Unfal von Tschernobil - Dr. Hussein Saado Portrait des GOSKs in ...

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Unfal von Tschernobil - Dr. Hussein Saado Portrait des GOSKs in ...

Lebenssituationen und Perspektiven im Vergleich von drei Ländern und Regionen -Gomel (Belarus), Brjansk (Russland), Chernigov (Ukraine) - Direktion fürEntwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Bern, SchweizRisikoreiche Technologien minimieren20 Jahre nach Tschernobyl - Erfahrungen und Lehren für die ZukunftEinladung zum Internationalen Kongress vom 3. bis 5. April 2006 in der BerlinerCharité - 1. Ankündigung, 1st Announcement, Call for PapersGrenzwerte für Strahlenbelastung in LebensmittelnLiteraturTschernobyl - 20 Jahre späterMedizinische Betrachtungen aus menschlicher Sichtvon Theodor Abelin, emeritierter Professor für SozialundPräventivmedizin, Universität BernDie Nachricht Ende April 1986 war erschreckend: In einem Atomkraftwerk in derUkraine hatte sich eine Explosion ereignet, doch die Meldung kam aus Skandinavien,wo in der Luft eine erhöhte Radioaktivität gemessen worden war. Auch bei uns in derSchweiz war die Radioaktivität erhöht. In unseren Seen durfte nicht mehr gefischtwerden. Schwangere fürchteten um das Wohl ihrer Kinder und vermieden die Milchunserer Kühe. Pulvermilch wurde knapp, aber niemand wusste, wie gross die Gefahrwirklich war. Strahlenexperten versuchten, die Bevölkerung zu beruhigen, währendUmweltexperten von einem GAU - einem «grössten anzunehmenden Unfall» -sprachen. Kaum jemand konnte die in den Medien berichteten Messwerteinterpretieren. Es herrschte Angst.Chaos in den betroffenen GebietenSpäter vernahmen wir von den Strahlenärzten in der staatlichen Krebsklinik vonWeissruss-land bei Minsk, etwa 380 Kilometer nördlich von Tschernobyl, dass amMorgen des 26. April 1986 ihre Messgeräte weit über die Maximalwerte ausschlugenund unbrauchbar waren. Auf ihre Nachfrage bei den Behörden erhielten sie keineErklärung. Die Einwohner in der Umgebung von Tschernobyl wussten von nichts.Hier ernährten sich die Schwangeren wie immer von der Milch ihrer Kühe. Auseinem Umkreis von etwa 30 Kilometern um Tschernobyl wurde die Bevölkerung inweiter entfernt gelegene Unterkünfte evakuiert. Die Stadt Pripjat, rund 100 Kilometernördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew und in nächster Nähe der Atomreaktorenvon Tschernobyl, hatte damals rund 50000 Einwohner, ist aber heute nur noch eineGeisterstadt, in der am 26. April hängengebliebene Plakate noch immer zur grossenErste-Mai-Feier von 1986 einladen.4

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