sprechstunde DMP Asthma bronchiale – Segen oder Fluch?

medkomm

sprechstunde DMP Asthma bronchiale – Segen oder Fluch?

info

Das Magazin für die

Arzthelferin

praxisteam

rezeption: Konflikte im Team lösen

praxisorganisation: Qualitätsmanagement kommt!

kaffeepause: Preisrätsel mit tollen Gewinnen

sprechstunde

DMP Asthma bronchiale

Segen oder Fluch?

In Kooperation mit und

1/07


Die Zeit ist reif …

Der Beruf der

Arzthelferin ist in

Bewegung geraten:Praxisabläufe

haben sich

grundlegend geändert,

neue

Gesetze müssen

möglichst schnell im Alltag umgesetzt

werden und der Beratungsaufwand

ist deutlich gestiegen um nur

drei der bedeutendsten Faktoren zu

nennen. Die Umbenennung zur Medizinischen

Fachangestellten ist davon

sichtbarer Ausdruck.

Für die Ärztin oder den Arzt ist das

Praxisteam unentbehrlich geworden

und dabei ist vor allem Kompetenz

»Aktuell und praxisorientiert

mit Themen

mitten aus dem Alltag.«

gefragt. Für die eine Helferin im Team

kann das vor allem Kompetenz in der

Beratung und Betreuung der Patienten

sein, für andere vielleicht eher

in der Abrechnung, der EDV oder im

organisatorischen Bereich. Ohne gute

Teamarbeit geht heute jedenfalls

nichts mehr.

Genau hier setzt an.

Das neue Medium wird mit der Fachzeitschrift

„Der Hausarzt“ an alle

Hausarztpraxen in Deutschland verschickt

und greift die Veränderungen

im Betätigungsfeld der Arzthelferin

auf. Nicht akademisch, sondern mit

Themen mitten aus dem Alltag. Die

drei redaktionellen Säulen von

Rezeption, Sprechstunde

und Praxis-Organisation sind

lernfeldzentriert und praxisorientiert

aufbereitet: Checklisten, Tests, Praxistipps

geben konkrete, leicht umsetzbare

Hilfen. Spiel und Spaß gibt es in

der „Kaffepause“ am Ende des Heftes

dort warten dieses Mal Ernährungstipps

für die Mittagspause und ein

tolles Gewinnspiel. In Ko operation

mit unserem Partner, der AOK, hilft

Ihnen so, den Alltag

angenehmer zu gestalten und Ihre

Aufgaben leichter umzusetzen.

Sie, liebe Leserinnen und Leser, können

uns dabei unterstützen indem

Sie uns ehrlich sagen, was Ihnen

gefällt, was wir noch besser machen

können und welche Themen Sie

besonders interessieren. Schreiben

Sie einfach eine kurze Mail an die

Redaktion (praxisteam@medkomm.

de). Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihnen Ihre

Dr. Monika von Berg

Chefredakteurin info praxisteam

INHALT

rezeption

4 Trotz Durststrecken ein

total schöner Beruf

Interview mit Sabine Rothe

6 Nicht einfach nur Durchboxen

So managen Sie Konflikte im

Praxisteam

sprechstunde

8 Segen oder Fluch?

Das neue DMP für Asthma

bronchiale kommt.

praxisorganisation

12 Der Countdown läuft

Qualitätsmanagement in der

Hausarztpraxis.

kaffeepause

15 Powerpause in der Praxis

Ernährungstipps für jeden Tag.

16 Preisrätsel

Gewinnen Sie ein

Verwöhnwochenende

für Zwei!

impressum

Herausgeber:

ein Verlag der Urban & Vogel GmbH, in

Kooperation mit dem AOK-Bundesverband

Verlag

MED.KOMM., Neumarkterstr. 43, 81673 München

Tel.: (089) 43 72-13 62; Fax: -13 60

Redaktion:

Dr. Monika von Berg (Chefredakteurin, v.i.S.d.P.)

Anschrift wie Verlag, vonberg@medkomm.de

Friederike Klein (FK, Redaktionsleitung)

praxisteam@medkomm.de

Druck:

Stürtz GmbH, Beethovenstraße 5, Würzburg

wird zusammen mit der

Zeitschrift verschickt.

Titelbild: Klaus Rose

info praxisteam 3


??????????

Trotz Durststrecken ein

total schöner Beruf!

Der Beruf der Arzthelferin ist in Bewegung. Ständig kommen neue Aufgaben

auf das Team der Hausarztpraxis zu, beispielsweise mit DMPs, Hausarztverträgen

und Qualitätsmanagementvorgaben. Auch die Ausbildung ist

komplett reformiert worden. Über neue Herausforderungen und aktuelle

Probleme im Berufsalltag sprachen wir mit Sabine Rothe, Präsidentin des

Verbands medizinischer Fachberufe e.V.

Sabine Rothe Zittau, Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V.

?

Aus der Arzthelferin ist die medizinische

Fachangestellte geworden.

Warum?

Rothe: In den letzten Jahren hat sich der

gesamte Praxisablauf, sowohl in Facharztals

auch Hausarztpraxen, deutlich geändert.

In Facharztpraxen haben wir mit

immer spezialisierteren Abläufen zu tun,

in der Hausarztpraxis ist immer stärker die

psychosoziale Komponente gefordert aufgrund

der demographischen und soziologischen

Entwicklung. Der Beratungsaufwand

wird immer höher, die Familienstrukturen

haben sich geändert und es

muss viel mehr koordiniert werden. Auch

auf die häufigen gesetzlichen Änderungen

muss immer schneller und mit hohem Wissen

reagiert werden.

? Was hat sich in der Ausbildung konkret

geändert?

Rothe: In den Berufsschulen wird jetzt

nicht mehr in einzelnen Fächern, sondern

in Lernfeldern unterrichtet. Damit wird die

Praxissituation stärker in den Schulunterricht

hinein geholt. Die Bereiche werden

nicht losgelöst voneinander gesehen, sondern

so, wie sie auch in der Praxis im

Zusammenhang stehen. Das soll eine größere

Handlungskompetenz ermöglichen.

WEBTIPPS

www.vmf-online.de

Der Verband der medizinischen

Fachberufe e.V. im Internet

www.bildungswerkgesundheit.de

Bildungswerk des Verbandes

medizinischer Fachberufe e.V.

4 info praxisteam 1·2007

Zudem steht das Lernen des Lernens stärker

im Vordergrund. Bei der Komplexität,

die gerade auch im ambulanten Bereich

auf uns zukommt, ist es nicht damit getan,

dass man einmal etwas gelernt hat und

dann fit für die Zukunft ist. Die Kolleginnen

müssen lernen, ständig Neues aufzunehmen.

Außerdem wurde ein neuer inhaltlicher

Schwerpunkt auf den Bereich Prävention

gesetzt mit Themen wie Gesundheitsvorsorge,

Früherkennung von Krankheiten

und Gesundheitsförderung. Eine wichtige

Rolle spielen außerdem die Bereiche Hygiene,

Arbeitsschutz und Notfallmanagement.

?

Wie sieht derzeit der Arbeitsmarkt

für Arzthelferinnen/Medizinische

Fachangestellte aus?

Rothe: Wir haben einerseits arbeitslose

Kolleginnen, es werden aber auch Kolleginnen

gesucht, vor allem im fachärztlichen

Bereich und besonders in bestimmten

Regionen. Die Crux an dem Ganzen

ist, dass es meistens Teilzeitstellen sind.

Davon kann eine Mitarbeiterin nicht

leben. So haben wir eine hohe Fluktuation

aus dem Beruf, zum Teil in andere Felder

der Patientenversorgung hinein, z.B. bei

Krankenkassen oder Rehazentren, aber

auch in nichtmedizinische Bereiche. Uns

gehen so im hausärztlichen Bereich derzeit

viele gute Kolleginnen verloren. Die

massive Umwandlung von Vollzeit- in

Teilzeitarbeitsplätzen ist dramatisch für

die Frauen!

INTERVIEW

? Und wer macht dann die Arbeit?

Rothe: Oftmals werden die Mitarbeiterinnen

zwar für 25 Stunden bezahlt,

gehen aber doch 40 Stunden arbeiten.

Gerade in Hausarztpraxen ist die Identifikation

mit der eigenen Praxis sehr hoch.

Das macht ja das besondere, das angenehme

Arbeitsverhältnis aus: Ich fühle mich

wohl in meiner Praxis. Nur diese Einstellung

rettet unser ambulantes Gesundheitswesen

auf der Seite der Ärzte ebenso wie

auf der Seite der Mitarbeiterinnen.

?

Was empfehlen Sie jungen Kolleginnen

für den weiteren Berufsweg?

Rothe: Chancen bieten sich zum Beispiel

durch Qualifikation in Bereichen, wo die

Praxis zusätzlich etwas anbieten kann.

Sinnvolle Selbstzahlerleistungen, zum Beispiel

Impfberatung, aber auch Beratungsleistungen

bei DMPs auf die Kolleginnen

kommt sicher immer mehr zu. Interessant

ist auch eine Qualifikation im Bereich Praxismanagement.

Zwar gibt es einen Trend

zu medizinischen Versorgungszentren,

»Die Umwandlung von Vollzeit- in Teilzeitstellen

ist dramatisch.«

aber im Hausarztbereich, besonders auf

dem Land, wird es weiter Einzelpraxen

geben, die qualifizierte Mitarbeiterinnen

für Management und administrativen

Bereich brauchen. Auch die Anforderungen

an das Qualitätsmanagement sind eine

neue Herausforderung, der man sich stellen

muss. Wir bieten viele Fortbildungsmöglichkeiten

über unser eigenes Bildungswerk

an und arbeiten auch eng mit


dem Institut für hausärztliche Fortbildung

IhF zusammen.

?

Wie hat sich das Aufgabenfeld der

Arzthelferin im Hausarztbereich

verändert?

Rothe: Es gibt heute viel mehr zu koordinieren,

und die Kolleginnen übernehmen im

Delegationsverfahren immer mehr Aufgaben.

Praxisabläufe werden momentan sehr

stark optimiert, weil beispielsweise die Zahl

der Hausbesuche im ländlichen Bereich

immer weiter zunimmt. Da fährt die Mitarbeiterin

einige Tage vor dem Hausbesuch ins

Pflegeheim zum Blutabnehmen und wenn

der Arzt kommt, hat er schon die Ergebnisse

vorliegen. So werden immer mehr Leistungen

von Mitarbeiterinnen übernommen in

Delegation des Arztes natürlich.

?

Wie passt das zu mehr Teilzeit- statt

Vollzeitstellen?

Rothe: Das ist natürlich eine groteske Situation.

Wir haben darüber auch mit den Arztverbänden

und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

(KBV) gesprochen. Im Grunde

bedeutet das eine Gefährdung der Patientensicherheit,

was die Politik durch die

derzeitige Gesetzgebung da initiiert: Sie fordert

Qualität und bezahlt immer weniger.

Dadurch entsteht eine Spirale, dass Kolleginnen

in den Praxen immer weniger eingesetzt

werden, obwohl die Arbeiten erledigt

werden müssen das bedeutet eine Gefährdung

der Patienten.

?

Was ist für Sie selbst das Spannende

an dem Beruf der Arzthelferin/

Medizinischen Fachangestellten?

Rothe: Es ist eine so schöne Verquickung

zwischen dem medizinischen Wissen und

der psychosozialen Komponente. Dazu

kommt das Gefühl, gebraucht zu werden,

und etwas weitergeben zu können. Jeder

Tag ist spannend und eine Herausforderung.

Das fordert zwar wahnsinnig viel von

mir, aber ich bin das mit Leib und Seele. Gut

gehen kann es einem in unserem Beruf

auch nur, wenn man das engagiert und mit

Leib und Seele tut auch wenn man durch

die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen

derzeit viele Durststrecken

überwinden muss. Es ist trotzdem ein total

schöner Beruf!

Das Interview führte Friederike Klein.

Biotop Tastatur

Auf Tastaturen in Krankenhäusern und Arztpraxen findet

sich eine überraschende Vielzahl von mikroskopisch

kleinen unerwünschten Mitbewohnern, stellte eine

amerikanische Studie fest: Staphylokokken,

Mikrokokken, Enterokokken und gram-negative

Stäbchenbakterien. Deshalb empfehlen die

Wissenschafter: Tastaturen in Arztpraxen

mindstens einmal täglich mit

herkömmlichen flüssigen Reinigungsmitteln

desinfizieren.

Ernährungsratgeber für Patienten

Zuzahlungsinfo

f Regelmäßig wird die Liste, bei welchen

Medikamenten die Zuzahlung für

gesetzlich versicherte Patienten entfällt,

erweitert. Derzeit umfasst sie

9.471 Präparate. Damit Sie und Ihre

Patienten nicht den Überblick verlieren,

bietet die AOK auf ihrer Gesundheitspartnerseite

aktuelle, umfassende,

neutrale und werbefreie Befreiungslisten

sowie ein Informationsblatt „Zuzahlungsfreie

Generika“ für Patienten zum

Download an. Die Listen werden alle

zwei Wochen aktualisiert. Sie gelten für

alle gesetzlich Versicherten unabhängig

von der jeweiligen Krankenkasse.

www.aok-gesundheitspartner.de

rezeption

f Die Ernährung pflegebedürftiger Angehöriger erfordert großes Engagement und

Wissen von den betreuenden Familienmitgliedern. Der neue HEILBERUFE-Ratgeber

Ernährung für Patienten und pflegende Angehörige informiert in verständlicher Weise

über wichtige Themen wie gesunde Ernährung, Mangelernährung, Austrocknung,

Diabetes, Ernährung bei onkologischen

Erkrankungen sowie Verordnungsfragen

bei enteraler Ernährung. Der

Laien-Ratgeber für Betroffene und

Angehörige ist parallel zum HEILBE-

RUFE Spezialheft „Ernährung“

erschienen, das sich an alle Gesundheitsberufe

richtet. Informationen

und Bestellmöglichkeiten für beide

Hefte auch in größeren Stückzahlen

finden Sie im Internet unter

www.heilberufe-online.de.

Zahlen & Fakten

Deutsche sind im Europavergleich

besonders gesundheitsbewusst.

Das zeigte eine Studie, bei der

25.000 Europäer befragt wurden.

4 von 10 Mitbürger gaben an,

3 und mehr Aktivitäten zur

Verbesserung ihrer Gesundheit

ergriffen zu haben. So nehmen sie

regelmäßig Vitamine und Mineralstoffe

zu sich und versuchen,

ihr Gewicht zu reduzieren.

Etwa 9 von 10 fühlen sich gut

informiert über Gesundheitsthemen

und das besonders von

ihrem Arzt und seinem Team.

Foto: Photodisc

info praxisteam 1·2007 5


ezeption

Konflikte im Praxisteam lösen

Nicht einfach nur

durchboxen!

Wo Menschen zusammen leben oder arbeiten, gibt es

ab und an auch Zoff. Das ist normal und nicht gleich

ein Alarmsignal. Doch werden kleinere Konflikte nicht

bewältigt, können ausgewachsene Krisen daraus

werden. Besser Sie lernen, Konflikte zu managen.

Konflikte tragen wir tagtäglich aus

und meistens ist das keine große

Sache. Mal gibt der eine nach, mal der

andere und oft kann man sich auch einfach

in der Mitte treffen der klassische

Kompromiss. Das ist für viele so selbstverständlich,

dass wir es kaum noch

bewusst wahrnehmen. Schwierig wird

es häufig dann, wenn bestehende Interessenkonflikte

nicht angesprochen werden.

Schnell entsteht ein Teufelskreis,

der auf Ebenen ausgetragen wird, die

mit dem eigentlichen Konfliktthema gar

nichts mehr zu tun haben.

Typische Konflikte im Team

Das Instituts für betriebswirtschaftliche

Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung

(IFABS) in Düsseldorf sammel-

6 info praxisteam 1·2007

te über seinen Internet-Kummerkasten

(kummerkasten@ifabs.de) E-Mails zum

Thema „Was stört Arzthelferinnen bei

der Arbeit?“ Die häufigsten Probleme

innerhalb des Praxisteams betrafen

dabei die „Pflege von Herrschaftswissen“.

Statt wichtige Informationen mit

allen zu teilen, versucht ein Teammitglied,

sich durch dieses Wissen gezielt

einen Vorteil zu verschaffen.

Was tun?

Der erste Schritt einen Konflikt zu lösen

ist immer, ihn zu erkennen. Das ist leichter

gesagt als getan. Wichtigste Frage:

Handelt es sich um einen Sachkonflikt

oder um einen Beziehungskonflikt? Oft

sind unterschwellige Sachkonflikte über

Tage und Wochen so eskaliert, dass das

eigentliche Thema zur Nebensache wurde.

Stattdessen gibt es persönliche

Angriffe, Gegenangriffe und nicht selten

nur Verlierer. Wenn Sie ein solches Problem

zwischen Kolleginnen erkennen,

sollten Sie schnell handeln:

f Sprechen Sie den Konflikt offen an,

auch wenn die „Gegner“ sich nicht

offen angreifen. Je heikler das Thema,

desto direkter sollte der Einstieg

sein. Führen Sie zunächst Einzelgespräche

und verschaffen Sie sich ihr

eigenes Bild.

f Bleiben Sie neutral. Nur wenn beide

Parteien Ihnen vertrauen, haben Sie

eine Chance, das Problem aus der

Welt zu schaffen.

f Decken Sie die Interessen hinter den

jeweiligen Positionen auf: „Was

müsste sich ändern, damit Du zufrieden

bist?“

f Bleiben Sie geduldig, auch wenn Sie

vielleicht anderer Meinung sind als

Ihr Gegenüber. Zuhören heißt nicht

zustimmen.

Wenn Sie das Problem nicht innerhalb des

Teams lösen können, bleibt nur der Weg

nach oben. Bevor Sie den Chef um Rat oder

Vermitttlung bitten, sollten Sie aber gut überlegen,

ob er dazu der Richtige ist. Denn vielleicht

ist er ja selbst betroffen und damit Teil

des Problems. Professionellen Rat gibt es für

alle Arzthelferinnen/Medizinische Fachangestellte

bislang kostenlos bei kummerkasten@ifabs.de.

E-Mail genügt. RM •

Vorbeugen ist

immer besser

- Klare Spielregeln helfen dabei,

Konflikte im Praxisteam erst gar

nicht entstehen zu lassen. So sind

regelmäßige Teambesprechungen

die beste Garantie dafür, dass keine

wichtigen Informationen versteckt

werden. Und dass niemand schlecht

über Kolleginnen redet, die gerade

nicht anwesend sind, sollte eigentlich

selbstverständlich sein. Außerdem

ist wie beim Sport „Teambuilding“

wichtig. Unternehmen Sie ab

und an auch mal privat etwas mit

den Kolleginnen so lernen Sie

sicher manche neue Seite kennen.


Darmkrebsfrüherkennung

angenommen

Mehr als 1,7 Millionen Menschen

haben im Rahmen der gesetzlichen

Krankenversicherung zwischen Oktober

2002 und Dezember 2005 eine

Darmspiegelung zur Früherkennung

von Krebs vornehmen lassen. Das

waren nach Angaben des Zentralinstituts

für die kassenärztliche Versorgung

8,8 Prozent der anspruchsberechtigten

Männer und 10,2 Prozent

der berechtigten Frauen. Neben dem

Test auf Blut im Stuhl und der Tastuntersuchung

ab dem 50. Lebensjahr

haben seit Oktober 2002 alle

gesetzlich Krankenversicherten nach

Beendigung des 55. Lebensjahres

Anspruch auf eine Koloskopie,

bei der der gesamte Dickdarm

untersucht werden kann. Eine

Wieder-holung der Darmspiegelung

ist nach zehn Jahren vorgesehen. fk•

Foto: pixelquelle / Vogtländer

Blutzucker in der

Nase messen?

Amerikanische Mediziner arbeiten an

einem Atemtest zur Diagnose der Zuckerkrankheit.

Mit dem Verfahren soll Typ-1-

Diabetes rascher erkannt und das Überwachen

des Blutzuckerspiegels vereinfacht

werden. Das schmerzhafte oder zumindest

lästige Pieksen mit einer Nadel zur Entnahme

eines Blutstropfens könnte so entfallen.

Da bei Menschen mit überhöhtem

Blutzuckerspiegel die Konzentration von

Aceton in der Lunge erhöht ist, messen die

Wissenschaftler den Acetongehalt in der

Atemluft mit einem hochsensiblen Messverfahren.

Noch ist die Technik allerdings

nicht alltagstauglich. fk •

Foto: Klosterfrau Gesundheitsservice

Krankenstand weiter gesunken

Beschäftigte in deutschen Unternehmen lassen sich immer seltener krank schreiben.

2006 war jeder Mitarbeiter im Durchschnitt 6,8 Tage krank gemeldet, geht aus

einer Aufstellung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Im Vorjahr waren es noch 7,2 Tage. Damit hat sich der Rückgang bei den Krankheitstagen

seit 1999 kontinuierlich fortgesetzt damals lag der durchschnittliche Krankenstand

noch bei 9,3 Tagen, so die Bundesagentur für Arbeit (BA). fk •

DMP wirkt

Anteil in Prozent

85%

sprechstunde

DMP verbessern Blutdruck- und Blutzuckerwerte

Nach drei Jahren zeigen 80%

sich bereits Erfolge des ersten

Chronikerprogramms: Diabe-

70%

62%

74%

tiker, die an Disease-Management-Programmen

(DMP)

60%

54%

57%

teilnehmen, werden besser 50% 47%

versorgt und leben gesünder.

Das geht aus dem bundesweit

ersten Zwischenbericht zur

Auswertung der Dokumenta-

40%

0 1 2 3

Blutdruck gut eingestellt

4 5 6 7 8 9 10

Blutzucker (HbA1c) gut eingestellt

11 12

Folgequartale

tionsbögen von etwa 36.000 Teilnehmern des AOK Programms „Curaplan“ für Typ-2-Diabetiker

in Rheinland-Pfalz hervor. So haben sich Blutzucker- und Blutdruckwerte der

Teilnehmer sehr positiv entwickelt. Die Ergebnisse der DMP-Evaluation bestätigen Datenauswertungen

des AOK-Bundesverbandes, die ebenfalls eine Verbesserung der medizinischen

Werte gezeigt hatten (s. Abb.). Weitere Evaluationsergebnisse aus anderen Bundesländern

werden in den nächsten Monaten folgen.“ fk •

Was ist eigentlich … EbM?

Wenn es um die Entwicklung von

medizinischen Leitlinien oder die Nutzenbewertung

von Therapien geht, fällt

immer wieder das Stichwort „evidenzbasierte

Medizin“ (EbM). Dahinter steht die

Vorstellung, dass eine moderne Medizin

auf den Ergebnissen großer Studien

beruhen sollte, die mit anerkannten wissenschaftlichen

Methoden durchgeführt

wurden, sowie auf der abgestimmten

80%

Meinung großer Expertengremien. Im

Alltag bezieht die EbM neben dieser wissenschaftlichen

Grundlage auch die

Erfahrung des Arztes mit ein. Denn der

muss nicht nur Leitlinien und Expertenempfehlungen

berücksichtigen, wenn er

über Diagnose- und Therapiemaßnahmen

entscheiden muss. Wichtig ist dafür

auch die ganz spezielle Situation jedes

einzelnen Patienten. fk •

Quelle: AOK Bundesverband

info praxisteam 1·2007 7


DMP Asthma bronchiale

Segen

oder

Fluch?

Auf den ersten Blick mögen die neuen

DMPs für Asthma bronchiale und COPD

wie ein Fluch erscheinen Planung,

Koordination, Vorbesprechung und das

Ausfüllen der Dokumentationsbögen

stellen wieder einmal zusätzliche Aufgaben

dar, die von uns erledigt werden

müssen. Aber der Aufwand ist im Verhältnis

zu dem, was der Patient gewinnt,

wirklich gering.

Asthma bronchiale ist eine obstruktive

Atemwegserkrankung mit

reversibler (rückgängig zu machender)

Verengung der Atemwege. Die Schleimhäute

reagieren überempfindlich und sind

chronisch entzündet. Auslöser der Atemnot

können allergische und nicht-allergische

Reize sein (vgl. Kasten rechts). Für

den Patienten bedeutet dies, dass sie

durch unterschiedliche Reize ständig der

Unsere Autorin Silke Schmitz ist Arzthelferin

in der allgemeinmedizinischen

Praxis von Dr. med. Manfred Diensberg

(li.) in Wetter, und sieht im DMP Asthma

viele Vorteile für Patienten.

8 info praxisteam 1·2007

Gefahr eines Asthma-Anfallesausgesetzt

sind, bei guter

medikamentöser Einstellung

aber auch nahezu

beschwerdefrei leben können.

Wider die Angst

Das Problem bei Asthmapatienten ist die

Angst vor den Atemnot-Anfällen, die meistens

nachts auftreten. Um diese Angst

nachvollziehen zu können, versuchen Sie

einmal, nur eine Minute durch einen

Strohhalm zu atmen. Sehr unangenehm,

oder? Ihr Vorteil: Sie nehmen den Strohhalm

weg und bekommen wieder genug

Luft. Der Asthmatiker kann dies nicht und

steigert sich eventuell durch seine Angst,

immer weniger Luft zu bekommen, in

einen Asthma-Anfall hinein. Durch richtige

Atemtechnik und atemerleichternde Körperstellungen

wie den Kutschersitz lernt

der Patient während seiner Asthma-Schulung,

eine Verschlimmerung der Atemnot

zu verhindern.

Das neue DMP kann

Asthma-Patienten

zusätzlich motivieren.

Foto: AOK

Patienteneinschreibung

Erfüllt der Patient die Teilnahmevoraussetzungen

(dies entscheidet der Arzt

nach einem Broncholyse-Test oder

anhand eines Befundes vom Lungenfacharzt)

erklären wir ihm, womit er sich

durch seine Einschreibung einverstanden

erklärt: Aktive Teilnahme an dem Programm,

nach der Erstdokumentation

halb- oder vierteljährlichen Kontrolluntersuchungen

(Folgedokumentation) und

bei Bedarf Teilnahme an einer Patientenschulung

(z. B. 6 x 60 Minuten). Die Ziele

der Patientenschulung werden dem Patienten

genau erklärt! Er lernt z.B.


DOKU-TIPP

Beim Dokumentationsbogen kann auch bei

Nichtrauchern das Feld „Empfehlung zum

Tabakverzicht“ angekreuzt werden, zum

Beispiel wenn dem rauchenden Partner der

Verzicht auf das Rauchen empfohlen wird.

f viel über seine Erkrankung,

f Asthma als lebenslangen Begleiter zu

akzeptieren,

f die richtige Messung der Peak-Flow-

Werte zur Selbstkontrolle,

f Warnsymptome eines drohenden

Asthma-Anfalls,

f das Ampelschema zur Einordnung

des Zustand seiner Atemwege,

f die Anwendung der ärztlich kontrollierten

Selbstmedikation,

f das sichere Reagieren im Notfall ohne

Angst,

f und Sicherheit im Umgang mit seinen

diagnosespezifischen Medikamenten.

Ist der Patient einverstanden, unterschreibt

er die „Erklärung Asthma zur

Teilnahme an einem strukturierten

Behandlungsprogramm“, die auch die

Einwilligungserklärung zum Thema

Datenschutz enthält. Außerdem wird

das Formular „Erst-Dokumentation Asthma

bronchiale“ von uns soweit wie möglich

über EDV oder per Hand ausgefüllt

und dem Arzt zur Vervollständigung vorgelegt

oder im PC aufgerufen.

Zum Abschluss erfolgt die Plausibilitätsprüfung,

um zu verhindern, dass wir

mit Rücksendungen und Korrekturen der

Dokumentationsbögen überschüttet

werden. Dies ist bestimmt noch vielen

Kolleginnen von den Anfängen des DMP

Diabetes mellitus in Erinnerung!

Am Ende der Einschreibung

bekommt

der Patient von uns den

Termin zur Folgeuntersuchung.Voruntersuchungen

sind dafür nicht vorgesehen,

aber der Patient sollte neben seinem

Asthma-Tagebuch auch sein Peak-Flow-

Meter und seine Sprays mitbringen. So

können wir zu jedem Termin prüfen, ob

noch richtig gemessen, regelmäßig

dokumentiert und die Sprays korrekt

angewendet werden. Peak-Flow-Meter

können über Hilfsmittel verordnet werden,

oder sie sprechen Pharmareferenten

in der Praxis daraufhin an. In der

Regel werden Geräte großzügig zur Verfügung

gestellt! So können Sie den Patienten

gleich bei der Einschreibung die

Handhabung erklären.

Patientenschulung

in der Praxis oder extern?

Die Patientenschulung kann von uns in

der Praxis durchgeführt werden. Dazu

müssen Arzt und Arzthelferin/medizinische

Fachangestellte ein sogenanntes

„Train-the-Trainer“-Seminar absolvieren.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin,

den Patienten an ein Schulungszentrum

zu verweisen. Meine Empfehlung

an Sie ist aber, selbst eine NASA-Schulung

zu absolvieren, um die Fragen

woanders geschulter Patienten beantworten

zu können. Es ist für die Patientenbetreuung

von großem Vorteil, über

die Inhalte wie Hintergrundwissen über

Auslöser der Atemwegsverengung

beim Asthma bronchiale

Allergische Reize:

· tierische Allergene

(z.B. Speichel, Haare)

· Pollen

· Schimmelpilze

· Hausstaubmilbenkot

· Bettfedern

· Nahrungsmittel -und

Zusatzstoffe

· Berufliche Allergene

(z.B. Mehl)

Nicht-allergische Reize:

· Haushaltsreiniger

· Autoabgase

· Körperpflegemittel

· Sprays

· Lacke

· Tabakrauch

· Ätherische Öle

· Medikamente

Sonstige Reize:

· Infekte

· Wettereinflüsse

(Kälte oder Wärme)

· Körperliche und seelische

Belastung

· Sprechen, Singen, Lachen,

Weinen, Husten

· Hormone

sprechstunde

GLOSSAR

Ampelschema

Hilfe für den Patienten, den Zustand seiner

Atemwege anhand des Peak-Flow-Wertes zu

beurteilen! Oft wird die Einengung der

Atemwege unterschätzt, die Medikation zu

spät der Verschlechterung angepasst ein

Asthma-Anfall droht!

Grüne Zone: Morgenwert zwischen 80 und

100 % des persönlichen Bestwertes

(z.B.: Bestwert 400 l/min = 320 bis 400 l/min)

Gelbe Zone: Morgenwert zwischen 50 und

80 % des persönlichen Bestwerte

(im Beispiel 200 bis 320 l/min)

Rote Zone: Morgenwert unter 50 % des

persönlichen Bestwertes

(im Beispiel unter 200 l/min)

Atemtechnik

Dosierte Lippenbremse (unerlässliche Unterstützung

im Asthma-Anfall): Im Sitzen wird

durch den Spalt der locker aufeinander liegenden

Lippen langsam ausgeatmet. So wird dem

erhöhten Druck im Brustkorb ein erhöhter

Druck in den Atemwegen entgegengesetzt.

Die Ausatmung erfolgt gleich-mäßiger und

vollständig, was eine weitere Überblähung der

Lunge verhindert.

Atemerleichternde

Körperhaltungen

Ziel ist es, das Gewicht des Schultergürtels und

der Arme (ca. 8 bis 10 kg) vom Brustkorb zu

nehmen und so die Atmung zu erleichtern

· Kutschersitz: locker sitzen und die Ellenbogen

auf die Knie legen.

· Treppengeländerstütze: mit vorgebeugtem

Oberkörper, geradem Rücken und ausgestreckten

Armen am Treppengeländer oder

auch an einer Wand abstützen.

· Torwartstellung: leicht in die Hocke gehen bis

die Knie angewinkelt sind, Hände oberhalb

der Knie auf den Oberschenkeln abstützen,

wobei die Daumen nach außen zeigen.

Broncholyse-Test

(=Bronchodilatationstest)

Ein pathologischer Lungenfunktionstest wird

nach Gabe bronchialerweiternder Substanzen

wiederholt; nahezu völlige Reversibilität

der beeinträchtigten Lungenfunktion deutet

auf Asthma hin.

Obstruktion

Verengung der Luftwege: Die Atemluft muss

sich durch immer schmaler werdende Bronchien

zwängen, die bei der Ausatmung noch

enger sein können als bei der Einatmung, d. h.

man bekommt die Luft hinein, aber immer

schwerer wieder hinaus!

Peak-Flow-Meter

Mechanisches Gerät, mit dem die Weite der

Atemwege gemessen wird. „Peak-Flow “ heißt

Spitzenfluss. Gemessen wird die maximale

Strömungsgeschwindigkeit in der Einheit

Liter/Minute.

info praxisteam 1·2007 9


sprechstunde

die Erkrankung, Medikamente, Inhalationstechniken,

Verhalten im Notfall,

eigenständige Dosisanpassung unter

ärztlicher Kontrolle, Peak-Flow-Messungen,

Notfallpass und das Führen

eines Asthma-Tagebuches gut informiert

zu sein. So können Sie dem Patienten oft

schon selbst weiterhelfen, der Arzt

gewinnt Zeit und der Praxisablauf ist

trotz DMP nicht gestört.

So geht’s:

· aufrecht sitzen,

· Messzeiger auf Null stellen,

· Gerät waagerecht vor den Mund

nehmen,

· tief einatmen,

· Mundstück fest umschließen,

· kurz Luft anhalten,

· schnell und mit aller Kraft

ausatmen ( ein kurzer Atemstoß,

Typische Fehler

· Behinderung des Messzeigers mit

dem Finger,

· zu schwacher Atemstoß,

· Verschließen der Auslassdüse mit

den Fingern,

· „Husten“ in das Gerät,

· Persönlicher Bestwert: Weil die

Messgeräte nicht geeicht sind, muss

der Patient für sein Gerät seinen persönlichen

Bestwert ermitteln, indem

er den Wert in sein Asthma-Tagebuch

als Bestwert einträgt, den er

unter optimalen Bedingungen (auch

mit Medikamenten) erreicht und

dokumentiert hat.

10 info praxisteam 1·2007

DMP Asthma ein Gewinn

Abschließend kann ich sagen, dass dieses

DMP für mich ein Gewinn ist, denn es bietet

die Möglichkeit, näher auf den Patienten

eingehen zu können, ihn besser

kennen zu lernen und ihm durch einfache

Hilfsmittel wirklich das Leben mit der

Krankheit zu erleichtern.

Silke Schmitz •

Richtig messen mit dem Peak-Flow-Meter

Foto: ikomm

nicht so lange wie möglich).

· Der Atemstoß verschiebt den

Messzeiger, der Wert auf der Skala

zeigt die momentane Weite der

Atemwege an.

· Immer den Bestwert von drei

Messungen hintereinander im Asthma-Tagebuch

notieren.

· Mundstück wird nicht richtig mit den

Lippen umschlossen,

· Falsche Haltung des Gerätes

(nach unten).

Basiswerte

Damit der Patient seine Peak-Flow-Werte richtig als Warnsymptom zuordnen

kann, braucht er seinen „persönlichen Bestwert“ und den „morgendlichen

Peak-Flow-Wert“.

· Der morgendliche Peak-Flow-

Messwert wird direkt nach dem Aufstehen

und vor der Inhalation der

atemwegserweiternden

Medikamente gemessen.

Warnsymptome für einen

7 drohenden Asthma-Anfall

- Peak-Flow-Messwerte sinken

(s. Ampelschema)

- Zunahme der Atemnot

- Verstärkung des Hustens

- Veränderungen des Auswurfs

(Menge, Farbe, Zähigkeit)

- Abnahme der körperlichen Belastbarkeit

- Steigender Verbrauch an Notfallspray

- Anzeichen eines Infektes

(Fieber, gelb-grüner Auswurf)

Asthma-Tagebuch

Im Asthma Tagebuch wird der

Peak-Flow-Wert dreimal täglich

dokumentiert: morgens direkt

nach dem Aufstehen, mittags und

abends! Außerdem sollte der Peak-

Flow immer bei Atemnot gemessen

werden, um das Ausmaß der

Einengung der Atemwege zu

erkennen. Zusätzlich werden Husten,

Atemnot, Auswurf und eventuelle

weitere Symptome notiert.

Die Beschwerden werden eingeteilt

in „keine“ (0), „geringe“ (1),

„mäßige“ (2) und „starke“ (3). Peak-

Flow-Werte, Symptome die benötigte

Asthma- und Bedarfsmedikation

geben dem Patienten sehr schnell

den Überblick über den Zustand seiner

Atemwege und eine drohende

Verschlechterung, auf die er so frühzeitig

reagieren kann. Dadurch wird

ihm ein großer Teil der Angst

genommen.

Telefonaktion

am 2. Mai 2007

Aus Anlass des Welt-Asthma-Tages bieten

AOK und der Deutsche Allergie- und Asthmabund

(DAAB) am 2. Mai 2007 eine gemeinsame

Telefonaktion von 16 bis 20 Uhr.

Unter der Servicenummer 0800 / 0 11 44 33 1

geben Experten betroffenen Patienten zu den

DMPs Asthma und COPD (chronisch-obstrukttive

Lungenerkrankung) Auskunft.

Unter der Servicenummer 0800 / 0 11 44 33 2

werden Fragen rund um das Thema Asthma,

Therapien und Selbsthilfegruppen beantwortet.

Beide Servicenummern sind für die Anrufer

kostenfrei. Mehr Informationen zum Thema

Asthma auch im Internet unter www.aokgesundheitspartner.de

und www.daab.de.


Was wird

eigentlich aus

den Doku-Bögen?

f Die Dokumentationsbögen der DMPs

dienen vor allem als Basis für die zielgerichtete

Information der Patienten. So

bekommen zum Beispiel Asthma-Patienten,

bei denen der Arzt einen Notfall

dokumentiert hat, von der Kasse Informationen

zu ihrer Erkrankung zugeschickt.

Daneben dienen die Daten aus

den Bögen als Grundlage für die

Berichte, die als Rückmeldung regelmäßig

an die Ärzte geschickt werden.

Gesetzlich vorgeschrieben ist zudem die

vollständige Auswertung der Dokubögen,

um die Wirksamkeit der Programme

zu überprüfen und kontinuierlich zu

verbessern (S. 7). fk •

Mit den neuen Tarifen können

Versicherte ihren gesetzlichen

Krankenversicherungsschutz flexibler

gestalten.

Selbstbehalttarife

Foto: AOK

Das Mitglied verpflichtet sich, einen

Teil der von der gesetzlichen Krankenkasse

zu tragenden Kosten selbst zu

übernehmen. Das Mitglied erhält im

Gegenzug eine im Wahltarif vereinbarte

Prämie von seiner Krankenkasse.

Ausstehende

Praxisgebühr sorgt

für Mahnverfahren

Im Jahr 2006 haben die Kassenärztlichen

Vereinigungen in

fast 890.000 Fällen Mahnverfahren

gegen gesetzlich Krankenversicherte

angestrengt,

die ihre Praxisgebühr von

zehn Euro pro Quartal

nicht bezahlt haben. Die

meisten Probleme

haben allerdings

nicht Arztpraxen,

sondern Krankenhäuser,

weil in den

Notaufnahmen häufig das

Einziehen des Betrages

vergessen wird. fk •

Neue Wahltarife

praxisorganisation

Foto: AOK

Mit dem der neuen Gesundheitsreform erhalten die gesetzlichen Krankenkassen ab 1. April

2007 erweiterte Möglichkeiten, ihren Versicherten Wahltarife anzubieten.

Verpflichtend ist die Einführung von Tarifen für die Teilnahme der Versicherten an besonderen

Versorgungsformen (integrierte Versorgung, besondere ambulante ärztliche Versorgung,

DMPs, Modellvorhaben und hausarztzentrierte Versorgung).

Darüber hinaus können Krankenkassen weitere Tarife anbieten (s. Kasten „Die neuen Tarifmöglichkeiten“).

Viele Kassen haben sich bereits auf die neu geschaffenen Möglichkeiten eingestellt

so zum Beispiel die AOK. Hier können Versicherte durch die neuen Tarifmöglichkeiten

bis zu 600 Euro im Jahr sparen. Der neue Selbstbehalttarif funktioniert einfach: Als eine Art

„Startkapital“ bekommt der Versicherte nach seiner Anmeldung einen Betrag gutgeschrieben

den Grundbonus. Dieser ausgewählte Bonus verringert sich nur, wenn das AOK-Mitglied im

Laufe des Jahres bei einem Arztbesuch ein Rezept verschrieben bekommt oder ins Krankenhaus

muss. Der „reine“ Arztbesuch ohne Kassenrezept wird ebenso wenig angerechnet wie

Rezepte und Krankenhausaufenthalte von mitversicherten Partner, Kindern und Jugendlichen.

Das finanzielle Risiko der Versicherten ist überschaubar, es liegt je nach Tarifklasse bei

50 bis 120 Euro pro Jahr. fk •

Die neuen Tarifmöglichkeiten Infos: www.gesundheitsreform.de

Tarife für Nichtinanspruchnahme

von Leistungen

Das Mitglied und seine Familienversicherten

nehmen ein Jahr lang keine

Leistungen der Kasse in Anspruch. Auch

in diesen Tarifen erhält das Mitglied eine

Prämie. Diese ist begrenzt auf ein Zwölftel

seines Jahresbeitrags.

Tarife, die von der Regelversorgung

ausgeschlossene

Therapieformen abdecken

Kassen können Tarife zur Kostenübernahme

für Medikamente anbieten, die

in der Regelversorgung nicht bezahlt

werden (zum Beispiel Homöopathie).

Für diese Tarife können sie spezielle Prämien

verlangen.

info praxisteam 1·2007 11


Quelle: pixelquelle.de

Qualitätsmanagement

Der Countdown

läuft!

Seit Anfang 2006 sind Richtlinien in Kraft, wie und in

welchem Zeitraum Qualitätsmanagement in Vertragsarztpraxen

eingeführt werden soll. Wie weit sind Sie

in Ihrer Praxis?

Ende des Jahre läuft die erste Phase

der Einführung von Qualitätsmanagement

(QM) in Vertragsarztpraxen

ab. Bis dahin müssen eine schriftliche

Selbstbewertung der Arztpraxis

und die Festlegung von konkreten Zielen

für den Aufbau des eigenen QM-Systems

abgeschlossen sein.

12 info praxisteam 1·2007

Was ist eigentlich

Qualitätsmanagement?

QM zielt ganz allgemein darauf ab, die

Ergebnisse der eigenen Arbeit und die

Arbeitsabläufe laufend zu verbessern,

während Qualitätssicherung nur das bisher

Erreichte erhalten soll. Um eine Verbesserung

einzuleiten, werden zunächst

die Ziele definiert, die erreicht werden

sollen, und die Wege, wie dies erreicht

werden kann. Im zweiten Schritt erfolgt

die Umsetzung. Entscheidend ist, immer

wieder die Zielerreichung zu überprüfen

(Schritt 3) und gegebenenfalls die

Arbeitsweisen zu verändern (Schritt 4).

Dies macht ein einfaches QM-Schema

deutlich (nach Deming):

Planen

Verbessern Ausführen-

Überprüfen

QM zielt also auf eine kontinuierliche

Verbesserung und hört nie auf!

Worum es in der Praxis geht

Ziel von QM in der Vertragsarztpraxis ist,

die Qualität der vertragsärztlichen Versorgung

zu sichern und weiterzuentwickeln.

Um dies zu erreichen, wird eine

systematische Patientenorientierung

und der Einbezug aller an der Versorgung

Beteiligten gefordert also eine

Aufgabe des ganzen Praxisteams!

Das praxisinterne QM umfasst zwei

Bereiche: Patientenversorgung und Praxisführung/Mitarbeiter/Organisation:

f QM in der Patientenversorgung

bedeutet die Ausrichtung an fachlichen

Standards und Leitlinien, eine

strikte Patientenorientierung und

die Strukturierung von Behandlungsabläufen:

f Der Bereich Praxisführung/Mitarbeiter/Organisation

beinhaltet u. a. die

Regelung von Verantwortlichkeiten,

den Arbeitsschutz und die Fort- und

Weiterbildung der Mitarbeiter, das

Praxismanagement, die Organisation

der Kommunikationsprozesse und

die Zusammenarbeit mit anderen

Versorgungseinrichtungen.

Im Rahmen von QM werden also nicht

nur typische Arbeitsabläufe im Zusammenhang

mit der Versorgung der Patienten

betrachtet und verbessert auch

die Zusammenarbeit im Team kann und

soll davon profitieren. Das gemeinsame

Festlegen von Zielen motiviert und die für

alle geklärte Aufgabenverteilung innerhalb

des Teams und auch mit anderen

Ärzten, Therapeuten und Einrichtungen


kann manche Reibungsverluste vermeiden.

Wenn dann auch die Zufriedenheit

der Patienten mit „ihrer“ Arztpraxis spürbar

steigt, führt das einfach zu mehr Spaß

an der Arbeit davon berichten viele, die

schon länger bei QM mitmachen!

Mindestanforderungen

Die Richtlinie zum QM in der Vertragsarztpraxis

sieht bestimmte Grundelemente

vor, die mindestens bis zum Ende

dieses Jahres zu planen sind:

Orientierung der Patientenversorgung

an gültigen fachlichen Standards

und Leitlinien,

Patientenorientierte Versorgung,

welche die Sicherheit der Patienten,

deren Mitwirkung, Information und

Beratung gewährleistet,

Behandlungsabläufe sollen strukturiert

durchgeführt und beschrieben

werden,

Praxisführung und -organisation soll

sich auch am Bedarf der Mitarbeiter

orientieren,

Foto: pixelquelle.de

www.g-ba.de

Fahrplan

Qualitätsmanagement

Verantwortlichkeiten müssen nachvollziehbar

geregelt werden,

Praxismanagementprozesse (z.B. Terminplanung,

Hygienemaßnahmen,

Datenschutz etc.) müssen klar geregelt

werden,

Interne und externe Kommunikationsprozesse

sind zu regeln, z.B. das

Überweisungsmanagement, die

Kommunikation zwischen Versorgungsebenen

(zum Pflegedienst, zu

Kliniken), aber auch der interne

Umgang mit Patientendaten,

bereits bestehende QM-Maßnahmen

sollen in das neue QM-System einbezogen

werden.

Für all diese Bereiche gilt es also, bis zum

Jahresende eine Bestandsaufnahme zu

machen sowie Ziele und Maßnahmen

festzulegen. Basis dafür ist die Teilnahme

von Arzt und Arzthelferin/medizinischer

Fachangestellten an entsprechenden

Schulungen.

Das Gedächtnis

der Praxis

Damit die Ziele und Prozesse

in Ihrer Praxis immer weiter

entwickelt werden können

und für alle Mitarbeiter

durchschaubar bleiben, ist

die Schriftlichkeit ein wichtiges

Element des QM. In der

Arztpraxis soll daher ein QM-

Handbuch angelegt, in dem

alle Ziele und Arbeitsprozesse

sowie z.B. Checklisten abgeheftet

werden. Übrigens: Das

erleichtert auch neuen Mitarbeiterinnen

die Einarbeitung.

01.01.2006 Die Qualitätsmanagementrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses

(G-BA) ist in Kraft getreten. Sie schreibt den Terminplan zur

Einführung eines praxisinternen Qualitätsmanagements vor.

bis 31.12.2007 QM-Fortbildung, schriftliche Selbstbeurteilung erstellen,

Zielfindung, Zuordnung von Verantwortungsbereichen.

bis 31.12.2009 Phase II = Umsetzungsphase

Maßnahmen zur Zielerreichung umsetzen, Einführung der QM-

Grundelemente unter Verwendung aller Instrumente.

bis 31. 21.2010 Phase III = Überprüfung

Selbstbewertung auf Basis von Nachweisen und Messungen.

2011 Der G-BA prüft die Umsetzung von QM in Vertragsarztpraxen und

entscheidet gegebenenfalls über weitere Maßnahmen.

-

praxisorganisation

Beispiel QEP

QEP ist das Qualitätsmanagementsystem

der Kassenärztlichen

Bundesvereinigung, das speziell

für Arztpraxen entwickelt wurde.

Beteiligt wurden dabei niedergelassene

Ärzte und Psychotherapeuten,

QM-Experten, Berufsverbände

und auch Arzthelferinnen.

Im Rahmen einer Pilotphase

haben 60 Praxen aller Fachgruppen

QEP getestet. Das System

umfasst Einführungsseminare

und Materialien für die Entwicklung

eines eigenen Praxis-QMs.

Die Kosten sind moderat:

a Einführungsseminare für

niedergelassene Ärzte und

Praxismitarbeiter:

ca. 150 bis 250,

a Qualitätsziel-Katalog: 29,95 €

a Optional: QEP- Manual mit

Umsetzungsvorschlägen und

Musterdokumenten inkl.

CD-ROM: 199,

Die angebotene (derzeit noch

nicht notwendige) externe Zertifizierung

schlägt je nach Praxisgröße

mit etwa 1.200 1.800, € zu

Buche.

www.kbv.de/qm

Einkaufen oder selber

machen?

Grundsätzlich muss eine Praxis nicht ein

auf dem Markt angebotenes QM-System

anwenden, sondern kann auch sein

eigenes entwickeln. Tatsächlich ist dies

aber extrem aufwändig und sicher nicht

immer zu leisten. Neben zahlreichen

Anbietern von zum Teil recht kostspieligen

Qualitätsmanagementsystemen hat

auch die kassenärztliche Bundesvereinigung

ein Qualitätsmanagementsystem

entwickelt (QEP, s.o.). Bei der Entscheidung

für das eine oder andere Angebot

wird der Praxisinhaber Kosten und Praxisnähe

des Systems sorgfältig abwägen.

Eine generelle Empfehlung kann es

dabei nicht geben. Die von allen Systemen

angebotene externe Begutachtung

oder Zertifizierung ist übrigens derzeit

noch nicht verpflichtend. Allerdings ist

gut möglich, dass nach 2010 eine solche

Zertifizierungspflicht eingeführt wird.

Friederike Klein •

info praxisteam 1·2007 13


praktisch

Kai Kolpatzik (Hrsg.):

Eine Woche im August,

Brustkrebs.

Ein Tagebuch.

2007, 228 Seiten, zahlreiche

Abbildungen.

ISBN 978-3-9809562-5-3,

19,80 Euro

Schadstoffplakette fürs Auto

14 info praxisteam 1·2007

BUCHTIPP

Mit Brustkrebs umgehen

Brustkrebs kaum eine Diagnose weckt größere

Ängste bei einer Frau. Und kaum eine Krankheit

stellt die Lebensentwürfe Betroffener so sehr infrage.

Die Krankheit wird in vielen Fällen geheilt, aber

die Behandlung hinterlässt Narben auf Körper und

Seele. Die Auswirkungen reichen weit in die Familien

hinein, die Angehörigen leiden mit. Und die professionellen

Helfer versuchen in einem von Zwängen

geprägten Berufsalltag, gemeinsam mit ihren Patientinnen

den geeigneten Behandlungsweg zu finden.

Sie alle kommen in dem Buch „Eine Woche im

August“ zu Wort. 20 Frauen und Männer haben eine

Woche lang Tagebuch geschrieben und berichten,

wie Brustkrebs ihren Alltag beeinflusst. Sie zeigen

ihre ganz persönlichen Wege, mit dieser Krankheit zu

leben. Kombiniert mit einfühlsamen Fotos vermittelt

das Buch einen Einblick in alle Lebensbereiche, die

von dieser Krankheit berührt werden.

Seit dem 1. März können Großstädte ihre Innenstädte für Fahrzeuge

bestimmter Fahrzeugklassen sperren, um die Feinstaubbelastung zu senken.

Dann muss jeder Autofahrer sein Kraftfahrzeug mit einer farbigen Plakette ausstatten,

die die Schadstoffklasse ausweist. Für Arztwagen gibt es zwar eine

Ausnahme, aber damit sind vor allem Rettungswagen gemeint. Kraftwagen von

Arzt und Praxispersonal, die für Hausbesuche genutzt werden, benötigen dagegen

eine solche Plakette. Einige Kommunen haben schon Umweltzonen angekündigt,

so Stuttgart, Ludwigsburg und Leonberg. In vielen Städten werden die

Plaketten aber wohl erst 2008 erforderlich. Auskunft über geplante Umweltzonen

gibt die eigene Kommune. Die Plaketten sind bei den Zulassungsbehörden,

dem TÜV und in Werkstätten, die eine ASU durchführen, erhältlich. fk •

Ratgeber

Fitnessstudios

Millionen deutscher Freizeitsportler

schwitzen und trainieren in Fitnessstudios.

Die Verträge der Einrichtungen

bieten allerdings häufig

Anlass zu Ärger: Bei kaum einer anderen

Vertragsart beanstandeten die

Verbraucherzentralen bisher so viele

Klauseln im Kleingedruckten eines

Vertrages. Der Ratgeber „Fitnessstu-

dios - Auswahl und Vertrag“ hilft bei

der Auswahl des passenden Fitnessstudios

und klärt über die Rechte von

Studiokunden auf. Die 80-seitige Broschüre

kann zum Preis von 7,40 Euro

inklusive Versand- und Portokosten

gegen Rechnung bestellt werden

beim:

Versandservice des vzbv, Heinrich-

Sommer-Str. 13, 59939 Olsberg

Tel: 029 62 / 90 86 - 47, Fax: - 49

eMail: versandservice@vzbv.de

Internet: www.ratgeber.vzbv.de

Gute Gründe für’s Impfen

f Impfen oder nicht impfen? Eltern sind immer wieder

verunsichert. Zur Unterstützung der Beratung bietet

die AOK ein Faltblatt für Eltern und eine Broschüre zum

Herunterladen im Internet an unter:

www.aok-gesundheitspartner.de, Rubrik „Arzt und Praxis“

WEBTIPP

Alle wichtigen Begriffe rund um das

Gesundheitswesen kurz erklärt unter

www.lexikon-gesundheitswesen.de

Foto: pixelquelle.de / Drabke


Power - Pause

in der Praxis

Endlich geht der letzte Vormittagspatient viel Zeit bleibt nicht für’s

Mittagessen, bis die Nachmittagssprechstunde wieder beginnt. Doch was ist

jetzt geeignet, damit die Leistungskurve keinen Knick nach unten macht?

f Ein warmes Mittagessen? Muss nicht

unbedingt sein. Hauptsache die Mischung

stimmt dann sorgt auch ein Sattmachersalat

dafür, dass Sie nicht schlapp

machen. Im Mittagstief landen Sie dagegen

mit Fast Food, Hausmannskost

TIPP

In die Obstschale

oder das Gemüsefach

können Sie zwischendrin

mit gutem

Gewissen greifen.

Foto: Photodisc

oder der berühmten Currywurst mit

Pommes. Da ist der Körper erst mal mit

Verdauen beschäftigt. Einmal am Tag

warm zu essen ist sinnvoll aber das

geht auch abends.

f Ideal auf dem Teller: Je eine Hand voll

Beilagen (z.B. Kartoffeln, Nudeln, Reis oder

Brot) und Gemüse sowie eine Handteller

große Portion Fleisch oder Fisch. Vegetarisch

vollwertig wird es mit Ei, Milchprodukten

oder Hülsenfrüchten.

f Das gute alte Butterbrot. Ein fettbewusst

belegtes Vollkornbrot kann ein

vollwertiger Mittags-Kraftspender

sein. Um Butter zu sparen, lassen

Sie sie weich werden,

dann lässt sie sich dünner

streichen. Noch besser statt

Butter oder Margarine lieber

Magerquark, Senf oder

Hüttenkäse als Aufstrich verwenden.

Meiden Sie Streichwurst,

sie ist meist besonders

fett. Gurke, Tomate oder Paprika sorgen

auf dem Brot für gesunden Geschmack.

f Zeit nehmen und bewusst genießen.

Jeder Bissen, der langsam und bewusst

gekaut wird, schmeckt besser. Außerdem

stellt sich das Sättigungsgefühl

schneller ein.

Hunger oder Appetit?

Achten Sie einmal darauf, was so alles zwischendrin

in Ihren Mund wandert. Erstaunlich, oder?

Oft essen wir nicht aus Hunger, sondern weil wir

Appetit haben. Weil der Imbissstand so verführerisch

Foto: pixelquelle.de

duftet oder weil es nachmittags immer was Süßes

gibt. Essen Sie sich besser mit Genuss an den Hauptmahlzeiten satt und sparen Sie sich

die Fettnäpfchen im Vorbeigehen. Durch ständiges Essen und Knabbern geht das

natürliche Gefühl für Hunger und Sättigung verloren. Auch bei leichten Snacks wie

Joghurt oder bunten Gummibärchen zwischendurch ist der Körper ständig mit Verdauen

beschäftigt. Die Energie, die der Körper darauf verwendet, fehlt einfach an anderer

Stelle. Bieten Sie Ihrem Körper lieber alle zwei bis drei Stunden bewusste Snackpausen,

z.B. vormittags und nachmittags eine Portion Obst oder Gemüse oder ein kleiner

Joghurt.

f Übrigens: Achten Sie auf Protionsgrößen. Selbst ein leichter Snack macht in Riesen-

Portionen dick. Und auch manche Getränke zählen mit zur Zwischenmahlzeit, wie z.B.

ein Joghurtdrink, unverdünnte Säfte oder ein Latte Macchiato, da er viel Milch enthält.

kaffeepause

??????????

f Nicht vergessen: zum Essen trinken. Früher

tabu, jetzt ein Muss: Flüssigkeit erleichtert

die Verdauung und ist Lebenselixier für Ihre

Zellen. Etwa 1,5 Liter Flüssigkeit sollten Sie

am Tag mindestens trinken. Bester Durstlöscher

ist und bleibt Wasser.

f Wichtig: Genießen Sie die Pause. Essen Sie

am Tisch. So genießen Sie jeden Bissen und

merken, wann Sie satt sind. Gehen Sie nach

dem Essen ein paar Schritte. Das beflügelt.

KEINE ZEIT FÜR‘S MITTAGESSEN?

Notlösung mit Gesundheitsplus: eine kleine

Handvoll Studentenfutter. Wartet geduldig

im Schreibtisch auf den SOS-Einsatz, liefert

Energie, Mineralstoffe und gesundes Fett.

TIPP

Foto: Waldhäusl/Tscherwitschke R.

Für alle, die es genau

wissen wollen: Die

Gesundheitskasse

AOK hat einen Ess-

Test entwickelt. So

können Sie überprüfen, ob sich Essgewohnheiten

eingeschlichen haben,

die Ihrem Gleichgewicht nicht gut tun.

Den ausführlichen Test gibt es im

Internet, zusätzlich bieten die AOK-

Geschäftsstellen ein kostenloses Booklet

an mit einem Kurztest sowie Tipps

und Infos rund ums Essen.

www.aok.de/alles-in-balance

info praxisteam 15


kaffeepause

Großes info praxisteam Gewinnspiel

Machen Sie mit bei unserem Kreuzworträtsel! Wer uns das

Lösungswort schickt, kann tolle Preise gewinnen!

1. Preis: Verwöhn-Wochenende im 4-Sterne- Hotel centrovital in

Berlin für zwei Personen. Lassen Sie es sich einmal so richtig gut gehen mit dem

Wellness Package „Romantic Moments“ für zwei Personen: Im centrovital Hotel in Berlin-

Spandau erwarten Sie zwei Übernachtungen mit Frühstücks buffet, 3-Gänge-Candle-Light-

Dinner, ein 3.500 m² großen Wellness- und Sportnessbereich

und vieles mehr.

2.5. Preis: Je eine Esprit-Kette

aus 925er Sterling Silber

So geht’s:

Gesucht wird ein Begriff aus

dem Bereich Hausarztpraxis.

Das Lösungswort finden Sie,

indem sie die Buchstaben in

den Kreisen in der Reihenfolge

der Nummerierung lesen.

Alle richtigen Einsendungen

nehmen an der Verlosung teil.

Mitmachen kann jeder, ausgenommen

Mitarbeiter des

Verlags und beteiligter Firmen.

Die Gewinner werden

schriftlich benachrichtigt.

Bitte schicken Sie das

Lösungswort an:

Verlag MED.KOMM.

Urban & Vogel GmbH

Redaktion info praxisteam

Stichwort:

Gewinnspiel 1/2007

Neumarkter Str. 43

81673 München

oder senden Sie uns eine

E-Mail:

praxisteam@medkomm.de

Bitte Absender nicht

vergessen!

Einsendeschluss ist der

04.06.2007.

Es gilt das Datum des

Post stempels oder das

Eingangs datum der E-Mail.

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

16 info praxisteam 1·2007

medizinischeBetäubung

Wurmfortsatz

Körperglied(Mehrzahl)

sehr

starker

Kaffee

Geldsumme

ungeordnet,undurchdacht

heftiger

Windstoß

ein

Marder

Spaßmacher

im

Zirkus

2

Prachteingang

zauberhaft,geheimnisvoll

Fettgewebe

beim

Schwein

Rippenstück,Karbonade

7

3

1 8

Heilpastenbehälter

männliche

Anrede

Kost,

Essen,

Speise

Kleidungsstück

ungefähr,

annähernd

9

Schluss

besitzanzeigendes

Fürwort

Ausruf

des Verstehens

Lebenshauch

einerlei;

gleichartig

nicht

sauer,

bitter,

salzig

Bindewort

essen

zeitliche

Länge

Unfug,

Dummheit

Senke

im

Gelände

besonders;außerdem

Anhänglichkeit,

Loyalität

Schwarzdrossel

Feldfrucht

4

vorbereiten;bewaffnen

früher;

lieber

ungebunden

immer,

zu jeder

Zeit

heilender

Pflanzenaufguss;

Getränk

Brei aus

Früchten,Kartoffeln

10

Fußballmannschaft

Trick,

Kniff

Foto: centrovital

6.10. Preis:

Je ein Schreibset

Balmain Paris,

silber/schwarz

Schwur

persönl.

Fürwort

(erste

Person)

Märchen-,Sagengestalt

Lösungswort: � � � � � � � � � �

6

sich

sputen

(sich ...)

Wüstenei

in der

Nähe von

hübsch,

anziehend

5

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine