Rentenmagazin 2011 - WMD Brokerchannel

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Rentenmagazin 2011 - WMD Brokerchannel

Editorial | RENTENMAGAZIN 2011EditorialLiebe Leserinnenund Leser,dass ohne private Altersvorsorge kaum der Lebensstandardin der Rentenzeit erhalten werdenkann, ist fast jedem mittlerweile bekannt. DasVertrauen in die gesetzliche Rentenversicherungist besonders bei jungen Menschen nicht besondersausgeprägt und Rentner beklagen denzunehmenden Kaufkraftverlust. Dennoch hältBundesarbeitsministerin Ursula von der Leyendie Rentenversicherung für demografie- und zukunftsfest.Zudem sind die Rentenfinanzen stabil,was man an der Absenkung des Rentenbeitragssatzzum 01.Januar 2012 ablesen kann undgleichzeitig stellt von der Leyen eine merklicheRentensteigerung 2012 in Aussicht. Dennoch isteine ergänzende private Altersvorsorge unabdingbar,weshalb mit großem Erfolg die staatlichgeförderte Riesterrente eingeführt wurde. Nachzehn Jahren haben sich jetzt fast 15 MillionenBundesbürger für einen Vertrag entschieden.Doch wie rentieren und unterscheiden sich dieAngebote der Basis- Riester- oder Rüruprente?Wie sicher sind private Rentenversicherungentatsächlich in den derzeit schwierigen Marktverhältnissen,wie Schuldenkrise, Euroangstetc.? Mit welchen Garantien kann man künftignoch rechnen, wenn mittlerweile die Zinsen fürStaatsanleihen historische Tiefpunkte erreichthaben? Welche Lösungen bieten die neuenfondsgebundenen Rentenversicherungen? DieAntworten und viele weitere interessante Informationenfinden Sie in diesem Magazin.Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre,gute Entscheidungen und viel Erfolg!Ihr Team vom wmd-brokerchannelFriedrich A. Wanschka, Astrid Klee,Matthias Heß, Maren Richter und Tobias StrenkTäglich aktuelle Informationen, Fachartikel und Video-Interviewsunter www.wmd-brokerchannel.de3


RENTENMAGAZIN 2011 | InhaltsverzeichnisMarktinformationen6 Private Altersvorsorge:69 Prozent der Deutschen nicht überÄnderungen informiert7 Studie: 57 Prozent der Deutschenschätzen die Notwendigkeit zu privaterAltersvorsorge falsch ein8 Der nächste Schritt des Gesetzgebers:Riester- und Basisrenten sollen ab 2013transparenter werden10 Studenten-Umfrage:93 Prozent misstrauen staatlicher Rente10 BMF verlängert Frist zur Umstellung aufzertifizierte Basisrenten-Verträge:Steuervorteile bleiben erhalten12 Förderung der privaten Altersvorsorge:Was Deutschland vom Ausland lernenkannInterviews14 Das Beste aus zwei Welten17 Was bietet die neueste Generation derAltersversorgungsprodukte dem Kunden?18 Kennen Sie das Verlustrisiko einer Fondspolice?21 Strategisch und unternehmerisch gut23 Sorge Dich nicht. Handle.27 Stuttgarter Rentenprodukte punkten mithoher Gesamtverzinsung28 Mit dem Ruhestand ist die Planung fürsAlter längst nicht abgeschlossen –die Vorsorgeberatung muss über denRuhestand hinausgehen32 Optimale Altersvorsorge trotz InflationHybridmodelle als Alleskönner34 Hohe Garantierente durch strengeTrennung von Garantie und InvestmentGesetzliche Rentenversicherung36 Ergebnis der Sozialversicherung im 1.Halbjahr 201137 Vertrauen in gesetzliche Rente gestiegen37 Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld II– Auswirkungen auf die Rente38 Freiwilliger Wehrdienst und Bundesfreiwilligendienstseit 1. Juli 2011:Was bei der gesetzlichen Rentenversicherungzu beachten ist38 Höhere Freibeträge beiHinterbliebenenrenten39 Mitteilung zur Rentenanpassung 2011 –verständlicher, übersichtlicher, persönlicher39 Aufbewahrungsfrist für DDR-Lohnunterlagenläuft aus Kontenklärung beantragen41 Dialog zum Thema Rente gestartet:Lebensleistung in der Rente gerechtbelohnenRiesterrente44 Besserer Verbraucherschutz bei derRiester-Rente: Zulagenanspruch kannnachträglich gesichert werden46 Riester-Rente:15 Millionen-Grenze fast erreicht47 Auch nach zehn Jahren viele offene Fragen:Forscher konstatiert erhebliche Datenlücken48 Vermögensbildung und RiesterverträgeLicht und Schatten bei der gefördertenAltersvorsorge50 Riester-Rente könnte weiter vereinfachtwerden 10 Jahre Allianz RiesterRente:Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft52 Wer hat 2011 bei Riester die Nase vorne?53 Riester-Förderung: Doppelnutzung möglich54 Riester-Sparen reduziert bereits heutedie Rentenlücke um ein Drittel56 Altersvorsorge mit Riester:Bilanz nach zehn Jahren57 Zulagenkürzung bei Riesterrente vermeidenuniVersa empfiehlt Sozialversicherungsnachweiszu prüfen26 Entwicklung der TwoTrust-Familie40 Wer pflegt, bekommt mehr Rente57 Koalition sorgt für schnelle Abhilfe beioder täglich aufRiester-Rückforderung - Freiwilligendienstefür Jugendliche werden gestärkt59 1 Million Wohn-Riester-Verträge60 GDV kritisiert Stimmungsmachegegenüber Riester-RenteRüruprente61 Riester und Rürup: Höchstförderungvom Staat noch für 2011 sichern63 Steuerberater informieren, beraten undvertreten: Riester und Rürup - zusätzlicheAltersvorsorge steuerlich betrachtet4


64 Rürup-Verträge: Vorsicht vor nachteiligenÄnderungen Zertifizierungerfordert Anpassungen65 Plansecur: Warum Selbstständige jetztnoch eine Rürup- Rente abschließensollten?65 PrismaLife AG: Rürup-FondspolicePrisma Basis wird von Focus-Money mithoher Gesamtnote bewertetPrivate Rentenversicherung66 Die Privatrente: Flexibilität ist ihr Markenzeichen– aber um welchen Preis?68 Finanztest prüft private RentenversicherungNeun Angebote sind gut68 CosmosDirekt mit neuem RentenproduktImmobilienrente70 R+V-ImmobilienRente: Mit dem Eigenheimdie Rente aufbessern71 Baugeldstudie: Umkehrhypothek ist nurwenigen bekanntPflegerentenversicherung73 WWK PflegeRente gewinnt Cash.Award 2011Recht & Steuern76 Umfrage Lebensversicherung:Keiner kennt die Steuervorteile77 Lebensversicherung: Steuerliche Änderungenzum Jahreswechsel 2011/201278 Kürzung der Erwerbsminderungsrentenauch bei Rentenbeginn vor dem60. Lebensjahr verfassungsgemäß80 GKV: Auch Gewinn aus einerDirektversicherung ist beitragspflichtigIMPRESSUMMindestverzinsungSie suchen XXL-Zinsen, XXL-Chancenund doppelte Sicherheit?So oder so – mit der BBV-Strategie-Rente XXLgewinnt Ihr Kunde immer! Zum Ende derLaufzeit erhält er auf jeden Fall die bessereWertentwicklung gutgeschrieben: entweder die hohe Mindest-Verzinsung von2,75% p.a.oder ein noch besseres Ergebnis durch Beteiligungan der Börse. Die XXL-Vorteile überzeugen: Höchste Mindest-Kapitalauszahlung und eineder höchsten Mindest-Renten aller deutschenLebens- und Rentenversicherungen*. Doppelte Sicherheit durch 100%Kapitalschutz der Deutsche Bank AG. wahlweise 100% Brutto-Beitrags-Garantieder BBV. Vorsorge-ABS ohne Mehrbeitrag.*Stand 10.2011PLUSBBV-StrategiezweikommasiebenfünfprozentBörsenchancenBBV M-Dienstleistungs-Center (MDC)Service-Rufnummer: 089/6787-9232Service-Faxnummer: 089/6787-9666E-Mail: mdc@bbv.dewww.bbv-makler.deRente XXL80 Impressum


Marktinformationen | RENTENMAGAZIN 2011Studie: 57 Prozent der Deutschen schätzen dieNotwendigkeit zu privater Altersvorsorge falsch einZu optimistische RentenerwartungenJJeder vierte Bundesbürger ist davon überzeugt, imAlter ohne Rücklagen aus privater oder betrieblicherVorsorge auszukommen. Ihrer Ansicht nach stelltdie Aussicht auf zusätzliche Alterseinkünfte vorallem ein Angebot für Besserverdienende dar. Einweiteres Drittel der Deutschen schließt sich dieserMeinung zumindest teilweise an. Selbst unter denaktiven Sparern sind sich nur 40 Prozent wirklich sicher,nach der Berufstätigkeit den einmal erlangtenLebensstandard nur durch eigene Vorsorge haltenzu können. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativenBefragung unter 1.014 Deutschen durch dasIMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschungim Auftrag des Direktversicherers Hannoversche.Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragteneinem gefährlichem Irrtum unterliegen: In gutzwanzig Jahren sinkt die staatliche Rentenzahlungauf nur noch 40 Prozent des letzten Bruttogehaltsab, sagen Experten.Zu optimistische RentenerwartungenDie Einschätzung, sowohl betriebliche als auch privateRentenzahlungen dienten hauptsächlich zurspäteren Anschaffung teurer Luxusgüter, ist ein weitverbreiteter Versicherungsmythos. So glaubt nochimmer fast jeder zweite Bundesbürger, nach demBerufsleben monatliche Rentenzahlungen von mehrals 50 Prozent des letzten Bruttogehalts zu erhaltenund damit für ein auskömmliches Leben im Ruhestandsorgen zu können. Erstaunlich: Ausgerechnetdiejenigen, die sich bereits zum Sparen verpflichtethaben, schätzen die Leistungen der gesetzlichenRentenversicherung falsch ein. Jeder zweite Vorsorgerglaubt, später mehr als 50 Prozent des letztenBruttogehalts als Rente zu erhalten. Dabei erreichendie gesetzlichen Leistungen dieses Niveau schonheute nicht mehr.Steuervorteile durch AltersvorsorgeDarüber hinaus herrscht bei vielen Deutschen Unklarheitüber die aktuellen Anpassungen bei derRentenhöhe. So sinkt das Niveau gesetzlicher Alterszahlungenbis 2030 stufenweise auf nur noch40 Prozent des letzten Bruttogehalts ab. Dennochglauben insgesamt zwei Drittel der Deutschen, auchin Zukunft mehr als diesen Betrag ausbezahlt zu bekommen."Zur Schließung der Versorgungslücke imAlter ist die private Vorsorge daher unumgänglich.Rund 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens sindin der Regel für ein auskömmliches Leben im Ruhestandnotwendig", betont Horst Meyer, Vorsorge-Experte bei der Hannoverschen. "Dabei könnenSparer in vielen Fällen ihre Aufwendungen zurAltersvorsorge steuerlich geltend machen."Autor: Hannoversche Lebensversicherung a.G.7


RENTENMAGAZIN 2011 | MarktinformationenDer nächste Schritt des Gesetzgebers:Riester- und Basisrenten sollen ab 2013 transparenter werdenAngabe der Effektivkosten soll gesetzlichverordnet werdenDDas Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat einenersten Diskussionsentwurf erstellt, der vorsieht,dass ein komplett neues Produktinformationsblattfür Riester- und Basisrenten eingeführt wird. Darinwerden die aktuellen Informationen zusammengefasstund um wesentliche Angaben ergänzt. Erstmalssollen u.a. die Effektivkosten und -rendite angegebenwerden. „Die Angabe der Effektivkostenund Effektivrendite erlaubt nach Jahren der Intransparenzeinen produktübergreifenden Vergleich derKosten- und Beitragsrendite. Genau deshalb habenwir seit Jahren für die Einführung dieser Kennzahlengekämpft“, freut sich Dr. Mark Ortmann, Geschäftsführerdes ITA – Institut für Transparenz in der Altersvorsorge.„Die verbindliche Vorgabe eines standardisiertenProduktinformationsblatts ist genau dierichtige Entscheidung, um Kunden einen echtenProduktvergleich zu ermöglichen“, lobt Ortmanndie Initiative des BMF. An einigen Stellen gibt es Verbesserungsbedarf.Der vom BMF vorgelegte Diskussionsentwurf ist einMeilenstein auf dem Weg zu einem transparentenAltersvorsorgemarkt“, hebt Ortmann hervor. Alswichtige Eckpunkte sieht das neue Produktinformationsblattvor, dass eine verbindliche Seitenzahlvorgegeben wird, die Produkte in fünf Chance-/Risikoklasseneingeteilt, Effektivkosten und –renditeeingeführt und die Kostenarten vorgegeben werden.An einigen Stellen gibt es noch DiskussionsundVerbesserungsbedarf.Vorgabe des Umfangs sorgt für ÜbersichtlichkeitDer Entwurf des BMF sieht eine Beschränkung desSeitenumfangs vor. Insgesamt 19 Punkte sollen aufmaximal 3 Seiten zusammengefasst werden. „Dervorgegebene Höchstumfang ist absolut richtig“, istsich Ortmann sicher. Allerdings ist zu bezweifeln, obdie Seitenvorgabe bei der Menge an Informationeneinzuhalten ist. Bereits die bloße Auflistung der 19Punkte nimmt eine Seite ein. Es sollten daher eini-ge Aspekte gestrichen werden, die für alle Produktegleichermaßen gelten. Dazu gehören zum Beispieldie Hinweise auf die Zertifizierung, das Inflationsrisiko,die Beitrags- und Zulagengarantie bei Riesterrentenund die Information über die Einwilligungnach § 10a EStG.Chance-/Risikoklasse helfen Kunden bei derProduktauswahlErstmals soll jedes Produkt einer von 5 Chance-/Risikoklassenzugeordnet werden. Dies erleichtert demKunden, das für ihn passende Produkt auszuwählen.Schwierig ist aber, die unterschiedlichen Klassenzu bezeichnen und die verschiedenen Produkteeiner Klasse zuzuordnen. Die vom BMF vorgeschlagenenKurzbezeichnungen – zum Beispiel „sehr geringeChancen/sehr geringes Risiko“ für die Chance-/Risikoklasse1 – hält das ITA für zu knapp. Etwasmehr Information sollte dem Kunden gegeben werden,insbesondere zur Garantie zum Rentenbeginnund zu möglichen Verlusten während der Sparphase(Beispiel unter www.ita-online.info). Damit derKunde die Zusammenhänge besser erkennen kann,sollte diese Beschreibung durch eine grafische Darstellungder Chancen und Risiken ergänzt werden.Schwierig gestaltet es sich, die Produkte einerChance-/Risikoklasse zuzuordnen. Das BMF empfiehlt,die Produkte anhand der Bezeichnung oderauf Basis von Simulationen einzustufen. Währendanhand der Bezeichnung die Produkte nicht zufriedenstellendeingestuft werden können, dürftensich Simulationen als kaum gesetzlich umsetzbarerweisen. Denn diese setzen einen einheitlichen,öffentlichen und frei zugänglichen Simulationsstandardvoraus. Diesen gibt es bisher nicht. „Warumnicht Produkte anhand fest vorgegebener Kriterieneinstufen“, schlägt Ortmann vor. Das ITA hat hierzubereits Kriterien erarbeitet (www.ita-online.info).Der Vorschlag des BMF, darzustellen, mit welcherWahrscheinlichkeit bestimmte Renditen erzielt wer-8


Marktinformationen | RENTENMAGAZIN 2011den, richtet sich eher an Berater als an Endkunden.Sie sollte daher nicht in das knappe Produktinformationsblattintegriert werden.Kostenarten fest vorgegeben – Effektivkostenverbindlich für alleDie Kosten, die ein Anbieter erheben darf, solleneinheitlich und klar vorgegeben werden. Dies beschränktdie Unternehmen zwar in ihrer Gestaltungsfreiheit,erhöht gleichzeitig aber die Verständlichkeit.Auch die Begrenzung der Wechselgebührenauf höchstens 150 Euro ist im Interesse des Sparersund damit sehr sinnvoll.Alle Anbieter sollen künftig die Effektivkosten unddie Effektivrendite ausweisen. Das BMF nutzt eineweite Definition. „Eingeschlossen sind nach meinemVerständnis auch Zielfondskosten bei Dachfonds,Transaktions- und Performance-Gebühren bei Fondssowie Kapitalanlagekosten im Sicherungsvermögenbei klassischen Rentenversicherungen“, schlussfolgertOrtmann. „Damit würde erstmals ein übergreifenderVergleich von Altersvorsorgeprodukten anhandder Kosten und Beitragsrendite ermöglicht“,so Ortmann weiter. Einen Haken gibt es doch: dasBMF sieht vor, zusätzlich auch die Garantiekosten alsjährliche Wertminderung darzustellen. „Ich würdemir als Verfechter von Kostentransparenz sehr wünschen,dass dies möglich wäre, aber dieser Ausweiswürde bestimmte Produkte einseitig bevorzugen“,konstatiert Ortmann. Besser erscheint es, die tatsächlicherhobenen Garantiegebühren wie andereKosten auch ausdrücklich aufzuführen, aber nicht inden Effektivkosten zu berücksichtigen (Hintergründeunter www.ita-online.info).Das BMF schlägt einen einheitlichen Zinssatz jeChance-/Risikoklasse vor. Dies würde aber die Unterschiedezwischen den einzelnen Garantiemodellenstark verwischen. Die andere Lösung ist wiederumdie Durchführung von Simulationen. Auf die damitverbundenen Probleme wurde bereits hingewiesen.Allerdings funktioniert es: Das Beratungs- und VergleichsprogrammITA SELECT arbeitet bereits mitdiesen durchschnittlichen Renditen auf Basis vonSimulationen.Insgesamt werden Produktinformationsblätter durchdie neuen Vorgaben verständlicher und transparenter.Ob das zum bezweckten Wettbewerbsdruckund am Ende zu niedrigeren Gebühren führen wird,bleibt abzuwarten. In Großbritannien hat es nichtgeklappt. Dort mussten am Ende feste Kostenobergrenzeneingeführt werden. Doch bleibt es bei diesemEntwurf, wird die Bedeutung des lobenswertenFortschritts von vornherein eingeschränkt: Warumnur sollen diese wichtigen Vorgaben erst für Produktegelten, die ab dem 01.01.2013 zertifiziertwerden?Autor: ITA - Institut für Transparenz in der , Altersvorsorge GmbHWelcher Zinssatz soll angenommen werden?Nach dem Entwurf des Ministeriums sollen möglicheAuszahlungsbeträge im Produktinformationsblattvor Abzug der Kosten genannt werden. Dieshilft dem Kunden aber nicht wirklich. Denn ein solchesProdukt ohne Kosten gibt es nicht. Stattdessensollten die angenommene Rendite, Effektivkostenund Effektivrendite gezeigt werden. Wie das aussehenkann zeigt das ITA unter www.ita-online.info.Schwierig: Mit welchem Zinssatz sollen diemöglichen Leistungen berechnet werden?9


Märkte analysierenChancen erkennenWertzuwächse sichernwww.janus-wa.deEin Unternehmen der SVF AG.SVF Sachwert AGKurfürsten-Anlage 3469115 HeidelbergTel.: +49 6221 | 539750info@sachwertbeteiligung.dewww.sachwertbeteiligung.de


RENTENMAGAZIN 2011 | Interviewsund die Mindestverzinsung sichergestellt. Da überdie Laufzeit des Produktes eine Vielzahl voneinanderunabhängigen CPPI Zertifikaten aufgelegt werden,wird dieses Cash Lock Risiko allerdings reduziert.wmd: Wie steht es um die Kosten?Matura: Durch die exklusiv für die BBV aufgelegtenZertifikate erzielen die Kunden eine besonders günstigeKostenstruktur im Vergleich zu herkömmlichenAktienfonds. Dies wirkt sich positiv auf dieLeistungen aus, weil ein höherer Anteil für die Anlagezur Verfügung steht.M.Gräfer: Allerdings verschweigen wir einen Nachteilnicht. Durch die entstandenen Kosten für dieAbsicherung der hohen Mindestverzinsung fallenzu Beginn der Vertragslaufzeit vergleichsweise hoheEinmalkosten an. Sie führen dazu, dass in den erstenJahren der Rückkaufswert gering ist. UnsereBerater weisen daher in den Gesprächen ausdrücklichdarauf hin, dass dieses Altersvorsorgeproduktlangfristig anlegt.wmd: Und was passiert etwa bei Arbeitslosigkeit?M.Gräfer: Um das Risiko einer vorzeitigen Vertragsauflösung,verursacht etwa durch Arbeitslosigkeitoder einem anders hervorgerufenen finanziellenEngpass, aufzufangen, bietet die BBV zusätzlichund ohne Mehrkosten das „Vorsorge-ABS“ an. Dasheißt, dass wir im Fall einer unverschuldeten Arbeitslosigkeitoder bei Arbeitsunfähigkeit die Beiträgein den ersten fünf Vertragsjahren bis zu ein Jahrlang für den Versicherungsnehmer weiterbezahlen.wmd: Für welche Zielgruppe ist die BBV-Strategie-Rente XXL besonders geeignet?M.Gräfer: Grundsätzlich für Kunden, die auf dashohe Ertragspotenzial an den europäischen Kapitalmärktensetzen und sich gleichzeitig eine hohe Mindestverzinsungsichern wollen. Die Kunden brauchensich jetzt nicht mehr zu entscheiden zwischender sicheren Verzinsung ihrer Zukunftsvorsorge oderRenditechancen an der Börse. Denn mit der neuenBBV-Strategie-Rente XXL haben sie die Chancebeides zu bekommen.16


Interviews | RENTENMAGAZIN 2011Was bietet die neueste Generation derAltersversorgungsprodukte dem Kunden?Interview mit Stefan Giesecke,Vorstand der fpb AG,Vertriebsmanagemengesellschaft von Friends Provident InternationalWwmd: Sie werben mit hohen Garantien, wodurchunterscheiden Sie sich hier von anderenProduktangeboten am Markt?Stefan Giesecke: Wir bieten die neueste Generationder Altersvorsorgeprodukte mit einem modernen,transparenten Garantiemodell an. Dieses istvollkommen unabhängig vom Deckungsstock desVersicherers. Der Vorteil: Garantie und Kapitalanlagedes Kunden sind dabei klar voneinander getrennt.Die Garantie gibt Friends Provident International,ein Unternehmen, das zu einer der finanzstärksten,international tätigen Versicherungsgruppen in Englandgehört. Dieses transparente Garantiemodell,das in der Kundeberatung einfach zu erklären ist,sichert die eingezahlten Beiträge zu hundert Prozentzum vereinbarten Rentenbeginn ab.Die Garantiekosten werden transparent ausgewiesen:Sie betragen fünf Prozent der eingezahlten Beiträge.Das ist ein Novum: Denn der Kunde kann auf Euround Cent genau sehen, was ihn die Garantie seinerBeiträge kostet. Außerdem ist diese Garantieabsicherungso flexibel, dass der Kunde frei entscheidenkann, wie er den Rest seines Beitrages investierenmöchte. Das geht nur, weil Garantie und Anlagemöglichkeitenfür den Kunden klar voneinander getrenntsind.Damit stehen dem Kunden zahlreiche Wege offen,mit seinem Altersvorsorgeprodukt Renditechancenwahrzunehmen und seine Rentenlücke zu schließen.Die Vorsorgelösungen von Friends ProvidentInternational erfüllen die wesentlichen Kundenanforderungen:Der Versicherte kann Renditechancennutzen und hat reelle Chancen seine Rentenlückezu schließen. Er weiß, wie seine eingezahlten Gelderangelegt sind und wie sie sich entwickeln. Zudemsind die Garantiekosten transparent ausgewiesen.wmd: Wie müssen Rentenversicherungslösungenaussehen, damit diese den Anforderungender Zukunft gerecht werden?Stefan Giesecke: Neben einem modernen Garantiemodellsollten zukunftsorientierte Rentenversicherungslösungenfolgende Eigenschaften haben:transparent, individuell, flexibel und fair sein. Dasheißt konkret: Die erzielten Erträge sollten demKundenportfolio direkt gutgeschrieben und nichtauf Schlussüberschüsse verlagert werden. Individuellbedeutet, dass der Kunde frei entscheiden kann,wie seine Beiträge angelegt werden und es keinerleiEinschränkungen hinsichtlich der Anlagequote gibt.Werden neue Investmentfonds, Anlageklassen oderPortfolios in Zukunft aufgenommen, sollten dieseAngebote auch Bestandskunden zur Verfügung stehen.Fair bedeutet, dass es keine Schlussboni undRückkaufswertabschläge gibt. Flexibel sollte ein Produktauch in der Rentenphase sein. Abgesehen vonunterschiedlichen Entnahmemöglichkeiten, wie Kapitalwahlund Verrentung, zeichnen Optionen aufleistungsstarke Rentenmodelle der Zukunft moderneProdukte aus. Eine weitere Eigenschaft modernerAltersvorsorgelösung ist die Möglichkeit, Beitragspauseneinzulegen. Gerade in wirtschaftlich unsicherenZeiten ist dieses ein gewichtiges Argumentzum Vertragserhalt.wmd: Kommt es deshalb zu einer NeuausrichtungIhrer Rententarife in 2012?Stefan Giesecke: Das ist nicht notwendig, da derFriends Plan genau diese Anforderungen bereitsheute schon erfüllt.17


RENTENMAGAZIN 2011 | InterviewsKennen Sie das Verlustrisiko einer Fondspolice?D18Beitrag von Stephan Schinnenburg,Geschäftsführer von MORGEN & MORGENDie Versicherer sind kreativ geworden, wenn esum die Produktgestaltung von Fondspolicen in derAltersvorsorge geht und bieten ihren Kunden mitfondsgebundenen Tarifen ohne Garantie, statischenund dynamischen 2- und 3-Topf-Hybriden, UWPs,Variable Annuities sowie Index- und Zertifikatspoliceneine große Vielfalt an neuen Produkten. Diehohe Produktvielfalt ist für den Kunden zunächstpositiv zu betrachten, denn je nach Lebens- undAbsicherungssituation hat jeder Kunde ein anderesSicherheitsbedürfnis bzw. eine andere Risikoneigung.Zwischen „volle Garantie“ und „keineGarantie“ liegt ein großer Spielraum an verschiedenstenAusprägungen. Angesichts dieser Vielfaltsteht der Kunde vor der großen Herausforderung,die für ihn persönlich passende Vorsorgevariante zufinden. Hierzu ist es erforderlich, die Eigenschaftender unterschiedlichen Vorsorgeprodukte zu kennenund einen Vergleich über alle Kategorien ziehen zukönnen. Denn Fondsprodukt ist nicht gleich Fondsproduktund Garantie nicht gleich Garantie. Genauhier setzt Volatium an und tritt für eine maximaleTransparenz bei Altersvorsorgeprodukten ein.Volatium steht für maximale TransparenzVolatium ist der Standard, der die Grundlage für eineumfassende Transparenz schafft, die nicht nur alleKosten berücksichtigt, sondern auch übergreifenddie Chancen und Risiken aller Altersvorsorgeproduktein einem aufzeigt. Von Volatium profitierenletztendlich alle Marktteilnehmer - vom Produktanbieterüber den Vermittler bis hin zum Endkunden- da Tarife einheitlich dargestellt werden und somitauch wirklich vergleichbar sind. Mit Hilfe der zertifiziertenVolatium Profile ist sofort ersichtlich, welcheChancen und Risiken der einzelne Tarif hat unddurch die einheitliche Darstellung aller VolatiumProfile ist eine echte Vergleichbarkeit möglich.MORGEN & MORGEN hat hierbei als Initiator dieRolle einer neutralen Instanz übernommen und stelltsicher, dass entsprechende Produktdarstellungenexakt dem Standard entsprechen, alle Kosten beinhaltenund durch einen „Volatium - Stempel“ deutlichzu erkennen sind.Konzeptionelle Unterschiede der ProdukteZunächst muss man bei Fondsgebundenen Renten unterscheidennach Produkten mit und ohne Garantien.Fondsgebundene Versicherung mit GarantieGarantien sind im Regelfall Beitragsgarantien, d.h.zum dem Zeitpunkt, an dem die Rente ausbezahltwird, muss mindestens die Summe der eingezahltenBeiträge (unverzinst) zur Verfügung stehen. Auchbei schlechten Fondsverläufen oder sogar komplettenBörsencrahs ist dies garantiert.Diese Garantien werden seitens der Versicherer individuellkonzipiert. In den meisten Fällen erfolgt diesdurch eine Anlage in dem versicherereigenen Deckungsstock.Hier werden die Beiträge fest verzinst.Dies erreicht der Versicherer, indem er in sichere Anlageninvestiert. Der verbleibende Beitrag, der nichtim Deckungsstock für die Garantie verwendet wird,kann dann im Idealfall völlig frei in diverse (Aktien)-Fonds investiert werden und so eine möglichst hoheRendite erzielen. Fondsgebundene Versicherungenmit Garantie gibt es in unterschiedlicher Art.Fondsgebundene ohne BeitragsgarantieDer Beitrag nach Abzug der Versicherungskosten,also Abschluss- und Verwaltungskosten, fließt direktin idealerweise freie Fonds. Also frei handelbareFonds, die mit einer ISIN, d.h. einer eindeutigen


Interviews | RENTENMAGAZIN 2011Wertpapierkennnummer versehen sind. Durch dieserelativ hohe Investition in Fonds kann der Versicherungsnehmerstark an der Börsenentwicklung partizipieren.Das Guthaben des Versicherungsnehmers entsprichtdamit den Fonds bzw. den Fondsanteilen. Auch imFall eines Konkurses des Versicherers sind dieseFondsanteile Eigentum des Kunden, nicht desVersicherers.Da keinerlei Garantie gegeben ist, kann bei einemBörsencrash fast das ganze Geld im „worst case“weg sein.Volatium Profilbeispiele für eine FondsgebundeneRentenversicherungen ohne Garantie■ < 0% ■ 0%-2% ■ 2%-5% ■ 5%-8% ■ ≥ 8%17% 10% 18% 21%34%Verlustrisiko 17% Outperformance-Chance 34%Quelle: MORGEN & MORGENVolatium Profilbeispiele für eine FondsgebundeneRentenversicherungen mit Garantie■ < 0% ■ 0%-2% ■ 2%-5% ■ 5%-8% ■ ≥ 8%23% 49%22% 6%Kein Verlustrisiko


RENTENMAGAZIN 2011 | InterviewsSchaut man auf Hybride Produkte, dann werden dieoben erwähnten negativen Renditebereiche durchden Garantiemechanismus vermieden. Es greift alsodie Garantie und der Versicherte erleidet keinenVerlust. Dies ist die uneingeschränkt positive Botschaft.Allerdings ist der Kunde dann oft im sogenannten„cash-lock“, so dass am Ende der kurzenLaufzeit dann eben nur eine Rendite von 0-2% herausspringt.Und dies durchaus auch in mehr als einDrittel der Fälle. Unter Renditegesichtspunkten sinddie Kurzläufer also ebenfalls kritisch zu sehen.Neuartige Produktentwicklungen seitens der Versicherer,die auf der Basis von Chancen-Risiko-Profilendurchgeführt werden, haben meist das Ziel, diesenunteren Bereich zu minimieren. Dies kann durch geeigneteMechanismen und Maßnahmen erfolgen,sei es durch eine stärkere Beteiligung des klassischenDeckungsstocks, durch Smoothing-Mechanismenoder ausgefeilte Wertsicherungsfonds. Erkauft werdendiese Maßnahmen immer mit einem reduziertenOutperformance-Chance, also mehr als 8% Renditezu erzeugen. „Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau.Weniger Risiken bedeuten immer weniger Chancen,“ bringt es Dr. Martin Zsohar, Aktuar und Geschäftsführervon MORGEN & MORGEN auf den Punkt.Unterschiede zu weiteren Transparenz-ModellenBisherige Ansätze von Simulationen zur Erzeugungvon Rendite-Risiko-Profilen oder ähnlichen Darstellungenbeziehen sich im Wesentlichen lediglich aufpauschale Aussagen zu Produktgattungen. Weilindividuelle Tarifeigenschaften nicht berücksichtigtwerden, zeigen die Profile nicht den Echttarif. Einweiteres Problem dieser Ansätze ist das Zugrundelegenunterschiedlicher Modelle zur Simulation, diekeine marktweite Vergleichbarkeit zulassen. Volatiumlöst diese Probleme, da hier eine tatsächlicheVergleichbarkeit auf Tarifebene ermöglicht wird undsorgt somit für eine Transparenz in bislang nie dagewesenerForm, da auch die optische Darstellungstandardisiert ist.AusblickNach einem erfolgreichen Start arbeiten alle Beteiligtennun intensiv an der Weiterentwicklung vonVolatium. Die Zahl der (pi)Volatium Profile steigtkontinuierlich und eine Reihe weiterer Versichererstartet ihre neue Tarifgeneration 2012 mit zertifiziertenVolatium Profilen.20


Interviews | RENTENMAGAZIN 2011Strategisch und unternehmerisch gutDie Betriebliche Altersversorgung ist auch einInstrument erfolgreicher Unternehmensführung.Richtig umgesetzt, nutzt sie dem Chef und denArbeitnehmern.Beitrag von Stephan Naskowiak,Abteilung Leben / bAV, AWD DeutschlandDDer Staat warnt: Im Jahr 2030 wird das per Umlagefinanzierte gesetzliche Rentenniveau nur noch bei43 Prozent des Durchschnittseinkommens liegen(nach Abzug von Sozialabgaben, aber vor Steuern).Schon heute liegt es bei nur 48 Prozent; 2004 warenes noch 52 Prozent. Die Zahlen stammen vonder Deutschen Rentenversicherung selbst. „Per Umlage“bedeutet, dass vom Lohn der BeschäftigtenBeiträge abgezogen und quasi direkt an die Rentnerweitergereicht werden. Aufgrund der demografischenEntwicklung wird das Umlagesystem alleinzur Finanzierung der Rente nicht mehr ausreichen.Daher fördert der Staat das private Sparen. Für Arbeitnehmerhat er nicht nur die Riester-Rente geschaffen,sondern auch einen Rechtsanspruch aufUmwandlung eines Teils des Bruttolohns (bis zu220 Euro pro Monat im Jahr 2011) in eine Betriebsrenteeingeführt.Betriebliche Altersvorsorge als wichtigesArgumentAuch viele Bürger haben mittlerweile verstanden,dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreicht,um den gewohnten Lebensstandard im Alter zugewährleisten und sorgen privat vor. Zusätzlich legenheute immer mehr Beschäftigte großen Wertdarauf, dass ihr Arbeitgeber ihnen hilft, für das Alterzu sparen. In Zeiten knapper Fachkräfte gewinnt dieBetriebsrente deshalb immer mehr an Bedeutung.Denn: Attraktive Zusagen des Arbeitgebers bei derAlters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgungsind für Arbeitnehmer zunehmend ein wichtigerEntscheidungsgrund, zu einem Unternehmen zugehen.Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) bietet abernicht nur dem Arbeitnehmer die Möglichkeit, mitHilfe des Staates für die Rente vorzusorgen. AuchArbeitgeber profitieren, wenn sie die Betriebsrentestrategisch einsetzen: Im Rahmen der bAV spart einArbeitgeber für jeden Mitarbeiter Sozialversicherungskosten.Sie bedeutet also für das Unternehmenkeine finanzielle Belastung. Die Ersparnis kannder Chef in die Rücklagen einstellen oder an seineMitarbeiter ausschütten. Letzteres am besten wiederüber eine Betriebsrente.Bei der Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorgein Deutschland gibt es jedoch noch große Unterschiede.Während sie bei den großen Unternehmenmittlerweile weitgehend selbstverständlich ist,bieten viele kleine und mittlere Unternehmen nochkeine bAV an. Dies liegt auch an der Komplexitätdes Themas. So gibt es fünf Durchführungswege,aus denen sich der Arbeitgeber einen oder mehrereaussuchen kann: Direktversicherung, Direktzusage,Pensionsfonds, Pensionskasse und Unterstützungskasse.Die fünf Durchführungswege bieten jeweilsunterschiedliche Möglichkeiten, die bAV für dieMitarbeiter zu gestalten. Besonders in Bezug auf dieArt und Höhe der Zusage variieren die Modelle. Zum21


RENTENMAGAZIN 2011 | Interviewspassende Lösung gefunden ist, sollte auch für jedenArbeitnehmer eine persönliche Beratung durchgeführtwerden. Denn die bAV muss zur individuellenFinanzsituation passen.Individuelle LösungenBeispiel darin, ob eine Renten- oder eine Kapitalzahlungvereinbart wird. Allen Formen der bAV ist gemein,dass die Leistungen für den Arbeitnehmer gegeneine Insolvenz des Arbeitgebers geschützt sind.Da mit den Arbeitnehmern der Firma ein Kollektivbesteht, lassen sich für die Leistungen attraktiveKonditionen erreichen. Als Vorteile lassen sichverminderte Kosten und damit höhere Leistungenoder der Verzicht auf eine ausführliche Gesundheitsprüfungrealisieren. Somit kommen die Arbeitnehmerdurch Ihren Arbeitgeber in den Genuss vonLeistungen, die sie privat gar nicht oder nur zuhöheren Kosten realisieren könnten.Aufklärung ist das A und OIn Bezug auf die betriebliche Altersvorsorge herrschenjedoch oft noch Informationsdefizite sowohlbei Chefs als auch bei Mitarbeitern. Nach und nach– und vor allem nur in Zusammenarbeit mit einemerfahrenen Berater und der Geschäftsleitung – müssendiese abgebaut werden. Die Mitarbeiter, aberauch die Geschäftsführung, müssen oft erst verstehen,welche Vorteile sich durch die bAV ergeben.Eine persönliche Beratung ist hier zwingend notwendig.Nur so wird Akzeptanz und der Anreiz füreine bAV geschaffen.Die individuelle Beratung der Arbeitnehmer ist einewesentliche Vorraussetzung für die erfolgreicheUmsetzung einer bAV, denn gerade bei langfristigenKonzepten wie der Altersvorsorge ist eine ganzheitlicheBetrachtung unerlässlich. Wichtig ist vor allemdie umfangreiche Analyse der Ist-Situation und derZukunftspläne des Arbeitnehmers. Zudem setzt sichein qualifizierter bAV-Berater auch mit Servicefragenauseinander, wenn zum Beispiel Problemfelderwie Arbeitslosigkeit, Arbeitsplatzwechsel oder Erziehungsurlaubentstehen. Eine Kündigung von Verträgenist in diesen Fällen meist unnötig. ModerneVerträge bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten aufdiese Wechselfälle des Lebens zu reagieren.FazitDie betriebliche Altersvorsorge gewinnt immermehr an Bedeutung. Durch die verstärkte Aufforderungzur privaten Altersvorsorge ist sie ein wichtigerBaustein für die spätere Rente. Zudem ist besondersim Bereich der Altersvorsorge die Einbettungder Vorsorgeziele in die persönliche Lebensplanungunerlässlich. Eine ganzheitliche und individuelle Beratungist deshalb – gerade im Bereich der bAV - dasA und O. Sie bietet sowohl Unternehmen als auchMitarbeitern entscheidende Vorteile. Und damit istsie ein strategisches Instrument – für beide Seiten.Besonders für kleine und mittlere Unternehmen istdie große Vielzahl an Möglichkeiten und rechtlichenBesonderheiten der Durchführungswege innerhalbder bAV kaum zu durchschauen. Jedes Unternehmenbraucht eine individuelle Lösung. Den spezifischenBedarf ermitteln bAV-Spezialisten gemeinsammit dem Unternehmen in einem umfassendenBeratungsgespräch. Und wenn für die Firma die22


Interviews | RENTENMAGAZIN 2011Sorge Dich nicht. Handle.„Solvency II, Garantiezinssenkung, wackeligeStaatsanleihen: Innovative Konzepte, die aufverändernde Situationen dynamisch reagieren,sind jetzt gefragt“.Beitrag von Prof. Hans-Wilhelm Zeidler,Zurich Vorstand für den Bereich unabhängige Vermittler LebenDie Riester-Rente polarisiert: Kaum ein anderes Altersvorsorgeproduktwird so häufig zum Gegenstandder öffentlichen und veröffentlichten kontroversenDiskussion zum Thema private Vorsorge. Undauch die skeptischen Stimmen müssen mittlerweileeinräumen, dass allein die Diskussion um die Riester-Rente ihr mit Recht auch zu einer starken Prominenzim öffentlichen Bewusstsein verholfen hat. DennEinigkeit herrscht mittlerweile vor allem in demPunkt, dass die soziale Polarisierung zunehmen undeine private Altervorsorge unentbehrlich machenwird. Die Riester-Rente ist dabei allen Unkenrufenzum trotz zum Erfolgsmodell avanciert: Wurden imEinführungsjahr 2001 rund 1,4 Millionen Versicherungsverträgeabgeschlossen, waren es bis zum Jahr2010 bereits rund 10,4 Millionen Förderrenten. Undauch in diesem Jahr hat sich der positive Trend fortgesetzt.Dennoch hat fast die Hälfte aller förderberechtigtenPersonen noch keinen Riestervertrag. Dieallgemeine Diskussion um Altersvorsorgeproduktehat oft für mehr Verunsicherung als für Aufklärunggesorgt. Das Resultat: Viele Bürger entscheiden sichfür gar kein Produkt – aus Angst etwas falsch zumachen. Dabei bleibt bei allem Unwägbaren einesganz gewiss: „Nichts-Tun“ ist der wirkliche Fehler,der sich im Alter bitter rächen wird.Keine Garantie = keine RiesterrenteKeine Frage: Menschen möchten ihr Geld sicher anlegenund gleichzeitig eine angemessene Renditeerwirtschaften. Denn gerade in unsicheren Zeitensind Garantien gefragt. Und genau diese Garantiebietet auch die Riester-Rente: So hat der Gesetzgebervorgeschrieben, dass Riesterprodukte zumindestdie Summe der eingezahlten Beiträge garantierenmüssen. Diese Bedingung war in den letztenfünf Jahren für die Entwicklung einer ganzen Reihefondsgebundener Versicherungen mit neuen Garantiemodellenverantwortlich. Neben herkömmliche,konventionelle Rentenversicherungen traten neueHybridmodelle (auch Zwei- oder Drei-Topf- Modellegenannt). Diese Hybridmodelle vereinen alle die Anlagein festverzinsliche Elemente zur Sicherstellungder Beitragsgarantie (Garantiekomponente) mit derAnlage in Aktienfonds (Renditekomponente). Fürnahezu alle fondsgebundenen Versicherungen mitGarantien nutzen die Versicherer darin auch ihrenDeckungsstock als maßgebliche Garantiekomponente.Auf dem Markt herrschen derzeit suboptimale Bedingungenfür Garantien vor. Staatsanleihen sindmittlerweile bei weitem nicht mehr die pauschal23


AWD heute:Siegel sagen mehr alstausend Worte!Berechnen Sie IhreVersorgungslücke:www.AWD.deUm sicher zu gehen, dass wir auch höchstenAnsprüchen gerecht werden, lassen wir uns regel -mäßig von unabhängigen Instituten testen undbe werten. Und die Ergebnisse können sich sehenlassen: In den Bereichen Beratungs- und Betreuungsqualität, Kunden orientierung, Preis-Leistungs-Ver hältnis, Fairness in der Beratung, aber auchals Arbeit geber belegt AWD Top- Platzierungen. Soprofi tie ren Sie im wahrsten Sinne des Wortes vonausge zeichneter Beratung und erstklassigem Service –und wir freuen uns über die wichtigste aller Auszeichnungen:Ihre Zufriedenheit. Mehr dazu unterwww.AWD-Erfahrung.de. Informationen zu allen an AWDverliehenen Testsiegeln finden Sie auf www.AWD.de.


Interviews | RENTENMAGAZIN 2011Stuttgarter Rentenproduktepunkten mit hoher GesamtverzinsungInterview mit Klaus-Peter Klapper,Leiter Produktmanagement,Stuttgarter LebensversicherungWwmd: Welche Rentenversicherungen sind inIhrem Hause derzeit besonders nachgefragt?Klaus-Peter Klapper: Die größte Nachfrage verzeichnenwir derzeit im Bereich der klassischen Rentenversicherungen.Hierbei ist die Verteilung über dieverschiedenen Schichten und Durchführungswegerelativ ausgeglichen. Ein leichter Schwerpunkt ist beider Privatrente (Schicht 3) aber auch bei derDirektrente (bAV/Schicht 2) zu verzeichnen.Einen tollen Start hat auch unser neues Hybridproduktperformance-safe hingelegt. Schon neun Monatenach Einführung schreiben wir über 10 Prozentdes Neugeschäftes mit dieser Produktreihe.wmd: Was sind die Highlights dieser Angebote?Klaus-Peter Klapper: Bei den klassischen Rentenproduktenist das Highlight ganz klar die im Marktvergleichweit überdurchschnittliche Gesamtverzinsungvon über 5,15 Prozent in 2011 (nach Assekurata Musterfall).Damit sind wir im deutschen Versicherungsmarktganz weit vorne. Hinzu kommt unsere hervorragendeProduktqualität sowie die nachweislich hoheFinanzkraft der Stuttgarter Lebensversicherung a.G.Bei unserem neuen Hybridprodukt punkten wir mitunserem innovativen Drei-Topf-Ansatz, der alle dreiAnlagetöpfe intelligent und aktiv einsetzt. Damit erreichenwir zwei positive Effekte: Zum einen wird dassogenannte Chancen-Risikoprofil für das Produkt imVergleich zu normalen Drei-Topf-Hybriden deutlichoptimiert, indem die Wahrscheinlichkeit einer geringenRendite von unter 2 Prozent signifikant reduziertwird. Zum anderen führt der aktive Einsatz des erstenTopfes (Stuttgarter Deckungsstock) zur Absicherungder vom Kunden gewünschten Garantie dazu, dassmehr freies Kapital zur Investition im freien Fondstopfzur Verfügung steht. So steigt auch die Chance desKunden auf eine höhere Rendite im Vertrag.wmd: Die Stuttgarter werben mit einem hohenGarantiezins, der auch für spätere Zuzahlungengarantiert wird. Wie haben Sie das kalkuliert,kostet diese Garantie nicht zu viel Rendite?Klaus-Peter Klapper: Die Stuttgarter ist einer derVersicherer in Deutschland mit der höchsten Soliditätund Finanzstärke - so haben wir beispielsweisederzeit eine Solvabilitätsquote von über 250 Prozent.Diese Finanzstärke erlaubt es uns, unseren Versicherungsnehmernauch langfristig werthaltige Garantienzu geben, ohne die erwartete Rendite der Verträgesignifikant zu reduzieren. Unsere marktüberdurchschnittlicheGesamtverzinsung zeigt, dass wir unsereGarantieversprechen jederzeit und dauerhaft erfüllenkönnen, ohne auf Rendite verzichten zu müssen. Dennochkommen wir den gesetzlichen Verpflichtungennach und kalkulieren unsere Produkte vorsichtig. Daauch wir die Zukunft nicht vorhersagen können, beschränkenwir unsere Garantie für Zuzahlungen aufdie nächsten zehn Jahre - weil wir davon überzeugtsind, dass wir aus heutiger Sicht, mit unserer solidenFinanzstärke, diesen Zeitraum leicht finanzieren können- egal wie turbulent sich die Finanzmärkte entwickelnwerden.wmd: Haben Sie weitere Besonderheiten inIhrem Rentenversicherungs-Produktangebot?Klaus-Peter Klapper: Die Besonderheit der StuttgarterRentenprodukte liegt in ihrer hervorragendenQualität, ihrer Leistungsstärke und in der Finanzstärkeder Stuttgarter als Produktgeber – mit einer Traditionvon über 100 Jahren. Aus Kundensicht entscheidendfür den Erfolg eines Altersvorsorgeproduktes ist nichtein besonders kreatives Produktfeature, sondern vielmehrdie Werthaltigkeit und die verlässliche Perspektivedes Kernproduktes. Eine sichere, möglichst hoheRente für den Kunden - das ist das Ziel der StuttgarterRentenprodukte. Denn in punkto Zukunft sind wiraus Tradition sehr stark. Dabei spielt es keine Rolleob klassisch, hybrid oder invest, ob Basis-, Riester-,Direkt- oder Privatrente.27


RENTENMAGAZIN 2011 | InterviewsMit dem Ruhestand ist die Planung fürs Alter längst nichtabgeschlossen – die Vorsorgeberatung muss über denRuhestand hinausgehenFBeitrag von Michael Hauer,Geschäftsführender Gesellschafter, Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP)Fast immer dreht sich im Beratungsgespräch zurAltersvorsorge alles um die Zeit bis zum Rentenbeginn.Bisher jedenfalls. Mit Beginn des Ruhestandskehrt scheinbar endlich Ruhe rund um die finanzielleAbsicherung des Alters ein. So die weitläufigeMeinung – leider auch unter vielen Beratern und Finanzdienstleistern.Ein Irrglauben. Beratungsbedarfendet nicht mit dem Ruhestandsbeginn. Im Gegenteil,wir leben nämlich länger, als wir denken: LautSterbetafel des Statistischen Bundesamts erreichtein (heute) 65-Jähriger mit einer Wahrscheinlichkeitvon 52 Prozent das 82. Lebensjahr. Die andere Hälftelebt aber deutlich länger. Die Ausfinanzierung desRuhestands und damit eine Beratung rund um denRuhestand sind daher unbedingt notwendig.Das ist der Grund, weshalb sich das Institut für Vorsorgeund Finanzplanung (IVFP) dem Thema „Ruhestandsplanung55plus“ verstärkt widmet.Erhöhte Lebenserwartung bedeutet längerer Ruhestand.Die Folge: Die zeitliche Dauer, in der für denRuhestand gespart bzw. vorgesorgt wird (Ansparphase)ist inzwischen nicht viel länger als die Dauerder Rentenzahlung (Leistungsphase).Das Wissen darüber ist allerdings nur begrenztverbreitet. Diesem Aspekt muss jedoch unbedingtRechnung getragen werden, soll der Ruhestanddem wohlverdienten „Dauerfeierabend“ nacheinem langen Berufsleben entsprechen, anstattmassive finanzielle Einbußen zu erleiden oder gar inAltersarmut zu geraten.Enormes Potenzial vorhanden – die Erbengeneration55plus steht in den StartlöchernDie 55- bis 65-Jährigen verfügen mit knapp 145.000 Euroüber das höchste durchschnittliche (individuelle) Nettovermögenin Deutschland. Gleichzeitig handelt essich hierbei in der Regel um Personen, die kurz vorRentenbeginn stehen bzw. sich bereits im Ruhestandbefinden. Hinzu kommt, dass dieser Personenkreisvon sich aus ein großes, „natürliches“ Interesse fürdas Thema Vorsorgeplanung mit sich bringt. Nichtzuletzt aufgrund der Tatsache, dass Berufs- und Familienplanungweitgehend abgeschlossen sind undbestimmte Ausgaben/Kosten für Kredittilgungen,Darlehen, Ausbildung der Kinder etc. nicht mehranfallen. Hier ist also enormes Potenzial vorhanden– nicht nur materiell, sondern auch in Punkto Beratung.Dafür hat u.a. auch die Finanzkrise gesorgt.Viele Menschen sind verunsichert, wissen nicht, wieund wo sie ihr verfügbares Kapital anlegen sollen.Eine große Chance für Finanzexperten. Aufklärungund Empfehlung lauten dabei die Stichworte. Aufklärungsbedarfbesteht vor allem bei den Kosten,die im Alter anfallen. Diese setzen sich zusammenaus Aufwendungen für Lebensunterhalt, Krankenversicherung,bei Erkrankungen/ für Behandlungen,Immobilie, Mobilität, Pflege, Hobbys und Freizeit so-28


Der Euro-Rettungsschirm fürIhre KUNDEN.wie (finanzielle) Unterstützung der Kinder und Enkelkinder.Empfehlung ist eng mit dem sogenannten „Vier-Topf-Modell“ verknüpft. Hierbei geht es darum,für die einzelnen Aufwendungen auf verschiedeneTöpfe zurückzugreifen. Jeder Topf steht dabei füreinen speziellen Verwendungszweck und ist daherentsprechend finanziell bestückt.Auf den ersten Topf greift der Rentner zurück, umlaufende monatliche Fixkosten wie Miete, Krankenversicherung,Telekommunikation etc. zu decken.Der zweite Topf steht unter dem Motto „Gönn dirwas!“. Sämtliche Mittel hieraus dienen mehr oderminder dem privaten Vergnügen. Dazu zählen etwaHobbys, Reisen, Extraanschaffungen etc.„Schütze dein Vermögen“ ist die Devise von Topfdrei. Ob Pflege, Unfallschutz oder Hinterbliebenenabsicherung.Sämtliche Finanzmittel, die für dieseZwecke genutzt werden, stammen aus dieser Quelle.Der letzte Topf lautet: „Gib Vermögen weiter“.Auf den ersten Blick nicht unbedingt erkennbar,dient diese Rücklage auch der Generationenvorsorge.Das „Vier-Topf-Modell“ eignet sich bestens, um dieNotwendigkeit von verschiedenen Finanzquellendeutlich vor Augen zu halten und gleichzeitig maßgeschneiderteRuhestandplanung vorzunehmen.Sie suchen erstklassige Anlagen?Dann suchen wir Sie.Jetzt kennenlernen: robustus privileg – die dynamischeImmobilienpolice mit fürstlichen Privilegien. WerdenSie unabhängiger Vertriebspartner und sichern Sie sichund Ihren Kunden beste Erfolgsaussichten.Ohne Leibrente geht es nicht – die optimaleRuhestandsplanung setzt sich aus Leibrenteund Kapital zusammenDas „Vier-Topf-Modell“ weist die unterschiedlichenVerwendungszwecke aus den Töpfen konkret aufbzw. welche Ausgaben aus welchem Topf bedientwerden. Aber woher stammen die Mittel aus denTöpfen? Um wirklich sicher zu gehen, dauerhaftden Ruhestand angemessen finanzieren zu können,ohne große Abstriche beim Lebensstandard hinnehmenzu müssen, setzen sich die Gelder fürs Alterzum einen aus Kapitalvermögen und zum anderenDie privilegierte Immobilienpolicefür Anleger mit weitblick.ROBUSTUS GmbHBreitenbachstraße 23D-13509 BerlinTelefon + 49 (0) 30.41749868550info@robustus-gmbh.comwww.robustus-gmbh.com


RENTENMAGAZIN 2011 | Interviewsaus festen monatlichen Bezügen in Form einer Leibrentezusammen. Gerade der erste Topf, aus demalle laufenden (monatlichen) Kosten beglichen werden,muss durch eine zusätzliche monatliche Rentegedeckt werden, da die gesetzliche Rente bei weitemnicht ausreichen wird, wie hinlänglich bekanntist. Den Ruhestand ausschließlich über Kapital abzusichernzu wollen, reicht aufgrund der steigendenLebenserwartung längst nicht mehr aus.Wie sieht er aus, der Beratungsansatz für dieZielgruppe 55plus?An erster Stelle steht die genaue Definition derZielgruppe. Wen genau betrifft die Ruhestandsplanung?Wen will ich mit meiner Beratung erreichen?Ist die Zielgruppe festgelegt, gilt es eine bestimmteVorsorgestrategie zu entwickeln. Was ist eigentlichdas Ziel der Beratung? Operativ heißt das, zunächstaufzuklären? Welche Kosten fallen im Alter an? Woraufmöchte man im Alter unter keinen Umständenverzichten? Welche Vorsorgemaßnahmen habe ichbereits fürs Alter getroffen? Reichen diese Maßnahmenaus? In der Regel leider meistens nicht. Die Gegenüberstellungvon Ist- und Soll-Zustand lässt sicham besten mit Hilfe einer entsprechenden Softwareermitteln.Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat fürdiese Zwecke den Altersvorsorgeplaner entwickelt.Er ermittelt die Versorgungslücke und empfiehlt amEnde anhand persönlicher, individueller Angabenbestimmte Vorsorgeprodukte. Seit kurzem verfügtdas IVFP auch über einen speziellen Rechner für dieRuhestandsplanung. Die Software berechnet z.B.die Höhe der Immobiliennebenkosten im Alter (aufBasis der gegenwärtigen Kosten). Auf diese Weisekann der Berater genau vor Augen halten, wie vielGeld sein Kunde für diesen Zweck in der Zukunftbereitstellen muss. Ein ideales Verkaufstool für dieBasis-Rente. Generell sollte jedes Beratungsgesprächmit konkreten Produktempfehlungen enden,um die (Kauf-)Entscheidung zu erleichtern.Ablaufleistungen aus Lebensversicherungen –enormes Beratungspotenzial bei WiederanlageAblaufleistungen aus Lebensversicherungen: einTeil des Vermögens der Zielgruppe 55plus resultiertaus dieser Quelle. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt,hat die vergangene Finanzkrise zu großenUntersicherheiten unter den Verbrauchern gesorgt,wie diese Kapitalauszahlungen möglichst sicher, zugleichaber auch rentabel anlegen können. Hier istes an den Finanzberatern, sich Gedanken um geeigneteAlternativen zu machen, um die Ängste derbetreffenden Personen zu beseitigen. Dabei bietetsich die Möglichkeit, zwei Fliegen mit einer Klappezu schlagen: Sichere Anlage und zugleich Steuergeschenkedes Staates entgegen zu nehmen, wie diesetwa bei staatlich geförderter Altersvorsorge der Fallist. Leider ist das Bewusstsein des Wiederanlagepotenzialnicht in der Finanzbranche vorhanden, wiees eigentlich der Fall sein sollte.Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass dieZielgruppe 55 plus über ein enormes finanziellesPotenzial verfügt. Vorsorgelösungen für diese Zielgruppeunterliegen zwar einer kürzeren Laufzeit,dafür sind die Beiträge in der Regel deutlich höherals bei jüngeren Personen. Leider findet die Zielgruppe55plus und das Thema Ruhestandsplanungin den Beratungsansätzen bisher kaum Beachtung.Das sollte sich unbedingt ändern. Was dabei für alleZielgruppen hinweg gilt: Ganzheitliche Beratung istmehr als Altersvorsorge. Vorsorge endet nicht mitdem Ruhestand, sondern erstreckt sich über denganzen Ruhestand hinweg. Gerade in Zeiten, in denengroße Unsicherheiten durch Finanzkrisen vorherrschen,ist die Bereitschaft der Betroffenen umsogrößer, qualifiziert und fundiert beraten zu werden– hier sind also die Makler und Finanzberater in derPflicht.30


RENTENMAGAZIN 2011 | InterviewsOptimale Altersvorsorge trotz InflationHybridmodelle als AlleskönnerV32Beitrag von H. René Wördemann,Leiter Verkaufsförderung Makler der Gothaer Lebensversicherung AGViele Staaten oder Zentralbanken weltweit haben inden letzten Jahren die Finanzmärkte mit frischemKapital versorgt, um den Auswirkungen der Finanzmarktkriseentgegen zu wirken. Diese Ausweitungder Geldmenge führt dazu, dass die Angst voreinem Wertverfall des Geldes, sprich vor Inflation,allgegenwärtig ist. Die Lösung: Investitionen inSachwerte, die ihre Wertbeständigkeit über Jahrhundertebewiesen haben. Schnell stellt sich dieFrage: Was passiert mit der Altersvorsorge? MitHybridmodellen kann man der Inflationsgefahrwirksam vorbeugen.Deutschland ist besorgt. Eine repräsentative Studieergab kürzlich, dass die größte Sorge der Bundesbürger„die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten“ist. Mit anderen Worten, die Angst vor einerInflation geht um. Auch wenn die tatsächlicheInflation seit Einführung des Euro knapp unter 2%liegt, so ist die gefühlte Inflation durch den Verbraucherhöher und beim täglichen Einkauf erlebbar.Dazu kommt die Ausweitung der Geldmengeim Rahmen der Finanzmarktkrise, was die Inflationsgefahrreal werden lässt. Auf Platz zwei der größtenSorgen rangiert „die Angst vor einer Verschlechterungder Wirtschaftslage“. Mehr als zwei Drittel derBefragten befürchten hier Einschnitte. Das hat natürlichAuswirkungen auf das Spar- und Anlageverhaltender Deutschen. Die ganz klare Aussage dazu:Sicherheit steht nun auf der Wunschliste an ersterStelle, Rendite rückt in den Hintergrund (Quelle:Gothaer-Studie zu Altersrisiken). Doch eine sinnvolleund zukunftsorientierte Altersvorsorge lässt sich nuraufbauen, wenn auch eine ordentliche Renditeerzielt wird.Die neue Generation der Altersvorsorge, wieHybridmodelle gerne genannt werden, trägtdiesen Bedürfnissen Rechnung. Das Vertragsguthabendes Kunden wird dabei auf drei Töpfe verteilt:den Deckungsstock des Versicherers, einen Garantiefondsund die freie Anlage. Gemeinsam mitseinem Berater kann der Kunde über die Anlagestrategieentscheiden. So kann man einen Garantiefondswählen, der seinen Anlageschwerpunkt inSachwerte wie Rohstoffe, Edelmetalle oder Immobilienlegt, um der Inflation zu begegnen. Diese Werteverfügen über einen realen Wert, der unabhängigvon den Schwankungen des Geldmarktes ist.Diese Sachwertstrategie lässt sich auch bei der freienAnlage weiterführen. Wer, risikofreudiger ist,kann auf eher renditeorientierte Fonds setzen. DieGothaer hat mit VarioRent – ReFlex ein solches Produktim Angebot. Der Versicherer bietet nicht nurdie Garantie der eingezahlten Beiträge zum Ablaufsondern darüber hinaus eine automatische jährlicheRenditesicherung. Für diese Garantien bürgt die


Gesetzliche Rentenversicherung | RENTENMAGAZIN 2011Vertrauen in gesetzliche Rente gestiegenÜÜber drei Viertel der Bevölkerung sehen in der gesetzlichenRente die ideale Form der Alterssicherung.Zu diesem Ergebnis kommt die heute veröffentlichtePostbank-Studie „Altersvorsorge in Deutschland2011“, die jährlich in Zusammenarbeit mit dem Institutfür Demoskopie Allensbach erstellt wird.2003 beantworteten 63 Prozent der Bevölkerungdie Frage nach der für sie idealen Form der Alterssicherungmit „die gesetzliche Rente“, heute sindes bereits 77 Prozent. Mit diesen Zahlen liegt diegesetzliche Rente weit vor allen anderen Formender Alterssicherung. Einzig das eigene Haus odereine Eigentumswohnung können mit der gesetzlichenRente mithalten. In ihnen sehen 64 Prozentder Deutschen die ideale Form der Alterssicherung.Die Deutsche Rentenversicherung Bund sieht dasErgebnis als Bestätigung dafür, dass die Leistungender Rentenversicherung die Menschen überzeugenund sie das System für verlässlich und zukunftsfähighalten.Autor: Dr. Dirk von der HeideZeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld II– Auswirkungen auf die RenteBBezieher von Arbeitslosengeld II waren seit Einführungdieser Leistung zum 01.01.2005 grundsätzlichin der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig.Die Beiträge wurden aus einemfiktiven Entgelt von zuletzt 205.- Euro monatlicherrechnet und vom Bund getragen. Mit dem Haushaltsbegleitgesetz2011 (HBeglG 2011) vom 9. Dezember2010 hat die Bundesregierung ein "Sparpaket"geschnürt, das den Bundeshaushalt bis 2014um rund 20 Milliarden Euro entlasten soll. Von denSparmaßnahmen betroffen sind unter anderem dieBezieher von Arbeitslosengeld II. Für sie werden seit01.01.2011 keine Pflichtbeiträge mehr in die gesetzlicheRentenversicherung eingezahlt.37


RENTENMAGAZIN 2011 | Gesetzliche RentenversicherungFreiwilliger Wehrdienst und Bundesfreiwilligendienstseit 1. Juli 2011:Was bei der gesetzlichen Rentenversicherung zubeachten istDDer neue freiwillige Wehrdienst ersetzt seit 1. Juli2011 den bisherigen Grundwehrdienst. Der neueBundesfreiwilligendienst löst ab diesem Zeitpunktden bisherigen Zivildienst ab. Während der Zeitdes freiwilligen Wehrdienstes und des Bundesfreiwilligendienstesbesteht Versicherungspflicht in derRentenversicherung. Darauf weist die DeutscheRentenversicherung Bund in Berlin hin. Die Rentenversicherungsbeiträgewährend der Zeit der Freiwilligendiensteübernimmt der Staat. Wehrdienstzeitenund Zeiten des Bundesfreiwilligendienstes werdenautomatisch an die Rentenversicherung gemeldet.Eine Neuregelung gibt es im Hinblick auf den Bezugeiner Waisenrente während der Zeit des Bundesfreiwilligendienstes.Der Bezug einer Waisenrentewar bisher während des Ableistens des Zivildienstesnicht möglich. Während des Bundesfreiwilligendienstesab 1. Juli kann jetzt eine Waisenrente bezogenwerden.Freiwilliger Wehrdienst und Waisenrente schließensich jedoch weiterhin aus. Weitere Informationenerhalten Sie beim kostenlosen Servicetelefon unter0800 10004800 und unter www.deutsche-rentenversicherung.deim Internet.Autor:Dr. Dirk von der HeideHöhere Freibeträge bei HinterbliebenenrentenZum 1. Juli 2011 haben sich die Freibeträge bei denHinterbliebenenrenten erhöhtWWitwen, Witwer oder Waisen können neben denHinterbliebenenrenten in bestimmten Grenzen hinzuverdienen,ohne dass das Einkommen zu einerMinderung ihrer Rente führt. Erst bei Überschreiteneines bestimmten Freibetrags erfolgt eine Anrechnung.Konnte eine Witwe oder ein Witwer mitWohnsitz in den alten Bundesländern bisher monatlich718,08 Euro anrechnungsfrei hinzuverdienen,so erhöht sich der Betrag auf 725,21 Euro. BeiWohnsitz in den neuen Bundesländern erhöht sichder Freibetrag von 637,03 Euro auf 643,37 Euro.Werden ein oder mehrere Kinder erzogen, steigt derFreibetrag für jedes Kind zusätzlich auf 153,83 Euroin den alten und 136,47 Euro in den neuen Bundesländern.Das Gleiche gilt für Bezieher von Erziehungsrenten.Der neue Freibetrag für Bezieher vonWaisenrenten liegt seit dem 1. Juli 2011 bei 483,47Euro (alte Bundesländer) und 428,91 Euro (neueBundesländer).Weitere Auskünfte erteilen die Mitarbeiter der Auskunfts-und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherungsowie die ehrenamtlich tätigenVersichertenältesten und -berater der DeutschenRentenversicherung.Autor: Deutsche Rentenversicherung Bund38


Gesetzliche Rentenversicherung | RENTENMAGAZIN 2011Mitteilung zur Rentenanpassung 2011– verständlicher, übersichtlicher, persönlicherRRund 20 Millionen Rentner erhielten zum 1. Juli ihreRentenanpassungsmitteilung. Diese wurde jetztvon der Deutschen Rentenversicherung sprachlichüberarbeitet und neu gegliedert. Die Mitteilung istnun verständlicher, übersichtlicher und persönlicher.Dadurch können die Empfänger ihre aktuelle Rentenerhöhungbesser nachvollziehen. Die Rentenanpassungsmitteilunggehört zu den Bescheiden undInformationsschreiben, die die Deutsche Rentenversicherungderzeit weiter verbessert. Mitarbeiter derRentenversicherung bringen gemeinsam mit Sprachexpertendes Deutschen Forschungsinstituts füröffentliche Verwaltung Speyer die komplexen rechtlichenGrundlagen in eine verständlichere Sprache.Gleichzeitig achten sie darauf, dass die Texte auchweiterhin verfahrenssicher und auf dem aktuellenStand der Rechtsprechung sind.Neben der Rentenanpassungsmitteilung werdenbereits weitere Schreiben im neuen Stil verschickt.Umfragen bestätigen, dass sich die Versicherten undRentner mit den neuen Schreiben besser informiertfühlen. Dadurch ging auch die Zahl der Widersprüchespürbar zurück. Verständliche Bescheide habendamit auch wirtschaftliche Vorteile und verringerndie ohnehin schon niedrigen Verwaltungskosten derDeutschen Rentenversicherung.Autor: Dr. Dirk von der HeideAufbewahrungsfrist für DDR-Lohnunterlagen läuft ausKontenklärung beantragenAAlle Versicherten, die Beschäftigungszeiten in derehemaligen DDR zurückgelegt und noch keine Klärungihres Rentenversicherungskontos durchgeführthaben, sollten diese nun umgehend beantragen.Dies ist notwendig, da die Aufbewahrungsfristenfür Lohnunterlagen von ehemaligen DDR-Betriebenam 31. Dezember 2011 ablaufen. Eine alle Versicherungszeitenumfassende Rentenberechnung ist nurmöglich, wenn das Versicherungskonto vollständigist. Darauf weist die Deutsche RentenversicherungBund in Berlin hin.Die notwendigen Antragsunterlagen für eine Kontenklärungkönnen im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-bund.deheruntergeladenwerden. Bei allen Auskunfts- und Beratungsstellender Deutschen Rentenversicherung sind die Antragsunterlagenebenfalls erhältlich. Die Mitarbeiterder Auskunfts- und Beratungsstellen helfen auchbeim Ausfüllen der Unterlagen.Betroffen sind Versicherte der Geburtsjahrgänge1946 bis 1974, die Beitragszeiten in der DDR zurückgelegthaben können. In der Regel fehlt derNachweis der Zeiten bis zur Wiedervereinigung. Beiden 2,3 Millionen bei der Deutschen RentenversicherungBund geführten Versicherungskonten inden neuen Bundesländern sind noch ca. 286.000Konten nicht vollständig geklärt. Dies entsprichteinem Anteil von rund 12 Prozent.39


RENTENMAGAZIN 2011 | Gesetzliche RentenversicherungWer pflegt, bekommt mehr RenteEEgal ob Pflegestufe 1, 2 oder 3: Wer mindestens14 Stunden wöchentlich für die Pflege aufwendet,für den werden Beiträge in die Rentenversicherungbezahlt. "Die Höhe der Beiträge ist von der Pflegestufedes Pflegebedürftigen und dem wöchentlichenZeitaufwand für die Pflege abhängig", erklärtJürgen Wabra, Geschäftsstellenleiter bei der TechnikerKrankenkasse (TK) in Bayern. "Je höher die Pflegestufeund je höher der Zeitaufwand, desto höherder Beitrag zu Rentenversicherung." So beträgt derMonatsbeitrag zum Beispiel bei 14 Stunden Pflegewöchentlich in Pflegestufe eins 135,59 Euro inden alten Bundesländern (in den neuen Bundesländern118,87 Euro), in Pflegestufe zwei 180,78 Euro(158,49 Euro) und in Pflegestufe drei 203,38 Euro(178,30 Euro).Die Beiträge trägt die gesetzliche Pflegeversicherungund überweist sie direkt an den Rentenversicherungsträger.Die Pflegeperson zahlt nichts.Diese Beiträge gelten bei der Rentenversicherungals Pflichtbeiträge, durch die Rentenansprücheerworben oder aufgebessert werden. Für das abgelaufeneKalenderjahr oder wenn die Pflegetätigkeitbeendet wird, bekommen der Rentenversicherungsträgerund die pflegende Person eineMeldung. Diese Meldung sollte man sorgfältigaufbewahren, rät die TK, denn sie dient als Nachweisfür die Rentenansprüche. Die Pflegetätigkeitgilt übrigens auch dann als beendet, wenndie Pflege länger als einen vollen Kalendermonatunterbrochen wird, weil der Pflegebedürftige beispielsweiseim Krankenhaus liegt.Autor Techniker Krankenkasse40


RENTENMAGAZIN 2011 | Gesetzliche RentenversicherungIn den ersten zehn Jahren ab 2013 reichen fürden Zugang zur Zuschuss-Rente• * 40 Versicherungsjahre, also alle rentenrechtlichenZeiten: Beschäftigung, Schulbildung ab Alter 17, Ausbildung,Studium, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Schwangerschaft/Mutterschutz,Zeiten der Leistung freiwilligerRentenbeiträge z.B. bei Selbständigkeit,• * davon 30 Beitragsjahre (Pflichtbeitragszeiten): Beschäftigung(inklusive selbständiger Tätigkeit mit Pflichtversicherungin der Gesetzlichen Rentenversicherung), Wehr-,Zivil- und Freiwilligendienst, Zeiten der Kindererziehungoder Pflege. Damit werden die Erziehung von Kindernbis zum 10. Lebensjahr bzw. die Pflege von Angehörigensubstantiell aufgewertet und der Erwerbsarbeit gleichgestellt.Zu den Beitragsjahren aus Beschäftigungzählen auch Minijobs, wenn eigene Rentenversicherungsbeiträge(„Aufstockungsbetrag“ von 19,60 Eurobei 400 Euro-Job) geleistet werden.* und zum Start (2013-2017) fünf Jahre zusätzlicher Vorsorge.Nach zehn Jahren, also 2023, sind• * 45 Jahre Versicherungszeiten und• * 35 Jahre Beitragszeiten erforderlich.• * Die Anforderungen an die zusätzliche Altersvorsorgewerden schrittweise erhöht: Von 2018 an steigt die Mindestdauerjedes Jahr bis 2047 um jeweils ein Jahr vonsechs auf dann 35 Jahre an. Das heißt, erst in der Endstufe35 Jahre nach dem Start sind die vollen 35 JahreZusatzvorsorge als Voraussetzung für die Zuschuss-Renteerforderlich.2. Verbesserte Erwerbsminderungsrente:Ursula von der Leyen: „Mit der Erwerbsminderungsrentehelfen wir denen, die nicht mehr arbeiten undvorsorgen können. Wir werten ihre Rentenansprüchedeutlich auf. Bei der Anhebung des Rentenaltersvon 65 auf 67 blieb es allerdings zunächst beider Zurechnungszeit bis Alter 60. Wir stellen denalten Fünfjahresabstand wieder her und heben fürdie Betroffenen das Rentenniveau.“Die verbesserte Erwerbsminderungs-Rente Bildin höherer Auflösung anzeigenWer krank ist und nicht mehr arbeiten kann, wirdaktuell so gestellt, als habe er bis 60 gearbeitet.Die Differenz zwischen Eintritt der Erwerbsminderungund Alter 60 ist die „Zurechnungszeit“. Siesoll stufenweise auf das 62. Lebensjahr angehobenwerden. Erwerbsgeminderte bekommen dannlangfristig eine Rente, als hätten sie mit dem bis zurErwerbsminderung erzielten Einkommen noch biszum Alter 62 weitergearbeitet. Die Verlängerungsoll parallel zur Rente mit 67 stufenweise erfolgen.3. Kombirente:Ursula von der Leyen: „Mit der Kombirente gebenwir Flexibilität für Arbeit bis 67. Vorzeitig in Rentezu gehen und von heute auf morgen ganz raus ausArbeit – das wird zum Auslaufmodell. Immer mehrMenschen wollen und können länger arbeiten,wünschen sich aber für die letzten Berufsjahre einenanderen Rhythmus aus Beruf und Freizeit. Die Unternehmensollen gemeinsam mit Gewerkschaftenhierfür Lösungen finden können. Dafür ist die Kombirenteder Rahmen.“Bei vorzeitigem Rentenbezug (ab 63 Jahre bis zumjeweils geltenden gesetzlichen Renteneintrittsalter)gelten aktuell starre monatliche Hinzuverdienstgrenzen.Auch geringes Überschreiten der Grenzenführt zu stark geminderten Rentenzahlungen. Deshalbentscheiden sich zu wenige Menschen, zumindestteilweise weiterzuarbeiten. Die Kombirente ermöglichtund erleichtert einen längeren Verbleib im42


Gesetzliche Rentenversicherung | RENTENMAGAZIN 2011Erwerbsleben. Denn Teilzeitarbeit und Rente könnenflexibel kombiniert werden. Dies kommt auchMenschen in stark belastenden Berufen entgegen,die nicht bis zur Regelaltersgrenze voll arbeiten wollenoder können.Ab Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters(bis 2029 schrittweise von heute 65 auf dann 67Jahre steigend) kann jeder unbeschränkt hinzuverdienen.Dabei bleibt es. Die Kombirente erlaubt fürdie Zeit des vorzeitigen Rentenbezugs ab Alter 63bis langfristig 67 ein Einkommen aus Rente und Hinzuverdienstin der Höhe des zuletzt erzielten Brutto-Einkommens. Die Grenze, innerhalb derer Renteund Hinzuverdienst in freier Gewichtung miteinanderverbunden werden können, ist damit individuell.Durch eine jahresdurchschnittliche Betrachtungsweisewird das Verfahren einfacher.Die Kombirente gibt den Tarifpartnern Raum fürkonkrete tarifvertragliche Ausgestaltungen, die einflexibleres Arbeiten bis zur steigenden Regelaltersgrenzeermöglichen.Hintergrund und Ausgangslage:in Zukunft entwickeln wird, lässt sich heute nicht seriösvoraussagen. Denn es hängt entscheidend vonder langfristigen Wirtschafts-, Beschäftigungs- undEinkommensentwicklung sowie dem Erwerbs- undVorsorgeverhalten der Menschen ab. Auch die Frage,wie viele Menschen in Zukunft alleinstehend altwerden, spielt eine wichtige Rolle.Renten sind und bleiben Spiegel der Erwerbsphase.Sie können und sollen den Verlauf eines Erwerbslebensnicht im Nachhinein "reparieren" und "umkehren".Die Grundsicherung im Alter ist eine weitreichendesteuerfinanzierte Fürsorgeleistung für die,die – aus welchem Grund auch immer – im Alternicht über ausreichende eigene Mittel verfügen. Mitder umfassenden Reform vor zehn Jahren wurdeder Empfängerkreis deutlich ausgeweitet. Der Bundübernimmt in den nächsten drei Jahren die Finanzierung(aktuell vier Milliarden Euro pro Jahr) komplett.Gegen Altersarmut hilft zuallererst der Dreiklangaus verlässlicher Arbeit, fairen Löhnen und zusätzlicherVorsorge.Autor: Bundesministerium für Arbeit und SozialesDas deutsche Alterssicherungssystem ist stabil. Reformenhaben die Rente demographie- und zukunftsfestgemacht. In der Finanzkrise hat sich gezeigt,dass unsere Alterssicherung sicher auf dreistarken Säulen ruht: der gesetzlichen Rente, derbetrieblichen Alterssicherung und der zusätzlichenprivaten Vorsorge. Um die Rente finanzierbar zuhalten und die junge, arbeitende Generation nichtzu überfordern, sinkt das Rentenniveau in den kommendenJahrzehnten behutsam und in festgelegtenGrenzen. Dies muss mit zusätzlicher Altersvorsorgeausgeglichen werden, die der Staat mit beträchtlichenMitteln fördert.Heute haben 97,6 Prozent aller Menschen ab 65Jahre eine ausreichende Versorgung. Von rund16,8 Millionen Personen in diesem Alter sind rund400.000 oder 2,4 Prozent auf Leistungen der Grundsicherungim Alter angewiesen. Diese Zahl hat sichseit 2007 nicht erhöht, sondern ist im Gegenteil zuletztleicht gesunken. Wie sich Bedürftigkeit im Alter43


RENTENMAGAZIN 2011 | RiesterrenteBesserer Verbraucherschutz bei der Riester-Rente:Zulagenanspruch kann nachträglich gesichert werdenDDas Bundeskabinett hat am 4. Mai 2011 im Rahmeneines Gesetzentwurfs des Bundesministeriums derFinanzen eine deutliche Verbesserung des Verbraucherschutzesbei der Riester-Rente beschlossen. Damitreagiert die Bundesregierung auf Fälle, in denengezahlte Zulagen zurückgefordert worden waren,weil Riester-Sparer unwissentlich und aus Versehenkeinen Eigenbeitrag geleistet hatten.Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyenund der Bundesminister der Finanzen Dr. WolfgangSchäuble: „Missbrauch der staatlichen Riester-Förderungdarf sich nicht lohnen. Aber wir helfen Familien,die das Richtige tun und mit der Riester-Rentezusätzlich für das Alter vorsorgen. Hier haben Ehepartnerin der Vergangenheit zum Teil Zulagen erhalten,obwohl sie irrtümlich und unabsichtlich keineEigenbeiträge geleistet hatten. Wir stellen nun klar,dass die Eigenbeiträge nachgezahlt werden können.Damit bleibt der Zulagenanspruch rückwirkend fürdie Vergangenheit erhalten. Dass dies möglich istund wie es funktioniert – darüber werden nun alle,die es betrifft, automatisch informiert.“Beispiel:Ein nicht berufstätiger Ehepartner kann eine eigeneRiester-Zulage bekommen, wenn der berufstätigeEhegatte riestert. Dazu muss er zwar einen eigenenRiester-Vertrag abschließen, darauf aber keineEigenbeiträge einzahlen. Der Ehepartner ist „mittelbarzulageberechtigt“. Bei der Geburt eines Kindeszum Beispiel ändert sich dies aber. Dann wird meistdie Ehefrau dadurch Mitglied in der gesetzlichenRentenversicherung, dass der Staat ihr für drei JahreRentenversicherungsbeiträge zahlt und Rentenver-sicherungszeiten anrechnet. Wer aber in der gesetzlichenRentenversicherung pflichtversichert ist,wechselt von der mittelbaren in die unmittelbareZulagenberechtigung – und muss dann mindestens60 Euro pro Jahr in den eigenen Riester-Vertrag einzahlen,um die volle Zulage zu erhalten.Viele haben das in der Vergangenheit übersehen.Sie werden nun darüber informiert, dass und wie sieihre – oft geringen – Eigenbeiträge nachzahlen undso die volle Zulage (wieder) erhalten können. DasVerfahren wird unbürokratisch ablaufen. BetroffeneRiester-Anleger müssen lediglich die Beiträge aufihren Riester-Vertrag einzahlen und ihrem AnbieterBescheid geben, für welche Jahre diese Zahlungenbestimmt sind. Um alles andere kümmern sich derAnbieter und die Zulagenstelle. Die Zulagenstellewird die zurückgeforderte Zulage automatisch aufden Riester-Vertrag des Betroffenen zurückzahlen.Für die Zukunft wird das Problem dadurch gelöst,dass ab 2012 alle Riester-Sparer immer einen Eigenbeitragvon mindestens 60 Euro im Jahr (also fünfEuro pro Monat) auf ihren Vertrag einzahlen müssen,um die volle Zulage zu erhalten. Die Regeln fürdie Zulageberechtigung werden damit einfacherund transparenter. Die Änderung verdeutlicht zudem,dass die Riester-Rente keine vollkommen vomStaat finanzierte Zusatzrente ist, sondern immer ein– wenn auch mit mindestens fünf Euro monatlichsehr geringer – eigener Sparbeitrag gefordert wird.Wer bisher mittelbar zulagenberechtigt war und keineEigenbeiträge leistete, profitiert in Zukunft davon,dass diese Eigenbeiträge die Zusatzrente erhöhen.44


Riesterrente | RENTENMAGAZIN 2011Das Zulageverfahren:Das Verfahren, in dem Riester-Sparern beträchtliche,steuerfinanzierte staatliche Zulagen gewährt werden,ist bei über 14 Millionen Verträgen notwendigerweiseein automatisiertes Massenverfahren. DieZulagen können nur dann schnell ausgezahlt werden,wenn die Verwaltung zunächst auf die Richtigkeitder Angaben der Riester-Anleger vertraut.Dass die Angaben richtig sind und bei Veränderungder persönlichen Lebensumstände angepasst werden,liegt in der gemeinsamen Verantwortung desRiester-Sparers und des Anbieters der Riester-Rente.Der Anleger muss zum Beispiel seine Bank oder Versicherungüber Änderungen in seinen Familien- undEinkommensverhältnissen informieren, damit diesedie Informationen an die Zulagenstelle weitergebenkönnen. Die Angaben werden zwangsläufig erst imNachhinein durch die Zulagenstelle überprüft. Gegendie Rückforderung der Zulage hat der Anlegerweitgehenden Rechtsschutz. Nach der Mitteilungseines Anbieters hat er ein Jahr Zeit, um eine Überprüfungder Rückforderung bei der Zulagenstelle zubeantragen.In vielen Fällen, in denen die Zulagenstelle nachÜberprüfungen der Jahre 2005 bis 2007 Zulagenzurückforderte, hatten Anleger ihr Riester-Guthabenentgegen der klaren Bestimmungen verwendet.Zum Beispiel hatten Riester-Sparer ihr steuerlich undmit Zulagen gefördertes Altersvorsorgevermögenabgehoben und für den Konsum gebraucht, nichtaber zum Aufbau einer Zusatzrente. In solchenFällen muss die Förderung schon aus Gründen derGerechtigkeit gegenüber anderen Anlegern unausweichlichzurückgefordert werden.„Riestern“ – so funktioniert es:Wer zusätzlich für das Alter vorsorgen möchte,kann dies über die Riester-Rente sicher und mit beträchtlicherstaatlicher Förderung in Form von Zulagenund Steuerersparnissen tun. Dazu müssen vierProzent des Vorjahresbruttoeinkommens (höchstens2.100 Euro abzüglich der Grundzulage von 154Euro und ggf. der Zulage(n) für kindergeldberechtigteKinder von jeweils 185 Euro bzw. 300 Euro fürnach 2007 geborene Kinder) in ein förderfähigesRiester-Produkt fließen. Auch im laufenden Jahrlohnt sich der Einstieg – gerade für Geringverdienerund Familien. Wer über kein oder nur ein geringesEinkommen verfügt, muss lediglich mindestens 60Euro jährlich bzw. fünf Euro monatlich als Eigenbeitragin den Aufbau einer Riester-Rente investieren– und erhält so die vollen 154 Euro Grundzulageplus ggf. 185 bzw. 300 Euro Kinderzulage pro Kind.Autor: Bundesministerium für Arbeit und Soziales45


RENTENMAGAZIN 2011 | RiesterrenteRiester-Rente: 15 Millionen-Grenze fast erreicht199.000 Neuverträge im 3. Quartal– krisenfeste Altersvorsorge weiter stark gefragtZZu den Riester-Abschlusszahlen für das dritteQuartal 2011 erklärt das Bundesministerium fürArbeit und Soziales:Auch im dritten Quartal, welches aufgrund der Ferienzeittraditionell abschlussschwächer ist, hält dieNachfrage nach staatlich geförderter Altersvorsorgein Form der Riester-Rente weiter an. In den MonatenJuli, August und September entschieden sich 2011rund 199.000 Bürgerinnen und Bürger neu für einenRiester-Vertrag. Damit haben im laufenden Jahrbereits mehr als 600.000 Bürgerinnen und Bürgereinen solchen Vertrag abgeschlossen. Die Gesamtzahlder Riester-Verträge erreicht damit fast die 15Millionen-Grenze und erhöhte sich mit Stand 30.September 2011 auf 14.997.000. Die stärksten Zuwächsekonnten in diesem Quartal die Riester-Rentenversicherungenverzeichnen: Hier gab es 84.000Neuabschlüsse. Erfreulich ist zugleich die weiterhinstark steigende Zahl von Wohn-Riester-Verträgen.Diese noch junge, auch Eigenheimrente genannteVariante wählten im dritten Quartal 64.000 Menschen.Achtung: Für Altersvorsorgesparer läuft in Kürzeeine wichtige Frist ab: Wer im Jahr 2009 einenRiester-Vertrag abgeschlossen und noch keinen Zulagenantraggestellt hat, muss dies über seinen Produktanbieterbis spätestens Ende Dezember 2011nachholen, um sich die Zulage für 2009 zu sichern.Die Zulage muss in jedem Fall beantragt werden –auch dann, wenn die darüber hinausgehende steuerlicheFörderung im Rahmen der Einkommenssteuerveranlagunggünstiger ist.Das Versäumen der jeweiligen Antragsfrist kannman problemlos durch das Stellen eines sogenanntenDauerzulagenantrags vermeiden. Durch diesenbeauftragt man den Anbieter, jährlich den Zulagenantragbei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen(ZfA) zu stellen. Damit läuft das Verfahrenautomatisch, und die Zulage muss nicht in jedemJahr neu beantragt werden. Die Bevollmächtigunggilt dann bis auf Widerruf und nur eventuelle Veränderungen– wie beispielsweise Familienzuwachs– müssen mitgeteilt werden.Wer noch keinen Riester-Vertrag abgeschlossenhat, kann dies bis Jahresende tun und sich so nochdie staatliche Förderung für das Jahr 2011 sichern.Dazu müssen vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens(höchstens 2.100 Euro; abzüglich derGrundzulage von 154 Euro und gegebenenfalls derZulage(n) für kindergeldberechtigte Kinder von jeweils185 Euro bzw. 300 Euro für nach 2007 geboreneKinder) in ein förderfähiges Riester-Produktfließen.Hinweis: Bei den genannten Zuwächsen handelt essich um Nettozuwächse, d. h. Vertragsabgänge bzw.Kündigungen sind bereits berücksichtigt. Der Anteilder ruhend gestellten Riester-Verträge (aktuell keineBeitragsleistungen in der Ansparphase) wird für dasJahr 2008 auf rund 15 Prozent geschätzt und liegtdamit unter dem Wert für nicht förderfähige Rentenversicherungen.Autor: Bundesministerium für Arbeit und Soziales46


Riesterrente | RENTENMAGAZIN 2011Auch nach zehn Jahren viele offene Fragen:Forscher konstatiert erhebliche DatenlückenRRiester-Sparen soll künftigen Ruheständlern dabeihelfen, das reduzierte Niveau der gesetzlichen Renteauszugleichen. Doch ob das funktioniert, ist auchnach zehn Jahren nicht klar. Die Datenlage zum Vorsorgesparenist sehr lückenhaft, zeigt eine Analyseaus dem Wirtschafts- und SozialwissenschaftlichenInstitut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.werden können. Die genaue Zahl derjenigen, dieeinen Anspruch auf Riester-Förderung hätten, istjedoch nicht exakt bekannt. 2007 waren nach Schätzungen38,6 Millionen Menschen anspruchsberechtigt.Die Riester-Rente feiert Geburtstag. Vor gut zehnJahren, im Juni 2001, beschloss der Bundestag dasAltersvermögensgesetz, Anfang 2002 trat es inKraft. Seitdem fördert der Staat bestimmte Anlagenzur privaten Altersvorsorge am Kapitalmarkt. Bis2009 flossen rund neun Milliarden Euro an Zulagenund Steuerbegünstigungen. Das Vorsorgesparensoll dazu beitragen, dass die Rentner der Zukunftihren Lebensstandard halten können, wenn die gesetzlicheRente über die kommenden Jahrzehntedeutlich gesenkt wird.Wird dieses Ziel erreicht? Das haben in den vergangenenJahren zahlreiche Studien untersucht.Trotzdem lässt sich die Frage nach wie vor nichtsicher beantworten, macht Dr. Florian Blank deutlich.Der WSI-Experte für soziale Sicherung hat diewissenschaftliche Literatur zur Riester-Rente aufgearbeitet."Es zeigt sich, dass aufgrund der Forschungslageeine abschließende Bewertung nur füreinzelne Aspekte möglich ist, da zu einigen zentralenFragen keine oder nur lückenhafte Datenvorliegen oder verfügbare Daten teils widersprüchlicheSchlüsse zulassen", lautet Blanks Fazit. "DieseNegativ-Erfahrungen im Kontext der Riester-Rentesollten dringend beachtet werden, wenn tatsächlicheine steuerlich geförderte private Pflege-Zusatzversicherungkonzipiert werden sollte", sagt der Wissenschaftler.Darauf haben sich die Koalitionsspitzenam vergangenen Wochenende geeinigt.Bei der Riester-Rente sieht der Forscher auch anganz grundsätzlichen Punkten noch erheblichenKlärungsbedarf: Wie viele Personen nutzen die Vorsorge?So viel ist aus Berichten der Bundesregierungbekannt: Bis Ende Juni 2011 wurden knapp 14,8 MillionenRiester-Verträge abgeschlossen. Die DeutscheRentenversicherung führte Mitte 2010 11,6 MillionenKonten, über die Zulagen an Riester-Sparer gezahltZudem bleiben blinde Flecken. So rechnen Wissenschaftlerdamit, dass beispielsweise im Jahr 2008rund fünf Prozent der neu abgeschlossenen Verträgevon den Sparern wieder storniert wurden. DieseZahlen fließen zwar in die Statistik ein. Warum ausdem Vorsatz zur Vorsorge dann aber doch nichtswurde, ist unbekannt. Andere Studien belegen,dass etliche Sparer mit laufenden Verträgen dieFörderung nur zum Teil ausschöpfen, andere lassenden Sparkontrakt ruhen. Auch hier ist unerforscht,woran das liegt. Fehlen den Versicherten Informationen?Haben sie finanzielle Schwierigkeiten, vielleichtden Job verloren? Gerade dieses Wissen, soBlank, sei wichtig, um möglicherweise sozialpolitischgegensteuern zu können - und zu verhindern,dass ein relevanter Teil der privaten Altersvorsorgenur auf dem Papier existiert.Kaum Daten zur Rendite. Für Versicherungen und47


RENTENMAGAZIN 2011 | RiesterrenteBanken ist die Riester-Rente ein Milliarden-Markt.Anlageprodukte, zu denen der Staat eine Zulagezahlt, müssen vom Bundeszentralamt für Steuerngeprüft werden. Bis Ende Januar 2011 hatte dieBehörde mehr als 5.100 Produkte als "riesterfähig"zertifiziert. Auch wenn davon nur ein Bruchteil aktivvertrieben wird, ist der Markt extrem unübersichtlich,zeigt Blanks Auswertung. SystematischeÜberblicke über Kosten und Renditen der Riester-Produkte fehlen.Ungeklärt ist beispielsweise, ob die Anlagen tatsächlichdurchschnittlich vier Prozent Rendite proJahr bringen - so, wie es bei Einführung derZusatzvorsorge erwartet worden war. Die Bundesregierungkonnte zu diesem für die Wirksamkeitdes neuen Systems entscheidenden Aspektbislang keine Daten liefern. Analysen und Simulationsrechnungenvon Wissenschaftlern kommenzu unterschiedlichen Ergebnissen. Einzelne Studienim Auftrag von Verbraucherschützern, die eineAuswahl von Produkten unter die Lupe nahmen,Im zehnten Jahr der Riesterrente hat das DeutscheInstitut für Altersvorsorge(DIA) Bilanz gezogen. Dieaktuelle Untersuchung zeigt, dass die Vermögensbildungvon Nichterwerbstätigen und Niedrig- sowieNormalverdienern durch die staatlich geförderteAltersvorsorge zwar gestärkt wurde, bei anderenPersonengruppen sich jedoch erhebliche Mitnahmeeffekteabzeichnen. Die Riesterrente sollte vorallem Jüngeren, den Beziehern mittlerer und niedrigerEinkommen sowie Frauen, Familien und Ostdeutschenzugutekommen. "Bei rund 15 MillionenVerträgen - jeder Fünfte Berechtigte - und einemFördervolumen von mittlerweile mehr als einer Millistelltenbei etlichen davon große Defizite fest:Die Kostenstrukturen des Vertrags seien für denKunden oft intransparent, bei der Auszahlung imAlter gebe es selbst innerhalb einer Produktgruppe"dramatische Unterschiede". Die Datenlückemüsse dringend geschlossen werden, mahntBlank. Sein Vorschlag: Falls die nötigen Informationenvon den Anbietern nicht zu bekommenseien, sollte versucht werden, durch Erhebungenbei Riester-Kunden Licht ins Dunkel zu bringen.Mitnahmeeffekte. Einige, aber nicht alle Untersuchungenkommen zu dem Schluss, das die Riester-Förderungerhebliche Mitnahmeeffekte auslöst:Personen, die bislang ohnehin schon Geldfür den Ruhestand zurückgelegt haben, würdenandere Sparformen durch ein Riester-Produkt ersetzen,um in den Genuss der Förderung zu kommen.WSI-Experte Blank sieht auch hier weiterenForschungsbedarf. Schließlich gehe es darum, wiezielgenau die Riester-Förderung wirkt.Autor: Hans-Böckler-StiftungI48Vermögensbildung und RiesterverträgeLicht und Schatten bei der geförderten Altersvorsorge


Riesterrente | RENTENMAGAZIN 2011arde Euro jährlich ist es an der Zeit zu erforschen, obdieses Ziel erreicht wird", erläutert Dr. Reiner Braun(empirica), Co-Autor der im Auftrag des DIA durchgeführtenStudie.Wohneigentum führen häufig auch zum Abschlussvon Riesterverträgen. Daran wird auch deutlich, warumFamilien besser fürs Alter abgesichert sind alsAlleinlebende oder kinderlose Paare.Um zu klären, welche Personen in welchen Umfangriestern, wurden in der DIA-Untersuchung Gruppenmit ähnlichen Einstellungen gebildet. Die mengenmäßiggrößte Teilgruppe sind die Zufriedenen (33Prozent), gefolgt von den Verunsicherten (25 Prozent),zufriedenen Familientypen (15 Prozent) sowiedrei kleineren Gruppen: die unzufrieden Verunsicherten(8 Prozent), die überlasteten Familientypen(12 Prozent) und die Uninformierten (7 Prozent).Die höchste Ausschöpfungsquote des Riestersparensfindet sich bei den Familien: Vor allem Familienmit jüngeren Kindern unter 16 Jahren (30 Prozent),aber auch Alleinerziehende (20 Prozent) riestern öfterals Alleinlebende oder kinderlose Paare (jeweils15 Prozent). Neben dem familiären Umfeld, Alterund Einkommen ist der Bildungsstand relevant. Personenmit geringerem Schulabschluss haben deutlichseltener einen Riestervertrag: Menschen mitHauptschulabschluss zu 16 Prozent, mit Realschulabschluss23 Prozent, mit (Fach-) Hochschulreife 24bzw. 22 Prozent und Personen ohne jeden Abschlussnur zu drei Prozent. Typische Riestersparer lassensich anhand objektiver Charakteristika nach Ergebnissender DIA-Untersuchung wie folgt beschreiben:eher jüngere (30 bis unter 40 Jahre) Personen, ostdeutscheMütter in einem Paarhaushalt mit Kindern,eher hohes Haushaltseinkommen, eher geringes Erwerbseinkommen,mindestens Realschulabschluss.Die häufigsten Zeitpunkte für den Abschluss einerRiesterrente sind die typischen Meilensteine in derLebensbiographie. Ein neuer Arbeitsvertrag, Haushaltsbildung,Familiengründung und Erwerb vonDer "Verunsicherte" ist der ideale Riestersparer. SeineRiesterquote entspricht genau dem Durchschnittvon 19 Prozent. Seine ungeförderten Geldanlagensind als Riestersparer nicht signifikant höher als beiden Riesterabstinenzlern aus dieser Gruppe. Abersein Nettogeldvermögen (gefördertes plus ungefördertesVermögen) ist aufgrund des Riestersparensgrößer, was deutlich zeigt: Hier hat die Förderungihr Ziel erreicht.Die hohe Riesterquote (31 Prozent) bei den "zufriedenenFamilientypen" ist einerseits erfreulich,andererseits gibt es gerade hier Indizien für hoheMitnahmeeffekte - auf Sparverträge also, die auchohne Förderung abgeschlossen worden wären. DieKinderzulage bei der Riesterförderung schafft hieroffensichtlich attraktive Anreize. Die Gruppe der"Zufriedenen" (Riesterquote 20 Prozent), die sichüberwiegend aus Gutverdienenden und Kinderlosenzusammensetzt, riestert ebenfalls überdurchschnittlichoft. Hier wird der Sonderausgabenabzug zumSteuerschlupfloch des "kleinen Mannes". Und dieoft nicht erwerbstätigen "unzufrieden Verunsicherten"(Riesterquote 16 Prozent) bemühen sich mitHilfe der Riesterverträge ihre normalen Vermögen"ALG-II-sicher" zu machen, denn dieses Vermögenbleibt bei der Bedürftigkeitsprüfung außen vor. "Diesozialpolitisch erwünschten Zielgruppen werdendurchaus erreicht, aber bedeutende Mitnahmeeffektesind ebenfalls zu beobachten", so DIA-SprecherBernd Katzenstein. "Korrekturen sollten also inAngriff genommen werden."Autor: Deutsches Institut für Altersvorsorge49


RENTENMAGAZIN 2011 | RiesterrenteRiester-Rente könnte weiter vereinfacht werden10 Jahre Allianz RiesterRente:Potenzial noch lange nicht ausgeschöpftDDie Allianz Lebensversicherungs-AG (Allianz Leben)zieht zehn Jahre nach dem Verkauf der ersten Riester-Renteund einem auf knapp 1,6 Millionen Verträgeangewachsenen Bestand eine positive Bilanz."Nach einem langsamen Start hat sich die Riester-Rente zu einem wichtigen Element der privatenAltersvorsorge entwickelt. Zudem sind die Produktangebotevon Allianz Leben vielfältiger und mit derDarstellung der neuen Allianz Gesamtkostenquotefür den Kunden transparenter geworden", erklärtder Vorstandsvorsitzende Maximilian Zimmerer.Die Allianz, die im Juli 2001 mit klassischen undfondsgebundenen Riester-Renten auf den Marktkam, verkauft seit Januar 2010 auch die Allianz RiesterRenteIndexSelect. Letztere lässt dem Kunden jedesJahr die Wahl zwischen einer standardmäßigenIndexpartizipation oder der sicheren Verzinsungder Allianz Leben. Knapp 80 Prozent aller Verträgeim Bestand der Allianz Leben sind heute klassischeRiester-Renten. Fondsgebundene Verträge, für dieim Rahmen des hauseigenen Vorsorgekonzepts Investalpha-Balance eine Garantie für den Erhalt derBeiträge gegeben wird, machen aktuell gut 20 Prozentder Riester-Verträge aus. Seit November 2008bietet die Allianz im Rahmen von "WohnRiester"auch staatlich geförderte Darlehen zur Baufinanzierungan. Rund zehn Prozent aller Finanzierungen imNeugeschäft erfolgen mittlerweile über ein Riester-Darlehen – Tendenz steigend. Im vergangenen Jahreröffnete die Allianz ihren Kunden zudem die Möglichkeit,die Beiträge für den Riester-Vertrag im Falleder Berufsunfähigkeit abzusichern.Service steigert Zulagenquote deutlichMehr als 1,35 Milliarden Euro Zulagen flossen seit2001 in die Riester-Verträge der Allianz Kunden.Über die zusätzlich erzielten Steuervorteile - Riester-Beiträge können als Sonderausgaben abgesetzt werden– liegen leider keine verlässlichen Zahlen vor.Wie künftig besser sichergestellt werden kann, dassalle Riester-Kunden die Zulagen beantragen undüber die Vertragslaufzeit auch in voller Höhe erhalten,sieht Maximilian Zimmerer als eine zentrale Herausforderungfür den Gesetzgeber, aber auch fürdie Anbieter. Zuletzt hatte die Rückforderung vonZulagen durch die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen(ZfA) für Diskussionen gesorgt.Nach Einschätzung Zimmerers hat die Einführungdes Dauerzulagenantrags das Verfahren erleichtert.Durch ihre Serviceprozesse hat Allianz Leben erreicht,dass fast alle ihre Kunden die Daten, die fürdie Antragstellung bei der ZfA benötigt werden,auch vollständig und korrekt mitteilen. Zum Jahresende2010 konnte das Unternehmen 94 Prozentaller Verträge eine Zulage gutschreiben. Um dieoptimale Förderquote für die Kunden zu sichern,werden mit der jährlichen Zulageninformation einDatenblatt versandt und die Kunden aufgefordert,Veränderungen der familiären Situation oder desEinkommens mitzuteilen. In vielen Fällen wird dererforderliche Eigenbeitrag dann von den Kundenangepasst.Seit der Aufnahme des Riester-Geschäfts vor zehnJahren ist der Bestand der Allianz naturgemäß "gealtert".War vor fünf Jahren jeder vierte Riester-Kundehöchstens 30 Jahre alt, so ist es heute nicht einmalmehr jeder fünfte Kunde. Ein Viertel der Kunden gehörtzu den unter 40-Jährigen, Ende 2006 waren esnoch zwei Drittel. Für Maximilian Zimmerer sind dieZahlen Ansporn, bei der jüngeren Generation nochintensiver für die staatlich geförderte Altersvorsorgezu werben: "Gerade Berufseinsteiger sollten erkennen,dass sie mit der Riester-Rente drohende Versorgungslückenim Alter am besten schließen könnenund der Zinseszinseffekt ihnen bei einem frühenEinstieg in die Altersvorsorge besonders hilft."Trendwende: Mehr Männer als Frauen imRiester-BestandVerändert hat sich in den zurückliegenden Jahrenauch das Verhältnis der Geschlechter im Riester-Bestand der Allianz. Während anfangs noch mehrFrauen (54 Prozent) als Männer (46 Prozent) einenVertrag hatten, hat sich das Verhältnis bis zur Jahresmitte2011 genau umgekehrt (Männer: 54 Prozent;Frauen: 46 Prozent). Mit durchschnittlich knapp 73Euro im Monat zahlen männliche Riester-Kunden einendeutlichen höheren Beitrag als die weiblichen50


Riesterrente | RENTENMAGAZIN 2011Riester-Sparer, die im Schnitt etwa 45 Euro aufwenden.Für interessierte Kunden bieten die Untersuchungenunabhängiger Rating-Agenturen und Test-Institutioneneine Orientierung über die Qualität der Riester-Angebote.Im April erhielten die klassische wieauch die fondsgebundene Allianz RiesterRente vonder Rating-Agentur Franke & Bornberg die HöchstbewertungFFF ('hervorragend') – als einziger Anbieterin allen Bewertungsbereichen. Auch das Institutfür Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) sowiedas Wirtschaftsmagazin Focus Money haben für dieRiester-Angebote der Allianz immer wieder Spitzenplätzevergeben.40 Millionen Deutsche könnten "riestern"In der Branche geht man davon aus, dass rund 40Millionen Menschen in Deutschland zum gefördertenPersonenkreis der Riester-Rente gehören.Bis Ende 2010 hatten allerdings erst 14,4 MillionenDeutsche einen Vertrag. Bei Allianz Leben liegt dasNeugeschäft mit Riester-Renten derzeit im Plus,auch wenn die Dynamik des Wachstums nachlässt,weil in den vergangenen Jahren bereits sehr vieleKunden erfolgreich für die Riester-Rente geworbenwerden konnten. "Das Potenzial an Menschen, diewir beraten und von den Vorzügen der Riester-Renteüberzeugen können, ist aber noch lange nichtausgeschöpft", sagt Vorstandschef Zimmerer.Nach seiner Ansicht muss die Riester-Rente jedochweiter vereinfacht werden, um für noch mehr Kundenattraktiv zu werden. Insbesondere müsse dasfür Anbieter wie Behörden aufwändige Zulagenverfahrenoptimiert werden. Die Dynamisierung desseit 2001 unveränderten förderfähigen Höchstbeitragesvon 2.100 Euro sollte ebenfalls in Angriff genommenwerden, da sonst die zusätzliche Altersvorsorgenicht mehr mit der EinkommensentwicklungSchritt hält. Auch die volle Einbeziehung der Selbstständigenin den förderberechtigten Personenkreisder Riester-Rente darf kein Tabuthema sein. MaximilianZimmerer: "Selbstständig sein bedeutet nichtunbedingt höheres Einkommen, eine hohe Steuerbelastungund entsprechend große Vorteile bei derBasis-Rente. Die Riester-Rente wäre für viele Kleinunternehmerpassender."Autor: Allianz Deutschland AG51


RENTENMAGAZIN 2011 | RiesterrenteWer hat 2011 bei Riester die Nase vorne?Neues IVFP-Riester-Rating zeigt:Die Abstände werden immer geringer – trotzdemgibt es noch reichlich VerbesserungsbedarfZZum dritten Mal in Folge hat das Institut für Vorsorgeund Finanzplanung (IVFP) Riester-Versicherungenauf Herz und Nieren getestet. Dabei zeigt sich: dieAbstände werden immer geringer, vor allem im vorderenMittelfeld. Insgesamt 80 Tarife von 65 Anbieternuntersuchte das IVFP auf bis zu 85 Kriterien undstellte fest, vieles ist im Vergleich zum Vorjahr bessergeworden – dennoch, Luft nach oben ist immernoch reichlich vorhanden. 2011 teilen sich Cosmos-Direkt, Allianz, R+V, PBV sowie Debeka den erstenRang in der Kategorie „klassisch“, dicht gefolgt vonHDI-Gerling und dem Volkswohl Bund.Bei den fondsgebundenen Tarifen mit Beitragsgarantiesetzte sich in diesem Jahr erneut die Allianzan die Spitze. Auf den zweiten Rang kamenHDI-Gerling und der Volkswohl Bund, vor PBVund Stuttgarter, die beide den dritten Rangbelegen.Welcher Anbieter sticht besonders positiv heraus?Schon seit längerem steht die Riester-Rente öffentlichin der Kritik: zu hohe Kosten, zu wenig Transparenz.Aber ist das tatsächlich so? Das Institut fürVorsorge und Finanzplanung hat die Riester-Versicherungendetailliert unter die Lupe genommenund eine Reihe an interessanten Erkenntnissen gewonnen.„Kommt man nicht umhin, seinen Riester-Vertrag kündigen zu müssen, führt der Großteil derAnbieter, etwa 80 Prozent, sehr transparent auf wiehoch die anfallenden Kündigungskosten hierfürsind“, so Michael Hauer, Geschäftsführer des IVFP.Etwa 60 Prozent aller Versicherer geben ihren Kunden,die ihren Vertrag eine Zeit lang vom Beitragfreistellen lassen, bei Wiederaufnahme dieselbenRechnungsgrundlagen wie zuvor. „Leider immernoch zu wenig“, merkt Hauer an. „Unserer Meinungnach sollten das alle Versicherer bieten. Zumalman den Verbrauchern dringend raten muss,anstatt einen Vertrag zu kündigen, diesen besserruhen zu lassen.“Wenig erfreulich ist zudem, dass die Kosten bei Zuzahlungenin den Riester-Vertrag lediglich bei derHälfte der Anbieter gut nachvollziehbar sind. Deutlichverbessert haben sich die Fristen zu Kündigungenund Beitragsfreistellungen. Diese sind innerhalb desvergangenen Jahres bei weitem verbraucherfreundlichergeworden. Angaben zu Abschluss- und Ver-52


Riesterrente | RENTENMAGAZIN 2011triebskosten sind bei rund einem Viertel der Tarifeklar in Euro ausgewiesen. Bei rund 20 Prozent sogarauf den Monat runter gebrochen. Rund ein Viertelder Anbieter sind es wiederum, erfreulicherweise,die transparent aufzeigen, welche Kapitalanlagemodellehinter ihren fondsgebundenen Tarifen stecken.So stellen diese Versicherer umfassend aufbereiteteund gut verständliche Informationen zurVerfügung. Gelegentlich auch in Form eines Videos,wie dies bei Condor der Fall ist. Auch Finanzlaienkönnen auf diese Weise nachvollziehen, was sichhinter einem dynamischhybriden Kapitalanlagemodellverbirgt. Alles in allem überzeugen im TeilbereichTransparenz und Service vor allem Allianz, R+V,HUK-Coburg und Versicherungskammer Bayern mitihren klassischen Tarifen. Im fondsgebundenen Bereichliegt ebenfalls die Allianz zusammen mit demVolkswohl Bund, der Provinzial Nordwest und derWürttembergischen vorne.Besonderheit bei Riester 2011: Die Kategorie„Comfort“Erstmals hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanungeine weitere Kategorie in seinem Riester-Rating gebildet: die Kategorie „Comfort“. Hierbeihandelt es sich um fondsgebundene Riester-Versicherungen,hinter denen sich ein oder mehrereAnlagekonzepte verbergen. Comfort-Tarife eignensich vor allem für diejenigen, die zwar eine fondsgebundeneVersicherung möchten gleichzeitig aberüber geringe Erfahrung auf dem Finanzmarkt verfügenbzw. sich nach Vertragsabschluss (bis zur Rente)nicht mehr um ihren Vertrag kümmern möchten(Fondsauswahl, Shift/Switch der Anlagen etc). BeimComfort-Tarif übernimmt der Versicherer das kompletteManagement der Kapitalanlage. In der Kategorie„Comfort“ überzeugen vor allem Zurich Dt.Herold, PBV und Swiss Life.Autor: Institut für Vorsorge und FinanzplanungRiester-Förderung: Doppelnutzung möglichDDer Abschluss eines Riester-Vertrages ist für vieleBerufsanfänger eine lukrative Möglichkeit, ihr erstesGehalt durch staatliche Zulagen beträchtlichaufzustocken. Was aber, wenn die Eltern ebenfallsbereits riestern und neben ihrer Grundzulage auchdie Kinderzulage beantragen? Viele Riester-Sparerfürchten, dass dann die Kinderzulage verloren geht."Keineswegs, es ist durchaus möglich, dass ein Elternteildie Kinderzulage bekommt und das Kindselbst die Grundzulage", räumt Marcus Weismantel,Vorsorge-Experte der Bausparkasse SchwäbischHall, mit einem populären Irrglauben auf."Bei der Riester-Förderung wird jede Person einzelnbetrachtet. Entscheidend für die Kinderzulage istdie Kindergeldberechtigung. Und die endet nichtautomatisch damit, dass der Nachwuchs volljährigwird oder eine Berufsausbildung beginnt", erläutertWeismantel die Rechtslage. Allerdings wirddas Einkommen des Kindes angerechnet. Wird dieFreigrenze von 8.004 Euro im Jahr überschritten,erlischt der Anspruch auf Kindergeld. "Tatsächlichkann das Kind aber bis zu rund 11.000 Euro verdienen,da noch die Sozialversicherungsbeiträge unddie Werbungskostenpauschale dazukommen", soWeismantel: "Die meisten Berufsstarter liegen mitihrem Ausbildungsgehalt darunter."Autor: Markus Weismantel53


RENTENMAGAZIN 2011 | RiesterrenteRiester-Sparen reduziert bereits heute die Rentenlückeum ein DrittelStudie Vorsorgeatlas DeutschlandD• Die Nutzung der Riester-Rente verbessert sich:Quote der Zulagenbeantragung auf historischemHoch, erneuter Anstieg bei der Ausschöpfungder Förderung• Für das Jahr 2008 wurden trotzdem Zulagen inHöhe von 1,3 Mrd. Euro verschenkt• Vor allem ostdeutsche Riester-Sparer verzichtenauf die ZulagenFrankfurt, 17. November 2011 – Pflichtversicherte,die ausschließlich auf die Gesetzliche Rentenversicherung(GRV) setzen, können damit durchschnittlichnur rund 35 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommensersetzen. Riester-Sparer hingegen habenbereits heute eine um ein Drittel geringere Rentenlückeals Menschen ohne eine private Vorsorge. Unddas, obwohl das Potenzial der staatlich gefördertenRiester-Rente im Vergleich zu den Vorjahren zwarbesser, aber immer noch nicht optimal genutzt wird:Fast 77 Prozent der Riester-Sparer haben für dasJahr 2008 die staatlichen Zulagen beantragt. Das istdie höchste Quote seit Einführung der Riester-Rente.Von ihnen erhielten 61,8 Prozent die volle Fördersumme.Sparer, bei denen die Zulagen gekürztwurden, bekamen durchschnittlich 57,1 Prozent dermaximal möglichen Zulagen. Trotz der im Vergleichzum Vorjahr gestiegenen Quoten erhöhte sich dieSumme der verschenkten Zulagen im Jahr 2008 aufrund 1,3 Milliarden Euro. Dies ist jedoch ausschließlichauf die gestiegenen Fördersummen und den Zuwachsder Verträge zurückzuführen.Das sind die zentralen Ergebnisse des diesjährigen„Vorsorgeatlas Deutschland“, der vom ForschungszentrumGenerationenverträge der UniversitätFreiburg im Auftrag von Union Investment erstelltwurde. Im Rahmen der Studie wurde untersucht,welchen Beitrag die Riester-Rente zur Reduzierungder Rentenlücke bereits heute leistet und wie hochdie Beantragung und Ausschöpfung der Zulagen imBeitragsjahr 2008 ausgefallen ist.Rentenlücke der Riester-Sparer ist um ein Drittelkleiner als bei GRV-VersichertenInsgesamt sollten die Bundesbürger im Rahmen derAltersvorsorge mindestens 60 Prozent ihres letztenBruttoeinkommens ersetzen können. Als nach wievor bedeutendstes Vorsorgesystem leistete die GRVim historischen Durchschnitt für den Standardeckrentnereine Bruttoersatzquote von etwa 50 Prozent.Im Zuge der demografisch bedingten Reformen dervergangenen zehn Jahre wurden die Leistung der gesetzlichenRente jedoch mehrfach reduziert. Alleinedurch die Einführung der sogenannten Riester-Treppeim Rahmen des AVmEG wird die gesetzliche Renteum insgesamt 4,8 Prozentpunkte gekürzt. Die Analyseder tatsächlich durch die GRV zu erwartendenZahlungen im Rahmen des Vorsorgeatlas Deutschland2011 zeigt, dass die Pflichtversicherten – alsonicht der Standardeckrentner – damit heute jedochnur noch durchschnittlich rund 35 Prozent ihres letztenBruttoeinkommens ersetzen können. Menschenmit einer Riester-Rente hingegen haben bereits heuteeine um ein Drittel geringere Rentenlücke. Sie erhaltenrund 40 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommensund gleichen damit die Kürzungen der GRV durch dieRiester-Treppe mehr als aus. Bei einer vollen Nutzungder Riester-Rente wäre sogar noch mehr möglich. Sokönnte ein 30-jähriger Sparer mit einem Einkommenvon 35.000 Euro pro Jahr rund drei Viertel seiner Rentenlückeschließen, wenn er immer die vollen vier Prozenteinzahlen würde. „Das ist der beste Beweis, dassdie Riester-Rente funktioniert“, so Hans Joachim Reinke,Vorstandsvorsitzender von Union Investment.54


Riesterrente | RENTENMAGAZIN 2011Höchste Quote bei der Beantragung der Zulagenseit Einführung der Riester-Rente„Erfreulich ist, dass sich die Nutzung der Riester-Rente gegenüber dem Vorjahr verbessert hat. Sobeantragten 76,6 Prozent der Sparer die Zulagenfür das Beitragsjahr 2008, was der höchste Standseit Einführung der privaten Vorsorge im Jahr 2002ist“, so Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Direktor desForschungszentrums Generationenverträge derUniversität Freiburg. Beim Anteil der Verträge, dieeine volle Zulage erhielten, erfolgte im Vergleichzum Beitragsjahr 2007 ein Anstieg um 1,7 Prozentpunkte.Zahlten Riester-Sparer nicht den vollen Eigenbeitragein und bekamen deswegen nicht diemaximalen Zulagen, mussten sie im Durchschnitteine geringere Kürzung als im Vorjahr hinnehmen.„Dies deutet darauf hin, dass die Menschen entwederdie notwendigen Mindesteigenbeiträge bessereinschätzen konnten, oder die Inhaber von Altverträgensich aktiver mit ihren Verträgen und den notwendigenSparraten auseinandergesetzt haben“, soRaffelhüschen.Trotz gestiegener Nutzung verschenkten Riester-Sparer 1,3 Milliarden Euro an ZulagenDie Rentenlücke könnte bei optimaler Nutzung derRiester-Rente sogar noch weiter geschlossen werden.Denn im Jahr 2008 wurden rund 853 MillionenEuro durch die fehlende Beantragung der Zulagensowie weitere 470 Millionen Euro aufgrund vonunzureichenden Eigenbeiträgen verschenkt – insgesamtalso rund 1,3 Milliarden Euro.Die Steigerung im Vergleich zum Beitragsjahr 2007(plus 313 Millionen Euro) erklärt sich angesichts derhöheren Ausschöpfungs- und Beantragungsquotendabei ausschließlich durch die größere Anzahlan Riester-Verträgen sowie durch die im Zuge derRiester-Treppe erhöhte Förderung. Diese stieg von2007 auf 2008 bei der Grundzulage von 114 Euroauf 154 Euro und bei der Kinderzulage von 138 Euroauf 185, beziehungsweise 300 Euro bei Kindern, dieab dem Jahr 2008 geboren wurden. Gleichzeitig erhöhtesich der notwendige jährliche Eigenbeitragvon drei auf vier Prozent des sozialversicherungspflichtigenEinkommens, maximal 2.100 Euro. Zahltendie Riester-Sparer weniger Beiträge, wurden ihre Zulagenanteilig gekürzt.Vor allem ostdeutsche Riester-Sparer verzichtenauf die ZulagenWie im vergangenen Jahr zeigt sich in der regionalenDimension ein ausgeprägtes West-Ost-Gefälle. Diesgilt nicht nur für die Beantragungsquoten, sondernauch für den Anteil an Verträgen mit maximal gewährtenZulagen sowie für die Ausschöpfungsquote.Auffällig ist auch, dass Frauen die Riester-Renteoptimaler nutzen als Männer. Sie beantragten underhielten häufiger die volle Zulage als Männer underzielten eine höhere Ausschöpfungsquote. Im Hinblickauf das Einkommen zeigt die Studie, dass dieZulagen umso häufiger gekürzt wurden, je höherdas Einkommen der betreffenden Person war. Nur 55Prozent der Riester-Sparer mit einem Jahreseinkommenvon mehr als 50.000 Euro bekamen die vollenZulagen. In der Einkommensklasse von 10.000 bis20.000 Euro waren es hingegen 71,5 Prozent.Ende 2011 läuft die Frist zur Beantragung derZulagen für 2009 abDie Riester-Zulagen können noch zwei Jahre nachEnde des jeweiligen Beitragsjahres beantragt werden.„Für das noch nicht abgeschlossene Jahr2009 haben bislang 61 Prozent der Riester-Sparereinen Zulagenantrag gestellt. Die übrigen Anlegersollten sich auf jeden Fall in den nächsten Wochendarum kümmern und sich die staatliche Förderungsichern“, betont Reinke. “Die optimale Nutzungder Riester-Rente ist ein wichtiger Schritt zu einerausreichenden Vorsorge für das Alter. Insgesamtgelten 60 Prozent des letzten Bruttoeinkommensals ausreichendes Versorgungsniveau. Neben derGRV und der Riester-Rente sollten die Bundesbürgeralso unbedingt noch weiter privat vorsorgen,damit sie ihren Lebensstandard nach Beendigungder Erwerbstätigkeit beibehalten können“, rät auchRaffelhüschen. Er empfiehlt dabei auch weiterhin einenTeil des Geldes in Aktien anzulegen, da nur mitihnen der notwendige Wertzuwachs erreichbar sei.Autor Markus Temme55


Riesterrente | RENTENMAGAZIN 2011Zulagenkürzung bei Riesterrente vermeidenuniVersa empfiehlt Sozialversicherungsnachweis zu prüfenIIm Frühjahr eines jeden Jahres erhalten Arbeitnehmervon ihrem Arbeitgeber einen Sozialversicherungsnachweis.Damit wird bestätigt, wie viel sozialversicherungspflichtigesBruttoeinkommen imvergangenen Jahr verdient wurde. Der Nachweissollte nach Prüfung auf Richtigkeit nicht voreilig imVersicherungsordner abgeheftet werden, empfiehltdie uniVersa Lebensversicherung a.G. aus Nürnberg.Denn der Jahreswert hat auch Auswirkungen auf dieRiesterrente. Um die staatlichen Zulagen vollständigzu erhalten, müssen in diesem Jahr mindestens vierProzent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommensabzüglich zustehender Zulagen alsEigenbeitrag in die Riesterrente eingezahlt werden.Da nach Angaben des statistischen Bundesamtesdie Bruttolöhne in 2010 um durchschnittlich 2,6Prozent gestiegen sind, besteht Handlungsbedarf.Wird die Riesterrente nicht entsprechend angepasstund zu wenig eingezahlt, kürzt die Zulagenstelle dieZulagen entsprechend anteilig. Im Internet unterwww.ihre-geschenke-vom-staat.de bietet die uni-Versa einen Förderrechner an, der mit nur wenigenMausklicks die staatlichen Zulagen ermittelt undprüft, ob zusätzliche Steuervorteile möglich sind.Riesterzulagen: So viel gibt’s vom Staat• 154 Euro Grundzulage• 185 Euro Kinderzulage (geboren vor 2008)• 300 Euro Kinderzulage (geboren ab 2008)• 200 Euro Startbonus (einmalig bei Abschlussunter 25 Jahre)Voraussetzung: Mindestens vier Prozent des sozialversicherungspflichtigenVorjahreseinkommensabzüglich Zulagen werden in einen Riestervertrageingezahlt, mindestens jedoch 60 Euro jährlich.Autor: uniVersa Versicherungen a.G.,Koalition sorgt für schnelle Abhilfe bei Riester-Rückforderung- Freiwilligendienste für Jugendliche werden gestärktZeitnah auf die neue Rechtsprechungzu Ausbildungskosten reagierenDDie Koalition hat heute im Finanzausschuss das Beitreibungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzbeschlossen,welches über den eigentlichen Anwendungsbereichder Beitreibung von Forderungen hinaus steuerlicheFragen aus ganz unterschiedlichen Bereichenaufgreift. Hierzu erklären der finanzpolitische Sprecherder CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus-PeterFlosbach, und der zuständige Berichterstatter, OlavGutting: „Wir haben das Beitreibungsvorhaben genutzt,um eine ganze Reihe auch von steuerlichenMaßnahmen umzusetzen. So lösen wir z.B. bei derRiester-Rente zügig und bürgerfreundlich die Rückforderungsfälle,die jüngst für Aufregung gesorgthatten. Die Folgen eines Irrtums über den persönlichenFörderstatus während der Kindererziehungszeitwerden entschärft. Ein bereits eingetretener Irrtumkann durch einen nachträglichen Eigenbeitragkorrigiert werden. Des Weiteren sorgen wir dafür,57


RENTENMAGAZIN 2011 | RiesterrenteGDV kritisiert Stimmungsmache gegenüber Riester-RenteDIW-Studie zu zehn Jahren Riester-Rente konterkariertBemühungen von Staat und AnbieternZu der veröffentlichten Studie des Deutschen Institutsfür Wirtschaftsforschung (DIW) zu zehn Jahren„Riester-Rente“ erklärt der Gesamtverband derDeutschen Versicherungswirtschaft (GDV): „DieDIW-Bilanz, Riester-Produkte rentierten sich nicht,ist falsch. Sie sendet zudem ein fatales Signal an dieVorsorgebereitschaft der Bevölkerung. Das staatlichfinanzierte DIW konterkariert damit die Bemühungenvon Staat und Anbietern, die Verbreitungder Riester-Rente noch weit über das bereits erreichteMaß von 15 Millionen Vorsorgesparern zuerhöhen.Die in der DIW-Studie von Axel Kleinlein (mittlerweileVorsitzender des Bundes der Versicherten)vorgenommene „Rentabilitätsberechnung“ ist bereitsin der Vergangenheit auf Kritik gestoßen. Vorallem führt die nicht angemessene Berücksichtigungder gesamten, den Kunden gewährten Leistungen,insbesondere aus der Überschussbeteiligung, zu irreführendenErgebnissen. Die Behauptung, Riester-Renten lohnen sich oft nicht mehr als ein ‚Sparstrumpf‘,berücksichtigt nur die anfangs zugesagtenMindestleistungen. Damit wird implizit unterstellt,dass die Versicherungswirtschaft nie Überschüsseerwirtschaften würde.Dass zudem die Zulagen in den „Rentabilitätsbetrachtungen“vollkommen unberücksichtigt bleiben,ist nicht nachvollziehbar und geht an der Perspektiveder „riesternden“ Bürger völlig vorbei. Nuraufgrund dieser fehlerhaften Annahme ist das fataleund falsche Signal zu verstehen, Riester-Verträgewürden sich für viele Bürger gar nicht lohnen. Richtigist, dass sich für die allermeisten Bürger, insbesondereGeringverdiener und Familien, keine Vorsorgeso gut rechnet wie die Riester-Rente.Auch die Kritik des DIW zu den mit Riester erreichtenZielgruppen wird von den regelmäßigen Erhebungender Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen(ZfA) nicht bestätigt. Danach nehmen geradeMenschen mit geringem Einkommen und Familienmit Kindern die Zulagenförderung der Riester-Rentein erheblichem Maße in Anspruch: Rund 30 Prozentder Zulagenempfänger verfügten nach denjüngsten vorläufigen Zahlen der ZfA im Beitragsjahr2009 über ein Einkommen von bis zu 10.000 Euro,rund 50 Prozent von bis zu 20.000 Euro und knapp70 Prozent von bis zu 30.000 Euro.Der vom DIW implizit nahe gelegte Verzicht auf eineRiester-Rente bedeutet nicht nur einen Verzicht aufeine attraktive staatliche Förderung, sondern vorallem einen Verzicht auf ein zusätzliches Alterseinkommen,das wie die gesetzliche Rente lebenslanggezahlt wird. Durch staatliche Vorschriften undKontrolle bekommen die Bürger gerade bei der Riester-Renteein Höchstmaß an Sicherheit sowie einegesetzlich festgeschriebene Beteiligung an allen erwirtschaftetenÜberschüssen. Es gibt wohl kaum einFinanzprodukt, das so intensiv reguliert ist wie dieRiester-Rente.“Autor: Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschafte.V. (GDV)60


Rüruprente | RENTENMAGAZIN 2011Riester und Rürup:Höchstförderung vom Staat noch für 2011 sichernWer 2011 geförderte Rentenversicherungen vergleichtund eine leistungsfähige Riester- oder Rürup-Renteabschließt sowie den Mindesteigenbeitrageinzahlt, sichert sich noch die attraktive staatlicheHöchstförderung, rät TARIFCHECK24.Staatlich geförderte private Rentenversicherungen,benannt nach ihren "Vätern" Bundesminister WalterRiester und Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup,erfreuen sich in Deutschland nicht nur in unsicherenKrisenzeiten wie aktuell zunehmender Beliebtheit.Zehn Jahre nach der Einführung haben nach Angabendes Bundesfinanzministeriums bereits gut 15Millionen Bundesbürger einen Riester-Sparvertragabgeschlossen. Auch aus dem ehemaligen Sorgenkindunter den Riester-Produkten, dem sogenanntenWohn-Riester, ist 2011 eine Erfolgsgeschichtegeworden: Mittlerweile setzen mehr als eine MillionDeutsche bei der Baufinanzierung auf diese Formdes "Riesterns". Die Gründe für die Beliebtheit derstaatlich geförderten Alterssicherung liegen auf derHand: Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherungsleistungenschrumpfen stetig, währendsowohl Riester- als auch Rürup-Verträge attraktiveRendite und hohe staatliche Förderungen vereinen.Da die Zuschüsse des Staats immer auf das gesamteKalenderjahr gezahlt werden, besteht noch bis zumJahreswechsel die Möglichkeit, sich die lukrativeFörderung zu sichern. "Noch ist es nicht zu spät, umin den vollen Genuss der staatlichen Leistungen für2011 zu kommen. Alle Riester- und Rürup-Verträge,die bis zum 31. Dezember geschlossen wordensind, können bei rechtzeitiger Beitragszahlung denZuschuss vom Staat für das gesamte Kalenderjahrerhalten. Verbraucher, die mit dem Abschluss einerprivaten Rentenversicherung liebäugeln, sollten dahernoch im November, spätestens aber im Dezembertätig werden und eine geförderte Altersversorgungrecherchieren, abschließen und die Beiträgefür 2011 einzahlen", rät Jan Schust, Vorstand vonTARIFCHECK24, eines der führenden unabhängigenVergleichsportale mit mehr als 25 Millionen Nutzernim Jahr (www.tarifcheck24.com).Bis Jahresende sorgsam vergleichen, abschließenund Mindesteigenbeitrag einzahlenAuch wenn das neue Jahr schneller da ist, als manchenlieb ist: Beim Abschluss eines Riester- oder Rürup-Vertragessollten Verbraucher dieselbe Sorgfaltwalten lassen, wie beim Abschluss eines jeden Versicherungs-oder Sparvertrages. Im Klartext bedeutetdies, dass zunächst einmal die Angebote möglichstvieler geförderter Rentenversicherungsanbieterverglichen werden sollten. Auf www.tarifcheck24.com/riester-rente/vergleich/ und www.tarifcheck24.com/ruerup-rente/vergleich/ ist der Vergleich sogarkostenlos und vollkommen unverbindlich möglich.Es gibt nicht den einen Vertrag für die private Altersvorsorge,der für alle gleichermaßen gut ist. JederVertrag und Versicherungsanbieter hat seine VorundNachteile. Verbraucher sollten deshalb immergenau prüfen, welches Angebot für die individuelleLebenssituation und die finanziellen Möglichkeitenam besten ist. Ein fünfzigjähriger Familienvater hatganz andere Präferenzen als eine zwanzigjährigeBerufsanfängerin. Ist der passende Riester- oderRürup-Vertrag gefunden und abgeschlossen, dannkommt es darauf an, noch rechtzeitig bis Jahresendedie fälligen Beiträge für die Alterssicherung zu61


RENTENMAGAZIN 2011 | Rüruprentebegleichen. Um beispielsweise in den Genuss dervollen staatlichen Riester-Förderung zu kommen,müssen pro Jahr mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigenBruttoeinkommens desVorjahres einbezahlt werden.Handlungsbedarf auch bei Altverträgen:Mindesteigenbeitrag ans Einkommen anpassenDie Riester-Regelung der Zahlung von vier Prozentdes rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommensvom Vorjahr gilt auch für Sparer, die bereitseinen Riester-Vertrag besitzen. Steigt das Jahreseinkommen,so muss auch der Beitrag entsprechendangepasst werden. Wird die Vierprozentmarke unterschritten,dann sinkt die Zulage anteilig. "Die Zulageentfällt zwar nicht vollkommen, aber durch dieanteilige Absenkung der staatlichen Zuschüsse beider Unterschreitung des Mindesteigenbeitrages verschenkenBürger de facto Geld. Deshalb sollte beim"Riestern" spätestens am Jahresende überprüftwerden, ob der Sparbeitrag noch in richtiger Relationzum Einkommen steht" rät VersicherungsprofiJan Schust. Mehr Informationen über die staatlichenZulagen finden sich online unter www.tarifcheck24.com/riester-rente/zulagen/.Rürup-Rente: Altverträge bis Ende 2011 zertifizieren,um Steuervorteile zu sichernAuch für Rürup-Sparer läuft mit dem Jahreswechseleine wichtige Frist ab: Noch bis spätestens 31.Dezember müssen die bestehenden Verträge zertifiziertsein, um in den Genuss der mit der Rürup-Rente verbundenen Steuervorteile zu kommen. Betroffenvon der nachträglichen Zertifizierungspflichtsind jedoch nur Versicherte, die ihren Rürup-Vertragvor dem 1. April 2010 abgeschlossen haben. Hintergrund:Um Missbrauch zu verhindern, hat derGesetzgeber beschlossen, dass Rürup-Verträge wieRiester-Renten zertifiziert sein müssen. Diese Neuregelungtrat am 1. April 2010 in Kraft. Alle Verträge,die nach diesem Datum abgeschlossen wurden, sindalso bereits zertifiziert.Besitzern von Altverträgen, die keine Zertifizierunghaben, wurde bis zum 30. Juni 2011 Zeit gegeben,um die Verträge nachträglich zu zertifizieren. DieseFrist wurde aber auf den 31. Dezember 2011 verlängert.Wer die nachträgliche Zertifizierung nochnicht vorgenommen hat, sollte dies unbedingt vordem Jahreswechsel erledigen. Durch Umstellung aufein zertifiziertes Vertragsmuster werden nicht nurdie Steuervorteile für 2011 gesichert, sondern auchrückwirkend für 2010. Auf www.tarifcheck24.com/ruerup-rente/ gibt es weitere geldwerte Informationenund Tipps rund um die Rürup-Rente.Autor tarifcheck2462


Rüruprente | RENTENMAGAZIN 2011Steuerberater informieren, beraten und vertreten:Riester und Rürup - zusätzliche Altersvorsorgesteuerlich betrachtetIIn Deutschland ruht die Altersvorsorge traditionellauf drei Säulen. Da ist zunächst und grundsätzlichdie Absicherung der Arbeitnehmer durch die gesetzlicheRentenversicherung, zweitens gibt es möglicherweiseEinkünfte im Alter aus der betrieblichenRentenversicherung und drittens können Einkommenaus privater Altersvorsorge eine Rolle spielen.Bei Geburtenrückgang einerseits und steigenderLebenserwartung andererseits verändern sich dieVoraussetzungen für die erste Säule der Altersvorsorge,die gesetzliche Rentenversicherung, erheblich.Das hat letztlich dazu geführt, dass neue Instrumentezur Stärkung der beiden anderen Säulen vomGesetzgeber geschaffen wurden. Dazu gehören u.a.die sog. Riester- bzw. Rürup-Renten.Die Riester-Rente hat viele FacettenUrsprünglich für Familien und Bezieher geringerEinkommen vorgesehen, ist inzwischen ein größererKreis im Sinne des § 10a EStG (Einkommensteuergesetz)förderberechtigt. Das sind alle Personen,die in der inländischen gesetzlichen Rentenversicherungpflichtversichert sind. Darunter fallen u.a.auch im Inland gesetzlich rentenversicherte Grenzgängeroder auch Auszubildende und pflichtversicherteSelbstständige, Beamte und Empfänger vonAmtsbezügen, um hier nur einige Personengruppenaufzuführen. Mittelbar zulageberechtigt ist auch dernicht berufstätige Ehepartner eines Pflichtversicherten.Sie alle haben die Wahl zwischen verschiedenenSparformen. So gibt es, grob skizziert, die Riester-Rentenversicherung, den Riester-Banksparplan,den Riester-Fondssparplan und den sog. "Wohn-Riester". Auch eine Kombination aus Riester undbetrieblicher Altersvorsorge ist unter bestimmtenVoraussetzungen realisierbar.Prinzipiell erfolgt die jeweilige Förderung über dieGewährung einer Altersvorsorgezulage oder einenSonderausgabenabzug für die Altersvorsorgebeiträge,wobei die Zulage sich zusammensetzen kannaus einer Grundzulage von 154 Euro jährlich undeiner Kinderzulage. Die Höhe der Kinderzulage ist inden letzten Jahren auf 300 Euro pro Kind (seit dem1. Januar 2008) gestiegen.Voraussetzung für die Gewährung der vollen Zulageist jedoch eine Eigenbeteiligung von grundsätzlichderzeit 4 % des sozialversicherungspflichtigen Einkommensdes Vorjahres. Wird der Eigenbetrag nichtoder nur teilweise erbracht, so werden die Zulagen- vereinfacht gesagt - im entsprechenden Verhältnisgekürzt.Wichtig zu wissen ist auch, dass nur solche Versicherungsproduktegefördert werden, die von derBundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Ba-Fin), zertifiziert wurden. Wobei die Liste der Zertifizierungskriterienwiederum umfangreich ist undu.a. die Vorschrift enthält, dass die Auszahlung derBeträge nicht vor Beginn des 60. Lebensjahres stattfindendarf, dass Einmalzahlungen nur in begrenzterHöhe zulässig oder dass die Beträge für Männer undFrauen gleich sind, also dass sog. Unisex-Tarife angebotenwerden.Die Rürup-RenteIm Prinzip steht diese Möglichkeit der Altersvorsorgejedem offen. Konzipiert wurde sie jedoch speziellfür Selbstständige und Freiberufler, die wederRiesterverträge abschließen noch die Angebote füreine betriebliche Altersvorsorge nutzen können.Sie profitieren von der Absetzbarkeit der Beitragszahlungen,die sie in aller Regel als Sonderausgabenbeim Finanzamt geltend machen können. DerenHöhe ändert sich jährlich. Im Jahr 2011 beträgtsie 72 % von bis zu 20.000 Euro, also maximal14.400 Euro für Alleinstehende und 28.800 Eurofür Ehepaare. Der Anteil erhöht sich jährlich um 2%-Punkte, bis dann im Jahre 2025 die 100 % erreichtsein werden. In der Auszahlungsphase werdendie aus Rürup-Verträgen resultierenden Rentenunter Berücksichtigung der Regelungen des Alters-63


RENTENMAGAZIN 2011 | Rüruprenteeinkünftegesetzes mit dem individuellen Steuersatzversteuert.Auch bei der Rürup-Rente müssen, wie bei denRiesterprodukten, für die Anerkennung der Förderungswürdigkeitgewisse Voraussetzungen erfülltsein und die Zertifizierungspflicht eingehalten werden.Es gibt auch hier verschiedene Varianten, wiedie klassische oder eine fondsgebundene Rentenversicherung,die aber wiederum dem Beziehungsberechtigtenmit beispielsweise unterschiedlichenÜberschussbeteiligungsformen Entscheidungsfreiräumeeinräumt, die der individuellen Interessenlagegerecht werden.FazitWer sich für steuerbegünstigte ergänzende Vorsorgemaßnahmeninteressiert, sollte sich intensiv mitden zur Verfügung stehenden Angeboten befassen.Der Rat eines Steuerprofis ist äußerst empfehlenswert.Autor: Steuerberaterkammer StuttgartRürup-Verträge: Vorsicht vor nachteiligen ÄnderungenZertifizierung erfordert AnpassungenVViele Besitzer von Rürup-Verträgen bekommen derzeitPost von ihrem Anbieter. Denn nicht alle Policenerfüllen die Voraussetzungen, um weiterhin diestaatliche Förderung zu bekommen. Deshalb passendie Versicherer ihre Bedingungen an. Thorsten Rudnik,Vorstandsmitglied des Bundes der Versicherten(BdV): „Zwar sollten die Kunden die Änderungenunterschreiben, damit ihnen der Steuervorteil erhaltenbleibt. Sie sollten aber vorher genau prüfen, obsich dadurch Nachteile für sie ergeben.“Seit 2010 müssen Rürup-Verträge zertifiziert werden,damit die Beiträge im Rahmen der Einkommenssteuerals Sonderausgaben abgezogen werdenkönnen. Da nicht alle Versicherungsbedingungendie gesetzlichen Vorgaben erfüllen, schicken dieAnbieter ihren Kunden Korrekturen zu. Diese sollenunterschrieben zurückgesandt werden. Wer sichmit den Anpassungen nicht einverstanden erklärt,verliert seine Steuervorteile.Thorsten Rudnik: „Rürup-Sparer sollten kontrollieren,ob die Anbieter ihnen weitere Änderungen, dienicht zertifizierungsrelevant und nachteilig für siesind, unterjubeln. Falls die Versicherer solche Modifizierungennicht eindeutig gekennzeichnet haben,sollten die Verbraucher von den Gesellschaften eineschriftliche Erklärung über die nicht zwingend erforderlichenÄnderungen verlangen.“Veränderungen werden meist notwendig, wenn derRürup-Vertrag mit einer Berufsunfähigkeitsversicherungkombiniert ist. Da sich die Leistungen dieserZusatzversicherung an der gesetzlichen Rentenversicherungorientieren sollen, müssen darüberhinausgehendeZahlungen gestrichen werden. Das giltbeispielsweise für die „Soforthilfe“: War bisher einKapitalbetrag vereinbart, der sofort bei Eintritt derBerufsunfähigkeit fällig wird, entfällt dieser jetzt.Thorsten Rudnik kritisiert: „Solche Kürzungen desLeistungsumfanges sind zwar notwendig, um dieSteuervorteile weiterhin zu bekommen. Die Versichererhalten es aber nicht für erforderlich, auchdie Beiträge zu reduzieren. Gegen diese Benachteiligungwird der BdV vorgehen.“Autor Bund der Versicherten64


Rüruprente | RENTENMAGAZIN 2011Plansecur: Warum Selbstständige jetzt noch eine Rürup-Rente abschließen sollten?SSelbstständige, die ihre Einnahmensituation oft erstam Jahresende überblicken, sollten über den Abschlusseiner Rürup-Rente nachdenken. Diese kannmit einer Einmalzahlung beginnen. Außerdem kannin bestehende Verträge zugezahlt werden. Der Jahresbeitragfür eine Rürup-Rente kann bis zu 20.000Euro bei Alleinstehenden (40.000 Euro bei zusammenveranlagtenEhegatten) betragen, von denenin diesem Jahr 72 Prozent (maximal 14.400 Euro,Verdopplung bei zusammenveranlagten Ehegatten)steuerlich abzugsfähig sind. Die Rürup-Renteist die einzige staatlich geförderte private Altersvorsorgeformfür Selbstständige. Auch Angestelltekönnen die Vorteile einer Rürup-Rente nutzen. DieSteuerersparnis liegt momentan je nach Steuersatzzwischen 10 und 30 Prozent der eingezahlten Beiträgeund steigt in den nächsten Jahren stufenweise.c) betriebliche Altersversorgung (bAV): Auch beibestehenden bAV-Altersvorsorgeverträgen könnenZuzahlungen vorgenommen werden. Mit der Entgeltumwandlung,bei der in diesem Jahr bei Pensionskassenoder Direktversicherungen Beiträge biszu 2.640 Euro gefördert werden, sparen ArbeitnehmerSteuern und Sozialversicherungsbeiträge.Damit die Zuzahlung steuerlich anerkannt wird,muss sie noch vor dem 31. Dezember erfolgen. Alternativkann dem Versicherer oder der Pensionskasseauch 2011 eine Einzugsermächtigung erteiltwerden. Dann erlauben die Finanzbehörden, dassdie Versicherer die Zuzahlung in den ersten Wochendes Jahres 2012 einziehen.Autor: PlansecurPrismaLife AG: Rürup-Fondspolice Prisma Basis wird vonFocus-Money mit hoher Gesamtnote bewertetDDer führende Liechtensteinische LebensversichererPrismaLife AG wird in einem breit angelegten Vergleichunter Anbietern von steuerbegünstigten Rürup-Policenin Deutschland vom Finanz-Magazin Focus-Money(Ausgabe 26/ 2011) mit der exzellentenNote 1,25 bewertet.Grundlagen der Auszeichnung als "Beste Rürup-Rente" in der Kategorie "Fondspolicen SpezialtarifeInternational" sind die starke Finanzkraft desUnternehmens, das attraktive Bedingungswerk desPrismaLife-Tarifs sowie die hohen Leistungen bei derAuszahlung.Die Rürup-Rente (auch Basisrente genannt) lohntsich für jeden, der Steuern sparen will. Für Selbstständigeist sie die einzige unmittelbare Möglichkeitder Altersvorsorge mit staatlicher Förderung. Aberdurch die hohe steuerliche Förderung ist sie auch füralle besser verdienenden Arbeitnehmer interessant.Mit der Fondspolice PrismaBasis macht der LiechtensteinischeVersicherer PrismaLife ein nachweislichattraktives Angebot für Sparer, die auf interessanteErtragschancen bei der Ruhestandsplanung setzenund obendrein Steuern sparen wollen.Fondspolicen haben sich für den Aufbau einerprivaten Altersvorsorge international langjährigbewährt. Der Bedarf an fondsgebundenen Altersvorsorgeproduktenwird weiter steigen. Diefondsgebundene Rürup-Rentenversicherung vonPrismaLife wurde bereits mehrfach Testsieger beiFocus-Money.65


Private Rentenversicherung | RENTENMAGAZIN 2011als einem Monat zum nächsten Beitragszahlungsabschnittzu. So bieten über 65 Prozent aller Versichererdie Möglichkeit, den Vertrag in weniger als vierWochen zu kündigen, wohingegen gerade einmal2 Prozent aller Tarife eine Kündigungsfrist von mehrals vier Wochen aufführen – im Vorjahr waren esnoch 8 Prozent.Alles in allem überzeugen im Teilbereich Flexibilitätvor allem der Volkswohl Bund und die HanseMerkur(beide klassisch), Provinzial NordWest (fmB) sowieMoneymaxx (foB). Daneben haben auch in diesemBereich Allianz und Karlsruher (beide klassisch),Condor (foB) sowie Helvetia (fmB) gepunktet.gewährt – also den umgekehrten Weg geht – ist beianderen Versicherern nunmehr völlig unklar, wo dieKosten abgeblieben sind, da diese nun Bestandteilder Tarifkalkulation sind. Es gibt aber auch positiveBeispiele, wie etwa die Cosmos. In ihren Versicherungsbedingungenführt sie deutlich auf, wo dieKosten geblieben sind – sie finden sich in den Verwaltungskostenwieder. Auch Zuzahlen kostet! Oftsogar mehr als die üblichen Abschlusskosten. Darüberwissen wohl die wenigsten VersicherungsnehmerBescheid. Wer im Laufe seiner Ansparphase seinegarantierte Rente erhöhen möchte, da er geradeüber entsprechendes Kapital verfügt, kann dies tun.Allerdings lässt sich bei nahezu keinem Versichereraus den Vertragsunterlagen exakt entnehmen, wiehoch die Kosten für eine Zuzahlung sind. Daher ambesten einfach direkt nachfragen.Die Top-Anbieter in der Rendite sind – wenig überraschend– die Direktversicherer: Europa (klassischund foB) und Hannoversche (fmB). Dabei fällt auf,dass im Bereich der klassischen Tarife die Renditeim Vergleich zur Vorjahresuntersuchung etwas geringerausfällt. „Hier schlägt sich ganz klar die Kapitalmarktentwicklungund die damit verbundeneSenkung der Überschussbeteiligungen und der Nettoverzinsungnieder“, sagt Nobis. Weitere Top-Versichererim Bereich Rendite sind Cosmos (klassisch),HDI Gerling und PBV Versicherungen (beide foB) sowieAllianz (fmB).Wer ist top in (Unternehmens)Sicherheit undTransparenz/Service?Bereich Rendite: Wie sieht es mit den Kosten aus?Zuerst die frohe Kunde: Ratenzuschläge gibt’s nichtmehr. Zumindest fast. Es scheint, als habe das BGH-Urteil zur HUK Coburg hinsichtlich der Ratenzuschlägegewirkt. Fast alle Anbieter haben diese beiunterjähriger Zahlweise beseitigt. Klar ist aber auch,dass sich diese Kosten nicht in Luft aufgelöst haben.Wo also sind sie hin? Während der eine oder andereAnbieter jetzt stattdessen Rabatte bei JahreszahlungNeben der Rendite überzeugt die Cosmos zusammenmit der Allianz auch im Teilbereich (Unternehmens)Sicherheit.Exzellente Ergebnisse in derSicherheit erzielten auch Debeka, Volkswohl Bundund AachenMünchener sowie Generali und HUKCoburg.Bei Transparenz und Service liegt die Allianz in allendrei Kategorien vorne. Einzig im Bereich fondsgebundenohne Beitragsgarantie muss sie sich den erstenPlatz mit dem Volkswohl Bund teilen.Autor: Institut für Vorsorge und Finanzplanung67


RENTENMAGAZIN 2011 | Private RentenversicherungFinanztest prüft private RentenversicherungNeun Angebote sind gutDDie Senkung des Garantiezins für das Jahr 2012ist noch kein Grund, jetzt eine private Rentenversicherungabzuschließen. Wer aber zu dem Ergebniskommt, dass die private Rentenversicherung dasrichtige Altersvorsorgeprodukt für den eigenen Bedarfist, sollte vor der Senkung der Zinsen handeln.In der Oktober-Ausgabe von Finanztest finden Kundendie besten aktuellen Angebote. „Sehr gut“ warallerdings keins davon.Immerhin neun Tarife bekamen ein „Gut“. Am bestenschnitten die Tarife von Debeka, Huk24 und Interriskab. Private Rentenversicherungen lohen sichfür Anleger, die die geförderte Altersvorsorge schonnutzen und zusätzlich noch mit wenig Risiko vorsorgenwollen. Auch für Selbstständige, die keinen Anspruchauf Riesterförderung haben, ist ein „gutes“und flexibles Angebot für eine private Rentenversicherungdie richtige Wahl. Leider ist die Flexibilitätbeim Angebot der Interrisk nur „mangelhaft“ .Angestellte, die noch keine zusätzliche Altersvorsorgeabgeschlossen haben und die über wenig Geldzum Sparen verfügen, sollten zunächst die staatlichgeförderte Altersvorsorge beispielsweise als RiesteroderBetriebsrente nutzen.Kunden müssen sich darüber im Klaren sein, dasseine private Rentenversicherung ein sehr langfristigesEngagement darstellt. Wenn sie ihren Vertragvorzeitig kündigen oder beitragsfrei stellen, könnensie sogar Geld verlieren. Von ihren Beiträgen werdennämlich zunächst die Abschlusskosten bezahlt.Ist die garantierte Rente des Angebots niedrig, ziehtder Versicherer besonders viel Geld von den Sparbeiträgenfür seine Kosten ab. Klar ist ohnehin: Eineprivate Rentenversicherung ist auch immer eineWette auf ein langes Leben.Der ausführliche Test Private Rentenversicherung ist onlineunter www.test.de/rentenversicherung veröffentlicht.Autor: Stiftung WarentestD68CosmosDirekt mit neuem RentenproduktFondsgebundene Rentenversicherung mitFondsauswahl von mehr als 5000 FondsDas Flexible VorsorgeKonto Invest bietet eine Auswahlvon mehr als 5.000 verschiedenen Fonds undmacht Versicherten das Fondssparen so einfach wienie: Es garantiert umfassende Klarheit bei der Geldanlageund eine unkomplizierte Online-Verwaltung.Tägliche Verfügbarkeit sichert dabei finanzielleFlexibilität.Mit dem Flexiblen VorsorgeKonto Invest hat CosmosDirektab sofort eine fondsgebundene Rentenversicherungim Portfolio, die eine einzigartige


Der Tresor für Ihren EuroEine professionelleImmobilienbeteiligungin MünchenAuswahl von mehr als 5.000 Fonds bietet. Anlegerkönnen täglich zwischen den Fonds wechseln. CosmosDirekterhebt dafür keine Transaktionsgebührensondern gibt vielmehr Rabatte auf die Ausgabeaufschlägeder Fondsgesellschaften – bis zu 100%. Impersönlichen Onlinebereich meinCosmosDirekt habendie Anleger Wertentwicklung und Guthabenimmer im Blick. „Mit dem Flexiblen VorsorgeKontoInvest setzen wir erneut Maßstäbe in der Branche:Auswahl und Flexibilität sind einzigartig für einefondsgebundene Rentenversicherung“, sagt PeterStockhorst, Vorstandsvorsitzender von CosmosDirekt.Fondswechsel: einfach wie Online-Banking Überden aktuellen Stand des Guthabens auf dem FlexiblenVorsorgeKonto I nvest gibt meinCosmosDirektals Vorsorge-Cockpit jederzeit Auskunft. Aufdieser Plattform können Anleger täglich den Kaufoder Verkauf von Fonds und die Umschichtung ihresGuthabens beauftragen. Orientierung bietet dabeiein Fondsnavigator. Damit wird der Fondswechsel soeinfach wie Online-Banking.• Deutschland-Zentrale von Philip Morris amBüroimmobilienstandort Nr. 1, München• Vierteljährliche Auszahlungen von 6 % p. a. beieinem Gesamtmittelrückfluss von 178 % geplant• Inflationsschutz durch indexierte MietverträgeFür weitere Informationen fragen Sie Ihren Anlageberater.Oder fordern Sie unverbindlich unser Exposé an unter040 38022-4444 / tresor@mpc-capital.comwww.mpc-capital.deKRISENSICHERBei dem Flexiblen VorsorgeKonto Invest starten Kundenzu Vertragsbeginn mit einer Einmalzahlung. Danebengibt es mit dem Flexiblen VorsorgePlan Investauch die Variante eines Sparplans mit regelmäßigenBeiträgen.Alle Vorteile einer RentenversicherungBeide Produkte bieten zudem die Vorteile einerprivaten Rentenversicherung:Anleger können zwischen einer lebenslangen Renteoder Kapitalauszahlung wählen. Sie können denRentenbeginn flexibel zwischen dem 60. und 85.Lebensjahrwählen und profitieren von den bekanntenSteuervorteilen einer fondsgebundenen Rentenversicherung.Die Angebote ergänzen die 2010 eingeführteProduktfamilie Flexible Vorsorge: Sie verbindetdie Vorteile kurzfristiger Geldanlagen undklassischer Altersvorsorge. Ab sofort haben Anlegerdamit die Wahl zwischen Varianten mit garantierterVerzinsung und variabler Fondsanlagen.Autor: CosmosDirekt, Lebensversicherungs-AGGrundlage des öffentlichen Angebotes und der Beteiligung an der Fondsgesellschaft ist einzig der Verkaufsprospekt,dessen Veröffentlichung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung gestattet wurde.Dieser ist bei dem Anbieter der Beteiligung, der MPC Capital Investments GmbH, erhältlich. Es handeltsich um eine unternehmerische Beteiligung, die Risiken unterliegt. Diese werden in dem Verkaufsprospektausführlich dargestellt.


RENTENMAGAZIN 2011 | ImmobilienrenteR70R+V-ImmobilienRente:Mit dem Eigenheim die Rente aufbessernRentenmodell mit Flexibilität undÜberschuldungsschutzR+V bietet ein neues Rentenmodell für Immobilienbesitzer.Das Produkt erfüllt den Wunsch vielerMenschen, in der eigenen Immobilie alt zu werden,garantiert ein lebenslanges Zusatzeinkommen zurAbsicherung des Lebens-standards und schützt vorÜberschuldung. Der Ruhestand beginnt und die eigeneImmobilie ist endlich schuldenfrei. Jetzt wollenviele Senioren das Rentenalter in den eigenen vierWänden genießen. Aber reicht dafür das Einkommen?Mit der neuen R+V-ImmobilienRente könnensich Immobilienbesitzer, die das 65. Lebensjahrvollendet haben und nicht älter als 80 Jahre sind,lebenslang ein festes monatliches Zusatzeinkommensichern. Voraussetzung ist eine eigengenutzte,schuldenfreie Wohnimmobilie in guter Lage.Neu: Rentenmodell mit Flexibilität und ÜberschuldungsschutzBei der R+V-ImmobilienRente, die die R+V Versicherunggemeinsam mit den Volksbanken und Raiffeisenbankenund der Bausparkasse SchwäbischHall anbietet, handelt es sich um eine so genannteUmkehr-Hypothek, die in vielen Ländern bereitsgängige Praxis ist. Bisher einzigartig in Deutschlandist das Modell der R+V: Die R+V-ImmobilienRentekombiniert ein garantiert lebenslanges Zusatzeinkommenmit einem umfassenden Absicherungspaket.Weiterer Vorteil: Der Kunde kann jederzeitdie Immobilie verkaufen und behält trotzdem einenRentenanspruch.So funktioniert’s: R+V gewährt dem Kunden einDarlehen, das sich am Beleihungswert der Immobilieausrichtet. Aus dieser Kreditlinie erhält der Kundeeine dauerhafte monatliche Leistung. Die sich dadurchaufbauende Darlehens-forderung ist zwarzu verzinsen, jedoch werden für den Kunden keinemonatlichen Zins- und Tilgungszahlungen fällig. Diegesamte Darlehensforderung einschließlich der aufgelaufenenZinsen ist erst bei Tod des Kunden oderdem Auszug aus der Immobilie zu zahlen.Gleichzeitig ist der Kunde bis ins höchste Alter vorÜberschuldung geschützt. Sollte die Forderung ausdem Darlehen nämlich den Wert der Immobilieübersteigen, greift der im Produkt integrierte Überschuldungsschutz.Damit sind Nachzahlungen fürden Kunden oder seine Erben ausgeschlossen.Keine Einbahnstraße, Ausstieg jederzeit möglichBeispiel: Ein 75-jähriger Mann beleiht sein Haus.Marktwert der Immobilie: 300.000 Euro. Dafür erhälter aus der R+V-ImmobilienRente eine monatlicheZahlung von rund 700 Euro - sein Leben lang.Im Alter von 82 Jahren lässt der Gesundheitszustanddes Mannes das Wohnen in der eigenen Immobilienicht mehr zu. Er entschließt sich, in ein Seniorenheimumzuziehen. Kein Problem: Durch den Verkaufseiner Immobilie ist der Kunde wirtschaftlich in derLage, das Darlehenskonto seiner ImmobilienRente inHöhe von ca.140.000 Euro aus-zugleichen. Er erhältzwar jetzt aus der R+V-ImmobilienRente keine monatlichenLeistungen mehr, verfügt aber durch denVerkaufserlös über ein Barvermögen von 160.000Euro. Zusätzlich erhält er von R+V eine Rente abdem 85. Lebensjahr von etwa 500 Euro. Und: Durcheine Einmalzahlung aus dem Verkaufserlös seinesHauses kann er seine monatliche Rente ab dem 85.Lebensjahr sogar wieder auf die ursprüngliche Höhevon 700 Euro ausrichten.Autort: R+V Versicherung AG


Immobilienrente | RENTENMAGAZIN 2011Baugeldstudie:Umkehrhypothek ist nur wenigen bekanntDie Immobilie verrenten:Scheint vielen Deutschen komplex aber interessantWWas der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Aber wasder Immobilieneigentümer nicht kennt, findet ernach einer Erklärung dennoch interessant. Laut einerBefragung des Baugeldvermittlers HypothekenDiscountkennen die Begriffe Umkehrhypothek beziehungsweise"reverse mortgage" nur 6,7 beziehungsweise3,8 Prozent aller Deutschen den Namen nach.Ein gutes Drittel findet die Idee hinter dem Kreditkonzeptjedoch interessant - wenn es ihnen erklärtwurde. "Die Idee der Umkehrhypothek setzt sich inDeutschland nur langsam durch", sagt Kai Oppelvom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. Dabeigibt es seit einigen Jahren immer wieder Anbieter,die eine so genannte Umkehrhypothek (ReverseMortgage) oder ähnliche Lösungen anbieten. Beider Umkehrhypothek handelt es sich um einen Kredit,den Immobilienbesitzer auf ihre Immobilie aufnehmen,um monatlich mehr Geld zur Verfügungzu haben. "Mit Abschluss einer solchen Immobilienrentewird der Hauswert schrittweise wieder abgegeben.Das Konstrukt eignet sich vor allem fürRentner, die über eine schuldenfreie werthaltigeImmobilie verfügen, jedoch nicht genügend Liquiditäthaben - beispielsweise für Reisen." Bei anderenRentenhypotheken müssen Rentner hingegen dieKreditzinsen zahlen und es kommt nicht zum Kapitalverzehr.Laut HypothekenDiscount ist es zunächst wichtig,dass ältere Immobilienbesitzer über diese Möglichkeitdieser Art der Kapitalbeschaffung informiertwerden. "Für einige Menschen kann die Umkehrhypothekdurchaus eine interessante Alternativesein. Die Immobilie kann weiter bewohnt werden.Gleichzeitig steht durch die zusätzliche Kapitalisierungden Rentnern das Geld zu einem Zeitpunkt zurVerfügung, zu dem sie möglicherweise noch mobilersind als später.Laut der Online-Studie unter 1.000 Teilnehmernhalten 24,1 Prozent und damit gut ein Viertel solcheKredite für immer wichtiger, damit Rentner ihrEinkommen aufbessern können. 29 Prozent findeneine Umkehrhypothek interessant, weil Immobilienbesitzerzu Lebzeiten mehr Geld zur Verfügunghaben. 26,2 Prozent finden es allerdings wenigergut, dass den Erben keine schuldenfreie Immobilieüberlassen werden kann. 24 Prozent bemängelnzudem, dass nur werthaltige Objekte in guter Lageeine nennenswerte Verrentung erzielen. 28,7 Prozenterscheint das Konstrukt zu kompliziert. Als zuteuer erachten lediglich 12,9 Prozent der Befragteneine solche Lösung.Die Studie in Zahlen:Bei einer Umkehrhypothek (Reverse Mortgage) handeltes sich um einen Kredit, den Immobilienbesitzerauf ihre Immobilie aufnehmen, um monatlich mehrGeld zur Verfügung zu haben. Mit Abschluss einersolchen Immobilienrente wird der Hauswert schrittweisewieder abgegeben.71


RENTENMAGAZIN 2011 | ImmobilienrenteWas halten Sie von dieser Art der Immobilienverrentung?(Mehrfachnennung möglich)• Solche Kredite werden immer wichtiger, damitRentner ihre Einnahmen aufbessern können:24,1 Prozent• Ich finde es nicht gut, weil mögliche Erbennicht mehr eine schuldenfreie Immobilie erben:26,2 Prozent• Umkehrhypotheken sind zu teuer, weil manZinsen zahlen muss: 12,9 Prozent• Das Problem für Hausbesitzer ist jedoch, dassnur werthaltige, schuldenfreie Immobilien inguter Lage nennenswerte Verrentung erzielen:24 Prozent• Finde ich interessant, weil Immobilienbesitzer zuLebzeiten mehr Geld haben: 29 Prozent• Das Konstrukt erscheint mir kompliziert:28,7 ProzentWelche Darlehensarten kennen sie dem Namennach?• Festzinsdarlehen: 78,9 Prozent• Vollfinanzierung: 71,7 Prozent• Variable Darlehen (Flexdarlehen): 34 Prozent• KfW-Kombikredit: 30,7 Prozent• Familienhypothek: 16,57 Prozent• Realkredit: 16,2 Prozent• Prolongation: 12,8 Prozent• Forward-Darlehen: 11 Prozent• Ich kenne keinen dieser Begriffe: 10,5 Prozent• Sorgloshypothek: 8,2 Prozent• Umkehrhypothek: 6,7 Prozent• Reverse Mortgage: 3,8 Prozent• Annuitätendarlehen: 30 ProzentAutor: HypothekenDiscount72


Pflegerentenversicherung | RENTENMAGAZIN 2011WWK PflegeRente gewinnt Cash. Award 2011DDie von der WWK Lebensversicherung a. G. angebotenePflegerentenversicherung WWK Pflege- RenteFlexi erhält eine weitere bedeutende Auszeichnung- den Financial Advisors Award 2011 in der Kategorie„PKV- / BU-Policen“. Der vom Hamburger MedienhausCash. am 30. September 2011 verlieheneAward gilt in der Branche als wichtige Anerkennungfür innovative und erstklassige Finanzprodukte. EineJury aus renommierten und unabhängigen Expertendes Kapitalanlage-Marktes wählen aus einer Vielzahlvon Einsendungen die Nominierten und schließlichdie Gewinner aus. Rainer Gebhart, Vorstand derWWK Versicherungsgruppe, zeigte sich sehr zufrieden:„Die Auszeichnung beweist erneut, dass dieWWK beim biometrischen Versicherungsschutz eineder ersten Adressen am deutschen Markt ist“.Die WWK PflegeRente bietet Kunden erstklassigeLeistungen bei größtmöglicher Flexibilität. DasProdukt kann vom 40. bis zum 75. Lebensjahr abgeschlossenwerden. Beitragszahlungen sind lebenslang,abgekürzt oder gegen Einmalbeitrag, beispielsweiseaus ablaufenden Lebensversicherungen,möglich. Beim Produktdesign bietet die WWK nebenden drei festen Leistungspaketen Exklusiv, Komfortund Basis, bei denen die Rentenprozentsätze in denunterschiedlichen Pflegestufen bereits festgelegtsind, ein besonderes Highlight: Das LeistungspaketFlexi ermöglicht Kunden, den Versicherungsschutzin den drei Pflegestufen individuell auf seine Bedürfnisseanzupassen.Abgerundet wird der Versicherungsschutz durch besondersattraktive Assistanceleistungen: Sie umfassenbeispielsweise die Gewährung einer Pflegeheimplatzgarantiein Wohnortnähe des Versichertenund die Inanspruchnahme eines Pflegemanagers fürdie Vermittlung von Pflegedienstleistern sowie dieOrganisation von Reha-Maßnahmen. Zudem bietetdie WWK ihren Kunden exklusiv am Markt die „Nieins Heim-Option“. Bei Absicherung von 400, 600und 800 Euro in den Pflegestufen I, II und III wirddem Kunden, falls gewünscht, die Organisation derPflege in den eigenen vier Wänden zugesichert unddas in allen Pflegestufen.Auch die Bestnote der Ratingagentur MORGEN &MORGEN sowie Testsiege in diversen Verbraucherzeitschriftenbelegen die kundenfreundlichen Tarifmerkmaleund Bedingungen der WWK PflegeRente.Den Vertriebspartnern steht bei der WWK eine Risikoprüfungshotlinezur Verfügung, die ihnen ermöglicht,die Versicherbarkeit eines Kunden vorabprüfen zu lassen. Dadurch wird ein rascher und verbindlicherService im Sinne der Kunden möglich.Autor: WWK Lebensversicherung a.G73


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RENTENMAGAZIN 2011 | Recht & SteuernUmfrage Lebensversicherung:Keiner kennt die SteuervorteileDrei Viertel der Befragten haben noch nichts vonanstehenden Änderungen gehörtVVon der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt führtder Gesetzgeber zum Jahresbeginn 2012 wesentlicheÄnderungen bei der Besteuerung der privatenAltersvorsorge ein. Nur knapp 23 Prozent der Befragtenist diese Änderung in der Besteuerung derprivaten Renten- und Lebensversicherungen überhauptbekannt. Das ergab einerepräsentative Umfrage der GFKMarktforschung im Auftrag derGothaer Lebensversicherung AGunter 1.000 Bürgern ab 14 Jahren.Von den Befragten unter 30Jahren haben sogar nur 12 Prozentetwas von steuerlichen Veränderungengehört.Auch die Tatsache, dass Altersvorsorgeprodukteüberhaupt steuerlich begünstigt werden, ist nureiner Minderheit der Befragten bekannt. Die Ausnahmesind Riester-Verträge, hier wissen immerhin73 Prozent der Befragten, dass der Staat hiereine Förderung gewährt. Beim Bausparen wissenimmerhin noch 43 Prozent von einer steuerlichenFörderung, während bei der Kapitallebensversicherungdiese Tatsache gerade mal 18,4 Prozentder Befragten bekannt ist. Knapp 20 Prozent wissengenerell überhaupt nichts von einer steuerlichenFörderung der privaten Altersvorsorge."2011noch den höherenGarantiezinssichern"Dabei sollte man gerade jetzt schnell aktiv werden.Aktuell kann jeder, der noch in diesem Jahr eineprivate Renten- oder Lebensversicherung mit12 Jahren Mindestvertragslaufzeit abschließt,noch ab seinem vollendeten 60. Lebensjahr steuerbegünstigtüber das Kapital verfügen. Bei der Kapitalauszahlungmuss dann nur dieHälfte der Erträge versteuert werden,die andere Hälfte bleibt steuerfrei.Das ist bei Verträgen, die ab2012 abgeschlossen werden, nichtmehr möglich. Wer dann mit 60oder 61 Jahren eine Kapitalauszahlungaus seiner Lebens- oderRentenversicherung erhält, mussdie Kapitalerträge voll versteuern.Weiter ist bei steuerlich geförderten Altersvorsorgeproduktenwie Riester- und Rürup-Renten oder derbetrieblichen Altersvorsorge nur noch bei Abschlussim Jahr 2011 der Auszahlungsbeginn bereits abdem vollendeten 60. Lebensjahr möglich.Hinzu kommt, dass sich ab 01.01.2012 auch Änderungenhinsichtlich des Garantiezinses ergeben. Dasbedeutet, dass man sich 2011 noch den höherenGarantiezins für die Lebensversicherungsproduktevon 2,25 Prozent sichern kann. Ab 2012 sinkt dieserauf nur noch 1,75 Prozent.Autor: Gothaer Lebensversicherung AG76


RENTENMAGAZIN 2011 | Recht & SteuernKürzung der Erwerbsminderungsrenten auch bei Rentenbeginnvor dem 60. Lebensjahr verfassungsgemäßDDer Monatsbetrag einer Rente wird nach einer Rentenformelberechnet, die in einem ihrer Rechenschrittedie Multiplikation aller in einem Versichertenlebenerworbenen Entgeltpunkte mit dem sog.Zugangsfaktor vorsieht. Bis zum 31. Dezember2000 betrug der Zugangsfaktor bei Erwerbsminderungsrenten1,0. Durch das Gesetz zur Reform derRenten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit vom20. Dezember 2000 wurde der Zugangsfaktor gekürzt.Gemäß der ab dem 1. Januar 2001 geltendenFassung des § 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 SGB VI wirdder Zugangsfaktor von 1,0 für jeden Monat, in demdie Erwerbsminderungsrente vor Vollendung des63. Lebensjahres in Anspruch genommen wird, um0,003 verringert. Bei einem Rentenbeginn vor Vollendungdes 60. Lebensjahres bleibt für die Bestimmungdes Zugangsfaktors allerdings die Vollendungdes 60.Lebensjahres maßgebend, d. h. der davor liegendeZeitraum der Renteninanspruchnahme führtnicht zu einer weiteren Kürzung. Die Einschränkungstellt somit sicher, dass auch bei einem Rentenbezugvor Vollendung des 60. Lebensjahres der Rentenmonatsbetraghöchstens um 10,8 % gekürzt wird.Um die Wirkung dieser Rentenkürzung zu mildern,hat der Gesetzgeber gleichzeitig die Zurechnungszeitfür Versicherte ab dem 55. Lebensjahr vollanerkannt, während diese bis zum 31. Dezember2000 nur zu einem Drittel berücksichtigt wurde.Zurechnungszeit ist die Zeit, die bei einer Erwerbsminderungsrentehinzugerechnet wird, wenn derVersicherte das 60. Lebensjahr noch nicht vollendethat. Es werden zusätzliche Entgeltpunkte bei derRentenberechnung berücksichtigt, um eine ausreichendeRente auch im Falle vorzeitiger Invaliditätzu gewährleisten. Zudem wurden Übergangsvorschriftengeschaffen, die eine schrittweise Einführungder neuen Rechtslage vorsahen, so dass dievolle Absenkung des Zugangsfaktors erst für Versichertemit Rentenbeginn ab dem 1. Dezember 2003eintrat.Den Beschwerdeführern wurde wegen teilweiser bzw.voller Erwerbsminderung eine Rente bewilligt. Da derBeschwerdeführer im Verfahren 1 BvR 3588/08 beiRentenbeginn im Jahre 2005 erst 51 Jahre alt war,wurde der Zugangsfaktor nach der Neuregelungentsprechend gekürzt, so dass sich – unter Berücksichtigungder geänderten Zurechnungszeit – seineRente um ca. 3,18 % minderte. Dies entspricht einermonatlichen Kürzung um etwa 15 Euro. Im Fallder Beschwerdeführerin im Verfahren 1 BvR 555/09,die zum Zeitpunkt des Rentenbeginns im Juli 200257 Jahre alt war, betrug die Kürzung der Rente aufgrundder Neuregelung im Ergebnis ca. 3,88 %, mithinetwa 16 Euro monatlich. Wegen des Rentenbeginnsvor dem 1. Januar 2004 wurde auf ihre Rentedie Übergangsregelung angewandt. Die gegen dieRentenkürzung erhobenen Klagen der Beschwerdeführerblieben letztlich vor dem Bundessozialgerichtjeweils ohne Erfolg. Mit ihren Verfassungsbeschwerdenrügen sie eine Verletzung ihres Grundrechts aufEigentum aus Art. 14 Abs. 1 GG, des allgemeinenGleichheitssatzes (Art. 3 Abs. 1 GG) sowie des Benachteiligungsverbotesaus Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG.Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hatdie Verfassungsbeschwerden zurückgewiesen. DieBeschwerdeführer werden durch die angegriffenenBehörden- und Gerichtsentscheidungen sowiedurch die Neuregelung des Zugangsfaktors in § 77Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 SGB VI nicht in ihren Grundrechtenverletzt.Der Entscheidung liegen im Wesentlichen folgendeErwägungen zugrunde:1. Die Einführung eines gekürzten Zugangsfaktorsbei Beginn der Erwerbsminderungsrente vor Vollendungdes 63. Lebensjahres durch § 77 Abs. 2 Satz 1Nr. 3 SGB VI betrifft den Schutzbereich des Grundrechtsauf Eigentum. Die Vorschrift bestimmt Inhaltund Schranken des Eigentums und greift hierbeizugleich in bestehende Rentenanwartschaften ein.Die Regelung ist jedoch verfassungsgemäß, weil sieeinem Gemeinwohlzweck dient und verhältnismäßigist. Die Neuregelung des Zugangsfaktors dientdem legitimen Ziel, die Finanzierung der gesetzlichenRentenversicherung zu sichern und damitdie Funktionsfähigkeit des Systems der gesetzlichenRentenversicherung im Interesse aller zu erhalten,zu verbessern und den veränderten wirtschaftlichenBedingungen anzupassen. Nach Einführungder Abschläge bei vorzeitigem Bezug einer Alters-78


Recht & Steuern | RENTENMAGAZIN 2011rente durch das Rentenreformgesetz im Jahre 1992ging der Gesetzgeber davon aus, dass Versicherteanstelle einer gekürzten Altersrente bevorzugt eineErwerbsminderungsrente beantragen würden. Mitder Absenkung des Zugangsfaktors bei Erwerbsminderungsrentensollte ein solches Ausweichenauf die Erwerbsminderungsrente verhindert und aufdie Inanspruchnahme der Rente vor Eintritt des Regelaltersfür die Altersrente und damit auf eine Verlängerungder Rentenbezugszeit reagiert werden.Die Kürzung des Zugangsfaktors war geeignet sowieerforderlich, um dieses angestrebte Ziel zu erreichen,und belastet die Beschwerdeführer nichtübermäßig. Zwar hatten sie bei Inkrafttreten derNeuregelung noch nicht das 60. Lebensjahr vollendetund damit eine Voraussetzung für den Bezugeiner vorzeitigen Altersrente nicht erfüllt, so dassbei ihnen eine Ausweichreaktion von vornehereinausscheidet. Aber auch den Versicherten, die vorVollendung des 60. Lebensjahres eine Erwerbsminderungsrentebeantragen, ist eine Kürzung desZugangsfaktors zumutbar, weil sie von der vomGesetzgeber gleichzeitig eingeführten erhöhtenZugangszeit und vom früheren Rentenbezug profitieren.Dadurch wird die Kürzung der Erwerbsminderungsrentefür diese Versichertengruppe imErgebnis erheblich gemildert mit der Folge, dass dieBezieher einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeitmit erheblich geringeren Abschlägen belastetwerden als Versicherte, die vorzeitig eine Altersrentein Anspruch nehmen.Des Weiteren ist auch dem Grundsatz des Vertrauensschutzesdurch die vom Gesetzgeber geschaffenenÜbergangsregelungen hinreichend Rechnunggetragen worden.2. Da sich die Inhalts- und Schrankenbestimmung in§ 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 SGB VI als sachgerecht erweist,liegt auch kein Verstoß gegen den allgemeinenGleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG vor. DerUmstand, dass der Zugang zur Erwerbsminderungsrente– anders als die vorzeitige Inanspruchnahmevon Altersrente – eine schicksalhafte Entwicklungdes Gesundheitszustandes voraussetzt, ist dadurchhinreichend berücksichtigt, dass die Abschläge beiErwerbsminderungsrenten bei weitem nicht die beiAltersrenten mögliche Höhe erreichen und zudemnoch durch die erhöhten Zurechnungszeiten teilweisekompensiert werden.3. Die Rüge der Beschwerdeführer, sie würden gegenübernichtbehinderten Altersrentnern hinsichtlichder Abschläge beim Zugangsfaktor rechtlichgleich behandelt, vermag schließlich auch keinenVerstoß gegen das Benachteiligungsverbot des Art.3 Abs. 3 Satz 2 GG zu begründen. Zum einen ist derrentenrechtliche Behindertenbegriff nicht identischmit dem allgemeinen auf die Teilnahme am gesellschaftlichenLeben abstellenden Behindertenbegriff,an dem sich Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG orientiert.Denn der Anspruch auf Erwerbsminderungsrentestellt allein auf die Fähigkeiten des Versicherten aufdem Arbeitsmarkt ab und lässt auch eine vorübergehendeKrankheit ausreichen. Zum anderen ist dieVorschrift des § 77 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 SGB VI, soweitsie Behinderte im Sinne des Art. 3 Abs. 3 Satz2 GG trifft, wegen der oben dargestellten Berücksichtigungder gesundheitsbedingten Unfähigkeit,zu arbeiten, im Vergleich zu sonstigen Erwerbslosigkeitennoch gerechtfertigt.Bundesverfassungsgericht Beschluss vom 11. Januar 2011 1BvR 3588/08, 1 BvR 555/0979


RENTENMAGAZIN 2011 | Recht & SteuernGKV:Auch Gewinn aus einerDirektversicherung ist beitragspflichtigSozialgericht Aachen - Urteilvom 27.09.2011 (S 13 KR 245/10,BeckRS 2011,77081)IIn seinem Urteil vom 27.09.2011 (S 13 KR 245/10, BeckRS 2011,77081)hat das SG Aachen erneut bestätigt, dass Auszahlungen aus einemDirektversicherungsvertrag im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung(bAV) beitragspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung sind.Im abgeurteilten Verfahren stritten die Parteien darüber, ob und ggf.in welchem Umfang die Klägerin auf Kapitalleistungen aus zwei LebensversicherungenBeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung(GKV) und Pflegeversicherung (PV) zu zahlen hat. Die Klägerin war derAuffassung es könnten nur die eingezahlten Gehaltsanteile nachträglicheiner Beitragspflicht unterworfen werden, nicht jedoch die Kapitalerträge.Das Gericht hingegen vertrat die Auffassung, dass die ausgezahltenKapitalleistungen der betrieblichen Altersversorgung im Sinne von §1 des "Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung"(BetrAVG) inkl. der Gewinne der Beitragspflicht der GKV und PV unterliegen- abzüglich etwaiger Eigenbeiträge der Klägerin. Die Beitragspflichtvon Versorgungsbezügen der betrieblichen Altersversorgungzur GKV ergibt sich aus §226 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 i. V. m. § 229 Abs. 1Satz 1 Nr. 5 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V), zur PV aus § 57Abs. 1 Satz 1 Elftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI), der auf die vorgenanntenVorschriften des SGB V verweist.Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind also gut beraten, wenn Sie sichbei der Einrichtung, Erstellung und Überprüfung von Verträgen zurbetrieblichen Altersversorgung professionellen Rat einholen, um dieentsprechenden Haftungsgefahren einer Falschberatung abwälzenkönnen.Autor: Deutscher bAV ServiceImpressumVerlag und Herausgeber:wmd Verlag GmbHWiesseer Straße 12683707 Bad WiesseeTel: +49 (0)8022 – 187110Fax: +49 (0)8022 – 1871129info@wmd-verlag.dewww.wmd-brokerchannel.deGeschäftsführung:Friedrich A. WanschkaChefredaktion:Friedrich A. WanschkaLayout:Astrid KleeFoto: fotolia, adpicHandelsregister: HRB 165643Amtsgericht MünchenBankverbindung:Sparkasse Rosenheim - BadAiblingBLZ 711 500 00, Kto. 24364Steuer-Nummer: 139/142/50247Ust.- IdNr. DE 812638572Verkaufspreis: 10 EuroVertriebsleitung:Matthias Heßwmd Verlag GmbHc/o SEL Selected Media OHGKattunbleiche 31a22041 HamburgTel: +49 (0)40 2841083-21m.hess@wmd-verlag.deTechnische Umsetzung / Produktion:wmd Verlag GmbHAstrid KleeWiesseer Straße 12683707 Bad WiesseeTel: +49 (0)8022 – 187110Fax: +49 (0)8022 – 1871129info@wmd-verlag.deDer Verleger übernimmt keine Haftung für unverlangteingereichte Manuskripte und Fotos.Mit der Annahme zur Veröffentlichung überträgtder Autor dem Verleger das ausschließliche Verlagsrechtfür die Zeit bis zum Ablauf des Urheberrechts.Dieses Recht bezieht sich insbesondereauch auf das Recht, das Werk zu gewerblichenZwecken per Kopie zu vervielfältigen und/oderin elektronische oder andere Datenbanken aufzunehmen.Alle veröffentlichten Beiträge sindurheberrechtlich geschützt. Ohne schriftlicheGenehmigung des Verlegers ist eine Verwertungaußerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzesunzulässig. Aufsätze und Berichte gebendie Meinung des Verfassers wieder. Für den Inhaltist der Verlag nicht verantwortlich.80


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