Konfirmation gestern und heute - Evangelische ...

lukas.kirche.de

Konfirmation gestern und heute - Evangelische ...

Ausgabe 02/2009 März|April|Mai

www.lukas-kirche.de

Gemeindebrief

Informationen aus der Ev. Lukaskirchengemeinde Düsseldorf-Lierenfeld

Konfirmation: Familien-

fest im Wandel S. 6

Konfirmation

gestern

&

heute

50 Jahre Frauen-

abendkreis S. 18

Zivi weltweit: Einsatz

in Indien S. 22

Gemeindebrief 02 · 2009 1


Editorial / Inhalt

EDITORIAL

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

Konfirmation gestern und heute

heißt das Titelthema dieses Gemeindebriefes.

Auf dem Titelbild sehen

Sie oben rechts ein Bild des Konfirmandenjahrgangs

1948 mit Missionar

Emil Schlipköter, dem ersten Pastor

in der Lukaskirchengemeinde (1927

- 1949) sowie daneben und darunter

21 von unseren 24 Konfirmandinnen

und Konfirmanden des Jahres 2009.

Dazwischen liegt mehr als ein halbes

Jahrhundert. Wir sind der Frage

nachgegangen, wie sich dieses Familienfest

im Laufe der Zeit verändert hat

und welchen Stellenwert Konfirmation

heute hat. Erinnerungen an die eigene

Konfirmation werden vielleicht

wach, wenn Sie Seite 6 und 7 lesen.

Wie war Ihre Konfirmation? Schreiben

Sie uns Ihre Geschichte! Sind Sie

vielleicht sogar in der Lukaskirche

konfirmiert worden und haben noch

ein Foto davon. Wir würden uns freuen,

wenn Sie es uns vorrübergehend

zur Verfügung stellen könnten, damit

wir unsere Konfirmanden-Fotogalerie

im Internet vervollständigen können.

Wie Jugendliche sich heute auf ihre

Konfirmation vorbereiten, erfahren

Sie auf Seite 8.

Gerne hätten wir Ihre Leserbriefe

veröffentlicht. Leider hat uns niemand

geschrieben. Leserbriefe bieten die

Möglichkeit, Meinungen zu Artikeln

zu äußern oder auch zu anderen Themen,

die Sie bewegen. Also schreiben

Sie uns – Ihre Meinung ist gefragt.

Ihr Redaktionsteam

Impressum

Gemeindebrief der Evangelischen

Lukaskirchengemeinde Düsseldorf

Herausgeber: Presbyterium der Evangelischen

Lukaskirchengemeinde,

Gather Weg 109, 40231 Düsseldorf,

E-Mail: presbyterium@lukas-kirche.de

2 Lukaskirche

INHALT

02 Editorial / Inhalt / Impressum

03 Geistliches Wort

Frohe Ostersuche

04 Panorama

Nachrichten aus der Gemeinde

06 Titelthema

Konfirmation gestern und heute

Ein Familienfest im Wandel der Zeit

08 Konfi-Unterricht

Mehr als Auswendiglernen

09 Nachgefragt

Interview mit dem neuen Jugendleiter. Udo Heinzen

über sich, seine Aufgaben und seine Ziele.

10 Tipps & Termine für Senioren

11 Gottesdienste in Lukas

12 Treffpunkte: Gruppen & Kreise

13 Aus dem Kirchenbuch

Geburtstage / Taufen / Bestattungen

14 Gemeindeadressen

15 Tipps & Termine

Theologischer Abend: Abendmahl

Diakonie-Sonntag: Armes Düsseldorf

16 Tipps & Termine / Kirchenmusik

18 Rückblick

50 Jahre Frauenabendkreis: Es kommt ein Schiff geladen

LukMichKarneval: Drei Abende voller Pointen

21 Rund um Ostern

Das Kreuz im Alltag, Stichwort Ostern, Kinder-Ecke

22 Menschen in Lukas

Zivi weltweit: Tobias Banning über seinen

Einsatz in Indien

www.lukas-kirche.de

Redaktion: Inga Bödeker, Hildegard

Gorny, Harry Heidrich, Ulla Leuwer,

Mechthild Pen-Carrara, Magdalene

Skischally

Anschrift der Redaktion: Gather

Weg 109, 40231 Düsseldorf, E-Mail:

gemeindebriefredaktion@lukas-kirche.de

Gestaltung & Layout: Hildegard Gorny

Auflage: 2.500 Exemplare

Erscheinungsweise: Vierteljährlich

Druck: Leo Druck GmbH, Stockach

Fotos: Pixelio, Medienverband EKiR, Gemeindebrief

Magazin, privat


Lebendige Nähe

Frohe Ostersuche!

Mit Jesu Tod war jedoch nicht alles aus.

Der Glaube seiner Gemeinde ist:

Der Gekreuzigte lebt für immer bei Gott –

als Hoffnung für uns.

Auferweckung meint keine Rückkehr ins

Raumzeitliche Leben,

auch keine Fortsetzung des

raumzeitlichen Lebens,

sondern die Aufnahme in jene

unfassbare und umfassende

letzte und erste Wirklichkeit,

die wir Gott nennen.

(Weggeleit 2007, S. 18, aus Hans Küng, 20 Thesen

zum Christsein, Serie Piper, München 1975)

Liebe Gemeindemitglieder,

wir bewegen uns auf das Osterfest zu. Ostern ist

ein Lebensfest. Wir feiern die Auferstehung Jesu

von den Toten. Wir feiern das Fest des Sieges

über die Hoffnungslosigkeit und die Verzweiflung,

über den Hass und den Tod, wir feiern das

Leben!

Das Osterereignis erzählt uns, dass Jesu Ankündigung,

sein Versprechen an uns wahr geworden

ist. „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“

(Joh. 14,14)

Ich höre für mich aus diesen Worten die Aufforderung

heraus: Finde für dich heraus, was

dein Leben reich macht, schaue und finde die

Fülle des Lebens, die Gott in Jesus Christus der

Welt gibt, dir und mir schenken will.

Lebendiges Leben kann so vieles für uns Menschen

sein: Lachen, Tanzen, Küssen, Lieben,

Springen, Höhen und Tiefen, Suchen, Vermissen,

Ertragen, Trauern. Bunt, schön und kontrastreich

sind unsere Lebensbiographien. Mitten

in unser Atmen, Lärmen, Schreien und Schweigen

buchstabiert Gott seine Osterbotschaft an

uns: Jesus lebt und ihr sollt auch leben.

Du sollst auch leben. Das ist Gottes Wunsch

für dein und mein Leben und dieser Wunsch

kann wahr werden, weil Gott voller Leben ist,

ständig Leben schafft, das Leben bejaht und

Geistliches Wort

sich in überströmender Liebe an uns verschenkt.

Er will, dass wir erleben, was unser Leben reich

macht. Ostern ist das Fest des Lebens, die Siegesfeier

über das Sterben. Gott sagt uns in dem

auferstandenen Herrn sein göttliches Leben zu.

„Glaubt mir“, sagt Jesus, „ich bin der Weg, die

Wahrheit und das Leben.“ (Joh. 14,6)

Wo Menschen Jesus begegnen, finden sie pralles

Leben. Er schenkt in Kanaan üppig Wein

aus, bei der Brotvermehrung werden die Menschen

mehr als satt, Lahme gehen, Blinde sehen

und den Lazarus weckt Jesus von den Toten auf.

„Ich lebe und ihr sollt auch leben“. Ostern lädt

uns ein, diese göttliche Quelle für uns zu entdecken

und auszukosten. Und das Schöne ist, diese

Quelle versiegt nie, und wer aus diesem Brunnen

schöpft und seinen Lebensdurst stillt, der wird

selbst zum Brunnen für andere. (Joh. 4,4)

Also machen Sie sich auf zur Ostersuche! Frohe

Ostern, liebe Gemeinde!

Ihr Pfarrer

Harry Heidrich

Gemeindebrief 02 · 2009 3


Panorama

Presbyter on Tour

Das Leitungsgremium unserer

Gemeinde hat sich vom 23. bis 25. Januar

zu einem Arbeitswochenende in

die Evangelische Jugendakademie in

Altenkirchen (Westerwald) zurückgezogen.

Nach einem meditativen Einstieg

über die Frage „Wie kann ich meinen

Glauben an Gott mit Worten benennen?“

stand das Thema „Regionalisierung“,

also die Zusammenarbeit mit

den Gemeinden Eller und Markus,

auf der Tagesordnung. In diesem Zusammenhang

beschäftigten wir uns

mit der sogenannten „Sinus-Studie“.

In dieser umfassenden Studie hat

das Heidelberger sozialwissenschaftliche

Forschungsinstitut Sinus die religiösen

Orientierungen der in zehn

Lebenswelten (Milieus) eingeteilten

Bevölkerung untersucht und nach

Lebenssinn, Bedeutung der Bibel und

Neues aus der Kita

Wie vom Presbyterium im vergangen

Jahr beschlossen, ist die Kindertagesstätte

der Lukaskirche zum

1. Januar 2009 zur Diakonie in Düsseldorf

übergeleitet worden.

Zusammen mit allen evangelischen

Kirchengemeinden in Düsseldorf

haben wir diesen Schritt vollzogen,

um mit diesem neuen Trägermodell

leistungsstarke und bedarfsgerechte

Kindergärten in unseren Gemeinden

erhalten und weiterentwickeln

zu können.

Die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte

hat die Lukaskirche an die

Diakonie verpachtet. Die Räume,

auch das Außengelände der Kindertagesstätte,

stehen der Gemeinde

für Gemeindeveranstaltungen weiter

zur Verfügung.

Auch wenn nun die Düsseldorfer

Diakonie die zentrale Trägerschaft

übernommen hat, bleibt der Kindergarten

fester Bestandteil unser

4 Lukaskirche

nach Forderungen an die Kirche gefragt.

Die Ergebnisse der Studie helfen

dabei, Antworten auf Fragen zu

finden wie: Was bewegt Menschen

in unterschiedlichen Lebenswelten?

Wo sind wir als Kirche gefragt und

gefordert? Was können wir in Zukunft

anders machen, was können

wir verabschieden? Wie lässt sich die

Frohe Botschaft so aussagen, dass sie

von Menschen in unterschiedlichen

Lebenskontexten verstanden werden

kann?

Auf Grundlage dieser Studie erarbeiteten

wir in zwei Arbeitsgruppen

Vorschläge für unsere weitere

Gemeindearbeit. Wir haben u.a. beschlossen,

einen Kultur- und Veranstaltungsausschuss

zu bilden. Dieser

Ausschuss soll zukünftig nicht nur die

Veranstaltungen in unserer Gemeinde

koordinieren, sondern auch Ideen und

Konzepte für neue, gruppenspezifische

Angebote entwickeln.

Gemeindearbeit.

Die christliche Erziehung und die

religionspädagogische Begleitung

durch Pfarrer und Pfarrerin sowie

gemeinsame Gottesdienste, Feiern

und Aktionen werden unverändert

fortgesetzt.

Da die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

der Kita jetzt Angestellte

der Diakonie sind, musste deren

Leiterin Marion Kläs ihr Amt als

Mitarbeiterpresbyterin bei uns allerdings

niederlegen.

Marion Kläs wird uns aber nicht

nur als Kita-Leiterin und engagiertes

Gemeindemitglied erhalten bleiben,

sondern von nun an als „ordentliche“

Presbyterin. Sie wurde in das Amt

von Sabine Brunn nachgewählt, die

wegen eines Wohnsitzwechsels aus

unserer Gemeindeleitung ausscheiden

musste.

Harry Heidrich

Zum Abschluss unseres gemeinsamen

Wochenendes besuchten wir

einen Gottesdienst im nahegelegenen

Ort Kirchen. Dort trafen wir Pfarrer

Kriener wieder, der dort gerade verabschiedet

wurde und sich über unsere

kleine „Abordnung aus Lukas“ sehr

freute. Pfarrer Kriener war vor einigen

Jahren in unserer Gemeinde vertretungsweise

als Pfarrer tätig.

Mechthild Pen-Carrara

Neue Krabbelgruppe

Wir haben wieder Platz für eine

neue Gruppe mit Eltern und Kindern

ab 6 Monaten.

Wir treffen uns montags ab 9:30

Uhr in den Jugendräumen hinter der

Lukaskirche. Wir spielen, singen und

tauschen uns über den Alltag mit den

Kleinen aus.

Weitere Infos und Anmeldung bei

Pfarrerin Inga Bödeker, Telefon 921

66 42.

Adventssammlung 2008

Bei unserer Adventssammlung im

vergangenen Jahr wurden insgesamt

1.820 Euro gespendet. Von diesem

Geld wird mit 1.020

Euro die dia konische

Arbeit in der Lukaskirchegefördert.

Die restlichen

800 Euro

haben wir für das

Projekt „Flüchtlingskinder“

der

Diakonie in Düsseldorf

gespendet. Das Presbyterium bedankt

sich herzlich bei allen Spenderinnen

und Spendern.


Telefonseelsorge wurde 50

Immer da

Einsamkeit, Liebeskummer, Existenz

angst – egal, welches Problem,

die Telefonseelsorger

hören zu. Die

Telefonseelsorge ist

rund um die Uhr

erreichbar und am

anderen Ende der

Leitung sitzt ein

Mensch mit viel

Geduld und Zeit.

Am 10. Januar 1959 begann die

Düsseldorfer Telefonseelsorge ihre

Arbeit und ist nach wie vor für viele

Runder Tisch

Am 1. Februar versammelten sich

nach dem Gottesdienst die in unserer

Gemeinde ehrenamtlich Tätigen zum

„Runden Tisch“.

Zunächst erläuterte Architekt Georg

Banning die im Kirchraum anstehenden

Renovierungsarbeiten. Geplant

sind das Streichen der Wände

mit hellen Farben in verschiedenen

Abstufungen, ein neuer Teppichboden

sowie eine neue Beleuchtung.

Nach diesen Ausführungen stellte

sich unser neuer Jugendleiter, Udo

Heinzen, vor (vgl. Seite 9). Zu seinem

Start in der Lukasgemeinde überreichte

ihm Falk Glomm im Auftrag

des Presbyteriums eine selbst gebas-

7 Wochen ohne

Mehr als zwei Millionen Menschen

beteiligen sich

jährlich an der Fastenaktion

„7 Wochen

Ohne“ der

evangelischen Kirche.

Die Aktion lädt

ein, die Zeit zwischen

Ascher mittwoch

und Ostersonntag

bewusst zu erleben und zu

gestalten: eingeschliffene Gewohnheiten

zu durchbrechen, die Routine

Menschen wie ein Licht in der Dunkelheit.

Mehr als 20.000 Anrufe pro

Jahr laufen im Düsseldorfer Büro ein.

„Trost und Rat unter Telefon 51515“

– so hieß 1959 in den Gründungstagen

das Angebot. Heute

wirbt das Seelsorgetelefon

mit dem

Slogan „Aus Worten

können Wege

werden“. Damit ma-

chen die geduldigen

Zuhörer unter der

kostenfreien Rufnummer 0800 111 0

111 gleich deutlich, um was es geht:

Wer nicht weiter weiß, dem hilft es

oft, mit einem anderen zu sprechen.

telte und prall gefüllte Schultüte.

Neben einem Bericht über das Presbyterwochenende

(vgl. Seite 4) fasste

Pfarrerin Inga Bödeker in einem kurzen

Rückblick die wichtigsten Ereignisse

des vergangenen Jahres in unserer

Gemeinde zusammen. Danach

stellte sie die Terminplanungen für

das Jahr 2009 vor.

Im weiteren Verlauf der Versammlung

wurden verschiedene Anregun gen

der anwesenden Gemeindemit glieder

diskutiert, z.B. Themen vorschläge für

das Gemeinde fest und zu Gottesdiensten

sowie zur weiteren Nutzung

des Gemeindesaales.

Das Presbyterium wird diese Ideen

in seiner nächsten Sitzung aufgreifen

und beraten.

Ursula Leuwer

des Alltags zu hinterfragen oder auch

nur wieder zu entdecken, worauf es

ankommt. Das Motto 2009 heißt

„Sich entscheiden!

7 Wochen ohne

Zaudern“.

Mittwochs um

19:30 Uhr trifft

sich eine Fastengruppe

in der Jakobuskirche

in Eller,

Am Schabernack

35. Anmeldung bei Pfarrerin Annette

Begemann, Telefon 77 48 26.

Internet: www.7-wochen-ohne.de

Monatsspruch

März 2009

Du sollst deinen

Nächsten lieben

wie dich selbst;

ich bin der HERR.

Goodbye Kirchenchor

Panorama

deinen

Levitikus 19, 18

Nächst e n

lieben

Beim gemeinsamen Weihnachtskonzert

am dritten Advent 2008

mussten wir uns leider von unserem

Kirchenchor verabschieden. Zusammengeschrumpft

auf acht Personen

war ein mehrstimmiges Singen nahezu

unmöglich. Nachwuchs war nicht

in Sicht.

Deshalb haben wir uns dem Kirchenchor

der Markuskirche angeschlossen.

Dort genießen wir es, mit

vielen Menschen zusammen zu singen.

Projektweise werden wir aber

immer noch Gottesdienste in der

Lukaskirche mitgestalten, vor allem

an hohen Festtagen. Mitsängerinnen

und Mitsänger sind immer willkommen.

Ich danke dem Kirchenchor für die

vielen Gottesdienste und Konzerte.

Danke auch für schöne, anstrengende,

lustige, ernste, aber immer motivierende

Chorproben.

Unter der Leitung von Friedhelm

Brod finden die Chorproben nun jeden

Dienstag von 19:45 bis 21:30 Uhr

in den Gemeinderäumen der Markuskirche

am Sandträgerweg 101 statt.

Ricarda Ochs

Gemeindebrief 02 · 2009 5


Thema

Konfirmandinnen 1935 mit Missionar Emil Schlipköter in der Niaskapelle. Die Niaskapelle stand von 1927 bis 1943 auf dem heutigen

Kindergartengelände der Lukaskirchengemeinde.

Konfirmation gestern und heute

Ein Familienfest im Wandel der Zeit

Zwischen Ostern und Pfingsten lassen sich deutschlandweit jedes Jahr rund 250.000 Jugendliche konfirmieren.

Wo liegen die Ursprünge dieser Tradition? Und was motiviert die jungen Menschen trotz zunehmender

Kirchenferne heute noch zur Teilnahme am Konfirmandenunterricht?

Die Konfirmation hat eine

lange Geschichte. In der

Bibel wird sie jedoch nicht

erwähnt. Sie ist auch kein Sakrament

wie die katholische Firmung

Früher – im Ur- und Frühchristentum

– war es üblich, nur Erwachsene

zu taufen. Davor gab es einen Taufunterricht.

Im Laufe der Zeit setzte sich

die Kindertaufe durch. Das heißt, die

Eltern eines Neugeborenen entscheiden

sich stellvertretend für ihr Kind

für den christlichen Glauben. Auf

diese Weise fiel jedoch der Taufunterricht

weg. Man wird einfach in seinen

Glauben hineingeboren.

Als „Erfinder“ der Konfirmation

gilt der Straßburger Reformator Mar-

6 Lukaskirche

tin Bucer (1491-1551), ein Zeitgenosse

Luthers, der sie seit 1534 forderte.

Bucer fand, es solle ein Fest geben,

in dem die Jugendlichen sich selber

zu ihrem Glauben bekennen. Damit

verband Bucer die Vorstellung, dass

die Jugendlichen in die erwachsene

christliche Gemeinde aufgenommen

und zum Abendmahl zugelassen werden.

Seit dem 19. Jahrhundert ist die

Konfirmation in ganz Deutschland

üblich.

Der Sinn der Konfirmation erschließt

sich aus dem Wort selbst. Es

kommt vom lateinischen „confirmare“,

was soviel heißt wie „bekräftigen“,

„be gründen“. Bei der Konfirmation

wird ein Bekenntnis abgelegt zum

Glauben und zu der Kirche, zu der

man durch die Taufe bereits gehört.

Bei der Konfirmation sagen die

Konfirmanden „ja“ zu ihrer Taufe.

Die Kirche überträgt ihnen mit der

Konfirmation alle Rechte, die jedes

erwachsene Kirchenmitglied hat, beispielsweise

Übernahme des Patenamtes

und aktives Wahlrecht für das

Presbyterium.

Zuvor haben sie ein Jahr lang den

Konfirmandenunterricht besucht.

Der Unter richt zur Vorbereitung auf

die Konfirmation ist somit „nachgeholter

Taufunterricht“.


Konfirmation als Übergangsritus

Im Laufe der Zeit wurde die Konfirmation

zu einem Fest, bei dem die

jungen Konfirmierten nicht nur in der

Gemeinde, sondern auch in der Gesellschaft

als Erwachsene anerkannt

wurden. Mädchen konnten heiraten

und Jungen war es erlaubt, ein Lokal

zu besuchen. Bis vor einigen Jahrzehnten

begann für viele kurz nach

der Konfirmation das Arbeitsleben.

Der Übergang von der Kindheit

zum Erwachsenenleben zeigte sich

auch in einer neuen Kleiderordnung:

Die Jungen trugen ihre ersten langen

Hosen und die Mädchen die ersten

Schuhe mit höheren Absätzen, später

auch die ersten Nylonstrümpfe und

die erste Dauerwelle.

Auch die Geschenke zur Konfirmation

haben sich geändert. Früher gab

es Geschenke, die eher eine symbolische

Bedeutung oder einen persönlichen

Wert hatten. Für die Jungen war

es zum Beispiel etwas ganz Besonderes,

zur Konfirmation die erste Armbanduhr

zu bekommen. Mädchen bekamen

Teile ihrer Aussteuer.

Jugendliche von heute brauchen

keine symbolischen Geschenke mehr,

um erwachsen zu werden. Sie besitzen

immer früher wertvolle Dinge. Deshalb

gibt es heute häufig Bares.

Konfirmation im 21. Jahr hundert

Heute ist das Erwachsenwerden nicht

mehr auf den Zeitpunkt der Konfirmation

konzentriert. Zur Jugend

gehört man noch lange danach. Die

Schulentlassung steht ebenfalls noch

nicht an. Die Konfirmation ist auch

nicht mehr der Zugang zum Abendmahl.

Konfirmation nur der „Kohle“

wegen?

Ist Konfirmation heute zu einem

bloßen Geschenkefest ver kommen

oder kann sie Jugendlichen auf dem

schwierigen Weg zum Erwachsenensein

helfen, Orientierung geben?

Viele Jugendliche sind durchaus

interessiert an Glauben und Religion.

Doch sie finden wie die meisten

Erwachsenen nur schwer Worte, ihre

Überzeugungen auszudrücken.

„Nach der Konfirmation

gönne ich mir erst mal

eine kleine Pause“

Fragt man Jugendliche nach ihren

Motiven, sich konfirmieren zu lassen,

fällt ihnen die Anwort oft schwer.

„Ich möchte später einmal kirchlich

heiraten und Patin werden können“,

antwortet die 15jährige Saskia Latz

aus der diesjährigen Konfirmandengruppe

auf die Frage, warum sie sich

konfirmieren lässt. „Und meine Kinder

taufen lassen“, „und kirchlich beerdigt

werden“, ergänzen Lina Felden

(15) und Stephan Leber (14).

Fragt man Eltern nach dem anstrengendsten

Alter ihrer Sprösslinge, nennen

sie meist die Zeit zwischen dem

12. und 14. Lebensjahr: Zickenalarm

bei den Mädchen, Macho-Manieren

bei den Jungen, Endlosdiskussionen,

Schockfarben im Haar, Metall in der

Haut und Klamotten, die andere nicht

einmal zur Gartenarbeit tragen.

Etwas überspitzt vielleicht, doch

tatsächlich ist diese Zeit für Jugendliche

eine Phase großer Veränderungen,

körperlich wie auch seelisch.

Titelthema

Gerade die Pubertät ist eine Zeit, in

der junge Menschen nach Orientierung

suchen. Sie fragen u.a. nach dem

Sinn des Lebens. Der Konfirmandenuntericht

bietet den Jugendlichen

Raum, solchen existentiellen Fragen

nachzugehen.

Konfirmation als Abschiedsveranstaltung?

„Nach der Konfirmation gönne ich

mir erst mal eine kleine Pause. Aber

danach gehe ich vielleicht wieder

mal zu Gottesdiensten. Besonders an

Weihnachten. Da ist es schön in der

Kirche,“ gesteht Konfirmand Nils

Meier (13).

Was bleibt nach der Konfirmation?

Funktioniert der Übergang von der

Konfirmandenzeit in die Jugendarbeit

der Gemeinde? Wie viele Konfirmierte

finden ihren Platz langfristig

in der Gemeinde? Oder hat sich die

Gemeinde damit abgefunden, dass

viele Jugendliche eher aus der Kirche

hinauskonfirmiert werden als hinein,

in der Hoffnung, dass sie vielleicht als

Erwachsene wieder auftauchen?

Wer dauerhaft integrieren will,

muss mithelfen, dass Jugendliche auch

nach der Konfirmation einen Platz in

der Gemeinde finden können. Kinder

und Jugendliche sind nicht erst die

Gemeinde von morgen – auch wenn

sie zahlenmässig mittlerweile in der

Minderheit sind. Sie sollten das Kirchenleben

mitgestalten dürfen. Ihre

Wünsche und Meinungen müssen

Gehör finden. Sonst ist „morgen“ niemand

mehr da, der Gemeinde sein

könnte. Hildegard Gorny

Gemeindebrief 02 · 2009 7


Titelthema

Konfi-Unterricht: Mehr als Auswendiglernen

„Sieben Konfirmanden haben sich wegen

ihres ungebührlichen Benehmens am

Samstag, den 7.12.1957 im Jugendheim

einzufinden und vor zwei Presbytern zu

entschuldigen. R. B. wird wegen seines

vielfachen Fehlens im Unterricht sowie

im Gottesdienst nicht konfirmiert.“

Niedergeschrieben in einem Presbyteriumsprotokoll

der Lukaskirchengemeinde

anno 1957.

In den 50er und 60er Jahren des letzten

Jahrhunderts herrschte im Konfirmandenunterricht

noch eine strenge

Ordnung. Konfirmanden unterricht

war wie schulischer Unterricht orga

ni siert. Es musste viel auswendig

gelernt werden. Dieses Wissen wurde

dann am Ende der Konfirmandenzeit

in einem Gottesdienst öffentlich abgefragt.

Die fünf Hauptstücke des Katechismus

fehlen auch heute nicht im

Konfirmandenunterricht: die zehn

Gebote, das Vaterunser und das

Glaubensbekenntnis, die Taufe und

das Abendmahl. Aber ausschließlich

Katechismus lernen ist passé. In der

heutigen Konfirmandenarbeit werden

Erlebnispädagogik und die Auseinandersetzung

mit theologischen Inhalten

kombiniert.

„Wenn im Konfirmandenunterricht

vor zwanzig Jahren über Tod und

8 Lukaskirche

Larissa Beckers

Janine Fahjen

Kai Felden

Lina Felden

Kathrin Frerich

Jana Frerichs

Annika Hengesbach

Jessica Hoff

Unsere Konfirmanden 2009

Laura Keil

Fabian Knapp

Andreas Knauer

Saskia Latz

Stephan Leber

Sara Losch

Nils Meier

Cathrine Mohaupt

Marilena Mones

Gideon Müller

Lisa Ortmann

Jaqueline Reimers

Nils Saemisch

Joshua Scherer

Vanessa Schmitz

Cara Watermann

Sterben gesprochen wurde, hat man

sich eben auf zwei Bibelstellen und

ein Lied aus dem Gesangbuch bezogen.

Inzwischen gehen wir auf den

Friedhof und besuchen ein Bestattungsunternehmen,“

erläutert Pfarrerin

Inga Bödeker, „das Kennenlernen

von Beerdigungsritualen spiegelt unsere

christlich-abendländische Tradition

im Umgang mit Sterben und Tod

wider. In den Räumen eines Beerdigungsinstitutes

und auf dem Friedhof

hat das Lernen einen anderen Realitätsbezug

als beim Gespräch über Tod

und Trauer im Gemeindehaus.“

Ein weiterer Schwerpunkt der

Konfirmandenarbeit besteht darin,

die Gemeinde kennen zu lernen. Im

Rahmen eines Gemeindepraktikums

(z.B. Kinderkirche, Kindergruppen,

Diakonie, Gemeindebriefverteilung)

lernen die Jugendlichen Aufgaben

und Dienste der Kirche kennen. „So

erfahren sie, dass Kirche sich nicht

auf den sonntäglichen Gottesdienst

beschränkt und dass sie das Ge -

meinde leben mitgestalten können,“

erklärt Pfarrerin Bödeker.

„Die Bibelarbeiten in den Gruppenstunden

fand ich aber manchmal ein

bisschen eintönig“, klagt Konfirmand

Nils Meier (13). „Aber die Ausflüge,

Liebe Konfirmandinnen,

liebe Konfirmanden,

Wir – die Presbyter dieser Gemeinde –

wünschen Euch zur bevorstehenden Konfirmation

von Herzen Gottes Segen. Wir laden

Euch ein, auch nach Eurer Konfirmation

weiter bei uns mitzumachen, an unserem

Gemeindeleben aktiv teil zunehmen, denn

Ihr gehört dazu. Da gibt es nicht nur Möglichkeiten

für alte Leute. Ihr jungen Leute

liegt uns ganz besonders am Herzen. Wir

haben Udo Heinzen, der seit kurzem unsere

Jugendarbeit leitet, extra auch für Euch

eingestellt. Ach übrigens, Ihr könnt uns auch

ruhig Eure Wünsche und Vorstellungen, die

Ihr an die Gemeinde habt, mitteilen.

Mechthild Pen-Carrara

für das Presbyterium

Anmeldungen für den

Konfirmandenunterricht

Jugendliche werden in der Regel im

8. Schuljahr konfirmiert. Der Konfirmandenunterricht

dauert ein Jahr

und findet jeweils dienstags von 16

bis 18 Uhr statt.

Der neue Kurs startet mit einem

Elternabend am 28. April 2009 um

19:00 Uhr im Saal der Lukaskirche.

Bitte bringen Sie dazu Ihr Familienstammbuch

und 16 Euro für eine

Bibel und ein Arbeitsbuch mit.

Alle Jugendliche, die zwischen

dem 31.12.1994 und dem 1.7.1996

geboren sind, werden von uns zuvor

angeschrieben.

Wer keine Post erhält, aber trotzdem

konfirmiert werden möchte oder

noch weitere Fragen hat, kann sich

gerne an Pfarrerin Inga Bödeker

wenden.

Die Konfirmation 2010 wird am

18. April 2010 stattfinden.

wie zuletzt ins Trebecafé, haben uns

gut gefallen“, erzählt Konfirmandin

Lina Felden (15), „es hätten vielleicht

ein paar mehr Ausflüge sein können.“

In guter Erinnerung wird ihnen auf

jeden Fall ihr gemeinsames Konfi-

Wochenende in Vreden bleiben. Da

sind sich die „Konfis“ einig.

Hildegard Gorny


Interview mit dem neuen Jugendleiter

Mit Leben füllen

Diplom-Sozialpädagoge Udo Heinzen, 28, seit dem 1. Februar 2009 als

neuer Jugendleiter in unserer Gemeinde aktiv, über sich, seine Aufgaben

und seine Ziele.

Gemeindebrief: Herr Heinzen, zunächst

einmal herzlich willkommen

in unserer Gemeinde. Wie sind Sie

zur Kinder- und Jugendarbeit gekommen?

Heinzen: 1994, also bereits mit 14

Jahren, habe ich angefangen, mich

ehrenamtlich in der kirchlichen Kinder-

und Jugendarbeit in einer Düsseldorfer

Kirchengemeinde zu engagieren.

Dabei wurde mir klar, dass

ich in diesem Bereich auch in meinem

späteren Beruf gerne arbeiten würde.

Gemeindebrief: Wie war dann Ihr

beruflicher Werdegang?

Heinzen: Nach dem Abitur und einer

kaufmännischen Ausbildung habe ich

Sozialpädagogik mit der Fachrichtung

Kinder- und Jugendarbeit an der

Fachhochschule Köln studiert. Nach

dem Examen Anfang 2008 war ich

mit einer halben Stelle als Jugendleiter

bei der Evangelischen Friedenskirchengemeinde

in Mülheim an der

Ruhr beschäftigt.

Außerdem arbeite ich seit Februar

2008 im evangelischen Jugendzentrum

in Oberbilk (ejuzo), wo ich seit

Beginn des Jahres glücklicherweise

dem hauptamtlichen Team angehöre

und dort Erfahrungen in der offenen

Arbeit mit Jugendlichen sammeln

kann.

Gemeindebrief: Mit wie vielen Stunden

in der Woche werden Sie in unserer

Gemeinde tätig sein?

Heinzen: Mit 12. Die übrige Zeit

werde ich weiterhin im Oberbilker

Jugendzentrum arbeiten.

Gemeindebrief: Welche Aufgaben

haben Sie hier bei uns?

Heinzen: Als Jugendleiter sind meine

Hauptaufgaben die Planung, Koordi-

nation und Durchführung von Angeboten

für Kinder und Jugendliche.

Das heißt im Klartext, dass ich dafür

zuständig bin, dass Kinder und Jugendliche

den Weg in unsere Lukaskirche

finden und sich bei uns wohl

fühlen.

Gemeindebrief: Welche Ziele haben

Sie sich gesetzt? Planen Sie irgendwelche

neuen Projekte oder Gruppen?

Heinzen: Eins meiner Ziele ist es, eine

gut besuchte Jugendgruppe zu starten,

die unseren Jugendkeller wieder

mit Leben füllt. Wünschen würde ich

mir, dass sich in dieser Gruppe viele

Konfirmanden wiederfinden würden.

Die Anleitung und Schulung der ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter, die mit mir zusammen

die Kindergruppen betreuen, ist mir

ebenso wichtig. Sie bilden das Bindeglied

zwischen mir als hauptamtlichen

Jugendleiter und sind am nächsten an

Neue

Aktionsangebote

unter

www.restaurant-waldschaenke.de

Nachgefragt

den Jugendlichen

dran.

Es wäre

schön, wenn

wir ein regelmäßigesMitarbeitertreffenstarten

würden,

in dem die

vielen Ideen der ehrenamtlichen Mitarbeiter

zusammengetragen werden.

Ein solches Treffen würde auch den

Zusammenhalt der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter untereinander stärken.

Darüber hinaus kann ich mir vorstellen,

zeitlich begrenzte Projekte oder

Workshops, wie beispielsweise einen

Videoworkshop, anzubieten.

Gemeindebrief: Wann und wo kann

man Sie am besten treffen?

Heinzen: Anzutreffen bin ich im Jugendbüro

/ Jugendkeller am besten

dienstags und mittwochs jeweils ab

15:30 Uhr und natürlich nach Vereinbarung

auch außerhalb dieser Zeiten.

Per E-Mail bin ich unter jugend@

lukas-kirche.de zu erreichen.

Gemeindebrief: Herr Heinzen, wir

danken für das Gespräch.

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Restaurant – Café – Biergarten – Kegelbahn

Gesellschaftsräume – Spielecke – Spielplatz

Räume bis 100 Pers. für

Familienfeiern aller Art

Tagungen

Seminare

Kinderspielecke

täglich Kaffee & Kuchen

abwechslungsreiches Speisenangebot

Öffnungszeiten:

Di bis Fr ab 15:00 Uhr

Sa, So & Feiertags ab 11:30 Uhr

Freiheitstr. 78 – 40627 Düsseldorf – ( 278172

www.restaurant-waldschaenke.de

Gemeindebrief 02 · 2009 9


Tipps und Termine für Senioren

Seniorenfreizeit vom 5. bis 15. September 2009

Mit Freu(n)den reisen

Ziel unserer Seniorenfreizeit im

September wird wieder der hessische

Kurort Bad Salzschlirf in der Rhön

sein.

Wohnen werden wir in der familiengeführten

Hotel-

Pension Eldorado,

nur wenige Gehminuten

vom Zentrum

entfernt.

Vom Haus aus gelangen

Sie direkt in

den Kurpark. Die

Kur- und Freizeiteinrichtungen

sind

bequem auf ebenen

Wegen zu erreichen.

Das Hotel verfügt über Einzel- und

Doppelzimmer mit Duschbad, Telefon

und TV. Mehrere Gruppenräume,

eine Liegewiese im großzügigen

Garten und ein Fahrstuhl ste-

Gut aufgelegt

Musikalische Reise in die

Vergangenheit

Gehen Sie mit uns auf eine musikalische

Reise durch die Vergangen-

heit mit all ihren schönen Erinnerungen.

In gemütlicher Runde erklingen

Schlager aus den 30er, 50er und 60er

Jahren zum Mitsingen und Mitschunkeln.

Musik wünsche nehmen die

Disc jockeys Viktor Derichs und

Wolfgang Neumann gern entgegen.

Wann? 14. Mai 2009, 14:30 Uhr

Wo? Schlosskirche Eller

Kosten? Verzehrkarten für 5 Euro

werden in den Gemeinde-

gruppen angeboten

Kontakt? Helga Scheewel und

Karin Martini

Telefon 0160 / 49 71 297

10 Lukaskirche

hen ebenfalls zur Verfügung. Ihre

Reisebegleiterinnen sind Marianne

Adrian und Karin Martini.

Reisepreis: 655 Euro im Einzelzimmer,

625 Euro im Doppelzimmer

sowie 20 Euro

Kurtaxe, bei 70 %

Schwerbehinderung

die Hälfte.

Leistungen

Zehn Über nachtungen,

Vollpension

(4 Mahlzeiten pro

Tag, alle Getränke

im Haus frei), zwei

Halbtagsausflüge,

ein Grill abend, ein bunter Abend

mit Live-Musik, Bus trans fer mit

Luxus-Fernreisebus.

Anmeldung

Freitag, 24. April 2009, 14:30 Uhr,

Seniorentreffpunkt, Schlossallee 8

Ausflug am 10. Juni

Spargelessen im Spargeldorf

Walbeck

Am Mittwoch, den 10. Juni 2009

machen wir einen Ausflug ins Spargeldorf

Walbeck am Niederrhein.

12:00 Uhr: Mittagessen im Restaurant

Zum Mühlenhof: Frischer Stangenspargel

(soviel Sie essen möchten!),

Petersilienkartoffeln, Sauce Hollandaise,

gemischter Schinken.

13:30 Uhr: Besichtigung des Ortes

und der Kirche. Möglichkeit zum

Kauf von frischem Walbecker Spargel

im Bauernladen Kisters.

14:30 Uhr: Kaffee und Kuchen (selbstgebackener

Kuchen ab 1,50 Euro, alle

Getränke 1,00 Euro).

Kosten für Busfahrt und Mittag essen:

24,50 Euro.

Abfahrt: 9:15 Uhr Jakobuskirche,

9:20 Uhr Schlossallee, 9:25 Uhr Hackenbruch,

9:30 Uhr Lukaskirche.

Rückfahrt 15:30 Uhr (ca. 1 Stunde)

Anmeldung bei Karin Martini,

Telefon 0160 / 49 71 297

Busrundfahrt durch Düsseldorf

Stadtrundfahrt Teil II

Die Erkundungsreise durch die eigene

Stadt geht weiter. Kommen Sie

wieder mit auf eine Busrundfahrt

durch Düsseldorf. Schwerpunkt wird

der Düsseldorfer Norden sein.

Für die, die im letzten Jahr nicht dabei

waren, schauen wir uns noch einmal

die besonders wichtigen Punkte in

der Innenstadt an, z.B. die Königsallee

und den Medienhafen. Dann geht

es auf die andere Rheinseite: über die

Flughafenbrücke, vorbei an der LTU-

Arena, zum Flughafen. Endpunkt der

Rundfahrt wird Kaiserswerth sein.

Wann? Mittwoch, den 22. April,

12:30 bis ca. 17:00 Uhr

Wo? Der Bus fährt die Ge-

meindezentren an.

Kontakt? Anmeldung in den Ge-

meindegruppen oder bei

Karin Martini

Telefon 0160 / 49 71 297

Anmeldung für Seniorenfreizeit

Bad Salzschlirf:

24. April 2009

Märchen und Tänze

Orientalischer Nachmittag

Wir laden Sie herzlich zu einem

orientalischen Nachmittag ein. Es erwartet

Sie ein zauberhafter Nachmittag

mit Märchen, erzählt von Herbert

Kröll, und Tänzen aus dem Orient

mit der Tanzgruppe von Heidemarie

Krusekamp.

Wann? 26. März 2009, 14:30 Uhr

Wo? Saal der Lukaskirche

Gatherweg 109

Kosten? Verzehrkarten: 3,50 Euro,

werden in den Gemeindegruppen

angeboten

Kontakt? Erika Höhler, Magdalene

Skischally, Karin Martini

Telefon 0160 / 49 71 297


Gottesdienste

in

Lukas

Datum Uhrzeit Gottesdienst Predigt

So 1.3. 9:30 Gottesdienst Heidrich

So 8.3. 9:30 Gottesdienst Bödeker

So 15.3. 9:30 Gottesdienst Bödeker

So 22.3. 11:00 Diakonietag

Gemeinsamer Gottesdienst

von Lukas, Markus, Eller

in der Jakobuskirche

So 29.3. 9:30 Gottesdienst

mit Abendmahl

Helm

So 5.4. 9:30 Gottesdienst Bödeker

Do 9.4.

Gründonnerstag

Fr 10.4.

Karfreitag

Sa 11.4.

Karsamstag

So 12.4.

Ostersonntag

Mo 13.4.

Ostermonstag

18:00 Gottesdienst

mit Abendmahl

9:30 Gottesdienst

mit Abendmahl

16:00 Familiengottesdienst

mit anschl. Osterfeuer

9:30 Gottesdienst

mit Abendmahl

11:00 Gemeinsamer Gottesdienst

von Lukas, Markus, Eller

in der Jakobuskirche

Heidrich

Heidrich

Bödeker

Bödeker

So 19.4. 9:30 Gottesdienst Heidrich

So 26.4. 10:00 Konfirmation

mit Abendmahl

Bödeker

So 3.5. 9:30 Gottesdienst Heidrich

So 10.5. 9:30 Gottesdienst Bödeker

So 17.5. 10:00 Gemeinsamer Gottesdienst

von Lukas, Markus, Eller

in der Markuskirche

Do 21.5.

9:30 Gemeinsamer Gottesdienst Heidrich

Ch. Himmelfahrt

von Lukas, Markus, Eller

in der Lukaskirche

So 24.5. 9:30 Kirchentagsgottesdienst

mit anschl. Brunch

Heidrich

So 31.5.

9:30 Gottesdienst

Bödeker

Pfingstsonntag

mit Abendmahl

Mo 1.6.

11:00 Gottesdienst im Grünen

Pfingstmontag

am Pavillon im Schlosspark

Eller

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen

Fehler zu machen. (Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), evangelischer Theologe)

Gottesdienste

Ökum. Frauengottesdienst

Freitag, 6.3.2009, 15:00 h

Weltgebetstag der Frauen

St. Michael

Dienstag, 10.3.2009, 8:30 h

Lukaskirche

Dienstag, 7.4.2009, 8:30 h

St. Michael

Dienstag, 12.5.2009, 8:30 h

Lukaskirche

Kinderkirche

Für Kinder von 5 bis 10

mit Mittagessen (1,50 Euro)

jeweils 11:00 bis 13:00 Uhr

in der Lukaskirche

Samstag, 7.3.2009

Samstag, 2.5.2009

Samstag, 6.6.2009

Kleinkindergottesdienst

Für Kleinkinder und ihre Eltern

jeweils um 10:45 Uhr

in der Lukaskirche

Sonntag, 8.3.2009

Sonntag, 5.4.2009

Sonntag, 10.5.2009

Jugendgottesdienst

Gemeinsamer Jugendgottesdienst

mit der Markuskirchengemeinde

Sonntag, 8.3.2009

17:00 Uhr

Markuskirche

Osterfeuer

Karsamstag, 10.4.2009

16:00 bis ca. 19:00 Uhr

Lukaskirche

Familiengottesdienst mit anschl.

Osterfeuer, Grillen und Stockbrotbacken

Gemeindebrief 02 · 2009 11


Treffpunkte

Babys & Eltern

3-Tage-Gruppe // dienstags, mittwochs und donnerstags 9:00 – 11:45 Uhr // Gatherweg 109 //

Kontakt: Frau Fuchs, Telefon 261 17 18

Krabbelgruppe 2 // freitags 9:30 Uhr, Gatherweg 109 //

Kontakt: Frau Sodekamp, Telefon 209 17 78 oder 0171-9725513

Gruppen

Kindergruppe 5 – 7 Jahre // montags 16:00 – 18:00 Uhr

& In Lukas ist nicht

nur sonntags was los

Kreise

Kinder & Jugendliche

Kontakt: Udo Heinzen, Telefon 78 40 40

Kindergruppe 8 – 10 Jahre // mittwochs 16:30 – 18:30 Uhr

Jugendgruppe ab 14 Jahre // mittwochs 19:00 Uhr

Kirchenmusik

Kontakt: Kantorin Ricarda Ochs, Telefon 240 83 62

Kinderchor

donnerstags 15:30 – 16:15 Uhr (Vorschulkinder und 1. Klasse)

donnerstags 16:30 – 17:15 Uhr (ab 2. Klasse)

Flötenchor für Kinder // donnerstags 17:30 – 18:00 Uhr

(mitmachen können alle Kinder, die auf der C-Flöte mindestens die Töne C1 bis C2 beherrschen)

Kirchenchor // dienstags 19:45 – 21:30 Uhr // Markuskirche, Sandträgerweg 101 // Leitung: Friedhelm Brod

Just-for-fun-Chor // dienstags 20:00 – 22.00 Uhr (2x monatlich) // Gatherweg 109 //

Posaunenchor // donnerstags 20:15 – 21:45 Uhr // in Oberbilk // Kontakt: Kantor Jens-Peter Enk, Telefon 165 72 51

Erwachsene

Seniorenkreis // dienstags 15:00 Uhr // Gatherweg 109 // Kontakt: Erika Höhler, Telefon 21 58 13

Senioren ins Internet // Gertrudishof in Eller // Kontakt: Erhard Mrosek, Telefon 229 16 30

Frauentreff // mittwochs 20:00 Uhr (1x monatlich nach Absprache) // Gatherweg 109 //

Kontakt: Bettina Banning, Telefon 261 23 45

Frauenabendkreis // donnerstags 15:00 Uhr (1x monatlich) // Gatherweg 109 //

Kontakt: Magdalene Skischally, Telefon 20 29 08

Männertreff // mittwochs 20:00 Uhr (1x monatlich) // im Keller unter der Kirche //

Kontakt: Pfarrer Harry Heidrich, Telefon 229 58 83

Ehepaarkreis // freitags 20:00 Uhr (1x monatlich) // im Keller unter der Kirche //

Kontakt: Birgit Timmermann, Telefon 261 13 57

Bibelkreis // donnerstags 9:30 Uhr (1x monatlich) // Gatherweg 109 //

Kontakt: Pfarrer Harry Heidrich, Telefon 229 58 83

Besuchsdienst // nach Vereinbarung // Gatherweg 109 // Kontakt: Pfarrer Harry Heidrich, Telefon 229 58 83

Hauskreis // alle vier Wochen nach Absprache // Kontakt: Pfarrerin Inga Bödeker, Telefon 220 15 65

Gymnastik für Damen // Änderung erforderlich! // Bitte nachfragen unter 600 28 20

Nähkurs // Änderung erforderlich! // Bitte nachfragen unter 600 28 20

12 Lukaskirche


Wir gratulieren

75 Jahre

05.03. Gertrud Quittkat

14.03. Karl Görisch

13.04. Eberhard Knorr

14.04. Ingrid Gehrke

14.04. Luise Müller

16.04. Horst Goldschmidt

30.04. Ursula Leppin

06.05. Margot Donauer

09.05. Maria Koenigshoven

11.05. Wilhelm Zimmermann

20.05. Günter Hüsch

24.05. Arnold Nehren

80 Jahre

08.03. Anneliese Schwerdtfeger

12.03. Friederike Kirchberg

16.03. Margarete Winterstein

18.03. Willi Brandenburg

18.03. Elisabeth Müller

11.04. Heinz Schaefer

07.05. Karl Otto Rüdiger

07.05. Meta Distelrath

26.05. Waltraut Herold

85 Jahre

07.03. Christine Voswinckel

02.05. Hildegard Krauß

12.05. Hildegard Bath

28.05. Else Pogorzalek

29.05. Brigitte Wilke

Ich bin die Auferstehung

und das Leben. Joh.11,25

Aus dem Kirchenbuch

Kirchenbuch

Freud und Leid

Kirchlich bestattet wurden

Ursula Blum (69)

Gertrud Böhnke (87)

Gertrud Börner (88)

Hildegard Dunkel (88)

Renate Engeln (59)

Reemt Fabian (70)

Suzanne Höhner (45)

Charlotte Rütten (89)

Gertrud Schady (84)

Getauft wurden

Merita Melina Pauels

Sabrina Pauels

Monatsspruch

April 2009

Gott hat den

Schuldschein,

der gegen uns

sprach,

durchgestrichen

und seine

Forderungen,

die uns anklagten,

aufgehoben.

S� � �lds�

� �r�h��

s��i� �

Kolosser 2, 14

90 Jahre und mehr

17.03. Helena Ernst (91)

06.05. Lydia Jenischewski (92)

10.05. Margareta Dellori ((97)

19.05. Charlotte Baumgarten (91)

26.05. Otto Fischer (96)

Gemeindebrief 02 · 2009 13


Adressen

Wir sind für Sie da

Evgl. Lukaskirchengemeinde

Gatherweg 109, 40231 Düsseldorf

Internet: www.lukas-kirche.de

post@lukas-kirche.de

Gemeindebüro

Gatherweg 109, Tel. 21 94 35

Montag – Freitag: 9 bis 12 Uhr

post@lukas-kirche.de

Sekretariat: Helga Meutsch

Küsterin: Larissa Bohlender

Hausmeister: Wolfgang Fritz

Tageseinrichtung für Kinder

Leiterin: Marion Kläs

Gatherweg 111, Tel. 229 58 78

kita@lukas-kirche.de

Pfarrbezirk 1

Pfarrerin Inga Bödeker

Gatherweg 102, Tel. 220 15 65

inga.boedeker@lukas-kirche.de

Pfarrbezirk 2

Pfarrer Harry Heidrich

Gatherweg 113, Tel. 229 58 83

harry.heidrich@lukas-kirche.de

Kirchenmusik

Ricarda Ochs, Tel. 240 83 62

ricarda.ochs@lukas-kirche.de

Buchtipp

14 Lukaskirche

Jugendleitung

Udo Heinzen, Tel. 78 40 40

jugend@lukas-kirche.de

Kleiderladen – Lukasboutique

Gatherweg 109, Tel. 220 15 64

Frau Hamann und Frau Litvinenko

Montag + Donnerstag: 12 – 16 Uhr

Bankverbindung

Konto-Nr. 190 41 367

BLZ 300 501 10

Sparkasse Düsseldorf

Diakoniebüro Eller, Tel. 229 0 245

Ev. Hilfsdienst e.V., Tel. 229 0 226

Beratung und Vermittlung von

Hilfeleistungen für Kinder, Jugendliche,

Familien und alte Menschen

Sprechzeiten

Mo 16 – 18 Uhr (Hilfsdienst)

Di 11 – 13 Uhr (Diakonie)

Mi 11 – 13 Uhr (Koordinatorin)

Do 16 – 18 Uhr (Hilfsdienst)

Fr 11 – 13 Uhr (Hilfsdienst

Kleidersammlung für Bethel

Abgabe bitte im Gemeindebüro

Telefonseelsorge Düsseldorf

Fon 0800 / 111 0 111 (kostenlos)

Osterei, Osterhase, Osterbrot und Osterfrühstück ...

Kinder kennen den Osterhasen

und wissen, dass er Ostern die Eier

bringt. Viele Kinder

kennen auch Jesus und

wissen, dass er Weihnachten

auf die Welt

gekommen ist. Was

aber hat der Osterhase

mit Jesus zu tun?

Eine schwierige Frage,

auf die dieses Buch

versucht, Antworten zu

geben.

Dazu hat sich Autorin Andrea

Moritz die Freundinnen Tina und

Jana ausgedacht. Während der Vorbreitungen

auf das bevorstehende

Osterfest erfahren sie alles über Jesus:

wie er verhaftet und gekreuzigt

wurde und dann gestorben

und auferstanden

ist. Auch die Osterbräuche

und ihre Verbindung

mit dem Osterfest lernen

sie kennen. Schließlich

erleben sie einen Osternachtsgottesdienst,

nehmen an einem Osterfrühstück

teil und suchen

– natürlich Ostereier!

Machen Sie gemeinsam mit Ihren

Kindern eine Zeitreise in das alte Jerusalem,

in die Zeit der Kreuzigung

Jesu und seiner Auferstehung.

Monatsspruch

Mai 2009

Wi r

Wir könnens‘s ja

nicht lassen,

von dem zu reden,

was wir gesehen

und gehört haben.

kön n e n‘

Apostelgeschichte

4, 20

nicht l

Für Kinder von 6-12 Jahren.

Die Autorin:

Andrea Moritz, geboren 1957, Pfarrerin,

ist Synodalbeauftragte für

Kinder gottesdienst des Kirchenkreises

An Nahe und Glan (Ev. Kirche

im Rheinland) und Mitglied der

Textplankommission des Gesamtverbandes

für Kindergottesdienst in

der EKD.

Andrea Moritz

Die Osterzeit – Kindern erklärt

Illustriert von Rüdiger Pfeffer.

44 S., gebunden mit zahlr. farb. Illustrationen,

9,95 Euro

Gütersloher Verlagshaus 2002

ISBN 978-3-579-02307-6


Abendmahl - warum und

wie?

Seit ihren Anfängen feiert die

Christenheit das Abendmahl. Das

Essen und Trinken von Brot und

Wein erinnert daran, dass Jesus für

alle Menschen gestorben und auferstanden

ist. Das Abendmahl

ist ein Sakrament.

Das heißt, ein Zeichen

für Gottes Gegen wart

bei uns. Die evangelische

Kirche kennt nur

die beiden Sakramente

Taufe und Abendmahl.

Beim Abendmahl

deutet die Pfarrerin oder der Pfarrer

mit Worten aus der Bibel das Brot

als Leib, den Wein als Blut Jesu

Christi. Mit den Einsetzungsworten

„Dieser Kelch ist der neue

Bund in meinem Blut, für euch

vergossen zur Vergebung der Sünden“

werden wir daran erinnert, dass uns

22. März: Diakonietag

Arm in der reichen Stadt

Wachsende Schlangen vor den

Suppenküchen, die Bedürftige mit einer

warmen Mahlzeit versorgen. Immer

mehr Eltern melden ihre Kinder

vom Mittagstisch der Schule ab, weil

sie ihn nicht mehr bezahlen können.

Die steigenden Zahlen von Kinderarmut

und Armut im Alter sind alarmierend.

Die Schere zwischen arm

und reich in unserem Land geht immer

weiter auseinander. Immer mehr

Geld ist in den Händen von immer

weniger Menschen.

Arm in der reichen Stadt? Das

Thema Armut lässt niemanden kalt,

selbst in einer Stadt wie Düsseldorf

nicht, die zu den wohlhabendsten in

Deutschland gehört.

Am Sonntag, den 22. März, findet im

Gemeindezentrum der Jakobuskirche

der Diakoniesonntag für die Region

Eller - Lierenfeld - Vennhausen statt.

Thema: „Armes Düsseldorf“.

die Sünden vergeben werden und uns

ein Leben in der Gemeinschaft mit

Jesus ermöglicht wird.

Beim Austeilen des Brotes wird das

jedem persönlich mit folgenden Worten

zugesprochen: „Christi Leib, für

Dich gegeben“, und beim Reichen des

Weines: „Christi Blut, für Dich vergossen“.

Das Abendmahl

ist ferner ein Zeichen

der Gemeinschaft

der Christen.

Deswegen trinken wir

den Wein in der Regel

gemeinsam aus

einem großen

Kelch. In unserer Kirchengemeinde

reichen wir uns nach dem Essen

und Trinken die Hand. Das

Bibelwort, das der Pfarrer zum

Schluss spricht, soll die Menschen in

ihren Alltag begleiten.

Damit alle, die keinen Alkohol

trinken dürfen oder möchten, auch

Wir wollen mit Politikern und Praktikern

über die Probleme sprechen,

Forderungen diskutieren und Lösungen

entwerfen. Wir laden Sie herzlich

ein: Diskutieren Sie mit und lassen Sie

uns an Ihren Erfahrungen teilhaben.

Programm

11:00 Uhr Gottesdienst

Predigt: Pfarrer Torsten Nolting, Diakonie

in Düsseldorf

12:00 Uhr Mittagessen

13:15 Uhr Impulsreferat Dr. Reinhold

Knopp (FH Düsseldorf): Definition

Armut, Stadtsoziologie, Zusammenleben

von Reich und Arm in der

Stadt

13:30 Uhr Podiumsdiskussion mit

anschl. Fragerunde. Es diskutieren:

Pfarrer Torsten Nolting (Diakonie

in Düsseldorf), Dr. Reinhold Knopp

(FH Düsseldorf), Rainer Rohstock

(Tafel Düsseldorf-Garath), Antonia

Frey (Fachberatungsstelle Horizont

und Sozialpolitische Sprecherin

Bündnis 90 / Die Grünen Düssel-

Tipps & Termine

teilnehmen können, feiern wir das

Abendmahl mit Traubensaft.

Am Abendmahl teilnehmen darf,

wer getauft ist und im christlichen

Glauben unterwiesen worden ist, also

grundsätzlich auch Kinder. Anders als

in der katholischen Kirche spricht von

evangelischer Seite aus auch nichts gegen

die Teilnahme von Christen anderer

Konfessionen.

Inga Bödeker

* * *

Donnerstag, 14. Mai 2009

20:00 bis 21:30 Uhr

Lukaskirche, Gatherweg 109

„Das ist mein Leib …“

Was tun wir, wenn wir

Abendmahl feiern?

Theologischer Abend in Zusammenarbeit

mit der Evangelischen Stadtakademie

Düsseldorf

Referentin: Gabriela Köster, Theologin;

Leitung: Pfarrerin Inga Bödeker

dorf), Eva Trube

(Leiterin

Schuldnerberatung),

Christian Rütz

(Fraktionsvorsitzender

der CDU im

Rathaus Eller),

Andrea Gottschalk

(Kinderschutzbund

Düsseldorf)

Moderation: Pfarrer Martin Pilz und

Pfarrerin Barbara Schwahn

14:30 Uhr Fragerunde des Publikums

15:30 Uhr Ende der Veranstaltung

Ort: Jakobuskirche

Am Schabernack 35, 40229 Düsseldorf

An diesem Sonntag findet in der Lukaskirche

kein Gottesdienst statt. Bei Bedarf

wird ein Fahrdienst organisiert. Wenden

Sie sich bitte an das Gemeindebüro der

Lukaskirche oder an Mechthild Pen-

Carrara, Telefon 21 48 15.

Gemeindebrief 02 · 2009 15


Tipps & Termine

6. März: Weltgebetstag

Viele sind wir, doch eins in

Christus

Jeden ersten Freitag im März feiern

christliche Frauen in aller Welt

den ökumenischen Gottesdienst zum

Weltgebetstag. Die Liturgie verfassen

jeweils Frauen eines Landes für die

ganze Welt: 2009 Frauen aus Papua-

Neuguinea, einem Land im Pazifik,

dem zweitgrößten Inselstaat der Welt.

Dicht am Äquator gelegen, hat das

Land keine Jahreszeiten, ist meist tro-

Vater-Kind-Wochenende

Abenteuer-Wochenende

im Naturpark Südeifel

Auch in diesem Jahr organisieren

die Männer des Männertreffs wieder

eine Vater-Kind-Freizeit, und zwar

am Wochenende vom 19. bis 21. Juni

2009.

Wir laden Väter aus unserer Gemeinde

ein, zusammen mit ihren

Kindern ein paar spannende Tage in

Kirchentag 2009 in Bremen

Tausende feiern Fest des

Glaubens

Nur noch gut drei Monate bis zum

Evangelischen Kirchentag in Bremen.

Rund 100.000 Menschen werden bei

diesem kirchlichen Großereignis vom

20. bis 24. Mai live dabei sein.

Zwischen der Eröffnung am Mittwoch

und dem Schlussgottesdienst

am Sonntag erwarten die Besucher

rund 3.000 Veranstaltungen, die so

vielfältig wie das religiöse und gesellschaftliche

Leben sind.

Ausgehend von der Kirchentagslosung

„Mensch, wo bist du?“ (1. Mose

3,9) befasst sich der Kirchentag in

Bibelarbeiten, Vorträgen, Konzerten,

Workshops, Events und einem

„Markt der Möglichkeiten“ mit der

16 Lukaskirche

der Südeifel unweit der luxemburgischen

Grenze zu verbringen.

Bei unserem Vater-Kind-Wochenende

steht das Motto „Selbst ist der

Mann“ im Vordergrund. Ob Stockbrotbacken,

Gitarrespielen am Lagerfeuer

oder Volleyball spielen, ob

Toben durch Wald und Wiese oder

einen einfachen Gottesdienst draußen

im Freien miteinander feiern - immer

ist die Kreativität aller Väter gefragt,

um die lieben Kleinen bei Laune zu

Situation unseres Menschseins, unserer

Gesellschaft und unserer Welt.

Dabei sein

Das evangelische Jugendreferat des

Kirchenkreises Düsseldorf organi-

siert dazu eine preiswerte Fahrt für

Jugendliche. Gleichzeitig hat das Jugendreferat

auch die Organisation für

eine Fahrt für Erwachsene übernommen.

Das Angebot beinhaltet die Fahrt

pisch heiß, dennoch liegt Schnee auf

den hohen Gebirgen. Für die Gottesdienstordnung

in diesem Jahr wählten

die Frauen aus dem Römerbrief den

Text von dem einen Leib der Gemeinde,

in dem alle untrennbar zueinander

gehören, weil Gott es so will.

Ökumenischer Gottesdienst

zum Weltgebetstag

Wann? Freitag, 6.3.2009, 15 Uhr

Wo? Kath. Kirche St. Michael

Nach dem Gottesdienst gemeinsames

Kaffeetrinken im Pfarrsaal von St.

Michael.

halten.

Untergebracht sind wir in einfachen

Gebäuden in einer Anlage für Jugendfreizeiten.

Wir haben die Anlage

ganz für uns. Durch die abgelegene

Lage am Ende einer Straße mitten

im Wald gibt es fast überhaupt keinen

Straßenverkehr. Wir verpflegen uns

selbst.

Infos und Anmeldung bei Pfarrer

Harry Heidrich, Telefon 229 58 83.

vom 20. bis zum 24. Mai mit dem

Bus nach Bremen, Übernachtung

im Gemeinschaftsquartier (Schule),

Frühstück, Kirchentagsunterlagen,

Dauerkarte.

Wer mitfahren möchte, wendet sich

bitte an Anja Trepels unter der Telefon-Nr.

957 57-776 oder per Mail:

Anja.Trepels@evdus.de. Für alle Daheimgebliebenen

bieten wir einen

Kirchentagsgottesdienst mit

Brunch in der Lukaskirche

am 24. Mai ab 9:30 Uhr

Wir verfolgen den Bremer Abschluss

gottesdienst am Fernsehen

und feiern ihn mit. Um 9:30 Uhr singen

wir die Lieder an. Dann feiern

wir den Gottesdienst und bleiben anschließend

noch zum Brunch zusammen.


Neue Familienfreizeit für

Familien mit Kindern von 0 bis

7 Jahren

Auf nach Balve im Sauerland

Vom 1. bis 3. Mai 2009 fahren wir

ins sauerländische Balve. Unser Ziel

dort wird der Schultenhof sein – ein

Bauernhof, der neben vielen Tieren

und frischer Landluft seinen Gästen

sogar ein Schwimmbad bietet.

Familienfreizeit heißt: Sich gemeinsam

mit der Familie erholen, gemeinsam

mit den Kindern Neues erleben

Bibelgespräch in Lukas

Bibellesen gibt Atem zum

Leben

Zu den Bibelgesprächen treffen

wir uns, um über die Bibel ins Gespräch

zu kommen, Neues darin zu

entdecken und Erfahrungen auszutauschen.

Thema: Die Passions- und Ostergeschichte

im Lukasevangelium

Wann? 26.3.2009, 16.4.2009

7.5.2009, jeweils um

9:30 Uhr

Wo? Gemeindehaus der Lukas-

kirche, Gatherweg 109

Kontakt? Pfarrer Harry Heidrich,

Telefon 229 58 83

und entdecken, bei viel Bewegung an

der frischen Luft neue Kräfte tanken

und in der Gruppe Spaß haben.

Kosten

Erwachsene 84 Euro pro Person

Staffelpreise für Kinder:

Kinder bis 2 Jahre nur 3 Euro

Kinder bis 5 Jahre nur 14 Euro

Kinder bis 9 Jahre nur 25 Euro

Alle Preise gelten jeweils für das

gesamte Wochenende. Einkommensschwachen

Familien können Zuschüsse

gewährt werden.

Infos und Anmeldung bei Pfarrerin

Inga Bödeker, Telefon 921 66 42.

Missionale 2009

7. März, 13:30 – 19:00 Uhr

Köln Messe, Congress Centrum Ost

Eintritt kostenlos

Gottesdienst, Bibelarbeit, Seminare und

Workshops zu Fragen des christlichen Glaubens

und Jugendfestival. Für Kinder: Erlebnis

und Spannung, Action und eine ganze

Menge Spaß im Kindertreff.

Infos im Internet: www.missionale.de

Kostenloses Bewerbungstraining

Mit der richtigen Strategie

zum neuen Arbeitsplatz

Sich richtig zu bewerben ist eine

Kunst. Eine Kunst, die man lernen

kann, ob als jugendlicher Erstbewerber

oder als Wiedereinsteiger in den

Beruf. Personalleiter Ralf Thonemann

hilft Ihnen dabei in Einzelgesprächen

– kostenlos!

Lernen Sie den optimalen inhaltlichen

und formalen Aufbau von Unterlagen

für schriftliche Bewerbungen

kennen. Ihre persönliche Bewerbungssituation

steht dabei im Vordergrund.

Bringen Sie deshalb bitte Ihre

Bewerbungs unterlagen mit.

Wann? ab 10.03.2009, jeweils

dienstags ab 18:00 Uhr

Wo? Gemeindehaus der

Lukaskirche, 1. Etage,

Gatherweg 109

Anmeldung? Pfarrerin Inga Bödeker,

Telefon 921 66 42

Tipps & Termine

Kirchen-

musik

8. März 2009, 10:00 Uhr

Markuskirche

Kantatengottesdienst

mit der Bachkantate

„Sehet, wir gehen hinauf

nach Jerusalem“

Reinhard Ochs, Bariton

Instrumenatlisten

Gemeinsame Kirchenchöre der

Lukas- und Markuskirche unter

der Leitung von Friedhelm Brod

28. März 2009, 18:00 Uhr

Markuskirche

Orgelvesper

Musik für Chor und Orgel

Kirchenchor der Markuskirche

unter der Leitung von Friedhelm

Brod. Orgel: Ricarda Ochs

10. April 2009, 15:00 Uhr

Lukaskirche

Musik und Text zur

Sterbestunde Jesu

Wir bedenken den Leidensweg

Jesu mit Musik und Texten

Projektchor unter der Leitung

von Ricarda Ochs, Texte Inga

Bödeker

10. Mai 2009, 9:30 Uhr

Lukaskirche

Gottesdienst zum

Sonntag Kantate

Besonderer Gottesdienst mit viel

Musik zum Hören und Mitsingen

16. Mai 2009, 18:00 Uhr

Johanniskirche, Stadtmitte

GOSPELchurch

mit Workshop-Chor und David

Thomas. Eintritt frei.

www.gospel-in-duesseldorf.de

Gemeindebrief 02 · 2009 17


Rückblick

Jubiläumsempfang des Frauenabendkreises

Es kommt ein Schiff geladen

Der 2. Advent 2008 war für die Frauen des Frauenabendkreises (FAK)

ein besonderer Tag. Die Frauen feierten das 50jährige Bestehen ihres

Kreises. Nach einem von den Frauen gestalteten Abendmahlsgottesdienst

mit dem Thema „Es kommt ein Schiff geladen“, wurde die Feier

im Gemeindesaal fortgesetzt.

Unter den zahlreichen Gästen

waren nicht nur die ehemaligen

Leiterinnen des

Frauenabendkreises, sondern auch

die Schwestern aus der katholischen

Nachbargemeinde St. Michael.

Nachdem wir mit einem Glas Sekt

auf ein halbes Jahrhundert Frauenabendkreis

angestoßen hatten, ließen

Alwine Reichert und Schwester

Elisabeth für uns diese 50 Jahre noch

einmal Revue passieren. Leider konnte

Alwine Reichert ihre Erinnerungen

an die Geburtsstunde des Frauenabendkreises

nicht selbst vortragen.

Neben Thea Zogbaum ist sie die einzige,

die uns aus dieser ersten Zeit berichten

kann. Sie waren vor 50 Jahren

dabei, als Pfarrer Friedrich Müller die

Idee zu diesem Kreis hatte.

Vor dem gemeinsamen Mittagessen

durften wir noch viele Glückwünsche

und Grußworte entgegennehmen.

Zu Wort kamen: Martha-Elisabeth

Weßler, Daniela Helm, Jörg Wehmeyer

und Frau Geisler, die die ökumenische

Zusammenarbeit lange begleitet

hat sowie Edith Olbertz und

Phillip Jeffré von der katholischen

Frauengemeinschaft.

Wir sind dankbar, dass wir einen

solchen Kreis haben und jetzt dieses

Jubiläum feiern durften. Leider

konnten einige an diesem Fest nicht

teilnehmen, weil sie durch Krankheit

verhindert waren. Aber wir anderen

freuen uns jeden Monat neu auf den

Ökumenischen Gottesdienst mit unseren

Schwestern aus St. Michael und

auf den gemeinsamen Nachmittag im

Frauenabendkreis.

Magdalene Skischally

18 Lukaskirche

Die Anfänge des Frauenabendkreises

Heute setzt sich der Frauenabendkreis

aus Frauen im fortgeschrittenen Alter

zusammen.

Damals – 1958 – waren wir noch

junge Mütter und sehr aktiv. Seinerzeit

gab es in unserer Gemeinde zwei

Kreise: die Frauenhilfe und den Männerkreis.

Pfarrer Friedrich Müller und

Frau Lierhaus waren der Meinung,

dass da noch ein Kreis für die jungen

Mütter fehlte, damit sie Gottes Wort

hören und sich über Freuden und Sorgen

in ihrem Leben beziehungsweise

mit ihren Kindern austauschen konnten.

So luden sie uns ins Pfarrhaus,

um uns ihre Idee vorzustellen.

Wir fanden die Idee gut. Nachdem

auch unsere Männer ihr Einverständnis

gegeben hatten – Männer waren

damals Ernährer und Haushaltsvorstand

–, trafen wir uns von da an einmal

im Monat, immer donnerstags

um 20 Uhr. Durch Mund-zu-Mund-

Propaganda wurde der Kreis schnell

immer größer.

Die Abende begannen jeweils mit

Bibelworten, Gesang und Gebet. Auf

den schön geschmückten Tischen

standen Säfte und Plätzchen für uns

bereit. Wir hatten uns immer sehr

viel zu erzählen, sodass Frau Lierhaus

oft mit einer Glocke um Ruhe bitten

musste. Um uns die Abende interessant

zu gestalten, hatte sie Themen

vorbereitet und manchmal auch Referenten

eingeladen, wenn es zum Beispiel

um Fragen der Kindererziehung

ging.

Für uns waren diese Treffen interessant

und fröhlich. Wir hatten den

gleichen Glauben, die gleichen Freuden

und Sorgen, und es war leicht,

Freundschaften zu schließen. Wir

besuchten vermehrt die Gottesdienste

in unserer schönen, neuen Lukaskirche

und lernten dabei auch andere

Gemeindemitglieder kennen.

Nach einiger Zeit bekam Pfarrer

Müller Unterstützung von Pfarrer

Rudolf Reute. Pfarrer Reute war ein

richtiger Überredungskünstler. Eines

Tages besuchte er mich zu Hause und

meinte, ich solle Gemeindebriefe an

die Nachbarn verteilen, um diese besser

kennen zu lernen. Zudem äußerte

er den Wunsch, zweimal im Jahr Geld

für die Innere Mission zu sammeln.

Schon am nächsten Tag wurden mir

alle Unterlagen ins Haus gebracht,

und ich habe von da an fast 40 Jahre


lang Gemeindebriefe ausgetragen. So

erging es vielen Frauen aus dem Frauenabendkreis.

Als Frau Lierhaus heiratete und

nach Essen zog, übernahm Schwester

Elisabeth die Leitung des Frauenabendkreises.

Alwine Reichert

Wie es weiterging in den 60er,

70er und 80er Jahren

Als ich im Januar 1963 in der Lukaskirche

als Ge meinde schwester an -

fing, gehörten vor allem die Altenund

Krankenpflege in der Gemeinde

sowie Krankenhausbesuche, Geburtstagsbesuche

und Kontaktbesuche bei

Familien zu meinen Aufgaben.

Mitte April 1963 kam Schwester

Gertrud aus Kaiserswerth dazu. Jede

von uns hatte ihren Bezirk, und es

war ein gutes Miteinander. Die Gemeinde

war damals noch sehr groß –

rund 9.000 Seelen. Während Schwester

Gertrud mit Pfarrer Müller einen

Bezirk und die Frauenhilfe betreute,

hatte ich mit Pfarrer Reute einen Bezirk

und den Frauenabendkreis.

Da war ich plötzlich mittendrin und

liebte den Kreis der Frauen – und ich

glaube, sie mich auch! Es waren nette,

junge, aufgeschlossene Frauen. Was

mir gleich auffiel: Es gab kein Gezanke

und Getratsche. Gemeinschaft

wurde groß geschrieben.

Rückblick

Als Dankeschön für die vielen Einsätze in den vergangenen Jahren überreichte

Pfarrer Heidrich zum Schluss des Gottesdienstes jeder der Frauen eine Rose.

In der Adventszeit 1963 fragte ich,

wer Lust hätte, mit mir Strohsterne

zu basteln. Einige Frauen kamen,

und wir hatten große Freude dabei.

So gründete ich im folgenden Jahr einen

Bastelkreis. Wir haben nicht nur

schöne Sachen für den Eigenbedarf

gebastelt, sondern auch für den jährlich

stattfindenden Adventsbasar.

In der Adventszeit 1964 entstand

eine schöne große Laienspielgruppe.

Wir Frauen hatten unseren Spaß daran

und durften in unserer Gemeinde

„Wir empfangen Gaben der

verschiedensten Art, aber wir

empfangen sie alle von dem

einen Geist.“

biblischer Leitvers des FAK

auch anderen viel Freude damit bereiten.

Besonders bei den Alten-Adventfeiern

– ohne Laienspiel ging es nicht.

Sogar Kinder haben oft mitgespielt.

29 Jahre hat dieser Kreis bestanden.

Mittlerweile war Inge Sauer zu uns

gekommen. Sie war mit ihrer Familie

aus Ostdeutschland gekommen,

suchte Anschluss und fand ihn sehr

schnell bei uns in der Lukaskirchengemeinde.

Im Frauenabendkreis war

Frau Sauer mir und unserem Team

eine große Stütze.

Die ersten Ausflüge von unserem

Kreis – gemeinsam mit den Famili-

enangehörigen – gingen in den ersten

Jahren aus finanziellen Gründen nur

in die nähere Umgebung. Dafür wurde

die Gestaltung der Abende immer

abwechslungsreicher. Wir luden

Referenten ein, hörten Vorträge oder

Berichte über Reisen und machten

Bibelarbeiten. Es fanden auch fröhliche

Abende statt mit Spielen, Grillen

oder Feuerzangenbowle im Februar.

In den späteren Jahren trauten sich

sogar einige Frauen, selbst Abende zu

gestalten.

Die Zahl der Frauen wuchs auf 40

bis 60 an. Auch ältere Frauen kamen

gern zu uns, und oft tauchten Fragen

nach Hilfe bei der Pflege von kranken

Angehörigen auf. Mit Unterstützung

der Johanniter konnte ich 16 Frauen

einen Erste-Hilfe-Kursus anbieten.

Beim Anlegen der verschiedenen Verbände

war mir Marianne Ostermann,

eine ausgebildete Krankenschwester,

eine große Hilfe. Die Frauen bekamen

nach dem Kurs eine Teilnahmebescheinigung

und ich 70 Mark für

meine Frauenkasse.

Als ich im Oktober 1980 in den

Schwarzwald ging, übernahm Frau

Sauer den Frauenabendkreis und hat

ihn mit viel Freude und Einsatz weitergeführt.

Mit unserer Nachbargemeinde St.

Michael hatten wir zum damaligen

Zeitpunkt bereits Kontakt. Zweimal

Gemeindebrief 02 · 2009 19


Rückblick

jährlich trafen wir uns unter guter

Beteiligung eine Woche lang zu gemeinsamen

Bibelgesprächen bei den

Ökumenischen Bibelwochen. Auch

bei Karnevalsveranstaltungen hatten

die Frauengruppen aus Lukas und St.

Michael sich gegenseitig eingeladen.

Frau Sauer kam dann auf die Idee,

diese Veranstaltungen zusammenzulegen

und dafür unseren großen Saal

zu nutzen. Mit Helga Frank hatte sie

sogleich eine begeisterte Mitstreiterin

gefunden. Der Saal war immer bis

zum letzten Platz besetzt. Bei diesen

Veranstaltungen zeigten sich wieder

einmal mehr die vielen Talente der

Frauen. Wir hatten unsere helle Freude

und wuchsen zu einer großen Gemeinschaft

zusammen, die bis heute

besteht.

20 Lukaskirche

In den 80er Jahren fing es auch mit

unseren gemeinsamen Frauengottesdiensten

und dem anschließenden

gemeinsamen Frühstück an. Auch

gemeinsame Abende unserer Kreise

wurden jedes Jahr geplant.

Als ich Ende 1985 aus dem

Schwarzwald in den Ruhestand zurück

kam, durfte ich mithelfen, wo

ich gebraucht wurde.

Anfang der 80er Jahre, als es keine

Gemeindeschwestern mehr in unserer

Gemeinde gab, hat Pfarrer Heidrich

zusammen mit Helene Meinecke und

Renate Ohlemacher einen Besuchsdienst

ins Leben gerufen. Die Frauen

aus dem Frauenabendkreis haben

zahlreich dabei geholfen. Es war

ein schöner Einsatz, und wir durften

Freude bereiten. Auch waren wir

Ökumenisches Highlight: Der LukMichKarneval

Drei Abende voller Pointen

Im Februar fand zum 27. Mal der LukMichKarneval statt. An drei Abenden

regierten im bunt geschmückten Gemeindesaal der Lukaskirche

die Jecken aus den Gemeinden Lukas und St. Michael. Mit einem stimmungsvollen

Programm zeigten die Gruppen aus beiden Gemeinden

wieder einmal ihre Bühnentauglichkeit und heizten dem begeisterten

Publikum ordentlich ein.

bei Gemeindefesten, Goldhochzeiten

und dergleichen im Einsatz. Wir

waren immer da, wenn wir gebraucht

wurden. Manchmal hätten wir glatt

unsere Betten in der Lukaskirche aufstellen

können.

Albert Schweitzer hat einmal gesagt:

„Wo Licht ist in den Menschen,

da scheint es hell aus ihnen heraus.“

Möge dieses Licht auch weiterhin von

uns ausgehen und andere anstecken!

Elisabeth Hirsekorn

Info

Die nächsten Treffen des Frauenabendkreises

finden statt am:

19.3., 23.4. und 28.5.2009.

oben: Der brasilianische Künstler Abajur hat mit den „Düsseldorfer

Mädchen“ wunderschöne Hüte gezaubert.

ganz links: Pastor Decker von St.Michael als Mutter eines

Kommunionskindes.

links: Beim Umbau des Gemeindesaals wurde auf die Bühne

versehentlich eine Toilette gebaut. Josöfchen findet es toll und will

bis Montag dort sitzen bleiben.


Öfter als erwartet: Das Kreuz im Alltag

Das Kreuz ist allgegenwärtig in

Alltag und Umgangssprache. Kein

anderes christliches Symbol ist so weit

verbreitet.

Ob nun Otter, Ritter oder Rätsel

– ohne „Kreuz“ würde ihnen

etwas fehlen. In vielen

Farben tragen es Hilfsorganisationen

im Namen:

Rotes Kreuz, Blaues Kreuz,

Grünes Kreuz.

Bei genauerem Hinsehen

ist es im täglichen Leben

allgegenwärtig: im Straßen-

oder Bahnverkehr, beim

Arzt oder Anwalt, in der Natur oder

in der Politik. Viele Redewendungen

kommen ohne das Wort mit den fünf

Buchstaben nicht aus: „zu Kreuze

kriechen“, „das Kreuz mit dem Kreuz“,

Ein Experiment: Das Ei in der Flasche

„jemanden auf‘s Kreuz legen“. Erträgt

jemand tapfer sein Schicksal, nimmt

er sein Kreuz auf sich.

Ursprünglich bezeichnet das griechische

Wort „stauros“ für Kreuz einen

aufrecht stehenden

Pfahl, auf den ein Querbalken

aufgelegt oder eingelassen

wurde.

Bei den Römern war die

Kreuzigung eine besonders

schändliche Hinrichtungsart

für Sklaven und

politische Verbrecher.

Für Christen wurde dieses

Zeichen des Unheils zum Heilssymbol.

Jesu Tod am Kreuz versöhnt

die Menschen mit Gott. Ohne Kreuz

gäbe es keine Auferstehung und kein

Ostern.

Du brauchst: 1 hart gekochtes, gepelltes Ei,

1 leere Milchflasche (mit weitem Flaschenhals)

Lass das Spülbecken voll heißes Wasser laufen und

stell die Flasche für einige Minuten hinein, damit sie

sich erwärmt. Dann stellst du das geschälte Ei wie

bei einem Eierbecher auf den Flaschenhals und die

Flasche auf den Tisch. Jetzt musst du nur noch kurz

warten, dann macht es irgendwann „plopp“, und

das Ei plumpst in die Flasche.

Der Grund: Durch die sich abkühlende Luft entsteht

in der Flasche ein Unterdruck – das Ei wird regelrecht

hineingesogen.

Stichwort Ostern

Mein Name ist Hase

Rund um Ostern

Ostern ist das älteste und höchste

Fest der Christenheit. Christen

erinnern weltweit an die Mitte des

christlichen Glaubens: die Auferstehung

Jesu Christi von den Toten

nach seinem Leiden und Sterben

am Kreuz.

Das Osterfest ist daher Symbol für

den Sieg des Lebens über den Tod.

Im Jahr 325 bestimmte das Konzil

von Nicäa den Sonntag nach dem

ersten Vollmond im Frühling als

Ostertermin. Seither wird das Auferstehungsfest

in den westlichen

Kirchen frühestens am 22. März

und spätestens am 25. April begangen.

Warum weiß der Osterhase von nichts?

Der Spruch „Mein Name ist Hase, ich weiß

von nichts“ bedeutet so viel wie: „Ich weiß

zwar vielleicht etwas, aber

ich tue so, als wüsste ich

nichts.“ Mit dem Hasen ist

hier aber nicht der Osterhase

gemeint.

Mitte des 19. Jahrhunderts

hat ein Student namens

Victor von Hase einem

Freund bei der Flucht

vor der Polizei geholfen,

indem er ihm seinen

Ausweis geliehen hat. Der Freund hatte zuvor

einen Mann beim Duell getötet und war mit

dem Ausweis nach Frankreich geflohen.

Als Victor von Hase später von einem Richter

befragt wurde, soll er gesagt haben: „Mein

Name ist Hase, ich weiß von nichts.“ Weil der

Spruch so witzig klang, hat sich die Geschichte

schnell herumgesprochen, und der Ausspruch

hat sich bis heute erhalten.

Also da liegt der Hase im Pfeffer. Mit dieser

Redensart weist man auf die wahre Ursache

von etwas hin.

Gemeindebrief 02 · 2009 21


Menschen in Lukas

Zivi weltweit

Einsatz in Indien

Tobias Banning, 21, Sohn unserer Presbyterin Bettina Banning, ging

nicht zur Bundeswehr und leistete auch keinen Zivildienst. Er machte

als Zivildienstersatz einen „Anderen Dienst im Ausland“ – elf Monate

lang in Indien.

Hoooli haaaai!“ schrie der

sonst so strenge Erzieher und

schmierte mir mein Gesicht,

kindlich vergnügt, mit Farbe ein. Damit

war eine gigantische Farbschlacht

eingeläutet: Rund 80 Kinder (zu denen

sich in diesem Moment auch die

Erwachsenen zählten) stürzten sich

ins farbenfrohe Chaos und überhäuften

sich einander mit Farbe.

Holi – das ist eines der wichtigsten

hinduistischen Feste. Mit dem 2

bis 10 Tage (regional unterschiedlich)

dauernden Fest wird dem Tod der

Dämonin Holika gedacht, die beim

Versuch, ihren Neffen zu verbrennen,

starb. Höhepunkt des Festes ist die

Farbschlacht mit geweihter Farbe.

Die Möglichkeit, interkulturelle

Erfahrungen wie diese zu machen,

bot sich mir während meines „Anderen

Dienstes im Ausland“ (ADiA) in

der indischen Hauptstadt Neu Delhi.

Dieser Dienst ist ein unendgeldli-

22 Lukaskirche

cher* Zivildienstersatz und soll jungen

Menschen die Möglichkeit bieten,

sich weltweit sozial zu engagieren

und dabei neue kulturelle Erfahrungen

zu sammeln.

Im Sommer 2007 entschied ich

mich, für elf Monate nach Indien zu

gehen. Ich fühlte mich von der Vielfalt

und Andersartigkeit des Landes

herausgefordert.

Indien ist nicht nur das zweitbevölkerungsreichste

Land der Erde,

sondern auch ein Vielvölkerstaat,

dessen ethnische Vielfalt mit der des

gesamten europäischen Kontinents

vergleichbar ist.

Obwohl Indien ein hinduistisch

geprägtes Land ist, bietet es eine außerordentlich

reichhaltige Religionslandschaft.

Hier entstanden vier der

großen Religionen: Hinduismus,

Buddhis mus, Jainismus und Sikhismus.

Der Islam und das Christentum

kamen durch Eroberungen und Ko-

Tobias Banning mit „seinen“ Jungs in einem

lonialismus hinzu.

Die Gesellschaft Indiens ist geprägt

von einem rund 2.500 Jahre alten

Kastensystem sowie von der einige

Jahrhunderte dauernden europäischen

Kolonialherrschaft. Das Wohlstandsgefälle

ist extrem. Nach Angaben der

Weltbank haben heute 44 Prozent

der Einwohner weniger als einen US-

Dollar pro Tag zur Verfügung. Fast

ein Drittel der Einwohner der Millio-

von links nach rechts: in den Slums von Neu Delhi; Hindu-Fest „Holi“; Wäsche waschen im Slum; indischer Tempelwächter; Tobias Banning im


Heim für Straßenkinder

nenstädte lebt in Elendsvierteln.

Die Organisation, für die ich gearbeit

habe, heißt „Deepalaya“ und

befindet sich in Neu Delhi. „Deepalaya“

ist Indiens größte nichtstaatliche

Organisation, die es sich zur Aufgabe

gemacht hat, die Situation der armen

Bevölkerung in den Slums durch

Kleinkredite und Bildungsmaßnahmen

zu verbessern.

Während meines Indien-Aufent-

Heim für Straßenkinder

haltes wurde ich in drei unterschiedlichen

„Deepalaya“-Projekten eingesetzt.

In zweien davon habe ich als Lehrer

in den Slums der 13-Millionen-Einwohner-Stadt

Neu Delhi gearbeitet.

Während dieser Zeit lebte ich zunächst

in einer Gastfamilie und später

in einer Wohngemeinschaft mit einem

afrikanischen Informatikstudenten.

Für das dritte Projekt zog ich Anfang

2008 für vier Monate auf‘s

Land., in den östlich von Delhi gelegenen

Bundesstaat Haryana.

Ich lebte und arbeitete in einem

Straßenkinderheim zusammen mit 60

Jungen im Alter von 3 bis 20 Jahren.

Neben dem Jungenheim gab es noch

ein Mädchenheim, eine Schule, eine

Krankenstation sowie einige Ländereien

zur Eigenversorgung.

Eigentlich war ich als Erzieher im

Jungenheim tätig. Doch in dieser großen

Gemeinschaft half jeder jedem,

so dass ich mich beispielsweise ab

und an auch als Aushilfelehrer in der

Schule, als Palmenfäller beim Bauern

oder als Küchenhilfe in der Großküche

wiederfand.

Nicht nur der außergewöhnliche

Alltag mit den Straßenkindern machte

diese Zeit zu meiner intensivsten

Indienerfahrung.

Auf dem Land schien die Zeit ste-

Menschen in Lukas

hen geblieben zu sein. Es gab kaum

Elektrizität und auch nicht immer

fließendes Wasser. Im Nachbardorf

wohnte man in Lehmhäusern und

fuhr auf Kamelkarren. Überall erweckte

ich großes Aufsehen, denn

viele der Dorfbewohner hatten noch

nie einen hellhäutigen Menschen gesehen.

Hier gab es nur drei Personen, mit

denen ich mich auf Englisch unterhalten

konnte. Mit den anderen verständigte

ich mich in einer Mischung aus

Hindi, Englisch und Zeichensprache.

Während dieser Zeit auf dem Land

entwickelte ich eine mir bis dato ganz

unbekannte Dankbarkeit. Wie sehr

man sich doch über einen Schokoriegel

oder eine Limonade freuen kann.

Mein Jahr in Indien hat mir so viele

neue Erfahrungen und Erkenntnisse

gebracht. Ich bin sehr froh, dass ich

diesen kleinen Schritt in die Fremde

gewagt habe und kann nur jeden zu

einem solchen Auslandsdienst ermutigen.

Tobias Banning

* Seit Januar 2008 gibt es das Programm

„Weltwärts“ (www.weltwärts.de), das den sozialen

Dienst im Ausland mit bis zu 500 Euro

im Monat vergütet.

Gemeindebrief 02 · 2009 23


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