CHRONIK DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR ... - FF Lannach

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CHRONIK DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR ... - FF Lannach

CHRONIK DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR LANNACH

1903 - 2003


CHRONIK DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR LANNACH

1903 - 2003


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IMPRESSUM 100 JAHRE FF LANNACH

100 JAHREFREIWILLIGE FEUERWEHR LANNACH1903 - 2003

IMPRESSUM

Herausgeber.

Freiwillige Feuerwehr Lannach, Schwarzwiesenstraße 9, 8502 Lannach

Tel.: 03136/81881; Fax 03136/81881-15, ff.lannach@utanet.at

© 2003 Dipl. Ing. Kerstin Petschauer, bzw. Freiwillige Feuerwehr Lannach

Alle Rechte vorbehalten

Wir gedenken in Ehrfurcht und Verbundenheit

unserer verstorbenen Kameraden.

Wir erinnern dankbar ihrer Leistungen und Ihres

Einsatzes für die Nächstenliebe und die Gemeinschaft

der Feuerwehr.

Ihre Opferbereitschaft und Pflichterfüllung werden

uns immer ein Vorbild sein.


100 JAHRE FF LANNACH ZUM GELEIT

LANDESHAUPTMANN DER

STEIERMARK

UND FEUERWEHRREFERENTIN

In dieser Festschrift wird berichtet, was die Freiwillige Feuerwehr Lannach seit ihrer Gründung vor 100 Jahren

geleistet hat.

Für mich als Landeshauptmann der Steiermark ist dieses seltene Jubiläum ein sehr schöner Anlass, allen

Feuerwehrkameraden der FF Lannach für ihren Einsatz im Dienste der Allgemeinheit zu danken. Denn

wenn es brennt, wenn das Hochwasser kommt oder wenn sich ein Unfall ereignet hat, so heißt es tatkräftig

zupacken, Menschen retten, Sachwerte.

Das ist das große Anliegen der Freiwilligen Feuerwehr – für andere einzustehen, die sich in Not befinden.

Die FF Lannach feiert ihr Jubiläum mit einem großen Fest. Alle, die daran teilnehmen, grüße ich und wünsche

Ihnen ein herzhaftes Beisammensein mit dem traditionsreichen Feuerwehrgruß „Gut Heil“!

Waltraud Klasnic

Landeshauptmann der Steiermark und Landesfeuerwehrreferentin

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ZUM GELEIT 100 JAHRE FF LANNACH

LANDESFEUERWEHRKOMMANDANT

DER STEIERMARK

Der abwehrende Brandschutz hat in der Gemeinde Lannach eine lange Tradition. Nur bescheidene Mittel,

wie Feuerhaken, Leitern und Eimer waren anfangs vorhanden. Seit der Gründung hat die Organisation des

Feuerwehrwesens eine Entwicklung, wie kaum eine andere erlebt. Von der Idee der nachbarlichen Hilfeleistung

im Brandfall hat sich die Feuerwehrorganisation inzwischen zu einer nicht mehr wegzudenkenden Umwelt-

und hoch technisierten Einsatztruppe gewandelt.

Ein wichtiger Stützpfeiler, der zum Erfolg des Feuerwehrwesens beigetragen hat, war und ist nach wie vor

die Freiwilligkeit der Mitglieder. Zusätzlich erlangte diese Einrichtung einen wichtigen gesellschaftlichen Stellenwert,

der sich auf das Zusammenleben der Bevölkerung sehr positiv ausgewirkt hat. In unserer Konsum

orientierten Gesellschaft ist es außerdem gelungen, tausenden Jugendlichen höhere Ideale und Zielvorstellungen

vorzugeben, die den Egoismus in den Hintergrund stellen.

Lannach hat besonders in den letzten beiden Jahrzehnten einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung genommen,

der sich auch auf die Entwicklung der Feuerwehr Lannach übertragen hat. Trotz der starken Veränderungen

durch die moderne Technik ist das Anliegen der Freiwilligen Feuerwehr Lannach auch nach 100

Jahren gleich geblieben: in Not geratenen Mitbürgern zu helfen.

Der jubilierenden Feuerwehr von Lannach wünsche ich daher auch weiterhin jene Motivation und Einsatzbereitschaft

die notwendig sein wird, um auch am Beginn zum dritten Jahrtausend für die neuen Herausforderungen

bereit zu sein.

Gut Heil!

LBD Franz Hauptmann

Landesfeuerwehrkommandant


100 JAHRE FF LANNACH ZUM GELEIT

BEZIRKSFEUERWEHRKOMMANDANT

VON DEUTSCHLANDSBERG

Das 100-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr ist Grund genug, einmal zurückzublicken, was sich in

den vergangenen Jahren alles geändert hat.

Zwar brachte die Technik eine beträchtliche Verbesserung der Schlagkraft unserer Wehren mit sich, jedoch

werden ihre Aufgaben mit dem Fortschritt, welcher auch immer wieder neue Gefahren in sich birgt, nicht

geringer. Was nützen die modernsten Geräte, wenn nicht der Mensch mit seinen Ehrfahrungen dahintersteht?

Der 100-jährige Bestand der Freiwilligen Feuerwehr Lannach gab mir den willkommenen Anlass, allen Feuerwehrkameraden

für die vielen ungezählten Stunden und Tage, sei es im Einsatz, bei Übungen oder bei

sonstigen Veranstaltungen, herzlichst zu danken. Alle sind von dem gleichen Geist beseelt, dem Nächsten

zu helfen, wenn er in Gefahr ist. Dies ist wohl die größte Tugend eines Menschen.

Ich wünsche den Männern der jubilierenden Wehr beste Gesundheit, möge der Gedanke der freiwilligen

Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft in ihren Reihen weiterleben zum Schutz von Hab und Gut der Bewohner

der Marktgemeinde Lannach und unserer schönen Heimat.

Gott zur Ehr – dem Nächsten zu Wehr!

Gut Heil!

Helmut Lanz,

Oberbrandrat

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ZUM GELEIT 100 JAHRE FF LANNACH

BEZIRKSHAUPTMANN VON

DEUTSCHLANDSBERG

Die Freiwillige Feuerwehr Lannach feiert heuer das Jubiläum ihres 100-jährigen Bestehens. Aus diesem

besonderen Anlass entbiete ich allen Angehörigen der Wehr meine herzlichste Gratulation.

Damit verbinde ich meinen aufrichtigen Dank für all das, was die Lannacher Feuerwehrkameraden seit 1903

– in sprichwörtlicher Hilfs- und Einsatzbereitschaft – in ungezählten Not- und Unglückssituationen für die

Bürgerinnen und Bürger von Lannach und damit für die Gemeinschaft geleistet haben.

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Lannach ist beispielhaft für die überaus positive Entwicklung des

Feuerwehrwesens unseres Bezirkes im vergangenen Jahrhundert: der Aufstieg von einer einfachen Brandschutzeinheit

zu einer bestens ausgebildeten und speziell ausgerüsteten Einsatztruppe zur Hilfeleistung bei

Bränden, technischen Unfällen und Naturkatastrophen.

In diesem Sinn wünsche ich der Freiwilligen Feuerwehr Lannach als Leiter der Sicherheitsbehörde im Bezirk

Deutschlandsberg eine glückliche Zukunft und viel Erfolg bei all ihren Aktivitäten.

Mit meinen besten Empfehlungen

Helmut-Theobald Müller

Bezirkshauptmann


100 JAHRE FF LANNACH ZUM GELEIT

EHRENABSCHNITTSBRANDINSPEKTOR

DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR

LANNACH

Zum 100-jährigen Bestandsjubiläum meiner Stammfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr von Lannach,

welcher ich seit 1955 angehöre, möchte ich der Wehrführung und den Kameraden recht herzlich gratulieren

und auch der Bevölkerung von Lannach für die Unterstützung der Feuerwehr danken.

Haben sich die Anforderungen von 1903 bis 2003 geändert, so musste auch das hiefür notwendige Gerät

und auch die Ausbildung der Feuerwehrmänner dem Stand der Technik angepasst werden.

Möge die Freiwillige Feuerwehr Lannach auch weiterhin in guter Kameradschaft und viel Erfolg das bisher

geschaffene weiter ausbauen und für die Sicherheit der Bevölkerung von Lannach sorgen.

Gut Heil,

Josef Maier

Ehrenabschnittsbrandinspektor

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ZUM GELEIT 100 JAHRE FF LANNACH

BÜRGERMEISTER VON LANNACH

Ein Danke an alle Feuerwehrkameraden

Zwei Feuerwehrbestandsjubiläen krönen in der Marktgemeinde Lannach das Jahr 2003. Nämlich das 100jährige

Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Breitenbach/Hötschdorf, welches wir bereits am 31. Mai und

01. Juni heurigen Jahres ausgiebig gefeiert haben und das 100-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr

Lannach.

Schicksalsschläge und Notsituationen haben Männer aus Lannach mit dem Ziel zusammengeführt, den von

Feuerkatastrophen heimgesuchten Mitmenschen Hilfe zu leisten.

Vieles hat sich in diesen 100 Jahren verändert. Die Ausrüstung, die Technik, die Art der Einsätze und das

gesamte Gesellschaftsleben.

Nur eines ist gleich geblieben: der Wille der Feuerwehrkameraden von Lannach, Mitmenschen zu helfen,

die in Not geraten sind.

Heute können wir stolz darauf sein, dass der Ausrüstungs- u. Ausbildungsstand der Freiwilligen Feuerwehr

Lannach ein guter ist und dass ich im Rahmen meiner Funktion als Bürgermeister der Marktgemeinde Lannach

ein Stück des Weges mit dieser Gemeinschaft gehen darf.

Ich danke allen Verantwortungsträgern, die seit Bestehen dieser Wehr vorne gestanden sind und die Entwicklung

dieser Gemeinschaft geprägt haben.

Allen Wehrkameraden mit dem Kommandanten HBI Franz Petschauer gratuliere ich herzlich zum runden

Bestandsjubiläum und wünsche weiterhin eine gedeihliche Entwicklung dieser Gemeinschaft, damit auch in

Zukunft der Schutz der Bewohner unseres Ortes gewährleistet ist.

Gut Heil,

Josef Niggas

Bürgermeister


100 JAHRE FF LANNACH ZUM GELEIT

BUNDESMINISTER FÜR

WIRTSCHAFT UND ARBEIT

Meist denkt man nur wenn es brennt an die Feuerwehr. Was die Feuerwehr über die Brandbekämpfung

hinaus noch leistet, ist aber nicht immer allen bewusst. Dabei sind ihre Serviceleistungen und Hilfsdienste

vielfältig. Freiwillige Feuerwehren sind wichtige Stützen im Katastrophenschutz, sie helfen bei Verkehrsunfällen

und sie sind immer dann zur Stelle ist, wenn Not am Mann ist.

Seit 100 Jahren ist die FF Lannach ein fixer Bestandteil unseres Heimatortes und sorgt dafür, dass wir uns

sicher fühlen und uns darauf verlassen können, dass sie da ist, wenn sie gebraucht wird.

Ich freue mich, der FF Lannach zu diesem Jubiläum gratulieren zu dürfen, und wünsche ihren Mitgliedern

auch weiterhin alles Gute.

Dr. Martin Bartenstein

Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit

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ZUM GELEIT 100 JAHRE FF LANNACH

FEUERWEHRKOMMANDANT DER

FREIWILLIGEN FEUERWEHR

LANNACH

Als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Lannach ist es für mich eine ehrenvolle Aufgabe, das 100jährige

Bestandsjubiläum mit den Feuerwehrkameraden sowie der Bevölkerung von Lannach feiern zu können.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Gründern der Lannacher Feuerwehr bedanken, die vor 100

Jahren eine Gemeinschaft ins Leben gerufen haben, den Menschen, die in Not geraten sind, zu helfen.

Waren die Aufgaben zur Gründerzeit fast ausschließlich auf Brände beschränkt, so wird die Feuerwehr heute

zu über 90% zu technischen Einsätzen gerufen. Diese Änderung in den Anforderungen an die Feuerwehr

machte es auch notwendig, sich stets den neuen Anforderungen mit Gerät und Mannschaft anzupassen.

War in der Vergangenheit für die Bewältigung der Aufgaben die Stäke einer Wehr gefragt, so wird heute die

schwere Arbeit von modernen Geräten bewältigt. Diese Gerätschaften erfordern eine entsprechende Ausbildung

und auch eine sichere Handhabung um diese den Einsätzen optimal verwenden zu können

Mein Wunsch für die Zukunft ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Bevölkerung der Marktgemeinde

Lannach und der Feuerwehr im Sinne unseres Leitspruches:

„Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“

HBI Ing. Franz Petschauer


100 JAHRE FF LANNACH GESCHICHTE

HISTORISCHE EINBLICKE IN DIE ENTWICKLUNG DES

FEUERLÖSCHWESENS BIS ZUM ERSTEN WELTKRIEG

DIE ANFÄNGE DES MODERNEN

FEUERLÖSCHWESENS

Der Beginn einer zunehmend professionalisierten

Form der Brandbekämpfung

kann etwa ab der zweiten

Hälfte des 19. Jh. Angesetzt werden.

Für die Zeit davor waren zwar Maßnahmen

zur Brandvorbeugung,

Löschablauf, Löschgeräteverwahrung

und baupolizeiliche Maßnahmen

in sogenannten Löschordnungen

festgeschrieben, im Brandfall

selbst war man aber auf sehr bescheidene

technische Mittel angewiesen.

Auch in den Weistürmen (Banntaidinge)

finden sich Regelungen über

Brandverhütung, Brandbekämpfung

und Strafen für das Verursachen

eines Brandes. Es waren hauptsächlich

Zunftmitglieder (Bäcker, Schmiede,

Zimmerleute, Maurer u. a.), die

für entsprechende Löschausrüstung

zu sorgen hatten und auch meist

gezielte Tätigkeiten beim Löschen

verrichten mussten; im Brandfall

halfen oft alle Dorfbewohner bei den

Löscharbeiten mit.

Das moderne Löschwesen hatte

seine Anfänge in drei Bereichen: Ein

großes Vorbild war die „Wiener

Löschanstalt“ (gegründet 1685), eine

frühe Art von Berufsfeuerwehr mit

„Feuerknechten“, die für die Bedienung

und Wartung der Feuerspritzen

zuständig waren. Sie hatte ein eigenes

Depot für Löschgeräte und Pferde

und verfügte bereits 1812 über

Atemschutzgeräte bestehend aus

Rauchhaube, Schlauch für Luftzufuhr

und kurbelbetriebener Luftpumpe.

Ein Vorbild für viele Feuerwehrgründungen

waren auch Pompieri, die

Löschmannschaft für Triester Werften

(gegründet 1837).

Der größte Einfluss auf die Gründung

von freiwilligen Feuerwehren ging

hauptsächlich von den Turnerfeuerwehren

und Pompierkorps des süddeutschen

Raumes aus. So wurde in

Graz 1853 nach süddeutschem und

italienischem Vorbild ein „Pompierkorps“

aufgestellt – später „Städtische

Feuerwehr“ genannt und 1865

Freiwillige Turnerfeuerwehr Graz, 1866; im Bild wurde neben Feuerlöschaktivitäten auch der sportliche

Aspekt angedeutet. (Foto aus: Steirischer Feuerwehrkalender 2003 S. 48)

als weitere Feuerwehr eine „Turmfeuerwehr“

gegründet.

Vor allem nach Erlass des Vereinsgesetzes

1867, wonach erstmals die

Möglichkeit bestand, sich in Vereinen

zusammenzuschließen, kam es in

den großen Städten zur Gründung

von deutschnational bis deutschliberal

gesinnten Turnerfeuerwehren. Im

ländlichen Bereich bestanden freiwillige

Feuerwehren nach wie vor aus

Dorfhonoratioren, Gewerbetreibenden,

Handwerkern und Bauern. Arbeiter

waren eher weniger vertreten,

allein aus Gründen der spärlich und

nicht frei zur Verfügung stehenden

Zeit, außerdem mussten die Uniformen

selbst gekauft werden, was für

Arbeiterfamilien oft eine finanzielle

Hürde darstellte.

Eine Ausnahme waren die Folge der

Industrialisierung entstandenen Betriebs-

und Werksfeuerwehren – in

Fürstenfeld bereits gegründet um

1831 oder auch in der Mur-Mürz-

Furche.

Unter den Turnerfeuerwehren kam

es bald zu einer zunehmenden Radikalisierung

durch parteipolitische

Intentionen (Deutschnationalismus),

und der Feuerschutz aus humanitären

Gründen trat zuweilen in den

Hintergrund.

LÖSCHGERÄTE

Lange Zeit zählten Eimer, Beile,

Feuerhaken und Leitern zu den wichtigsten

und oft einzig verfügbaren

Feuerlöschgeräten. Die Löscheimer

waren nicht selten aus Leder gefertigt,

damit sie beim eventuellen Fallenlassen

nicht zu Bruch gingen.

Die ersten Feuerlöschspritzen in der

Steiermark könnten 1555 zum Einsatz

gekommen sein; Kaiser Ferdinand

I. genehmigt nach dem Grazer

Stadtbrand den Ankauf von fünf bis

sechs Feuerspritzen für die Grazer

Burg. Es handelte sich um „Kasten-

Handdruckspritze aus Holz mit Wenderohr (Foto

aus: Steirischer Feuerwehrkalender 2003, S. 49)

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GESCHICHTE 100 JAHRE FF LANNACH

Wendehalsspritze von Hans Hautsch, Nürnberg

1655; zeitgenössischer Kupferstich. Um die

Pumpstangen in Gang zu halten waren 28 Männer

nötig. (Foto : aus Steirischer Feuerwehrkalender

2003, S. 49)

spritzen“ 8 Hebelpumpe dieser Spritzen

und die geförderte Wassermenge

waren sehr gering und damit ihre

Leistung eher dürftig. Eine technische

Neuerung war Ende des 17. JH.

Die Schlangenspritze, deren Wendehals

durch einen Schlauch ersetzt

wurde, sodass ein wesentlich gezielteres

Herangehen an das Feuer

möglich war.

Mit der Erfindung des Druckschlauches

1712 war es nun auch möglich,

einen gleichmäßigen kontinuierlichen

Wasserstrahl zu erzeugen. Solche

Spritzen standen aber oft nur in städtischen

Bereichen zur Verfügung und

waren in ihrer Leistungskraft gegen

das Feuer bescheiden. In ländlichen

Gebieten musste man sich meist mit

weniger begnügen.

Der 70 Gehöfte umfassende Markt

Haus im Ennstal hingegen hatte, wie

die örtliche Feuerlöschordnung des

Jahres 1796 bestätigt, eine bildliche

Ausstattung zur Brandbekämpfung: 9

Feuerleitern, 10 Feuerhaken, 25

Wasserbottiche, 10 lederne Löscheimer,

16 Handspritzen und eine

Zierspritze. Auch die Rollenwerteilung

während des Löschens war

genau festgeschrieben.

DER WUNSCH NACH VEREINHEIT-

LICHUNG – GRÜNDUNG VON

BEZIRKS- LANDES- UND

DACHVERBÄNDEN

Bald wurde in vielen Belangen der

Wunsch nach Vereinheitlichung laut,

denn bei technischen Geräten kam

es häufig zu Problemen. Die Schläuche

und Gewinde unterschiedlicher

Fabrikation waren nicht kompatibel,

und Feuerwehrleute wie auch Erzeuger

hatten kaum Erfahrung darin,

was technisch gut ist und was nicht.

In Folge kam es zur Gründung erster

Landesverbände (1869: „Verband

der freiwilligen Feuerwehren in Kärnten“;

im selben Jahr Niederösterreich

und Oberösterreich; 1970 Steiermark

unter Federführung der Turnerfeuerwehr

Graz). Um die Jahrhundertwende

gab es in der Steiermark bereits

304 im Landesverband organisierte

neben 29 nicht organisierten

Feuerwehren.

Die Landesverbände machten sich

die Vereinheitlichung der Schulung,

der Uniformierung, der Ausrüstung,

der technischen Weiterentwicklung

und die Versorgung von im Einsatz

verletzten Feuerwehrmännern sowie

Hinterbliebenen von Verunglückten

zur Aufgabe. Auch arbeitete man an

einer gemeindeinternen Aufwertung

des Feuerwehrwesens. Ein Schritt

war die Übertragung der Löschbefugnis

auf die Feuerwehr; nicht mehr

der Bürgermeister oder sein Stellvertreter,

sondern er Hauptmann bzw.

Stellvertreter galten nun als Einsatzleiter.

Die Gemeinden wurden dazu

angehalten, für das Erhalten der

Feuerwehr und deren Ausrüstung zu

sorgen, und falls noch keine Feuerwehr

im Ort vorhanden ist, die Gründung

einer solchen voranzutreiben.

Neben den Landesverbänden wurden

auch bald Bezirksverbände gegründet.

Die Feuerwehrbezirke waren

zu dieser Zeit nicht mit den politischen

Bezirken deckungsgleich (seit

1887 gab es in der Steiermark 21

Feuerwehrbezirke im Gegensatz zu

16 politischen Bezirken). Aus den

Bezirksverbänden wurden Delegierte

in die Landesverbände entsandt und

von dort in den österreichischen

Dachverband.

Schon 1969 wollte Feuerwehrhauptmann

Ferdinand Jergitsch (Klagenfurt)

einen österreichischungarischen

Dachverband als Überorganisation

schaffen. Allerdings

wurde die Gründung besonders auf

Betreiben der „Turner“ abgelehnt, die

sich aus nationalistischen Motiven

gegen eine Zusammenarbeit mit

anderen Nationen aussprachen.

1878 folgte schließlich der Beschluss

zur Gründung eines ausschließlich

österreichischen Feuerwehrverbandes,

der zwei Jahre später (1880)

zum „Ersten österreichischen Feuerwehrtag“

in Graz zusammentraf. Es

wurde ein „Ständiger Österreichischer

Feuerwehrausschuss“ gebildet,

der 1900 in den „Österreichischen

Feuerwehrreichsverband“ umgewandelt

wurde, und sich schließlich 1917

„Österreichischer Reichsverband für

Feuerwehr und Rettungswesen“

nannte. Die zunehmend nationalistischen

Differenzen in der Monarchie

waren auch innerhalb des Österreichischen

Dachverbandes der Feuerwehren

verstärkt präsent und führten

zu Konflikten und Austritten von Landesverbänden.

UNIFORMIERUNG

Ein Ziel der Landesverbände war die

Vereinheitlichung der Bekleidung.

Die Feuerwehrmänner der „Wiener

Löschanstalt“ zählten europaweit zu

den ersten mit einheitlicher Uniform.

Ansonsten legte jede Feuerwehr für

sich ihre Bekleidung fest, die von den

Männern selbst finanziert werden

musste. Das Feuerwehrgewand hatte

daher sehr unterschiedliche Ausprä-

Feuerwehr Oberwölz, 1871; einheitliche Uniformierung

war allgemein zu dieser Zeit die Ausnahme.

Für das Foto hatten die Oberwölzer Feuerwehrmänner

das gute Ausgehgewand angezogen; die

breitkrempigen Hüte sollten die Steiger wohl vor

Funkenflug schützen. Im Hintergrund sehen wir

mehrere Frauen – eine mit Wasserkübel. Vor der

umfassenden Spezialisierung des Feuerlöschwesens

halfen in der Regel alle beim löschen mit.

(Foto: aus Steirischer Feuerwehrkalender, S. 67)

gung. Vielfach musste das Alltagsgewand

reichen, wie bei der Oberwölzer

: die Spritzenmänner signalisierten

ihre Gemeinsamkeit lediglich

durch ein rotes oder weißes Band auf

dem Hut, die Steiger traten mit breitkrempigen

Hüten als Schutz vor

Funkenflug auf.

Bereits in den 1860er Jahren versuchte

man auf die Funktionalität der

Bekleidung hinzuweisen. Im Brandeinsatz

sollte sie zweckmäßig erscheinen,

dennoch wurde auch auf

Repräsentieren geachtet. Vor allem

militärische Uniformen galten seit

Mitte der 1870er Jahre als Vorbild für

Feuerwehr-Adjustierung, aber auch

modisch Kreiertes war zu finden. Erst

nach dem ersten Weltkrieg gab es

eine breite Vereinheitlichung der

Feuerwehrbekleidung.

Die Rangabzeichen waren bereits

1982 für den österreichischen Teil

der Reichshälfte vereinheitlicht worden,

nachdem das Militär eine Abgrenzung

der Feuerwehrdienstgrade

von ihren eigenen gefordert hatte.


100 JAHRE FF LANNACH GESCHICHTE

FF Vorau, 1911; das Bild entstand anlässlich des

35-jährigen Bestandsjubiläums. (Foto: aus Steirischer

Feuerwehrkalender 2003, S. 50)

RETTUNGSWESEN

Obwohl schon 1870 die FF Bruck bei

allen ihren Einsätzen nachweislich

eine „Apotheke“ mitführte, wurde

steiermarkweit die erste Rettungsabteilung

innerhalb der Feuerwehr erst

später, 1889, von den Grazer Turnern

geschaffen. Als 1891 ein Vertrag

betreffend Krankentransportdienste

im Fall eines Krieges zwischen

dem Kriegsministerium, dem

Österreichischen Feuerwehrausschuss

und der österreichischen

Gesellschaft vom Roten Kreuz unterzeichnet

wurde, erlangte das Rettungswesen

der Feuerwehren rasch

zunehmende Bedeutung. Bereits

1910 gab es in der Steiermark 38

Krankentransportwagen innerhalb

der Feuerwehren. Da die Rettungsabteilungen

stets einsatzbereit sein

mussten und für den Ernstfall

trainierten, kam ihr Wissen der

Bevölkerung auch in Friedenszeiten

zugute. Vor allem in ländlichen

Gebieten übernahmen sie oft

anfallende Krankentransporte – eine

nicht unwesentliche Einnahmequelle

für die Feuerwehren. Besonders im

Verlauf des Ersten Weltkrieges nahm

der Rettungsdienst der Feuerehren

einen großen Aufschwung. Vor allem

in der Steiermark war das Rettungswesen

schon früh ein fest

verankerter Sachbereich innerhalb

der freiwilligen Feuerwehren.

Mehrere Jahre vor allen anderen

heutigen österreichischen

Bundesländern wurde das

Rettungswesen in den Namenszug

des Landesverbandes einbezogen

(1897: „Steiermärkischer Landesverband

für Feuerweh- und Rettungswesen“).

Andere Landesverbände

und auch der Dachverband zogen

erst während des Ersten Weltkrieges

nach.

TECHNISCHE AUSSTATTUNG

DIE STEIRISCHEN

FEUERWEHREN UNTER DEN

VORREITERN IN DER

MOTORISIERUNG

Erster steirischer Gauverbandsobmann

im Jahr 1870 wurde DI Ferdinand

Watzka, Hauptmann der FF

Bruck. Schon wenige Monate darauf

wurde der Sitz des Gauverbandes

aber nach Graz verlegt und auch ein

neuer Obmann für den Landesfeuerwehrverband

gewählt: DI Alois Hueber,

der bis Ende des Ersten Weltkrieges

in seiner Funktion wichtige

Aufbauarbeit leistete.

Die technische Ausstattung wurde

zunehmend modernisiert; 1891 konnte

die erste Dampfdruckspritze in der

Steiermark von der Grazer Berufsfeuerwehr

in Betrieb genommen

werden. Es waren hauptsächlich

finanziell gut situierte Feuerwehren,

die Neuerungen rasch aufnehmen

konnten. 1907 nahm die FF Gleichenberg

als erste im Land eine

pferdebespannte Motorspritze der

Firma Rosenbauer (Linz) in Betrieb.

Die Steiermark zählte zu den Vorreitern

der Motorisierung: 1906 führte

die Feuerwehr Spital/ Semmering

den Vorteil eines Kommandantenautos

in einer Großübung vor und

schon zwei Jahre später (1909)

konnte die FF Mürzzuschlag steiermarkweit

als erste ein Kraftfahrzeug

in Dauerdienst stellen, noch im selben

Jahr nahm die Feuerwehr Stainz

ein derartiges Einsatzfahrzeug in

Betrieb.

Aus:

Steirischer Feuerwehrkalender 2003,

Mag. Waltraud Froihofer, Verlag

Ingenium GmbH & Co und Volkskultur

Verlags GesmbH, 2002, S. 47-51

Dampfspritze (Foto: aus Steirischer Feuerwehrkalender

2003, S. 51

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CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

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100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

1903 - 1912

1903

22. NOVEMBER

Vollversammlung zur Gründung einer

Feuerwehr in Lannach.

Es wurden 36 Gründungsmitglieder angeführt.

Da der ehemalige Bürgermeister

Amschl erkrankt war, übernahm Josef

Wenzel den Vorsitz.

Der erste Ausschuss bestand aus folgenden

Männern:

Hauptmann und Gründer der Wehr:

Heinrich Schnüttchen

Stellvertreter:

Matthias Fröhlich

und Josef Gaube

Zugführer: Anton Jöbstl

und Anton Neger

Rottenführer: Anton Steirer

und Anton Guß

Zeugwarte: Franz Bauer

und Alois Brante

Kassier und Schriftführer:

Blasius Kraner

Hornisten: Franz Hoja

Und Franz Hesele

Mit Erlass der Bezirkshauptmannschaft

Deutschlandsberg, Zahl: 21.701 vom 18.

DEZEMBER 1903, wurde die Bildung

eines freiwilligen Feuerwehrvereines genehmigt.

20. DEZEMBER

Vollversammlung: Die Wehr galt als gegründet.

27. DEZEMBER

Für die Brandbekämpfung standen Feuerhaken,

Leitern und Eimer als bescheidenes

Rüstzeug zur Verfügung. Bereits am

8. Dezember 1903 gewährte der Landesfeuerwehrverband

in Graz eine Subvention

in der Höhe des halben Gerätepreises.

1904

24. JÄNNER

Die Kassa wurde mit 285,88 Kronen an

Hauptmann Schnüttchen übergeben. Mit

dem Startvermögen sollte die Ausrüstung

angeschafft werden:

2 Steigerzugführerhelme

6 Steigerhelme samt Schild und Nackenleder

8 Steigergurte

2 Steigerbeile

8 Mannschaftshelme

8 Spritzmannschaftsgurte

2 Signalhörner

2 Signalhornschnüre

2 Beiltaschen

13. MÄRZ

Ausschusssitzung

Aufnahme aus dem Jahr 1871. Das nur zum Teil abgebildete Gebäude (links), heute Gasthaus Tomberger,

wurde 1871 erbaut, und das alte Rauchstubenhaus daneben, wohl Vorläufer des neuen Wirtshauses,

1872 „demoliert“. Mit Gründung der FF Lannach wurde das Gasthaus Tomberger, damals Scheucher,

zum Vereinslokal der FF Lannach.(Foto: aus Chronik „Lannach, das Tor zum Paradies“, S. 179)

Der Bezirksausschuss Stainz widmete der

Freiwilligen Feuerwehr Lannach 100 Kronen.

Hauptmann Schnüttchen bedankte

sich auf das herzlichste.

Anschaffung:

8 Mannschaftshelme

8 Mannschaftsgurte

6 Chargenhelme

6 Chargengurte

20 Drillblusen

4m Saugschlauch

Der Verein bezahlte dafür 275 Kronen,

welche von Hauptmann Schnüttchen

vorgestreckt wurden, allerdings mit 3%

Verzinsung. Der Verein erklärte sich bereit

den genannten Betrag sofort nach Erwerb

wieder an Hauptmann Schnüttchen zurückzuerstatten.

27. APRIL

Ausschusssitzung der Feuerwehren Lannach

und Breitenbach

Es wurde einstimmig beschlossen die

Spritzen der beiden Wehren Lannach und

Breitenbach gemeinsam in Lannach weihen

zu lassen. Die Weihe wurde von

Herrn Pfarrer Pachterl aus Dobl vorgenommen

und fand im Schlosshof am 15.

Mai um 15:00 statt.

Alle Auslagen mussten von beiden Wehren

gemeinschaftlich zur Hälfte geleistet

werden. Die Errichtung des Triumphbogens

vor dem Schloss, sowie die Bekränzung

wurde von Tagelöhner besorgt.

Diese wurden mit 1Krone pro Tag entschädigt.

Die Dekoration übernahmen

Herr Jöbstl aus Lannach und Herr Hernus

aus Sajach. Die Dekoration der Spritzen

wurde von Ehrenjungfrauen ausgeführt.

Herr Anton Guss besorgte die Ehrenjungfrauen,

Anton Steirer das Pulver zum

Schießen, sowie drei Mann zur Bedienung

der Böller. Von 13 bis 16 Uhr wurde abwechselnd

geschossen, für die musikali-

sche Begleitung sorgte die Kapelle von

Dobl.

2. JUNI

Wahl der Delegierten:

Herr Mathias Fröhlich

Herr Johann Jöbstl

Herr Anton Steirer aus Lannach

200 Kr. waren von seiner K & K Majestät

eingelaufen und 10 Kr. Von Herrn Johann

Pajer aus Dobl als Spende. Die Kassa

wurde geprüft und geordnet.

Herr Schnüttchen verpflichtete sich den

Jahrespacht für das Spritzenhaus von 5

Kr. Zu bezahlen. Darüber wurde ein

Pachtvertrag abgeschlossen. Des weiteren

wurde beschlossen, mit dem einstweilen

vorhandenem Bargut Schläuche (zwei

eventuell), 1 Hacke, 1 Sappel und 1

Krampen anzuschaffen.

11. DEZEMBER

Künftig mussten alle Mitglieder der Wehr

mit Ausnahme des Zeugwartes einen

Betrag von 1.Krone entrichten.

1905

12. FEBRUAR

Sitzung bei Alois Guss in Lannach

Anwesend waren 6 Ausschussmitglieder

und 17 Feuerwehrmänner

Bericht über Abnehmung der Einnahmen

und Ausgaben aus dem Feuerwehrball

vom 15. Jänner 1905.

Bei diesem Ball wurde ein Reingewinn von

530 Kronen und 55 Heller erzielt. Der

Betrag wurde vom Kassier übernommen.

Von diesem Gewinn wurden die Schulden

von 200 Kronen aus dem Jahr 1904 an

Hauptmann Schnüttchen zurückerstattet.

Vom übrigen Kassastand wurden 105

Meter Schläuche und 6 Steigerbeile samt

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CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Taschen angeschafft. Der Beschluss

erfolgte einstimmig. Bei der Rückzahlung

der 200 Kronen an Hauptmann Schnüttchen

verzichtete dieser auf die Bezahlung

der Zinsen von 3% zugunsten der Feuerwehr.

6. AUGUST

Bei der Sitzung wurde folgender Beschluss

gefasst:

Ausrückung zur Feier des 50 jährigen

Bestandsjubiläums des Veteranenvereins

Dobl.

Wenn der Veteranenverein zu Kaisers

Geburtstag ausgerückt war, sollte sich

auch der Feuerwehrverein von Lannach

kooperativ beteiligen.

3. DEZEMBER

Besprechung des Feuerwehrballes 1906.

Bei dieser Sitzung wurde die Abhaltung

eines Feuerwehrballs im Jahr 1906 einstimmig

abgelehnt.

Ernennung zum 3. Hornisten: Roman

Amschl. Das Nebelhorn übernahm Anton

Steyrer.

27. DEZEMBER

Zwei neue Rechnungsprüfer wurden gewählt:

Roman Amschl und Johann Wenzel.

Die Kassaführung wurde für richtig befunden

und dem Kassier die Absolution erteilt.

Aus Antrag des Herrn Amschl wurde ein

Signalhorn dem Johann Riegler jun. übergeben

um auf diesem die Signale zu erlernen.

Als neue Mitglieder wurden aufgenommen:

Johann und Josef Riegler aus Heuholz

1906

3. MÄRZ

Ausschusssitzung

Bericht und Abrechnung über Einnahmen

und Ausgaben aus dem Feuerwehrball

vom 14. Jänner.

Antrag von Mathias Fröhlich auf Ernennung

des bisherigen Hauptmannes Johann

Schnüttchen anlässlich seiner Übersiedlung

zum Ehrenhauptmann der FF

Lannach. Beschluss erfolgte einstimmig.

29. JULI

Ausschusssitzung:

Es wurde beschlossen, die Generalversammlung

am 18. August 1906 beim

Gasthaus Anton Neger abzuhalten.

18. AUGUST

Generalversammlung

Als Mitglieder wurden Franz Kandler und

Rudolf Siebeck aufgenommen. Als

Hauptmann wurde einstimmig Franz

Kandler, als Stellvertreter Mathis Fröhlich

gewählt.

Schriftführer wurde Roman Amschl

Steigerzugsführer: Cajetan Wolf

Kassierstellvertreter: Anton Guß

Spritzenmeister: Josef Wenzl

Zeugwarte: Johann Niggas und Anton

Steirer

Rottführer: Josef Kainz

Als Bespannungskommissär wurde einstimmig

Rudolf Pieber ernannt.

Als Delegierte für den Feuerwehrtag nach

Wundschuh wurden gewählt:

Cajetan Wolf

Anton Guß

Josef Wenzl

6. NOVEMBER

Ausschusssitzung

Bei dieser Ausschusssitzung wurden

folgende Beschlüsse gefasst:

20. Jänner 1907 Feuerwehrball beim

Gasthaus Anton Neger

Beschluss:

20. Jänner 1907 Feuerwehrball im Gasthaus

Anton Neger

1907

20. OKTOBER

Ausschusssitzung

Anwesende. Franz Kandler, Mathias Fröhlich,

Cajetan Wolf, Anton Guß, Kommerzialrat

Amschl, Josef Wenzl, Anton Steirer

und Josef Niggas

Es wurde beschlossen die Generalversammlung

am 24. November in Trautmannsgasthaus

abzuhalten.

Franz Kandler wollte die Rondelle bei

seinem Wirtschaftsgebäude der Feuerwehr

als Spritzendepot überlassen. Einen

Detailbericht sollen die Herrn Franz Kandler,

Mathias Fröhlich, Josef Kainz und

Kommerzialrat Amschl bei der Generalversammlung

bringen.

24. NOVEMBER

Aufgenommen bei der Generalversammlung

Tagesordnung:

Prüfung der Kassa von 1907

Beschlussfassung wegen Abhaltung eines

Feuerwehrballes

Anträge

Ad 1) Die Prüfung wurde vorgenommen

und für gut befunden

Ad 2) Es wurde beschlossen, am 19.

Jänner 1908 einen Feuerwehrball in Verbindung

mit einem Glückshafen abzuhalten.

Als Kassier wurde Cajetan Wolf und

Anton Steirer gewählt. Für die Garderobe

wurde Franz Schöninger, für die Glückshafenware

Peter Niggas und Franz Trink

gewählt.

Ad 3) Es wurden keine Anträge eingebracht

1908

24. MAI

Ausschusssitzung

Besprechung betreffend des 1.

BEZIRKSFEUERWEHRTAGES mit

Schauübung am 28. JUNI 1908 in Lannach.

Es wurde folgendes Programm

festgelegt:

13:30 Uhr Aufstellung der Ortsfeuerwehr

beim Gasthaus Trautmann zum Empfang

der fremden Feuerwehren

14:30 Uhr Abmarsch zur Schauübung in

den Schlosshof

15:30 Uhr Delegiertensitzung im Saale der

Familie Trautmann

Um 18:00 Uhr Kränzchen bei Trautmanns

Gasthaus, die Besorgung der Ehrenjungfrauen

übernahmt Johann Niggas.

Aufnahme aus dem Jahr 1928. Die Stelle des Rinderstalls mit der Rondelle (vorn rechts) nimmt jetzt das

Pruckner Haus ein. Mit Beschluss vom 20. Oktober 1907 beschloss man die Rondelle beim Maierhof als

künftiges Rüsthaus zu übernehmen.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Bezirksfeuerwehrtag am 28. Juni 1908, Aufstellung

vor dem Backhaus Eberle

Als Kassier wurden Cajetan Wolf und

Bezirksfeuerwehrtag am 28. Juni 1908

Anton Steirer gewählt. Der Eintritt wurde

mit 60 Heller bestimmt. Die Besorgung der

Musik übernahm Mathias Fröhlich.

27. NOVEMBER

Aufgenommen bei der Wehrsitzung

Man beschloss für die damalige Periode

als Steigerzugsführerstellvertreter Hr.

Adolf Jauernigg zu ernennen. Des weiteren

wurde beschlossen, am 17. Jänner

1909 einen Ball abzuhalten. Die Verpflegung

der Musikanten übernahm Herr Alois

Hackl. Als Kassier wurden Cajetan Wolf

und Anton Steirer bestimmt. Die Garderobe

übernahm Herr Schöninger.

Die Rechnung wurde nach genauer Prüfung

für richtig befunden.

Als neue Mitgliedere traten bei: Alois

Hackl und Wolf Groß. Cajetan Wolf stellte

den Antrag, dass Austritte in Hinkunft nur

mehr bei der Generalversammlung ausgeführt

werden sollten. Dieser Antrag wurde

angenommen.

1909

16. DEZEMBER

Generalversammlung

Als neue Mitglieder wurden Schindler und

Orel aufgenommen.

Als Hauptmann wurde Franz Kandler

einstimmig wieder gewählt.

Hauptmannstellvertreter: Mathias Fröhlich

Schriftführer: Wenzl

Steigerführer: Cajetan Wolf

Steigerführerstellvertreter: Adolf Jauernigg

Spritzenmeister: Adolf Groß

Spritzmeisterstellvertreter: Schindler

Zeugwarte: Johann Niggas, Alois Galler

Rottführer: Josef Kainz

Des weiteren wurde beschlossen, am 16.

Jänner 1910 beim Gasthaus Trautmann

einen Feuerwehrball abzuhalten. Herr

Trautmann verlangte für die Zimmerreinigung

40 Kronen. Herr Hauptmann Franz

Kandler spendete dem Verein diesen

Betrag.

Ballkassiere: Wenzl und Herunter

Dekoration: Josef Niggas und Alois Hackl

Einladungen: Wenzl und Hesele

Ordner: Herr Groß und Orel

Garderobe: Simonitsch

Bonusabbucher: Franz Hesele

Musik: Vereinskapelle (1 Fass Bier, abends

Gulasch, Mittagessen Braten, Kaffee,

pro Mann 6 Kronen; insgesamt 8

Musiker). Vom Reingewinn sollte ein Betrag

von höchstens 50 Kronen zur Herstellung

eines Schlauchtrockengerätes

verwendet werden.

1910

9. DEZEMBER

Ausschusssitzung

Laut Beschluss vom 20. Oktober 1907

beschloss man die Rondelle beim Maierhof

des Gutes Lannach als Rüsthaus für

die Spritze und Mannschaftswagen und

zum Schlauchtrocknen fertig zu stellen.

Herr Hausbesitzer Franz Kandler erklärte

sich bereit das Gebäude zu immerwährenden

Dauer gegen einen kleinen Anerkennungszins

von der Herrschaft Lannach

der Gemeinde zu überlassen. Die Sicherstellung

und die Vereinbarung des Anerkennungszinses

wird der Gemeinde Lannach

überwiesen. Die Gemeinde Lannach

soll auch verpflichtet sein, den Anerkennungszins

auf immerwährende Zeiten zu

leisten.

Die Kosten zur Umbauung und Einrichtung

soll durch die vom Steirischen Landesausschuss

bewilligten Subvention von

250 Kronen und der Rest von der Gemeinde

Lannach gedeckt werden.

Herr Fröhlich beantragt, dass die diesjäh-

rige Generalversammlung am Stefanietag

– 26. Dezember – im Gasthaus Alois

Hackl stattfinden soll. Antrag einstimmig

angenommen.

Bezüglich Feuerwehrball wurde beschlossen,

dass Herr Mathias Fröhlich Josef

Orel die weiteren Verfügungen zu treffen

haben.

Herr Steigerführerstellvertreter Adolf Jauernigg

stellte den Antrag, Johann Niggas

an Stelle des Adolf Groß als Spritzenmeister

zu ernennen. Herr Steigerzugsführer

Cajetan Wolf (Kaufmann in Heuholz) erklärte

sich für 1911 bereit die notwendigen

Utensilien zum Reinigen der Spritze unentgeltlich

beizustellen.

Aufgenommen wurde Herr Schell und zum

Bespannungskomissär ernannt.

26. DEZEMBER

Bezüglich der Einrichtung der Rondelle

beim Maierhofe des Schlosses als Rüsthaus

für die Feuerwehr, verpflichtete sich

Herr Gutsbesitzer Franz Kandler bis zu

einer Summe von 900 Kronen, das ist die

Hälfte des für die Restaurierung bestimmten

Voranschlages, aus Eigenem zu geben.

Der Eigentumsanerkennungszins

sollte auf 1 Krone festgesetzt sein und für

30 Jahre gelten. Sollte unter dieser Zeit

eine Veränderung aus was immer für

einen Fall sein, so verpflichtete sich Herr

Franz Kandler den Anerkennungszins für

diese Zeit dem Verein oder der Gemeinde

rückzuerstatten.

Man beschloss, den nächsten Feuerwehrball

bei Postl in Spatenhof zu veranstalten.

Die Musik sollte von der Mooskirchner

Kapelle besorgt werden. Einladungen

besorgten Herr Schell, Kassier Jauernigg

und Steirer. Kontroller war Herr Johann

Herunter.

Steigerzugsführer stellte den Antrag, dass

1911 mindestens 3 bis 4 Übungen abgehalten

werden sollten.

Als Mitglieder wurden aufgenommen:

Pötsch und Schlatzer

Das Vereinslokal Gasthaus Trautmann „zum Ochsenwirt“1910, heute Gasthaus Tomberger

21


22

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

1911

11. MÄRZ

Bericht über Einnahmen und Ausgaben

vom Feuerwehrball:

Einnahmen: 219 Kronen und 15 Heller

Ausgaben: 81 Kronen und 92 Heller

Reingewinn: 137 Kronen und 23 Heller.

Auf Antrag von Herrn Fröhlich sollte am

26. März eine Übung mit Rüstungs- und

Monturvisite abgehalten werden und

zugleich schadhafte Rüstungen neu hergestellt

oder repariert werden.

Über Bericht des Herrn Fröhlich wurde der

Punkt 2 vom 26. November 1910 von der

Gemeinde Lannach zurückgewiesen.

Es wurde die Gutschrift des Herrn August

Sattler aus Graz zur Kenntnis genommen.

10. DEZEMBER

Generalversammlung

Der Hauptmann begrüßte die zahlreich

erschienen Mitglieder und unterstützende

Mitglieder, insbesondere Herrn

Generalautitor J. Weidenhofer und

kontrollierte die Beschlussfähigkeit.

Es wurde berichtet, dass die Feuerwehr

zu 7 Bränden ausgerückt war und mehrere

Übungen vorgenommen hatte. Ein

Dank wurde an alle für die im Jahre 1911

geleisteten Tätigkeiten von Hauptmann

Franz Kandler ausgesprochen.

Die Herrn Josef Kainz und Johann Herunter

wurden zu Rechnungsweisern gewählt.

Beratung über Abhaltung eines Feuerwehrballes

am 14. Jänner 1912 beim

Gasthaus Johann Trautmann. Dieser

erklärte sich bereit, den Saal für die Veranstaltung

kostenlos zur Verfügung zu

stellen. Dafür wird Herrn Trautmann der

Dank ausgesprochen. Es wurde beschlossen,

gleichzeitig mit dem Ball einen

Glückshafen zu veranstalten und ein diesbezügliches

Ansuchen an die K & K Bezirkshauptmannschaft

sofort einzureichen.

Ballkomitee: Franz Hesele, Alois Harkam,

Peter Schober, Franz Trink, Josef Riegler,

Johann Hermeter, Adolf Jauernigg, Johann

Niggas. Diese hatten alle Vorbereitungen

zu treffen und einen zu bestimmen,

der die Musik von Dobl organisiert.

Preis pro Mann: 9 Kronen, wobei die Musiker

für die Verpflegung selbst zu sorgen

hatten. Die Musiklizenz wurde von der

Feuerwehr Lannach getragen. Der Eintritt

wurde mit 1 Krone pro Person festgelegt.

Der Reingewinn wurde für die Anschaffung

von Geräten verwendet.

Über Antrag von Cajetan Wolf wurde

beschlossen, von nun an alljährlich 4

Übungen abzuhalten. Sollte ein Feuerwehrmitglied

nicht an mindestens 2 Übungen

teilnehmen, so musste ein Betrag in

den Kneippsäckel geleistet werden. Alois

Galler übernahm die Kontrolle der Einzahlungen

und führte ein Verzeichnis.

Über Antrag von Josef Kainz wurde beschlossen,

dass bei Bränden außerhalb

des Ortes die Spritze nicht früher abfahren

durfte, bevor nicht mindestens 6 Feuerwehrmänner

anwesend waren, wobei 1

Einladung zum Feuerwehrball mit Glückshafen am 14. Jänner 1912 im Gasthaus Trautmann. Der Eintritt

betrug 1 Krone, die Musik besorgte die Dobler Feuerwehrkapelle

Ausschussmitglied dabei sein musste. Der

Mannschaftswagen hatte 20 Minuten nach

Abgang der Spritzen abzufahren und der

Bespannungskommissär oder dessen

Stellvertreter hatte die Einhaltung dieses

Beschlusses zu überwachen.

Die Druckschläuche sollten einer Prüfung

unterzogen werden unter zu Hilfenahme

des Hydranten. Die schadhaften Schläuche

mussten repariert werden und die

Anschaffung bis zu einem Betrag von 150

Kronen vorgenommen werden. Die Durchführung

dieses Beschlusses wurde den

Zeugwarten übertragen. Adolf Jauernigg

wurde beauftragt sich gleichfalls an der

Prüfung der Schläuche zu beteiligen.

Auf Antrag von Herunter bezüglich Erbauung

eines Spritzenhauses hielt der Vorsitzende

fest, dass der Ausbau der hiefür

vorgesehenen Göppelhütte des Maierhofes

der Herrschaft von Lannach im Frühjahr

vorgenommen werden sollte und dass

diesbezüglich ein Ansuchen dieser Tage

an die Gemeinde Lannach gerichtet werden

wird.

Ferner wurde beschlossen zum bisherigen

Spritzendepot 3 Schlüssel anzuschaffen.

Diese sollten wie folgt aufbewahrt werden:

1 Schlüssel im Pferdestall der Herrschaft

Lannach an einem leicht zugänglichem

Ort

1 Schlüssel in der Gemeinde

Die weiteren Schlüssel wurden beim Morsimi,

beim vulgo Maurer und beim vulgo

Wagner hinterlegt.

Neuaufnahmen:

Als ausübende Mitglieder wurden die

Herrn Emmerich Amschl, Johann Maier

und Johann Trautmann aufgenommen.

Als Unterstützende Mitglieder wurden Herr

Generalautitor Josef Weidenhofer und

Peter Niggas sen. und Frau Anna Steinbeck

aufgenommen.

1912

26. JÄNNER

Ausschusssitzung

Vom Feuerwehrball konnte ein Reingewinn

von 187 Kronen und 20 Heller erzielt

werden welcher in der Postsparkasse

hinterlegt wurde.

Es wurde beschlossen, bei der am 3. März

d. J. stattfindenden Übung die Gerätschaften

und Ausrüstungsgegenstände einer

genauen Prüfung zu unterziehen. Bei

dieser Übung hatten die Feuerwehrmitglieder

in voller Ausrüstung unter Mitnahme

von der seinerzeit von der Feuerwehr

erhaltenen Ausrüstungssachen zu erscheinen.

Josef Kainz stellte den Antrag Mäntel

anzuschaffen, Cajetan Wolf beantragte,

dass statt der bisher übernommenen

Mäntel sogenannte Bad Mäntel angefertigt

werden sollten. Von diesen sollten 12

Stück angeschafft werden und bei der

Feuerwehr verbleiben.

Über Antrag des Kassiers wurde beschlossen

einen Aktenkoffer zu kaufen.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Die Beschaffung des Aktenkoffers wurde

Herrn Tischlermeister Amschl übertragen.

Über Antrag von Herrn Kainz wurde beschlossen,

jedes Mal vor Abhaltung einer

Generalversammlung 8 Tage vorher eine

Ausschusssitzung abzuhalten, damit in

der Generalversammlung zu fassende

Beschlüsse einer Vorbereitung unterzogen

werden konnten.

9. MAI

Für Schlauchreparatur wurde von Franz

Kandler kostenlos Verbandzeug für

Schläuche dem Verein zur Verfügung

gestellt. Zugsführer Jauernigg stellte den

Antrag, dass für die Anschaffung der neuen

Schläuche die bereits bewilligten 150

Kronen flüssig gemacht werden sollten

und zur Durchführung dieses Beschlusses

ein Ausschussmitglied bestimmt werden

sollte.

Mathias Fröhlich stellte den Antrag, dass

die vom Steirischen Landesausschuss

zum Bau eines Rüsthauses zugesicherte

Subvention von 250 Kronen für den Ankauf

von Meterschläuchen und einen

Verteiler flüssig gemacht werden sollten.

Der Schriftführer wurde zur Durchführung

beauftragt.

Über Zuschrift des Bezirksverbandes fand

die 1. Schauübung in Dobl statt. Herr

Jaunig, Herr Johann Niggas und Cajetan

Wolf wurden als Delegierte ernannt. Die 2.

Übung der Wehrmannschaft wird für 19.

Mai festgelegt.

23. NOVEMBER

Ausschusssitzung

In Ausführung an die frühere Sitzung

wurde beschlossen, einen Schlauchverteiler

anzuschaffen.

Die 4. Übung sollte nicht abgehalten werden,

da die Feuerwehr ohnedies zu 3

Bränden ausgerückt war. Die Zeugwarte

wurden beauftragt, die Spritze unter Beisein

von Fröhlich und Zugsführer Wolf zu

erproben und bei der nächsten Sitzung

Bericht zu erstatten.

Herr Franz Kandler sollte sich mit namhaften

Firmen betreffend Ankauf einer Benzinspritze

in Verbindung setzen.

Diesjährige Jahreshauptversammlung, bei

welcher auch die Mitglieder des Ausschusses

zu wählen waren, sollte beim

Gasthaus Hackl abgehalten werden.

1913 sollte auch ein Feuerwehrball abgehalten

werden. Die Ausschussmitglieder

Niggas und Galler wurden beauftragt, die

Ballmusik rechtzeitig zu organisieren.

1. DEZEMBER

Generalversammlung

Revisoren sind Cajetan Wolf und Franz

Hesele

Aufgenommen wurden als ausübende

Mitglieder: Franz Schuster und Franz

Plosch

Unterstützende Mitglieder: Johann Wastian

und Josef Schüppler

Neuwahl:

Feuerwehrkommandant: Franz Kandler

Feuerwehrkommandantstellvertreter:

Mathias Fröhlich

Steigerzugsführer: Cajetan Wolf

Steigerzugsführerstellvertreter: Adolf Jauernigg

Zeugwart: Anton Steirer jun. und Alois

Galler

Rottführer: Johann Herunter

Spritzenmeister: Johann Niggas

Ein Ballkomitee wurde ernannt.

Herr Franz Kandler erklärte sich zur Erbauung

eines Spritzenhauses auf seine

Kosten bereit, welches sein Eigentum

bleibt.

Es wurden die Herrn Cajetan Wolf, Mathias

Fröhlich und Josef Wenzl beauftragt zu

sorgen, dass das Spritzenhaus bis Juli

fertig ist.

Das Ruferhorn sollte an Johann Kainz und

Franz Hoyas übergeben werden.

1913 – 1922

1913

29. JÄNNER

Ausschusssitzung

Es wurde beschlossen, von den 155 Kronen

Balleinnahmen 100 Kronen in die

Postsparkasse zu geben und 55 Kronen

zur Anschaffung von Feuerwehrgeräten zu

verwenden.

Man nahm Herrn Gruber, Berger, Kainz,

Wippel und Maierhofer als ausübende und

Frau Hubmann als unterstützendes Mitglied

auf.

Es wurde ein Antrag auf Beihilfe an den

Landesfeuerwehrverband zur Anschaffung

von Mäntel gestellt.

Fröhlich stellte den Antrag, die 1. Übung

möglichst frühzeitig abzuhalten, um eine

Ausprobung der Schläuche vorzunehmen.

5. AUGUST

Ausschusssitzung

Es wurde beschlossen, dass sich die

Lannacher Feuerwehr, wenn sich 9 Feuerwehren

zum Bezirke Stainz gemeldet

hatten, als 10. anschließen sollte.

Als Zeugwart wurde Alois Harkam ernannt.

Die nächste Übung fand am 15.

August statt.

Da sich Herr Maierhold nicht mehr gemeldet

hatte, sollte er im Verein nicht mehr

aufgenommen werden.

Zum diesjährigen 2. Bezirksfeuerwehrtag

nach Fernitz wurden Karl Bierbacher,

Alois Harkam und Franz Hesele als Delegierte

aufgestellt.

Herr Schmölzer sen. wurde als unterstützendes

Mitglied aufgenommen.

10.OKTOBER

Für das Feuerwehrfest am 19. Oktober

wurde folgendes Programm festgelegt:

13:30 Uhr Versammlung der Ortsfeuerwehr

und Empfang der fremden Feuerwehren

15:00 Uhr Spritzenübung und darauf die

Dekorierung des Kommandantenstellvertreters

Mathias Fröhlich im Schloss, dann

Abmarsch zum Scheicher`s Gasthaus und

Beginn des Kränzchens. Als Eintritt wurden

80 Heller bestimmt.

Die Besorgung der Musik übernahm Johann

Niggas, Verpflegung der Musik und

der Ehrenjungfrauen übernahm Franz

Hesele. Als Kassiere wurden Anton Steirer,

Franz Trink und Peter Niggas aufgestellt.

Es wurde beantragt, dass ein Fackelzug

zu Ehren des Hauptmannes und dessen

Stellvertreters veranstaltet werden sollte.

24. OKTOBER

Beim Kränzchen vom 19. Okt. betrugen

die Einnahmen 114 Kronen und 40 Heller,

die Ausgaben 142 Kronen und 21 Heller.

Aufnahme der Vereinsmitglieder am 19. Oktober 1913; in der Mitte mit dem Blick an die Seite, Kommerzialrat

Hauptmann Franz Kandler

23


24

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Es war ein Defizit von 27 Kronen und 81

Heller zu verzeichnen, welches durch

Herrn Hauptmann Franz Kandler mit 20

Kronen und Herrn Hauptmannstellvertreter

mit 7 Kronen und 81 Heller gedeckt wurde.

Die Aufnahme von Franz Schwinzerl unterbleibt

bis zur Generalversammlung.

14. DEZEMBER

Generalversammlung

Am 18. Jänner 1914 sollte der Feuerwehrball

in Hackls Gasthaus stattfinden.

Dazu wurde folgendes Ballkomitee aufgestellt:

Cajetan Wolf, Alois Harkam, Josef Riegler,

Anton Steirer sen., Emerich Amschl und

Anton Harzl. Alois Jauernigg, Johann

Herunter und Alois Galler hatten für den

Glückshafen zu sorgen.

Als ausführende Mitglieder wurden Franz

Schwinzerl und Alois Wippel aufgenommen.

Anton Steirer stellte den Antrag, dass

rückwärts beim Spritzenhaus ein Fenster

gemacht werden sollte. Herr Hauptmann

Franz Kandler sprach den Wunsch aus,

dass sich bei der Ausrückung zur Kaiserfeier

alle Mitglieder beteiligen sollten.

1914

30. JÄNNER

Ausschusssitzung

Eingenommen wurden beim Ball: 149,38

Kronen, wobei 120 Kronen in die Postsparkasse

und 29,38 Kronen für Ausgaben

verwendet werden sollten.

Es sollten Militärmäntel angeschafft werden.

Wenn keine Mäntel zu haben gewesen

wären, sollte das Tuch von einer

Tuchhandlung bestellt werden. Die Bestellung

der Mäntel oder des Tuches wurde

von Herrn Hauptmann Franz Kandler

besorgt.

Herr Eduard Hubmann meldete sich zum

Eintritt als ausübendes Mitglied. Gegen

den Eintritt wurden keine Einwendungen

gemacht.

Franz Kandler in Felduniform im Ersten Weltkrieg

(1916)

25. DEZEMBER

Generalversammlung

Die Rechnung wurde von den beiden

Revisoren Herrn Emerich Amschl und

Johann Niggas geprüft und für richtig

befunden.

Es wurde beschlossen, wegen des Krieges

keinen Ball abzuhalten.

Des weiteren wurde beschlossen, die

Herrn Josef Maierhold jun. als ausübendes

und M. Harkam, O. Wolf und J. Trink

als unterstützendes Mitglied aufzunehmen.

Herr Cajetan Wolf stellte den Antrag den

Mannschaftswagen umzuwandeln, damit

er auch als Leichenwagen für Mitglieder

verwendet werden kann. Des weiteren

wurde beantragt, dass die Bilder, welche

bei Jauernigg waren, zum Gasthaus Hackl

kommen sollten.

1915

25. DEZEMBER

Rechnungsabschluss

Die Rechnung wurde von den beiden

Revisoren Josef Riegler und Anton Gruber

geprüft und für richtig befunden.

Die Aufnahme neuer Mitglieder und Neuwahlen

musste wegen des Krieges unterbleiben.

Anträge wurden keine gestellt.

1916

31. DEZEMBER

Rechnungsabschluss

Revisoren Josef und Johann Riegler hatten

geprüft und für richtig befunden.

Es wurde A. Stang als ausübendes und A.

Gruber als unterstützendes Mitglied aufgenommen.

Des weiteren wurde beschlossen, dass

Horn an Alex Gruber zu übergeben.

Da Missstände in der Verwendung unserer

Feuerwehrspritze vorgekommen waren,

wurde beschlossen, dass die Spritze

in allen Fällen nicht ohne die genügende

Zahl von Feuerwehrmännern in Verwendung

kommen darf. Sollten sich aber Fälle

ereignen, wo die Spritze benötigt wurde,

es aber als nicht notwendig erschien,

dass sämtliche Mitglieder verständigt

wurden, so hatten mindestens die zwei

Zeugwarte und der Spritzenmeister auszurücken,

und dafür zu sorgen, dass die

Spritze wieder tadellos zu ihrem Bestimmungsort

zurückgestellt wird. Diese Feuerwehrmänner

hatten Anspruch auf Vergütung

ihrer Versäumnisse, die ihnen der

Spritzenentleiher zu vergüten hatte.

1917

25. DEZEMBER

Rechnungsprüfung

Revisoren: Johann Riegler und Schwin-

Hauptmannstellvertreter und Bürgermeister Josef

Gauby, 1916-1938

zerl

Hauptmann Franz Kandler stellte den

Antrag, 500 Kronen von der Postsparkasse

herauszunehmen und in eine andere

Sparkasse zu geben, damit es mehr Zinsen

trug. Das Geld wurde in die Bauernvereinskasse

gegeben.

Auch wurde der Antrag gestellt, dass der

Ortsteich ausgeputzt werden sollte, damit

das Wasser, wenn es benötigt wurde,

wieder zu gebrauchen war. Das Ausputzen

sollte von der Gemeinde bezahlt werden.

Herr J. Weber und Viktor Brunner wurden

als ausübende und Herr Weininger, Frau

Kandler, Frau Trink und Frau Mandler als

unterstützende Mitglieder aufgenommen.

1919

12. JÄNNER

Rechnungsabschluss

Revisoren: Viktor Brunner und Josef

Riegler

Neuwahl des Ausschusses:

Feuerwehrkommandant: Franz Kandler

Kommandantstellvertreter: Mathias Fröhlich

Zugsführer: Cajetan Wolf

Zugsführerstv.: Eduard Hubmann

Schriftführer Franz Hesele

Zeugwarte: Alois Galler und Josef Riegler

Rottführer: Anton Steirer und Josef Riegler

Spritzenmeister: Johann Niggas

Es wurden die Herrn Franz Scheucher,

Johann Fallermeier, J. Kleiner, E. Walter,

J. Trutschnigg, J. Finster und Josef Burger

als ausübende und Franz Schuchner,

Frau Barth und Anna Hubmann als unterstützende

Mitglieder aufgenommen.

Es wurde beschlossen einen Ball abzuhalten.

Die Herrn Josef Riegler, Gallermeier,

Walltner, Brunner, Harkam, Wenzl wurden

ins Ballkomitee gewählt und hatten für

Dekoration und sonstige Aufgaben zu

sorgen.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

7. SEPTEMBER

Ausschusssitzung

Über Zuschrift vom Bezirksobmann wurde

der 2. BEZIRKSFEUERWEHRTAG des

Jahres 1919 am 28. SEPTEMBER 1919 in

Lannach abgehalten. Die Freiwillige Feuerwehr

versammelte sich um 13:00 Uhr

beim Scheicher und nahm Aufstellung um

die fremden Vereine zu empfangen. Um

13:30 Uhr sollte die Schauübung abgehalten

werden.

Es wurde der Antrag gestellt, für den Bezirksfeuerwehrtag

Musik und Ehrendamen

zu besorgen. Mit der Besorgung der Ehrendamen

wurde Alois Harkam betraut.

Die Besorgung der Musik übernahm Johann

Riegler. Da auch ein Kränzchen

abgehalten werden sollte, wurde beschlossen,

einen Eintritt von 4 Kronen

einzuheben. Als Kassier wurden Anton

Steirer und Johann Niggas bestellt.

1920

12. JÄNNER

Rechnung von 1919 wurde von den Mitgliedern

Franz Scheicher und Josef Gauby

geprüft.

Als Mitglied wurde Dr. Franz König einstimmig

aufgenommen.

Es wurde beschlossen, in Herrn Terbischs

Gasthaus am 15. Februar 1920 einen Ball

abzuhalten wozu ein Ballkomitee gewählt

wurde.

1921

1. JÄNNER

Revisoren Franz Niggas und Josef Riegler

Neue Mitglieder: Josef Brunner

Es wurde beschlossen, in Scheicher`s

Gasthaus ein Kränzchen abzuhalten. Der

Eintritt wurde mit 15 Kronen bestimmt.

Ballkomitee:

Musik: Franz Scheicher

Dekoration: Harkam und Brunner

Kassier: Berger, Trutschnigg und Flecker

Glückshafen: Brunner, Riegler, Schwinzerl

Ordner: Schwinzerl, Flecker, Brunner

Es wurde der Antrag gestellt, Josef Brunner

bis zu den Neuwahlen als Zeugwart

aufzustellen.

Herr Scheicher stellte ein Zimmer als

Vereinslokal zur Verfügung.

1922

26. JÄNNER

Revisoren: Josef Riegler und Josef Brunner

Gewählt wurden:

Hauptmann: Franz Kandler

Stellvertreter: Cajetan Wolf

Zugsführer: Eduard Hubmann

Stellvertreter: Dr. Franz König

Schriftführer: Franz Hesele

Zeugwarte: Alois Galler und Josef Brunner

Schauübung vom 2. Bezirksfeuerwehrtag am 28. September 1919 bei Gritsch, heute Fröhlich (Sparkasse)

Rottführer: Alois Hartmann

Da mit einem größeren Gewinn voraussichtlich

nicht zu rechnen war, wurde

beschlossen, keinen Ball abzuhalten.

Als Mitglieder wurden Josef Irber, Mathias

Fröhlich und Alois Steif aufgenommen.

1923 - 1932

1923

5. JÄNNER

Rechnungsabschluss

Revisoren: Josef Bretterklieber und Josef

Irber

Ein Feuerwehrball sollte in Scheichers

Gasthaus stattfinden. Für die Besorgung

sämtlicher Vorbereitungen wurde ein

Ballkomitee gewählt.

Mitglieder konnten wegen Mangels an

Ausrüstung keine aufgenommen werden.

1924

1. JÄNNER

Revisoren: Reichl und Brunner

Es wurde beschlossen, am 3. Feber einen

Ball im Gasthaus Scheicher abzuhalten.

Ballkomitee:

Dr. Franz König, Josef Riegler, Josef

Brunner, Josef Bretterklieber, Josef

Trutschnigg, Josef Stangl, Ernst Pugl und

Franz Weiß.

Kassiere: Franz Flecker und Josef Burger

Rüsthausbau:

Mit dem Bau des Rüsthauses sollte noch

1924 begonnen werden. Es wurde durch

Abstimmung beschlossen, dieses am

Ortschaftsgrund unter der gemauerten

Burg aufzubauen. Für die Beschaffung

des Materials wurde ein Baukomitee ernannt,

welches aus den Herrn Franz

Kandler für Besorgung von Zement und

Kalk, Herrn F. Hubmann, Franz Flecker

und Franz Hernus für die Aufbringung von

Holz, Josef Gauby, Josef Irber für Beistellung

von Schotter und Sand, Josef Bretterklieber

und Herr Hesele für Arbeitseinteilung,

bestand. Ferner wurden für den

finanziellen Teil Franz Kandler, Josef

Gauby und Mathias Fröhlich ernannt. Es

sollten von Behörden und Körperschaften

5 Millionen, 5 Mio. von der Feuerwehr und

5 Mio. durch Spenden aufgebracht werden.

Die Aufbringung des Geldes von

Körperschaften und Behörden übernahm

Franz Kandler. Für die Aufbringung der

Spenden wurden die Herrn Wolf, Harkam,

Hernus, Steifer, Brunner, Grinschgl und

Trutschnigg aufgestellt.

1925

1 JÄNNER

Vollversammlung

Revisoren: Josef Trutschnigg und Johann

Niggas

Da sich wegen der Gastlokale Schwierigkeiten

ergaben, wurde kein Ball abgehalten.

Als ausübende Mitglieder wurden aufgenommen:

Franz Hernus sen..

Neuwahlen:

Hauptmann: Franz Kandler

Stellvertreter: Cajetan Wolf

Zugsführer: Eduard Hubmann

Schriftführer: franz Hesele

Zeugwart: Josef Brunner und Johann

Niggas

Rottführer: Josef Riegler

Es wurden Anträge wegen des Baues

eines Rüsthauses gemacht (laut Protokoll

aus dem Jahr 1924).

27. DEZEMBER

Vollversammlung

Revisoren: Franz Hernus und August

Kainz

25


26

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Ein Feuerwehrball sollte am 17. Jänner

1926 in Scheichers Gasthaus stattfinden.

Der Eintritt wurde mit S 1,-- (es wird zum

1. mal diese Währung genannt!) festgesetzt.

Das Ballkomitee setzte sich wie folgt zusammen:

Dr. Franz König, Wolf und Hubmann Ordner,

als Kassiere Steiner und Niggas, für

die Musik Herr Riegler und für Dekoration

Herr Brunner, Weiß, Kainz, Hernus, Bretterklieber

und Flecker.

Als Mitglied wurden Johann Heher, Alois

Reich, Johann Reich und Herr Albrecher

als unterstützendes Mitglied aufgenommen.

Es wurden Anträge betreffend des Rüsthauses

bezüglich der Anschaffung einer

Spritze für Heuholz und wegen des Einbaus

eines Motors in unsere Spritze gemacht,

wobei die Anträge bis zum 29.

Jänner 1926 verschoben wurden und

dann eine endgültige Erledigung und

Beschlussfassung stattzufinden hatte.

Auch wurde beschlossen, den Botenlohn

für künftig mit 2 Schilling zu vergüten.

Da die Ausrüstungen austretender Mitglieder

nicht abgeführt wurden und die

Vereinsleitung nicht wusste, wo sich die

dem Verein gehörenden Ausrüstungen

befanden, wurde für den 29. Jänner 1926

eine Monturvisite bestimmt, wo jedes

Mitglied verpflichtet war, seine Rüstung

vorzuweisen, womit der Abgang durch

Neuanschaffung ersetzt werden konnte.

1926

30. DEZEMBER

Vollversammlung

Revisoren: Josef Bretterklieber und Johann

Stangl

Es wurde beschlossen keinen Ball zu

veranstalten, da Scheicher Forderungen

stellte, die eine Abhaltung eines Balles

unmöglich machten.

Als ausübende Mitglied wurde aufgenom-

Mascherl, Bezirksfeuerehrtag August 1927.

Die Mannschaft in ihrer Einsatzmontur

Abbildung 1931

1. Reihe stehend von li. nach re. : Niggas Johann (Wagner, Vater von Niggas August sen.), unbekannt,

Gaube Josef, unbekannt, Cajetan Wolf, Hesele Franz (Vater von ELM Hesele Karl), Zadrepalek Alois,

Reichl

Am Spritzenwagen von li. nach re. Haas (Joslwirt), Kainz (Berghesele), Heher Johann, unbekannt, Brunner

Josef (Schmied Seppl), unbekannt, Kainz (Berghesele), Berger Josef (bei Bürgermeister Gauby),

Gauby Johann

men: Josef Temmel

Herr Alois Gruber stellte den Antrag, dass

die Feuerbespannung (Bespannung für

Fuhrwerke) auf Besitzer von Pferden in

der Weise eingeteilt werden sollte, sodass

bei jeder Feuerbespannung ein anderer

Pferdebesitzer an die Reihe kam, damit es

zu keinen Verzögerungen bei Ausfahrten

zu Bränden kam.

Als Maschinenmeister für die Motorspritze

wurden die Herrn Gauby, Gruber, Weiß

und Stering aufgestellt.

1927

Leider sind in den Protokollbüchern keine

näheren Angaben über diesen Bezirksfeuerehrtag

angeführt.

1928

20. MAI

Vollversammlung

Revisoren: Josef Gauby und Franz Hernus

Als Mitglieder wurden aufgenommen:

Herr Ninaus und Josef Gauby

Neuwahl:

Kommandant: Franz Kandler

Stellvertreter: Cajetan Wolf

Zugsführer: Eduard Hubmann

Zugsführerstv.: Hauswirt

Schriftführer: Franz Hesele

Rottführer: Josef Riegler, Franz Grinschgl

und Josef Brunner

Maschinisten: Alois Gruber, Josef Gruber,

Franz Weiß

Unterstützende Mitgliedsbeiträge wurden

bezahlt von Frau Kandler, Hubmann,

Stering, Wenninger, Wenzl, Fröhlich

Barthl.

30. DEZEMBER

Revisoren: Josef Brunner und Johann

Stangl

Als Mitglieder wurden Hr. Josef Jary und

Johann Niggas aufgenommen.

Am 20. Jänner 1929 soll ein Ball abgehalten

werden. Verantwortlich sind:

Riegler, Gauby, Herzog, Brunner, Hubmann,

Hernus, Stering und Heher, Stangl,

Burger, Jary.

Als Eintritt wurde S 1,- bestimmt. Für

Saalbenützung wurden S 20,- vereinbart.

Da einige Ausschussmitglieder die Wahl

nur für 1 Jahr angenommen hatten, sollte

in der nächsten Vollversammlung darüber

verhandelt werden. Auch wurde beschlossen,

von der Kasse einen Betrag in den

Kneipsäckl (Kameradschaftskasse) zu

geben.

1929

30. DEZEMBER

Vollversammlung

Revisoren: Johann Gauby, Alois Hackl

Als ausübendes Mitglied wurde Alois

Hackl und Heher vorläufig als unterstützendes

Mitglied aufgenommen.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Die Neuwahl wurde bis 1931 verschoben,

da bis dorthin die Funktionsperiode abgelaufen

war.

Der Ball sollte am 19. Jänner 1930 beim

Gasthaus Scheicher stattfinden. Der Eintritt

wurde mit S 1,- festgelegt. Beginn:

16:00 Uhr. Für die Vorarbeiten waren

sämtliche jüngeren Mitglieder wie in dem

Jahr davor eingeteilt.

An Herrn Nebel in Sajach wird ein alter

Schlauch zu einem Betrag von S 6,- abgegeben.

1930

18. JÄNNER

Vollversammlung

Revisoren: Joh. Stangl und August Kainz

Die Neuwahl wurde abermals bis zum

Sommer verschoben.

Als ausübendes Mitglied wurde Alois

Zadrebalek aufgenommen. Es wurde

beschlossen, keinen Ball abzuhalten.

1931

26. DEZEMBER

Vollversammlung

Revisoren: Beichl und Zadrebalek

Neuwahlen wurden nach Beschluss von

den Vereinsmitgliedern keine vorgenommen.

Ausschussmitglieder bleiben auf

mindestens 3 Jahre in ihrer Funktion.

Zum früheren Ausschuss wurde ein 2.

Hauptmannstellvertreter bestimmt. Die

Vereinsleitung setzte sich nun wie folgt

zusammen:

Hauptmann: Franz Kandler

1. Stellvertreter: Cajetan Wolf

2. Stellvertreter: Johann Gauby

Zugsführer: Eduard Hubmann

Zugsführerstv.: Adolf Jauernigg

Schriftführer: Franz Hesele

Rottführer: Josef Riegler, Franz Grinschgl

Maschinist: Josef Brunner

Zeugwart: Johann Niggas

Der Feuerwehrball sollte auch für dieses

Jahr entfallen, da wegen Hagel und Wirtschaftskrise

keine Lust für Bälle vorhanden

war.

Aufgenommen wurden als ausübende

Mitglieder: Johann Klamminger und Adolf

Großschädl

Die Dekorierung unseres Hauptmannes

Franz Kandler, des Rottführers Josef

Riegler und dessen Bruder Johann

Riegler wurde vollzogen. Unser Verein

hatte somit 12 Mitglieder, welche für 25jährige

Verdienste auf dem Gebiete des

Feuerwehr- und Rettungswesen ausgezeichnet

wurden. Herr Hauptmann Franz

Kandler und sein Stellvertreter Wolf

ermahnten auch weiter das schöne Wort

der Nächstenliebe zu fördern und schlossen

mit dem Ruf „Gott zur Ehr, dem

Nächsten zu Wehr“ die Versammlung.

1932

9. OKTOBER

Außerordentliche Generalversammlung

beim Gasthaus Scheicher

Der Hauptmann und Gutsbesitzer Franz

Kandler stellte fest, dass die Einladung

der außerordentlichen Hauptversammlung

ordnungsgemäß schriftlich an sämtliche

Mitglieder erfolgt war. Da von den 32

Mitgliedern der Feuerwehr Lannach 25

Mitglieder anwesend waren, schien im

Sinne der Statuten die Beschlussfähigkeit

gegeben.

Das Vereinsvermögen betrug neben Spritze

samt Zubehör wie Schläuche, Monturen,

Geräte, ein Barvermögen von S

1354,56, wovon S 135,39 in Verwahrung

des Kassiers Franz Hesele und S 169,17

auf ein Sparkassenbuch bei der Raiffeisenkassa

in Dobl kamen. Der „Kneipsäckl“

wies somit ein Saldo von S 116,36 auf.

Dieser Betrag befand sich gleichfalls in

Verwahrung des Kassiers Franz Hesele.

Kassastand vom 26. Dezember 1932,

Unterschriften: Kandler, Gauby, Reichl, Cajetan Wolf

Vereinsvermögen: S 1238,20

Kneipsäckl: S 116,36

Neu- und Ergänzungswahl:

Der Vorsitzende berichtete über die Gründung

einer Feuerwehr im Nachbarort

Blumegg. Da eine Anzahl von den bisherigen

Mitgliedern ihren Wohnsitz in der

Gemeinde Blumegg hatten, traten sie der

neu gegründeten Feuerwehr bei. So waren

Neu- beziehungsweise Ersatzwahlen

in den Ausschuss notwendig. Der Vorsitzende

teilte hiezu mit, dass es in diesem

Falle am zweckmäßigsten wäre, wenn

eine Neuwahl des gesamten Ausschusses

erfolgen würde und erklärte aus diesem

Grunde seine bisherige Funktion als

Hauptmann zurückzulegen. Die anwesenden

Mitglieder traten ebenfalls aus dem

Ausschuss zurück. Hauptmann Franz

Kandler übergab dem anwesenden ältesten

Mitglied Cajetan Wolf den Vorsitz,

welcher die Neuwahl einleitete.

Die Neuwahl wurde über einstimmigen

Beschluss per Akklamation (Handheben)

vorgenommen.

Ergebnis:

Hauptmann: Franz Kandler

1. Hauptmannstellvertreter: Cajetan Wolf

27


28

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

2. Hauptmannstellvertreter: Johann Gauby

Kassier: Alois Hackl

Schriftführer: Anton Reichl

1. Brandmeister: Adolf Jauernigg

2. Brandmeister: Alois Zadrebalek

1. Löschmeister: Josef Brunner

2. Löschmeister: Johann Luttenberger

1. Maschinist: Mathias Fröhlich jun.

2. Maschinist: August Kainz

1. Zeugwart: Johann Niggas jun.

2. Zeugwart: Franz Weiß

Hornisten: Johann Heher, Karl Gromes

Die Gewählten nahmen die Wahl an.

Hauptmann Franz Kandler übernahm

wieder den Vorsitz.

Die Feuerwehr Lannach erklärte sich

bereit, die neu gegründete Feuerwehr

Blumegg finanziell zu unterstützen.

Die von der Feuerwehr Lannach in die

Feuerwehr Blumegg übergetretenen Kameraden

durften ihre Uniform ein halbes

Jahr behalten. Dafür musste von der Feuerwehr

Blumegg eine schriftliche Bestätigung

erfolgen.

Über Geräte und Gegenstände sollte ein

Verzeichnis aufgenommen und dem Protokoll

beigefügt werden.

Im neuen Feuerwehrdepot sollten alle

Geräte untergebracht werden. Dazu wurden

Regale eingerichtet, sodass sämtliche

Ausrüstungsgegenstände dort untergebracht

werden konnten und sich nicht bei

den Mitgliedern befanden. Tischlerarbeiten

wurden Tischlermeister Harmet

übergeben. Bei der folgenden Übung

wurden alle Ausrüstungsgegenstände laut

Liste überprüft.

Über Antrag von Johann Luttenberger

wurde eine RETTUNGSABTEILUNG

gegründet:

Leitmann: Anton Reichl

Rettungsmänner: Johann Herzog, Alois

Zadrepalek, Johann Luttenberger, Josef

Gauby und Heher

Über Antrag von Kassier Alois Hackl wurde

beschlossen, einen Verbandskasten

anzuschaffen.

Für sämtliche Mitglieder der Feuerwehr

Lannach sollten Mitgliedskarten zur Legitimation

ausgestellt werden.

Neue Mitglieder: Michael Benschitz, Mathias

Losch, Josef Zadrepalek

Cajetan Wolf hatte am Hauptleutetag in

Karlsdorf teilgenommen und an Spesen S

17,- ausgegeben. Er erklärte, diesen Betrag

dem Kneipsäckl der Feuerwehr Lannach

zu spenden.

Nach der Sitzung marschierten die Mitglieder

der Feuerwehr Lannach geschlossen

zur Weinlese der Feuerwehr Blumegg.

11. DEZEMBER

Ausschusssitzung

Ein Ball mit Glückshafen sollte am 8. Jänner

1933 abgehalten werden. Den Vorsitz

im Ballkomitee hatte der 2. Hauptmannstellvertreter

Johann Gauby. Der Reiner-

lös sollte der Freiwilligen Feuerwehr und

der Rettungsabteilung zukommen.

Das Ansuchen an die Bezirkshauptmannschaft

für den Glückshafen übernahm

Hauptmann Franz Kandler. Die Musik für

den Feuerwehrball sollte von St. Stefan

kommen. Einladungen erfolgten mit Plakaten

und Einladungskartons welche bei der

Druckerei Sima bestellt wurden. Eintritt S

1,-.

Nach Verhandlungen mit Franz Scheicher

hatte sich dieser bereit erklärt, den Saal

ohne Vergütung zur Verfügung zu stellen

und auch das Ausräumen der Zimmer

selbst zu veranlassen.

Am 26.12.1932 sollte die Jahreshauptversammlung

abgehalten werden. Zu dieser

wurden auch die unterstützenden Mitglieder

eingeladen.

Mitglied Bretterklieber wurde für die Medaille

„25-Jahre“ vorgeschlagen. Zur Abfassung

des Ansuchens brachte Herr

Bretterklieber die Zugehörigkeit zur Feuerwehr

St. Josef.

Johann Gauby regte an, Vorträge über

Rettung und Feuerwehr abzuhalten.

Hauptmann Franz Kandler setzte sich

diesbezüglich mit dem Kommando der

städtischen Feuerwehr Graz und wegen

der Abhaltung von Vorträgen mit Dr. Blumauer

in Verbindung.

26. DEZEMBER

Versammlung in Scheichers Gasthaus der

Feuerwehr und Rettungsabteilung

Ball am 8. Jänner 1933

Herr Karl Bretterklieber wurde als ausübendes

Feuerwehrmitglied aufgenommen.

Die Übergabe der Kasse erfolgte an Kassier

Hackl, wobei vom Vorsitzenden beantragt

wurde, dass Behebungen von Beträgen

nur mit zwei Unterschriften möglich

werden sollten.

Über Antrag von Hauptmannstellvertreter

Cajetan Wolf sollte mit der finanziellen

Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr

Blumegg noch etwas zugewartet werden.

1933 - 1945

1933

15. FEBRUAR

Reinerlös aus dem Ball vom 8. Jänner: S

200,37

Als neues Mitglied wurde Herr Hermann

Stodola aufgenommen. Die Aufnahme der

Musik Muttendorf in den Verband der

Feuerwehr Lannach wurde abgelehnt, da

es sich um fremde Feuerwehrmitglieder

handelte. Terbisch stellte den Antrag ein

Sommerfest abzuhalten welches bei seinem

Teich mit Musik und Schinakl stattfinden

sollte.

Artikel vom 11. Jänner 1933 über das Feuerwehrkränzchen

vom 8. Jänner 1933

Mascherl vom Gründungsfest der FF Lannach und

der Rettungsgesellschaft vom 30. Juli 1933

25. MAI

Ausschusssitzung

Neuaufnahmen: Anton Steirer und Franz

Höller

Bericht vom Bezirksfeuerwehrtag in Fernitz:

Die Delegierten Luttenberger, Hackl und

Brunner berichteten über den Bezirksfeuerwehrtag

und stellten fest, dass die Übungen

unter Hauptmannstellvertreter

Gauby richtig geleitet wurden. Die Kameraden

sollten daran möglichst vollzählig

teilnehmen. Die Delegiertentagung fand

unter dem Vorsitz des Bezirksobmannstellvertreters

Purkarthofer in Fernitz statt.

Auch nahm Branddirektor Ingenieur Stanke

aus Graz teil. Herr Rauch aus Dobl

wurde zum Ehrenobmann der südlichen

Umgebung von Graz ernannt. Sodann

erfolgte die Wahl des gesamten Bezirksausschusses

mit folgendem Ergebnis:

Bezirksobmann: Franz Purkarthofer aus

Fernitz

Bezirksobmannstv.: Rauch aus Dobl

Chefarzt: Dr. Gufler, Kalsdorf

Chefarztstv.: Dr. Blumauer, Dobl

Herr Josef Gauby wurde einstimmig zum

Ehrenmitglied der Feuerwehr und Rettungsabteilung

ernannt. Ebenso der Stellvertreter

Mathias Fröhlich. Die Urkunden

wurden beim 30 jährigen Bestandsjubiläum

überreicht.

Herrn Gutsbesitzer Franz Kandler sollte

bei der 30 Jahrfeier, welche am 30. Juli

stattfinden sollte, ein Anerkennungsdiplom

übergeben werden. Für die Ausarbeitung

des Festprogramms war der engere

Ausschuss zuständig.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

6. SEPTEMBER

Ausschusssitzung

30 jähriges Feuerwehrjubiläum

Abrechnung: Einnahmen: S 812,37

Ausgaben: 572,45

Reingewinn: 239,72

Eine Beschlussfassung über den Ankauf

einer Motorspritze (1200 kg an Eigengewicht)

erfolgte, diese sollte die Fahrspritze

ersetzen. Bei der Vorführung durch die

Artikel vom 3. August 1933 über das 30. Feuerwehrjubiläum

am 30. Juli 1933

Motorenfabrik Rosenbauer waren die

Vorteile klar ersichtlich. Das Gewicht der

Motorspritze betrug nur 600kg bis 700 kg

und man konnte daher mit Leichtigkeit

überall hingelangen. Für weit entfernte

Hilfeleistungen stellte Herr Franz Kandler

seinen Lastkraftwagen zur Verfügung.

Da die Freiwillige Feuerwehr und Rettungsabteilung

subventionsberechtigt war,

erhielt sie eine Subvention von S 1.800,-

von der Landesregierung.

Der Beschluss wurde einstimmig an

Hauptmann Franz Kandler und Hauptmannstellvertreter

Gauby übertragen und

ihnen die Vollmacht erteilt, mit der Firma

Rosenbauer in Linz in Verhandlung zu

treten. Dieser Beschluss wurde von beiden

angenommen.

Aufnahmen: Franz Niggas

Entsendung von Delegierten zum Bezirksfeuerwehrtag

nach Neudorf. Der Ankauf

eines Protokollbuches wurde bewilligt.

Ebenso wurde das Herrichten der Feuerhaken

in der Betriebsschlosserei von

Hauptmann Franz Kandler bewilligt.

9. NOVEMBER

Ausschusssitzung

„Die angekaufte Spritze wurde an die

Freiwillige Feuerwehr Lannach übergeben

und schon taktisch zum Wohle des

Nächsten im Rüsthaus zur Verfügung

gestellt, mit dem Wunsch, diese im Einsatz

zu gebrauchen und die Mannschaft

tüchtig zu schulen.“

Über Antrag von Löschmeister Luttenberger

sollte die Einweihung der neuen Spritze

am 22.10.1933 vorgenommen werden.

Ein Festkomitee wurde bei der letzten

Sitzung gewählt. Aus geschäftlichen

Gründen schlug Kassier Hackl vor, das

Fest bei Scheichers Gasthaus und nicht

wie vorgesehen bei Hackl, abzuhalten. Da

man sich ohnehin der Witterung im Herbst

nicht sicher sein konnte, sollte der Bezirkfeuerwehrtag

bei ihm abgehalten werden.

Spritzenweihe 26. Oktober

Die Gründer der FF Lannach aufgenommen im Jahre 1933 (Schlosshof)

Am 14. Oktober wurde bei der Komiteesitzung

im Gasthaus Hackl folgendes beschlossen:

Vorsitzender: Hauptmannstellvertreter

Gauby

Kassier: Löschmeister Luttenberger,

Reichl, Jauernigg, Herzog, Fröhlich und

Weiß

Reichl und Luttenberger besorgten die

Ehrendamen, Jauernigg und Herzog besorgten

das Eichenlaub

Reichl und Fröhlich waren für die Dekorierung

des Rüsthauses und der Spritze

verantwortlich

Weiß: Reinigen der Messingbestandteile

Hauptmannstellvertreter besorgte die

Musik.

26. OKTOBER

Ausschusssitzung

Weihe der Spritze:

12:30 bis 13:30 Empfang der fremden

Feuerwehren

14:00 Uhr Weihung des neuen Gerätes

14:30 Uhr Vorführung desselben, anschließend

Defilierung vor den Ehrengästen

Es erfolgte eine kurze Belehrung der neuen

Löschordnung. Luttenberger beantragte,

dass ein Vortrag über Feuerwehr und

Rettungswesen abgehalten werden sollte.

Festabrechnung Spritzenweihe:

Einnahmen: S 241,70

Ausgaben: 234,02

29


30

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Ergebnis: S 6,78

5. DEZEMBER

Ausschusssitzung

Alle Ausschussmitglieder waren anwesend,

Hauptmann Franz Kandler wurde

entschuldigt

Die Jahreshauptversammlung sollte wie

alle Jahre am Stefanietag, 26.12.1933 um

14:00 Uhr in Scheichers Gasthaus abgehalten

und möglichst die Ehren- und

unterstützenden Mitglieder eingeladen

werden.

Feststellung der Kursteilnehmer:

Fachkurs: Luttenberger, Weiß, Kainz

Maschinistenkurs: Fröhlich und Heher

Rettungskurs: Reichl, Herzog, Gauby

Der Ball sollte am 7. Jänner 1934 in

Scheichers Gasthaus stattfinden. Der

Eintritt wurde mit S 1,- festgelegt. Die

Musik wurde von Hauptmannstellvertreter

Gauby organisiert. Er sollte mit der hiesigen

Kapelle Terbisch verhandeln. Der Ball

sollte um 19:00 Uhr beginnen und mit

kleinen Belustigungen wie Glückshafen,

Likörstand und Juxpost verbunden sein.

Das Ballkomitee setzte sich wie folgt zusammen:

Reichl, Luttenberger, Kainz,

Heher, Weiß, Herzog, Gauby

Auch wurden alle Mitglieder bei der Generalversammlung

aufgefordert, daran mitzuwirken.

Die Bestellung der Einladungen besorgt

der Vorsitzende. Über die Sammlung für

den Glückshafen vor der Generalversammlung

und den Weihnachtsfeiertagen

hatte Schriftführer Reichl zu sorgen.

Des weiteren wurde beschlossen, kleine

Taschenkalender zu bestellen und an die

unterstützenden Mitglieder zu verteilen.

26. DEZEMBER

Jahreshauptversammlung, 14:00 Uhr beim

Gasthaus Scheicher

NACHRUF an die in diesem Jahr verstorbenen

Mitglieder (das erste Mal), insbesondere

an Ehrenhauptmann Ökonomierat

und Gründer der Feuerwehr Lannach,

Johann Schnüttchen und der Kameraden

Guß, Scheicher und Baur.

Für den Ball wurde das Terbisch Streichquartett

mit 8 Mann zu einem Preis von S

70,- , 2 mal Essen je Mann und 2 Krügerl

Bier, bestellt. Mit Frau Scheicher wurde

die Verhandlung geleitet.

Tätigkeiten 1933 (Ausrückungen):

Die Rettungsabteilung wurde zu 19 Hilfeleistungen

gerufen.

An alle wurde Dank und Anerkennung für

die im abgelaufenen Jahr geleisteten

Arbeiten ausgesprochen, mit der Bitte,

diesen Einsatz auch im Jahr 1934 zu

erbringen und damit dem Feuerwehrspruch

„Gott zur Ehr, dem Nächsten

Schutz und Wehr“ gerecht zu werden.

Spenden in den Kneipsäckl:

Hauptmann Franz Kandler: S 20,-

Hauptmannstv.: Cajetan Wolf S 10,-

13 Schulübungen, 3 Rettungsübungen, 2

Ausrückungen zur Kirchparade, 4 Brände,

5 Gründungsfeste, 2 Einweihungen, 3

Landesfeuerwehrschule Graz, Aufnahme 1934

26. Motorführerkurs in Graz vom 25-27 Jänner 1934

Exerziermeisterkurs in Graz 6-8 März 1934

2. Reihe von oben, 2. Reihe von re.: Luttenberger Johann (Heuholzschmied)


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Fachkurs Graz 24-25 März 1934

Bezirksfeuerwehrtage, 4 Begräbnisse, 1

Ball, 6 Sitzungen

1934

25. FEBRUAR

Ausschusssitzung im Gasthaus Scheicher

8 Ausschussmitglieder waren anwesend.

Kassier Hackl berichtete, dass trotz

schlechter Wirtschaftslage ein Reingewinn

aus dem Ball von S 80,60 erzielt werden

konnte. Er dankte Frau Scheicher für die

unentgeltliche Verpflegung der Musik beim

Ball.

Die Aufstellung einer neuen Lösch- und

Übungsordnung in Anwesenheit sämtlicher

Funktionäre unter der Leitung von

Hauptmannstellvertreter Gauby wurde an

Hand der Steirischen Übungsvorschriften

besprochen und von den Anwesenden

praktisch durchgeführt. Es wurde die Übung

zu Papier gebracht um diese bei der

Sitzung zur Verlesung zu bringen. Dieser

Rettungskurs 3-5 Mai 1934

2. Reihe von oben, 2. von re.: Christiner

Übungsvorschlag sollte auch höheren

Behörden mitgeteilt und von diesen genehmigt

werden.

Hauptmannstellvertreter Gauby stellte den

Antrag zur Anlegung und Führung eines

WASSERBUCHES (heute Löschwasserbezug)

für den Wasserbezug bei Bränden

für jedes Anwesen. Für die Erstellung

dieser Bücher wurde ein Komitee bestimmt:

Lannach: Hackl, Weiß, Reichl

Heuholz: Luttenberger, Heher, Kainz

Bei dieser Aufnahme sollte der Wasserbezug,

das Legen der Schlauchlinie zu den

betreffenden Brandobjekten in das Wasserbuch

eingetragen werden (heute: Alarmplan).

Das Wasserbuch wurde am

Kutschbock der Spritze angebracht. Die

Aufnahmen wurden von

Hauptmannstellvertreter geleitet und

mussten bis Anfang April 1934 beendet

sein. Des weiteren sollte bei der

Errichtung der Oisnitzbrücke eine

Staueinrichtung eingebaut werden, welche

welche dazu dienen sollte, dass bei Gefahr

gleich auf der Strasse mit dem Gerät

gearbeitet werden konnte.

15. JULI

Ausschusssitzung

Eröffnung der Ausschusssitzung durch

Hauptmannstellvertreter Wolf mit einem

„GUT HEIL!“

(Hier wird der heutige Feuerwehrgruß

zum 1. Mal ausgesprochen).

Kassa- und Kneipsäcklprüfung vom

26.12.1933

Einnahmen: S 806,46

Ausgaben: S 677,87

Ist-Stand: S 128,29

Rechnung von einer Benzinmischkanne

von Herrn Bachleitner: S 43,10

Rechnung von der Fa. Kandler S 12,-.

Dieser Betrag wurde aus Geldmangel in

der Wehrkassa von Hauptmannstellvertreter

Wolf aus seiner Tasche bezahlt.

Die Zahlung der letzten Rate an die Firma

Rosenbauer erfolgte in der Höhe von S

500,- welche schon am 1.3.1934 fällig

gewesen war und durch Ansuchen bis

1.8.1934 verlängert wurde.

Zum Bezirksfeuerwehrtag nach Allerheiligen

sollte eine Entschuldigung an die

Bezirksleitung gerichtet werden.

Bei Ausrückungen zu Bränden sollten

Petroleumfackeln mitgenommen werden.

Hauptmannstellvertreter Gauby stellte

fest, dass die Mitnahme von offenen

brennbaren Fackeln sowie das Hantieren

mit offenem Licht in der Nähe von Benzin

gesetzlich verboten war.

27. JULI

Ausschusssitzung beim Gasthaus Kraner

in Heuholz

Anwesend waren alle Ausschussmitglieder

mit Ausnahme des Hauptmannes r mit

Ausnahme Kommerzialrat Franz Kandler.

Vorsitzender Wolf eröffnete die Sitzung.

Zur Aufbringung des Geldes für die letzte

Rate wurden verschiedene Veranstaltungen

vorgeschlagen:

Am Landesfeuerwehrtag sollte die

Grossalarmübung abgehalten werden

Kassier Hackl protestierte, da die Abhaltung

aufgrund schrumpfender Besucherzahl

der Feuerwehrfeste zwecklos wäre.

Hauptmannstellvertreter Gauby brachte

zum Ausdruck, dass man nur durch Veranstaltungen

und verschiedene Festlichkeiten

welche mit geringen Ausgaben

verbunden wären, etwas Geld hereinbringen

könnte.

Auch andere Vereine wie Sänger, Radfahrer

könnten bei solchen Veranstaltungen

Reingewinne erzielen, wobei an

dieser Stelle der Feuerwehr das Schlechteste

zugebilligt wurde.

Bevor es zur Abstimmung kam, ob man

die Übung des Grossalarms verbunden

mit einem Sommerfest vor dem Landesfeuerwehrtag

abhalten sollte, brachte

Kassier Hackl zum Ausdruck, dass der 2.

Hauptmannstellvertreter in der Aus-

31


32

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Dekorierungsfeier der Freiwilligen Feuerwehr Lannach am 9. September 1934

schusssitzung überhaupt keine Stimme

hätte. Dieser zog sich von weiteren Einmengungen

zurück. Hernach wurde über

den Antrag von Hauptmannstellvertreter

beschlossen, am 14. Oktober 1934 im

Gasthaus Scheicher ein Weinlesefest zu

veranstalten. Für die Vorbereitungen wurden

folgende Herren bestimmt:

Brandmeister Jauernigg

Schriftführer Reichl

Löschmeister Luttenberger

Maschinist Fröhlich und Heher

Wehrmitglieder Herzog, Gauby, Kainz und

Jauernigg

Das Komitee hatte sich am 16. September

1934 unter Vorsitz von Brandmeister Jauernigg,

welcher vom Ausschuss bestimmt

wurde, eingefunden um eine Besprechung

über die Veranstaltung des Weinlesefestes

abzuhalten. Die Leitung des Festausschusses

oblag Hauptmannstellvertreter

Cajetan Wolf.

Der Rekurs an den Landesfeuerwehrtag

der Feuerwehr aufgrund der Ernennung

Köflachs zur Bezirksfeuerwehr wurde

ohne Einwände beschlossen. Der Besuch

des Landesfeuerwehrtages in Eisenerz

unterblieb, da am 1. Bezirksfeuerwehrtag

in Gnauning Hauptmannstellvertreter

Gauby als Delegierter des südlichen Bezirks

gewählt wurde.

Die beiden Löschmeister Luttenberger

und Weiß stellten den Antrag einen

SCHLAUCHTROCKENTURM zu bauen.

Um Bewilligung des Baus sollte bei der

Gemeinde angesucht werden. Maschinist

Fröhlich beantragte, dass sich der Vorsitzende

erkundigen, sollte ob das Depot im

Grundbuch vermerkt ist. Er sollte bei der

Sitzung am 29.7. darüber berichten. Des

weiteren wurde angefragt die Landesregierung

bezüglich der Anschaffung der

Handdruckspritze in Erinnerung zu bringen.

Man beschloss, dass nach jedem Einsatz

jemand für die Reinigung der Geräte ver-

antwortlich war. Hiezu wurden die Herren

Jauernigg und Reichl bestimmt, eine

Mannschaft zu nennen.

28. AUGUST

Protokoll der letzten Sitzung wurde nicht

genehmigt, da es zu viel nach Wortlaut

abgefasst wurde. Des weiteren behauptete

Herr Hackl, dass über bestimmte Anträge

nicht abgestimmt wurde.

Die Steirische Landesregierung verlieh

Brandmeister Jauernigg für seine 40 jährige

Treue und vorbildlichen Dienste auf

dem Gebiete des Feuerwehr- und Rettungswesen

das Silberne Ehrenzeichen.

Dieses sollte beim Gründungsfest der

Musikkapelle Terbisch unter Einladung der

Nachbarfeuerwehren und Veranstaltung

eines Fackelzuges überreicht werden.

16. SEPTEMBER

Ausschusssitzung

Das Protokoll vom 28.8.1934 wurde genehmigt.

Ebenso das Protokoll vom

27.7.1934

Herr Brandmeister Jauernigg war bei der

Dekoration nicht anwesend. Ihm zu Ehren

wurde von den Kameraden ein Ehrenbeil

angekauft und am Ehrenabend überreicht.

Musikkapellmeister Adolf meldete sich als

ausübendes Mitglied an.

11. NOVEMBER

Wehrversammlung in Scheichers Gasthaus

Löschmeister Luttenberger übernahm die

Kassa vom Kassier Hackl mit folgendem

Stand:

Kassastand: S 192,-

Kneipsäckl: S 6,-

Belege und Bücher wurden dem Ausschuss

übergeben. Nach kurzer Wechselrede

wurde Löschmeister Weiß zum Kassier

und Löschmeister Luttenberger zu

dessen Stellvertreter ernannt. Die Bücher

und die Kasse übergab der Vorsitzende

Gauby dem Kassier.

Die Bremsklötze bei der Spritze waren zu

reparieren, womit Löschmeister Luttenberger

beauftragt wurde.

Hauptmannstellvertreter Gauby ersuchte

den Zeugwart die Spritze sowie das

Zeughaus zu reinigen und in Ordnung zu

stellen, da in kürze eine Inspektion stattfinden

sollte. Brandmeister Jauernigg und

Schriftführer Reichl hatten dafür zu sorgen,

dass diese Arbeiten recht bald

durchgeführt wurden, damit es bei der

Inspektion keine Beanstandung gab.

8. DEZEMBER

Ausschusssitzung

Feuerwehrball sollte am 2.2.1935 im

Gasthaus Scheicher abgehalten werden.

Das weitere sollte bei der Jahreshauptversammlung

beschlossen werden, welche

wie immer am 26.12. stattfand.

26. DEZEMBER

Generalversammlung unter dem Vorsitz

von Kommerzialrat Franz Kandler

Vor der Tagesordnung hielt Hauptmann

Franz Kandler dem im Jahre 1934 durch

Märtyrertod verstorbenen Bundeskanzler

Dr. Engelbert Dollfuß einen tief zu herzen

gehenden Nachruf, und skizzierte in kurzen

Worten sein Wirken am Aufbau Österreichs

und machte Bundeskanzler Dollfuß

zum wahren Vorbild von Einigkeit im Feuerwehrwesen.

Dieser Nachruf wurde von

allen Anwesenden stehend in einigen

Minuten stillen Gedenkens gefeiert. Ebenso

wurde an den im Jahr 1934 verstorbenen

Ehrenbezirksobmann Franz Reich

sen. aus Dobl ein Nachruf gehalten.

Von Kassier Franz Weiß wurde die Kassengebarung

von 1934 vorgelegt:

Einnahmen: S 1312,26

Ausgaben: S 1268,10

Stand: S 44,15

Kneipsäckl:

Ein: S 41,65

Aus: S 15,00

Stand: S 26,65

Als Kassaprüfer wurden Kainz und Gromes

bestimmt, welche die Gebarung für

richtig befunden haben. Entlastung wurde

erteilt.

Neuwahl: Unter Antrag von Brandmeister

Jauernigg wurde die Wahl mit

STIMMZETTEL vorgenommen und brachte

folgendes Ergebnis:

Hauptmann: Franz Kandler

1. Hauptmannstv.: Cajetan Wolf

2. Hauptmannstv.: Johann Gauby

Die übrigen Funktionäre wie Schriftführer,

Kassier und Leitmann hatten ihre Funktion

bis zu einem späteren Zeitpunkt auszuüben.

Betreffend des ehemaligen Kassiers Alois

Hackl wurde über Antrag des Kommandanten

der Beschluss gefasst, einen kleinen

Ausschuss bestehend aus den Hrn.

Franz Kandler, Luttenberger und Kainz

aufzustellen, welche sich im Betreff Hackl

mit der Bezirkshauptmannschaft ins einvernehmen

setzen und hierüber gelegentlich

Bericht erstatten sollten.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Beschluss: Ball am 2.2.1934 (Maria

Lichtmess), Ballkomitee wird aufgestellt.

Tätigkeitsbericht für das Jahr 1934:

1 Begräbnis, 5 Tage Bereitschaft anlässlich

der Februarunruhen, 5 Ausrückungen

zum Gottesdienst, 7 Ausschusssitzungen,

11 Spritzenübungen, 1 Grossalarm, 3

Brände, 2 Bezirksfeuerwehrtage, 1 Fackelzug,

1 Dekorierungsfeier, 31 Hilfeleistungen

der Rettungsabteilung:

Folgende Kurse wurden besucht:

Maschinistenkurs von 2 Mann

Löschmeisterkurs von 2 Mann

Hauptmannkurs von 1 Mann

Rettungskurs von 1 Mann

Über Antrag des Feuerwehrkommandanten

Franz Kandler sollte das seinerzeit

angekaufte Spritzenhausbeschlagmaterial

(welches sich beim H. Irber befand) gereinigt

werden.

Über Antrag der beiden Löschmeister

Luttenberger und Weiß wurde beschlossen,

durch Sammlung das nötige Geld für

den Bau eines Schlauchturmes aufzutreiben.

1935

20. JÄNNER

Hauptmannstv. Cajetan Wolf erteilte dem

2. Hauptmannstv. zur Ausführung und

Erledigung der Tagesordnung das Wort.

Schriftführer Reichl stellte seine Funktion

zur Verfügung. Hrn. Reichl wurde für seine

Leistungen als Leitmann der Rettungsabteilung

und als Schriftführer der Dank

ausgesprochen. Neuer Schriftführer wurde

Brandmeister Jauernigg. Sein Stellvertreter

Hr. Löschmeister Luttenberger. Übergabe

der Unterlagen an den neuen

Schriftführer.

Für den Ball wurde die Musik Terbisch

(8Mann) bestellt. Preis: S 72,- 2 mal Essen,

2 Krügerl Bier

10. FEBRUAR

Ausschusssitzung

Kassier Weiß brachte einen Bericht über

den Ball:

Es konnte ein Reingewinn von S 81,-

erzielt und in die Wehrkasse überwiesen

werden.

Mit Hilfe eines Beihilfeansuchens für den

Bau eines Schlauchtrockenturms, beschloss

man auch 4 Stück Krückensprit-

Lannacher Dachziegel und Tonwarenfabrik Franz

Kandler

zen und Schläuche anzuschaffen.

Franz Kandler bemerkte, dass laut Rechnung

der Firma Rosenbauer ein Rest von

S 81,- zu bezahlen wäre. Es wurde beschlossen,

diesen Betrag sofort zu bezahlen.

S 20,- hat Hr. Franz Kandler und S 10,-

Hr. Cajetan Wolf dafür gespendet.

Brandmeister Jauernigg berichtete über

unanständiges Benehmen beim Ball,

wozu beschlossen wurde, selbigen zur

nächsten Ausschusssitzung einzuladen.

Rettungsangelegenheiten:

Infolge des Abganges des Leitmannes

Reichl wurde Hr. Lackner als Leitmann

vorgeschlagen.

Als Delegierte zum Landesfeuerwehrtag

1935 wurden Cajetan Wolf und Stellvertreter

Gauby bestimmt und Löschmeister

Luttenberger als Ersatzmann genannt.

1936

1. MÄRZ

Jahreshauptversammlung in Lannach Nr.

15 (alte Fröhlich Realität, eigentlich 20.)

Da die Jahreshauptversammlung um

15:00 Uhr nicht beschlussfähig war, wurde

die Sitzung für 16:00 Uhr einberufen und

als beschlussfähig erklärt. Wegen Verhinderung

des Hauptmannes Franz Kandler

konnte die Sitzung erst um 16:30 beginnen.

Das Protokoll wurde vom Schriftführerstellvertreter

Brandmeister Jauernigg

verlesen und zur Kenntnis genommen.

Hiezu teilte Franz Kandler mit, dass aufgrund

einer ihm schriftlich zur Kenntnis

gebrachten behördlichen Verfügung die

bisherigen Feuerwehrmitglieder Alois

Hackl und Mathias Fröhlich aus dem Verein

auszuscheiden sind. Hiezu verliest der

Vorsitzende ein Schreiben der oben genannten,

wonach diese selbst Schritte

unternommen hatten, dass diese Verfügung

aufgehoben werde. Aus Rücksicht

darauf, dass diese beiden Feuerwehrkameraden

sich früher nichts zu schulden

kommen ließen, und in dem Schreiben

selbst angaben, dass sie ihren Irrtum

eingesehen hatten und sie sich vollkommen

vaterländisch verhalten werden,

wurden ihre Bemühungen vom Feuerwehrkommando

unterstützt. Eine genaue

Untersuchung dieser Angelegenheit wurde

eingeleitet und in einem für die Feuerwehr

nicht zugänglichem Protokoll abgefasst.

Hannes Terbisch und Mathias Losch

werden als Rechnungsprüfer bestimmt.

Jahresabrechnung 1935:

Einnahmen: S 173,74

Ausgaben: S 215,63

Abgang: S 41,89

Dieser Abgang wird aus dem Kneipsäckl

gedeckt.

Kneipsäcklkassastand: S 1,87 nach Ausgleich

der Feuerwehrkassa.

Neuwahl:

Feuerwehrkommandant: Franz Kandler

Stellvertreter: Gauby Hans

Ausschuss:

Brandmeister: Adolf Jauernigg

Brand- und Löschmeister: Johann Luttenberger

Kassier und 2. Löschmeister: Franz Weiß

Schriftführer und 1. Leitmann: Josef

Lackner

2. Leitmann: Hans Herzog

Sanitätsmann und 1. Zeugwart: Josef

Gauby

2. Zeugwart: Franz Niggas

1. Maschinist: Johann Heher

2. Maschinist: Michael Benschitz

Der Gasthausbesuch nach den Übungen

soll der Reihe nach gewechselt werden.

Cajetan Wolf wird zum Ehrenwehrführer

ernannt.

26. JULI

Ausschusssitzung

Franz Kandler wurde entschuldigt.

Am 15. August 1936 sollte dem Ehrenwehrführer

Cajetan Wolf anlässlich eines

Sommerfestes in Scheichers Gasthaus die

Ehrenurkunde als Ehrenwehrführer überreicht

werden.

Wehrführerstellvertreter Hans Gauby

stellte den Antrag, Wehrführer Franz

Kandler für seine nunmehr 30 jährige

verdienstvolle Tätigkeit als Hauptmann der

Freiwilligen Feuerwehr und Rettungsabteilung

zum Ehrenwehrführer zu ernennen.

Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Hans Gauby wurde gleichzeitig

ermächtigt, die Dokumente (Diplome) für

beide Herren anzuschaffen und die weiteren

Vorbereitungen für die Überreichung

zu veranlassen.

13. DEZEMBER

Ausschusssitzung

Entschuldigt: Franz Kandler und Luttenberger.

Die Jahreshauptversammlung wurde für

den 27.12.1936 für 14:00 Uhr anberaumt.

Alle Mitglieder – unterstützende und Ehrenmitglieder

– wurden eingeladen.

Die Ausschussmitglieder sollten für neue

Mitglieder werben und diese möglichst zur

Jahreshauptversammlung mitbringen.

Der Feuerwehrball sollte am 17.1.1937 in

Scheichers Gasthaus stattfinden, der

Eintritt wurde mit S 1,- festgelegt.

Steigerturmangelegenheiten:

Zimmermeister Eduard Hubmann empfahl

den Steigerturm auf das vorhandene

Rüsthaus beim Eingang aufzubauen, da

es viel praktischer war, wenn die Schläuche,

Aggregat und sonstige Ausrüstungsgegenstände

in einem Raum beisammen

waren und die Kosten bei der Errichtung

so um mindestens S 300,- niedriger waren,

weil das Fundament und ein Teil der

Höhe des Steigerturmes im bestehenden

Rüsthaus gegeben waren.

Eine Abschrift der Richtlinien für die Errichtung

eines Steigerturmes des Landesinspektors

für Feuerwehr- und Rettungswesen

in Graz wurde Hrn. Hubmann übergeben.

Hans Gauby hatte ebenfalls

33


34

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

eine Abschrift sowie einen Plan des Steigerturmes

von Dobl übernommen.

Die neuen Adjustierungsvorschriften wurden

den Mitgliedern zur Kenntnis gebracht

und eingeschärft.

Der geprüfte Motorführer Franz Weiß

hatte sich sofort nach Erhalt des schriftlichen

Antrages bei Wehrführerstellvertreter

Hans Gauby zu melden und erhielt den

Befehl, sich ins Rüsthaus zu begeben und

die Motorspritze zu versorgen und einzuwintern.

Zur Ausbildung als Motorführer wurden die

anwesenden Mitglieder Gromes Karl und

Niggas Franz bestimmt.

Herr Eduard Hubmann war wieder bereit

im Verband der Freiwilligen Feuerwehr

Lannach als unterstützendes Mitglied

mitzuwirken.

Rettungsabteilung:

Leitmann: Josef Lackner

Rettungsmänner: Josef Gauby, Alois

Hackl, Gromes und Herzog

Es wurde vorgeschlagen, Franz Niggas

und Franz Scheicher zu Rettungsmänner

auszubilden und zu übernehmen.

Das Beihilfeansuchformular für die Rettungsabteilung

musste beim Bezirksleiter

des Feuerwehrverbandes für den Bezirk

südliche Umgebung von Graz, Hrn. Josef

Harer in Fernitz, angefordert und unverzüglich

eingesendet werden. In der letzten

Jänner Woche kommt Dr. Blumauer aus

Dobl zur Schulung nach Lannach.

27. DEZEMBER

Jahreshauptversammlung

Der Beginn wurde um 1 Stunde verschoben,

da die Versammlung nicht beschlussfähig

war, danach war der Ausschuss

vollzählig vertreten. 17 Feuerwehrmitglieder

und 4 neu angemeldete Kameraden.

Zu Beginn wurde eine Gedenkminute für

die Verstorbenen abgehalten, insbesondere

der Gastwirtin Frau Anna Hackl als

unterstützendes Mitglied.

Die Kassaprüfung ergab folgenden Stand:

Einnahmen: S 155,33, Ausgaben: S

144,45, Stand: 10,88,

Kneipsäckl: Ein: S 27,87, Aus: S 17,68,

Stand: S 10,19

Kassaprüfer waren Franz Niggas und

Johann Heher

Der Ball fand am 17.1.1947 statt, die Musik

besorgte Adolf Terbisch mit seinen 6

Mann zu einem Preis von S 48,- und 1

Liter Bier je Mann. Das Essen spendierte

die Wirtin Frau Anna Scheicher. Der Eintritt

wurde mit S 1,- festgelegt. Mitwirkende

Feuerwehrkameraden in Uniform zahlten

keinen Eintritt.

Einzahlung von unterstützenden Mitgliedern:

Frau Kandler S 20,-, Frau Scheicher

S 5,-

Neuaufnahmen: Buck August, Jöbstl Florian,

Niggas Anton, Oswald Anton, Perhab

Anton, Steirer Anton, Weber Franz,

Weinmüller Johann

Alle wurden ohne Einwände aufgenommen

und per Handschlag angelobt.

Die Neuwahl wurde mit Stimmzettel

durchgeführt:

Hauptmann: Franz Kandler

Stellvertreter: Hannes Gauby

Kassier: Franz Weiß

Nachfolgend wurde per Akklamation

(Handheben) gewählt:

Schriftführer: Josef Lackner

Brandmeister: Adolf Jauerningg

Brandmeisterstv.: Johann Luttenberger

Löschmeister: Franz Weiß

Maschinisten: Franz Weiß, Franz Niggas,

Johann Heher, Micheal Benschitz

Die Ausbildung der Maschinisten erfolgte

in einem Sonderkurs, welcher durch die

Vertreter der Fa. Rosenbauer, Herrn

Bachleitner, hier in Lannach abgehalten

werden sollte.

Zeugwart: Josef Gauby

Man beschwerte sich, dass Geräte aus

dem Feuerwehrdepot entlehnt worden

waren, ohne dass die dazu Verantwortlichen

informiert wurden. Dadurch wurden

jene Geräte stark in Mitleidenschaft gezogen.

Rettungsabteilung:

Leitmann Herr Josef Lackner

Rettungsmänner: Josef Gauby, Alois

Hackl, Franz Scheicher, Mathias Losch

Franz Kandler erklärte sich bereit, die

Wahl für ein Jahr, jedenfalls aber bis zum

Bezirksfeuerwehrtag, anzunehmen.

Neuaufnahmen: Gottfried Hösele, Johann

Niggas, Franz Heher

Die Steigerturmangelegenheiten sollten

vor Abhaltung des Bezirksfeuerwehrtages

geregelt werden.

1937

18. APRIL

Versammlung beim Gasthaus Scheicher

Brandmeister Adolf Jauernigg wurde auf

Beschluss der Versammlung zum Ehren-

mitglied ernannt. Hauptmannstellvertreter

Hans Gauby wurde beauftragt, bei der

darauffolgenden Abschiedsfeier dem

Wehrkameraden Adolf Jauernigg für seine

Tätigkeit bei der Wehr zu danken und ihm

seine Ernennung zum Ehrenmitglied mitzuteilen.

An der Abschiedsfeier haben teilgenommen:

Ehrenwehrführer Kaufmann Cajetan Wolf,

Gendarmerieinspektor Franz Lambauer

sowie in Vertretung des Gemeinderates

Johann Ninaus.

26. DEZEMBER

Jahreshauptversammlung

Der Beginn der Jahreshauptversammlung

wurde um 1 Stunde verschoben, da sie

nicht beschlussfähig war, danach wurde

der im Jahr verstorbenen Kameraden,

insbesondere des Hrn. Alois Simunitsch,

gedacht.

Anwesend waren 17 ausübende Mitglieder

unter dem Vorsitz von Franz Kandler

Luttenberger stelle den Antrag, die Kameraden,

welche am 13. Juni am Bezirksfeuerwehrtag

unentschuldigt ferngeblieben

waren, anlässlich der stattfindenden Versammlung

das Stimmrecht zu entziehen.

Dieser Antrag wurde als nicht zeitgemäß

zurückgestellt.

Nach Beratung über den Antrag des Hrn.

Gauby beschloss man, jene neu beigetretenen

Mitglieder, welche seit 1936 der

Wehr angehörten und ohne Grund an den

zirkularisch (schriftlich) angeordneten

Ausrückungen und Übungen ohne Entschuldigung

zwei mal hintereinander nicht

teilgenommen hatten, von der Liste zu

streichen. Dieser Antrag wurde einstimmig

angenommen.

Kassastand: Einnahmen: S 256,24, Ausgaben:

S 181,37, Stand: S 74,87,

Kneipsäckl: Ein: S 48,19, Aus: S 31,60,

Stand: S 16,59, Gesamtes Bargeld: S

Spende von 300 Strangfalzziegel der Dachziegel- und Tonwarenfabrik Lannach,

anlässlich des Feuerwehrballes, ausgestellt am 16. Jänner 1937 von Kommerzialrat

EHBI Franz Kandler


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Auszug aus dem Protokoll der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30. Dezember 1937 über die

Neuwahl der Wehrführung vom 26. Dezember 1937

91,46

Neuwahl der Wehrführung:

Den Vorsitz hat das Älteste Mitglied Herr

Niggas der Ältere

Als Stimmenprüfer wurden die Hrn. Hackl

und Heher bestimmt.

Wehrführer: Eduard Hubmann

Wehrführer. Johann Gauby

Die Freiwillige Feuerwehr Lannach musste

im Berichtsjahr 27 mal und die Rettungsabteilung

23 mal ausrücken.

30. DEZEMBER

Weil Zimmermeister Herr Eduard Hubmann

bei der Neuwahl nicht anwesend

war, wurde Genannter von zwei Feuerwehrkameraden

eingeholt, welche bei

ihrer Rückkehr mitteilten, Herr Hubmann

lehnte seine Wahl zum Wehrführer ab.

2. Wahl:

Wehrführer: Johann Gauby

Wehrführer: Johann Luttenberger

Herr Eduard Hubmann wollte nun doch

auf Wunsch der Bevölkerung seine Wahl

zum Wehrführer annehmen, sodass Herr

Johann Gauby seine Funktion als Wehrführer

zurücklegte und nach wiederholter

Wahl zum Wehrführstellvertreter gewählt

wurde.

Wehrführer: Eduard Hubmann

Wehrführer: Johann Gauby

Beschluss über Feuerwehrball am

23.Jänner 1938 , Eintritt 1.- Schilling

1938

16. JÄNNER

Beim Feuerwehrball wurde ein Gewinn

von S 78,61 erzielt und von der Brauerei

50 0,5 Literflaschen Märzenbier gespendet.

All diese Beträge kamen in den

Kneipsäckl. Es wurde beschlossen, dass

Gelder aus Veranstaltungen bis auf weiteres

den Kneipsäckl zufallen. Des weiteren

hatte ein jeder Kamerad S 1,- pro Jahr in

diesen einzuzahlen.

Durch schlechtes Benzin war die Motorspritze

vorübergehend nicht einsatzbereit.

Herr Hackl erklärte sich bereit, das

nächste Benzin direkt aus Graz zu besorgen.

Aufnahmen: Herr Hammerschmied

Austritt: Herr Lackner.

Durch den Austritt von Hrn. Lackner

musste bei der Rettungsabteilung ein

neuer Leitmann bestellt werden:

Leitmann: Terbisch Josef

2. Leitmann: Hammerschmied

Rettungsmann: Niggas Anton und Hackl

Alois

An die Gemeinde wurde ein Schreiben

betreffend Einverleibung in das Grundbuch

des Depots gerichtet.

24. APRIL

Außerordentliche Hauptversammlung

Wörtliches Zitat aus dem Protokollbuch:

„Anwesend waren sämtliche Feuerwehrkameraden.

Es erfolgte durch Wehrführer

Hubmann eine sehr herzliche Begrüßung

und er dankte vor allem jenen Leuten wie

unserem Führer Adolf Hitler für den herbeigeführten

Umschwung“.

Kassastand: S 6,00

Kneipsäckl: S 68,49

Wehrführerstellvertreter Gauby legte das

Amt des Stellvertreters zurück und trat

aufgrund seiner alten politischen Einstellung

aus der Wehr aus. Eduard Hubmann

legte aus gesundheitlichen Gründen

seine Funktion als Feuerwehrkommandant

zurück. Dadurch wurde es notwendig,

eine außerordentliche Jahreshauptversammlung

einzuberufen.

Neuwahl: den Vorsitz übernahm das

älteste Mitglied – Niggas

Wehrführer: Alois Hackl

Wehrführer: Heher

Schriftführer wird Steirer Anton.

Wehrführer Eduard Hubmann wird zum

Ehrenwehrführer ernannt.

Für das Vereinslokal wurde Gasthaus

Hackl vorgeschlagen und einstimmig

angenommen.

Zum Fachkurs wurden vorgeschlagen:

Herzog, Niggas Franz, Jöbstl

Nach einem gemütlichen Zusammensein

schloss der Wehrführer die Sitzung mit

„HEIL HITLER!“

JUNI

Der Rettungskurs der Freiwilligen Feuerwehr

und der Rettungsabteilung Lannach

wurde von dem Chefarzt des südlichen

Feuerwehrbezirkes Graz Umgebung Dr.

Blumauer aus Dobl durchgeführt. Anwesend

waren die Rettungsmänner Josef

Gauby, Losch, Niggas und Brandmeister

Franz Luttenberger.

Das 35. JÄHRIGE GRÜNDUNGSFEST

am 7. AUGUST wurde mit verschiedenen

Belustigungen abgehalten, musikalisch

unterstützt von der Terbisch Kapelle.

Eintritt 50 Reichspfennig.

35


36

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Feuerwehrkamerad, Bürgermeister Friedrich Haas

(1938-1942)

Am 14. August wurde abgerechnet, wobei

ein Reingewinn aus dem Fest von 140.10

Reichsmark erzielt werden konnte. Dieser

Betrag wurde dem Kassier Weiß übergeben.

1939

22. JÄNNER

Sitzung beim Gasthaus Hackl

Hackl begrüßt Heher, Luttenberger, beide

Niggas und Gauby.

Nachfolgender Text ist wörtlich dem Protokollbuch

entnommen:

„Bericht über die jetzige große Bedeutung

Löschwasserverhältnisse in der Steiermark 1940

Auszug aus dem Buch „Auswertung der Brandberichte

der Freiwilligen Feuerwehren im Reichgau

Steiermark in den Jahren 1938, 1939 und 1940

der Wehr als Löschpolizei und mit den

bedingten großen Aufgaben jedes einzelnen.

Ebenso wurde betont, daß die Feuerwehr

von früher mit der heutigen Löschpolizei

nicht zu verwechseln sei. Wir sind

unserem Führer und dem ganzen Volk

zum großen Dank verpflichtet, daher hat

auch jeder einzelne Mann sein Bestes zu

tun und zu leisten“.

Des weiteren wurde bestimmt, dass sich

alle Kameraden am Tag der deutschen

Polizei um 9:00 Uhr beim Gasthaus Hackl

treffen und sich zur Winterhilfssammlung

bereit stellen sollten. Laut Rundschreiben

vom Landesverband war es Pflicht jedem

eine Reichsmark zu spenden.

Im Jahr 1938 verzeichnete die damalige

Löschpolizei 8 Abrichtungen, 12 Schulübungen,

2 Angriffsübungen, 10 Wehrleitungsversammlungen

und 1 Wahlversammlung.

Vier Mann wurden zu verschiedenen

Kursen in die Landesfeuerwehrschule

geschickt.

Es wurden 1 tragbare Schiebeleiter und

Helme angefordert. Mit der Erbauung

eines Steigerturmes musste solange gewartet

werden, bis die Angelegenheit

eines eigenen Spritzenhauses geordnet

war.

11. NOVEMBER

Aufgrund der Anlehnung zum Deutschen

Reich wurde die Wehr eine PFLICHT-

WEHR und FEUERHILFSPOLIZEI genannt

sowie ab 1.Oktober dem Kreis

Deutschlandsberg unterstellt.

Unter anderem bestand seither Anwesenheitspflicht,

absolute Pünktlichkeit und

strenges Alkoholverbot. Eine Bestandsaufnahme

sämtlicher Gegenstände

musste ebenfalls durchgeführt werden.

Jedes Mitglied musste sich nun einer

Ausbildung unterziehen, wozu alle 14

Tage eine Übung abgehalten wurde.

1940

Über das Jahr 1940 gibt es keine Aufzeichnungen

der FF Lannach.

1941

13. MÄRZ

Für Steigerturm und angestrebtes Rüsthaus

fehlte noch immer der geeignete

Platz. Die Schläuche konnten nicht getrocknet

und versorgt werden. Sämtliche

Helme und Gurte waren kaputt, die Motorspritze

war in Ordnung. Ein Inventar

musste angelegt werden.

Diensteinteilung:

Wehrführer: Hans Luttenberger

Wehrführerstv.: Alois Hackl

Schriftführer: Josef Lackner

Gerätewart: Hannes Gauby

Maschinist: Johann Heher

Denkschrift von Wehrführer Hans Luttenberger

verfasst vom 5 bis 7. 11. 1942,

Maschinist: Franz Niggas

Maschinist: Ernst Eberle

Hornist: Karl Gromes

Gesamtmitgliederstand laut Liste: 36

Mann. Die nicht anwesenden wurden zur

unbedingten Teilnahme aufgefordert.

Monatsmeldungen:

Diese sind jeden 28. des Monats an den

Kreisführer der freiwilligen Feuerwehr zu

Handen des Herrn Pretzlich in Deutschlandsberg

zu richten.

Brandbericht:

Sind wie bisher mit den vorgeschriebenen

Formularen an die Dienststelle einzusenden.

1942-1944

Infolge des WK2 gibt es über die Jahre

1942-1944 keine Aufzeichnungen der FF

Lannach.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Rundschreiben des Kreisführers der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Deutschlandsberg vom 25.

Mai 1943

1945 - 1952

1945

30. DEZEMBER

Der provisorische Wehrhauptmann erklärte

die Notwendigkeit der Wiederinstandsetzung

der Freiwilligen Feuerwehr Lannach,

welche durch die hitlerische Diktatur

gänzlich abgeschafft wurde, und gedachte

der Mitglieder die in den sieben Jahren

Krieg umgekommen sind.

Es wurden 23 ausübende und neun unterstützende

Mitglieder aufgenommen.

Neuwahl:

Wehrhauptmann: Gauby Johann

Brandmeister: Niggas Franz,

Brandmeister: Kainz Gottfried

Es wurde der Antrag gestellt, endlich ein

eigenes Rüsthaus zu errichten. Aufgrund

des Antrages von Herrn Kindermann wurde

beschlossen, die Rettungsabteilung

wieder ins Leben zu rufen.

1946

19. FEBRUAR

Der Antrag zum Rüsthausbau wurde an

die Behelfsbauaktion Graz weitergeleitet.

Der Reinerlös vom Heimkehrerfest in

Lannach, 923 Schilling, wurde als Spende

der freiwilligen Feuerwehr übergeben.

Der Feuerwehrball wurde am 3. März mit

einem Eintritt von 3 Schilling abgehalten.

Der Reinerlös betrug 2108 Schilling.

1946: Zu Bränden wurde im März nach

Lieboch, damals noch ohne Löschgerät

sowie am 10 Dezember nach St. Josef mit

voller Ausrüstung (sofern es solche überhaupt

gab) und acht Mann ausgerückt.

Inventar vom 26.12.1946

ein Aggregat R50, 3 Saugschläuche, 2

Schlauchträger

Schläuche 170m, Einheitskupplung 70m

Reichskupplung 10m 13 Schläuche, ca.

60m schadhafte

Alarmgeräte, eine Sirene, 3 Signalhörner

1 Tragbahre

2 Fackeln, 3 Feuerhacken, 1 Krampen, 1

Schaufel, 1 Hacke, 4 Handdruckspritzen

Mannschaftsausrüstung:

14 Lederhelme, teils schadhaft; 12 Stahlhelme,

8 Kappen, 4 Steigergurte mit Beil,

7 Mannschaftsgurte, 2 Brandmeistergurte

mit Beil

1947

5. JÄNNER

Zu dem Punkt Rüsthaus erklärte H. Gauby,

dass bis Frühjahr die Aussicht besteht,

mit dem Bau desselben beginnen zu können,

die Baubewilligung wurde bereits

eingereicht. Man müsste nur auf die Einwilligung

der Eigentümer des Bauplatzes

warten, doch man rechnete mit voller

Zustimmung derselben.

27. FEBRUAR

Rüsthausbau: bereits geleistete Vorarbeiten:

Baubewilligung, Material, finanzielle

Notwendigkeiten. H. Gauby erklärte es

wäre im gelungen, die Landesregierung

von dem Bau zu überzeugen. Ferner

würde er die Gemeinderücklagen (17.400

Schilling) erhalten, man rechnete mit einer

Subvention, Bargeld standen 3000 Schilling

zur Verfügung. Der Schotter war vorhanden,

Herr Kandler übernahm das

Fuhrwerk (kostete 10 Schilling pro Fuhr

und eine Jause pro Mann). Eine Befragung

der Eigentümer wurde für unnötig

erklärt, da bei der Gemeinderatssitzung

die Zustimmung von Herrn Hesele eingeholt

wurde.

Es wurden 50m³ Steine und 20m³ Sand

bestellt. Nötiges Holz (15m³) wurde im Ort

Lannach gesammelt.

26. DEZEMBER

Rüsthausbau: Zement fehlt

Neuwahl:

Hauptmann: Johann Gauby

Stellvertreter: August Niggas

Einige Kameraden, welche das ganze

Jahr bei keiner Übung teilgenommen

hatten, und auch nicht für den Verein

sonst wie tätig waren, wurden ausgeschlossen.

1948

5. APRIL

Der Rüsthausbau wurde von Neuem angeregt.

37


38

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Zeitungsartikel über das Florianifest und die Autoweihe

vom 17. Mai 1948

Am 20. Oktober 1907 stellt der Feuerwehrkommandant

und Schlossbesitzer Franz Kandler das

Spritzendepot beim Schloss Lannach zur Verfügung

(heute ist diese Gebäude inklusive Garage

im Besitz der Familie Bencic - Gärtnerei). Nach

langen Diskussionen um ein Rüsthaus stellte

Kommerzialrat Kandler dieses Gebäude zur Verfügung.

Ein Steigerturm wurde 1948 angebaut.

Die Weihe des Rüsthauses und des Steigertumes

wurde von Pfarrer Wohlgemuth aus Dobl vorgenommen

17. MAI

FLORIANIFEST UND AUTOWEIHE

Die Feldmesse fand im Schlosshof statt

mit der musikalischen Unterstützung der

Predinger Musikkapelle. Die Messe sowie

die Weihe des neuen Rüstautos der Marke

Ford Kanada wurde von Pfarrer Wohlgemuth

aus Dobl vorgenommen.

Anwesende auswärtige Wehren: St. Josef,

Lieboch - Breitenbach, und Blumegg.

1949

1. JÄNNER

46 Jahreshauptversammlung

Eigentumsrecht und Grundbuchakt des

neuen Rüsthauses, letzterer war noch

nicht eingelangt. Zur Erlangung des Eigentumsrechtes

würde das Servitutsrecht,

Festschrift anlässlich der Kirchenweihe 1948,

Texte von Kommerzialrat Kandler und Bürgermeister,

Hauptmann Johann Gauby

Auszug aus der Festschrift anlässlich der Kirchenweihe

am 24. Oktober 1948 von Alois Pitscheneder

1. Pfarrer von Lannach: Alois Leitinger 1949-1960

welches die Freiwillige Feuerwehr Lannach

auf diesem Gebäude besaß, zur

Anwendung gebracht.

Fünf neue Mitglieder wurden aufgenommen

und angelobt. Es gab Neuwahlen:

Johann Gauby legte sein Amt als Hauptmann

aufgrund von Überlastung nieder.

Jedoch bei der Wahl wurde wieder Johann

Gauby mit 16 von 18 abgelegten

Stimmen gewählt. Er nahm das Amt unter

der Bedingung an, dass ihn der Stellvertreter,

Franz Niggas, tatkräftig unterstützen

möge.

1. MAI

Florianifest und 1. steirischer Feuerwehrtag

Zum ersten Mal konnte der Florianigottesdienst

in der Lannacher Kirche gefeiert


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Wehrkamerad und Bürgermeister Johann Ninaus

(1942-1946 und 1952-1960)

werden. Die Messe hielt Monsignore August

Leitinger, der neue (erste) Lannacher

Pfarrer.

31. DEZEMBER

47. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Eine neue Pumpe, sowie neue Schläuche

und Uniformen wurden angeschafft. Für

1950 musste ein neuer Anhänger für das

Aggregat aufgrund besserer Beförderungsmöglichkeiten

angeschafft werden.

Das für den Rüsthausbau gesammelte

Material kam gegen ein Entgelt den Ortsansässigen

zu, bzw. wurde für den Schulbau

verwendet.

1950

7. MAI

Florianifest und 2. steirischer

Feuerwehrtag

Festakt in der Kirche, anschließende

Alarmübung. Das Brandobjekt war der

Getreideboden des Gutes Kandler,

Ehrenhauptmann Kommerzialrat Franz

Kandler selbst nahm an der Übung teil.

3. SEPTEMBER

Nach langer Verzögerung durch

aufeinander folgende Festlichkeiten in

der Umgebung musste die 45JÄHRIGE

BESTANDSFEIER auf den 3.

SEPTEM-BER 1948 verschoben werden.

Unter Anwesenheit des Bezirkshauptmannes

von Deutschlandsberg Dr.

Anton Kronabether wurde die 45-

Jahrfeier durchgeführt. Am Nachmittag

wurde die neue Motorspritze eingeweiht.

Eine Reihe von Feuerwehrmännern

wurde für 40- und 25jährige Tätigkeit

ausgezeichnet. Die silbernen Medaillen

erhielten Kommerzialrat Franz Kandler,

Johann Barth und Johann Niggas; mit der

Bronzenen wurden ausgezeichnet::

Wehrhauptmann Johann Gauby, Josef

Brunner, Johann Luttenberger und Johann

Weihs.

24. OKTOBER

RÜSTHAUS- U. STEIGERTURM-WEIHE

Kommerzialrat Franz Kandler stellte der

Feuerwehr ein Gebäude als Rüsthaus zur

Verfügung. Der Auf- und Ausbau des

Rüsthauses sowie des Steigerturmes

wurde in 12 Tagen fertiggestellt.

Anwesenheit fremder Wehren beim Festakt:

Deutschlandsberg, Söding, Dobl,

Blumegg und Breitenbach

Die Wehrkameraden mit der neuen Motorspritze, die am 3. September 1950 von Pfarrer August Leitinger

geweiht wurde

1. Reihe sitzend von li. nach re.: Meixner, Niggas Franz, Bgm Gauby Johann, Luttenberger

2. Reihe sitzend von li. nach re.: Weihs Franz, Niggas August sen., Kormann Alois, Hubmann Otto, Tiseb

Alfred, Hesele Karl,

Stehend von li. nach re.: Scheucher Karl, Maier Alois, Steurer Oswald, Irber Josef, Niggas Anton, Gromas

Karl

Zeitungsbericht über 45 Jahre FF Lannach 1950

23. DEZEMBER

48. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Unter anderem wurde über den Grundbuchakt

des Rüsthauses gesprochen,

welcher noch nicht eingetroffen war. Man

sollte sich noch etwas gedulden, die Sache

ginge jedoch seine gesetzliche Laufbahn.

Johann Gauby legte sein Amt als Wehrhauptmann

aufgrund seines Gesundheitszustandes

und dem mangelnden Interesse

einiger Feuerwehrkameraden zurück.

Intern wurde aber beschlossen Johann

Gauby zurückzuwählen, was auch einstimmig

erfolgte.

Johann Gauby nahm die Wahl an, unter

der Bedingung, dass ihm ein tüchtiger,

pflichtbewusster Stellvertreter zur Seite

stünde. Johann Luttenberger wurde mit

12 von 20 Stimmen zum Stellvertreter

gewählt.

1951

4. MAI

Florianifest und 3. steirischer Feuerwehrtag

30. DEZEMBER

49. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Im Jahr 1951 hatte sich die Lannacher

Wehr 35 mal zu Dienstverrichtungen

eingefunden.

39


40

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Bezirkshauptmann von Deutschlandsberg Dr.

Anton Kronabether

Hauptmann und Bürgermeister Johann Gauby

(1946-1952)

Neuwahl der Vereinsleitung: Diese hatte

bereits am 18. NOVEMBER unter dem

Vorsitz von Ehrenhauptmann Kommerzialrat

Franz Kandler stattgefunden, konnte

aber wegen zu geringer Stimmenmehrheit

und Unstimmigkeiten in der Wehr nicht

anerkannt werden.

Bürgermeister Johann Gauby wird wiederum

zum Hauptmann der Wehr gewählt,

Johann Luttenberger zum Stellvertreter.

1952

Florianifest, 4. steirischer Bezirksfeuerwehrtag

29. JUNI

136. Bezirksfeuerwehrtag

Der Termin wurde bei der Hauptleutetagung

in Deutschlandsberg festgelegt, die

Lannacher Wehr wusste davon nichts und

hatte dann nur eine Woche Vorbereitungszeit.

So kam es, dass die Wehr

erstmals in der Geschichte ein Defizit

(371 Schilling) verbuchen musste. Selbst

die Übung war ein absolutes Desaster

infolge falscher Einschulung.

23. NOVEMBER

Ersatzwahl und Ausschluss des ehemaligen

Wehrhauptmannes Johann Gauby

Auf Anordnung des Feuerwehrbezirkskommandos

wurde eine Vollsitzung einberufen

um die Wahl der Wehrleitung

vorzunehmen bzw. dem Ausschluss des

ehemaligen Hauptmannes Gauby aufgrund

seiner strafrechtlichen Verurteilung

stattzugeben. Ing. Rothwangl und Dr.

Pruckner traten der Wehr bei und wurden

als zu Wählende vorgeschlagen. Dr.

Pruckner lehnte aufgrund seines Berufes

ab, stellte sich aber als Rettungsarzt zur

Verfügung. Ing. Hans Rothwangl wurde

neuer Hauptmann der Lannacher Wehr,

Johann Luttenberger blieb Stellvertreter.

2. DEZEMBER

Hauptmann Luttenberger erklärte sich

bereit Schulungen in der Landesfeuerwehrschule

entsprechend seinem Rang

zu beziehen, forderte aber alle Zugs- und

Gruppenkommandanten auf, dasselbe zu

tun.

31. DEZEMBER

50. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

1953 - 1962

1953

4. MAI

Florianifest und 5. steirischer Feuerwehrtag

4. DEZEMBER

Die Anschaffung von neuen Schläuchen

sowie weiteren Uniformen wurde beschlossen.

Ing. Rothwangl erklärte, dass er die Stelle

des Hauptmanns aus gesundheitlichen

und beruflichen Gründen zurücklegen

möchte. Dies wurde vom Bürgermeister

abgelehnt, ein so häufiger Wechsel in der

Wehr würde diese nur verschlechtern.

26. DEZEMBER

51. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Aufgrund der beruflichen Überbelastung

von Ing. Rothwangl gab es im Jahr 1953

deutlich weniger Übungen.

Es wurde beschlossen, das 50 jährige

Feuerwehrjubiläum am Florianisonntag,

dem 6. steirischen Feuerwehrtag durchzuführen.

Bildnis des Heiligen Florian in der Pfarrkirche

Lannach. Geweiht am 9. Mai 1954

1954

4.MÄRZ

Ein Bild des heiligen Florian sollte angeschafft

werden, hiefür fehlten aber die

nötigen Mittel. So wurden die Nachbarwehren

Blumegg und Breitenbach gebeten

einen Beitrag zu leisten (Blumegg: 300

Schilling).

10. MÄRZ

Zu dem im Schloss Lannach stattgefundenen

Brand richtete die Gendarmerie

eine Beschwerde an das Landesfeuerwehrkommando.

Aufgrund grundloser

Anschuldigungen wurde beschlossen von

einer 50 Jahrfeier Abstand zu nehmen

und stattdessen den Traditionellen Festakt

zu feiern.

9. MAI

Florianifest und 6. steirischer Feuerwehrtag

Die Feier stand im Zeichen des 50jährigen

Bestandes der Freiwilligen Feuerwehr

Lannach mit FLORIANIBILDWEIHE für die

Kirche, welche aus diesem Anlass gewidmet

wurde. Die Feier führte Brandmeister

Meixner, da die Wehr seit März weder

einen Hauptmann noch einen Stellvertreter

hatte. Ing. Rothwangl war aus

.wirtschaftlichen und gesundheitlichen

Gründen zurückgetreten, Johann Luttenberger

aufgrund der grundlosen Anschuldigungen.

Eine Wahl wurde für einen

späteren Zeitpunkt ins Auge gefasst.

4. DEZEMBER

Die Anschaffung neuer Geräte, unter

anderem ein Ladegerät für die Batterien,

eine Handlampe, ein Überlandhorn für das

Rüstauto, Schläuche für die Krückenspritze

usw. wurde beschlossen. Der Bau

eines Löschwasserbehälters sowie der

Bau eines neuen Rüsthauses wurden in

den Haushaltsplan aufgenommen (ein


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Die Mannschaft der FF Lannach vor dem neuen

Tanklöschfahrzeug 1957

Eigentumsrecht für das Gebäude von

Herrn Kommerzialrat Kandler wird nach

wie vor vorenthalten).

19. DEZEMBER

52 JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Neuwahl: Brandmeister Josef Meixner, der

die Wehr auch in den letzten Monaten

leitete wurde zum Hauptmann, Friedrich

Haas neuer Stellvertreter.

„Als Schriftführer wurde trotz energischer

Weigerung und zehnjähriger Funktion Karl

Hesele wiederbestimmt – anscheinend,

weil keiner der Feuerwehrkameraden

gewillt ist, diese so schöne Sonntags-

oder Nachtbeschäftigung auszuführen –

oder weil es dafür kein Leistungsabzeichen

gibt.“ Zitat: Hesele Karl

Der Bau des Rüsthauses wurde wieder

angesprochen, unter anderem kam der

Vorschlag zur Erwerbung des Schüttbodens

von Kommerzialrat Kandler.

1955

15. AUGUST

Es wurde beschlossen, in Heuholz, sowie

nördlich von Lannach durch den Bau von

Löschwasserbehältern dem Löschwassermangel

abzuhelfen. Mit dem erhaltenen

Entgelt konnten 22 neue Uniformhosen

angekauft werden.

26. DEZEMBER

53. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Man gedachte dem 1955 verstorbenen

ehemaligen Wehrhauptmann Johann

Gauby.

Im Jahr 1955 haben 11 Schulübungen

und 7 Gruppenübungen stattgefunden.

Aufgrund der Unwetter im Sommer stieg

die Zahl der Dienstverrichtungen auf

insgesamt 65 an.

In der gesamten Steiermark wurden Neuwahlen

vorgeschrieben, in Lannach wurden

jedoch aufgrund der Wahl 1954 keine

durchgeführt.

Rüsthausbau: Der Wunsch der Gemeindevertretung,

ein Rüsthaus mit Wohnungen

zu bauen wurde von den Feuerwehrkameraden

abgelehnt, stattdessen sollte

ein Gemeinschaftskühlraum eingebaut

werden. Über den Standort konnte keine

Einigung erzielt werden, so schlug

Hauptmann Meixner vor, bei dem von

Kommerzialrat Kandler zur Verfügung

gestellten Rüsthaus zu verbleiben, zumal

die Freiwillige Feuerwehr ein Servitut

darauf besaß, und stattdessen ein Rüstauto

anzuschaffen. Diesem Antrag wurde

später stattgegeben.

1956

4. FEBRUAR

Ballbericht

Der Ball wurde diesmal an einem Samstag

abgehalten, um den Wünschen der Kameraden

aus der Fabrik Rechnung zu tragen.

Die Musik besorgte die Kapelle Kern. Der

Eintritt betrug 6.- ÖS.

26. DEZEMBER

54. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Laut Verfügung des Landesfeuerwehrkommandos

mussten zukünftig für den

Rüstwagen neun Mann zum Einsatz

kommen.

Hauptmann Meixner berichtete über den

Vorfall beim Brand Kainz in Lieboch, wo

bei der Zufahrt zum Brandplatz einige

Kürbisse umgefahren wurden und die

Wehr zum Schadensersatz herangezogen

werden sollte. Die wurde von allen als

Hauptmann Meixner Josef auf dem neuen Tanklöschfahrzeug,

1957

Kamerad und Schriftführer Karl Hesele mit dem

neuen Tanklöschfahrzeug, 1957

lächerlich befunden und entsprechend

beantwortet.

Laut Dienstbuch gab es 31 Dienstverrichtungen

im Jahr 1955 zu verzeichnen.

1957

27. OKTOBER

Autoweihe

Wie bereits bei der 53. Jahreshauptversammlung

erwähnt hatte Hauptmann

Meixner den Antrag gestellt, das ursprünglich

für ein Rüsthaus vorgesehen Geld in

ein Rüstauto zu investieren, da dieses

notwendiger erschien, und die Garage

41


42

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Kameraden mit Motorspritze und Tanklöschwagen

Von li. nach re.: Zmugg Adolf, Hesele Karl, Hr.

Alter, Meixner Josef, Irber Josef

Feuerwehrkameraden 1957, Bezirksfeuerwehrtag

Hötschdorf

Stehend von li. nach re.: Gaube Johann sen.,

Kandler Heinz, Lobis Josef, Jöbstl Karl sen.

Hockend von li. nach re.: Irber Josef, Gaube Johann,

Maier Josef, Trummer Franz

Bestätigung der FF Blumegg, dass Johann Gaube

geb. 19.03.1913 der FF Blumegg von 1932-1939

als aktives und von 1945-1950 als unterstützendes

Mitglied angehörte. Blumegg 25.Mai 1957

Kandler neben der Gärtnerei mit Servitutsrecht

zur Verfügung stand. Es wurde ein

Steyr-Diesel Rüstwagen mit Vorbaupumpe

und Löschwassertank von der Firma Rosenbauer

gekauft. Das Grundkapital für

das Tanklöschfahrzeug belief sich auf ÖS

50.000.-

31. DEZEMBER

55. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Hauptmann Meixner eröffnete die Sitzung.

Man gedachte dem 1957 verstorbenen

Ehrenhauptmann Kommerzialrat Franz

Kandler. Schriftführer Hesele verlas das

Protokoll der letzten Sitzungen und der

Jahreshauptversammlung, es gab nichts

einzuwenden. Man dankte dem Schriftführer,

welcher jedoch wiederholt um Ablöse

bat.

Kritisiert wurde unter anderem, dass die

Gemeinde das alte Rüstauto billig verkauft

hatte, obwohl in der Wehr von Kameraden

mehr geboten wurde. Der Wagen

wurde leider verschrottet.

Durch Anschuldigungen und negativer

Presse wurde wiederholt versucht dem

Ansehen der Wehr zu schaden.

Die Kameraden Johann Harzl, Heinz

Kandler und August Reis wurden angelobt.

Die Ballangelegenheiten, Tag (Samstag

oder Sonntag), Musik, Saalfrage, usw.

riefen heftige Diskussionen hervor, sodass

die Versammlung unterbrochen

werden musste und einige Beteiligte den

Saal verließen.

Im Jahr 1957 gab es 38 Ausrückungen,

darunter 3 Kleinbrände.

1958

8. NOVEMBER

Außerordentliche Vollversammlung

Man beriet über den Voranschlag für das

Rechnungsjahr 1959, es ergab sich eine

Summe von 34.000.- ÖS. Im Vordergrund

stand der Bau, bzw. die Renovierung des

Löschwasserbehälters bei Kainz in Heuholz.

Hauptmann Meixner erklärte, dass

wieder Neuwahlen durchgeführt werden

mussten, und dass er des weiteren keine

Jahreshauptversammlung mehr ohne

Bürgermeister abhalten würde, denn die

Gemeinde sollte genauso über das Geschehen

in der Wehr Bescheid wissen.

27. DEZEMBER

56. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Hauptmann Meixner eröffnete die Versammlung

unter Anwesenheit des Bürgermeisters

Ninaus und gedachte zuerst

den Verstorbenen. Das Protokoll wurde

vom Schriftführer Hesele verlesen und für

gut befunden.

„Nur der Herr Bürgermeister fand, wie

man so schön sagt, „ein Haar im

Süpplein“, also in der vorgelesenen Niederschrift

– seiner Meinung nach wurde

dieselbe viel zu ausführlich verfasst und

fand es für notwendig einen Namen auszusprechen,

dessen Verfasser des Protokolls

gar nicht würdig erscheint (Romanschreiber)sagte

er! – Mögen jene, die das

Protokoll nachlesen, das Urteil darüber

sprechen, ob dem wirklich so ist, oder ob

– wie ich der Meinung bin – dem Herrn

Bürgermeister solche Niederschriften

fremd und zu ausführlich erscheinen, weil

man solche anderswo vermisst?“

Gemäß den Satzungen mussten Neuwahlen

durchgeführt werden.

Hauptmann: Josef Meixner

Stellvertreter trotz Weigerung: Fritz Haas

Brandmeister: Gaube sen., Kormann sen.,

Karl Jöbstl

Fehlende Ausrüstungsgegenstände wie

Sauger, Strahlrohr, Ausschlussstück,

Krückspritze, Schläuche usw. mussten

angeschafft werden.

Im Jahr 1958 gab es 37 Dienstverrichtungen,

darunter 10 gut besuchte Übungen.

1959

Am 19. JÄNNER fand wiederum ein Ball

statt, die Stimmung war großartig, viele

Abordnungen von Fremdfeuerwehren

waren anwesend. Darunter: FF Blumegg –

Breitenbach, Lieboch und Söding.

27. Dezember

57. Jahreshauptversammlung

Hauptmann Meixner beantrage eine Erhöhung

der Unfall- und Haftpflichtversicherung

des Rüstautos, Bürgermeister Ninaus

stimmte wenn notwendig zu. Auf allgemeinen

Beschluss wurden die Kameraden

Scheucher und Reis von der Mitgliederliste

gestrichen.

Schriftführer Hesele beantragte, die Kameraden

Weihs sen., Brunner Josef ,

Hecher Johann, Gromes Karl, Kainz Gottfried,

Baur Josef und Bürgermeister Ninaus

zu Ehrenmitglieder zu ernennen.

Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.

Anlässlich des Besuches des Bundesfeuerwehrkommandanten

in Deutschlandsberg

sollte die Wehr eine Ehrenkompanie

zusammen stellen.

Florianikurier Deutschlandsberg vom 14. Mai

1960, Besuch des Bundesfeuerwehrkommandanten

in Lannach


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Kraftfahrverordnung vom 17. Jänner 1962

1960

8. MAI 1960

Besuch des Bundesfeuerwehrkommandanten.

1961

18. MÄRZ

58. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Josef Meixner gab bekannt sein Amt 1962

niederzulegen und bat einen Kameraden

die für einen Hauptmann nötige Ausbildung

zu absolvieren.

Die Feuerbeschau wurde auf die Wintermonate

verlegt.

1962

17. JÄNNER

Kraftfahrverordnung

14. MÄRZ

59. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Josef Meixner legte sein Amt nach siebenjähriger

Tätigkeit nieder, dennoch wurde

er im ersten Wahlgang mit 13 von 22

Stimmen wieder gewählt. Meixner nahm

das Wahlergebnis nicht an, im 2. Wahlvorgang

wurde Johann Luttenberger zum

Kommandanten gewählt. Josef Maier

wurde zum Stellvertreter gewählt.

28. MAI

Rüsthausangelegenheit

Es wurde mitgeteilt, dass Dr. Zirm mit 31.

Mai 1962 der Freiwilligen Feuerwehr Lan-

Steirer Günther beim Schwimmbad Hackl, im Hintergrund

der Rohbau des Rüsthauses 1963

nach schriftlich gekündigt hat. Bei der

Steirischen Landesregierung wurden

Erkundigungen eingeholt, ob nicht die

mündliche Schenkung von Franz Kandler

gültig sei, dies wurde in Frage gestellt,

auf einen Prozess wurde verzichtet. So

versuchte man die bestehende Garage

zu einen annehmbaren Kaufpreis zu

erwerben. Dazu wurden Schätzungen

vorgenommen, diese beliefen sich auf ÖS

65.000,- der Verkaufspreis lag allerdings

bei ÖS 106.000,- es konnte keine Einigung

erzielt werden.

Daraufhin verlangte Dr. Zirm die fristlose

Räumung des Depots bis 1. Oktober

1962.

So erfolgte die Räumung des Depots am

30. September 1962, der Steigerturm

wurde am 4., 5., und 6. Dezember abgetragen.

Die Geräte mussten notdürftig in

der Wirtschaftshütte Heinz Kandlers untergebracht

werden.

Es wurde mit den Bauarbeiten am neuen

Rüsthaus begonnen, man hoffte zumindest

den Rohbau vor Kälteeinbruch fertig

stellen zu können, dies wurde aber durch

einen frühen Winter verhindert.

1963 – 1972

1963

16. MÄRZ

60. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Das Rüsthaus sollte bis Ende April bezugsfertig

sein. Es wurde beschlossen

einen Barbetrag von ÖS10.000,-, die

43


44

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Artikel über die Gemeinschaftsübung der FF Feuerwehren

Pirkhof, Blumegg-Teipl, Breitenbach,

Oisnitz und Lannach in Lannach vom 26. Juli 1964

Eigenleistung der FF Lannach, zum Rüsthausbau

beizusteuern.

1964

19. JÄNNER

61. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Die bestehenden Mängel am Rüsthaus, -

die Beleuchtung, eine Vorrichtung zum

Trocknen der Schläuche im Steigerturm,

die Stellagen usw. – wurden aufgezeigt .

Die Ersatzwahlen wurden auf das Jahr

1965 verschoben, weil dann in der gesamten

Steiermark Pflichtwahlen waren.

Zudem wurde beschlossen die Wohnung

über der Wehr ausschließlich einem Feuerwehrkameraden

zur Verfügung zu stellen.

27. DEZEMBER 1964

62. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Neuwahlen:

Hauptmann: Josef Maier

Stellvertreter: Josef Meixner

Hesele Karl legte sein Amt als langjähriger

Schriftführer nieder, neuer Schriftführer

wurde Heinz Kandler.

1965

19. SEPTEMBER

176. Bezirksfeuerwehrtag

Eine gelungene Schauübung der Wehren

Lannach, Blumegg – Teipl und Breitenbach

fand auf dem Hof von Kamerad

Franz Trummer statt. Die Aufgabe der FF

Lannach war es mit dem Tankwagen die

Nebengebäude zu schützen. Sogar das

Rote Kreuz Lieboch war an der Schauübung

beteiligt.

Eine Delegiertensitzung fand im Schulhaus

statt. Die Sitzung wurde vom Bezirkskommandanten

Lorenz Maurer eröffnet.

48 von 64 Wehren waren anwesend.

Es wurde beschlossen den Katastrophendienst

auszubauen, sowie einen 5 Jahresplan

für Ausbau und Ausrüstung der

Wehren festzulegen.

Mitglieder 1965:

Hauptmann Maier Josef, Stellvertreter

Meixner Josef, Jöbstl Karl, Haas Fritz,

Kormann Alois, Gaube Johann, Hesele

Karl, Niggas Franz, Irber Joses, Niggas

Auguts, Kandler Heinz, Baur Josef,

Trummer Franz, Glawan Leo, Hauswirth

Franz, Weihs Franz, Hubmann Otto, Gaube

Johann, Harzl Johann, Steiner Adam,

Müller Fritz, Kormann Helmut, Fink Josef,

Hackl Alois, Hesele Karl jun., Jöbstl Karl

jun., EHM Luttenberger Johann, Gromes

Karl

Im Jahr 1965 gab es 42 Dienstverrichtungen

mit 408 Mann, darunter waren 6

Übungen, 2 Hochwassereinsätze und 4

Katastrophenhilfen.

Das Rüsthaus konnte fertig gestellt werden.

1966

9. JÄNNER

63. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Da es immer schwieriger wurde Kameraden

zu finden, die auch im Ort arbeiten

und somit tagsüber erreichbar waren,

wurden 10 Mann, großteils Landwirte,

ausgewählt, diese erhielten zudem eine

kleine Entschädigung.

Das Jahr 1966 hatte 7 Einsätze, davon 4

Brände und 3 Hochwassereinsätze, 6

Übungen und 38 sonstige Dienstverrichtungen

zu verzeichnen.

Von dem Bezirkskommando erhielt die

Feuerwehr ein Katastrophenwerkzeug,

Der kleine Hannes Gaube in Uniform. Früh übt

sich!

welches aus 10 Feuerhacken, 3 Spaten, 1

Einmannsäge, 1 Hacke, 3 Sapinen und 2

Wegmacherhauen bestand.

1967

5. JÄNNER

64. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Wahl eines neuen Schriftführers:

Diese stellte sich als besonders schwierig

heraus, da keiner gewillt war, die undankbare

Aufgabe des Schriftführers zu

übernehmen. Nach langen heftigen Diskussionen

meldete sich Manfred Losch

freiwillig. Heinz Kandler blieb dann jedoch

weiterhin Schriftführer.

Es wurde mitgeteilt, dass Mitglieder der

FF Lannach beim Landesfeuerwehrtag in

Mureck das Bundesleistungsabzeichen

erwerben können.

Die Gelöbnisformel der FF Kameraden. Die FF Lannach erhielt 15 Stück von LFR Alfred Smolana


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Für die FF Lannach gab es im Jahr 1967

25 Zusammenkünfte, darunter 1 Brand, 1

Übung, 2 Alarmübungen, und 1 Unfalleinsatz

1968

6. JÄNNER

65. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Neuwahlen:

Ehrenhauptmann Johann Luttenberger

übernahm den Vorsitz, Hauptmann und

Stellvertreter verlassen den Sitzungssaal.

Hauptmann Maier und Stellvertreter Meixner

wurden einstimmig wiedergewählt.

Die Wehr wurde mit einem Funkgerät

ausgerüstet.

Die FF Lannach musste im Jahr 1968 zu 3

Bränden, 7 Übungen ausrücken, es gab

eine Umschulung und 15 weitere Zusammenkünfte.

1969

16. MÄRZ

66. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Hauptmann Meier stellte fest, dass ein Teil

der Wehrmitglieder im vergangenen Jahr

gar nicht, oder nur selten erschien und

schlug vor diese über ihr weiteres Verbleiben

in der Wehr zu befragen.

Herr Schuldirektor Tanzbett wurde neuer

Schriftführer, Hackl Alois löste den bis

dato amtierenden Kassier Niggas August

senior ab.

Hauptmann Maier wies auf die Ehrenmitglieder

Luttenberger Johann, Baur Josef

und Gromes Karl hin und dankte ihnen für

ihr langjähriges Mitwirken in der Wehr. Die

25 jährige Verdienstmedaille wurde an die

Kameraden Meixner Josef und Jöbstl Karl

sen., die 40 jährige an Gromes Karl und

an Kamerad Baur Josef die 50 jährige

verliehen.

Einladung zur Spritzenweihe am 26. September

1971

Einladung zum 1. Großfeuerwehrball am 20. Februar 1971 im Gasthaus Tomberger

Einige Feuerwehrmänner sollten für die

Bedienung des Funkgerätes eingeschult

werden, vor allem, da mit der Raffinerie

viele Gefahrenmomente zu erwarten waren.

Kamerad Meixner schlug vor einen

Kleinbus anzuschaffen, der bei unterschiedlichen

Anlässen zur Anwendung

gebracht werden konnte. Jedoch sollte mit

dem Bau der Raffinerie die Feuerwehr

automatisch vergrößert werden.

Laut Dienstbuch fanden im Jahr 1969 22

Zusammenkünfte statt. Darunter waren 7

Übungen, 5 Zusammenkünfte für Trauerfälle,

2 für Suchaktionen und 10 für Sitzungen,

Ehrungen und Kirchgang.

1970

5. APRIL

67. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Die Kameraden Ortner, Schischegg und

Harzl absolvierten die Gruppenkommandantenprüfung

und wurden von Hauptmann

Maier beauftragt eine junge Gruppe

in der Wehr auszubilden.

Für den Ölalarm wurden Sägespänsäcke

bereitgestellt.

BESCHLUSS:

Es wurde einstimmig beschlossen, dass

ein jeder Wehrmann, der die Hälfte der

Übungen unentschuldigt versäumt, von

der Wehr ausgeschlossen wurde.

Das Florianifest wurde am 3. MAI gefeiert,

die Wehr veranstaltete eine Schauübung.

Die Funkübung fand am 11. APRIL statt,

der erste Bezirksfeuerwehrtag am 31. Mai

in Trag bei Schwanberg.

Im Jahre 1970 waren insgesamt 28 Zusammenkünfte,

davon fielen 19 auf Übungen,

9 waren anlässlich von Kirchgängen,

Sitzungen und Ehrungen notwendig.

1971

28. FEBRUAR

68. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Ein großer finanzieller Erfolg war der erste

Großfeuerwehrball am 20. Februar 1971

welcher in den Gasthöfen Tomberger und

Hackl durchgeführt wurde. Beim Tomberger

spielten die „Lustigen Stullnegger“, im

Gasthof Hackl unterhielten die „Rhythmischen

Tornados“ die Ballbesucher. Insgesamt

wurden beim Ball 24.236,50 Schilling

eingenommen, der Reinerlös betrug

13.186,95 Schilling.

Am 26 SEPTEMBER an einem wunderschönen

Herbsttag, feierte die Freiwillige

Feuerwehr Lannach das Fest der SPRIT-

ZENWEIHE. Schon im Monat Juli wurde

der Wehr von der Firma Rosenbauer eine

VW – Automatik – Motorspritze um den

Betrag von 42.000 ATS geliefert.

Im Jahr 1971 wurden 36 Dienstverrichtungen

registriert, woran nur 40% von 27

aktiven Mitgliedern teilnahmen. Von den

36 Dienstverrichtungen entfielen 3 auf

Einsätze, 20 auf Übungen, 4 auf Begräbnisse,

6 auf Sitzungen, 1 auf Gratulation,

1 auf Kirchgang anlässlich des Fronleichnamfestes

und 1 auf Kanalreinigung.

45


46

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Bericht aus dem Florianikurier über die Motorspritzenweihe vom 26. September 1971

Motorspritzenweihe 26. September 1971

Von li. nach re.: Frau Natterer, Riegler Max, Dallasera, Niggas (Bgm?), Ninaus, Gaube Johann

1972

20. FEBRUAR

69. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Kassier Hackl berichtete über den Gebarungserfolg

des 2. Großfeuerwehrballes,

der am 12. Februar stattfand.

Es verblieb ein Reinerlös von 14.677,60

ATS.

Funkspezialist Manfred Losch trat nach

seiner Eheschließung aus der Wehr aus,

die Wehrmänner Müller Fritz und Niggas

August wurden Funkmänner.

Im Jahr 1972 verzeichnete die Lannacher

Wehr 41 Dienstverrichtungen, davon entfielen

16 auf Übungen innerhalb der Wehr,

3 auf Funkübungen, 3 auf Einsätze, 2 auf

Kanalreinigung, 5 auf Sitzungen, 3 auf

Bezirksfeuerwehrtage, 1 auf Landesfeuerwehrtag,

1 auf Wettkampf, 1 auf Kameradschaftsausflug,

die restlichen auf

Kirchgänge.

1973 – 1982

1973

Am 22. JÄNNER 1973 fand im Gasthof

Hackl der „Ball der Herzen“ statt, am 3.

März der Feuerwehrball im Gasthaus

Tomberger.

25. MÄRZ

70. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Am 17. AUGUST wurde das 1.

SOMMERFEST der FF Lannach vor dem

Rüsthaus veranstaltet.

Der Feuerwehrball fand am 23. Februar im

Gasthaus Tomberger statt.

Der Erste Hilfe Kurs wurde 1973 von fast

allen Wehrmitgliedern und von anderen

Personen besucht.

Artikel vom Florianikurier der 70sten Jahreshauptversammlung

vom 25. März 1973

Der Funkspezialist Manfred Losch (Foto: 2003)


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Hauptmann und Bürgermeister Josef Maier (1965-

1989)

Am Florianitag fand in Deutschlandsberg

ein Jugendwehrtag statt. MIT DER AUS-

BILDUNG DER JUGENDGRUPPE WUR-

DE HAUPTBRANDMEISTER ORTNER

BETRAUT.

Bis zum 31. Dezember 1973 wurden 26

Dienstverrichtungen registriert, darunter 4

Einsätze, der erste am 1. Mai beim Wiesenbrand

in Teipl, der zweite am 9. Mai

beim Ölalarm im Oisnitzbach, der dritte

am 23. Juni beim Hochwassereinsatz und

der vierte am 1. Dezember beim Kaminbrand

in der Neuwiese. 7 Dienstverrichtungen

entfielen auf Übungen.

Zu den besonderen Geschehen zählten

die Wappenverleihung bei der 800 Jahrfeier

am 19. September 1973 und die

Abschnittsabschlussübung am 14. Oktober

1973. An dieser nahmen sämtliche

Wehren des Abschnittes Oberes Stainztal

teil. 132 Feuerwehrmänner und 14

Einsatzfahrzeuge sowie 2 Rettungsfahrzeuge,

6 Sanitäter und der Feuerwehrarzt

Dr. Pruckner waren an dieser Übung

beteiligt. Als Katastrophenort wurde die

Ziegelei Lannach angenommen.

1974

17. MÄRZ

71. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Josef Maier wird abermals zum Kommandanten

und Karl Jöbstl zu dessen Stellvertreter

wiedergewählt.

Im Jahr 1974 musste die Wehr 7 Mal zu

Einsätzen, 3 Mal zu Übungen, 3 Mal zu

Begräbnissen und 28 Mal zu sonstigen

Anlässen ausrücken.

Am 28. Juli 1974 fand wieder ein Sommerfest

statt, mit Erfolg, der Reingewinn betrug

26.005 ATS.

1975

Am 8. FEBRUAR fand abermals ein Feuerwehrball

im Gasthof Tomberger statt.

24. MAI

72. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

HBI Maier schlug vor, dass die FF Lannach

an einem Leistungswettbewerb

teilnehmen sollte, dafür müsste allerdings

eine Gruppe aufgestellt werden.

Anton Kangler stellte sich als ausgebildeter

Sanitäter der Wehr zur Verfügung.

Im Jahr 1975 wurden 24 Einsätze, davon

4 Groβeinsätze, 5 Übungen und 15 sonstige

Dienstverrichtungen verzeichnet.

Die Steiermark stand an dritter Stelle im

Bereich der Freiwilligen Feuerwehren in

Österreich, allein in Deutschlandsberg

gab es 2619 Feuerwehrmänner, den

Wehren standen 114 Einsatzfahrzeuge

zur Verfügung.

1976

14. MÄRZ

74. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

HBI Maier hob die Gefahr einer Grundwasserverseuchung

durch Öl hervor. Bei

einem Einsatz auf der Straβe Richtung

Hörzer konnte diese Gefahr noch abgewandt

werden.

Es wurden Atemschutzgeräte angekauft,

zu deren Handhabung vier Personen in

der Landesfeuerwehrschule Lebring ausgebildet

wurden.

1977

5. MÄRZ

75. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Es gab eine Neuregelung für den Ablauf

der Wahlen. Demnach sollten für eine

Funktionsperiode von fünf Jahren nur

mehr der Hauptbrandinspektor und dessen

Stellvertreter gewählt werden, alle

anderen Funktionen würde dann dir Führung

bestimmen.

So wurde Josef Maier einstimmig zum

Kommandanten und Kamerad Jöbstl zu

dessen Stellvertreter wiedergewählt. Kamerad

Jöbstl lehnte das Wahlergebnis

zunächst ab, erklärte sich dann aber bereit

sich der Feuerwehr bis zur Vollendung

seines 60. Lebensjahres zur Verfügung zu

stellen.

Im Jahr 1975 wurden 33 Dienstverrichtungen

mit 401 Männern verzeichnet. Davon

entfallen 7 auf Einsätze, 10 auf Übungen,

2 auf Begräbnisse und die restlichen auf

sonstige Verrichtungen.

1978

11. MÄRZ

75. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Ein besonderer Stolz der Wehr war der

Atemschutztrupp, dem Gaube Johann,

Geimer Josef, Kangler Anton, Niggas

August, Ortner Fritz und Trummer Franz

angehörten.

Am 7. Mai wurde das Florianifest gefeiert.

Am 23., 24. und 25. JUNI wurde die 75-

JAHRFEIER der FF Lannach gefeiert,

leider spielte das Wetter an jenen Tagen

nicht mit.

Die Feuerwehrjugend brachte unter anderem

folgende Leistungen: am 11. Juni

1978 Leistungswettbewerb in Zehenthof

mit Erringung des 8. Platzbewerb, 2. Platzes;

am 2. Juli Leistungswettbewerb in

Groβfelgitsch, 9. Platz; vom 22. bis 23.

Juli Jugendlager in Graggerer mit Orientierungsmarsch

und 1. Platz.

Im Jahr 1978 wurden 17 Dienstverrichtungen

verzeichnet, davon entfielen 9 auf

Übungen, 4 auf Brandeinsätze, die übrigen

auf sonstige Dienste.

Die Mannschaft der FF Lannach bei der 75-Jahrfeier vom 23. Juni bis 25. Juni 1978

47


48

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

1. Atemschutzgruppe, aufgenommen anlässlich der 75-Jahrfeier

von li. nach re.: Ortner Fritz, Niggas August, Kangler Anton, Gaube Johann, Trummer Franz, Geimer

Josef

Jugendgruppe aus dem Jahr 1978:

Von li. nach re.: Hauptmann Maier Josef, Friedl Harald, Stiegler Gerhard, Gaube Hannes, Tomberger,

Scheiring Gerhard, Macher, Kappel Herbert, Ortner Robert, Mottl Rudolf, Hauptmannstellvertreter Jöbstl

Karl

1979

24. MÄRZ

76. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Der FF Lannach wurde ein neuer Tanklöschwagen

versprochen.

Bei den Wettkämpfen der Jungfeuerwehr

wurden folgende Punktesummen erreicht:

Pissdorf 295 Punkte, Gams 334 Punkte,

für das silberne Leistungsabzeichen 313

Punkte, in Gussendorf 294 Punkte und für

das silberne Leistungsabzeichen 335

Punkte in Trieben, 312 für Bronze und 322

für Silber.

Im Jahr 1979 wurden 27 Dienstverrichtungen

registriert, davon entfielen 9 auf Übungen,

1 Einsatz in Graz, 4 Begräbnisse

und sonstige Dienste. Am 29., 30. Juni

und 1. Juli fand das Zeltfest statt, am

Florianisonntag veranstaltete die Wehr

den Tag der „offenen Tür“ und die Jugendgruppe

demonstrierte eine nasse

Schauübung.

Die FF Lannach kaufte einen VW-Bus als

Mannschaftswagen.

1980

29. MÄRZ

77. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Jugendwart Riegler Max trat in seiner

Funktion zurück, als Nachfolger meldete

sich Schratter Heinz – Betreuer blieb

weiterhin Gaube Johann.

Am 27. APRIL wurde der neue Tanklöschwagen

Marke Steyr geweiht. Hierbei

ist zu bemerken, dass allein von den Patinnen

90.000 ATS aufgebracht wurden.

Freiwillige Feuerwehr Lannach

Vorbildliche Jugendarbeit

Artikel aus dem Florianikurier zur 77. Jahreshauptversammlung

vom 29. März 1980

Einladung zur Tanklöschwagenweihe am 27. April


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Weihe des Tanklöschwagens, rechts der VW-Bus,

der 1979 gekaufte Mannschaftswagen

Defiliermarsch nach Deutschlandsberg

1. Reihe: Maier Josef, Robert Tanzbett, Fink Josef,

Schratter Heinz, Riegler Max, Ortner Fritz, Kappel

Harald; 2. Reihe: Stiegler Gerhard, Macher, Tomberger

Günther

Landesleistungswettbewerb

Hockend: Kangler Anton, ?, ?, Schratter Heinz, ?,

Stehend: Petsche Franz, Niggas August, Riegler

Max, Fink Josef, ?, ?, Maier Josef, ?, ?,

Josef Fink, Schratter Heinz, Kangler Anton, Petsche

Franz, Maier Josef, Tanzbett Robert, Riegler

Max, Niggas August, Ortner Fritz

Hockend: Kangler Anton, Gaube Johann, Niggas

August, Petsche Franz, Schratter Heinz; Stehend:

Tanzbett Robert, Fink Josef, Maier Josef, Riegler

Max

Weihe des Tanklöschwagens am 27. April 1980, durchgeführt von Pfarrer Alois Rath

Patinnen:

Bartenstein M. Dr., Bliweiβ Karla, Christina

Hilde, Eberle Maria, Erber Johanna,

Feichter Maria, Fink Magdalena, Freidl

Frieda, Friessnegg Maria, Fürnschuβ

Valerie, Gaisch Elenore, Gaisch Sophie,

Gaube Aloisia, Gaube Anna, Gubler Burgi,

Haas Luise, Haas Maria, Haas Rosa +

Horst, Hackl Hilde, Harkam Gerda, Hauswirth

Maria, Hesele Maria, Holitschke

Wilfriede, Hubmann Amalia, Hubmann

Maria, Jöbstl Christa, Jöbstl Karoline,

Kangler Monika, Konschegg Maria, Kormann

Helga, Kormann Maria, Koren Erika,

Kreuzweger Maria, Leitner Irma, Lukmann

Josefa, Maier Auguste, Meixner

Juliane, Müller Maria, Natter Cäcilia, Niggas

Maria, Niggas Josefine, Niggas Resi,

Ninaus Brigitte, Ortner Dorothea, Perhab

Resi, Petsche Anni, Poyer Dorothea,

Pratter Hildegard, Pruckner Ilse, Reinisch

Maria, Röck Erna, Russ Anna, Schaffler

Anna, Schwarz Hert, Scheiring Josefine,

Stöckl Vera, Stieglbauer Emmi, Tanzbett

Maria, Tomberger Anner, Trummer Edeltraud

Im Mai begannen die Übungen für das

Feuerwehrleistungsabzeichen. Es wurden

13 Leistungsabzeichen in Silber und drei

in Bronze erworben. Das Steirische Leistungsabzeichen

in Bronze wurde von drei

Kameraden, das eiserne sowie das silberne

jeweils von einem Kamerad erworben.

Am 4. UND 5. JULI fand in Deutschlandsberg

der Landesfeuerwehrtag statt, zwei

Gruppen der Freiwilligen Feuerwehr nahmen

daran teil.

19. JULI

Auβerordentliche Jahreshauptversammlung

Nach dem Rücktritt von Ehren OBI Jöbstl

Karl anlässlich seines 60. Geburtstages

wurde Ortner Fritz zum OBI gewählt.

Kamerad Jöbstl und BM Haas Fritz erhielten

zugleich von Herrn OBR Smolana die

Ehrenurkunde. OBI Ortner Fritz wurde für

seine besonderen Verdienste um die FF

Lannach das Verdienstkreuz 3. Stufe

verliehen.

Aufgrund des intensiven Übens für das

silberne Leistungsabzeichen wurden im

Jahr 1980 84 Übungen abgehalten. Inbegriffen

waren 9 Gewöhnungsübungen, 7

Einsatzübungen, 2 Einsätze bei Zimmerbränden,

sowie drei technische Einsätze.

1981

21. MÄRZ

78. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Am 3., 4. und 5. Juli fand ein Zeltfest vor

dem Rüsthaus statt. Für die Unterhaltung

sorgten am 3. Juli die Band „Regenbogen“,

am 4. Juli die Band „Steirisches

Alpenquintett“ und am Sonntag dem 5.

Juli das „Höllerhansl Trio“, sowie die „Steirischen

Bergvagabunden“. Das Fest war

ein unglaublicher Erfolg, der Reinerlös

betrug 99.123,18 ATS.

Im Jahr 1981 gab es 36 Zusammenkünfte,

darunter waren 8 Einsätze, ein Brand in

Graggerer, ein Unfall bei der Umfahrung,

ein Brand eines Telegraphenmastes, ein

Brand in Weinzettel und ein Ölalarm.

1982

26. MÄRZ

79. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

ORR. Dr. Peter Kunz überreichte HBI

Josef Maier im Namen des Roten Kreuzes

eine Ehrenmedaille für die stete Unterstützung

des Roten Kreuzes.

Hauptbrandmeister Anton Kangler,

Brandmeister Johann Gaube und Kassier

Josef Fink erhielten von Oberbrandrat

Alfred Smolana das Verdienstzeichen 3.

Klasse.

49


50

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

79. Jahreshauptversammlung am 26. März 1982,

Ausflug der FF Lannach nach Südtirol im Jahr

1982

Im Vordergrund Trummer Franz, linke Seite: Russ

Anna, Tanzbett Robert, Petsche Franz, rechte

Seite: Gutmann Hans, ?, ?, Gaube Johann, Gaube

Anna

Ausflug Südtirol, bei der Rast am Podojorjoch 1982

Schifahren in Modriach 1982

Pratter Ernst, Tanzbett Robert, Schratter Heinz (im

Hintergrund), Maier Josef

Robert Tanzbett belegte den 1. Platz

9. OKTOBER

ABI und Bürgermeister Josef Maier trat

als Kommandant wegen Überlastung

zurück, zum neuen Kommandanten wurde

Anton Kangler gewählt.

Für seine 50-jährige Zugehörigkeit erhielt

Ehrenlöschmeister Johann Gaube eine

Medaille mit Urkunde aus den Händen

des Herrn OBR Smolana.

Es fanden im Jahr 1982 51 Zusammenkünfte

statt. Darunter waren 4 Brandeinsätze,

3 Hochwassereinsätze, 2 Unfälle,

ein Sturmeinsatz und sonstiges.

1983 – 1992

1983

Von der „ELG“ wurde eine Haftpflichtversicherung

für zwei Männer der Lannacher

Wehr, die in einem Ernstfall in das Lager

gerufen werden, abgeschlossen.

Der am 12. Februar veranstaltete Feuerwehrball

war wie immer ein groβer Erfolg.

25. MÄRZ

80. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

HBI Anton Kangler bat ABI Josef Maier

für den Zeitraum bis zum 9. Oktober

1982, da selbiger ja bis dahin Kommandant

war, einen Bericht zu geben, worauf

ABI Maier mit folgenden Worten antwortete:

„Aus meinen Lippen wirst du keinen

Bericht pressen.“

Jugendwart Heinz Schratter forderte einen

Stellvertreter, da es ihm allein nicht

mehr möglich war, die Gruppe zu führen.

Ihm wurde als Hilfe FM Gaube Hannes

zur Seite gestellt.

1983 gab es im Bezirk Deutschlandsberg

3181 Feuerwehrmänner und 257 Angehörige

der Jugend. Mit 66 Feuerwehren war

der Bezirk Deutschlandsberg der 3. gröβte

in der Steiermark. Es gab 138 Einsatzfahrzeuge,

davon waren 34 Tanklöschfahrzeuge,

45km Schläuche, 74 Sirenen,

101 Atemschutzgeräte und 96 Sprechfunkgeräte.

Im Juli 1983 trat eine neue Straβenverkehrsordnung

in Kraft, wonach den ersten

Vorrang das Rote Kreuz, den zweiten die

Feuerwehr und den dritten die Polizei

hatte.

5. AUGUST

Sommerfest mit Rüsthausweihe und Privatautoweihe.

5. OKTOBER

Große Abschnitts- Abschlussübung bei

Internorm in Lannach

25. OKTOBER

Der Termin für die auβerordentliche Jahreshauptversammlung

wurde für den 12.

November festgelegt, nachdem HBI Anton

Kangler bei der Sitzung am 6. September

80. Jahreshauptversammlung am 25. März 1983

Einladung zur Rüsthausweihe am 4. und 5. August

1983

seine Funktion als Ortskommandant zurückgelegt

hatte und aus der Wehr ausgetreten

war. Löschmeister Heinz Schratter

erklärte sich bereit die Position des HBI zu

übernehmen.

12. November

Zur Neuwahl stand nur ein Feuerkamerad

zur Verfügung, LM Heinz Schratter, dieser

wurde mit 13 von 20 Stimmen gewählt.

Es gab 4 Brandeinsätze, sowie je 2

Hochwasser- und Unfalleinsätze.

Infolge der Trockenheit waren 49 Wassertransporte

notwendig

1984

25. MÄRZ

81. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

HBI Schratter begrüßte die Kameraden

und Ehrengäste, anschließend gedachte

man der verstorbene Mitglieder.

Auf Weisung des HBIs wurden folgende

Beförderungen ausgesprochen: Johann

Gaube zum HBM, Max Riegler zum OLM,

Franz Petsche zum HFM, Johann Gutmann

zum OFM und Maschinenmeister

sowie Szapas und Kappel zum OFM.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

81. Jahreshauptversammlung vom 28.Dezember 1984

6. MAI

Florianitag

28. DEZEMBER

82. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Nach dem Rücktritt Heinz Schratters als

HBI war wiederum eine Neuwahl notwendig.

So wurde Max Riegler zum HBI gewählt,

sein Stellvertreter wurde August

Niggas.

1985

Im Jahre 1985 wurden 58 Dienstverrichtungen

registriert. Davon entfielen 7 auf

Brandeinsätze, 3 auf Unfälle, 1 auf Bergung

eines Toten und 1 Autobrand.

Es wurden unter anderem folgende Geräte

angeschafft:

1 C-Mischer, 2 C Minimax-Schaumrohre,

Handscheinwerfer und Zubehör, 1 Jugendzelt

1986

15. MÄRZ

83. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Aufgrund eines einstimmigen Beschlusses

wurde ABI Josef Maier zum Oberbrandmeister

befördert.

Es wurden 50 Dienstverrichtungen registriert,

davon entfallen 3 auf Brände, 3 auf

Unfälle, 10 auf Übungen, der Rest auf

Sonstiges.

1987

14. MÄRZ

84. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Man gedachte den Verstorbenen, besonders

EHBI Josef Meixner, Frau Schober

und Herrn Gottfried Kainz, beide unterstützende

Mitglieder der FF Lannach.

Herrn Bürgermeister ABI Maier Josef

wurde am 13. März anlässlich des Bezirksleutetages

die Florianiplakette verliehen.

Es ist dies die höchste Plakette, die

um die Verdienste des Feuerwehrwesens

vergeben werden kann.

Das Verdienstkreuz 3. Stufe erhielten OBI

August Niggas, OLM Johann Harzl und

OLM Heinz Schratter.

13. SEPTEMBER, beim 3. BEZIRKS-

FEUERWEHRTAG IN LANNACH (nach

25 Jahren) fand eine Großübung statt, bei

der die Wehren des Abschnittes Lannach,

das Rote Kreuz Lieboch und St. Josef, die

Gendarmerie Lannach, sowie ein Hubschrauber

des Innenministeriums teilgenommen

hatten.

Im Jahr 1987 wurden 43 Diensteinsätze

registriert, darunter 3 Brandeinsätze, 1

PKW-Brand auf der Bundesstraβe, 8 Unfälle,

5 Übungen und 2 Funkübungen.

84. Jahreshauptversammlung am 14. März 1984

3. Bezirksfeuerwehrtag in Lannach am 13. September

1987

Schauübung am 13. September

Verleihung der Florianiplakette an ABI Maier am

13. März

51


52

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Mannschaftsgruppenfoto aus dem Jahr 1988

Sitzend: Jöbstl Karl sen., Kormann Alois, EABI Maier Josef, OBI Niggas August, HBI Riegler Max, Dr.

Pruckner, Ortner Fritz, Gutmann Hans

1. Reihe stehend: Gaube Johann, Schratter Heinz, Naderer Franz, Fink Josef, Petsche Franz, Jöbstl Karl,

Kappel Heribert, Ortner Robert, Ortner Martin

2. Reihe stehend: Tomberger, Trummer Franz, Hackl Alois, Petsche Andreas, Stangl Karl, Gaube Hannes,

Petschauer Franz, Petsche Franz, Kappel Manfred, Szapas Alfred

1988

28. FEBRUAR

85. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Hannes und Harald Gaube erlangten

beide das Leistungsabzeichen in Gold.

DEZEMBER 1988

HBI Max Riegler legt aus gesundheitlichen

Gründen sein Amt als HBI zurück.

Im Jahre 1988 gab es in der Wehr insgesamt

29 Einsätze und Dienste, darunter 7

Brände, 4 Unfälle, 6 Sitzungen, 4 Übungen.

16-17. September 1989: Ausflug Römersteinbruch

St. Margarethen

von li. nach re.: Fr. Haas, Fr. Gutmann, Fr. Meixner,

Naderer Christa, Niggas Resi, Niggas August,

Kölbl Hans, Damm Roswitha, Gaube Johann, Fam.

Leitner, Petsche Franz, Fam. Gaisch, Fam. Petschauer,

Gaube Harald, Fr. Gaube, Gutmann

Hans, Jöbstl Karl sen.

1989

4. MÄRZ

86. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Im Jahre 1989 existierte keine Jugendgruppe

mehr.

Franz Naderer wurde zum Feuerwehrkommandanten

gewählt.

1989 wurden 73 Eintragungen im Dienstbuch

vorgenommen darunter 1 Ölalarm, 5

Hochwassereinsätze, 4 Kleinbrände, 1

PKW Bergung, sowie 9 Übungen, bzw.

Schauübungen durchgeführt:

85. Jahreshauptversammlung vom 28. Februar 1988

Florianiglocke anlässlich der Kirchenweihe 1988

Von li. nach re.: Tomberger Harald, Kahr Hans,

Fischer Ludwig, Niggas August, Fink Josef, Gaube

Johann, Riegler Max, Gaube Harald, Treffler

Franz, Niggas Josef, Stangl Karl

1990

17. MÄRZ

87. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Die Funktionsperiode des gewählten

Hauptbrandinspektors und des Oberbrandinspektors

war mit März abgelaufen,

abermals standen Neuwahlen an.

HBI Franz Naderer wurde zum Kommandanten

wiedergewählt. Die Wahl des

Stellvertreters sorgte für heftige Diskussionen,

nachdem FM Petschauer Franz

gewählt wurde obwohl er erst seit kurzem

Mitglied der Wehr war.

Beim Silobrand der Firma Internorm ergaben

sich groβe Probleme, zumal die

Löschwasserversorgung im Industriegebiet

nicht ausreichend war und die ELG zu

Hilfe kommen musste.

Im November 1990 wurde das Einsatzzentrum

Deutschlandsberg eröffnet.

Die Produktion der Zeitschrift der Lannacher

Rundblick, ein Sprachrohr der Feuerwehr

an die Lannacher Bevölkerung

wurde eingestellt.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Silobrand Internorm

Silobrand der Firma Internorm am 18. Oktober

1990

Infostand der FF Lannach beim Jahrmarkt 1990,

einschließlich Vorführung einzelner Geräte

Der alte VW Bus hatte nach dem Erwerb eines

Kleinlöschfahrzeuges mit 31. Dezember 1990

ausgedient.

Lannacher Rundblick über die 87. Jahreshauptversammlung am 17. März 1990; die Produktion der

Zeitschrift wurde noch im selben Jahr eingestellt.

1991

4. JÄNNER

88. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

HBI Naderer bedankte sich bei HBM Gaube

für seine Tätigkeit und führte an, dass

dieser sowohl bei der Bausteinaktion für

das neue KLF als auch bei der Tätigkeit

am Lannacher Jahrmarkt führend war.

Über den Bau eines neuen Rüsthauses

mit Mehrzweckhalle wurde diskutiert.

Es wurden Brandschutzpläne für die

Schule, für die Lannacher Heilmittel und

für Gewerbe- und Industriebetriebe erstellt.

Die Lannacher Feuerwehr zählte in Prozenten

gerechnet zu einer der am besten

ausgebildeten im Bezirk, der Mitglieder-

stand von 34 sollte jedoch auf mindestens

60 aufgestockt werden.

24. MÄRZ

Die Problematik der Löschwasserversorgung

in Lannach wurde der Marktgemeinde

mitgeteilt, und vorgeschlagen, dass bei

der nächsten Bachsanierung Wasserbezugsstellen

in der Oisnitz errichtet werden

sollten.

Am 5. MAI erfolgte die AUTOSEGNUNG

des neuen Kleinlöschfahrzeuges durch

Pfarrer August Jamnig beim Rüsthaus.

Im Jahr 1991 musste zu 24 Einsätzen

ausgerückt werden. Diese umfassten 6

Brandeinsätze, unter anderem einen Garagenbrand

beim Erberbauer und zwei

Fahrzeugbrände, sowie 18 technische

Einsätze.

53


54

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Übung am Lannacher Eisteich am 11. Jänner

1991. Von Stangl Karl wurde Petsche Christian

herausgezogen.

Anlässlich der Autosegnung dankt die FF Lannach

recht herzlich!

Die Patinnen des neuen KLFs

Das neue KLF bei der Autosegnung am 5. Mai

1991

Von li. nach re.: Petschauer Franz, Gaube Hannes,

Kölbl Hans, Naderer Franz, Stangl Karl

Hochwasser am 8. Juni 1992 um 17:00, Einsatzleiter

OBI Franz Petschauer gibt den SOS Ruf durch

Die „Schere auf dem Berg“ von der FF Rosegg

Gemütliches Beisammensitzen nach der Übung

bei Niggas am 8. Mai 1992:

Von re. nach li.: Herr Niggas, ABI Maier, Naderer ,

Petsche Christian, Ortner Robert, Frau Niggas,

Mutter von Doris Stelzl

Bei dieser Übung lernte Andreas Petsche seine

spätere Frau Doris kennen.

1992

3. JÄNNER

89. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Leider musste festgestellt werden, dass

die Besucheranzahl, sowie die Einnahmen

der Feste und Veranstaltungen in

den letzten Jahren stark zurückgegangen

war.

Am Pfingstmontag dem 8. Juni, nach

heftigen Regenfällen, ging der Oisnitzbach

über und flutete den Ort, selbst das

Rüsthaus stand 40cm unter Wasser. Die

Einsatzleitung hatte OBI Franz Petschauer,

er gab um 17:00 den SOS Ruf durch.

Bei einem Fortbildungskurs in Wien haben

einander die Gendarmeriebeamten

Gerald Kahr von Lannach und Friedrich

Jerak aus Rosegg in Kärnten kennen

gelernt. Wie üblich, wird über Dies und

Das gesprochen, unter anderem auch

über die Feuerwehr. So kam es, dass

anlässlich des Klassentreffens der

Kursteilnehmer beim Feuerwehrfest in

Lannach mit Heinz Schratter diskutiert

wurde und dieser bedauerte, dass die FF

Lannach über keine Bergeschere (hydraulisches

Rettungsgerät) verfüge.

Beim ersten Treffen einer Abordnung der

Feuerwehr Rosegg in Lannach, wurde an

Heinz Schratter im Gasthaus Hackl eine

Bergeschere (Schere auf dem Berg) übergeben.

Die Feuerwehr Rosegg lud die Freiwillige

Feuerwehr Lannach zu einem gemeinsa-

Das Tanklöschfahrzeug für die FF Rosegg

Übung Erber 30. Mai 1992: im Vordergrund HBI

Müller von der FF Oisnitz - Tobisegg

men Treffen nach Rosegg. Natürlich kann

man keinen Besuch abstatten ohne ein

entsprechendes Gastgeschenk zu übergeben.

Man hat herausgefunden, dass die

FF Rosegg zur Bewältigung ihrer Aufgaben

ein Tanklöschfahrzeug benötigen. Die

Idee lag nahe, den Kameraden aus Kärnten

beim Besuch ein Tanklöschfahrzeug

zu übergeben. OBI Petschauer organisierte

den Tank, Hauptbrandmeister Johann

Gaube war für das Fahrgestell zuständig.

Die notwendigen Anschlüsse wurden von

OFM Andreas Petsche angefertigt.

Beim Besuch am 27. und 28. Juni 1992

wurde das TLF 6,3 Liter an den

Feuerwehrkommandanten der FF Rosegg,

Adolf Happe, übergeben.

Das Wehrjahr 1992 war der Kameradschaft

gewidmet, unter anderem gab es

einen Schiausflug im Februar, sowie einen

2-Tages Ausflug nach Kärnten zur FF-

Rosegg.

OBI Franz Petschauer erlangte das Feuerwehrleistungsabzeichen

in Gold.

Im Jahr 1992 musste insgesamt zu 33

Einsätzen ausgerückt werden worunter

auch drei nachbarliche Hilfeleistungen

enthalten waren. Es wurden 11 Übungen

durchgeführt, darunter waren 3 Abschnittsübungen,

1 Atemschutzübung

beim Hauswirthgrund, eine Ermittlung der

Löschwasserzubringung beim Anwesen

Erber und die Abschlussübung in St. Josef.

Eine Übung – beim Anwesen Steurer

– musste aufgrund des Hochwassers

abgesagt werden.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Mannschaft 1993

Sitzend von li. nach re.: Gaube J., Riegler, Ortner F., Maier, OBI Petschauer, HBI Naderer F., Gutmann,

Tanzbett, Jöbstl K. sen., Weihs, Fink

1. Reihe stehend von li. nach re.: Köppel, Harzl, Jöbstl, Petsche A., Pichler, Petsche Ch., Glawan, Gaube

Hannes, Naderer M., Stangl, Hackl, Petsche F., Kornberger, Gaube Harald

2. reihe stehend von li. nach re.: Tomberger H., Niggas, Schratter W., Schratter H., Kölbl, Szapas, Ortner

R., Kappel H., Tomberger F., Kappel M.

1993 – 2003

1993

8. JÄNNER

90. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Das Rüsthaus war nun endlich telefonisch

erreichbar, ein Anrufbeantworter wurde

ebenfalls installiert.

Über ein neues Rüsthaus wurde abermals

diskutiert, da das bestehende Rüsthaus

nicht mehr den Anforderungen entsprach.

Die Gemeinde sah hiefür die Gebäude

des Landwirteverbandes vor, da dieser

ohnehin ausziehen wollte.

Am 22. und 23. MAI fand das 90-jährige

Gründungsfest der FF Lannach statt. Für

diese Festveranstaltung wurden für den

Samstag die „White Stars“, für den Sonntag

die „Sulmtaler mit Hrn. Karl engagiert.

Zu diesem Anlass wurde auch ELM Alois

Kormann für seine 60-jährige Wehrmitgliedschaft

geehrt.

Am 25. und 26. Juni fand der Landesfeuerwehrtag

in Fürstenfeld statt.

Die Jungfeuerwehr erzielte im Jahr 1993

bei den Leistungstests folgende Ergebnisse:

12. Juni – Mooskirchen, 959 Punkte, 29.

Rang

19. Juni – Hitzendorf, 949 Punkte, 17.

Rang

20. Juli – Schönberg, 971 Punkte, 36.

Rang

24. Juli – Fürstenfeld, 980 Punkte, 103.

Rang

Ab dem Jahr 1993 durfte bei Jugendwettbewerben

nur mehr mit Helm angetreten

werden.

Im Jahr 1993 wurden nur 7 Übungen

durchgeführt.

Bei einem schweren Verkehrsunfall in St.

Martin, bei dem eine Person getötet und

zwei Personen verletzt worden waren, war

die Feuerwehr als erste Rettungseinheit

an Ort und Stelle. Es erfolgte somit die

Sicherung vor dem ÖRK und der Gendarmerie.

Die Sanitäter leisteten hierbei

wichtige Vorarbeit für das ÖRK.

1994

7. JÄNNER

91. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Über den Bau und den Standort eines

neuen Rüsthauses wurde wiederholt diskutiert.

Als Erkenntnis der Abschnittsübung 1993

wurde dem Bezirk Deutschlandsberg

gemeldet, dass im Falle eines Brandalarms

bei Großbetrieben oder in der

Industriezone sofort auch die FF Breitenbach-Hötschdorf

und die FF Blumegg

alarmiert werden sollten-

Nur mehr 8% der Einsätze waren Brandeinsätze,

die übrigen 92% erstreckten sich

auf technische Einsätze wie Ölalarm,

Chemieunfälle usw.

Die Abschnittsübung 1994 wurde von der

FF Blumegg – Teipl organisiert.

Im Bereich des Atemschutzes wurde die

Umstellung auf die neuen „Spiromatic“ –

Pressluftatemgeräte erforderlich.

Die Jugend nahm an zahlreichen Leistungswettbewerben

teil und erzielte Gold

beim Wissenstest in Mettersdorf im September.

Barteam vom Feuerwehrball 1994

Kornberger Helmut, Szapas Alfred, Kappel Manfred,

Kappel Heribert

Übung bei Fa. Liesen am 19. Juni 1994

Informationsstand beim Jahrmarkt 1994

Gaube Harald, Kornberger Helmut

Feuerehrjugend 1994

Übung bei Kneissl am Leitenweg 1, Einschulung

Umgang Kettensäge von Niggas August 1994

55


56

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

1. Fetzenmarkt am 10. September 1995 in Max

Rieglers Boutique

Scheiring R., Petsche Anna

Schauübung anlässlich der Markterhebungsfeier

am 7. Mai 1995 mit dem Rettungshubschrauber

des Innenministeriums

Ausflug zum Fliegerhorst Nittner – Drakenbesichtigung

am 17. Juni 1995

Hockend: Glawan Markus, Naderer P., Maier,

Großmann

Stehend: Klement, Petrowitsch, Offenbacher,

Petsche, Glawan Martin, Gaube, Mitte hinten: OBI

Petschauer

1995

5. JÄNNER

92. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Es kam wieder zu einer Neuwahl, von nun

an waren auch Ehrenmitglieder bei der

Wahl des Feuerwehrkommandanten und

dessen Stellvertreter stimmberechtigt.

Zum Kommandanten wurde abermals HBI

Franz Naderer gewählt, OBI wurde wiederum

Franz Petschauer.

Die Wehr bemühte sich um einen zusätzlichen

Raum für Sanität und Aufenthalt im

Rüsthaus. Die kleine Garage wurde in

einen notdürftigen Umkleide- und Büroraum

umfunktioniert.

Am 7. MAI bei der MARKT-

ERHEBUNGSFEIER fand eine Schauübung

mit dem Hubschrauber des Innenministeriums

statt.

17. JUNI

Besuch der Feuerwehrjugend vom abschnitt

Lannach beim Fliegerhorst Nittner.

Am 10. SEPTEMBER wurde erstmals ein

Fetzenmarkt der FF Lannach durchgeführt,

dieser war ein groβer Erfolg.

Im Jahr 1995 gab es 4 Einsätze im Bereich

des Atemschutzes, sowie 4 Übungen.

Übernahme des Feuerwehrjugendanhängers in

Lebring, Sitzend: Großmann, Petrowitsch, Naderer

M., Naderer P., Pitscheneder, Offenbacher, Maier;

stehend: Gaube, Naterer

Übung vom 24. Mai 1995 beim Gasthaus Tomberger,

Übungsannahme Brand bei der Gasstation,

Opfer Petsche Andreas

F u, B. Übung in Lannach am 16. u. 17. September

Feuer- und Bergebereitschaftsübung am 16 und

17. September 1995

Wie alle Jahre, so fand auch 1995 wieder eine

Übung mit den Kindern der Volkschule Lannach

statt. Nun zeigen die Kleinen den Großen (Lehrern)

wie man Feuer löscht.


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Einschulung auf das neue Löschgerät: IFEX am

16. März 1996, Kappel H., Fink, Gaube Hannes,

Ortner F., Kölbl, Naterer

Solche Brände können mit dem neuen Gerät mit

max. 2l Wasser gelöscht werden.

Bezirksjugendlager in Lannach am 2. Juli 1996

1. Reihe: -, Großmann, -, Petsche, Naderer P.,

2. Reihe: HBI Naderer, Naderer C., Petschauer A.,

Damm R., -, Gaube Harald, 3. Reihe rechts außen.

Gaube J., 4. Reihe: Kölbl, Naterer, Oetschmaier,

Riegler, Gutmann, Petsche, Schratter

Küchenbrand bei Strohmaier Erlenweg am 30.

August 1996

So sieht eine Küche aus, wenn Fett brennt

94. Jahreshauptversammlung am 3. Jänner 1997

BR Lanz, OBI Petschauer, HBI Naderer, OBR

Smolana, Bgm. Niggas, Dr. Samel

Feuerwehrausflug in die Pfalz, Ausflug Fischerviertel

in Ulm am 22. August 1997, Szapas, Gutmann,

Tomberger H., Stangl B., Petschauer A.

Fetzenmarkt 14. September 1997; unser Bücherwurm

Dr. Raimund Samel in Aktion

1996

5. JÄNNER

93. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Bürgermeister Josef Niggas erkannte

nach einer ersten Besichtigung der Räume

des damaligen Rüsthauses dass eine

Lösung gefunden werden muss.

OBI Franz Petschauer stellte den Antrag,

dass ab 1996 auch Frauen in der Wehr

aufgenommen werden sollte, der Antrag

wurde mit einer Gegenstimme angenommen.

1996 waren 13 Jungfeuerwehrmänner

Mitglied der FF Lannach. Beim Wissenstest

konnten fünf Jungfeuerwehrmänner

Bronze und ein Jungfeuerwehrmann Silber

erreichen.

Am 19. JÄNNER wurde im Gasthaus

Tomberger eine Abschnittsfunkschulung

für den Feuerwehrabschnitt 8, Lannach,

von OBI Franz Petschauer abgehalten.

An der Bezirksschimeisterschaft der Feuerwehren

haben folgende Mitglieder der

FF Lannach teilgenommen:

Petschauer Franz, Kappel Heribert, Szapas

Alfred, Naterer Wolfgang, Pitscheneder

Christoph, Pogatsch Richard, Großmann

Christoph, Naderer Philipp, Glavan

Martin, Naderer Markus, Offenbacher

Philipp, Maier Martin und Petrowitsch

Daniel.

Am 1. APRIL wurde bei einer gemeinsamen

Sitzung mit den Feuerwehren von

Lannach beschlossen, am Florianitag, 5.

MAI, einen gemeinsamen Frühschoppen

beim GH Tomberger abzuhalten. Leider

wurde diese Veranstaltung kurzfristig

Abschnittsübung anlässlich des Katastrophenschutztages

in Lannach (Musterschutzraumeröffnung

im Gemeindeamt) am 18. Oktober 1997

Friedenslichtaktion am 24. Dezember 1997

Gutmann, Gaube, Walter, Petrowitsch, Pitscheneder,

Naderer P., Großmann,

hinten: Petschauer, Ortner F.

abgesagt, da die FF Blumegg-Teipl an

der Veranstaltung nicht mehr teilnehmen

wollte (laut Beschluss in der Wehrsitzung

der KW 15). Die bereits getätigten Bestellungen

mussten rückgängig gemacht

werden.

Mit der Schulung am neu angeschafften

Übungsgerät IFEX sollte im April begonnen

werden.

Am 14. DEZEMBER wurde eine Funkübung

mit der Feuerwehrjugend des Abschnittes

8, Lannach, bei der ELG durchgeführt.

Bei dieser Übung sollten die Jugendlichen

die Scheu, ein Funkgerät bedienen

zu müssen, ablegen.

1997

3. JÄNNER

94. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

Am 13. JULI besuchte eine Gruppe unsere

Partner Feuerwehr Rosegg in Kärnten

anlässlich der Rüstlöschfahrzeugweihe.

Hier zeigte sich, dass das Geschenk der

FF Lannach an die Freunde in Kärnten,

ein TLF 6,3 Liter, sehr schnell in die Tat

umgesetzt werden konnte.

Rüsthausumbau:

Es wurden gemeinsam mit dem Bürgermeister

und den Gemeinderäten insgesamt

3 Rüsthäuser in der Umgebung

besichtigt. Es waren dies die Rüsthäuser

von Lieboch, Söding und Pieber. Herr Ing.

Lauer wurde mit der Planung für einen

Um- und Zubau beauftragt. Dieser Entwurf

hatte auch die Zustimmung der Feuerwehr

gefunden.

57


58

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Kraftfahrerverordnung: Im Einsatzfall dürfen KFZ über 3,5 t bis max. 0,5 Promille gelenkt werden.

Bei der Gemeinderatssitzung waren insgesamt

11 Mitglieder der Feuerwehr anwesend.

Leider konnte keine Einigung

über den Standort des neuen Rüsthauses

gefunden werden.

Nachdem am 18. Oktober in Lannach der

„Tag der Sicherheit“ abgehalten wurde,

wurde dieser Termin auch für die Abhaltung

der Jahresabschnittsübung von unserer

Wehr gewählt. Die Feuerwehr Breitenbach-Hötschdorf

wird beim Termin der

FF Lannach einspringen.

Großer Tag für die Feuerwehrjugend von

Lannach. Für die Mitarbeit beim Fetzenmarkt

und Teilnahme an zahlreichen Ü-

bungen, bedankte sich das Kommando

mit einem Gokartrennen in Zettling. Die

ersten Runden wurden unter dem Motto

Qualifikationslauf für den Großen Preis

von Lannach gedreht.

1998

2. JÄNNER

95. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

11. JÄNNER

Wehrsitzung.

Vorschläge für Anschaffungen: Overheadprojektor,

Handy, Sauerstoffgerät für

Alteisensammlung am 28. März 1998

Übung Berghesele (Kainz) am 6. Juni 1998

Übungsannahme: Wirtschaftsgebäudebrand,

Wasserentnahme: der Teich in ca. 250m Entfernung

Übergabe der Wissenstestleistungsabzeichen am

23. August 1998

Bezirksjugendbeauftragter HBI Josef Gaich, OBI

Karl Stangl u. ABI Stefan Ninaus

ein Fahrzeug, Steigergurte, Rufempfänger

(diese Anschaffung soll erst nach Abklärung

der Löschbereichsgrenzen erfolgen),

Trennschleifer groß und klein.

Gesellschaftliches:

Ein Schi- und Wandertag sollen im kommenden

Jahr abgehalten werden. Eine

Mitternachtseinlage für den bevorstehenden

Feuerwehrball wurde beschlossen.

Sonstige Aktivitäten:

Die Inventarlisten der Nachbarfeuerwehren

von St. Josef und Blumegg sind noch

ausständig.

27. MÄRZ

Ausschusssitzung


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Standortfrage Rüsthausbau:

Es wurde einstimmig beschlossen, den

derzeitigen Standort beizubehalten und

das bestehende Rüsthaus Um- bzw. Anzubauen.

24. APRIL

Wehrsitzung

Löschbereichsänderungen wurden keine

vorgenommen. FF Breitenbach-

Hötschdorf und Lannach halten die vorgeschlagene

Löschbereichsänderung für

einseitig, da es große Löschbereichsänderungen

zu Gunsten der FF Blumegg

Teipl nach sich ziehe. Kritisiert wurde

auch, dass die Brandmeldeanlage des

Gasthauses Niggas ohne Rücksprache

mit der Feuerwehr Lannach (Löschbereich

Lannach) an die FF Blumegg Teipl

angeschlossen wurde.

Von HBI Petschauer wurde eine Chronologie

der Standorte und auch ein möglicher

Neubau an folgenden Standorten

vorgestellt:

Fischerweg, Tombergergründe, Lagerhaus

Bahnhofstrasse, Kirchenspitz,

Hauptstrasse (altes Gemeindehaus), Alte

Kläranlage, Schwarzwiesenstrasse (Platz

zwischen Musikerheim und Rüsthaus),

Hackl Grund (Eigentum der Gemeinde).

Bei der anschließenden Diskussion und

Abstimmung wurde der Standort in der

Schwarzwiesenstrasse mit einer Gegenstimme

in der Feuerwehr beschlossen.

Am 26. MAI fand eine Verkehrsreglerschulung

unter der Leitung des Bezirkskommandantenstellvertreters

der Gendarmerie

Herrn Oswald im Rüsthaus Lannach

statt.

8. AUGUST

Wehrsitzung

Im Gemeinderat wurde für den Um-, Zu-

und/oder Neubau für das Rüsthaus ein

Architektenwettbewerb ausgeschrieben.

Franz Naderer regt an, eine Videokamera

anzukaufen.

15. OKTOBER

Für 1999 wurde ein Wertkartenhandy aus

der Kameradenkasse genehmigt.

Der Abgabetermin für die Rüsthausplanungsarbeiten

wurde im Gemeinderat mit

4. November fixiert.

Hauptmann Petschauer besuchte die

Kurse Feuerwehrtechniker 1 & 2 in der

Feuerwehrschule in Lebring.

13. NOVEMBER

Wehrsitzung

HBI Petschauer berichtete über die Jury

Sitzung der 3 abgegebenen Vorschläge

inklusive Modell für das Neue Rüsthaus.

Das Konzept der Gruppe Pittino und Ortner

wurde von den Feuerwehrkameraden

als das Beste bezeichnet. An den 2. Platz

wurde der Vorschlag von Ing. Lauer und

an den 3. Platz der Um- und Neubau von

Hollomey gewertet.

29. DEZEMBER

Ausschusssitzung

Austritte aus der Feuerwehr mit

31.12.1998

Schratter Heinz, Harzl Johann, Maier

Christian (Wohnortwechsel)

Die Planungsarbeiten für den Rüsthausbau

gehen zügig voran.

1999

2. JÄNNER

96. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

13. FEBRUAR

Wehrsitzung

Vom Jägerbataillon Straß wurde angefragt,

ob die Freiwillige Feuerwehr eine

Einschulung mit dem IFEX 3000 in der

Kaserne Straß durchführen könnte, da im

Krisengebiet ehemaliges Jugoslawien ein

derartiges Löschgerät für Einsätze zur

Verfügung steht.

25. FEBRUAR

Ausschusssitzung

Rüsthaus: bau und Herstellkosten für das

neue Rüsthaus wurden mit ATS 16,5 Mio.

kalkuliert. Im Gemeinderat konnte keine

Beschlussfassung herbeigeführt werden..

Bei der Abstimmung haben 7 dafür, 5

dagegen und 2 mit Enthaltung gestimmt.

Es wurde auch beschlossen, dass von der

Freiwilligen Feuerwehr Lannach keine

bauliche Eigenleistung aus Gründen der

Produkthaftung geben wird. Die Eigenleistungen

der Feuerwehr richten sich ausschließlich

auf die Innenausstattung.

26. MÄRZ

Wehrsitzung

HBI Petschauer berichtet, dass am 23.

März bei der Gemeinderatssitzung um

19:15 Uhr der Rüsthausneubau in der

Schwarzwiesenstrasse beschlossen wurde.

Der Baubeginn wurde noch nicht

festgelegt.

29. APRIL

Ausschusssitzung

Anschaffungen: 1 Wathose, Gürtel für

Einsatzuniform, HD-Rohr, Rundschlingen,

Rettungsgeschirr, Bekleidung und 2 hängige

Kette

18. AUGUST

11. und 12. September Fetzenmarkt bei

Tomberger, da unser Platz wegen einer

Grossbaustelle nicht zur Verfügung steht.

Die Abschnittsübung wurde für 17. September

bei der Fa. Url beschlossen.

96. Jahreshauptversammlung am 2. Jänner 1999

IFEX Schulung Jägerbataillon Straß am 28. Jänner

1999

Stangl Karl, Ortner Fritz, Gutmann Hans, Riegler

Max

Das Jägerbataillon Straß wurde für das IFEX

eingeschult, da die Kameraden des Bundesheeres

im ehemaligen Jugoslawien für Löschzwecke mit

einem solchen Gerät ausgestattet wurden. Die

Einheit ist auch unter dem Kurznamen S-FOR

bekannt.

59


60

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Brief von der Front der Kameraden des

Jägerbataillons 5 (Einschulung IFEX 3000) vom 4.

Mai 1999

17. April 1999 Garagensegnung ÖRK

Naderer P. u. Offenbacher stehen unmittelbar vor

dem Hubschrauber.

Vorsicht, die Jungs sind bereit abzuheben!

Grätzellauf am 5. Juni 1999

Das Feuerwehrgrätzel besteht aus:

Sitzend: Naderer Christa, Scheucher Maria, Naderer

Philipp,

Stehend: Offenbacher, Großmann Christoph,

Naderer Markus, Pitscheneder Christopher, Naderer

Franz, Hoffmann Bernd

Einschulung der Kameraden (KFOR) auf das IFEX

3000 von der Kaserne St. Michael, Herbst 1999

Kandler, Ortner, Stangl

Spatenstichfeier am 19. Juli 1999

Petschauer, Sindelhofer Nadja, Jöbstl K. sen.,

Saurugger Vinzenz, DI Lesky, Dr. thaler, DI Pittino,

Bgm. Niggas, Pfarrer Krsticevic, Flecker Gerhard,

Treffler Josef, Haas Franz, EABI Maier, Ortner

4. Dezember 1999, Anprobe der künftigen Feuerwehruniform

Ortner Markus, Naterer Kevin und Ortner Nicole

2000

7. JÄNNER

97. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

In diesem Berichtsjahr wurden insgesamt

9 Sitzungen abgehalten.

Arbeitsthema Nummer 1: Rüsthausbau

13. August Segnung des neuen Rüsthauses

durch Pfarrer Mag. Petar Krsticevic.

Neben dem Rüsthausbau wurde wie jedes

Jahr der bereits für das 1. Septemberwochenende

fixierte Fetzenmarkt

abgehalten.

6. SEPTEMBER

Küche für das Rüsthaus könnte bereits

abgeholt werden. Antenne und Sirenenmast

sind fertig und wurden mit der Drehleiter

der FF Deutschlandsberg montiert.

Herr ABI Perlak Rudolf hat die Drehleiter

mit Bravour bedient

29. DEZEMBER

Ausschusssitzung

Bei dieser Sitzung wurde die Anschaffung

eines Mannschaftstransportfahrzeuges

beschlossen. Das Fahrzeug soll für insgesamt

13 Personen zugelassen sein.

HBI Petschauer wurde beauftragt Informationen

einzuholen und ein Pflichtenheft

zu erstellen.

Gratulation zum 70. Geburtstag von EABI Maier

am 16. Jänner 2000

LM d. V. Kahr, HBI Klampfl, HBI Petschauer, EABI

Maier, OBI Stangl, EOBI Jöbstl, HBM Losch, ABI

Ninaus

Besuch der Partnerfeuerwehr Alling zum 125-Jahr

Jubiläum am 28. Mai 2000

Beim Besuch in Alling am 20. Mai 2000

EOBI Jöbstl Karl sen., und EHLM Trummer Franz

Arbeitsplatz im alten Rüsthaus

Naterer Wolfgang


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

98. Jahreshauptversammlung am 5. Jänner 2001

2001

5. JÄNNER

98. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

5. APRIL

Ausschusssitzung

Von Robert Ortner wurde der Antrag gestellt,

am Feuerwehrturm eine Kletterwand

zu errichten Diese Idee wurde gemeinsam

mit Franz Naderer geboren. Begründet

wurde dieser Antrag damit, dass die Jugend

eine bessere Beziehung zur Feuerwehr

bekommt und für die Feuerwehr

begeistert werden könnte.

17. MAI

Wehrsitzung

Nach Rücksprache mit dem Bürgermeister

der Gemeinde Lannach und dem Landesfeuerwehrverband

darf eine Kletterwand

errichtet werden, unter der Auflage, dass

der Gemeinde Lannach keine Kosten

entstehen und auch zusätzlich eine Versicherung

abgeschlossen werden muss.

Laut Landesfeuerwehrverband ist eine

Zusatzversicherung nicht notwendig. Es

dürfen nur Kletterübungen im Zuge von

Feuerwehrübungen von Mitgliedern der

Feuerwehr durchgeführt werden.

Für die Anschaffung eines Mannschaftstransportfahrzeuges

wurden 6 Firmen

angefragt, wovon von drei Firmen ein

Angebot gelegt wurde.

6. SEPTEMBER

Nachdem Petsche Andreas im Zuge einer

Feuerwehrübung im Jahr 1992 seine Doris

Stelzl kennen gelernt hat, wurde diese

Übung mit der Hochzeit abgeschlossen.

Brand aus wird es hoffentlich nicht geben.

29. OKTOBER

Ausschusssitzung

Von den 3 eingelangten Angeboten war

das Angebot für das Auto der Marke Ford

und der Aufbau von der Fa. Lohr am günstigsten.

Es wurde daher beschlossen

diese Variante der Gemeinde für den

Ankauf vorzuschlagen.

Zusätzlich zur Alarmsirene soll ein neues

Alarmierungssystem installiert werden, da

die Sirene nicht von jedermann hörbar ist.

Eine gemeinsame Anfrage mit der Feuerwehr

Breitenbach-Hötschdorf wurde beschlossen

und ein Angebot über die soge-

6. September 2001

Heirat von Andreas Petsche mit Doris Stelzl

Jobstl K. sen., Riegler, Ortner R., Petschauer,

Petsche Doris, Petsche Andreas, Gaube J., Petrowitsch

D., Gutmann, Ortner F.

nannte Blue-Box eingeholt und für das

kommende Jahr im außerordentlichen

Haushalt berücksichtigt.

28. DEZEMBER

Der Ball wurde für 9. Februar 2002 beim

Gasthaus Tomberger fixiert.

Des weiteren wurden angekauft:

Ein Staubsauger, eine Kettensäge

(Schwertlänge 35 cm), zwei Werkzeugkoffer

sowie Anhängehaken und Schäkel

2002

4. JÄNNER

99. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

10. JÄNNER

Wehrsitzung

Ein Brand bei der Müllinsel Weidenweg 13

wurde vom Zeitungsausträger entdeckt

und gemeldet. Durch den raschen Eingriff

konnte ein größerer Brand (Christbaum

und Asche) verhindert werden.

Es wurde über das Anbringen einer Gedenktafel

im Rüsthaus beraten und beschlossen.

1. MÄRZ

Wehrsitzung

HBI Petschauer berichtet, dass bei der

letzten Gemeinderatssitzung die im außerordentlichen

Haushalt vorgesehenen

Ankäufe wie Helme, Helmlampen und

Alarmierungssystem, genehmigt wurden.

Die Anfrage, den Schulungsraum für

Tanzkurse zur Verfügung zu stellen, wurde

abgelehnt.

17. MAI

Wehrsitzung

Alarmierungssystem wurde bereits installiert.

Es wurde beschlossen, den Schulungsraum,

den Vorraum und das Büro mit

brandhemmenden Vorhängen auszustatten.

9. JUNI

AUTOSEGNUNG

Schank beim Fetzenmarkt 2002

Niggas Eduard, Doris Petsche, Ortner Sissi, Naterer

Waltraud, Naderer Franz, Gaube Johann

Golden Girls in der Spielzeugabteilung beim Fetzenmarkt

Pieber Nadine, Schaller Sabrina, Stangl Verena

Unser bewehrte Team in der Küche

Im Vordergrund Fam. Lehrer, im Hintergrund Anna

und Johann Gaube

Früh übt sich, wer ein guter Traktorfahrer werden

will; Sarah-Melissa Petschauer auf dem Traktor

von Tomberger Florian beim Fetzenmarkt 2002

61


62

CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Das neue Ford Mannschaftstransportfahrzeug mit

insgesamt 13 Sitzen; darf nur mit dem Feuerwehrführerschein,

oder mit einem Busführerschein

gelenkt werden.

Am 7. SEPTEMBER wurden ausgezeichnet:

OLM d. V. Robert Ortner mit dem Verdienstkreuz

2. Stufe

EV Dir. I. R. Robert Tanzbett für 40jährige,

die Kameraden LM Franz Naderer,

OLM Johannes Gaube und HLM

Franz Petsche für 25-jährige Tätigkeit im

Feuerwehrwesen.

Schauübung unter dem Motto „Küchenbrand“

am 27. SEPTEMBER beim Rüsthaus

Lannach.

Die Garagen des ÖRK wurden am 28.

September gesegnet. Dazu wurden die

Garagen der FF Lannach dem ÖRK für

den Festakt zur Verfügung gestellt.

11. OKTOBER

Ausschusssitzung

HBI Petschauer berichtet über das Ergebnis

aus dem Arbeitskreis „Chronik der

Lannacher Vereine“. Für die Erstellung

einer solchen Chronik ist es Voraussetzung,

dass sich alle Vereine daran beteiligen

und verpflichten, eine bestimmte

Anzahl von Exemplaren zu kaufen. Die

folgende Abstimmung hat ergeben, dass

95% der Wehrkameraden für eine solche

Chronik sind.

Dieses Projekt wurde jedoch eingestellt,

da nicht alle Vereine bereit waren, daran

mitzumachen.

Für 2003 wurde bei der Gemeinde um ein

neues Jugendzelt anlässlich des Gründungsfestes

30 Jahre Feuerwehrjugend

Lannach angesucht.

Vom Bezirksfeuerwehrkommando wurde

der für 2003 gewünschte Bezirksfeuerwehrtag

anlässlich unserer 100 Jahr Feier

abgelehnt.

27. DEZEMBER

Ausschusssitzung

Vorbereitung der Ausschreibung für die

100. Jahreshauptversammlung

Die Neuwahlen wurden für das Jahr 2003

festgelegt.

Heinz Kandler hat alle Betriebe von Lannach

besucht und alle Daten für einen

eventuellen Einsatzfall erhoben.

Für 2003 wurde ein Feuerwehrausflug

terminlich fixiert.

Palmsonntag 2003, ; Sitzend: Brunner Michael,

Stehend: Pfarrer Krsticevic Petar, HBI Sauer Robert, Stangl Verrena, Orthaber Ewald, Schaller Sabrina,

Petrowitsch Rudolf, Petrowitsch Christoph, HBI Petschauer Franz, Pieber Nadine, Stiegler, Gaich Michael,

Ortner Robert, Gaube Johann, Bgm. Niggas Josef

2003

3. JÄNNER

100. JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG.

Neuwahl: Bei dieser Wahl wurde das

bereits bestehende Kommando unter HBI

Petschauer und OBI Stangl wieder bestätigt.

Am 25. JÄNNER konnte nach zweijähriger

Pause (kein Eis auf der Eisanlage der

Eisblume Lannach) wieder das Bezirkstockturnier

abgehalten werden.

Der diesjährige Feuerwehrball wurde wie

Ehrenfahne des Europarates an die Marktgemeinde

Lannach am 17. August 2003

Frau Gutmann, Gutmann Hans, Schaller Sabrina,

Naterer Wolfgang, Gaube Johann, Riegler Max

Übergabe der Europafahne an Bgm. Josef Niggas

am Hauptplatz von Lannach

Bgm. Niggas bei seiner Dankesrede

in den letzten Jahren beim Gasthaus

Tomberger traditionsgemäß am letzten

Samstag im Fasching, 1. März, abgehalten.

Die Feuerwehrjugend der Lannacher

Feuerwehren ist seit 3 Jahren am Palmsonntag

mit einem Palmbuschen vertreten.

Diese Idee von HBI Petschauer wurde

2000 HBM Jugendbeauftragten Johann

Gaube aufgegriffen, der in den Tagen vor

dem Palmsonntag mit den Jugendbeauftragten

und der Feuerwehrjugend den

Palmbuschen bindet.

Der Gipfel ist nahe, diesmal! Ortner Markus

beim Erklimmen der Statue am Hauptplatz in

Bozen

Rüsthaus Kastelruth


100 JAHRE FF LANNACH KOMMANDANTENLISTE

LISTE DER FEUERWEHRKOMMANDANTEN UND

STELLVERTRETER DER FF LANNACH

DATUM HAUPTMANN STELLVERTRETER

22.11.1903 Johann Schnüttchen Mathias Fröhlich

18.08.1906 Franz Kandler Mathias Fröhlich

06.01.1922 Franz Kandler Cajetan Wolf

09.10.1932 Franz Kandler Cajetan Wolf

Johann Gauby

01.03.1936 Franz Kandler Johann Gauby

30.12.1937 Johann Gauby Alois Hackl

24.04.1938 Alois Hackl Johann Luttenberger

Eduard Hubmann

11.11.1939 Feuerwehr wird Pflichtfeuerwehr und Feuerhilfspolizei

13.03.1941 Johann Luttenberger Alois Hackl

30.12.1945 Johann Gauby Franz Niggas

Gottfried Kainz

26.12.1947 Johann Gauby August Niggas

01.01.1949 Johann Gauby Franz Niggas

23.12.1950 Johann Gauby Johann Luttenberger

23.11.1952 Ing. Hans Rothwangl Johann Luttenberger

19.12.1954 Josef Meixner Friedrich Haas

26.12.1955 In der gesamten Steiermark wurden Wahlen vorgeschrieben, jedoch in

Lannach wegen der Wahl im Jahr 1954 keine Wahlen durchgeführt.

14.01.1962 Johann Luttenberger Josef Maier

27.12.1964 Josef Maier Josef Meixner

28.02.1971 Josef Maier Karl Jöbstl

19.07.1980 Josef Maier Friedrich Ortner

09.10.1982 Anton Kangler Friedrich Ortner

12.11.1983 Heinz Schratter Friedrich Ortner

28.12.1984 Maximilian Riegler August Niggas jun.

04.03.1989 Franz Naderer August Niggas jun.

27.02.1990 Franz Naderer Ing. Franz Petschauer

Seit 02.01.1998 Ing. Franz Petschauer Karl Stangl

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CHRONIK 1903 – 2003 100 JAHRE FF LANNACH

Sitzend: Petsche Franz, Weihs Franz, Tanzbett Robert, Jöbstl Karl sen., Stangl Karl, Petschauer Franz, Maier Josef, Gaube Johann, Riegler Max, Gutmann

Hans, Samel Raimund

1. Reihe stehend: Kölbl Hans, Kindermann Gottfried, Ortner Robert, Tomberger Harald, Naderer Franz, Petsche Richard, Köppel Markus, Kandler Heinz, Tomberger

Florian, Petrowitsch Rudolf, Gaube Harald, Brunner Sigfried, Pieber Nadine, Brunner Gernot

2. reihe stehend: Niggas August, Niggas Eduard, Schimmler Josef, Petsche andreas, Petsche Christian, Kappel Manfred, Pitscheneder Christopher, Petrowitsch

Rudolf, Szarpas Alfred, Oetschmaier Wolfgang, Naterer Wolfgang, Gaich Michael

3. Reihe stehend: Stiegler, Michelitsch Christopher, Korb Markus, Michelitsch Helmut, Stangl Verena, Petrowitsch Christoph, Schaller Sabrina, Brunner Michael

Sitzend: Weihs Franz, Tanzbett Robert, Jöbstl Kark sen., Bgm. Josef Niggas, Maier Josef, Gaube Johann

Stehend: Petsche Franz, Stangl Karl, Petschauer Franz, Kandler Heinz, Riegler Max, Gutmann Johann


100 JAHRE FF LANNACH CHRONIK 1903 - 2003

Sitzend: Petsche Franz, Jöbstl Karl, Bgm. Niggas Josef, Maier Josef, Gaube Johann

1. Reihe stehend: Petschauer Angelika, Petsche Doris, Ortner Elisabeth, Gaube Anna, Ortner Dorothea, Naterer Waltraud, Gutmann Inge, Petsche Anna

2. Reihe stehend: Riegler Max, Stangl Karl, Petschauer Franz, Gutmann Johann

Sitzend: Weihs Franz, Tanzbett Robert, Jöbstl Karl sen., Stangl Karl, Petschauer Franz, Maier Josef, Gaube Johann, Riegler Max

Stehend: Gaich Michael, Pieber Nadine, Brunner Michael, Schaller Sabrina, Michelitsch Christopher, Korp Markus, Petsche Franz, Kandler Heinz, Gutmann

Johann, Petrowitsch Christoph, Stangl Verena, Michelitsch Helmut, Brunner Gernot

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ANHANG 100 JAHRE FF LANNACH

TEXTQUELLEN:

ANMERKUNGEN

1. Steirischer Feuerwehrkalender 2003, Verlag Ingenium GmbH & Co KG und Volkskultur Verlags GesmbH, 2002

2. Die Protokollbücher der FF Lannach:

1903 – 1933 1. Protokollbuch

1933 – 1952 2. Protokollbuch

1953 – 1980 3. Protokollbuch

1981 – 1996 4. Protokollbuch

1996 – 2003 Computerarchiv

BILDERNACHWEIS

1. Steirischer Feuerwehrkalender 2003, Verlag Ingenium GmbH & Co KG und Volkskultur Verlags GesmbH, 2002

2. Chronik 100 Jahre FF Breitenbach – Hötschdorf 1903 – 2003, DI Dr. Peter Neckermann u. Klement Sprung, FF Breitenbach

Hötschdorf, 2003

3. Lannach, Tor zum Paradies, Alfred Seebacher-Mesaritsch, Gemeinde Lannach, 1987

4. Archiv der FF Lannach

5. Bürger der Marktgemeinde Lannach

DANKE

Diese Chronik wurde von der Marktgemeinde Lannach, dem EABI Maier und

den Kameraden der FF Lannach finanziert. Dafür ein recht herzliches Dankeschön!

Des weiteren dankt die Feuerwehr dem Feuerwehrkameraden Losch, sowie

Frau Tomberger und Johann Gaube für das zur Verfügung stellen von Bildmaterial,

sowie Herrn Tanzbett für die Hilfeleistung bei der Übersetzung der alten

Protokollbücher.

Weiterer Dank gilt allen Schriftführern der letzten 100 Jahre, die ihre Freizeit

für „undankbare“ Arbeit geopfert haben.

Volksschuldirektor in Ruhe, ehemaliger Schriftführer

EV Robert Tanzbett bei der Übersetzung der

Korinthenschrift der alten Protokollbücher

Auch er kam bei manchen Passagen sehr zum

schwitzen

ELM Hesele Karl als Zeitzeuge und ehemaliger

Schriftführer


100 JAHRE FF LANNACH NACHWORT

NACHWORT

Von meinem Vater wurde mir die ehrenvolle Aufgabe zuteil, die Geschichte der Lannacher Feuerwehr in

Wort und Bild abzufassen. Und obgleich dies nicht von heute auf morgen erfüllt werden konnte, habe ich

versucht, dass mir zur Verfügung gestellte Material so gut wie möglich in eine Form zu bringen, die für alle

zugänglich ist. Natürlich gibt es wie bei jedem Schriftstück Passagen, die mehr oder weniger ausführlich

ausgeführt sind.

Eine Chronik kann nur so gut sein, wie das Material, welches für die Erstellung derselben zur Verfügung

steht. Aus diesem Grund kann man keine Ansprüche auf Vollständigkeit stellen, da es immer verstecktes,

für den Autoren nicht zugängliches Material gibt. So stellte es sich als äußerst schwierig heraus Bildmaterial

über die ersten Jahre nach der Gründung der Wehr zu finden.

Dennoch ist zu erwähnen, dass die Schriftführer der letzten 100 Jahre gute Arbeit geleistet haben. Ich muss

gestehen, dass ich für die Übersetzung der ersten Protokollbücher Hilfe benötigt habe, an dieser Stelle

möchte ich nochmals Oberschulrat, Direktor in Ruhe Robert Tanzbett danken.

Ich hoffe mit dieser Chronik den Erwartungen der Kameraden entsprochen zu haben und wünsche der

Freiwilligen Feuerwehr für die Zukunft alles Gute!

Lannach, September 2003

Verfasser

Dipl. Ing. Kerstin Petschauer

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INHALTSVERZEICHNIS 100 JAHRE FF LANNACH

Zum Geleit

Landeshauptmann 3

Landesfeuerwehrkommandant 4

Bezirksfeuerehrkommandant 5

Bezirkshauptmann 6

EABI der FF Lannach 7

Bürgermeister 8

Wirtschaftsminister 9

HBI der FF Lannach 10

Geschichte 11

Chronik 1903 – 2003 14

1903 – 1912 19

1913 – 1922 23

1923 – 1932 25

1933 – 1945 28

1945 – 1952 37

1953 – 1962 40

1963 – 1972 43

1973 – 1982 46

1983 – 1992 50

1993 – 2003 55

Kommandantenliste 63

Anmerkungen 66

Nachwort 67

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