Die WOGEDO – von allem ein bisschen mehr - Evangelische ...

lukas.kirche.de

Die WOGEDO – von allem ein bisschen mehr - Evangelische ...

Auf dem Jakobsweg

Pilgern per

Pedale

Ausgabe 3/2012 Juni | Juli |August

www.lukas-kirche.de

Gemeindebrief

Informationen aus der Ev. Lukaskirchengemeinde Düsseldorf-Lierenfeld

Titelthema: Auf dem Weg

So weit die Füße

tragen

Flughafenseelsorge

Zwischen Himmel

und Erde

Gemeindebrief 3 · 2012 1


EDITORIAL

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

2 Lukaskirche

editorial

unsere Gesellschaft ist mobil. Unterwegs sein ist ganz normal.

Wir sind alle ständig auf Achse ganz besonders in den Sommermonaten.

„Auf dem Weg“ haben wir diese Ausgabe des Gemeindebriefes

überschrieben, weil sie kurz vor den Sommerferien erscheint.

Dann werden sich wieder viele auf den Weg machen

auf der Suche nach Erholung und Abwechslung.

Die Beiträge in diesem Heft zeigen einen kleinen Ausschnitt

aus dem, was Christ-Sein auf dem Weg bedeuten kann. Unser

Interview gibt diesmal Einblick in die Arbeit der Flughafenseelsorge.

Doch lange bevor es Touristen gab, machten sich

Pilger auf den Weg zu heiligen Orten. Neben ein paar Überlegungen

über die neu erwachte Renaissance des Pilgerns finden

Sie einen Bericht über eine Pilgerreise nach Santiago de

Compostela und schließlich auch einen Tipp zur Reiselektüre:

„Reisegeschichten der Bibel“.

Ob Sie nun zu Hause ausspannen oder eine Reise unternehmen:

Wir wünschen Ihnen eine erholsame und erlebnisreiche

Sommerzeit und dabei eine anregende Lektüre unseres Heftes.

Ihr Redaktionsteam

Katharina WaGner

Inhalt

02 Editorial / Inhalt / Impressum

03 Jesus Christus, das Navi zum Leben

Geistliches Wort

Titelthema: Auf dem Weg

04 So weit die Füße tragen

Pilger auf dem Weg

06 Pilgern per Pedale

Auf dem Jakobsweg

nach Santiago de Compostela

10 Zwischen Himmel und Erde

Interview mit Flughafenseelsorger

Detlev Toonen

13 Gottesdienste in Lukas

14 Treffpunkte

Gruppen & Kreise

15 Aus dem Kirchenbuch

Geburtstage / Taufen / Bestattungen

16 Adressen und Ansprechpartner

18 Tipps & Termine

21 Nachruf

Zum Tode von Elisabeth Hirsekorn

22 Aus der Kita

24 Rückblick

24 Konfirmation / 25 Kinderbibelwoche /

25 Krimi-Dinner / 26 Diakonie-Sonntag /

27 Kulturrundgang

Impressum

Herausgeber:

Evangelische Lukas kirchengemeinde Düsseldorf,

Gatherweg 109, 40231 Düsseldorf,

E-Mail: presbyterium@lukas-kirche.de,

Internet: www.lukas-kirche.de

Redaktion: Günter Böhnke (gb), Hildegard Gorny (hg),

Harry Heidrich (hh) (v.i.S.d.P.), Mechthild Pen-Carrara (mpc),

An dieser Ausgabe haben außerdem mitgewirkt: Inga Bödeker (ib),

Udo Heinzen (uh), Karin Martini (km), Manfred Müller (mm)

E-Mail: gemeindebriefredaktion@lukas-kirche.de

Titelbild: Adolf Riess/pixelio.de

Gestaltung & Layout: Hildegard Gorny

Auflage: 2.300 Exemplare

Erscheinungsweise: Vierteljährlich

Druck: wub-Druck, Wlecke und Beinke GmbH, Rahden


Foto: WodicKa / GB

Jesus Christus, du bist das Mensch gewordene Wort

Gottes, das eine, das viele andere Worte in sich

enthält. Sie können wir hören und prüfen im Licht,

das du bist. Du machst uns hellhörig und aufmerksam,

empfänglich und kritisch. Du bist

der Anfänger und Vollender

unseres Glaubens, der sich in

vielen Gestalten ausprägt.

Wir danken dir, dass du unter

uns bist. Wir bitten dich um

deine Gegenwart heute und

alle Tage bis in Ewigkeit. Amen.

Klaus Eulenberger

Jesus Christus, das Navi zum Leben

Die Sommerzeit beginnt und bei uns allen steigt das Reisefieber. Wir machen uns auf Reisewege.

Viele Wege führen nach Rom, sagt man. Das stimmt.

Je nach dem, wie ich mich auf die Wegstrecke zu meinem Ziel begebe, kann es sehr schnell (per

Flugzeug), schnell (mit Bahn oder Auto) oder langsam bis sehr langsam (mit dem Fahrrad oder zu

Fuß Pilgern) gehen.

Alle Wegevarianten sind total verschieden. Die neuen digitalen Navis in unseren Autos haben

für mich auch verschiedene Streckenführungen parat, die mich an den ausgesuchten Zielort bringen.

Die Streckenführungen sind oft verwirrend, wie auch die vielen Lebenswegangebote unserer

heutigen schnelllebigen Zeit.

Viele so auch ich tun sich dann schwer mit ihrer Entscheidung, was ist nun mein Weg zum

Leben. Wo finde ich ihn? Wie finde ich zu Gott? Die Bibel gibt auf diese Fragen eine klare, eindeutige

und wie ich finde, wunderbare Antwort.

Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Joh. 14,6). Das klingt eindeutig

und radikal. Es ist gut, dass Jesus seinen Jüngern damals und uns heute so einfach und klar den

Weg aufzeigt, der uns in die Gemeinschaft zu Gott führt. Ohne viel Worte zu machen, erklärt

Jesus, was Sache ist und wo der Weg ins Leben entlangführt.

Es geht nur mit ihm und durch ihn, er ist der eine, an dem wir uns alleine orientieren müssen,

um Ziele, Sicherheit und Halt für unseren Glauben zu finden.

Mir persönlich ist dieses tolle Angebot Jesus sehr wichtig, gerade in unseren Zeiten, wo alles von

Freiheit bestimmt ist, wo es anscheinend x-beliebige Wege gibt, wo alles erlaubt und alles richtig

scheint, dabei aber immer unklarer wird, wo es richtig langgeht.

Jesus lädt uns ein, mit ihm zu gehen, uns für ihn zu entscheiden:

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Dieses Wort aus Joh. 14,6 haben schon

die Schwestern und Brüder der bekennenden Kirche als erste These ihrer evangelischen Wahrheit

bekannt. Auch ich stehe dazu.

„Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das

wir zu hören, dem wir im Leben und Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben“ (Theologische

Erklärung der Bekenntnissynode von Barmen, Mai 1934).

Jesus, sein Leben, sein Sterben und Auferstehen ist das Navi zum Leben. Seine Worte sind millionenfach

erprobt. Darauf können wir uns verlassen.

Pfarrer Harry Heidrich

Geistliches Wort

Gemeindebrief 3 · 2012 3


titelthema

Filmtipp: Dein Weg

Am 21. Juni 2012 startet in den deutschen

Kinos der Film DEIN WEG über

den Jakobsweg in Spanien.

Der Augenarzt Tom Avery, gespielt

von Leinwandlegende Martin Sheen,

reist nach Frankreich, um den Leichnam

seines Sohnes, der beim Wandern auf

dem Jakobsweg ums Leben gekommen

ist, zurückzuholen. Tom beschließt dann

aber, den letzten Spuren seines Sohnes zu

folgen, bis hin zur berühmten Kathedrale

von Santiago de Compostela, und die

Asche seines verstorbenen Sohnes auf

dem Weg zu verteilen.

Zunächst skeptisch gegenüber dem

Wirbel um den Jakobsweg, zieht die

unergründlich-magische Kraft des Pilgerweges

auch ihn schon bald in seinen

Bann. Auf seiner Reise, die Tom alleine

beginnt, wird er schon bald von einer

kleinen Truppe schillernder Mitpilger

begleitet. Die Nebenfiguren jeder mit

einem eigenen Päckchen beladen sorgen

mal für Humor, mal für nachdenkliche

Momente. Sensibel, leise und unaufgeregt

wird in dem Film die Geschichte

von Tom erzählt, die viel mehr ist als nur

die Wanderung auf einem bekannten

Pilgerweg. Es ist eine letzte Geste der

Vaterliebe, aber auch eine Sinnsuche des

Reisenden auf dem Jakobsweg, die mit

wunderschönen Bildern und stimmungsvoller

Musik untermalt ist.

„Großes emotionales Erzählkino“ wertete

die Deutsche Film- und Medienbewertung

(FBW) und hat den Film mit

dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

4 Lukaskirche

Pilger auf dem Weg

So weit die Füße tragen

Martin Luther hätte sich nicht auf den Weg gemacht. Für ihn war Pilgern

eine Form des Ablasshandels. Trotzdem: Das „Beten mit den Füßen“ ist

auch bei evangelischen Christen beliebt. Dürfen Protestanten eigentlich

pilgern?

Pilgern liegt im Trend, spätestens

seit Hape Kerkelings „Ich bin

dann mal weg“. Das Buch des

TV-Entertainers über seine Pilgerreise

auf dem Jakobsweg stand über zwei

Jahre auf Platz 1 der Bestsellerlisten und

wurde über vier Millionen Mal verkauft.

Seit Erscheinen des Buches im Jahre

2006 haben sich Tausende auf den Weg,

den camino, gemacht. Zwölf Prozent

von denen, die am Pilgerziel in Santiago

de Compostela ankommen, sind Deutsche.

Im Mittelalter nahmen die Gläubigen

nicht nur Strapazen und Verzicht auf

sich, um zu pilgern. Sie verließen Haus

und Hof und „gingen in die Fremde“.

Dabei setzten sie sich vielen Gefahren

aus. Sie wurden unterwegs überfallen,

ausgeraubt, und die Rückkehr war ungewiss.

Nicht zufällig steckt in dem

Wort Pilger das lateinische „peregrinus“,

„Fremder“. Pilgern ist die Wanderschaft

in die Fremde, denn Pilger sind überall,

wo sie hinkommen, Fremde.

Wer pilgerte, brachte also große Opfer.

Es ging nicht um Abenteuer oder

Selbsterfahrung. Nicht der Weg war das

Ziel. Wichtig war es, den heiligen Ort

zu erreichen. Dort einmal angekommen,

waren die Pilger für alle Anstrengungen

entschädigt: Von den Gräbern und Reliquien

der Heiligen versprach man sich

zum Beispiel eine Verkürzung der Zeit

im Fegefeuer.

Es gab die Vorstellung, dass Gott an

bestimmten Orten besonders geneigt

sei, die Bitten der Gläubigen zu erhören.

Vor allem Jerusalem, Rom und ab dem

8. Jahrhundert Santiago de Compostela

mit dem Grab des heiligen Jakobus

galten als heilige Orte. Sie gehörten im

Mittelalter zu den wichtigsten Pilgerzie-

len. Wie ein Netz überzogen die Pilgerwege

nach Santiago de Compostela und

Rom den europäischen Kontinent.

Das Ablasswesen und der Aberglaube

rund um das Pilgern führte dazu, dass

Martin Luther und alle Reformatoren

das Pilgern ablehnten. Luther bezeichnete

es als „Ge läuff“. „Lauf nicht dahin,

man weiß nicht, ob Sankt Jakob oder

ein toter Hund daliegt“, spottete er über

den Pilgerweg nach Santiago de Compostela.

In Norwegen, das sich früh dem

evangelischen Glauben zuwandte, stand

das Pilgern seit 1537 sogar unter Todesstrafe.

Ob allerdings je einer wegen einer

Pilgerreise hingerichtet wurde, ist nicht

belegt.

Inzwischen hat Pilgern jedoch als Suche

nach spiritueller Erfahrung wieder

eine weit über die katholische Kirche

hinausreichende Bedeutung bekommen.

Evangelische „Wallfahrtsorte“ gibt es

zwar bis heute nicht, das Verhältnis der

Protestanten zum Pilgern hat sich jedoch

verändert. Viele neue Pilgerprojekte der

letzten Jahre sind evangelisch.

So er klär te die Evangelisch-lutherische

Landeskirche Hannovers den alten

Verbindungsweg zwischen den Zis terzienser-Klöstern

Loccum und Volkenroda

2005 zum Pilgerweg. In Thüringen

und Sachsen-Anhalt entstanden

Martin-Luther-Wege, die zu den Wirkungsstätten

des Reformators führen. In

Thüringen und Hessen erinnert ein Elisabethpfad

von Eise nach nach Marburg

an das Wirken der Heiligen Elisabeth

von Thüringen.

Als einen Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr

RUHR.2010 entwarfen die

Evangelische Kirche von Westfalen und

die Evangelische Kirche im Rheinland

eine Pilgerstrecke im „Schlappenbe-


eich“, also vor der eigenen Haustür.

Unter dem Motto „Pilgern im Pott“

und jenseits der alten Pilgerwege führt

die Route in 20 Etappen von Dinslaken

nach Holzwickede durch das Ruhrgebiet.

Anlauf- und Zielpunkte sind 24

evangelische Kirchen entlang der Strecke.

In Hamburg gibt es sogar einen evangelischen

Pilgerpastor. Seit 2008 koordiniert

Pfarrer Bernd Lohse von der

evangelischen St. Jacobi Kirche die Pilgerarbeit

für die gesamte Nordkirche.

Er bietet Pilgertouren sowie Beratung,

Segen und Gottesdienste rund um das

Thema an. Für den nordelbischen Pilgerpastor

ist Pilgern urchristlich und

damit gut evangelisch: „Glauben ist für

mich ein Weg, und Unterwegssein ist

Ausdruck der gläubi gen Existenz.“

Doch was sind die Gründe für den

Boom der entbehrungsreichen Reisen?

Was bringt selbst bekennende Atheisten

dazu, einen Rucksack mit den notwendigsten

Habseligkeiten zu schnüren,

claudia BröcKerhoFF

Strapazen unter sengender Sonne oder

bei peitschendem Regen in verschwitzten

Wanderklamotten mit Blasen an den

Füßen auf sich zu nehmen, um schließlich

nach Wochen oder gar Monaten an

ein Ziel zu gelangen, dass sie mit dem

Auto oder Flugzeug innerhalb weniger

Stunden erreichen könnten: egal der

Weg ist das Ziel!

Es geht darum, sich auf den Weg zu

machen und unterwegs zu sein zu

sich selbst, zu den anderen, zu Gott.

Viele Menschen möchten sich auf einer

Pilgerreise mit Gott auseinandersetzen

oder verstehen den Weg als ein „Beten

mit den Füßen“. Andere machen sich

auf den Weg, weil sie auf der Suche nach

dem Sinn des Lebens sind, sich ausgebrannt

fühlen oder abschalten möchen.

Für viele bedeutet Pilgern auch ein Weg

nach innen, die Reise zu sich selbst.

Die Motive zum Pilgern sind so viel-

Der Jakobsweg

fältig wie die Menschen, die aufbrechen.

Religiöse Gründe spielen nicht immer

eine Rolle. „Das Haupterlebnis besteht

nicht im Ankommen, sondern im Unterwegssein“,

erklärt Gerald Wagner vom

Evangelischen Erwachsenenbildungswerk

Westfalen, das am Projekt „Pilgern

im Pott“ beteiligt ist. Beim Unterwegssein

ist Zeit zum Nachdenken über Familie

und Beruf, zum Meditieren

über Gott und die Welt, zum Genießen

von Stille und Natur.

Bleibt die Frage, was der Unterschied

ist zwischen einer Wandertour

und dem Pilgern. Bei der

Antwort hält sich selbst Pilgerpastor

Lohse bedeckt: „Was Pilgern ist, entscheidet

Gott.“ Weder die Länge der

Wegstrecke noch die Zeit seien entscheidend.

Es gehe vielmehr darum, sich

auf den Weg zu machen und unterwegs

zu sein zu sich selbst, zu den anderen,

zu Gott. Gegen diese Art „Pilgerschaft“

hätte sicher auch Luther nichts einzu-

wenden gehabt.

titelthema

Hildegard Gorny

Santiago de Compostela ist nach Jerusalem, Rom, Lourdes und

Fatima das bedeutendste Wallfahrtsziel der christlichen Welt.

Jakobus der Ältere war ein Jünger Jesu. Er wurde 44 n. Chr. in

Jerusalem enthauptet. Sein Leichnam wurde der Legende nach

von zwei Engeln geleitet und nach Nordspanien gesegelt. Die

Überführung ins heutige Santiago de Compostela erfolgte der

Überlieferung nach an einem 25. Juli; seitdem wird dieser Tag

als Jakobus-Tag gefeiert. Als das Grab des Hl. Jakobus 813 n.

Chr. von einem Eremiten entdeckt wurde, befahl König Adolf

II. von Asturien und Leon den Bau einer Jakobuskapelle und

eines Klosters, das von Benediktinermönchen geleitet wurde.

Das war der Anfang der Stadt Santiago de Compostela und der

Beginn der Pilgerbewegung.

Seit der Ernennung des Jakobweges „Camino Francés“ zum

Weltkulturerbe durch die UNESCO im Jahre 1987 und der

Ausschilderung der Wege in Spanien, Frankreich, der Schweiz,

Österreich und Deutschland mit gelben Pfeilen und dem Jakobsmuschel-Symbol

hat dieser Weg einen großen Aufschwung

erlebt.

Wer mindestens die letzten 100 Kilometer der Strecke zu Fuß

oder die letzten 200 Kilometer mit dem Pferd oder Fahrrad zurücklegt,

erhält in Santiago die „Compostela“, eine Urkunde,

die die Pilgerschaft bescheinigt. Die einzelnen Stationen des

Weges werden mit Stempeln im Pilgerausweis festgehalten. Er

berechtigt zur Nutzung der preisgünstigen Pilgerherbergen.

Gemeindebrief 3 · 2012 5


titelthema

6 Lukaskirche

auf dem Jakobsweg nach Santiago

de compostela

Pilgern per Pedale

Heute kann ich nicht mehr sagen, wann genau

der Plan entstand, nach Santiago de

Compostela zu pilgern. Detaillierter planten

wir, mein langjähriger Freund Paul, seine

Frau Hildegard, meine Frau Brigitte und ich,

diese Reise während eines gemeinsamen Urlaubs

auf Föhr. Da wir alle gern Fahrrad fahren,

kam nur eine Pilgerreise mit dem Rad in

Frage. Das einzige Problem war, einen geeigneten

Zeitpunkt zu finden, weil wir damals

alle noch berufstätig waren. Klar war auch,

dass wir in 4 Jahren viermal unterwegs sein

würden, um die insgesamt 2.200 km zu bewältigen.

Im Einzelnen planten wir folgende

Etappen: 2004 von Gernsbach im Schwarzwald

bis nach Vittel in Frankreich, 2005 von

Vittel bis nach Le Puy-en-Velay, 2006 von Le

Puy bis nach Orthez und 2007 von Pamplona

bis nach Santiago de Compostela.

Die Pilgergefährten des Autors: Paul, Hildegard und Brigitte (v.l.n.r.)

auf dem Platz vor der Kathedrale in Santiago de Compostela


1. Etappe: Gernsbach Vittel

Zur ersten Etappe starteten wir im

August 2004, vorbei an Rastatt, durch

Straßburg und Molsheim. Pilgerbewusstsein

kam erstmals auf, als wir bei

strömendem Regen den steilen Mont St.

Odile bewältigen mussten. Der Lohn

war dann ein wunderschöner Ausblick

ins Rheintal bis hinüber nach Straßburg

und die wohltuende, feierliche Stille am

Grab der Hl. Odilia in der Klosterkirche

auf dem Odilienberg. Durch die Heimat

Albert Schweitzers und nach Überquerung

des Vogesenkamms kamen wir

nach sechs Tagen in Vittel an, dem Endpunkt

der ersten Etappe.

Wir stellten immer wieder fest, dass

man oft angesprochen wird, wenn man

mit Rad und Gepäck unterwegs ist, so

auch in Vittel in einem Straßencafé.

Unser Gesprächspartner entpuppte sich

als Hoteldirektor. Mit ihm vereinbarten

wir, im folgenden Jahr unsere Autos

bei ihm für die Dauer unserer zweiten

Etappe zu parken und auch in seinem

Hotel zu übernachten. Eine glückliche

Fügung, wie sich zeigen sollte.

Fazit unserer ersten Etappe: Wenn der

Mensch sein Schneckenhaus verlässt,

sein Haus oder auch sein Auto, ist er angreifbarer,

man kann ihn besser fassen.

Aber das ist durchaus positiv.

2. Etappe: Vittel Le Puy

Die zweite Etappe begann Ende Juli

2005 mit der Reise nach Vittel. Das Hotel

unseres Bekannten aus dem Vorjahr

war sehr gut, und bei einem Bierchen

in der Hotelbar freuten wir uns auf den

Start am nächsten Tag. Über Neuilly

kamen wir am zweiten Abend nach Auberive,

wo wir uns bei der Zimmersuche

sehr schwer taten. Als wir die Hoffnung

schon fast aufgegeben hatten, fanden wir

in einem Seitensträßchen eine Ferienwohnung.

Als wir die Vermieterin nach

einem Restaurant fragten, schüttelte sie

den Kopf, hielt kurz inne und sagte, sie

könne uns etwas kochen, wenn wir etwas

Zeit hätten. Das Essen war vorzüglich,

der Gastgeber sorgte für‘s Bier, und

nur mit sehr viel Nachdruck konnten wir

diese lieben Menschen dazu bewegen,

sich den Aufwand bezahlen zu lassen.

Das Pilgern hat eindeutig eine horizontale

Dimension im Zusammentreffen

mit Menschen, die eigentlich

Fremde sind. Das spürten wir kurze Zeit

später abermals, als wir in Gracey einen

Mann nach einem Geschäft fragten, wo

man Wasser kaufen könnte. Er brachte

uns Wasser aus seinem Haus und dazu

noch eine Tüte mit Gebäck.

Über Dijon und Beaune kamen wir

sechs Tage später nach Comartin, nur

9 km von Taizé entfernt. Zum Abendgebet

fuhren wir mit dem Rad dorthin.

Die Atmosphäre in der Kirche und die

Gesänge vermittelten eine Stimmung,

die man nicht beschreiben kann. Nach

dem Gebet segnete der Gründer und

Prior der ökumenischen Bruderschaft

von Taizé, Roger Schutz, die Anwesenden.

Schnell bildete sich vor ihm eine

lange Reihe von Menschen, die sich persönlich

von ihm segnen lassen wollten.

Ganz spontan stellte sich auch Brigitte

an. Paul meinte, dass wir nun wohl in

Taizé übernachten müssten. Doch Brigitte

war schnell wieder zurück und tief

beeindruckt von dieser Begegnung. Eine

Woche später wurde Frère Roger von einer

geistig verwirrten Frau erstochen.

Durch das wunderschöne Burgund

gelangten wir nach

Cluny, wo von der

ehemals riesigen

und bedeutungsvollen

Klosteranlage

aus dem Mittelalter leider nur noch Ruinen

stehen. Weiter ging es durch leicht

hügeliges Gelände nach Affoux, einem

winzigen Ort auf fast 900 m Höhe: eine

kleine Kirche, ein Dutzend Häuser und

das erhellte unsere Mienen eine ganz

neue Herberge.

Als wir vor der Tür der Herberge standen,

mussten wir feststellen, dass sie in

der Ferienzeit geschlossen ist. Erschöpft

und enttäuscht setzten wir uns auf die

Kirchentreppen. Schließlich kam ein älterer

Herr auf die Straße, um zu fegen.

Hildegard, die als Einzige von uns etwas

Französisch spricht, fragte ihn nach

einem Hotel in der Nähe. Diese Frage

verneinte er. François, so hieß er, muss

»Beim Pilgern ist jeder mit

sich selbst unterwegs«

titelthema

rudolf Winkelhorst, 65 und autor des artikels,

lebte insgesamt 7 Jahre als Franziskaner-Mönch

in Brasilien. ende 1975 trat er

aus dem orden aus und heiratete. Seitdem

hat er zur katholischen Kirche, der er

immer noch angehört, ein eher kritisches

Verhältnis. nicht jedoch zum Pilgern.

uns wohl die Erschöpfung angesehen

haben, jedenfalls hat er den Bürgermeister

angerufen, den er offensichtlich sehr

gut kannte. Kurze Zeit später kam der

Bürgermeister direkt von der Feldarbeit.

Er verlangte lediglich 20 Euro als Kaution

und schloss

uns dann die Herberge

auf. François

brachte uns später

noch eine Flasche

Rotwein und sagte, er hätte uns gern

zum Essen eingeladen, aber er hätte bereits

Gäste an dem Abend. Nach solchen

Begebenheiten dachten wir oft, dass wir

wohl den Heiligen Jakobus in der Tasche

haben müssten, der es gut mit seinen

Pilgern meint.

Vorbei an Vulkankegeln radelten wir

weiter in Richtung Zentralmassiv. Dabei

erreichten wir schon Höhen von

1.200 Metern und mehr. Das Ziel unserer

zweiten Etappe war Le Puy-en-Velay

in der Auvergne. In der Kathedrale von

Le Puy kamen wir gerade rechtzeitig

zu einer Pilgermesse. Im Hotel meldeten

wir uns gleich für das folgende Jahr

an und organisierten die Stellplätze für

Gemeindebrief 3 · 2012 7


Beginn der Via Podiensis:

le Puy-en-Velay in der auvergne

unsere Autos. Mit dem Zug ging es am

nächsten Morgen über Lyon, Dijon und

Culmont zurück nach Vittel.

3. Etappe: Le Puy Orthez

Am 14. Juli 2006 starteten wir in Le

Puy-en-Velay zu unserer dritten Etappe,

die wir entlang der Via Podiensis radelten.

Die Via Podiensis von Le Puy in der

Auvergne bis nach Saint-Jean-Pied-de-

Port in den Pyrenäen ist der bekannteste

der vier historischen Jakobswege durch

Frankreich.

Im Mittelalter war Le Puy neben Conques

Sammelpunkt der Pilger, die wegen

der vielen Gefahren gern in Gruppen

unterwegs waren. Hier im Süden der

Auvergne verläuft der Jakobsweg über

grüne Wiesen und Hochebenen, vorbei

an vulkanischen Reliefs, durch wilde

Schluchten und entlang schöner Flüsse.

Die Zahl der Pilger nahm auf dieser

Wegstrecke deutlich zu, und so ließen

wir uns jeweils morgens vom Hotelpersonal

ein Zimmer für das nächste Etappenziel

reservieren. Das funktionierte in

der Regel sehr gut.

Monumentale Kathedralen und wunderschöne

Landschaften ließen uns im

Zentralmassiv so manchen schweißtreibenden

Anstieg vergessen. Ein besonderer

Höhepunkt der Fahrt durch

Frankreich bot das Lot-Tal. Das 150

Kilometer lange Flusstal schlängelt sich

durch enge Schluchten mit in die Felsen

gebauten Häusern. In Entraygues-sur-

Truyère verließen wir das malerische Tal

des Lot, um über Conques zu fahren.

Das war keine gute Idee. Der Weg war

beschwerlich, mit zwei schwierigen Anstiegen

und keiner Einkehrmöglichkeit.

Conques selbst ist überfüllt mit Tages-

8 Lukaskirche

nur 217 einwohner, aber einer der bekanntesten

orte des lot-tals:

Saint-cirq-lapopie

Hintergrundbild: Die endlose Weite der Meseta, der Kornkammer Spaniens.

touristen und Andenkenläden. Zurück

am Lot, kamen wir auf guten Straßen

nach Cahors.

Im Hotel in Cahors hatte zu unserer

Überraschung eine Portugiesin das Zepter

in der Hand. Dass Brigitte und ich

sehr gut portugiesisch sprechen, machte

alles einfacher und das Einchecken sogar

recht amüsant.

Hinter Moissac überquerten wir die

Garonne, und in Auvillar hat uns ein

deutschsprachiger Lothringer eine herrliche

Pizza gebacken. Vorher hatten wir

in Moissac im Schatten der Kathedrale

das teuerste Bier dieser Fahrt getrunken.

»Diese wohltuende Einsamkeit

lässt die Gedanken weit schweifen.«

In Lectoure lernten wir beim abendlichen

Bier ein nettes Ehepaar kennen,

das aus Albi nordöstlich von Toulouse

stammte und zu Fuß unterwegs war. Am

nächsten Morgen, wir aßen gerade eine

Melone, trafen wir den Pilger vom Vorabend

allein. Seine Frau hatte ein Taxi

genommen. Hape Kerkeling war also

nicht der Einzige, der diese Möglichkeit

der Fortbewegung gewählt hat.

Am nächsten Tag fanden wir in Aire

unter mächtigen Platanen ein kleines

ruhiges Hotel. Die Zimmer waren sehr

geräumig. Nach der täglichen Waschorgie

zog es uns zunächst in ein Bistro am

Eingang der Altstadt, dann in den Dom

zum Pilgersegen. Beim Pilgern sollte die

Reihenfolge eigentlich umgekehrt sein,

doch kann man ja mal eine Ausnahme

machen. Im Dom trafen wir zwei ältere

Damen, die uns Pilger sehr freundlich

begrüßten, uns ein Getränk anboten

und bereitwillig unseren Pilgerausweis

stempelten.

Am 25. Juli starten wir zur letzten Tages-Etappe.

Bis Orthez waren es genau

75 km. In Arzacq-Arraziguet machten

wir halt, suchten zunächst einen Stempel

für unseren Pilgerpass und tranken dann

in einem gemütlichen Straßencafé einen

Espresso. Am Zielort Orthez gerieten

wir mitten in ein Stadtfest. Es war eine

Mischung aus Jahrmarkt und Musikfestival.

Die Stadt war voller Menschen.

Das Hotel war eines der besten unserer

diesjährigen Reise. Ein ruhiger

Innenhof lud zum Verweilen

ein. Vor dem Hotel stand eine

riesige Pfanne, in der Paella zubereitet

wurde. Die Pfanne hatte

einen Durchmesser von ca.

zwei Metern. Gleich eimerweise wurden

die Zutaten zugegeben.

Am 27. Juli fuhren wir mit dem Zug

von Orthez zurück nach Le Puy. Im Hotel

wurden wir schon fast wie alte Bekannte

begrüßt.

Doch war alles bisher Geleistete eigentlich

nur die Anreise für den Hauptweg,

den Camino Francés von Pamplona

nach Santiago de Compostela, der unsere

vierte und letzte Etappe im folgenden

Jahr sein sollte. Den recht schwierigen

Weg über die Pyrenäen das Teilstück

zwischen Orthez und Pamplona haben

wir uns geschenkt.

le Pont

das tal des lot, einem nebenfluss der

Garonne in der region Midi-Pyrénées

4. Etappe: Pamplona Santiago

Waren wir bisher in Eigenregie gefahren,

so hatten wir diesen Hauptweg quer

durch Nordspanien als geführte Reise

gebucht. Das heißt, unsere Hotels waren


Vieux, die alte Brücke in orthez

aus dem 13. Jh. .

gebucht und unser Gepäck wurde jeweils

von einem Hotel zum nächsten transportiert.

Eine enorme Erleichterung.

Am sonstigen Ablauf hatte sich aber

nichts verändert, wir gestalteten unsere

Fahrt nach wie vor nach Gutdünken.

Nachdem wir in Pamplona unser Hotel

gefunden und unsere Autos für die

folgenden zwei Wochen sicher in der

Tiefgarage des Hotels geparkt hatten,

freuten wir uns auf die bevorstehende

eigentliche Pilgerreise.

In Pamplona hatten wir noch Zeit,

die Stadt zu erkunden. Überall sahen

wir erste Anzeichen des bevorstehenden

Patronatsfestes. Rot-weiße Fahnen

schmückten die Gebäude, an den

Straßen standen schon Gatter für die

bekannte Stierhatz durch die Stadt zur

Stierkampfarena. Vermehrt waren auch

schon Pilger unterwegs.

Ein wenig ernüchternd war am nächsten

Morgen die Suche nach dem Weg.

Vor lauter Autobahnen und Nationalstraßen

mussten wir lange nach der ersten

gelben Muschel auf blauem Grund

suchen. Da der eigentliche Pilgerweg

auch hier mit dem Rad nicht befahrbar

ist, radelten wir auf der N111 in Richtung

Puente la Reina. Auf der bekannten

Steinbrücke hielten wir an und beobachteten

die Störche auf dem benachbarten

Kirchturm.

Diese imposanten Vögel, Zeichen

von Friedfertigkeit und Leben, begleiteten

uns noch zahlreich auf dem ganzen

Weg bis nach Santiago. Das sind

immerhin 800 km mit unendlich vielen

monumentalen Bauwerken, gotisch und

romanisch, mit alten, teilweise perfekt

restaurierten Pilgerherbergen und mit

wunderschönen Landschaften, wie zum

abteikirche Sainte-Foy

in conques

Beispiel die für ihren Wein bekannte

Region im Norden Spaniens, die Rioja.

Ab Burgos durchquert der Pilgerweg

die berühmte wüstenartige Hochebene

Meseta mit Kornfeldern, die bis zum

Horizont reichen. Den Pilger erwartet

jetzt Hitze, Staub, Trockenheit und

Eintönigkeit. Trotzdem ist diese endlose,

scheinbar menschenleere Hochebene

faszinierend.

Diese wohltuende Einsamkeit, die

unglaubliche Vielfalt der Natur und die

langen Anstiege lassen die Gedanken

weit schweifen. Obwohl wir zu viert waren,

war man doch viel allein. Nicht nur,

weil sich das „Fahrerfeld“ an den langen

Anstiegen oft weit auseinanderzog. Wir

spürten: Pilgern heißt, mit sich selbst

unterwegs zu sein. Das gilt auch für

Fußpilger. Diese selbst verursachte und

auch gezielt gewollte Einsamkeit scheint

therapeutischen Charakter zu haben.

Es ist die Einfachheit des Lebens mit

einer Welt, die in einen kleinen Rucksack

passen muss. Es ist die Natur mit

ihren wechselnden Landschaften, in die

die Muschel oder ein gelber

Pfeil kennzeichnen den Jakobsweg,

auch den radweg.

der eigentliche Pilgerpfad ist

aber mit einem treckingrad

oft nicht befahrbar.

Zisterzienserinnen-Kloster

Santa María la real de las

huelgas bei Burgos

man versinkt. Dann ist es nicht mehr

weit zu der Frage, wer hinter all diesen

Naturschönheiten steht. Und es ist nur

ein kleiner Schritt zum Schöpfer all

dieser Dinge, zu Gott. Es bedarf dann

nicht mehr vieler Worte. Man ist erfüllt

von tiefer Dankbarkeit für das Erlebte.

Dieses erhabene Gefühl ist nur noch

zu steigern, wenn man den letzten Hügel

vor Santiago de Compostela überwunden

hat und zum ersten Mal die Türme

der Kathedrale von Santiago sieht und

schließlich nach 2.200 Kilometern auf

dem riesigen Platz vor der Kathedrale

steht. Pilgergruppen werfen ihre Rücksäcke

in die Luft und umarmen sich.

Andere verweilen still in sich gekehrt

vor dem imposanten Bauwerk. Die meisten

zieht es dann in die Kirche, um die

lebensgroße Statue des Heiligen Jakob

zu umarmen.

Was auch immer in diesem Jakobsgrab

in der Kathedrale ruhen mag, die Gebeine

des Heiligen oder etwas Anderes, es

spielt eigentlich keine Rolle. Wichtig ist

die spirituelle Nähe zu einem Heiligen,

der einen direkt in die Nähe Jesu bringt,

zum Ursprung unseres Glaubens. Jedenfalls

war ich überrascht, wie selbst

ein kritischer Christ, und so schätze ich

mich ein, von einer Pilgerfahrt so beeindruckt

und ergriffen sein kann.

Unsere kleine Pilgergruppe zog es

seither noch zweimal nach Santiago de

Compostela: 2009 auf der Via de la Plata

von Sevilla nach Santiago und 2011

von Nazaré in Portugal auf dem caminho

portugues nach Santiago und weiter

nach Fisterra am Atlantik, das im 12.

Jahrhundert als das Ende der Welt galt.

Auf nach Santiago, es lohnt sich!

Rudolf Winkelhorst

Gemeindebrief 3 · 2012 9


titelthema

Flughafenseelsorge düsseldorf

Zwischen Himmel und Erde

Über 55.000 Passagiere fliegen täglich vom Düsseldorfer Flughafen in

alle Welt. Dazu kommen etwa 15.000 Abholer und 3.000 Besucher, die

den Flughafen als Ausflugsziel nutzen. Ruhepol in diesem hektischen

Treiben ist Pfarrer Detlev Toonen. Seine Gemeinde ist der Airport. Bei

ihm darf die Seele zwischenlanden.

Gemeindebrief: Herr Toonen, Sie arbeiten

seit Mai 2006 als Flughafenseelsorger

am Düsseldorfer Flughafen. Was

gehört alles zu Ihren Aufgaben?

Detlev Toonen: Das Aufgabenspektrum

eines Airport-Seelsorgers ist sehr

vielfältig. Wir beraten und begleiten

Passagiere und Abholer am Flughafen.

Wir sind Kirche am Flughafen, feiern

Gottesdienst und geben Reisesegen. Wir

sind Notfallseelsorger und helfen Menschen

in Krisensituationen. Wir bieten

Flughafen-Mitarbeitenden Lebensberatung

und Seelsorge an. Wir sind Sozialdienst

am Flughafen in allen Fällen von

Abschiebung und Rückwanderung.

Bald beginnt die große Sommer-Reisezeit.

Auf was müssen Sie da alles gefasst

sein?

Wenn die Ferien beginnen, ändert sich

die Zahl der Passagiere und auch die

Stimmung. In der Nichtferienzeit haben

wir viele Geschäftsflieger, die es meistens

eilig haben. Für sie ist der Flug eher

lästig. Ferienflieger freuen sich auf den

Urlaub und haben viel Zeit. Menschen,

die Zeit haben, sind gesprächsbereiter.

Sie sprechen die Leute an?

Ja, ich bin viel in den Terminals unterwegs

und suche den Kontakt. Ich sage

dann „Guten Tag. Ich bin von der Flughafenseelsorge.

Ich wollte mal fragen,

wie es Ihnen geht? Wohin fliegen Sie?“

Dann setze ich mich daneben, komme

ins Gespräch. Dabei erfährt man alles

Mögliche, auch manches persönliche

Problem. Flugangst und Abschiedssituationen

sind häufige Themen. Die Leute

sind da sehr offen. Und dann habe ich

ja noch meinen „Türöffner“. Ich verteile

immer ein Faltblättchen mit einem Rei-

10 Lukaskirche

sesegen, dazu ein Schokoladenengelchen

und die Visitenkarte der Airport-Seelsorge.

Reagieren die Leute nicht skeptisch,

wenn Sie das verteilen?

Nein, überhaupt nicht. Wir sind ja nicht

missionarisch unterwegs. Die meisten

finden es sehr aufmerksam und sagen

„Ach, Airport-Seelsorge, wussten wir

gar nicht, dass es so etwas gibt“ oder

„Haben wir schon mal gehört. Sie sind

das also“. Manche möchten auch, dass

ich ihnen den Reisesegen persönlich zuspreche.

Ich setze oder stelle mich mit

den Leuten in ein Eckchen und segne

sie. Auch Pilgergruppen nutzen die

Möglichkeit eines Reisesegens durch die

Flughafenseelsorge. Die sind dann aber

meistens schon über das Reisebüro bei

uns angemeldet.

Das sind die schönen Seiten Ihrer Arbeit.

Es gibt sicher auch traurige Situationen

zu bewältigen, nach einem Flugzeugunglück

zum Beispiel.

Der Flughafen ist wie eine kleine Stadt.

Alles, was im richtigen Leben passiert,

geschieht auch hier. Hier gibt es nicht

nur Freud-, sondern auch Leid-Situationen.

Während des Libanon-Israel-Krieges

kamen hier beispielsweise 10 Maschinen

an mit Menschen, die zu betreuen waren.

Oder die Air France-Maschine, die

2009 auf dem Flug von Rio de Janeiro

nach Paris über dem Atlantik abstürzte.

Alle 228 Menschen an Bord kamen ums

Leben. Damals nahmen wir Angehörige,

die zur Trauerfeier nach Paris flogen,

in Empfang, hörten den Traumatisierten

zu, begleiteten sie bis zum Einstieg in

die Maschine.

in seinem Büro ist Pfarrer detlev toonen

düsseldorfer Flughafens unterwegs:

Ein anderes Beispiel ist das Unglück der

Costa Concordia Anfang diesen Jahres.

Zwar ist das Kreuzfahrtschiff vor der

Küste Italiens havariert, aber wir mussten

hier insgesamt 30 Passagiere des

Schiffes seelsorglich betreuen und auf

den Heimweg bringen. Eine Frau kam

abends um kurz vor 10 im Nachthemd

und in Schlappen hier an. Sie hatte

nichts mehr, musste weiter in Richtung

Dortmund. Für die Weiterfahrt haben

wir ihr einen Shuttle organisiert. Bei einem

Kaffee haben wir im Bereich Ankunft

zusammengesessen, geredet und

auf das Taxi gewartet. Es war ihr natürlich

sehr peinlich, hier im Nachthemd

zu sitzen. Deshalb hat sie auch noch einen

Mantel von uns bekommen.

Wie spricht man Menschen an, die gerade

erfahren haben, dass sie ihre Angehörigen

nie wieder sehen werden? Worüber

reden Sie dann?

Das ist nicht leicht. Für solche größeren

Notfall-Situationen gibt es ein Notfallmanagement

des Flughafens mit eigens

für solche Einsätze geschulten Notfall


nur selten zu finden. Meistens ist er in den weitläufigen ankunft- und abflughallen des

„alle sind busy. Wir sind die einzigen, die ruhe und Zeit haben.“

teams. Wichtig ist, die Betroffenen aus

dem Fokus von Öffentlichkeit und Medien

herauszuhalten. Dazu werden sie in

einen abgeschotteten Raum gebracht.

Wir kümmern uns darum, dass die

Polizei alle nötigen Auskünfte bekommt,

ohne dass die Angehörigen zu

sehr damit belastet werden. Wir versuchen,

mit den Betroffenen ins Gespräch

zu kommen. Wir reden darüber, wie sie

sich fühlen, was sie denken, wie es ihnen

geht. Wir reden darüber, welche Hilfe

sie jetzt brauchen, was wir für sie tun

können.

Was können Sie konkret tun? Wie sieht

die Unterstützung aus, die Sie anbieten?

Wir können erste Hilfe in der Trauerbegleitung

leisten. Wir können sie nach

Hause begleiten und dafür sorgen, dass

sie weitere psychologische Beratung und

Therapie erhalten.

Sie leiten sie also dann an andere Institutionen

weiter?

Genau. Bei dem Costa Concordia-Unglück

haben wir zum Beispiel ein jüngeres

Ehepaar aus Dortmund an eine

Trauma-Ambulanz weitergeleitet. Darüber

hinaus habe aber auch ich eine Woche

lang jeden Tag mit ihnen telefoniert.

Sie fassen also noch mal nach? An der

Flughafentür ist für Sie nicht einfach

Schluss?

Sie meinen, fünf Minuten Treffen und

dann auf Wiedersehen, das war‘s jetzt.

Nein, hier ist nicht einfach so Schluss.

Ich telefoniere mit den Leuten, frage,

wie es ihnen geht, was ich für sie tun

kann, ob sie bestimmte Ratschläge befolgt

haben, die ich ihnen gegeben habe.

SerGeJ lePKe / eVduS

titelthema

Welche Ratschläge geben Sie denn?

Ich rate, auf den eigenen Körper zu achten,

darauf zu achten, was sich verändert.

Im Nachhinein kann es Schäden geben,

mit denen man nicht rechnet. Man wird

krank und weiß nicht, woher die körperliche

Krankheit kommt. Zeit heilt eben

nicht immer alle Wunden. Die Seele

sucht sich dann einen Ort, wo sie sich

austoben kann.

Haben Sie in solchen Situationen das

Gefühl, dass Sie mit Ihren Gesprächen

Trost spenden können?

Oh, ja. Oftmals höre ich von Angehörigen,

die einen Menschen verloren haben:

„Gut, dass mir jemand zur Seite steht“.

Besonders, wenn ein Passagier am Urlaubsort

oder während eines Fluges

stirbt. Das kommt häufiger vor, als man

denkt. Wir haben ungefähr alle 14 Tage

ein solches Ereignis. Erst letzte Woche

hatten wir einen Tod im Terminal zu

beklagen.

Eine Dame Mitte 60 stand an den

Kofferbändern und ist einfach umgekippt.

Es wurde noch versucht, sie zu

reanimieren. Es gab zwar keine Abholer

zu betreuen, aber die beiden jungen

Zollbeamten, die erste Hilfe geleistet

hatten, waren fertig mit den Nerven. Es

war ihre erste Tote. Sie mussten das erste

Mal erleben, dass ihnen jemand quasi

in den Händen stirbt. Wie belastend das

ist, kann ich gut nachvollziehen. Noch

heute erinnere ich mich bis ins Detail an

meinen ersten Todesfall im Dienst, obwohl

es schon 30 Jahre zurückliegt. Das

vergisst man nicht.

Auch für Polizei, Feuerwehr, Rettungssanitäter,

Notärzte und Zollbeamte

bin ich da und schaue, dass sie keinen

Schaden nehmen und leiste Trauerbegleitung.

Schließlich bin ich auch der

Betriebsseelsorger für die Flughafen-

Mitarbeiter. Und das sind hier immerhin

über 18.000 Leute.

Wie geht es Ihnen selbst am Ende eines

solchen Tages?

Es ist anstrengend und belastend, keine

Frage. Ich versuche auch für mich

der „türöffner“ der Flughafenseelsorge:

reisesegen und Schokoladenengelchen

Gemeindebrief 3 · 2012 11


titelthema

selbst das zu berücksichtigen, was ich

den Leuten immer rate: loszulassen, sich

zu belohnen, sich selbst etwas Gutes zu

tun. Es ist ganz wichtig, gedanklich abzuschalten,

sich auf etwas ganz Anderes

zu konzentrieren, nämlich auf das, was

einem gut tut.

Sie haben erwähnt, dass Sie auch das

Flughafenpersonal seelsorgerisch begleiten.

Und wer begleitet die Seelsorger?

Andere Seelsorger, sogenannte Supervisoren,

mit denen man über das, was man

erlebt hat, spricht. Das findet regelmäßig

statt und ist mir sehr, sehr wichtig. Ohne

Supervision würde ich diese Arbeit nicht

machen. Sonst kann es sein, dass man in

diesem Beruf krank wird.

Stranden hier auch manchmal Menschen

ohne Geld und Anschlussflug?

Ja, ganz viele. Sie wissen nicht weiter,

weil sie einen Flug verpasst haben oder

weil sie hofften, abgeholt zu werden, was

nicht geschah oder weil ein Naturereig-

12 Lukaskirche

nis den Flugverkehr still gelegt hat.

Wie helfen Sie in solchen Situationen?

Durch Vermittlung einer Weiterreisemöglichkeit

oder eines Nachtquartiers

und natürlich durch Gespräche.

Im Rahmen dieser Sozialdienst-Arbeit

kümmern wir uns auch um Obdachlose,

die sich am Flughafen aufhalten.

Weihnachten 2010 war so ein Naturereignis,

von dem Sie eben sprachen, nämlich

das große Schneechaos. Viele Menschen

saßen auf Flughäfen fest, weil ihre

einen ort des stillen Gedenkens, der ruhe und Besinnung finden Fluggäste und Besucher

im raum der Stille des düsseldorfer Flughafens. der konfessionsfreie Gedenkraum befindet

sich auf der ebene 3 im öffentlichen Bereich des terminals und ist täglich geöffnet.

Flüge gestrichen waren. Wie war die Situation

am Düsseldorfer Flughafen?

Ich hatte gedacht, es gäbe ganz viel Andrang.

Die Flughafenfeuerwehr hatte

in einem Terminalbereich Feldbetten

aufgestellt. Die wurden aber überhaupt

nicht genutzt. Nach kurzer Zeit hatten

sich die Passagiere auf die Situation eingestellt,

so dass hier ab dem zweiten Tag

gähnende Leere herrschte. Nach dem

Vulkanausbruch in Island, als wegen

der Vulkanasche nicht geflogen werden

airPortSeelSorGe düSSeldorF

durfte, war das genauso. Wie in einer

Geisterstadt sah es hier aus.

Ein großer Teil des Sozialdienstes

richtet sich an die Rückwanderer. Das

sind die, die woanders gestrandet sind,

vor allem in Thailand, in der Karibik und

den USA. Das beste Beispiel sind die

Männer, die nach Thailand ausgewandert

sind. Der längste, den ich kennengelernt

habe, hat es 14 Jahre geschafft.

Was hat er in Thailand gemacht?

Er fand die thailändischen Frauen so

schön und hat gedacht, dass er in Thailand

preisgünstiger leben kann als hier.

Er hat dort bei einer thailändischen Frau

gewohnt und sich mit Gelegenheitsarbeiten

über Wasser gehalten. Darüber

bekam er eine Art Duldung. Irgendwann

hat ihn die thailändische Frau

aber rausgeworfen. Er ist dann zwei Jahre

in Thailand herumgereist und hat sich

versteckt, u.a. in einem buddhistischen

Tempel. Als er aber nicht Mönch werden

wollte, haben ihn die Mönche wieder

weggeschickt. Irgendwann hat ihn

die thailändische Polizei aufgegriffen

und ins Gefängnis gesteckt.

Die Zustände in thailändischen Gefängnissen

sind furchtbar: 30 bis 40 Leute

in einer Zelle, zusammengepfercht auf

engstem Raum unter schlimmsten hygienischen

Verhältnissen. Zu den Mahlzeiten

wird ein Topf in die Mitte gestellt,

jeder kriegt sein Schälchen und dann beginnt

die Schlacht ums Essen. Da hatte

er geradezu Glück, dass er krank wurde

und ins Krankenhaus kam. Er wurde

soweit fit gemacht, dass er fliegen durfte

und schließlich von den thailändischen

Behörden abgeschoben. Wir nehmen

diese gescheiterten Existenzen dann hier

in Empfang.

Wie erfahren Sie denn, dass so jemand

hier ankommt?

Wir werden von den Botschaften und

Konsulaten informiert. In diesem Fall

war es die deutsche Botschaft in Bangkok,

von der ich übrigens gehört habe,

dass derzeit allein in Bangkok noch 30

bis 40 Deutsche im Gefängnis sitzen

und darauf warten, ausgeflogen zu werden.

Fortsetzung Seite 17


Gottesdienste

in

Lukas

Datum Uhrzeit Gottesdienst Predigt

So 3.6. 11:00 Gottesdienst Bödeker

So 10.6. 11:00 Gottesdienst heidrich

So 17.6. 11:00 Gottesdienst heidrich

So 24.6. 11:00 Gottesdienst

mit abendmahl

Bödeker

So 1.7. 11:00 Gottesdienst Bödeker

So 8.7. 11:00 Gottesdienst heidrich

So 15.7. 11:00 Gottesdienst heidrich

So 22.7. 11:00 Gottesdienst Bödeker

So 29.7. 11:00 Gottesdienst

mit abendmahl

heidrich

So 5.8. 11:00 Gottesdienst Bödeker

So 12.8. 11:00 Gottesdienst heidrich

So 19.8. 11:00 Gottesdienst heidrich

So 26.8. 11:00 Gottesdienst

mit abendmahl

heidrich

Möge die Straße uns zusammen führen,

und der Wind in deinem Rücken sein.

Sanft falle Regen auf deine Felder

und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott dich fest in seiner Hand.

(irisches Segenslied)

Gottesdienste

Ökum. Frauengottesdienst

Dienstag, 12.6.2012, 8:30 h

Kath. St. Michaelskirche

Dienstag, 10.7.2012, 8:30 h

ev. lukaskirche

Kleinkindergottesdienst

Für Kleinkinder und ihre eltern

in der lukaskirche

Sonntag, 3.6.2012, 10:15 h

Samstag, 1.7.2012, 10:15 h

Frauenabendkreis

Donnerstag, 21.6.2012, 15 h

Donnerstag, 19.7.2012, 15 h

Kirchen-Café

alle Gottesdienstbesucherinnen

und -besucher sind herzlich

eingeladen, nach dem Gottesdienst

in gemütlicher runde

noch etwas in der lukaskirche

zu verweilen.

Sonntag, 3.6.2012

Sonntag, 17.6.2012

Sonntag, 1.7.2012

Sonntag, 15.7.2012

Bibelgespräch in Lukas

zu den Predigt-texten der

Sonntage im Gemeindehaus

der lukaskirche.

Donnerstag, 12.7.2012, 9:30 h

Donnerstag, 9.8.2012, 9:30 h

Gemeindebrief 3 · 2012 13


treffpunkte

Babys & Eltern

Familien mit kleinen Kindern bis drei Jahre laden wir zum Spielen, Singen und erzählen

in unseren Kindergruppenraum unter dem Kindergarten, Gatherweg 111, ein.

Bei interesse an einer Krabbelgruppe melden Sie sich bitte bei Pfarrerin inga Bödeker,

telefon 921 66 42 oder inga.boedeker@lukas-kirche.de

Kinder & Jugendliche

Kontakt: udo heinzen, telefon 22 95 876 oder 78 40 40, Mail: jugend@lukas-kirche.de

die Gruppen treffen sich jeweils im Jugendkeller unter dem Kindergarten, Gatherweg 111

Gruppen

Dienstagsgruppe // für Kinder von 5 8 Jahre // dienstags 16:00 17:30 uhr

& In

Kreise

Mädchengruppe // für Mädchen von 8 12 Jahre // mittwochs 16:00 17:30 uhr

Jungengruppe // für Jungen von 8 12 Jahre // mittwochs 16:00 17:30 uhr

Jugendcafé „Luke“ // für Jugendliche ab 12 Jahre // mittwochs 18:00 20:30 uhr

Kirchenmusik

Kontakt: erika Pagel, tel. 398 27 18, erika.pagel@lukas-kirche.de

Kinderchor

donnerstags 15:30 16:15 uhr (Vorschulkinder und 1. Klasse)

donnerstags 16:30 17:15 uhr (ab 2. Klasse)

Flötenchor für Kinder // donnerstags 17:30 18:00 uhr

(mitmachen können alle Kinder, die auf der c-Flöte mindestens die töne c1 bis c2 beherrschen)

14 Lukaskirche

Lukas ist nicht

nur sonntags was los

Kirchenchor // dienstags 19:45 21:30 uhr bzw. 18:00 19:45 uhr im Wechsel // Markuskirche, Sandträgerweg 101

Just-for-fun-Chor // dienstags 20:00 22.00 uhr (2x monatlich) // Gatherweg 109

Posaunenchor // donnerstags 20:15 21:45 uhr // in oberbilk // Kontakt: Kantor Jens-Peter enk, telefon 165 72 51

Erwachsene

Seniorenkreis // dienstags 15:00 uhr // Gatherweg 109 // Kontakt: erika höhler, telefon 21 58 13

Senioren ins Internet // Gertrudishof in eller // Kontakt: erhard Mrosek, telefon 229 16 30

Frauentreff // mittwochs 20:00 uhr (1x monatlich nach absprache) // Gatherweg 109

Kontakt: Bettina Banning, telefon 261 23 45

Frauenabendkreis // donnerstags 15:00 uhr (1x monatlich) // Gatherweg 109

Kontakt: Magdalene Skischally, telefon 20 29 08

Männertreff // mittwochs 20:00 uhr (1x monatlich) // Gatherweg 109 (im Keller unter der Kirche)

Kontakt: Pfarrer harry heidrich, telefon 229 58 83

Ehepaarkreis // freitags 20:00 uhr (1x monatlich) // Gatherweg 109 (im Keller unter der Kirche)

Kontakt: Birgit timmermann, telefon 261 13 57

Bibelkreis // donnerstags 9:30 10:30 uhr (1x monatlich) // Gemeindehaus Gatherweg 109

Kontakt: Pfarrer harry heidrich, telefon 229 58 83

Besuchsdienst // nach Vereinbarung // Gatherweg 109 // Kontakt: Pfarrer harry heidrich, telefon 229 58 83


Wir

gratulieren

80 Jahre

4.7. Gertrud Belau

5.7. hildegard Becker

14.7. Gerda Valley

30.7. inge Boldt

31.7. Karlheinz dietrich

20.8. Wilhelm hintz

Freud und Leid

aus dem Kirchenbuch

Kirchenbuch

Kirchlich bestattet wurden

dieter alteweyer (70)

Paul alteweyer (70)

ilse engler (86)

luise Fett (91)

elisabeth hirsekorn (86)

Siegfried Kohnert (79)

Kurt Krähan (88)

Getauft wurden

eric Kellner

luca Kerkhoff

lisa Siegert

Mathilda Veldkamp

lea-Michelle Zorn

liselotte liese (82)

Fritz Müller (66)

Klara augusta riegel (92)

irmgard Schatz (94)

Bernhard Schmelter (95)

Brigitte Wilke (87)

anna Margarete Wolf (83)

Getraut wurden

Kathrin helene Glebe geb. Bockholt

und christopher denis Glebe

85 Jahre

8.7. Gerd Müller

20.7. anneliese Waldmeier

30.7. Martin Bergmann

13.8. Gisela ludwig

26.8. helga reichert

90 Jahre und älter

7.6. Günther hermann (90)

3.7. Waltraut Könighaus (91)

10.7. linda Pärtel (91)

13.8. christianna lück (91)

15.8. liesbeth Köhler (91))

durch Gottes Gnade

bin ich, was ich bin.

1.Kor 15,10

Gemeindebrief 3 · 2012 15


adressen & ansprechpartner

Wir sind für Sie da

Evgl. Lukaskirchengemeinde

Gatherweg 109, 40231 düsseldorf

post@lukas-kirche.de

internet: www.lukas-kirche.de

Bankverbindung

Konto-nr. 100 611 7376

BlZ 300 501 10

Sparkasse düsseldorf

Gemeindebüro

Gatherweg 109, tel. 21 94 35

Montag Freitag: 9 bis 12 uhr

post@lukas-kirche.de

Sekretariat: Bettina thyssen

Küsterin: larissa Bohlender

hausmeister: Wolfgang Fritz

Diakonie / Evangelische Tageseinrichtung

für Kinder Gatherweg

leiterin: Marion Kläs

Gatherweg 111, 40231 düsseldorf

tel. 695 928 60, Fax 695 928 61

Kita.Gatherweg@diakonie-duesseldorf.de

Reisegeschichten in der Bibel

Die Bibel ist ein Reisebuch, ein

Buch vom Unterwegssein, von Reisen

verschiedenster Art und mit unterschiedlichsten

Verkehrsmitteln: Menschen

reisen zu Fuß oder hoch zu

Ross, mit dem Wagen, dem Schiff

oder gar durch die Luft. Sie unternehmen

Besuchsreisen und Geschäftsreisen,

Dienstreisen und Transportreisen.

Manche reisen auf Partnersuche, andere

organisieren Wallfahrten; die einen

sind auf der Flucht, die anderen

ziehen in den Krieg.

Ständig unterwegs sind schon die

berühmten Vorfahren des Volkes Israel

Abraham, Isaak und Jakob die

als wandernde Viehhirten leben. Mit

16 Lukaskirche

Pfarrbezirk 1

Pfarrerin inga Bödeker

Gatherweg 102, tel. 220 15 65

inga.boedeker@lukas-kirche.de

Pfarrbezirk 2

Pfarrer harry heidrich

Gatherweg 113, tel. 229 58 83

harry.heidrich@lukas-kirche.de

Kirchenmusik

erika Pagel, tel. 398 27 18

erika.pagel@lukas-kirche.de

Jugendarbeit

udo heinzen, tel. 78 40 40

jugend@lukas-kirche.de

Seniorenarbeit

Karin Martini, tel. 72 31 36

karin.martini@evdus.de

Telefonseelsorge Düsseldorf

tel. 0800 / 111 0 111 (kostenlos)

Mose als Reiseleiter begibt sich dann

das ganze Volk Israel beim Auszug aus

Ägypten auf einen langen und

beschwerlichen Weg.

Als die Israeliten im Land

Kanaan sesshaft geworden

sind, dominieren Reisen in

die Nachbarschaft, zu Heiligtümern

und an den Königshof.

Gekrönte Häupter

können sich auch touristische

Fernreisen leisten, während von Gott

beauftragte Propheten manchmal eher

unfreiwillig auf Abenteuerreise gehen.

Mit dem Ende des Königtums muss

die Führungsschicht Israels dann in

die babylonische Verbannung ziehen,

von wo sie erst fünfzig Jahre später

wieder zurückreisen darf.

Kleiderladen Lukasboutique

Gatherweg 109, tel. 220 15 64

Frau hamann und Frau litvinenko

Montag + donnerstag 12 bis 16 uhr

Kleidersammlung für Bethel

bitte im Gemeindebüro abgeben

Lukas-Tisch

lebensmittelausgabe für Bedüftige

Gatherweg 109 (Saal der Kirche)

Pfarrerin inga Bödeker, tel. 220 15 65

montags ab 13:00 uhr

Dependance zentrum plus

gemeinsam aktiv für das alter

Sandträger Weg 101

Karin Martini, tel. 598 09 960

karin.martini@diakonie-duesseldorf.de

Diakoniebüro Eller, tel. 229 0 245

Ev. Hilfsdienst e.V., tel. 229 0 226

Beratung und Vermittlung

von hilfe leistungen

Das Neue Testament beginnt mit der

Fernreise der drei Sterndeuter aus dem

Morgenlande und der Flucht

von Maria und Josef nach

Ägypten. Auch Jesus und seine

Jünger sind als Wanderprediger

ständig unterwegs, ebenso Paulus

und die anderen frühchristlichen

Missionare, die den ganzen

Mittelmeerraum durchreisen.

„Reisegeschichten der Bibel“. Ausgewählt

und eingeleitet von Ekkehard

Runge. Deutsche Bibelgesellschaft,

8,50 Euro. Für die Online-Veröffentlichung

bearbeitet von Bertram

Salzmann: www.ekd.de/bibel/reisegeschichten

(ekd)


Fortsetzung von Seite 12

Im Vorfeld müssen wir klären, wo der

Betreffende unterkommen kann. Viele

wollen zu ihrem ehemaligen Wohnsitz

zurück, haben dort aber keine Familie

mehr oder der Kontakt zu ihr ist abgebrochen.

Dann verhandeln wir mit dem

Sozialamt der Stadt und versuchen, eine

Lösung zu finden. Auch die Übernahme

der Kosten muss geklärt werden. Im

Krankheitsfall muss mit Hilfe der Feuerwehr

erst einmal die Einlieferung in

ein Krankenhaus organisiert werden. So

laufen die meisten Fälle ab.

Diese vielen Aufgaben sind von einem

Seelsorger alleine kaum zu bewältigen.

Deshalb werden Sie unterstützt von zur

Zeit 24 Ehrenamtlichen. Wie setzt sich

dieses Team zusammen?

Unser Team ist bunt gemischt. Die Altersspanne

reicht von 40 bis 80. Genauso

unterschiedlich sind die Berufe: Fremdsprachensekretärin,

Ärztin, Marketingmitarbeiterin,

Lehrer, Verwaltungsdirektor,

Ingenieur, Krankenschwester,

Psychologin, Sozialarbeiterin, Verwaltungsangestellte,

ganz viele Rentner.

Wie werden die Leute auf ihre Tätigkeit

hier vorbereitet?

Es gibt eine praktisch-theoretische Ausbildung,

die ein Jahr dauert. Seit Januar

haben wir eine neue Gruppe, die ich gemeinsam

mit Harald Bredt, dem Leiter

der Seelsorgefortbildung des Kirchenkreises

Düsseldorf, ausbilde.

Zwei Mal im Monat findet jeweils von

17 bis 20 Uhr ein Seminar statt. Man

kann es also auch berufsbegleitend besuchen.

Inhalte der Seminare sind neben

dem Kennenlernen des Flughafenbetriebs

Gesprächsführung und Seelsorge,

also Fragen wie „Was ist Seelsorge?“

„Wie beginne ich ein Gespräch?“ „Wie

begleite ich Menschen in Krisen?“ Dazu

bieten wir an, dass die Auszubildenden

bei unseren fertigen Ehrenamtlichen

hospitieren, erste begleitete Dienste machen.

Wie viele Stunden ist ein Ehrenamtlicher

im Einsatz?

Vier Zeitstunden Dienst im Monat sind

das Minimum. Dazu kommen einmal

im Monat Dienstbesprechung, Fortbildung

und Supervision, so dass man

insgesamt mit acht Stunden im Monat

rechnen muss. Für viele ist das reichlich.

Darüber hinaus kann natürlich jeder so

viel machen, wie er möchte.

Welche besonderen Fähigkeiten muss

man mitbringen?

Man sollte auf jeden Fall gut zu Fuß sein,

denn die Wege hier sind lang. Gefragt

sind Menschen mit Einfühlungsvermögen.

Menschen, die kontaktfreudig sind,

die offen auf Menschen zugehen können

und die wo es gefordert ist verschwiegen

sind. Fremdsprachenkenntnisse sind

nicht unbedingt nötig, aber natürlich

nützlich. Eine Altersbegrenzung wie

früher gibt es nicht mehr.

Wer finanziert Ihre Arbeit?

Getragen wird die Arbeit von der evangelischen

Kirche unter Federführung

des Kirchenkreises Düsseldorf. Auch die

Flughafengesellschaft beteiligt sich an

der Finanzierung.

Gibt es auch einen katholischen Flughafenseelsorger?

Nein, am Düsseldorfer Flughafen nicht.

Wir bieten unsere Dienste für Menschen

aller Kulturen und Religionen an. Es

heißt, katholische Priester dürften nur

an den Flughäfen tätig sein, wo es eine

geweihte Kapelle gibt, wie am Stuttgarter

Flughafen beispielsweise. Wir haben

hier ja „nur“ einen Raum der Stille.

Raum der Stille? Was ist das?

Das ist ein besonderer Ort am Flughafen

Düsseldorf, der sich mit dem Gedenkraum

für die Opfer der Düsseldorfer

Brandkatastrophe von 1996 im Flughafenterminal

auf der Ebene 3 befindet.

Er gibt Menschen aller Religionen

Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen, zu

gedenken, zu beten oder Gottesdienste

zu feiern.

Wir nutzen ihn natürlich auch zum

Gedenken an die Verstorbenen der

Brandkatastrophe. Jedes Jahr am 11.

April treffen wir uns dort zwischen 16

und 16:30 Uhr, also dem Zeitpunkt des

Brandes, mit Mitarbeitern des Flughafens

sowie Angehörigen der Opfer und

titelthema

halten eine Gedenkfeier. Im Anschluss

lade ich die Leute noch zum Kaffee ein,

weil sich dabei immer noch Gespräche

ergeben über das Empfinden der Angehörigen.

Sie berichten über ihren Alltag

und wie weit sie mit ihrer Trauer sind.

Da kann man auch noch Hilfe anbieten.

Wie wird der Raum von den Fluggästen

angenommen?

Die Leute, die diesen Raum benutzen,

sind immer wieder fasziniert von der

besonderen Atmosphäre. Da kommt einem

sofort die Ruhe, die Stille entgegen.

Für Menschen mit Flugangst zum Beispiel

hat dieser Raum eine ganz wichtige

Funktion, weil sie dort Ruhe vor dem

Flug finden können.

Bevor Sie 2006 zum Flughafen kamen,

waren Sie als Gemeindepfarrer tätig.

Was ist für Sie der größte Unterschied,

zwischen der Arbeit als Gemeindepfarrer

und der eines Flughafenseelsorgers?

In der Gemeinde kamen die Menschen

zu mir. Hier ist es meine Aufgabe, Menschen

auf dem Weg anzusprechen. Ich

muss auf die Menschen zugehen. Die

Kirche muss dort sein, wo die Menschen

sind.

Wenn einem Fluggast, der hier auf seinen

Abflug wartet, spontan der Wunsch

nach einem Reisesegen kommt, wie findet

er Sie?

Einfach der Fluggesellschaft Bescheid

geben. Die rufen mich an. Wenn ich

Zeit habe, komme ich natürlich.

Herr Toonen, wir danken für das Gespräch.

Die Fragen stellte Hildegard Gorny

Info

evangelische airportseelsorge

Pfarrer detlev toonen

düsseldorf international

terminalring 1 ZG 3.313

40474 düsseldorf-Flughafen

telefon 0211.4 21-21772

Mail: toonen@dus-int.de

Gemeindebrief 3 · 2012 17


tipps & termine

Sommer-Düsselferien

„Hey Du, hör mir zu“

Unter diesem Titel laden wir in den

Sommerferien Grundschulkinder ein,

mit uns im Rahmen der Düsselferien

eine Kinderbibelwoche zu erleben. Das

Angebot findet in der vierten Ferienwoche

in den Räumen der Lukaskirche

statt und umfasst Ganztagsbetreuung

und Verpflegung. Zahlreiche Aktivitäten

versprechen erlebnisreiche Tage. Auf

dem Programm stehen Ausflüge, Spiele,

Geschichten, Basteln und Toben. Auch

Kinder, die in diesem Jahr eingeschult

werden, sind herzlich willkommen.

Wann: 30. Juli bis 3. August, jeweils

von 9 bis 17 Uhr

Wer: Kinder von 5 bis 12 Jahren

Wo: Ev. Lukaskirche, Gatherweg 109

Kosten: 60 (mit Düsselpass 34) Euro

inklusive Mittagessen

Anmeldung: I. Bödeker, Tel. 9216642

18 Lukaskirche

Erdbeerfest

Erdbeerfest im „zentrum plus“

Köstliche Aussichten

Neu in der Lukaskirche

Kirchen-Café gestartet

Seit Mai gibt es in der Lukaskirche

ein Kirchen-Café. Es findet an jedem

ersten und dritten Sonntag im Monat im

Anschluß an den Gottesdienst im Saal

der Lukaskirche statt.

Alle Gottesdienstbesucherinnen

und -besucher

sind herzlich

eingeladen, nach dem

Gottesdienst in gemütlicher

Runde noch

etwas zu verweilen, zu

reden, alte und neue

Leute zu treffen, Kaffee

zu trinken und so manches

mitzubekommen,

was in der Gemeinde

noch so läuft außer dem

Gottesdienst.

Mit dem Presbyte-

Erdbeeren schmecken nach Sommer und sind wahre

Powerfrüchtchen: reich an Vitamin C, Mineralstoffen und

Spurenelementen, aber arm an Kalorien. Köstliche Aussichten

also auf einen süßen und verführerischen Nachmittag

rund um die roten Beeren. Mit kulinarischen Leckereien

(Erdbeerkuchen mit Sahne), einem Erdbeerquiz sowie

Liedern und Musik wollen wir einen geselligen und unterhaltsamen

Nachmittag verbringen. Seien Sie mit von der

Partie!

Wann: Mittwoch, 20. Juni, 15:00 bis 17:00 Uhr

Wo: „zentrum plus“ / Diakonie, Sandträger Weg 101,

40627 Düsseldorf

Kosten: 3,50 Euro für das Kaffeegedeck

Anmeldung: bis 18. Juni bei Karin Martini,

Tel. 59 809 960, E-Mail: karin.martini@evdus.de

rium ist eine „Probezeit“ bis Ende des

Jahres vereinbart. Das Echo der ersten

Gäste, die nach einem Gottesdienst gemütlich

zusammengesessen, über den

Gottesdienst geplaudert und Kontakte

gepflegt haben, war durchweg positiv.

Die nächsten Kirchen-Café-Termine

sind am 17. Juni, 1. Juli und am 15. Juli.

MotoGraF / Pixelio.de

lilo KaPP / Pixelio.de


alterViSta / WiKiPedia.orG

Reise in die Lutherstadt Wittenberg

Auf den Spuren Martin Luthers

Kaum ein Ort ist so mit dem Namen Martin Luther verbunden

wie die Stadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt, wo der Reformator

über 40 Jahre lang arbeitete und 1517 seine 95 Thesen

gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche anschlug.

Kommen Sie mit auf eine spannende (Zeit-)Reise an den Ort,

an dem die evangelische Kirche ihren Ursprung hat und besuchen

Sie diese Schauplätze der Reformation.

Die Sehenswürdigkeiten wie die Schlosskirche mit den 95

Thesen und der hübsche Marktplatz mit der Predigtkirche

Martin Luthers liegen dicht beieinander. Bei einer Stadtführung

sehen Sie auch die Cranachhöfe und das Lutherhaus, in

dem der Reformator gelebt und gewirkt hat. Bei einem Tagesausflug

mit Stadtführung erkunden Sie die ehemalige Kaiserresidenz

und die heutige

Landeshauptstadt

Magdeburg. Beson-

Martin luthers „thesentür“ an der

Schlosskirche in Wittenberg

Entlastung für Angehörige

Demenz

Bei der Pflege eines demenzkranken

Angehörigen gehen viele Menschen an

die Grenze ihrer eigenen Belastbarkeit.

Das „zentrum plus“ der Diakonie steht

mit Beratung und Angeboten unterstützend

zur Seite:

Das „Café zur Erinnerung“ findet

jeden Donnerstag von 14:15 bis 17:15

Uhr im „zentrum plus“ in Vennhausen

und Mittwoch von 10 bis 13 Uhr in der

Ev. Kirchengemeinde Düsseldorf-Eller

statt. Das Café bietet den Gästen wohltuende

Gemeinschaft und den Angehörigen

eine Pause in der Betreuung.

„DA für DicH“ bietet stundenwei-

tipps & termine

ders sehenswert sind der Dom und das „Hundertwasserhaus“. Aber nicht nur Kunst und

Kultur stehen auf dem Programm, sondern auch wunderschöne Naturlandschaften. Wir

besuchen das zauberhafte Wörlitzer Gartenreich. Bei einer Gondelfahrt erhalten Sie

besondere Einblicke in die schön gestaltete Gartenlandschaft.

Reisezeit: 24. bis 28. September 2012

Reisepreis: ab 520 Euro

Leistungen: Vier Übernachtungen im zentrumsnahen Best Western Hotel mit Halbpension,

Busfahrt ab Düsseldorf (Weitere Zustiege auf Anfrage), Stadtführung in

Wittenberg, Führungen in der Schlosskirche und im Lutherhaus, Tagesausflug nach

Magdeburg mit Stadtführung, Ausflug ins Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit Parkspaziergang,

Gondelfahrt und Kaffeegedeck, Gepäckservice, Informationspaket Wittenberg,

qualifizierte Reiseleitung vom Beginn der Reise

Anmeldeschluss: 23. Juli 2012 (Mindestteilnehmerzahl: 20)

Infos und Anmeldung: Henriette Brückmann (Ev. Kirchengemeinde Wersten), Telefon

759 94 20, Mobil 0172/175 98 00, Mail: Henriette.Brueckmann@gmx.de

se Betreuung der Erkrankten zu Hause

und damit ebenfalls Entlastung für die

Angehörigen.

Der Treffpunkt für Menschen mit Demenz

unter 60 Jahren findet zweimal im

Monat, jeweils dienstags von 17 bis 19

Uhr, in den Räumen der Diakonie-Tagespflege

am Platz der Diakonie 3 statt,

Tel. 913 18 670.

Begleitet werden die Angebote durch

ein engagiertes Mitarbeiterteam, das

durch spezielle Schulungen auf diese

Arbeit vorbereitet wurde.

Susanne Schön koordiniert die Angebote

des „Café zur Erinnerung“. Karin

Martini steht Ihnen zur Beratung und

Information zur Verfügung, Tel. 59 809

960, Mail: karin.martini@evdus.de.

Marktplatz in Wittenberg mit Blick auf die Stadtkirche St. Marien

Skatgruppe sucht Mitspieler

18 20 weg

Jeweils montags von 14 bis 18 Uhr

trifft sich im „zentrum plus“ der Diakonie

am Sandträger Weg 101 eine Skatrunde

zum Kartenspiel. Die Gruppe

sucht Verstärkung und freut sich über

neue Mitspieler. Interessierte am Skatspiel

sind herzlich willkommen und

können am Spieltermin hineinschnuppern.

Infos: Karin Martini, Tel. 59 809 960

Gemeindebrief 3 · 2012 19

cetheGuS / WiKiPedia.orG


tipps & termine

Dienstags von 16 bis 17:30 Uhr

Kinderspielgruppe für Mädchen

und Jungen von 5 - 7 Jahren

Am 5. Juni gehen wir von 15:30 bis

ca. 17:30 Uhr Bowling spielen. Treffpunkt

ist um 15:30 Uhr an der Lukaskirche.

Bitte 2 Euro, Einverständniserklärung

der Eltern und eine

Rheinbahn-Fahrkarte mitbringen.

Am 12. Juni veranstalten wir eine

Olympiade. Am 19. Juni gehen wir von

15:30 bis ca. 18 Uhr Mini-Golf spielen.

Treffpunkt ist um 15:30 Uhr an der

Lukaskirche. Bitte 5 Euro, die Einverständniserklärung

der Eltern und eine

Rheinbahn-Fahrkarte mitbringen.

Am 26. Juni gibt es Wasserspiele im

Garten. Bitte Bade- und Wechselsachen,

ein Handtuch sowie Badeschlappen

mitbringen. In der letzten Gruppenstunde

vor den Sommerferien, am

3. Juli, veranstalten wir eine Sommer-

Party.

20 Lukaskirche

Familientradition

seit 1898

Mittwochs von 16 bis 17:30 Uhr

Kinderspielgruppe für Mädchen

und Jungen von 8 - 11 Jahren

Am 13. Juni gehen wir von 15:30 bis

ca. 18 Uhr Mini-Golf spielen. Treffpunkt

ist um 15:30 Uhr an der Lukaskirche.

Bitte 5 Euro, die Einverständniserklärung

der Eltern und eine

Rheinbahn-Fahrkarte mitbringen.

Am 20. Juni machen wir eine Fahrradtour

zum Unterbacher See. Die

Gruppenstunde beginnt deshalb ausnahmsweise

bereits um 15:30 Uhr. Bitte

eine Einverständniserklärung der Eltern,

ein (verkehtstaugliches) Fahrrad

und einen Fahrradhelm mitbringen.

Am 27. Juni gibt es Wasserspiele im

Garten. Bitte Bade- und Wechselsachen,

ein Handtuch sowie Badeschlappen

mitbringen. In der letzten Gruppenstunde

vor den Sommerferien, am

4. Juli, veranstalten wir eine Sommer-

Party.

In den Sommerferien finden keine Gruppenstunden statt. Die Dienstagsgruppe trifft sich wieder am Dienstag, den 28. August,

zur gewohnten Zeit, die Mittwochsgruppe am Mittwoch, den 29. August, ebenfalls zur gewohnten Zeit.

Wo: Ev. Lukaskirche, Gatherweg 109, Kontakt: Udo Heinzen, Tel. 229 58 76, jugend@lukas-kirche.de

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Wilhelm Schafhausen u. Söhne

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Elisabeth Hirsekorn

geb. 23.11.1925 in Bromberg, gest. 23.3.2012 in düsseldorf

Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. (Offenb. 2, 10)

Der 2. April 2012 war ein trauriger Tag für

die Evangelische Lukaskirchengemeinde.

An diesem Tag haben die Familie Bukowski,

Angehörige und wir unsere allseits geschätzte

Gemeindeschwester Elisabeth Hirsekorn mit einem

Trauergottesdienst in der Lukaskirche verabschiedet

und anschließend zu Grabe getragen. Gott der

Herr schenkte ihr 86 gnaden- und segensreiche

Lebensjahre.

Nach einer Ausbildung zur Erzieherin hat

Schwester Elisabeth Hirsekorn noch eine Ausbildung

als Krankenschwester erfolgreich abgeschlossen.

In den frühen 70er Jahren hat sie dann in der

Evangelischen Lukaskirchengemeinde als Gemeindeschwester

17 Jahre segensreich gewirkt. Sie hat

alleinerziehenden Müttern geholfen, Alten- und

Krankenbesuche in der Gemeinde gemacht und den

Frauenabendkreis mit einem ehrenamtlichen Team

geleitet. Später hat sie dann noch in einem Krankenhaus

im Schwarzwald gearbeitet

und kehrte 1986 in die Lukaskirchengemeinde

zurück.

Schwester Elisabeth Hirsekorn hat

vielfältig, engagiert und mit Freude

in der Lukaskirche ehrenamtlich

gearbeitet. Sie gehörte dem Chor, dem

Frauenabendkreis, dem Wander- und

Tanzkreis, dem Besuchsdienstkreis und dem

Bibelgesprächskreis an und ist als

fleißige Gemeindebriefausträgerin

durch unsere Gemeinde geeilt. Sie

war die personifizierte Botschafterin

Jesu und vielen Gemeindemitgliedern gut

bekannt.

Das Presbyterium hat ihr viel zu danken und zu

verdanken. Bei einem Gottesdienst im Altenheim

Am Stufstock haben Diakonie-Pfarrer Heinz

Franzmann und Pfarrer Harry Heidrich ihr noch

kurz vor ihrem Tode das Goldene Kronenkreuz der

Diakonie überreichen dürfen. Bei dieser Ehrung

haben wir unseren Dank und unsere Freude darüber

ausdrücken können, dass Schwester Elisabeth

Hirsekorn mit viel Liebe, Einsatzwillen und Freude

ihren Dienst für unseren Herrn Jesus Christus

getan hat.

Sie darf jetzt in seinem Frieden ruhen.

Harry Heidrich

Gemeindebrief 3 · 2012 21


aus der Kita

Regenwald

Wo finden wir den Regenwald in unserer

Küche? Antwort: Im Kakao, im Kaffee, im Vanillezucker,

in den Pfefferkörnern und in der

Muskatnuß. Beim Besuch im Düsseldorfer

Aquazoo gab es auch Gelegenheit, Ängste und

Ekelgefühle vor lebenden Tieren wie dem Tausendfüßler

zu überwinden.

22 Lukaskirche

Die Karnevalsfeier an

Altweiberfastnacht in der

Kita stand in diesem Jahr

unter dem Motto „Berufe“.

Alle Kinder kamen entsprechend

verkleidet in den Kindergarten.

Es gab ein reichhaltiges

Buffet, die Kinder

konnten sich schminken lassen,

sie tanzten und spielten.

Später sangen wir im Turnraum

gemeinsam Karnevalslieder

und bewunderten

unsere Kostüme.

Ostergarten

Karneval

Kurz vor Ostern hatte Pfarrerin Inga Bödeker die Kinder

der Kindertagestätte zum Ostergarten eingeladen.

Zusammen mit zwei

Kindergartenmüttern

hat sie mit den Kindern

den Leidensweg

und die Auferstehung

Jesus Christus gespielt

und erzählt. Im

Garten waren dazu

verschiedene Symbole

wie zum Beispiel

ein Kreuz und eine

Höhle aufgebaut.


chriStian Badel / KiKiFax.coM

Kroko in der Sonne

Der Apfel

aus der Kita

Zum Rahmenthema „Der Apfel“ haben die Kita-Kinder

einen Apfelbaum im Jahresverlauf (Frühling, Sommer,

Herbst und Winter) beobachtet. Dazu hatte Kindergarten-

Mutter Whitehouse und ihre Tochter Emma uns in ihren

Garten eingeladen.

Kroko lässt es sich gut

gehen, denn er hat Ferien.

er genießt ein kühles

Getränk bei Sonnenschein.

im Spiegelbild

haben sich einige Fehler

eingeschlichen. Findest

du alle 8 unterschiede?

auflösung: Sonne, Getränk,

liegestuhlfarbe, Sonnenbrillenhalterung,

Muschel, Schaufel,

eimer, Schiff ist im Spiegelbild

nicht gedreht

Gemeindebrief 3 · 2012 23


ückblick

Konfirmation

Ich bin die Tür

14 Mädchen und Jungen feierten am

22. April in der vollbesetzten Lukaskirche

ihre Konfirmation. Nach einem Jahr

Konfirmandenunterricht, der auch Ausflüge

zum Trebécafe der Diakonie für

Mädchen, die auf der Straße leben, und

zur Aidshilfe sowie eine Freizeit und

eine Übernachtung in der Kirche beeinhaltete,

wurden sie eingesegnet. „Türen“

lautete das Thema des Gottesdienstes,

den die Jugendlichen zusammen mit

Pfarrerin Inga Bödeker gestaltet hatten.

Mit selbstgebastelten Türen veranschaulichten

sie, durch welche Türen sie gerne

gehen und durch welche lieber nicht.

Letztere waren vor allem solche, die Abschied

oder Schulwechsel bedeuten.

Bibliche Grundlage für alle Überlegungen

bildete zum einen das Gleichnis

vom bittenden Freund aus dem Lukas-Evangelium,

der nachts bei einem

Freund anklopft und dem unerwartet

geholfen wird. Zum anderen das Ichbin-Wort

Jesu: „Ich bin die Tür; wer

durch mich hineingeht, wird gerettet

werden; er wird ein- und ausgehen und

Weide finden“.

Pfarrerin Bödeker gab den Jugendlichen

mit auf den Weg, dass Gott niemanden

abweist, der seinen Beistand

braucht, und man auch bei „Nacht und

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24 Lukaskirche

Wir sind für Sie da, wenn Sie

+

+

+

+

+

+

Nebel“ ein offenes Ohr bei ihm findet.

Aus kirchlicher Sicht beginnt nun für

die Jugendlichen das Leben eines „erwachsenen“

Christen, betonte Presbyter

Falk Glomm in seiner Ansprache.

Auch Jugendliche können schon in der

Gemeinde mitbestimmen und Einfluss

nehmen. Wer möchte, kann auch aktiv

mitarbeiten. Manche ergreifen die

Chance und engagieren sich in der Jugendarbeit

oder gestalten zusammen mit

Pfarrerin Bödeker den Unterricht für

die zukünftigen Konfirmanden. So wie

Silke Meier und Kevin Kames, die im

Konfirmationsgottesdienst dafür geehrt

unterstützung brauchen in angelegenheiten mit Behörden

oder Ärzten (z.B. Pflegekasse, rente, Grundsicherung).

informationen brauchen zu themen wie Vorsorgevollmacht

und Patientenverfügung oder zu Wohnungsfragen.

als angehöriger eines dementiell erkrankten Menschen

rat suchen.

hilfe im haushalt oder im pflegerischen Bereich benötigen

(diakonieruf, ambulante dienste).

informationen über stationäre Pflege, tagespflege oder

Kurzzeitpflege wünschen.

Möglichkeiten suchen, Kontakte zu knüpfen. unsere Gruppenangebote

und Veranstaltungen bieten Gelegenheit dazu.

2012 wurden in

der lukaskirche

konfirmiert:

Svenja Brunnenkant

Moritz Finkbeiner

laura haas

Philipp haller

natalie hoff

Michael Knauer

lukas lange

tobias latz

alina leuschner

Kim ronschke

Florian Schiefer

Vadim Schiller

ariane Scholz

Malin tusche

wurden, dass sie jeden Dienstag zwei

Stunden ihrer Freizeit für den Konfirmandenunterricht

geben.

Zum Schluss des Gottesdienstes trugen

Frau Klein und Frau Goetz Fürbitten

vor, die von den Konfirmandeneltern

vorbereitet worden waren. Applaus ernteten

die Konfirmanden nicht nur für

ihre Gebete und Texte, sondern auch

für die Gospelsongs, die sie zusammen

mit dem Just-for-Fun-Chor vorgetragen

haben.

Es war ein Gottesdienst, der wohl vielen

noch lange im Gedächtnis bleiben

wird.

Inga Bödeker

„zentrum plus“ Vennhausen

Sandträgerweg 101, 40627 düsseldorf

telefon 0211. 59 80 99 60

Karin.Martini@diakonie-duesseldorf.de

öffnungszeiten:

Montag donnerstag: 10:00 bis 16:00 uhr

Freitag: 10:30 bis 13:00 uhr


Kinderbibelwoche

Auf den Spuren der Ostergeschichte

Krimi-Dinner

Spannung, Humor und kulinarische Genüsse

rückblick

In den Osterferien waren 15 Kinder mit Detektiv Pfeife

auf den Spuren der Ostergeschichte unterwegs. Auf dem

Programm stand unter anderem ein spannendes Theaterstück

über die Emmaus-Jünger, die Jesus treffen und ihn

erst einmal nicht erkennen, weil sie in ihrer Trauer über seinen

Tod gefangen sind.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen machten wir Geländespiele,

malten eine Geschichtenrolle, gestalteten T-

Shirts und bastelten Osterkarten für Eltern und Verwandte.

Ein weiteres Highlight war trotz des kühlen Wetters eine

Rallye am Unterbacher See mit Picknick und Kakao im

Strand-Café.

GB

/

Die Kinder waren sich einig: Düsselferien in der Lukaskirche

sind eine tolle Sache. Mal seh‘n, wer in den nächsten

PFeFFer

Sommerferien wieder mit von der Partie sein wird (s. Seite

18). (ib) GraFiK:

25 Gäste waren im März in die Lukaskirche gekommen, um sich beim

Krimi-Dinner 2012 kulinarisch verwöhnen und mit einem Kriminalfall unterhalten

zu lassen.

Organisiert wurde der Abend von Ehrenamtlichen aus der Kinder-und Jugendarbeit

der Lukaskirche sowie Jugendleiter Udo Heinzen und vielen fleißigen

und unermüdlichen Helfern. Das Menü, das das Team um Profi-Koch

Abderrahim Ben Daoud und Pfarrerin Inga Bödeker gezaubert hatte, bildete

eine hervorragende Kulisse für die spannende Geschichte, in der die Braut ihre

Hochzeitsnacht leider nicht erlebte.

Die Gäste, die teilweise selbst eine Rolle in der Geschichte spielten, wurden

bei ihrer Suche nach dem Täter vom britischen Detektiv Arthur Stromberg

alias Udo Heinzen unterstützt. Zur Schauspieltruppe gehörten außerdem Marilena

Mones, die eine Schatzkarte auf ihrem Bauch trug, Katharina Zech,

Melissa Quintern, Mathis Mones und Matthias Zech als sehr verdächtiger

Butler Brad Tipp.

Es war ein gelungener Abend. Der hohe Aufwand hat sich gelohnt, da waren

sich Gäste und Gastgeber am Ende einig.

Udo Heinzen

links: udo heinzen als detektiv arthur Stromberg verkleidet, unten: einen unterhaltsamen

abend erlebten die Gäste beim Krimi-dinner im Gemeindesaal.

Gemeindebrief 3 · 2012 25


ückblick

Diakonie-Sonntag

Schwierige Entscheidungen

Pastorin Inga Bödeker hatte den

richtigen Riecher. „Wie will ich im Alter

wohnen und leben?“, fragte sie zusammen

mit ihrem Organisations-Team

zum Diakonie-

Sonntag am 18.

März. Und immerhinerschienen

zum Eröffnungsgottesdienst

in der Vennhauser

Markuskirche

rund 200 Teilnehmer

aller Altersgruppen

aus den

evangelischen Gemeinden

Eller, Lierenfeld

und Vennhausen.

Immer drängender

würden die

Fragen zu unserem

Älterwerden für alle, sagte Dr. Reinhold

Knopp, Soziologe an der Fachhochschule

Düsseldorf, in seinem Einleitungsreferat:

Wir leben länger als

früher. Ein Mädchen des Geburtsjahrgangs

2012 hat laut Statistik sogar schon

eine Lebenserwartung von 100 Jahren.

Wir brauchen also länger Kontakte und

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26 Lukaskirche

Kultur, wir werden länger pflegebedürftig

und brauchen mehr Hilfe, vor allem

auch finanzielle. Erschwerend komme

hinzu: Die alten Familienbande verschwinden

immer häufiger angesichts

fehlender Kinder und aufgelöster Ehen.

Vier Arbeitsgruppen

beschäftigten

sich angesichts solcher

Ausgangslage

vor allem mit Fragen

des Wohnens

im Alter, vom Alten-

und Pflegeheim

bis hin zum

freien Wohnungsmarkt,

den Horst-

Dieter Borchardt,

Vorstand der

Düsseldorfer

Wohnungsgenossenschaft

WO-

GEDO, vertrat.

Was Borchardt

von seiner WOGEDO sagte,

überraschte: Von deren 4.470 Wohnungen

sind 1.210 öffentlich gefördert;

deren Mietpreis pendelt um 5 Euro pro

Quadratmeter. Den Mietern, die natürlich

erst Mitglieder werden müssen,

kann nicht gekündigt werden. Es gibt

neuerdings sogar bei der WOGEDO eigene

Seniorenwohnanlagen. Die Genos-

senschaft ist streng mitgliederorientiert,

nicht gewinnorientiert. Hier frühzeitig

Mitglied zu werden, könnte sich finanziell

und menschlich lohnen. Beratungsgespräche

sind jederzeit möglich (Tel.

2290020).

Ähnlich sympathisch wirkte, was auf

dem Diakonietag zu erfahren war über

die Gruppe „Leben in Gemeinschaft

e.V.“ im Veenpark, Vennhauser Allee 232

und 234. Da haben mehr als ein Dutzend

Leute nicht nur Ihre eigenen modernen

Wohnungen mit allen individuellen

Wünschen und Rückzugsmöglichkeiten,

sondern auch einen Gemeinschaftsraum,

von dem aus sich etliches entfaltet,

was die Gruppe „Hilfsbereitschaft“ und

„Teilnahme am Gemeinschaftsleben“

nennt. Auf dem Diakonietag war gerade

eine sehr schöne Zwei-Zimmer-Wohnung“

neu zu vermieten. Zudem sind

„Interessierte und Freunde, möglichst

unter 70 Jahren, zum Aufbau einer Warteliste“

willkommen, wie Ansprechpartnerin

Gertrud Zovkic die Diakonietag-

Teilnehmer wissen ließ (Tel. 201258).

Wer dennoch für sich selber noch kein

Land sieht, sollte Pfarrerin Bödeker anrufen.

Sie hat weitere gute Ideen und

Kontaktadressen.

Manfred Müller


Kulturrundgang

Unterwegs in Lierenfeld

Wer ist unser Nachbar, was denkt er

und was glaubt er? Mit diesen Fragen

haben sich im Februar 25 Frauen und

Männer auf den Weg gemacht, um den

Stadtteil Lierenfeld und seine multikulturelle

Vielfalt besser kennen zu lernen.

Unterwegs war mancher erstaunt,

welch schöne „Ecken“ Lierenfeld hat,

wie z.B. den Innenhof des Gebäude-Ensembles

zwischen Roßbachstraße und

Leuthenstraße.

Organisiert wurde der Kulturrundgang

von Pfarrerin Inga Bödeker zusammen

mit Dirk Sauerborn, der bei der

Polizei zuständig ist für interkulturelle

Angelegenheiten, und von Gült Knut

aus der Kita Wackelzahn.

Erste Station des Rundgangs war die

Kita der Lukaskirche am Gatherweg,

wo 60 Kinder betreut werden, von denen

viele einen Migrationshintergrund

besitzen.

Das nächste Ziel war das Flow-Institut,

wo die gebürtige Kasachin Anna

Braun Yoga, Ayurveda und Tanz unterrichtet.

An der Ecke Posener Straße / Reisholzer

Straße lernten wir das Rheinländische

Informations- und Bildungsforum

(RiBiF) kennen, wo über 150 Schüler

Nachhilfeunterricht erhalten und

Erwchsene in Integrationskursen

die deutsche Sprache lernen.

An der Zeppelinstraße besuchten

wir das Kosmetikstudio Nizza

der griechisch-stämmigen Nizza

Kabatziaki, die Jugendlichen

mit Migrationshintergrund beim

Einstieg in eine berufliche Zukunft

hilft.

Weitere Stationen auf dem

Rundgang waren der Türkische

Kulturverein an der Ecke Kuthsweg

/ Karl-Geusen-Straße, die

Kita Wackelzahn der Arbeiterwohlfahrt

an der Leuthenstraße

sowie die Sinti- und Roma-Moschee

an der Posener Straße.

Kaum einer kannte sie. Die

Moschee befindet sich in den

Räumen des ehemaligen Lukashauses,

das der Lukaskirchengemeinde

viele Jahre als ein Gemeindehaus

diente.

Nur wenige Meter von der Moschee

entfernt befand sich zur Zeit des Nationalsozialismuses

ein Sinti- und Roma-

Lager, von wo aus seinerzeit über 200

Sinti und Roma deportiert und ermordet

worden sind. Unser Rundgang endete an

der Eisenbahnbrücke Ecke Höherweg /

Posener Straße, wo eine Gedenktafel an

dieses Lager erinnert.

Die WOGEDO

von allem ein bisschen mehr

Günstige, gut ausgestattete Wohnungen mitten in Düsseldorf und toller Service: Bei der

WOGEDO stimmen Preis und Leistung. Unsere Mitglieder sollen sich rundum gut betreut

fühlen. Deshalb sind wir jederzeit für sie erreichbar: während unserer Sprechzeiten und

auch zu individuell vereinbarten Terminen.

Neugierig? Wir beraten Sie gern: 0211 22900-0.

www.wogedo.de

rückblick

Polizist dirk Sauerborn führte durch den

Stadtteil und öffnete viele türen.

Am Samstag, den 8. September 2012,

wird der Kulturrundgang fortgesetzt.

Treffpunkt ist um 10 Uhr in der Kita

Wackelzahn an der Leuthenstraße, wo

es zur Stärkung ein kleines Frühstück

geben wird. Alle Interessierten sind

herzlich eingeladen.

Inga Bödeker

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Gemeindebrief 3 · 2012 27


28 Lukaskirche

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