Vestisches Handwerk - Das Magazin der Kreishandwerkerschaft ...

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Vestisches Handwerk - Das Magazin der Kreishandwerkerschaft ...

Vestisches

Handwerk

Das offizielle Magazin der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen

Regenerative Energien

Stefan Mikl installiert

Photovoltaik-Anlagen

Messe Spezial

Elektrotechnik

Dortmund 2011

September 2011

Hans-Walter Bugzel

Unterwegs mit dem

Kreishandwerksmeister


ENERGIE BRAUCHT NETZWERKE.

ERFOLG AUCH.

Weil das so ist, pflegen wir unsere Geschäftsverbindungen, damit aus ihnen

echte Partnerschaften entstehen: zuverlässig und auf Augenhöhe.


Otto Lerchenmüller

* 26. Mai 1943 † 11. August 2011

zu den angenehmen Pflichten eines Kreishandwerksmeisters gehört es,

tagtäglich für die Interessen der Innungsfachbetriebe vor Ort zu kämpfen und

somit einen der wichtigsten Wirtschaftszweige hier im Vest zu stärken.

Leider gibt es auch schmerzliche Pflichten, die man in dieser Position

übernehmen muss. So habe ich die traurige Aufgabe, falls Sie es nicht

ohnehin schon wissen, Sie über den

Tod unseres Verlegers Otto Lerchenmüller

zu informieren, der viel zu früh

am 11. August von uns gegangen ist.

Mit Otto Lerchenmüller verliert

das Handwerk im Vest einen verlässlichen

Partner und Freund. Seine nie

versiegenden Ideen und Anregungen

haben die Kreishandwerkerschaft ein

großes Stück nach vorne gebracht.

Dass das Vestische Handwerk weit

Hans-Walter Bugzel,

über unsere Region hinaus einen aus-

Kreishandwerksmeister im Vest Recklinghausen. gezeichneten Ruf genießt, ist mit sein

Verdienst. Sein Tod hinterlässt eine

große Lücke. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seiner Familie.

Sie werden sicherlich Verständnis dafür haben, dass ich es diesmal bei

diesen Worten belassen möchte. Gleichwohl wünsche ich Ihnen viel Freude

bei der Lektüre der neuen Ausgabe unseres Magazins.

Nr. 23 September 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Leserinnen und Leser,

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Hans-Walter Bugzel

Editorial

Bilden Sie jetzt

Ihre Fachkräfte

von morgen aus.

Der Arbeitgeber-Service

der Agentur für Arbeit

Recklinghausen unterstützt

Sie mit Rundum-Beratung

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geeignete Auszubildende.

Sie erreichen die

Agentur für Arbeit

Recklinghausen unter:

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Weitere Informationen:

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Vestisches Handwerk 3


4

IMPRESSUM

Herausgeber:

Kreishandwerksmeister Vest Recklinghausen

Hans-Walter Bugzel

Verlag und Redaktion:

Haidhausen-Verlag Grafik.PR.Werbung GmbH

Niederlassung Herten

Lise-Meitner-Straße 11, AufEwald, 45699 Herten

Tel. 0 23 66 / 8 87 09 - 0

Fax 0 23 66 / 8 87 09 - 19

redaktion@haidhausen-verlag.de

ISSN 1862-6246

Verantwortliche Redaktion:

Sophia Immohr, Oliver Mau

Schlussredaktion: Renate Da Rin

Gesamtherstellung und Anzeigen:

Haidhausen-Verlag Grafik.PR.Werbung GmbH

Niederlassung Herten

Anschrift wie Verlag und Redaktion

anzeigen@haidhausen-verlag.de

Anzeigen:

Michael Hamdorf, mh@haidhausen-verlag.de

Rolf Mecking, rm@haidhausen-verlag.de

Verantwortlich:

Sophia Immohr, Tel. 0 23 66 / 88 70 9 - 14

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Susanne Ahlgrimm, Monika Blankenburg,

Dr. Frank Bruxmeier, Sahar Erol, Petra Föhn,

Karl-Heinz Gosciek, Susanne Höltken, Sophia Immohr,

Peter Kempen, Oliver Mau, Karla Mehlan, Andreas Mnich,

Bianca Munker, Carina Schmidt, Marco Stepniak,

Stephanie Tykwer, Ralf Ullrich

Titelfoto: Oliver Mau

Konzeption Grafik Design:

Haidhausen-Verlag Grafik.PR.Werbung GmbH

Grafik, Satz, Reinzeichnung:

Jens Valtwies

Druck:

Mediahaus Biering GmbH, München

Kooperationspartner:

jobcenter Kreis Recklinghausen,

www.jobcenter-kreis-recklinghausen.de

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Aboservice:

Haidhausen-Verlag Grafik.PR.Werbung GmbH

Niederlassung Herten

Lise-Meitner-Straße 11, AufEwald, 45699 Herten

Fax 0 23 66 / 8 87 09 - 19

abo-vh@haidhausen-verlag.de

Vier Ausgaben inkl. Versand kosten 16,- Euro.

Einzelverkaufspreis 4,- Euro

Ausgabe September 2011, Auflage 3.000

Postalischer Versand an die Innungsmitglieder

der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen

Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Vestisches Handwerk

Inhalt

Messe spezial

Fachmesse für Elektrotechnik und Industrieelektronik

Editorial

von Hans-Walter Bugzel 3

Handwerk aktuell

Das Handwerk feiert 6

Arbeitgebertag im Innovationszentrum 6

Reportage und Hintergrund

Keine Zeit für Pausen 7

125 Jahre IKK in Recklinghausen 24

September 2011 Nr. 23


Innungen heute

Feierliche Einweihung des neuen Betriebsgebäudes

Reportagen und Hintergrund

Keine Zeit für Pausen

Innungen heute

Studienfahrt zur Windkraftanlage 11

Termine für Meisterkurse 11

Feierliche Einweihung des neuen Betriebsgebäudes 12

Christian Schlüter räumt ab 12

Goldener Meisterbrief 13

Thomas Kluwe ist neuer Obermeister 13

Doppeltes Jubiläum 14

Neue Maler und Lackierer 14

Steine für die Lehrlinge 14

Zuckerbäcker bestehen Prüfung 22

Obermeister ist auch dabei 22

Geselle werden ist nicht schwer … 22

Metaller grüßen aus Lübeck 23

Erfolgreiches Familienunternehmen 23

Rat und Service

Eine große Chance

Reportagen und Hintergrund

125 Jahre IKK in Recklinghausen

Rat und Service

Was nicht passt, wird passend gemacht 15

Regenerative Energien bieten eine große Chance 21

Gesucht: ein Arbeitsplatz mit Zukunft 25

Messe spezial

Die Messe kompakt 18

Foren und Vorträge 19

Seminare für den Nachwuchs 20

Recht und Finanzen

Minijobs auf dem Prüfstand 26

Inhalt

Nr. 23 September 2011 Vestisches Handwerk 5


6

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Vestisches Handwerk

Handwerk aktuell

Das Handwerk feiert

Schüler-Party im Moondock

Bundesweit feierte das Handwerk

am 3. September den „Tag des

Handwerks“. Unter dem Motto

„Deutschland ist handgemacht“

haben sich Kammern, Kreishandwerkerschaften

und Betriebe präsentiert.

Die Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen setzte ganz

auf den Nachwuchs.

Heiße Beats, dröhnende Bässe

und Spaß auf der Tanzfläche – im

Moondock in Recklinghausen steppte

das Handwerk. Die Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen hatte zur Party

in die Diskothek eingeladen. „Handwerk

kann auch anders. Es kann auch

Spaß machen“, erklärt Verwaltungs-

Arbeitgebertag im Innovationszentrum

Agentur für Arbeit lädt nach Gladbeck ein

Am 13. Oktober findet im Innovationszentrum

Wiesenbusch in

Gladbeck erstmalig ein Arbeitgebertag

der Agenturen für

Arbeit Recklinghausen und Gelsenkirchen

statt.

Alle interessierten Unternehmen

sind herzlich eingeladen, teilzu-

leiter Dr. Frank Bruxmeier das Konzept

der „Schulmappen-Party". „Wir wollten

uns mal auf eine andere Art dem Nachwuchs

präsentieren und das verstaubte

Image loswerden.“ Broschüren sammeln

ist out – Rhythmus und Tanzen stehen

im Mittelpunkt. Für 4,50 Euro Eintritt

und drei Getränke inklusive ließen sich

die Schüler zwischen 15 und 17 Jahren

nicht lange bitten. Der DJ heizte den

Jugendlichen mit Charts, House, Black

Music, Rock und Pop ordentlich ein. Zur

Abkühlung gab es alkoholfreie Cocktails.

Eingeladen wurden alle Schüler

der Schulen im Kreis Recklinghausen.

Sponsor der Veranstaltung war die

Sparkasse Vest.

nehmen. Der Arbeitgebertag unter

dem Titel „Mit Energie in die Zukunft“

beginnt um 15.30 Uhr mit

einem Impulsvortrag. Es schließt

sich dann eine Podiumsdiskussion

zu einem der spannendsten Wirtschaftszweige

in der Emscher-Lippe-

Region an.

Viel Spaß

hatten die Jugendlichen

bei

der Schulmappen-Party

im

Moondock.

Infotipp

www.kh-re.de

www.hwkmuenster.de

Infotipp

Infos und

telefonische

Anmeldung

Tel.: 0 23 61 /

40 14 19

September 2011 Nr. 23


Keine Zeit für Pausen

Unterwegs mit Kreishandwerksmeister Hans-Walter Bugzel

Sechs Jahre Kreishandwerksmeister, doch Hans-Walter

Bugzel hat noch lange nicht genug. Im November

stellt der Westerholter sich noch einmal zur Wahl. Das

Vestische Handwerk hat Hans-Walter Bugzel eine

Woche lang begleitet: von der Baustelle zum Repräsentationstermin

mit Schlips und Kragen, in den Personalausschuss

der Handwerkskammer und als Chef der

Kreishandwerkerschaft Recklinghausen.

Montag

Um 9 Uhr parkt der Kreishandwerksmeister seinen

schwarzen Smart auf dem Hof der Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen. Den Weg findet das Auto beinahe allein

zur Dortmunder Straße 18. „Wir treffen uns fast täglich

zur ‘Lagebesprechung‘ in der KH“, sagt Hans-Walter Bugzel

und steigt leichtfüßig die Treppen in den ersten Stock

hoch. Oben wartet schon KH-Verwaltungsleiter Dr. Frank

Bruxmeier. Die Woche muss geplant, Termine müssen koordiniert,

einige Dutzende Formulare unterzeichnet werden.

Anschaffungen, Beauftragungen oder Urlaubsanträge

Nr. 23 September 2011

Der Kreishandwerksmeister

unterwegs (im

Uhrzeigersinn): Nadelanstecken

beim Jubiläum

der Firma Lasthaus-

Rohling, mit seiner Frau

Anne, Späßchen mit

Landtagsabgeordnetem

Josef Hovenjürgen und

bei der Arbeit am Sicherungskasten.

Reportage und Hintergrund

von Mitarbeitern werden genau von Hans-Walter Bugzel

geprüft. „Das geht alles nur mit Zustimmung des Kreishandwerksmeisters“,

sagt der 63-Jährige. Viel Zeit bleibt

ihm nicht, um 11 Uhr steht der nächste Termin an. Der

Tischlerbetrieb Lasthaus-Rohling feiert sein 100. Betriebsjubiläum.

Grund genug für den Kreishandwerksmeister,

die besten Glückwünsche auszusprechen. „Außerdem

ist Klemens Rohling 70 Jahre alt geworden, da kann ich

doch nicht fehlen“, sagt Hans-Walter Bugzel. Nach zwei

Stunden geht es zurück nach Westerholt in den eigenen

Betrieb. Auch wenn die Mitarbeiter selbstständig arbeiten,

ab und zu muss der Chef doch mal vorbeischauen.

Dienstag

Der schwarze Flitzer startet in Richtung Gelsenkirchen.

Hier ist Hans-Walter Bugzel seit zehn Jahren ehrenamtlicher

Richter im Sozialgericht. Heute steht wieder

eine Verhandlung an. Um Punkt 9 Uhr wird sie eröffnet.

Erst um 13 Uhr verlässt der Kreishandwerksmeister das

Gerichtsgebäude. Es geht kurz nach Hause, Mittagessen,

Vestisches Handwerk 7


Reportage und Hintergrund

im Betrieb vorbeischauen. Dann macht sich der Westerholter

auf nach Recklinghausen. Sein Ziel: die Kreishandwerkerschaft.

Eine kurze Absprache mit Dr. Frank

Bruxmeier, alle Unterlagen geschnappt und es geht zwei

Straßen weiter ins Schulungs- und Servicezentrum zur

Mitgliederversammlung der KH. Hans Rath, Präsident

der Handwerkskammer Münster, ist zu Gast. Er berichtet

über die Imagekampagne, ein erstes Fazit, ein Blick

nach vorn. Danach wird gewählt. Zwei Mitglieder sind

aus dem Vorstand ausgeschieden. Gerhard Schlegel und

Harald Lamprecht werden einstimmig gewählt. Ein guter

Abend für den Kreishandwerksmeister. Geschafft geht es

zurück nach Herten.

Mittwoch

Der Tag beginnt für Hans-Walter Bugzel wieder im

Büro des Verwaltungsleiters. Ein Gespräch mit Tischler-

Obermeister Jürgen Vogt und Lehrlingswart Michael Bialas

muss geführt werden. „Die Tischler-Innung bildet neun

Azubis aus. Dafür müssen wir noch einen Ausbildungsplan

aufstellen“, erklärt der Kreishandwerksmeister. Neben dem

Ausbildungsplan sind auch ein zusätzlicher Meister und

Werkzeuge vonnöten. Anschaffungen, die besprochen werden

müssen. Es wird sich schnell geeinigt. Der Nachwuchs

liegt dem Kreishandwerksmeister am Herzen. Da wird

Auch das gehört zum

Job: Hans-Walter Bugzel

gibt einer Reporterin

ein Interview.

nicht lange gefackelt. „Die Lehrlinge sind unsere Zukunft.

Ich freue mich, dass wir bei der KH aktiv dazu beitragen

können.“ Die Einzelheiten sind geklärt und schon geht es

weiter. Für Frauen wohl eine angenehme Aufgabe, für den

Kreishandwerksmeister eher Pflicht: Neue Möbel sollen

ausgesucht werden. Bei Nienhaus, einem Büroausstatter

aus Gelsenkirchen, wählen Hans-Walter Bugzel und Dr.

Frank Bruxmeier neue Schreibtische, Schränke und Drehstühle

für die Büros der zehn KH-Mitarbeiter. Die Räumlichkeiten

in der KH-eigenen Immobilie werden zurzeit renoviert.

Lange können sich die beiden nicht mit Shoppen

aufhalten. Am Abend steht die Jubiläumsfeier der IKK auf

dem Terminkalender. Hans-Walter Bugzel nimmt vorher

noch an der Regionalbeiratssitzung der Krankenkasse teil.

Nach den Festreden schnell ein Gang zum Buffet, Smalltalk

mit einigen bekannten Gesichtern, ab nach Hause.

Donnerstag

Wieder geht es um 10 Uhr nach Recklinghausen zur

KH. „Kreishandwerksmeister kann man nicht nebenbei

sein“, sagt der 63-Jährige und begrüßt Hermann Eiling

von der Handwerkskammer Münster mit Handschlag. Der

Hauptgeschäftsführer der Kammer prüft die Innungen, die

der KH Recklinghausen angeschlossen sind. Schaut sich

Protokolle an, überprüft Obermeisterwahlen. Heute geht

8 Vestisches Handwerk

September 2011 Nr. 23


es um seinen vorläufigen Prüfbericht. Hans-Walter Bugzel

und Verwaltungsleiter Dr. Frank Bruxmeier hören aufmerksam

zu. „Die unabhängige Kontrolle ist für uns gut.

So können wir nachweisen, dass hier gute Arbeit geleistet

wird“, sagt Bugzel. Hermann Eiling verabschiedet sich.

Kreishandwerksmeister und Verwaltungsleiter verlassen

das Büro, suchen einen Pächter der KH-Räume auf. Ein

unangenehmes Gespräch wartet. Es geht um Mietangelegenheiten.

Danach geht es nach Hause, duschen, in den

schicken Zwirn geschmissen und auf nach Dortmund zum

Round Table des Westdeutschen Handwerkskammertages.

Auserlesene Gäste lauschen im obersten Stock des Signal-

Iduna-Gebäudes den Worten des NRW-Wirtschaftsministers

Harry K. Voigtsberger. „Über 80 Leute saßen da an

einem riesigen Tisch mit Mikrofonen im Zimmer des Vorstandsvorsitzenden“,

erzählt Hans-Walter Bugzel und ist

beeindruckt. Anschließend gibt es ein kalt-warmes Buffet.

Um 21.30 Uhr machen sich die beiden auf den Rückweg.

Freitag

Der Freitag geht etwas ruhiger los. Der erste und einzige

Termin für heute findet erst um 13 Uhr statt. Dafür

muss Hans-Walter Bugzel nach Münster fahren. Im Personalausschuss

der Kammer wird heute ein neuer Mitarbeiter

ausgewählt. „Gott sei Dank wurde schon eine Vorauswahl

Gibt es eine Krankenkasse,

die ihr Handwerk genauso gut

versteht wie ich meins?

Die Antwort liegt nah: Als

größte Innungskrankenkasse

Deutschlands sichern wir besonders

Handwerker optimal ab.

Regionaldirektion Recklinghausen,

Herzogswall 4, 45657 Recklinghausen,

Tel. 0 23 61/18 09-0, www.ikk-classic.de

Auch 2012: Kein Zusatzbeitrag

Nr. 23 September 2011

getätigt, sodass wir uns nur noch zwischen fünf Bewerbern

entscheiden müssen", sagt Bugzel. Dann wird Bewerbung

für Bewerbung geprüft und diskutiert. Schließlich einigt sich

der Ausschuss, dem fünf Vorstandsmitglieder der Kammer,

ein Arbeitgebervertreter und ein Arbeitnehmervertreter angehören,

auf einen Bewerber. Fertig! Ab ins Wochenende.

Samstag und Sonntag

Wochenende? Pustekuchen. Samstags und sonntags

wuselt sich Hans-Walter Bugzel durch Papierkram seiner

eigenen Firma. Stimmt, da war ja noch was. „Kreishandwerksmeister

kann man nur werden, wenn der eigene

Betrieb ein Selbstläufer ist und man sich auf seine Mitarbeiter

100-prozentig verlassen kann“, sagt der Vater von

zwei erwachsenen Kindern. Ist die Arbeit im Büro erledigt,

geht es auf die nächste Baustelle. „Meine Tochter hat ein

Haus gekauft, da werde ich bei den Renovierungsarbeiten

gebraucht.“ Und dann gibt es da ja noch die Termine wie

neulich der Vorstandsausflug der HWK Münster nach Neukirchen

zum Open-Air-Konzert. „Das sind die angenehmen

Termine“, erzählt Bugzel und lacht. Und vielleicht bleibt

am Wochenende auch noch etwas Zeit für seine drei Enkelkinder

und seine Frau Anne. Die Zeit läuft bis zu den

nächsten Terminen: Freisprechungen, Ehrungen, Meisterprüfungsausschuss,

und, und, und …

www.signal-iduna.de

Reportage und Hintergrund

Hans-Walter Bugzel im

Gespräch.

Infotipp

Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen

Kreishandwerksmeister

Hans-Walter Bugzel

Tel.: 0 23 61 / 48 03 32

Zeit für mehr Rente –

Die SIGNAL IDUNA

minijobrente

Minijobber haben auf Grund ihres

geringen Entgelts kaum Möglichkeiten

die eigene Altersvorsorge zu

verbessern.

Mit der SIGNAL IDUNA minijobrente

erhalten Minijobber Zugang zur

staatlich geförderten Altersversorgung.

Der Handwerksbetrieb und der

Minijobber vereinbaren eine Erhöhung

der Arbeitszeit. Der Gegenwert

fließt dabei in die SIGNAL

IDUNA minijobrente.

Vorteile für Arbeitgeber

■ Keine Abgaben auf das höhere

Entgelt

■ Auch für mitarbeitende

Familienangehörige möglich

■ Attraktivität des Beschäftigungsverhältnisses

steigt

Vorteile für Minijobber

■ Aufbau einer zusätzlichen Altersversorgung

■ Der Status des Minijobs bleibt

erhalten

■ Kombinierbar mit der

„Riester-Förderung“

durch Aufstockung

■ Keine Abgaben auf das

höhere Entgelt

Wenden Sie sich an den

bewährten Partner Ihres

Versorgungswerkes:

SIGNAL IDUNA Gruppe

Generalagentur

Thomas Forelll

Dortmunder Straße 18

im Hause der KH

45665 Recklinghausen

Telefon (0 23 61) 48 53 57

E-Mail: thomas.forell@

signal-iduna.net

Vestisches Handwerk 9


Innungen heute

Treue Mitarbeiter

Metallbau Lamprecht ehrt langjährige Mitarbeiter

Die Metallbau Lamprecht GmbH

hat langjährige Mitarbeiter ausgezeichnet.

Willi Kranefoer und

Roland Jansik arbeiten schon seit

35 Jahren für die Dattelner Firma.

„Damit gehören sie quasi zum Inventar

der Firma“, lobte Geschäftsführer Harald

Lamprecht bei der Ehrung im Kreis

der Angestellten. Zu diesem Kreis zählen

seit dem 1. August auch fünf neue

Brillux GmbH & Co. KG

Hertener Straße 80 · 45657 Recklinghausen

Tel. +49 (0)2361 90591-0 · Fax +49 (0)2361 90591-15

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10 Vestisches Handwerk

Auszubildende. Gregor Buch, Erkan Arik,

Merlin Dwinger, Simon Hagen und Lukas

Schöler verstärken die rund 60-köpfige

Belegschaft des Familienunternehmens.

Die Ausbildung bei Lamprecht kann

der Grundstein für eine lange Firmenzugehörigkeit

sein. Im Schnitt beträgt diese

derzeit 11,5 Jahre. Schon lange nicht

mehr „Durchschnitt“ ist Rüdiger Wagner;

der Gruppenleiter in der Montage kann

BX_Recklinghausen-AZ-210x149.qxp:Layout 1 26.08.2011 17:56 Uhr Seite 1

Seit über einem Jahr

in Recklinghausen für Sie da:

mit zufriedenen Kunden,

weil Kompetenz verbindet

auf 30 Arbeitsjahre bei Lamprecht zurückblicken.

25 Jahre und damit Silberjubiläum

feiern Heike Abels und Thomas

Tabe. Seit 20 Jahren zum Team gehören

Monika Zaleski und Andree Klöser. Zu

den Geehrten zählten auch Frank Wenzeck

und Michael Bleicher, beide für

15 Jahre. Seit zehn Jahren dabei: Jörg

Quinkenstein, Christopher Müschenborn

und Holger Witt sowie Fikriye Dikec.

Die langjährigen

Mitarbeiter und neuen

Auszubildenden der Firma

Lamprecht auf einen

Blick.

Infotipp

Metallbau Lamprecht GmbH

www.lamprecht.eu

Öffnungszeiten:

Montag – Donnerstag

7:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Freitag

7:00 Uhr bis 15:30 Uhr

September 2011 Nr. 23


Studienfahrt zur Windkraftanlage

Dorstener Elektriker in Schleswig-Holstein

25 Elektriker der Elektro-Innung

Dorsten waren im Mai in Schleswig-

Holstein unterwegs.

Die Bildungsreise führte die Handwerker

zur Steilküste bei Travemünde.

Vorbei an allen Windkraftanlagen der

Ostsee ging es bis hin zur Insel Fehmarn.

Hier schauten sich die Dorstener

eine Windkraftanlage mit einer

Leistung von 2.475 Megawatt an.

Infotipp

Innung für Elektro-

Technik Dorsten

Innungsbetreuerin

Marie-Luise Münch

Tel.: 0 23 61 / 48 03 28

Termine für Meisterkurse

Neue Lehrgänge starten am 12. September

Ralf Ullrich, Mitarbeiter der Kreishandwerkerschaft,

informiert über

neue Vorbereitungslehrgänge für

die Meisterprüfung in den Teilen III

und IV.

Die Kurse finden zweimal in der

Woche ab 18 Uhr statt und umfassen

insgesamt 405 Stunden. Ab dem

17. September findet außerdem an

acht Samstagen der nächste Lehrgang

Infotipp

Innungen heute

zur Erlangung der Ausbildereignungsprüfung

statt. Der Lehrgang umfasst

80 Stunden und schließt mit einer

Prüfung vor der Handwerkskammer

Münster ab.

Kreishandwerkerschaft

Ralf Ullrich, Tel.: 0 23 61 / 48 03 17

Nr. 23 September 2011 Vestisches Handwerk 11


Innungen heute

12

Geburtstage

90. Geburtstag

Willy Langenfeld, 15. Juli

85. Geburstag

Theo Billmann, 18. September

84. Geburtstag

Theodor Pötter, 20. August

83. Geburtstag

Gerhard Pocholeck, 26. Juni

Rolf Hohoff, 28. Juli

Heinrich Loos, 7. September

Heinz Suchart, 8. September

81. Geburtstag

Karl Seyer, 24. September

80. Geburtstag

Georg Gossens, 19. Juli

75. Geburtstag

Peter Jepkens, 30. August

Josef Krüskemper, 6. September

Friedhelm Prinzel, 6. September

70. Geburtstag

Heinz-Gerd Bömecke, 2. Juli

Wilhelm Rüping, 26. Juli

Klemens Rohling, 1. August

Werner Klein-Hitpass, 28. August

65. Geburtstag

Josef Kloe, 6. Juli

Brigitte Hübner, 21. Juli

Wilhelm Haverkamp, 3. August

Elke Thiele, 24. August

60. Geburtstag

Werner Tluczykont, 23. Juli

Rudolf Lechtenfeld, 30. Juli

Wilfried Sobbe, 4. August

Dieter Gracjasz, 6. August

Hubert Goer, 16. August

Wolfgang Kornmann, 28. August

Siegfried Berger, 7. September

Wilhelm Lensmann, 11. September

Gerhard Noelle, 20. September

50. Geburtstag

Bernd Klöcker, 15. Juli

Michael Bialas, 23. Juli

Ralf Ostrowski, 29. Juli

Susanne Lukas, 7. August

Sibylle Nathaus, 7. August

Ulrich Bartuszewitz, 26. August

Udo Genieser, 8. September

Jürgen Kremer, 14. September

Ludger Nießalla, 15. September

Hans-Joachim Münich, 26. Sept.

Ansgar Benkhoff, 26. September

Vestisches Handwerk

Feierliche Einweihung des neuen Betriebsgebäudes

Opel Borgmann eröffnet Autohaus in Dorsten

Große Freude bei der Autohaus

Borgmann GmbH: Das neue hochmoderne

und lichtdurchflutete Betriebsgebäude

in Dorsten wurde

eingeweiht.

Bei der feierlichen Eröffnung mit

mehreren hundert Gästen wurde

auch das neue Opel-Elektro-Fahrzeug

„Ampera“ präsentiert. Firmeninhaber

Clemens Borgmann – selbstverständlich

durften auch seine beiden Söhne

Jörg und Bernd nicht fehlen – bedankte

sich in seiner Rede auch bei seiner

Ehefrau Marianne: „Vielen Dank, dass

Christian Schlüter räumt ab

Tischler sprechen Gesellen frei

Großer Gewinner des Abends war

Christian Schlüter. Der ehemalige

Azubi der Tischlerei M. Kartein aus

Oer-Erkenschwick ging nicht nur

mit Bestnoten aus der Gesellenprüfung,

er überzeugte die Jury des

„Johann-Riesener-Preises“ und der

„guten Form“.

Für den ersten Preis im Wettbewerb

„die gute Form“ hat es nicht ganz

gereicht, hier musste sich Christian

Schlüter knapp von Bastian Sißmann

geschlagen geben, trotzdem sind sich

sowohl Prüfer als auch Jury einig, dass

der junge Geselle Talent hat. Und nicht

nur er. „Ihr habt bewiesen, dass der

Tischlerberuf schon lange mehr kein

verstaubtes Meister-Eder-Image trägt“,

sagt Obermeister Jürgen Vogt, bevor er

du deine Freizeit auf einer Baustelle

verbracht hast.“ Zusammenhalt wird

im Familien unternehmen Borgmann

großgeschrieben. Auch Dorstens

Bürgermeister Lambert Lütkenhorst

fand lobende Worte und schwärmte

von dem „wunderschönen neuen

Gebäude“.

Im neuen Autohaus Borgmann

und dem Tochterunternehmen

Autohaus Swebenring an der Hervester

Straße 130 werden Neu- und

Gebrauchtwagen der Marken Opel,

Toyota und Hyundai angeboten.

die insgesamt 13 Tischler-Azubis und

fünf Holzarbeiter bittet, sich für die Freisprechung

von den Plätzen zu erheben.

Wie in den vergangenen Jahren

wurden die Gesellenstücke der Prüflinge

für eine Woche in der Schalterhalle

der Sparkasse Vest Recklinghausen

am Herzogswall ausgestellt. Direkt

nach der Freisprechung wurden die

handgefertigten Stücke bereits von

Verwandten und Freunden bestaunt.

Clemens Borgmann (r.)

begrüßt die Gäste in

seinem neuen Autohaus

(l.) in Dorsten.

Infotipp

Autohaus Borgmann &

Autohaus Swebenring

Hervester Straße 130

46286 Dorsten

Infotipp

Tischler-Innung

Recklinghausen

Innungsbetreuerin

Marie-Luise Münch

Tel.: 0 23 61 / 48 03 28

September 2011 Nr. 23


Goldener Meisterbrief

Heinz-Peter Klein, Obermeister der Vestischen Friseur-

Innung (2. v. r.) überreicht den Goldenen Meisterbrief

an Friedhelm Stüer (r.). Der Jubilar war von 1972 bis

2001 Vorstandsmitglied, bis 1984 im Fachbeirat

„Herren“ und seit 2001 ist Friedhelm Stüer Vertreter der

Stiftung „AMS“. Zum Goldenen Meisterbrief gratulieren

auch Dr. Frank Bruxmeier (2. v. l.) und Lebensgefährtin

Hannelore Ostermann.

Zwölf Jahre führte Hans-Walter Bugzel

die Innung für Elektrotechnik

Recklinghausen an. Jetzt macht er

Platz für den Nachwuchs.

Auf der Innungsversammlung wurde

von den Mitgliedern einstimmig Thomas

Kluwe als Bugzels Nachfolger gewählt.

Stellvertretende Obermeister wurden

Bernd Croonenbrock und Hans-Theo

Schröer. Mit seinem Fachwissen wird

Hans-Walter Bugzel den neuen Ober-

Innungen heute

Thomas Kluwe ist neuer Obermeister

Wechsel an der Spitze der Elektro-Innung

meister weiterhin unterstützen. Er bleibt

im erweiterten Vorstand. Dem gehören

neben dem vorherigen Obermeister

auch Hans-Dieter Werner, Wilhelm

Küper jun. und Michael Dördelmann an.

Infotipp

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Verabschieden den

"alten Chef" Hans-Walter

Bugzel (2. v. l.): Bernd

Croonenbrock (l.),

Thomas Kluwe und

Hans-Theo Schröer (r.).

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Nr. 23 September 2011 Vestisches Handwerk 13

...


Innungen heute

Doppeltes Jubiläum

Marler Tischlerbetrieb wird 100 Jahre alt

Ein besonderes Jubiläum wurde im

Stübbenfeld gefeiert: Der Tischlerbetrieb

Lasthaus-Rohling blickt

auf 100 Jahre Firmengeschichte

zurück. Die Leidenschaft für den

Tischlerberuf wird seit Generationen

in der Familie vererbt.

Noch vor 1900 hatte sich Franz

Lasthaus, eigentlich Maurer, in der

Nachbarschaft mit der Anfertigung

von Holzschuhen beliebt gemacht.

Sohn Franz Lasthaus junior gründete

1911 den Tischlerbetrieb an der

14

Vestisches Handwerk

Stübbenfeldstraße 59. 1947 übernahm

mit Erich Lasthaus die nächste

Generation den Betrieb. Große

Freude dann, als Tischlermeister

Klemens Rohling 1967 Tochter Erika

heiratete und in die Firma einstieg.

Der heutige Seniorchef führt

wiederum mit seinem Sohn Jürgen

Rohling den Familienbetrieb, der sich

auf die Herstellung und den Einbau

von Fenstern und Türen spezialisiert

hat. Zum Jubiläum wurde mit

Kunden, Freunden und Wegbeglei-

Neue Maler und Lackierer

Drei Prüfungsausschüsse bewerten 123 Lehrlinge

Großer Bahnhof in der Über-

betrieblichen Ausbildungsstätte des

Maler- und Lackiererhandwerks Am

Sandershof in Recklinghausen.

60 Gesellenbriefe konnte Obermeister

Theo Ribbrock überreichen.

Steine für die Lehrlinge

Michael Lorenz spendet eine Lkw-Ladung

Eine ganze Ladung Steine spendete

der Waltroper Bauunternehmer Michael

Lorenz jetzt dem Schulungs-

und Servicezentrum Vest (SuS) für

die Ausbildung ihrer Lehrlinge.

Paul Cohaupt, Leiter der SuS, freut

sich über die vielen Steine: „Das ist für

uns eine große Hilfe.“ Michael Lorenz

Schwerstarbeit auch für Ludger Glatz,

Angelika Mendrina-Böhner und Jochen

Griese, die drei Vorsitzenden der

Prüfungsausschüsse, die insgesamt

Arbeiten von 123 Prüflingen zu bewerten

hatten. Damit ist die Maler- und

liegt die Ausbildung am Herzen. „Der

Bedarf an guten Leuten ist immer

noch groß“, sagt der Waltroper. Damit

in Recklinghausen künftig noch besser

ausgebildet werden kann, fuhr Lorenz

mit einer Ladung Kalksandsteinen vor.

Eine starke Familie: Juniorchef Jürgen, Mutter Erika,

Tochter Marita und Seniorchef Klemens Rohling feiern

das 100. Firmenjubiläum.

tern gleich doppelt angestoßen:

Seniorchef Klemens Rohling feierte

neben dem 100. Jubiläum auch

seinen 70. Geburtstag.

Lackierer-Innung Mittleres Ruhrgebiet

Gelsenkirchen und Recklinghausen die

zweitgrößte Innung im Bezirk Westfalen.

Nach der Verleihung wurden

die Gesellenbriefe zünftig in der Lehrwerkstatt

gefeiert.

„Unsere Azubis haben oft schon Steine

verarbeiten müssen, die eher rund

als eckig waren“, sagt Paul Cohaupt.

Ab sofort kann also der Nachwuchs

mit gutem Steinmaterial mauern lernen.

Michael Lorenz sei Dank.

Infotipp

Tischler-Innung RE

www.kh-re.de

Die glücklichen

Prüflinge und Ausbilder

freuen sich über die

bestandene Prüfung.

Infotipp

Maler- und Lackierer-

Innung Mittleres Ruhrgebiet

Gelsenkirchen

und Recklinghausen

Innungsbetreuer

Dr. Frank Bruxmeier

Tel.: 0 23 61 / 48 03 32

Infotipp

Service- und

Schulungszentrum

Vest

www.sus-zentrum.de

September 2011 Nr. 23


Was nicht passt, wird passend gemacht

Das jobcenter in Waltrop hilft sogar beim Führerschein

Kevin Fell hat keinen Führerschein. Eine seltene Situation

für einen jungen Mann mit 24 Jahren. Erst recht,

wenn dieser Kfz-Mechatroniker ist. Aber wer von Berufs

wegen mit Autos zu tun hat, der braucht auch einen

Führerschein. Wer wie Kevin keinen hat, der hat

Schwierigkeiten, eine Arbeitsstelle zu finden.

Fast ein Jahr lang hat Kevin Fell nach einem neuen

Arbeitsplatz gesucht. Der Waltroper hat seine Lehre mit

Erfolg abgeschlossen, konnte aber leider nicht vom Ausbildungsbetrieb

übernommen werden. Seine Suche nach

einer neuen Stelle wurde durch den fehlenden Führerschein

und die noch nicht vorhandene Berufserfahrung erschwert.

Klaudia Fuhrmann, Vermittlerin beim jobcenter in

Waltrop, kennt solche Situationen. Sie berät die Kunden

des jobcenters in Waltrop, die unter 25 Jahre sind. Auch

für Kevin Fell ist sie zuständig. „Junge Leute haben es oftmals

schwerer, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Direkt

nach ihrer Ausbildung haben sie nicht die Berufserfahrung

sammeln können, die viele Arbeitgeber verlangen“, sagt

Klaudia Fuhrmann. Dabei holen gerade junge Leute Defizite

schneller auf, sind lernfähiger als „alte Hasen“, können

sich schnell in neue Situationen einarbeiten. Immer wieder

stellt die Beraterin fest, dass viele Arbeitgeber nur einen

punktgenau passenden Mitarbeiter suchen. „Den können

wir nicht liefern“, erklärt sie. „Es ist schade, dass sich

niemand mehr die Mühe machen möchte, Berufserfahrung

beizubringen.“

Nr. 23 September 2011

Auch bei Kevin Fell war das der Fall. Zu jung, keine

Berufserfahrung und kein Führerschein. Es hagelte Absagen.

Gemeinsam mit seiner Beraterin Klaudia Fuhrmann

schrieb der 24-Jährige weitere Bewerbungen, nahm an

Trainingsmaßnahmen teil. Dann endlich ein Lichtblick: eine

Prak tikumsstelle beim Kfz-Betrieb Nolte in Waltrop. „Herr

Nolte war ganz begeistert, konnte Kevin aber auch leider

nicht einstellen“, erzählt Klaudia Fuhrmann. Dennoch:

Kevin hat Glück, denn Holger Nolte „kennt da jemanden“.

Bei UIf Morgenstern in Castrop-Rauxel unterschreibt Kevin

Fell nach einem zweiwöchigen Praktikum schließlich zum

1. Juni einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Klaudia Fuhrmann im jobcenter in Waltrop hat derweil

die „Akte“ von Kevin an ihre Kollegen vom Team Arbeit Vest

(TAV) weitergereicht. Dorothee Nitzler und Jürgen Drewniak

kümmern sich nun. Damit es an Kevins neuem Arbeitsplatz

klappt, fördert das jobcenter seine Führerschein-Ausbildung.

Denn eines hat er gelernt. „Ohne Schein klappt es nicht. Nicht

in meinem Beruf“, sagt der Waltroper, der die ersten Fahrstunden

bereits hinter sich gebracht hat. Bedingung für eine

solche Förderung ist eine verbindliche Zusage für einen

Arbeitsplatz. „Dann können wir helfen, Defizite aufzuarbeiten“,

sagt Klaudia Fuhrmann. „Wir machen ihren Mitarbeiter

dann ‘passend‘. Nur die Berufserfahrung, die muss der Betrieb

übernehmen.“ Gefördert werden auch viele weitere Qualifizierungen.

Durch einen Anruf bei den TAV-Mitarbeitern erfahren

Sie alle weiteren Informationen.

Rat und Service

Klaudia Fuhrmann (l.)

zeigt, wie Arbeitgeber

über die Internetseite

Kontakt aufnehmen

können. Kevin Fell (r.)

ist froh, dass er wieder

„schrauben” darf.

Infotipp

Team Arbeit Vest Waltrop

Münsterstraße 1

45731 Waltrop

Dorothee Nitzler

Tel.: 0 23 09 / 7 84 42 10

Jürgen Drewniak

Tel.: 0 23 09 / 7 84 42 05

www.teamarbeitvest.de

Vestisches Handwerk 15


Vestisches Handwerk Spezial

Fachmesse für Elektrotechnik und Industrieelektronik

Vom 14. bis 17. September 2011 in Dortmund

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und Industrieelektronik die Informationsbörse

für aktuelle Technik, Trends und Perspektiven.

Wer auf dem neuesten Stand der Technik mitreden oder

neue Partner finden möchte, der sollte einen Besuch zwischen

dem 14. und 17. September auf der Messe einplanen. Im

Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Themen wie die Energieverteilung,

Energieversorgung und Energieeffizienz. Die Sonderschau

„E-Haus“ präsentiert auf 100 Quadratmetern nahezu

alle gebäudetechnischen und energieeffizienten Systeme.

Auch Photovoltaik ist ein Thema mit Potenzial. Erstmals

wird auf der ELEKTROTECHNIK der „PV-Meister 2011“

ausgelobt. Aber auch Licht- und Leuchtensysteme, Antriebs-

und Automatisierungstechnik, Gefahrenmelde-, Sicherheits-

und Überwachungssysteme, Informations- und

Kommunikationsanlagen sowie Netzwerktechnik werden

auf der Fachmesse thematisiert.

Die Messe findet in den Westfalenhallen Dortmund

statt und ist täglich von 9 bis 17 Uhr für Fachbesucher

geöffnet.

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informieren über

den neuesten

Stand der Technik

auf der Messe.

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September 2011 Nr. 23


Foren und Vorträge

Informations- und Weiterbildungsangebote des Fachverbandes

Über 400 Aussteller präsentieren sich in insgesamt sieben der Westfallenhallen.

Infotipp

Messe Spezial spezial

Neben einem umfangreichen Vortragsprogramm über

aktuelle Techniktrends bietet der Fachverband „Elektro-

und Informationstechnische Handwerke NRW” die folgenden

Foren zum Informationsaustausch:

Architekten-Forum zur Sonderschau

„E-Haus – Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit“,

Mittwoch, 14. September, 10 bis 15.30 Uhr

Fachforum mit dem Landes-Installateur-Ausschuss (LIA),

Mittwoch, 14. September, 14.30 bis 16 Uhr

Dortmunder Lichttag 2011,

Donnerstag, 15. September, 14 bis 17 Uhr

Fachforum Trends und Normung in der

Automatisierungstechnik,

Freitag, 16. September, 10 bis 12.30 Uhr

Planerforum Gebäudetechnik,

Freitag, 16. September, 13 bis 15 Uhr

Alle Infos zur Messe finden Sie unter:

www.westfalenhallen.de/messen/elektrotechnik

Nr. 23 September 2011 Vestisches Handwerk 19


Messe Spezial

Seminare für den Nachwuchs

Werk-Stadt und Arbeitssicherheit

Die „Werk-Stadt“ ist nicht mehr von der ELEKT-

ROTECHNIK wegzudenken. Genau wie die Arbeitssicherheits-Seminare

ist sie eine feste Institution auf

der Messe.

Auf 500 Quadratmetern können Elektroprofis von

morgen theoretisches Wissen unter Beweis stellen und

technische Neuheiten selbst ausprobieren. Ob Lehrling

oder Meister, Student oder Ingenieur – in der „Werk-

Stadt“ haben experimentierfreudige und lernwillige

Fachbesucher die Möglichkeit, auf ein vielfältiges und

teilweise fachlich anspruchsvolles Angebot an Produkten

zu treffen, die er in seinem Arbeitsalltag auf der

Baustelle noch nicht installiert hat. Der Erwerb von

zusätzlichen technischen Kenntnissen und Fertigkeiten

steht dabei im Vordergrund. Ob neueste Messtechnik,

Anschluss von Datenkabeln oder Her-

stellen von Muffen, das Angebot in der

„Werk-Stadt” verbindet Praxis und Training

mit neuester Technik. Die Teilnahme

für Lehrlinge ist kostenfrei.

Infotipp

Werk-Stadt

Halle 3 A

20 Vestisches Handwerk

September 2011 Nr. 23


Regenerative Energien bieten dem Handwerk eine große Chance

Elektromeister Stefan Mikl baut Photovoltaik-Anlagen

Täglich klingelt es im Maileingang von Stefan Mikl. Es

sind Kunden, die sich bei dem 36-Jährigen Elektromeister

über eine Photovoltaik-Anlage informieren

möchten. Stefan Mikl ist zertifizierter „SolarWorld”-

Fachpartner.

2004 machte sich der Elektromeister mit einem

eigenen kleinen Betrieb selbstständig. Schnell merkte der

Recklinghäuser, dass der Markt der erneuerbaren Energien

eine große Chance für seinen Betrieb bietet. „Seit 2006

bin ich Fachpartner bei SolarWorld“, erklärt Stefan Mikl.

Etwa 60 bis 70 Anlagen hat er seitdem schon auf Ein- und

Mehrfamilienhäuser im Kreis Recklinghausen gebaut.

Zuvor folgt jedoch eine ausführliche Kundenberatung.

Nicht auf jedes Dach passt auch eine Photovoltaik-Anlage.

„Da ist nicht nur die Lage des Daches entscheidend, auch

die Statik“, erklärt der Fachmann. So eine Anlage wiegt

nämlich einiges. Die Größe und alle benötigten Maße rechnet

Stefan Mikl am PC aus. „Das ist relativ einfach, da ich

ein Programm habe, das die Rechnerei für mich übernimmt.

Das ist so ähnlich wie Malen nach Zahlen“, sagt Mikl und

lacht. Seinen Kunden hilft der Elektromeister bei der Bewältigung

der Formulare. Genehmigung vom Grundversorger,

Messprotokolle, Anträge für die Förderung der Anlage

– Stefan Mikl leistet Unterstützung im Papierdschungel.

Einbauen darf die Anlagen nicht jeder. „Dazu benötigt

man eine extra Ausbildung“, erklärt Kreishandwerksmeister

Hans-Walter Bugzel. Ein Jahr lang besuchte Stefan

Mikl zweimal in der Woche in Köln ein Seminar zum Europäischen

Solartechniker. „Auch an der Fachhochschule

Gelsenkirchen können Sie sich zum Photovoltaik-Techniker

ausbilden lassen“, ergänzt Hans-Walter Bugzel, der bereits

vor Jahren eine solche Ausbildung absolviert hat.

Nr. 23 September 2011

Als Fachbetrieb von „SolarWorld” bekommt Stefan Mikl

alle Solarmodule steckfertig geliefert. Diese müssen dann

nur noch auf dem Dach montiert werden. Etwa eine Arbeitswoche

dauert die Montage der Photovoltaik-Anlage,

dann kann sie von Stefan Mikl betriebsfertig übergeben

werden. „Der Kunde bekommt von mir einen Ordner mit

allen Dokumenten zur Anlage. Das vereinfacht Reperaturarbeiten,

die auch nach Jahren durchgeführt werden“,

erklärt Mikl. 25 Jahre Garantie erhält der Kunde auf die

Anlage. Die nützt allerdings nichts, wenn nicht regelmäßig

gewartet und die Solarplatten auch gereinigt werden.

Durch Dreck auf den Solarmodulen nehmen die Zellen

weniger Sonnenenergie auf.

Nicht nur die Montage von Photovoltaik-Anlagen ist

eine große Chance für das Handwerk, auch die regelmäßigen

Wartungen und Reinigungen bieten Aufträge für den

Betrieb. „Nicht zuletzt leistet das Handwerk damit auch

einen großen Beitrag fürs Klima“, sagt Kreishandwerksmeister

Hans-Walter Bugzel. Welche Möglichkeiten regenerative

Energien dem Handwerk außerdem bieten, das lesen

Sie in der nächsten Ausgabe im Dezember.

Rat und Service

Gleich geht's aufs Dach:

Stefan Mikl zeigt uns

die Solarzelle, bevor

die Arbeiten hoch

oben beginnen. Die

Dachziegel werden

vorbereitet, teilweise

entnommen und gegen

Ziegel mit Befestigungshaken

ausgetauscht.

Infotipp

Elektro & Solartechnik

Stefan Mikl e. K.

Stefan Mikl

Hammer Straße 6

45665 Recklinghausen

Tel.: 0 23 61 / 4 95 53 14

www.solarworld.de

Vestisches Handwerk 21


Innungen heute

Zuckerbäcker bestehen Prüfung

Konditoren senden Gesellen in die Selbstständigkeit

Obermeister Dirk Sternemann freut

sich über Nachwuchs in seiner Innung.

Der Recklinghäuser sprach

„seine“ Lehrlinge vom Ausbildungsvertrag

frei.

Geselle werden ist nicht schwer …

Recklinghäuser und Dorstener Innungen feiern gemeinsam

„Ich bin fertig mit euch“, sagt Willi

Lensmann und erntet schallendes

Gelächter. Der Lehrlingswart der

Bäckerinnung Recklinghausen ist

beliebt bei seinen Schützlingen.

Drei Jahre hat er für die Lehrlinge

alles gegeben.

Auch der Dorstener Obermeister

Hermann Imping findet wahre Worte

in seiner Rede. „Geselle werden ist

nicht schwer, Geselle sein dagegen

sehr. Ihr tragt jetzt eine große Verantwortung.

Macht etwas daraus“,

sagt Imping. Dem kann sein Obermeisterkollege

Michael Martin nur

zustimmen.

22

Sterbefälle

Vestische Informationstechniker-

Innung

Ewald Leber, Herten

18. Juni

Vestische Friseur-Innung

Heinrich Peters, Haltern am See

6. Juni

Maler- und Lackierer-Innung

Mittleres Ruhrgebiet RE und GE

Heinrich Westhoff, Recklinghausen

4. Juni

Vestisches Handwerk

Über insgesamt zehn Konditoren

und Fachverkäuferinnen freut sich die

neue, fusionierte Konditoren-Innung.

„Ich wünsche Ihnen einen guten Start in

das Berufsleben“, sagt der Obermeister

14 Bäcker und 14 Bäckerei-Fachverkäufer

aus Recklinghausen, zwei

Bäcker sowie sechs Bäckerei-Fachverkäufer

aus Dorsten konnten die zwei

Obermeister freisprechen. Beson-

bei einer kleinen Feierstunde in seinem

Recklinghäuser Café. Gemeinsam mit

Berufsschullehrern, Eltern und Freunden

feierten die Prüflinge ihren erfolgreichen

Berufsabschluss.

Obermeister ist auch dabei

Leider ist uns beim Erstellen der

letzten Ausgabe der Bildausschnitt

des Fotos der Freisprechung der Informationstechniker-Innung

verrutscht.

deres Lob gab es für Bäckergesellen

Markus Völkering aus Haltern und

Fachverkäuferin Andrea Pawlitzek für

außergewöhnliche Leistungen in der

Prüfung.

Infotipp

Konditoren-Innung

Innungsbetr. Peter Kempen

Tel.: 0 23 61 / 48 03 11

Wir bitten um Entschuldigung. Hier

sehen Sie noch einmal alle freigesprochenen

Gesellen um Obermeister

Heinrich Höffken (r.).

Die Obermeister

Hermann Imping (l.)

und Michael Martin (r.)

freuen sich über die

guten Leistungen von

Andrea Pawlitzek und

Markus Völkering.

Infotipp

Bäcker-Innungen Recklinghausen

und Dorsten

Innungsbetreuer

Dr. Frank Bruxmeier

Tel.: 0 23 61 / 48 03 32

September 2011 Nr. 23


Metaller

grüßen aus

Lübeck

Schöne Grüße von

allen Teilnehmern der

Studienfahrt aus Lübeck.

Die Fachinnung Metall

Vest Recklinghausen hat

schöne Tage mit einem

umfangreichen Informations-

und Erkundungsprogramms

an der

Ostsee verbracht.

Erfolgreiche Bäcker:

Christoph und

Jürgen Thies.

Z U K U N F T S Z E N T R U M . H E RT E N

Erfolgreiches Familienunternehmen

Die Bäckerei Thies feiert 50. Jubiläum

1961 gründete Siegfried Thies in

Alt-Marl einen Bäckereibetrieb.

Heute, 50 Jahre später, besitzt die

Familie zehn Geschäfte in Marl,

Dorsten und Haltern.

Der Familienbetrieb hat seit 1977

seinen Firmensitz in Marl an der Römerstraße.

Von hier aus werden die zehn Geschäfte

beliefert. In der Backstube steht

nicht mehr nur Jürgen Thies, der 1995

den Betrieb von seinem Vater übernom-

men hat, sondern auch mit Christoph

Thies bereits die dritte Generation. Mit

gerade 20 Jahren ist er 2006 der jüngste

Bäckermeister in Marl geworden.

Zurzeit sind im Betrieb 48 Mitarbeiter

beschäftigt. Unzählige junge

Menschen hat Jürgen Thies in seiner

Bäckerei schon ausgebildet. Unterstützt

wird der 50-Jährige dabei von

seiner Frau Claudia, die für Buchhaltung

und Personal zuständig ist. In

Infotipp

Bäckerei Thies

Römerstraße 97

45772 Marl

Innungen heute

Marl ist die Bäckerei bekannt durch

ihre leckeren „Kohlebrocken“. „Das ist

eine Art kleine Sachertorte“, erklärt

Jürgen Thies. Den Schokoladenkuchen

hat der Bäckermeister anlässlich des

Stadtfestes in Marl entworfen. Zum

50. Jubiläum der Bäckerei gratulierte

neben Kunden und Mitarbeitern auch

Bäcker-Obermeister Michael Martin.

Nr. 23 September 2011 Vestisches Handwerk 23


Reportage und Hintergrund

125 Jahre IKK in Recklinghausen

Innungskrankenkasse feiert Jubiläum

Seit 125 Jahren ist die IKK vor Ort vertreten. Aus

diesem Anlass lud Regionaldirektor Uwe Hauptreif

zahlreiche Geschäftspartner aus der Region zu einem

Empfang ins Kundencenter am Herzogswall ein.

Die Geschichte der IKK in Recklinghausen begann

eigentlich schon im Jahr 1883. Damals beschloss die

Gesamtinnung selbstständiger Handwerker Recklinghausen,

dass in ihrem Bezirk eine IKK eingerichtet werden

sollte – die erste Krankenkasse für Gesellen und Lehrlinge

wurde gegründet. Im Jahr 1886 gab es dann grünes Licht

für die Innungskrankenkasse. 1886 betreute die IKK in

Recklinghausen rund 210 Versicherte, heute sind es mehr

als 21.600 Versicherte. Nach der Fusion zur IKK classic

zählen deutschlandweit rund 3,6 Millionen Versicherte zu

der sechstgrößten gesetzlichen Krankenkasse.

Auf der Jubiläumsfeier am 20. Juli wurde das 125-jährige

Bestehen der IKK Recklinghausen mit rund 80 Gästen

aus Politik, Verwaltung und Handwerk gefeiert. Die Laudatio

hielt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der

ehemaligen Vereinigten IKK, Dr. Christian Korbanka. Er ließ

die Geschichte der IKK in Recklinghausen Revue passieren

und stellte sie in einen historischen Zusammenhang,

richtete den Blick aber auch auf die aktuelle Situation im

Gesundheitswesen sowie die Fusion zur IKK classic. Anschließend

ehrte er gemeinsam mit Regionaldirektor Uwe

Hauptreif die ausgeschiedenen Regionalbeiratsmitglieder

Winfried Merl (Versichertenvertretung), Heinrich Passmann

(Arbeitgebervertretung) und Ferdinand Sax (Arbeitgebervertretung).

Geehrt wurde außerdem Wilhelm Küper senior,

der sein 25. Jubiläum im Regionalbeirat feiert.

Von der Stadt Recklinghausen erhielt die IKK eine Auszeichnung

mit dem Signet „NRW ohne Barrieren“. Damit

wird dem Gebäude am Herzogswall ein hoher Standard in

puncto Barrierefreiheit bescheinigt. Auch in den Kunden-

Centern in Datteln, Dorsten und Marl finden die Kunden

inzwischen stufenlose Gebäudeeingänge und gut lesbare

Hinweisschilder. „Mit unserem Service vor Ort und

vielen anderen innovativen Produkten haben wir die Chance,

uns noch besser am Markt zu behaupten. Das IKK-Team

in Recklinghausen sieht sich für diese Zukunft gut gerüstet

und wird seinen Teil dazu beitragen, sich als serviceorientierter

Dienstleister vor Ort zu präsentieren“, sagt Uwe

Hauptreif in seiner Festrede.

Im Rahmen des Jubiläums bietet die IKK classic am

24. Oktober eine Abendsprechstunde zum Thema Herzerkrankungen

an. In Zusammenarbeit mit dem Medienhaus

Bauer und dem Elisabeth-Krankenhaus Recklinghausen

haben Interessierte an diesem Tag die Möglichkeit, sich

direkt von ausgewiesenen Experten zum Thema informieren

zu lassen.

Recklinghausens

Bürgermeister Wolfgang

Pantförder (r.) gratuliert

der Innungskrankenkasse

zum Geburtstag.

IKK-Regionaldirektor

Uwe Hauptreif (l.)

begrüßt die Gäste der

Jubiläumsfeier.

Das Gebäude am

Herzogswall beim

Erwerb 1966 ( M. u.)

und im Jahr 2011.

Infotipp

IKK classic

Herzogswall 4

45657 Recklinghausen

www.ikk-classic.de

24 Vestisches Handwerk

September 2011 Nr. 23


Angelika Gerold

sucht einen neuen

Arbeitsplatz. Die gelernte

Bürokauffrau freut

sich auf ein Angebot.

Gesucht: ein Arbeitsplatz mit Zukunft

Angelika Gerold bewirbt sich als Bürokauffrau

Der Lebenslauf liest sich lückenlos. Die Fortbildung zur

zertifizierten SAP-Anwenderin liegt erst ein Jahr zurück.

Und auch sonst ist Angelika Gerold in allen Bereichen

des Büros fit. Trotzdem fehlt der 56-jährigen Recklinghäuserin

etwas: ein Job!

„Nach der 150. Bewerbung habe ich aufgehört zu zählen“,

sagt Angelika Gerold und wirkt bedrückt. „Ja, ich bin

frustriert“, gibt sie unumwunden zu. „Aber ich gebe die

Hoffnung nicht auf." Seit Januar 2010 ist die 56-Jährige auf

der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz als Bürokauffrau.

Nach Schließung des Unternehmens, in dem Frau Gerold

fast 19 Jahre tätig war, hatte sie einen auf zwei Jahre befristeten

Arbeitsvertrag in einem Einzelhandelsunternehmen.

Eine Übernahme in einen Festvertrag kam aus wirtschaftlichen

Gründen leider nicht zustande. „Nach 37 Jahren Arbeiten

bekomme ich nun Hartz IV. Das ist für mich richtig

heftig“, sagt sie und schluckt. Keine einfache Aufgabe für

Job-Club-Mitarbeiter Martin Kreul, der die ledige Recklinghäuserin

betreut. „Wir fangen sie hier wieder auf, jede

Absage ist natürlich schlimm“, sagt Kreul.

Dabei ist Angelika Gerold „offen für alle Tätigkeiten im

kaufmännischen Bereich“, wie sie selbst sagt. Auch vorbereitende

Buchhaltung oder neue interne PC-Programme

schrecken Angelika Gerold nicht ab. „Ich kann mich fix

einarbeiten“, erklärt sie. In den Betrieben, in denen die

Nr. 23 September 2011

sympathische Recklinghäuserin bislang tätig war, galt sie

als „Allrounderin“, die auch gerne unter Stress arbeitet.

Wenn Sie jemanden für Ihr Büro suchen, dann ist

Angelika Gerold sicher die Richtige. „Ich kann morgen

anfangen“, sagt sie. Alle Formalitäten wären kurzfristig und

mit Unterstützung von Martin Kreul und dem Job-Club

einzustielen. Am besten empfiehlt sich eine Probezeit von

zwei Wochen. „Dann kann man bestens feststellen, ob die

Chemie stimmt“, sagt Martin Kreul.

Warum Angelika Gerold bislang noch keine neue Stelle

gefunden hat, liegt für Martin Kreul klar auf der Hand:

„Sie ist eben schon über 50. Gerade Handwerksbetriebe

stellen lieber junge Leute ein. Ich würde mir da ein Umdenken

wünschen.“ Die langjährige Berufserfahrung von

Angelika Gerold, ihre Erfahrungen in Ein- und Verkauf und

ihr Engagement sprechen für sie. Auch ein eigenes Auto ist

vorhanden. Ein Arbeitsplatz im Kreis Recklinghausen und

darüber hinaus ist somit kein Problem. Angelika Gerold

wünscht sich nur eins: „Dass ich die nächsten zehn Jahre

einen Arbeitsplatz habe!“

Sind Sie auf der Suche nach einer neuen Bürokraft,

dann melden Sie sich direkt bei Angelika Gerold oder bei

Unternehmens-Scout Martin Kreul vom Job-Club. Ganz

ohne lange und lästige Bewerbungsprozeduren können Sie

schnell und problemlos eine neue Mitarbeiterin einstellen.

Rat und Service

Martin Kreul.

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45657 Recklinghausen

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Angelika Gerold

Tel.: 0 23 61 / 8 10 07

Angelika.Gerold1@web.de

Vestisches Handwerk 25


Recht und Finanzen

Minijobs auf dem Prüfstand

Worauf Sie sich einstellen müssen

Wer Mitarbeiter beschäftigt, bekommt

regelmäßig Besuch vom Betriebsprüfer

der Deutschen Rentenversicherung.

Der schaut sich die So zialversicherungsverhältnisse

Ihrer innerhalb des Prüfungszeitraums

beschäftigten Arbeitnehmer an.

Dazu gehören Entgeltunterlagen, die

Beurteilung des Arbeitsentgelts, die für

die Beitragsberechnung maßgeblich war,

oder Umlagen zum Ausgleich Ihrer Aufwendungen

bei Krankheit und Mutterschaft.

Von ganz besonderem Interesse ist für so einen Prüfer aber Ihre sozialversicherungsrechtliche

Einschätzung der Beschäftigungsverhältnisse.

Sie sollten sich deshalb darauf einstellen, dass er vor allem Ihre geringfügig

entlohnten und kurzfristig beschäftigten Minijobber unter die Lupe

nimmt. Dies dient dazu, um eigentlich sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse

aufzudecken. Wer da Fehler macht, muss mit

erheblichen Nachzahlungen rechnen. Hier die sechs liebsten Prüffelder

bei Minijobbern:

In welcher Höhe das Entgelt, das Sie einem Mitarbeiter zahlen, tatsächlich

anfällt

Risiko: die „Phantomlohnfalle“. Möglicherweise gilt für einen Mitarbeiter

ein Tarifvertrag, nach dem ihm ein höheres laufendes Entgelt zusteht,

als Sie ihm zahlen. In diesem Fall richtet sich seine Versicherungspflicht

nach dem Entgelt, das ihm laut Tarifvertrag zusteht.

Pauschalbeiträge für geringfügig entlohnte Minijobber

Diese belaufen sich derzeit auf 15 Prozent des monatlichen Entgelts

zur Rentenversicherung, 13 Prozent zur Krankenversicherung und 2 Prozent

pauschale Lohnsteuer.

Risiko: Entgeltgrenze für gering fügig entlohnte Minijobber. 400-Euro-

Kräfte dürfen nicht mehr als 400 Euro monatlich verdienen. Einige Entgeltbestandteile

zählen nicht zum regelmäßigen Entgelt und fallen bei der

Beurteilung der Grenze nicht ins Gewicht. Mehrere gleichzeitig ausgeübte

400-Euro-Beschäftigungen werden zusammengerechnet – auch wenn Sie

als Arbeitgeber nichts davon wissen.

Die Zeitgrenzen für kurzfristig beschäftigte Minijobber

Risiko: Ihre kurzfristig beschäftigte Aushilfe darf im Kalenderjahr nicht

mehr als 50 Arbeitstage/zwei Monate als kurzfristig beschäftigte Aushilfe

arbeiten. Mehrere im Kalenderjahr ausgeübte kurzfristige Beschäftigungen

werden zusammengerechnet, auch wenn Sie hiervon nichts wissen.

Meldungen für Minijobber

Risiko: Alle Meldungen, die Sie für Ihre versicherungspflichtigen Beschäftigten

erstatten, fallen auch für Ihre Minijobber an.

Angehörige als Teilzeitkräfte und Aushilfen

Risiko: Bei Angehörigen, die nur in Teilzeit oder aushilfsweise in Ihrem

Unternehmen arbeiten, werden die Arbeitsverhältnisse häufig als nicht sozialversicherungsrelevante

Beschäftigungen anerkannt. Wichtig sind hier Verträge,

die einem Fremdvergleich standhalten.

Schüler, Studenten, Rentner

Risiko: Für besondere Personengruppen

gelten besondere Regeln. Ob Sie die

beachtet haben, wird gern genauer unter

die Lupe genommen.

Infotipp

KH Rechtsabteilung

Ass. Jur. Petra Föhn

Tel.: 0 23 61 / 48 03 21

Unser Leistungsspektrum:

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26 Vestisches Handwerk

September 2011 Nr. 23


Nr. 23 September 2011 Vestisches Handwerk 27


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