Zu Hause pflegen - bleiben Sie gesund Sommer 2013 - Gemeinde ...

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Zu Hause pflegen - bleiben Sie gesund Sommer 2013 - Gemeinde ...

Körperliche Belastungen – mit Bewegungskonzepten vorbeugen und entgegenarbeitenKörperliche Belastungen – mit Bewegungskonzeptenvorbeugen und entgegenarbeitenHäusliche Pflege kann an körperliche Schwerstarbeitgrenzen, wenn etwa ein pflegender Angehöriger denPflegebedürftigen umbetten oder in eine Sitzpositionbringen muss. Auf die Dauer und vor allem bei ungünstigenBewegungsabläufen kann das den Rücken despflegenden Angehörigen belasten, ja sogar nachhaltigschädigen. Zu den möglichen Folgen dieser Belastungzählt der Bandscheibenvorfall. Dabei wird die Bandscheibe,Puffer zwischen den einzelnen Rückenwirbeln,aus ihrer richtigen Position herausgedrückt.Die Beschwerden wie Schmerzen oder Sensibilitätsstörungenhängen davon ab, wo der Bandscheibenvorfallauftritt und ob Nerven beziehungsweise Nervenwurzelnbeteiligt sind. Betroffen ist vor allem derLendenwirbelsäulen-, seltener der Nackenwirbelbereich“,sagt Christian Hassel vom AOK Bundesverbandin Berlin. Im schlimmsten Fall läuft das auf eine Operationhinaus. Vorbeugemaßnahmen können dazubeitragen, diese und andere Belastungsschäden zuvermeiden.Gute Kenntnisse und körperliche FitnessDer erste Schritt ist ein von der Pflegekasse finanzier terPflegegrundkurs. Hier lernen pflegende Angehörigeunter anderem verschiedene Möglichkeiten etwa zurLagerung des Pflegebedürftigen. Hilfreiche Ergänzungendazu sind Anleitungen im häuslichen Umfeld; zumgelegentlichen Nachschauen bietet sich die Video-Dokumentation der Bewegungsabläufe auf der Internetseiteder AOK an.Maßnahme Nummer zwei ist eine Daueraufgabe: Jegesünder und fitter der eigene Körper ist, umso besserkann er körperliche Belastungen meistern. VielfältigeBewegung und Sport stärken die Muskeln und wirkenVerspannungen entgegen. Neben sportlichen Aktivitätenetwa im Verein bieten sich Rückenschulen sowieFitness- und Präventionskurse der Krankenkassen an.Speziell auf den Personenkreis der pflegenden Angehörigenzugeschnittene Gesundheitskurse gibt es allerdingseher selten. „Falls kein spezielles Programm vorhandenist, können pflegende Angehörige natürlich wiealle anderen Versicherten die klassischen Gesundheitskurseihrer Krankenkasse nutzen“, sagt Hassel.Kinästhetik-Kurse für pflegende AngehörigeEine spannende dritte Möglichkeit, Rücken- und anderenkörperlichen Beschwerden entgegenzuwirken, eröffnetdas Bewegungskonzept Kinästhetik, ein Begriff,der mit „Kunst oder Wissenschaft der Bewegungswahrnehmung“übersetzt werden kann. Dieses Konzeptbeschäftigt sich mit der Wahrnehmung und der Steuerungmenschlicher Bewegung und ihrer Wirkung imKörper. Es wird mitt lerweile an vielen Orten in ganzDeutschland in Kursen gezielt für pflegende Angehörigeangeboten.Kinästhetik beinhaltet mehrere Aspekte: „Es ist wichtig,dass pflegende Angehörige lernen, auf sich selbstzu schauen. Nur wenn sie frühzeitig ihre Belastungenund auch ihre Grenzen wahrnehmen, können sie Überbelastungenvermeiden. Bei diesem Sensibilisierungsprozessunterstützen wir sie in unseren Kursen“, erläutertMaren Asmussen-Clausen, Geschäftsführerin desVereins Kinaesthetics Deutschland in Flensburg. AmAnfang eines Kurses wird deshalb gefragt: Wie bewegeich mich im Pflegealltag? Wie kann ich mich selbst spüren?Wie gehe ich mit Gewicht um? Dann geht es darum,wie sich Belastungen vermeiden oder reduzierenlassen und welche Hilfsmittel dabei auf welche Weiseunterstützend eingesetzt werden können. „Es gibt zweiunterschiedliche Herangehensweisen in der Pflege“,so Asmussen-Clausen. „Ich kann meinem Angehörigennahezu jeden Handgriff abnehmen. Ich kann jedoch4

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