SCHWERPUnKT - Midrange Magazin

midrange.de
  • Keine Tags gefunden...

SCHWERPUnKT - Midrange Magazin

EDITORIALRainer HuttenloherChefredakteurrainer.huttenloher@michael.wirt @midrange.deBrianajackson, iStockphoto.comIst Ihre Welt zu komplex?Anwender nutzen privat Smartphones, Tablets und hochwertige Computerund daher fordern sie auch entsprechende IT-Ressourcen im beruflichenEinsatz. Das bedeutet aber in letzter Konsequenz, dass nicht nur die Endgeräte„hipp“ sein müssen – auch die Softwarelösungen im Unternehmen sollten aufdem neuesten Stand der Technik sein.Diese an sich lapidare Feststellung zeigt im Detail dann eine geballte Komplexität:Gibt es doch eine Vielzahl von Mobilplattformen und bei jeder Plattformsind noch verschiedene Versionsstände der Software zu berücksichtigen.Zudem steht die Integration von Cloud-Ansätzen mit der traditionellen IT imeigenen Haus an. Mit einem Wort: die Welt wird immer komplexer.Aber Vorsicht: Auf dem BMC User Forum in Dresden hat Gunther Dueck,Querdenker und „Master Inventor“ von IBM, in seiner Keynote herausgearbeitet,dass man keinesfalls auf die steigende Komplexität als Ausrede setzen darf.Denn psychologisch gesehen entstehe eine steigende Komplexität doch immerdann, wenn man selbst unfähiger wird – dann so seine Folgerung – erscheintdie Aufgabe als immer komplexer. Nun verspricht das Automatisieren von IT-Aufgaben, etwa im Helpdesk-Bereich, eine Vereinfachung für viele Herausforderungen.Vor allem bei eher trivialen Vorgängen lassen sich dabei Effizienzgewinnerealisieren. Muss man heutzutage im Unternehmen unbedingt den Helpdeskanrufen, um ein vergessenes Kennwort zurückzusetzen? Anbieter von kostenlosenMail-Services im Internet würden wahrscheinlich pleitegehen, würden siediesen personalintensiven Ansatz verfolgen.Doch das lässt sich nicht für alle – „komplexen“ – Aufgaben erreichen,wenn die IT-Umgebung flexibel auf die Anforderungen aus den Fachbereicheneingehen soll. Hier sind die großen Aufgaben für die Zukunft zu stemmen. Werschneller seinen Fachabteilungen zum Erfolg verhelfen kann, der wird der Gewinnersein – doch auch hier gilt: Ausruhen ist so gut wie nicht möglich, denndie Innovationsspirale fordert ihren Tribut. Unter diesem Blickwinkel erscheintdann sogar ein individuell geschriebenes ERP-System als eine passende Alternativezur Standardsoftware – wie es im Cover-Interview auf Seite 16 nachzulesenist.29.11.12in KölnBesuchen Sie uns auf der Fachkonferenz„Speditionssoftware“der VerkehrsrundschauAnmelden unter: www.kh-software.deHerzlichst, Ihr Rainer Huttenloher12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN3


inhaltDezember 2012MIDRANGE AKTUELLWolfgang M. Roser im InterviewERP-Software für Kunden, die genau passt – diese Varianteerweist sich in Zeiten von ERP-Systemen mit massivemFunktionsumfang als eine interessante Alternative.Die ERP-Standardsoftware kämpft zum einen mit langwierigenAnpassungszeiten und hohem Implementierungsaufwand.Wolfgang M. Roser, Gründer und Inhaberder Wolfgang M. Roser Software-Support GmbH plädiertim Interview mit dem Midrange Magazin (MM) für denindividuellen Ansatz. Û Seite 16Business-Software für denMittel standDie Verzahnung von Dokumenten und Infotypen bei Prozessenim Umfeld der Personalplanung ist für viele Bestandteilder täglichen Arbeit. Eine neue Lösung machtes möglich, die übergreifende Nutzung von Standardtechnologienin einer Oberfläche zu integrieren.Û Seite 18VDD IQware: vom Drucker direkt ins DMS 5Self Service Portal reduziert den IT-Frust in Firmen 6SAP aktuell 8Facelift für die POWER-CPUs 10Big Data, Cloud und Mobile 11Wer spricht noch Basic? 12Kommentar zur Frage des MonatsMesseduo hat die Entscheider genau „getroffen“ 14Individuell geschriebenes ERP‐System passt ideal 16Wolfgang M. Roser über Alternativen zur StandardsoftwareBusiness-Software für den MIttelstandSAP meets Open Source 18Personalmanagement mit SAP 20Effizienz infobasierter Unternehmensprozesse 22Releasewechsel bei Portolan 23Schirm oder Kompass in stürmischen Zeiten 24COBOL-Anwendungen ohne Mainframe 26Flexibel arbeiten und Prozesse unabhängig steuern 28Wenn die Software optimal zum Design passt 29IT-InfrastrukturVom Rechenzentrum in die Cloud 30Neue Betrugsmaschen 32Auch kleine Serverräume muss man effizient kühlen 34„Work Smarter, Not Harder“ 36Moderne Möbel mit Tradition 38TECHNIK & INTEGRATIONEs wird höchste Zeit, sich um die Zeit zu kümmern 40Die Konfiguration einer kompletten DDM-Umgebung 42MARKTÜBERSICHTIT-InfrastrukturDie Cloud ist – wie ein Rechenzentrum auch – ein Ort, umIT-Assets zu speichern und zu verwalten. Anders als einRechenzentrum erweitert die Cloud allerdings in einembeträchtlichen Maße die Möglichkeiten der Datenspeicherungund eröffnet im Gegenzug große neue Verdienstmöglichkeiten.Û Seite 30Anbieterübersicht 44Intelligenz für jeden 44Raus aus der Datenisolation 46Die Reporting-Suite von SAP 48SERVICEGlosse, Vorschau, Inserenten, Impressum 504MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


MIDRANGE AKTUELLVDD IQware: von den Niederlanden nachDeutschland – und vom Drucker direkt ins DMSIn den Niederlanden hat VDD IQwaremit Hyarchis.Net eine Spitzenpositionim Bereich Enterprise ContentManagement inne. Von Düsseldorf ausadressiert das Unternehmen jetzt auchden deutschen Markt – insbesondereden der POWER Systems User.Die Expansion nach Deutschland isteine Konsequenz der gestiegenen Nachfrage,erzählen die Niederländer. NebenHypothekenbanken, Versicherungenund Banken wird deren Lösung verstärktin der Buchhaltung, im Rechts‐,Bildungs- und Gesundheitswesen, in öffentlichenVerwaltungen sowie in projektgesteuertenBranchen eingesetzt.Hyarchis.Net enthält die Module DocumentManagement, Business ProcessManagement, Case Management, InvoiceProcessing, Document Composition,E‐Mail Management, RecordsManagement und Contract Management.Der neu verfügbare Hyarchis.NetMFP Adapter könnte diese Nachfragenoch steigern.Mitte Juni 2012 haben die ECM-Spezialisten einen Adapter angekündigt,mit dem man Dokumente einesMultifunktionsdruckers (MFP) direktin eine Akte von Hyarchis.Net ablegenkann. Statt Dokumente zu scannen, perE‐Mail weiterzuleiten oder von Handzu speichern, haben Anwender jetzt imDisplay ihres Multifunktionsdruckersdirekten Zugriff auf die Zielakte. Mitwenigen Klicks auf dem Display kannder User das Dokument dort direkt ineinem eigenen Bereich speichern –kein E‐Mail-Versand, kein Indizierenund kein Nachbearbeiten sind mehrnotwendig. Erwin van Egmond, SeniorBusiness Consultant bei VDD IQware,betont den „enormen Effizienzgewinn“durch die Lösung, auch die einfacheBedienung erweist sich als großer Vorteil.Manuelle und komplexe Zwischenschrittezum Scannen und Archivierensind damit ein für alle Mal Geschichte.Der Adapter ist mit den meisten Multifunktionsdruckernkompatibel undkann innerhalb eines Tages implementiertwerden.Künftig auch WCM-OffertenDurch die Übernahme des Web ContentManagement (WCM)-AnbietersWaxtrapp, der Ende August 2012 angekündigtwurde, bietet VDD IQwarekünftig auch eine Lösung an, mit derdie Anwender multidirektional sowieüber verschiedene Plattformen undGeräte hinweg in Echtzeit kommunizierenkönnen. Außerdem soll dasOnline-Channel-Optimierungssystemvon Waxtrapp die Kundenzufriedenheitin unterschiedlichen Online-Kanälenverbessern. Auf Wünsche bestehenderKunden und Interessenten kann so bessereingegangen werden, was gleichzeitigdie Konversationsraten zu optimierenhilft.SynergieeffekteVon der Zusammenführung der Waxtrapp-und Hyarchis-Lösung versprechensich die Niederländer interessanteMöglichkeiten, ihre Marktanteile inneuen und bestehenden Märkten auszubauen.„In unserem Kundenkreisgibt es einen großen Bedarf für Werkzeugeim Bereich des Online- und Multi-Channel-Wissensaustauschs“,sagtSybrand Jongejans, Managing Director„ Hyarchis.Net ermöglicht Power-Systems-Anwendernviele Vorteile: Wir bieten umfassende Skalierbarkeitund Integrität zur Bewältigung von Datenund Dokumenten. Darüber hinaus sind wir in derLage, Compliance-Anforderungen unternehmensundabteilungsrelevant individuell anzupassen.“Richard Schepers, International Partner Manager, VDD IQwarebei VDD IQware. „Dieser Entwicklungtragen wir mit der Waxtrapp-ÜbernahmeRechnung. Waxtrapp verfügt überein ausgezeichnetes Lösungsportfolioim Bereich Web Content Managementund Online-Channel-Optimierung undergänzt Hyarchis.Net in idealer Weise.“Die Waxtrapp-Software wird in dieHyarchis.Net-ECM-Suite integriert undunter dem Namen Hyarchis Waxtrappausgeliefert. Sie kann als Stand-Alone-Lösung oder in Kombination mit anderenHyarchis.Net-Anwendungen zumEinsatz kommen. Sämtliche Lösungenwerden über den autorisierten Partnerkanalvertrieben, der auch beimgeplanten Wachstum eine wichtigeRolle spielt. „Primär möchten wir dasWachstum in Deutschland durch eingutes Partnernetzwerk im Channel-und Technologiebereich vorantreiben“,betont Richard Schepers, InternationalPartner Manager bei VDD IQware. „Umunsere Kunden optimal betreuen zukönnen, haben wir in Düsseldorf eineNiederlassung eröffnet, wo die deutschenKollegen einen Vor-Ort-Servicegarantieren“.IH ówww.hyarchis.net/de12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN5


SAP AKTUELLBlaue Welle für SAP-Könner?Die Eurokrise in Südeuropa beschertder deutschen Hightech-Brancheneues Bewerberpotenzial. Wie der BIT‐KOM berichtet, steigen die Anfragenaus Griechenland, Portugal, Spanienund Italien. Allein im Bereich IT sindderzeit 43.000 Stellen unbesetzt, innerhalbvon drei Jahren hat sich diese Zahlmehr als verdoppelt. Die so genannteBlue Card soll Abhilfe schaffen.Um Profis aus Nicht-EU-Ländernwie China, Indien & Co. den Eintritt inden deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern,wurden die Blue Card und gleichzeitigviele Erleichterungen bei derVerpflichtung ausländischer Fachkräfteeingeführt. Auf Basis des vorherigenZuwanderungsrechts lag die Zahl derIT-Spezialisten, die zuletzt aus Ländernaußerhalb der EU nach Deutschlandkamen, bei weniger als 2.500 pro Jahr.Seit Mitte dieses Jahres ist nun zum Beispieldie Vorrangprüfung Geschichte:Firmen müssen also nicht mehr nachweisen,dass kein passender Bewerberaus dem EU-Raum für die jeweilige Stelleverfügbar war. Der Mindestverdienstdes potenziellen Arbeitnehmers wurdedeutlich gesenkt. „Vor allem für kleineund mittelständische Unternehmen istdas von entscheidender Bedeutung“,sagt BITKOM-Präsident Prof. DieterKempf. Neu ist auch, dass AusländerDie FRITZ & MACZIOL group hat denGeschäftsbereich SAP Services &Solutions noch enger mit den Offertenfür IT-Infrastrukturlösungen verknüpft.Damit wollen die Ulmer dem zunehmendenWunsch nach ganzheitlicherBetreuung nachkommen, die sowohlHard- und Software als auch Servicesberücksichtigt. Von den Synergieeffektensollen die Kunden vor allem im SAPmitHochschulabschluss und Geld zurSelbstversorgung in Deutschland einhalbes Jahr lang einen Job suchen dürfen.Ausländische Studierende habennach dem Studium jetzt 18 (statt zwölf)Monate Zeit, eine geeignete Arbeitsstellezu finden.Personalansturm bewältigenMehr Fachkräfte bedeuten aber aucheinen höheren Verwaltungsaufwand.Einarbeitung, Unterbringung oderBuchhaltung können die Kräfte einesUnternehmens schnell belasten. BodoMartensen, Sprecher des ArbeitskreisesPersonalwesen (HCM) bei der DeutschsprachigenSAP-Anwendergruppe(DSAG) e. V.: „Natürlich haben wir unsmit diesem komplexen Thema beschäftigt,schon allein, um Herausforderungenund Störungen für die Anwenderso früh wie möglich kommunizieren zukönnen. Bislang sehen wir noch nichtden Personal-Super-Gau auf die IT-Systemezukommen. Aber letzten Endeswerden wir da aus der Praxis unsereErfahrung ziehen müssen. Wir werdenunsere Augen und Ohren für alle Anliegender SAP-Anwender offen halten.“Auch bei der Blue Card sind eine Reihevon Voraussetzungen zu erfüllen undAnträge bei verschiedenen Behördenzu stellen. Aus diesem Grund hat derFritz & Macziol bündelt SynergienUmfeld profitieren – von der Beratungüber die Implementierung bis hin zumBetrieb. Bereichsleiter für SAP ist seitdem 1. Oktober Edgar Nickel. FuM-GeschäftsleitungsmitgliedGernot Hafnerhat die Führung der UnternehmensfelderIT-Infrastruktur, SAP-Basis sowieManaged Services übernommen. ówww.fum.deBITKOM einen kostenlosen Leitfadenveröffentlicht, der unter anderem durchdie dazu notwendigen formalen Schritteführt. Er kann unter www.bitkom.org/de/publikationen/38337_73527.aspxkostenlos heruntergeladen werden.Insel der SeligenGeografisch betrachtet befänden sichdeutsche SAP-Berater derzeit auf einerInsel der Seligen, betont die PersonalagenturThomas Biber. Der deutschsprachigeRaum sei ein Importmarktfür SAP-Kompetenz, als wichtigste Bedingungfür ausländische Bewerber gelte,dass sie die hiesige Sprache beherrschen.Die Kehrseite für Consultantsaus der DACH-Region: Der Zeitpunktist ungünstig, um internationale Erfahrungzu sammeln. Während deutscheSAP-Berater in den letzten Jahren besteChancen auf Jobs im Ausland hatten,wirke sich jetzt aus, dass die hiesigeWirtschaft derzeit „auf einem deutlichbesseren Level“ laufe als die andereneuropäischen oder englischsprachigenArbeitsmärkte. Selbst die USA würdenkaum noch Visa für einwanderungswilligeSAP-Berater ausstellen.Biber betitelt den deutschen Arbeitsmarktfür SAP-Fach- und Führungskräftederzeit als „wieder etwasabgekühlt“. Die Zeiten, in denen passendeBewerber auch ohne definitivenProjektauftrag eingestellt wurden, seienvorbei. Es handele sich aber um eineStabilisierung auf hohem Niveau undnicht um einen Einbruch auf breiterFront, wie es ihn etwa Ende 2008 gegebenhatte. Verglichen mit fast allenanderen Qualifikationsprofilen seiendie Arbeitsmarktchancen für Fach- undFührungskräfte im SAP-Bereich nachwie vor „sehr gut“.ówww.bitkom.orgwww.dsag.dewww.biber-associates.de8 MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Was bringen Enhancement Packages?Die SAP AG stellt ihren Kunden neueFunktionalitäten in Form so genannter‚Enhancement Packages‘ (EHP)zur Verfügung. Sie beinhalten meistdiverse verbesserte Softwarefunktionen,die sich modular implementierenlassen. Die Kernsoftware der Unternehmenbleibt unbeeinträchtigt, Anwenderkönnen aus einer Fülle neuer Featuresund technischer Verbesserungen nurdiejenigen aktivieren, die sinnvoll sind.Das wirft zunächst einmal die strategischeFrage auf: Wer braucht was?In der Praxis erzeugt nicht jedefunktionale Neuerung auch automatischeine Verbesserung des Geschäftsablaufs.Unternehmen stehen demnachvor der Herausforderung, aus den neuenFunktionen die für sie relevantenzu identifizieren und entsprechend zubewerten.„Das macht die IT“Fragt man SAP-Verantwortliche, woransich die betriebswirtschaftlichen Innovationspotenzialeder Enhancement Packagesidentifizieren lassen, kommenlaut IBIS Prof. Thome AG interessanteAntworten zum Vorschein. Viele seiender Ansicht, dass der Umgang mit EH‐Ps im Unternehmen hauptsächlich inder IT-Abteilung verantwortet und infolgedessenauch von dieser gesteuertwerde. Zudem werde die Aktivierungder so genannten ‚Business Functions‘eines Erweiterungspaketes primär vontechnischen Anforderungen und Parameternbestimmt. Die Befragten seiensich einig: „Impulse für neue funktionaleErweiterungen kommen ausschließlichaus dem IT-Bereich“. Da inkeinem der IBIS bekannten Fälle einePerson aus den Fachbereichen dafürzuständig war, sich kontinuierlich mitneuen Funktionalitäten der EHPs zubeschäftigen, vermuten die SAP-Spezialistenhier viel ungenutztes Potenzial.Die vorhandenen Features könnten denUnternehmen nämlich durchaus einenNutzen bringen – wenn die Fachbereichedenn von ihnen wüssten…Hol- oder BringschuldDasIT-BeratungsunternehmenGartner hat seinen neuestenMarktbericht für Portalsoftware veröffentlicht.In diesem Jahr sind im „MagicQuadrant for Horizontal Portals“auch zwei deutsche Unternehmenvertreten – der Freiburger AnbieterUnited Planet mit seiner IntranetundPortalsoftware Intrexx und dieSAP AG. Der „Magic Quadrant 2012“umfasst insgesamt 16 internationaleDr. AndreasHufgardLeiter derIBIS LabsSelbstredend sei es Aufgabe der SAP,ihre News in geeigneter Form zu kommunizierenund zu erklären. „Hier gibtes unserer Ansicht nach sicherlichnoch viel zu tun“, sagt Dr. AndreasHufgard, Leiter der IBIS Labs bei derIBIS Prof. Thome AG. Allerdings gebees auch in den Anwenderunternehmenselbst Handlungsbedarf. Wer ist derrichtige Ansprechpartner im Fachbereich?Welche Informationen müssenbereitgestellt und umgekehrt evaluiertwerden? Sinnvoll ist die systembasierteNutzungsanalyse – z.B. mit RBE Plus:Im produktiven SAP-System werden dierichtigen Ansprechpartner in den Teilprozesseneingrenzt. Gibt es beispielsweisenur fünf Anwender, die ‚Anzahlungen‘bearbeiten, können und solltendiese gezielt über die entsprechendenNeuerungen, die ein EHP dafür bereitstellt,informiert werden.Auch eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtungist sinnvoll: Kosten- und Nutzenstrukturenkönnen sich in Unternehmendeutlich unterscheiden, somitwird weit mehr Input – beispielsweiseAngaben über Mengengerüste oder zustrategischen Anforderungen – für eineumfassende und belastbare Wirtschaftlichkeitsbeurteilungbenötigt.IBIS betont, dass eine solche Vorgehensweiseauch für neue Produkte, dienicht im Rahmen von EHPs zur Verfügunggestellt werden, empfohlen werdenkann. Man rate den Unternehmenjedoch, mindestens einmal im Jahr ihrAugenmerk auf die über die Erweiterungspaketeder SAP zur Verfügunggestellten Innovationen zu richten, diebereits verfügbar und lizenziert seien.„Anwenderunternehmen sollten alsoalles daran setzen, dass deren Nutzennicht einfach brach liegt“, so Hufgard.ówww.ibis-thome.deZwei deutsche Anbieter im„Magic Quadrant“ für PortalsoftwarePortalsoftware-Anbieter und zeigt dieaktuellen Trends und Entwicklungenim Portalmarkt auf. Neben den beidendeutschen Vertretern sind hier verschiedeneGlobal Player, wie zum BeispielMicro soft, Oracle, IBM oder auchdie Open-Source Software Liferay zufinden.ówww.unitedplanet.comwww.sap.de12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN9


MIDRANGE AKTUELLMehr Sicherheit für Power-SystemeFacelift für die POWER-CPUsDie Power Systems-Familie ist jetzt mit POWER7+ Prozessor erhältlich – inklusiveneuer Sicherheits- und Capacity-on-Demand-Eigenschaften und einer um bis zu 40 Prozentverbesserten Workload-Leistung. Die Reduzierung des Energieverbrauchs stand dabeiebenfalls auf der Agenda der Entwickler bei IBM.Das diesjährige Herbst-Announcementder IBM hatte es in sich:Gleich ein ganzes Bündel neuer Technologienwurde vorgestellt, sämtlichdafür designed, aktuellen Herausforderungenim Umfeld von Sicherheitund Cloud Computing zu begegnenund Unternehmen bei der Handhabungsehr großer Datenmengen zu unterstützen.Den Midrange-Markt dürftenbesonders die News um die mit demPOWER7+ Prozessor extrem gepimptenPower Systems interessieren. Sie versprechenneben einem extremen Plusan Leistung auch elastische Capacityon-Demand-Möglichkeitenund schnellereBusiness-Analytik. Big Data lässtgrüßen. Mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar habe man in Forschung und Entwicklunginvestiert, um die Lösungenmit neuer Hardware und Software zuermöglichen, betonte IBM im Zuge desAnnouncements. Die IBM Power 770-und 780-Server setzen jetzt den neuenPOWER7+-Mikroprozessor ein, der beivielen Workloads Leistungssteigerungenvon bis zu 40 Prozent gegenüberden vorherigen Modellen ermöglichensoll. Der Prozessor enthält einen umFaktor 2,5 erweiterten Level3-Cache-Memory, schnellere Dateiverschlüsselungfür das AIX-Betriebssystem undHauptspeicherkompression, was einenunveränderten Energieverbrauch gegenüberder vorherigen Generationder Power7-Chips sicherstellt. Im Highend-Bereichder Produktlinie wurdedas System Power 795 verbessert, mitdem Kunden Anwendungen mit besondersgroßen Leistungsanforderungenschneller betreiben können. Bis zu 16TB Hauptspeicher können jetzt mit64GB-Dual-In-Line-Memory-Modulenzum Einsatz kommen.Das Forschungs- und Entwicklungszentrumin Böblingen ist maßgeblich am Design derneuen Power-Systeme beteiligt. Quelle: IBMZusätzlich hat IBM in die Server-Familie neue Möglichkeiten integriert,um Kunden beim Aufbau virtualisierterprivater Clouds oder Managed-Service-Cloud-Infrastrukturen zu unterstützen.Elastic Capacity on Demand for PowerSystems Pools ermöglicht beispielsweisedas Teilen von Ressourcen über multipleServer.Das verbessert die Verfügbarkeitund ermöglicht den Zugang zu Ressourcenauch während geplanter und ungeplanterWartungsaktivitäten. Platz- undEnergieverbrauch lassen sich laut IBMum bis zu 56 Prozent optimieren, wobeiextrem hohe Servicelevel für geschäftskritischeAnwendungen erreicht werdenkönnten.Für das schnelle Ausbalancierenvon Ressourcen können Kunden, dieeine Cloud-basierte Infrastruktur mitIBM PowerVM Virtualisierungssoftwareverwalten, individuelle Server-Partitionen jetzt noch leichter verschieben.Bei einzelnen virtuellen Maschinenist das laut Big Blue bis zu dreimalschneller möglich, gleichzeitig stattfindendeMigrationen erfolgen um Faktor4,7 beschleunigt.Security ist dringend nötigBis zu 60.000 Mal am Tag wird einedurchschnittliche Firmen-IT-Infrastrukturmittlerweile angegriffen. DerSchaden bei einem Datenverlust belaufesich im Schnitt auf bis zu 5,5 MillionenUS-Dollar, wie IBM betont. Fürmehr Datensicherheit und Compliancewurde parallel zu den Power7+ Newsauch eine verbesserte PowerSC Security-und Compliance-Software angekündigt,die Echtzeit-Security-Alerts undein verbessertes Compliance-Reportingmöglich macht.Der P7+ Prozessor wird in 32-nm-CMOS-SOI-Technologie gefertigt und istdas jüngste Familienmitglied der RISC-Prozessoren der IBM. IH ówww.ibm.com/systems10MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Sicherheitsaspekte stehen im VordergrundBig Data, Cloud und MobileSicherheitsaspekte beim Einsatz von Cloud Computing, bei mobilen IT-Lösungen und beimThema Big Data bringen derzeit so manchen CIO um den Schlaf. Um die Herausforderungenzu meistern, hat IBM ein Portfolio neuer Security-Software entwickelt: Unabhängig von„Lagerort“ und Zugriffsart sollen Daten und Identitäten geschützt werden.Mobile und Cloud Computing erzeugenriesige Datenmengen, dieoft außerhalb des klassischen Sicherheitsbereichseines Rechenzentrumsresidieren. „So wie sich die Grenzengesicherter Unternehmens-IT verschieben,steigt die Komplexität vonSicherheitsthemen”, sagt Gerd Rademann,Manager Security Software, IBMDeutschland.Nach seiner Ansicht müssen IT-Sicher heitsbeauftragte in der Lage sein,Unternehmensdaten auch auf Desktops,Laptops, Tablets oder Smartphoneszu schützen. In der bisher größtenAnkündigung seit Formierung der IBMSecurity Systems Division im Frühjahr2012 wurde jetzt eine ganze Reihe neuerProdukte und Erweiterungen vorgestellt,die den Anwender-Unternehmenbei der Umsetzung von Real-Time-Securityhelfen sollen.Echtzeit-Security für Big DataIBM ist einer der ersten Anbieter mit einerDeep-Security-Intelligence-Lösungfür Hadoop und andere Big-Data-Umgebungen.Die Lösung InfoSphere Guardiumbietet Echtzeit-Monitoring undautomatisiertes Compliance-Reportingfür Hadoop-basierte Systeme wie Info‐Sphere BigInsights und Cloudera. Mitabgestuften Kontrollen über Datenquellenkönnen Kunden Daten- undAnwendungszugangsmuster erkennen,Vorkehrungen gegen einen Datenverlusttreffen und Change-Kontrollenerzwingen. Das eingebaute Reportingkann für das Erstellen von Compliance-Reports auf einer Planbasis verwendetwerden, ebenso für die Verteilung anAufsichtsteams für Freigaben, Eskalationenund die Dokumentation korrigierenderAktivitäten.Zusätzlich kündigte IBM Verbesserungenbeim Verschlüsselungsmanagementan: Automatisiertes Schlüssel-Recovery werde möglich und das aktuellsteKey Management InteroperabilityProtocol (KMIP) unterstützt.Mobile-Security-FrameworkEine risiko-basierte Authentifizierungfür mobile User gehört jetzt ebenfallszum IBM Angebot, außerdem die Integrationdes Zugangsmanagements indie Entwicklung mobiler Anwendungenund eine erweiterte Kontrollmöglichkeit entsprechender Geräte. EinMobile-Security-Framework soll Unternehmendabei helfen, einen anpassbaren„Sicherheitsposten“ zu entwickeln,um Daten auf dem Mobilgerät, beim Zugangsgatewayund in der Anwendungzu schützen.Mit der Vorstellung der neuen Access-Management-Möglichkeiteninnerhalbdes IBM Security Access Managerfür Cloud und Mobile bietet IBM damiteine größere kontextbezogene Zugangskontrolle,verbesserten Schutz mobilerGeräte und eine erweiterte Kontrollmöglichkeitderer. Man könne Kundendabei unterstützen, Sicherheitslückengrundsätzlich besser vorzubeugen, betontIBM – egal ob Risiken vom Userdurch mobilen Zugang zu Daten undAnwendungen absichtlich oder unabsichtlicherzeugt würden.Auf Wolke sicherClouds können durch den jederzeit möglichenZugang zu Geschäftsdaten nichtnur die Produktivität erhöhen – sieschaffen auch neue Herausforderungenfür die Unternehmenssicherheit. IntegrierteSecurity-Lösungen sind gefragt,IBM hat wesentliche Erweiterungen inihrem Portfolio angekündigt, die mehrAutomation und Patch-Management ermöglichen.Compliance-Anforderungensollen besser eingehalten und nichtautorisierteDatenzugriffe optimal abgewehrtwerden können. Patches werdenautomatisch und ortsunabhängigverwaltet; Erneuerungszyklen könnensich dabei auf wenige Stunden verringern.Zusätzlich stehen Erweiterungenin der QRadar Security Intelligence-Plattform (7.1) zur Verfügung – einevereinheitlichte Architektur für dasSammeln, Speichern, Analysieren undUntersuchen von Log‐, Threat‐, Vulnerability-und sicherheitsrelevanten Datenaus verteilten Umgebungen. Der SecurityPrivileged Identity Manager könnedabei helfen, das wachsende Themamöglicher Bedrohungen „von innen“ zuadressieren, der Security Access Managerfür Cloud und Mobile ermöglichtoptimiertes SSO (Single-Sign-On) beiCloud-Anwendungen, so Big Blue. ówww.ibm.com/security12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN11


workshopskalenderFortgeschrittene SQL-TechnikenDie DB2 im System i ist prädestiniert fürSQL. Dieser Workshop zeigt Ihnen, wie Siedurch den Einsatz fortschrittlicher Technikendie Performance Ihrer Abfragen erhöhenund, gerade bei komplexeren Aufgabenstellungen,richtig viel Ihrer wertvollen Zeit sparenkönnen.Sie sollten diesen Workshop besuchen, weilSie durch SQL-Programmierung Zeit sparenwerden, die Performance Ihrer Abfragenerhöhen möchten, die Intelligenz der DB2ausschöpfen möchten, solches Wissen auchübergreifend einsetzen können, der Erfahrungsaustauschmit Kollegen und dem Referenteninteressiert.www.midrange-academy.deRPG Programme fürgrafische Clients entwickelnRPG ist moderner und leistungsfähiger alsviele glauben. Mit RPG kann man heute dieVoraussetzungen schaffen, um ohne Umwegegrafische Clients aufzusetzen. Wie dasgeht, erleben Sie im nachfolgend beschriebenenWorkshop.Sie sollten diesen Workshop besuchen, fallsSie Ihr RPG-Wissen zielgerichtet erweiternmöchten, die Voraussetzungen für grafischeOberflächen schaffen müssen, kostengünstigund schlank für alle grafischen Clientsoffen sein wollen und Wert auf den Erfahrungsaustauschmit Kollegen und dem Referentenlegen.Event Termin, Ort VeranstalterHMC Grundlagen und Administration 3. – 4. 12.BremenPower VM: Virtuelle i-Systeme 3. 12.ZürichEmbedded SQL 3. – 5. 12.KauferingFortgeschrittene SQL-Techniken 4. 12.ZürichWas ist eigentlich IBM WebQuery? 5. 12.ZürichRPG Programme für grafische Clients 6. 12.ZürichMES-Infotag: Effizienter Produzierenmit MES6. 12.BremenEinführung in die Arbeit mit RPG/400 10. – 11. 12.BremenZend Framework 2 und IBM i 11. 12.OnlineDer RPG Crash-Kurs 1 12. – 14. 12.BremenSQL-Grundlagen 17. – 18. 12.BremenMehr Termine und Veranstaltungen unter www.midrange-event.deEPOS GmbH DV-Consult & Trainingwww.eposgmbh.comITP VERLAGwww.midrange-academy.comToolmaker GmbHwww.toolmaker.deITP VERLAGwww.midrange-academy.comITP VERLAGwww.midrange-academy.comITP VERLAGwww.midrange-academy.comMPDV Mikrolab GmbHwww.mpdv.deEPOS GmbH DV-Consult & Trainingwww.eposgmbh.comZend Technologies GmbHwww.zend.comEPOS GmbH DV-Consult & Trainingwww.eposgmbh.comEPOS GmbH DV-Consult & Trainingwww.eposgmbh.comwww.midrange-academy.dePower VM: Erstellung undNutzung virtueller i-SystemeDurch Virtualisierung kann eine Hardwarezur gleichen Zeit durch mehrere Instanzengenutzt werden. Gerade die spezifische Architekturund die außergewöhnliche Leistungder POWER Prozessoren in den IBM MidrangeServern ermöglicht durch Virtualisierungdie Kosten Ihrer IT risikolos zu senken, ohneEinbußen in Performance, Skalierbarkeitoder Zuverlässigkeit.Sie sollten diesen Workshop besuchen, fallsSie die Kosten Ihrer IT optimieren müssen,mehrere iServer ressourcenschonend betreibenmöchten, die Technik durch Nutzungerprobter Methoden anwenden wollen undauf den Erfahrungsaustausch mit Kollegenund dem Referenten Wert legen.Unsere Themen im Dezember:- HMC Grundlagen und Administration- BRMS for IBM i – Grundlagenund Administration- Einführung in die Arbeitmit RPG/400- Der RPG Crash-Kurs 1Weitere Themen und Lernvideosauf unserer Homepage!www.midrange-academy.de12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN13


Jahren fortsetzt. Darüber hinaus sehenwir Potenzial, zusätzliche Business-Themennach Stuttgart zu holen und somitdie Messen weiter auszubauen.“ PetraGreiffenhagen, Vorstandsvorsitzendedes VOI – Verband Organisations- undInformationssysteme e.V., Partner derDMS EXPO, ergänzt: „Die DMS EXPOhat ihren Anspruch als Branchentreffpunktfür Enterprise Content Managementerneut bestätigt. Die Besucherhatten die Möglichkeit, zahlreiche Anbieterund Dienstleister komprimiertanzutreffen und aus einem umfassendemRahmenprogramm die für sie relevantenVorträge auszuwählen.“„Aus unserer Sicht ist Deutschlandder am weitesten entwickelte ECM-Markt in Europa und die DMS Expofolgerichtig die wichtigste Messe indiesem Segment,“ so schätzt AndrewGraham, Director Sales EMEA von derAIIM, dem internationalen Partner derDMS Expo das Messeduo ein. „Der InternationalBusiness Day ist eine hervorragendeIdee, um die Wahrnehmungder DMS EXPO außerhalb der DACH-ERP-Systeme des Jahres 2012Region weiter auszubauen. Wir gehendavon aus, dass der Messeveranstalterdas Konzept ausweiten wird und damitdie internationale Bedeutung der DMSEXPO als Leitmesse für Enterprise ContentManagement unterstreicht.“Rahmenprogramm aufKongressniveauInformativ, kompakt und am Puls derZeit: So präsentierte sich das Rahmenprogrammzur IT & Business und DMSEXPO. Experten zeigten in Vorträgen,Best-Practice-Beispielen, Live-Vergleichenund hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen,wie Mobile Solutions,Enterprise 2.0, Cloud Computingund andere aktuelle Entwicklungen dieUnternehmens-IT beeinflussen. NeuesHighlight und gut besucht war dieIT Executive Lounge, in der Vertreternamhafter Unternehmen Themen wieCloud Computing und „Mobile Solutions“diskutierten. Mit von der Partiewaren Thomas Balgheim (Präsidentund CEO von NTT DATA EMEA), SabineBendiek (Geschäftsführerin der EMCIm Wettbewerb „ERP-System des Jahres“, der seit sieben Jahren vom Center for Enterprise Researchder Universität Potsdam und der Fachzeitschrift ERP Management durchgeführt wird,wurden am ersten Messetag auf der Messe IT & Business sieben Gewinner ausgezeichnet. DieFirma Projektron GmbH konnte sich mit ihrem System allprojects GmbH in der Kategorie „Dienstleistung“durchsetzen. In der Kategorie „Einmalfertigung“ wurde die ams.Solution AG mit ihremSystem ams.erp zum Sieger gewählt. Die CVS Ingenieurgesellschaft gewann mit ihrem System AlphaplanERP in der Kategorie „Handel“. Die Asseco Germany AG konnte sich in der Kategorie „Serienfertigung“mit ihrem System APplus behaupten. In der Kategorie „Cloud-ERP-Systeme“ gingdie Actindo GmbH mit Actindo als Sieger hervor. Das System Professional ERP von der Software-Schmiede Vogler & Hauke wurde mit dem KMU-Sonderpreis ausgezeichnet. Die Firma Allgeier ITSolutions GmbH erhielt mit cierp3 den Innovationspreis.Alle Gewinner der Wahl zum ERP System des JahresQuelle: Messe StuttgartDie Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau (Universität Potsdam) aus Vertreternder Wissenschaft (Prof. Dr. Petra Schubert, Prof. Dr. Axel Winkelmann), Fachjournalisten undneutralen Beratern beurteilten die Einführungsmethodik, den Nutzen durch kundenorientiertenFunktionsumfang, Ergonomie, Technologie und Integrationsumfang, Brancheneignung, Kundenkommunikationund Vertriebsmarketing sowie Forschung und Entwicklung. 15 Finalisten präsentiertensich am Vortag im Rahmen des ERP-Events 2012 in Stuttgart. Neben den Preisen in sechsbranchenbezogenen Kategorien wurden ebenfalls zwei Sonderpreise vergeben.Deutschland GmbH), Dieter Kempf(Vorstandsvorsitzender der DATEV eGund Präsident des BITKOM), Erwin Selg(Chief Technology Information Officerder GFT Technologies AG), Catharinavan Delden (Geschäftsführerin der innosabiGmbH) und Barbara Wittmann(General Manager Dell Deutschland).Keynotes von anerkannten Expertennamhafter Firmen wie Google setztenweitere Akzente im Forenprogramm.Regen Zulauf erhielten die Live-Events zum Thema IT-Sicherheit sowieCRM- und ERP-Vergleiche. ZahlreicheInteressenten beobachteten gespannt,wie Sebastian Schreiber, Geschäftsführerder Syss GmbH, vor Publikumbestehende Sicherheitslücken nutzensowie Systeme und Mobile Devices enterte.Darüber hinaus hatten Besucherder Live-Vergleiche die Möglichkeit,die jeweiligen Funktionalitäten derCRM- und ERP-Systeme unmittelbarund objektiv in der Gegenüberstellungkennenzulernen. Hier hatten Expertenvon der GPS (im ERP-Bereich) passendeAufgabenstellungen definiert, die Herstellerim direkten Vergleich vor Publikumlösen mussten. Ein vergleichbaresKonzept verfolgt Stephan Bauriedel imCRM-Bereich – hier hatte der ExperteSzenarien vorgelegt, in denen CRM-Hersteller die Funktionalität ihre Produkteunter Beweis stellen konnten.Zu den Höhepunkten des Rahmenprogrammszählten auch die mit Spannungerwarteten Preisverleihungen fürdas „ERP-System des Jahres 2012“ undfür den „ECM-Award 2012“. Insgesamtgab es hier zehn Sieger in verschiedenenKategorien (siehe Kasten).Ihr erfolgreiches Debüt gaben derThementag „Zeit und Zutritt“ auf der IT& Business und das Fachforum „DMSim eGovernment“ auf der DMS Expo.Beide Bereiche sollen künftig ausgebautwerden. Darüber hinaus profitiertenBesucher der DMS Expo vom erweitertenInformationsangebot und Ausstellungsbereichum das Thema OutputManagement. Rainer Huttenloher ó12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN15


MIDRANGE AKTUELLWolfgang M. Roser skizziert Alternative zur StandardsoftwareIndividuell geschriebenesERP‐System passt idealERP-Software für Kunden, die genau passt – diese Variante erweist sich in Zeiten von ERP-Systemen mit massivem Funktionsumfang als eine interessante Alternative. Die ERP-Standardsoftwarekämpft zum einen mit langwierigen Anpassungszeiten und hohem Implementierungsaufwand.Wolfgang M. Roser, Gründer und Inhaber der Wolfgang M. Roser Software-SupportGmbH plädiert im Interview mit dem Midrange Magazin (MM) für den individuellen Ansatz.MM: Mit mehr als 200 Anbietern vonERP-Software im deutschsprachigenBereich sollte es doch für jedes Anwenderunternehmen,das ERP-Funktionalitätbenötigt, das passende Systemgeben. Warum forcieren Sie die ERP-Individualentwicklung?Wolfgang M. Roser: Auch wenn dierudimentären Anforderungen an ERP-Softwarelösungen für viele Unternehmengleich zu sein scheinen, sind sie esnicht. Jedes Unternehmen hat andere,ganz spezielle Anforderungen und Eigenheiten– der Teufel steckt oftmals imDetail. Auch spezielle Branchenlösungenhelfen da nicht weiter. Wir setzenfür den Kunden genau die ERP-Lösungum, die er braucht – ganz individuell undauf seine speziellen Arbeitsabläufe undGegebenheiten abgestimmt. Der Kundearbeitet dann mit einer schlanken undmaßgeschneiderten ERP-Lösung, diegenau das kann und macht, was er tatsächlichbraucht. Alle erforderlichen Geschäftsabläufespiegeln sich in „seiner“Software wider.MM: Wie gehen Sie dabei vor?Wolfgang M. Roser: Wir programmierenunsere Individuallösungen für jedenKunden neu. Natürlich bedienen wiruns hierbei technischen Werkzeugen,die Entwicklungsprozesse deutlich beschleunigen– und damit die Kostenfür den Kunden überschaubar halten.Stichwort NAB/400 Native ApplicationBuilder. NAB/400 ist ein von uns selbstprogrammiertes Entwicklungswerkzeug,das wir für die Entwicklung unserer Softwarelösungenverwenden.Wolfgang M. RoserGründer und Inhaber der Wolfgang M. RoserSoftware-Support GmbHMM: Bei Standard-ERP ist der kompletteImplementierungsprozess sehr langwierig.Kann hier ein Softwareentwicklungsprojektschneller sein?Wolfgang M. Roser: Mit Standardlösungenlassen sich individuelle Abläufeund Unternehmensprozesse oft nur zumTeil abbilden. Man verbringt enorm vielZeit damit, unzählige Standardlösungenzu vergleichen, eine davon auszuwählenund dann aus dutzenden Standardfunktionalitäteneinige wenige herauszufiltern,die man tatsächlich benötigt. Zu guterLetzt müssen fehlende Funktionalitätenmühsam und kostenintensiv dazu programmiertwerden. Wir halten es für vielwichtiger und vor allem schneller in derUmsetzung, wenn man sich von Anfangan auf seine Bedürfnisse konzentriertund den kürzesten Weg zum Ziel nimmt.Das heißt für uns, ein maßgeschneidertesProdukt entwickeln zu lassen, das zu100 % genutzt wird – nach dem Motto:Die Software muss sich dem Benutzeranpassen und nicht umgekehrt.MM: Welche Vorteile kommen damit insSpiel?Wolfgang M. Roser: Langwierige Auswahlverfahrenund Entscheidungsprozessefallen praktisch weg, weil mansich vom Start weg auf das Wesentlichefokussiert und gleich damit beginnt,Unternehmensprozesse abzubilden undsich nicht überlegen muss, welche vonden unzähligen Standardlösungen dierichtige ist. Teilweise entwickeln wir ander bestehenden Softwarelösung desKunden einfach weiter. Auch das verstehenwir unter Individualentwicklung.Wir betrachten Unternehmen in ihrerGesamtheit und entscheiden dann –gemeinsam mit dem Kunden – welcheSchritte ihn am schnellsten zum Zielbringen. Langwierige Implementierungs-16MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


prozesse fallen somit komplett weg. Dasspart wiederum Zeit und somit Geld.MM: Welche vorgefertigten Funktionsmodulesetzen Sie ein, um die Entwicklungzu beschleunigen?Wolfgang M. Roser: Wir haben zahlreicheModule, die bei der Entwicklungeiner Individuallösung genutzt werden.Auftragsmodul, Lagermodul, Einkauf,Verkauf, Stücklisten, Arbeitspläne, Statistik,Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung,Arbeitszeiterfassung, Warenwirtschaft– um nur einige zu nennen. Alldiese Module haben sich in den letzten25 Jahren auch im „Stand-Alone-Einsatz“bewährt und wurden laufend weiterentwickelt.Durch den langjährigenEinsatz dieser Module, konnten wertvolleErfahrungswerte gesammelt werden,die heute in eine Individualentwicklungeinfließen. Alle Module wurden mit unseremeigens programmierten EntwicklungswerkzeugNAB/400 erzeugt. Dasist sozusagen der gemeinsame Nenneroder die stabile Basis, die für eine intelligenteVernetzung der benötigten Funktionalitätsorgt.MM: Wie können Sie sicherstellen, dassnotwendige Änderungen in der Individual-ERP-Lösungschnell genug nachgezogenwerden – etwa wenn rechtlicheVorgaben umzusetzen sind?Wolfgang M. Roser: Zum einen sind wirein flexibles Team mit flachen Strukturenund Hierarchien. Entscheidungs- undRealisierungswege sind äußerst kurz.Zum anderen haben wir diese Situationnatürlich bedacht und technisch vorgesorgt.Eine Reihe von Vorgaben, darunterauch rechtliche, sind in unserenSoftwarelösungen extern, also in Dateienabgelegt. Bei etwaigen Änderungenmuss nicht zu tief in die Programmierungvorgedrungen werden. So könnenÄnderungen rasch und unkompliziertvorgenommen werden.MM: Welche Vorteile versprechen Entwicklungsmethodenwie Agile Programmingin diesem Umfeld?Wolfgang M. Roser: Agile Programmingwar eigentlich schon immer ein wesentlicherBestandteil meiner Philosopie, dieich seit über 25 Jahren lebe. Nur gabes damals diesen Begriff noch nicht(lacht). Wir beginnen unsere Kundenprojektenicht damit, erst einmal 100Seiten Analyse zu schreiben, unzähligeBerater oder Experten zu befragen undjedes Wort akribisch zu dokumentieren.Wir sprechen stattdessen mit den Menschenund hören ihnen erst einmal genauzu. Wir ergründen ihre Bedürfnisseund finden heraus, wo der Schuh drücktund wo die Schmerzen besonders großsind. Dabei achten wir darauf, dass nichtnur Entscheidungsträger sondern auchMenschen aus den Fachabteilungen undder EDV-Abteilung zu Wort kommen. DasWichtigste in dieser Phase ist, ein Naheverhältnissezum Kunden herzustellenund eine Vertrauensbasis zu schaffen.MM: Wie sieht der weitere Ablauf aus?Wolfgang M. Roser: Aufgrund dieserGespräche, erstellen wir einen Prototypder Software, den wir dann gemeinsammit dem Kunden und seinen Fachabteilungenbegutachten. Das hat den Vorteil,dass künftige Benutzer sofort sehen undausprobieren können, womit und wie siein Zukunft arbeiten. Kleine Änderungenund Adaptionen setzen wir um und eskommt zu einer weiteren Begutachtungund Prüfung. So bewegen wir uns unkompliziertund ohne viel Bürokratie ansZiel – bis der Schuh passt.MM: Wie können Sie die Integrationin bestehende Softwareinfrastrukturbeim Anwenderunternehmen (BI-Lösung,CRM-Systeme, etc). garantieren?Wolfgang M. Roser: Wir haben alle klassischenUnternehmensanwendungenparat. Unser Produktportfolio ist sehrvielfältig. So haben wir beispielsweiseals Microsoft Partner die Kompetenz fürMicrosoft Dynamics CRM oder bietenauch – gemeinsam mit einem Partnerunternehmen– die BI-Lösung QlikView an.Wenn es um Output-Management undArchivierung geht, kommt SpoolMastervon ROHA zum Einsatz.MM: Wer sich heute Individualsoftwareentwickeln lässt, der begibt sich in eineAbhängigkeit vom Softwarehaus. Wiestellt sich die Situation in Bezug aufdie Abhängigkeit von einem Software-Entwicklungshaus dar?Wolfgang M. Roser: Ich bin mit meinenUnternehmen seit über 25 Jahren amMarkt. Daraus könnte man zum eineneine gewisse Beständigkeit ableiten.Zum anderen denke ich, eine gewisseAbhängigkeit muss man früher oder spätereingehen. Unsere Kunden kommendamit sehr gut zurecht. Nicht zu vergessen– unsere Kunden haben den Sourcecodeihrer Individuallösungen. Wir programmierenhauptsächlich in RPG. Solassen sich Funktionalitäten an neueAnforderungen anpassen, ergänzen underweitern – auch ohne uns. Änderungenan den Core-Modulen nehmen unsereKunden nicht selbst vor, aber sie hättendie Möglichkeit dazu.MM: Welche Plattform(en) bedienensie mit ihren Softwareentwicklungsprojekten?Wolfgang M. Roser: HauptsächlichAS/400. Aber wir haben auch unter.NET eine Reihe von Entwicklungen. Vorallem im Zusammenhang mit AS/400.Man könnte sagen, dieses System istimmer dabei.MM: Zugriff auf ERP-Funktionalität aufMobile Clients ist ein wichtiges Themafür viele Unternehmen. Wie können Sieim Zuge der Individual-Softwareentwicklungdarauf antworten – und welcheMobilplattformen unterstützen sie?Wolfgang M. Roser: Wir haben vor einigenMonaten ein eigenes Mobil Team zusammengestelltund entwickeln für iOS,Windows und Android. Ein Praxisbeispielaus jüngster Vergangenheit: Einer unsererKunden, in der Textilerzeugung tätig,nutzt iPads um Arbeitspläne bzw. diebenötigte Zeit von Arbeitsgängen in derTextilproduktion zu messen. Die überdas iPad gesammelten Daten werdendirekt in sein Kalkulationsprogramm aufder AS/400 geschickt.Rainer Huttenloher ówww.wmr.at12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN17


SCHWERPUNKTBusiness-Software für den MIttelstandFlexible Analyse aus SAP ERP mit Open Source-AnwendungenSAP meets Open SourceDas Management braucht unterschiedliche Sichten auf Kennzahlen und Geschäftsdaten,um Entscheidungen zu treffen und das Unternehmen auf Kurs zu halten. Der Blick in dasSAP ERP-System sagt aber nicht auf Anhieb, welcher Umsatz im letzten Jahr erwirtschaftetwurde. Open Source-Analysesoftware hilft, Klarheit in den Datendschungel zu bringen.Beispiel einer Best Source-LösungNicht das SAP-System selbst, sondernein betriebliches Informationssystemliefert Kennzahlen, die fürEntscheidungen herangezogen werdenkönnen. Und diese Daten liegen normalerweiseals Berichte und Dashboardsvor. Erst dadurch können die Informationenaus SAP ERP richtig gedeutet undmit denen anderer Systeme in Verbindunggebracht werden. Unumgänglichdabei ist eine homogene Datenbasis.Sie enthält die Informationender operativen Systeme einesUnternehmens und setzt siezueinander in Beziehung.In der Regel erfüllt dasControlling diese Aufgaben,indem es die Daten aus Systemenwie SAP ERP exportiert,in Tabellenkalkulationen weiterverarbeitetund schließlichper E‐Mail oder Fileserver andie Empfänger verteilt. DieDaten werden extrahiert, dasie zum einen nicht die notwendigeVerdichtung für dieSteuerungsinformationenaufweisen. Zum anderen will man siemeist durch Daten aus anderen Quellenbzw. Berechnungen ergänzen. Durchden Einsatz von Tabellenkalkulationenleiden allerdings Standardisierung undFlexibilität. Die unkoordinierte Verwendungund Verarbeitung der Quelldatenerschwert fast immer ein einheitlichesVerständnis von Kennzahlen, dasie unterschiedlich berechnet werden.Das „Sammeln“ der Daten und die intensivemanuelle Weiterverarbeitungist außerdem sehr zeitintensiv und fehleranfällig.Nicht selten entstehen dadurchhochkomplizierte Netzwerke ausverknüpften Tabellenkalkulationen, diezwar kunstvoll anmuten, aber zu einerBlack-Box im Informationsfluss führen.An dieser Stelle setzt BusinessIntelligence als Konzept und Technologiean. BI-Technologien helfen, dasberühmte Tabellenchaos zu vermeidenund unterstützen die klassischenControllingaufgaben. Ziel ist immer,Geschäftsdaten aufzubereiten und denEntscheidungsträgern bereitzustellen,so dass diese das Unternehmen steuernund auf Kurs halten können.Unternehmensplanung heißt, dieZiele für die verschiedenen Bereicheeines Unternehmens festzulegen. Dasgeschieht durch Top-Down‐, Bottom-Upoder Gegenstromverfahren. Hat mankein BI-System zur Hand, heißt das inder Regel: Durchlaufen eines zeitaufwendigenund fehleranfälligen Planungsprozessesmit E‐Mail-basiertemAustausch von Excel-Dateien und derenspäterer Konsolidierung. BusinessIntelligence-Software ermöglicht denAufbau von Planungsanwendungen,mit denen die operativen Einheitenihre Planwerte in eine zentrale Datenbasiseingeben – die zeitraubendeZusammenfassung der Datenentfällt. Spezielle OLAP-Technologienmachen die Aufbereitungund Darstellung derDaten flexibel. Gleiches giltfür Simulations- und Szenarienrechnungen.Die Planwertelassen sich auch auf aggregierterEbene eingeben, so dassz. B. die Absatzmengen fürDeutschland erfasst und nacheiner vorgegeben Relationautomatisch auf die verschiedenenBundesländer verteiltwerden. Durch Schnittstellenzu SAP ERP können historischeIst-Werte als Anhaltspunkte fürdie Planer zusätzlich eingespeist werden.BI-Anwendungen machen also dieUnternehmensplanung einfacher undeffizienter.Besonders effizient ist der Einsatzeines betrieblichen Informationssystems.Ziel eines solchen Systems istes, die Adressaten im Unternehmenmit maßgeschneiderten Plan- und Ist-Werten sowie mit möglichen Abwei‐Quelle: IT Novum18MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


chungen zu versorgen, damit sie mitHilfe dieser Datenbasis ihre Verantwortungsbereichesteuern können. BI-Lösungenextrahieren die steuerungsrelevantenInformationen automatisiertaus den operativen Systemen, bereitensie auf und verdichten sie. Auf dieseWeise lassen sich z. B. die sehr granularenDaten von SAP ERP so verarbeiten,dass sie ein Kennzahlensystem mit Lebenfüllen. Die Kennzahlen kann mandann in Berichten problem- und empfängerorientiertzusammenfassen undüber die BI-Plattform im Unternehmenverteilen. Als Verteilkanäle stehen Intranetportale,Fileserver oder Apps fürSmartphones zur Verfügung. BusinessIntelligence erlaubt also einen globalenBlick auf die Steuerungsinformationenund ihre Verteilung in einer Organisation.Ihr Funktionskatalog geht deutlichüber den eines integrierten Standardberichtswerkzeugshinaus und kanndaher auch individuelle Anforderungenerfüllen.Wenn sich Abweichungen zum Planergeben, ist es die Aufgabe des Controllings,die Ursachen herauszufinden.Das heißt: Kostentreiber identifizierenoder unrentable Produkte im Portfolioaufdecken. Sind die Gründe gefunden,werden entsprechende Maßnahmeneingeleitet und ihre Wirksamkeit geprüft.Die Online Analytical Processing-(OLAP-) Technologie unterstütztdiese Aufgabe. Die Anwender nutzeneinen Datenwürfel, bauen sich mit ihmflexibel eigene Auswertungen auf undbetrachten die Kennzahlen aus verschiedenenPerspektiven. KlassischesBeispiel: Man kann sich per einfachemKlick und „Drill-Down“ einen detailliertenAufriss des Umsatzes nachRegionen oder Zeit geben lassen. DaOLAP-Würfel sehr flexibel und einfachin der Bedienung sind, stellen sie einleistungsstarkes Instrument für analytischeTätigkeiten dar.Doch nun zur Frage, wie sich OpenSource für die Auswertung von SAPERP-Daten einsetzen lässt. Wie in denanderen Softwaremärkten ist auch imBI-Bereich ein deutlicher Trend in RichtungOpen Source erkennbar. Anbieterwie Jaspersoft, Jedox oder Pentaho bietenein interessantes Portfolio. Interessantbesonders für Mittelständler, dieSAP als ERP-System einsetzen, aber mitden mächtigen BI-Lösungen aus demHause SAP, SAS oder IBM überfordertsind. Sie wollen ein solides Softwarepaketzu überschaubaren Kosten, dasihre Anforderungen in den BereichenDatenintegration, Reporting und Analyseabdeckt. Hier lohnt ein Blick aufdie Open Source-Anbieter. Sie punktendurch Flexibilität, offene Standards undvergleichsweise niedrige Kosten.Um den Nutzen von SAP ERP mitden Vorteilen von Open Source zukombinieren, empfiehlt sich eine „BestSource“-Strategie: Durch die Integrationvon Open und Closed Source lassensich die Vorteile beider Ansätze nutzenund zusätzliche Mehrwerte schaffen.Die Stabilität des SAP ERP-Systemswird durch die Flexibilität einer quelloffenenBI-Lösung ergänzt. Ein weitererAspekt: Bestehende und im Laufeder Jahre etwas starr gewordene Systemewerden mit Hilfe neuer Technologienaus dem Open Source-Umfeldzu anpassungs- und leistungsfähigenBusiness-Lösungen weiterentwickelt.Dadurch sinken Abhängigkeiten undKosten, während Flexibilität, Sicherheitund Innovation zunehmen.Wie kann eine solche Best Source-Lösung konkret aussehen? Die Abbildungskizziert einen beispielhaftenAufbau. Jede Nacht werden Daten ausden unterschiedlichen Modulen oderTabellen des SAP-Systems automatisiertausgelesen und verarbeitet. ImRahmen der Verarbeitung werdendie Daten harmonisiert, miteinanderverknüpft und es finden Kennzahlenberechnungenstatt. Schließlich werdendie Daten in das Data Warehousegeladen und themenorientiert für dieControllingwürfel aufbereitet. Für dieDefinition dieser ETL-Prozesse eignetsich das Datenintegrationswerkzeugvon Pentaho. Es bietet nicht nur umfangreicheVerarbeitungsfunktionalitätenin einer grafischen Entwicklungsumgebung,sondern verfügt auch überSchnittstellen zu SAP ERP, SAP BW undJedox Palo.Die OLAP-Würfel enthalten Informationenfür verschiedene Controlling-Aufgabenstellungen. Die Daten sind imWürfel multidimensional aufbereitet,so dass Auswertungen sehr flexibelmöglich sind. Für die Analyseschicht inder BI-Architektur bietet sich Jedox Paloan. Palo besitzt eine In-Memory OLAP-Technologie. Die Abfragegeschwindigkeitensind dadurch sehr hoch und dieDaten können in die Würfel zurückgeschriebenwerden. Die Daten der Würfelbasieren auf der standardisiertenSchicht des Data Warehouse und lassensich über unterschiedliche Frontendsabfragen.Was die Ebene des Datenzugriffsdurch die Anwender betrifft, leistet Paloebenfalls gute Dienste. Grund: Die nahtloseExcel-Integration. Die Daten lassensich über ein Add-In in Excel abfragen,im Webbrowser kann eine Tabellenkalkulationgenutzt werden. Klarer Vorteildieser Frontends: Man muss sich nichtin eine neue Arbeitsumgebung einarbeiten,sondern kann seine Berichte,Analysen und Planungsanwendungenwie bisher mit Excel-Know-howerstellen. Stefan Müller óANZEIGE12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN19


SCHWERPUNKTBusiness-Software für den MIttelstandPersonalprozesse inklusive DokumentensteuerungPersonalmanagement mit SAPDie Verzahnung von Dokumenten und Infotypen bei Prozessen im Umfeld der SAP-Personalplanungist für viele Bestandteil der täglichen Arbeit. Eine neue Lösung macht es möglich,die übergreifende Nutzung von SAP-Standardtechnologien in einer Oberfläche zu integrieren.Elektronische Personalakten aufBasis des SAP NetWeaver FoldersManagement (vormals SAP RecordsManagements) sind mittlerweile weitverbreitet. Im personalwirtschaftlichenund organisationalen Kontext bestehtjedoch häufig der Bedarf, Akten auchzu anderen Objekten als Personen zugenerieren – z. B. zu Planstellenoder zu Organisationseinheiten.So auch bei einer Organisationdes öffentlichen Bereichs. AufBasis von verschiedenen SAP-Technologien – wie SAP LearningSolution, SAP NetWeaver FoldersManagement, SAP Smart Formssowie SAP ArchiveLink und einemintegrativen Add-on – konntenumfangreiche Entstehungs- undÄnderungsprozesse von Objekttypender SAP Learning Solutionprozessgesteuert nachgehaltenund in elektronischen Akten an Trainingstypengespeichert werden.Fachliche Prozesse undAnforderungen(Prozesssicht, Arbeitsvorrat)AnwendersichtDesktop OfficeIntegrationSAP HCM LSOArchiveLinkUnsere Beispielorganisation des öffentlichenBereichs verwaltet ihre umfangreicheAusbildungslandschaft mit derSAP Learning Solution. Die Entstehung,Planung und Änderung von Schulungen,Trainings und Ausbildungen sindim Unternehmen an einen aufwendigenProzess gekoppelt. In diesem Prozesswerden die einzelnen AusbildungenSchritt für Schritt von verschiedenenStellen und Personen über einen längerenZeitraum hinweg gemeinsam erarbeitet.Im Rahmen dieser EntstehungsundÄnderungsprozesse werden Ausbildungszieleausgeprägt und beschrieben,Rahmenbedingungen festgelegt,strategische Vorgaben definiert oderGenehmigungsgänge durchlaufen. Dabeientstehen neben den eigentlichenPlanungs- und Verwaltungsdaten (Bezeichnung,Dauer, Ablauf, Preise etc.)auch Dokumente (Word, Excel, PDF),Protokolle, Vermerke oder Notizen.Die fachliche Anforderung ist in diesemBeispiel bzw. in diesen Prozessengebündelt in einem SAP-System abzubilden.Alle Daten inklusive der Dokumentesind in der StandardanwendungSAP Learning Solution zu integrieren.HerausforderungHE-S Integration Suite(HCM PD)SAP FormulareSAPScript, SmartForms, AIFKnowledge Provider (KPRO)ArchivSAP FoldersManagement(optional)SAP HCM PDSAP-Add-on HE-S Integration Suite (HCM PD)SAP BusinessWorkflow(optional)In SAP Learning Solution werden Trainings,Schulungen und Ausbildungenim Wesentlichen mit sogenanntenObjekttypen dargestellt. Diese Objekttypensind über Verknüpfungen miteinanderverbunden und ergeben eineStruktur der Ausbildungslandschaft.Die notwendigen Planungs- und Verwaltungsdatenwerden als Infotypen anden jeweiligen Objekten gespeichert.Eine Ausbildungsart – wie z. B. eine Microsoft-Outlook-Schulung– wird überden Objekttyp „Trainingstyp“ definiert.Am Trainingstyp werden allgemeine,für die Schulungs-Administrationnotwendige Daten hinterlegt. ImStandard von SAP Learning Solutionwird ein Trainingstyp übereine sogenannte Maßnahme angelegtbzw. geändert, bei der die einzelnenInfotypen nacheinanderzur Pflege durchlaufen werden.Maßnahmen haben den Nachteil,dass sie ausschließlich Infotypenprozessieren. Dokumenteoder Genehmigungsroutinen könnennicht eingebunden werden.Außerdem ist es notwendig, dassMaßnahmen am Stück und in einer festdefinierten Reihenfolge durchlaufenwerden. Zudem können Maßnahmennicht von mehreren Personen gemeinsambearbeitet werden. ProzessrelevanteDokumente sind nicht ohne Weiteresdirekt an Trainingstypen speicherbarr,und Genehmigungsläufe sind ggf. nurüber die Nutzung von SAP BusinessWorkflow realisierbar.RealisierungDie beschriebenen Anforderungen könnenmit einer kundenspezifischen Projektlösungdes Add-ons HE-S IntegrationSuite (HCM PD) realisiert werden,die am besten als zeitraumunabhängige20MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Maßnahme mit Dokumentenverarbeitungs-und Aktengenerierungsfunktionbeschrieben werden kann. Dazu wurdendie benötigten Prozessschritte zu einemGesamtprozess zusammengefasst(etwa die Anlage eines Trainingstypsoder die Evaluation eines Trainings).Als Prozessschritte wurden entwederInfotypen, Dokumentvorlagen oder Formularedefiniert (vom Typ SAP SmartForms oder SAP Interactive Forms byAdobe). Die über das Customizing hinterlegtenProzesse und ihre einzelnenSchritte werden dann mit der Anwendungdes Add-ons ausgeführt. Eineübersichtliche Anwendungsoberflächein der Benutzeroberfläche SAP GUI listetdie definierten Prozessschritte in einertabellarischen Darstellung auf undbietet die Möglichkeit, die Schritte (d. h.die Infotypen oder Dokumente) anzulegenund zu ändern. Jeder Prozessschrittkann einem anderen SAP-Benutzer zurBearbeitung zugeordnet werden. Übereinen separaten Arbeitsvorrat könnenzugeordnete Benutzer dann ihre Schrittezugriffsgesteuert abarbeiten.Die Anwendungsoberfläche bietetdarüber hinaus noch eine Statusverwaltung,eine Notizfunktion, eineProtokollierung und einzeln definierbareFreigabeprozesse. Nachdem alleerforderlichen Infotypen, Dokumente,Mitzeichnungen und Freigaben erfolgtsind, wird der Gesamtprozess abgeschlossen.Dabei werden alle aus diesemProzess entstandenen Dokumente(Protokolle, Notizen, Microsoft OfficeDokumente, SAP Smart Forms etc.) ineiner elektronischen Akte zu dem Trainingstypin SAP NetWeaver FoldersManagement gespeichert. Diese elektronischeAkte wird automatisch generiert.Die (Trainingstyp-)Akte kann u. a.über SAP-Anwendungen – z. B. über dasdynamische Auskunftsmenü der SAPLearning Solution – direkt aufgerufenwerden. Die Infotypen werden, wie imSAP-Standard auch, in der Datenbankder SAP Learning Solution (PCH) gespeichert.Administrative Tools – wiez. B. eine Recherchetransaktion sowieein eigenes Berechtigungsobjekt –komplettieren das Add-on.Das Add-on ist eine einfach zu nutzendeTechnologie. Nach der Installationüber die SAP-Transportlandschaftkann das Customizing sofort starten.Die Anbindung an Objekttypen derPersonalentwicklung und der Personaladministrationist möglich. DieProzesse und Prozessschritte sind ineinem eigenen Customizing je nachBedarf frei definierbar und können mitumfangreichen Parametern und Variablen(Infotypvarianten, Klassen, Mussschritt-oder Freigabedefinitionen etc.)detailliert ausgeprägt werden.Inselanzeigen MidrangeMagazin 3er 54x54mm 25.09.ANZEIGEWir machen…Als technische Grundlage werdenSAP-Standard-Technologien zur Ablageder Dokumente genutzt. Dazu gehören:SAP-Formulare (wie z. B. SAPscript, SAPSmart Forms, SAP Interactive Formsby Adobe), SAP Business Workflow,SAP ArchiveLink und SAP NetWeaverFolders Management. Gemeinsam mitder fachlichen Kernanwendung SAPLearning Solution werden diese Technologienin der Oberfläche von HE-SIntegration Suite (HCM PD) integriert.Dadurch wird ein Werkzeug zur Verfügunggestellt, dass eine hohe Effizienzzur Prozesssteuerung bzw. Prozessdokumentationfür jede Fachabteilungsicherstellt.Die Benachrichtigung der Sachbearbeiterkann auf zwei Arten erfolgen:passiv oder aktiv. Die passive Benachrichtigungerfolgt auf Basis vonsogenannten Sichten, die es jedemSachbearbeiter ermöglichen, über denArbeitsvorrat einen zentralen Einstiegin „seine“ Prozesse zu gewährleisten. Jenach Organisationsstruktur des Unternehmenskann eine aktive Benachrichtigunggenutzt werden.Dabei wird über SAP BusinessWorkflow und das Organisationsmanagementin SAP ERP HCM die Zuweisungder Prozessschritte realisiert.Dadurch ist es möglich, Standardfunktionalitätenvon Business Workflow wieVertreterregelungen, Mailinformationetc. zu nutzen.Die Erstellung der Dokumentekann auf Basis von SAP SAPscript, SAPSmart Forms, SAP Interactive Forms byAdobe oder auch mit Produkten der Dokumentenerstellungvon Drittanbieternerfolgen. Die Verwaltung der Dokumenteüber SAP-Standards – wie SAPArchiveLink oder SAP Knowledge Provider– stellt die revisionssichere Ablagesicher (vorausgesetzt, es wird ein revisionssicheresAblagesystem genutzt).Grundsätzlich sind die Dokumente inden Prozessen von HE-S IntegrationSuite (HCM PD) direkt aufrufbar. Optionalsteht über eine Aktenschnittstellevon HE-S Integration Suite (HCM PD)die prozessübergreifende Nutzung vonSAP NetWeaver Folders Managementoder auch von Nicht-SAP-Infrastrukturen– wie z. B. aconso für Akten – zurVerfügung.Durch die konsequente Nutzungder Objektorientierung wird eine hoheFlexibilität für Anpassungen mit klarabgrenzbaren Aufwänden geschaffen.Auf diese Weise ist es ermöglicht, vieleAnforderungen des Kunden ohne Modifikationdes SAP-Systems und des AddonsHE-S Integration Suite (HCM PD)umzusetzen. Rinaldo Heck ówww.heckcon.de12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN21


SCHWERPUNKTBusiness-Software für den MIttelstandForcont integriert schlanke DMS-Funktion in Green BoxEffizienz informationsbasierterUnternehmensprozesseDie forcont business technology gmbh, ein auf Enterprise Content Management spezialisiertesSoftwarehaus mit Hauptsitz in Leipzig, ist mit der procilon Group eine Technologie- undVertriebspartnerschaft eingegangen. Die procilon Group, mit Hauptsitz in Taucha, ist spezialisiertauf IT-Security und IT-Compliance. Ausgehend von der bewährten Produktreihe GreenBox von procilon haben die Partnerunternehmen speziell für mittelständische Unternehmendas neue Produkt Green Box DMS entwickelt.Mit der Produktreihe Green Boxbietet procilon dem Gesundheitswesenund der Justiz branchenbezogeneLösungen an für eine effiziente,sichere und rechtskonforme elektronischeKommunikation mit geringemImplementierungs- und Schulungsaufwand.Forcont hat für Green Box nun aufBasis seiner ECM-Software forcontfactory FX eine schlanke Dokumentenmanagement(DMS) -Funktionalitätentwickelt, um die über den Posteingangeingehenden Dokumente direkt,einheitlich strukturiert und revisionssicherzu verwalten. Die von den Partnerunternehmengezielt für die breiterenAnforderungen im Mittelstandentwickelte Green Box DMS sichertdie vertrauliche und rechtskonformeKommunikation inklusive aller Anhängeund sorgt dank der DMS-Funktionauch für das optimale Management voninformationsbasierten Unternehmensprozessen.Ein- und ausgehende E‐Mails,aber auch Anhänge wie Bestellungenund Rechnungen werden von GreenBox DMS mit Hilfe standardisierterVerschlüsselungstechnologien sichergeschützt, bei Bedarf rechtskonformsigniert und ohne Medienbrüche übertragen.Über eine leicht zu bedienendebrowserbasierte Oberfläche könnenKunden zudem die DMS-Funktion vonforcont für die optimale Erfassung,Green Box DMS– PersönlicherEingangskorbVersionierung, Verteilung und revisionssichereArchivierung ihrer Nachrichtennutzen – unterstützt von einemintelligenten Workflow-Management.Beide Unternehmen haben sich demAppliance-Ansatz verpflichtet: GreenBox DMS zeichnet sich daher durch einfacheInstallation, leichte Bedienung,höchste Effizienz, Sicherheit und modulareFunktionalität aus – und lässtsich nahtlos in die Geschäftsprozessedes Kunden integrieren.In den vergangenen Jahren habenforcont und procilon wiederholt beiKundenprojekten erfolgreich zusammengearbeitet.„Aufgrund der positivenErfahrungen, der sich optimal ergänzendenTechnologien und des gemeinsamenKnow-hows im MarktsegmentMittelstand lag eine Kooperation nahe“,so Matthias Kunisch, Geschäftsführerder forcont business technology gmbh.„Die Lösung trifft die Anforderungenmittelständischer Kunden. Das zeigendie Erfahrungen beider Unternehmen,die nun von dem fokussiert entwickeltenProdukt profitieren werden“, ergänztSteffen Scholz, Geschäftsführerder procilon. Im ersten Schritt wird dieGreen Box DMS über das bereits breitetablierte Vertriebs- und Partnernetzwerkder procilon in den Markt gebracht.ó22MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Verbesserung für Buchhaltung und ControllingReleasewechsel bei PortolanRelease 8.20 von Portolan wurdemit vielen zusätzlichen Funktionenausgestattet, die mehr Anwenderfreundlichkeitund Nutzen bieten undzur besseren Transparenz und Unternehmenssteuerungbeitragen. Die PortolanCommerce Solutions GmbH hatneben gesetzlichen Anforderungen fürdie Finanzbuchhaltung, v. a. auch vieleinhaltliche und funktionale Erweiterungenin nahezu allen Programmbereichenrealisiert. Zudem wurde dieApplikation für die Anwender nochansprechender und komfortabler gestaltet.Beispielsweise stellt die Ampelfunktionalitäteine herausragendevisuelle Bereicherung dar, bei der inÜbersichten und Listen die Steuerungund Überwachung von Prozessen bildhaftunterstützt wird.In der Belegerfassung stehen demAnwender nun nach vordefiniertenSchemata oder prozentualer Zuweisunggesplittete Schnelleingaben zurAuswahl. Die Zuordnung von Kontenzu Berichten wurde weiter vereinfacht.Durch die direkte Pflege der Zuordnungbei der Sachkontenstammverwaltunglässt sich das Reporting noch effizienterund sicherer gestalten. Bereits abder ersten Buchung wird sichergestellt,dass ein Konto in allen erforderlichenBerichten korrekt zugewiesen ist.Mit Release 8.20 wurde auch dasBerichtswesen weiter überarbeitet undbietet viele Verbesserungen, so z. B.Drill-Down auf Summenzeilen oderBottom-Up Berichtserstellung ausgehendvom einzelnen Kriterium. Für dasdebitorische Zahlungswesen könnenab sofort auch SEPA-Bankeinzugsverfahrenfür den gesamten europäischenWirtschaftsraum genutzt werden. Fürdie Erstellung und Übermittlung derE‐Bilanz wurden ebenfalls Erweiterungenverwirklicht, die das zukünftigeTagesgeschäft effizienter gestalten. ImZuge der Benutzerfreundlichkeit wurdedie Pflege für das inhaltlich ausgefeilteBerechtigungskonzept vereinfacht. Zusätzlichzu den bisherigen Kopierfunktionensteht nun eine rollenbasierte Konzeptionzur Verwaltung und Erteilungvon Berechtigungen zur Verfügung. ó12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN23


SCHWERPUNKTBusiness-Software für den MIttelstandDimdimich, iStockphoto.comCorporate Financial Management-Systeme bieten SelbsthilfeSchirm oder Kompassin stürmischen ZeitenWas erweist sich als das kleinere Übel für die Zukunft Europas: ein Austritt eines Wackelkandidatenaus der Währungsunion oder weitere Rettungsschirme? – Kein Wunder, dass die DiskussionBegehrlichkeiten in der Wirtschaft weckt und auch Unternehmen in Schieflage nachSteuergeldern rufen. Doch nur die wenigsten Unternehmen haben das ‚Too-big-to-fail‘-Polsterim Rücken, das die Regierung zur Unterstützung zwingt.CFOs und Verantwortliche für Finanzmanagementund Controllingstehen heute mehr als je zuvorunter Druck, dem Top-Managementvorausschauende Hilfe für strategischeEntscheidungen zu liefern, um ihrUnternehmen gar nicht erst vom Kursabkommen zu lassen. So sieht der Umkehrschlussheutzutage aus.Transaktionsprozesse standardisieren,Konsolidierung beschleunigen,Cash Management und Complianceverbessern: Die Prioritätenliste fürCFOs ist lang. Und dabei ist das weiteFeld der strategischen Finanzplanungmit ihren vorausschauenden Analysennoch gar nicht berücksichtigt. Theoretischliefern Finanzmanagementsystemefür alle Bereiche die passende Unterstützung.Doch die Realität sieht oftanders aus: Ausgerechnet von diesenFinanzmanagementsystemen gehenneue Schwierigkeiten aus. Fehlt dieAkzeptanz, so wirkt sich das auf alleProzesse von der Umsatzrealisierungüber Finanzanalysen und die Vorbereitungvon Audits bis zur Erstellung von24MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Monatsabschlüssen negativ aus. Wietariert man also Anforderungen auf dereinen Seite und die richtige Software-Unterstützung auf der anderen aus?Es gibt generell drei große Hürden,die sich Unternehmen bewusst machenund in ihre Entscheidung für einFinanzmanagementsystem einbeziehenmüssen, um erfolgreich zu manövrieren:Problemfeld Nummer 1:Ineffiziente ProzesseDie Wurzel der meisten Probleme imFinanzmanagement liegt in ineffizientenProzessen. Werden Abläufe – etwazwischen Einkauf und Buchhaltung– ineffizient abgewickelt, leidet die gesamtePerformance des Unternehmens.Einer Studie von CFO Research zufolgeräumen 60 Prozent aller Unternehmenein, dass ihre Budgetierungs- und Planungsprozessezu langwierig seien.Hier regiert oft noch allein die Tabellenkalkulation,die mehr als ein schwerwiegendesManko hat:Sie kann Prozesse kaum beschleunigenund erschwert, dass die Prozessein Übereinstimmung mit der strategischenPlanung des Unternehmensablaufen. Das betrifft auch die Regelkonformität.Finanzabteilungen tunsich oft schwer damit, komplexe Compliance-Anforderungenund Berichtspflichtenzu erfüllen. Das erweist sichin der Praxis als zeitaufwendig und blockiertletztendlich Ressourcen, die sicheigentlich anderen operativen und strategischenAufgaben widmen müssten.Eine Finanzmanagementlösung mussdaher diese Standards durchgängig abdecken.Strategische Fehlplanungenund fehlende AnalysenDie Entwicklung einer unternehmensinternenFinanzstrategie ist eineder Kernaufgaben eines CFOs: Auf derBasis von Analysen erwartet die GeschäftsführungEmpfehlungen, die demUnternehmen einen Wettbewerbsvorteilverschaffen und profitables Wachstumermöglichen. Erste Anlaufstelle für dienötigen Daten ist die Finanzabteilung.Doch hier ist Hürde Nr. 2 zu nehmen:Können die grundlegenden Informationenüberhaupt bereitgestelltwerden? Ist die Qualität der Datenbasisausreichend, um Analysen zu fahren?Und sind die zur Verfügung stehendenAnalysewerkzeuge leistungsstark undflexibel genug, um genaue Auskünftedarüber zu geben, welche Produktesich besonders gut verkaufen oder welcheKunden besonders gewinnbringendsind? Falls nicht, werden im schlimmstenFall gewinnbringende Bereiche zuGunsten von weniger rentablen Geschäftsfeldernvernachlässigt.Inselanzeigen MidrangeMagazin 3er 54x54mm 25.09.ANZEIGE…mehr aus…Insellösungen behinderndie Finanz abteilungSchließlich ist auch die Systemintegrationein neuralgischer Punkt: Da Finanzfunktionenhäufig an eine Vielzahlanderer komplexer Systeme gebundensind, können Finanzabteilungen auseigener Kraft nur schwer ihre Effizienzsteigern oder zusätzliche Prozesse automatisieren.Gleichzeitig lassen sich Insellösungen,die ein Einzelproblem gezieltabdecken sollen, nur schlecht in andereAnwendungen des Finanzmanagementseinbinden. Das führt zu fehlenderTransparenz und zeitraubenden,unsicheren und fehlerhaften Prozessenin der Rechnungslegung.Die Lösung:Corporate Financial ManagementUm Prozesse zu optimieren, Risikenzu minimieren und zu einer echtenstrategischen Ressource für das Unternehmenzu werden, müssen CFOsund ihre Teams ihr Pflichtenheft fürFinanzmanagementsysteme auf denganzheitlichen Ansatz von CorporateFinancial Management (CFM) erweitern:Die Idee von CFM lautet flexibleTransaktionsverarbeitung und andereKernanwendungen mit Funktionen wieEchtzeit-Reporting, Analyse und Planungzu verbinden, die allesamt für diestrategische Führung eines Unternehmenserforderlich sind.In einer einzigen Umgebung liefertCFM grundlegende Finanzanwendungenwie Hauptbuchverwaltung, Kreditoren-und Debitorenbuchhaltung,Cash-Management, Bestandserfassungund Compliance-Management. Eine solcheLösung lässt sich zudem ausweiten,um weitere nicht-standardisierte Bereichewie das Beschaffungswesen, dasVertragsmanagement, das Lieferantenmanagementund das Human CapitalManagement zu automatisieren.Selbstbedienung bei Beschaffungswesenund PersonalmanagementSie unterstützt Self-Service-Transaktionenfür das Beschaffungswesen,das Ausgaben- und das Personalmanagement.Nicht zuletzt bietet sie leistungsstarkeBerichts‐, Analyse- undLeistungsmanagementfunktionen, dieEntscheidungsträger brauchen, um dieentscheidenden strategischen Fragenanzugehen.Alle Funktionen lassen sich schrittweiseimplementieren und aktivieren.Damit liefert das Corporate FinancialManagement zwar noch keinen Rettungsschirmfür Unternehmen – abereinen guten Kompass in unruhigemFahr wasser. Gerhard Knoch ó12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN25


SCHWERPUNKTBusiness-Software für den MIttelstandUnternehmensanwendungen effizient betreibenCOBOL-Anwendungenohne MainframeCOBOL hat sich vom Mainframe gelöst. Diese Programmiersprache ist mittlerweile für alleaktuellen Plattformen verfügbar, so dass Unternehmen ihre Anwendungen auf einfacheWeise portieren oder durch die Integration anderer Technologien modernisieren können.UmfangreicheSoftwaresysteme,transaktionsintensive Anwendungenmit zahlreichen gleichzeitigen Nutzern,wie sie in großen Unternehmen– beispielsweise bei Banken, Versicherungen,bei Industrie und Handel oderbei Buchungssystemen in der Touristik– zum Einsatz kommen, sind heutewie vor zwanzig oder dreißig Jahrenin COBOL programmiert. Der weltweiteBestand an COBOL-Applikationenwird auf einen Umfang von über 220Milliarden Code-Zeilen geschätzt. FürUnternehmen stellt COBOL daher auchin Zukunft eine unverzichtbare Basisfür Geschäftsanwendungen dar. DerAufwand für eine Neuprogrammierungwäre enorm und die Risiken, diemit zwangsläufig jedem neuen Softwareprojektverbunden sind, unüberschaubar.In der Regel wollen sich dieAnwender auch gar nicht von ihrenCOBOL-Anwendungen trennen, dennes sind bewährt ausgetestete Lösungen,die hinsichtlich Stabilität, Performanceund Verfügbarkeit nicht so leicht zuübertreffen sind.Flexibilität und AnpassungsfähigkeitDie entscheidendste Änderung im Umfeldvon COBOL war sicher der Ende der80er-Jahre einsetzende Niedergang derproprietären Host-Systeme zugunstenverteilter Server-Systeme mit offenenStandards; insbesondere die kleinerenHosts und mit ihnen Hersteller wieWang, Burroughs, Sperry, Prime oderDEC verschwanden nach und nach vomMarkt. Auch die Oberflächenprogrammierungänderte sich unter dem Einflussder grafischen Benutzerinterfacesund später des Webs grundlegend.COBOL war bis dahin auf die Beschreibungzeichenorientierter Oberflächenausgerichtet. Grafische Tools wurdenzwar von einigen Herstellern fürCOBOL angeboten, waren aber nichtBestand der Syntax und insofern einproprietärer Weg, der zunächst notwendigschien, letztlich aber nicht so rechtzum Geist von COBOL passte. COBOLselbst löste die Herausforderung dannauf eine elegante Weise, die sich alssehr zukunftssicher erweisen sollte:Anstatt zu versuchen, mit immer neuenTools der Entwicklung der GUI nachzueilen,wurde mit offenen Schnittstellendie Möglichkeit zur Integration andererBenutzersysteme geschaffen. COBOLkonzentrierte sich mehr und mehr aufdie Abbildung von Geschäftsprozessenund überließ die PräsentationsschichtUmgebungen wie .NET oder Java, zu deneneine reibungslose und performanteKommunikation sichergestellt wurde.Heute läuft der überwiegende Teilder COBOL-Anwendungen weiterhinauf Mainframes, bei denen die IBMmit zSeries und z/OS der eindeutigeMarkführer ist, während andere Hardwareanbieternur Nischen besetzenbzw. auslaufende Systeme weiterbetreuen.zSeries bietet Anwendern hoheRechnerleistung gepaart mit Hochverfügbarkeit.Die Systeme sind ideal fürdie Verarbeitung von Massendaten, sindaber auch entsprechend teuer, nichtnur in der Anschaffung – man bewegtsich hier durchweg im sechsstelligenBereich –, sondern auch im laufendenBetrieb. Viele Mainframe-Betreiber habendeshalb heute ein Kostenproblem.Allerdings hat sich COBOL in denletzten beiden Jahrzehnten von derMainframe-Plattform gelöst. Durch diehohe Standardisierung der Spracheist es nämlich möglich, ein COBOL-Programm – in der Regel ohne Veränderung– auf jeden beliebigen Rechnerzu portieren. Einzige Voraussetzungist, dass es für das Zielsystem einenCOBOL-Compiler und eine Runtime-Umgebung gibt. Damit lassen sichCOBOL-Applikationen ohne großenAufwand vom Mainframe auf Windows,Unix – mit Implementierungen wieAIX, Solaris oder HP-UX – und Linuxportieren. Hersteller wie Micro Focusbieten im Umfeld von Windows, Unixund Linux Software an, die auch die z/OS Subsysteme CICS, IMS und JCL derIBM-Welt unterstützen. Damit lassensich COBOL-Applikationen, weitestgehend1:1 vom Mainframe auf offenePlattformen migrieren, wo die angesprochenenVorteile weiter genutzt undausgebaut werden können.26MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


In der Praxis müssen beim Plattformwechselneben der Code-Portierungnatürlich noch Anpassungenvorgenommen werden – beispielsweisebeim Wechsel von DB2 auf andere relationaleDatenbanksysteme wie Oracleoder Microsoft SQL Server – oder fürdie Weiterverarbeitung von Druckausgabenaus dem JCL-Batch. In den meistenFällen wird auch die Datenhaltungvom EBCDIC Codeset des Großrechnersauf ASCII, ANSI oder UNICODE in derZielumgebung umgestellt. Aber solcheAdaptionen sind minimal angesichtsder Tatsache, dass man die kompletteProgrammlogik erhalten kann. Auchgroße und komplexe Anwendungen lassensich auf diese Weise in überschaubarerZeit auf eine Server-Plattformportieren.Durch die rasant gestiegene Prozessorleistungsowie die verfügbaren Speicherkapazitätender Server-Systemesind auch hinsichtlich der Performance,der Stabilität und der Verfügbarkeitechte Alternativen zum Mainframe entstanden– zu einem Bruchteil der Mainframe-Kosten.Implementierungen vonCOBOL-Anwendungen auf Servern sindin der Regel sogar um einiges schnellerals ihre Mainframe-Vorgänger, weil dieApplikationen aufgrund der andersartigenArchitektur nun die Prozessorenexklusiv nutzen können.Modernisierung vonCOBOL-ApplikationenCOBOL ist jedoch nicht bei der Portierungvon Mainframe-Applikationen stehengeblieben. Modernisierung bedeutetneben Plattformwechsel auch dieModernisierung der Benutzeroberflächeund die breite Integration aktuellerTechnologien.Moderne Applikationen benötigennatürlich auch eine zeitgemäße Oberfläche:Mit einem 3270-Bildschirm istkein Nutzer, aber auch keine Geschäftsleitungmehr zufrieden. Das Look-and-Feel von COBOL-Anwendungen musssich selbstverständlich am heute üblichenStandard orientieren. Für dieWindows-Welt bestimmt Microsoft dasAngebot mit WinForms, WebFormsund WPF (Windows Presentation Foundation).COBOL-Programme könnensolche Systeme problemlos einbinden.Script-Sprachen – wie HTML5 und Java-Technologien – bieten zusätzlich vielfältigeMöglichkeiten für alle offenenPlattformen.Zur Integration aktueller Technologienzählt insbesondere das Bereitstellenvon Geschäftslogik in Form vonServices im Rahmen einer serviceorientiertenArchitektur (SOA). Bei COBOLfunktioniert das in beiden Richtungen:Anwendungen können sowohl Serviceaufrufen, auch wenn sie mit einer anderenProgrammiersprache erstellt wurden,als auch Funktionalität als Servicefür andere Anwendungen bereitstellen.Dafür müssen nur passende Modulegekapselt und mit standardisiertenSchnittstellen versehen werden. Bei„regelkonformem“ COBOL-Code ist derAufwand dafür begrenzt, so dass Unternehmenbestehende COBOL-Anwendungenganz oder teilweise in eine SOAüberführen können. Moderne COBOL-Compiler bieten fertige Lösungen zumErstellen und Konsumieren von Servicessowie zur einfachen Verarbeitungvon XML.In der offenen Welt von Windows,Unix und Linux sind für COBOL-Compiler Schnittstellen zu anderenSprachen – insbesondere zu C, VisualBasic, zur Windows API und zu Java– unverzichtbar. Sprachen, die innativen Code – Objekt-Code auf demjeweiligen Betriebssystem – übersetztwerden (wie z. B. C), können relativeinfach von COBOL aufgerufen werdenoder auch selbst COBOL-Programmeaufrufen. Der neueste COBOL-CompilerVisual COBOL von Micro Focus ist inder Lage, den jeweiligen Code für dieZielplattform bzw. das jeweilige Frameworkzu generieren, also nativen Codeunter Windows, Unix und Linux z. B.für die Verbindung zu C, MicrosoftIntermediate Language (MSIL) für das.NET-Framework unter Windows sowieJava Byte Code für die Java Virtual Machine(JVM). Dadurch kann ein COBOL-Programm sowohl in der .NET CommonLanguage Runtime als auch in derJVM laufen und unterscheidet sich zurLaufzeit fast nicht mehr von einem Javaoder C#-Programm. Die Syntax desobjektorientierten COBOL (OO-COBOL)ermöglicht dabei die Definition und denAufruf von Klassen und Methoden überdie Sprachgrenzen hinweg.COBOL unterstützt zwar schonseit der Veröffentlichung des Standard2002 – neben den herkömmlichen prozeduralen– ganz offiziell auch objektorientierteKonzepte, allerdings sindklassische COBOL-Programme nichtobjektorientiert aufgebaut und sie enthaltenkeine entsprechende Syntax.Doch auch für diesen Fall führt COBOLseine Tradition integrativer Konzeptefort und bietet eine Lösung in Formeines Wrapper-Moduls in OO-COBOL,das das klassische COBOL-Programmaus einer objektorientierten Umgebungaufruft.Die Zukunft von COBOL kann vordiesem Hintergrund als gesichert angesehenwerden. Es ist nicht allein diebloße Menge an in COBOL programmierter,funktionierender Software,die Unternehmen von einem Wechselabhält – dies wäre ein unzureichenderGrund, um einer Programmiersprachedie Treue zu halten. Tatsächlich kannCOBOL selbst einiges in die Waagschalewerfen: Die hohe Standardisierungund die daraus resultierendePortabilität sowie die Verfügbarkeitvon COBOL auf verschiedenen Rechnersystemensichern den Anwendernheute größtmögliche Flexibilität undeine Unabhängigkeit bei der Wahl derPlattform. Die Anpassungsfähigkeit anaktuelle technologische Bedürfnisse– insbesondere die Integrationsfähigkeitin die Java- und .NET-Welt – machteinen Sprachwechsel in der Tat überflüssig.Rolf Becking ó12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN27


SCHWERPUNKTBusiness-Software für den MIttelstandMobiles Workforce ManagementFlexibel arbeiten und dabei dieProzesse unabhängig steuernIm Jahr 2013 sind laut Schätzungen weltweit 35 Prozent aller Beschäftigten mobil im Einsatz.Je flexibler Mitarbeiter und Arbeitszeiten werden, desto wichtiger wird es, Prozesse ortsundzeitunabhängig zu steuern. Das gilt insbesondere für das Workforce Management:Über Smartphone und Tablet stehen wichtige Daten und Funktionen rund um Arbeitszeit undEinsatzplanung jederzeit und überall zur Verfügung. So lassen sich auch mobile Mitarbeitereffizient organisieren und in Unternehmensabläufe integrieren.Neue Geräte und Nutzungsszenarien revolutionierentraditionelle Arbeitsweisen.Wer als Privatnutzer den Komfortder neuen mobilen Devices zu schätzenweiß, will auch am Arbeitsplatz nichtdarauf verzichten. Vor allem da, wo Beschäftigtean wechselnden Orten aktivsind, ergeben sich für mobile Lösungensinnvolle Einsatzbereiche. Die Möglichkeit,über Smartphones und Tablets Arbeitszeitenzu erfassen und auf die entsprechendenKostenstellen zu buchen,ist nur eine von vielen Funktionen.Mobiles Workforce Managementunterstützt Mitarbeiter und Vorgesetztebei zeitwirtschaftlichen Routinetätigkeitenund steigert so ihre Produktivität.Beispielsweise können Mitarbeitermobil Abwesenheiten beantragen; Vorgesetztekönnen diese dann umgehendvon unterwegs bearbeiten. Dabei stehenihnen Salden- bzw. Urlaubsstände undder Abwesenheitskalender ihres Teamsjederzeit und tagesaktuell als Entscheidungsgrundlagezur Verfügung.Aktive PersonaleinsatzsteuerungNeben dem Arbeitszeitmanagement –was mehr umfasst als das reine Erfassender Arbeitszeiten – rückt die mobileEinsatzplanung in den Mittelpunkt.Topaktuelle Pläne und Anwesenheitslistenkönnen jederzeit und überalleingesehen werden. So erkennt z. B. einGebietsleiter, der für mehrere Filialenzuständig ist, sofort, ob Mitarbeiter unerwartetfehlen, und kann umgehendfür Ersatz sorgen bzw. Umplanungenvornehmen. Auch die Mitarbeiter sindüber kurzfristige Arbeitszeitänderungenjederzeit informiert.Mobil: Prozesse überall im GriffMobile Lösungen für WorkforceManagement bieten Möglichkeiten,die in der Unternehmenspraxis bishernoch kaum genutzt werden. Nicht zuletztweil die Prozesse immer flexiblerwerden, leistet die Aktualität der Dateneinen entscheidenden Beitrag zu einereffizienteren Unternehmens- undMitarbeitersteuerung. Im Außendienstbeispielsweise könnte ein Managerdie Entfernung seiner Mitarbeiter zuneuen Einsatzorten erkennen und dempassenden Mitarbeiter den Auftragzuweisen. Dieser kann den Auftragannehmen, ihn abarbeiten und denBearbeitungsstatus ebenfalls mobil dokumentieren.Auch GPS-Daten lassensich im HR-Umfeld intelligent nutzen.Arbeitszeiten könnten automatischdann gebucht werden, wenn der Mitarbeiterdas Betriebsgelände betritt undverlässt.Sicherheit und DatenschutzOb und inwieweit persönliche Datenerfasst und übermittelt werden, liegtin der Verantwortung des Unternehmens.Um sicherzustellen, dass nurautorisierte Personen auf die Lösungzugreifen, sollte mit einer sogenanntenUnternehmens-ID und entsprechendenBenutzerkennungen samt Passwortgearbeitet werden. Zusätzlich gibt esdie Möglichkeit mit Zertifikaten zuarbeiten, so dass der Zugriff nur vonbestimmten und autorisierten Endgerätenaus möglich ist. Wichtig ist, vonAnfang an Datenschutzbeauftragte undBetriebsrat einzubinden.Jenny Grandke ó28MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Moderne Buchhaltung für moderne MöbelWenn die Software optimalzum Design passtDer Münchner Traditionseinrichter designfunktion legt im Bezug auf die Gestaltung vonRäumen großen Wert auf Qualität und eine gute Beratung. Zufriedene Kunden freuen sichüber Einrichtungsgegenstände im hochwertigen Segment. Doch auch auf die Software imHintergrund wird ein genaues Augenmerk gelegt: Denn moderne Möbel brauchen auch einemoderne Buchhaltungssoftware.Das 1981 von Walter Richter undHelmut Steinbühler in Münchengegründete Unternehmen mit Standortenin Bonn und Berlin, das 2009 in dieHände von Samir Ayoub und JohannaDumitru überging, arbeitet mit Kompetenzund Leidenschaft an Produktenzur Planung und Einrichtung kompletterGebäude.Designfunktion hat heute ca. 120Mitarbeiter, von denen jeder einzelneweiß, dass eine geschmackvolle undhochwertige Einrichtung dazu gehört,will man sich in seiner Umgebungwohlfühlen und auch kreativ sein.Samir Ayoub von designfunktionKompetent und gebündelt bekommt derKunde deshalb passende Lösungen präsentiert,ganz gleich, ob es sich nun umdie Bereiche Büro, Objekt oder Wohnenhandelt. Als einzigesUnternehmendeutschlandweitvereint die Firmadesignfunktionbis zu 100 Top-Marken unter einemDach, arbeitetmit bekanntenHerstellern wieUSM Möbelbausysteme,Vitraund Wilkhahnzusammen. Mankann also sagen:designfunktion entwickelt und gestaltetRäume, in denen sich Ästhetik undFunktion vereinen.Möbel und Textilien sind das Eine– die Software für die Buchhaltungim Hintergrund das andere. Bevor dasUnternehmen sich für fimox, eine aufJava basierende Anwendung der K+HSoftware KG aus Germering entschied,wurde die Finanzbuchhaltung undAnlagenverwaltung auf einer AS/400durchgeführt. Doch irgendwann kamder Zeitpunkt, an dem ein moderneresSystem mit einem höheren Automatisierungsanteildie Prozesse beschleunigensollte. Dies konnte fimox gewährleisten,zumal mit dessen Schnittstellezum ERP-Warenwirtschaftssystem sowiezum BankenbezahlsystemderFirma. Ein weitereswichtigesInselanzeigen MidrangeMagazin 3er 54x54mm 25.09.ANZEIGE…SAP ® -Lösungen!Entscheidungskriteriumwar dieBedienerfreundlichkeitder Software.„Die Qualitätdes Systems unddie unkomplizierteAnwendunghaben uns einfachüberzeugt“,so Samir Ayoub, Geschäftsführer derdesignfunktion. „Wir haben durch fimoxeinen hohen Automatisierungsanteilerreicht und sparen nun viel Zeit..“Funktionen wie z.B. das Bankenclearingund eine zuverlässige Rückmeldungan das hauseigene Warenwirtschaftssystemwaren dem MünchnerEinrichtungshaus wichtig. fimoxermöglicht den Mitarbeitern durch diehohe Transparenz in allen Bereichen,schnell und fundiert zu reagieren unddadurch wirtschaftlich und strukturiertzu planen. Constanze Hüppe ó12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN29


SCHWERPUNKTIT-InfrastrukturDie Cloud als Weiterentwicklung für UnternehmensanwenderVom RZ in die CloudDie Cloud ist – wie ein Rechenzentrum auch – ein Ort, um IT-Assets zu speichern und zuverwalten. Anders als ein Rechenzentrum erweitert die Cloud allerdings in einembeträchtlichen Maße die Möglichkeiten der Datenspeicherung und eröffnet im Gegenzuggroße neue Verdienstmöglichkeiten. Der entscheidende Faktor in dieser schönen neuenAsset-Welt ist jedoch das Netzwerk hinter der Cloud – und dessen Fähigkeit, mit denAnforderungen an eine gestiegene und flexiblere Datenübertragung Schritt zu halten.Der entscheidende Faktor für eineoptimale Cloud-Infrastruktur istdas Zusammenspiel aus Computing,Storage und Netzwerktechnologien, dieals kosten- und leistungsoptimiertesGesamtpaket angeboten werden müssen.Erst ein belastbares und flexiblesNetzwerk macht es möglich, schnellund einfach die verschiedensten Dienste– angefangen bei kleinen 1 Gb/sbis hin zu 100 Gb/s – anzubieten unddabei strikt die Service Level Agreementseinzuhalten. Im Aufbau einer Infrastruktur,die zugleich für maximaleBandweitenausnutzung und minimaleBetriebskosten ausgelegt sein muss,liegt die Herausforderung für die Betreibervon Rechenzentren.Ein übliches Vorgehen beim Aufbauhochvolumiger Cloud-Netzwerke umfasstdie Implementierung verschiedengroßer, räumlich verteilter Rechenzentrenoder Warehouses, die durch einpartiell vermaschtes Netz von WideArea Network- (WAN) Verbindungenmiteinander verbunden sind. Die WAN-Verbindungen werden ihrerseits in derRegel von Ethernet-Trunks von 1GbEbis 100 GbE gebildet. Damit lassen sichdie Anforderungen an eine ausreichendeRedundanz und Hochverfügbarkeiteinerseits und die wirtschaftlichenVorteile einer Rechenzentrumskonsolidierungandererseits miteinanderverbinden. Die partiell vermaschtenVerbindungen zwischen Rechenzentrenin Kombination mit einem belastbarenund rekonfigurierbaren optischenTransport-Layer schaffen ein sich selbstwiederherstellendes Netzwerk und stellensicher, dass Rechenzentren selbstdann noch mit der Kommunikationfortfahren können, wenn es zu Netzwerkausfällenkommt.Bild 1. „On-demand“ verfügbare Infrastruktur auf einem optischen Transport-LayerDie dynamische Natur der Cloud-Netzwerke erzeugt ein Bandbreitenprofilzwischen den Rechenzentren,das sich erheblich von den herkömmlichenTelekommunikationsnetzwerkenunterscheidet. Die Virtualisierung derCloud und der Rechenzentren hat dazugeführt, dass Anwendungen und Servicesin hohem Maße in Serviceprogrammeumgewandelt wurden, die schnellin beide Richtungen skaliert werdenkönnen und nach jeweiliger Nutzungbezahlt werden. Darüber hinaus sindbandbreitenintensive Aufgaben zur Datenmigrationund Replizierung in derCloud von zentraler Bedeutung bei derUmsetzung des virtuellen Konzepts,um skalierbare Cloud-Lösungen aufden verlangten Performance-Leveln zuhalten und den hohen Erwartungen anVerfügbarkeit und Unempfindlichkeitgegenüber Ausfällen zu entsprechen.Verglichen mit traditionellen Rechenzentren,die einfach eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zu einer zentralenStelle benötigten, erfordern CloudbasierteRechenzentren mit wenigerKernnetzstandorten, bandbreitenhungrigemDatennetzwerkbetrieb und Veränderungenbei der Echtzeitkapazitäteine elastische, „on-demand“ verfügbareInfrastruktur auf einem optischenTransport-Layer (Bild 1).Flexible, hochperformante WAN-Infrastrukturen sind alles andere alsselbstverständlich und bedürfen neuer30MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Video-Schwindel und sozialeNetzwerke: In diesem Fall erhaltenNutzer eine Nachricht von einem Facebook-Freund,der angibt, exklusiveBilder oder seltene Videos anzubieten,besonders nach einem großen Event,wie dem Tod von Michael Jackson, demTsunami von 2011 in Japan oder OsamaBin Ladens Hinrichtung. Bei diesen Bildernoder Videos handelt es sich jedochmeist um Fälschungen. Indem der Nutzerden Link anklickt, landet er auf einerlegitim aussehenden Facebook-Seite.Der Nutzer wird dazu aufgefordert,den Link per Copy &Paste in seinenBrowser zu fügen. Dies führt dazu, dassMalware auf dem Computer installiertund automatisch an die Kontakte desNutzers weitergeleitet wird.Phishing & Identitätsdiebstahl:Die Nutzer erhalten eine E‐Mail ihrerBank, eines Kreditkarteninstituts odereines Bezahlsystems wie etwa Paypal,die sie darüber informieren, dass ihrE‐Mail-Account blockiert ist. Anschließendwerden sie gebeten, ein Formularüber ihre Kontozugangsdaten auszufüllen,um das Problem zu beheben. Diebetroffenen Nutzer sollten nicht antwortenund bedenken, dass ihre Bankniemals per E‐Mail nach ihren Kontoinformationenfragen würde. Wenn sieihre Kontozugangsdaten herausgeben,könnte ihr Konto von den Betrügernkomplett geleert werden. Diese Technik– Phishing genannt – wird vonBetrügern auch genutzt, um anderevertrauliche Informationen – wie z. B.Sozialversicherungsnummern – zu bekommen.Dieser Betrug kann schnellzu einem großen Problem werden, dasmehr Personen als nur das unmittelbareOpfer betrifft: Nämlich dann, wenngestohlene Zugangsdaten in der zweitenStufe des Angriffs genutzt werden,um einen schneeballeffektähnlichenSchaden anzurichten.„Nigerianischer“ Vorschussbetrug:Diese Form von Betrug existiertseit Jahrhunderten in unterschiedlichstenFormen. Das Konzept ist simpel:Das Opfer muss davon überzeugt werden,dass es einen großen Geldbetragerhält – für einen geringen oder keinenAufwand als Gegenleistung. Nach derKontaktaufnahme mit dem Opfer fragtder Betrüger nach fiktiven Gebühren,um das Geld freizugeben. Anschließendwird eventuell nach noch mehr Geldgefragt. Diese Art des Betrugs kannmanchmal zu ernsthaften finanziellenProblemen des Opfers führen.Heiratsschwindler: Täter entwickelneine Fernbeziehung mit denvorgesehenen Opfern. In den meistenFällen geben sich die Cyberkriminellenals wohlhabende Geschäftsmänner aus,die im Ausland arbeiten – oder aber alscharmante Frauen, die nach einem fürsorglichenPartner suchen. Wenn derKontakt erstellt ist, dauert es nicht lange,bis der Täter nach Geld fragt.All diese Arten von Betrug überflutendas Web und sogar gut informierteInternetnutzer fallen manchmal daraufherein. Deshalb folgen hier nun einigewichtige Tipps, um den Verlust vonwichtigen persönlichen Informationenoder Geld zu vermeiden:ó Bei Anfragen nach Passwörtern oderKreditkarteninformationen solltensämtliche Alarmglocken läuten. ÜberprüfenSie die Anfrage sorgfältig bevorSie ihr nachgehen.ó Seien Sie sehr vorsichtig bei Links,die zu Applikationen oder externenWebsites führen.ó Glauben Sie an das berühmte Sprich‐wort: „Zu schön, um wahr zu sein“.ó Senden Sie niemals Geld an jeman‐den, den Sie noch nie persönlich getroffenhaben.ó Wenn Sie an keiner Lotterie teilge‐nommen haben, können Sie auchnicht gewinnen. Christian Vogt óANZEIGEwww.fortinet.com12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN33


SCHWERPUNKTIT-InfrastrukturKalt- und Warmgang auch im KleinenAuch kleine Serverräumemuss man effizient kühlenFür große Rechenzentren wurden unter dem Schlagwort „Green IT“ erstaunliche Energieeinsparpotenzialebei der Klimatisierung erschlossen. Mit geeigneten Komponenten kannauch der Serverraum des Kleinunternehmers von diesen Konzepten profitieren.Moderne Server werden immerenergieeffizienter und kompakter,erbringen also immer mehr Rechenleistungauf immer kleinerem Raum. Dasbedeutet aber auch: Die Abwärme, diebeim Betrieb der Geräte entsteht, konzentriertsich tendenziell an Hotspots,die die Geräte schädigen können. Ingroßen Rechenzentren, wo nicht seltenHunderte oder Tausende von Servernin einem einzigen Raum Tag und Nachtlaufen, kann die gesamte Raumluftso warm werden, dass sie die Geräteförmlich ins Schwitzen bringt. Die Klimatisierungdieser Räume bedarf einerMenge Energie und verursacht bei Datacenternvon mehreren Hundert QuadratmeternGröße enorme Kosten – unddie Energiepreise steigen weiter. Umdem zu begegnen, hat sich in neuerenRechenzentren die Trennung von KaltundWarmgängen mit Kaltgangeinhausungals Königsweg etabliert.Die Draufsicht zeigt die Bewegung kalter(blaue Pfeile) und warmer Luftströme (rotePfeile) bei Einsatz einer Kaltgangeinhausungim Rechenzentrum. Links befindetsich das Klimagerät, aus dem kühle Luft inden Kaltgang strömt, beispielsweise durcheinen Doppelboden.Das Prinzip der Skyline-Einhausung besteht darin, mit Seitenwänden aus Sandwichplatten dieIT-Schränke auf dieselbe Höhe zu bringen und sie dann zu überdachen.Dieser Ansatz folgt zwei Grundgedanken.Der erste lautet: Um einen Serverzu kühlen, muss man die warme Luftvon ihm weg und kalte Luft (aus einerKlimaanlage) an ihn heranführen. Derwarme und der kalte Luftstrom solltensich nach Möglichkeit nicht begegnen,weil sie sich dann vermischen. Herauskommt dann lauwarme Luft, die wenigereffektiv kühlen kann. Ein großerTeil der Energie, die in das Klimagerätfloss, verpufft somit ohne Wirkung.Daher stellt man die Serverschränke inparallelen Reihen so auf, dass sich alleGeräte Front zu Front gegenüberstehen.Da die Abwärme hinten aus den Rechnernströmt, kann man sie dort (im sogenannten Warmgang) mit Ventilatorenabsaugen. Zwischen zwei Serverfrontenentsteht hingegen ein Kaltgang,in den man möglichst gezielt die kühleLuft aus der Klimaanlage einbläst.Der zweite Grundgedanke lautet:Ein kleines Volumen lässt sich mit wenigerEnergie herunterkühlen als eingroßes. Anschaulich wird dies an derTatsache, dass niemand seine ganzeKüche auf unter Null Grad abkühlenwürde, um Eiswürfel herzustellen.Schließlich genügt es, diese Kälte imInneren des Gefrierschranks zu erzeugen.Im Rechenzentrum muss das Zielalso sein, das Luftvolumen zu minimieren,das direkt an die Server strömenkann, und es vom Warmgang hermetischabzutrennen. Möglich ist diesdurch eine Kaltgangeinhausung. Dassind Dach- und Türelemente, die aufdie Serverschränke bzw. an die beidenEnden eines Kaltgangs montiert werden.Die Tatsache, dass die Schränkein großen Rechenzentren meist dieselbeHöhe haben, kommt diesem Ansatzentgegen.34MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Auch kleine Unternehmen, die nurwenige IT-Komponenten betreiben,stehen vor der Notwendigkeit, in diesemBereich Energie einzusparen. Dasgilt insbesondere für mittelständischeFertigungsbetriebe, denen in ihremenergieintensiven Kerngeschäft keinegroßen Einsparungen möglich sind.Die Ausgangssituation ist hier prinzipielldieselbe wie in einem großenRechenzentrum. Zwar werden deutlichweniger Rechner betrieben, aber da inder Regel auch nur ein kleiner Serverraumzur Verfügung steht, erwärmt ersich im Verhältnis womöglich sogarschneller.Umsetzung des Konzeptsin kleinen RäumenIn der historisch gewachsenen IT-Infrastruktur,die man in vielen kleinerenUnternehmen antrifft, erscheint es jedochschwierig, mit Kaltgangeinhausungenzu arbeiten. Hier dominierenoft nicht gleich hohe Racks das Bild,sondern Schränke unterschiedlicherHöhe und Breite, an denen sich die sukzessiveErweiterung der IT-Ausstattungim Lauf der Jahre ablesen lässt. MitStandard-Dachelementen, die in allerRegel auch nicht mit Schränken allerHersteller kompatibel sind, kommt manhier nicht weit.Der AirTube Switch von Schäfer IT-Systemskann an unterschiedliche Switchtypen angepasstwerden.Mit der sogenannten Skyline-Einhausungbietet Schäfer IT-Systems eineLösung speziell für die kleinen Serverräumean. Als Hersteller von Netzwerkschranklösungenbietet SchäferKlimatisierungslösungen für Großrechenzentrenan. Außerdem bietet Schäferzusätzlich an, die Effizienzvorteilemoderner Kaltgangeinhausungen auchin kleinen Unternehmen realisierbarzu machen.Unregelmäßige Schrankhöhengehören ausgeglichenUm die unregelmäßige „Wolkenkratzer-Skyline“der unterschiedlich hohenSchränke überdachen zu können,müssen die Lücken zwischen ihnengeschlossen werden. Schäfer bietetdafür modulare Sandwichplatten ausStahlfeinblech und einem Füllmaterialan, dass mit der Stichsäge direktvor Ort in die jeweils beliebige Formgebracht werden kann. Durch Schraubenoder (wenn nicht gebohrt werdenkann) durch Kleben bzw. mit Hilfe vonU-Profilen und Winkelblechen werdendiese Platten mit allen Seiten desSchrankverbunds auf dieselbe Höhegebracht und anschließend überdacht.Gegebenfalls wird der Kaltgang mit Türenversehen.Mit den flexibel gestaltbaren Blechenkann man auch Wände und Deckendes Serverraums in die Einhausungeinbeziehen. Eine Modellrechnung gibteinen Eindruck von der erzielbaren Reduzierungdes zu kühlenden Volumens.So hat ein 12 Quadratmeter großer Serverraummit 2,50 Meter Raumhöhe einVolumen von 30 Kubikmetern. In demRaum stehen drei Serverschränke miteiner Breite von je 80 Zentimetern. Derhöchste Schrank ist 2 Meter hoch. DieFront ist 1,20 Meter von der nächstenWand entfernt.Mit der Skyline-Einhausung kannman diese Schränke überdachen, wobeidie Wand, die dem Server gegenüberliegt, mit in die Kaltgangeinhausungeinbezogen wird. Das Volumen desDurch den unteren, waagrechten Schachtdes AirTube Switch strömt Luft aus demKaltgang an den Switch, durch den senkrechtenSchacht links strömt Warmluft ab.Kaltgangs beträgt dann nur noch knapp6 Kubikmeter anstatt der ursprünglichen30.Ungerichtete LuftströmevermeidenBuchstäblich quer zum Prinzip derKalt-/Warmgangtrennung steht dieTatsache, dass Switches, die als aktiveKomponenten ja auch Strom aufnehmenund damit Wärme erzeugen, ihreAbluft je nach Hersteller und Modell oftnach oben oder seitlich abgeben.Mit dem ebenfalls modular aufgebautenSystem AirTube Switch vonSchäfer IT-Systems kann an eine Vielzahlgängiger Switches ein Schachtzur Umlenkung der Luftströme angeschraubtwerden. Dieser Schacht ermöglichtdie Zu- und Abführung derKalt- und Warmluft aus den entsprechendenGängen.óPeter WäschVertriebsleiter beiSchäfer IT-Systems12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN35


SCHWERPUNKTIT-InfrastrukturBenachrichtigungsfunktionen erleichtern das Monitoring„Work Smarter, Not Harder“Das Benachrichtigen der zuständigen Administratoren bei Systemausfällen oder anderenProblemen ist mittlerweile eine komplexe Angelegenheit. Es gilt zwischen „schlimmen“Problemen und leicht zu lösenden „Problemchen“ zu unterscheiden. Hier hilft ein Tool, daseine Identifizierung verschiedener Servern und verschiedenen Prioritätsstufen erlaubt.Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz amAbend verlassen, verlassen Sieihn dann wirklich?Angenommen, Sie haben etwasvor, sei es ein Geburtstagsfest, ein Essenmit Freunden oder was auch immer.Laut Murphys Gesetz („Alles, wasKOnsole im FokusFeaturesó Zentrale, farbcodierte Überwachung vonverschiedenen Servern und Meldungenó Alarmbenachrichtigungen per SMS undE‐Mailó Eskalation basierend auf der verstrichenenZeit bei offenen Meldungenó Benachrichtigung, falls etwas passiert ist –oder noch wichtiger – nicht passiert istó Volle Integration in den Helpdeskó Komplette Audit Trails für alle Meldungenó Server fernsteuern ohne ständige Verbin-dungó Die Lösung von Halcyon verfügt überSchnittstellen zu vielen wichtigen Open-Source-Lösungen.óPortables Dashboard View für Apple undAndroidóVerfügbare Templates für JDE, SAP, JBA,Lawson Movex, MISYS, MIMIX und iTeraVorteileóEinfach zu installieren und zu verwendenóDie Enterprise Console liefert eine Anlauf-stelle in Echtzeit für das gesamte Monitoring,egal von welchem Betriebssystemoder Ort aus. Zusätzlich können Meldungenvon anderer Hardware, wie Switchesund Routern verarbeitet werden.ó Die Anzahl der vorhandenen Über-wachungs-Tools wird reduziert bzw.zentralisiertó Automatische Antworten auf wiederkeh-rende Meldungen verringern das Risiko vonEingabefehlern.schiefgehen kann, wird auchschiefgehen.“) kommt Ihnenjedoch etwas dazwischen, z. B.dass auf der Power Systems inIhrer Firma etwas nicht funktioniert.Als erfahrener IT-Leiteroder verantwortlicher IT-Mitarbeiterstellen Sie sich sofort folgendeFragen: „Was ist das ursächlicheProblem?“, „Wie kannich zwischen einem wichtigenund einem unwichtigen Fehlerunterscheiden?“, „Können wirKundenvorgaben (externe SLAs)einhalten?“, „Welche Engpässe ergebensich aus diesem Problem für die restlichenGeschäftsprozesse?“Die gute Nachricht ist:Es muss nicht so sein!Trotz der Tatsache, dass wir mehr dennje immer und überall erreichbar sind,ist es nicht notwendig, ständig nochzusätzlich den Druck im Nacken zuhaben, die Power Systems könnte miteinem „Critical Error“ nerven und dasim denkbar ungünstigsten Moment.Modernes Alerting sollte eine Kombinationaus grafischer Darstellung undmodernen Benachrichtigungsfunktionensein. Es reicht nicht aus, dieMeldungen in der QSYSOPR oder imQAUDJRN farblich darzustellen. ModerneLösungen enthalten Filter (Wichtigesvon Unwichtigem unterscheiden),Automatisierungen und Benachrichtigungen(wann wird welche Meldung anwen versendet).Identifizierung verschiedener Server undverschiedener PrioritätsstufenFür die individuellen Bedürfnisseeines jeden Unternehmens hat die FirmaHalcyon-Software daher intelligenteSuites zusammengestellt, deren Komponentensich sinnvoll ergänzen.Alle Nachrichten und Alarme, dievon IBM i, AIX, Linux und WindowsServern erzeugt werden, können mitdiesen intelligenten Suites auf einerzentralen grafischen Konsole zusammengefasstwerden und ermöglicheneinen Überblick über die gesamte IT-Infrastruktur.Voneiner zentralen Konsoleaus können Nachrichten beantwortetund Alarme bearbeitet werden, zudemhelfen farbliche Unterscheidungen beider Identifizierung verschiedener Serverund verschiedener Prioritätsstufen.Umfangreiche Filter und Regeln helfenAktionen zu eskalieren , deren Gewichtungenzu verändern oder Alarme weiterzuleiten.Simone Haist ówww.pheron.com36MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


SCHWERPUNKTIT-InfrastrukturVirtualisierungs- und Storage-Konzept schafft mehr FlexibilitätModerne Möbel mit TraditionSeit ihrer Gründung im Jahr 1959 hat sich die Möbel Martin-Gruppe erfolgreich weiterentwickelt:Heute sind mehr als 1.700 Mitarbeiter in sieben Einrichtungshäusern und denLogistik-Centern beschäftigt. Auf über 135.000 qm Verkaufsfläche und 110.000 QuadratmeterLager fläche bietet das Möbelhaus seinen Kunden etwa 61.000 Artikel an. Als wachstumsorientiertes Unternehmen benötigt Möbel Martin natürlich auch eine entsprechendleistungs fähige IT-Infrastruktur.Möbel Martin wollte die vorhandeneIT-Infrastruktur modernisieren.Das existierende ERP-System derFirma AMETRAS sollte auf die neusteJAVA-basierte Version umgestellt werden.Das zuvor eingesetzte System ihatte die Leistungsgrenze erreicht, sodass die neuen Forderungen nicht mehrmit diesem System abgedeckt werdenkonnten. Mit der Erneuerung des ERP-Systems kamen weitere Anforderungenan die Intelsysteme hinzu. Zusätzlichwünschte sich Möbel Martin eine erhöhteVerfügbarkeit und Skalierbarkeitaller Systeme. Damit das Einrichtungshausdiese Veränderungen zuverlässigumsetzen konnte, wurde die Profi AGmit der Erarbeitung von Lösungsvorschlägenfür eine optimierte IT-Landschaftbeauftragt. Möbel Martin hattegroßes Vertrauen in die Profi AG, dain der Vergangenheit bereits mehrereerfolgreiche Projekte zusammen durchgeführtworden waren.Möbel Martin wünschte sich eineflexibel einsetzbare und erweiterungsfähigeIT-Infrastruktur. Das Zieldes Unternehmens war, jederzeit aufveränderte Anforderungen an das Rechenzentrumreagieren zu können undfür geplantes Wachstum gewappnet zusein. Profi sollte die Kapazitäten vonProzessor und Hauptspeicher sowie denPlattenplatz vergrößern. Zudem forderteder Kunde eine einfache, einheitlicheLösung mit verringertem Verwaltungsaufwand.Die Hochverfügbarkeit derDaten sollte hardwarebasierend überdas Speichersystem mittels Datenspiegelunggewährleistet sein. Hinzu kamder Wunsch nach einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.Die Profi-LeistungAufgrund des breiten Know-hows auf allenPlattformen gelang es der Profi AG,in enger Zusammenarbeit mit dem MöbelMartin-Team, ein Konzept zur Server-und Speichervirtualisierung nachden Wünschen und Erfordernissen desMöbelhauses zu entwickeln. Die Komponentender redundanten Hardwarewurden auf zwei Rechenzentren undsomit zwei Brandabschnitte verteilt.38MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Zentral für die Funktion der neuen IT-Landschaft war die Installation von zweigetrennten Storage-Einheiten und einesSAN Volume Controller-Clusters (SVC-Clusters) als Virtualisierungsschichtzwischen Storage und Servern. Durchden SVC entstand eine einheitliche, bedienerfreundlichegrafische Benutzerschnittstelle.Und der SVC spiegelt dieDaten – transparent für jeden Server– in beide Rechenzentren. Zusätzlichermöglicht er die Erweiterung oder denAustausch der Platten im laufenden Betriebohne Ausfallzeiten.Die Vorteile: Ausbaufähige,bedienungsfreundliche UmgebungMit der Implementierung von zwei IBMBlade Centern erreichte die Profi AG dieZusammenführung der Intel- und Systemi-Umgebungen. Zehn Intel BladesIm EinsatzTechnische Detailsó 2 × IBM eServer BladeCenter(tm) HChassisó 2 × Blade Server Power 7 8406 Model 70Yó 10 × IBM Blade Server HS22Vó IBM System Storage SAN VolumeControlleró 2 × IBM System Storage DS3524 DualController Storage System und EXP3524Storage ExpansionUnitó IBM System Storage DS3512 ExpressDual Controller Storage SystemóTS3200 Tape Library Model L4U mit2 × LTO Ultrium 5 Fibre Channel DriveóWindows Server: 2008R2 DatacenterHyper-V ClusterKundennutzenóFlexible, ausbaufähige Infrastruktur durchBlade-KonzeptóHöhere Verfügbarkeit durch Redundanzund gespiegelte Datenhaltung der SystemkomponentenóUnterbrechungsfreier Betrieb selbst imKatastrophenfall durch automatischesumschalten („Fail-over“)óVerringerter Verwaltungsaufwand dankeinheitlicher Lösungsumgebungó Vereinfachte, beschleunigte Bedienung derIT-Umgebung mittels zentraler Steuerungó Geringere Energiekosten, dadurch einBeitrag zur Green ITund zwei POWER Blades – verteilt aufzwei Rechenzentren – teilen sich eineeinheitliche Infrastruktur, wie lokalesNetzwerk (LAN) und Speichernetzwerk(SAN). Auf der Suche nach der passendenLösung für die Virtualisierungder Server stellte der Darmstädter IT-Dienstleister zusammen mit dem Kundenin einer Kosten-NutzenbetrachtungMS Hyper V und VMware gegenüber.Die Entscheidung fiel dann zugunsteneines Microsoft Hyper V-Clusters.Für eine flexibel einsetzbare underweiterungsfähige IT-Infrastruktursorgte die Installation der Blade Centermit SVC. Dank des Blade-Konzeptsnutzt Möbel Martin nun wie gewünschteinen zentralen Speicher für alle Systeme– vorhandene Ressourcen schöpftdas Unternehmen so effektiver aus.Die Zusammenfassung aller Server zueiner einheitlichen IT-Umgebung reduziertden Verwaltungsaufwand spürbar.Zudem profitiert das Einrichtungshausvon einer vereinfachten, beschleunigtenSteuerung der IT-Landschaft. Diegewünschte Hochverfügbarkeit wurdedurch die Aufteilung der Komponentenauf zwei Brandabschnitte unddie Spiegelung der Platten durch denSVC erreicht. Schlussendlich stimmteauch das Preis-Leistungs-Verhältnis– denn die Bündelung der IT-Ressourcendurch Virtualisierung sowie dieInstallation eines wettbewerbsfähigenSystems wirkten sich positiv auf dieIT-Kosten aus.Die Teams von Profi und Möbel Martinentwickelten in enger Zusammenarbeitein Virtualisierungs- und Storage-Konzept, das den Anforderungen desKunden an eine flexible, leistungsfähigeIT-Infrastruktur bestens entspricht.Das Einrichtungshaus kann nun seingeplantes Wachstum realisieren – denndie IT-Landschaft ist schnell, einfachanzupassen und erweiterbar.Die Profi Engineering Systems AGist ein mittelständisches Systemhausmit Hauptsitz in Darmstadt. Seit über25 Jahren unterstützen sie ihre Kundenmit individuellen hochwertigen IT-Infrastrukturlösungenzur Optimierung vonIT Prozessen und Systemlandschaftenfür mehr Effektivität und Effizienz. DieBerater und Techniker sind erfahreneSpezialisten auf den Gebieten Hochverfügbarkeit,Datenmanagement, DisasterRecovery, Virtualisierungsstrategiensowie der IT-Integration von Geschäftsprozessen.Das Leistungsportfolio umfasstdas gesamte Spektrum – von derBeratung und Konzeption über die Bereitstellungund Implementierung bishin zu Betrieb und Wartung.Unternehmen im Mittelstandsind die primäre ZielgruppeDie angebotenen Lösungen sind branchenunabhängigund richten sich anUnternehmen des Mittelstands, an großeFirmen und an Konzerne. Kommunen,Städten und Landesbehörden werdendarüber hinaus spezielle Software-Lösungen für Anwendungsgebiete inöffentlichen Verwaltungen angeboten.Profi beschäftigt aktuell rund 315 Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter an 14Geschäftsstellen in ganz Deutschland.Seit vielen Jahren ist die Profi AG aucheiner der führenden IBM Premier Partnerin Deutschland. Lilian Lehr óANZEIGEWilsch hostet Ihre AS/400Umgebung – und mehrWilsch Power HostingProduktion, Backup, ArchivWir haben die Maßlösung für Sie!Wollen Sie mehr erfahren?Karl-Valentin-Straße 17 · D-82031 GrünwaldTel.: +49-89-64169-0 · Fax: +49-89-64169-25E-Mail: info@wilsch.de · www.wilsch.de12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN39


TECHNIK & INTEGRATIONZeitabgleich unter IBM iEs wird höchste Zeit,sich um die Zeit zu kümmernDie Verschmelzung von Unternehmen, die Konsolidierung von Servern und die Zentralisierungvon Anwendungen hat in vielen Firmen zur Globalisierung des Hard- und Softwareeinsatzesgeführt, zu deren Verwendung über Grenzen und Zeitzonen hinaus. Zeiterfassungssystemefür Mitarbeiter, das genaue Ermitteln von Fertigungs- oder Durchlaufzeiten sowiedie Abhängigkeit von Prozessen, die ihrerseits auf einem System aus anderen Prozessenund anderen Systemen basieren, sind nur einige Beispiele, bei denen eine exakte Uhrzeitvon wesent licher Bedeutung ist. Doch wie bestimmt man in einem IBM i Server die Zeit?Wie beeinflusst man Jobzeitenoder Systemzeiten – und dasidealer Weise auch noch über verschiedeneZeitzonen hinweg? Wie kann dieSystemzeit mit anderen Systemen synchrongehalten und mit der jeweils offiziellenZeit abgestimmt werden? Dassind Fragestellungen, die man sich auchin heterogenen Umgebungen stellt, beidenen es gilt, Systeme untereinandermit der korrekten Zeit zu versorgenund gegenseitig abzustimmen.Systemwerte lassen uns die Zeitzonendefinieren, dennoch bleibt die Anforderungbestehen, einen 24-Stunden-Betrieb über unterschiedliche Zeitzonenhinweg sicherzustellen. Betrachtetman einzelne Anwendungen, stellt mansehr schnell fest, dass sie in der Regelauf eine genaue Zeit abgestimmt sind.Single Signon-Lösungen oder bestimmteQueueing-Lösungen basierenauf einer maximalen zeitlichen Abweichungder einzelnen Systeme. Werdendie zeitlichen Grenzen überschritten,so kann dies im schlimmsten Fall zu einemFehler oder Anwendungsabbruchführen. Der Einsatz von EnterpriseIdentity Mapping (EIM) funktioniertz. B. nur, wenn die Systeme, in die dieseSSO-Lösung eingebundenen wird, Zeitabweichungenvon weniger als 300 Sekundenaufweisen. Wird dieser Grenzwertüberschritten, dann kann am abweichendenSystem keine Anmeldungvorgenommen werden.IBM bietet mit WebSphere MQ einProdukt an, das in der Lage ist, unterschiedlichePlattformen und Informationenmiteinander arbeiten zu lassen.Warteschlangen und Nachrichten sinddie Grundlage für das Abbilden vonWorkflows. Hier sind abgestimmte Zeitenein Muss; Zeitabweichungen sindnicht akzeptabel. Das Angleichen derZeit über Systeme hinweg ist heuteim Grunde kein Thema mehr. Dass dieNotwendigkeit des Zeitabgleichs aufServern und Systemen von Herstellernin Form eines Standards integriert undabgebildet ist, lässt uns unsere Anforderungenleichter realisieren. Wärenda nicht die Besonderheiten, die dasSystem IBM i mit sich bringt.Haben Sie sich schon einmal dieFrage gestellt, welche Uhrzeiten es aufdem IBM i System gibt? Schauen Siesich einmal die eine oder andere Stellean, die mit der Zeit im Zusammenhangsteht.Lokale Systemzeit. Diese Zeit wirdüber den Systemwert QTIMZON (Zeitzone)beeinflusst. Diese Zeit bezieht sichauf die UTC (koordinierte Weltzeit).Der Inhalt dieses Systemwerts wird beieinem IPL voreingestellt. Die Basis fürden Startwert bildet ein Datenbereich(DTAARA) in der QSYS mit Namen QWC-TIM ZON.Koordinierte Weltzeit (UTC). DieseZeit wird dazu genutzt, um die lokaleZeit und das Datum eines Jobs zu bestimmen.Diese zentrale Zeiteinstellungkann für unterschiedliche Zeitzonen alsMaßstab genutzt werden.Abweichung zur koordiniertenWeltzeit. Mit diesem Wert wird dieAbweichung zur koordinierten Weltzeitdefiniert. Dieser feststehende Wertbeträgt z. B. in der Sommerzeit fürDeutschland zwei Stunden, in der Winterzeiteine Stunde. (z. B. im Sommer:15:00 Uhr lokale Zeit in Düsseldorf –13:00 Uhr UTC).Lokale Jobzeit. Hierbei handelt essich um die Zeit eines Jobs bezogen aufdie UTC. Damit lässt sich für jeden Jobspezifisch die korrekte Zeit anwenden.Zeitumstellung (Sommer-/Winterzeit).Die Sommer-/Winterzeitumstellungwird auf dem System i mitHilfe der DST (Daylight Saving Time)realisiert.Zudem verfügt die Maschine überSoftware- und Hardwareuhren – einwahres Wirrwarr.40MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Das Betriebssystem i5/OS bietetverschiedene Möglichkeiten, die Zeitdefinitionauf dem System festzulegen.Diese Möglichkeiten basieren auf innerenUhren der Maschine sowie aufverschiedenen Systemeinstellungen,die wir u. a. über Systemwerte definierenkönnen. Systemwerte, die sich aufdie Zeit und die Zeitzonen auswirken,sind z. B.:ó QTIMEó QTIMEADJ (Time Adjustment – definiertdie Software, mit der die Zeitmit einer externen Uhr synchronisiertwerden soll)ó QTIMZONó QUTCOFFSET (definiert die Abweichungzur UTC in Stunden/Minuten)In diesem Zusammenhang hat sichein Standard etabliert, der in Form vonSNTP auch für IBM i eingesetzt werdenkann. SNTP (Simple Network TimeProtocol) ist eine besondere Form desProtokolls, das systemübergreifenddie Uhrzeit synchronisieren kann. MitHilfe dieses Standards kann man z. B.die Uhrzeit auf dem System IBM i miteiner Zeit aus einer externen Zeitquellesynchronisieren. Ein Beispiel für einesolche externe Zeitquelle ist eine derAtomuhren, die auch für SNTP eingesetztwerden können. SNTP-Anwendungenkönnen auf dem Powersystem iin Form von Server- oder Client-Anwendungengenutzt werden. Ein Beispielfür ein solches Szenario finden Siein Bild 1. Sie sehen, ein System IBM ikann als SNTP-Client konfiguriert werden.Damit empfängt das System dieUhrzeit von einer externen Zeitquelle.Bei diesem Konstrukt wird vom SNTPServer die aktuelle Zeit abgerufen undmit der Ist-Zeit des Systems verglichen.Stimmt die Systemzeit mit der externempfangenen Vorgabezeit nicht überein,wird automatisch eine Anpassungder Systemzeit vorgenommen.Mit der Betriebssystemversion 6.1des Systems IBM i können bis zu dreiverschiedene Zeitquellen definiert werden.Damit ist sichergestellt, dass dieZeitangaben jederzeit aktualisiert werdenkönnen. Im Internet gibt es eineReihe von öffentlichen SNTP-Servern,die auch mit IBM i genutzt werden können.Die Reihenfolge der definiertenSNTP-Server bestimmt auch die Prioritätin den Abrufversuchen der Zeit.Um SNTP unter i5/OS aufzusetzen,können wir einen nativen 5250-Befehloder den System i Navigator benutzen.Mit dem Befehl CHGNTPA (ChangeSNTP Attribute) können wir die notwendigenEinstellungen schnell undunkompliziert vornehmen. Beispiel fürdas Konfigurieren von SNTP:CHGNTPA RMTSYS('ntpserver')AUTOSTART(*YES)Im Parameter „Fernes System“ könnenbis zu drei SNTP-Server angegebenwerden. Der Parameter „Client Autostart“sollte auf „YES“ voreingestelltwerden.SNTP selbst wird unter i5/OS alsTCPIP-Serverdienst ausgeführt. Dieserlässt sich mit dem Befehl STRTCPSVRstarten. Ein Beispiel für so einen Startkann wie folgt ausschauen:STRTCPSVR SERVER(*NTP) NTPSVR(*CLIENT)Die damit gestarteten Jobs solltenmit dem Befehl WRKUSRJOB USER(QNTP)eingesehen und verwaltet werden.Zum Stoppen dieses Serverdiensteswird der Befehl ENDTCPSVR SERVER(*NTP)verwendet.Die SNTP-Aktivitäten finden sich ineinem speziellen Protokollbereich, derüber den Pfad /QIBM/USERDATA/OS400/TCPIP/NTP zu finden ist. Jedes Protokollwird in eine Datei QTOTxxxx geschrieben.Ein Beispiel für so einen Protokolleintragfinden Sie in Bild 2.Achtung! In bestimmten Fällenkann es vorkommen, dass diese Protokolldateien,die täglich neu erstellt werdenmüssen, nicht nach einer bestimmtenZeit bereinigt bzw. vom Systementfernt werden. Deshalb ist es ratsam,dass man diese Protokolleinträge zwischenzeitlichmanuell überprüft undnicht mehr benötigte Protokolleinträgedaraus entfernt. Jörg Zeig ó1IBM i als SNTP-Client2Beispiel ProtokolleintragSNTP Client Activity Log QTOTNTP/QNTP/002415 24/03/09 12:02:51.125TCP9136 SNTP Client started.TCP9146 Using time server pool.ntp.org.TCP9146 Using time server pool.ntp.org.TCP9162 24/03/09 12:02:52.131 Time remaining for adjustment is0.000 seconds.TCP9116 24/03/09 12:02:52.131 NTP server UTC time is 24/03/09 12:02:52.33720:25:55.213.TCP9117 24/03/09 12:02:52.131 Client clock UTC time is 24/03/09 12:02:52.337TCP9120 24/03/09 12:02:52.337 Client clock adjusted = 1(0 = not adjusted, 1 = adjusted)12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN41


TECHNIK & INTEGRATIONDistributed Data Management (DDM) in der PraxisDie Konfiguration einerkompletten DDM-UmgebungBei der klassischen Client/Server-Architektur läuft das Datenbanksystem auf einem einzigenServer, auf den dann mehrere Clients zugreifen. Das Problem an dieser Architektur ist, dassman einen sogenannten „single point of failure“ haben kann, also eine einzige Fehlerquelle.Fällt der Datenbankserver aus, so steht die gesamte Datenbank nicht mehr zur Verfügung.Dies ist aber nicht der einzige Grund, verteilte Datenbankobjekte einzusetzen.Viele Unternehmen sind oftmalsdezentral organisiert, haben alsomehrere Filialen, weshalb mancheDaten ortsspezifisch zu klassifizierensind und andere unternehmensspezifisch.Es macht beispielsweise keinenSinn, dass in der Münchener Filiale dieKundendaten der Hamburger Filialeeinsehbar sind. So halten die einzelnenFilialen nur die Daten vor, die sie auchwirklich benötigen. Die zentralen Firmendatensollen hingegen nicht auf jedemFilialrechner bereitgestellt werden,sondern zentralseitig abgelegt werden.Die klassische Client/Server-Architekturspiegelt diesen Sachverhalt nichtkorrekt wider. Hierzu sind verteilteDatenbanken besser geeignet. Hierbeiist selbst ein heterogener Datenbankeinsatzdenkbar, bei welchem auf denverschiedenen Rechnern unterschiedlicheDatenbanksysteme eingesetzt werden.Doch ganz egal, ob es sich um eineverteilte heterogene oder eine homogeneDatenbank handelt, wichtig ist, dassder Anwender keine Unterschiede beimDatenzugriff feststellt.IBM hat schon früh verteilte Datenbankenauf dem heutigen Systemi-Serverimplementiert, doch erst seitder Betriebssystemversion V5R2 könnenverteilte Datenbankobjekte direktüber TCP/IP adressiert werden, so dassaufwendige SNA-Konfigurationen derVergangenheit angehören. Der TCP/IP-Zugriff erfolgt über die relationale Datenbank,die dann wiederum die TCP/IP-Verbindung spezifiziert. Sie vermutenrichtig: Dieses Prozedere benötigtein wenig Vorarbeit. Anschließend istalles Weitere ein Kinderspiel.Die DDM-Konfiguration des ServersKonfigurieren wir also gemeinsameine solche DDM-Umgebung. Dafürdient das folgende Ausgangsszenario(Bild 1): Der Server 172.16.111.1 ist unserQuellsystem, auf dem die Daten erfasstwerden. Wir könnten auch sagen,dass der ITP SERVER der lokale Serverist. Die Daten sollen mittels entsprechenderDatenbankobjekte aber nichtauf dem Quellsystem, sondern auf demZielsystem 172.16.110.22 – also demEPS SERVER – gespeichert werden.Damit der Verbindungsaufbau vomITP SERVER auf den EPS SERVER mittelsTCP/IP gelingt, müssen Sie zunächstauf dem Quell-System – also dem ITP­SERVER – einen Datenbankeintrag fürdas Zielsystem hinzufügen. Hierzu gebenSie auf einer 5250-Befehlszeile denBefehl WRKRDBDIRE (Mit Einträgen imRDB-Verzeichnis arbeiten) ein – sieheBild 2.Wenn Sie jetzt in der Anzeige feststellen,dass auf dem Quellsystem einentsprechender Eintrag für Ihr Zielsystemfehlt, fügen Sie ihn mit der Option1 hinzu. Es sollte sich daraufhin derDialog aus Bild 3 (Einträge im RDB-Verzeichnishinzufügen) öffnen. Er zeigtvier Parameter:Der Parameter RDB enthält einenbeliebigen Datenbanknamen, den wirallerdings später für die Erstellung derDDM-Objekte noch einmal benötigen.Im Parameter RMTLOCNAME tragenSie die IP-Adresse des fernen Systemsein; in unserem Beispiel also dieAdresse des EPS SERVERs.1Ausgangsszenario42MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Als Verbindungsart wählen wirnatürlich TCP/IP und bauen die Verbindungüber den Standardport 446 auf.Der Parameter RMTAUTMTH benenntschließlich die bevorzugte ferneAuthentifizierungsmethode in einerDDM/DRDA-Verbindungsanforderungüber TCP/IP. Die später tatsächlichverwendete Methode richtet sich abernach der Vereinbarung zwischen Clientund Server, die wiederum vom verfügbarenVerschlüsselungsprogrammund der Sicherheitskonfiguration desServers abhängt. Die Sicherheit fürDDM/DRDA-Verbindungen über TCP/IP auf i5/OS-Systemen kann mit Hilfedes Befehls CHGDDMTCPA (DDM TCP/IP-Attribute ändern) konfiguriert werden.Zulässig sind hierbei folgende Authentifizierungsverfahren:*USRID In einer DDM-Verbindungsanforderungwird nur die Benutzer-IDgesendet. Dies ist die einfachste Authentifizierungsmethode.*USRIDPWD In einer DDM-Verbindungsanforderungwerden die Benutzer-IDund das zugehörige Kennwortgesendet. Bei dieser Authentifizierungsmethodewerden die Kennwörternicht verschlüsselt.*USRENCPWD In einer DDM-Verbindungsanforderungwerden die Benutzer-IDund das zugehörige verschlüsselteKennwort gesendet. Auf beiden Systemenmuss Verschlüsselung unterstütztwerden, damit diese Authentifizierungsmethodeverwendet werden kann.*ENCUSRPWD Bei einer DDM-Verbindungsanforderungwerden dieverschlüsselte Benutzer-ID und daszugehörige verschlüsselte Kennwortgesendet. Auf beiden Systemen mussVerschlüsselung unterstützt werden,damit diese Authentifizierungsmethodeverwendet werden kann.*KERBEROS Die Authentifizierungerfolgt unter Verwendung von Kerberos.Der RDB-Name muss mit einemZiel-Principal-Namen in der EIM-Umgebung (EIM =Enterprise IdentityMapping) übereinstimmen. Auf beidenSystemen muss Kerberos konfiguriertsein, damit diese Authentifizierungsmethodeverwendet werden kann.*ENCRYPTED Die Methode entsprichtdem Wert *USRENCPWD. Der Wert wirdlediglich aus Kompatibilitätsgründenzu früheren Releaseständen beibehalten,sollte aber heute nicht mehr genutztwerden.Im zweiten Element des ParametersRMTAUTMTH wird zusätzlich bestimmt,ob beim Verbindungsaufbau eine einfachereAuthentifizierungsmethodeakzeptiert wird, als im Element „BevorzugteMethode“ dieses Parametersangegeben wurde.Die weiteren Parameter sind für unsnicht mehr relevant und können somitvernachlässigt werden. Wir bestätigenalso unsere Eingaben und sollten daraufhindas Zielsystem in der Übersichtsehen.Nun fehlen nur noch ein oder mehrereBenutzerprofile für den späterenVerbindungsaufbau. Ich möchte, dassder Verbindungsaufbau über das ProfilRMTUSER aufgebaut wird. Für diesesProfil muss ich in einem zweitenSchritt auf meinem Quellsystem – alsodem ITP SERVER – einen Server-Authentifizierungseintraghinzufügen (sieheBild 4).Carmen Rasche óCLICK towww.midrange.deDer vollständige Artikel steht Abonnentenonline zur Verfügung.2Einträge im RDB-Verzeichnis3Einträge im RDB-Verzeichnis hinzufügen4Authentifizierungseintrag hinzufügen12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN43


marktübersichtDatenanalyseAnbieterübersichtMIS & Business Intelligence10gen (the MongoDB company)www.10gen.comABAS Software AGwww.abas.dearcplan Informationwww.arcplan.deAS/point GmbHwww.aspoint.deC4B Com For Business AGwww.c4b.deCognos/IBMwww.ibm.deCognosco AGwww.cognosco.chcormeta agwww.cormeta.deCP Corporate Planning AGwww.corporate-planning.comCSS GmbHwww.css.deData Mirror/IBMwww.datamirror.comFTSolutionswww.ftsolutions.deGSD Gesellschaft für Software ,www.gsd-software.comHelmut Knappe – HiT Softwarewww.hitsw.dehumanIT Software GmbHwww.infozoom.comIAS Industrial Applicationwww.iascon.deIBS Enterprise Germany GmbHwww.ibs.net/deIFS Deutschland GmbH & Co.KGwww.ifsworld.com/de-deInfor GmbHwww.infor.comInfoSuitewww.exceldata.deMeinikat Informationssysteme GmbHwww.meinikat.deMicroStrategy Deutschland GmbHwww.microstrategy.deML-Software-Entwicklungs‐, Dienstwww.ml-software.comMP Orgawww.mporga.comoxaion agwww.oxaion.deCLICK toÜber unsere Online-Datenbankwww.midrange-solution-finder.definden Sie alle Kontaktdaten zu den Unternehmen.Die Produktübersicht enthältumfassende Details zu den Lösungen.Die Transformation der GeschäftsanalyseIntelligenz für jedenBig Data dominiert die Schlagzeilen im IT-Bereich – nichtimmer ausschließlich positiv. Im Analysesektor herrscht oftmalsFurcht vor massiven Datenvolumen, steigenden Nutzerzahlenund immer mehr Datentypen. Doch immer mehrDaten schaffen auch bessere Möglichkeit zur Information.Das Datenvolumen wächst, soviel istsicher. Laut IDC-Analyseexperten 1wird es bis 2020 um das 35-Fache gestiegensein. Die Frage ist nur, wiesich daraus aussagekräftige Schlüsseziehen lassen. Waren bis vor kurzemReportings und Business IntelligenceBereiche, die v. a. der IT vorbehaltenwaren, greifen heute fast alle Fachabteilungengezielt auf die für sie relevantenDaten zu.Trotz der immer wieder an dieWand gemalten Weltuntergangsszenarienist es der Computerindustriebisher stets gelungen, die steigende Datenflutzu bewältigen – durch eine IT-Infrastruktur, die besser und schnellerist, mehr Daten aufnehmen kann, wenigerKosten und Raum beansprucht.Eine Weiterentwicklung der Festplatteund damit der Schaffung der notwendigenHardware-Voraussetzungen, ummehr Datenvolumen zu bewältigen, istnur ein Weg, um der Datenflut Herrzu werden. Für die Sicherstellung derDatenqualität gibt es – von der Datenbereinigungbis zum Master Data Management– bewährte Methoden.Dabei gilt es, folgende Faktoren zuberücksichtigen: Datenlatenz – Alledrei Dimensionen der Datenlatenzim Unternehmen müssen betrachtetwerden: das zeitliche Auftreten derDaten, die Dauer des Ereignisses unddie Zeitspanne für die Entscheidung.Datenkorrelation – Gemeinsam mitGeschäftsanwendern muss der Kontextder Daten ermittelt und es müssen dieBeziehungen zwischen den verschiedenenverwendeten Datensätzen unterBerücksichtigung von Wachstumsratenund doppelt vorhandenen Quellen definiertwerden. Self-Service – Es mussfestgelegt werden, wie Power-User dieDaten für ihre Abfragen nutzen können,ohne IT und andere Ressourcenüber Gebühr zu belasten. Die Aufgabeneines Chief Data Officer müssen an einenerfahrenen Mitarbeiter übertragenwerden, um sicherzustellen, dass sowohldie operative Qualität der Datenals auch die Unternehmensführungund -kontrolle gewährleistet sind.Ein wichtiger Aspekt zur Bewältigungder Datenmengen war die Einführungspaltenorientierter Datenbankenim Jahr 1995. Massive Datenmengen,selbst wenn sie so heterogen sein solltenwie unstrukturierte Daten, könnenin spaltenorientierten Data Warehousesproblemlos analysiert werden. Verbundenmit wachsenden Datenmengen giltes eine höhere Nutzerzahl zu adressieren,da immer mehr Mitarbeiter Zugangzu diesen Informationen beanspruchen.Die Abfragen der Mitarbeiter sowie dievon ihnen verursachten Workloads undAktivitäten können nicht vorhergesagtwerden, somit sind sie die große Unbekanntein jeder Analytics-Umgebung.Dennoch ist es notwendig, das Systemauf die jeweiligen Bedürfnisse des Nutzersabzustimmen, damit dieser sinnvolleBusiness-Intelligence-Aufgaben44MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Anbieterübersichtübernehmen kann – egal, in welcherFachabteilung er sitzt. Ein universellesEnterprise Data Warehouse (EDW), dasauf einer zeilenbasierten Datenbankberuht, greift hier zu kurz. Wenn z.B.ein Business-Analyst einen Teilsatz derAttribute zu einem Ereignis näher untersuchenmöchte, muss ein Universal-EDW erst alle Attribute in den Speicherladen, bevor mit der Analyse begonnenwerden kann. Denn das System ist außerstande,nur die relevanten Daten zuextrahieren.Für den Aufbau eines leistungsstarkenAnalytics Data Warehouse, das denAnforderungen zahlreicher Nutzer undschneller Abfragezeiten gewachsen ist,benötigt man eine speziell für dieseAufgabe entwickelte Analyse-Engine,die einen spaltenorientierten (columnstore)Ansatz für die Datenspeicherungverwendet. Dieser ermöglicht einenhohen Komprimierungsgrad, wodurchsich der Speicherplatzbedarf signifikantverringert. Zudem verkürzt sichdie Reaktionszeit bei Datenabfragendank automatischer Indexierung derSpalten, da die Daten sehr viel schnellerausgelesen werden können.Neben der Komprimierung ist einVorteil dieser Technologie die Parallelisierungder komprimierten Datenmittels Massively Parallel Processing(MPP), was einen entscheidenden Performancegewinnbringt. Die Shared-Everything-Technologie sorgt für einebessere Skalierung, denn Abfragelastenkönnen damit über alle Netzknotenpunktehinweg dynamisch verwaltetund ausbalanciert werden. Der spaltenorientierteAnsatz bietet also eine hoheVerarbeitungsgeschwindigkeit und ausgezeichneteSkalierbarkeit, so dass soviele Anwender und Daten hinzugefügtwerden können, wie zur Erledigung derjeweiligen Aufgabe vonnöten sind.Im Gegensatz zu Universal-EDWs,die ausschließlich für die BI-Analysestrukturierter Daten konzipiert wurden,muss heutzutage jede ernstzunehmendeAnalyse-Engine in der Lagesein, BI-Funktionen mühelos auf riesigeMengen unstrukturierter Daten anzuwenden,die aus den verschiedenstenQuellen in das System strömen.Eine maßgeschneiderte Architekturstellt jedem Unternehmensanwenderdie benötigten Analysefunktionen zurVerfügung. Sie deckt das ganze Spektrumder strukturierten und unstrukturiertenDatentypen ab und unterstütztgleichzeitig eine dramatische Ausweitungdes zu verarbeitenden Datenvolumens;all dies ohne Einbußen bei derPerformance oder Skalierbarkeit. Nachdemdie Pluspunkte eines spaltenorientiertenAnsatzes für die Auswertungvon Daten im Hinblick auf Validität undQualität dargelegt wurden, stellt sichnoch die Frage: Wie lässt sich dieserVorteil in harten Zahlen messen?Der „Proof of Concept“ ist der ersteSchritt auf dem Weg zu einem positivenReturn on Investment. Um von vornhereindie richtigen Voraussetzungen fürden Projekterfolg zu schaffen, solltedieser auf „heimischem“ IT-Terrain (alsovor Ort statt im Testlabor) stattfinden.Damit der Machbarkeitsnachweisein aussagekräftiges Ergebnis liefert,sollten zudem reale Daten verwendetwerden – und zwar in einer Menge, diedie zukünftige reale Analysesituationabbildet. Wichtig ist, dass das getesteteSystem im Vergleich zum bestehendeneine bessere Performance erzielt sowiedarüber hinaus eine höhere Zahl undVielfalt an Daten bzw. auch unstrukturierteDaten analysieren kann.An der University of Texas habenMarktforscher den tatsächlichen finanziellenGewinn einer Analyselösungfür Unternehmen errechnet. 2 Demnachrechtfertigt in einem typischen Fortune1000-Unternehmen bereits eineinziger Bereich – beispielsweise dieProduktentwicklung – die Einführungeiner Analyselösung. Frank Irnich ó1IDC, The Digital Universe Decade: Are You Ready?Mai 2010, S. 2.2Barua, et al., Measuring Business Impacts of EffectiveData, September 2010.ParCon Consulting GmbHwww.parcon-consulting.comProratio Systeme und Beratung GmbHwww.proratio.dePST Software und Consulting GmbHwww. pst.deQlik Tech GmbHwww.qlikview.deQuest Software GmbHwww.questsoftware.deSMARTCRM GmbHwww.smartcrm.deStep Ahead AGwww.stepahead.deToolmaker GmbHwww.toolmaker.deUNIT4 Business Software GmbHwww.unit4software.deSQL/AbfragetoolsC4B Com For Business AGwww.c4b.deEXSO. business solutions GmbHwww.exso.deFTSolutionswww.ftsolutions.dehumanIT Software GmbHwww.infozoom.comInfor GmbHwww.infor.comInfoSuitewww.exceldata.deIBM WebQuerywww.ibm.deITP Software Systeme GmbHwww.itp-panorama.deKCS.net AG Westwww.kcs.netML-Softwarewww.ml-software.comMöhlmann Software-Engineeringwww.moehlmann.deQuest Software GmbHwww.questsoftware.deToolmaker GmbHwww.toolmaker.deAlle aktuellen Software-, Hardware- undDienstleistungsangebote finden Sie in unsererOnline-Datenbank. Wir haben für Siemehr als 4.600 Produkte von über 1.200Anbietern zusammengestellt, die von denAnbietern ständig aktuell gehalten werden.www.midrange-solution-finder.de12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN45


marktübersichtDatenanalyseFlexible Lösungsstrategie für harmonische ProzesseRaus aus der DatenisolationEin integriertes, vernetztes Regelwerk hilft, schlechte Datenqualität dauerhaft zu vermeiden.Um inhaltliche und strukturelle Mängel auszumachen und über eigene Bereinigungsmechanismenund -prozesse die höchstmögliche Qualität zu erzielen, ist eine flexible Lösungsstrategiegefragt. Ein Thema, mit dem sich der Arbeitskreis Master Data Management,Data Quality und Data Governance beschäftigt.Die Themen Stammdatenmanagement,Datenqualität sowie die Organisation,Steuerung und Kontrollevon Unternehmensdaten (Data Governance)fallen in vielen Unternehmenschon lange nicht mehr in das Hoheitsgebietbestimmter Abteilungen. Dennnur die gemeinsame Sicht von IT undFachbereichen auf die relevanten Informationen– mit Hilfe eines einheitlichintegrierten Steuerungsinstruments –bringt den gewünschten Mehrwert inpunkto Datenmanagement.Integriertes, vernetztes RegelwerkÜber die DSAGDie Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe(DSAG) e. V. in Walldorf versteht sich als eineunabhängige Interessenvertretung aller SAP-Anwender in Deutschland, Österreich und derSchweiz. Ziel der DSAG ist es, darauf hinzuwirken,dass bedarfsgerechte SAP-Lösungengeschaffen werden – und den ErfahrungsundInformationsaustausch sowohl der SAP-Kunden untereinander als auch mit der SAPzu fördern. Die 1997 als eingetragener Vereingegründete DSAG zählt heute über 2.600Mitgliedsunternehmen und hat sich als eineder größten SAP-Anwendergruppen weltweitetabliert.www.dsag.deZusammenspiel der UnternehmensprozesseUm die gewünschten Effekte zu erzielen,sollte ein Unternehmen seinStammdatenmanagement auf einer flexiblenLösungsstrategie aufbauen. Dasheißt z. B., dass Kunden‐, Lieferanten‐,Produkt- oder Mitarbeiterstammsätzeunternehmensweit für analytische Zweckezu konsolidieren und für operativeZwecke zu harmonisieren sind. Zudemist es sinnvoll, durch vorgelagerte Steuerungsprozesseexakt den Zeitpunkt sicherzustellen,an dem die Daten entstehenoder geändert werden sollen,so dass diese Steuerungsprozesseformal wie inhaltlich korrekt sindund den Unternehmensstandardsentsprechen. Dafür ist ein integriertesund vernetztes Regelwerkaus unterschiedlichen Einzeldisziplineneine wichtige Voraussetzung.Zum einen gehören dazu die technischenGrundlagen, um Stammdaten– z. B. vor der Übernahme aus Alt- oderFremdsystemen – zu bereinigen und imETL-Prozess (Extraktion, Transformation,Laden) korrekt ins Zielsystem zuübernehmen. Zum anderen sollte dasZielsystem Validierungsmöglichkeitenzur Selbstüberprüfung und je nachSachlage auch Korrekturverfahren anbieten,um dauerhaft eine hohe Datenqualitätzu gewährleisten. Schließlichist es unerlässlich, bei zentralen Datenanlage-und Datenänderungsprozessenflexible, prozessorientierte Kontrollinstanzen– wie z. B. Workflows mitsteuerbaren Rollen und Interventionsmöglichkeitensowie ein Daten-Staging(temporäre Zwischenspeicherung) –einzuführen. Dadurch lässt sich sicherstellen,dass neue Daten fehler- und störungsfreiin Betrieb gehen können.Im engeren Sinne handelt es sichbei der Datenqualität darum, einen vorgegebenenIst-Zustand von bestimmtenDaten zu erfassen, zu bewerten und gegenüberdem Soll-Zustand über vorgegebene,regulative oder selbstdefinierteQualitätsanforderungen einzuordnen.Kurz gesagt: Es ist zu ermitteln, ob dieDaten „fit for use“ sind. Es geht aberauch darum, inhaltliche und strukturelleDatenmängel auszumachen und übereigene Datenbereinigungsmechanismenund -prozesse eine möglichst hoheQualitätsstufe zu erreichen. Also, welcheDaten sind nicht korrekt, was sinddie häufigsten Fehler und wo liegen diefehlerhaften Datenquellen? Gleichzeitigmüssen Prozesse und Lösungswege angebotenwerden, um direkt eingreifenzu können.Quelle: DSAG46MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Demgegenüber soll das Konzeptder Daten-Governance mit Hilfe vonSteuer- und Kontrollmechanismen sicherstellen,dass fehlerhafte Informationengar nicht erst entstehen, wennneue Daten erzeugt sowie bestehendebearbeitet und aktualisiert werden.Dazu gehören z. B. auch Instrumentezur Prozessüberwachung, um vorgegebeneBearbeitungszeiten einzuhalten.Sowohl die Daten-Governance als auchdie Datenqualität sind beim Stammdaten-Managementgleichermaßen unabdingbar.Denn je besser die Qualität derInformationen sowohl proaktiv als auchreaktiv gesteuert werden kann (z. B. umKunden‐, Lieferanten‐, Material- oder Finanzdatenzu verwalten), desto leichterlassen sich Kosten einsparen und einbeträchtliches Gewinnoptimierungspotenzialfreilegen.Durch die höhere Datenqualitätsteigt zudem die Bedeutung des GeschäftsbereichsUnternehmensinformationen.Das unterstreicht SAP durchsignifikante Akquisitionen – wie etwavon BusinessObjects – und durch kontinuierlicheWeiterentwicklungen. Soentstand ein Lösungsportfolio für Informations-und Stammdatenmanagement,das den ganzheitlichen Ansatzmit verzahnten Schlüsselbereichenstrategisch weiterverfolgt:Datenintegration mit Datenstandardisierung,-bereinigung und -anreicherung,um bei der Datenübernahmein ein MDM-System (Master Data Management)eine hohe Datenqualität zugewährleisten. (Schlüsselkomponenteist hier SAP BusinessObjects Data Services.)Aktive Datenqualitätslenkungim MDM-System mit visueller Darstellungund Überwachung der ermitteltenDatenqualität sowie der Möglichkeit,diese über gesteuerte Bereinigungsprozesseunmittelbar zu beeinflussen.(Schlüsselkomponente ist hier der SAPBusinessObjects Information Steward.)Stammdatenkonsolidierung und-harmonisierung, um vertrauenswürdigeUnternehmensanalysen und hoheDatenqualität in heterogenen und dezentralenSystemlandschaften sicherzustellen.(Schlüsselkomponente isthier das SAP NetWeaver Master DataManagement.)Zentral gesteuerte und geregelteStammdatenanlage- und -änderungsprozessezur direkten Gewährleistungvon standardkonformen und inhaltlichkorrekten Unternehmensstammdaten,die auch in lokale Systeme verteilt werdenkönnen. (Schlüsselkomponentehier ist SAP Master Data Governance.)Praktische Erfahrungen sammelnDie zunehmende Verschmelzung vonStammdatenmanagement, Datenqualitätund Daten-Governance hat derArbeitskreis Master Data Managementaufgegriffen und sein Spektrumdementsprechend erweitert. Eine einheitlicheSicht auf sämtliche AspekteIT-technisch angemessen abzubilden,ANZEIGEfördert für das Gremium neue Aspektezutage und gewiss auch neue Anforderungenan die SAP-Software. ImRahmen des Programms zur kontinuierlichenVerbesserung von Produktenund Lösungen in der Standardwartungist der Arbeitskreis bereits an derWeiterentwicklung des SAP-ProduktsSAP NetWeaver MDM beteiligt. Aktuellist auch ein Product InfluenceTeam aus DSAG-Mitgliedern und SAP-Produktverantwortlichen im Einsatz,das Anforderungen zur kurzfristigenfunktionalen Weiterentwicklung imRahmen des Programms zur kontinuierlichenVerbesserung von Produktenund Lösungen in der Standardwartungsammelt und an die SAP-Entwicklungweitergibt. Eine gute Basis, die breiterwird und umso mehr wichtige Ergebnisseerzielen kann, je mehr Mitgliedersich mit Anregungen, Wünschen undVorschlägen an der Arbeit des Gremiumsbeteiligen. Reiner Schaaf óSmarteBISAP ERP- undSAP R/3-DatenfürSAPONLINELaufend aktuelle Termine für Online-Seminarerund um das Thema SAP. Teilnahme kostenfrei!Jetzt anmelden!www.cubeware.de/onlineseminare12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN47


marktübersichtDatenanalyseQual der Wahl bei BI-LösungenDie Reporting-Suite von SAPMit der SAP BusinessObjects Business Intelligence-Plattform bietet SAP eine Reihe vonReporting-Werkzeugen an, die viele Anwender vor die Qual der Wahl stellen. Entscheidetsich ein Unternehmen für eine BI-Lösung, die seine Anforderungen nicht optimal erfüllt,kann dies hohe Fehlinvestitionen und geschäftliche Fehlentwicklungen zur Folge haben.BusinessObjects Explorers mit den weiterenSAP BusinessObjects Reporting-Werkzeugen noch nicht überzeugendgelöst ist. Er ist derzeit noch eher einMonolith im Ensemble der SAP Reporting-Werkzeuge.Trotzdem solltenUnternehmen dieses Reporting-Werkzeugim Auswahlprozess für ihr Top-Management berücksichtigen, da es dieMöglichkeit bietet, Analysen schnellund ohne Vorkenntnisse zu erstellen.Zudem kann der SAP BusinessObjectsExplorer sowohl im Internet-Browserals auch auf mobilen Endgeräten verwendetwerden (Apple iOS).Um einen schnellen Überblick überdie Kennzahlen eines Unternehmenszu gewinnen, bietet sich SAP BusinessObjectsDashboards an. Für die Darstellungim Internetbrowser sind dieerzeugten Dashboards gut geeignet.Allerdings besteht derzeit noch die Einschränkung,dass die erstellen Dashboardsdurch die eingesetzte Flash-Technologie noch nicht auf mobilenEndgeräten verwendet werden können.Dies soll sich aber in Zukunft ändern:SAP BusinessObjects Dashboards solleine Export-Funktion in das HTML5-Format erhalten, womit die Dashboardsauf mobilen Endgeräten nutzbar sind.Ein weiteres Tool ist für das Top-Management relevant, wenn es z. B.um das Monats- oder Quartalsreportinggeht. Dafür werden hoch formatierteBerichte eingesetzt, die jeden Monatmit neuen Zahlen zu füllen sind. Fürdiese Aufgabe eignet sich SAP Crys‐Top-ManagementFührungskräfteAnalystenMitarbeiterDie vier typischen primären AnwendergruppenIT-Beratungshaus Camelot ITLab hatbei zahlreichen Kundenprojekten umfassendeErfahrungen mit den Werkzeugender SAP BusinessObjects BusinessIntelligence-Plattform gesammelt. Zudemnimmt Camelot ITLab regelmäßigan Ramp-Ups und Beta-Tests von SAP-Teil, um frühzeitig Know-how in neuenTechnologiethemen aufzubauen. DieseErfahrungen und Kompetenzen fließenin die nachfolgenden Betrachtungenein, welche SAP Reporting-Lösungenfür die einzelnen Anwendergruppengeeignet sind. Die klassischen Werkzeugedes SAP NetWeaver Business InformationWarehouse (SAP NetWeaverBW) werden in diesem Zusammenhangnicht näher betrachtet. Denn sie werdenvon SAP nicht weiterentwickelt,sondern nur gewartet.Um ein geeignetes SAP BusinessObjectsBusiness Intelligence-Werkzeugauswählen zu können, sollte einUnternehmen zunächst die Geschäftsanforderungenseiner Anwender genauerfassen. Die in untenstehendenTabelle aufgeführten Kriterien könnendabei eine Rolle spielen. Die Liste erhebtnicht den Anspruch, vollständigzu sein, sondern ist je nach Unternehmenindividuell anzupassen und zu ergänzen.Eine besondere Rolle spielt dieRelevanz der einzelnen Kriterien fürdie verschiedenen Anwendergruppen.Viele Unternehmen unterscheiden vierAnwendergruppen (siehe Abbildung).Zu den vier typischen Anwendergruppengesellt sich noch die IT-Abteilung,die ebenfalls ihre spezifischenAnforderungen hat. Diese sind jedochweniger auf geschäftliche Ziele ausgerichtet,sondern mehr auf die Erstellungvon Reports für die Anwender. Was dieRelevanz der genannten Geschäftsanforderungenanbelangt, unterscheidensich die einzelnen Anwendergruppen.Im Top-Management ist als Trenderkennbar, dass Daten auf mobilen Endgeräten(mobiles Reporting, z. B. mitdem iPad) zur Verfügung stehen sollen.Außerdem sind die einfache Suche undAuswertung großer Datenmengen fürdiese Anwendergruppe interessant.Einstiegspunkt sollte aber immer eineaggregierte Sicht auf die Daten sein.Für diese Zwecke ist v. a. der SAPBusinessObjects Explorer geeignet, daer über eine einfach zu bedienendeOberfläche verfügt, die die schnelleAuswertung großer Datenmengen ermöglicht.Einschränkend sei aber angemerkt,dass die Integration des SAP48MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


tal Reports for Enterprise. Mit diesemWerkzeug können Layouts pixelperfekterstellt werden, so dass ein standardisiertesMonats- oder Quartalsreportingeingeführt werden kann. Auch gibt esdie Möglichkeit, die erstellten Berichteauf mobilen Endgeräten zu betrachten,und zwar mit der SAP BusinessObjectsBI Mobile App.Multidimensionale Daten gefragtANZEIGEeinfach | mittelstandsgerechtDie Führungskräfte unterhalb des Top-Managements haben zusätzliche Reporting-Anforderungen.Neben der Betrachtunghoch aggregierter Daten undder einfachen Suche und Auswertung ingroßen Datenmengen steht die Analysemultidimensionaler Daten, auch OLAP-Daten genannt, z. B. entlang der Unternehmenshierarchieim Vordergrund.Meist soll diese Analyse über einenExcel-Client oder den Internetbrowsererfolgen, wobei die meisten Anwenderden Excel-Client bevorzugen.Die SAP BusinessObjects BusinessIntelligence-Plattform bietet dafür zweiReporting-Werkzeuge an: zum einenden Excel-Client SAP BusinessObjectsAnalysis, Edition for Microsoft Office,zum anderen ein Internetbrowser-basiertesWerkzeug, nämlich SAP BusinessObjectsAnalysis, Edition for OLAP.Beide Lösungen stellen dem Anwendereine große Funktionsvielfalt zur Verfügung,so dass auch komplexe Analysenvon Daten durchgeführt werden können.Vor allem bieten beide Werkzeugeauch die Möglichkeit, lokale Berechnungenbasierend auf Daten aus demzentralen Data Warehouse durchzuführen.Zu beachten ist aber, dass sich beideWerkzeuge nicht für das Reportingauf mobilen Endgeräten eignen. Habendie Führungskräfte bereits Erfahrungenmit dem SAP BEx Analyzer, fälltder Umstieg auf SAP BusinessObjectsAnalysis, Edition for Microsoft Office,leicht, da dieses Werkzeug der quasidirekte Nachfolger ist.Auch für die Analysten eines Unternehmenssteht die Analyse multidimensionalerDaten im Vordergrund.Häufigste Aufgabe ist dabei die Analysevon Details mittels Drilldown oderDrillthrough, um z. B. die Ursache füraufgetretene Ausnahmen in den Datenzu analysieren. Dafür eignet sich ebenfallsSAP BusinessObjects Analysis,Edition for Microsoft Office oder Editionfor OLAP. Steht nicht die Analysevon Daten mithilfe von Hierarchienim Vordergrund und sollen Ad-hoc-Berichte erstellt werden, kann auchder Einsatz von SAP BusinessObjectsWebIntelligence geprüft werden. DiesesWerkzeug eignet sich besondersfür Anwender, die bisher wenig mit denSAP BEx-Tools gearbeitet haben, da esdie schnelle und einfache Erstellungvon Berichten ermöglicht.Kritisch zu sehen ist, dass mit WebIntelligenceund Analysis, Edition forOLAP, zwei Internetbrowser-basierteWerkzeuge zur Verfügung stehen, dieeinen ähnlichen Anwenderkreis ansprechen.Hier besteht die Hoffnung,dass in Zukunft beide Analyse-Werkzeugein eines überführt werden. Bisdahin sind die jeweiligen Vor- undNachteile für den Einsatz bei Analystengenau zu prüfen. Steht die multidimensionaleAnalyse von Daten, auch mitHierarchien, im Vordergrund, ist SAPBusinessObjects Analysis, Edition forOLAP, zu wählen.Wie eingangs erwähnt, ist die Festlegungder Kriterien für die Auswahl einesReporting-Werkzeugs mitentscheidendfür den Erfolg bei den Anwendern.Nur wenn die Reporting-Lösungen dieGeschäftsanforderungen der Anwendererfüllen, ist auch langfristig sichergestellt,dass diese die Reporting-Werkzeugenutzen und mit den vorhandenenMöglichkeiten zufrieden sind. Die Toolsals solche sind nur Unterstützungsfunktionenbei der Abdeckung derReporting-Anforderungen eines Unternehmens.Dr. Torben Hügens óDaten einfach bereitstellen ...aus beliebigen VorsystemenEQM - Enterprise Query Manager —Smartes Werkzeug für Ihre ETL-Prozesse Ad-Hoc-Abfragen auf Ihre Live-Daten Aufbau Ihres Data Warehouse/Kennzahlen-Cockpits mit Daten aus- IBM DB2 - MS SQL Server - Oracle - Access/Excel - SAP … Datenübernahme in andere Datenbanken Übernahme Ihrer Queries - IBM Query/400 Konverter Taskplaner für zeitgesteuerte Ausführungen Veröffentlichung im Dialog, Portal oder auf iPad & Co.LIVE +++ WebCast am 22.11.2012Jetzt anmelden unter: webcast@aruba-informatik.dewww.aruba-informatik.de | Tel.: 0711/55 03 73 30Neu*IBM ist eine eingetragene Marke derInternational Business Mashines Corporation12/2012 · MIDRANGE MAGAZIN49


SERVICEGLOSSEVORSCHAUNimm mich mit …Seit zehn Jahren können Mobilfunkkunden beim Anbieterwechsel ihreHandy-Nummer mitnehmen. Das erleichtert des Users zwischenmenschlicheGünstig-Kommunikation, erschwert aber die Kundenbindungbei T‐Mobile & Co. Seit 2008 wurde die Rufnummermitnahme hierzulanderund 3,5 Millionen Mal praktiziert, das heißt auch: dreieinhalb Millionen Mal„Kunde futsch“. Dummerweise ist durch den Portierservice oft nicht mehrzu erkennen, in welches Netz man gerade telefoniert. Eine Lösung diesesKostenfrage-Problems bieten die so genannten All-Net-Flat-Offerten, zu flacherRate geht’s in alle Netze. Auch mein Mobil-Anbieter versucht von Zeitzu Zeit (meist zu einer sehr ungünstigen), mich zu einem für ihn lukrativenTarifwechsel zu überreden. Echt All-Net-Flat wäre schon interessant, habe ichbeim letzten Anruf leichtfertigerweise von mir gegeben, sofort bot man mir –nur jetzt und nur heute – ein 49,95-Euro-Paket an („Statt über 90 – überlegenSie mal, was Sie da sparen“). Dass diese Offerte noch verbesserungswürdigsei, weil es dasselbe für alle, die 1und1 zusammenzählen können, auch schonfür 19,99 pro Monat gebe, quittierte die Anruferin mit einem schnippischenUnterton. „Typischer Fall von Nicht-die-Sternchen-gelesen. Ich will ja keinenWettbewerber schlecht machen, aber … Das schreiben Sie sich mal hinter dieOhren: Immer schön die Sternchen lesen“. Derlei kluge Ratschläge habenwirklich eine öffentliche Auszeichnung verdient. So wie damals, als man fürSchrift und Form noch kleine rote Gestirne in sein Aufgabenheft gezeichnetbekam. Hier also sind meine für besagte CC-Outbound-Spezialistin imAuftrag meines Mobilfunkanbieters. Vergeben für besondere Qualitäten inder Kategorie „Customer Relationship Murder“. Wer künftig über die Vodafone-Hotline12313, die E‐Plus-Nummer 10667 oder die Telekom-Kurzwahl4387 herausfinden will, welchem Netz meine Handy-Nummer zuzuordnenist, wird neue Erkenntnisse hören. „Nimm mich mit“ hat sie mir nach demSternchen-Telefonat zugerufen. Gesagt – getan.IH óMIDRANGE MAGAZIN 1/2013erscheint am 18. 12. 2012SCHWERPUNKTOberflächenkonzepteSoftwareentwicklung und-modernisierungSupply Chain ManagementReibungsloses Zusammenspielmit den LieferantenBranchenbrennpunktMaschinenbauMARKTÜBERSICHTIBM Business-PartnerCourtneyk, iStockphoto.comInserentenimpressumaruba . . . . . . . . . . . 49www.aruba-informatik.deComarch . . . . . . . . 23www.comarch.decubeware . . . . . . . . 47www.cubeware.deEPOS . . . . . . . . . . . 13www.eposgmbh.comHit Software . . . . . . 19www.hitsw.deitelligence . . 21, 25, 29www.itelligence.deITP . . . . . . . . . . . 2, 52www.midrange.deK+H . . . . . . . . . . . . . 3www.kh-software.deRaz-Lee . . . . . . . . . . 33www.razlee.deSM Hartmann . . . . . . 7www.smhsoftware.deToolmaker . . . . . . . 51www.toolmaker.deWilsch . . . . . . . . . . 39www.wilsch.deWMR . . . . . . . . . . . . 37www.wmr.atBitte beachten Sie dieBeilage von Toolmaker.MIDRANGE MAGAZINISSN 0946-2880Herausgeber: Klaus-Dieter JägleREDAKTIONTel. +49 8191 9649-26E-Mail redaktion@midrange.deRainer Huttenloher (rhh), Chefredakteur(V.i.S.d.P.), Klaus-Dieter Jägle (kdj),Martina Weber (MW), Irina Hesselink (IH),Klaus-Peter Luttkus (KPL), RobertEngel (RE), Jörg Zeig (JZ)ANZEIGENVERWALTUNG/MEDIABERATUNGBrigitte Wildmann, Tel. +49 8191 9649-24E-Mail brigitte.wildmann@midrange.deANZEIGEN/MEDIABERATUNGMichaela Koller, Tel. +49 8191 9649-34E-Mail michaela.koller@midrange.deBezugspreis (Jahresabo):Inland € 149,– inkl. MwSt., Ausland € 169,–Erscheinungsweise: 12 Ausgaben pro JahrGültige Anzeigenpreisliste: Nr. 21/2012Urheberrecht: Alle im MIDRANGE MAGAZINerschienenen Beiträge sind urheberrechtlichgeschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen,vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcherArt, ob Fotokopie, Mikrofilm oder Erfassungin Datenverarbeitungsanlagen, nur mitschriftlicher Genehmigung des Verlages.Hiervon ausgeschlossen sind abgedruckteProgramme, die dem Leser zum ausschließlicheigenen Gebrauch zur Verfügung stehen.Aus der Veröffentlichung kann nichtgeschlossen werden, dass die beschriebeneLösung oder verwendete Bezeichnung freivon gewerblichen Schutzrechten ist.Haftung: Für den Fall, dass im MIDRANGEMAGAZIN unzutreffende Informationenoder in veröffentlichten Programmen oderSchaltungen Fehler enthalten sein sollten,kommt eine Haftung nur bei grober Fahrlässigkeitdes Verlages oder seiner Mitarbeiterin Betracht.Namentlich gezeichnete Beiträge gebennicht unbedingt die Meinung der Redaktionwieder. Für unaufgeforderte Einsendungenaller Art übernimmt der Verlag keine Haftung.Bei Nichtbelieferung im Fall höhererGewalt, bei Störung des Betriebsfriedens,Arbeitskampf (Streik, Aussperrung) bestehenkeine Ansprüche gegen den Verlag.VERLAGITP VERLAG GmbHKolpingstraße 26, D-86916 KauferingTel. +49 8191 9649-0Fax +49 8191 70661E-Mail service@midrange.deInternet www.midrange.deGesellschafter: U. E. JäkelGeschäftsführer: Klaus-Dieter JägleMarketing: Klaus-Dieter JägleAbonnentenservice: Tel. +49 8191 9649-25Bankverbindungen Deutschland:VR-Bank Landsberg-Ammersee eGKonto-Nr. 5137 500, BLZ 700 916 00Donner & ReuschelKonto-Nr. 116 310 300, BLZ 200 303 00PRODUKTIONSatz und Druckvorstufe: Michael Schnürer,Popp Media Service, AugsburgDruck: Joh. Walch GmbH, AugsburgMitglied der Informationsgemeinschaftzur Feststellungder Verbreitungvon Werbeträgern e.V.50MIDRANGE MAGAZIN · 12/2012


Konsequent.InKonsequent.Warum sichern Sie jede Nacht auf Band?Braucht Ihr Power i-System eigentlich eine Datensicherung? Schließlich ist es legendärzuverlässig, und in all den Jahren ist nie etwas passiert. Trotzdem sichern Sie jede Nacht auf Band.KONSEQUENT. Sie wollen ja schließlich keine Daten verlieren.Ist Bandsicherung konsequent?Daten verlieren Sie trotz Bandsicherung, wenn Ihr System crasht. Dann sind alle Daten-Änderungen, die Ihre IBM Power i seit der letzen Sicherung verarbeitet hat, unrettbar verloren: neueAufträge, Lieferungen, Rechnungen, E-Mails, Buchungen, Zahlungen. Riesige Datenmengen,die nicht wiederherzustellen sind.Nur kontinuierlich sichern ist konsequentWenn Sie ihre Power i-Daten zusätzlich zur täglichen Bandsicherung mit directsync4i sichern,werden alle Daten-Änderungen während des laufenden Betriebs sofort in eine externe Datenbank aufeinen PC geschrieben. Bei einem Crash sind alle Transaktionen des Tages dort sicher gespeichertund können auf Knopfdruck wiederhergestellt werden. Die Arbeit geht da weiter, wo sie unterbrochenwurde. Ohne Datenverlust. Ohne Kopfschmerz.Mehr Informationen zur kontinuierlichen Datensicherung und directsync4i finden Fachleute unter: www.toolmaker.de/kdsDort lesen Sie auch, dass directsync4i noch viel mehr kann!Deutschland | Tel. 08191 968111 | www.toolmaker.deSchweiz | Tel. 043 3057323 | www.toolmaker.ch


Theo BärIBM DB2Web Query für iDas moderne Werkzeug für Abfragen,Analysen und Präsentationen von Daten Datenbank-Abfrage Daten-Analyse Grafische Präsentationca. 600 Seitennur 248,– €Bestellnummer 444075ISBN 978-3-930176-78-6Mit dem Web- und Java-basierten Abfrage-, Analyseund Präsentations-Tool IBM DB2 Web Queryfür i stellt IBM Möglichkeiten zur Verfügung, dieweit über die Fähigkeiten des bekannten Query/400hinaus gehen. Dennoch können die mitQuery/400 erzeugten Abfragen nahtlos im DB2Web Query für IBM i genutzt werden.Im April 2007 kündigte IBM ein neues Web-basiertesAbfrage- und Präsentationstool als Nachfolgerdes bekannten Query/400 an. Derzeitist die Version 1.1.2 verfügbar und ganz aktuell(2012) die Version 2.1. Der Mitautor an dem aktuellenIBM Red Book, Theo Bär, beschreibt indiesem Fachbuch zusammenfassend und nachvollziehbar,wie Anwender und Entwickler diefantastischen Möglichkeiten des IBM DB2 WebQuery nutzen können. Beispielsweise könnenmithilfe der integrierten OLAP-Funktionalitätzusammenfassende Datendarstellungen per Slicing-,Dicing- und Drilldown-Funktionen umfassendanalysiert werden.Nachdem der beliebte Query/400 nun endgültigvon IBM abgekündigt ist, erscheint rechtzeitig diezweite erweiterte Auflage des Fachbuchs zumNachfolger.Inklusive CD-ROM mit PDFdes gesamten Buchinhalts!Aus dem InhaltIBM DB2 Web Query für iV 1.1.2 und V 2.1 Übersicht Web Query Installation und Erweiterungen Architektur und Grundlagen Neue Paketierung in V2 Benutzer und deren Autorisierung Metadaten und die Erzeugungvon Synonymen Administrationskonsole undAdministrationsaufgaben Report Assistent Übernahme von Query/400-Daten Diagramm Assistent Power Painter Active Reports InfoAssist Developer Workbench OLAP Anwendungen HTML Composer SQL Assistant Spreadsheet Client Report Broker Extension ToolsBestellung per Fax +49 8191 70661im Web www.midrange-shop.com▢ Ja, ich bestelle mein Fachbuch„IBM DB2 Web Query für i“zum Preis von 248,– € zzgl. Versand kosten.Abonnenten von MIDRANGE MAGAZIN oderTechKnow Letter erhalten 10 % Treuerabatt.Weitere interessante Fach bücherfinden Sie im Web:www.midrange-shop.comVertrauensgarantie:Ich habe das Recht, binnen zweiWochen von heute an von meinerBestellung zurückzutreten.Zur Wahrung der Frist genügtdie rechtzeitige Absendung anservice@midrange.de. Solltemir das gelieferte Fachbuch nichtgefallen, kann ich es nach Erhaltbinnen zwei Wochen samt derbeiliegenden Rechnung wiederzurückschicken und die Sache istfür mich erledigt. Diese Vereinbarungennehme ich mit meinerzweiten Unterschrift zur Kenntnis.FirmaNameStraßePLZ, OrtTelefonDatumDatum1. Unterschrift2. UnterschriftE-Mail-AdresseFaxITP VERLAG GmbH | Kolpingstraße 26 ı 86916 Kaufering | Tel. +49 8191 9649-0 ı Fax +49 8191 70661 | www.midrange.de ı service@midrange.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine