eine Broschüre über Auslandsaufenthalte für junge Leute - IJAB

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eine Broschüre über Auslandsaufenthalte für junge Leute - IJAB

eine Broschüre über Auslandsaufenthalte für junge Leute


22ImpressumHerausgeber IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit derBundesrepublik Deutschland e.V.Kontakt Eurodesk Deutschland, c/o IJAB, Godesberger Allee 142–148,53175 Bonn, Tel.: 0228 9506 250, Fax: 0228 9506 199,E-Mail: eurodeskde@eurodesk.eu, Internet: www.rausvonzuhaus.deEurodesk ist ein Projekt von IJAB.in Kooperation mit profondo, Beratungsbüro für jugend.europa.bildungBorriesstraße 28, 30519 Hannover, Tel.: 05 11/8 38 60 12, Fax: 05 11/8 38 60 11E-Mail: profondo@t-online.de, www.profondo.orgVerantwortlich Marie-Luise DreberRedaktionJochen Butt-Poçnik, Frank Schmitz, Annette WestermannAlle Angaben in dieser Broschüre wurden von uns sorgfältig recherchiert. Eine Gewährfür die Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Das Internet ist einem stetigenWandlungsprozess ausgesetzt. Für die Inhalte der angegebenen fremden Websites undderen Verknüpfung zu anderen Websites ist der Herausgeber nicht verantwortlich.8. Auflage: Dezember 2010Förderhinweis:Diese Broschüre wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren,Frauen und Jugend (BMFSFJ) und durch das Programm JUGEND IN AKTIONder Europäischen Kommission, Generaldirektion Bildung und Kultur, gefördert.Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Heraus -geber. Die Europäische Kommission und das Bundesministerium für Familie,Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haften nicht für die weitere Verwendungder darin enthaltenen Angaben.46710131619232628InhaltsverzeichnisGlossar Von Au-pair bis Workcamp – was ist das eigentlich?Vorwort Was soll diese Broschüre? Wie könnt ihr sie nutzen?Fotostory „Anna will raus“ Anna und ihr Weg „raus“. Was sie erlebt hat und wie sie drauf kam.Kindergeschrei und schrecklich nette Gastfamilien (Livebericht: Au-pair)Devise: „So weit weg wie möglich!“ (Livebericht: Schuljahr im Ausland)Gemeinsam lachen und schuften (Livebericht: Workcamp)Tellerwaschen auf Spanisch (Info: Jobs und Praktika im Ausland)„Die drei Mädels von der Baustelle“ (Livebericht: Europäischer Freiwilligendienst)„Irgendwas, das bleibt“ (Livebericht: Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst „weltwärts“)Surftipps Wer bietet was? Wo gibt es welche Infos?32


26VorwortMit dieser Broschüre will Eurodesk einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeitenvon Auslandsaufenthalten für junge Leute geben. Mit der Fotostory „Anna will rausvon zu Haus“ soll einmal ein etwas anderer Blick auf das Thema eröffnet werden.Wie ist es einer jungen Frau ergangen bei ihrer Suche nach einer Möglichkeit, einfachmal weg zu kommen von zu Hause? Was hat sie erlebt und was hat es ihr gebracht?Ergänzt wird das Ganze durch „Liveberichte“ anderer Jugendlicher, die zeigen, wassie im Ausland erlebt haben. Vielleicht bekommt ihr ja bei der Lektüre auch mal Lust,eine Zeit im Ausland zu verbringen. Heutzutage ist ein Auslandsauf enthalt fast schonein Muss. Er bringt sehr viele Erfahrungen und man kann eine Menge lernen, auchüber die reinen Sprachkenntnisse hinaus.Also, wenn es euch auch reizt, etwas Neues auszuprobieren und mal raus zu kommenvon zu Hause, dann werdet ihr in der Broschüre hoffentlich eine Menge Tipps undHinweise finden. Ruft doch einfach mal an bei den verschiedenen Beratungsstellenund Organisationen oder schaut ins Internet und surft auf ihren Seiten. Vielleichtbekommt ihr dann noch mehr Lust?2Viel Spaß bei der Lektüre und viel Glück im Ausland, wenn es denn soweit ist ...Euer Eurodesk TeamDas ist Anna. Sie ist 18 Jahre alt undmit der Schule fertig. Was sie spätermal machen will, weiß sie noch nichtso genau.Jetzt will Anna erst malnur eines: raus.Weg von hier.Etwas Neues ausprobieren. pDa muss es doch noch etwas Anderesgeben, als sich sofort stur in dieAusbildung oder ins Berufsleben zustürzen.72


28Anna will etwas erleben. Sie will dieZeit nutzen, die ihr bleibt, bis siefest im Beruf und Alltag eingebundenist. Und sie möchte sich weiterbilden,andere Lebensweisenkennen lernen, andere Menschen.Sie will raus. Am besten insAusland. Aber da gibt es ein paarProbleme:sie weiß nicht so recht wohinsie kennt niemanden inanderen Ländernsie hat wenig Geld £hSie redet mit ein paar Freunden; aberkeiner weiß etwas Genaueres darüber,wie sie in ihrer Situation hier wegkönnte. Ellen schlägt vor, sie könne ja„Au-pair“ machen, also im Ausland beieiner Familie wohnen und gegen einkleines Taschengeld auf Kinder aufpassenund so was.„Nix gegen die Kinder“, denkt Anna,„aber wieder bei ’ner Familie zu wohnen,um zehn zu Hause, mach mal die Musikleiser und so weiter: Nee!“Was denn dann?92


210Kindergeschrei und schrecklich nette Gastfamilien(Auszug aus dem Brief eines Au-pair in Südafrika)c„Meine Gastfamilie ist sehr nett; ich habe mich schnell eingelebt. Wir leben in einem schönenViertel von Kapstadt in einem wunderschönen Haus. Ich kümmere mich hier um den Haushaltund die Kinder, was mir viel Spaß macht. Meine Familie hier hat sich für mich nach anderendeutschen Au-pair Mädchen umgehört und auf diesem Weg habe ich noch drei deutsche Mäd -chen hier kennen gelernt, mit denen ich viel unternehme.Die Menschen hier sind alle offen und nett, es ist jedoch zunächst recht schwierig, sichan das Problem der reichen Weißen und der armen Schwarzen zu gewöhnen, denn der sozialeUnterschied macht sich überall bemerkbar. Deshalb muss man zunächst vorsichtig sein, bisman die ungeschriebenen Regeln dieses Landes durchschaut hat.Kapstadt ist eine wunderschöne Stadt, in der ich mich schon jetzt sehr wohl fühle. Woranman denken sollte, wenn man sich als Au-pair für Südafrika bewirbt, ist die unglaubliche Ent -fernung nach zu Hause, anders als in England und Frankreich hat man hier kaum die Gelegen -heit, seine eigene Familie oder Freunde während des Aufenthaltsjahres zu sehen; man solltesich im Klaren sein, dass man ein Jahr seines Lebens unabhängig und alleine leben wird.Doch für dieses neue, ungewohnte Leben könnte ich mir keine schönere Umgebung vorstellen.“(Zur Verfügung gestellt vom Verein für internationale Jugendarbeit, VIJ Landesverein Hannover.Vielen Dank!)Zu Hause guckt sie mal im Internet.Stichworte: „Jugendaustausch“,„Auslandsaufenthalt“ und „Prak-tikumsplätze im Ausland“ in eineSuchmaschine eingegeben. Natürlichmal wieder 50.000 Treffer! Wer solldenn da durchsteigen?`Nach einigem Suchen kommt sie auf das Mobilitätsportalvon EURODESK, einem europäischen Informationsnetzwerk:www.rausvonzuhaus.de.Und da bleibt sie erst mal.112


212Hier findet Anna eine Menge Tipps und Angebote verschiedenerVeranstalter von kurzfristigen oder längeren Aufenthalten,Praktika und Workcamps in verschiedensten Ländern. Unterder Rubrik „Erfahrungsberichte“ liest sie einen interessantenBericht von einer Schülerin, die ein Schuljahrin den USA verbracht hat. Doch für Anna kommt dieseInformation leider etwas zu spät!Außerdem will sie eigentlich in Europableiben, am liebsten wären ihr Spanienoder Portugal: schönes Wetter, Meer,Rumsitzen auf sonnigen Plazas.


214Über die Homepage www.rausvonzuhaus.de findet Anna dreiAngebote verschiedener Anbieter für vier- bis sechswöchigeWorkcamps, bei denen sie an konkreten Projekten in Portugalmitarbeiten kann. Zur Vorbereitung will sie hier in Deutsch landnoch einen zweiwöchigen Crashkurs in der Landessprache belegen.Das alles kostet sie etwa 400,- Euro; mehr als wennsie hier leben würde, aber wiederum weniger alsein normaler Urlaub.Um noch ein paar Infos über Land und Leute inPortugal zu bekommen, besucht Anna das EuropäischeJugendportal http://europa.eu/youth im Internet.Also auf nach Ancôra in Portugal!cWenige Wochen nach ihrer An -meldung geht es los für Anna:Mitarbeit an der Re novierungeiner alten Finca (einer ArtBauernhaus) in der Nähe derStadt Porto, die zu eineminternationalen Gästehausumgebaut werden soll.Gemeinsam mit zirka 20 Jugend lichenaus anderen Ländern Europas wirdsie demnächst Gärten entrümpeln,Mauern verputzen und vor allem:eine Menge erleben!152


216Gemeinsam lachen und schuftenoInternationales Workcamp zur Renovierung im Trillke-Gut(Livebericht Workcamp)In diesen Tagen können Spaziergänger rund um das Trilke-Gut an manchen Abenden einen internationalen,vielstimmigen Chor hören. Er kommt aus dem Garten oder vom Turm des Hauses herunter, und es sind dieStimmen von 13 jungen ausländischen Gästen und ihren Betreuern. Für drei Wochen sind die jungen Leutedort eingezogen, um in einem Workcamp der internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) zusammenzu arbeiten und die Freizeit miteinander zu verbringen.Sie buddeln, sie baggern und sie bauen gemeinsam für das Projekt „Renovierung des Trillke-Gutes“.Die jungen Leute aus vielen Ländern arbeiten freiwillig, und sie bekommen keinen Lohn, also muss für siedie Arbeit doch mehr sein als ein Ferienjob. So ist es auch, sie alle fühlen sich dem Gedanken der internationalenGemeinschaft verbunden, sie möchten sich kennen lernen, zum besseren Verstehen unterschiedlichsterMenschen aus verschiedenen Nationen beitragen, und sie wollen eine gemeinnützige Aufgabe un -terstützen.Stellvertretend für alle erzählt Asier Lopez aus dem Baskenland, warum er dabei ist. Es sei ihm ein An -liegen, über die Grenzen seiner Heimat hinaus neue Erfahrungen zu sammeln und zusätzlich etwas Sinn vol -les zu tun. Daneben hat er sich auch vorgenommen, seine Deutschkenntnisse etwas zu verbessern, aberob daraus viel wird, ist zweifelhaft, denn die verbindende Sprache ist nun einmal Englisch. Alle können sichso verständigen, egal ob sie aus Estland, der Türkei, Italien oder Frankreich kommen.(...) Für die „Trillkies“ sind die Gäste eine willkommene Unterstützung bei einigen notwendigen Arbeitenzur Erhaltung ihres Anwesens. Dafür haben sie sich verpflichtet, für Unterkunft und Verpflegung zu sorgen.Bereits im vergangenen Sommer, kurz nach dem Erwerb des Hauses, hat ein ähnliches Projekt stattgefunden,der Ballsaal wurde renoviert. In diesem Jahr steht eine Reihe von Arbeiten im Außengelände auf demProgramm, ein Weg wird befestigt, an einer Seite des Hauses wird eine Drainage zur Beseitigung von Was -serschäden gelegt, Gartenarbeiten sind fällig und schließlich werden die Fahrradabstellplätze verbessert.Natürlich spielt auch die Freizeit eine große Rolle. Es gibt Ausflüge wie eine Stadt-Rallye oder eine Kanu -tour, aber daneben auch viele spontane Begegnungen im Trillke-Gut wie das abendliche Singen, das auchfür die Gastgeber in Hildesheim eine Bereicherung ist.(Zur Verfügung gestellt von IJGD e.V. Vielen Dank!)Portugal: 28°C, das Wassernoch nicht ganz so warm.Anna werkelt täglich sechs Stunden mit Luis,Bastian, Elena, Natalia und den anderen. Mittagsist Siesta, der Rest der Freizeit geht drauf fürStrand, Gespräche, Grillen etc.#Verständigt wird sich mit Händen und Füßenund einem Kauderwelsch aus Englisch, Portugiesisch undzirka acht anderen Sprachen.Am Strand kann sich Anna mit ihrem mäßigen Portugiesischimmerhin schon einen Kaffee bestellen.172


218Die sechs Wochen haben Anna eineMenge Spaß gemacht. Portugal istihr auch ziemlich ans Herz gewachsen(wenn nur diese Aussprache nichtwäre!).Wieder zurück in Deutschland merkt sie, dass sieerst richtig auf den Geschmack gekommen ist.Sie würde gern für eine längere Zeit, vielleicht einhalbes oder ein ganzes Jahr, nach Portugal gehen,um die Sprache besser zu lernen und vielleicht wiederin einem interessanten Projekt mitzuarbeiten.Auch die Vorstellung, mal in Portugal zu jobben,kommt ihr jetzt gar nicht mehr so abwegig vor.Tellerwaschen auf Spanisch(Info: Jobs und Praktika im Ausland)£Jobs und Praktika im Ausland sind längst eine spannende Alternative zum Ferienjob im Super -markt um die Ecke geworden. Für eine befristete Zeit ist eine Stelle im Ausland eine gute Mög -lichkeit, sich persönlich weiterzubilden, das Urlaubsgeld aufzubessern, Abenteuer aufzustöbernoder sich sozial zu engagieren.Angebote gibt es in Hülle und Fülle. Innerhalb der EU bestehen keine arbeitsrechtlichenBe schränkungen. In allen anderen Ländern sollte man sich über die speziellen Bedingungenrechtzeitig informieren, z. B. bei der Botschaftsvertretung oder bei der Auslandsabteilung imörtlichen Arbeitsamt. Voraussetzung sind häufig gute Sprachkenntnisse der jeweiligen Landes -sprache und die Volljährigkeit. Viele Jobs setzen auch qualifizierte Ausbildungen voraus undsind nicht für kurzzeitige Aushilfen gedacht. Angebote gibt es vor allem in den Bereichen Tou -ris tik, Gastronomie, Landwirtschaft sowie Messen und Ausstellungen.Für Praktika gelten ähnliche Voraussetzungen, allerdings mit niedrigeren Anforderungen inSprachkenntnissen und Berufserfahrungen, da im Praktikum das Kennenlernen von Tätigkeits -bereichen im Vordergrund steht. Angebote gibt es viele von gemeinnützig (Park-Ranger in Eng -land) bis berufsbegleitend (bei VW in Mexiko). Wichtig auch hier ist ein langer Atem bei derSuche und ein Durchhaltevermögen bei der Bewerbungsprozedur.192


220Sie schaut als erstes auf das EuropäischeJugendportal http://europa.eu/youth undfindet dort Informationen zu nationalen undeuropäischen Förderprogrammen. Vielleichtkönnte sie aus einem der Programme einekleine Finanzspritze bekommen ...Als Ansprechpartner kommen in Frage:_ Eurodesk Deutschland in Bonn: 0228/9506-250Die lokalen Eurodesk Partner in ganz Deutschland, die sie unterwww.rausvonzuhaus.de > Beratung vor Ortfindet.In verschiedenen Telefongesprächen erfährtsie Folgendes:Ein geförderter Studienaufenthaltim Ausland kommt für sie nicht in Frage:Sie studiert ja schließlich nicht.Da Praktika zumeist berufsbezogen sind undwährend oder nach der Ausbildung absolviertwerden, hat sie auch hier keine Chance.Was für sie jetzt in Betracht kommt, ist der EuropäischeFreiwilligendienst (EFD), der von der EuropäischenUnion gefördert wird. Super ist, dass der EFD nix kostet.Man kriegt sogar noch ein bisschen Taschengeld.212


222Anna findet eine Entsendeorganisation in ihrer Nähe, die den EFD fürsie beantragt und die Formalitäten erledigt.Nach einigen Wochen erhält sie endlichdie Nachricht: ihr Antrag, an eineminteressanten Projekt in Porto/Portugalmitzuarbeiten, wurde angenommen.Anna wird nach Portugal reisen und dortin einem kleinen Zimmer in der Nähe derAltstadt für ein Jahr leben.nDie Kosten für Reise, Unterkunft undVerpflegung werden voll gefördert. Außerdem erhält sie einmonatliches Taschengeld und kann einen Sprachkurs machen.„Die drei Mädels von der Baustelle“(Livebericht: Europäischer Freiwilligendienst)„Ein freiwilliges soziales Jahr können sich viele Jugendliche vorstellen. Aber dafür ins Auslandgehen? (...) Melanie, Miriam und Diana haben es getan und über ihre Erfahrungen ein Theater -stück geschrieben. Melanie und Miriam lernten sich beim Europäischen Freiwilligendienst (EFD)im spanischen Valladolid kennen. Dank E-Mail und Telefon war schnell die Verbindung zu Diananach Italien hergestellt. Vor allem den Umgang mit nationalen Vorurteilen haben die drei mitihrem Theaterstück für Kinder, „Baustelle Europa“, aufgegriffen (...).Nach der Schule sofort an die Uni oder in den Beruf? Für die drei kam das nicht in Frage.„Ich hatte nach dem Abi das Gefühl, viel zu wenig vom Leben zu wissen, um mich bereits festzulegen“,erinnert sich Melanie. (...) Den Schritt ins Ausland, weg von Mama und Papa, bereutkeine der drei jungen Frauen. Auch wenn sie – je nach Einsatzbereich – unterschiedliche Er -fahrungen gemacht haben. Melanie zum Beispiel schwärmt selbst jetzt noch in den höchstenTönen von ihrer Arbeit im Jugendzentrum in Valladolid. (...) Ausgestattet mit diesem Erfah rungs -schatz war der Schritt [zur Gründung des] Taurus-Theater für die drei nicht mehr weit. Sie wollenin Zukunft etwas zusammen machen. Und dieses bis dahin noch recht diffuse Etwas sollteauf jeden Fall mit Europa zu tun haben. (...) Nach der Premiere ziehen die drei Frauen mit ihremKinderstück über europäische Gemeinsamkeiten und Unterschiede quer durch Deutsch land.Weiter geht‘s dann auf große Europa-Tour.“Auszug aus der Nordwest-Zeitung, Oldenburgh232


224Nach einigen Monaten im Projekt„Rua Augusta“ ist Anna (fast) einanderer Mensch geworden.Gemeinsam mit portugiesischenJugendlichen baut sie ein Stadtteil-Jugendzentrum mit Internetcafé undJobvermittlung auf.Sie hat viel gelernt, managt jetztbereits Veranstaltungen im Jugendzentrum, gestaltet Plakateund betreut Jugendliche im Internetcafé.Und das alles auf Portugiesisch.lWenn ihr Jahr hier in Portugal beendet ist, will Anna sich in Deutschlandengagieren und anderen jungen Leuten von ihren Erfahrungen im Auslandberichten.Ihre ganzen Freunde und Freundinnen,die sich immer aufgeregt haben, dassin ihrem Heimatdorf nix los ist, müsstendoch auch Lust haben, mal wasAnderes zu sehen.Vielleicht will sich Anna im Netzwerk derehemaligen Europäischen Freiwilligen bei derEx-EVS-Association (www.ex-evs.de) oder beiden EuroPeers (www.europeers.de) engagieren.Mal sehen . . .252


Irgendwas, das bleibt(Livebericht: Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst „weltwärts“)Für genau 365 Tagen und Nächte habe ich zusammen mit acht anderen Freiwilligen meinerEntsendeorganisation, dem Deutsch-Südafrikanischen Jugendwerk e.V. (DSJW), im AbrahamKriel Kinderheim in Potchefstroom in Südafrika gearbeitet. Meine Arbeit bezog sich aufHausaufgabenbetreuung, Nachhilfeunterricht und die Freizeitgestaltung der 28 Mädchen imAlter von 14 bis 18 Jahren. Neben diesen Tätigkeiten war für mich das Wichtigste, einenZugang zu ihnen zu finden. Zuhörerin, Ratschlaggeberin und Wegbegleiterin für sie zu werden.Diese Aufgabe hat für mich den wahren Wert meines Freiwilligendienstes ausgemacht. Sichabends mit den Mädels auf die Zimmer zu setzen, zu erzählen, lachen, singen und spielen. Vieledieser „kleinen“ Momente bleiben bestimmt noch lange in mir hängen. Der Abschied von denMädels fiel mir sehr schwer. Meine Arbeit hat mich bewegt, geschockt, gefesselt und an meineGrenzen gebracht. Die Mädchen haben mich aufgenommen und mich durch ihre Lebensfreudebegeistert. Ich habe von ihnen gelernt und mich zugleich ganz nah an ihre Herzen getraut. Wasgeblieben ist, ist die tiefe Verbundenheit zu einem Land und seinen Menschen, die mich berührthaben. Die Sehnsucht, die mich ganz bestimmt wieder zurückkehren lässt. Die Bewunderungfür die Lebensart der Menschen und die Freude ein kleiner Teil von ihnen geworden zu sein.Mara (19 Jahre, Köln)#Wollt ihr auch raus ?Dann nutzt doch einfach die genannten Beratungsmöglichkeiten._ Eurodesk, Tel.: 0228/9506-250Neben dieser Fotostory hat Eurodesk noch jede Menge weitereInfos über Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen. Auf der Websitewww.rausvonzuhaus.de gibt es eine Datenbank mit Adressen über -regionaler Anbieter von Auslandsaufenthalten. Außerdem findet ihrauf der Website alles Wissenswerte zu den Themen Jobs, Praktika,Schul aufenthalte und Studium im Ausland sowie Freiwilligendienste,Au-pair und Sprachkurse. Auf www.rausvonzuhaus.de gibt es auchLänderinfos, einen Last-Minute-Markt für Kurzentschlossene undein Forum, in dem ihr euch mit anderen jungen Leuten über Auslands -aufenthalte austauschen könnt.Auf den nächsten Seiten haben wir eine kleine Sammlung vonInternetadressen über verschiedene Arten von Auslandsaufenthaltenzusammengestellt.226272


SurftippsAu-pairl www.rausvonzuhaus.deInfos zu Au-pair und Adressen von Au-pair Agenturenl www.guetegemeinschaft-aupair.de Infos zu qualitätsgeprüften Au-pair Agenturen und zumRAL Gütezeichen Au pairl www.au-pair-society.orgl http://europa.eu/youthl www.iapa.orgl www.au-pair-vij.orgl www.aupair-invia.deBundesverband der Au-pair Vermittler, Gasteltern und Au-pairsLinks zu Organisationen, die Au-pair Aufenthalte vermittelnInternational Au Pair Association, Dachverband der Au-pairOrganisationen mit einem einheitlichen QualitätsverständnisweltweitVerein für Internationale Jugendarbeit, Fachverband der DiakonieIN VIA, Fachverband im Deutschen CaritasverbandSchüleraustausch und Schulaufenthalte im Auslandl www.rausvonzuhaus.de Infos zu Schulaufenthalten und Adressen von Schüleraustausch-Organisationenl http://europa.eu/youth Nützliche Links zum Thema Schule im europäischen Auslandl www.ausgetauscht.de Trägerübergreifende Websites, die den Erfahrungs austauschwww.austauschjahr.de zwischen Austauschschüler(innen) fördern wollen.l www.aja-org.deDachverband gemeinnütziger Jugendaustausch-Organisationenl www.dfh.orgZusammenschluss 12 kommerzieller Austauschorganisationenl www.rotary-jugenddienst.de Jugenddienst der Rotary Clubs, auch für Nichtmitgliederl www.isc.co.ukDatenbank zur Schulsuche im Vereinigten KönigreichSchüleraustausch zwischen Deutschland und Frankreichl www.dfjw.orgWorkcampsl www.rausvonzuhaus.del http://europa.eu/youthl www.workcamps.deInfos zu Workcamps und Adressen von Workcamp-AnbieternNützliche Links zu WorkcampsZusammenschluss deutscher Workcamp-Anbieter228292


230SurftippsJobs und Praktika im Auslandl www.rausvonzuhaus.del http://ec.europa.eu/euresl www.europaserviceba.del www.wege-ins-ausland.orgl www.inwent.org/ibsl www.aiesec.deFreiwilligendiensteInfos zu Jobs und Praktika im AuslandEuropäisches Portal zur beruflichen MobilitätInternationaler Service der Bundesagentur für ArbeitHier gibt’s eine Broschüre „Wege ins Auslandspraktikum“Praktika für Auszubildende und junge BerufstätigePraktika für Studierendel www.rausvonzuhaus.del http://europa.eu/youth Nützliche Links zu Freiwilligendienstenl www.go4europe.deInfos zum Europäischen Freiwilligendienstl www.bmfsfj.deInfos zum FSJ und FÖJl www.pro-fsj.deInfos zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)l www.foej.deInfos zum Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ)l www.wwoof.orgWorld-wide Opportunities on Organic Farmsl www.entwicklungsdienst.de Zusammenschluss von Organisationen,die u.a. internationale Freiwilligendienste anbietenl www.weltwaerts.del www.kulturweit.deInfos zu Freiwilligendiensten und Adressen von OrganisationenInfos zum entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“Infos zum kulturellen Freiwilligendienst »kulturweit«Gestaltung: www.bohm-und-nonnen.deInformationen zum bilateralen Austauschl www.dfjw.orgDeutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW)l www.dpjw.orgDeutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch (Tandem)l www.tandem-org.del http://web.conact-org.de Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch (ConAct)l www.stiftung-drja.de Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbHLänderinformationenl www.rausvonzuhaus.de Infos zu europäischen und außereuropäischen Ländernl www.infomobil.org Umfangreiche Infos zu europäischen Ländernl www.dija.del http://europa.eu/youthl www.auswaertiges-amt.de Website des Auswärtigen Amtes mit Länder- und ReiseinformationenDatenbank Internationale Jugendarbeit mit Infos zu europäischen LändernLinksammlung: Länderinfos, Unterkunft, Transport, Geld ausgeben & sparenBerichte, Erfahrungen und Erinnerungenl www.ex-evs.deWebsite von Freiwilligen für Freiwilligel www.europeers.de Erfahrungen junger Leute in und mit EuropaErfahrungen junger Leute in und mit Europal www.youth-reporter.de312

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