Mit Schärdinand lässt sich's leben - Berglandmilch

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Mit Schärdinand lässt sich's leben - Berglandmilch

DerSchärdingerDIE BERGLANDMILCH INFORMATIONFÜR MITGLIEDERWinter 2013SCHÄRDINANDDie Marke Schärdinger derBerglandmilch hat seit kurzemein neues Gesicht.Seite 12REPORTAGEAm Stammsitz der neuen Milchprinzessin:zugleich ein Top-Zuchtbetrieb für FleckviehSeite 6INTERNATIONALMilchbauer sein im reichsten Land Europas:Einblicke in Norwegens MilchwirtschaftSeite 10Foto: DDFGMit Schärdinger lässt sich's leben.www.schaerdinger.at


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VORWORTLiebe Bäuerinnen und Bauern,liebe Jugend unserer Berglandmilch!Ein forderndes Jahr geht dem Ende zu. Dem langen Winter und derNässe im Frühjahr folgten im Sommer Hochwasser, Hitze und anhaltendeTrockenheit. Regional kamen noch Hagelschlag und eine Engerling-Plagedazu. In Hochlagen sandte der nächste Winter bereitsim Oktober früh erste Grüße.Indes positioniert sich die Berglandmilch mit klaren Entscheidungenin Richtung Nachhaltigkeit, etwa durch Umstellung auf 100 ProzentStrom aus Wasserkraft oder eine Biomasseheizung samt Verbund indas örtliche Fernwärmenetz am Standort Wörgl. Wärmerückgewinnung,mehr Energieeffizienz und der sorgsame Umgang mit(Trink-)Wasser sind in unseren Werken längst gelebte Praxis. Auchwird Photovoltaik zusehends ein Thema. Wer nach „Schärdinger“-Produkten greift, kauft nicht nur ein Stück Österreich, sondern zudemein Stück Nachhaltigkeit.Um unsere bäuerlichen Eigentümer noch besser – und schneller –informieren zu können, setzen wird auf unser„Milknet“ bzw. auf dasMobiltelefon für unsere SMS-Kurzinfos. Daher einmal mehr meinAppell: Gehen Sie online und nutzen Sie die Vorteile daraus. In Kürzekann man bei der Mengenvorausmeldung einmal gemeldete Angabenbei entsprechenden Veränderungen auch jederzeit wieder korrigieren.Die Meldungen über neuerliche Kündigungen von Lieferverträgenbei der Berglandmilch gingen zuletzt wieder durch die Medien. Füruns sind derartige Veränderungen aber nichts Neues. Und wir verzeichnennach wie vor mehr Anträge auf Aufnahme als Abgänge. Natürlichwird jeder Wechsel eines Lieferanten von uns bedauert – undist zugleich ein weiterer Ansporn, unseren treuen Mitgliedern zu beweisen,dass sie im eigenen Unternehmen am besten bedient werden.Diverse Milchpreisvergleiche einzelner Medien sind in diesem Zusammenhangmit Vorsicht zu genießen. Solche Gegenüberstellungenvon bestimmten Auszahlungszeiträumen oder Keim- und Zellzahlwertensind bei genauerer Betrachtungsweise schnell durchschaut.Derzeit stehen wir einmal mehr vor weitreichenden agrarpolitischenEntscheidungen und Reformen, in Österreich wie auf EU-Ebene.Dezidierte Beschlüsse stehen noch weitgehend aus. Ich wünsche mirvor allem klare Regelungen für mehr Planungssicherheit in der Zukunftund Rahmenbedingungen für uns Bauern, die eine positiveWeiterentwicklung unserer Betriebe ermöglichen. Immerhin: DieBeziehung zwischen unseren Eigentümern und der BerglandmilcheGen hat zuletzt durch kompromisslose Qualitätsarbeit, starke Marken,viel Vertrauen und gezielte Kommunikation an Tragfähigkeitgewonnen. Egal ob Risikoausgleich im eigenen Unternehmen,Sicherheit für Milchbauern oder Kontinuität in nicht einfachenZeiten, für die große Mehrheit der Berglandmilch-Bauern zählt dasbislang Erreichte. Angesichts der wachsenden Sprunghaftigkeit derAgrarpreise und immer liberalerer Märkte wird genaueres Hinsehenimmer notwendiger, um klare Entscheidungen treffen zu können.Mein ausdrücklicher Dank gilt hier auch allen engagierten Mitarbeiternunserer Molkereien.Ihnen allen darf ich für das kommende Weihnachtsfest frohe wie besinnlicheStunden im Kreise Ihrer Familien wünschen sowie Zeit zurBesinnung „auf das Wesentliche“. Und dazu einen guten Rutsch insJahr 2014, verbunden mit viel Schaffenskraft, Glück und Gesundheit– und nicht zuletzt gedeihliches Wetter.EuerJohann Schneeberger, ObmannMit Schärdinger lässt sich's leben.


ZUM JAHRESWECHSELLiebe Berufskolleginnen und -kollegen!2013 geht zu Ende. Wir halten alle Rückschau auf ein schwierigesJahr für die Landwirtschaft. Ein nasser, kalter Frühling, enormerNiederschlag im Frühsommer mit Hochwasser, dann in weiten TeilenÖsterreichs extreme Hitze und Trockenheit im Sommer. Die Folgensind bekannt: Ein vielerorts qualitativ schwacher 1. Schnitt, teilweiseein Totalausfall des Sommerschnittes und im Herbst die Notsilierungvon Silomais ergaben in Summe wenig Grundfutter mit einer schlechtenNährstoffbilanz. Ich vermute, dass diese Tatsache die angelieferteMilchmenge bis Mitte nächsten Jahres nicht dramatisch erhöhen wird.Außerdem braucht sich die Berglandmilch vor mehr Milch nach demQuotenende nicht zu fürchten. Die jüngsten Investitionen, egal obin Aschbach, Geinberg, Feldkirchen und Wörgl, ermöglichen eineflexible Milchverarbeitung je nach Anforderung des Marktes undder Saison.Traurig stimmt mich aber als Vorsitzender des Aufsichtsrates undlangjähriger Funktionär unserer Molkerei, dass im April 2014 imGrenzgebiet zum benachbarten Bayern einige Mitglieder unser gemeinsamesUnternehmen verlassen wollen. Persönliche Befindlichkeitensowie bewusst gestreute fadenscheinige oder gar falsche Argumenteüber unser „Berglandmilch-Zukunftsmodell“ als neues„Lieferbeschränkungsmodell“ haben leider bei einigen gefruchtet.Noch mehr Informationen über unser Denken und Tun sowie das verstärkteAufzeigen der Vorteile und Aufgaben unserer Genossenschaftmüssen und werden unsere Antworten darauf sein. Die Mitgliedschaftbei einer gesunden Genossenschaft mit mehr als 50 Prozent Eigenkapitalbedeutet schließlich für alle, Miteigentümer zu sein und somitgroße Sicherheit zu haben bei der Milchabholung oder der pünktlichenBezahlung. Alle Lieferanten der Berglandmilch haben bäuerlicheFunktionäre als Ansprechpartner und einen praktisch unkündbarenLiefervertrag. Natürlich ist der Milchpreis eine wichtige Messlattefür ein Unternehmen. Nach einem schwierigen Jahr 2012 konnten wirdiesen 2013 laufend nach oben anpassen und sind seit Mitte des Jahresder Vorreiter für die meisten anderen Molkereien in Österreich.Mit unseren Investitionen in Produktion und Logistik sowie Marketingund Verkauf sind wir überzeugt, dass wir diesen Weg auch 2014fortsetzen zu können.Aufsichtsrat und Kontrollausschuss haben in ihrer Tätigkeit verschiedeneKontrollaufgaben wahrgenommen, über die Synergien der Einbringungender Werke der Tirol Milch und Stainz, den Jahresabschlussund die Revision des Jahres 2012, dazu über Kostenrechnungund Deckungsbeiträge sowie den Ausbau der Exportabteilung. DieAbteilungsverantwortlichen und die Geschäftsführung haben uns zudiesen Themen stets umfassend Auskunft erteilt. Das Jahr 2013brachte zudem schöne und erfreuliche Momente wie die feierlicheEröffnung des neuen Felsenkellers in Kitzbühel oder die gewaltigeErweiterung unseres Käse-Logistik-Zentrums in Geinberg.Ich möchte mich daher bei allen Mitarbeitern für ihren Einsatz sowiefür ihre hervorragende Leistung bedanken. Mein Dank gilt auch derGeschäftsführung für die gute Zusammenarbeit mit uns Funktionärenund bei allen Funktionärskollegen für ihre Solidarität. Allen unserenMitgliedern, den Mitarbeitern, der Geschäftsführung, den Funktionärenwünsche ich ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und vielGlück und Gesundheit für 2014!IhrÖR Josef Pomper,Vorsitzender des Aufsichtsrates


KOMMENTARMit eigener Marke lässt sich’s besser leben!Die Berglandmilch hat vor zwei Monaten den Schärdinger-Werbeauftrittgeändert. Bevor ich aber auf unsere neue „Schärdinand“-Werbe -linie eingehe, möchte ich kurz den aktuellen Abgang von Lieferantenund damit verbunden den Wegfall von rund 34 Mio. kg Milchansprechen.Wir bedauern diese Entwicklung sehr. In den kommenden Sprengelversammlungenwerden wir nochmals gründlich auf die in diesemZusammenhang intensiv diskutierten Argumente eingehen und so –wie ich meine – viele Kritikpunkte entsprechend entkräften können.Viele der von anderen Abnehmern vorgebrachten Argumente warenganz einfach falsch oder nur halbwahr. Daher sind die MitgliederundSprengelversammlungen oder unsere Milchstammtische wichtigerdenn je, um Sie aus erster Hand zu informieren. Ich versichereIhnen, wir werden uns weiter anstrengen, um alle Lieferanten, die unsdie Treue halten, noch besser als bisher mit allen nötigen und richtigenInformationen zu versorgen. Um Ihnen so ganz allgemein zubeweisen, dass Sie mit Ihrer – unserer – Berglandmilch die richtigeWahl getroffen haben. Klar ist, dass dabei ein wettbewerbsfähigerErzeugermilchpreis oberste Priorität hat.Die erwähnte neue Werbelinie von Schärdinger fokussiert sehr starkauf das Thema Geschmack. Damit heben wir uns stärker von anderenösterreichischen Marken ab – sowohl molkereieigenen Marken alsauch solchen, die Handelsketten gehören. Experten prophezeien einenRückgang der aktuell in den Regalen zu findenden Marken. So ist eswichtiger denn je, die eigenen Marken zu stärken, um bei jenen zusein, die auch in Zukunft Bestand im Kühlregal haben werden.Fest steht: Mit eigenen Marken ist man weniger austauschbar. Mankann die Aufmachung und die preisliche Positionierung selbst bestimmen.Daher hält die Berglandmilch an ihren starken Marken fest undinvestiert jährlich ansehnliche Beträge in Werbung. Die Marke Schärdingergilt als die wichtigste heimische Molkereimarke. Wir sindüberzeugt, dass wir mit der Betonung des Geschmacks den Wert derMarke entsprechend erhalten und positiv weiterentwickeln werden.Die Resonanz auf unsere neue Werbefigur ist sehr positiv. Der„Schärdinand“ fällt auf, er lässt mit Sicherheit keinen kalt. Damit habenwir schon ein ganz wichtiges Ziel der Werbung erreicht – nämlichwahrgenommen zu werden. Viele Konsumenten haben ihn bereits inihren Wortschatz aufgenommen. Gleichzeitig arbeiten und werbenwir auch intensiv mit Lattella, Tirol Milch, Stainzer, Desserta,Jogurella und Rottaler. Auch für diese Marken gilt es, sie künftigmehr denn je richtig zu positionieren. Jede werbliche Unterstützungseitens unserer Mitglieder, etwa mit Hofplakaten, bei Verkostungen,in Käseseminaren oder mit Geschenkskörben, ist wirklich hilfreich.Nur mit unseren starken eigenen Marken werden wir auch in Zukunfteinen entsprechenden Milchpreis erwirtschaften können.Bedanken möchte ich mich bei allen Funktionären für ihren Einsatz,allen voran bei unserem Obmann und den Mitgliedern des Vorstandes,beim Aufsichtsratsvorsitzenden und seinem Gremium sowie beiallen Mitarbeitern der Berglandmilch. Natürlich gilt mein Dank ganzbesonders allen unseren Milchlieferanten, speziell bei jenen, die unsauch in Zukunft die Treue halten wollen. Ihnen allen gesegneteWeihnachten und alles Gute im neuen Jahr!Ihr DI Josef Braunshofer,Geschäftsführer


REPORTAGEAm Stammsitzder neuen MilchhoheitBESUCH AM TOP-FLECKVIEHBETRIEB DER MILCHPRINZESSEINFotos: Lichtbildarchiv.com/Thomas ExelSie ist Österreichs jüngster Milchadel: die Steirerin Melanie Schlagbauer.Ihre Herkunft könnte für das (Ehren-)Amt nicht besser sein.Der Milchviehbetrieb der Schlagbauers ist auch weithin bekannt alsSpitzen-Zuchtbetrieb. DER SCHÄRDINGER war vor Ort.Ernannt wurde die hübsche Krönchen-Trägerin,gerade mal 22 Jahre alt, aus Mortantschim Bezirk Weiz, Anfang September in Gaal,gemeinsam mit ihren zwei StellvertreterinnenLaura Hasler und Barbara Neuper. 14 Bewerberinnenum den royalen Titel gab es. IhreAufgaben unter Diadem und Zepter sind klar:Sie soll drei Jahre lang als „Botschafterin desWeißen Goldes“ die Erzeugnisse ihrer Untertanen,der Milchbäuerinnen und Milchbauernder Grünen Mark, präsentieren. BesteVoraussetzungen dafür bringt sie mit:Melanie studiert Ernährungswissenschaften,macht gerade ihren Master in Tourismus undGesundheit und hat so auch das nötige Fachwissenfür ihren königlichen Auftrag.Auch der Stammsitz der Milchbauerntochterkönnte als Hintergrund für die neue Milch -aristokratin nicht besser ausgewählt wordensein. Der Hof von Melanies Eltern, Gabrieleund Peter Schlagbauer, mitten in der Oststeiermark,ist ein anerkannter Fleckvieh-Zuchtbetriebund steht mit dem Leistungsabschluss2012 „an der Spitze der leistungsstärkstenHerden Österreichs“, wie auch die ARGEösterreichischer Fleckviehzüchter in ihrerZüchter-Zeitung vermeldete.Ihre zwei Dutzend Kühe melken die Schärdinger-Lieferantentäglich zwei Mal. Gemolkenwird in einem einreihigen 5er-Fischgräten-Melkstand.Kuhkomfort wird am Hofgroßgeschrieben: Neben dem Laufstall könnendie Kühe von April bis November rundum die Uhr auf die Weide; gepflegt und massiertvon der automatischen Kuhbürste.Neben dem Tränkebecken finden sich zehnSelbsttränker über den Stall verteilt, auch imMelkstand. Möglichst viel frisches Wassersei nicht nur für die frischlaktierenden Kühewichtig, betont der 47-jährige Landwirt.1994 hat das Ehepaar den Hof mit damals 16Milchkühen übernommen. Der moderneLaufstall-Anbau kam vor fünf Jahren dazu.Ausschließlich mit Eigenleistung – von derPlanung bis zur Errichtung – schaffte manmit dem Liegeboxenstall günstig Platz für biszu dreißig Kühe. Die Tiefbuchten mit einerStroh-Mist-Matratze werden täglich gesäubert,den Kotbereich entmistet ein Schrapper.Natürlich kann auch die junge Milchprinzessinalle Gerätschaften in der Milchkammerbedienen und hilft, wie auch ihr BruderChristoph, bei Bedarf oder Abwesenheit derEltern – das Melken hat ihnen die Mutterschon als Kinder beigebracht. Der 24-jährigeSport-Student ist darüber hinaus ein eingefleischterTriathlet, Vize-Europameister undneuerdings auch Vize-Weltmeister seinerAltersklasse. Den Titel hat er im Oktober aufHawaii geholt.Um die hohen Herdenleistungen der 24Milchkühe von zuletzt 12.628 kg zu erzielen,wird dreimal täglich frisches, warmbelüftetes6 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


Heu und Grassilage vorgelegt. Dazu kommtganzjährig ein Mix aus Mais- und Grassilage(aus dem 4. Schnitt) aus den drei Hochsilos.Kraftfutter gibt’s je nach Leistung, frischlaktierendeKühe bekommen zusätzlich einenLaktationsstarter.Die Zucht der Herde ist das Aufgabenfeldvon Vater Peter. Vor zehn Jahren hat erbegonnen, den Bestand durch Zukauf vonEmbryonen und Zuchtkälbern mit neuerGenetik zu ergänzen. Mit Erfolg. Drei Linienhaben sich bald als vielversprechend erwiesen.Im Vorjahr wurde dem Hof sogar derTitel „Fleckviehzuchtbetrieb 2012“ verliehen.Kuh „Sali“ etwa lieferte bereits in dervierten Laktation eine Leistung von 14.476kg Milch mit einer Fett- und Eiweißmengevon 1.202 kg. Oder „Hupfi“: Sie überzeugtein der dritten Laktation mit 13.077 kg Milchund 1.067 kg Fett und Eiweiß.Die Rinderzucht ist für Schlagbauer Berufungund Steckenpferd zugleich, wie ermehrfach betont. Tiergesundheit und Zuchtfortschrittsind ihm Anliegen und Aufgabezugleich. Worauf achtet der ausgezeichneteZüchter in Sachen Zuchtziel und Anpaarungbesonders? „Neben einer guten Fitness aufeine körperhafte Kuh mit viel Rumpftiefe,feinem Fundament und einem langen, ausbalanciertenEuter mit guter Textur.“ Wichtigseine auch die Bereiche Euter, Rahmen undFitness bei der Auswahl aktueller Genetik.Die neuen Möglichkeiten der „genomischenZuchtwertschätzung“ aufgrund der Analysenvon Gewebeproben junger Stiere werden vonSchlagbauer mit Interesse und Begeisterunggenutzt. „Ich warte auch selbst immer gespanntdarauf, ob die eine oder andere Probenach zwei Monaten ein positives Ergebnisbringt.“ Die neue Form der Selektion bringeauch einen enormen Zeitvorsprung. Die Anpaarungerfolgt ganz gezielt: Wo eine Verbesserungim Euter notwendig ist, setzt Schlagbauerauf euterstarke Vererber, bei Kühen mitprallen Eutern setzt er eher auf die Fitnessder Väter, verrät der Rinderprofi. GutesZuchtvieh, ist Schlagbauer überzeugt, machtsich bald bezahlt: „Das ist auch bares Geld.Aber bei mir steckt mindestens so viel Leidenschaftdahinter.“ Generell gibt er jungerGenetik den Vorrang. Die Kalbinnen werdenmit rund 18 Monaten belegt. Schlagbauer:„Das Erstkalbealter soll zwischen 27 und 28Monaten liegen.“ Sein Wissen und seine Erfahrungteilt er auch gerne mit anderen interessiertenBerufskollegen, etwa als Aufsichtsratim FV-Zuchtverband St. Ruprecht/Raab.Ehrenamtlich engagiert sich der Landwirtauch im Bauernbund, der Landwirtschafts-Garantiert langlebig!Mit dem neuenRimin-Programmvon Garant.Jetzt neu! Rimin mitwww.garant.co.atMit Schärdinger lässt sich's leben.7


kammer sowie in der regionalen Landring-Genossenschaft. Dass Tochter Melanie innächster Zeit die steirische Milchwirtschaftrepräsentiert, macht natürlich die ganze Familiestolz. Allerdings weiß man noch nicht,ob sie einmal ihr eigenes Milchreich alsBäuerin führen wird. Auch der Beruf derLehrerin oder Beraterin in der Landwirtschaftskammersteht bei der jungen Frau derzeithoch im Kurs. Auch als Agrarpolitikerinwäre sie wohl geeignet, meint der Vater:„Das ist durchaus denkbar. Das Interessedaran wie auch die nötige Rhetorik dazuhätte sie wohl.“ Auch Sohn Christoph habedie Hofnachfolge für sich noch nicht ausgeschlossen.„Aber noch müssen meine Frauund ich am Betrieb ja noch mindestens 15Jahre arbeiten, denn für zwei Generationenist er wohl zu klein“, sagt Peter Schlagbauer.Für allfällige Umbrüche am Milchmarkt nachSTECKBRIEFBetrieb: Gabriele und Peter Schlagbauer,vulgo „Finz“, Haselbach 15, 8160 Weiz15 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche(11 ha Dauergrünland, 4 ha Futterroggenund Silomais) und 20,5 Hektar WaldHerde: 24 Fleckvieh Milchkühe, 40 Stückweibliche Nachzucht, 5 Stierkälber imneuen Laufstall, Jungvieh im umgebautenalten StallgebäudeStalldurchschnitt: 12.628 kg (4,70 – 3,70 –1.06 1). Milchkontingent: 200.000 lWegfall der Quoten ist der Betrieb jedenfallsgerüstet. „Wir können damit gut leben.“ ImStall ist noch technisches Potenzial sowiePlatz für weitere Kühe, die Steigerung derMilchanlieferung durch Aufstockung desFoto: PrivatAuszeichnung der ARGE Fleckvieh für„Beste Milchviehherde Österreichs2012/13“„Gutes Zuchtvieh ist bares Geld. Aber beimir steckt mindestens so viel Leidenschaftdahinter.“Kuhbestandes bereits eine ins Auge gefasstOption. Einzig die Futterfläche könnte knappwerden. Generell ist Schlagbauer mit seinemberuflichen Umfeld nicht unzufrieden: „Klar,manchmal bin auch ich der Meinung, unsereAgrarpolitiker könnten ruhig schon mal früheraufschreien, wenn uns Bauern wo derSchuh drückt. Andere Berufsgruppen tun dasja auch.“ Auch von seiner Molkerei ist derLieferant überzeugt: „Ich glaube, unser solidarischesGenossenschaftssystem ist schonganz in Ordnung. Nur so können auch kleinereBetriebe weiter bestehen.“Überzeugte Schärdinger-Bauern sind dieSchlagbauers auch als Konsumenten: „Beiuns kommen nahezu alle Erzeugnisse derBerglandmilch auf den Tisch. Am liebstenaber sind mir persönlich die diversen Trinkjoghurtsmit Früchten.“ Ausgleich von derArbeit im Stall findet der Landwirt im Wald,„das taugt mir, da brauche ich eigentlichsonst keine Hobbys“.Für Sanierung & Neubau überAltes MauerwerkRohbauHolz, GipskartonAlte FliesenRostendes BlechAuch zur Selbstverlegung geeignet!lebensmittelreinwasserdicht & schimmelfreifugenlos & pflegeleichtkorrosionsfreiSalz-, Milchsäure-beständig Erzeugung vonPaneelen und Großfliesenplatten3500 Krems – Gewerbeparkstr. 502732 / 76 660 www.isotherm.at8 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


UMFRAGEStolze EU-MilchbauernSIE MELKEN AUS LEIDENSCHAFT UND ÜBERZEUGUNGFotos: ArchivLeidenschaft, Traditionsbewusstsein und natürlich auch eine gewisseGewinnerwartung sind die Hauptgründe, warum Europas MilchbauernMilch produzieren. Das ergab eine EDF-agri benchmark Snap -shot-Umfrage unter 216 Landwirten aus 14 EU-Ländern.Tatsächlich wollte etwa die Hälfte der Teilnehmerschon immer Milcherzeuger werden.Ein weiteres Viertel wollte Landwirt werden,aber nicht unbedingt Kühe halten. Nur einViertel wollte einen ganz anderen Beruf ergreifen.Drei Viertel der Teilnehmer habenjedoch ihren Kindheitstraum zum Beruf gemacht,indem sie Landwirt geworden sind.Bei der Wahl des Berufs spielten die persönlichenInteressen und die Gewinnerwartungdie größte Rolle, dicht gefolgt vom Traditionsbewusstseinder Teilnehmer. Die Größeder Betriebe der Umfrage-Teilnehmer variiertzwischen neun und 2.335 Kühen. Etwa dieHälfte hält mehr als 130 Milchkühe. Derüberwiegende Anteil der Teilnehmer übernahmden meist elterlichen Betrieb freiwillig.Bei der Entscheidung für den BetriebszweigMilchviehhaltung spielt die persönliche Leidenschafteine relativ große Rolle. Lediglichzehn der mehr als 200 Befragten haben dieMilchproduktion als neuen Betriebszweigaufgebaut. Für diese Landwirte waren persönlichePräferenzen und die Gewinnorientierungweitaus wichtiger als für Berufskollegen,die traditionelle Milchviehbetriebe übernahmen.Auch die Frage der regionalenVerantwortung bewerteten die Neueinsteigerhöher.Generell ist das Traditionsbewusstsein derMilchbauern in Europa relativ hoch. Daslässt sich auch darauf zurückführen, dassetwa die Hälfte den Betrieb geerbt hat. Hierlassen sich klare Länderunterschiede erkennen.Während in Irland, Spanien, Polen,Portugal, Großbritannien, Deutschland undÖsterreich der überwiegende Anteil derBetriebe klassisch vererbt wurde, musstendie Betriebsleiter in Tschechien, Frankreich,Schweden, den Niederlanden, Dänemark,Belgien, der Slowakei und der Ukraine ihreHöfe den Vorbesitzern oder den Eltern abkaufen.Die Tatsache, dass die Gewinnorientierungbei der Wahl für die Milchproduktion ehereine kleinere Rolle spielt als bei der Entscheidungfür die Landwirtschaft insgesamt,hängt mit der Bewertung des Betriebszweigeszusammen. Als Vorteile des BetriebszweigesMilch gegenüber anderen Betriebszweigennennen Milchbauern folgendePunkte: eine höhere Liquidität, eine bessereVerwertung ihrer natürlichen Rohstoffesowie das bessere Image in der Gesellschaft.Sie kennen aber auch klar die Nachteile:höherer Kapital- und Arbeitseinsatz und diestärkere Abhängigkeit von der Politik. Dennochgibt es keine eindeutige Einschätzungdes Quotenausstiegs 2015. Etwa 40 Prozentder Befragten sehen das Quotenende alsChance und neue Möglichkeit für die Betriebsentwicklung.Ähnlich viele sind jedochverunsichert. Während die Milcherzeuger inOst- und Südeuropa eher verunsichert sind,sind Milcherzeuger in Nord- und Westeuropaeher optimistisch. Sie werden durch denQuotenausstieg motiviert, in den BetriebszweigMilch zu investieren. Dies zeigt sichauch in den künftigen Herdenentwicklungsplänen.Während verunsicherte Milcherzeugerin den nächsten fünf Jahren ihre Herdenkaum ausdehnen wollen, planen optimistischereein weiteres Größenwachstum.Immerhin 80 Prozent der Befragten würdensich wieder für Milchviehhaltung entscheiden– allen (politischen) Unsicherheiten zumTrotz. Nur wenige würden einen ganz anderenBeruf wählen. Denn insgesamt sind siestolz auf ihren Beruf.Internet: www.milchtrends.deMit Schärdinger lässt sich's leben.9


NORWEGENWeniger als 10.000Milchviehbetriebe„SCHWARZES GOLD“ ATTRAKTIVER ALS „WEISSES GOLD“Fotos: WeberDer agrarische Strukturwandel in Norwegen, einem der reichstenLänder der Welt, schreitet voran. 2012 zählte man erstmals wenigerals 10.000 Milchbauern, nämlich genau 9.800. Fünf Prozent wenigerals im Jahr davor. BERNHARD WEBER hat einen besucht.Gut 500 Milliarden Euro hat Norwegen aufder Kante, Erlöse aus dem seit Anfang der1970er Jahre florierenden Ölgeschäft, angelegtin diversen Fonds und Konzernen rundum den Globus – und ist damit neben denarabischen Golfstaaten eines der wohlhabendstenLänder überhaupt. Die Anzahl derlandwirtschaftlichen Betriebe betrug 2011noch knapp 44.000, die agrarisch genutzteFläche 9,92 Millionen Hektar, fünf Prozentder Fläche werden ökologisch bewirtschaftet.Insgesamt trägt die Landwirtschaft – ohne Fischerei,Forst und Jagd – nur noch mit 0,3Prozent zum Bruttoinlandsprodukt Norwegensbei. Auf Bauernhöfen arbeiteten bei derletzten Erhebung gerade noch 1,8 Prozent derErwerbstätigen.Norwegens Landwirtschaft ist von kleinenBergbauernhöfen geprägt, die meist als Familienbetriebegeführt werden. Im Durchschnittbesteht eine norwegische Milchviehherdeheute aus 25 Kühen (noch 2005 warenes nur 17), in den USA hingegen aus 80 undin Neuseeland aus 190 Kühen. Das raue, regenreicheKlima ist für die Landwirtschaftein Handikap. Selbst im klimatisch begünstigtenSüdosten des Landes beträgt die Vegetationsperiodenur 190 Tage, verglichen mit280 Tagen etwa im Pariser Becken.Dank voller Staatskassen schützt das nachwie vor eigenständige Königreich seine Bauernaber weitgehend vor internationaler Konkurrenz.Norwegische Landwirte beziehenlaut OECD-Angaben rund 60 Prozent ihrerBruttoeinkünfte aus Subventionen. Das ist imweltweiten Vergleich der höchste Anteil nochvor der Schweiz (54 %), Südkorea (53 %)und Japan (52 %). Allerdings erreicht derSelbstversorgungsgrad der Landwirtschaftgerade mal 50 Prozent. Nicht nur Gemüse,Obst oder Getreide, auch tierische Produktemüssen im großen Stil importiert werden.Allen voran aus der EU, wenngleich es sichNorwegen leisten kann, nicht am gemeinsamen(Agrar-)Markt der EU teilzunehmen.Im Gegenteil: Im Herbst 2012 hat Norwegendie Zölle auf EU-Agrarprodukte kräftig angehoben.Prompt hagelte es Proteste aus demEU-Parlament, angesichts der Steigerungenum 277 Prozent auf Käse oder 429 Prozentauf Lammfleisch. „Solche künstlichen Handelshemmnissesind in der gegenwärtigenwirtschaftlichen Lage nicht der richtige Weg,denn sie wirken sich direkt auf die Wettbewerbsfähigkeiteuropäischer Agrarproduzentenaus und gefährden Arbeitsplätze in KleinundMittelunternehmen“, kritisierte etwa dieÖsterreicherin Elisabeth Köstinger. Zwarseien die Zollerhöhungen weder über dieWelthandelsorganisation WTO noch über dieVerträge des Europäischen Wirtschaftsraums(EWR) angreifbar. Allerdings, so Köstinger,haben Norwegen und die EU seit dem Vorjahrein bilaterales Abkommen über den10 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


Agrarhandel: „Und an diese Verträge gilt essich zu halten. Die EU hat trotz der Wirtschafts-und Finanzkrisen ihre Märkte offengehalten. Wir erwarten das auch vonNorwegen.“Gut 1000 Kilometer von Brüssel entfernt, inOyeste nahe Bergen, auf der „Kjosas Farm“,hat man andere Sorgen. Gjermund Stuve istMilchbauer. Sein Hof, erreichbar nur übereine steile, enge Zufahrtsstraße, liegt idyllischauf kaum 300 Metern Seehöhe überdem Hardangerfjord, braucht aber den Vergleichzu einem Bergbauernhof in den Alpennicht zu scheuen. Ende der 1990er Jahre hatsich Stuve mit drei Nachbarn zusammengetan.Aus vier kleinen, kaum überlebensfähigenBetrieben wurde eine gemeinsameMilchfarm mit heute 45 Hektar Grünland,20 Hektar Weiden sowie einigen Almflächen.Mehr als 50 Kühe stehen im damals neu errichtetenOffenfrontstall. Seinen 20-Prozent-Anteil hat Stuve mittlerweile an die Tochterüberschrieben. Drei Familien und ein Single-Landwirt ziehen an einem Strang, „um effizienterzu sein als die anderen“. Man teilt dieArbeiten im Stall wie auf den Wiesen und amEnde auch den Profit. Der Erfolg gibt ihnenrecht: Die Milchmenge der Rotvieh-Herdemit 8.500 l Stalldurchschnitt betrug anfangs280.000 Liter, mittlerweile liefert man450.000 Liter Milch pro Jahr an Tine, diegrößte Molkereigenossenschaft im Land.Rund 5,20 Kronen je Liter zahlt diese denLieferanten, umgerechnet rund 0,64 Euro.Der Konsument zahlt im Geschäft dafürknapp 1,50 Euro, den Lebensmitteleinkaufdominieren wie in Österreich nur vier großeHandelsketten.Der 2-x-6-Fischgrätenstand wurde jüngstdurch einen Melkroboter ersetzt, den erstenin der Region, erzählt Stuve. Schon bald willman 500.000 Liter produzieren, denn Milchist in Norwegen gefragt, weil es auch davonzu wenig gibt. Dank der Unterversorgung desMarktes wäre noch einiges an Potenzial fürmehr Rohstoffproduktion vorhanden, auchwenn Norwegen – anders als im übrigenEuropa, wo das Quotenende mit 2015 fixiertwurde – an seinem streng regulierten historischenLiefersystem festhalten möchte. DieRegierung entscheidet letztendlich über dieQuoten, kürzt oder erhöht diese je nachMarktnachfrage. Es gibt keine Preisgarantiefür Milch, aber die beiden größten Bauernverbändeverhandeln jedes Jahr mit der Regierungüber einen Zielpreis als Richtwert.Betont optimistisch in Bezug auf ihr „weißesGold“ sind Norwegens Milchbauern nicht.Grund dafür ist einmal mehr das „schwarzeGold“. Stuve: „Uns fehlt der Nachwuchs.Immer weniger Junge wollen im Stall arbeiten.Das Öl aus der Nordsee ist ein besseresGeschäft, jeder giert nach einem Job im Ölbusiness.“Dieses hat mittlerweile enormenEinfluss auf die Volkswirtschaft. Seit demFörderboom herrscht auf dem Arbeitsmarktdauerhaft Mangel an Arbeitskräften. Das hatwiederum zu einem Anstieg der Löhne undGehälter sowie zu einer jährlichen Steigerungder Kaufkraft um vier bis sechs Prozentgeführt: Auch die Preise für Güter undDienstleistungen haben angezogen, selbst derhohe Milchpreis von weit über 60 Cent/Literdeckt längst nicht mehr die Produktionskosten,zu hart sind vielerorts die topografischenund klimatischen Bedingungen, zu klein diemeisten Betriebe. Arbeiten in der Landwirtschaftgilt als wenig attraktiv. Der durchschnittlicheStundensatz liegt bei umgerechnet13 Euro, das sind nur 40 Prozent desdurchschnittlichen Stundenlohns von 34 Euroin der Ölindustrie.Dass sich in Norwegen ähnlich wie auf derKjosas-Farm nach und nach Bauern zusammentunund große, gemeinschaftlich betriebeneHöfe aufbauen, bestätigt auch NilsMelbøe, Milcherzeuger und Funktionär desnorwegischen Bauern- und Kleinbauernverbands.Die protektionistische Haltung der eigenenRegierung in Oslo verteidigt er: „Es istwichtig, einen gewissen Außenschutz für dieInlandsproduktion aufrechtzuerhalten, damitunsere Landwirtschaft auch künftig überlebenkann.“ Weit entfernt von den staatlichenZielen ist in Norwegen der Biolandbau. Essoll von derzeit fünf Prozent bis 2020 auf15 Prozent gesteigert werden. Bei gerade mal3,5 Prozent Biomilch ein mehr als ambitioniertesVorhaben.Vor zwei Jahren bekamen die Norweger in -des die Probleme ihres abgeschotteten Markteserstmals drastisch vor Augen geführt.Konkret mit fehlender Butter. Tine dominiertden Markt zu 80 Prozent, das Molkereiunternehmenkauft und veredelt den größten Teilder im Land erzeugten 1,55 Mil lionen TonnenKuhmilch. Auch bei der Durchsetzungund Kontrolle des strengen Quotensystemsspielt Tine eine nicht unwesentliche Rolle,sagen Kritiker. Als Norwegens Milchbauern2011 trotz steigender Nachfrage nach Milchproduktenum 20.000 Tonnen oder 13 Prozentweniger Milch abgeliefert hatten, fehltenTine plötzlich bis zu 1000 Tonnen für dieWeihnachtsbutter. Die Lücke konnte auchkaum mit Importen aus den Nachbarländerngefüllt werden. Butter war in diesem Jahr inganz Skandinavien knapp und der Marktzugangauch den Schweden, Dänen und Finnendurch hohe Importzölle versperrt. Im Dezember2011 kostete eine 250-g-Packung importierterButter aus Schweden umgerechnet 39(!) Euro. Geschäfte und Zeitungen warbenplötzlich mit Butterpackungen um Neukundenund Abonnenten. Die Norweger brachenin Scharen auf zu Hamsterkäufen. GrenznaheSupermärkte in Schweden verzeichneten ei -nen 20-mal höheren Butterabsatz als nor mal,neun von zehn Käufern waren Norweger. Imdänischen Fernsehen wurden die Zusehersogar aufgefordert, Butter für Norwegen zuspenden. Dabei war auch viel Hä me für diereichen Nachbarn im Norden zu spüren.Übrigens: Norwegens Nationalkäse ist der„Gudbrandsdalsost“, auch „Gjetost“ genannt.Der braune Karamellkäse aus „Myse“(Molke), „Fløte“ (Obers), „Melk“ (Milch)und „Geitmelk“ (Ziegenmilch) wird auf hellemBrot gegessen und harmoniert besondersmit Marmelade von roten Früchten. 6.000Tonnen verzehren die Norweger davon jedesJahr.Ing. Bernhard Weber ist Chefredakteurvon BLICK INS LAND.Mit Schärdinger lässt sich's leben.11


Mit Schärdinandlässt sich’s leben“NEUE KAMPAGNE DER BERGLANDMILCHFoto: BerglandmilchGetreu dem Spruch „Was Gutes isst man nie allein“ stehen vollerGeschmack und eine zauberhafte Figur im Mittelpunkt der neuenKommunikations-Ausrichtung von Schärdinger.Sein Name ist Programm: Das neue Berglandmilch-Maskottchen„Schärdinand“ istein trickreicher Kerl und Käsefreund, der, ausdem Nichts auftauchend und stets hungrig,keine Gelegenheit auslässt, an köstlichenKäse zu kommen. Kreiert wurde die auffälligeFigur von der Wiener WerbeagenturDirnberger de Felice Grüber, innerhalb derBranche bekannt für Werbeauftritte vonOrange, Billa, Media Markt, ÖsterreichischePost, Bawag P.S.K., ATV, Eybl sowieSchärdinger und Tirol Milch. Die Kreativenhaben den „Hausverstand“ von Billa ebensokreiert wie „Weg mit dem Speck“ vonTelering, „Ich bin doch nicht blöd,mann!“für die bekannte Elektrokette oder denSpruch „Die Teekanne macht den Tee!“Für Tirol Milch/Lattella hat DDFG, sodas Kürzel der Firma, den Werbespruch„Pfeif drauf, lass die Sonne rein und schenkdir ein Lattella ein!“ geprägt. „100 Prozentösterreichische Herkunft ist bei unserenProdukten die Basis, auf die wir noch einsdraufsetzen, um die Differenzierung zumMitbewerb zu verstärken. Gelungen ist unsdas, indem wir der Marke Schärdinger einGesicht gegeben haben. Mit einem kongenialenund unverwechselbaren Namen, der direktaus unserer Marke entspringt“, erklärteBerglandmilch-Chef Josef Braunshofer nachdem ersten Auftritt des Schärdinand. DieWerbekampagne ist in TV, Print, im Radiound online zu sehen und zu hören.AktivsubstanzBiphenyl-2-olANTI-GERMTRAYOR+SPEZIALLÖSUNG ZUR REINIGUNG UNDDESINFEKTION VOR UND NACH DEM MELKENWirkt innerhalb30 SekundenReich anHautpflegestoffenLanganhaltendeDesinfektionswirkungBIO ZERTIFIZIERT - FÜR MELKROBOTER EMPFOHLENBIOzertifiziertEnthält Glyzerinund AllantoinBesonders empfohlen bei schwierigenBedingungen und hoher KeimbelastungGEBRAUCHSFERTIGZur Zitzenreinigung und -desinfektion für Kühe, Schafe und ZiegenZUR PROFESSIONELLEN ANWENDUNG IN TIERHALTUNGSBETRIEBENANTI-GERM Austria GmbHPfongauerstraße 17 · A-5202 NeumarktBIO-zertifiziert von BIO AUSTRIA VO (EG) 834/2007 idgF - Biozid Wirkstoff: Biphenyl-2-ol (N° CAS : 90-43-7) 6000 mg/kg. - Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen. www.anti-germ.com


DER NEUE STAR VON SCHÄRDINGER AM KÄSEBUFFETBevor die neue „Schärdinand“-Werbungim Fernsehen gezeigt wurde, konnten sichzahlreiche Funktionäre sowie Mitarbeiterder Berglandmilch vorab von den gelungenenTV-Spots überzeugen.Bei der Präsentation der Werbeclips mitdabei war auch der Hauptdarsteller persönlich– Schärdinand. Er witzelte mit Berglandmilch-GeschäftsführerJosef Braunshoferund amüsierte und bezauberte dieGäste des Abends, indem er sich sympathischdurch das Käsebuffet kostete.Rund um den neuen Star von Schärdingerplant die Berglandmilch auch einige Fanartikelauf den Markt zu bringen. Bereitserhältlich: eine Kochschürze im Schärdinand-Outfit.Diese ist zum Preis von4,30 € pro Stück bei jedem Berglandmilch-Käseeck zu erwerben.Fotos: Berglandmilch– Mähen in neuen DimensionenFortschritt ist BewegungMähscheibensicherung SafeCutZuverlässig ohne Kompromisse.Auch in schwierigen Situationen.Film zu DuoGripLenkersystem DuoGripDurchgehend sauberes Futter.Beste Bodenanpassung1/3Lieferung1/3im 1. Jahr1/3beiim 2. Jahr1/41/41/4beiLieferungim 3. Jahrim 1. Jahr1/4im 2. JahrNeuGünstige 1/3 oder 1/4 Finanzierungen möglich !Einfache AnfahrsicherungSchwenkt nach hinten und oben.Einfach genial.Intelligente AbstellpositionSpart wertvollen Platz.Raumwunder.Info-Telefon:Herr Neumair0664-3323303Herr Moitzi0664-2604420www.krone-austria.atMit Schärdinger lässt sich's leben.13


IM GESPRÄCHNeuerMolkereifachmannVON SÜDAFRIKA NACH KLAGENFURTFotos: BerglandmilchCharles Lindeque, 34, ließ sich auf Milchfarmen in Neuseeland zumBesamer ausbilden. In Österreich bewarb er sich per E-Mail alsLehrling bei der Berglandmilch in Klagenfurt. Im Juli hat derSüdafrikaner dort seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.Welche besonderen Fähigkeiten brauchteman für diese fundierte Fachausbildung imMolkereiwesen?Interesse, Ausdauer, organisatorische sowieTeamfähigkeiten.Seit wann sind Sie Mitarbeiter der Berglandmilch?Seit Herbst 2010.Warum sind Sie überhaupt in der Milchbranchegelandet?Nach meiner Matura arbeitete ich auf einerFarm mit Milchkühen. Dort pasteurisiertenwir die Milch selber und verkauften sieauch. Dann erhielt ich 2002 die Möglichkeit,nach Neuseeland zu gehen. Dort arbeiteteich auf Milchfarmen mit 200 bis 500Kühen.Welche Erfahrungen haben Sie dort gemacht?Ich war für die Milchgewinnung und dasFarm-Management verantwortlich. Das wareine knochenharte körperliche Arbeit.Neuseeländische Farmer sind ehrgeizigeGeschäftsmänner, die in arbeitsintensivenZeiten selber bis zu 18 Stunden täglich fürihre Farm unterwegs sind.Was hat Sie vom anderen Ende der Weltnach Österreich geführt?Die Liebe!Wie sind Sie gerade auf eine Lehre im WerkKlagenfurt gekommen?Durch eine Anzeige in der „Kleinen Zeitung“.Ich wurde sofort zu einem „Schnuppertag“eingeladen.Ihre größte Herausforderung im vergangenenJahr?Ausbildung, Familie sowie Arbeit untereinen Hut zu bringen. Und dem Druck undStress vor der Abschlussprüfung standzu -halten.Wie schwer war es für Sie als Zuwanderer,in Österreich eine Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungzu bekommen?Meine Frau und ich sind 2006 nach Österreichgekommen. Genau in diesem Jahr tratdas neue Fremdenrechtsgesetz in Kraft. Damalswaren die Bestimmungen sogar nochviel strenger als heute. Wir konnten die Auflagengerade rechtzeitig erfüllen und somitmeiner Abschiebung entgehen. Gott seiDank verlief es danach bei allen Anträgenpositiv. Vergangenes Jahr bekam ich meineDaueraufenthaltsgenehmigung, die für insgesamtsechs Jahre gültig ist.Was ist das Beste an Ihrem Job?Die Abwechslung, dass ich in verschiedenenAbteilungen arbeiten kann und vor allemdass es sich um eine Arbeit handelt, die ichgerne mache!Wie viele Stunden arbeiten Sie jede Woche?Es hängt von der Abteilung ab. Im Schnittsind es um die 38 Stunden.14 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


Was machen Sie als Erstes, wenn Sie morgenszur Arbeit kommen?Einstempeln, umziehen und nachschauen, obKollegen eine Nachricht hinterlassen haben,die für meine Schicht von Wichtigkeit ist.Was nervt Sie manchmal?Wenn mich Menschen, auch Arbeitskollegen,noch immer fragen, ob ich wirklich Südafrikanerbin, weil ich ja nicht schwarz bin.Was machen Sie in Ihrer Freizeit, haben SieHobbys?Ich war schon immer sehr sportlich, derzeitbereitet mir das Laufen am meisten Freude.Gerne verbringe ich auch Zeit mit meinemSohn (2,5 Jahre) und meiner Frau, egal obbeim gemeinsamen Wandern, Kaffeetrinkenetc. Sehr gerne lade ich auch Freunde zum„Braai“ ein, so nennt man in Südafrika eineGrillerei.Worauf sind Sie stolz?Dass ich die ganze Lehre mit meinen Voraussetzungengeschafft habe. Deutsch istfür mich ja eine Fremdsprache, meine Maturawurde hier nicht anerkannt und somitwaren alle Unterrichtsfächer für mich verpflichtend.Verraten Sie uns Ihr liebstes Schärdinger-Produkt?Das ist der Amadeus-Käse.Und geben Sie uns abschließend noch etwasNachhilfe in Afrikaans?Milch ist „Melk“, die Kuh heißt bei uns„Koei“, sie zu melken heißt „om te melk“,Butter ist „Botter“ und Käse „Kaas“. Alsoeigentlich gar nicht so schwer.KARRIEREMIT LEHREInteressenten an einer Ausbildung beider Berglandmilch eGen senden ihreBewerbung mit Lebenslauf undZeugnissen an die Personalabteilung,(bevorzugt per) E-Mail:bewerbung@berglandmilch.atoder per Post an Berglandmilch eGen,c/o Personalwesen,Schubertstraße 30, 4600 Wels.Neu im KühlregalWINTERTRÄUME, OFENTALER, SL-FRUCHTJOGHURTOb kalt oder auch warm – „jeder Schluck ein Genuss“ gilt für diecremigen Schärdinger-Trinkträume – Winterträume. Diese machenauch heuer wieder Lust auf den Winter.Mit den beliebten Sorten Bratapfel, weißeSchoko Kokos und der neuen Sorte NussNougat wird die kalte Jahreszeit zur reinenGenusszeit. Natürlich werden alle aus100 Prozent österreichischer, gentechnik -freier Milch hergestellt.Die Schlanke Linie von Schärdinger eröffnetindes figurbewussten Genießern neue kulinarischeHorizonte. Als fixfertiges Frühstückoder als Zwischenmahlzeit zu jeder Tageszeit,mit den besten Früchten direkt aus demBecher und mit Müsli im Stülpdeckel. Einknuspriges, frisches Geschmackserlebnis mitknackigen Cerealien in den drei trendigenSorten Pfirisch/Marille, Himbeer/Preiselbeerund Ananas, mit deutlich weniger Kalorienals herkömmliche Fruchtjoghurts und praktischfettfrei. Erhältlich seit Mitte Novemberim 180-g-Becher (davon 7 g Müsli) im österreichischenLebensmittelhandel. Neu ist auchder „Ofentaler“ von Schärdinger. Hergestelltaus 100 Prozent österreichischer, gentechnikfreierKuhmilch, ist dieser Weichkäse aus55 % Fett i. T. mit Weißschimmel undRotkultur hergestellt, würzig und kräftig imGeschmack. Schärdinger unterstreicht damiteinmal mehr seine Käse- und Geschmacks -kompetenz. Verpackt ist der SchärdingerOfentaler zu 250 g in einer Holzschachtelim Kartonmantel, erhältlich ist er seit MitteOktober im Lebensmittelhandel. Der Ofentalerlässt sich ganz einfach und rasch zubereiten.Den Käse ohne Folie in der Holzschachtelim vorgeheizten Backofen bei 200 °C(Umluft 180 °C) zehn Minuten backen. Danachden Käse aus dem Ofen nehmen, dieOberfläche kreuzförmig einschneiden unddie vier Ecken aufklappen. SchärdingerOfentaler weitere acht bis zwölf Minutenfertig backen, bis die gewünschte Bräunungerreicht wird. Mit dem Ofentaler zaubert manganz schnell raffinierten Genuss auf denTisch.Mit Schärdinger lässt sich's leben.15


SATIREParship für Kühe5-STERNE-BEAUTYFARM MIT WOHLFÜHLTHEKEFotos: agrarfoto.at, SteinleitnerJörg Steinleitner, Rechtsanwalt und erfolgreicher „Alpenkrimi“-Autor aus Bayern, hat sich so seine Gedanken über den Alltag aufeinem modernen Milchbauernhof gemacht. Ein ironischer Blick vonaußen in den Kuhstall von heute.Menschen, die den ganzen Tag am Schreibtischsitzen, meinen ja, der Beruf des Bauernsei nicht sehr anspruchsvoll: bisschen melken,bisschen mähen, bisschen Traktor fahren;Hühnern Eier unterm Hintern wegklauen,hin und wieder eine Sau schlachten;mit dem Güllefass übers Feld brettern, imHeu rumknutschen, sich von keinem Chefwas vorschreiben lassen und ganzjährigbraun gebrannt sein wie Luis Trenker. Sokönnte das sein.Wäre da nur nicht das Milchvieh! DieKühe von heute sind anspruchsvoll. Siehaben Träume, sie wollen mehr als nur vielHeu vor der Hütt’n. Kürzlich führte mich dieBäuerin Eli über ihren Hof. So ein modernerKuhstall ist ein Luxushotel: Im Wellnessbereichwartet die elektronische Wohlfühlbürste.Sie schrubbt den Kühen den Rücken,quasi Seelenmassage von außen. Auf meineFrage, ob dieses Angebot von allen Kühengleichermaßen geschätzt werde, sagt derBauer Josef: Ja. Die Kühe seien letztlich jaauch nur Frauen.Herzstück einer jeden modernen Beautyfarmist die Melkstation. Haben Viola oderBounty, Gabi oder Goldfee Lust auf einenWorkout, gehen sie rein und warten, bis sichdie Saugnäpfe des Melkroboters zart anihrem Euter festsaugen. Dann wird gepumpt.Kühe mögen das. Der Computer, der dasalles steuert, erkennt jede Kuh an einemChip, den sie am Körper trägt. Hat MamaMuh ordentlich was geleistet, stöckelt sienach dem Melken zur Wohlfühltheke undzieht sich eine Extraration Müsli aus demAutomaten. Danach haut sie sich aufs Ohr.Kühe mögen keine Moorpackungen, sieschwören auf Pferdemistbetten. Der Mist enthältBakterien, die der Eutergesundheit guttun.Nach ihrem Schönheitsschlaf fühlt sichdie Kuh wie neugeboren.Ist die Kuhäugige noch unternehmungslustig,genießt sie die Aussicht auf die Bergwelt.Der Stall ist an beiden Panoramaseiten offen,so viel Komfort erwartet die moderne Kuh.Wenn es windet, fährt eine hauchdünne,durchsichtige Membran herunter, die dieWärme hält. Auch sonst sind Kühe wie Menschen:Es gibt Partykühe, die gehen nachtsauf die Melkpiste. Rindviecher, die gerne socialisen,treffen sich mit Freundinnen an derMelkstation.Damit im Wellness-Stadel Relax-Stimmungherrscht, müssen die Bauern dauernd imComputer sämtliche Daten kontrollieren. DasComputerprogramm, das die ganzen Wellness-Arrangementssteuert, ist ungefähr soeinfach wie die Software einer Mondrakete.Jede Kuh verfügt über eine digitale Karteikarte,auf der steht, wie viel Milch sie auswelcher Zitze des Euters gibt, wie gut dieMilch ist, wann die Kuh gefressen hat, wieviele Schritte sie gelaufen ist, wie ihre Elternhießen und wie fit die waren.Apropos: die Eltern. Eine Milchkuh will irgendwannMutter werden. Damit sie den zuihr passenden tollen Typen abbekommt, studiertdie Bäuerin gemeinsam mit dem Anpaarungsberater– ja, so heißt der Mann – denBullenkatalog. Das ist die Zeitschrift derBesamungsstation, man könnte auch sagen,„Parship für Kühe“. Laut Cover bietet diesesMagazin die „aktuellen Topvererber“. Druntermacht es eine attraktive Kuh nicht. Werda durchblättert, gerät unweigerlich insSchwärmen. Nehmen wir den Stier Juleng:Er ist der Enkelsohn des Traumpaars Playboyund Henriet, stammt aus Lengenwang (imAllgäu, Anm.) und weist eine Fruchtbarkeitsquotevon 94 Prozent auf. 94 Prozent! DerJuleng!Oder der Bulle Dynamit aus Peiting (in Oberbayern):Die von ihm gezeugten Kühe habeneine Top-Brustbreite von 101 und eine Vordereuteraufhängungvon 98. Welche Kuhwürde so einen Prachtkerl von der Stallkanteschubsen? Aber jetzt kommt’s: Die Hippiezeitenin deutschen Kuhställen sind vorbei.Nur noch wenige Höfe tolerieren die freieLiebe. Die meisten Kühe treffen ihre16 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


Topvererber nie. Nicht den stolzen StierEttal, nicht den starken Bullen Huray undnicht den fröhlichen Jockl. Die Bäuerin vonheute muss mit Traktor und Computer umgehenkönnen, sie muss ihren Stall führen wieein 5-Sterne-Hotel – und sie muss neinsagen, wenn die Kühe wieder einmal heimlichim Bullenkatalog schmökern: Nein, esgibt kein Blind Date mit dem Stier Juwelier,und wenn er muskelmäßig auch auf 104kommt, schimpft die Bäuerin – da könnt ihrmuhen, soviel ihr wollt!BUCHTIPPSchön(st)e KüheBILDBAND MIT UNGEWÖHNLICHEN PORTRÄTSEine deutsche Fotografin hat zwischen 1998 und 2011 in 25 europäischenLändern Rinder porträtiert, von Portugal über Irland undEstland bis Griechenland. Sie dokumentierte damit ein reiches, (zu)wenig gewürdigtes Kulturerbe.ZUR PERSONJörg Steinleitner, 1971 geboren im Allgäu,studierte Jura, Germanistik, Geschichteund Journalismus in München,Augsburg und Krems bzw. Wien. NachAufenthalten in Pekingund Paris ließer sich 2002 alsRechtsanwalt inMünchen nieder.Seither veröffentlichteer mehrereBücher, darunterseine populären Alpenkrimisum diePolizistin Anne Loop („Tegernseer Seilschaften“,„Aufgedirndlt“; erschienenim Piper Verlag). Für www.buchszene.de schreibt er „Steinleitners Woche“.Infos: www.steinleitner.comVor allem alte, vom Aussterben bedrohteRassen hat Ursula Böhmer abgelichtet. „AllLadies. Kühe in Europa“ zeigt mit über 70Schwarzweißfotografien und einem Glossarvon Gabriele Conrath-Scholl und Hans-HinrichSambraus zu Herkunft und Besonderheitender 50 porträtierten Rassen die Vielfaltder Agrarkulturen und erinnert zugleich aneine gemeinsame Kulturgeschichte Europas.Fündig wurde Ursula Böhmer im BernerOberland genauso wie im Schwarzwald, inKastilien, im Piemont, in der Normandieoder in Schonen. Für ihr Buch fotografiertesie Vertreterinnen der Rassen Evolene(Schweiz), Hinterwäldler (Deutschland),Katerini (Griechenland), Blaarkop (Niederlande),Cachena-Barrosa (Portugal) oderFjällras (Schweden). Daraus entstanden isteine Model-Schau der besonderen Art. Auchzwei Vertreterinnen aus Österreich schafftenes ins Buch: eine Pinzgauer Kuh und ein TirolerGrauvieh. Die Tiere sind jedoch keinesfallsnur Gegenstand einer Katalogisierungoder systematischen Betrachtung. Böhmerlegte bei ihren Aufnahmen besonderen Wertauf den Blickaustausch zwischen Tier undMensch und zeigt zudem, wo die teils besondersschön behörnten „Ladies“ herstammenund wie die jeweiligen klimatischen Verhältnisseihre Physiognomie geprägt haben. Dieaus Aachen stammende Künstlerin lebt undarbeitet seit 1996 in Berlin und hat ihr Projektbereits in zahlreichen Ausstellungen imIn- und im europäischen Ausland präsentiert.Die renommierte Wochenzeitung „Die Zeit“schreibt über das Buch: „Die Begegnung mitder Vielfalt europäischer Kuhgestalten isteine Europa-Erfahrung der intensiven Art.Die Masse der schwarz- und rotbunten Hochleistungsrinderin der Landwirtschaft lässtleicht vergessen, dass es diese Vielfalt nachwie vor gibt und dass sie gehütet wird wieanderes Kulturerbe auch.“ Neben den beeindruckendenFotos werden auch Vergangenheit,Gegenwart und (hoffentlich) Zukunftder Kuh-Models beschrieben. So ist diekleine schwarze Prespa-Kuh aus Albanien,die so seelenvoll wie genügsam in BöhmersKamera schaut, eine der letzten Vertreterinnenihrer Rasse. Das Vogesenrind stammt eigentlichaus Skandinavien, kam einst mitschwedischen Truppen in das Elsass undnach Lothringen und wurde dort erfolgreichweitergezüchtet, bis es in jüngster Zeit vonnoch leistungsfähigeren Rassen an den Randgedrängt wurde. Es wäre ein Jammer, wenndie beiden nicht gerettet werden könnten.„All Ladies. Kühe in Europa“, von UrsulaBöhmer, Verlag Kehrer, 128 Seiten, 39,90Euro, ISBN 978-3-86828-334-1Mit Schärdinger lässt sich's leben.17


KÄSE-KAISER 2014Berglandmilch-Käseerneut unschlagbarUNANGEFOCHTENE KÄSE-MARKTFÜHRERSCHAFT EINMAL MEHR BESTÄTIGTFotos: Berglandmilch, AMABei der diesjährigen Käse-Kaiser-Gala in Graz heimstenSchärdinger und Tirol Milch einmal mehr sieben derbegehrten Käse-Kaiser-Trophäen ein.Zum 18. Mal in Serie krönte die AgrarmarktAustria Marketing GesmbH im NovemberÖsterreichs beste Käse für 2014. Die meistenAuszeichnungen gingen wieder einmal an dieMarke Schärdinger. So stellte die BerglandmilcheGen die Siegerkäse sowohl in der KategorieFrischkäse („Schärdinger RollinoKräuter“ aus dem Werk Wels) als auch in denKategorien Schnittkäse mild-fein („SchärdingerGrieskirchner“ aus Garsten), Hartkäse(„Schärdinger Asmonte“ aus dem BetriebVoitsberg) sowie den beliebtesten österreichischenKäse in Deutschland („Tiroler FelsenkellerKäse“ der Tirol Milch Wörgl). Undauch der heuer erstmals via Internet ermittelte„Publikums-Sieger“ ging an Schärdinger:Der „Bergbaron“ ist erneut der beliebtesteKäse der Österreicher. „Über diese Auszeichnungfreuen wir uns ganz besonders, dader Bergbaron überlegen die Gaumenwertungder Österreicherinnen und Österreicherfür sich entscheiden konnte. Für uns sind solchePreise eine Bestätigung der hohen Qualitätunserer Produkte, die unsere Konsumentenim In- und Ausland schätzen“, erklärteBerglandmilch-Geschäftsführer JosefBraunshofer.Vergoldet wurden zudem zweiweitere Schärdinger-Produkte, nämlich der„Schärdinger Affineur Weinkäse“ als Siegerin der Kategorie Käsespezialität und als besterWeichkäse der „Schärdinger Kaisertaler“.Beide werden federführend von derEnnstal Milch in Gröbming hergestellt.Die Auszeichnung für diebesten heimischen Käse in den verschiedenenKategorien wird seit1996 vergeben. WeiterePrämierungengehen an dieschönsten Käsevitrinenim Lebensmittelhandel.18 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


ZITTMAYR-PREIS 2013„Schärdinger“-WeinladenWEIN- & KÄSEGENUSS MITTEN IN DER BAROCKSTADTFotos: Hargassner, BerglandmilchDie Vinothek „Vino“ in Schärding am Inn wurde mit dem „Dr. HermannZittmayr“-Preis 2013 der Berglandmilch ausgezeichnet.Im Zusammenhang mit dem Standort desWeinhandlung in der ehemaligen „SchärdingerMilchhalle“ hat die Eigentümerin SusanneHargassner neben einer Vielzahl edlerRebensäfte und vielen weiteren kulinarischenKöstlichkeiten und Geschenkideen aucheinen besonderen Bezug zur „Käsewelt“. Sohat Hargassner mit der Stadtführung „Aufden Spuren von Schärdinger“ auf eine besondereInitiative gesetzt: In Zusammenarbeit„DAS SCHÖNSTE FEST VON ALLEN“Zum bereits elften Mal wurde Mitte Septemberin Voitsberg ein großes Käsefestveranstaltet. Natürlich mit dabei: Schärdingerals Nr. 1 der rot-weiß-roten Käseproduzenten.Organisiert vom Verein „SteirischeMilchstraße“, lockte die Veranstaltungwieder mehr als 2.000 Besucher aufdie Oberburg, darunter auch DutzendeSchärdinger-Milchlieferanten. Das Teamder Berglandmilch umfasste 20 Mitarbeiter,die auf zehn Ständen verschiedensteKäse von Schärdinger, Tirol Milch und natürlichStainzer präsentierten. Affineur undGourmet-Produkte gab es ebenso zu verkostenwie Mozzarella Caprese, Quargelsauer, Raclette oder Bergkäse aus Tirol.„Mit diesem Sortiment wollten wir allenBesuchern des Käsefestes zeigen, dass dermit dem Bürgermeister, dem Tourismusverband,den Stadtführern und der Berglandmilchhat sie Stadtführungen durch Österreichswahrscheinlich schönste Barockstadtmit anschließender Käseverkostung und Einkaufsmöglichkeitenins Leben gerufen.Dank der findigen Unternehmerin kann manalso Schärding neuerdings auch von seiner„Käseseite“ her entdecken. Bekanntlichwurde ja im Jahr 1900 hier ÖsterreichsGeschmacksvielfalt und Kreativität im BereichKäse keine Grenzen gesetzt sind“,betonte Berglandmilch-Käsesommelier FritzPirstinger. Gleichzeitig wurde auch Süßes inForm von Topfennockerln, Eiskreationen undJogurt-Variationen angeboten. Insgesamtkonnten die Käsefest-Besucher in Voitsbergrund 100 verschiedene Käse auch von weiterenacht Direktvermarktern genießen. DerBerglandmilch-Standort Voitsberg trommelte„Erste Zentral-Teebutter-Verkaufsgenossenschaft“gegründet, aus der letztlich die Berglandmilchhervorgegangen ist. Neben dieserund weiteren wissenswerten Stadtgeschichtenwird echter Schärdinger-Käse aus derSchärdinger-Affineur-Linie, garniert miteinem hochwertigen Weinangebot, im VinoSchärding serviert.Von Obmann Schneeberger, GeschäftsführerBraunshofer, Obfrau Margit Mayr-Steffeldemelund AR-Vize Sigfried Enthammer wurdean Hargassner der „Dr. Hermann Zittmayr“-Preis 2013 verliehen. Zittmayr (1926–2001)war langjähriger Chef des Schärdinger Molkereiverbandes.dabei sein Motto: „Käsetradition in Vollendung“.Wer eine Verkostungskarte gekaufthatte, konnte auch an der Wahl der bestenKäse teilnehmen. In einem eigenen„Schmankerldorf“ wurden hauptsächlichKäsespeisen aufgetischt. Franz Deutschmannvon der gleichnamigen Hofkäsereiin Frauental nahe Stainz gehört seit Jahrenzu den treuesten Ausstellern auf allen großenKäsefesten im In- und Ausland. SeinResümee: „Das Fest auf der Oberburg istsicher das beste und schönste von allen.“Mit Schärdinger lässt sich's leben.19


STALLTECHNIKWelcher Melkroboterpasst am besten?EXPERTEN VERGLEICHEN AUTOMATISCHE MELKSYSTEMEFotos: Archiv, BerglandmilchIn Stallneubauten oder im Zuge der Erneuerung alter Melktechnikwerden sie immer häufiger eingesetzt: automatische Melksysteme,kurz AMS. Eine neue Broschüre, erstellt von unabhängigenFachleuten, gibt Auskunft.Bevor die Entscheidung für ein automatischesMelksystem getroffen wird, müssender Investitionsbedarf und die laufendenKosten ermittelt sowie die Auswirkungen aufden Arbeitszeitbedarf und die betrieblichenAbläufe abgeschätzt werden, um die Wirtschaftlichkeitdieser Technik zu bestimmen.Sicher ist: Das automatische Melken vonMilchkühen ist inzwischen eine ausgereifteTechnik. Sie flexibilisiert die Arbeitszeit undist vor allem aus diesem Grund für immermehr Milchbauern eine interessante Alternativezu herkömmlichen Melkverfahren. Beider Anschaffung eines Melkroboters geht esaber um mehr. Die Technik kann nur effektiveingesetzt werden, wenn der gesamte Stallund Betriebsablauf auf sie abgestimmt sind.Verfahrenstechniker, Ökonomen und Tierärztehaben in einer Arbeitsgruppe des Kuratoriumsfür Technik und Bauwesen in derLandwirtschaft, KTBL, den aktuellen Standdes Wissens aus Forschung und Praxis zusammengetragen.Sie zeigen Chancen undGrenzen der automatischen Melksysteme aufund bieten Milchviehhaltern und Beraternumfassende Informationen und wichtige Entscheidungshilfen.Erhältlich ist die 160-seitige Schrift zumPreis von 24 Euro beim KTBL in Darmstadt,BRD. Bestellungen online über die Website,per E-Mail über vertrieb@ktbl.de odertelefonisch unter 0049/6151/70 01-189.Internet: www.ktbl.deOÖ. MILCHQUEENAuch Oberösterreich hat eine neue Milchkönigin,erstmals aus dem Bezirk Braunau: IngridWeilbuchner. Für die 23-jährige Handenbergeringehören Kühe melken, Kälber füttern,Rahm herstellen und frische Rohmilchaus dem Tank trinken zu ihren Kindheitserinnerungen.Nicht wegzudenken sind Milchproduktebis heute in ihrer täglichen Ernährung.Seit dem Abschluss ihres Diätologie-Studiums arbeitet Weilbuchner an derChristian-Doppler-Klinik in Salzburg als ernährungsmedizinischeBeraterin. Selbstbewusstsagt sie: „Milch ist gesund, das diskutiereich gerne mit jedem, der etwas anderesbehauptet.“ Unter den ersten Gratulantinnen:die Obfrau der Schärdinger Landmolkerei,Margit Mayr-Steffeldemel.20 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


HÖRT DIE KUH-SIGNALE! KRANKHEITEN UND STÖRUNGEN ERKENNENKühe geben ständig Signale ab, aus denensich zahlreiche Informationen über Gesundheit,Wohlbefinden, Ernährung undLeistungs fähigkeit ableiten lassen. JANHULSEN hat ein Buch darüber geschrieben.Sein illustrierter Ratgeber ist ein idealerLeitfaden für die Praxis. Damit lerntman Verhalten, Haltung und körperlicheMerkmale von Einzeltieren oder der Kuhin der Herde zu beobachten und zu beurteilen– zur Optimierung der Herdengesundheit,des Kuhkomforts und der Milchleistung.Nachfolgend die wichtigsten Tiersignaleauf einen Blick:TemperaturDie Normaltemperatur liegt zwischen 38und 39 °C. Kalte Ohren können ein Zeichenfür Milchfieber oder Kreislaufproblemesein.BeineAbschürfungen oder wunde Haut an denSprunggelenken können ihre Ursache imLiegebereich, in falscher Boxenkonstruktionund/oder in Klauenkrankheiten haben.WiederkäuenEine Kuh muss während sieben bis zehnStunden pro Tag wiederkäuen, also 40- bis70-mal. Wenn das Wiederkäuen wenigerZeit beansprucht, bedeutet das, dass dieRation nicht angepasst ist.PansenDer Pansen sollte gefüllt sein – zu erkennenist das daran, dass die linke Seite des Bauchessich vorwölbt. Wenn man die menschlicheFaust in den Pansen drückt, kontrahiertdieser normalerweise etwa zehn- bis zwölfmalin fünf Minuten.GesamteindruckEine gesunde Kuh ist aufmerksam und vital,hat ein glänzendes Haarkleid und einen gefülltenPansen.HalsEine Beule am Hals wird meist durch ein zuniedriges Fressgitter oder durch falsch eingestellteNackenriegel verursacht.KlauenGesunde Kühe stehen beim Fressen ruhigund gerade. Herumtrippeln oder Lahmheitensind Zeichen für schlechte Klauengesundheit.Das kann an mangelhafter Rationsgestaltung,schlechten Stallböden odermangelnder Klauenpflege liegen.EuterGesunde Zitzen sind beweglich und habeneine natürliche Farbe. Mangelnde Eutergesundheitkann durch hygienische Probleme,mangelhafte Melkausrüstung odereine nicht ausgeglichene Ration entstehen.KotDie Ausscheidungen sollten weder zu dicknoch zu dünn sein und niemals unverdautePartikel enthalten.AtmungDie normale Atemfrequenz einer Kuh liegtbei 10 bis 30 Atemzügen pro Minute.Hitzestress oder Schmerzen und Fieberkönnen eine schnellere Atmung verursachen.Buchtipp: „Kuhsignale“,Jan Hulsen,Landwirtschaftsverlag,4. Auflage 2012,96 Seiten, 22,60 €;ISBN 978-3-7843-3342-7Die Witterungsverhältnisse des Frühjahres & Sommers 2013 waren eine besondereHerausforderung für die Grundfutterernte. Die Untersuchungsergebnisse weisenzumeist sehr niedrige Nährstoffgehalte auf.Auch bei heurigen Silagen diebeste Leistung erzielenMit dem qualitativ hochwertigenKraftfutterprogramm von SCHAUMANNwww.schaumann.atSCHAUMANN · 2345 Brunn/Gebirge, Jakob Fuchs-Gasse 25-27 · Tel. 0 22 36 / 3 16 41Mit Schärdinger lässt sich's leben.21


Mit Weidezaunrechner!Meltec: der neueWeb-Shop für Landwirte!Jetzt einfach online bestellen:Umfangreiches Zubehör und Bedarfsartikelfür die Rinder-, Schweine-,Geflügel-, Schaf- und Ziegenzucht.Entdecken Sie unsereSonderangebote –jeden Monat neu!www.meltec.netwww.faie.at... undweitere1000e Artikelfür dieMilchwirtschaftim FAIE Katalogund im Internet!QUALITÄT + AUSWAHL600SEITEN KATALOGJETZT GRATISANFORDERN!4844 RegauHandelsstraße 9Tel. 07672/716-0Fax 07672/716-34info@faie.atwww.faie.atDIE GANZE WELT DER LANDWIRTSCHAFTMINI COUNTRYMANVON STAINZER MILCHGRATULATIONZUR HOCHZEITBerglandmilch-Mitarbeiterin BrigitteSchrems vom Käseeck Geinberg hatgeheiratet. Geschäftsführung, Vorstandund Mitarbeiter gratulieren herzlich!Foto: Stainzer MilchFoto: PrivatEinen „Countryman“ Mini von StainzerMilch hat Elisabeth Eissl aus Lieboch beiGraz gewonnen. Beworben wurde das Gewinnspielrund um die gefragten Milchprodukteaus der Weststeiermark von Mai bisEnde Juli in Hörfunk, Print und online undauf den Milchpackungen. Alle Steirerinnenund Steirer waren aufgerufen, mit 20 gesammeltenKaufbeweisen von Produkten derStainzer Milch an der Verlosung des Hauptgewinnsteilzunehmen. Die glückliche Gewinnerin(im Bild 3. v. l.) kam mit ihrer Enkelinzur Schlüsselübergabe. Das Stainzer-Verkaufsteam gratulierte.Die Rohmilch für Stainzer-Milch-Produktestammt von bäuerlichen Familienbetriebenaus der Steiermark, Lieferanten der StainzerMolkerei findet man in der Koralmregionebenso wie im steirischen Wechselgebirge,im Grazer Bergland, auf der Teichalm, in derThermenregion oder im südoststeirischenWeinland.POLIT-PROMINENZ AMSCHLEMMER-STANDBereits zum vierten Mal verwandelte sich dieLinzer Innenstadt heuer im September zweiTage lang in ein Schlemmerparadies. Rund150 Lebensmittelproduzenten, darunter vieleDirektvermarkter aus dem Genussland Oberösterreich,präsentierten im Rahmen der„Genusslandstraße“ ihre Spezialitäten undNeuheiten am Hauptplatz, auf der Landstraßeund auf der Promenade. Als führende Molkereiim Land ob der Enns war natürlich auchdie Berglandmilch präsent. ProminentesteGäste bei der Verkostung waren LandeshauptmannJosef Pühringer und AgrarlandesratMax Hiegelsberger, die sich die eine oderandere Käsespezialität von Schärdinger nichtentgehen ließen.Foto: BerglandmilchNaturkost für das liebe ViehSOLAN KÄLBERMÜSLIHydrothermisch aufgeschlossenes Getreide für rasche PansenentwicklungSOLAN Kraftfutterwerk Schmalwieser GmbH & Co.KG 4672 Bachmanning, Austria,Tel. +43-7735 / 70 70-0 www.solan.at , solan@solan.at22 Mit Schärdinger lässt sich's leben.


Milchviehbetrieb von Josef Bauernfeind:„Mit PowerLac-Linie stimmen die Leistungund die Wirtschaftlichkeit.“Fotos: PrivatFIXKRAFT: HÖCHSTLEISTUNGEN AUS DER KRAFT DER NATURImmer mehr Schärdinger-Lieferanten setzenKraftfutter aus der PowerLac-Linie derFirma Fixkraft mit dem natürlichen FutterzusatzPhytoPass ein und verzichten somitauf pansengeschützten Rapsschrot. SeitAugust wird auch am Hof von Anita undJosef Bauernfeind in Rechberg im Mühlvierteldas Kraftfutter mit „PhytoPass“aufgewertet. Mit sofortigem Erfolg.Auch seitens der Molkerei verfolgt mandieses neue Futterkonzept mit großem Interesse.Denn die Kombination verschiedenerpflanzlicher Aktivsubstanzen bewirkt,dass weniger Protein und Energie in Formvon Ammoniak und Methan verloren geht.Zudem wird die Nährstoffaufnahme imDarm der Kühe verbessert und so insgesamteine deutliche Verbesserung der Futtereffizienzund Gesundheit erreicht. Soauch am Betrieb von Josef und Anita Bauernfeindmit 30 Milchkühen. Der Großteilder Milch geht an die Berglandmilch, rundein Drittel wird in Form von Trinkmilch,Kakao oder Joghurt an 30 Schulen undKindergärten abgegeben. 2011 wurde einMelkroboter angeschafft, um die Arbeitsspitzevor allem am Morgen abzufangen.Die Investition habe sich bereits gerechnet,heißt es, bei entsprechenden Milchpreisensoll die Herde weiter aufgestockt werden.Gefüttert wird eine auf Grassilage basierende,aufgewertete Mischration. VomMelkroboter erhalten die Kühe „PowerLac20 Omega“ und mittels Transponder je nachLeistung „PowerLac19 Energy“. Die Umstellungvon geschütztem Rapsschrot auf die natürlicheAlternative PhytoPass erfolgte imAugust dieses Jahres. Die Kostenersparnissowie weniger Chemie im Futter waren fürJosef Bauernfeind die wichtigsten Beweggründedafür: „Als Schulmilchproduzentenachten wir besonders darauf, dass die Milchso natürlich wie möglich und in besterQualität produziert wird, und sind stets auchAlternativen gegenüber offen. Allerdingsmüssen die Leistung und auch die Wirtschaftlichkeitstimmen. Das ist mit PowerLacdefinitiv der Fall.“Die neuesten Zahlen der Milchkontrolle sprechenfür sich. So ist die Milchleistung beigleichbleibender Futtermenge prompt umrund 1,5 kg pro Kuh und Tag gestiegen undhat den Herdendurchschnitt seither auf mehrals 30 kg angehoben. Bauernfeind: „Lautunserem Fütterungsberater hat die Kräutermischungauch positive Effekte auf die Gesundheitder Tiere. Das bestätigt sich in derZellzahlreduktion.“ Auch die Zellzahl hatsich von 200.000 auf 100.000 halbiert.Der Landwirt ist nicht der einzige Schärdinger-Lieferantmit derartigen Erfahrungen.Hermann Stockinger aus St. Peter in der Aufreut sich derzeit über eine neumelkende Kuhmit einer Einsatzleistung von 50 kg, welchenach sieben Wochen wieder problemlos auf-genommen hat. „Mir ist es grundsätzlichlieber, wenn die Tiere etwas wenigerMilch geben und dafür die Fruchtbarkeitoptimiert wird. Und umso besser, wennbeides möglich ist“, ist Stockinger von derPowerLac-Futterlinie überzeugt.Werner Bauernfeind aus Pierbach wiederumist neben der gesteigerten Fresslustvor allem aufgefallen, dass seit der Kraftfutterumstellungdie Brunst deutlich früherHermann Stockinger, Werner Bauernfeindund intensiver ausfällt: „Dass eine stierendeKuh übersehen wird, ist unmöglich.“Fazit: Auf allen von Schärdinger kontaktiertenBetrieben wurden positive Effektedurch den Einsatz von Kraftfutter aus derPowerLac-Linie festgestellt. Martin Veitvon Fixkraft: „Die erwähnten Vorteile, wiegünstigeres Futter, hohe Leistung und gesündereTiere, sehen wir als bestätigt.“Internet: www.fixkraft.atImpressum: Medieninhaber und Herausgeber: Berglandmilch eGen, Schubertstraße 30, 4600 Wels, www.schaerdinger.atHALLEN STALLBAU ENERGIEIhr kompetenterPartner von derPlanung biszur Fertigstellung Stallbau - Hallenbau Einrichtung - Lüftung - FütterungEntmistung Biogas PhotovoltaikHÖRMANN-Breitschieber können problemlos auf Gummi-Laufgangbelägeneingesetzt werden.Optimale Lichtverhältnisse und beste Luftführung durchHÖRMANN-Licht-Luft-Firste.Hörmann Interstall GmbH & Co. KGBahnhofstraße 17 | A-3352 St. Peter / AuFon +43 74 77 - 42 118 - 0Fax +43 74 77 - 44 708austria@hoermann-info.comwww.hoermann-info.comMit Schärdinger lässt sich's leben.23


für hohe Milchleistung spart Futterkosten schont die Umwelt 100% natürlicher Ersatz von geschütztem RapsschrotDie Milchviehfutterpalette PowerLac enthält die Kräutermischung

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