HEISSE EISEN ANGEPACKT - inSpirit

inspirit.magazin.de

HEISSE EISEN ANGEPACKT - inSpirit

Zeitschrift für geisterfülltes Christsein 3/2008Christliche PartnerwahlIch war homosexuell...Der ZehntePornografie im InternetSex vor der Ehe?HEISSE EISEN ANGEPACKT


IMPRESSUM61. Jahrgang / Nr. 3, 2008Erscheint V IERtel jä h r licha m 1. M ä r z , 1. Juni, 1. S e p t emberu n d 1. D ezember.ISSN 1433-528X / www.inspirit-magazin.deinhaltKeine Haftung für unverlangt eingesandte Texte undFotos. Der Name „InSpirit – Zeitschrift für geisterfülltesChristsein” und alle Beiträge sind urheberrechtlichgeschützt. Nachdruck nur nach Einwilligung derRedaktion.InSpirit ist Mitglied der International Pentecostal PressAssociation (IPPA)Her ausgeberGemeinde Gottes KdöRSchurwaldstraße 10, 73660 UrbachTel. 07181-9875-0Redak tionAdina Muntean (am)Jägerstraße 5, 73635 RudersbergTel. 07183 - 931 046 / am@munteanart.deAssistenz: Thomas Alcantara, Volker Hespelt, ChristophKnospe (chk), Adrian Muntean, Wilma Schmidt(ws), Frank Simon (fs), Ewald Vollmar, Sabine Wagner.PreiseEinzelpreis: 2,- Euro; Abopreis: inklusive Versandkosten11,- Euro (Ausland 16,- Euro).Das Abonnement läuft ein Kalenderjahr und verlängertsich automatisch um ein weiteres Jahr, wennes nicht bis zum 15. Dezember gekündigt wurde.Neuabonnements sind auch innerhalb des Jahresbei entsprechender Preisreduktion möglich. Abonnementssind über Marc Brenner, MB-Design, Postfach62, 71571 Allmersbach i.T. zu bestellen. Bitte bezahlenSie erst nach Erhalt der Rechnung.Spenden für die Zeitschrift werden gerne entgegengenommen.Bitte mit Stichwort „InSpirit” an GemeindeGottes KdöR, Urbach, Bank für SozialwirtschaftStuttgart, Konto 8 709 800 (BLZ 601 205 00) überweisen.VERTRIEB UND ANZEIGENMarc Brenner / MB-Design, Postfach 62,71571 Allmersbach i.T. Tel. 07191-880 38Fax 07191-880 39 / info@marcbrenner.deGESTALTUNGAdrian MunteandruckRösler Druck GmbH, Gmünder Straße 100,73614 SchorndorfBildnachweisA. Muntean: 13; Photocase: reckmann: 1; mi-la: 4;smartinka: 7; shuwal: 8; blindguard: 9; seraph: 10;nerd: 16; fult: 18; benecus: 24.4 Christliche Partnerwahlvon Frank Simon6 Für euch gelesenBuchrezensionen7 Pornografie in InternetDas Geständnis eines anonymen Pastors8 Sex vor der Ehe?von Biggi und Reinhard Oesterling10 Schenkt der Dealer beim ersten Mal die Droge?ein Interview mit Joachim Seitle und Peter Thomas13 Homosexualität aus biblischer Sichtvon Sebastian Schmidgall16 Ich war homosexuell...Das Bekenntnis eines Christen18 Der Zehnte, ein alttestamentliches Gesetz?!von Erich Schneider20 Gemeinde in Aktionmit Jugend-Teil!30 Aus aller Welt... gelesen und notiertvon Volker Hespelt i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


EDITORIALNochmals einen Frühjahrsputz, bitte!Liebe Leser,kennt ihr auch die Aussagen: „Darüber redetman nicht!“, „Oh, ist das peinlich...“, „So etwasspricht man nicht laut aus!“ ? Unsere Gesellschafttabuisiert heute immer noch mancheheiklen Themen. Viele Probleme, die sie nichtlösen konnte, wurden als Norm festgelegt,und wir werden aufgefordert, diese Norm zuakzeptieren. Unsere Gemeinden haben zu langezu bestimmten Themen geschwiegen. Bestimmteheiße Eisen werden ignoriert; wir verdrängensie nur allzu gern, wir töten unsere Gefühleab und überspielen unseren Zwiespalt...Unser Gott ist ein Gott der Ordnung. Ergeht die Sache immer direkt an, seine Rede istimmer geradlinig und klar. Bei Ihm gibt’s keinGrau. Nur Weiß und Schwarz. Sein Wort istganz präzise auch in Bezug auf schwierige Themen.Wir Christen sollten darüber reden, aufSünden hinweisen, aber bitte nicht vergessen,den Menschen zu helfen, die von der Sündebetroffen sind. Liebevoll. Nicht verurteilend.InSpirit greift dieses Mal Themen wie Homosexualität,Partnerwahl, Sex vor der Ehe,Geld, Drogen und Internetpornografie aufund rüttelt uns wach. Von verschiedenen Seitenbetrachtet, tragen sie alle eine gemeinsameBotschaft: wir müssen uns heute entscheiden,wem wir dienen wollen und welcherGott unsere Herzen regieren soll. Im Hinter-grund stellt sich leisedie Frage: „Wie langeschwankt ihr noch hinund her?“ (1. Könige18,21) Bei Gott gibt eskeine halben Sachen.Diese Ausgabe vonInSpirit ist ernst, klarund aufrichtig. DieAutoren machen ihremHerzen Luft, kein Blatt wird vor denMund genommen. Es sind Texte, die eineklare Sprache sprechen. Persönlich. Aufrichtig.Wir sind sehr dankbar für die Menschen,die bereit waren, sich uns mitzuteilen undihr Zeugnis zu Papier zu bringen. Und nochdankbarer, dass Jesus lebt und befreit undseine Liebe immer noch die Ketten sprengt!Wir wünschen euch, liebe Leser, viel Mut.Mut, in euren Herzen noch einen Frühjahrsputzdurchzuführen. Mut, Schaufel und Besenanzupacken und alles auszumisten,was Unrat ist. Mut, Hilfe zu suchen, darüberzu reden und dafür zu beten. Mut zurHeiligkeit. Denn unser Gott ist ein eifersüchtigerGott. Und unser Gott ist heilig.Adina Munteani n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


Christliche PartnerwahlVon Frank SimonAuf einem Vortrag inUtah diskutierte ein Anhängerder Mormonenmit Mark Twain über dasThema Polygamie. Nacheiner langen und ziemlichhitzigen Debatte sagteder Mormone schließlich:„Können Sie mir eine einzigeSchriftstelle zeigen,die Polygamie verbietet?“„Sicherlich“, antworteteTwain, „’Niemand kannzwei Herren dienen.’“Ein anderer Ausdruck für „Ehe“ist bekanntlich „Der Bundfürs Leben“. Bei der Haltbarkeitheutiger Ehen scheint diese Bezeichnungallerdings veraltet zu sein– „Lebensabschnitts-Partnerschaft“klingt da viel passender. Der Volksmundwarnt außerdem: „Drum prüfe, wer sichewig bindet“, und fährt im Spaß fort:„…ob sich nicht was Bess’res findet“. Esscheint also gar nicht so einfach zu sein,die richtige Entscheidung zu treffen.Fällt die Partnerwahl vielleicht leichter,wenn die Bindung nicht für „ewig“, sondernnur auf Zeit ist?Toleranz statt TreueSieht man die jungen Pärchen unsererZeit, so scheint es in der Tat unkompliziertergeworden sein: Zwei finden sichattraktiv und gehen miteinander. FürsKennenlernen gibt es scheinbar keineTabus, auch die Sexualität gehört dazu.Erstens machen das alle, zweitensmacht es Spaß. Warten bis zur Ehe?Lächerlich und altmodisch! Wenn allespasst, zieht man zusammen, manchmalkurz, manchmal für Monate oder Jahre,möglicherweise werden Kinder geboren,vielleicht heiratet man dann sogar; alleFormen sind denkbar und gesellschaftlichakzeptiert.Wenn es nicht mehr klappt, trenntman sich und sucht jemand anderen,Vielversprechenderen. Ist bereits Nachwuchsvorhanden, wird’s kompliziert.Das zweite Elternteil bekommt die Kinderam Wochenende, und da wird oft einKleinkrieg der Verletzungen ausgetragen.Die Probleme von Patchwork-Familienwerden in der Gesellschaft zwarwahrgenommen und kosten inzwischenrichtig Geld, was Jugend- und Familiensozialisierungangeht. Eigenartig istaber, dass kein Politiker den Zusammenhangzwischen den liberalen Formendes Zusammenlebens und ihren gesellschaftlichenFolgen wirklich wahrhabenwill…Das Auseinanderbrechen traditionellerFamilienformen mit Werten wieTreue, Moral und Verantwortung gefährdetjede menschliche Gesellschaft i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


über kurz oder lang. Ab einem gewissenGrad an Dekadenz ist noch jede Kulturder Weltgeschichte untergegangen. Dasaber nur am Rande, denn wenn du einenPartner suchst, interessiert dich zunächstnur dein eigenes bisschen Glück.Aber genau das ist gefährdet, wenn diePartnersuche nach den heute geltendenRegeln abläuft.Wie Gott es sich gedacht hatGott hat unser persönliches Heil imSinn, er will das Beste für dich auch aufdem Gebiet der Partnerschaft. Nein,Gott ist kein Spielverderber, sondernder Erfinder von Liebe, Ehe und Erotik.Und darum weiß er auch am besten, wiees funktioniert. Er hat bereits bei derSchöpfung festgelegt, dass ein Mannund eine Frau einen lebenslangen Bundeingehen sollen, einander lieben, achtenund sich treu sein sollen. Ihre Sexualitätsoll nur ihnen beiden gehören, sie sollenVerantwortung für ihre eigene Familieübernehmen und die Unverletzlichkeitanderer Ehen und Familien respektieren.Der moderne Mensch meint aber, erweiß es besser als Gott. Das Eheversprechengibt man vielleicht noch inder Kirche, es gilt aber nur, so langeman „in der Beziehung glücklich ist“.Einander lieben und achten? Nur, wennder/die andere lieb zu mir ist! Einandertreu sein? Lachhaft, da würde man jawas verpassen! Sexualität nur in dereigenen Beziehung? Weltfremd! In jedemFilm zeigen sie doch heute, wie esgeht! Unverletzlichkeit der Ehe anderer?Wieso denn? Einem anderen den Partnerauszuspannen ist doch längst schonVolkssport geworden…Besonders die jüngere Generationnimmt das hemmungslose Weltbild derMedien, den Lifestyle der Musiksenderund das Leben der „Stars“ als selbstverständlich.Eine lebenslange Beziehungmit dem ersten Partner scheintgar nicht mehr erstrebenswert zu sein.Doch auch wenn die Gesellschaft dirheute weismachen will, es sei egal, mitwie vielen man ins Bett geht: Das ist eineteuflische Lüge.Ich wundere mich über die Einfaltderer, die diesen Lebensstil propagieren.Was wird denn daraus? Sind diekurzlebigen Beziehungen etwa glücklicher?Sind die Leute freier? Ist die Liebebesser? Und vor allem: Wie geht’s denKindern dabei? Sie bilden doch, ganz nebenbeibemerkt, eigentlich die nächsteGeneration dieser Gesellschaft…Und die zweiwerden ein Fleisch sein„Ein Fleisch“ im biblischen Sinn hatdoppelte Bedeutung: Erstens, die Intimitätzweier Menschen, und zweitens,die Zeugung neuen Lebens. SexuelleEinheit ist gedacht für die lebenslangeeheliche Verbindung zweier Menschenund schließt ein, Verantwortung zuübernehmen für eine Familie. Es verbindensich nicht nur zwei Körper, sondernauch zwei Seelen.Und wenn die Beziehung zerbricht,ist es, wie wenn du zwei mit Klebstoffbestrichene Blätter wieder trennenwillst: Es bleiben auf beiden Seiten tiefeVerletzungen und Narben zurück. Unddie Klebkraft beider Blätter lässt nach.Vor allem das allererste Intimsein prägtbeide bewusst und unterbewusst. Dahersollte man damit unbedingt warten biszur Ehe, im eigenen Interesse.Und doch werden diese biblischenRichtlinien heute als völlig veraltetangesehen. Aber wer eine wirklich gutePartnerbeziehung sucht, muss sichernsthaft fragen: Welche Beziehungensind nun wirklich besser, die ständigwechselnden oder die lebenslangen?Ist eine lebenslange Ehelangweilig?Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen:Treue zu einem Partner, Investitionin die Ehebeziehung, Liebe um desandern willen lohnt sich. Muss ich dassagen, weil man es von einem Predigereben erwartet? Nein, Christen habenwirklich die besten Beziehungen, undwie viele andere auch erlebe ich, dasseine lebenslange Partnerschaft, in derGott der Herr ist, immer besser wird, jelänger sie dauert, und das in jeder Hinsicht.Fällt einem so ein Glück in den Schoß?Gewiss nicht, es gehört dazu, an der Beziehungzu arbeiten, Zeit und Kraft einzusetzen,sich von Herzen zu vergeben,sich einander unterzuordnen. Sind dasnicht lästige, einengende Pflichten, diemich an meiner Selbstverwirklichunghindern? Nein, das sind absolut lohnendeErfahrungen, die Befreiung vonmir selbst und meiner Ich-Bezogenheitbringen, die mir neue Horizonte meinerPersönlichkeit eröffnen.Beide Partner lernen dabei immermehr, wie Gott sich ein liebevolles Miteinandervorstellt und wie er die Entwicklungder Beziehung segnet.Eine im Willen Gottes gelebte Ehe istein Kleinod, das von Jahr zu Jahr wertvollerwird. Doch diese Erfahrung bleibtden meisten Menschen leider fremd,weil sie nicht nach Gottes Weg fragen.Sie trotten lieber in der breiten Masseund tun, was alle anderen so tun, undverpassen dabei den Plan Gottes für ihrLeben.Denndas ist der Wille Gottes,eure Heiligung,dass ihr meidet die Unzuchtund ein jeder von euchseine eigene Frau zu gewinnen suchein Heiligkeit und Ehrerbietung,nicht in gieriger Lust wie die Heiden,die von Gott nichts wissen.Was ist eigentlich „Unzucht“?Laut biblischer Definition gehört Sexualitätin die Ehe, und alles außerhalbist Unzucht (Unmoral). Insofern erscheinenHandlungsweisen, die vielen Zeitgenossenheute als „ganz normal“ vorkommen,in einem völlig anderen Licht:Schlüpfrige Witze; pornografische Darstellungenin Werbung, Zeitschriften,Filmen und Internet; außereheliche Verhältnisse;Telefonsex; Prostitution; allePerversionen der schöpfungsgemäßenSexualität etc.Manches hiervon gab es schon im Altertum,wurde allerdings eher im Verborgenengetrieben. Bei uns haben sichviele der oben genannten Praktiken erstin den letzten dreißig, vierzig Jahren gesellschaftlicheToleranz und Akzeptanzverschafft und einen so gründlichenWertewandel bewirkt, dass die Jugendlichenheute es sich schon gar nichtmehr anders vorstellen können. Ehebruchund Homosexualität waren in den1960er Jahren noch Straftatbestände inDeutschland! Unverheiratetes Zusammenlebennannte man früher „Kuppelei“und „Wilde Ehe“!Die Frage ist doch, wer setzt eigentlichdie Normen für mein Leben, einemoralisch verfallende Gesellschaft oderdas ewige Wort Gottes? Der Wille Gottesist unsere Heiligung, d.h. die Absonderungvon dem Schmutz dieser Welt.Christen sind etwas Besonderes: Gotthat sie herausgeholt aus der MüllhaldeWelt und in sein Friedensreich gestellt,in eine Gemeinschaft mit echter Liebeund bleibender Freude statt oberflächlicherTriebbefriedigung. Wir gehörenzu Jesus und haben mit dem gottlosenTreiben nichts mehr zu schaffen! EchteChristen verhalten sich anders, auchauf dem Gebiet der Partnerschaft.Christliche Partnerwahl1. Thessalonicher 4,3-5Paulus fordert die Christen auf, dassjeder seine eigene Frau gewinnen undi n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


dabei klar auf Distanz zu den Gepflogenheitender Nichtchristen gehen solle.Heiligung heißt, es anders zu tun alsdie Welt, sowie ihre unmoralischen Angeboteund Ersatzhandlungen selbstbewusstauszuschlagen.Christliche Partnerwahl bedeutet einepersönliche, spannende Herausforderung,seine Lebensgefährtin mit GottesHilfe zu finden und in fairer, ritterlicherWeise zum Ehepartner zu gewinnen.Das erfordert völlig andere Umgangsformenals das triebhafte, egoistischeSich-Bedienen heutiger Instant-Beziehungen.Heiligkeit heißt, die Ehe als etwasBesonderes zu achten, das nicht durchvorzeitige Intimität entwertet wird.Ehrerbietung heißt, dem anderen Geschlechtmit Respekt und zuvorkommendzu begegnen. Es bedeutet auch,andere Beziehungen zu respektierenund nicht dem anderen die Freundinoder gar Frau wegzunehmen.Die biblischen Prinzipien der Partnerwahlgelten natürlich umgekehrtgenauso für Frauen, die einen Partnersuchen. Heutzutage ergreifen oft sie dieInitiative, und da ist 1. Thessalonicher4 ebenso auch auf das weibliche Geschlechtsinngemäß anzuwenden.Praktische TippsDie Unmoral der anderen darf fürjunge und ältere Christen weder Maßstabnoch Entschuldigung sein. EinChrist auf Partnersuche sollte einen eigenen,niveauvollen Stil entwickeln, deraus dem Vertrauen zu Gott und dem Gehorsamzu seinem Wort herrührt. Hiereinige konkrete Hilfestellungen dazu:1. Fernhalten: Bestimmte Orte in derStadt und im Internet, gewisse Zeitenund Filme im Fernsehen und Kino, bestimmteDruckerzeugnisse stehen GottesWillen entgegen. Also: Heiligung istangesagt, sich bewusst von den anderenunterscheiden, der Sünde ein klaresNein entgegenhalten: Ein Christ ist etwasBesonderes!2. Der respektvolle Umgang mit demanderen Geschlecht sei dein Markenzeichen,vor der Heirat und natürlichauch danach! Petrus war selbst verheiratetund betont dasselbe in 1. Petrus3,7. Mach’ es wie Hiob: er hatte einenBund gemacht mit seinen Augen, dasser „nicht lüstern blickte auf eine Jungfrau.“(Hiob 31,1)3. Ehrbarkeit: Seid am richtigen Ortund zur richtigen Zeit als Freunde zusammen,z.B. in der Jugendgruppeund auf Freizeiten. Vermeidet verführerischeSituationen zu zweit und verfänglicheTages- bzw. Nachtzeiten. Seidals Nichtverheiratete möglichst nie zuzweit allein, dasselbe gilt übrigens auchfür ältere Nicht-Ehepartner. Fahrt nichtzu zweit in Urlaub, ohne verheiratet zusein. Bereitet mit eurem öffentlichenund verborgenen Handeln immer Gottdie Ehre.4. Frage Gott, ob eine Beziehungüberhaupt dran ist. Beginne keine Liebeleimit einem Nichtchristen. RespektiereFreundschaften anderer. Spannedeinem Freund nicht die Freundin ausbzw. deiner Freundin den Freund. Rechnemit Gottes Führung und Hilfe.5. Tue Buße. Auf dem Gebiet der Partnerwahlläuft vieles schief, und leidersind viele auch in christlichen Gemeinden,schon oder immer noch, in sexuelleSünden verwickelt. Die Entscheidungzur Umkehr kann dir niemand abnehmen.Doch es ist empfehlenswert, eineVertrauensperson zu Rate zu ziehen.Bitte deinen Jugendleiter, Pastor odereinen Ältesten, mit dir zu beten.6. Heilung ist möglich. Gott kann deineBeziehungsfähigkeit wieder herstellen,alles was der Feind in dir zerstörtoder verletzt hat, will Gott heilen, auchdein zerbrochenes Herz. Du musst esihm aber geben: „Gib mir, mein Sohn,dein Herz, und lass deinen Augen meineWege wohlgefallen.“ (Sprüche 23,26)Wie wird ein junger Mensch seinenWeg unsträflich gehen? Wenn er sichhält an deine Worte.Psalm 119,9Buchempfehlung zum Thema für jungeLeute:Eric und Leslie Ludy, Made in Heaven:Wenn Gott deine Liebesgeschichteschreibt, Gerth Medien Asslar 2007, ca.€ 9,90 nFrank Simon ist mit Rebecca verheiratet. Sie undihre fünf Kinder leben in Waldhausen und sindaktive Mitglieder des CZ Life in Plüderhausen.Für euchMartin DoeringSabine von der WenseWeißt Du, wie dieSterne stehen?Hänssler 2007144 SeitenMartin Doering, einerder Autoren, hat sichvor seiner Bekehrungeingehend mit Astrologiebeschäftigt. Indiesem Buch nun erklärter den Glaubenan die Sterne so, dass es auch ein Laie verstehen kann.Er erklärt, was Astrologie ist und wie sie funktioniert,welche Wirkungen und Eigenschaften Tierkreiszeichenund Planeten zugeschrieben sind und wie Horoskopeberechnet werden. In einem weiteren Teil geht er aufdie Frage ein, was die Bibel über die Astrologie sagt. DieBibel sagt sehr viel dazu! Eindeutig stellt Doering klar, dassAstrologie Götzendienst und Hokuspokus ist und warntausdrücklich davor.Sabine von der Wense, die zweite Autorin dieses Buches,hat Astrologie studiert und war als Astrologin zehn Jahreerfolgreich tätig. Sie erzählt von ihrem Werdegang undvon den Auswirkungen in ihrem Leben, von dem Gefühl,tief gefangen zu sein, bis sie 1985 schließlich Jesuskennen lernte. Der Weg aus der Astrologie war nichteinfach, sie berichtet über den Kampf, die Hindernisseund Anfechtungen. Seit 1985 klärt Sabine von der Wensein Büchern und Vorträgen bundesweit über die Gefahrenvon Esoterik, Astrologie und Okkultismus auf.- wsBernhard OlpenGekämpft mit Gott undMenschen: Das Lebenvon Heinrich VietheerErzhausen:Leuchter Edition 2007239 SeitenIn etwa zehn Jahren(1926-1935) ist esHeinrich Vietheer gelungeneine kirchlicheGruppierung mit übervierzig Gemeinden und5.000 Mitgliedern aus dem Boden zu stampfen: die Elimbewegung.In der Zeit des Nationalsozialismus habensich die Elimgemeinden dann aber dem Baptistenbundangeschlossen, um dann nach dem Zweiten Weltkriegund der Wiedervereinigung 1989 größtenteils im BundFreikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) aufzugehen.Mit großer Sorgfalt hat Pastor Bernhard Olpen (Jahrgang1963), Regionalleiter im BFP (Bayern Nord), diese Arbeitim Rahmen eines Magisterstudiums an der UniversitätBayreuth verfasst. Nicht zuletzt durch Interviews mitZeitzeugen ist es ihm gelungen die schillernde Persönlichkeitvon Heinrich Vietheer glaubwürdig darzustellenund neues Licht auf einige offene Fragen zu werfen. Daist zunächst die Auseinandersetzung zwischen HeinrichVietheer und Pastor Friedrich Heitmüller in Hamburg.Neue Hintergrundsinformationen zur Auseinandersetzungzwischen der Gemeinschaftsbewegung und der Pfingstbewegungin dieser Zeit, sowie zu ethischen VerfehlungenVietheers machen die Schärfe dieser Auseinandersetzungnun etwas verständlicher. Weiterhin hat Olpen einen wichtigenAnfang gemacht um den heftigen Zwist zwischenden Methodisten und der Elimbewegung im Erzgebirgewährend der Weimarer Zeit aufzuhellen. Last, but notleast, bietet dieses Buch auch wichtige neue Einsichtenzur Ehe zwischen Heinrich Vietheer und seiner erstenFrau, Mathilde. Als Tochter des Vaters der deutschenPfingstbewegung, Jonathan Paul, stand sie wohl unterdem Einfluss der „Sündlosigkeitslehre“ ihres Vatersund hat sich bisweilen ihrem Mann „verweigert“. Dieskönnte unter Umständen besser erklären, warum HeinrichVietheer immer wieder in tragische ethische Fehltritte mitanderen Frauen verwickelt war. i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8– Dr. Paul Schmidgall


gelesenThomas SchirrmacherInternetpornografieHänssler 2008217 SeitenWir leben in einerp o r n o g r a f i s i e r t e nGesellschaft. Deutschlandliegt, was die Zahl derInternet-Einzelseiten mitPornografie und was dieZahl der produziertenSexfilme betrifft, nachden USA auf Platz2! Alarmierend? Schockierend und erschütternd istSchirrmachers Buch über Internetpornografie und ihrezerstörerischen psychologischen Folgen: Unzufriedenheit,kaputte und traumatisierte Beziehungen, Scheidung,Kinderwunschlosigkeit, ein verzerrtes Bild der Sexualität,Aggression, Vergewaltigungsbereitschaft usw., bis zurklinisch erfassbaren Sucht. Das Buch klärt auf und gibtwertvolle Hinweise, um diesen Fallstricken zu entkommen.Der Ethiker zeigt 47 vernünftige Gründe gegen diePornografie und bietet Lösungswege an.Ein Buch aus der Wertebibliothek des ChristlichenMedienmagazins pro mit Substanz. Zum Nachdenken undWeiterdenken.– amChristoph Raedel (Hg.)Methodismus undcharismatischeBewegung: Historische,theologische undhymnologische BeiträgeReutlinger TheologischeBeiträge Band 2Göttingen: EditionRuprecht 2007, 260 S.Nach zwei gründlichenUntersuchungen zur charismatischen Bewegung von PeterZimmerling, Die charismatischen Bewegungen, Göttingen2001 und Dirk Spornhauer, Die charismatische Bewegungin der Bundesrepublik Deutschland, Münster 2001 sowieder Untersuchung von Paul Schmidgall zur deutschenPfingstbewegung, Hundert Jahre Deutsche Pfingstbewegung1907-2007, hat nun Christoph Raedel einen Bandzur methodistischen charismatischen Bewegung vorgelegt.Christoph Raedel, geb. 1971, ist methodistischer Theologe,Vorsitzender des Vereins für Freikirchenforschung undDozent für Evangelische Theologie am CVJM-Kolleg inKassel. In seiner Aufsatzsammlung ist es Christoph Raedelgelungen, durch die geschickte Zusammenstellung vonhistorischen, theologischen, hymnologischen Beiträgeneinerseits und Praxisberichten zur methodistischencharismatischen Bewegung andererseits die Notwendigkeitder Erneuerung seiner Kirche darzulegen. DiesesAnliegen der Erneuerung der methodistischen Kirche warauch schon in seinem Buch, Lass deines Geistes Wirkensehn, das anlässlich des 300. Geburtstages John Wesleysim Jahre 2003 erschienen ist, angesprochen worden.Für den Leser aus dem pfingstkirchlichen und charismatischenHintergrund werden vor allem die praxisbezogenenAufsätze von großer Hilfe sein, da sie wertvolle Anleitunggeben, wie es auch in der Postmoderne möglich sein kann,verschiedene theologische und soziologische Ansätze zubündeln und durch eine mündige Leiterschaft für den Baudes Reiches Gottes umzusetzen. Nach dieser wertvollenPositionsbestimmung der charismatischen methodistischenBewegung in Deutschland in ihrer Auseinandersetzungmit dem charismatischen Aufbruch (Zweite Welle) wärees jetzt auch noch interessant, die Beziehungen desMethodismus zum Anfang der Pfingstbewegung (ErsteWelle) aufzuhellen. Hierbei wäre besonders interessant,der Frage der Unterzeichnung der Berliner Erklärungdurch Superintendent Schütz aus Berlin sowie der Auseinandersetzungmit Heinrich Vietheer und der Elimbewegungin den 1920er Jahren nachzugehen.Pornografie im InternetDas Geständnis eines Anonymen PastorsPornografie im Internet? KeinAnfechtungsgebiet für mich!Schließlich bin ich Prediger,leite seit einigen Jahren eine Gemeinde,habe Kinder und bin seit Langem glücklichmit meiner Frau zusammen - in jederHinsicht. Und doch passierte es.An irgendwelchen Abendstunden erledigteich noch einige E-Mails. Der Klicklag so nahe, die Versuchung, die Anonymität,die Gelegenheit. Plötzlich undungeplant klickte ich mich ein. War meinHerzensboden tatsächlich offen für einesolche abgründige Kultur? Aus einem„Google.usw.Versehen“ wurde eine „gewisseAbwechslung“. Es war ein faulerKompromiss mit der Verdorbenheit, vomVersehen über die Abwechslung in dieSackgasse. Ehe ich richtig über micherschrecken konnte, steckte ich fest imSumpf. Was passierte nun mit mir? Daswill ich an dieser Stelle bekennen.Zunächst kam die bissige Verachtunggegen mich selbst mit voller Wucht. Ichverachtete nicht nur die Wege, die ichging, ich verachtete mich selbst aus tiefstemHerzen. Ich hatte Verachtung verdient.Denn ich war in meinen Augen einschmutziger Betrüger, der seine Frau,die Gemeinde und die Menschen seinerUmgebung betrügt. Ich sollte für Moralund ethische Grundwerte stehen, sie lebenund verteidigen. Stattdessen habeich mich für billigste und schädlichsteWare verkauft.Was konnte ich nun tun? Erst einmaltat ich, was wahrscheinlich viele Menschentun, die sich in Laster verstrickthaben. Ich lehnte mich dagegen auf. Ichrang und strampelte, ich kämpfte undheulte bis zur Erschöpfung, stellte mirUltimaten, setzte mich unter Druck undvieles mehr. Wenn man davon absah,dass Verachtung und Not zunahmen,hat es sonst nichts gebracht. Schließlichgestand ich mir ein, dass ich Hilfe undGebet meiner Freunde benötigte (Ps. 32,1-5; Jak. 5, 16). So ging ich zu einem gutenFreund, der gleichzeitig auch ein solideausgebildeter Seelsorger ist. Trotzaller Scham wusste ich mich bei ihm sicher.Ihm teilte ich alles mit, was michbewegte, wie es entstand und wo ich michzu mir selbstbefand usw. Undwas gut ist, konnte nochbesser werden. Also wählte ichzwei weitere gute Freunde, denenich mich mitteilte. Diese beiden batich, ab und zu mit mir zusammen zukommen, damit ich Rechenschaft ablegenkonnte (Spr. 17, 17). Nun fühlte ichmich, als ob man in einem dunklen Zimmerendlich die Fenster geöffnet hatteund die helle Sonne und die frische Luftals Folge endlich wieder hinein konnten.Und ich wusste, ich habe den richtigenWeg eingeschlagen.Dass ich mich anvertraute, ist nun bereitsüber ein Jahr her. Ein wenig plageich mich noch herum mit dem Rest desUnkrauts, mit dem ich einst verschnürtwar, aber ich bin raus aus der Isolation,Verachtung und heimlicher Verstrickung.Ich bin noch nicht ganz oben aufdem Berg, aber drei Viertel des Wegeshabe ich mit Gottes und Freundes Hilfegeschafft.Daher würde ich vorsichtigerweisenicht sagen, dass ich den Sieg in der Taschehätte. Dieser Exkurs meines Lebenssteckt mir noch tief in den Knochen. Esist mir eine gute Sicherheit, dass mindestensdrei Freunde mich begleiten, fürmich beten und mir Geleit geben.Denn der „Bekenntnis-Gebet-Frei-Weg“ ist es nicht, den ich zu gehen habe.Es ist kein leichter und kurzer Weg,aber ein sicherer und rechter Weg. Ichbin heilfroh, dass ich ihn eingeschlagenhabe. Ich werde ihn konsequent weiterverfolgen.Warum ich mit meiner Frau über alldies nicht sprach? Es ist kein Geheimnis.Frauen lieben ihre Männer und Männerihre Frauen. Und beide suchen aus Liebedas Verständnis füreinander und natürlichauch in Sachen Sexualität. Dochwenn männliche Sexualität problematisiert,kann es für die Frau eine Zumutungwerden, in der Gedankenwelt desMannes mitzuwirken. Die Unterschiedlichkeitder männlichen und weiblichenSexualität sind ein guter Grund mehrfür die förderliche Freundschaftskulturvon Frauen und Männer unter sich. n– Dr. Paul Schmidgalli n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


Sex vor der Ehe?... oder warum das Warten sich lohnt!Von Reinhard und Biggi OesterlingDas Thema „Sexualität“ beschäftigtChristen schonimmer. Über die gesamteKirchengeschichte kann man eineVielzahl von Statements, Meinungen,Vorschriften und Konsequenzen zumunterschiedlichen Umgang dazu recherchieren.Letztendlich festhalten kannman, dass sich jede Generation auf dieSuche nach Antworten zu dem Thema„Sex vor der Ehe“ gemacht hat.Generationen junger Christen wurdenvon ihren Kirchen und Gemeindenmit einem „Nein“ zu vorehelichem Sexkonfrontiert, ohne eine Begründungbzw. Hilfestellung für eine Argumentationzu erhalten. Dies hatte seinenHintergrund darin, dass im christlichgeprägten Umfeld „Sex“ weder „vor derEhe“ noch „in der Ehe“ thematisch eineRolle spielte. Eine in der Kirchengeschichtekultivierte „Körperfeindlichkeit“hatte den Boden dafür vorbereitet.Erst in den letzten ca. fünfundzwanzigJahren erfolgte eine Entwicklungzum offeneren Umgang mit dem ThemaSexualität im kirchlichen Umfeld.In unserer Gemeindebewegung wurdenin den frühen 80er Jahren im Rahmenvon Jugendtreffs bzw. überregionalerJugendtreffen erstmals Referate dazuangeboten.In der aktuellen christlichen Jugendliteraturfindet man die ganze Bandbreitevon tendenziellem Ja und Nein zu„vorehelichem Geschlechtsverkehr“. Eswird z.B. differenziert zwischen Freundschaftsphase(Nein) und Verlobungszeit(Ja). Jeder kann je nach Standpunktleicht die für ihn passende Literaturund damit Legitimation entdecken.Es bleibt bis dahin offen, wie man sichdiesem Thema annähern kann, um einenpersönlichen Standpunkt bzw eineÜberzeugung zu finden.Ein hilfreicher Weg ist, sich vom Ja/Nein-Imperativ zu lösen und sich mitder Frage zu beschäftigen: Warum istes gut, keine Sexualität vor der Ehe zuhaben?Diese Frage beinhaltet ein wichtigesDetail, den Begriff Ehe. Wenn in der Bibelvon Beziehung zwischen Junge undMädchen bzw. Mann und Frau im Zusammenhangmit Sexualität gesprochenwird, bildet eine verbindliche Beziehung– die Ehe – den Rahmen. Insofern gehtes darum zu entdecken, was der Schöpfersich für den Menschen dazu gedachthat. Er hat die „lebenslange“ Perspektivefür eine Beziehung zwischen Mannund Frau.Aus dieser Perspektive betrachtet,wird man herausgefordert, wenigeroberflächlich mit den Bereichen Beziehung,Freundschaft und Sexualität umzugehenund sich bewusst zu sein, dasseine verbindliche Beziehung mit lebenslangerPerspektive nicht auf Sex alleinaufgebaut sein kann.1.Thess.4,4-5Jeder soll mit seiner Ehefrau zusammenlebenund rücksichtsvoll mit ihrumgehen. Ungezügelte Leidenschaft istein Kennzeichen der Menschen, die Gottnicht kennen. i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


Im Umgang mit dem Ehepartner sindChristen von Gott aufgefordert „… einanderin Ehrerbietung zuvor zu kommen…“ (Luther) oder „… rücksichtsvoll mitihr umzugehen …“ (Hoffnung für alle,Röm. 12,3). Es bedeutet sein Gegenüberals Persönlichkeit ganzheitlich wahrzunehmenund zu entdecken. Diese Aussagegilt altersunabhängig, also auch fürdie junge Generation Christen.Das ist natürlich in unserem gesellschaftlichenUmfeld nicht sehr angesagt,wenn es um eine neue Beziehunggeht. Wenige möchten sich zwischen14 und 18 Jahren um eine langfristigeBeziehung einen Kopf machen. Was anscheinendalle tun, nämlich die eigeneSexualität auszuleben, ist das, was manleben möchte, um nicht Außenseiter zusein. Interessant sind Befragungen unterTeenagern und Jugendlichen, diebestätigen, dass sie selbst „es“ zu diesemfrühen Zeitpunkt gar nicht hättentun wollen, in der Clique jedoch bereitskeine oder keiner mehr „Jungfrau“ gewesensei.Wird Sexualität so praktiziert, findetsie kaum in einem freien, offenen,angstfreien, leidenschaftlichen undgeschützten Rahmen statt. Vielfachsind die wochenlange Angst, nicht dochschwanger zu sein bzw. die Angst entdecktzu werden oder die Wut und Enttäuschungüber die kurz danach erfolgteTrennung ständige Wegbegleiter.Das ist nicht Gottes Idee. Aus seinerPerspektive hat die von ihm als Schöpfergeschenkte Sexualität einen hohenStellenwert und wurde von ihm mit Verbindlichkeitverknüpft. Der Autor AlanStorkey hat dies so formuliert: „Vertrauenist eine der wichtigsten Voraussetzungenfür guten Sex. Wenn Partnereinander vertrauen, können sie es genießen,zu geben und zu empfangen, aberwenn ein Partner den anderen benutzt,führt das zu Spannungen.“ Deshalbwirkt Sex außerhalb einer verbindlichenBeziehung – der Ehe – destruktiv.„Lerne NEIN zu sagen!Viele bereuen es,vorehelichen Sex praktiziertzu haben, aberniemand bereut es,gewartet zu haben!“Darum ist es fantastisch, mit GottesHilfe gemeinsam mit seiner Freundinbzw. seinem Freund einen Weg zu finden,alles Destruktive oder Belastendevon der eigenen Beziehung vor der Ehefernzuhalten. Eine Hilfestellung könnendazu folgende Statements zum Wertder Sexualität sein (Auszug aus „DerEhe Vorbereitungskurs“ von Nicky &Sila Lee):l Sex ist Kommunikation auf dertiefsten Ebene unserer Persönlichkeit.l Sex ist ein wesentlicher und festerBestandteil der Ehe.l Sex ist ein Geschenk, das wir genießendürfen und das nicht nur zurFortpflanzung dient.l Guter Sex ist auf den Partner/diePartnerin ausgerichtet.l Sex ist ein Ausdruck von Liebeinnerhalb des Vertrauensrahmens derEhe.l Sex beinhaltet, dass wir uns einanderganz hingeben.Das oft benutzte Argument „Manmuss ja wissen, ob man sexuell zusammenpasst,“ ist kein Grund, sich auf Sexvor der Ehe einzulassen. Sexualität (biologisch)muss man kaum lernen, undwenn es Probleme gibt, dann könnendiese leicht überwunden werden. Statistikenbelegen, dass langjährig verheirateteEhepaare im Vergleich zu anderengrößere sexuelle Erfüllung erfahren.Wenn ich einen Wunsch äußern dürfte,wäre es der, dass ich jedem Leser denMut wünsche, sich der Herausforderungzu stellen, keine destruktiven Einflüssein seinen Beziehungen zuzulassen. Dasbedeutet die Sexualität in der Ehe undnicht bereits in der Freundschafts- oderVerlobungsphase auszuleben.Statements an die junge Generation(Auszug aus dem Flyer der Initiatorender Aktion „Wahre Liebe wartet“):l „Du bist zu kostbar, um wie ein Apfelvon Verschiedenen angebissen undnachher weggeworfen zu werden.“l „Du bist einzigartig, deine Reinheitist ein Geschenk – du bist das Wartenwert!“l „Glaube nie, dass jeder es einfach„tut“. Viele reden leichtfertig von Sexund prahlen mit Erfahrungen, die sie sonie gemacht haben.“l „Lerne NEIN zu sagen! Viele bereuenes, vorehelichen Sex praktiziertzu haben, aber niemand bereut es, gewartetzu haben!“l „Wenn er/sie dich wegen deinem„Nein“ verlässt, wurdest du nicht wirklichgeliebt.“ nReinhard und Biggi sind seit 22 Jahrenverheiratet. Sie haben 2 Kinder,Janine (18) und Kevin (14). Seit 15Jahren begleiten sie interessierte,junge Paare in der Ehevorbereitung.i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


Schenkt der Dealerbeim ersten Maldie Droge?ein Interview mit Joachim Seitle und Peter ThomasWann begann euer Kontakt mit Kiffernund Drogenliebhabern?Joachim Seitle (JS): Eigentlich ziemlichspät, ich war 16 Jahre alt und in derachten Schulklasse. Meine Eltern warenvom Dorf Oberberken in die Stadt umgezogen.Die neue Umgebung und die Suchenach neuen Freunden und Anerkennungführten mich ins Jugendzentrum,wo ich andere Jugendliche traf, denen esähnlich ging.Peter Thomas (PT): Während meinerWar euch nicht bewusst, dass daseine Sackgasse ist, aus der man extremschwer rauskommt?JS: Nein, das wir mir nicht bewusst,denn es fing ja alles recht harmlos an.Ich hatte eigene Marihuanapflanzenund war teilweise Selbstversorger. Entzugserscheinungengab’s zu dieser Zeitnoch nicht! Die Sucht kommt schleichendüber die Jahre. Eigentlich könnteman Sucht von „Suchen“ ableiten, Suchenach Liebe und Geborgenheit.schon Drogen nehmen, sind ihre Vorbilderund scheinbar geht es ihnen indiesem Stadium noch gut, und gerade inder Pubertät, wo man alles besser weißund gegen vieles ‚anti’ drauf ist, da istman einfach offen für das nicht so Alltägliche.PT: Bewusstseinserweiterung warin den 60er und 70ern das neue Schlagwort.Haschisch und „Gras“ (Marihuana)waren nur die Einsteigerdrogen, sowie heute wahrscheinlich auch noch."Leute, die Drogen nehmen,geben sich gerne als cool ausund als solche, die es gut meinen."Lehrzeit kam ich auf der Suche nachdem Sinn meines Daseins mit GI’s (US-Soldaten) in Kontakt. Sie kamen füreinige Zeit in die Disco, in der ich michfast jeden Abend aufhielt. Die erstenMale, als ich „shit“ rauchte, (so nannteman Haschisch früher – keine Ahnungwie man das heute in der Drogenszenenennt), war ich richtig „zu“. Die erstenJoints und Haschischpfeifen waren umsonst.Als ich dann „auf den Geschmackgekommen“ war, verlangten sie Geldfür weitere Ware. Das war der Anfang.Die GI’s waren, was man heute „ abgefahren“nennen würde. Die Hippiezeitdamals war schon krass.PT: Die Sackgasse wollte man nichtwahr haben. Man dachte, dass dieDrogen der lang ersehnte Traum nachGlück und innerer Erfüllung waren. Interessanterweisewarnte mich damalsein Freund, der eine ganze Zeit vor mirmit Drogenkonsum begonnen hatte, damitaufzuhören. Aber ich dachte nur, dergönnt mir das schöne neue Leben, dasich nun gefunden hatte, nicht.Warum fangen dann Jugendliche soleicht an, psychoaktive Substanzen zukonsumieren?JS: Andere Jugendliche, die vielleichtMan fühlte sich gut, wenn man voll gekifftwar und hätte die ganze Welt umarmenkönnen. Umso nüchterner undsinnloser erschien dann alles wieder,wenn die Wirkung nachließ. Die Fluchtaus der Realität erfolgte bald in immerkürzeren Abständen. Die Neugierdenach neuen Erfahrungen führte bei mirzu ernsthaften Experimenten mit LSD.Doch hier waren nur die ersten „Trips“positiv. Bald war jeder LSD-Trip eineheftige negative Erfahrung. Mein letzterTrip war so heftig, dass ich dachte,nicht mehr davon runter zu kommen.Einer meiner Kumpel meinte, ich sollteeinen „O-Schuss“ (aufgekochtes Roh-10 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


opium) setzen, um von dem LSD runterzu kommen. Das tat ich dann auch. DerLSD-Trip kam abrupt zum Ende. Dieswar jedoch der Beginn meiner Heroinabhängigkeit.Exzessives Kiffen hängt meistens mitfehlender innerer Sicherheit zusammen.War das bei dir auch der Fall, Joachim?Wie hat es angefangen?JS: Ich war auch ein relativ unsichererJunge, der sich als Klassenkasperoder durch Mutproben in der Cliquebeweisen musste. Angefangen habenwir mit Fleckenwasser, das wir dann inGruppen im Jugendzentrum geschnüffelthaben. Der Rausch war eine sekundenkurzeBewusstlosigkeit. Nach undnach kam immer mehr dazu. Beim erstenMal Haschisch rauchen spürte ichgar nichts. Aber das ist normal, sagtenmir die anderen. Zu Silvester oder Weihnachtengab’s dann LSD oder auch schonmal Kokain. So schlich sich die Suchtlangsam ein.Die Aussage von Freunden “Einmalist keinmal“ war in deinem Fall einmalzu viel?JS: Also, dass da so ein Dealer ist,der einem das erste Mal die Drogenschenkt, ist eher ein Märchen. WerDrogen nimmt, der wollte es eigentlichschon selber und am Anfang sind da jaauch coole Zeiten. So mit Lagerfeuer,Freunden, Musik. Bis man halt merkt,dass der Zusammenhalt in der Cliquenur durch die Droge besteht und wenndu nichts hast oder nicht gut drauf bist,dann bist du ziemlich allein. Irgendwannmerkst du halt, dass du es nüchternnicht mehr aushältst. Und dir esauch nicht mehr gut geht.Wie hast du (Joachim) es dann dochgeschafft, “clean” zu bleiben?JS: Ich habe insgesamt drei Therapiengemacht, erst vor der dritten Therapiehabe ich von Jesus erfahren undhab’s ausprobiert. Ich hatte ja nichts zuverlieren und war total am Ende. Vorherhatte ich gar keine Motivation, nüchternzu leben, denn das Leben ist ja ziemlichhart und schwer. Da wollte ich nicht unbedingtin die Fabrik rennen bis 65 undBildzeitung lesen. Da wurde ich lieberwieder bewusst rückfällig. Aber wenndas mit dem Jesus stimmte und es ewigesLeben gibt, dann würde es sich auchfür mich lohnen, dieses Ewige-Leben-Zeug zu bekommen. Bibelverse wie: DieGesunden brauchen keinen Arzt oderwo Jesus das sagt mit dem ersten Steinwerfen. Auf der Therapie begann ich,in einen Hauskreis zu gehen und bautemir eine persönliche Beziehung zu Gottauf. Ausschlaggebend war eine christlicheFamilie (Reiner und Andrea Ladig,geb. Wagner), die mich zur Nachsorgenach der Therapie aufnahm. Das warwohl in meinem Fall lebensrettend. ImNachhinein sehe ich, dass das von derFamilie ein Riesenopfer war. Bei ihnenhabe ich meine Frau kennen gelernt undhabe jetzt eine eigene Familie mit Kindern.Diese Verantwortung würde ichnie wieder gegen Drogen tauschen!Welche Spuren haben Drogen ineurem Leben hinterlassen?JS: Ich habe mit 30 Jahren geradenoch die Kurve gekriegt und bin demTeufel von der Schippe gesprungen.Mein Leben war Gott sei Dank o.k. Eigentlichein Wunder, nachdem, was ichalles geschluckt habe. Äußerlich hab ichhalt noch ein paar Tattoos aus dieserZeit, aber das ist ja heute eher cool. Aberhätte ich keine Drogen genommen undwäre ich nicht so kaputt gewesen, wäreich jetzt vielleicht nicht bei Gott. Na ja,wer weiß, Gott hat einen langen Arm.PT: Eine kranke Leber ist meine ständigeErinnerung an meine Drogenzeit.Die Drogenzeit öffnete auch die Tore füralle Arten von Exzessen und Sünden.Ein Jugendlicher, der in einem christlichenElternhaus aufwächst, kann sichnicht vorstellen, was ihm alles erspartbleibt. Manche Gedankenmuster undsündhaften Erlebnisse hinterlassen ihreSpuren in der Gedankenwelt. Diesegilt es, immer wieder abzuschütteln undan Gott abzugeben.Wie können Freunde und Angehörigejemandem helfen, der drogensüchtigist und Schule, Beruf und Beziehungenvernachlässigt?JS: Freunde können nur helfen, wennsich der Süchtige helfen lassen will. Unddas wollen die meisten erst, wenn sieganz am Boden sind und dann wird’srecht schwierig ohne professionelle Hilfe.Für mich haben viele gebetet und betenwahrscheinlich heute noch. Eigentlichsind Angehörige, so hart es sich anhört,machtlos. Deshalb beten und Gottbitten, dass er eingreift.PT: Meine Verwandten und Freundekonnten mir damals nicht helfen. Manerliegt ja auch dem Selbstbetrug, dassman zu jeder Zeit aufhören kann, wennman nur den Willen dazu hat. Eben dieserSelbstbetrug, der auch bei anderenSuchten trügt, wie Alkoholsucht, Drogensucht,Sex- oder Pornografiesuchtetc. Diese Tatsache holte mich erst ein,als mir der Arzt während eines Entzugseröffnete, dass auf Grund meinesSuchtverhaltens sich meine Lebenszeitnur noch auf sechs Monate erstreckenwürde. Außerdem seien bislang alle, diezum Entzug eingeliefert wurden, wiederrückfällig geworden. – Das Einzige,was mir half, war eine bewusste persönlicheHinwendung zu Jesus Christus.Als man damals mit mir während einerZelt-Evangelisation betete, wurde ichaugenblicklich von meiner Sucht, d.h.vom Verlangen nach Drogen, befreit."Doch die richtig Coolen,die mich so annahmen, wie ich warund die mir mit bedingungsloser Liebe begegneten,das waren damalswahrhaftig wiedergeborene Christen."Die Gewissheit der Vergebung meinerSünden durch Jesus Christus und dieTatsache, dass Er zu meiner Lebensmittewurde, hat echte und bleibende Befreiungund Hilfe ermöglicht.Und wenn man sich nicht helfenlässt? Woher die Kraft nehmen, selber„Nein“ den Drogen zu sagen?JS: Es gibt nur Einzelfälle, die esohne Gott und ohne Freunde schaffen,aber das ist recht selten und auch oftnur vorübergehend.PT: Die Kraft, selber Nein zu Drogenzu sagen, ist eigentlich nur möglich,wenn man noch nicht im Sumpf drinsteckt. Die richtigen Freunde und dierichtige Clique spielen hier eine sehrgroße Rolle. Auch sehe ich die Beziehungzu den Eltern als einen Schlüsselfaktor.Eltern, mit denen ein Jugendlicher allesbesprechen kann, sind hier sehr wichtig.Diejenigen, die nur mit Verbotenaufwarten, aber keine gute Beziehungi n s p i r i t 3 / 2 0 0 811


Diejenigen,die nur mit Verbotenaufwarten,aber keine gute Beziehungzu ihren Kindern haben,können da wenig helfen –und haben eigentlichkeine Chance...zu ihren Kindern haben, können da wenighelfen – und haben eigentlich keineChance. Diese guten Beziehungenmüssen lange vorher aufgebaut werden,schon bevor der Jugendliche in das besagteschwierige Alter kommt. Wahrhaftigkeitist hier ein Schlüsselwort. Jugendlichewollen sehen, dass ihre Elternwahrhaftig sind, d.h. dass sie nicht etwasvorgeben, was nicht ist. Wie sie miteigenen Schwachheiten und Versagenumgehen, ist hier ein wichtiger Faktor.Wenn man immer nur versucht, eineschöne Fassade nach außen zu wahren,die aber nicht den Tatsachen desalltäglichen Familienlebens entspricht,dann sind die Chancen, einem jungenMenschen in seiner Einstellung gegenDrogen und anderen Gebundenheitenzu helfen, fast aussichtslos. Auf der anderenSeite sind Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeitsowie ernstes Gebet, das ineiner engen Beziehung mit Gott seinenUrsprung hat, echte „Waffen“ im Kampfgegen Drogenkonsum.Was für Ratschläge könnt ihr denJugendlichen geben?JS: Drogen sind nur ein Mittel des Satans,uns zu fesseln. Er versucht uns amAnfang mit scheinbar guten Gefühlencoole Erlebnisse zu geben. Aber je mehrwir da reinrutschen, umso mehr zeigter dann sein wahres Gesicht, aber dannist es oft schwer umzudrehen. Wenn wiruns wirklich ganz auf Gott einlassen,können wir mehr erleben, als irgendeineDroge auf dieser Welt kann.PT: Den Jugendlichen Ratschlägegeben, das ist so `ne Sache! Ich glaube,die besten Ratschläge, die wir gebenkönnen, ist unser Lebensstil. Das istwahrscheinlich der effektivste nichtverbaleRatschlag. Ich weiß aus eigenerErfahrung, dass es viele waren, die mirRatschläge gegeben haben, aber sie bedeutetenmir nicht viel. Sicherlich kamdies auch aus der jugendlichen Rebellionheraus, aber auch deshalb, weil ichsah, wie die „Berater“ selbst ihr Lebengestalteten und wieviel Unehrlichkeitda im Spiel war.Persönlich halte ich mich heute vonsolchen Personen fern, die versuchen,mich zu manipulieren. Ich suche Gemeinschaftmit jenen, die Gott ernsthaftsuchen, mit all ihren Schwächen, abermit Transparenz und Ehrlichkeit. Es istwichtig, die Dinge so zu sehen, wie siesind und nicht versuchen, sie schön zureden. Korrektur brauchen wir ja alle,aber es ist viel einfacher von jemandemKorrektur anzunehmen, mit dem schonüber eine bestimmte Zeitspanne einezwischenmenschliche Beziehung existiert.Habe ich damit diese Frage beantwortet?Ja und Nein! Wenn ich heuterückblickend beurteile, wie ich zum Drogenabhängigenwurde, dann kann ichklar erkennen, dass jene, die mich dazuanimierten, keine der oben erwähntenCharaktereigenschaften hatten. DasFazit ist: Schaut euch genau an, mitwem ihr Umgang pflegt und wem ihrglaubt. Leute, die Drogen nehmen, gebensich gerne als cool aus und als solche,die es gut meinen. Doch die richtigCoolen, die mich so annahmen, wie ichwar und die mir mit bedingungsloserLiebe begegneten, das waren damalswahrhaftig wiedergeborene Christen.Hätte ich solche vor meiner Drogenzeitgekannt, wäre ich wahrscheinlich nieder Sucht erlegen. Mit Jesus als Lebensmittehaben Drogen keine Chance. n– das Interview führte Adina MunteanJochim Seitle ist mit Miriam verheiratet. Sie ha-benacht Kinder und wohnen in Plüderhausen. Joachimist Koch auf ETS in Freudenstadt-Kniebis.Peter Thomas ist mitDeborah verheiratet.Sie haben eineer-wachsene Tochterund sind seit 1979missionarisch inAfrika tätig.Das Thema Homosexualität liegt mirschon seit längerem auf dem Herzen.Unsere heutige Zeit lässt esnicht mehr zu, solchen Themen aus dem Wegzu gehen. Wir hätten als Gemeinde schonlängst unser „höfliches“ Schweigen diesenThemen gegenüber brechen müssen und zueiner Rückkehr zur biblischen Sexualethikaufrufen müssen. Aufgrund unseres Schweigensoder unserer Zurückhaltung ist es nunnicht einmal mehr für einen jungen Christenselbstverständlich, mit dem Verkehr vor derEhe zu warten. Weiterhin gleicht sich dieScheidungsrate unserer Gemeindemitgliedermehr und mehr an die Scheidungsrate derWelt an.Wir sollten beginnen, uns als Gemeindestark zu machen, wenn es um Sexualethikgeht und wieder unsere Position als „Gewissender Gesellschaft“ einnehmen. In diesemSinne ist auch die Frage der Homosexualitäteine sehr ernst zu nehmende Realität in derGemeinde geworden. Jugendliche müssensich klar entscheiden, welche sexuelle Orientierungsie haben, denn durch den starkenEinfluss der Medien ist die bi- oder homosexuelleOrientierung gleichberechtigt nebeneinandergestellt worden. Hier sollten wirals Gemeinde einen ganz klaren Standpunkteinnehmen.HOMOSEXUALITÄTIM ALTEN TESTAMENTSexuelle Unmoral ist im Wort Gottesimmer wieder das Zeichen einer untergehenden,das heißt einer kurz vor der BestrafungGottes stehenden Gesellschaft.In der ersten Erwähnung von Homosexualitätin der Bibel geht es um die StädteSodom und Gomorra. In diesen Städten warHomosexualität anscheinend vom Kleinstenbis zum Größten üblich. Hier heißt es: „Siehatten sich noch nicht niedergelegt, als dieMänner von Sodom, vom Knaben bis zumGreis, das ganze Volk von allen Enden, dasHaus umringten. Und sie riefen nach Lot undsprachen zu ihm: Wo sind die Männer, diediese Nacht zu dir gekommen sind? Führesie zu uns heraus, damit wir sie erkennen!“(1.Mose 19,4-5; Luther). „Erkennen“ ist einBegriff des Alten Testaments für sexuelleBeziehungen. Zum Beispiel „erkannte“ derMann seine Frau das erste Mal. Hier bezeichnetLot den Wunsch der Sodomiter alsetwas „Böses“ (1.Mose 19,7).12 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


Homosexualität aus biblischer Sichtvon Sebastian SchmidgallDer Text macht deutlich, dass Homosexualitäteine der Sünden war, die den Tiefpunktder kanaanitischen Völker aufzeigte. Ausdiesem Grund durften sie auch vertriebenwerden: „Ihr sollt euch mit nichts dergleichenunrein machen, denn mit alledem habensich die Völker unrein gemacht, die ichvor euch her vertreiben will. (...) Denn alle,die solche Greuel tun, werden aus ihrem Volkausgerottet werden. Darum haltet meineSatzungen, damit ihr nicht die schändlichenSitten derer tut, die vor euch da waren, unddadurch unrein werdet. Ich bin der HERR,euer Gott“ (3. Mose 18,24; 30; Siehe auch 3.Mose 20,22-23.)Wir sehen an dieser Drohrede Gottesaber auch schon deutlich, dass nicht nur dieKanaaniter und Heiden Bestrafung für diesesexuelle Verirrung erlangen werden, sonderndass auch das Volk Israel die gleichenKonsequenzen erwarten würde. Deshalbist es tragisch, dass wir später einen sehrähnlichen Bericht, wie den von Sodom undGomorra auch im Umfeld von Israel lesenmüssen: „… da umringten die Männer derStadt, ruchlose Männer, das Haus, schlugengegen die Tür und sprachen zu dem altenMann, dem Hauswirt: Gib den Mann, der indein Haus gekommen ist, heraus, weil wirihn erkennen wollen! Da ging der Mann, derHerr des Hauses, zu ihnen heraus und sprachzu ihnen: Nicht doch, meine Geschwister, tutdoch nichts Böses! Nachdem dieser Mannin mein Haus gekommen ist, dürft ihr keinesolche Schandtat begehen! Schaut, meineTochter, die Jungfrau, und meine Nebenfrau,will ich herausbringen. Tut ihnen Gewalt anund macht mit ihnen, was in euren Augen gutscheint. Aber an diesem Mann dürft ihr soeine schwere Schandtat nicht begehen! DieMänner wollten aber nicht auf ihn hören. Daergriff der Mann seine Nebenfrau und führtesie zu ihnen auf die Straße hinaus und sieerkannten sie und trieben die ganze Nachthindurch bis an den Morgen ihren Mutwillenmit ihr. Und sie ließen sie laufen, als die Morgenröteaufkam“ (Richter 19,22-25). Genaudieses Ereignis führt zu einem Krieg gegenden Stamm Benjamin, dessen Mitglieder dieSchandtat begingen; dieser Krieg führte beinahezur völligen Ausrottung des Stammes.Auch im mosaischen Gesetz zeigen dieVerbote von Homosexualität den moralischenTiefpunkt einer gesamten Gesellschaftauf. Die beiden zentralen Verbote findensich in 3. Mose 18,22. Dort heißt es: „Unddu sollst nicht bei einem Mann liegen, wieman bei einer Frau liegt, denn es ist ein Gräuel“.3. Mose 20,13 drückt es folgendermaßenaus: „Wenn jemand bei einem Mann liegt wiebei einer Frau, so haben sie getan, was einGräuel ist, und sollen beide des Todes sterben;auf ihnen lastet Blutschuld“.Hier wird wiederum betont, dass genausowie das Maß der Sünde der Kanaaniter vollwurde, auch das Maß der Sünde Israels vollwerden kann. Dies ist der Grundtenor diesereinschlägigen Stellen aus 3. Mose 18 u. 20.Weiterhin war es auch verboten, den Gewinnaus hetero- oder homosexueller Prostitutionin den Tempel zu geben: „Es soll keineTempeldirne unter den Töchtern Israels undkein Tempelhurer unter den Söhnen Israelssein. Du sollst keinen Hurenlohn noch Hundegeldaufgrund irgendeines Gelübdes indas Haus des HERRN, deines Gottes, bringen,denn dies beides ist dem HERRN, deinemGott, ein Gräuel“ (5. Mose 23,18-19). Die„ Tempelhurer“ bekamen „Hundelohn“, eineverständliche Bezeichnung, da „Hunde“ einallgemeiner Begriff für Homosexuelle in derUmwelt Israels war.In diesem Zusammenhang sei auch nocheine Stelle zum Transvestismus erwähnt. 5.Mose 22,5 warnt: „Auf einer Frau darf keinMännerzeug sein, und ein Mann darf nichtdas Gewand einer Frau anziehen. Denn jeder,der dies tut, ist für den HERRN, deinen Gott,ein Greuel“. „Zeug“ (hebr. „Keli“) meint indieser Stelle allerdings zunächst einmal keinKleidungsstück, sondern vorerst alle Artenvon Geräten und insbesondere Arbeitswerkzeugund „Waffen“. So geht es wahrscheinlichim ersten Teil des Satzes von 5. Mose22,5 um wesentlich mehr Punkte als um dieKleidungsfrage, auch wenn der zweite Teildes Satzes in der Umkehrung für den Mannzeigt, dass die Kleidungsfrage auch mit eingeschlossenist.HOMOSEXUALITÄT IM NEUENTESTAMENTZwei Stellen des Neuen Testaments greifenSodom und Gomorra auf und machensomit deutlich, dass das Urteil des AltenTestaments ebenfalls im Neuen Testamentweiterhin gilt. Auch im Neuen Testamentwird die Homosexualität als „Unzucht“ undals „hinter fremdem Fleisch herlaufen“bezeichnet: „… wie Sodom und Gomorraund die umliegenden Städte, die in gleicherWeise wie diese Unzucht trieben und hinterfremdem Fleisch herliefen, als Beispiel dienen,weil sie die Strafe des ewigen Feuerserleiden“ (Judas 7). Ebenfalls finden wir in 2.Petrus 2,6-8 Stellen, in denen das Vorgehender Sodomiter als „gesetzlose Werke“ bezeichnetwerden.Neben den zwei bereits erwähnten Texten,die über Sodom und Gomorra sprachen,warnt das Neue Testament an drei weiterenStellen vor Homosexualität. Die klassischeBelegstelle ist Römer 1,26-27: „Darum hatGott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften.Denn ihre Frauen haben dennatürlichen Verkehr mit dem widernatürlichenvertauscht, und ebenso haben auchdie Männer den natürlichen Verkehr mit derFrau verlassen, sind in ihrer Wollust zueinanderentbrannt, indem Mann mit Mann Schandetrieb, und empfingen an sich selbst denLohn ihrer Verirrung, den sie dafür empfangenmussten.“ Dies ist wohl der einzige Textder Bibel, der neben der männlichen auchvon der weiblichen Homosexualität spricht.Nochmals ist hier Homosexualität in Verbin-i n s p i r i t 3 / 2 0 0 813


Aus der christlichen Sicht gibt es keineangeborene homosexuelle Identität,sondern nur ein homosexuelles Verhalten.dung mit Götzendienst dargestellt, und essteht wiederum für den Verfall und Abstiegder damaligen menschlichen Moral. Wennan dieser Stelle Paulus von der „Begierde“spricht, kann man erkennen, dass nicht erstdie homosexuelle Handlung verwerflich ist,sondern schon die innere Begierde, die derHandlung zuvor kommt. Genauso wie auchder gedankliche Ehebruch verboten ist(zehntes Gebot, Bergpredigt), auf gleicheArt und Weise ist die gedankliche Homosexualitätverboten.Zwei Punkte, die sich aus dem Zusammenhangdes Textes in Römer 1,26-27 ergeben,sind noch zur Argumentation hinzu zufügen:a) Zur äußerst umstrittenen Diskussionum die Ursachen der Homosexualität istnoch anzumerken: Selbst wenn es erwiesenwäre, dass Homosexualität angeborenist, was allerdings bis heute nicht eindeutignachgewiesen ist noch mit wissenschaftlichenUntersuchungen in Einklang zubringen ist – was noch später besprochenwerden wird - , ist dies aus christlicherSicht keine Entschuldigung, da ja die Sündeüberhaupt angeboren ist. Gerade in Römer1,16-32 geht es doch genau darum, dass demMenschen sowohl die Erbsünden als auchdie konkreten Sünden anhaften – aber auchwenn sie „angeboren“ sind, sollen sie trotzdemden Christen nicht bestimmen, sonderndurch die Kraft des Geistes Gottes überwundenwerden.Der Psychotherapeut Joseph Nicolosiverweist dagegen darauf, dass es aus psychologischerSicht wie auch aus christlicherSicht keine angeborene homosexuelleIdentität gibt, sondern nur ein homosexuellesVerhalten. Es gab und gibt schon immerMenschen, die homosexuelle Phantasienhatten oder auch solche Beziehungenpflegten, doch hat Gott sie auch so heterosexuellwie jeden anderen Menschen auchgeschaffen. Aber erst jetzt in der Modernekam es zu der Erfindung des „Homosexuellen“,dessen ganzes Leben in allen Bereichenanscheinend von seiner sexuellen Orientierungher bestimmt ist.b) Von der Bibel wirdeindeutig nicht nur die Praktikder Homosexualität verurteilt,nein, es beginnt bereits schonbei der Lust, die ebenfallsverurteilt wird. Gottes Zornkommt auf Homosexuelle, weilsie „unreine Lust“ (Röm 1,24)und „schändliche Leidenschaften“(Röm 1,26) habenund sie „in Begierde zueinander entbrannt“(Röm 1,27) sind.Aber die Ausführungen des Paulus zurHomosexualität begrenzen sich nicht aufden Römerbrief. Paulus erwähnt sie auch inder Liste der Menschen, die nicht das ReichGottes ererben können, in 1. Kor. 6,9-11. Eineweitere Aufzählung in diesem Sinne findenwir in 1. Timotheus 1,9-10.Von 1. Korinther 6,9-10 ausgehend gibtes dann die begründete Hoffnung, die dieGemeinde Jesu Christi Homosexuellen imNamen Jesu anbieten kann, nämlich, dasssie die Möglichkeit haben, im Namen Jesuvon der Homosexualität frei zu kommen. Einegroße Zahl gläubiger Christen, die frühereinmal homosexuell waren und heute alsLedige oder Verheiratete glücklich nach denbiblischen Prinzipien leben, bestätigen dies.BERATUNG UND SEELSORGEBEI HOMOSEXUELL ORIENTIER-TEN MENSCHENMan kann in der Seelsorge von Menschenmit homosexueller Orientierung vonvier verschiedenen Einteilungen ausgehen:l Gruppe 1: Dies sind Menschen, dieeindeutig homosexuell orientiert sind. Siesuchen keine Therapiestelle auf, weil siean ihrer sexuellen Orientierung arbeitenwollen, sondern sie suchen Rat für ihre Probleme,die im Umfeld und als Resultat ihrerhomosexuellen Praxis entstanden sind, z. B.Liebeskummer, Eifersucht und Trennungsschmerzusw.Bei den Menschen, die dieser Gruppeangehören, ist es zu Beginn von größterBedeutung, erst auf die individuelle Not desRatsuchenden einzugehen, bevor man aufdie homosexuelle Orientierung zu sprechenkommt. Für Christen, die dieser Gruppe angehören,die unter ihrer homosexuellen Orientierungleiden und gleichzeitig das Wissenhaben, dass Homosexualität der Bibel nachSünde ist, ist es sehr wichtig einige neuereErkenntnisse aus der Sexualforschung einzubringen.Heute ist bekannt, dass Menschensexuell enthaltsam sein können unddass sogar mit zunehmender Enthaltsamkeitder Sexualtrieb abnimmt und nicht wie oftangenommen zunimmt. Man sollte versuchen,solch einem Ratsuchenden zu erklären,dass Sexualität nicht „das Größte“ imLeben ist, auch wenn diese Denkweise vonden Medien allzu stark propagiert wird. Essollte darauf hingewiesen werden, dassauch sehr viele heterosexuelle Menschenein enthaltsames und auch erfülltes Lebenführen, ohne Schaden zu nehmen, sie sindalso enthaltsam und zufrieden. So könnteman aufzeigen, dass ein frohes Leben mithomosexueller Orientierung, aber ohnepraktizierte Sexualität auch für diesen Menscheneine Möglichkeit ist.Der gläubige Christ soll sich bewusstmachen: Gott wird den Weg mit ihm gehen.Wenn er zugelassen hat, dass eine homosexuelleOrientierung entstehen konnte, wirder auch die Mittel finden können, im Lichtder Bibel leben zu können. Genau wie jederChrist über eine Mauer springen kann, darfauch jeder Homosexuelle mit Gott „über eineMauer“ springen.l Gruppe 2: Diese Personen tragen denWunsch in sich, ihre homosexuelle Orientierungzu verändern.Oft wünschen sich die Christen, die dieserGruppe angehören, eine Veränderungihrer Orientierung, da sie damit immer wiederin Konfrontationen mit dem biblischenGlauben kommen. Dies ist der Bereich ihresLebens, der als „Stachel im Fleisch“auftritt, der ihnen oft Tag und Nacht Mühebereitet - und bei dem sie immer wieder insStraucheln geraten. Hier in dieser Gruppekann zwar damit gerechnet werden, dassHier geht es abernicht zu allererstum den Wandel vonHomo- zu Heterosexualität,sondernum den Wandel vonHomosexualität zuHeiligkeit.14 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


seelsorgerliche Hilfestellung notwendigist, nicht jedoch unbedingt die Veränderungder homosexuellen Orientierung. Bei großenVersprechungen kommt es dann oftmalszu Wunschvorstellungen, die nicht erfülltwerden können. Das führt dann nicht seltenzu Glaubenskrisen, weil die Ratsuchendendann anfangen, sich selbst die Schuld zuzuschiebenund meinen, es läge an ihnen,dass sie nicht „geheilt“ werden. Hier stehtoft der Therapeut hilflos da, weil er erkennenmuss, dass der Ratsuchende eine Veränderungrein menschlich gesehen nichterfahren wird. Andererseits kann er auchden Glauben des Ratsuchenden sehen undweiß, dass Gott in jedem Fall ein Wundertun kann. Tritt aber solch ein Wunder nichtein, so sollte man für die Praxis einen Lebensstilempfehlen, der die sexuelle Cruxakzeptiert, aber dennoch ein Leben geführtnach biblischen Normen wird.l Gruppe 3: Menschen, die aus unterschiedlichstenGründen homosexuell orientiertsind und auch im Normalfall Homosexualitätpraktizieren. Doch hier kommt esje nach Umständen oder Partnerwechselzu Schwankungen bis hin sogar zur Heterosexualität.Diese Menschen könnten alsoauch ein heterosexuell orientiertes Lebenführen, möchten das aber nicht.Diese Gruppe ist sehr selten in der Seelsorgezu finden. Eine aktuelle Notsituationist meist der Anlass, sich eine Beratung zusuchen. Hier sollte man mit Einfühlsamkeitdavon ausgehen, dass die Orientierung geändertwerden kann. Heutzutage sehen wir,dass in der Presse alle verschiedenen Ausprägungsformender Sexualität nicht nurakzeptiert, sondern gar als Bereicherungdes Sexuallebens angesehen werden undsogar zur allgemeinen Regel werden sollen.Davor gilt es streng zu warnen und mit einerbiblischen Anthropologie zurechtzuweisen.Eine Maximierung des Lustprinzips kannniemals die Basis des Lebens sein, wederin der Ehe noch für die Familie noch für einVolk. Dies gilt insbesondere dann, wenn derRatsuchende Christ ist. Dann heißt es imbiblischen Sinne, Sünde zu bekennen, umVergebung zu bitten und einen eindeutigenRichtungswechsel anzustreben. Er sollaufs Neue beginnen, ein Leben nach denNormen der Bibel zu leben.l Gruppe 4:Diese Gruppe von Menschen hat sowohlden Wunsch nach Veränderung undhat auch die empirisch gewonnene Erfah-rung, dass dies möglich ist.Es sind Menschen, die sichzwischen homo- und heterosexuellerOrientierungbefinden und an einer Änderungder homosexuellenhin zu einer heterosexuellenOrientierung arbeiten wollen.Oft haben diese Ratsuchendenauch den Wunsch,eines Tages zu heiraten undauch selbst Kinder groß zuziehen.Diese Gruppe bilden Ratsuchende,deren sexuelleOrientierung zwischen homo-und heterosexuell liegt.Sie wünschen sich i.d.R. eine Veränderung.Hier ist sogar ein vernünftiges bis gutes Zusammenlebenmit einem gegengeschlechtlichenPartner möglich. In diesem Fall ist dergemeinsame Glaube immer eine wirksameHilfe. Durch die Beziehung zu Gott fällt es denBetroffenen leichter, immer wieder zu vergebenund von Neuem zu beginnen - das isteine Stütze, die in jeder Ehe wichtig ist. Beidiesen Ratsuchenden sollte man als Grundprinzipeine Verstärkung der heterosexuellenAnteile der Orientierung aufbauen. DerRatsuchende sollte seinen bisherigen homosexuellenVerkehr in sowohl theoretischerWeise wie auch in der Praxis aufgeben. Ersollte sich homosexueller Literatur oder Einflüssenaus der jeweiligen Szene entziehen.Hingegen kann die Einrede: „Ich lebe heterosexuell!“sehr wertvoll sein. Auch für dieseGruppe ist es nicht ganz sinnvoll, die Vergangenheitzu bearbeiten. Viel besser ist es,die Persönlichkeitsstruktur beider Partnerzu erfassen und gemeinsam zu besprechen.Dann wird es möglich, gegenseitige Schwächenund Stärken zu erfahren. Wenn auchdie Partner eine gemeinsame Basis im Gebetund Glauben gefunden haben, können sieauch in diesem Punkt an Gott abgeben, wassie aus eigener Kraft nicht schaffen: „DasGebet des Gerechten vermag viel, wenn esernstlich ist“ (Jak 5,16).SCHLUSSFOLGERUNGMeinem Verständnis nach ist die Positiongegenüber Homosexualität sehr klar definiertinnerhalb der heiligen Schrift. Auchwenn Jesus niemals explizit darüber sprach,so stimmte er doch mit den Gesetzen desAlten Testaments überein. Vor allem in derBergpredigt, wenn er davon spricht, dass derEhebruch bereits in Gedanken geschieht unddies Sünde ist, kann man erkennen, wie vielradikaler der Standpunkt des Neuen Testamentsist. Gelten also diese Regeln schon fürheterosexuelle Menschen, dann ist es wohlkaum falsch anzunehmen, dass diese Regelnauch homosexuelle Menschen betreffen.Einen Punkt, für den wir uns als Gemeindestark machen müssen ist „Sünder Ja!“aber „Sünde, nein danke!“ Diesen Stundpunktsollte man als Gemeinde in der Zusammenarbeitmit allen Menschen immerwieder betonen. Es soll uns nicht darum gehen,solche Menschen zu verurteilen oderim Geringsten zu verdammen, sondern wirmüssen uns immer wieder an das Liebesgeboterinnern. Auch müssen wir von derBibel her verstehen, dass Jesus gerade fürdie „Ungerechten“ gekommen ist und nichtfür die „Gerechten“. So bin ich der Meinung,dass wir diese Menschen immer durch dieAugen des Herrn ansehen und sie lieben undimmerdar für sie im Gebet einstehen sollen,damit der Herr ihnen, wie auch uns, einesTages Befreiung aus der Sünde schenkt. Hiergeht es aber nicht zu allererst um den Wandelvon Homo- zu Heterosexualität, sondernum den Wandel von Homosexualität zu Heiligkeit.Genau so wie ein Heterosexueller inHeiligkeit, d.h. Enthaltsamkeit leben kann, sokann es auch ein Homosexueller. nSebastian Schmidgall(23), ledig, ist Studentdes EuropäischenTheologischenSeminars (ETS) inFreudenstadt-Kniebis.i n s p i r i t 3 / 2 0 0 815


Ich warhomosexuell...Wenn ich heute mein Lebennoch einmal vonvorne anfangen könnte,würde ich mich bestimmt nichtder Frage widmen, wo ich am bestenund billigsten meine Brillekaufen sollte. Vielmehr würde ichmich der Frage widmen, welcheEntscheidungen ich heute anderstreffen würde.Geboren bin ich 1965 in Bayern undwuchs dann in einer Kleinstadt amRande der Schwäbischen Alb auf. MeineEltern trennten sich, als ich etwa achtJahre alt war; meine Schwester und ichentschieden uns, bei unserer Mutter zubleiben.In der Schule war ich mehr der Außenseiter.Ich verbrachte meine Zeitsehr viel mit mir alleine, spielte viel Gitarreoder war alleine mit dem Fahrradunterwegs.Einmal in der Woche ging ich in einechristliche Jungschar; die Lieder undGeschichten wurden mir später zu einergroßen Hilfe.Als ich etwa 12 Jahre alt war, heiratetemeine Mutter wieder. Für michund meine Schwester war dies eine sehrgute Sache, da wir unsere Mutter wiederglücklich erlebten. Leider hielt diesnicht sehr lange an, und in dieser Zeitgab es zwischen meinem Stiefvater undmir eine ganze Menge Reibereien.Der AnfangMit 17 Jahrenwar ich das ersteMal in meinemLeben verliebt.Ich konnte diesdamals nicht einordnen,denn ichwar in einenJungen verliebt...Ich fand nie so richtig den Zugangzu Mädchen. Eine Freundin hatte ichnicht. Mit 17 Jahren war ich das ersteMal in meinem Leben verliebt. Ichkonnte dies damals nicht einordnen,denn ich war in einen Jungen verliebt.Ich war über die Gefühle nicht glücklich.Zum einen wünschte ich mir, inseiner Nähe zu sein, zum anderen spürteich in mir, dass dies nicht richtig ist.Es zerriss mich innerlich.Ich wünschte mir einen Freund, jemand,mit dem ich mein Innerstes teilenkonnte, war aber nicht in der Lage,dies von Wünschen nach einer gemeinsamenSexualität zu trennen. Ich hatteAngst davor. Mir wurde immer mehrklar, dass ich homosexuell bin.In der ersten Zeit trug ich diese Gedankenund Empfindungen mit miralleine herum, lebte sie nur in meinerPhantasie aus. Mit wem sollte ich darüberreden? Ich wollte nicht noch mehrzum Außenseiter abgestempelt werden.Also schwieg ich und zog mich immermehr in meine Phantasiewelt und dieEinsamkeit zurück.Die KriseIch wurde depressiv. Als die Depressionenimmer unerträglicher wurden,stellte sich der Wunsch ein zu sterben.Zu diesem Zeitpunkt sah ich in meinemLeben keinen Sinn mehr. Ich ahnte,dass in meinem Leben etwas nicht normalablief, sah aber keine Chance, dassich damit klar kommen könnte. Insgesamtwar ich dann drei Mal bei demEntschluss angekommen, meinem Lebenein Ende zu setzen.Aber Gott schien damals, ohne dassich es wusste, schon ein Interesse anmir zu haben. In den Momenten, in denenich fest entschlossen war, mir meinLeben zu nehmen, sandte er mir jedesMal einen Menschen über den Weg,aufgrund dessen Anwesenheit ich nichtin der Lage war, diesen Schritt zu gehen.Gerade in den Zeiten, in denen icham Ende war, fielen mir die Lieder derJungscharzeit ein. Ich fand oft neuenMut darin, obwohl ich bis zu diesem ZeitpunktGott nur aus der Ferne kannte.Um mich vor mir selbst zu schützen,16 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


suchte ich ärztliche Hilfe auf. Dort erhieltich viele ermutigende Gesprächeund Medikamente, um den Tag zuüberstehen.Leider war die Hilfe der Ärzte nursehr begrenzt. Den Ratschlag, meineAndersartigkeit anzunehmen, konnteich einfach für mich nicht umsetzen.Dazu widerstrebte sich in mir viel zuvieles. Homosexualität war in unsererFamilie nie ein Thema, wurde also nienegativ bewertet. Und doch wusste ichtief in mir, dass es falsch war. Heuteweiß ich, dass Gott durch mein Gewissenzu mir gesprochen hat.Einige Jahre vergingen ins Land.Ich hatte meine Ausbildung abgeschlossenund leistete gerade meinenZivildienst ab. Vereinzelt hatte ich meineSexualität ausgelebt. Ich erwartetedie Erfüllung meiner Träume, fühltemich hinterher aber nur leer und beschmutzt.Weiterhin hatte ich starkeDepressionen und wusste am Morgennicht, wie ich den Tag überstehen sollte.Inzwischen hatte ich eine Therapiebegonnen, tat mich aber schwer mitden Ratschlägen, meine sexuelle Andersartigkeitanzunehmen.Mein Zivildienst endete, und im Anschlussdaran wollte ich nach Afrika.Nur weit weg von all meinen Problemen.So seltsam das vielleicht klingt,ich war davon überzeugt, dass sichmeine Probleme klären würden, wennich nur weit genug von meinem bisherigenLebensraum sei.Dem war aber nicht so. Meine innerenKämpfe begleiteten mich auch inAfrika. Die Zerrissenheit in mir, einerseitsein Bedürfnis nach männlicherLiebe zu haben, und auf der anderenSeite zu spüren, dass dies falsch war,trug ich wie in einem Rucksack mit mirherum. So kam ich nach etwa sechsWochen wieder nach Deutschland zurückund suchte mir eine Arbeit.Der Weg hinausIn dem Moment fiel mirder Prediger aus dem Kreisjunger Erwachsener ein. ...Er sagte nur: Lass unszusammen beten.Für meinen nächsten Arbeitsplatzfasste ich folgenden Plan. Ich wollte etwaein Jahr arbeiten, dann den LKW-Führerschein machen und anschließendauf große Fahrt ins Auslandgehen. Nur weit weg, an einen Ort,wo mich niemand kennt und ich meineSexualität ausleben konnte. Aberes kam anders. Ich begann in einemKrankenhaus zu arbeiten und fand anmeinem Wohnort Kontakt zu einemchristlichen Kreis junger Erwachsener.Ich ging dort gerne hin und fühltemich wohl. Ich erzählte aber niemandemetwas von den Gefühlen, die inmir kämpften.Nach etwa vier Wochen kam einGastprediger in den Kreis. Er kam ausAmerika und wollte mehrere Wochenhier im Ort bleiben. Dieser Mann fasziniertemich. Er erzählte etwas voneinem Gott, mit dem man was erlebenkann. Einem Gott, mit dem man in Beziehungtreten kann. So etwas hatteich vorher noch nicht gehört.Das AngebotEinige Tage später machte ich danneine Erfahrung, die mein ganzes Lebenveränderte. Ich war auf dem Wegzur Arbeit. Ich ging an einem kleinenPförtnerhaus vorbei, als ich eine fürmich deutlich hörbare Stimme vernahm.Die Stimme sagte mir, dass,wenn ich künftig diesen Kreis jungerErwachsener meide und mich dieserStimme verschreiben würde, ich dieWahl zwischen mehreren Dingen habenkönnte. Eines dieser Angebote war,dass ich erfolgreich werde in der Wahlmeiner homosexuellen Beziehungen.Ich drehte mich um, sah aber weit undbreit keinen Menschen.Diese Stimme machte mir jedochAngst. Sie war richtig bedrohend fürmich. So faszinierend das Angebotauch war, ich wollte es nicht.Die RettungIn dem Moment fiel mir der Predigeraus dem Kreis junger Erwachsener ein.Ich nahm Kontakt mit ihm auf und trafmich mit ihm noch am selben Abend.Ich teilte ihm alle meine Nöte und auchmeine sexuellen Empfindungen mit,und zum ersten Mal bekam ich nichtdie Antwort, dass ich mich als Homosexuellerannehmen sollte. Er sagte nur:Lass uns zusammen beten. Er sprachein Gebet der Lebensübergabe an JesusChristus mit mir, und plötzlich war dieLast und Bedrückung meines Lebensvon mir verschwunden. Ich spürte, wiedie Bedrückung von mir wich. Ich wusste,dass mir meine Sünde vergeben war.Ich war glücklich. Dies war im Oktober1987.Ein Leben in Sünde macht Dich zumSklaven. Insgesamt fünf Jahre langnagte in mir die Ansicht, dass ich homosexuellbin. Auch wenn ich in meinemHerzen spürte, dass es falsch war, habeich in dieser Zeit dem Verlangen immerwieder nachgegeben. In diesen fünf Jahrengab es auch Situationen, in denenmir gegenüber deutlich Grenzen durchGewalt überschritten wurden. Ich hattesie akzeptiert und sie zu einem Teilmeines Lebens werden lassen. Ich wurdezum Sklaven einer verdrehten Sexualität.Ich bin froh, dass die Geschichte hiernicht aufhört. Jesus hat mein Lebenverändert. Er hat mich so wie ich warangenommen, mir meine ganze sexuellpervertierte Sünde vergeben und michfrei gemacht.Zusammenfassend möchte ich Dir,lieber Leser, sagen, dass Homosexualitätweder eine Krankheit noch eine andere,aber doch normale Lebensform ist.Sie entsteht aus einem verdrehten Bildvon Schöpfer und Schöpfung gegründetauf tiefe Verletzungen der Seele. Jesusalleine kann diese Verletzungen heilen,Sünde aus Taten und Gedanken vergebenund das verdrehte Bild wieder zurechtrücken.Etwa sechs Monate nach meinerLebensübergabe an Jesus Christuslernte ich eine Frau kennen, in die ichmich verliebte. Wir heirateten einigeZeit später. Ich erlebte in dieser BeziehungSexualität zum ersten Mal als etwasSchönes. So, wie sie Gott gegebenhat. Im Rahmen einer Beziehung zwischenMann und Frau. Sexualität ohneschlechtes Gewissen. Und Gott fingan, Stück für Stück die Wunden meinesHerzens zu heilen. n– Der Autor ist der Redaktion bekannt.i n s p i r i t 3 / 2 0 0 817


Der Zehnte, ein alttestamentliches Gesetz?!Von Erich SchneiderObwohl das Geben des Zehntenin vielen freikirchlichenGemeinden üblich ist, wirdimmer wieder die Frage gestellt: Istder Zehnte auch heute noch verbindlich?Ist er nicht eine Institution des AltenBundes, des Gesetzes? Wem ist derZehnte zu geben? Wofür ist er bestimmt?So oder so ähnliche Fragen tauchen immerwieder in den Gemeinden auf. Eslohnt sich, das Wort Gottes bezüglichdes Zehnten und der Opfergaben einmalgenau zu studieren. Dabei tut sichuns eine überraschende Wirklichkeitauf. Zum Einen gehen die AnweisungenGottes weiter, als wir im Allgemeinengeneigt sind anzunehmen. Zum Anderensind die Verheißungen Gottes in diesemZusammenhang größer, als wir fürgewöhnlich meinen. Es ist erstaunlich,wie oft in der Bibel von materiellen Güterndie Rede ist. Über 2350 Verse sprechenvom Umgang mit Geld und Besitz.Jesus hat dieses Thema sogar häufigeraufgegriffen als irgendein anderes. UnserUmgang mit Geld beeinflusst unserVerhältnis mit Gott. In Lukas 16,11 lesenwir: “Geht ihr also schon mit Geldunehrlich um, wer wird euch dann dieReichtümer des Himmels anvertrauen?“Im Kampf um die Herrschaft überunser Herz und Leben ist das Geld Gottesgrößter Konkurrent.Das Vorbild der GlaubensväterDas Geben des Zehnten war schonlange vor der AT-Gesetzgebung üblich.In 1. Mose 14,20 gibt bereits AbrahamMelchisedek, dem König von Salem,dem Priester Gottes des Höchsten denZehnten von allem. In 1. Mose 28,22 istes Jakob, der Enkel des Abraham, derGott gelobt: „Und von allem, was du mirgibst, will ich dir den Zehnten geben.“Eine erstaunliche Familie! Jakobs SohnJosef erkannte ebenfalls den Segendes Gebens! Angesichts desgegenwärtigen Überflusses undkünftiger Not kam er zu dem Entschluss,den doppelten Zehntenzu geben. Das ist nicht etwa derZwanzigste, sondern 20 Prozentoder ein Fünftel von allem (1. Mose41,34). So kam es, dass durchJosefs klugen Haushaltsplan Ägyptenund die umliegenden Nationengerettet wurden. Ich möchte behaupten,dass Gott auch heute noch durcheinen klugen Haushaltsplan und großzügigesGeben Menschen erretten undsein Reich bauen möchte.Die ausdrückliche AnordnungGottesWeil sich die Sache bewährt hatte,ordnete der Herr Jahrhunderte späterausdrücklich an, den ganzenZehnten von Bodenerträgen,Baumfrüchten sowie Rindernund Schafen zu entrichten. Dieseerste Erwähnung des Zehnten alsGesetz finden wir in 3. Mose 27,26und 30-32. Laut Maleachi 3,8 gehörtder Zehnte dem Herrn. Niemand durftediese Gabe zurückhalten. Wer dastat, beraubte den Herrn. Im Buch derSprüche heißt es: „Ehre den Herrn mitdeinem Besitz und mit den Erstlingendeines Ertrages! Dann füllen deineSpeicher sich mit Vorrat, und von Mostfließen deine Keltern über.“ (Sprüche3,9-10) Es ist so wichtig, dass wir mitdem Zehnten Gott ehren. Wir alle kennenden Spruch: „Geld regiert die Welt.“Dieser Satz beinhaltet ein großes StückWahrheit. Beim Thema Geld hört beimanchen Christen der Spaß und derGlaube auf. Jesus sagt in Lukas 16,13:„Kein Knecht kann zwei Herren dienen;entweder er wird den einen hassenund den anderen lieben, oder er wirddem einen anhangen und den anderenverachten. Ihr könnt nicht Gott dienenund dem Mammon.“Der richtige EmpfängerDer Herr legte beim Zehnten auchWert darauf, dass dieser nicht in alleHimmelsrichtungen ging, „sondern denOrt sollt ihr aufsuchen, den der Herr,euer Gott, aus all euren Stämmen erwählenwird, dass er seinen Namen daselbstwohnen lasse, und dorthin solltihr kommen und dorthin bringen eureBrandopfer und Schlachtopfer, eureZehnten und Hebeopfer, eure Gelübdeund freiwilligen Gaben (5. Mose 12,5-6).Der neutestamentliche geistliche undstrategische Stützpunkt unseres Herrnist seine Gemeinde, konkreter gesagtseine (und deine) Ortsgemeinde.Erweckliche ZeitenKein Wunder, dass Erweckung inder Luft lag, als in der Jerusalemer GemeindeBesitzer von Äckern oder Häuserndieselben verkauften und den Erlöszu Füßen der Apostel niederlegten(Apostelgeschichte 4). Dabei könnte dieErweckung bereits dort beginnen, wojeder wenigstens den Zehnten gibt. Sobrachen unter König Hiskia erwecklicheZeiten an: Renovierung und Einweihungdes Tempels, Wiedereinführungder Passahfeier, Vernichtung von Götzenbildernund die Berufung von Levitenzum Dienst. Wie war das möglich?Das Volk Gottes brachte den Zehnten(2. Chronik 31,5-6). Auch der Wieder-18 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


aufbau der Jerusalemer Stadtmauerund der erweckliche Aufbruch unterNehemia beruhten nicht zuletzt aufdem wieder eingeführten guten altenBrauch der Entrichtung des Zehnten(Nehemia 10,36-39, 12,44). Nicht nurStiftshütte, Tempel, Stadtmauer undGemeindehaus konnten auf diese Weiseerstellt werden, auch Gottes Dienerwurden freigestellt für ihre eigentlicheBerufung.Außergewöhnliche DiensteAufgrund des Zehnten konnten dieLeviten ihren Dienst im Heiligtumverrichten. (4. Mose 18,21) Jesus undseine Jünger vollbrachten einen einzigartigenDienst. Und wovon lebten sie?Da waren einige Frauen, die ihnen mitihrer Habe dienten (Lukas 8,3). Diesehielten sich, ohne sie zu kennen, andie Anweisungen des Paulus: „Wer imWort unterwiesen wird, gebe aber demUnterweisenden an allen Gütern Anteil“(Galater 6,6). So hat auch der Herrbefohlen, dass die das Evangelium verkündigen,vom Evangelium leben sollen(1. Korinther 9,14).Ausdruck von DankbarkeitDas Geben des Zehnten hat natürlichauch seine positiven Auswirkungenauf den Geber. Wir werden erinnert anden, von dem „jede gute Gabe und jedesvollkommene Geschenk kommt“(Jakobus 1,17); denn „was aber hast du,das du nicht empfangen hast?“(1. Kor.4,7) Dieser Aspekt führt uns zur Dankbarkeitgegenüber unserem Herrn.Darüber hinaus werden wir entdecken,dass unser himmlischer Vateräußerst uneigennützig ist. „Prüft michdoch darin,“ empfiehlt uns der Herr,„ob ich nicht die Fenster des Himmelsöffnen und euch Segen ausgießen werdebis zum Übermaß!“ (Maleachi 3,10)Wie können wir das prüfen? Indemwir „den ganzen Zehnten in das Vorratshaus,sprich Ortsgemeinde bringen.“Jesus empfiehlt daher: „Gebt,und es wird euch gegeben werden:ein gutes, gedrücktes und gerütteltesMaß wird man in euren Schoß geben.“(Lukas 6,38)geben, was am Ende des Monats übrigbleibt, sondern von dem, was am Zahltagvorliegt; denn „dann füllen sich deineSpeicher mit Vorrat.“ (Sprüche 3,10)So kommt es, dass da einer ist, „derausteilt, und hat immer mehr, ein andererkargt, wo er nicht soll, und wirddoch immer ärmer“ (Sprüche 11,24).Paulus spricht von ähnlichen Erfahrungen,wenn er sagt: „Wer da kärglichsät, der wird auch kärglich ernten; undwer da sät im Segen, der wird auch erntenim Segen.“Der Zehnte im Neuen TestamentImmer wieder höre ich die Aussage:„Der Zehnte ist doch alttestamentlichesGesetz. Unsere Gotteskindschaftist nicht mehr vom Einhaltenvon Gesetzen abhängig. Ich muss keineneinzigen Euro zahlen, um in denHimmel zu kommen“ – und das ist Gottsei Dank auch wahr. Unsere Errettungist ein freies Gnadengeschenk Gottesaufgrund des Opfers Jesu am Kreuzvon Golgatha. Jesus hat den Preis bezahlt,wir sind nicht mehr unter demGesetz. Doch was ist mit den GebotenJesu? Er sagt in Matthäus 23,23: „Weheuch, ihr Schriftgelehrte und Pharisäer,ihr Heuchler, die ihr den Zehntengebt von Minze, Dill und Kümmel undlasst das Wichtigste im Gesetz außeracht, nämlich das Gericht, die Barmherzigkeitund den Glauben! Doch diessollt ihr tun, und das Andere nichtlassen.“ Natürlich ist der Zehnte nichtdas Wichtigste, doch Jesus sagt ausdrücklich:„Das eine sollte man tun,aber das andere, nämlich den Zehntengeben nicht lassen.“ Deshalb wirdin unserer Gemeindeordnung auchdas Geben des Zehnten nicht als ein„gesetzliches Muss“ sondern als „freiwilligesVorrecht“ beschrieben, denn:“Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb“(2. Kor. 9,7). nPersönlicher SegenSalomo muss diese Erfahrung gemachthaben, denn er schreibt: „Ehreden Herrn mit deinem Besitz, mit denErstlingen all deines Ertrages“ (Sprüche3,9). Das Wort „Erstlinge“ deutetauch an, nicht von dem den Zehnten zuErich Schneiderist mit Montserratverheiratet. Sie habenzwei erwachseneKinder und wohnenin Hockenheim.Erich ist Präses derGemeinde GottesDeutschland KdöR.i n s p i r i t 3 / 2 0 0 819Anzeige 42 x 26 Charisma.indd 122.07.2008 15:03:17 Uhr


Gemeinde in AktionNachrichten von der Gemeinde Gottes in Deutschland, Europa und aller WeltWüstenrot:FrauenfreizeitVom 21.05. – 24.05.2008trafen sich ca. 70 Frauen imWaldhotel Raitelberg/Wüstenrotzur ersten der beiden stattfindendenFrauenfreizeiten, umvom Alltag auszuspannen, abzuschalten,viel Gemeinschaftzu pflegen, sich verwöhnen zulassen und neue Kraft von Gottzu tanken.„Fröhlich unterwegs trotzLeid im Gepäck“ lautete dasMotto dieser Tage, über welchesMaria Stracke-Czupallaund ihre Schwester DeborahThomas referierten.Nach einem leckerenAbendessen, fröhlicher Begrüßungbekannter und neuerGesichter startete Mariaauch gleich am ersten Abendmit der Definition von Leid:„Leid ist der Sammelbegrifffür alles, was den Menschenkörperlich und seelisch belastet,Schmerzempfindungenin ihm hervorruft und ihm denunwiederbringlichen Verlustvon für sein Leben wesentlichenPersonen, Beziehungen oderDingen bewusst werden lässt“.Alleine durch diese Definitionwird klar, dass niemand gegenLeid – kleines oder großes– immun ist. Es schloss sich alsogleich die Frage an: Woherund wodurch kommt Kummerund Leid in unserem Leben?Nicht immer wissen wir, woherSchwierigkeiten kommen, dieuns Kummer bereiten. Klar istjedoch, dass falsche Dinge, diewir tun, Konsequenzen haben(Bsp. Sarah-Hagar) genausowie die Dinge, die andere tunund die uns betreffen – wirkönnen nichts dafür, aber eshat Auswirkung auf uns. Dochwie gehen wir mit Leid um?Nehmen wir das Problem selbstin die Hand, so wie Sarah dieKinderlosigkeit, ohne Gott zufragen? Sind wir ehrlich – vorallem vor Gott? (Ps. 51,8 „…siehe, dir gefällt die Wahrheit“…)Wir dürfen zu Gottrufen, schreien, jammern, ihmso begegnen, wie wir uns fühlen.All unser Vertrauen dürfenwir auf Gott setzen. Er meint esimmer gut mit uns. Vertrauenzieht ein Gefühl des Geborgenseinsnach sich. Unsere Gedankenentfachen unsere Gefühle.Wenden wir unsere Gedankenbewusst ab von den Problemenund blicken wir auf Jesus, dennvon ihm kommt unsere Hilfe.„Leid kommt oft ohne Vorwarnung– unser Leben verläuftnicht immer nach Plan“, daswaren die Worte von DeborahThomas am nächsten Morgen.Sie berichtete über „hinkendeMänner und Frauen Gottes“am Beispiel von Jakob. Es gibtunterschiedliche Phasen desLeides. Wir müssen uns dasLeid von der Seele reden, aberirgendwann kommt auch derPunkt, wo wir eine Zeit alleinemit Gott benötigen, 1. Mose32,25…„und blieb allein zurück“….damiter mit uns ringenkann…..1. Mose 32,25, …„darang ein Mann mit ihm bis dieMorgenröte anbrach“…Ofthaben wir Angst vor diesem„Ringen“. Vor allem wir Frauenhaben manchmal etwasZickenhaftes an uns, aberwenn wir Gott an uns arbeitenlassen, kann er uns verändern.Er belässt uns unsere Persönlichkeit,aber verändert! ZwischenmenschlicheBeziehungenwerden viel besser und reicher.Jakob brachte dies zum Ausdruck,indem er sagte: „Ichlasse dich nicht, du segnestmich denn.“ 1. Mose 32,27Aus Jakob, dem Betrügerwurde Israel, der GesegneteGottes. Leid und Krisen sindkeine schreckliche WillkürGottes. Immer wieder müssenwir uns der Souveränität Gottesstellen. Wenn du in einerKrise steckst, frage: „Herrwas möchtest du? WelcheVeränderung in meinem Lebenmöchtest du bewirken?“ Krisentragen eine hohe Kapazität fürVeränderung in sich. Wenn wirdas begriffen haben, könnenwir Gottes Plan erkennen underfüllen. Wir werden geläutert,echter, reifer. Im Kern desLeides bekommen wir einePerspektive für Gott. Wenn wirloslassen, kann Gott uns wiederherstellen. „…und die Sonneging ihm auf; und er hinkte…“1. Mose 32,32. Deborahschloss mit einem Zitat von PhilBosman: „ Du siehst alles andersund viel besser mit Augen,die geweint haben“.Maria Czupalla stellte fest,dass Leid im Leben eines Christendurchaus Sinn macht. Leidverändert uns immer. Entwederes macht uns besser (weil wir20 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


daraus lernen, Gott fragen,was er vorhat), oder schlechter(weil wir bitter werden, Ärgerund Wut anstauen, Gott anklagen),es treibt uns näher zuJesus, kann uns barmherzigmachen, schwach oder stark,Vertrauen stark machen oderwegnehmen. Jesus musste leiden,damit er Gehorsam lernte– und uns verstehen kann. (Hebr.5,8). Gott kennt und siehtuns. Er möchte, dass wir unsereGedanken, Gefühle und unserVerhalten ändern. Vergebunglernen kann ich nur, wenn ichverletzt wurde, wenn jemandan mir schuldig geworden ist.Frage dich immer: „Gott, wasmöchtest du mir zeigen durchGott sich ihm offenbaren.Hiob betete in seiner misslichenLage für seine Freunde,er betete Gott an und Gottwandte sein Schicksal. Wennes uns schlecht geht, fällt es unsmeistens schwer, Gott zu preisen,doch gerade in diesemMoment sollten wir anfangenzu danken. Anbetung ist eineEntscheidung und GehorsamGott gegenüber. Anbetunggeschieht auch durch unserWesen. Wenn wir Gott durchunsere Treue ehren, so dassseine Liebe sichtbar wird, dannkann er eingreifen und Dingeverändern.„In der Souveränität Gottesist keine böse Absicht, sondernwarten?“ Die Antwort aufdiese Frage lesen wir in Matth.11, 4-6: Gehet hin und sagt Johannes….undselig ist, der sichnicht an mir ärgert.“ Diese Aussagebeinhaltet die Gefahr, amGlauben zu scheitern, sich vonJesus abzuwenden. Jesus warntJohannes, seinen Glauben nichtüber Bord zu werfen. AberJesus hat nicht alles stehen undliegen lassen und ist selbst zuJohannes gegangen, sonderner hat ihm durch Jünger eineBotschaft über seine Taten geschickt.Kurze Zeit später wurdeJohannes enthauptet (Matth.14,11+12 „Da kamen seineJünger “....). Als Jesus davonerfuhr, ging er – allein – in dieblocks dieser Frauenfreizeitbildete eine wunderschönePräsentation über das perfekteHerz eines jungen und einesalten Mannes, die von AndreaHoll gezeigt wurde. Sie veranschaulichte,dass Liebe gebenimmer bedeutet, ein Risikoeinzugehen.Neben dieser geistlichenNahrung erfreuten sich alleteilnehmenden Frauen an demreichhaltigen, abwechslungsreichen,herrlichen Frühstücks-,Mittag- und Abendessenbüffet.Außerdem wurden die Wellnessangebotedes Hauses genutzt,beschauliche Spaziergängegemacht, einfach relaxed undviel Gemeinschaft genossen.Den Abschluss der Freizeitbildeten wieder Berichte einigerFrauen über das ganzpersönliche Eingreifen Gottesin ihre Situationen währenddieser Zeit. Ein herzlichesDankeschön an das kompletteBundesfrauenkomitee für eurendiese Situation? Worauf willstdu mich vorbereiten?“ Undreflektiere ebenso, wohin dichdeine Krisen bisher geführthaben. Hast du daraus gelernt?Hast du es als Chance angesehen?Ein Tipp: Das besteOlivenöl wird nur durch Druckgewonnen.Maria ermutigte uns auch,Gott mitten im Leid ein „Opferder Anbetung“ wie Hiobzu bringen. Hiob hatte allesverloren, seinen Besitz, seineKinder, und dennoch sagteer Gott nicht ab. Durch HiobsGespräch mit Gott konnteLiebe!“. Anhand des Lebensvon Johannes dem Täufererklärte uns Deborah, dassGott souverän ist und souveränhandelt. Johannes führte eineinfaches, ärmliches Leben.Er taufte Jesus und Gott offenbartesich vor den Augen allerAnwesenden. Später wurde erfestgenommen und ins Gefängnisgesteckt. Er grübelte, warverzweifelt, zweifelte an sichund seinem Dienst, an Jesus.Schließlich schickte er zweiJünger zu Jesus, um zu fragen:„Bist du, der da kommen soll,oder sollen wir eines anderenWüste, denDienstplatzvon Johannes(Matth.14,13). Gottist souverän!– kann ichdas akzeptieren?Erhandelt nichtimmer so, wie ich mir das vorstelle!Gott beruft und befähigtuns. Er bringt uns an unsereGrenzen – er mutet uns abernicht zu viel zu. Leid ist immerbegrenzt!Den Abschluss des Themen-unermüdlichen Einsatz, eueroffenes Ohr und eure spürbareLiebe. Mein besonderer Dankgilt den Referentinnen Mariaund Deborah für ihre Offenheitund den tiefen Einblick in ihrepersönlichen Lebensgeschich-i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8 21


ten mit vielen Hochs und Tiefs,die uns im Alltag wertvolleHilfestellung im Umgang mitKrisen sein werden.Ein Tipp an alle Frauen, diediese Freizeit verpasst haben– es gibt vom 17.-20.09.2008noch einmal die Chance, dieseRuhe, Erholung und Begegnungmit Gott zu erleben.Aschaffenburg:Pastorenwechsel– Biggi OesterlingAm 15. Juni wurden PastorHans Krautter und seine FrauTraudl von Präses Erich Schneidernach 30 Dienstjahren inden Ruhestand verabschiedet.Erich Schneider dankte GeschwisterKrautter dafür, dasssie die Fackel des Evangeliumsso viele Jahre getragen, inguten und schwierigen Zeitendurchgehalten und sich ganzauf Jesus verlassen haben. Alsbegleitendes Wort las PräsesErich Schneider aus Philipper1, Verse 3-6.Mit einem Blumenstrauß undmit zwei Liegestühlen für denRuhestand bedankten sich dieGeschwister der Gemeinde fürdie langjährige, treue Gemeindearbeit.Segenswünsche wurdenaus Psalm 91, Verse 1–2weitergegeben.Hans Krautter dankte demHerrn für die Berufung vonHans Henning, der Gemeindeund dem Präsidium für Verbundenheitund Unterstützung inden zurückliegenden Jahren.Im Anschluss wurden GeschwisterKrautter gesegnet und mitGeschenken verabschiedet.Gleichzeitig wurde das PastorenehepaarHans und MariaHenning durch Präses ErichSchneider mit dem Segen Gottesin das neue Amt eingesetzt.Ein Wort zur Ermutigung undBegleitung aus Josua 1, Verse8–9, gaben Erich Schneiderund Hans Krautter mit auf denWeg.Zum Glauben an Jesus Christuskam Hans Henning 1993in der Gemeinde Aschaffenburg.Ab 2002 war er bereitsÄltester und ab 2005 Co-Pastorin der Gemeinde.„Als einen ausgeglichenenund lieben Bruder, der vomHerrn berufen ist“, so hat ihnErich Schneider beschriebenund kennen gelernt. Er wirdjetzt die Fackel weitertragen,zum Segen für die Gemeindeund die Stadt.Hans Henning dankte fürdas Vertrauen, für alle Gebetsunterstützungund Mitarbeit inder Zukunft.Die anschließende Predigtim Festgottesdienst hielt ErichSchneider.Nach der evangelistischenWortverkündigung entschiedensich beim Altarruf fünf Personenunter Tränen für Jesus.Zum Abschluss waren Gästeund Gemeinde zum gemeinsamenMittagessen und Kaffee infröhlicher Runde eingeladen.– Benjamin GoldEmmendingen:50 Jahre sind ein Grundzum Feiern!Die Gemeinde Gottes Emmendingenfeierte vom 27.06.– 29.06.08 ihr 50-jährigesBestehen.Es lag etwas Spannung inder Luft, als am Sonntagmorgendie ersten Festbesucher inder Steinhalle in Emmendingeneintrafen. Heute würde es fürviele ein Wiedersehen gebenaus alter Zeit. Anlass wardas 50jährige Jubiläum derGemeinde Gottes in Emmendingen.Pastor Karl-Heinz Kuhn eröffnetedie Versammlung undbegrüßte die circa 200 Gäste.Darunter waren viele ehemaligePastoren, die währendder 50 Jahre in Emmendingengedient hatten. Sie alle ließendie alte Zeit noch einmal Revuepassieren mit ermutigendenGeschichten, die letztendlichwiderspiegelten: „Jesus Christusist gestern und auch heutenoch derselbe.“Wer Musik liebte, kam aufseine Kosten. Bereits am Vorabendwar das Janz Team zuGast. Der Emmendinger Chorunter der Leitung von DanielKiefer sowie ein Männertriolockerten das Sonntagsprogrammmit musikalischen Klängenauf.Bundesvorsteher ErichSchneider überbrachte Grüßedes Präsidiums der GemeindeGottes Deutschland. „Wirfeiern heute ein Gemeindefest,und Feste sind biblisch“,begann er seine Predigt. Alsneutestamentlichen Vergleichbrachte er das Gleichnis mitder Hochzeit von Kana (Joh.2, 1-12) Darin wird Jesus zueinem Fest eingeladen, und ernimmt die Einladung an. „EineWahrheit, die heute noch gilt“,betonte Schneider. „Wer Jesuseinlädt, wird ihm begegnen!“Als zweiten wichtigen Punkthob der Präses Vers 5 hervor:„…was immer er euch aufträgt,das tut“. Die Menschen in dieserGeschichte hielten sich anden Ratschlag, und so erlebtensie ein Wunder. Das Wasserwurde zu Wein.„Genau das geschieht,wenn ein Mensch Jesus einlädtund befolgt, was er sagt“, fuhr22 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


Erich Schneider fort. „Danngeschieht ein Wunder. Egal,wie Deine Situation aussieht,mag sie noch so dunkel sein,mit Jesus wird es hell werden.“Dieses Jubiläum solle ermutigen,diese Wahrheit zuverkündigen. Damit schloss dieVormittagsveranstaltung.Während der Mittagszeitsorgte ein reichhaltiges Essenmit anschließendem Kuchenbuffetfür das leibliche Wohlder Gäste. Viele nutzten diesePause, um alte Bekannte zubegrüßen oder um mit Besuchernaus anderen Gemeindenins Gespräch zu kommen. Wersich näher für die Geschichteder Gemeinde Gottes Emmendingeninteressierte, konnteim Foyer die Jubiläumsschrifterwerben. Hier sind all dieHöhen und Tiefen der 50 Jahredokumentiert. Dabei ähneltmanche Geschichte mehr einemAbenteuerroman.„Wir sind dankbar für die50 Jahre, die hinter uns liegen,aber wir sind noch nicht amZiel.“ Wie ein roter Fadenzogen sich diese Worte durchdie Botschaft am Nachmittag.„Wenn der Herr bisher mit unswar, wird er auch in Zukunftmit uns sein!“ Wilfried Mann,Leiter der Deutschlandmission(der Gemeinde Gottes) ergänzend:„Merken wir uns: Heuteist der erste Tag der Zukunft.“„Mit 50 Jahren geht es erstrichtig los“ bekräftigte ErichSchneider. Weiter sprach erdarüber, wie wichtig es ist, indieser Welt ein Vorbild zu sein.(Grundlage seiner 2. Predigt:1.Thes. 1-10)Mit einem Mix aus altbekanntenChorussen endete dieJubiläumsfeier. Jetzt spätestenswar auch der letzte Besucherüberwältigt: Wir haben einengroßen Gott!Bobbie Lausterin Krehwinkel!– Z. SchlomskeAnlässlich einer Einladungzur Goldenen Hochzeit vonRaymond und Gisela Drake(geb. Wagner), die mit ihrendrei Töchtern und deren Familienaus USA angereist waren,kam auch Bobbie Lauster in Begleitungihrer Tochter Elisabeth.Ihr Mann Walter Lauster wares, der vor 50 Jahren Raymondund Gisela in der Kirche derGemeinde Gottes in Krehwinkeltraute.Sie wagte es mit ihren 78Jahren, dieser Einladung Folgezu leisten. Ein anderer Grundwar, dass sie eine Botschaftvom Herrn für Deutschlandhatte.Rudi Wagner gestaltete denFestgottesdienst, wobei Bobbieden offiziellen Segen für dasGoldene Paar erbat.Schon am darauf folgendenSonntagmorgen predigte sie inder Kirche in Krehwinkel.Vor vielen Jahren war hierihre erste Heimat gewesen, alssie und ihr Mann als Missionarenach Deutschland kamen.Ihr Thema war: „Es gibtnoch einen Gott in Israel“1. Könige 18.Sie schilderte die GeschichteElias in allen Details undbetonte, dass sich dieser Gottbis heute nicht verändert hat:Was hinket ihr auf beidenSeiten; Gott antwortet mit Feuer;Gott weiß alles und weißauch, dass uns der Weg oft zuschwer ist, genau wie es beiElia war.Es war ein Leckerbissen, wieBobbie mit ihrem schwäbischenAkzent in Deutsch predigte.Eine voll besetzte Kirche lauschteaufmerksam ihrer Botschaft,wobei es so manche Belustigungmit Sprache und Aussprachegab. Es folgten noch dreiweitere Abende, die Geschwisterund Freunde von nah undfern sichtlich genossen.Am Montag erzählte siekurz aus dem Leben ihresSchwiegervaters Herman Lausterund von den Anfängen derGemeinde Gottes in Deutschland.Die wichtige Botschaft andiesem Abend kam jedoch ausJoel 1-2 „Der Heilige Geist,die 3. Person der Gottheit undihre Wichtigkeit im Leben einesjeden Christen.“Sie sprach darüber, wie dieserheilige Geist so oft außerhalbunserer Grenzen arbeitetund oft auch das Unmöglichemöglich macht. Dieses Wortgalt nicht nur für die ZeitenJoels, sondern ist auch eineVerheißung, die bis heute nochGültigkeit hat. Klar und deutlichwarnte sie vor leichtfertigenoder falschen Verkündigungendieser Wahrheit.Der Höhepunkt ihrer Botschaftenwar ihre dramatischeAuslegung über Abraham,Hagar und Ismael, aus 1. Mose21-22, am Dienstagabend.Der Schwerpunkt lag auf demThema „Wie Gott Gebet hörtund erhört“, wie Gott die Stimmedes Kindes Ismael hörte,der unter dem Busch in derWüste am Sterben lag. Sieverglich diese Situationen mitdenen, die uns oft auch in unseremLeben begegnen in denenwir uns fühlen wie Hagar. KeinWasser, kein Brot, heiße Sonne,Wüstensand unter den Füßen,ihr Sohn unter dem Busch.Dann fragen vielleicht auchwir: „Warum sind wir in dieserLage? Abraham, warum hastdu mich in diese Wüste geschickt?Ismael ist doch SameAbrahams. Wo bist du Gott?“Aber Gott hörte und erhörteden Schrei des Knaben!Am Mittwoch, dem letztenAbend, erzählte sie in klarer Erinnerungden Werdegang ihresEhegatten mit seiner Krankheit.Das Thema war: Deine Arbeitgeht weiter.Bobbie begann mit derGeschichte eines Missionars,i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8 23


der nach China gehen wollte, aber keinenEinlass fand. So führte Gott ihn und seineFrau nach Burma. Dort predigte er 29Jahre lang, bis sich der Erste bekehrte. AlsSpion landete er im Gefängnis, wobei sichseine Frau ständig um seine Freilassungbemühte. Er übersetzte das Neue Testamentin Burmesisch, seine Frau verstarb.Es bildete sich eine Gemeinde und seineArbeit ging weiter, über Generationen.Nachdem sich 1979 die ersten Anzeicheneiner ernsten Krankheit bei WalterLauster zeigten, wurde ein Gehirntumorfestgestellt. Beide stimmten, zusammen mitihren Kindern, einer Operation zu. DieDiagnose der Ärzte lautete: „Noch dreiMonate Lebenszeit“. Es herrschte Stille imRaum. Ein Ärzteteam führte die komplizierteOperation aus, an dem ein gläubigerorientalischer Arzt beteiligt war. Er stammteaus der 5. Generation des Missionarsaus Burma. Aus der Diagnose der Ärztewurden anstatt dreiMonate 21 Jahre.Sie hatte vonvielen Erlebnissenzu berichten: vomKrankenhausaufenthaltsowie vonBegegnungen mitvielen Menschen,denen Walter Lausternoch Mut, Gebet, Hilfe und Hoffnunggeben konnte.Bobbies Botschaft an uns war, dassauch unsere Arbeit, Zeugnis und allesTun für Gott nicht vergebens ist und seineAuswirkungen hat. Über Generationenhinweg.– Elfriede GreinerPlüderhausen:Gottesdienst im Grünen zusammenmit der VolksmissionUnseren Gottesdienst im Grünen am13. Juli 08 konnten wir leider nicht imGrünen feiern, da es stark geregnet hatte.Unseren Täuflingen wäre das wohl ziemlichegal gewesen, da sie ohnehin vonKopf bis Fuß nass wurden.Nachdem Gastsprecher Viktor Sadekvon seiner Arbeit als Krankenhauspfarrerin Ägypten berichtetund überPhilippus und denKämmerer ausÄthiopien gepredigthatte, durftenwir praktisch werdenund insgesamtsechs Menschentaufen.Es freut uns,dass sie sich mutigzu ihrem Glaubenan Jesus Christusbekannt und diesenSchritt gewagthaben. Besondersbewegend war, dass Desiree Zeyfiyan(Volksmission), die seit einiger Zeit übereine Taufe nachdachte, sich nach demAufruf an diesem Morgen spontan dazuentschlossen hatte.Die Taufe ist immer ein freudiges Ereignisund ein guter Grund zum Feiern.Deshalb gab es im Anschluss ein gemeinsamesMittagessen sowie Kaffee undKuchen.Wir wünschen den Täuflingen ganzbesonders Gottes Segen und Geleit für ihrweiteres Leben!– Dietmar Schwarz24 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


Der stille Schrei„Jesus….Jesus…Jesus“, wiederholte David und begannherumzuspringen. Auch wenn es zunächst kaum mehrals ein heiseres Flüstern war, so war er doch geheilt.Ein Wunder war geschehen!Lesen Sie das bewegende Zeugnis von David Attah.Bestellen Sie jetzt das kostenlose Buch „Der stilleSchrei“ sowie die Gratis-DVD „Dein Reich komme…“mit vielen Informationen und Berichten über dieMissionsarbeit von Christus für alle Nationen.Bitte schicken Sie diesen Coupon an:Christus für alle NationenPostfach 60057460335 Frankfurt am MainFax: (069) 4 78 78–10 60Bitte senden Sie mir kostenlos:VornameNameStraße/Hausnr.PLZ/OrtLandDas Buch „Der stille Schrei“ und regelmäßige Berichteüber die Missionsarbeit von CfaNden monatlichen CfaN-Newsletter per E-MailHerr Frau Familie PastorTelefonE-MailInSpiriti n s p i r i t 3 / 2 0 0 825


Herrenberg:Regionaljugend in Aktion„Jugend in Aktion“ hieß es am 2.und 3. Mai beim Samariterdienst inHerrenberg. Mit dabei waren 20 Jugendlicheund junge Erwachsene ausder Region Süd Nord.Zwei Tage wurden damit verbracht,auf dem Gelände unseresHilfswerkes Samariterdienst tatkräftigzuzupacken. Alte Sanitäranlagenwurden abgerissen, Unkraut undBäume entfernt, Kleider und Spielsachensortiert, defekte Fenster rausgerissenund neue eingebaut, die Außenfassademit Hochdruckreinigerngeputzt, …Mit dabei war natürlich auch unserKüchenteam, das immer für dienötige Stärkung sorgte. Freitagabendstand ein Besuch im Fildorado in Filderstadtauf dem Plan.Dort gab es ausreichend Möglichkeit,sich zu duschen und von derArbeit zu erholen. Geschlafen wurdeauf dem Gelände des Samariterdienstesund einem angrenzenden ehemaligenVerwaltungsgebäude. Auchwenn wir an den beiden Tagen vielbewegen konnten, gibt es doch nocheiniges zu tun.So müssten dringend Sanitäranlageninstalliert, der zukünftigeVerkaufsraum fertig gestellt unddie Außenfassade frisch gestrichenwerden, um nur ein paar Projektezu nennen. Besonders Danke sagenmöchten wir Walter Beutel, DieterPhillip und Willi Kullmann, die mit ihrergroßen Portion Geduld und HumorAm Samstagmorgen, den 14. Judazubeigetragen haben, dass dieserEinsatz für uns unvergesslich bleibt.Mosbach:Werdet stark– Benjamin ZeierVom 22. bis 25. Mai fand zum2. Mal in Mosbach ein „Werdetstark-Camp“ statt. Der positive Einflussdieses Camps führte zu einerwesentlichen Entwicklung unsererJugend. 24 Jugendliche unserer Gemeindezusammen auf Luftmatratzenim Gemeindehaus, 4 Tage voll mitinteressanten Veranstaltungen hinterlassendeutliche Spuren. NebenSeminaren, Kleingruppen, Gottesdienstenund einem Kochwettbewerbwaren ein Ganztagesausflug nachStuttgart auf dem Programm, eineFotoralley, ein Lagerfeuer und selbstein "OpenAir Kino“. Als Jugendleiterbin ich besonders dankbar für unsereBundesjugendleitung, die mit Veranstaltungenwie diesen unsere lokaleGemeindejugend unterstützt.– Benjamin ZeierMünchen:Bezirksgottesdienst26 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


ni, trafen sich ca. 15 Jugendliche ausden Gemeinden Plüderhausen, Winnendenund Allmersbach, um nachMünchen zu fahren, denn dort durftenwir einen Jugendgottesdienstund den ersten Bezirksgottesdienstdieses Jahres mitgestalten.In München angekommen, startetenwir schon mit unseren Vorbereitungenfür den noch am Abendanstehenden Jugendgottesdienst.Als die Jugendlichen aus Münchenund Umgebung dann nacheinandereintrafen, fingen wir mit einemgemeinsamen Essen an, bei dem wiruns gegenseitig vorstellten. Pavel,der für diesen Gottesdienst extra anreiste,leitete an diesem Abend denLobpreis.Die Predigt über das GPS (Navigationssystem),dass Gott mit jedemetwas vorhat, hielten Thorsten undChristian aus Allmersbach. Es wurdeein sehr geisterfüllter Abend, deruns alle stärkte. Da wir uns Jugendlicheuntereinander nun schon etwaskannten, hatten wir anschließendeine sehr gute Gemeinschaft.Am Sonntagmorgen, im Anschlussan ein gutes Frühstück,gingen für uns die Vorbereitungenfür den Bezirksgottesdienst los. Estrafen sich ca. 150 Personen aus demBezirk Bayern, um diesen Tag unterdem Thema „Mitarbeit in meiner Gemeinde:Ich bin dabei!“ gemeinsamzu feiern. Empfangen wurden alleBesucher mit einem gemeinsamenFrühstück bei Kaffee, Butterbrezelnund anderen Köstlichkeiten. Mandurfte ankommen, die ersten Kontakteknüpfen und hören, was andereerlebt haben, um anschließend mitdem Gottesdienst zu starten.Bezirkspastor Siggi Derkacz moderierteden Gottesdienst, welcherdurch Beiträge aus den Gemeindendes Bezirkes sowie der Jugendarbeitmitgestaltet wurde. Den Lobpreisgestaltete das Team aus der GemeindeIngolstadt. Die MünchenerJugend hatte zwei ansprechendemusikalische Beiträge, und auch wirals Jugendteam der Region unterder Leitung von RegionaljugendleiterThorsten Bauer durften mit einemSketch und einem Liedbeitrag dazubeitragen. Der Sketch war gleichzeitigdie direkte Vorbereitung für diePredigt von Pastor Reinhard Oesterling(Regionalleiter).Die auf das Thema des Tagesausgerichtete Botschaft orientiertesich an dem Bild von der Gemeindeals Leib (Röm. 12,4+5) sowie derGeschichte von den anvertrautenGeldmitteln (Talenten, Mt. 25,14-30,Lk. 19,12-27). Folgende fünf Punkteermutigten, „dabei sein zu wollen“:1. Gott möchte Mitarbeit! Mt.9,37+382. Gott vertraut Dir! Lk. 19,133. Gott gibt Dir einen geschütztenRahmen!4. Gott gibt Dir Verantwortung!5. Gott sieht Deine einzigartigePosition!Die Predigt schloss mit dem Textaus 1. Petr. 4,8-11 „Und dient einander,ein jeglicher mit der Gabe, die erempfangen hat, als gute Haushalterder mancherlei Gnade Gottes“ sowieder anschließenden Einladungzu einer gemeinsamen offenen Ge-i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8 27


etszeit. Diese Zeit wurde intensivgenutzt, um für Kranke, das Wirkendes heiligen Geistes im persönlichenLeben, die neue Entscheidung mitdabei sein zu wollen und vieles mehrzu beten.Bei einem gemeinsamen Essensowie Kaffee und Kuchen genossenalle noch eine ausgiebige Zeit derGemeinschaft und des Austausches.Deshalb an dieser Stelle ein herzlichesDankeschön an Pastor LinusMocz-Richter und die Mitarbeiterder Gemeinde München, welche nunschon das dritte Jahr fantastischeGastgeber waren.Für uns als Team der regionalenJugendarbeit ging es dann nach demEinräumen und auf Wiedersehensagen auch schon wieder RichtungSchwabenländle. Wir als Jugendlicheempfanden diese Zeit als sehrgesegnet.– Jasmin HofmeisterEmmendingen:JubelgottesdienstAm Freitag, dem 27. Juni, begannendie Feierlichkeiten zum 50-jährigenJubiläum der Gemeinde GottesEmmendingen mit einem Jugend-Jubelgottesdienst. Die eigens dafüreingeladene Jugendband aus Trossingenunter der Leitung von DenisZythke war sehr gesalbt und konntedie Versammlung in eine schöne Zeitder Anbetung führen. Nach einemVideorückblick der letzten Jahre inder Jugendarbeit Emmendingen undeinem Sketch, der viele berührte,predigte Patric Gleichauf über dieNägel, die in unserem eigenen Lebenstecken und die Gott uns ziehenmuss.Insgesamt waren es knapp 100Besucher und bei der anschließenden„After Show Party“ rockte dieBand noch mal richtig. Es war Zeit,bei einigen Getränken und HäppchenGemeinschaft mit den anderen Jugendlichenund Jugendgruppen ausEmmendingen zu haben. Ein alles inallem sehr guter Auftakt für das Festwochenende!Wir sind Gott dankbarfür unsere Jugendlichen und freuenuns zu sehen, wie die Arbeit in denletzten Monaten gewachsen ist.– Benny GnädigSensationeller Sieg der„Life-Kickers“ beimSchnitzfetzer-Turnierin UrbachEs war kurz nach 19 Uhr, 07. Juni2008, als sich Jubelgeschrei über dasganze Espachgelände ausbreitete.Die „Life-Kickers“ hatten völligüberraschend das Finale des Schnitzfetzer-Turniersgewonnen, was einerkleinen Sensation glich. Denn diesejunge und erst vor kurzem formierteMannschaft um ihren Trainer RomanoHeld trat zum ersten Mal überhauptbei einem Turnier an.Vor circa zwei Monaten wurde dieseit geraumer Zeit bestehende Vision,eine junge, schlagkräftige Fußballmannschaftaufzubauen, durcheine Initiative mehrerer Jugendlicherim Christlichen Zentrum „Life“ in dieTat umgesetzt.Romano Held und Joshua Reyes-Senk übernahmen die Verantwortungund stellten von nun an jeweilsdienstags ein wöchentliches Trainingauf die Beine, an dem viele Jugendlichemit sehr viel Freude und Einsatzteilnehmen.Dabei war es unwichtig, welcheFähigkeiten der Einzelne besitzt, sondernes galt vielmehr die Regel, dassjeder herzlich eingeladen ist mitzuspielen.Im Vordergrund jedes Trainingssteht die Einheit mit Gott, dass dieSpieler fair miteinander umgehenund sich einfach beim Kicken „imHerrn freuen“ (Romano Held) sollen,jedoch darf natürlich auch der Ehr-28 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


geiz nicht fehlen.Da man bisher keinerlei Wettkampfpraxisbesaß, hatte man auchkeine Anhaltspunkte, inwiefern mankonkurrenzfähig ist. Umso überraschenderwar es, dass man die Vorrundeals Gruppenerster abschloss.Trotz des Ausfalls mehrerer Spielervor und während des Turniers gelanges den „Life-Kickers“ dennoch, denPokal zu holen.Die „Life-Kickers“ wollen in dennächsten Monaten bei weiterenHobbyfußballturnieren teilnehmen.Die Prämien, die möglicherweisedurch erfolgreiche Turnierteilnahmengewonnen werden, möchten sie zumTeil an das Projekt Straßenkinder inMariupol (Ukraine) spenden.Willkommenbei den Olspies!– Manuel Dongus„Alles für den Sieg“ gaben die 37Jungs und Mädels im Alter von 9-13Jahren, die vom 29.07. - 02.08.08zu den „Olspies“ in Plüderhausenzusammentrafen. Viele Familiennahmen eine lange Anreise (z.B.aus Lübeck, Ingolstadt, St. Ingbert,Mannheim) auf sich, damit ihre Kinderan der Freizeit teilnehmen konnten.Die diesjährige Jungscharfreizeitstand ganz unter dem Stern derOlympischen Spiele, den „Olspies“.Zusammen mit Paulus lernten wir,als ein Team zusammenzuarbeiten,uns gegenseitig zu motivieren undunsere Kondition zu trainieren, umzum Schluss gemeinsam den Siegfeiern zu können. So wie Paulus erlebtenaber auch wir, dass es auf denrichtigen Trainer ankommt: Wennman sich für Gott als Trainer im Lebenentscheidet und in seine Mannschafteinsteigt, darf man sichersein, dass der Preis, den man für denSieg erhält, wertvoller sein wird alsjeder Pokal, den man hier auf Erdengewinnen kann. Wir staunten nichtschlecht, was Gott alles für uns inder goldenen Stadt bereit hält!Auch die Temperaturen klettertenin olympische Höhen, weshalbwir die Nachmittage im kühlen Nassverbrachten und unsere Teamfähigkeitbeim Geländespiel im schattigenWald unter Beweis stellten.Es war großartig zu sehen, wieGott sich schon den Kleinsten offenbart.Keiner ist zu jung, um in GottesTeam einzusteigen und für unserengroßen Sieg, die Ewigkeit, zu kämpfen.Wir Mitarbeiter durften erleben,wie unsere Schützlinge von der Näheunseres Vaters im Himmel überwältigtwaren. Aber lassen wir einigeKinder selbst zu Wort kommen:Sara B. (13) „Ich fand die ganzeFreizeit toll, wie sie vorbereitet war.“Jonathan H. (11) „Ich bin Gottgestern neu begegnet, und habe ihmmein Herz anvertraut.“Miriam E. (10) „Es war so schön,dass ich Gott gestern neu begegnendurfte.“Daniel Ö. (10) „Es war toll, wiewir als ganze Gruppe im Gebet waren.“Priscilla (12) „Ich habe von Gottdie Bestätigung bekommen, dassGott nicht nur eine Geschichte, sondernreal ist.“Sabine K. (13) und Sara D. (13)„Es war toll wie wir die Kraft Gottesspüren durften.“Livia B. (11) „Es war cool, wie wirfür uns beten ließen und Gott gewirkthat.“Tabea (12) „Bis gestern Abendwar ich mir nicht so sicher, ob ichrichtig mit Jesus bin, weil ich nichtimmer nachgefolgt bin, aber gesternAbend wurde es mir wieder bewusst,dass ich bei Jesus bin.“Wir danken dem Leitungsteamder Gemeinde Gottes Plüderhausen,dass es uns nicht nur das Gemeindezentrum,sondern auch eine wunderbareKöchin zur Verfügung gestellthat. Eva Filser verwöhnte die ganzeMannschaft mit interessanten Gerichtenaus fernen Ländern.– Das Leitungsteam der FreizeitAnita S. Susanne E. Melanie E.Simon S. David Z.i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8 29


Aus aller WeltZusammengestellt von Volker Hespelt... gelesen und notiertChina / PekingBibeln für Sportlerder olympischenSommerspieleDie chinesischen Behördenhaben erlaubt, 50 000 Broschürenmit den Evangelien,30 000 Neue Testamente und10 000 komplette Bibeln,jeweils mit einem chinesischenund englischen Text, für dasSportereignis zu drucken. DieBibeln und Bibelteile werdenwährend der OlympischenSommerspiele in China für dieAthleten im olympischen Dorfin Peking und an den fünf Wettkampfstättenaußerhalb derHauptstadt erhältlich sein. Imolympischen Dorf soll es auchGottesdiensträume geben, dievon Christen aus Peking betreutwürden.– Livenet / APDPakistan / LahoreMoslems entschuldigensich für Angriffauf KircheMoslems, die eine Kircheangegriffen haben und von Minarettenden „heiligen Krieg“gegen Christen ausriefen,haben sich dafür entschuldigt.Das berichtet die schweizerische„Hilfe für Mensch undKirche“ (HMK).Die angegriffene Kirche, diein einem Dorf östlich von Lahorean der indischen Grenzeliegt, sei vom Mob geschändetworden: „Fenster sind zerbrochen,Wände mit Dung beworfenund die Kabel der Lautsprecherzerschnitten worden.“ LautHMK habe man die Christenvor die Entscheidung gestellt,zum Islam überzutreten oder zukämpfen und zu sterben.Es folgte eine Wende. ZweiTage später entschuldigten sichdie Moslems für diese Vorfälle.Diese Entschuldigung zeigeden Einfluss von Vermittlern undFriedensstiftern. Die Hoffnungbestehe, dass auch ein normalesZusammenleben zwischenMoslems und Christen möglichsei, wenn extreme Kräfte in dieSchranken gewiesen würden.– Livenet / HMK /Compass DirectItalien / VeronaAufblasbare Kircheam MeerBesonders für Italien-Touristenhat sich die katholischeKirche etwas Neues einfallenlassen: eine aufblasbare Kirche,die auf Sand aufgebautwerden kann und in der auchMessen abgehalten werdenkönnen. Sie ist 30 Meter tiefund hat eine Breite von 15Metern. Wie das Blatt "Corrieredella Sera" meldet, werdedas kindergerechte Gotteshausvorerst in Bibione (Venetien)und auf Cagliari (Sardinien)aufgestellt.Die aufblasbare Kircheverfüge auch über Beichtstühleund Kirchenbänke. Durch diesesaußergewöhnliche Projektwill sich eine kirchliche Organisationaus Verona besondersder Jugend am Strand widmen.– Livenet / BAZ / SternIsrael / JerusalemBenzinersatzaus ErnterestenEthanol, eine Alkoholart,die Benzin ersetzen kann, wirdbisher aus Mais und anderenPflanzen gewonnen. Das führtdazu, dass sich diese Produkte,die faktisch Lebensmittel sind,sehr verteuern.Einer Firma aus Israel ist esgelungen, Ethanol aus Grashalmenund Blättern zu gewinnen,die nach der Mais- oder Weizenernteübrig bleiben. DieseEntwicklung wird sich auchfür Landwirte lohnen, die fürGeld die Strohreste von ihrenFeldern loswerden können. InKürze startet die Firma Versuchezur Ethanolgewinnung ausWildgras, was noch rentablersein soll.– Livenet / Edioth AhronotBurma4700 buddhistischeMönche wenden sichJesus zuDie Organisation „ChristianAid“ ist seit vielen Jahren inBurma tätig und erhält immerwieder Berichte von Missionaren,welche in diesem schwergeprüften Land arbeiten.Einer der christlichen Dienste,der von „Christian Aid“unterstützt wird, schickte folgendenBericht:„In den letzten drei Jahrenwurden 4700 buddhistischeMönche durch unseren Dienstzu Jesus geführt. Es scheint, alshabe der Heilige Geist buddhistischeMönche und Nonnendazu gedrängt, Evangelistenzu rufen und sie zu bitten,ihnen das Evangelium derHoffnung und Liebe mitzuteilen.Nach mehreren intensivenDiskussionen haben nahezu 80Prozent der Mönche in jenenKlöstern Jesus Christus als ihrenHerrn und Retter akzeptiert.Taufen wurden sehr diskretdurchgeführt – nicht mehr alsdrei auf einmal, um der Sicherheitder Neubekehrten undunserer Mitarbeiter willen.“Dieses Wunder geschieht inmitteneiner Zeit von politischerGrausamkeit gegen ethnischeMinderheiten.– Livenet/Freitagsfax/Joel-News/Christian AidDeutschland / GeislingenChristen beten inFußgängerzoneAn einer öffentlichen Fürbittefür ihre Stadt haben sich im ostwürttembergischenGeislingenEnde Mai etwa 120 Christenbeteiligt.Bei der Veranstaltung derörtlichen Evangelischen Allianzin der Fußgängerzone sprachauch der stellvertretende Ober-30 i n s p i r i t 3 / 2 0 0 8


ürgermeister Hansjürgen Gölz(SPD). Er wandte das Bibelwort„Du sollst deinen Nächstenlieben wie dich selbst“ auf kommunaleAnliegen an, etwa denUmgang mit gewaltbereitenJugendgruppen. Gölz dankteden Kirchen für die Gebetsaktion.Vertreter mehrerer Kirchenbeteten für Familien, Alleinerziehende,Alleinstehende undfür ein gutes Miteinander vonBürgern aus verschiedenenNationen. In die Fürbitte wurdenauch soziale Einrichtungenwie Krankenhaus, Alten- undPflegeheime sowie die MobileJugendarbeit eingeschlossen.– Idea / Evangelische AllianzItalien / RomNonstop-Bibellese imitalienischen FernsehenDer italienische FernsehsenderRAISat will vom 5. Oktoberan die komplette Bibel – Vonder Genesis bis zur Offenbarung– in seinem Programmvorlesen lassen. Das Ereignissoll 160 Stunden dauern– also sieben Tage – und imInternet übertragen werden.RAISat gehört zur öffentlichrechtlichenRundfunkanstaltItaliens RAI ("RadiotelevisioneItaliana" )und kann von rund4,4 Millionen Abonnenten derSendergruppe "Sky Italia" sowieBesuchern der Internetseitedes Satellitensenders RAISatgesehen werden.Mehrere Dutzend verschiedeneSprecher werden dieTexte vorlesen. Eine Einleitungzu dem Programm wird PapstBenedikt XVI. sprechen. Einenbesonderen Grund für dieNonstop-Lesung gab RAI nichtbekannt. Normalerweise laufenauf dem Sender Unterhaltungsshows.– Livenet / PRODeutschland / BadBlankenburg30-Tage-Gebet für dieislamische WeltZu einem 30-tägigen Gebetfür die islamische Welt ruft dieEvangelische Allianz auf. DieAktion soll während des islamischenFastenmonats Ramadanvom 1. bis 30. September inDeutschland, Österreich undder Schweiz sowie in 146 weiterenLändern stattfinden.Ziel sei, dass MuslimeJesus Christus als Fürsprecherbei Gott sowie als Erlöserund Retter kennen lernen. AlsGebetsanliegen werden unteranderem die wachsende Zahlvon Muslimen in Deutschland,zunehmende Bedrohungenund Drohgebärden aus islamischenStaaten sowie die sichverschlechternde Situation vonChristen in Ländern mit islamischerMehrheit genannt. Auchdie wachsende Gemeinde JesuChristi in der islamischen Weltbrauche Gebetsunterstützung.Das internationale Gebetshefterscheint in 42 Sprachen.Das Heft enthält neben konkretenGebetsanliegen auch Hilfenzum Gespräch mit Muslimen.– Idea / Evangelische Allianzi n s p i r i t 3 / 2 0 0 8 31


Jesus gibt uns ein eindeutiges Vorbild,wie wir Menschen begegnen undsie so annehmen sollen, wie sie sind.Seine Lehre ist unmissverständlich:Richte nicht über andere, oderdu wirst ebenso gerichtet werden.Du hast nicht das Recht, andere zu verdammen,solange du selbst nicht sündlos bist(Matth. 7,1-5).D. Kinnaman und G. LyonsZu viele Gemeinden erwarten,dass kirchenferne Menschenzu ihnen kommen. Aberdie Gemeinde ist dazu berufen,zu kirchenfernen Menschen hinzugehen.Die Gemeinde ist dazu berufen,mitten auf dem Marktplatzfür das Reich Gottes zu werben.Christen müssen klug, weise und gebildet sein.Wir sollten die Menschen nicht nach ihrer Sündeunterschiedlich behandeln. Die Bibel sagt deutlich,dass keine Sünde größer ist als eine andere.Die Gnade ist groß genug für Homosexualität.M. BattersonC. SeayEine der bleibenden Wahrheiten des Christentums ist,die Menschen zu lieben, die die Welt zu deinen Feinden erklärt.von www.cnn.com am 7.Februar 2007(Zitate aus dem Buch UNchristlich, Hänssler Verlag 2008)

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine