Solarwärme – die Zukunft heute beginnen - Energynet

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Solarwärme – die Zukunft heute beginnen - Energynet

Eine Vision für jedenWir haben lange genug von den (Energie)-Vorräten gelebt – nun ist es an der Zeit,neue Wege zu gehen. Die umweltfreundliche Solarenergie steht uns dauerhaft undkostenlos zur Verfügung. Die Technik ist ausgereift. Wenn wir sie jetzt nutzen, könnenwir den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2010 verdoppeln und uns bis 2050annähernd vollständig davon versorgen. Dazu kann jeder beitragen: mit einer Solaranlageim eigenen Haus. Profitieren auch Sie von den Vorteilen der Solarwärme.Solarwärme: Modern, kostengünstig, umweltschonend.Herausgeber:Deutscher Fachverband Solarenergie e.V., (DFS)Bertoldstr. 4579098 FreiburgTel.: (0761)29 62 09–0Fax: (0761)29 62 09–9E-Mail: info@dfs.solarfirmen.dewww.dfs.solarfirmen.deBundesverband Solarenergie e.V., (BSE)Elisabethstr. 3480796 MünchenTel.: (089) 27 81 34–28Fax: (089) 27 31 28 91E-Mail: info@bse.solarindustrie.comwww.bse.solarindustrie.comUnternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V., (UVS)Torstr. 17710115 BerlinTel.: (030) 44 00 91 23Fax: (030) 44 00 91 24E-Mail: uvs@solarinfo.dewww.solarwirtschaft.deSolarwärme –die Zukunftheute beginnenMit der eigenen Solaranlage die Heizkosten senkenund die Umwelt entlastenWeitere Informationen zur Nutzung von Solarenergiefinden Sie unter www.solarenergie-nutzen.de


Solarwärme heuteModern, kostengünstig, umweltschonendIhr komfortabler Weg zur SolarwärmeDiese Broschüre informiert Sie ausführlich über die Vorteileder Solarwärme und beantwortet die wichtigsten Fragenrund um das Thema:• Welche Möglichkeiten gibt es, Solarwärmezu nutzen? (Seite 5)• Welche Technik wird verwendet? (Seite 6 und 7)Fünf gute Gründe für Sie, Solarwärme zu nutzen:• Sie sparen Heizkosten und machen sich unabhängiger von den steigenden Kostenfür Öl und Gas, Die Ölpreise werden steigen und damit auch Ihre Einsparung• Ihr Geld ist hervorragend angelegt: wenn Sie heute investieren, bekommen Sie25 Jahre lang gratis Solarwärme• Mit Solartechnik holen Sie sich eines der modernsten Heizungssysteme ins Haus,das es derzeit auf dem Markt gibt• Sie leisten Ihren persönlichen Beitrag für eine saubere Umwelt und zur Lösungder Energieprobleme• Die Bundesregierung setzt auf Solartechnik und unterstützt Sie finanziell, wennSie sich auch dafür entscheidenSolarwärme: einfach vernünftigSolarwärme – jeder kann einsteigenUnsere Energieversorgung soll sicher, günstig und umweltfreundlichsein. Auf Dauer geht das nur mit den erneuerbarenEnergien. Mit der Solarwärme können Sie sich als Hausbesitzerschon heute für eine zukunftsfähige Energiequelle entscheiden,die nicht nur die Ressourcen schont, sondern auch IhrenGeldbeutel. Sie investieren einmal in eine moderne Heiztechnik,die Energie kommt kostenlos von der Sonne! Studiendes Wuppertal Instituts zeigen, dass im Jahr 2050 in Verbindungmit Energieeinsparungen die gesamte Energieversorgung derEU durch regenerative Energien gedeckt werden kann.3%84%13%21%9% 4%21%31%14%• Wie funktioniert ein Kollektor?Und welche Kollektortypen gibt es? (Seite 8)• Wie und wo werden die Kollektoren installiert? (Seite 9)• Was ist ein Solarspeicher? (Seite 10 und 11)• Welche Fragen sollte ich bei der Planung einerSolarwärmeanlage beachten? (Seite 12 und 13)• Welche Fördermaßnahmen kann ich nutzen?(Seite 14 und 15)KernkraftFossile BrennstoffeErneuerbare EnergienBiomasseWindSolarstromSolarwärmeWasserGeothermieAnteile am Primärenergieverbrauch2000 in DeutschlandAnteile am Primärenergieverbrauch2050 der EU, Quelle LTIAuf dem Weg zu diesem Ziel will die Bundesregierung denAnteil der erneuerbaren Energien bis 2010 verdoppeln. Siesetzen also auf die richtige Technik, wenn Sie zu Hause eineSolarwärmeanlage installieren.Heizöl? – Das können Sie sich sparen!In Deutschland besitzen bereits 4 Prozent aller Einfamilienhäusereine Solarwärmeanlage (Stand: Ende 2001). Dadurchwerden jährlich 200 Mio. Liter Heizöl eingespart! Oder – umes sich besser vorstellen zu können – 6.700 voll getankte großeÖllaster. Machen Sie einfach mit und heizen Sie solar!Sonne gibt’s genugDie Sonne ist ein gigantisches Kraftwerk. Jahr für Jahr trifft15.000 mal mehr Sonnenenergie auf die Erde, als die Erdbevölkerungverbraucht. Ohne monatliche Grundgebühr undEinzelkostenabrechnung: zum Nulltarif.Sonne lässt sich auch in Strom umwandelnGänzlich anders als eine Solarwärmeanlage funktioniertdie Photovoltaik. In Solarstromanlagen wandeln Solarzellendas Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Hierzu Lande wird der gewonnene Solarstrom in das öffentlicheStromnetz eingespeist. Pro Kilowattstunde erhält der Betreiberderzeit 48,1 Cent über einen Zeitraum von 20 Jahren.Dies macht die Solarstromanlage auch finanziell interessant.Warmes Wasser wird mit Solarstrom nicht erzeugt.Die Infobroschüre »Kraftwerk Sonne« informiert ausführlichüber die Solarstromnutzung und ist beim DFS unterTel. (0761) 2962090oder www.solarenergie-nutzen.dekostenlos erhältlich.23


SolartechnikSo funktioniert Ihre SolarwärmeanlageSolaranlage zur TrinkwassererwärmungSolare Kombianlage zurTrinkwassererwärmung undRaumheizungsunterstützungSolarwärme für die SpülmaschineMit einer Solarwärmeanlage lässt sichsogar Strom sparen: wenn Sie die Spülmaschinean den Warmwasserhahn anschließen,wird das Spülwasser nicht elektrisch,sondern im Sommer solar erwärmt.Solar-DuscheEin komfortabler und umweltfreundlicherBadespaß ist mit einer Solaranlageimmer garantiert. Das ganze Jahr über gibtes genügend warmes Wasser: im Sommerwird es von der Solaranlage erwärmt undim Winter von Heizkessel und Solaranlage.Das Zusammenspiel regelt die Anlagezuverlässig von alleine.KollektorIm Kollektor wird die Sonnenenergie inWärme umgewandelt und an ein Frostschutzmittelgemisch(Medium) abgegeben.Dies funktioniert auch bei bewölktemHimmel.SolarkreisDas erwärmte Medium wird über gut gedämmteRohrleitungen zum Solarspeichertransportiert.Heizkessel/NachheizungDer Heizkessel versorgt das Haus mitWärme für die Heizung und das warmeWasser immer dann, wenn die Solarwärmenicht ausreicht. In der Heizperiodewird das von der Solaranlage vorgewärmteWasser »nachgeheizt«, so dassdas Warmwasser am Wasserhahn immerdie gewünschte Temperatur hat. Amumweltfreundlichsten ist ein Gas-Brennwertkesseloder ein Holzpellet-Kesselkombiniert mit einer Solarwärmeanlage.Wie ein Gas-BrennwertkesselfunktioniertIn einem Gas-Brennwertkessel werdendie Abgase der Verbrennung mit Hilfedes kalten Rücklaufs der Heizungsanlagestark abgekühlt. Durch Kondensationwird zusätzliche Energiefrei, die der Heizung zugeführt wird.Mit einem Gas-Brennwertkessel könnenSie zusätzlich 10% Gas einsparenund äußerst umweltfreundlich heizen.Solarspeicher zur TrinkwassererwärmungIm Solarspeicher befindet sich das warme Wasser für Badewanne,Dusche und Küche. Der Speicher ist so groß, dass er einigeSchlechtwettertage im Sommer überbrücken kann, ohnedass der Heizkessel anspringen muss. Reicht die Kraft derSonne im Winterhalbjahr nicht aus, wird der obere Teil desSpeichers (Bereitschaftsteil) vom Heizkessel auf die notwendigeTemperatur gebracht. Die Solaranlage heizt dann imunteren Teil das Wasser vor und spart somit auch im WinterHeizenergie ein – immer wenn die Sonne scheint.Pumpe/SolarstationIst die Temperatur im Solarkollektor höherals im Solarspeicher, aktiviert der Solarreglerdie Pumpe. Ist der Speicher heiß,oder scheint die Sonne nicht mehr, schaltetdie Pumpe wieder ab.Wärmetauscher im SpeicherÜber einen Wärmetauscher wird die solarerzeugte Wärme an das Speicherwasserabgegeben. Das Frostschutzmittel kommtmit dem Trinkwasser nicht in Kontakt.Solarspeicher als Kombispeicher für Warmwasserund HeizungBei so genannten Kombianlagen ist der Solarspeicher so aufgebaut,dass er zusätzlich zum Trinkwasser auch noch Wärmefür die Zentralheizung bereitstellt. Es gibt verschiedene Bauformen,die auf den Seiten 10 und 11 vorgestellt werden.Holzpellet-KesselHolzpellets sind kleine, u. a. aus Holzabfällen gepressteZylinder. Diese werden entweder automatisch über einespezielle Fördertechnik aus einem Tank oder von Handin den Holzpellet-Kessel gebracht und dort verbrannt.Ein Holzpellet-Kessel ist umweltschonend, da er beimVerbrennen nur so viel CO2 produziert, wie das Holzbeim Wachsen aufgenommen hat.6 7


Solarkollektoren und InstallationDer Kollektor: der Motor IhrerSolarwärmeanlageIm Hinblick auf ihre Bauformen unterscheidet man Flach- und Vakuumröhrenkollektoren.In beiden Fällen ist der Solarabsorber das Kernstück.Für jeden Anspruch das richtige SystemSolarkollektoren lassen sich auf jedem Dach montieren. Ob elegant in das Dach integriert, als kostengünstigeAufdachmontage oder auf flachen Dächern: Die Kollektoren werden in allen Fällen sicher und dauerhaftinstalliert.SolarabsorberOb als Blech aus Kupfer bzw. Aluminium oder auf Glas aufgedampft – der Solarabsorber hat immer die gleiche Funktion: Sonnenstrahlungin Wärme umzuwandeln. Dies macht er besonders effektiv mit einer hochselektiven dunkelblauen oder schwarzenBeschichtung. Sie nimmt die Sonnenstrahlung fast vollständig auf, verhindert aber weitestgehend, dass der heiße Absorber dieWärme wie bei einem Kachelofen wieder abstrahlt. Unter dem Absorber sind Röhrchen angelötet bzw. angeschweißt. So wirddie erzeugte Wärme an das Frostschutzmittelgemisch (Medium) abgegeben und weitertransportiert.IndachmontageHier werden die Solarkollektoren direkt auf den Dachlatten befestigt. Mit Hilfe vonsogenannten Eindeckrahmen wird der Zwischenraum zwischen Kollektoren undDach dauerhaft gegen Regen und Schnee abgedichtet. Die Kollektoren fügen sichdamit harmonisch in die Dachhaut ein.SolarglasSolarabsorberFlachkollektorenIm Flachkollektor wird der Absorber durch ein Gehäuse ausAluminium, Edelstahl oder Holz (bei Indachkollektoren) undeine Glasscheibe dauerhaft vor Wind und Wetter geschützt.Das Gehäuse und die Wärmedämmung reduzieren die Wärmeverlusteund tragen damit zu einem hohen Wirkungsgrad bei.GehäuseAufdachmontageAn den Sparren werden Dachhaken befestigt, die unter den Ziegeln herausragen.Daran werden Befestigungsschienen und schließlich die Kollektoren angebracht.Eine preisgünstige und schnelle Montageart, bei der die Dachsteine unter den Kollektorenerhalten bleiben.WärmedämmungRückwandVakuumröhrenkollektorenBei Vakuumröhren befindet sich der Absorber in Glasröhren. Deren Wärmedämmung ist durch ein Vakuum verbessert,wodurch der Wirkungsgrad nochmals gesteigert wird. Die Glasröhren werden in Reihen nebeneinander befestigt und dann zuKollektorfeldern auf dem Dach verschaltet. Man unterscheidet folgende Bauformen:Flachdachmontage/FreiaufstellungAuf flachen Dächern oder im freien Gelände werden die Solarkollektoren mittelsStahl- oder Aluminiumkonstruktionen typischerweise im Winkel von 45° installiert.Bei Flachdächern ist unabhängig von der Ausrichtung des Gebäudes in der Regeleine optimale Südausrichtung möglich.Worauf Sie achten müssenDirekt durchströmte VakuumröhreDas Medium fließt im Rohrregister unterdem Absorber. Vakuumröhren dieser Bauformkönnen praktisch in jeder Lage installiertwerden.Heat-Pipe-VakuumröhrenHier wird die Solarwärme indirekt abgegeben.Im Röhrchen unter dem Solarabsorberbefindet sich eine kleine MengeWasser im Unterdruck, das durch die Solarwärmeverdampft. Der Dampf steigt nachoben zum Sammler, gibt dort seine Wärmean den Solarkreis ab, kondensiert undfließt als Wasser wieder nach unten.CPC-Vakuum-Röhren-KollektorenDiese Bauform verwendet zwei ineinanderliegende Glasröhren, zwischendenen ein Vakuum eingebracht ist. Aufder inneren Glasröhre ist der Solarabsorberaufgedampft. Über Wärmeleitblechewird die Solarwärme abtransportiert.Durch den sogenannten CPC-Reflektorunterhalb der Röhren treffen auch dieStrahlen auf einen Absorber, die zwischenden Röhren einfallen.Beim Vergleich von Kollektoren sollten Sie darauf achten, dass oftmals unterschiedliche Flächenangabenverwendet werden: z. B. der Wirkungsgrad bezogen auf die Fläche des Absorbers, die Lichteintrittsfläche(Aperturfläche) oder auch die Bruttokollektorfläche (inkl. Rahmen). Viel wichtiger als der Kollektorwirkungsgrad,ist jedoch der Energieertrag der Solaranlage übers Jahr. Dieser kann mit einem Computerprogrammleicht für Ihre Solaranlage berechnet werden. Fragen Sie Ihren Handwerker.LuftkollektorenIn Luftkollektoren wird statt einer Flüssigkeit einfach Luft erwärmt,ansonsten sind sie wie Flachkollektoren zur Wassererwärmungaufgebaut. Mittels Lüftungsanlagen können so z.B. Industriehallenbeheizt werden. Durch den zunehmenden Einsatzvon Lüftungsanlagen in Wohnhäusern werden diese Kollektorenauch im Wohnungsbau immer beliebter.89


SolarspeicherHier tanken Sie Sonne: die wichtigstenSpeichertypen im ÜberblickSpeicher für Trinkwasser und Heizung (Kombianlage)Mit einer Kombianlage können Sie die Solarwärme zusätzlich zur Trinkwassererwärmungauch zur Raumheizung nutzen, z. B. in der Übergangszeit und an sonnigenWintertagen. Diese weitergehende Solarnutzung lässt sich mit verschiedenenKombispeichertypen realisieren.Solarspeicher sind prinzipiell so dimensioniert, dass die Solarwärme über mehrereTage gespeichert werden kann, so können Sie auch morgens und abends oder aneinem Regentag solar duschen. Durch die hohe, schlanke Bauform bilden sich Wasserschichtenmit unterschiedlicher Temperatur. Das warme Wasser ist leichter undbefindet sich oben im Bereitschaftsteil. Unten kann das kalte Wasser mit Solarenergieerhitzt werden. Wird oben warmes Wasser entnommen, strömt unten kaltesnach – und die Schichtung bleibt erhalten.Solarspeicher lassen sich grundsätzlich unterscheiden in reine Trinkwasserspeicherund so genannte Kombispeicher, die zur Trinkwassererwärmung und zur Unterstützungder Raumheizung dienen.TrinkwasserNachheizungSolarkreisHeizungZweispeicher-SystemZusätzlich zum Trinkwasserspeicher wird ein Pufferspeichermit dem Heizwasser aufgestellt. Immer wenn der Trinkwasserspeicherheiß ist, wird die Solarwärme zur Beheizung des Pufferspeichersverwendet. Ansonsten erwärmt der Heizkessel denPufferspeicher, der die Wärme für die Heizkörper liefert.SolarkreisTrinkwasserNachheizungSpeicher zur TrinkwassererwärmungMittels eines Wärmetauschers in der unteren Speicherhälftewird die vom Kollektor gelieferte Solarwärme auf das Trinkwasserübertragen. Wenn die Temperatur im oberen Speicherteilnicht hoch genug ist, wird das Trinkwasser über einenzweiten Wärmetauscher in der oberen Hälfte z.B. von einemGaskessel erhitzt. Trinkwasserspeicher sind innen emailliert,kunststoffbeschichtet oder komplett aus Edelstahl.SolarkreisTrinkwasserNachheizungHeizungTank-im-Tank-SystemHier ist das Trinkwasser in den Pufferspeicher integriert. DieSolarwärme wird an das Heizwasser abgegeben und dieseserwärmt den innen liegenden Trinkwasserspeicher. Das Systemspart Verrohrung und Regeltechnik und profitiert von geringerenWärmeverlusten.TrinkwasserTrinkwasser und HeizwasserAls Trinkwasser wird hier das Wasser aus dem Warmwasserhahn bezeichnet, daszum Duschen, Baden, Spülen oder Putzen verwendet wird. Für warmes Trinkwasserwird in anderen Publikationen auch der ältere Begriff Brauchwasser verwendet.Heizwasser hingegen bringt im Heizkreis die Wärme vom Kessel oder Speicherzu den Heizkörpern. Dieses Wasser dient nur zum Wärmetransport und wirdnicht verbraucht.SolarkreisTrinkwasserNachheizung/HeizkreisNachheizungHeizungSchichtenspeicherDie Solaranlage liefert je nach Sonneneinstrahlung unterschiedlichtemperierte Solarwärme. Auch die Wasserschichtenim Speicher haben unterschiedliche Temperaturen. Wenn nunheißes, solar erwärmtes Wasser in den kalten unteren Speicherteilkommt, werden die Temperaturschichten durchmischt.Wünschenswert wäre aber, dass das heiße, solar erwärmteWasser im oberen Teil zur Verfügung steht. Um die Durchmischungzu vermeiden, wird in einem Schichtenspeicher dieSolarwärme in die Wasserschicht eingespeist, die dieselbeTemperatur aufweist.In den meisten Schichtspeichern wird nicht das Trinkwasserbevorratet, sondern nur Heizwasser. Das Trinkwasser wird imDurchlaufverfahren erhitzt, wenn Warmwasser gezapft wird.Die dazu nötige Wärme wird dem heißen Speicher entnommen;das abgekühlte Heizwasser strömt unten wieder in den Speicher– und der Kreislauf beginnt von vorne.Solarkreis1011


Planung, HeizungsmodernisierungGut geplantAntworten aufIhre FragenFaustformel für die solare TrinkwassererwärmungPrinzipiell gilt: Je größer die Kollektorfläche, desto höher der Ertrag. Zu groß istjedoch auch nichts, da dann die Solarwärme nicht genutzt wird. Entscheidend istder Warmwasserbedarf, dabei gilt die folgende Faustformel:Pro Person im Haushalt brauchen Sie:• 1 bis 1,5 m2 Flachkollektor oder 0,75 bis 1 m2 Vakuumröhrenkollektor• und etwa 75 Liter Speichergröße.D. h.: ein Vier-Personen-Haushalt ist mit 5 m2 Flachkollektoren oder 3 m2 Vakuumröhrenkollektorenund einem 300-Liter-Speicher bestens ausgestattet, umdas Trinkwasser solar zu erwärmen.Raumheizung mit SolarwärmeDie Größe einer Kombianlage orientiert sich zusätzlich am Energiebedarf fürdie Raumheizung. Die in Deutschland eingesetzten Anlagen unterstützen dieHeizung in der Übergangszeit und an sonnigen Wintertagen, können aber dieWärme nur kurzzeitig – für ein oder zwei Tage – speichern. Diese Anlagen verfügenüber eine Kollektorfläche von 8 bis 20 m2 und einen Speicher zwischen 500und 1.500 Litern.Solarer Deckungsanteil: Nicht zu unterschätzenIhre Solaranlage teilt sich die Wärmelieferung problemlos mitdem Heizkessel. Wie viel Öl oder Gas Sie dabei einsparen,hängt vom Anteil der Solarenergie am Gesamtverbrauch ab,den man solaren Deckungsgrad nennt. Bei Solaranlagen zurTrinkwassererwärmung liegt der Solaranteil üblicherweisebei 60% des Energiebedarfs zur Trinkwassererwärmung. BeiKombianlagen hängt der Anteil davon ab, wie gut das Hausgedämmt ist, bei neuen Häusern liegt der solare Deckungsanteiltypischerweise bei 25% des gesamten Wärmebedarfs desHauses.Sparen Sie bei der Modernisierung Ihrer Heizung – mit einer Solaranlage!In Deutschland müssen Heizkessel nach der Bundesimmissionsschutzverordnung ab 01.11.2002 strengere Grenzwerte einhalten.Als Daumenregel gilt, dass alle Heizkessel, die älter als 20 Jahre sind, erneuert werden sollten. Die Investition rechnetsich schon durch das eingesparte Öl oder Gas. Das ist Ihre Chance, in die Solarwärme einzusteigen! Denn durch die Kombinationeines modernen, sparsamen Heizkessels mit einer Solaranlage können Sie bis zu 50% Energie einsparen: bei einemdurchschnittlichen Einfamilienhaus sind das bis zu 1.500 Liter Heizöl pro Jahr. Fangen Sie schon diesen Sommer an zu sparen.400 lÖlVerbrauch ohneSolarenergie160 lÖlReduzierter Verbrauchmit Solarenergie (60%)Beispiel: Solaranlage TrinkwassererwärmungEinfach installiert:Doppelrohr für den SolarkreisPassen die Solarkollektoren auch aufmein Dach?Im Folgenden beantworten wir die am häufigsten gestelltenFragen rund um die Solarwärmenutzung.• Muss das Dach nach Süden ausgerichtet sein?Nein, die Kollektoren liefern auch ausreichend Wärme,wenn sie zwischen Süd und Ost oder Süd und West installiertwerden. Dies reduziert den Ertrag nur geringfügigum maximal 15%, was sich durch eine etwas größereKollektorfläche ausgleichen lässt.• Ist eine bestimmte Dachneigung erforderlich?Optimal sind etwa 45° bei der Trinkwassererwärmungund 60° bei Kombianlagen. Bei flacherer oder steilererAufstellung reduziert sich der Solarertrag um einigewenige Prozent, die Kollektoren werden deshalb beimSteildach immer in der Dachebene installiert.• Mein Dach ist zu klein oder immer verschattet!Neben der Installation auf dem Dach können Sie Kollektorenauch an der Fassade, auf der Garage oder im Gartenanbringen. Ein passender Platz findet sich immer.• Brauche ich eine Bau-Genehmigung?Nein, nur wenn Sie ein denkmalgeschütztes Gebäudehaben oder in einem denkmalgeschützten Gebiet wohnen,dann sollten Sie bei der Baubehörde nachfragen.Und die Installation? – Einfach und sicher!Die Installation einer Solaranlage ist für einen Fachhandwerkereine einfache Sache, klären Sie mit ihm trotzdem alle Fragen,die Sie haben, z.B.:• Wohin kommen die Rohre meiner Anlage?Die Rohre für den Solarkreis vom Dach zum Keller werdenbeim Neubau in einem Schacht verlegt. Im Altbau findetsich oft ein ungenutzter Kaminzug. Wenn nicht, führtman die Rohre an der Außenwand nach unten und verkleidetsie wie ein Fallrohr der Dachrinne.• Bleibt mein Dach dicht?Die Einbausysteme sind sicher und hunderttausendfacherprobt. Der Handwerker garantiert für seine Arbeit.• Wie lange dauert der Einbau? Wie hoch ist meinAufwand?Die Installation einer Solaranlage im Altbau ist nach zweibis drei Tagen abgeschlossen. Der Fachbetrieb kümmertsich um alle notwendigen Vorbereitungen, z.B. den Aufbaueines Gerüsts. Für Sie bleibt wenig zu tun – außerdie Handwerker mit frischem Kaffee zu versorgen.• Was passiert mit dem Bauschmutz?Bei der Installation Ihrer Solaranlage entsteht nichtmehr Schmutz als bei sonstigen Arbeiten an der Heizung.20 Jahre lang kostenlos die Sonne im Speicherentschädigt vielfach für den kleinen Aufwand.1213


Förderung, Finanzierung, FachhandwerkSolarwärme für Ihr Haus:Sie werden unterstütztGeld von Vater StaatDas wichtigste Förderinstrument für Solarwärmeanlagen ist das Marktanreizprogramm der Bundesregierung.Für jeden angefangenen Quadratmeter Kollektorfläche gibt es 92 Euro Zuschuss, für eine5,1 m2-Anlage bekommen Sie also 552 Euro geschenkt. Der Antrag ist an das Bundesamt für Wirtschaftzu stellen – und zwar bevor Sie einen Fachbetrieb beauftragen.KontaktBundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BAFAPostfach 5171, 65726 EschbornTel. (06196) 90 86 25, Fax (06196) 90 88 00 oder (06196) 9 42 26Im Internet unter: www.bafa.deDie Beantragung der Fördermittel ist einfach und völlig unbürokratisch. Den Förderantrag sowie eineÜbersicht mit weiteren Fördermaßnahmen finden Sie auf der Interseite www.solarenergie-nutzen.deEnergiesparen beim Neubau: Nutzen Sie Solarwärme!Seit Februar 2002 ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft, mit deren Hilfe der Staat 25%Heizenergie auf dem Weg ins Solarzeitalter einsparen will. Erstmals wird bei der Wärmebedarfsrechnungnicht nur die Wärmedämmung berücksichtigt, sondern auch das Heizungssystem im Haus, u. a. derEinsatz von Solarwärmeanlagen. Als Bauherr können Sie sich jetzt entscheiden, auf welche Weise Siedie höheren Anforderungen der EnEV erfüllen: durch mehr Wärmedämmung oder eine umweltfreundlichereHeiztechnik. Wichtig ist, wie viel Schadstoffe (nicht) aus dem Schornstein kommen.Ökozulage noch nutzen!Bauherren, die den Bauantrag vor dem 01.02.2002 gestellt haben, erhalten eine Ökozulage, wenn sieeine Solaranlage bauen. Dies sind 2% der Investitionssumme über 8 Jahre, insgesamt also 16%. DieÖkozulage ist mit der Wohneigentumsförderung nach Fertigstellung beim Finanzamt zu beantragen.Wer noch im Jahr 2002 ein Haus kauft und eine Solaranlage installiert, erhält die Ökozulage ebenfalls.Attraktive Kredite für umweltfreundliche HeiztechnikWenn Sie eine Solarwärmeanlage installieren, können Sie auch von den günstigen Darlehen derKreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) profitieren. Das ist vor allem interessant, wenn Sie noch weitereEnergiesparmaßnahmen durchführen, z. B. eine moderne Heizung oder neue Fenster einbauen. DieKfW hat dafür zwei Programme aufgelegt: das CO2-Minderungsprogramm, welches Sie generell nutzenkönnen, und das anspruchsvollere Gebäudesanierungsprogramm. Dieses bietet Ihnen noch niedrigereZinsen, wenn durch die Maßnahmen 40 kg CO2 pro m2 Wohnfläche eingespart werden. Umdies zu erreichen, muss in den meisten Fällen zusätzlich zur Heizungs- und Solaranlage auch die Fassadegedämmt werden.Die Beratung und Beantragung erfolgt über die Hausbank. Weitere Informationen erhalten Sie imInternet unter www.kfw.de in der Rubrik Kredit- und Beteiligungsprogramme.Das Fachhandwerk ist Ihr kompetenter PartnerNormalerweise werden Solarwärmeanlagen von Handwerksbetrieben aus dem BereichHeizungsbau oder Sanitärinstallation eingebaut. Ihr SHK-Fachbetrieb (Sanitär-Heizung-Klima) informiert und berät Sie ausführlich. Teilweise arbeitet der SHK-Betrieb miteinem Dachdecker zusammen. Bei komplexeren oder größeren Anlagen empfiehltes sich manchmal, einen Solar-Fachbetrieb mit einschlägiger Erfahrung zu kontaktieren.Ihr Fahrplan zur eigenen Solaranlage1 Anfrage bei Ihrem Handwerker oder Anfrage bei einem Hersteller nach Informationsmaterial;dieser nennt Ihnen auch einen Fachbetrieb in Ihrer Nähe2 Besuchstermin in Ihrem Haus vereinbaren3 Angebot mit Dimensionierung Ihrer Solaranlage durch das Fachhandwerk4 Förderantrag an BAFA richten5 Schriftlichen Auftrag erteilen (erst nachdem die Bewilligung oder dieEingangsbestätigung des Förderantrags vorliegt)6 Termin für die Realisierung abstimmen7 Installation der Anlage8 Inbetriebnahme9 Abrechnung10 Zuschuss beim BAFA anfordern (muss spätestens 11 Monate nach Bewilligungerfolgen, sonst verfällt das Geld)Solaranlagen vom FachmannNeben der Installation bietet Ihnen das Fachhandwerk folgende Leistungen:• Beratung zur Solarwärmeanlage und Heizung• Fachgerechte Einbindung der Solarwärmeanlage in die Heizung• Fünf Jahre Garantie nach BGB (zwei Jahre nach VOB): das schafft Sicherheit für Sie!• Wartung und Service: bei Bedarf ist der Handwerker zur Stelle• Alles aus einer Hand: Wenn Sie gleichzeitig Ihren Heizkessel austauschen, werdenalle Arbeiten von einem Betrieb erledigtEine umfangreiche Liste von Fachhandwerkern, die Solar-Anlagen anbieten, findenSie unter www.solarwaerme-plus.deImpressumHerausgeber: DFS, BSE, UVS (siehe Rückseite)Konzept: Solarpraxis AG, Gröschel_Geheeb_Gestaltung: Solarpraxis AGGrafik: Solarpraxis AGRedaktion: DFS/Solarpraxis AG,Gröschel_Geheeb_Druck: Rondo Druck GmbHQuellenSeite 3:»Long-Term Intergration of renewables EnergySources into the European Energy System«,LTI Research Team, Physica Verlag, 05/98FotosTitel: Solarpraxis/RabenauSeite 3: Sun TechnicsSeite 4: BuderusSeite 5: KM Europa Metal AG,DIEHL Metall, WeberhausSeite 7: Pro SolarSeite 9: Lafarge Braas, Paradigma,Solarpraxis, Grammer SolarSeite 11: SchücoSeite 13: Wagner & CoSeite 15: Sonnenkraftund Digital Vision, John Foxx Images14 15

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