Der richtige Weg ist das Ziel - Hagia Chora Journal

geomantie.net
  • Keine Tags gefunden...

Der richtige Weg ist das Ziel - Hagia Chora Journal

Die Planung einer Raum- oderLandschaftsgestaltung nachFeng Shui führt häufig zu Ergebnissen,die auch nach denPrinzipien der modernen Verkehrsplanungzu erwartensind. Der Mensch folgt derDynamik des Raums. Jede gutePlanung muss diese erkennen,berücksichtigen und verstärken,wenn sich am gegebenenOrt ein positives Lebensgefühleinstellen soll.Raum-Dynamik und dieBewegung des MenschenDer richtigeWeg ist das ZielReiner Padligurf o t o l i a / m a r t i n h e a n e yDas Qi ist im Feng Shui die Qualität,welche die feinstoffliche Wirkungeines Raums definiert. DasQi soll eine für den Menschen günstigeQualität haben, um seine Nutzungswünscheund Ziele zu unterstützen. Man kanndas Qi als die an einem Ort vorhandeneLebenskraft beschreiben. Die Regeln zumVerlauf des Energieflusses, der Dynamikdes Qi, sind aus der menschlichen Raumwahrnehmungabgeleitet. Das unbewussteFußgängerverhalten auf Wegen, Straßen,Fluren und auf freien Plätzen steht in diesemArtikel als Beispiel dafür, wie Menschenauf einen Raum reagieren und dabeieine Tendenz haben, ihren richtigen,guten Weg zu finden und zu gehen. DieseTendenz, sich an bestimmten Orten längeraufzuhalten und bestimmte Wege lieberzu gehen als andere, kann man durchBeob achtungen statistisch erfassen.Der Physiker Dirk Helbing, Direktor desInstituts für Wirtschaft und Verkehr ander Technischen Universität Dresden, veröffentlichteein Buch über die „Verkehrsdynamik“,in dem von ihm unter anderemauch das Fußgängerverhalten untersuchtwurde. Es stellt die Beziehung zwischeneinem Raum und seiner Wirkung auf densich bewegenden Menschen vor, indemdie statistischen Ergebnisse des menschlichenVerhaltens als „evolutionäre Algorithmen“in bestimmte Formelgrößen zurBerechnung des Fußgängerverhaltens gebrachtwerden. Helbings Ziel ist es, bereitsin der Planung den Aspekt des menschlichenVerhaltens zu berücksichtigen.66 Hagia Chora 30 | 2008


f e n g s h u iPraxisbeispiel TrampelpfadAn den sichtbaren Spuren des sich bewegendenMenschen, den Trampelpfaden ineiner Parklandschaft, will ich diese Erkenntnisseund Prinzipien erläutern.In öffentlichen Parkanlagen und Grünflächenwerden von Städteplanern undLandschaftsarchitekten Wegeflächen gebaut,auf denen der Park durchquert oderüber eine Grünfläche geschlendert werdensoll. Der Verlauf der Wegeflächenwird dabei oft nach architektonischen Gesichtspunkten,z. B. bestimmten Linienachsenoder geometrischen Formen, odernach ökonomischen Aspekten, z. B. dersparsamsten (oftmals der geraden) Wegeführung,geplant. Die Bedürfnisse der späterenNutzer des Parks oder der Grünanlagestehen dabei selten im Vordergrund.Bald entstehen zwischen den befestigten,offiziellen Wegen Trampelpfade.Ihr Verlauf ist die materielle Manifestierungder sich in diesem Raum frei bewegendenMenschen. Trampelpfade entstehennach Dirk Helbing immer dann, wennder vorhandene Weg einen gewissen Umwegs-Toleranzwertüberschreitet, wobeiUmwege bis zu 25 Prozent von den Fußgängernnoch akzeptiert werden.Wenn der Mensch sich in einer Grünflächeseinen eigenen Weg aussucht, wählter nicht den geometrisch geplanten (Um-)Weg, allerdings auch nicht den kürzestenWeg. Obwohl vermeintlich alle Fußgängermeinen, durch das Begehen eines Trampelpfadsden eigentlich vorgesehenenWeg abzukürzen, sind die realen Trampelpfadeerstaunlicherweise nie die kürzesteVerbindung zwischen dem Anfangspunktund dem Ziel. Trampelpfade entstehenzwar vordergründig aus dem Wunsch,eine Abkürzung zu gehen, aber ihr Verlaufist immer kurvenförmig. Er entsprichtdem strömungsförmigen Verlauf einesBachs oder, mathematisch gesehen, einerperfekten Bézierkurve und kann dementsprechendauch berechnet werden.Trampelpfade sind die Kombinationvon einer rational gewünschten, optimalenDistanzverkürzung und einemangenehmen Gehgefühl. In den Trampelpfadenhat sich immer die positive Lebenskraftder Menschen manifestiert, dieihren eigenen und für sie richtigen Weggegangen sind. Die dadurch entstehendenWindungen entsprechen dabei interessanterweiseauch oft dem Verlauf der Qi-Dynamikdes jeweiligen Geländes.Die Parallelität zwischen der wissenschaftlichenBeschreibung solcher Bewegungsmusterund der Struktur des Qiim Feng Shui ist erstaunlich und könnteSkeptiker vielleicht von den tieferen Er­kenntnissen und der Tragweite der altenKunst des Feng Shui überzeugen.Der Mensch im RaumÄhnlich wie aus der Analyse des Qi imFeng Shui Empfehlungen abgeleitet werden,einen Raum energetisch für den jeweiligenZweck optimal so zu gestalten,dass der Raum dem Menschen ein positivesLebensgefühl vermittelt, leitet ProfessorHelbing aus seinen Erkenntnissender „evolutionären Algorithmen“ Empfehlungenfür eine Optimierung von Wegeflächenab. Seine Frage ist dabei, wiezum Beispiel bei Fußgängerströmen eineSteigerung der Durchflussmenge und Geschwindigkeit(besonders in Notfallsituationen)erreicht werden kann. Sein Ziel isteine bessere Effizienz, aber auch eine Einsparungvon Wegeflächen.Trotz des unterschiedlichen Ziels ergebenbeide Analysen im Prinzip die gleichenEmpfehlungen. Wie im Feng Shuiberücksichtigen auch Dirk Hel bings„evolutionäre Algorithmen“ den FaktorMensch, die subjektive Wirkung einesRaums und die Reaktionen des Menschen,so dass seine Planungsempfehlungen vonden Nutzern wohl als stimmig, angenehmund positiv empfunden werden.Verbesserung der WegeflächenDirk Helbing versucht beispielsweise oftmals,eine direkte Konfrontation von sichbegegnenden Fußgängerströmen zu vermeiden.Durch Säulen, Aufsteller oderPflanzen sollen die sich begegnendenFußgängerströme kanalisiert und an einandervorbeigeleitet werden. Bei Verengungenvon Wegen oder Zusammenführungenvon zwei Fußgängerströmensollen die Wege idealerweise immer trichterförmigverjüngt bzw. ineinander übergeleitetwerden.Diese Optimierungen bewirken einengleichmäßigen Strom aller Beteiligtenund eine größere Effizienz in der Anzahldes Durchgangs von Fußgängern.Dies gilt nach Helbing bei Fluchtwegenfür Fußgänger ebenso wie bei der Stauvermeidungfür den Verkehrsstrom aufden Straßen. Helbing leitet seine Optimierungs-Prinzipienvom Strömungsverhaltengasförmiger oder viskoser Ströme ab.Ich habe die Grundrisse einiger vonDirk Helbing entworfenen Räume einerFeng-Shui-Analyse unterzogen undkonnte feststellen, dass sich in diesenRäumen ein positiver Strom der Raumdynamikohne Energiestau und ohne Energieblockadenergibt. Auffallend ist, dassdie optimierten Räume einen sehr gleichmäßigenQi-Strom aufweisen. Aus Feng-Ein Trampelpfad in einem kleinen Stadtpark:Rot: Der nicht gegangene, kürzeste Weg.Blau: Der gegangene, angenehmste Weg.Schwarz: Der nicht gegange, vorgesehene Weg.Verengung eines Flusses. Oben: Eingliederung indie Engstelle von der Seite schlecht möglich,Stau und geringer Durchlass. Unten: kein Stau,gute Zusammenführung, besserer Durchlass.MittengeländerdurchlässigTreppenabwärtsAusgangEngstelleGebrocheneStoßrichtungGeländerTreppeaufwärtsEckengefülltHerkömmliche Treppenabgänge (oben); strömungsgünstigeTreppenabgänge (unten).Hagia Chora 30 | 2008 67


Wenn wir die Dynamik des Qi in Räumenoder entlang von Wegen betrachten,tun wir dies freilich aus der Perspektivedes Menschen. Aus der Betrachtung einerFliege oder einer Ameise würden sichwohl andere Qi-Dynamiken eines Raumsergeben. Es wäre schön, wenn alle Räume,Verkehrsflächen und Wege so gestaltetwürden, dass dadurch die geschaffenenlokalen Qi-Dynamiken den Menschen unterstützenund ihm positive Energie vermitteln.So würden Orte der Harmonie geschaffenwerden.Die Wege, die sich Tiere und Menschen suchen, entsprechen den Strömungsstrukturen in der Natur:Oben links: Ameisenstraßen vom Nest zu den Futterquellen. Oben rechts: Das oberirdische Wegenetzeiner Mäusestadt (beide aus „Verkehrsynamik“ von Prof. Dr. Dirk Helbing). Unten links: Das Gewässernetzder Emscher. Unten rechts: Vertikalschnitt durch die Alpen (nach C. Schmidt, in „Das sensibleChaos“ von Theodor Schwenk).Shui-Sicht ist daher zu erwarten, dass esangenehm ist, sich in solchen Räumen zubewegen.Neben dem Sicherheits- und Effektivitätsaspektist nach Helbing ein Nebeneffektder Raumoptimierung auch dieKos ten ersparnis durch Wegfall unnützerWegeflächen. Diese Flächen können dannanderweitig genutzt werden, oder manbraucht weniger Natur zu zerstören.Die Erkenntnisse von Dirk Helbing gehöreninzwischen zum wissenschaftlichenStandard der modernen Verkehrsforschungund werden unter anderem auchvon Michael Schreckenberg, Professorfür Physik, Verkehr und Transport an derUniversität Duisburg-Essen und AndreasSchadschneider, Professor für Physik ander Kölner Universität, in ähnlicher Weisefestgestellt und berücksichtigt. So zumBeispiel bei dem zum Teil schon realisiertenProjekt „Ruhrpilot“, bei dem mehrMobilität im gesamten Ruhrgebiet durcheine optimale Verknüpfung von Pkw, Busund Bahn erreicht werden soll, oder derStauminimierung durch die belastungsabhängige,ampelgesteuerte Zuflussregelungan den Autobahnen, die auch schon einedeutliche Verbesserung erreicht haben.Die Strömungsstruktur des QiInteressant ist auch Helbings Feststellung,dass das Verhalten von Fußgängern in derGruppe auf größeren Plätzen, Durchgängenund Fußgängerzonen Ähnlichkeitenmit den Strömungseigenschaften von Gasenund Flüssigkeiten hat: „Bei mittlerenund hohen Dichten zeigen Fußgängermengeneinige Auffälligkeiten von Gasenund Flüssigkeiten. Dazu zählen:! die Vergleichbarkeit von Fußspuren umHindernisse mit Stromlinien in Flüssigkeiten,! fingerartige Ausstülpungen (viscousfingering) an der Grenzlinie zwischen entgegengesetztenFußgängerströmen und! die Herausbildung von flussähnlichenStrömen durch stehende Fußgängermengen.Vielleicht kann diese wissenschaftlicheErkenntnis auch den Wortsinn der chinesischenWörter „Feng Shui“ als „Windund Wasser“ weiter erhellen.Das Prinzip der Strömungsstrukturentaucht überall in der belebten und unbelebtenNatur auf. Helbing findet diegleichen Strömungsstrukturen auch beiden Wildwechseln und Trampelpfadenim Tierreich. Nach Theodor Schwenk, bis1975 Leiter des Institut für Strömungswissenschaftenin Herrischried, sind Strömungsstrukturenin fast allen organischenStrukturen der belebten Welt, so zum Beispielin der Form von Herz und Lunge wieauch bei der Form von Fühlern bei denInsekten oder den Flügeln und Federn beiden Vögeln wiederzufinden. Auch in derunbelebten Welt, wie bei der Betrachtungder Erde und der Form der Landschaft,findet man nach Theodor Schwenk Strömungsstrukturen,die durch die Plattentektonik,Bewegungen von Gesteinen oderErosion durch Wind und Wasser erzeugtwerden.Strömungsstrukturen sind ein grundlegendesformgebendes Prinzip in unsererWelt. Sie sind nicht nur für die Form derLandschaft verantwortlich, sondern auchfür viele organische Formen bei den Pflanzen,im Tierreich und beim Menschen. Ausgeomantischer Sicht sind die Strömungsprinzipieneine der wesentlichsten Eigenschaftenin der Natur, in denen sich dasQi materialisiert. Oder auch umgekehrt:Die Qi-Kräfte manifestieren sich nach denPrinzipien der Strömungsdynamik.Praxisbeispiel EigentumswohnungNicht nur im Außenbereich, sondern auchin Wohnräumen können nach meiner eigenenErfahrung grundlegende Verbesserungenerreicht werden, wie das folgendeBeispiel einer Einfamilienwohnung darstellt.Die Wohnung wurde von einem Ehepaarmit zwei kleineren Kindern im Kindergarten-und Grundschulalter bewohnt.Der Ehemann war wissenschaftlich tätigund musste oft zu Hause vor- oder nacharbeiten.Die Ehefrau kümmerte sich vorallem um die Kinder, wollte aber demnächstwieder in den Beruf einsteigen. Gerufenwurde ich von beiden, besonderswegen des Wunsches nach einer beruflichenVeränderung und nach mehr beruflichemErfolg.Die Wohnung lag im zweiten Obergeschoßund hatte vom Wohnzimmer einenZugang auf einen großzügigen Balkon.Das Haus lag an einem Hang, undman hatte aus dem Wohnzimmer einenangenehmen, weiten Blick auf die andereTalseite in Richtung Südosten. Das Arbeitszimmer,der Raum hinter dem Wohnzimmer,wurde von beiden genutzt. Diebeiden abgebildeten Grundrisse gebenzum einen den aktuellen Bestand undzum anderen den Gestaltungsvorschlagzur Optimierung der Qi-Dynamik wieder.Die gelben Linien in den Grundrissen derWohnung beschreiben den Verlauf unddie Intensität des Qi in der Wohnung.Die Zufuhr und Qi-Verteilung war indiesem Fall ein besonderes Grundproblem.Von der Wohnungstür zwängteman sich durch einen dunklen, schmalenInnenflur in die Wohnung und stießdann fast schon gegen die Schlafzimmertür.Durch die schmale Geradlinigkeit desFlurs strömte die Raumdynamik praktischdirekt in das Schlafzimmer. Wenn in so einerSituation die Schlafzimmertür nichtgeschlossen wird, sitzt jeder Gast sozusagenschon auf der Bettkante. Dies kannbei Menschen auf Beziehungssuche vielleichtnicht verkehrt sein, war aber in die­68 Hagia Chora 30 | 2008


f e n g s h u isem Fall nicht gewünscht. Bei geschlossenerSchlafzimmertür entstand jedochfür den Qi-Fluss in dieser Richtung eineSackgasse. Das Qi wurde dann genötigt,um die Flurecke in Richtung Wohnzimmerzu strömen. Der enge, rechtwinklige Knickdes Flurs entsprach in keiner Weise demnatürlichen Strömungsprinzip der Qi-Dynamikund dem Bewegungsverhalten desMenschen und wirkte dementsprechendfür die Betroffenen eher als Behinderungund Einengung.Im Wohnzimmer angekommen, strömtedas Qi dann direkt über den Essplatz derFamilie durch das sehr offen gestalteteteWohnzimmerfenster nach draußen. Dergemeinsame Essplatz lag mitten im Qi-Strom. Es war wenig verwunderlich, dasssich die Familie am Essplatz nicht langeaufhalten wollte. Das Arbeitszimmer bekamvon der Qi-Dynamik der Wohnungfast nichts mehr ab und war somit deutlichunterversorgt.Allein aus dieser Betrachtung wurdendie Wünsche des Ehepaars nach Verbesserungihrer Arbeitsplatzsituation nachvollziehbar.Allerdings hätte eine ausschließlicheArbeitsplatzgestaltung nichtdie Ursache des Problems der schlechtenEnergieversorgung behoben, sondern nurdie Folgen minimiert.Die Dynamik des Qi beeinflussenDa die Wohnung im Eigentum der Familiewar und die Statik es erlaubte, war esallerdings möglich, Veränderungen zurOptimierung der Qi-Dynamik im Grundrissder Wohnung vorzunehmen. Im geändertenGrundriss ist der Raum der Gästetoilettevollständig entfernt worden. DieGästetoilette wurde schon lange nichtmehr als WC, sondern nur noch als Abstellkammerbenutzt und hatte eine sehrnegative Qi-Qualität entwickelt. Dadurchbestand die Möglichkeit, den Flur in diesemBereich zu erweitern und die Türzugängezum Schlafzimmer und zu einemKinderzimmer etwas mehr hervorzuholen.Als Folge dieser Veränderung kann nunnach der Wohnungstür das Qi leicht nachlinks in den nun offeneren und hellerenFlurbereich strömen.Die direkte, geradlinige Konfrontationder Qi-Dynamik mit dem Schlafzimmerwar aufgelöst. Darüber hinaus hat dieWohnung dadurch auch ein Zentrum bekommen.Die neue Mitte der Wohnung erhieltdurch die vorhandene Glastür zumWohnzimmer auch etwas natürliches Außenlichtund war nicht mehr so dunkelwie der Flur vorher. Die Flurmitte wurdezu einem Sammelort des Qi. Der Verlaufdes Flurs entsprach nun auch den oben imStruktur des Verlaufs der Qi-Dynamik in einerWohnung: Der Qi-Fluss strömt direkt in dasSchlafzimmer, zwängt sich um die Flurecke zumWohnzimmer, verflüchtigt sich durch das Balkonfensterund die Balkontür. Das Arbeitszimmerwird vom Qi-Fluss kaum erreicht. Im Badezimmerstagniert die Qi-Dynamik.Sinn von Helbing beschriebenen Strukturender „evolutionären Algorithmen“.Mit dieser Flurumgestaltung konnte bereitseine deutliche Steigerung des Wohlgefühlsin der Wohnung erreicht werden.Als weitere bauliche Veränderungschlug ich die Versetzung der Arbeitszimmertürin Richtung Eingangstür desWohnzimmers vor. Mit dieser Veränderungkonnte die Qi-Dynamik nun nachder Wohnzimmertür sofort auch direktins Arbeitszimmer strömen. Die Raumdynamikströmt nicht mehr ausschließlichüber den Essplatz nach draußen, sondernverteilt sich gleichmäßiger ins Wohnzimmerund Arbeitszimmer. Einige Veränderungender Innenraumgestaltung, wie einegrößere Pendelleuchte über dem Essplatz,schwerere Gardinenstoffe und Dekorationenam Fenster oder die Umstellung einzelnerMöbelstücke, sollten diesen Impulsunterstützen und verstärken.Durch die bessere Energiezufuhr in dasArbeitszimmer konnte dort die Qi-Dynamikdeutlich gesteigert werden, ohne denWohnwert des Wohnzimmers zu verringern.Die gleichmäßige Verteilung des Qiin Wohn- und Arbeitszimmer beruhigteauch die Raumdynamik im Wohnzimmerinsgesamt.Kleine Maßnahmen, große WirkungNach der Umgestaltung war schließlichein längeres gemeinsames Verweilen amEssplatz für die Familie möglich. Das Beispielzeigt, wie mit manchmal geringenVeränderungen in der Innenraumgestal­Nach der Feng-Shui-Analyse wurde der Grundrissder Wohnung verändert, um den Qi-Fluss zuverbessern. Durch den Wegfall der Gästetoiletteund eine Erweiterung des Flurbereichs wurdedas Zentrum der Wohnung aktiviert. Die Tür zumArbeitszimmer wurde so versetzt, dass diesesnun auch mit Qi versorgt wird.tung oder im Grundriss einer Wohnungoder von Geschäftsräumen eine grundlegendeOptimierung der Struktur oder desVerlaufs der Qi-Dynamik erreicht werdenkann. Die erreichten positiven Veränderungenwerden von den Nutzern spontanmit einem positiven Aha-Effekt kommentiertund begrüßt werden. Die neue Gestaltungwirkt dabei oft so selbstverständlichund stimmig, dass die Beteilig ten sich fragen,warum sie nicht schon früher durchgeführtwurde.Unter Berücksichtigung der Qi-Dynamikoder der „evolutionären Algorithmen“von Professor Helbing können sowohl beider Hausplanung als auch bei der StadtplanungRäume geschaffen werden, in denendie positive Wirkung des Orts auf denMenschen im Mittelpunkt steht. Vielleichtkönnen sich in der Praxis beide Ansätzegegenseitig unterstützen, so dass über dieArgumentationen der „evolutionären Algorithmen“in Verbindung mit Feng Shuieine größere Akzeptanz von der Notwendigkeitund Sinnhaftigkeit einer feinstofflichbesseren Landschafts-, Städte- undHausplanung bei den Entscheiderinnenund Entscheidern auf der Planungsebeneerwirkt werden kann. +Reiner Padligur, langjährig tätig alsRutengänger und Geomant, Vermessungstechniker,Seminarleiter fürElektrosmog, Geomantie und FengShui, Vorstandsmitglied im EuropäischenFeng Shui und Geomantie Berufsverband(EFGB). www.reiner-padligur.deHagia Chora 30 | 2008 69

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine