrie durchauseine Chance, ein starker zusätzlicherTreiber der künftigen EntwicklungHamburgs zu werden. Dazu müsse denUniversitäten mehr Qualität im Hinblickauf Struktur, prägende Köpfe undLeistungskontrolle abverlangt werden:„Das Mantra ’Freiheit von Forschungund Lehre‘ darf nicht Schutzschild vorAnsprüchen an die Uni versitäten sein,sondern Ansporn, die Leis tungen imHinblick auf die internationalen Standardszu verbessern.“Was aber zieht prägende Köpfe nachHamburg? Der Bekanntheitsgrad derStadt sei sehr viel geringer als vieleHam burger glaubten. Hamburg müssesich anstrengen, international im Ge -spräch zu bleiben. Es müsse sich mit vielPhantasie entwickeln. Dazu bei tragenUniversitäten und Schulen, Architektur,Kultur, Sport, Kongresse und Events.Trotz Wirtschafts- und Finanzkrisehat Hamburg in den letzten Jahreneinen kontinuierlichen Aufschwungerlebt. Das sei sicherlich auch auf diegute konjunkturelle Lage in Deutschlandzurückzuführen, räumt Peiner ein. Insgesamtaber sei es „das Ergebnis einerStrategie und der Umsetzung einer Strategie,die Hamburg realisiert hat“ – dasErgebnis des Leitbildes der WachsendenStadt. Dieses Leitbild zu überarbeiten, istdie politische Auf gabe, die vor uns liegt.Die Initiative müsse vom Senat ausgehen,alle Hamburger seien jedoch aufgefordert,sich einzubringen. CAPR-Bericht – LuftfahrtAirClub – dieweltweit führendeBusinessjet-AllianzIm Oktober 2012 bündelten die achtführenden europäischen Business -jet-Betreiber ihre Ressourcen undihr Knowhow, um besser auf die Be -dürfnisse ihrer Kunden einzugehen.CEO Floris Helmers, FOM Jan Strobel (AIRHH)Die führenden Businessjet-Betreiber Eu -ropas, ACM AIR CHARTER, Air Alsie, AIRHAMBURG, Corporatejets, FLYINGGROUP,GlobeAir, Masterjet und PrivatAir unterstreichenmit dieser Allianz ihre Kom -petenz.AIR HAMBURG ist Komplettanbieterim Bereich Luftfahrt mit Sitz in Hamburg.Das Unternehmen mit 70 Mitarbeiternverfügt über 9 Citation Jets des HerstellersCessna und eine Turboprop King Air 200.Als Pioniere ihrer Industrie bündelndie Betreiber ihre Kräfte und schaffensomit eine der größten Flotten von Busi -ness-Flugzeugen. Die Zusammenarbeitbietet den Kunden nun mehr Flexibilitätund Verfügbarkeit sowie einen erstklassigenKundenservice.Business Aviation in Bewegung. DieGründung der AirClub Allianz markiertden Beginn einer neuen Ära im Markt derGeschäftsfliegerei. Ziel der Allianz ist es,die Businessjet Branche durch das Setzenneuer Maßstäbe in Bewegung zu bringen.AirClub Mitglieder werden in der Lagesein, ihren Kunden Dienste und Produkteanzubieten, die sie als einzelne Betreibernicht liefern könnten, wie beispielsweisedie Vermögensverwaltung vieler verschie -dener Flugzeugtypen, eine größere Auswahlvon Charter-Maschinen, von „Verylight-Jets“bis hin zu „Corporate Airliner“,sowie ein breiteres Angebot an Standorten.Die Allianz wird vielen Kundenwünschengerecht, wobei erstklassiger Serviceund Gastfreundschaft mit einem Allianz-Spirit geliefert werden. Es ist davon auszugehen,dass zukünftig weitere Betreibereingeladen werden, sich AirClub anzuschließen.15


POLITISCHES FRÜHSTÜCK am 18. JanuarMit Optimismus aus der KriseCDU und CSU erleben seit einiger Zeit etwas, für das die Beobachter zu Rechtden Begriff Sozialdemokratisierung erfunden haben. Die SPD selbst ist vonihren eigenen früheren Reformen der Agenda 2010 zunehmend abgerücktund kämpft um die politische Spitze im Wettbewerb des „Wer bietet mehr?“mit Bündnis 90/Die Grünen. Oswald Metzger, ehemaliger Finanzexperte derGrünen und seit April 2008 Mitglied der CDU, nennt deren Parteitags -beschlüsse Sozialstaatsvöllerei, die jede ökonomische Vernunft verhöhne.Liberalismus mit Weitblick:Dr. Wolfgang Gerhardt MdBWir befinden uns in einem großen Um -bruch, den der Historiker Paul Kennedyals Zeitenwende bezeichnet. Dr. WolfgangGerhardt nutzt deshalb das Wahljahr,um Wichtiges zu sagen. Manchmalbringt die Presse Erstaunliches in demSinne: Wahlkämpfe können sein, wie siewollen, sie sind immer die falschen!Gibt es keine großen Themen, heißt es,sie sind öde und langweilig. Gibt esgroße Themen, heißt es, die Leute werdenfür dumm verkauft, denn es gäbewirklich wichtigere als jene. Werdenaber im Wahlkampf wichtige Themenbehandelt, heißt es, solche Themen seienviel zu wichtig, als dass man sie imWahlkampf behandelt. Lässt man sieaußen vor, sagt man, der Wahlkampf seilangweilig.Zu den Charakteristika der Zeitenwendegehören nach Gerhardts Meinungdas Ende der alten bipolaren Welt,die Revolution in den Informationstechnologienund Biowissenschaften,die Globalisierung und die unerwartete,aber notwendige Auseinandersetzungmit Bewegungen, die die Moderne,die Aufklärung, den säkularen Staatvehement bekämpfen.Die Kenntnis von Zusammenhängenund das Bewusstsein für die Folgeneigenen Tuns, gingen mehr und mehrverloren, die Alarmismusberichterstattungeiner unterkomplexen Me dien -kultur tut das ihre dazu, um die öffentlicheMeinung wie eine Hammel herdevon einer Ecke in die andere zu treiben,meint Gerhardt. Wir verschieben gegenwärtigdie Lösung von Problemen durchimmer neue Betreuungsangebote mitungedeckten Schecks auf die Zukunftderer, die heute noch gar nicht wählendürfen.Die meisten Parteien haben denSchwerpunkt ihrer Programmatik inum fassenden Betreuungs- und Schutzangebotengegenüber Ängsten und Un -sicherheiten, die das moderne Leben ineiner globalisierten Welt mit sich bringt.Dieses Wahljahr, so Gerhardt, hat eineGrundkons tante: Die FDP schließt sichnicht einem Mainstream an, der besagt:Wir sorgen für Euch – wir klären vonStaats wegen auch noch das letzte Problem– wir werden euch von der Wiegebis zur Bahre begleiten – wenn irgendwoein Thema auftritt, nehmen wireuch das ab.Eine solche Politik entmündigt amEnde die Menschen. Sie gewöhnt ihnenab, für ihr eigenes Leben und für ihreigenes Tun und Lassen gerade zu stehen.Liberale Politik muss gegen diesenpolitischen Irrweg ein mentalitätspo -litisches Signal setzen. Das erfordertgelegentlich Mut zu Unpopulärem, entsprichtaber geradewegs dem Verfassungsauftrag,dass die Parteien bei derpolitischen Willensbildung des Volkesmitwirken sollen. Nach der Agenda2010, die mit Verkrustungen aufgeräumthat, deren Wachstumsstimu latoraber langsam aufgebraucht ist, müssenrechtzeitig neue Chancen durch eineAgenda 2020 für eine nachhaltige Zu -kunftsbewältigung aufgebaut werden.Deutschland kann diese Aufgabe mitSelbstvertrauen meistern; eine In ven turfördert Bemerkenswertes zu tage:84 Prozent der Unternehmen inDeutsch land geben an, ihre Produktionim Land langfristig aufrecht -erhalten zu wollen.41 Prozent erwarten, dass sich dieStandortbedingungen hier in denkommenden drei Jahren weiter verbessernwerden; für Europa erwartendies nur 31 Prozent.500 Weltmarktführer gehören demdeutschen Mittelstand an.Bei einer Umfrage unter Entscheidungsträgern,welche drei Länder inden kommenden Jahren die attrak-16 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


tivsten Investitionsstandorte in Europasein werden, liegt Deutschlandmit 56 Prozent der Stimmen weit vorFrankreich (25), Großbritannien (24)und Polen (22).Diese Zahlen sind nicht vom Himmelgefallen, kommentiert Gerhardt. Sie sinddas Ergebnis von Stärken. Sie könnendazu beitragen, aus Risiken Chancen zumachen, ein Ziel, auf das hin in Deutschlandleider zu wenig trainiert wird.Der Begriff der Nachhaltigkeit ist inaller Munde. Leider wird unter Nachhaltigkeitzumeist nur der Verzicht aufRaubbau in ökologischem Sinne verstanden.Der Verzicht auf Wachstumist eine der Predigten, die mit einerIn brunst vertreten werden, als kämenseine Befürworter gerade von BergSinai. Liberale, so Gerhardt, sollten abereinen umfassenderen Begriff von Nachhaltigkeitin Qualität der Umwelt, imtechnologischen und sozialen Wissen,in öffentlicher Infrastruktur und Bildungschancenprägen. Wachstum, dasist nicht immer mehr, sondern immerbesser. Wettbewerb darf deshalb nichtweiterhin ein kontaminiertes Wortsein. Wettbewerb ist ökonomischeGewaltenteilung und die Triebfeder fürInnovation. Deutschland braucht einebreit diversifizierte Innovationslandschaft.Wettbewerb ist nicht nur einökonomischer Faktor, sondern auchein echter Machtbegrenzungsfaktor.Deutschland hat in Industrie und Technologieeine große Breite, einen intelligentenQuerschnitt von Unternehmenwie kein anderes Land, wie kein andererWeltmarktführer. Der Staat kenntdie produktiven Ressourcen und ihreVer wendung nicht annähernd so gutwie Mittelständler auf täglicher Suchenach Innovation und durch eigeneHaftung in sehr sorgfältiger Marktbeobachtung.Laut Gerhard müssen wir Unsicherheitenertragen können, wir braucheneinen eigenen Kopf als Navigator undnicht nur den Schwarm. Wir müssenden Verfüh rungen des Einfachen widerstehen,wir brauchen ein Klima derErmutigung und des Selbstvertrauens.Das ist der Unterschied des politischenLiberalismus zu nahezu allen anderenPoli tikern.Die weltweite Mobilität des Finanzkapitalsbringt nicht nur große Vorteile,sondern auch große Risiken mit sich.Es führt nichts an einer stärkeren Regulierungder Finanzmärkte vorbei. EineErkenntnis, die den Liberalen schondeshalb nicht schwer fallen sollte, weilgerade die unter Geschichtsklitterungin täglichen Talkshow-Antikapitalismusdämonisierten Neoliberalen klare Spielregelnfür die Marktwirtschaft entwickelthaben. Es geht schlicht und einfachum einen konsistenten Wettbewerbsrahmenals Ausdruck fairer Spielregelneiner modernen Ordnungspolitik.Sie muss klären, welche Art vonGeschäften zugelassen werden, welcheunter strenge Regulierung kommenund welche ganz vom Markt verschwindensollen.Europa ist noch auf dem Weg. Es istnoch nicht da, wo es sein soll. Es brauchtgerade jetzt eine kritische Masse euro -päischer Loyalität. Handlungsfähigkeitist eine herausfordernde politischeAufgabe, der sich Deutschland nichtentziehen kann. Die Europäische Unionwird nicht erfolgreich sein können,wenn die politischen und gesellschaftlichenEliten ihrer Mitgliedsländer ihreureigenen Angelegenheiten nicht inOrdnung bringen, sondern notwendigeReformen weiter durch „Pumpkapitalismus“zu vermeiden trachten. Wirklichkeitsfluchtist kein Rettungsweg. Dasgilt auch für Deutschland, das LandLudwig Erhards, in dem wirtschaftlicheZusammenhänge immer weniger be -griffen werden.Menschen fordern immer die Wahrheitein. Sie bestrafen aber mit Wahlentzugmeistens die, die den Muthaben, die Wahrheit zu benennen undbelohnen die kognitiven Geizhälse undPopulisten.Marcus Vitt undProf. Dr. Peer WittenZu wirtschaftlichem Erfolg gehörenInvestitionen und Risikobereitschaft.Solange der Staat für Nichtarbeit mehrbezahlt als für geleistete Arbeit, wirdniemand arbeiten. Es gibt aber keinenStaat, der Produkte retten kann, die niemandmehr kaufen will. Der Markt istin diesem Sinne ein Wahrheitsmechanismus.Konsummöglichkeiten mögenviele, Globalisierung eher nicht.Die Welt ist nicht einfach, und siewar es auch noch nie. Liberale solltensich nicht dafür entschuldigen, dass siekeine Patentrezepte anbieten. „Anpassungan den Wandel ist nie einfach“,schrieben schon Schröder und Blair vormehr als einem Jahrzehnt dazu ineinem gemeinsamen Papier.Wenn eine Gesellschaft freiheitlichbleiben will, dann muss sie Unsicherheitenertragen können und Verfüh -rungen des Einfachen widerstehen. Siemuss ein Klima der Ermutigung, desSelbstvertrauens und der persönlichenVerantwortung prägen. Und so setztGerhardt seinen Schlussakzent: Wirhalten an einem Dreiklang fest, der fürDeutschland so unendlich wichtig ist:Angebote für die Menschen, eigeneAutonomie-Ressourcen zu entwickeln,das ist Bildungspolitik. Angebote für dieMenschen, eine soziale Sicherheit zuschaffen, das ist Arbeit anstelle vonVerteilung. Das ist unser marktwirtschaftlichesKonzept. Und als Drittes,einen Staat zu schaffen, der ein Rechtsstaatist, bei dem sich die Menschen aufJustiz, Verwaltung und Überprüfbarkeitvon Entscheidungen verlassen können.Daraus ergibt sich erst, was eine freiheitlicheGesellschaft ist, eine Fähigkeit,auch in schwierigen Situationen zuRecht zu kommen. Dieser Dreiklang istbei keiner Partei so ausgeprägt wie beider FDP.EJHDr. Torsten Teichert undDr. Klaus Fischer17


POLITISCHES FRÜHSTÜCK am 18. FebruarZeichnung: SchufaPrivater Konsum – Motor derWirtschaft in DeutschlandAls eine Art Rating-Agentur für jeden Deutschen kann die Schufa zuverlässigeinschätzen, wie es um den privaten Konsum steht. Neben demExport ist er Motor der deutschen Wirtschaft. Auch für 2013 sind die Aussichtengut, prognostizierte der Vorsitzende des Vorstandes der SchufaHolding AG, Dr. Michael Freytag, beim POLITISCHEN FRÜHSTÜCK.Dr. Michael FreytagSenator a.D.Vorsitzender des Vorstandesder Schufa Holding AG„Eine Bank ist eine Einrichtung, von derSie sich Geld leihen können – vorausgesetzt,Sie können nachweisen, dassSie es nicht brauchen.“ Mit spitzer Federumschreibt der amerikanische SchriftstellerMark Twain die für Kaufleute solebenswichtige Bonität: Die Fähigkeit,die Schulden zurückzahlen zu könnenund die Bereitschaft, diese zurückzahlenzu wollen.Können und Wollen ist das, womitsich die Schufa beschäftigt. Die Ideestammt aus den 20er Jahren. Damalslieferte die Berliner Städtische Elektrizitäts-Aktiengesellschaftzum Stromauch erste Kühlschränke und Kochplatten.Um eine Ratenzahlung zu ermöglichen,war es notwendig, die Kreditwürdigkeitder Kunden einschätzen zukönnen. Der Stromlieferant erstellteeine Positivliste der regelmäßig zahlendenKunden. Die Idee bewährte sich.1927 wurde die Schufa gegründet.Heute gehört die Schufa zu den zentralenInstitutionen der Wirtschaft. 750Mitarbeiter kümmern sich um jährlichüber 100 Millionen Auskünfte an Unternehmenund über 1,5 Millionen Auskünftean Bürger. Damit hat die Schufaihr Ohr ganz nah am Wirtschaftsgeschehen:„Da bei uns die Kredite auflaufenoder auch die Käufe auf Rechnung,wissen wir genau, in welchemUmfang was wann wie oft gekauftwird. Und wir können sagen, gibt eseinen Nachfrageschub oder gibt es eineNachfrageminderung“, erklärt Freytag.Die Schufa speichert Informationenüber das Zahlungsverhalten von mehrals 66 Millionen Deutschen. Dort, woKunden Waren erst nach ihrem Empfangbezahlen (neben der Ratenzahlunggilt dies auch für den Kauf aufRechnung), gibt die Schufa diese Auskünfteweiter. Anders als oft gedacht,handelt es sich zu 91 Prozent um positiveInformationen. So sorgt die Schufafür die zügige Abwicklung von tausendenvon Online-Geschäften: „Wenn Sieim Internet mit einem Klick etwasbestellen, ist sehr oft die Bonitätsprüfungautomatisch damit verbunden.Wir geben grünes Licht für den Händler,der Händler kann aussenden, derKunde hat seine Ware kurze Zeit späterzu Hause. Für den Verbraucher ist dasdie verbraucherfreundlichste Lösung.Er muss nicht zuerst bezahlen. Er kriegterst die Ware, kann dann prüfen unddann bezahlen. Und der Händler hat dieSicherheit, weil die Bonität, der guteName der Kunden, von uns widergespiegeltwird.“Folgt man Freytag, befindet sich derWirtschaftsstandort Deutschland ineinem sehr guten Zustand. Jeden Tagwerden Waren im Wert von vier MilliardenEuro gekauft. Ein großer Teil istkreditfinanziert. Viele Branchen könn-18 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


PR-Berichtten ohne Kredite gar nicht überleben.Obwohl die Kredite in den letzten zehnJahren um 50 Prozent zugenommenhätten, sei die Rückzahlungsquotevon 97,5 Prozent gleichgeblieben. FürFreytag ein Hinweis auf ein funktionierendesRisikomanagement: „Auchder normale Verbraucher ist in der Lage,sein Budget so einzurichten, dass er seineKredite zurückzahlt. Davon lebt dieWirtschaft. Wenn Sie sich allein beiAutomobilen vorstellen, man würdedieses Kreditsystem nicht haben – undim Moment werden 50 Prozent allerAutos mit Krediten finanziert – würdedas zum Zusammenbruch von Herstellern,Händlern, aber auch zu drastischenEinbrüchen der 19 Prozent Mehrwertsteuerführen. Das heißt, alle profitierenvon einem solchen System.“Auch 2013 rechnet die Schufa mitguten wirtschaftlichen Bedingungen inDeutschland. Automobil-, Möbel- undElektronikindustrie werden weiterhinzu den Hauptbranchen zählen. Hinzukomme der Handel im Internet, der inden nächsten Jahren zu einem entscheidendenWandel im Einzelhandelführen werde. Bei den Internetbestellungennimmt der Kauf auf Rechnungzu. Wichtigster Faktor sei die schnelle,unkomplizierte Abwicklung, wofür dieBonitätsprüfung und damit das Kerngeschäftder Schufa von großer Bedeutungist.Innovativ für neue TechnologienLösungen und Antworten zu haben, istfür die Schufa auch 85 Jahre nach ihrerGründung das Credo. Kochplatten undKühlschränke waren der Ausgangspunkt.Für das Zeitalter des Internetshat das Unternehmen das IdentSafe-Verfahren entwickelt. Damit könnensich Privatpersonen vor dem Miss -brauch ihrer persönlichen Daten schützen.Ausweis-, Konto- oder Kreditkartennummernwerden weltweit 24Stun den daraufhin überprüft, ob sie inöffentlich zugänglichen Netzen auftauchen.Wird ein Missbrauch vermutet,schickt die Schufa einen Alarm aufdas Handy des Kunden. Bei einer mitExperten besetzten Hotline kann ererfahren, was zu tun ist. Zur Bonitätgehöre auch, dass man den Schutzseines guten Namens sicherstellenmüsse, so Freytag.CADer Schlüssel zum ICHDie neuartige Vortragsform, die vonden drei Damen gewählt wird, geht vondem Prinzip aus, dass über Auge undOhr die Sinne geschärft und Informationensomit auf multimodaler Ebenetransportiert werden. Irgendwann undirgendwie fühlt sich so jeder aus demZuschauerkreis angesprochen und ge -fesselt. Das Trio, bestehend aus Dr.Fiona Rohlffs (Violine/Vortrag), ValeriaStab (Piano/Schauspiel) und KatrinWerth (Schauspiel/Gesang), zeigt aufunkonventionelle Weise, dass Wissenschaftdurchaus unterhaltsam seinkann.Bereichert durch Schauspielszenenund Filmbeiträge beleuchtet das Stücksystematisch die Stadien der Gehirnentwicklungim Lebenszyklus einesMenschen anhand der Darstellung physiologischerund pathophysiologischerPhänomene.Zentrales Element ist dabei diedemographisch an Relevanz zunehmendeAlzheimer-Demenz. Das Konzeptdieser unterhaltenden Präsenta -tion hat die Ärztin Dr. Fiona Rohlffsentwickelt, die zudem auf eine profundeAusbildung zur Violinistin zurückblickenkann. Mit der preisgekröntenPianistin Valeria Stab gestaltet sie nichtnur Konzerte, sondern auch wisseneinewissenschaftlich-musikalische Reisedurch das menschliche Lebenschaftliche Konzertvorträge dieserart.Der Stoff wird durch Beiträge der ausgebildetenMusiktheaterdarstellerinKatrin Werth (Schauspiel, Rezitationund Gesang) bereichert, die auf vielfältigeWeise an der kreativen Umsetzungdes Konzeptes mitwirkt.U.a. tritt das Ensemble am 30.05.2013 im Bezirksamt Nord (Kümmelstraße)im Rahmen der bundesweitenKampagne „Konfetti im Kopf“ auf.Kontaktaufnahme und Buchung vonVorträgen und FiVa-Konzerten unterfiva-music@web.DAS ENSEMBLEDas Duo FiVa-Music besteht ausFiona Rohlffs (Violine) und ValeriaStab (Klavier). Beide verbindet einelangjährige Zusammenarbeit.Als Preisträger vieler renommierterWettbewerbe führten Konzert -reisen u.a. nach China, Frankreich,Holland, Österreich und Lettland.Mit der Schauspielerin KatrinWerth, die durch ihr darstellerischesKönnen die Vortragstätigkeit desEnsembles maßgeblich bereichert,hat sich eine intensive Zusammenarbeitentwickelt.19


NeujahrsempfangWelthafenstadt Hamburg –Wirtschaft, Finanzen und PolitikWie der weltweite Handel sich entwickelt, ist für Hamburg als Welt -hafenstadt von besonderer Bedeutung. Deutschlandweit hängen über260.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von einem funktionierendenHafen ab. Dabei spielen auch die Rahmenbedingungen eine Rolle, dievon der Politik bestimmt werden. Zum traditionellen Neujahrsempfang,in diesem Jahr zum ersten Mal im Emporio Tower, begrüßte der LandesvorsitzendeMatthias Leutke rund 500 Unternehmer.Dr. Holger Schmieding ist Optimist. DerChefvolkswirt der Berenberg Bankstimmt nicht in den Chor der Eurokritikerein. Die Reformbemühungen derKrisenländer würden schon bald Früchtetragen. Eine ökonomisch erstarkteEuro-Zone könne dann sogar an denUSA und Japan vorbeiziehen.Bis dahin habe Europa allerdingsnoch einige Hausaufgaben zu erledigen.Schmieding forderte bessere Kontrollinstanzen,um die Reformschrittein den Krisenländern beurteilen zukönnen. In keiner anderen Weltregionwerde derzeit so hart reformiert. DiesePolitik müsse konsequent zu Ende ge -führt werden. Der Euro wirke dabei als„Reform peitsche“: Weil den Ländern derAusweg der Abwertung versperrt sei,müssten sie sich schmerzhaften Reformenunterziehen.Der Begriff „Transferunion“ gehtSchmieding nicht über die Lippen. Wiein einem Nationalstaat brauchten dieSchwachen die Solidarität der Starken.Aber anders als in einem NationalstaatDr. Holger Schmieding, Dietrich Wersich MdHB, Matthias Leutkehätten die Schwachen keine Stimme beiden Wahlen, auf die es ankomme.Deutschland könne Spanien viel härtereBedingungen setzen als Bayern demSaarland. Ungleichgewichte würden inder Eurozone nicht durch massiveTrans ferzahlungen verdeckt. Sie müsstenmit ernsthaften Reformen angegangenwerden. Die Europäische Zentralbanklobte Schmieding als „unabhängigsteZentralbank der Welt“. Sienehme der Politik nicht die Arbeit ab.Die Rettung der Gemeinschaftswährungliege auch in Deutschlandsnationalem Interesse. Die Wirtschaftprofitiere von einer erstarkenden Prosperitätin den Krisenländern. Außerdemhabe die Einführung des Euro für einebisher einmalige Preisstabilität in Europagesorgt: „Die Inflation hatte die Bundesbanknie so gut im Griff wie heutedie Europäische Zentralbank.“ In denvier Jahrzehnten, in der die Bundesbankdie Geldpolitik bestimmte, habe siedurchschnittlich bei 2,9 Prozent gelegen.Inzwischen betrage sie 1,5 Prozent.Weniger optimistisch blickte derVorsitzende der CDU-Fraktion in derHamburgischen Bürgerschaft auf dasJahr 2013. Hamburg sei wirtschaftlichstark. Die von Bürgermeister Scholz ge -führte Regierung trage jedoch wenigerzu dieser Stärke bei als dass sie von ihrlebe. „Ausreichend ist nicht gut genug“,bilanzierte Dietrich Wersich MdHB dieersten zwei Jahre Amtszeit des Bürgermeisters.„Politik ist mehr als das bloßeVerwalten von Problemen. Ohne Ideendroht der Stillstand.“ Die Grundlagenfür das, was Hamburg in zehn Jah renstark mache, müssten jetzt gelegtwerden.Als wichtigste Themen für 2013nannte Wersich:■ Die Bedrohung des Hafens durchdie Schifffahrtskrise und die vorerstgestoppte Elbvertiefung.■ Den sofortigen Ausstieg aus derSchuldenspirale, um einen ausgeglichenenHaushalt bereits 2015 (also weitvor der 2020 vorgeschrieben Schuldenbremse)zu erreichen.■ Die Entwicklung eines neuen, tragfähigenGeschäftsmodells für die HSHNordbank.■ Die weitere Bündelung der HamburgerFörderlandschaft zu einem als„One-Stop-Shop“ ausgestalteten Mittelstandsförderinstitut.■ Wissenschaftspolitik als Zukunftspolitik:Verlässliche Rahmenbedingungenfür leistungsstarke, internationalbedeutende Hochschulen, die führendeKöpfe nach Hamburg holen.■ Die Entwicklung eines innovativenMobilitäts- und Infrastrukturkonzeptes.Große Chancen sah Wersich in derInternationalen Bauausstellung (IBA)und der Internationalen Gartenausstellung(IGA), die in diesem Jahr inHamburg stattfinden. Die beidengroßen Ereignisse, die noch von deralten Regierung beschlossen wordenseien, würden wichtige Impulse setzen.Bei der Bundestagswahl im Herbstgelte es zu entscheiden zwischen Stabilitätoder Schuldenunion, zwischenwirtschaftlicher Prosperität oder neuenSteuern, zwischen Energiewendegemeinsam mit der Industrie odereinem Herausdrängen der Energieunternehmenin Deutschland. Es gehe umMaß und Mitte oder Kräftemeierei. CA20 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


Wir danken unseren Sponsoren:HypoVereinsbank –Member of UniCreditNORD EVENT GmbHAlbert Darboven und Prof. Dr. Jörg F. DebatinJ.J. Darboven GmbH & Co. KGWolfgang Buss und Erhard HeineCarl Konferenz- & EventtechnikGmbH & Co.Conrad Seiffert, Klaus-Peter Sieglochund Beatrice SeiffertDr. Holger Schmieding undJoachim von Berenberg-ConsbruchTraute Bär und Corinna von GeisauBlick in den SaalMichael René Weber und Matthias BusoldHans-Peter Brodersen und Ulrich BendfeldtGerhard Fuchs, Staatsrat a.D. und Carsten OvensAxel Kiel und Burkhard D. Sommer21


Neues aus dem LandesverbandNeumitgliedernachmittagÜber 30 neue Mitglieder waren derEinladung des Landesverbandes zumNeumitgliedernachmittag in die Landesgeschäftsstellein den Colonnadengefolgt. Neben dem LandesvorsitzendenMatthias Leutke stellten sich auchdie Landesvorstandsmitglieder HaraldBoberg, Marcus Vitt und Tjark H. Woydtsowie der Vorsitzende des Jungen WirtschaftsratesFlorian Eilken den neuenMitgliedern vor und beantwortetenihre Fragen.Politik aktiv ge stalten sei das, wofürder Wirtschaftsrat stehe, machte derLandesvorsitzende in seiner Begrüßungdeutlich. Unter dem starken Dach desTjark H. Woydt und Harald BobergDr. Thomas Vollmoellerund Matthias LeutkeWirtschaftsrates – dem Hüter der So -zialen Marktwirtschaft – sei jedes einzelneMitglied mit seiner Expertise ge -fragt: In den Landesfachkommissionen,die Fachthemen mit Fachleuten bearbeitenund natürlich in vielen Hintergrundgesprächen,die der Wirtschaftsratmit den Entschei dungsträgern dieserStadt führt. Das Themenspektrumist breit: Mit seinen Fachkommissionenbietet der Landesverband Arbeitsgruppenzur Gesundheits- und Energiewirtschaft,Luft- und Raumfahrt, Lo gis -tik und Infrastruktur, InformationsundKommunikationstechnologie,Wachstum und Innova tion oder zuVielfalt in Führung an. Neben dem fachlichenAustausch spielt der Dialog mitder Politik eine große Rolle. Regelmäßigsind Abgeordnete der Bürgerschaft zuGast bei den Sitzungen. Sie informierendie Kommissionsmitglieder über aktuelleGesetzesvorhaben und erhalten imGegenzug Informationen aus der Sichtder Unternehmer. Die neuen Mitgliederlud Leutke ein, sich über das reiche An -gebot von Vorträgen aktiv in die Sacharbeitdes Landesverbandes einzubringen:„Wir Unternehmer wollen in Hamburgetwas unternehmen im Sinne derSozialen Marktwirtschaft. Wir wollennicht nur zusehen, wir wollen handeln.Wir legen den Finger in die Wunde. Wirsprechen unbequeme Wahr heiten aus.Wir krempeln selbst die Ärmel hochund tragen unseren Teil dazu bei, dasssich in dieser Stadt, in die sem Land,wieder etwas bewegt!“CACarsten Mattauschund Michael EsserMarcus Vitt undDr. Hartmut KniggeJ. Kubilay Falkenberg, Michael Raabe undNick RosslauTraute Bär, Johann Heinrich-Riekers undMatthias C. Lischke22 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


PR-Bericht60 Jahre Halbleiteraus Hamburg-LokstedtDie NXP-Halbleiterprodukte werden in Hamburg entwickelt und produziert.Das weltweit agierende Unternehmen (Umsatz 4,36 Milliarden US$)mit Standorten in mehr als 25 Ländern, ist einer der bedeutendsten Zu -lieferer für die weltweite Elektronikindustrie. Mit einem Output von über70 Milliarden Dioden und Transistoren ist man die Nummer 1 nicht nur inEuropa, sondern ebenfalls in China, Indien und den USA und deckt rund einViertel des Weltmarktbedarfs. Aus Lokstedt steuert NXP das Kerngeschäftder drei Bereiche: Standard Products, Automotive und Identification.Mit dem Start des deutschen Rundfunksvor 85 Jahren begann in der HamburgerHammerbrookstraße 93 die Fertigungvon Röhren für Rundfunkempfänger.In der Radioröhrenfabrik GmbH(RRF) gab es damals 63 Mitarbeiter/innen, die an die täglich 200 Röhren fertigten.1927 wurde der Betrieb von derdeutschen Philips GmbH übernommenund nach der Röhrenmarke VALVObenannt. Größere Fabrikationsräumebezog man dann in der Neulokstedterstraße,der heutigen Stresemannallee,dem aktuellen Hauptsitz von NXP.Nach dem zweiten Weltkrieg schaffteman mit der Entwicklung besondersschneller und kostengünstiger Empfängerröhrenbereits 1950 die 10-MillionsteRöhre.Technologiesprungerfolgreich gemeistert –Von der Röhre zum TransistorMit der Erfindung des Transistors inden USA begann in den 50er Jahren dasZeitalter der Elektronik. Bereits 1953begann eine kleine Gruppe von dreiMitarbeitern die Entwicklung vonHalbleiterbauelementen am damaligenVALVO Standort. In kürzester Zeit,schon 1963, war VALVO zu einem derführenden Halbleiterhersteller geworden.Um diesem großen Wandel in eineneue Technologie auch namentlichRechnung zu tragen, wurde die Radioröhrenfabrikin „Valvo Röhren- undHalbleiterwerke (RHW)“ umbenannt.Der Übergang von Röhren- zurHalb leitertechnologie änderte die Aufgabenstellungenan den Arbeitsplätzendeutlich. Der Grad der Automatisie -rung stieg. Die Produktionszahlen vonDioden und Transistoren wuchsen mitmodernen Produktionsverfahren in denkommenden Jahren gewaltig: 1989wurden in den RHW 2,8 MilliardenHalbleiterelemente produziert, heute –ca. 24 Jahre später – sind es jährlichetwa 70 Milliarden Kleinsignaldiodenund -transistoren!Damit zählt die Waferfabrik inHamburg zu einer der Größten fürdiese Produkte weltweit. 1999 verschwandendie „Röhren“ endgültig ausdem Namen und das Unternehmenwurde um benannt in „Philips SemiconductorsHamburg“.Im Oktober 2006 folgte ein neuerAbschnitt in der Unternehmensgeschichte:Die Ausgliederung der Chip-Sparte aus dem Philips-Verbund undder Startpunkt als eigenständigesUnternehmen mit dem Namen „NXPSemiconductors“.NXP Semiconductors Germany heuteFür das Unternehmen arbeiten heuterund 2.000 Mitarbeiter am HauptsitzHamburg und an den Vertriebsstand -orten Dresden, München und Stuttgart.Mit Produktion, Forschungs- und Entwicklungsaktivitätensowie weltweiterBusiness-Verantwortung für drei vonfünf Geschäftsbereichen (Standard Products/ Diskrete Halbleiter, Automotiveund Identification) von NXP Semiconductorsnimmt die deutsche Gesellschafteine herausragende Rolle innerhalbdes Konzerns ein.Die Produkte, die in Hamburg entwickeltund produziert werden, sind imAlltag allgegenwärtig. Sie finden sichetwa in fast jedem Smartphone, Laptop,Automobil oder in elektronischen Ausweisdokumentenwie dem Reisepassoder Bankkarten. NXP ist ein wichtigerArbeitgeber in Hamburg, der die Elektronikvon heute und morgen gestaltetund neu entstehende Arbeitsplätzequalifiziert besetzen muss. NXP hältdaher engen Kontakt zu Schulen undUniversitäten und engagiert sich aktivin Sachen Nachwuchsförderung: ImRahmen der Initiative Naturwissenschaft& Technik (NAT) wecken wirBegeisterung für Technik an HamburgerSchulen und als Hauptsponsor desProjekts „e-gnition Hamburg“ unterstütztNXP Studierende der TU Hamburg-Harburgbei der Entwicklungeines Rennwagens mit Elektroantrieb.Details zu den drei GeschäftsbereichenStandard Products / GA Discretes, Automotiveund Identification und der NXPSemiconductors Germany GmbH be -finden sich auf der Deutschland Websitevon NXP: www.nxp.com/countries/germany.html■23


Wirtschaftsrat vor OrtWirtschaftsrat zum Heimspielam MillerntorDer gegenwärtige 12. Tabellenplatz (26 Punkte) des Zweitligisten St. Pauli bedeutetkeine Sicherheit des Klassenerhalts. Die kürzliche Trainingsreise der Sportverantwortlichenund des Kaders in die Türkei sollte das Ziel, ein gesichertes Mittelfeld,garantieren. Die Profi-Fußballmannschaft des Kiez-Clubs stand bei unserem Besuchim Mittelpunkt, doch St. Pauli, gegründet 1910, der Verein mit 18.300 Mitgliedernund dem Angebot von 15 Sportarten, bietet als Großstadtclub weit mehr.Tjark H. Woydt,Rachid Azzouzi undMichael Frontzeck14. Februar 2013: Treffpunkt Millerntorim Clubheim; nicht im Anstoßkreis –sondern im neuen Vereinshaus. Genauum 17.30 Uhr war Anpfiff durch TjarkWoydt, Landesvorstand Wirtschaftsratund Pauli-Vize, der bei dieser Vorort-Veranstaltung den 100 Gästen vieleDetails erklärte und durch MichaelMeeske (GF), Rachid Azzouzi (Sportdirektor)und Michael Frontzeck (Trainer)tiefe Einblicke in das Profikicker-Ge -schäft vermittelte.Woydt gab bei seiner Einführungeinen guten Überblick der Vereinszieleund verwies für seinen Finanzbereichauf eine respektable Bilanz von Hamburgszweitem Bundesligaverein. SeitMatthias Lischke,Michael Frontzeckund MarcusWeinberg MdB (v.l.)24 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


dem Wechsel (2011) in die 2. Bundesligaschreibt der Verein schwarze Zahlen.Mit über 30 Millionen Euro Jahres -umsatz ist er ein zuverläs si ger Steuer -zah-ler der Hansestadt. Der 51-Millionen-Stadion-Neubauein schließ lich derEr neuerung des Trainingszentrums ander Kollaustraße, Beginn 2006, istsolide finanziert. Der Spiel betrieb warund ist zu keiner Zeit während der Bauphasegestört. Der letzte Bauabschnittsoll 2015 mit der Nordtribüne planmäßigenden. „Der Verein investiertnicht in Beine, sondern in Sicherheitund Immobilie“, ergänzt GeschäftsführerMeeske.In drei Gruppen erklärten dieGuides Funktionen und Details desNeu baus und gewährten sogar einenBlick ins Heiligtum, die Mannschaftsräume.Beeindruckt vom Rundgang trafman sich im „Ballsaal“ bei Currywurstund Getränken. In der Fragestunde gabes Gelegenheit, etwas über Leihspieler,Fanrandale, Jugendnachwuchs von denExperten zu erfahren. Unter anderemauch, dass der Verein sich stark beisozialen Projekten engagiert. Zum Beispielkommen jedes Jahr am 6. DezemberObdachlose aus der Nachbarschaftzum Nikolaus-Essen. Jeder der 1.000Michael MeeskeGeschäftsführerbedürftigen Gäste geht mit einer warmenSuppe im Bauch und einer prallenTüte gesammelter Spenden. Bei solchenund ähnlichen Aktionen kann der Kiez-Verein mit gut 700 freiwilligen Helfernrechnen.Das offizielle Stadionwasser heißt„Viva con Agua“ und wird vom ehemaligenPauli-Kicker, Benjamin Adrian,promotet. Ein Teil der Erlöse sowiegesammeltes Pfandgeld fließen inInstitutionen, die die Trinkwasserversorgungin Entwicklungsländern verbessern.Der Arena-Neubau beendete zwardie alte Fußball-Romantik, doch vieleder historischen Bilder und Schilderdekorieren die neuen Räume, unddie moderne Architektur bietet auchVorteile. So wurde in der Kurve desStadion bereichs die Kita „Pestalozzi“eingerichtet. Die Kleinen können dortungestört Stadionluft schnuppern undauf den Freiflächen mit Sicht auf denFußballrasen toben. Sie sind weg vonder Straße und können eines Tages mitder Vereinsjugend, den Rabauken, fürden braun-weiß-roten Kiez-Club kicken.Wenn das keinen Nachwuchs „pro -duziert“?!Infastruktur, so Vizepräsident TjarkWoydt, ist für den Stadtclub ein großesThema! Das 30.000-Plätze-Stadion, da -von 10.000 Stehplätze auf der Gegentribüne,ist durch seine zentrale Lageeinmalig. Der Auftritt des Vereins hatsich mit dem Umbau des Geländes keineswegsverändert. Man legt nach wievor großen Wert darauf, „etwas Eigeneszu haben und eine besondere Marke zuetablieren“. In naher Zukunft wird dasneue Trainingscenter in der LokstedterKollaustraße in Betrieb gehen. „Damitbieten wir unseren Mitgliedern einenVerein, der sich nicht nur sportlichanfühlt, sondern ihn auch lebt“, meintWoydt. Das bestätigte auch VereinsmitgliedMarcus Weinberg, der seitseinem sechsten Lebensjahr für Paulikickte, heute nimmt er mit seiner Dauerkartenoch immer am Geschehen teil.Am Ende dieser Begegnung siegteder Gastgeber. Dieser Sieg bringt zwarnicht die wichtigen Tabellenpunkte, dieaber wünschen ihm die dankbarenGäste des Wirtschaftrates.EJHWRIMDIALOGDie Entzauberung von Olaf Scholz hatbegonnen. So sah es die wirtschaftspolitischeSprecherin der CDU-BürgerschaftsfraktionKarin Prien MdHBbeim WIRTSCHAFTSRAT IM DIALOG.Zum dritten Mal trafen sich Unternehmerinnenund Unternehmer im HotelAtlantic, um mit einem Mitglied der Bürgerschaftaktuelle politische Themen zudiskutieren. Wie können große Projektefinanziert und durchgesetzt werden?Welche Innovationen braucht Hamburg?Karin Prien MdHBBrauchen wir ein neues Leitbild, odersoll das von Senator Peiner erarbeiteteLeitbild der wachsenden Stadt weiter entwickeltwerden? Die Politik des SPD-Se -nats sei zu uninspiriert, kritisierte Prien.Wegweisende Entscheidungen für dieZukunft Hamburgs im nächsten Jahrzehnthabe es in den vergangenen zweiJahren nicht gegeben. Selbst für die Handlungsfeldermit großem Problemdruck,wie den zunehmenden Individual- undWirtschaftsverkehr, habe der Senat keininnovatives Mobilitäts- und Infrastrukturkonzeptentwickelt. Stattdessen würden260 Millionen Euro in ein wirkungslosesBusbeschleunigungsprogramm ge -steckt, das keine geeignete Antwort aufden wachsenden Verkehr darstelle. Prienbegrüßte den vom Wirtschaftsrat initiiertenAustausch mit den Mitgliedern.Unternehmerinnen und Unternehmerhätten so die Möglichkeit, ihre Expertiseeinzubringen. Von der Fahrrinnenanpassungder Elbe über die Wohnraumsituationbis hin zum Tourismusstandort Hamburg– für die Besucher war der lebhafteAustausch von Argumenten ein weiteresMal ein Gewinn.SEI/CA25


LandesfachkommissionInformations- und TelekommunikationstechnologieBYOD – Bring yourown Device„Bring Your Own Device“ (BYOD)ist momentan einer der Trends, diedie Unternehmens-IT bestimmen.Es geht um den Einsatz privater IT-Endgeräte der Mitarbeiter, zumBeispiel eines Smartphones odereines Tablet-PCs, im Unternehmenfür berufliche Zwecke. Nach einerStudie setzen bereits 67 Prozentder Angestellten in Deutschlandzumindest gelegentlich eigeneHandys und Computer für beruf -liche Aufgaben ein. Das bringtUnternehmen in ein Dilemma: AusGründen der Mitarbeiterzufriedenheitmöchten viele UnternehmenBYOD zulassen. Oftmals sindprivate Geräte sogar aktueller alsdie Unternehmens-IT.Vor allem wegen der Datensicherheit,Unklarheiten bei der Software-Lizenzierungund des Kontrollverlusteshaben Unternehmen auch berechtigterWeise Bedenken gegenüber einerunkontrollierten Zulassung von BYOD.Allein aufgrund des Umstandes, dassdas Gerät im Eigentum des Mitarbeiterssteht, ergeben sich – allerdings vertraglichabdingbare – Einschränkungen fürdie Einwirkungsmöglichkeiten des Un -ternehmens. Falls sich ein Unternehmendazu entschließt, BYOD zuzulassen,stellen sich darüber hinaus auch nochganz praktische Fragen, die einerKlärung bedürfen, zum Beispiel dieKostentragung.Damit Unternehmen die Vorteilevon BYOD nutzen können und gleichzeitigden rechtlichen Anforderungenan Datensicherheit und Kontrolle genügegetan ist, müssten die Unternehmen,die BYOD zulassen wollen, mit der Mitarbeitervertretungund gegebenenfallsmit jedem betroffenen Mitarbeiterselbst eine Vereinbarung über den Einsatzder privaten Endgeräte für beruflicheZwecke schließen, die dem Arbeitgeberdie nötige Sicherheit verschafft.Europäisches Cybercrime-ZentrumIm Januar hat das Abwehrzentrum fürCyberkriminalität der EU seine Arbeitaufgenommen. Das Zentrum soll gegenillegale Aktivitäten organisierter kriminellerVereinigungen vorgehen, darunterOnline-Betrug mit gefälschten Kreditkartenund Bankkontendaten.Die Dynamik in der IT und KDie IT-Industrie ist dynamischer geworden,und in den Mittelpunkt vieler Diskussionendrängt sich das Netzwerk.Was vor fünf Jahren noch ein relativlangweiliges Thema war und nur unterdem Verbindungsaspekt gesehen wurde,wird derzeit als Hot-Topic behandelt.Warum dieser Wandel? Das Netzwerkgibt die Grundlage für etwas, was zwarnicht neu ist, aber endlich als Business-Tool akzeptiert wird: nämlich Collaboration– also Zusammenarbeit auf allenEbenen – ob Mitarbeiter untereinander,Kunden mit Firmen oder Privatpersonen– all das wird nur ermöglicht durchein intelligentes Management derDaten – basierend auf einem intelligentenNetzwerk.Verglichen mit den letzten zehnoder 15 Jahren, durchläuft die IT-Infrastrukturgerade einen starken Wandel:Zum einen hat sich die IT als eigenständigesGeschäftssegment etabliert,zum anderen ist sie als Back-Office-Stiefkind zum Front-Office-Hero geworden.Die IT ist nicht mehr nur Hilfsmit-tel für die Geschäftsabläufe, sondernhat sich zum selbständigen Bereich entwickelt.Aus der Arbeit der Kommission ITKDie Erarbeitung der neuen Studie dieserKommission, die sechste, machtFortschritte und die Veröffentlichungist für das zweite Quartal geplant.Mitglieder dieser Kommission sind weiterhindamit beschäftigt, die Beiträgefür die neue Studie zu erstellen.In den vergangenen Sitzungen hatsich die Kommission mit den Themen„Virtuelle Teams und mobile Infrastrukturen– wie sich die Formen derZusammenarbeit verändern“ und„BYOD. Bring Your Own Device“ be -schäftigt. In den beiden kommendenSitzungen werden wir die Themen„Retail2020. Neue Retailtechniken fürdas digitale Zeitalter / wie neueLebensstile und Konsumkulturen dieMarken- und Einkaufswelt verändern“und „Social Media. Turning Buzz IntoGold“ behandeln.Ludolf Baron von LöwensternVorsitzender der LandesfachkommissionITK26 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


PR-BerichtLocation: BRAHMS KONTORGröße: 553 m 2 , 10 VeranstaltungsräumeJohannes-Brahms-Platz 1, 20355 HamburgTel.: 040/63 60 74 70www.brahms-kontor.deE-Mail: konferenz@brahms-kontor.deKonferenz-Etage Brahms KontorNeuer Treffpunkt fürWirtschaft, Politik und KulturBei der großen Sturmflut im Februar 1962 war sie die Kommando zentraledes Krisenstabs der Polizei. Von dort leitete Helmut Schmidt als Hambur -ger Polizeisenator die Rettungsmaßnahmen. 50 Jahre später stehen diedenkmalgeschützten Räume als Konferenz-Etage offen für Wirtschaft,Politik und Kultur.Direkt vis-à-vis der Laeiszhalle – imattrak tiven Dreieck von Planten un Blomen,Gänsemarkt und Poolquartier –steht Hamburgs modernster Klassiker,das Brahms Kontor. Mit der erstenStahlkonstruktion nach Vorbild amerikanischerWolkenkratzer war es 1931höchstes Profangebäude Hamburgsund ist ein Symbol hanseatischer Kontorhaustradition.Hinter der gradlinigenBackstein Fassade offenbart sichein architektonisches Schmuckkästchen:Das Entree im schillernden ArtDéco mit leuchtenden Wandfliesen undgoldenen Ornamenten wirkt im Gegensatzzur Fassade geradezu verspielt.Hamburg-Debatte:Zwischen Klassik und ModerneDas Brahms Kontor bringt Klassik undModerne auf faszinierende Weise inEinklang und ist damit ein idealer Ortfür Hamburgs vibrierende Wirtschaftskommunikation.Auf einer Gesamtflächevon 553 Quadratmetern bietetdie in 2012 eröffnete KonferenzetageUnternehmen, Institutionen und Verbändeneinen ebenso stilvollen wieungewöhnlichen Rahmen für Tagungen,Konferenzen und kulturelle Events.Dort wo Unternehmer, Start-Ups, Expertenund Medienleute ihre Perspektivenaustauschen, wo kaufmännische Tu -gen den auf politisches Handeln treffen,wird Geschichte gemacht. Wer denSpannungsbogen von traditionellenWerten und modernen Trends in Politikund Gesellschaft ausloten und Ge -spräche auf hohem Expertenniveauführen will, findet in diesen einzig -artigen Räumen eine inspirierendeUmgebung.Tagen im Denkmal:Gespräche vor historischer KulisseHistorische Vertäfelungen und Eichenparkettschaffen ein hanseatisch gediegenesAmbiente für hochkarätige Gremienwie Aufsichtsrats- oder Fraktions -sitzungen. Die Inneneinrichtung überzeugtdurch die stimmige Farben- undFormensprache der 1920er Jahre. Es findensich Sonderanfertigungen, wo durchsie sich von herkömmlichen Ta gungs -Technische Ausstattung inklusive:Lautsprecher, Funkmikros, Beamer,Videokonferenz, Telefonkonferenz etc.Fullservice/Catering auf Wunschorten abhebt: Individuelle KonferenzundLoungemöbel, lederbespannteTische, maßgefertigte Designer-Leuchtenund ein historischer Flügel treffenauf hochwertige Präsentationstechnik.An die denkmalgeschützten Räumeschließt sich eine moderne Konferenzflächean. Flexibel aufteilbar bietet sieausreichend Platz für kleinere Besprechungen,aber auch für Pressekonferenzen,Vorträge und Seminare. Derdezente und diskrete Rahmen ist optimalfür besondere Geschäftsanlässe inprivater Atmosphäre und vertraulicheGespräche in kleinerer Runde.Ein Ort der Kunst: Musik, Literatur, FilmOb Kunstsalon mit „Musik in den Häu sernder Stadt“, Harbour Front Litera tur festivalmit der Gewinnerin des DeutschenBuchpreises 2012 Ursula Krechel, Drehortfür den Hamburger Tatort oder die Holly -wood produktion eines Spionagethrillers –das BRAHMS KONTOR ist auch ein Ortder Kunst und historische Kulisse fürbesondere Inszenierungen.27


JOUR FIXE FÜR MITGLIEDERDer neue JOUR FIXE 2013Dirk Naumann zu Grünberg und Dr.Philip Marx sind die neuen Leiter desJOUR FIXE. Naumann zu Grünberg istals Familienunternehmer und Rechtsanwaltin Hamburg tätig und Mitglieddes Landesvorstandes. Marx ist Leiterdes Inhaberbüros bei M.M.Warburg& CO und war bis Dezember 2012 Mitgliedim Vorstand des Jungen Wirtschaftsrates.In der jüngeren Vergangenheit wurdediese Reihe vom ehemaligen VorstandsmitgliedDr. Hanno Stöcker organisiert.Auf der monatlichen Abendveranstaltungbegrüßt der Landesverbandjeweils einen Hamburger Unternehmerals Gastredner. Durch die wechselndeTischordnung beim Abendessen habendie Mitglieder außerdem Gelegenheitzum Netzwerken.Als neue Leiter dieser Reihe strebenwir acht Veranstaltungen an. Wir wollenmit Vertretern aus Wirtschaft, Kulturund Politik ins Gespräch kommenund mit diesem breiten Mix an Themeneinen kleinen Tour d´Horizon des wirtschaftlichenund öffentlichen Lebensunserer Stadt bieten. Von diesem Über -blick erhoffen wir uns auch, dass sichThemen herauskristallisieren, die unsereMitglieder besonders interessieren.Diese sollen Anstoß für die konkreteArbeit des Landesvorstandes sein: DieThemen sollen aufgegriffen werden,und der Landesverband soll sich dazuentsprechend positionieren. Mit denJOUR FIXE-Abenden wollen wir alsonicht nur interessante Unterhaltungenanstoßen, sondern auch verbands- undwirtschaftspolitische Anregungen ausder Mitgliedschaft für die Gremien desWirtschaftsrates erhalten.Zum Auftakt spricht der JungunternehmerAlexander Tebbe. Er stelltsein Unternehmen Auerbach Schifffahrtvor und wird mit uns Fragen rundum den Schifffahrtsstandort HamburgF-Type: Sexy Sound undviel Dampf auf der KetteMarkteinführung ab Mai 2013Der zweisitzige Jaguar F-TYPE gehtMitte 2013 in drei Versionen (F-TYPE, F-TYPE S und F-TYPE V8 S) in den Verkauf.Dank einer komplett aus Aluminiumgefertigten Karosserie wiegt das miteinem hochwertigen Stoffverdeck ausgestatteteModell in der Basisversionnur 1.597 Kilogramm; die Leichtbau -architektur sorgt zusammen mit Heckantriebund einer ausgeglichenenGewichtsverteilung für überragendenFahrspaß. Ein ausfahrbarer Heckspoilerund versenkte Türgriffe bestimmen einvon nur wenigen Linien geprägtes undsowohl puristisches wie verführerischesDesign.Lob der TestfahrerChristian Danner, Martin Brundle undJustin Bell haben auf der Rennstreckevon Snetterton und den umliegendenLandstraßen der Grafschaft Norfolkdem heißesten Jaguar seit dem legendärenE-TYPE auf den Zahn ge fühlt:Justin Bell verteilte Lobeshymnen: „Sehrflink, sehr schnell und ein großartigerMotor. Beim Einlenken habe ich nichtdie kleinste Verzögerung festgestellt.Ich brauche nicht viel mehr als diesesAuto! Und ich liebe diesen Sound ...“So auch Brundles Kommentar: „DasJaguar-Team hat hier eine phantastischeArbeit abgeliefert. Der F-TYPE lenktsuper ein, federt klasse ab – dieses Autoist schlicht perfekt!", lobte derfrü here JaguarWerks fahrer.„Beim Hochbeschleunigenklingt dasrichtig sexy“,sagte Danner.diskutieren. Zußerdem wollen wirUnternehmen aus dem Groß- undAußenhandel, dem Einzelhandel, derFinanzindustrie und der Start up- bzw.Venture Capital Szene ein Forum bieten.Weitere Themenfelder folgen nach derSommerpause.Der erste JOUR FIXE findet imRuderclub Favorite Hammonia an derAußenalster statt. Für die nächstenVeranstaltungen sind ähnlich ansprechendeOrte im Innenstadtbereich vorgesehen.Wir freuen uns über eine rege Teilnahmeund stehen Ihnen für Fragenund Hinweise gern zur Verfügung.Vorgesehen sind folgende Termine:21. März, 18. April, 16. Mai, 20. Juni,19. September, 17. Oktober,21. NovemberDirk Naumann zu Grünbergund Dr. Philip MarxPR-BerichtDie Basisversion hat 250 kW (340 PS)*,der 279 kW (380 PS)** starke F-TYPE Sbeschleunigt in 4,9 Sekunden von 0 auf100 km/h und erreicht eine elektronischbegrenzte Spitze von 275 km/h. DerF-TYPE V8 S durchbricht mit 364 kW (495PS)*** die 100 km/h-Barriere nach nur4,3 Sekunden und erhält sogar bisTempo 300 freien Auslauf. Zur Serienausstattungder S-Modelle zählen: ak -tive Auspuffanlage, adaptive und dasstufenlos regelnde DämpfersystemAdaptive Dynamics sowie das JaguarIntelligent Stop/Start-System.*Jaguar F-TYPE (innerorts 12,6 l/ außerorts 6,9 l/kombiniert 9 l/100km; CO2-Emission 209 g/km)**Jaguar F-TYPE V6 S (innerorts 12,8 l/ außerorts 7 l/kombiniert 9,1 l/100/km; CO 2-Emission 213 g/km)***Jaguar F-TYPE V8 S (innerorts 15,9 l/ außerorts 8,3 l/kombiniert 11,1 l/100km; CO 2-Emission 259 g/km)29


KRITIK AUS DER WIRTSCHAFT„Es ist erschreckend, wie die EU-Kommissiondurch staatlich verordneteGleichschaltung Eigentum an Markenzerstört, Wettbewerb verzerrt und Verbraucherentmündigen möchte. Wirerleben zur Zeit das offene Eingeständnis,dass die EU-Kommission diefreie Meinung und Entscheidung ihrerBürger nicht respektieren möchte, sondernfür die Bürger entscheiden will,was das Beste für sie ist“, so ChristianKöhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes.Er fährt fort: „ Wenn diesdas neue verbraucherpolitische Leitbildder EU-Kommission widerspiegelt, istes ein erschreckendes Signal für alleBürger und Unternehmen in Europa.Jetzt ist es endgültig an der Zeit, dassdie deutsche Politik sich diesem Wegentgegenstellt, um die Freiheit der Bürgerzu bewahren.“„Gerade unter den für die Euro-Zone schwierigen ökonomischen Bedingungengilt es, politisch mit Bedacht zuregulieren. Eine offen geführte Diskussionüber sinnvolle Maßnahmen, mitdenen der Jugend- und NichtraucherschutzEU-weit harmonisiert werdenkann, wäre weit effektiver, als die einseitigeBeschneidung der Rechte vonKonsumenten und Unternehmen. Auchdeshalb, weil negative Folgen wie derAnstieg von Zigarettenschmuggel undder Ausfall von Steuergeldern massivwären“, kommentiert der Bundesverbanddes Tabakwareneinzelhandelsden Richtlinienentwurf. Allein bei denrund 7.500 Fachhändlern in Deutschlandstehen demnach bis zu 25.000Arbeitsplätze auf dem Spiel.Viele Experten sehen mit Sorge, wieauch andere Konsumgüterbranchenimmer stärker reguliert werden. Frankreicherhebt eine „Cola-Steuer“, Dänemarkexperimentiert mit Sondersteuerauf fetthaltige Lebensmittel. Alkohol,Limonade, Süßigkeiten oder Fastfoodstehen bereits heute unter er heblichempolitischem Druck. Für andere Branchensieht der Zentralverband der deutschenWerbewirtschaft schwarz:„Die Alkoholbrancheund die Lebensmittelbrancheverfolgen ganz genau, ob dieser Maßnahmenkatalogdurchgesetzt wird. Siehaben die Be fürch tung, dass sie alsNächstes dran sind“.Daniele NatiHansestadt feiert824. Hafengeburtstag Hamburgvom 9. bis 12. MaiWenn die Hansestadt zum HAFENGE-BURTSTAG HAMBURG einlädt, kommendie Stars der Weltmeere. MajestätischeWindjammer geben sich vom 9. bis 12.Mai an der Elbe ebenso die Ehre wieimposante Kreuzfahrtschiffe. Dabeiwird das größte Hafenfest der Weltin diesem Jahr wegen des FeiertagsChristi Himmelfahrt vier Tage lang ge -feiert. An allen Tagen bietet die Ku lissedes Hamburger Hafens ein attraktivesund abwechslungsreiches Programmfür die ganze Familie.Zu den Höhepunkten zählen diegroße Einlaufparade am Donnerstag(16.00 Uhr) und die große Auslaufparadeam Sonntag mit jeweils mehr als300 Schiffen und Wasserfahrzeugenaus aller Welt. Beim einzigartigenSchlepperballett werden am Samstag,11. Mai (16 Uhr) 5.000 PS starke Hafenschlepperzu musikalischer Untermalungauf der Elbe Pirouetten drehen,und das große AIDA Feuerwerk wird amSamstag ab 22.30 Uhr den Himmel überdem Hafen in ein prächtiges Farbenmeerverwandeln.Segel setzenDie Windjammer stehen für Seefahrerromantikund Fernweh und gehörenseit jeher zu den beliebtesten Attraktionen.In diesem Jahr haben sich beeindruckendeGroßsegler aus allen Weltmeerenangekündigt. Zum ersten Maldabei ist die Gorch Fock, das Patenschiffder Hansestadt. Auch die russische ViermastbarkKruzenshtern, die russischeMir, die polnische Dar Młodzieбy, dasSegel-Kreuzfahrtschiff Star Flyer unddie Dreimastbark Alexander von HumboldtII kommen. Die weiteste Anreisehat das Segelschulschiff Cisne Branco,dessen Heimathafen Rio de Janeiro inBra silien ist. Wie die meisten anderenschwimmenden Gäste laden auch dieGroß segler zu einem Besuch an Bordein.■31


Das ThemaDie Renaissance der Sozialen MarktwirtschaftBundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker sagte auf einer Rede zumTag der deutschen Einheit, am 3. Oktober 1990: „Soziale Marktwirtschaftvollzieht sich nicht in Gesetzesbüchern, sondern im Denken und Handelnder Menschen“.Wie sehr der Altbundespräsident mitdieser Aussage Recht behalten hat, zeigtdie vielfältige Diskussion wirtschaftsundgesellschaftspolitischer Fragestellungenin diesen Tagen, beispielsweisezur Quotenfrage, zum Thema Mindestlohnoder auch zum wachsenden Fachkräftemangel.Die Soziale Marktwirtschaft bietetauf diese und weitere Fragen die passendenAntworten – wir müssen unsnur auf ihre Grundwerte besinnen. Freiheit,Leistung und Verantwortung sinddie Grundprinzipien jenes ordnungspolitischenModells, das unserem Landjahrzehntelang Wachstum und Wohlstandbeschert hat. Sie haben nicht nureine Renaissance verdient, wir müssensie sogar wieder stärker in den Fokusrücken, wenn wir unseren erarbeitetenWohlstand auf Dauer erhalten wollen.Freiheit ist der zentrale Grundgedankeder Sozialen Marktwirtschaft.Dabei muss die Idee der „Freiheit vomStaat“ einen klaren Vorrang vor der„Freiheit durch den Staat“ haben, dennnur in einem freien System kann sichLeistung frei entfalten und Wohlstandentstehen, der benötigt wird, um diesozialen Leistungen des Staates überhaupterbringen zu können. Schränktder Staat die individuelle Freiheit durchQuoten und andere regulierende Vorgabenein, sinkt auch die persönlicheLeistungsbereitschaft.Eine Gesellschaft ist darauf angewiesen,dass ihre Mitglieder zu Leis -tungen für sich selbst und auch fürandere motiviert sind. Für ihre Leis -tungen werden sie deshalb durch dieAbnehmer der Leistung angemessenentschädigt. Die Höhe der Entschädigungbestimmen der Markt sowie dieTarifautonomie zwischen Arbeitgeberund Arbeitnehmer. Ein durch den Staatgesetzlich festgelegter Mindestlohnverzerrt die Prinzipien von Freiheit undLeistung und ist deshalb abzulehnen.Ganz im Sinne Richard von Weizsäckers,liegt die Verantwortung fürden Erfolg der Sozialen Marktwirtschaftbei den handelnden Akteuren. Sie sindselbstverantwortlich für ihr individuellesHandeln. Der Wille zur Maximierungdes persönlichen Gewinn- und Nutzenstrebensim Rahmen des Leistungswettbewerbsist nicht nur ein Privileg,sondern auch verantwortungsvolle Aufgabedes einzelnen Bürgers. Dazu zähltauch die Verantwortung des lebenslangenLernens, um durch die eigenekontinuierliche Weiterbildung selbsteinen Beitrag zur Reduzierung desFachkräftemangels zu leisten.Verantwortungsbewusstes Unternehmertumwiederum erzeugt Vertrauen,und dieses Vertrauen ist fürwirtschaftliches Handeln genauso elementarwie bares Geld. Die Abwägungzwischen wirtschaftlicher Effizienz undsozialem Handeln stellt in Zeiten derGlobalisierung allerdings besondersjunge Unternehmer vor bislang unbekannteHerausforderungen. Dabei sindes die vielen Familienunternehmenhierzulande, die auch in Zeiten der Krisevorbildhaft auf die Grundwerte derSozialen Marktwirtschaft gesetzthaben. Durch angepasste ArbeitszeitundEntlohnungsmodelle zum Erhaltinländischer Arbeitsplätze haben dieUnternehmer Verantwortungsbewusstseingezeigt. Dort, wo der Markt versagteoder zu versagen drohte, unterstützeder Staat durch temporäre sozialeund arbeitsmarktpolitische Maßnahmen.So konnten Massenarbeitslosigkeitund Armut in Deutschland verhindertwerden.Insbesondere die jungen Politiker inBund und Ländern tragen nun in Zeitendes wirtschaftlichen Aufschwungsdie Verantwortung, auch unpopuläreEntscheidungen zu treffen und diesozialen und arbeitsmarktpolitischenMaßnahmen zurückzufahren. „FreiheitDirk Naumann zu GrünbergMitglied des HamburgerLandesvorstandes des WirtschaftsratesSein besonderes Interesse gilt denFamilienunternehmen, der Unternehmensnachfolgesowie der unternehmerischenFreiheit und Innovation. Erhat die gemeinnützige Stiftung JungeWirtschaft gegündet und ist unternehmrischtätig in eigenen sowieererbten Unternehmen, darunter dasBeteiligungs- und BergbauunternehmenGruenberg Mining + Industriesund die Grünberg’sche Forst- und Vermögensverwaltung.Von Beruf ist DirkNaumann zu Grünberg Rechtsanwaltin der Sozietät Naumann zu Grünberg& Partner, die sich auf Unternehmens -nachfolge, Stiftungen und Bildungkonzentriert.eMail des Autors:dn@naumann-law.devom Staat“ muss wieder in den Mittelpunktrücken, der Staat muss Unternehmernund Arbeitnehmern wiedervollständig die Eigenverantwortungzurückgeben.Der Wirtschaftsrat stellt sich derHerausforderung und wirbt gerade beijungen Unternehmern und Politikernfür die Werte der Sozialen Marktwirtschaft.Nach einigen wirtschaftlich turbulentenJahren mit stärkerem sozialstaatlichemEngagement verdienen dieWerte der Sozialen Marktwirtschaft –Freiheit, Leistung und Verantwortung– eine Renaissance, damit wir auch inZukunft unseren Wohlstand erhaltenkönnen.32 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


Berichte aus dem Jungen WirtschaftsratJUNGER WIRTSCHAFTSRATLandesvorstandswahl 2012im Übersee-ClubFreitag, 7. Dezember. Es ist 18.30 Uhr. Indiesen Minuten beginnt die diesjährigeMitgliederversammlung des HamburgerJungen Wirtschaftsrates imÜbersee-Club. Ich trage immer nochJeans und Turnschuhe und stelle fest:ich komme auf jeden Fall zu spät.Wir halten gerade noch einen Vortragüber unsere Firma vor rund 40 jungenMenschen an der Bucerius LawSchool. Den Termin hatten wir bereitsvor Monaten be stä tigt, Dresscode warausdrücklich „casu al“. So jedoch wohlnicht in den altehrwürdigen Räumlichkeitendes Übersee-Clubs an der Binnenalster.Ich rufe Thomas Scheffel an,seit dem Jungen Wirtschaftstag unserstellvertretender Bundesvorsitzender.Er sagt, dass noch eine halbe StundeZeit sei.Hauptpunkt der heutigen Tagesordnung:die Wahl des neuen Landesvorstandes.Und ich stehe schließlichauf der Kandidatenliste zur Wahl derBeisitzer. Also los. Gut, dass unser neuesBüro an der Esplanade liegt, undsomit auf halber Strecke zwischenHamburgs renommiertester Juristenschmiedeund dem Übersee-Club. Es liegenstets ein blauer und ein schwarzerAnzug für mich bereit. Ich entscheidemich für den blauen, die Krawatte bindeich im Laufen, Punkt 19.00 Uhr platzeich völlig außer Puste in den für unsweihnachtlich geschmückten Speisesaaldes Übersee-Clubs. Und passenderweisenatürlich just in die Rede vonGünter Wienes, der gerade jeden derzur Wahl stehenden Kandidaten umeine persönliche Vorstellung bittet. Gut,dass er mir zwei Minuten zum Luftholenge währt.Wer hat eigentlich Anteil daran,dass ich heute Abend hier bin? Die Fragekann ich mir auch im Nachhineinnicht mehr so richtig beantworten.Genauso wenig kann ich mich daranerinnern, wer mich damals, vor mittlerweilefast 17 Jahren zur Jungen Unionmitnahm. Damals, als ich noch imFlorian Eilken,der alte undneue Landes -vorsitzendeEmsland, in Haren an der Ems wohnte.Als das Wer als auch das Warum ziemlicheNebensächlichkeiten waren. Manwar einfach Mitglied der Jungen Union– wie alle anderen in unserem kleinenOrt auch. Damals – als aus FreundenFRAGEN AN EIN NEUES MITGLIEDTim AlbrechtJ.J. DARBOVENGmbH & Co. KGEinkauf RohkaffeeHerr Albrecht, warum sind Sie Mitgliedim Jungen Wirtschaftsrat geworden?Ehrenamtliche Arbeit ist für michselbstverständlich, und somit ist derJunge Wirtschaftsrat für mich die logischeKonsequenz aus meinem Interessefür Wirtschaft, Politik und Gesellschaftund meinem Wunsch, ebendiese Bereiche aktiv mit zu gestaltenund mich für die Gesellschaft zu enga -gieren.Welche inhaltlichen Themen möchtenSie als Mitglied des Jungen Wirtschaftsratesvorantreiben?Da ich selbst im Rohkaffeehandel tätigbin, sind für mich natürlich alleAußen handelsthemen besonders in -teressant. Aber auch die von uns impolitisch interessierte, politisch aktivejunge Menschen wurden.17 Jahre später stelle ich mir schonab und zu die Frage nach dem Warum.Wenn ich mich aber am heutigenAbend der Mitgliederversammlung imletzten Jahr durchgeführte Veranstaltungsreihe„Maritime Wirtschaft“passt da direkt rein. Zusehends relevantwerden meines Erachtens dieBereiche „Digitale Wirtschaft“ und„Nachhaltigkeit“ im weitesten Sinne.Sich hiermit zu beschäftigen wäresicherlich attraktiv und zeitgemäß,auch wenn es sich bei letzterem Themaum ein sehr schwammiges undschwer zu definierendes handelt. Aberauch an einer solchen Definition fürHamburg könnte man sich ja even -tuell ver suchen.Wie bewerten Sie die Gemeinschaftder Mitglieder untereinander?Die Mitglieder des JWR bilden in meinenAugen eine gute Gemeinschaft.Durch die gute Durchmischung dereinzelnen Branchen stellt diese auchein recht repräsentatives Bild der jungenHamburger Wirtschaft dar. Ichfühle mich persönlich im Kreise derMitglieder sehr wohl, unabhängigdavon, ob man sich nun zu einerinhaltsschweren oder einer lockerenNetworking-Veranstaltung trifft.Die Fragen stellte Florian Eilken33


Berichte aus dem Jungen WirtschaftsratJUNGER WIRTSCHAFTSRATÜbersee-Club um sehe, aus welchen Persönlichkeitender Junge Wirtschaftsratin Hamburg be steht, fällt mir die Antwortleicht. Über 30 junge, motivierte,gut ausgebildete und gut gelaunte Mitgliedersind anwesend. Eine Runde, beider es Freude macht, dabei zu sein. EineRunde, bei der es sinnvoll ist, sich einzubringen.Eine Runde, die es einemeinfach macht, po litisches Interesse,Bettina Nohe, Alexander Tebbe, Cathrin F. Sikor und Julia Bade (v.l.)wirtschaftliche Be lange und persönlichesEngagement zu verbinden.Bei seiner Ansprache und Jahresrückschaumerkt man unserem LandesvorsitzendenFlorian Eilken seineZufriedenheit über die vergangenen365 Tage an. Und vielleicht sogar einenge wissen – und soviel kann ich sagen– mehr als gerechtfertigten Stolz, denHamburger Landesverband des JungenChristian Bosseund Tim Albrecht(v.l.)Wirtschaftsrates zum Ende 2012 so er -folgreich und richtungsweisend aufgestelltzu haben.Ende der Vorstellungsrunde, GünterWienes ruft zur Abstimmung auf.Einstimmig wiedergewählt zum Landesvorsitzendenist Florian Eilken underhält so das klare Mandat, den eingeschlagenenWeg auch im Jahr 2013 fortzusetzen.Nach wie vor an seiner Seitestehen neben den bekannten GesichternThomas Scheffel und Tim Albrechtauch unser Landesvorsitzender der JungenUnion Hamburgs, Carsten Ovens.Die drei „Neuen“ im Landesvorstandsind Anja Halfkath, Jan Brorhilker undich. Im Anschluss an das Abend essengegen 22.00 Uhr auf unserer konstituierendenLandesvorstandssitzung ha -ben wir einstimmig Hauke Harderszum Beauftragten des Landesvorstandesgewählt. Somit sind wir komplett,und der offizielle Teil des Abends istvorüber.Der ganz besondere Dank desAbends gilt den ausscheidenden Mitgliedernaus dem Landesvorstand: Dr.Philipp Marx, Peer Ehnert, Cathrin Sikorund natürlich unserem ehemaligenBundesvorsitzenden Rene S. Spiegelberger.Ganz persönlich freue ich mich,Ihnen nachfolgen zu dürfen und bingespannt, wie die Arbeit im neuen Jahrauch für mich aussieht.Als ich mich für den heutigenAbend bei allen verabschiede, um ander Esplanade den blauen Anzug unddie Krawatte wieder ge gen Jeans undTurnschuhe zu tauschen, bin ich mirsicher, dass es auch den entgegengesetztenWeg gibt: dass aus politischGleichgesinnten auch Freunde werdenkönnen.Alexander TebbeKONTAKTUlf-Axel Herold,Burkhard D. Sommerund Daniel Stricker(v.l.)Für Ihre Fragen und Anregungenhaben wir immer ein offenes Ohr.Sprechen Sie uns gerne auf denVeranstaltungen an oder schreibenSie uns eine E-Mail:florian.eilken@googlemail.com34 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


Landesvorstand(von hinten links nach vorne):Carsten Ovens, Thomas Scheffel,Alexander Tebbe, Hauke Haders,Tim Albrecht, Florian Eilken,Jan Brorhilker (abwesend:Anja Halfkath)Neuer Landesvorstand Hamburg stellt sich vorFlorian Eilken, Technology ProductLeader bei Airbus Operations GmbH, istam 7. Dezember von den Mitgliederndes Jungen Wirtschaftsrates in Hamburgin seinem Amt als Vorsitzenderdes Jungen Wirtschaftsrats in Hamburgbestätigt worden. Als weitere Mitgliederdes Landesvorstandes des JungenWirtschaftsrates in Hamburg wurdengewählt: Tim Albrecht, Rohkaffee-Einkäufer bei der J.J.Darboven GmbH &Co. KG, Jan Brorhilker, Manager, Wirtschaftsprüferund Steuerberater beiWahl. In der ersten Vorstandssitzungwurde Tim Albrecht zum stellvertreten -den Landesvorsitzenden und HaukeHarders, Geschäftsführender Gesellschafterder C.A.R.D 2 . UG (haftungsbeschränkt),zum Beauftragten des Landesvorstandsgewählt. Der Vorstand hatsich für das Jahr 2013 als Leitthema„Junge Mobilität und Nachhaltigkeitin Handel und Verkehr“ gesetzt. Hinterdieser Überschrift verbergen sich neueMobilitätskonzepte der jungen Ge ne -ration sowohl im innerstädtischen alsFlorian Eilken Tim Albrecht Jan Brorhilker Anja Halfkathdem haben wir innerhalb des Vorstandseine Reorganisation durchgeführt, in -dem jeder Amtsträger verantwortlichfür ein bestimmtes Thema ist. TimAlbrecht wird das Thema Zusammenarbeitmit den norddeutschen Nachbarverbändendes JWR begleiten undübernimmt die Verantwortung derKoordination/Planung für Veranstaltungenmit Unterstützung durch HaukeHarders; Carsten Ovens ist verantwortlichfür unsere Pressearbeit, die wirverstärken möchten und müssen; AnjaHalfkath übernimmt die Koordinationder Texte für das Journal. Wir freuenuns auf Beiträge aus den eigenenReihen; Jan Brorhilker zeigt sich verantwortlichfür die Analyse der Mitgliederstrukturund der Mitglieder -erhaltung und -gewinnung; AlexanderTebbe wird die Ausarbeitung von in -halt lichen Themen übernehmen. Wirmöchten hier stärker Position zei genund auch durchsetzten; ThomasScheffel komplettiert den HamburgerLandesvorstand und ist als stellvertretenderBundesvorsitzender HamburgsSchnitt stelle nach Berlin / in den Bundesverband;Florian Eilken ist verant-Ernst & Young GmbH, Anja Halfkath,Fachgebietsleiterin Business Development& Controlling beim Shared Ser -vice Center der Deutschen LufthansaAG, Carsten Ovens, Generalsekretär derStiftung Junge Wirtschaft, ThomasScheffel tätig bei tekitConsult BonnGmbH (TÜV Saarland Gruppe) undAlexander Tebbe, GeschäftsführenderGesellschafter der Auerbach SchifffahrtGmbH & Co. KG. „Der Junge Wirtschafts -rat steht aktiv mit eigener Stimme fürwirtschaftliche und gesellschaftlicheVerantwortung, zudem ist der JungeWirtschaftsrat die zentrale Plattformfür junge Unternehmer und Führungskräfte“,sagte Florian Eilken nach seinerCarsten Ovens Thomas Scheffel Alexander Tebbe Hauke Hardersauch im Fernverkehr unter dem Ge -sichts punkt des ökonomischen undöko logischen Nutzens. Hieraus erfolgteine Überleitung zu ebendiesenSchwer punkten im stationären undelektronischen/mobilen Handel. Außerwortlichfür die Leitung und Koordinationdes Landesverbandes Hamburg.Wir freuen uns, mit Ihnen unser neuesLeitthema mit Leben zu füllen und sindimmer offen und dankbar für weitereAnregungen.Florian Eilken35


Neue Wirtschaftsrat InternetseiteEinladung in dieVIP-Lounge desWirtschaftsrates!Die VIP-Lounge ist der exklusiveOnline-Mitgliederbereich des Wirtschaftsrates.Hier erwarten Siestarke wirtschaftspolitische Inhalteund zahlreiche Mehrwerte – eingebettetin modernes Design undüber eine intuitive Navigationerreichbar.Wissenswerte Fakten – einPlus für MitgliederBereits über die Portalseite wird der nurfür Mitglieder zugängliche Bereich hervorgehoben.Nach dem Login werdenauf der persönlichen Startseite zu -nächst geschichtsträchtige Zitate vonLudwig Erhard, die auch heute nochGültigkeit beweisen, angeboten. InForm einer „Wussten Sie schon?“-Boxwird für aktuelle wirtschaftspolitischeThemen und Zusammenhänge sensibilisiert.Regelmäßig äußern sich zu -dem prominente Vertreter aus Politikund Wirtschaft zur Bedeutung derSozialen Marktwirtschaft.mationen in Themenboxen gebündelt.Zur Verfügung stehen alle aktuellenVeranstaltungstermine aus dem Bundund dem jeweiligen Landesverband.Bereits erfolgte Anmeldungen jedesMitgliedes werden ebenso angezeigt,wie wissenswerte Materialien je nachindividuellen Interessenschwerpunktenund Landesverbandszugehörigkeit.Zudem besteht die Möglichkeit, dieseInhalte auf der Startseite individuellanzuordnen. So können die einzelnenThemenboxen über die Pfeile ver -kleinert oder mit Hilfe des Steuerkreu-Aktive Themenboxen – einfachund individuell anpassbarAuf einen Blick werden auf der persönlichenStartseite alle relevanten Inforzesan andere Positionen verschobenwerden.Exklusive Materialien – dieFachgremien stellen sich vorEine Besonderheit stellen die unter„Meine Fachgremien“ direkt auf derStartseite der VIP-Lounge abgebildetenKommissionsmaterialien dar. Je nachZugehörigkeit zu einer der Bundesfach -kommissionen bzw. -arbeitsgruppenerhalten Mitglieder direkten Zugang zuHintergrundmaterialien. Auch Mitglieder,die keinem Gremium angehören,können sich mit dem Engagement dereinzelnen Gremien vertraut machen.Die Landesfachkommissionen präsentierenhier ebenfalls ihre Arbeitser -gebnisse.Aktuelle Veranstaltungen – übersichtlichesAngebot für Mitglieder!Die VIP-Lounge ermöglicht jedem Mitgliedeinen Überblick zu den bundesweitenund landesspezifischen Veranstaltungshöhepunktenmit detailliertenInformationen, wie die Suche überGoogle-Maps. Bereits erfolgte Anmeldungenwerden auch auf der Startseitein der Box „Meine Anmeldungen“immer aktuell angezeigt.36 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


Interessante Mitgliederinforma -tionen – Dokumente aus Bund undLändern abrufenDer Wirtschaftsrat stellt seinen Mitgliedernin der VIP-Lounge regelmäßigexklusive Informationen bereit. Hierzuzählen aktuelle Ergebnisse aus Mitgliederumfragenund Themensammlungenzu wirtschaftspolitischen Hintergründensowie aktive Kampagnematerialien.Aktives Ehrenamt – sich als MitgliedeinbringenÜber den Navigationspunkt „Ehrenamt“gelangt man zur speziell für Funktions -träger bereitgestellten Ehrenamts -datenbank. Hier erhalten PräsidiumsundBundesvorstandsmitglieder sowieLandesvorstände und Sektionssprecherdie Möglichkeit, Informationen zu Wirtschaftsratsmitgliedern,Neueintritten,etc. einzusehen, die sie bei Ihrem Engagementfür den Verband unterstützen.Persönliches Profil – die eigenenDaten tagesaktuell steuernJedes Mitglied kann in seinem persönlichenProfil individuelle Interessensge -biete angeben. Darüber hinaus werdenjedem Mitglied im Profil die wichtigs -ten beim Wirtschaftsrat hinterlegtenDaten angezeigt. Diese können über einKontaktformular unkompliziert angepasstwerden. Selbstverständlich wirdder Wirtschaftsrat auch dem Datenschutzgerecht und ermöglicht denMitgliedern, die Veröffentlichung derpersonenbezogenen Daten in Mitglieder-und Teilnehmerverzeichnissen an -zupassen.Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen,die VIP-Lounge mit ihren zahlreichenMehrwerten für sich zu entdecken.Die Angebote der Plattformwerden weiterhin zielgerichtet ausgebaut.Haben Sie Fragen zum Login? Ihre Landesgeschäftsstellesteht Ihnen gerne fürAuskünfte zur Verfügung!Christopher UibeleisenBeauftragter des GeneralsekretärsHauptreferent Mitgliederbindung undKommunikationAlbert DarbovenAlbert Darboven, Inhaber und Ge -schäftsführer des Hamburger KaffeeunternehmensJ. J. Darboven und Mitglieddes Landesvorstandes, zeichnetauch in diesem Jahr Unternehmerinnenmit einer wegweisenden underfolgversprechenden Gründungsideeaus. Kriterien sind die Neuigkeit derGeschäftsidee, der bereits erzielte bzw.zu erwartende unternehmerischeErfolg, das persönliche Engagementder Gründerin und die Anzahl dergeschaffenen bzw. zu erwartendenWelt-Entscheider gesuchtDie TageszeitungDIE WELT sucht Top-Entscheiderder deutschen Wirtschaft,um sie zu wirtschaftspolitischen undunternehmerischen Themen zu befragen.Als Dankeschön erhalten die Entscheiderkostenfrei ein Abonnementder Tageszeitung DIE Welt von Montagbis Freitag an eine Adresse ihrerWahl. Wer seine Einschätzungen zuPolitik und Wirtschaft der WELTmitteilen möchte, kann sich unterDarbovenIdee-Förderpreis 2013Arbeitsplätze. „Die Verleihung desDarboven Idee-Förderpreises belegtjedes Mal, wie viele hochengagierteweibliche Gründerpersönlichkeiten esin Deutschland gibt. Diese Frauenmöchte ich unterstützen und ihnenMut machen auf dem Weg in dieSelbständigkeit“, sagt Darboven. Fürdas Jahr 2013 freuen sich Jury und Stiftungauf Bewerbungen aus demsozialen Bereich sowie Gründerinnenmit einem Migrationshintergrund.Den Darboven Idee-Förderpreis gibtes seit 1997. Er wird alle zwei Jahre vergeben.Teilnahmeberechtigt sind Existenzgründerinnenund Jungunternehmerinnen,die nicht länger als dreiJahre selbständig sind. Bewerbungsunterlagengibt es im Internet unterwww.darboven.com. Die Preisverleihungfindet im November statt.CAwww.WELT-Entscheiderpanel.de einfachanmelden. Ab dem nächstenMonatsersten kommt dann das Zeitungsabofrei Haus. Der Aufwand istüberschaubar: Pro Monat lädt DIEWELT zu einer Befragung ein, die circa15 Minuten Zeit beansprucht. WerdenSie Mitglied im WELT-Entscheiderpanelund sagen Sie der WELT IhreMeinung!Roland HeintzeGeschäftsführender GesellschafterFaktenkontor GmbH37


Neues aus dem LandesverbandINFOS AUS DER LANDESGESCHÄFTSSTELLE HAMBURGIM ÜBRIGEN ...... wird unsere langjährige Referentin,Frau Dr. Christina Arndt, uns leider verlassen.Wir wünschen ihr alles Gute,Gesundheit und Erfolg.... geht unsere beliebte Veranstaltungsreihe„WR im Dialog“ in einelängere Pause. Im März, April und Maifällt der erste Montag im Monat in dieFerienzeit oder auf einen Feiertag.Der nächste „WR im Dialog“ findet am2. September statt. Dann treffen wir unswieder am ersten Montag im Monat inder Bar des Hotel Atlantic und diskutierenin informeller Runde Themen,die uns bewegen. Mit von der Partiewerden wieder Bürgerschaftsabgeordneteund Mitglieder des Vorstandes desLandesverbandes Hamburg sein.... bietet der Norddeutsche Wirtschafts -tag (NWT) am 25. und 26. April inBremerhaven Ihnen die Möglichkeit,sich Ihren Kunden zu präsentieren undneue Kunden zu gewinnen. Rufen Sieuns an.... können Sie Ihr Unternehmen ebenfallsin der sechsten Studie der LandesfachkommissionITK präsentieren, dieim zweiten Halbjahr erscheinen wird.Nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf.... wird unser Golfturnier um den ErnstWerdermann Wanderpokal in diesemJahr am Montag, den 3. Juni auf derAnlage des Hamburger Golf Club Falkensteinausgetragen.Conrad SeiffertLandesgeschäftsführerWIR BEGRÜSSEN ALS NEUE MITGLIEDER IN DENLANDESVERBÄNDEN HAMBURG UND SCHLESWIG-HOLSTEINTraute BährGeschäftsführerin / InhaberinBÄHR FinanzkonzepteRobert GärtnerCEO / Vorsitzender des VorstandesINTERSCHALT Maritime Systems AGPeter HertzogSenior Project ManagerMIKS Konzepte GmbHDr. Henrik KirchhoffRechtsanwaltGSK Stockmann + KollegenRalph-J. KnoessGeschäftsführerUM&K GmbHErich MarquartMarkus NeumannSenior Client Service ManagerMIKS Konzepte GmbHDr. Uwe NickelGeschäftsführerHaltermann Holding GmbHMargret SeidelInhaberinSuccess MediationCord SürieStellvertretender Leiter derNiederlassung HamburgSal. Oppenheim jr. & Cie.AG & Co. KGaAJörg BoldtDirector Finance HR – IT & ProjectsDanfoss Silicon Power GmbHFlensburgJan-Christoph BorkensteinGeschäftsführerTHE BRAID UGKielWasilij GeistGeschäftsführerEastfields e.V.BerlinDr. Martin GrundmannGeschäftsführerARGE Netz GmbH & Co. KGBreklumMichael HeilVorstandttp AG – SteuerberatungsgesellschaftFlensburgMartin KundeGesellschafterPlansecur ManagementGmbH & Co. KGLübeckTobias LooseSenior Supply Chain ManagerLufthansa Technik AGHamburgAlexander MöllerGeschäftsführerAutokraft GmbHKielKarl Graf zu ReventlouEastfields e.V.BerlinMarcus RostGeschäftsführender GesellschafterMedienland GmbHStrandeStefan RungeFirmenkundenbetreuung HolsteinUniCredit Bank AGLübeck38 Landesverband Hamburg | Ausgabe März 2013


Vorschau Landesverband HamburgBITTE VORMERKEN:VERANSTALTUNGSVORSCHAU25. und 26. April 20134. Norddeutscher Wirtschaftstagin BremerhavenVERANSTALTUNGEN27. März 2013 – Mitgliederversammlung3. Juni 2013GolfturnierFoto: Atlantic Hotel Sail City4. April 2013Giovanni di LorenzoChefredakteurDie Zeit11. April 2013Ole von BeustBürgermeister a.D.25. und 26. April 20134. Norddeutscher Wirtschaftstag (NWT) in Bremerhaven24. Mai 2013Dr. Rüdiger GrubeVorsitzender des VorstandesDeutsche Bahn AGFoto: Werner BartschPOLITISCHES FRÜHSTÜCK25. Juni 2013WirtschaftstagBerlin19. März 2013Dr. jur. Nicholas Ziegert L.L.M. (New York University),Relationship Management „Junge Unternehmer“,M.M. Warburg & CO KGaA9. April 2012Jochen HomannPräsidentBundesnetzagentur für Elektrizität, Gas,Telekommunikation, Post und Eisenbahnen14. Mai 2013Dirk MüllerGeschäftsführerFinanzethos GmbHNachlese13. Juni 2013Torsten HinrichsManaging Director, Head of Northern Europe andEmerging Markets, Standard & Poor’s Credit MarketServices Europe LimitedJean Paul„Das Ziel muss man früherkennen als die Bahn.“JOUR FIXE (nur für Mitglieder)18. April, 16. Mai, 20. Juni 2013WR IM DIALOGDer nächste WR im Dialog findet am 2. September 2013 stattWR VOR ORT17. April 2013Hans-Günter BörgmannGeschäftsführerIron Mountain Deutschland GmbHÄnderungen vorbehalten39


PR-Berichte – Bauen in HambrugNeu in Hamburgs Altstadt:Burstah LOFTSEin Grundstück für eine neue Projektentwicklungin der HamburgerInnenstadt zu erwerben, ist eineselten gewordene Gelegenheit. Sa -lopp gesagt, so rar wie ein kos ten -freier Parkplatz in dieser Lage. DieFRANKONIA hatte eine solcheChance und baut am Großen Burstah18 bis 34 zwei miteinanderkorrespondierende Objekte.Mitten im historischen Nikolaiviertel,südlich von Jungfernstieg und Mönckebergstraße,direkt hinter Rathaus, Handelskammerund Börse, werden 100Millionen Euro in ein Wohn- und Ge -schäftshaus investiert, das drei zentraleAspekte des Lebens gekonnt miteinandervereint: Arbeiten, Wohnen undFreizeit.Wo früher Mitarbeiter der DeutschenBank in einem 70er-Jahre-Ge -bäude ihre Büros hatten, baut dieFRANKONIA bis Mitte 2014 einen siebengeschossigenNeubau. In seinerhalb runden Formgebung passt er sichdem Lauf eines alten Alsterkanals an.Wohnen und Arbeiten in Hamburgs Altstadt, Großer BurstahMit den „Burstah OFFICES und LOFTS“werden knapp 15.000 qm Büroflächeund 1.500 qm Einzelhandels- und Ge -wer beflächen geschaffen. Es werdenmehr als 100 Tiefgaragenstellplätzeerstellt und 24 Loft Wohnungen entstehenim Business-Herzen der Hansestadt.Um den Standort herum er -gänzen historische Kontorhäuser einstilvolles Ambiente.Das Wohnhaus haben die HamburgerMRLV Architekten Markovic RonaiVoss entworfen. Es ist eine zeitgemäßeInterpretation des fließenden Loftde -signs und hebt die liberale Lebens- undWohnform auf ein in Hamburg bishernicht gekanntes Niveau: Denn mit demHaus der MRLV Architekten entstehenerstmalig Wohnlofts als komfortablerNeubau in der Hansestadt. Der metropolitane,moderne Wohnungstyp passthervorragend zur urbanen Lage desObjektes. Es sind Wohnungen wie mansie auch in New York-Manhattan findenkönnte. Die künftigen Eigentümerhaben hier nahezu unendliche räumlicheFreiheit. Im Prinzip könnten siesogar ganz ohne Wände leben. Lediglichin der Wohnungsmitte befindetsich ein feststehender Kubus, in demsich ein Bad und ein Teil der Küche verstecken.Die insgesamt 24 Loft-Wohnungenerstrecken sich über Wohnflächen von90 bis 190 Quadratmeter. Die innenarchitektonischeGestaltung ist auf demneusten Stand bis ins Letzte durch -gestylt. Keine Frage, die Lofts stechenaus der Norm. Die Nachfrage ist entsprechendgroß: Rund 50 Prozent derWohnungen sind seit Verkaufsstart imDezember 2012 sofort vergeben. AttraktiveWohnimmobilien im innerstädtischenNikolaiviertel haben absolutenSeltenheitswert in der boomenden Elbmetropole,wo der Trend genau, wiein anderen deutschen Großstädten„zurück in die City“, heißt. ■Wege zur Neuen StadtEs ist soweit: Die IBA Hamburg, ersteInternationale Bauausstellung in derGeschichte der Hansestadt, feiert 2013ihr Präsentationsjahr. Mit einem vielfältigenProgramm rund um ihre 60Projekte zeigt die IBA Hamburg, wie dernotwendige energetische, soziale undstädtebauliche Umbau der Stadt des21. Jahrhunderts gelingen kann.Der dynamische und abstrahierte Mensch versinnbildlichtdas Konzept Sprung über die Elbe, das zumBeispiel mit Hamburgs Groß projekten, der HamburgerIBA und der internationalen gartenschau igsmehr Menschen in den Süden Hamburgs locken soll.Von der Eröffnung Ende März biszum 3. November lädt die IBA Hamburgzu zahlreichen Veranstaltungen ein:Täg liche Touren- und Besichtigungsprogramme,Ausstellungen sowie Fachtagungenund Kongressen bieten dieChance, die IBA- Projekte und den siebenjährigenIBA-Prozess persönlich zuentdecken. Wie kann man Wachstumund Nachhaltigkeit verbinden? Wiekann die klimaverträgliche Zukunft vonMetropolen aussehen? Die Elbinselnals Modellfall klimaneutraler Stadtentwicklung:Lokale Balance von Energieverbrauchund regenerativer Ener -gieerzeugung als Ziel: Stadt im Klimawandel!Ein Reiseführer (8,95 Euro) zu denElbinseln und zu den Projekten der IBAHamburg stellt alle IBAProjekte vor, liefertServiceinformationen und enthältTourenvorschläge, um die Elbinseln aufeigene Faust zu entdecken. Der IBAHamburg-Newsletter www.iba-hamburg.de/newsletterinformiert überalles Laufende und über aktuelle Veranstaltungenim Präsentationsjahr. ■40


Landesverband Schleswig-HolsteinSchulpolitik in Schleswig-Holsteinspaltet die GesellschaftDeutschland steht ein Lagerwahlkampf bevorDr. Philipp MurmannLandesvorsitzender Schleswig-HolsteinDer Ausgang der Niedersachsenwahlzeigt eines ganz deutlich:Deutschland steht im Hinblick auf dieBundestagswahl im September ein echterLagerwahlkampf bevor, dessen Ausgangtrotz der enormen Popularität derBundeskanzlerin noch offen ist. Jedenfallshat in Niedersachsen ein anerkannterfolgreicher und beliebter Ministerpräsidentgegen einen eher unbekanntenSpitzenkandidaten der SPD dieRegierungsmehrheit eingebüßt. Dabeiist jetzt schon erkennbar, daß die SPDauf der Bundesebene die Erbschaftssteuerändern und eine Vermögenssteuereinführen möchte, die als Substanzsteuerzuvorderst den deutschenfamiliengeführten Mittelstand treffenwird. Dies kommt einer Enteignung vonmittelständischem Betriebsvermögengleich, das für Investitionen dringendgebraucht wird. Große Konzerne hingegenhaben international hinreichendeMöglichkeiten, nominellen steuerlichenBelastungen auszuweichen.In Schleswig-Holstein verdichten sichzudem die Signale, daß man die SchulundHochschulstruktur radikal ein -ebnen möchte. Neben einem Querversetzungsverbotfür die Gymnasien undeinem generellen Verbot von Klassenwiederholungenfür überforderteSchüler soll die schulartendifferenzierteLehrerausbildung aufgelöst werden.Zudem sollen Fachhochschulen Promotionsrechtewie Universitäten erhalten.Mit der Abschaffung lang bewährterDifferenzierungen in unserem Bildungssystemwütet eine ideologischeAxt an den Wurzeln unseres Wirtschafts-und Wissenschaftsstandortes.Daß eine solche Bildungspolitik durchalle drei Regierungsfraktionen mitgetragenwird, zeigt deutlich, wie fundamentalunterschiedlich die Ziele derbeiden Lager in der Bildungspolitiktatsächlich auseinander liegen. Vor diesemHintergrund kann man es nurbegrüßen, wenn sich die Signale jetztverdichten, daß das Landesverfassungsgerichtdie Befreiung des SüdschleswigschenWählerverband von derFünf-Prozent-Klausel nur für eines derdrei zugestandenen Mandate anerkennenkann. In jedem Fall muß es fürunseren Wirtschaftsstandort darumgehen, den bildungspolitischen Irrweghin zu einer Einheitsausbildung wiederzu beenden.Neben der Bildungspolitik steht fürunseren Landesverband in den nächstenMonaten die Energiewende imMittelpunkt. Die Vorschläge des Bundesumweltministersum eine Begrenzungder zukünftigen Energiezusatzkostenhaben wichtige Impulse ge ge -ben. Nach der abgeschlossenen Be -standsaufnahme unserer Landesfachkommissionwird es jetzt darum gehen,Schleswig-Holstein als Wirtschafts- undals Energiestandort im Zuge der Energiewendewettbewerbsfähig zu halten.Hier gilt es, neben den InteressenSchleswig-Holsteins auch den deutschenund den europäischen Rahmenzu beachten, wenn wir am Ende imErgebnis weltweit ein erfolg reichesVorbild darstellen möchten.Dr. Philipp MurmannAusgabe März 2013 | Landesverband Schleswig-Holstein 41


InterviewWenn wir konsolidieren müssen undinvestieren wollen, brauchen wir Wachstum.Sendet die neue Landesregierungzur A 20 und dem Nord-Ostsee-Kanalschon richtige Signale?Die Landesregierung ist sich der Bedeutungder A 20 auch für die westlichenLandesteile bewußt. Sie wird daher dieerforderlichen Schritte ergreifen, die füreine nachhaltige Infrastrukturplanungin diesem Raum erforderlich sind. Hierzuwerden vom Land erhebliche Planungsmittelbereitgestellt. Neben derFestlegung, die den Bau der A 20 in dieserLegislaturperiode bis zu A 7 möglichmacht, werden die Planfeststellungsverfahrenim Zuge der A 20 bis über dieElbe mit Hochdruck zu Ende gebracht.Das heißt: Nach wie vor laufen die Planungenfür die gesamte A 20 in Schleswig-Holstein– und das ist ein gutes Signalund deutlich mehr, als unsere Vorgängergeleistet haben.Und der Kanal ist doch eine Bundeswasserstraßefür den internationalenVerkehr ...Unter den Vorgängerregierungen sindin sieben Jahren nicht einmal 20 KilometerAutobahn gebaut worden. Wirwollen in fünf Jahren gut 30 Kilometerfertigstellen, also insgesamt ein sehrambitioniertes Vorhaben.Beim dringend erforderlichen Ausbaudes Nord-Ostsee-Kanals unterstützenwir die maritime Wirtschaft undsetzen uns gemeinsam gegenüber demBund für die dringend erforderlicheSanierung ein. Wir fordern daher vomBund ein milliardenschweres Sonderprogrammzur Modernisierung. Überein Jahrzehnt lang müssen 120 MillionenEuro jährlich investiert werden, umDr. Bertram Zitscher,Landesgeschäftsführer desWirtschaftsrates Schleswig-Holstein, im Gesprächmit Torsten Albig, Ministerpräsidentdes LandesSchleswig-Holstein, über dieZielsetzungen für das Landden Sanierungsstau von mehr als einerMilliarde Euro aufzulösen und aus demschon an ein Industriemuseum erinnerndenKanal wieder eine funktionierendeInfrastruktur zu machen. Mo -mentan stockt der Verkehr häufig. Dassummiert sich zu horrenden volkswirtschaftlichenSchäden. Die Sanierungsmittelsollen genutzt werden, um dieSchleusen zu modernisieren, in Brunsbütteleine weitere zu bauen, den Kanalzu vertiefen und die Kanalstrecke zwischenKiel und Rendsburg zu begradigen.Der Kanal ist keine regionale Angelegenheit.Wenn er nicht modernisiertwird, schadet das dem HamburgerHafen und unter dem Strich ganzDeutschland. Denn auch Bayern hatetwas davon, daß Güter schnell undsicher durch den Nord-Ostsee-Kanaltransportiert werden können.Als Land mit wachsender Windenergiesteigen auch die Potentiale von Strommengen,die über die Netze nicht abgenommenwerden können. Wie machenwir Schleswig-Holstein zum Leitmarktfür Stromspeichertechniken?Derzeit werden alle Speichermöglichkeitenin Schleswig-Holstein verfolgt.Bei nahezu allen Speicherformen be -steht ein erheblicher Forschungs- undEntwicklungsbedarf. Für Schleswig-Holsteinsind bereits Projekte angemeldetworden. Auf der Insel Pellworm wird dieEnergieversorgung mit Hilfe von SmartGrid und Redox Flow-Speicher verfolgt.Das Projekt wird von der E.ON organisiert.Das Unternehmen BeBa Energieverfolgt die Wind-Wasserstoffspei -cherung am Demonstrationsstandortin Hemmingstedt. Das UnternehmenHOLCIM und die E.ON AG verfolgen dieNachnutzung der Kreidegruben inLägerdorf für ein Pumpspeicherwerk.Untersuchungen hierzu liegen bereitsvor. Festzustellen ist hierbei jedoch, daßdie ökonomischen Rahmenbedingungenfür eine Projektierung derzeitungünstig sind. In Braderup wird durchdie ARGE Netz auch die Redox Flowgemeinsam mit der Fraunhofer Gesellschaftverfolgt.Lebenselexier für einen Standort ist eineeffektive Nachwuchsförderung. Die Bildungsministerinhat beim Unterrichtsausfallein aktuelles Defizit von über1.000 Lehrerstellen festgestellt. Wieschnell können wir die Lücke schließen?Wir geben den Schulen 300 Lehrerstellenmit dem Haushalt 2013 zurück. Bis2020 belassen wir die Hälfte der demographischenRendite im System. Das isthaushaltspolitisch ein großer Kraftaktund ein klares Bekenntnis zum SchwerpunktBildung.Die Anforderungen an unsere Lehr -kräfte werden in Zukunft weiter steigen.Um dem zu begegnen, brauchen wireher mehr als weniger DifferenzierungLandesfachkommissionBildung und WirtschaftUlrich WiethaupKommissionsleiterÜber zwanzig Führungskräfte aus der schleswigholsteinischenBildungs- und Unternehmenslandschafthaben in unserer letzten Sitzung am11. Februar 2013 ihre tiefe Besorgnis über die neueSchulpolitik der Landesregierung zum Ausdruckgebracht. Wer bislang vielleicht die Hoffnunghatte, daß mit der Umstellung von einemdrei- auf ein zweigliedriges allgemeinbildendesSchulsystem die aufreibende Schulstrukturdebattebeendet werden kann und lagerübergreifendendlich die drängenden Probleme angepacktwerden können, sieht sich grob getäuscht.Im Gegenteil: Die neue Landesregierung holtgezielt aus, um die Gymnasien gleichzuschaltenund die Beruflichen Gymnasien zu schwächen.Folgende Maßnahmen sind dazu angekündigtworden:42 Landesverband Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


ei der Lehrerausbildung. Gehen diederzeitigen Signale der Landesregierunghierzu nicht genau in die falscheRichtung?Wir setzen bei den allgemeinbildendenSchulen auf das Zweisäulenmodell vonGymnasien und Gemeinschaftsschulen.Zudem gibt es die beruflichen Schuleneinschließlich der Möglichkeit, dort dieallgemeine Hochschulreife zu erlangen.Wir wollen, daß die Lehrerausbildungder Entwicklung der Schullandschaftfolgt und setzen auf eine Sekundarlehrerausbildung.Die Sekundarlehrkräftesollen sowohl an Gymnasien wie auchan Gemeinschaftsschulen eingesetztwerden.Wir haben bei der Lehrerausbildungin Flensburg das Phänomen, daß praktischjeder Studieneinschreiber am Endesein Examen erhält und als Lehrer vomLand übernommen wird. Was sindIhre Vorstellungen einer vernünftigenEignungs- und Qualitätsauslese?Die fachliche Ausbildung des Sekundar -lehrers orientiert sich an dem hohenNiveau der ehemaligen gymnasialenLehrerbildung. Die Ausbildung enthältaber darüber hinaus mehr praktischeund didaktische Anteile, und zwar vonBeginn des Studiums an.Wir wollen eine starke Lehrerausbildungan beiden Universitäten in Kielund in Flensburg entwickeln. DasThema Lehrerausbildung ist Teil desDialogprozesses der Landesregierung;dazu gehören Bildungs konferenzenund Arbeitskreise sowie direkte Ge -spräche mit den beteiligten Hochschulen.Die Ergebnisse des „Bildungsdialogs“fließen in die zukünftige Lehrerbildungein.Wenn man sich den vorliegenden Entwurfzum Tariftreue- und Vergabe -gesetz und die Ankündigung eineslandeseigenen Klimagesetzes anschaut,wird einem angst und bange angesichtsder Bürokratie und Rechtsunsicherheiten.Werden das nur Papiertiger?Der Gesetzentwurf zum Tariftreuegesetzstammt aus dem Parlament. Daherist es nicht richtig, Details vor der ausstehendenAuswertung der Anhörungenzu diskutieren. Ich halte aber Änderungendes Entwurfes für wahrscheinlich.Wir können und müssen es uns alsLand leisten, unsere Auftragnehmerund deren Mitarbeiter auf dem Bau■ Die Schulartenempfehlung, die bisher Haupt -schulempfohlenen den Zugang zum Gymnasiumverwehrt hat, wird aufgehoben.■ Klassenwiederholungen oder Querversetzungenvon leistungsschwachen Schülern sindzukünftig grundsätzlich verboten.■ Gemeinschaftsschulen erhalten schrittweiseOberstufen.■ Die gymnasiale Lehrerausbildung wird durcheine klassenstufenbezogene schulartübergreifendersetzt.Damit werden die grundlegenden Unterschiedezwischen den Gymnasien und den Gemeinschaftsschulenbeseitigt. Während allerdings dieGründung von integrierten Gesamtschulen alsseinerzeit von gleicher Seite politisch gezieltprivilegierter Schultyp immerhin über dreißigJahre zur Verdrängung der Hauptschulen inSchleswig-Holstein gebraucht hat, könnte derNiedergang der Gymnasien jetzt deutlich zügigervonstatten gehen, denn diese haben imWettbewerb der Schularten zwei spürbare Nachteilezu verkraften:■ Gemeinschaftsschulen sind Wunschkind derneuen Landesregierung, was fortgesetzte Privilegienbei Personal- und Ausstattungsentscheidungenauf Kosten der übrigen Schulen erwartenläßt.■ Die meisten Gymnasien bieten den Schülernnur zwölf Jahre bis zum Abitur an und verlangenihnen damit erkennbar größere Anstrengungenab, was bei der Schulwahl zu einemUmschwung zugunsten des 13-jährigen Angebotsder Gemeinschaftsschulen führen könnte.Mit den Schülerzahlen erodieren schnell auchWirtschaftlichkeit, Finanzierungsgrundlage undschließlich das Image der Gymnasien.Die systematische Aushöhlung der seitGenerationen bewährten Gymnasien und dieSchwächung der bei der Wirtschaft sehr angesehenenBeruflichen Gymnasien durch die Gründungvon Oberstufen an Gemeinschaftsschulengefährden nach Auffassung der Kommissionnicht nur die Zukunft Schleswig-Holsteins alsrenommierten Wissenschaftsstandort, sonderntreffen die ansässigen Unternehmen, die existentiellauf eine erfolgreiche Ausbildung desstudierfähigen Nachwuchses angewiesen sind.Hier würden mit hohem finanziellen und personellenAufwand Doppelstrukturen geschaffenstatt die bewährten qualitativ hochwertigen Bildungsangeboteauszubauen.und anderswo anständig und fair zubezahlen. Deshalb bemühen wir uns,Dumpinglöhnen in Schleswig-Holsteinkünftig keinen Raum mehr zu geben.Auch das Thema Nachhaltigkeit ist inaller Munde. Wir wollen Taten folgenlassen und soziale und ökologische Kriterienzu einem gewichtigen Maßstabbei Beschaffungen der öffentlichenHand machen. Nicht zuletzt sollte es fürjeden Rechtsstaat eine Selbstverständlichkeitsein, bei Anschaffungen nachMöglichkeit auszuschließen, daß Produkteaus Kinder- oder Sklavenarbeitherrühren. Eckpunkte für ein Klimaschutzgesetzwerden wir 2014 vorlegen.Wir haben weder Interesse an mehrBürokratie noch an Papiertigern undwerden zunächst die Klimaschutzgesetzeanderer Bundesländer daraufauswerten, welche Regelungen sichdort bewähren.Was erwarten Sie von unserem Verbandzur gemeinsamen Verwirklichung einesnachhaltigen Wachstumspfads?Die Landesregierung unterstützt dieschleswig-holsteinische Wirtschaft beider Entwicklung und dem Ausbau neuer,umweltfreundlicher Technologienund Produktionsmethoden.Wir haben dabei insbesondere auchdie industriellen Kerne des Landes starkim Blick – etwa in der maritimen Wirtschaft,der chemischen Industrie, derLebensmittelindustrie, der Schienenfahrzeugtechnikoder bei den erneuerbarenEnergien.Wir setzen dabei auf eine Wirtschaftspolitik,die technologische, ökologischeund – das muß sich keines -falls ausschließen, sondern ergänzt sich– soziale Innovationen voranbringt.Da bei steht für uns in den nächstenJah ren der Ausbau der erneuerbarenEnergien in einem besonderen Fokus.Konkret bedeutet das den Aufbau effizienterund intelligenter Stromnetze,die Vernetzung von Unternehmen inForschung und Produktion, die Schaffunggünstiger Rahmenbedingungeninbesondere für mittelständische Un -ternehmen und für Arbeitnehmerinnenund Arbeitnehmer. Wir freuen unsauf diesem Weg über jede kritischeBegleitung und Unterstützung. Das giltauch für den Wirtschaftsrat.43


Abendgespräch des Jungen Wirtschaftsrates am 19.12.2012 im Astor Hotel KielPointierter Rückblick aufsieben Jahre LandesregierungWeihnachtlich-besinnlich sollte die Stimmung sein – und sie war es auch.Denn die europäische Finanzkrise, die Verschuldung der öffentlichenHaushalte in Deutschland und die ungelösten finanziellen Fragen derEnergiewende lassen die jungen Unternehmer und Manager, die sich im„Jungen Wirtschaftsrat“ engagiert haben, alles andere als kalt.v.l. Benjamin Bhatti, Ex-MinisterpräsidentPeter Harry Carstensen, Dag Klevelandund Alexander Kropp (Landesvorsitzenderdes Jungen Wirtschaftsrates)Empfehlung für den Jungen WirtscFünf Tage vor Weihnachten trafen siesich im Kieler Hotel „Astor“ zu einernachdenklichen Diskussionsrunde mitPeter Harry Carstensen. Der CDU-Politiker,der nach sieben Jahren als Ministerpräsidentin Schleswig-Holsteinnicht zur Wiederwahl antrat, zog eineBilanz dieser Zeit und entwarf Perspektivenfür die Zukunft. Dabei ließ erkeinen Zweifel daran, daß Politikerkeine Alleskönner sind. Die schwerefinanzielle und gesellschaftliche Krise,in der dieses Land steckt, sei, wennüberhaupt, nur über einen Zeitraumvon Jahrzehnten zu lösen.Die – knapp – verlorene Landtagswahlführte Carstensen auch auf dieEntschlossenheit der schwarzgelbenVorgängerregierung zurück, mit einemKraftakt in die Konsolidierung undanschließende Entschuldung des Landeshaushalteinzusteigen. Die WählerAlt-Ministerpräsident zeigt den Chart seinererfolgreichen HaushaltskonsolidierungspolitikSchleswig-HolsteinsJunger Wirtschaftsratzu Gast imAstor Hotel in Kiel„Häufig hilft in der Politik Adam Riese!“,so lautete die Botschaft von Peter HarryCarstensen Politiker an den Jungen Wirtschaftsrat.So hätte sich eine vehementeBürgerinitiative zugunsten des Erhaltseiner Grundschule auf der Insel Sylt schnellerledigt, als klar wurde, daß die Schuledemographisch bedingt nur für eine Handvollvon Kindern genutzt werden würde.Aufgabe des Jungen Wirtschaftsrates müs-44 Landesverband Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


Vollblutunternehmer undMehrheits aktionär der nordic hotels AGDag Kleveland aus Norwegen:„Im Gegensatz zu den meisten fandenwir den deutschen Hotelmarkt interessant.Der Erfolg hat uns Recht gegeben.“hätten diese Entscheidung nicht honoriertund möglicherweise auch garnicht verstanden, ließ er durchblicken.Am Nachbarland Dänemark machte erdeutlich, was möglich ist: Angesichtsdes ausufernden Sozialstaats habe dasKönigreich 1993 die Notbremse gezogenund seitdem seine Staatsverschuldunggemessen am Bruttoinlandsprodukthalbiert. Schleswig-Holstein dagegenhabe sie verdreieinhalbfacht.Der SPD/Grüne/SSW-Koalition kreideteer an, auf den im übergeordnetenInteresse des Landes eingeschlagenenKurs nicht eingestiegen zu sein, son-haftsrat vom Alt-Ministerpräsidentse es daher sein, Politik und Öffentlichkeitüber die Kosten und bürokratische Lastenaufzuklären, die mit der Umsetzung vonpolitischen Ideen zu verbinden sind. Hierkönne der Wirtschaftsrat als Netzwerk herausragenderKompetenzen einen wichtigenBeitrag für eine vernünftige Politik imLand leisten.BZRechenmeister Adam Ries (1492-1559) alsBotschafter für die Rolle des Wirtschaftsratesdern aus Gründen eines – zweifelhaften– Popularitätsgewinns wieder denWeg zurück in die Verschuldung ge -nommen zu haben. Sein gravierendstesBeispiel: Statt 450 Millionen Euro ankonjunkturbedingten Steuermehreinnahmenzur Rückführung der Verschuldungzu verwenden, seien sie in700 neue Lehrerstellen „investiert“ worden– mit Folgewirkungen nicht nur füreinen Etat, sondern für die Haushaltevon Jahrzehnten – und das vor einemHintergrund, der Schleswig-Holsteinschon längst keinen Gestaltungsspielraummehr läßt: Jährlich sieben MilliardenSteuereinnahmen stehen 27 MilliardenEuro Schulden und eine Zinslastvon einer Milliarde Euro gegenüber.Bei der Energiewende kritisierteCarstensen, daß sie bislang ausschließlichin Kilo-, Mega- und Gigawatt diskutiertwerde. Niemand aber sprecheüber das Entscheidende: Kosten undPreise. Größtes Problem sei neben derungelösten Konkurrenz der Länder -egoismen die andauernde Diskongruenzdes unkoordinierten Zubaus vonWind-, Solar- und Biomasseanlagen beifehlenden Netzkapazitäten. VolkswirtschaftlicheLogik sei es – leider: Am Endezahlt der Verbraucher. Und über allemstehe unverändert ungeklärt die Frageim Raum: Welche gesellschaftlichenGruppen sind wie lange noch wie hochbelastbar?Gastgeber der Veranstaltung warder Alleinaktionär der nordic hotelsAG mit Sitz in Kiel, der Norweger DagKleveland. Seit Sommer 2012 istCarstensen Vorsitzender des Aufsichtsratesder mittelständischen Hotelgruppe.Kleveland, der sein Wachstumohne Bankkredite finanziert hatte,ermunterte die Runde zu unternehme -rischem Engagement. Von der schleswig-holsteinischenLandeshauptstadtaus hat die Unternehmsgruppe seitihrer Gründung 2002 einen einzigartigenExpansionskurs hingelegt. Zur Zeitzählt sie in Deutschland 21 Hotels in dermittleren Preisgruppe mit 2.200 Betten.Der Umsatz wird im laufenden Jahr 25Millionen Euro erreichen. Klevelandkündigte in Städten ab 100.000 Einwohnernfür das nächste Jahr eineKapazitätserweiterung um 800 wei tereBetten an.WB45


Veranstaltung des Jungen Wirtschaftsrates am 14.02.2013 im Hörn Campus KielJUNGER WIRTSCHAFTSRATDer Spendenmarkt als GeschäftsideeJungunternehmer Marcus Roststellte sein Konzept vorDer Junge Wirtschaftsrat zu Gast bei Christian Wiegert (2.v.r.) im Hörn Campus4,5 Milliarden Euro in Deutschland würdenschätzungsweise im Jahr an ca.600.000 mildtätige Organisationengespendet, wobei je nach Organisationbis zu einem Drittel der Einnahmen fürVerwaltung und Vertrieb verwandtwerde.Diese Vertriebswege in Deutschlandsind nach der Auffassung von MarcusRost, Geschäftsführender Gesellschafterder Medienland GmbH, jedoch zu -nehmend nicht mehr zeitgemäß. Sosetzt ein Großteil der renommiertenOrganisationen traditionell auf Spendenbriefe.In Deutschland würden jedesJahr etwa 180 Millionen Stück versandt.Dabei zeigt der Trend nicht nur in denU.S.A., sondern auch in Deutschland,daß der Online-Handel boomt und insbesonderejüngere Zielgruppen vonden klassischen Spendenaufrufen nichtmehr erreicht würden. Vor diesem Hintergrundund der Beobachtung, daß dieSpendenhäufigkeit bei sinkender Spendenhöhesignifikant steige, sieht Rosteinen wachsenden Markt für eine elektronischePlattform, die unabhängigvon den Spendenorganisationen dieMöglichkeit eröffne, Kleinstspenden viaSmartphone zu einem ausgewähltenSpektrum von Spendenprojekten zutätigen. Die Plattform sei seit kurzemunter www.spendenland.de zu finden.In der anschließenden Diskussionwurden eine Reihe von Anregungengegeben, die auf Auswahl der Spender -organisationen und -projekte, die Da -tensicherheit sowie die Erläuterungenzum Angebot gerichtet waren. Da dasbisher einmalige Angebot noch in derAuf bauphase steckt, wurden diesedank bar aufgenommen. Insgesamtzeig ten sich die Teilnehmer von derGeschäftsidee beeindruckt. Wir dankender großzügigen Kanzlei Wiegert &Partner für die gezeigte Gastfreundschaft.BZDATEN UND FAKTEN■ ca. 4,5 Mrd. Euro privates Spendenaufkommenpro Jahr■ 22 Mio. Spender■ 77 % des Spendenaufkommens generiertdie Altersgruppe der uber 50jährigenWEGE DES FUNDRAISINGSWas hat den Anstoß zur Spende gegeben?46 Landesverband Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


Wirtschaftsrat vor Ort – Sektion Stormarn besucht BiogasanlagePerspektiven derBiogaserzeugung fürden EnergiemixWährend sich die Zahl von Biogasanlagenin Deutschland in den letztenzehn Jahren verdreifacht hat,hat sich die elektrisch installierteLeistung verzehnfacht. Dieser Boomgeht jetzt zu Ende und wird eineKonsolidierungsphase nach sichziehen, in der unwirtschaftliche Be -triebe wieder aus dem Markt ausscheidenund die verbleibendenihre Möglichkeiten für eine bedarfsgerechteErzeugung und Vermarktungvon Strom optimieren sollten.Diese Botschaft vermittelte MartinBuchholz als Geschäftsführer der BBEBlumendorf Bio-Energie GmbH & Co.KG, deren Konzept jüngst von der Landesregierungals vorbildlich hervorgehobenworden ist. Buchholz ist zudemVorstandsvorsitzender der GDGE Ge -nossenschaft Deutscher Grün-EnergieEr zeu ger eG. Diese Erzeugergenossenschaftvermarktet den Strom von etwazweihundert Erzeugern direkt an derStrom börse. Die wirtschaftliche Grundlagedafür liefert die EEG-Novelle 2012,die zusätzlich zum Referenzmarktwerteine Marktprämie für entgangene EEG-Erlöse und eine kleine Managementprämieanbietet, die für übernommeneRisiken entschädigen soll.Buchholz machte deutlich, daß derbundesweite Aufbau eines virtuellenKraftwerks erhebliche Herausforderungenmit sich bringt, um termingerechtfür den Regelenergiemarkt erzeugen zukönnen. Kapazitäten für die Minutenreservemüßten innerhalb von 15 Minutenzu- oder abgeschaltet werden können,was zwei bis dreimal im Monatnachgefragt werde, während die Sekundärregelreserveim Fünfminutentaktverfügbar sein müsse und zwei- bisDie Sektion Stormarn besichtigt die Biogasanlage derBlumendorf Bio-Energie GmbH & Co. KGLandesfachkommissionEnergiewirtschaftNach zwei Klausurtagungen und zweiweiteren Sitzungen hat unsere Kommissionihre Bestandsaufnahme zuden Herausforderungen Schleswig-Holsteins im Zuge der Energiewendeabgeschlossen und wird sich im weiterenschrittweise in die landes- undbundespolitische Meinungsbildungeinbringen. Klar ist jetzt schon, daß eseinschneidender Kurskorrekturen be -darf, damit aus der weltweiten Vorreiterrolleauch ein erfolgreichesVorbild wird. Die Kommission setztsich aus verschiedenen Marktsegmen -ten und Kompetenzen zusammenund hat sich neben dem Zieldreieckvon Versorgungssicherheit, Strompreisund Klimaschutz auch mit denEntwicklungen auf dem Gas- undMartin Buchholzerläutert als Vorstandsvorsitzenderdas Modellder GDGE eGdreimal am Tag angefordert werde. Umbeide Fähigkeiten sicherzustellen, mußteals erstes die Fernsteuerbarkeit derAnlagen hergestellt und die Motorenflexibilitätund Speicherfähigkeit be -wertet werden.Für die Zukunft, so Buchholz, solltendie Vorteile der Biogaserzeugung ge -zielt für die Energiewende nutzbar ge -macht werden. Dafür sei in MotorenundGasspeicherkapazität zu investieren.Das EEG 2012 sehe dazu eine Flexibilitätsprämievor. Allerdings dürfe eineInvestition in Speicher- und Motorenkapazitätnicht die laufende Genehmigungals EEG-Einspeiser verwirken.Diese Möglichkeit wurde kurz nach derVeranstaltung nach entsprechendenEmpfehlungen der EEG-Clearingstellevirulent. Ohne eine erfolgreiche Flexibilisierungder Biogasanlagen läuftnicht nur das Prämiemodell des EEG2012 leer, sondern die Energiewendekönnte dann auch nicht auf den erhofftenBeitrag an Regelenergie zugreifen,der mit dem Aufwuchs von Wind- undSolarstrom zunehmend wichtiger füreine sichere Stromversorgung wird. BZDr. Stefan LiebingKommissionsleiterWärme markt, mit den Perspektivenvon Speichertechniken und der Energieeffizienzauseinandergesetzt. DieBestandsaufnahme ist in einem Ar -beitspapier zusammengefaßt worden,daß als Grundlage für die weiterepolitische Arbeit dienen wird undfortgeschrieben werden kann. DasArbeitspapier ist für Mitglieder in derLandesgeschäftsstelle abrufbar.47


Mittagsveranstaltung der Sektion Plön/Ostholstein am 21. November 2012 in EutinFehmarnbeltquerung – zuschauen oder mitmachen?2015 wird der Bau des Tunnels unter dem Fehmarnbelt beginnen. Zuvormüssen die beiden „Bauhäfen“, einer davon auf deutscher Seite naheder bisherigen Fährlinie, eingerichtet werden. Auch wenn für das Tunnelbauwerkbei der Realisierungsgesellschaft Femern A/S erst die sogenanntePräqualifikationsphase läuft, dürfte die Ausschreibung für dasin vier Lose aufgeteilte 5,5-Milliarden-Euro-Projekt spätestens im kommendenSommer fallen. Dann wäre aus Sicht der Wirtschaft der Weg frei.Sechs deutsch-dänische Arbeitsgemeinschaftenhaben sich bereitszusammengefunden, um als Allround-Dienstleister für die späteren Baukonsortienalle Aufgaben zu erledigen,die nicht zur Kernkompetenz für dasMirko Schönfeldt skizziert dieWertschöpfungspotentiale für dieregionale Wirtschaft, die aus demBau einer festen Fehmarn-Belt-Querung erwachsen könnenKreistagsfraktionsvorsitzender Ulrich Rüder(li) im Gespräch mit UnternehmerCarl-Alexander Graf Plessen (Gut Sierhagen)Bauprojekt selbst zählen: die Rundum-Betreuung von mehreren tausend Bauarbeiternvom Wohnen über die Ver -pflegung bis zu Freizeiteinrichtungenund organisierten Wochenend- und Ur -laubs reisen an erster Stelle. In einer dieserFirmen, der Baltic Facility SolutionsGmbH & Co. KG, haben sich vier ost -holsteinische Unternehmer zusammengeschlossen:Thilo Gollan, GebhardGrebien, Joachim Grothe und LutzKleinfeldt.Vor dem Wirtschaftsrat erläuterteBaltic-FS-Geschäftsführer Mirko Schönfeldtdie Ziele. Er weiß, daß das Netzwerk,das sich mit 19 Partnern und10.000 Mitarbeitern schon komplettaufgestellt sieht, solange gewissermaßenim Nebel stochern muß, bis mitdem Hauptauftragnehmer – er kannein deutscher, aber auch ein chinesischerKonzern sein – die konkretenLösungsmodelle besprochen werdenkönnen.Er weiß aber auch, daß, wenn derStartschuß gefallen ist, für vorbereitendeArbeiten keine Zeit mehr besteht.„Bei der Fehmarnbelt-Querung gibt esfür die regionale Wirtschaft zwei Möglichkeiten“,begründet Schönfeldt denSchritt: „Zuschauen oder Mitmachen.“Baltic FS habe sich frühzeitig für dasMitgestalten entschieden. Dabei habeman weniger die – vergleichsweise kurze– Bauphase im Auge. Fernziel sei es,auch die nach der Inbetriebnahme entstehendenWirtschaftspotentiale auszuschöpfen.Dafür sei es nötig, sichbereits jetzt in die beste Startpositionzu bringen.WB48 Landesverband Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


Wirtschaftsrat vor Ort – Sektion Rendsburg-Eckernförde am 26.11. im Hause Rendsburg Port GmbHRendsburg Port – der neue Hafenim Nord-Ostsee-Kanal (NOK)Schleswig-Holsteins jüngster Hafenwird möglicherweise einmal derstrategisch bedeutendste des Landes:der in der NachbargemeindeOsterrrönfeld der Kreisstadt Rendsburggelegene Rensburg Port. Alseinziger zwischen Nord- und Ostseeist er mit der Tragfähigkeit derKaianlagen sowie der Verfügbarkeitzweier Hochleistungskräne „schwer-lastfähig“ und damit als Produk -tions- und Versorgungshafen fürdie geplanten Offshore-Windparksin der Nordsee geeignet.Die ersten Blütenträume sind nicht ge -reift. Angesichts frühzeitig erkennbarerVerzögerungen bei dieser Form derStromerzeugung schraubte der zumindischen Suzlon-Konzern gehörendeHamburger WindkraftanlagenherstellerRepower Systems AG seine Zukunftsplanungennoch vor der FertigstellungFrank Schnabel, Geschäftsführer derRendsburg Port GmbH, erläutert dieWettbewerbssituation des neuen Hafensund seine Wachstumsperspektivendes Industriegeländes zurück. Die Idee,in Rendsburg parallel zu Konstruktionund Vertrieb, aber zu Lasten der bestehendenStandorte auch eine Fertigungaufzubauen, wurden wohl dauerhaftaufgegeben. Jetzt setzen die lokalenWirtschaftsförderer ihre Hoffnungenauf das Münchner BauunternehmenMax Bögl. Dieses hat mehrfach signalisiert,am Nord-Ostsee-Kanal Türme fürWindkraftanlagen fertigen zu wollen.Die Rendsburg Port GmbHstellt ihr Betreiberkonzeptdem Wirtschaftsrat vor50 Landesverband Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


Die Sektion Rendsburg-Eckernförde besichtigtdas neue Hafengelände amNord-Ostsee-Kanal, dastrotz erster Aufträge aufdie Zukunft bauen muß.Aber auch diese Pläne kommen mo -men tan nicht wirklich voran.Frank Schnabel, Geschäftsführer derBrunsbütteler Schramm Group undVor stand des Gesamtverbands Schleswig-HolsteinischerHäfen sowie Sprecherder Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee Schleswig-Holstein, istgleichwohl optimistisch, daß die Er -wartungen in das mit hohem Millionenaufwandgeförderte RendsburgerHa fen konzept am Ende aufgehen. „Wirhaben Puste genug“, sagte er bei einerHafenbesichtigung der Sektion Rendsburg-Eckernfördedes WirtschaftsratesEnde November. „Wir“ – das ist dieRendsburg Ports GmbH, ein gleichberechtigterZusammenschluß zweiermaritim orientierter mittelständischerUnternehmen, der Ahlmann-ZerssenGmbH & Co. KG (Rendsburg) und derBrunsbüttel Ports GmbH (Brunsbüttel).Schnabel, der in seiner Person eineArt Schnittstelle zwischen der Landesregierungund der Hafenwirtschaft desLandes geschaffen hat, sorgt sichkeinesfalls, daß die jetzt anlaufendenAktivitäten gemessen an vergleichbaren,wesentlich früher eingeleitetenund deutlich aufwendiger dotierten inEsbjerg, Cuxhaven und Bremerhavenzu spät kommen. Im Gegenteil: „Wir liegenzeitlich genau richtig“, sagt er. ZurGrößenordnung sagt er nichts. KeinWunder: Denn nach Cuxhaven sind inden letzten rund zehn Jahren mehrerehundert Millionen Euro an öffentlichenMitteln geflossen; Bremerhaven willmit 180 Millionen Euro in das kurzfristigzu realisierende Offshore-TerminalBremerhaven Schritt halten. Das sindVolumina, die Schleswig-Holstein beiallem Engagement für die Energiewendeunter keinen Umständen aufbringenkann. Die nordfriesischen und dith mar -scher Häfen müßten sich also mit einem„Klein-Klein-Konzept“ in die Off shore-Versorgungsstrukturen einpassen.Wonach Schnabel vor diesem Hintergrundstrebt, ist die „Einbeziehungeiner luft- und landseitigen Offshore-Windpark-Logistik in die sich geradeaufstellende Hafenkooperation”. Diesereicht von Brunsbüttel über Rendsburgbis Husum und Hörnum/Sylt.Nennens werte Investitionen zeichnensich allerdings bislang erst auf der zumKreis Pinneberg gehörenden HochseeinselHelgoland in ihrer Funktion alsService hafen ab.WBPR-Bericht – GesundheitGrüne Verführung mit Entspannungsgarantie!Von April bis Ende Juli herrschen im Bodycare-Bereich von MeridianSpaparadiesische Zustände: Die Green Apple Massage kombiniert die hochwirksamenInhaltsstoffe grüner Äpfel mit modellierenden Massagegriffenund sorgt für Sommerfeeling pur.Die Zeit des grünen Apfels als Werbestarfür Zahnpasta ist vorbei – Meri -dianSpa hat hinter der grünen Schalewahre Schönheitselixiere entdeckt undihn zum Hauptdarsteller seiner neuenSommermassage gemacht. KlassischeMassagegriffe lassen muskuläre Verspannungenverschwinden, die enthaltenenApfelpektine versorgen die Hautmit Feuchtigkeit und der frische Duftmacht gute Laune – die Green AppleMassage ist ein Rundumprogramm fürKörper, Geist und Seele. Nach 50 paradiesischenMinuten wird man be hut -sam aus seinem Sommertraum zurückin die Wirklichkeit geholt. Ein köstlicherTee aus Apfelschalen, ein gesunderApfel und ein Glücksstein machen denAbschied vom grünen Apfel etwas leichterund man verlässt entspannt, vollerElan und mit einer ungeahnten Leichtigkeitdie Massagekabine.Die „Green Apple Massage“ dauertca. 50 Minuten und kostet 59 Euro. ZweiEuro davon gehen an den clubkindere.V., der das Projekt „Schulapfel“ unter-Terminvereinbarungen für denBodycare-Bereich von MeridianSpa:040/65 89-0.Weitere Informationen finden Sieauf www.meridianspa.de.stützt. So können Gäste des Bodycare-Bereichs helfen, dass Schulkinder täglichmit einem Apfel aus integriertemAnbau versorgt werden. Die GreenApple Massage wird vom 1. April biszum 31. Juli 2013 in allen MeridianSpaangeboten.■51


Mittagsveranstaltung der Sektion Kiel am 11. Dezember 2012 im Romantik Hotel Kieler KaufmannStandortfaktoren der Zukunft –wie soll sich die Kieler Wirtschaftsförderungaufstellen?Seine größten Industriebetriebe, Hagenuk und Heidelberger, hat Kiel schonvor Jahren verloren. HDW ist auf eine U-Boot-Werft zusammengeschrumpft.Caterpillar und Rheinmetall haben wichtige Fertigungszweige nachWarnemünde und in die Lüneburger Heide verlagert. Und die beiden LokomotivenbauerVossloh und Voith stehen, glaubt man jüngsten Berichten,bei ihren Eigentümern als künftiges Kerngeschäft auf der Kippe.Kiel steht für .....Quelle: LH KielWolfgang Beckmann: „Kiel hat in denletzten 30 Jahren die Hälfte seinerIndustriearbeitsplätze verloren.Fatalerweise spielen Industrie undArbeit im Image der Landeshauptstadtkeine Rolle. Das muß sich ändern!“Und doch, sagt Peter Beckmann, verfügtdie schleswig-holsteinische Landeshauptstadtüber eine ausgewogeneIndustriestruktur. Mittelständische Un -ternehmen wie die Walterwerke alsweltweit führender Hersteller von Eiswaffelbackmaschinen,der PumpenbauerEDUR und die Ibak mit ihrenKanalrohrüberwachungssystemen bildendas Rückgrat. Durch Schrumpfungund Schließung habe Kiel in den letzten20 Jahren 50 Prozent seiner In -dustrie beschäftigten verloren, so derGeschäftsführer der Kieler Wirtschaftsförderungsgesellschaft(KIWI) beimMittagsgespräch im Hotel „Kieler Kaufmann“.Und doch setzt er bei derAnsiedlungspolitik vor allem auf dasverarbeitende Gewerbe. Es zahle überdurchschnittlichhohe Löhne, binde verschiedene„nachgelagerte Bereiche“ ansich, sei exportstark und biete ein vergleichsweisegroßes „Ausgründungspotential“.Dieses spiele eine tragendeRolle bei der Gewinnung von Fach- undFührungskräften. Und für diese wiederumbiete die Kieler Hochschullandschaftmit rund 35.000 Studierendeneine außergewöhnlich breite Basis.Und Kiel, so Beckmann, verfüge mitStränden, Wasser und seinem gesamtenHinterland über eine exzellent„Work-Life-Balance“, also die Vereinbarkeitvon Berufs- und Privatleben aufattraktivem Niveau. Damit wirbt dieKiWi primär, denn die für Neuansiedlungenzur Verfügung stehenden Ge -werbeflächen – jährlich werden rund30.000 Quadratmeter verkauft, wobeidas zu Ende gehende Jahr mit derAnsiedlung von Möbel-Kraft das seitlangem erfolgreichste war – werdenlangsam knapp. Eine auf einzigartigeWeise herausragende Lage, die Stadt zuvermarkten, ist nach seinen Worten dasvom Marinefliegergeschwader 5 soebenaufgegebene Holtenauer „Oberland“.Von schwerlastfähigen Kaikanten überdie gepflegten Hallen bis zum Flugplatzsei alles vorhanden, was beispielsweiseProduzenten von Windkraftanlagenbenötigten. Gleichwohl ist sich Beckmannbewußt, daß die KiWi nicht imluftleeren Raum operiert. Sollte dieRatsversammlung auf einem solchenFiletstück statt einer industriellen Nutzung– was zur Zeit gleichgewichtig er -wogen wird – Wohnbebauung be schlie -ßen – „dann ist das so“, sagt er miteinem leichten Anflug von Ergebenheitim Hinblick auf das Primat der politischenStrukturen.WB52 Landesverband Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


Wirtschaftsrat vor Ort – Sektion Pinneberg am 14.2. in WedelKonsequenzen und Chancenfür die wehrtechnische Industrieaus der BundeswehrreformDie wehrtechnische Industrie in Deutschland betrachtet die Bundeswehrreformmit gemischten Gefühlen. Es sei schwer abzuschätzen, ob dasGlas halbvoll oder halbleer ist, kommentierte Steffen Goda, Vorsitzenderder Ge schäftsführung der RUAG COEL GmbH (Wedel) die künftige Nachfrageder Hardthöhe nach militärischem Gerät.Ingo Gädechens MdB,Mitglied des Verteidigungsausschussesdes Deutschen BundestagesDer Hersteller von Simulations- undTrainingsgeräten (50 Mitarbeiter, 9,8Millionen Euro Umsatz, Tochtergesellschaftder global in der Luft- und Raumfahrtsowie in der Sicherheits- undWehrtechnik operierenden RUAG-Gruppe in Bern/Schweiz) war Gastgebereiner wehrtechnischen Diskussionsrundemit dem CDU-Verteidigungs -experten Ingo Gädechens.80 Prozent ihres Umsatzes erzieltdie Branche bereits im Ausland. Gädechens,Bundestagsabgeordneter ausdem Kreis Ostholstein, machte derBranche keine Hoffnungen, daß das aufdie Bundeswehr entfallende restlicheFünftel noch einmal größer werdenkönne. Dagegen spreche allein schonder Sparzwang. Sollte es im Septembererneut zu einer CDU-geführten Bundesregierungkommen, würde die Fortsetzungaller laufenden Programmegarantiert sein. Bei einem Regierungswechseldürfte jedoch die jetzt avisierteStärke von 185.000 Dienstposten mitSicherheit „mindestens hinterfragt“werden.Das mit einer Reihe von Vertreternder schleswig-holsteinischen Wehrtechnik-Industriehochkarätig besetzteAuditorium machte in der Diskussions -runde deutlich, worauf auch GädechensWert legte: Die Unternehmen inDeutschland müssen ihre wehrtechnischeKompetenz auf möglichst breiterFront erhalten. Das bedeute mehr als„nur“ Panzer und U-Boote. Damit ihrefinanzielle Leistungsfähigkeit dabeinicht überfordert werde, müßten alleEntwicklungs- und Beschaffungsprozesse„schlanker, schneller und verläßlicher“gestaltet werden. Neben derBewahrung der Kernkompetenzen geltees, Doppelstrukturen zu vermeiden.Und, da sich die Armee von einer reinenVerteidigungs- zu einer echten Einsatzarmeegewandelt habe, sei es dringenderforderlich, die Einsatzfähigkeitdort, wo sie noch Defizite aufweise,rasch und spürbar zu verbessern.Einmütigkeit herrschte zwischenGädechens und dem Auditorium auchüber die Nutzung bewaffneter Drohnenund ihre Stationierung in Jagel alsdeutschem Kompetenzzentrum für un -bemannte Flugkörper. „Eine moderneArmee braucht bewaffnete Drohnenzwingend“, hieß es. Auch müßten deutscheUnternehmen trotz des US-amerikanischenVorsprungs eigene Systemedieser Art entwickeln und vermarktenkönnen. Andreas Sedlmayr, Chef derAutoflug GmbH in Rellingen, formuliertees so: „Auch in der Luftwaffe mußdie deutsche Industrie ein Absatzfeldmit Zukunft haben.“WBDie RUAG COEL GmbH begrüßte die SektionPinneberg und stellte ihre Produktpalette ausdem Simulationsbereich vorGäste und Mitgliedererhielten Einblicke indie Wehrindustrie„made in Schleswig-Holstein“53


Wirtschaftsrat vor Ort – Sektion Neumünster trifft am 15.2. Paul Schockemöhle und Dirk IwersenSie prägen das Stadtbild und sind aus Neumünster nicht wegzudenken: Die HolstenhallenDie Fortentwicklung des traditionellen,internationalen Reitturniers und diewirtschaftliche Bedeutung für die RegionSeit 50 Jahren ist das Reitturnier inNeumünster, das heute unter demNamen seines Hauptsponsors, derVolks- und Raiffeisenbanken, als„VR Classics“ firmiert, in der Szeneein Be griff. Unverändert zählt esweltweit zu den bedeutendstenVeranstaltungen seiner Art.Olympiasieger und Veranstalterder VR Classics: SpringreitlegendePaul Schockemöhle sprachexklusiv zur Sektion NeumünsterDie Holstenhallen bestimmendie Veranstaltungsszenein MittelholsteinFür die Stadt an der Schwale ist es einWirtschaftsfaktor und ein Aushängeschild.Populär ist es nicht nur durchden Weltcup-Status, sondern auchdurch seine ausgeprägt familiäreAtmosphäre. Internationale Championstreffen auf aufstrebende Lokalmata -dore. Es ist ein Turnier „zum Anfassen“.Und das soll so bleiben. Davon sindsowohl Paul und Bettina Schocke möhle,deren PST Schockemöhle GmbH dasTurnier seit 2009 organisiert, als auchHolstenhallen-Chef Dirk Iwersen überzeugt.Denn das Veranstaltungsgeländeist in die Jahre gekommen, und dieHolstenhallen Neumünster GmbH alseiner der großen Messeveranstalter inNorddeutschland will es auf den neue-begeisterte Pferdesportler: Die CDU-LandtagsabgeordnetenHeiner Rickers undHauke Göttsch zu Gast beim Wirtschaftsratsten Stand der Technik bringen. 25 MillionenEuro, mitfinanziert vom LandSchleswig-Holstein, stehen für den einzigartigenKraftakt zur Verfügung.„Die ‚VR Classics‘ werden ihrenCharme behalten“, sagte Iwersen wäh -rend eines Mittagsgespräches der SektionNeumünster des Wirtschaftsrates.Trotz aller gezielten Modernisierungs-54 Landesverband Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


arbeiten werde es unverändert Platzzum Flanieren und Shoppen sowiezur zwangslosen Begegnung mit denAktiven geben. VIP-Logen, um den An -sprüchen der Sponsoren Rechnung zutragen, kämen hinzu. Aber im Gegensatzzu manch anderem hochklassigenSport-Event würden sie keinen Ausgrenzungscharakterhaben.Das Ehepaar Schockemöhle, dasneben Neumünster noch vier weitereTop-Turniere wie in Hannover und immecklenburgischen Redefin ausrichtet,gab während des Essens einen tiefenEinblick in die Situation auf dem Reitv.l.HolstenhallenchefDirk Iwersen, DirkDejewski und SektionssprecherHolger Bajorat(beide VR Bank)sowie Paul & BettinaSchockemöhlev.l. Wolfgang Böttcher,Christian Lindenau,Carolin Kaszemeck,Caroline Hatlapa,Dr. Susanne Will-Flatauund Hans-Werner Blöckerund auf dem Reitsportmarkt. Tiefer alsihn mancher der durch die Bank fachkundigenGesprächsteilnehmer erwartethatte. Ihr Fazit: Der Markt ist, wennnicht in Teilen kaputt, so doch schwerbeschädigt. Auslöser: Die Ende 2008ausgebrochene Finanzkrise, von dersich die Branche bis heute nicht erholthabe.„Zwar“, sagte Schockemöhle, „wirddas absolute Spitzenpferd unverändertteurer“, aber: Der Freizeitreitermarktgehe rapide zurück. Immer wenigerMenschen seien bereit und in der Lage,600 bis 700 Euro pro Monat (von ihremNettoeinkommen) für das Einstelleneines Privatpferdes in eine Clubanlageaufzubringen. „Normale Pferde wer -den bald kein Geld mehr einbringen“,spitzte der Olympiasieger, Züchter undBesitzer des Wunderhengstes „Totilas“seine Erwartung zu. Fohlen, die vor einpaar Jahren noch 8.000 bis 10.000 Eurogekostet hätten, gingen heute für 2.500bis 3.000 Euro weg. In seinem eigenenBetrieb sei die Zahl der Deckungen inden letzten drei Jahren um 25 bis 30Prozent zurückgegangen.Allerdings, so Schockemöhle: Es tunsich auch neue Märkte auf. Erkennbarin Asien, aber deutlich spürbar in diearabischen Staaten. „Wer“, fragte er dieRunde, „hätte es jemals für möglichgehalten, daß die Equipe Saudi-Ara -biens im Mannschaftsspringen bei denOlympischen Spielen in London dieBronzemedaille gewinnen würde?“ WBENERGIEVERSORGUNGENTSORGUNGÖPNVDie Neuwert GmbHbringt die Interessen derPolitik und der Unternehmenzu sammen. Siefühlt sich dem Gemeinwohlverpflichtet.NEUWERTBeratungsgesellschaft mbHGrillenberg 15 · 24145 KielTelefon: 0431-66 99 888Fax: 0431-66 99 889Mobil: 0170-215 79 3355


Namen und NachrichtenNEUES AUS DEM MITGLIEDERKREISDie Mürwiker gehörenzu den besten Arbeit -gebernFlensburg. – Die Mürwiker WerkstättenGmbH (Flensburg) haben den Sprungin die Führungsgruppe der mittelständischenUnternehmen mit den bestenArbeitsbedingungen in Deutschlandgeschafft. Im Auftrag des Arbeitgeber-Wettbewerbs „Top Job“, der von dercompamedia seit 2002 durchgeführtwird, hatte zuvor das Institut fürFührung und Personalmanagementder Universität St. Gallen (Schweiz) dieMitarbeiter und Personalleitungen aller131 Bewerber ausführlich befragt. Fürdie Mürwiker war es die erste Auszeichnungdieser Art. Mit 300 Mitarbeiternschaffen sie Arbeit für rund 800Menschen mit Behinderungen. Mit seinenProduktions- und Dienstleistungenunterstützt das Flensburger Team Wirtschaftsfirmenaus der Region. Zugleichv.l. Gunter Südel, Frank Kuhnig, Günter Fenner, Ulrike Vossen-van Treeck undWolfgang Clement bei der Preisverleihung „Top Job“ am 31. Januar 2013 in Duisburgkönnen sich die gehandicapten Mitarbeiterim eigenen beruflichen Bildungszentrumweiterqualifizieren. FürGeschäftsführer Günter Fenner ist esbesonders wichtig, sich mit seinemUnternehmen von klassischen Wirtschaftsbetriebenabzugrenzen. „Wirsuchen nicht den richtigen Menschenfür einen Arbeitsplatz, sondern wirschaffen den richtigen Arbeitsplatz füreinen Menschen.“WBFirmenmitglied seit 2012Merz Dental weitetseine Kapazitäten ausLütjenburg – Als einer der führendenAnbieter im Bereich der Herstellung vonzahntechnischen und zahnärztlichenMaterialien hat sich die Merz DentalGmbH (Lütjenburg) etabliert. Als eigenständigeTochter der Merz PharmaGmbH & Co. KGaA (Frankfurt) setzt dasseit 2006 von Friedhelm Klingenburggeführte Unternehmen konsequent aufdas Qualitätssiegel „Made in Germany“.Damit hebt es sich von Wettbewerbernmit teilweise ausländischen Produktionsstättenund eigenen Fräszentrenab. Zu den Kernkompetenzen gehört dieständige innovationsgeprägte Materialentwicklungmit dem Fokus der Kundenorientierungin der eigenen Forschungs-und Entwicklungsabteilung.Auf Grund der anhaltend positiven Auftrags-und Umsatzentwicklung wurdenin 2012 die Kapazitäten mit dem Baueiner 600 Quadratmeter großen Lagerhalleausgeweitet und die Zahl der Mitarbeiterum 20 auf jetzt insgesamt 200Beschäftigte aufgestockt. Weil, so Klingenburg,das „Made in Germany“ in derDentalbranche kaum mehr vorzufindensei, habe dieses Qualitätskriteriumeinen besonderen Stellenwert für Zahn -ärzte wie Dentallabore.WBPersönliches Mitglied seit 2007Die Lütjenburger Merz Dental GmbHsetzt auf „Made in Germany“56 Landesverband Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


Namen und NachrichtenNEUES AUS DEM MITGLIEDERKREISEin komfortables ruhiges Zimmer auf rauer hoher SeeHamburg/Rendsburg – Mehrere tausendWindräder müssen sich bis 2020in der Nordsee drehen, wenn das vonder Bundesregierung beim Ausrufender Energiewende vorgegebene Zielerreicht werden soll. Zur Zeit stehendort erst einige Dutzend. Aber: Es laufen126 Genehmigungsverfahren fürWindparks. 29 sind bereits genehmigt,acht befinden sich Bau. Fraglich ist, oballe künftigen Betreiber ihre etwaigeGenehmigung auch nutzen – oder aberaus welchen heute noch nicht absehbarenGründen auch immer – verfallenlassen.Voraussichtlich im Herbst 2014 wollender schwedische EnergiekonzernVattenfall und Stadtwerke Münchendie Errichtung ihrer Offshore-Wohnplattformim Windpark DanTysk 70Kilometer vor Sylt in Angriff nehmen.Gebaut wird sie von Abu Dhabi MAR inKiel, dem zivilen Schiffbaubereich derehemaligen HDW und jetzigem Zweigbetriebder ebenfalls Abu Dhabi MARgehörenden Rendsburger Nobiskrug-Werft. Baustart: wohl noch in diesemSommer. Die Plattform bietet Platz fürbis zu 50 Personen; an allen 365 Tagenim Jahr wird sie besetzt sein.Ein ruhiges Zimmer mit Dusche,Internet und TV mitten in der rauenNord see – das wird dann zum an -spruchs vollen Arbeitsalltag für die Wartungsteamsdes Offshore-Windparksgehören. Das Konzept, Serviceteams aufeiner eigenen Wohnplattform direkt imOffshore-Windpark unterzubringen,stammt aus der Öl- und Gasindustrieund ist in Deutschland bislang einmalig.Neben den Unterkünften für dieCrew beherbergt die Plattform Verpflegungsbereiche,einen Sanitätsbereich,Werkstätten, Lager, Büros und Platz fürFreizeitaktivitäten.„Wer das raue Klima weit draußenin der Nordsee mit Wind und Wellenkennt, der weiß, wie wichtig guteArbeits- und Lebensbedingungen fürdie Wartungsmannschaften vor Ortsind“, sagt Holger Grubel, Projektleitervon DanTysk „In Deutschland stehenwir hier vor besonderen Herausforderungen,weil die Windparks teilweisebis zu hundert Kilometer entfernt vonder Küste liegen.“ Tägliches Pendeln mitSchiffen komme in dieser Situationnaturgemäß nicht in Frage. Die Transferzeitenwären zu lang und das Risikozu groß, daß Teile der Crew seekrankund damit arbeitsunfähig sind. „DieWohnplattform wird auf festem Grundstehen und somit ein Maximum anSicherheit und Komfort bieten“, soGrubel.Für die medizinische Notfallversorgungwird rund um die Uhr ein Hubschrauberzur Verfügung stehen. DerHelikopter vom Typ BK 117 mit Win -denausstattung wird auf dem FlugplatzHusum stationiert und mit zweiPiloten sowie mit einem zum „Winch-Operator“ ausgebildeten Rettungs -assistenten besetzt sein. Im Ernstfallkönnen die Mitarbeiter der DRFFlugrettung den Windpark in 35 bis 40Minuten erreichen. Die DRF hat seit40 Jahren Erfahrung in der Rettung ausder Luft. In Deutschland betreibt sich28 entsprechende Hubschraubersta -tionen.Mit insgesamt 80 Turbinen wirdDanTysk 288 MW klimaneutralen Stromerzeugen. Das entspricht rechnerischdem Bedarf von 400.000 Haushalten.Mit der Installation ist im letztenDezember begonnen worden; die Inbetriebnahmedes kompletten Windparksist für 2014 vorgesehen.WBFirmenmitgliedschaft seit 2003Ein „Zu Hause“ auf Zeit: Nobiskrug sorgt für jeglichen Komfort58 Landesverband Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


NEUES AUS DEM MITGLIEDERKREISBalticSolar undConstirling unter einemBeBa-DachReinfeld/Hemmingestedt – Unter demDach der BeBa Unternehmensgruppe(Hemmingstedt) werden die ehemaligenReinfelder Firmen BalticSolar und Constirlingüberleben. Der neue Name lautet:BeBa-Energiekonzepte. Unmittelbarneben der Autobahn behalten 30 vonehe mals 60 Mitarbeitern ihre Arbeitsplätze.„Wir wollen mit einer kleinenMannschaft starten – mit dem Ziel, unserealte Stärke zurückzugewinnen“, betontGeschäftsführer Andreas Höchst. Er seiaber sicher, daß sich die Firma in partnerschaftlicherZusammenarbeit mit derBeBa Unternehmensgruppe wieder erholenund langfristig wieder Mitarbeitereinstellen werde. Gemeinsam mit AlexanderHansmann wird er weiterhin dieGeschicke der Firma leiten. Allerdingsunter einem anderem Namen: Aus BalticSolarwird „BeBa Energie-Konzepte“,eine Tochtergesellschaft der BeBa Unternehmensgruppeaus Hemmingstedt.Nach der Einleitung des Insolvenzverfahrenssei man sofort mit BalticSolarin Kontakt getreten, um eine Lösung fürdas renommierte Unternehmen anzubieten,so der Geschäftsführer Lars-UlrichKahl. BalticSolar, 2004 gegründet, wardurch die neue EEG-Verordnung und dieZahlungsunfähigkeit eines Großkundenins Schlingern geraten. „Durch die neueVerordnung sind 80 Prozent des Markteseingebrochen“, erklärt Hansmann.Damit eine so dramatische Wendungin Zukunft nicht mehr droht, setzt dieBeBa Unternehmensgruppe nicht mehrnur auf Solarenergie, sondern auf ganzheitlicheLösungen. Dazu gehören individuelleKonzepte für Unternehmen undGewerbe, eine Kombination aus allenArten regenerativer Energie – ob Photovoltaik,Blockheizkraftwerk oder Solar -thermie.Die BeBa Unternehmensgruppe bietetdas komplette Dienstleistungspaketfür regenerative Energieprojekte von derBeratung, Planung, Montage bis hin zurInbetriebnahme und Langzeitwartung.Persönliches Mitglied seit 2008Matthies bringtMaschinenpark aufden neuesten StandRendsburg – Mit einem Aufwand von450.000 Euro hat die Matthies DruckgussGmbH & Co. KG (Rendsburg) ihrenMaschinenpark auf den neuestenStand gebracht. „Durch die immer weitersteigende Nachfrage nach Neuproduktenim Bereich Druckguss wurdeauch der Anteil an Neuwerkzeugenund Vorrichtungen beständig größer“,erläutert Betriebsleiter Marco Matthiesdie Investitionen. Die bestehenden Ka -pa zitäten waren mehr und mehr bisan den Rand ihrer Möglichkeiten be -lastet. Um alle Aufträge termingerechtabwickeln zu können, wurden CNC-Fräsmaschinen sowie CNC-Erodiermaschinenangeschafft. Die Wettbewerbs -Messe-Equipment der neuesten Generation:Peter Preuss meldete für seinen Twister Wall Patent an.Die HSC-(High Speed Cutting) Fräsmaschineliefert beste Arbeit abfähigkeit konnte dadurch nochmals ge -steigert werden. Neben der Druckgie -ßerei ist der hauseigene Werkzeugbaudie zweite Kernkompetenz des Unternehmens.Sie ist im Laufe der Jahre einimmer wichtigerer Bestandteil bei derAuftragsvergabe geworden. WBPersönliches Mitglied seit 1979Die „Twister Wall“ – Preuss’ neuester MesseauftrittHolm – Beidseitig bedruckbare Lamellenvorhänge,die elektronisch um 180Grad drehbar sind, sind die neeusteInnovation der Preuss Messe BaugesellschaftmbH (Holm/Pinneberg). Als„Twister Wall“, so der Markenname,hatten sie auf der diesjährigen Hansebootin Hamburg Premiere. Aufgrundder kontinuierlichen Bewegung ver -fügen sie nicht nur über die doppelteWerbefläche; sie garantieren dadurchauch eine erhöhte Aufmerksamkeitvon Messe- und Ausstellungsbesuchern.Weitere Einsatzfelder sind Eventsaller Art und Konzerte, Bahnhöfe, Flughäfenoder Sportarenen. Geeignet sindsie auch, so Geschäftsführer PeterPreuss, für Fensterfronten im Einzelhandeloder in Hotels. Presse Messebaustrebt „ganzheitliche Konzepte füreinen unvergeßlichen Messeauftritt“an. 1846 als erstes Unternehmen seinerArt auf der Welt gegründet realisiert esheut mit 45 Mitarbeitern weltweit über180 Messestände. WBPersönliches Mitglied seit 200959


Namen und NachrichtenNEUES AUS DEM MITGLIEDERKREISGollan holt die gelben Säcke im Kreis Plön abmybet gibt dem Staatsvertragzum Glücksspiel keine ChanceMitarbeiterStefan Jührs imEinsatz für dieGollan RecyclingGmbHNeustadt – Mit zwei Großaufträgenbaut die Neustädter UnternehmensgruppeGollan ihren Recycling-Bereichweiter aus. Mit dem 1. Januar hat sie diekomplette Logistik um die gelben Säckeim Kreis Plön übernommen. Die Entsorgungerstreckt sich auf sämtlicheBereiche: 60.000 private Haushalte,Gewerbe, öffentliche Institutionen. Fürdiesen auf drei Jahre ausgeschriebenenAuftrag stellte Gollan zwölf neue Mitarbeiterein und schaffte vier zusätzlicheFahrzeuge an. Gleichzeitig gewannGollan nach Angaben des BetriebsleitersHolger Edler in Nordwestmecklenburgdie Papierentsorgung und dieSperrmüllabfuhr. Die Gollan RecyclingGmbH ist die größte Einzelfirma unterden 18 Gollan-Gesellschaften. Sie ist imgesamten norddeutschen Raum tätigund denkt auch über eine Expansionnach Nordrhein-Westfalen nach. WBPersönliches Mitglied seit 1999Hansa-Nord-Laborinvestiert in IngenieurePinneberg – Auf seine wachsende Märkteim Infrastrukturbau – Straßen Häfenund Flughäfen – reagiert die Hansa-Nord-Labor GmbH (Pinneberg) mit derErweiterung des Teams von 15 Mit -arbeitern um sechs weitere Ingenieurinnenund Ingenieuren. Gleichzeitighat die Ingenieur- und Prüfgesellschaftumfangreich in die Erweiterung ihresPrüfmaschinenparks investiert. So werdenbeispielsweise zukünftige be -schleu nigte Langzeit-Alterungen miteinem Druckalterungsbehälter für Bitumenund bitumenhaltige Bindemitteldurchgeführt. Die Griffigkeit von Stra -ßen und Flugfeldern misst die HNL nunmit einem neuen SKM-Fahrzeug (SKM= Seitenkraft-Messverfahren). Im Fokusder Auftraggeber stehen vor allem dieQualität und damit die Langlebigkeitder Projekte. Forschung und Entwicklunghaben im Hansa-Nord-Labor hohePriorität. Seit vielen Jahren übernimmtdas Unternehmen praxisorientierteF & E-Aufgaben für private wie öffentlicheAuftraggeber.WBFirmenmitglied seit 2009MatthiasDahmsKiel – Als eines der ersten Unternehmenhat die zur Unternehmensgruppemybet Holding SE (Kiel) gehörende PEILtd. Ende letzten Jahres eine Online-Glücksspiel-Lizenz in Schleswig-Holsteinerhalten. Mathias Dahms, Gründerund Vorstandssprecher: „mybetwurde in Schleswig-Holstein gegründet.Daher sind wir besonders stolz, dieLizenz mit der Nummer 1 in Händen zuhalten.“ Seit vielen Jahren ist mybet,das auch unter den früheren FirmierungenJaxx und Fluxx bekannt ist, einefeste wirtschaftliche Größe im Norden.Schleswig-Holstein hat es als einzi -ges Bundesland verstanden, ein euro -pa- und verfassungsrechtskonformesGlücksspielgesetz zu formulieren, dasdie Interessen der Spieler, der Anbieterund des Landes gleichermaßen berücksichtigt,ist Dahms überzeugt. DerGlücksspielstaatsvertrag der anderen15 Bundesländer, dem Schleswig-Holsteinaufgrund der veränderten politischenMehrheiten per Landtagsbeschlußinzwischen auch beigetreten ist,sei dagegen bereits heute zum Scheiternverurteilt. Denn er lasse entscheidendeGrundsätze der europäischenGesetzgebung unberücksichtigt. Insbe -sondere das Totalverbot von Casino undPoker im Internet sowie die Begrenzungder Sportwettlizenzen auf 20 werdevon Verfassungs- und Europarechtlernscharf kritisiert. Nachdem der Bundesgerichtshofim Januar dem EuropäischenGerichtshof einige zentrale Fragenzur Entscheidung vorgelegt hat,erwartet Dahms, „daß sich in Zukunfteine weitergehende Öffnung des Marktesin Deutschland vollzieht“. WBPersönliches Mitglied seit 2005Bockholdt baut sichein eigenes Haus inHamburgLübeck – Die Hamburger Niederlassungder Bockholdt Gebäudedienste KG(Lübeck) erhält ein eigenes Firmengebäude.Nachdem das Unternehmenbereits 2008 seine Lübecker Zentraleerweitert hatte, investiert es jetzt 1,6Millionen Euro in das neue Firmengebäude,das von dem ArchitekturbüroGröpper entworfen wurde, in der HamburgerGrossmannstraße. Mit rund 900Beschäftigten und 400 Kunden gehörtdie Elbmetropole zu den größten Niederlassungendes Gebäudedienstleisters.Mit insgesamt 7.000 Mitarbeiternund über 3.800 Kunden zählt Bockholdtzu den Marktführern seiner Branche imNorden.WBPersönliches Mitglied seit 199560 Landesverband Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


A-Rosa startetSommer-Promotion:NEUES AUS DEM MITGLIEDERKREISEEP erweitertPartnerschaft:Jetzt auch in Lübeck... IM ÜBRIGENJens Broder Knudsen■ Der Landesverband Schleswig-Holsteindes Wirtschaftsrates der CDU e.V.hat Jens Broder Knudsen in den Landesvorstandkooptiert und damit planmäßigeinen Generationswechsel in seinemFührungsgremium eingeleitet.Knudsen ist in dem 1858 gegründetenFamilienunternehmen Geschäftsfüh -render Gesellschafter der Sartori & BergerGmbH & Co. KG (Kiel) und koordiniertfür den Wirtschaftsrat bereits dienorddeutschen Forderungen zur Entwicklungder maritimen Infrastruktur.■ Die Sektion Neumünster hat aufihrer Mitgliederversammlung einstimmigHolger Bajorat als ihren Sprecherwiedergewählt. Neu in den Vorstandgekommen ist Martin Krumm, Ge -schäftsführer Krummweb UG.Flensburg – Mit Wirkung vom 01. Januarhaben die Sozietäten Ehler Ermer& Partner (Flensburg/Rendsburg/Kiel/Neu münster) sowie Syring-Schell-Schmit (Lübeck) ihre Aktivitäten zusammengelegtund firmieren gemeinsamals Ehler Ermer & Partner. An ihren nunmehrfünf Standorten in Schleswig-Holsteinbetreuen die Wirtschaftsprüfer,Steuerberater, Rechtsanwälte mit 16Partnern und rund 140 Mitarbeiternihre mittelständischen Mandanten. EEPist damit eine der größten und erfolgreichstenKanzleien im nördlichstenBundesland. Als Hintergrund des Zu -sammenschlusses werden die langfristigeQualitätssicherung der Beratungsowie Anpassungserfordernisse aneuropäische Entwicklungen und globalisierteMärkte genannt: „Es galt, fürdie kommenden Jahre und Jahrzehntedie umfassende steuerrechtliche undbetriebswirtschaftliche Beratungskom -petenz auszubauen und möglichst umden Bereich des Wirtschaftsrechtes zuerweitern.“ Mit „großer Freude“ berichtendie Partner gegenüber ihrer Mandantschaftvon der Fusion, weil „zweibedeutende Kanzleien mit Traditionund vielen Gemeinsamkeiten bezüglichPraxisstruktur, Beratungsqualität undDienstleistungsverständnis auf Augenhöhezusammengefunden haben, umdiese Kompetenz unter einem gemeinsamenDach zu bündeln.“ WBFirmenmitglied seit 2004Wei terhin im Vorstand bleiben: JörgHiller, Geschäftsführer Hiller Feinwerk -tech nik & Gerätebau GmbH, ManfredMaletzky, Geschäftsführer GISMA SteckverbinderGmbH, sowie Jan Osterloh,Rechtsanwalt und Steuerberater ParbsOsterloh & Partner.■ Die nordeuropäische Emobil-Rallyewird am Wochenende des 8. und 9. Juni2013 ihre dritte Auflage erleben. DieStrecke führt neben Dänemark auchnach Sylt. Der Wirtschaftsrat wird wiedermit dabei sein. Interessenten aneiner Teilnahme sollten mit der LandesgeschäftsstelleKontakt aufnehmen.Dr. Bertram ZitscherLandesgeschäftsführer„Mehr geht nicht!“Unter dieser Maxime startet die A-ROSAFlussschiff GmbH ihr zeitlich begrenzt verfügbaresAngebot „Aktiv-Verwöhnpaket“.Damit setzt das Unternehmen für dieGäste auf relevante und attraktive Inklusivleistungen,die durch ein Mehr an Komfort,Service und Genuss überzeugen. DasPaket richtet sich an Kreuzfahrt-Einsteigerund -Kenner und bietet unter anderem:■ Premium-Getränke,■ einen exklusiven Spezialitätenabendmit kulinarischen Genussmomenten,■ drei bis neun Ausflüge frei nach Wahlund abhängig von der Reisedauer,■ die kostenlose Nutzung der bordeigenenA-ROSA Tourenräder,■ bei Buchung der Bahnanreise das kostenloseUpgrade in die 1. Klasse.Weitere Annehmlichkeiten erwarten dieGäste an Bord und Land bei einer Preisersparnis(von 350 bis 1.000 Euro p/ Person)je nach Dauer der Kreuzfahrt. Viele Termineohne Einzelkabinenzuschlag.Das „Aktiv-Verwöhnpaket“ ist ab so -fort buchbar und gilt für Reisen ab fünfNächten von Mai bis September 2013 aufden Fahrtgebieten Rhein/Main/Mosel,Rhône/Saône und Donau.Die A-ROSA Flussschiff GmbH mit Sitz inRostock ist mit ihren modernen Premiumschiffenauf Donau, Rhône/Saônesowie Rhein/Main/Mosel spezialisiertund bietet vielfältige Reisen zu den ThemenKultur, Golf und Genuss. Seit dem2. Juli 2012 ist die A-ROSA SILVA als zehntesKreuzfahrtschiff der Flotte im Einsatzund macht den Rhein-Main-DonauKanal erlebbar. Das Schwesterschiff A-ROSA FLORA wird im Frühjahr 2014getauft und in den Dienst gestellt.Weitere Informationen unterhttp://www.arosa-verwöhnpaket.deoder unter der A-ROSA Servicenummer+49 (0)381 202 6001.61


Vorschau Landesverband Schleswig-Holstein / ImpressumVERANSTALTUNGSVORSCHAU18. März 2013 · Güby/LouisenlundBildungspolitische Konferenz /PodiumsdiskussionEinführungsreferat:Günther Hohlweg, Corporate HumanRessources Siemens AG, MünchenPodium:Anke Erdmann MdL, Vorsitzende desBildungsausschusses im schleswigholsteinischenLandtag;Dr. Sven Mohr, Schulleiter EckenerSchule Flensburg;Barbara Ostmeier MdL, Vorsitzendedes Ausschusses Innen und Rechtder CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein;Dr. Roderich Stintzing, Geschäfts -füh render Gesellschafter Institut fürTalententwicklung GmbH„Bessere Chancen für benachteiligteJugendliche!“Moderation: Ulrich Wiethaup, Leiterder Landesfachkommission Bildungund Wirtschaft19. März 2013 · SchwarzenbekPeter Lindlahr, GeschäftsführerhySolutions GmbH„Perspektiven einer Wasserstoff -wirtschaft im Zuge der Energiewendefür den Norden“19. März 2013 · LübeckPodiumsdiskussionStephan Cosmus, SchulleiterFriedrich-List-Europaschule;Anette Röttger, Vorsitzende derCDU-Lübeck;Thomas Schmittinger, SchulleiterKatharineum zu Lübeck;Dr. med. Winfried Stöcker, VorstandsvorsitzenderEUROIMMUNMedizinische Labordiagnostika AG„Bildungsvielfalt am WissenschaftsstandortLübeck – neueOberstufen angebote und die Zukunftder Gymnasien – Sind wir auf demrichtigen Weg?“Moderation: Dr. Wilhelm Wessel,Sprecher der Sektion Lübeck10. April · MeldorfBetriebsbesichtigungKarsten Evers, GeschäftsführenderGesellschafter der Evers Druck GmbH„Die Druckindustrie im Wandel –Symbiose von Druck undelektronischer Kommunikation“17. April 2013 · LütjenburgMitgliederversammlungder Sektion Plön/Ostholstein mitWahlen des Sektionsvorstands17. April 2013 · LütjenburgBetriebsbesichtigungFriedehelm Klingenburg, GeschäftsführerMerz Dental GmbH„Industrielle Fertigung undEntwicklung – Perspektiven amStandort Schleswig-Holstein“25. und 26. April 2012 · Bremerhaven4. Norddeutscher Wirtschaftstag NWTu.a. mit:Prof. Dr. Kurt Lauk,Präsident des Wirtschaftsratesder CDU e. V.;Karl Gernandt, Chairman derKuehne + Nagel International AGPodium I:Maritime Infrastruktur – Investitionin die ZukunftPodium II:Fachkräftemangel und DemographiePodium III:Offshore-Windenergie: Eineentscheidende Säule derEnergiewende22. Juni 2013 · Kiel(nur für Mitglieder)Regattabegleitfahrt zur Kieler WocheEhrengast: Reimer Böge MdEP,Vorsitzender der CDU-Schleswig-Holstein24. Juni 2013 · BerlinParlamentarischer Abendfür Delegierte der fünf norddeutschenLandesverbände25. Juni 2013 · BerlinWirtschaftstag50-jähriges JubiläumÄnderungen vorbehaltenIMPRESSUMHerausgeber, V.I.S.d.P.:Wirtschaftsrat der CDU e.V.Landesverband HamburgConrad Seiffert (Sei)LandesgeschäftsführerColonnaden 25/II. Stock20354 HamburgTel.: 040-30 38 10 49Fax: 040-30 38 10 59E-Mail: LV-HH@wirtschaftsrat.deLandesverband Schleswig-HolsteinDr. Bertram Zitscher (BZ)LandesgeschäftsführerKleiner Kuhberg 2-6, 24103 KielTel.: 0431-67 20 75Fax: 0431-67 20 76E-Mail: LV-S-H@wirtschaftsrat.dewww.wirtschaftsrat.deRedaktion:Dr. Christina Arndt (CA)Wolfgang Buhmann (WB)Ehrhard J. Heine (EJH)Dr. Manfred Hermann (He)Simone Niekammer (Ni)Nicole Weich (We)Bildnachweis:nicht gesondert gekennzeichneteBilder WR-ArchivErscheinungsweise: 4 x pro JahrAuflage: 5.000 ExemplareSatz/Layout (Wolfgang Schlett, KGV),Herstellung und Anzeigen:copy-druck Gesellschaft für Digital- undOffsetdruck mbHNeumann-Reichardt-Straße 27-33 (Haus 21)22041 HamburgTelefon: +49 (0) 40- 689 45 45Telefax: +49 (0) 40- 689 45 444E-Mail: info@copy-druck.dewww.copy-druck.deDer Bezugspreis ist im Mitglieder beitragenthalten. Namentlich gekennzeichneteArtikel geben nicht die Meinung desHerausgebers wieder. Für unverlangteingesandte Manuskripte wird keineHaftung übernommen.Das nächste Heft erscheint im Juni 2013 mit dem Schwerpunktthema ITK.62 Landesverband Hamburg und Schleswig-Holstein | Ausgabe März 2013


Erfolgreich werbenunter FreundenMit IhrerAnzeige imWIRTSCHAFTSRATerreichen Sierund 12.000Unternehmenund Unternehmerin Deutschlandund Europa.Für alle, die erfolgreichwerben wollen!Infos unter: LV-HH@Wirtschaftsrat.deWerben mit Format!Das richtigeWerbeformat finden?Wir beraten Sie gern.info@copy-druck.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine