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Programm 2008 - MEG Wandlitz

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M.E.G. <strong>Wandlitz</strong><br />

Regionalstelle der Milton Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose<br />

Tagungsprogramm<br />

Hypnosystemische Konzepte<br />

in der Psychoonkologie<br />

17. – 19. Oktober <strong>2008</strong><br />

Im Kurhotel Seepark<br />

in <strong>Wandlitz</strong> (bei Berlin)


Tagungsprogramm Stand: Juli <strong>2008</strong><br />

Sehr geehrte Teilnehmer/-innen,<br />

bitte wählen Sie aus dem folgenden <strong>Programm</strong> für jeden Vor- und<br />

jeden Nachmittag der Tagung (Ausnahme: Vorträge im Plenum am<br />

Samstagvormittag) eine Veranstaltung (1. Priorität) aus, an der Sie am<br />

liebsten teilnehmen möchten und eine weitere (2. Priorität), falls Ihre<br />

1. Priorität bereits voll belegt sein sollte.<br />

Ihre Auswahl tragen Sie bitte im Rückmeldebogen ein und senden diesen<br />

per Post oder E-Mail an die <strong>MEG</strong> <strong>Wandlitz</strong> zurück.<br />

Bitte beachten Sie, dass die Zusendung per Fax nicht möglich ist.<br />

Sie erhalten auf jeden Fall eine Bestätigung für Ihr persönliches<br />

Tagungsprogramm.<br />

Änderungen des <strong>Programm</strong>s bleiben vorbehalten. Bei unvermeidbarem<br />

Ausfall einer Veranstaltung wird nach Möglichkeit für Ersatz gesorgt.<br />

Mit freundlichen Grüßen<br />

Elvira Muffler<br />

M.E.G. <strong>Wandlitz</strong><br />

Elvira Muffler<br />

Am Güterbahnhof 8<br />

16348 <strong>Wandlitz</strong><br />

Telefon 0172-6626757<br />

E-Mail info@elvira-muffler.de<br />

Internet www.meg-wandlitz.de<br />

Schirmherrschaft:


Zeittafel<br />

Ab 8.00 Uhr ist das Tagungsbüro geöffnet!<br />

Freitag. 17. 10. <strong>2008</strong><br />

9.00 – 12.15 Uhr (Pause 15 min)<br />

WS 180 Einführung in die Hypnotherapie und Möglichkeiten<br />

der Anwendung in der Psychoonkologie<br />

Hansjörg Ebell, Dr. med., München<br />

WS 180 Vom Opfer-Erleben zur Sinn-entwickelnden<br />

Gestaltungskraft im Individuum<br />

Gunther Schmidt, Dr. med., Heidelberg<br />

WS 180 Eins ist allen Krebspatienten gemeinsam,<br />

jeder ist anders ...<br />

Cornelia Welge, Dipl.-Psych., Minden<br />

WS 180 Musik-Therapie in der Onkologie – „Wir sind nur da<br />

ganz Mensch wo wir spielen“ F. Schiller<br />

Liselotte Dreusicke, Dr. med., Musiktherapeutin<br />

12.50 – 13.50 Uhr<br />

Historische Führung im Dorfkern von <strong>Wandlitz</strong><br />

14.00 – 17.30 Uhr (Pause 30 min)<br />

WS 180 Freundschaft mit dem krebskranken Körper schließen<br />

Hanne Seemann, Dipl.-Psych., Heidelberg<br />

WS 180 Organisationssupervision und Selbstcoaching.<br />

„Eintauchen in die Qualität und Macht psychoonkologischer<br />

Versorgungsstrukturen“<br />

Gabriele Blettner, Dipl.-Sozialarbeiterin, Wiesbaden<br />

WS 180 Wenn einem die Angst im Halse stecken bleibt<br />

Ghita Benaguid, Dipl.-Psych., Bielefeld<br />

WS 180 Die Sprachlosigkeit überwinden –<br />

die heilsame Kraft des Schreibens<br />

Angelika Reimer, Poesietherapeutin, Berlin<br />

SV 180 Supervision: Themenschwerpunkt<br />

Symptomlinderung und Behandlungsvorbereitung<br />

Elvira Muffler, Dipl.-Soz.-Päd., <strong>Wandlitz</strong><br />

19.00 Uhr<br />

Lesung „Wege zum Lebenssin“<br />

Alf von Kries


Zeittafel<br />

Samstag, 18. 10. <strong>2008</strong><br />

9.00 – 12.30 Uhr Vorträge im Plenum (Pause 30 min)<br />

V 45 Hypnose und Selbsthypnose in der Onkologie<br />

Hansjörg Ebell, Dr. med., München<br />

V 45 Männer leiden anders – Frauen auch.<br />

Geschlechtsspezifische Beratung in der<br />

Psychoonkologie?<br />

Monika Keller, Dr. med., Heidelberg<br />

Pause<br />

V 30 Kriegskinder und Krebs<br />

Elvira Muffler, Dipl.-Soz.-Päd., <strong>Wandlitz</strong><br />

V 30 Krebserfahrung der Therapeutin:<br />

Potenzial oder Handicap?<br />

Irmhild Harbach Dietz, Dipl.-Psych., Berlin<br />

V 30 „mal meins“– ein künstlerisches Kursangebot für<br />

Krebspatienten in der ambulanten Nachsorge<br />

Heide Götze, Dipl.-Psych., Leipzig<br />

14.00 – 17.30 Uhr (Pause 30 min)<br />

WS 180 Familiengespräche mit Sterbenden<br />

Gerhard Strittmatter, Dipl.-Psych., Dr. rer. nat.<br />

WS 180 Hypnosystemische Konzepte in der ambulanten<br />

psychosozialen Krebsberatung<br />

Elvira Muffler, Dipl.-Soz.-Päd., <strong>Wandlitz</strong><br />

WS 180 Psychoonkologie im Akutkrankenhaus<br />

Ute Goerling, Dipl.-Psych., Berlin<br />

WS 180 Kunsttherapie – Kraft der Farben<br />

Bodypainting mit Krebspatientinnen<br />

Claudia Loeffler, Kunsttherapeutin, Berlin<br />

SV 180 Supervision: Bevor der Fall zu Fall kommt – Themenschwerpunkt<br />

psychoonkologischer Arbeitskontext<br />

Gabriele Blettner, Dipl.-Soz.Arb., Wiesbaden<br />

Ab 19.00 Uhr<br />

Festabend im Goldenen Löwen


Zeittafel<br />

Sonntag, 19. 10. <strong>2008</strong><br />

9.00 – 12.15 Uhr (Pause 15 min)<br />

WS 180 „Krebs auf der Bühne“: Psychodrama in der psychoonkologischen<br />

Gruppenarbeit<br />

Alf von Kries, Dipl.-Psych., Wiesbaden<br />

WS 180 Traumatherapeutische Methoden in der<br />

Psychoonkologie<br />

Margarete Isermann, Dipl.-Psych., Kassel<br />

WS 180 Sounds of Science, Dichtung und Wahrheit oder: Warum<br />

Blues glücklich macht.<br />

Gesang und Poesie als philosophische Kompetenzen<br />

und als Sonden für eigene Weisheit.<br />

Matthias Ohler, Heiligenkreuzsteinach<br />

WS 180 Reisen zum Inneren Helfer<br />

Manuel Breuer, Heilpraktiker, Berlin<br />

SV 180 Supervision: Themenschwerpunkt<br />

Familienberatung<br />

Gerhard Strittmatter, Dipl.-Psych., Münster<br />

12.30 – 12.45 Uhr<br />

Abschlussplenum


Freitag, 17. 10. <strong>2008</strong><br />

Workshop 9 .00 – 12.15 Uhr<br />

Einführung in die Hypnotherapie<br />

Möglichkeiten der Anwendung in der Psychoonkologie<br />

Hypnose und Selbsthypnose können Leiden lindern. Dies gilt auch und<br />

insbesondere für Patienten mit einer Krebserkrankung. Bei vielen<br />

Symptomen (z.B. Ängste, Schmerzen, Übelkeit, Erschöpfung) wie auch<br />

im Umgang mit der Erkrankung (Coping) können dadurch erstaunliche<br />

Veränderungen angestoßen werden, so dass mitmenschliche Zuwendung<br />

und professionelle „Begleitung ein Stück des Weges“ individuelle<br />

Ressourcen erschließen. Diese Einführung soll Informationen vermitteln<br />

und neugierig machen auf das Potenzial von Hypnose und Selbsthypnose<br />

in der Behandlung und Begleitung von Menschen mit einer<br />

Krebserkrankung. Eigene Fälle und Erfahrungen einzubringen ist<br />

erwünscht.<br />

Dr. med. Hansjörg Ebell, München<br />

Workshop 9 .00 – 12.15 Uhr<br />

Vom Opfer-Erleben zur Sinn-entwickelnden<br />

Gestaltungskraft im Individuum und seinem<br />

Beziehungssystem:<br />

Krebserkrankung als Startschuss für Ressourcenaktivierung<br />

durch hypnosystemische Interventionen<br />

Krebserkrankungen, insbesondere aber auch die Vermittlung der<br />

Diagnose und das Erkennen und Erleben der Erkrankung lösen nicht nur<br />

bei den Erkrankten selbst, sondern auch bei Angehörigen, anderen<br />

BegegnungspartnerInnen und nicht selten auch beim „HelferInnen-<br />

System“ massive Problem-, Trance-Prozesse mit Verzweiflung, Erleben<br />

von Ohnmacht, Hilf-und Hoffnungslosigkeit aus. Dies aber wieder<br />

stärkt sehr gefährlich Immunsystemschwächende und insgesamt<br />

destruktive Wahrnehmungs- und Kommunikationsprozesse, internal<br />

und interaktionell.<br />

Im Workshop wird vermittelt, wie mit hypnosystemischen Interventionsstrategien<br />

– die Diagnosen und andere unerfreuliche Informationen klar verstehbar<br />

und dabei mit achtungsvollem Pacing und gleichzeitig schon<br />

Ressourcen aktivierend vermittelt werden können;<br />

– die diversen auftretenden Stressreaktionen (z.B. Angst, Wut, Trauer,<br />

Verzweiflung, Verleugnungstendenzen, Katalepsietendenzen etc.)<br />

wertschätzend utilisiert werden können als Botschafter von


Freitag, 17. 10. <strong>2008</strong><br />

Bedürfnissen und verbunden werden können mit hilfreichen Meta-<br />

Beobachter-Positionen;<br />

– gezielte Interventionen für Symptomlinderungen, optimales<br />

Schmerz-Management, Imaginationen für Reduktion der belastenden<br />

Wirkungen z.B. von Chemotherapie;<br />

– Traumatisierungsprozesse mit Kompetenzaktivierung beantwortet<br />

werden können;<br />

– das Beziehungssystem der PatientInnen zu einem wechselseitig<br />

Kraft gebenden Loyalitäts- und Solidaritätssystem auf- und ausgebaut<br />

werden kann (hypnosystemische Unterstützung für alle);<br />

– die HelferInnen für sich selbst optimale TherapeutInnen-/BeraterInnen-<br />

„Trance“ für eigene Psychohygiene, Gesundheitsprophylaxe<br />

und Stärkung der Eigenkompetenz aufbauen können.<br />

Dr. med. Gunther Schmidt, Heidelberg<br />

Workshop 9 .00 – 12.15 Uhr<br />

Eins ist allen Krebspatienten gemeinsam,<br />

jeder ist anders ... und allen ist die Angst<br />

gemeinsam, der Umgang damit aber einzigartig<br />

Theoretischer Hintergrund: Erkenntnisse der modernen<br />

Gehirnforschung, hypnotherapeutische und psychologische<br />

Grundkonzepte<br />

Inhalte und Lernziele: Die unterschiedlichsten Ängste (u.a. vor Medikamenten,<br />

Kontrolluntersuchungen, Haarverlust und Metastasierung)<br />

sind immer wieder Begleiter im Leben von Krebspatienten. Die Teilnehmenden<br />

lernen, ihre Aufmerksamkeit dafür zu schärfen, wie mit<br />

hypnosystemischen Ansätzen Suchprozesse angestoßen werden können,<br />

einen persönlich passenden Weg im Umgang mit diesem teilweise/zeitweilig<br />

massiven Angsterleben zu finden. Beim „Herum-<br />

Wandern“ auf den Lebenswegen der Patienten geht es darum, sie mit<br />

offenen Sinnen beim Entdecken von manchmal überraschenden Sinnzusammenhängen,<br />

Kontrollüberzeugungen und sich auch verändernden<br />

Hoffnungsvorstellungen zu begleiten und diese Entdeckungen zu<br />

utilisieren.<br />

Didaktische Mittel: Impulsvorträge, kollegialer Austausch, Gruppen-<br />

und Kleingruppenarbeit, Falldarstellungen, evtl. Supervision mitgebrachter<br />

Fälle.<br />

Vorkenntnisse: in der Hypnotherapie wünschenswert, aber nicht<br />

zwingend erforderlich<br />

Cornelia Welge, Minden


Freitag, 17. 10. <strong>2008</strong><br />

Workshop 9 .00 – 12.15 Uhr<br />

Musik-Therapie in der Onkologie<br />

„Wir sind nur da ganz Mensch wo wir spielen“ Friedrich Schiller<br />

Ob Schiller recht hatte, können Sie ausprobieren, indem Sie<br />

– ohne irgendwelche Vorkenntnisse spielerisch musizieren<br />

– hören, wie Krebskranke ihr Selbstwertgefühl mit Musik-Therapie<br />

stärken und<br />

– staunen, welchen Effekt eigens mit und für Schmerzpatienten<br />

komponierte „Heilmusik“ haben kann.<br />

Es stehen vielfältige, leicht spielbare Instrumente aus „aller Welt“ zur<br />

Verfügung.<br />

Dr. med. Lieselotte Dreusicke, Potsdam<br />

12.50 – 13.50 Uhr<br />

Historische Führung im Dorfkern von <strong>Wandlitz</strong><br />

Workshop 14 .00 – 17.30 Uhr<br />

Freundschaft mit dem krebskranken Körper<br />

schließen<br />

Bei jeder körperlichen und psychosomatischen Erkrankung wird der<br />

Körper zum Störenfried, der das gute und ungestörte Dahinleben<br />

unterbricht oder gar nicht mehr zulässt. Besonders bei Krebserkrankungen<br />

kommt es darauf an, den Körper in seiner Not zu sehen und<br />

zu trösten und ihn andererseits als eigenständigen und intelligenten<br />

Partner anzuerkennen.<br />

Betroffene empfinden ihren Körper immer wieder als feindlich, bedrohlich,<br />

unheimlich etc., oder als schwach, nicht vertrauenswürdig, ängstigend,<br />

etc., und haben zu ihm keine durchweg freundliche Beziehung.<br />

Sie wissen zwar im Kopf, dass ihr Organismus ihre Unterstützung<br />

benötigt, geben ihm oft aber nicht das, was er braucht, sondern was<br />

ihnen von unterschiedlichen Seiten empfohlen wird. Im Workshop wird<br />

das Konzept der „Freundschaft mit dem eigenen Körper“ lösungsorientiert<br />

vorgestellt, wie es im Gespräch angewendet werden kann. Außerdem<br />

werden hypnotherapeutische Übungen vorgestellt.<br />

Hanne Seemann, Heidelberg


Freitag, 17. 10. <strong>2008</strong><br />

Workshop 14 .00 – 17.30 Uhr<br />

Organisationssupervision und Selbstcoaching.<br />

Eintauchen in die Qualität und Macht psychoonkologischer<br />

Versorgungsstrukturen<br />

Die Veränderungskomplexität, Beschleunigung und Ökonomisierung<br />

in den institutionellen und organisatorischen Strukturen von Krankenhäusern,<br />

Beratungsstellen, aber auch im Niedergelassenen Bereich<br />

macht es zunehmend notwendig, konstruktiv und kritisch die Organisationskultur<br />

und -struktur anzuschauen. Die zeitgemäßen Veränderungen<br />

sollten systemisch betrachtet, gezielt „gesteuert“ und flexibilisiert<br />

werden. Es bleibt die Frage zu stellen und die Antwort zu geben,<br />

ob „ich dennoch und wie der/die richtige Mann/Frau für diese neuen<br />

Anforderungen bin?!“<br />

Bitte bringen Sie z.B. Ihre Konzeption, Organigramm, und Flyer o.ä.<br />

mit.<br />

Gabriele Blettner, Wiesbaden<br />

Workshop 14.00 – 17.30 Uhr<br />

Wenn einem die Angst im Halse stecken bleibt<br />

Hypnotherapeutische Interventionsmöglichkeiten in der<br />

Begleitung onkologischer PatientInnen<br />

Theoretischer Hintergrund der Thematik: In diesem Workshop werden<br />

vor dem Hintergrund stimmphysiologischer Berührungskonzepte aus<br />

der funktionalen Stimmarbeit und der Rapportgestaltung der Hypnotherapie<br />

Zusammenhänge zwischen der emotionalen Stimmung und<br />

dem Stimmklang einer Person verdeutlicht. Es werden Hintergründe<br />

aufgezeigt, warum es einem die Sprache verschlägt, die Stimme versagt<br />

und zittert, es einem den Hals zuschnürt und hypnotherapeutische<br />

Lösungsangebote aufgezeigt.<br />

Lernziele: Verstehen intra-individueller funktionaler Zusammenhänge<br />

von Kehlkopf/Stimmfunktion und emotionaler Stimmung sowie der<br />

Wirkung der Stimme im Außen. Gezielte Anwendung ressoucenorientierter<br />

hypnotherapeutischer Techniken um Klienten stimmig<br />

begleiten zu können.<br />

Inhaltlicher Ablauf: Vermittlung des VAKOG Modells und des Atempacings<br />

aus der Rapportgestaltung der Hypnotherapie durch Selbsterfahrungsangebote,<br />

Ressourcenaktivierung zur Aufmerksamkeits-


Freitag, 17. 10. <strong>2008</strong><br />

lenkung, hypnotherapeutische Interventionstechniken zur Behandlung<br />

psychogener Aspekte von Stimmversagen.<br />

Didaktische Mittel: Vortrag, praktisches Erfahren/Demonstration,<br />

Übungen in der Klein- und Großgruppe, Diskussion und Austausch.<br />

Ghita Benaguid, Bielefeld<br />

Workshop 14.00 – 17.30 Uhr<br />

Die Sprachlosigkeit überwinden –<br />

die heilsame Kraft des Schreibens<br />

Poesie- und Bibliotherapie für Krebsbetroffene<br />

Die Diagnose Krebs lässt die Betroffenen häufig erstarren, abstürzen<br />

in Ohnmacht, Wut, Verzweiflung und Sprachlosigkeit. Anliegen der<br />

Poesie- und Bibliotherapie ist es, diese Sprachlosigkeit zu überwinden,<br />

Worte zu finden für das eigene Erleben. Worte – eigene und fremde –<br />

können heilen, trösten, ermutigen und anregen.<br />

Das Lesen und Vorlesen von Texten erzeugt eine Resonanz, die die<br />

Beteiligten an ihre persönlichen Themen führt.<br />

Das Schreiben eröffnet die Chance, die Gedanken zu entschleunigen<br />

und aktiv etwas Kreatives zu gestalten. Auch diffuse Gefühle können<br />

in Worte gefasst und Ent-last-ung erfahren werden – Schreiben befreit.<br />

Im Rahmen dieses Workshops soll ein kleiner Einblick in die Methoden<br />

der Poesie- und Bibliotherapie gegeben werden. Dies wird nicht im<br />

Rahmen eines Vortrages, sondern an Hand von praktischen Übungen<br />

erfolgen.<br />

Angelika Reimer, Berlin<br />

Supervision 14.00 – 17.30 Uhr<br />

Themenschwerpunkt: Symptomlinderung<br />

und Behandlungsvorbereitung<br />

Reflektion und/oder Vorbereitung hypnosystemischer Methoden für die<br />

Vorbereitung auf Behandlungen und Linderung behandlungstypischer<br />

Symptome wie z.B. Übelkeit, Schmerzen, Angst etc.<br />

Elvira Muffler, <strong>Wandlitz</strong>


Freitag, 17. 10. <strong>2008</strong><br />

Lesung 19.00 Uhr<br />

„Wege zum Lebenssinn“<br />

Vorstellung des Buchprojekts „Entstehung, Umsetzung,<br />

Zielsetzung, Finanzierung“ Lesung ausgewählter Texte,<br />

Diskussion, offene Gesprächsrunde<br />

Leben mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung und die Kostbarkeit<br />

des Lebens nutzen, wie kann das Sinn ergeben? Die Lebensbedrohung<br />

muss sicherlich zuerst abgewendet, gemeistert und überlebt werden.<br />

Gleichzeitig wird aber auch die Kostbarkeit des eigenen Lebens erfahrbar<br />

und bewusst, was es für einen selbst bedeutet Gesundheit, Kraft,<br />

Unversehrtheit und eine geplante Zukunft zu haben. Es wird deutlich,<br />

was es heißt, wenn dieses alles nicht mehr sicher und selbstverständlich<br />

ist. Beides drängt danach gemeistert zu werden. In diesem<br />

Sammelband habe ich mich auf den zweiten Aspekt konzentriert.<br />

Im Rahmen einer Reihe von sieben Patientenseminaren des Psycho-<br />

Onkologischen Dienstes der HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH<br />

in Wiesbaden, habe ich verschiedene Ansätze zur Sinnstiftung<br />

zusammengeführt. Da sind zum einen die unterschiedlichen<br />

Religionen, die für unseren Lebens- und Kulturkreis präsent und<br />

zugänglich sind, aber auch ein rein philosophischer Ansatz. Die<br />

Referenten haben ihre Vorträge ausformuliert und in diesen<br />

Sammelband eingebracht.<br />

Alf von Kries, Wiesbaden


Samstag, 18. 10. <strong>2008</strong><br />

Vortrag 9.00 – 9.45 Uhr<br />

Hypnose und Selbsthypnose in der Onkologie<br />

Hypnose und Selbsthypnose können einen wesentlichen Beitrag zu<br />

einem objektiv angemessenen und subjektiv zufriedenstellenden<br />

Gesamttherapiekonzept für Patienten leisten, die sehr unter ihrer<br />

Krebserkrankung leiden. Dies gilt für viele Symptome (z.B. für Ängste,<br />

Schmerzen, Übelkeit, Erschöpfung) wie auch für den Umgang mit der<br />

Erkrankung. Trance-Fähigkeiten und individuelle Ressourcen der<br />

Patienten können gut für therapeutische Ziele utilisiert werden – als<br />

Zugang zu einem im Laufe der Evolution erworbenen psycho-physiologischen<br />

Regenerationspotenzial. Neben der professionellen Verwendung<br />

von „Techniken“ ist eine aufmerksame Zuwendung auf<br />

zwischenmenschlicher Beziehungsebene entscheidend.<br />

Dr. med. Hansjörg Ebell, München<br />

Vortrag 9.45 – 10.30 Uhr<br />

Männer leiden anders – Frauen auch.<br />

Geschlechtsspezifische Beratung in der Psychoonkologie?<br />

Dr. med. Monika Keller, Heidelberg<br />

Vortrag 11.00 – 11.30 Uhr<br />

Kriegskinder und Krebs<br />

Die Kriegskinder des 2. Weltkrieges bilden heute altersbedingt die<br />

größte Gruppe der Krebspatient/-innen. Der Vortrag beschäftigt sich<br />

mit deren eventuellen Besonderheiten in der Bewältigung einer Krebserkrankung<br />

und der möglichen Traumareaktivierung von Kriegserlebnissen.<br />

Traumatisierte Menschen aus anderen Kriegen und Regionen,<br />

die mit einer Krebserkrankung konfrontiert sind, werden selbstverständlich<br />

gleichermaßen thematisch einbezogen.<br />

Elvira Muffler, <strong>Wandlitz</strong>


Samstag, 18. 10. <strong>2008</strong><br />

Vortrag 11.30 – 12.00 Uhr<br />

Krebserfahrung der Therapeutin –<br />

Potenzial oder Handicap?<br />

Der Vortrag setzt sich mit der Frage auseinander, ob die eigene Krebserfahrung<br />

eine besondere Qualität für die psychoonkologische Arbeit<br />

bedeuten kann. Wenn ja, was diese Qualität ausmacht, unter welchen<br />

Bedingungen sie dazu wird, wo aufgrund der eigenen Betroffenheit<br />

Gefahren lauern, d.h. in wie weit diese in der therapeutischen Arbeit<br />

mit Krebspatienten auch hinderlich sein können.<br />

Die Ergebnisse einer von der Arbeitsgruppe „Kretha“ (Krebserfahrene<br />

Therapeutinnen) durchgeführten Umfrage unter betroffenen Therapeutinnen<br />

zeigen, welche Veränderungen die Erkrankung in Hinblick<br />

auf die therapeutische Arbeit bewirken kann.<br />

Ein Exkurs zu C.G. Jungs Archetyp „Heiler – Patient“ verdeutlicht,<br />

die Auswirkung der Integration/Abspaltung eigener Verletzungen<br />

beim Therapeuten für die therapeutische Arbeitsbeziehung und die<br />

Stärkung/Schwächung des Patienten.<br />

Irmhild Harbach Dietz, Berlin<br />

Vortrag 12.00 – 12.30 Uhr<br />

„mal meins“<br />

– ein künstlerisches Kursangebot für Krebspatienten in der<br />

ambulanten Nachsorge<br />

An der Abteilung Sozialmedizin der Universität Leipzig wurde ein künstlerisches<br />

Angebot entwickelt, erprobt und gezielt auf die spezielle Situation<br />

von Tumorpatienten in der ambulanten Nachsorge ausgerichtet. Die<br />

entstandene künstlerische Intervention folgt der Zielstellung, die Teilnehmer<br />

im Laufe des Kurses zu befähigen, eine eigene gestalterische Idee<br />

zu entwickeln, praktisch umzusetzen und einen Bezug zu ihrer eigenen<br />

persönlichen Situation zwischen Krankheit, Familie und Freundeskreis<br />

herzustellen.<br />

Die Intervention gliedert sich in drei Abschnitte mit jeweils unterschiedlichen<br />

Schwerpunkten und Lernzielen. Die einzelnen Phasen bauen aufeinander<br />

auf und gehen von einem hoch strukturierten, primär stützenden<br />

Stil allmählich zur freien Gestaltung mit mehr selbst-explorativen<br />

Anteilen über. In dem aktuellen Forschungsprojekt soll nun die Wirkung<br />

der kunstpädagogischen Intervention mit dem Titel „mal meins“ auf<br />

das psychische Befinden, die Krankheitsverarbeitung und die soziale<br />

Integration untersucht werden.<br />

Heide Götze, Leipzig


Samstag, 18. 10. <strong>2008</strong><br />

Workshop 14.00 – 17.30 Uhr<br />

Familiengespräche mit Sterbenden<br />

Der familienzentrierte Interventionsansatz ist die logische Konsequenz<br />

auf die Überforderung des Schwerstkranken und der Angehörigen sowie<br />

die Belastung der Gesamtfamilie. Das Ziel des familienzentrierten<br />

Ansatzes ist, die Familie (als Synonym für: eigene Familie, Herkunftsfamilie,<br />

Partnerbeziehung, Freundschaftsbeziehung) zu befähigen, zu<br />

einer konstruktiven Bewältigung zu finden. Der familienzentrierte Ansatz<br />

umfasst eine Basisunterstützung für alle Familien und spezifische (familientherapeutische)<br />

Interventionen für besonders gefährdete Familien.<br />

Die Basisunterstützung beinhaltet die Miteinbeziehung der nächsten<br />

Angehörigen in die Behandlung und die Beachtung grundlegender<br />

Regeln, wie z.B. keine widersprüchlichen oder unterschiedlichen Informationen<br />

an die Einzelnen zu geben. Der Grundsatz heißt: Es muss<br />

alles getan werden, um das für den Kranken bedeutsame Bezugssystem<br />

zu stützen, und alles vermieden werden, was dieses System<br />

zusätzlich belasten könnte.<br />

Zusätzliche familientherapeutische Interventionen werden dann erforderlich,<br />

wenn z.B. ein Familienmitglied dekompensiert, schwere Angst<br />

oder Depression zeigt, die Familie der Patientenbetreuung nicht nachkommt<br />

oder es zwischen Patient, Familie und Behandlern zu erheblichen<br />

Spannungen kommt.<br />

Dieser Workshop fokussiert eine spezielle familientherapeutische<br />

Intervention: das Familiengespräch mit Sterbenden. Es wird notwendig<br />

am Übergang des Schwerstkranken in seine letzte Lebensphase.<br />

Erstmalig wird mit allen Beteiligten über das bevorstehende Sterben<br />

gesprochen, die Notsituation eines jeden Beteiligten wird zur Sprache<br />

gebracht, es werden wichtige Fragen geklärt (z.B. wo sterben, zu<br />

Hause, im Krankenhaus, im Hospiz?) sowie existenzielle und spirituelle<br />

Fragen aufgegriffen. Die verbleibende Lebenszeit wird verstanden als<br />

wichtige Lebensphase für die persönliche Weiterentwicklung jedes<br />

Einzelnen wie auch für die Weiterentwicklung der Familie als Ganzes.<br />

Dr. rer. medic. Gerhard Strittmatter, Münster


Samstag, 18. 10. <strong>2008</strong><br />

Workshop 14 .00 – 17.30 Uhr<br />

Hypnosystemische Konzepte in der<br />

Psychoonkologie<br />

Krebsdiagnosen und –behandlungen beeinflussen den erkrankten<br />

Menschen ebenso wie sie die Menschen im Umfeld des Erkrankten<br />

beeinflussen. Einerseits können Angst und Tabu in vielen Situationen<br />

Trancen induzieren („Problemtrancen“), die in der problematischen<br />

Situation verharren lassen können. Andererseits kann gezielte hypnotherapeutische<br />

Intervention die Menschen des gesamten Systems wieder<br />

handlungsfähig machen und die Lebensqualität deutlich verbessern.<br />

Dafür kann man das psychotherapeutische Setting mit Einzel-,<br />

Paar- oder Familienterminen ebenso einsetzen, wie Beratungsgespräche<br />

oder informelle Gespräche, die sich im Behandlungsablauf ergeben.<br />

Im Workshop werden für verschiedene Situationen hypnosystemische<br />

Interventionen und Gesprächsstrategien entwickelt. Dies geschieht an<br />

Beispielen aus dem Berufsalltag der Teilnehmer/-innen und hat damit<br />

neben den anwendungsbezogenen Inhalten auch supervisorische<br />

Aspekte.<br />

Elvira Muffler, <strong>Wandlitz</strong><br />

Workshop 14 .00 – 17.30 Uhr<br />

Psychoonkologie im Akutkrankenhaus<br />

Balance zwischen Angehörigen, Patient und Behandlern<br />

Die Wünsche des Patienten im Krankenhaus stellen sich oft konträr zu<br />

denen der Angehörigen dar. Behandler stehen zwischen den Forderungen<br />

der Angehörigen und den Wünschen der Patienten. Dieses komplexe<br />

System soll beleuchtet werden.<br />

Die TeilnehmerInnen werden einen Einblick in den klinischen Alltag<br />

bekommen. Anhand von Kasuistiken sollen Lösungsansätze erarbeitet<br />

werden. Der Workshop will der Verbesserung der Kompetenz im<br />

Umgang mit Krebspatienten und deren Angehörigen dienen. Dabei<br />

werden eigene Einstellungen und Gefühle gegenüber der Krebserkrankung<br />

reflektiert.<br />

Ute Goerling, Berlin


Samstag, 18. 10. <strong>2008</strong><br />

Workshop 14.00 – 17.30 Uhr<br />

Kunsttherapie – Kraft der Farben<br />

Bodypainting unter dem Aspekt der ganzheitlichen<br />

Gesundheitsförderung für Frauen nach Brustkrebs<br />

Dieser Workshop lädt dazu ein, Bodypainting als einen therapeutischen<br />

Ansatz der Kunsttherapie kennen zu lernen und sich selbst im Bemalen<br />

auszuprobieren. Einzelne Areale des Körpers, wie Gesicht, Decolleté,<br />

Arme, können zur Leinwand werden.<br />

Neben dem kreativen Arbeiten in der Gruppe wird das Bodypainting<br />

vorgestellt und unter dem Aspekt der ganzheitlichen Gesundheitsförderung<br />

für Frauen nach Brustkrebs betrachtet. Kunsttherapeutische<br />

Methoden und Wirkungsweisen, bisherige Erfahrungen, Erkenntnisse<br />

und Veröffentlichungen geben Einblick in das handlungs- und erlebnisorientierte<br />

Verfahren.<br />

Das Bemalen des menschlichen Körpers, sei er gesund oder krank,<br />

bedeutet „kreative Auseinandersetzung“ und Kommunikation auch<br />

ohne Worte.<br />

Claudia Loeffler, Berlin<br />

Supervision 14.00 – 17.30 Uhr<br />

Bevor der Fall zu Fall kommt<br />

Supervision mit Schwerpunkt psychoonkologischer Arbeitskontext<br />

Zeiten immer kürzer werdender Verweildauer, divergierender Interessen<br />

und knappen personellen Ressourcen zwingen zur frühen Klärung<br />

des psychosozialen/psychoonkologischen Beratungs- und Behandlungsbedarf.<br />

Der Workshop soll ein kollegiales Supervisionsangebot zur diagnostischen<br />

Fallsupervision, mit dem Entwurf eines Behandlungs- bzw.<br />

Beratungsangebotes unter Reflektion des jeweils eigenen Behandlerprofils<br />

und dem systemisches Blick.<br />

Bringen Sie bitte Patientenkontakte ein!<br />

Gabriele Blettner, Wiesbaden<br />

Ab 19.00 Uhr<br />

Festabend im Goldenen Löwen<br />

Buffet, Plausch und Tanz


Sonntag, 19. 10. <strong>2008</strong><br />

Workshop 9.00 – 12.15 Uhr<br />

„Krebs auf der Bühne“<br />

Psychodrama in der psychoonkologischen Gruppenarbeit<br />

Erläuterung und praktische Vorführung der Durchführung einer offenen<br />

Gesprächsgruppe für Patienten und Angehörige mit dem Mittel der<br />

szenischen Reflexion und Lösungsfindung. Leiter und Gruppe gestalten<br />

gemeinsam bzw. abwechselnd den Verlauf des Abends. Darüber kommt<br />

es zur gemeinsamen Verantwortung und Identifikation mit dem<br />

Prozess und der sich ergebenden Lösungen.<br />

Komplexe Themen und Prozesse werden mehrschichtig in einer Folge<br />

von szenischen Umsetzungen dargestellt. Verstehendes Erleben findet<br />

auf mehreren Ebenen statt: rational-verstehend, emotional-erspürend,<br />

körperlich-erhandelnd, verbal und non-verbal. Die Vielfältigkeit und<br />

Prozesshaftigkeit der Darstellung (vom Problem/Anlass – über den<br />

Veränderungsprozess – zum Lösungsansatz) ermöglichen individuellen<br />

Zugewinn von Verständnis und Erkenntnis (jeder nimmt sich, was er für<br />

sich brauchen kann).<br />

Die entstehenden Bilder, Metaphern und Symbole wirken nachhaltig<br />

und es kommt zur Prägung von Verständnis und Lösungsbildern, die<br />

lange nachwirken und die Teilnehmer in ihrem Alltag begleiten.<br />

Alf von Kries, Wiesbaden<br />

Workshop 9.00 – 12.15 Uhr<br />

Krebs ein Trauma!<br />

Ressourcenorientierte Interventionen zur Trauma- und<br />

Krisenbewältigung.<br />

Neurobiologische Erkenntnisse haben in den letzten Jahren die<br />

Traumaforschung und -therapie maßgeblich beeinflusst und besonders<br />

die Bedeutung ressourcenorientierter Interventionen untermauert.<br />

Diese neuen Ansätze lassen sich – in modifizierter Form – sehr gut in<br />

die Arbeit mit lebensbedrohlich erkrankten Menschen integrieren. Im<br />

Workshop werden neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen<br />

verschiedene Techniken zur unmittelbaren Stressregulation, zur<br />

Ressourcenförderung und zur schonenden Traumabearbeitung (u.a.<br />

CIPBS ® / Conflict Imagination, Painting and Bilateral Stimulation)<br />

anhand von Fallbeispielen praxisnah vorgestellt. Einige Techniken werden<br />

auch in Selbsterfahrung erprobt.<br />

Margarete Isermann, Kassel


Sonntag, 19. 10. <strong>2008</strong><br />

Workshop 9 .00 – 12.15 Uhr<br />

Sounds of Science, Dichtung und Wahrheit<br />

oder: Warum Blues glücklich macht.<br />

Gesang und Poesie als philosophische Kompetenzen und als<br />

Sonden für eigene Weisheit.<br />

Dichten und Singen sind nicht nur reine Ausdrucksmittel für momentane<br />

Befindlichkeiten. Dichterische Formen wie Haiku oder Aphorismus<br />

ermöglichen uns, in der Suche nach Antworten auf die existenziellen<br />

Lebensfragen beweglich zu bleiben und dennoch Halt und eine besondere<br />

Art der Gewissheit zu finden. Sie bringen uns in Kontakt mit überraschenden<br />

Kompetenzen zur Bewältigung als schwierig erlebter<br />

Lebenssituationen und mit der eigenen „Wissenschaft vom Leben“.<br />

Die musikalische Einkleidung solcher Prozesse macht dies in eindrücklicher<br />

Weise erfahrbar.<br />

Der Workshop soll Lust machen auf die schier unerschöpflichen<br />

Ressourcen von Grammatik und einfachen dichterischen und musikalischen<br />

Strukturen, die in der Selbstführung und in der beratenden<br />

Begegnung genutzt werden können.<br />

Matthias Ohler, Heiligenkreuzsteinach<br />

Workshop 9 .00 – 12.15 Uhr<br />

Reisen zum Inneren Helfer<br />

Innere Helfer repräsentieren verborgene Kraft- und Wissensressourcen;<br />

sie stehen für die Verbindung mit einem tiefen Bereich unseres Selbst.<br />

Mit den Reisen zum Inneren Helfer erhalten Krebspatienten, ihre<br />

Angehörigen und Betreuer eine Möglichkeit, den Genesungsprozess<br />

während aller Phasen der Erkrankung aktiv zu unterstützen.<br />

Nach einem einführenden Vortrag haben Sie die Gelegenheit, diese<br />

Methode im Rahmen angeleiteter Übungen kennen zu lernen. Diese<br />

werden durch rhythmische Klänge von Rahmentrommel und Gesang<br />

unterstützt. Es besteht Raum für Fragen und Austausch.<br />

Manuel Breuer, Berlin


Sonntag, 19. 10. <strong>2008</strong><br />

Supervision 9.00 – 12.15 Uhr<br />

Themenschwerpunkt Familienberatung<br />

Supervisorische Reflektion von Familiengesprächen in der<br />

Psychoonkologie<br />

Dr. rer. medic. Gerhard Strittmatter, Münster<br />

12.30 – 12.45 Uhr<br />

Abschlussplenum


Referenten<br />

Ghita Benaguid, Bielefeld<br />

Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin,<br />

Verhaltenstherapeutin (AFKV),<br />

Ausbilderin und Supervisorin der <strong>MEG</strong> und funktionale<br />

Stimmbildnerin nach M. Heptner. Nach<br />

mehrjähriger Tätigkeit im Rehabereich seit 2000<br />

Kassensitz für VT in Bielefeld.<br />

Arbeitsschwerpunkte:<br />

Angstsymptome, Auftrittsängste und psychogene<br />

Stimmstörungen. Seminarangebote zur<br />

Hypnotherapie und Stimmbildung. Interdisziplinäre<br />

Arbeit mit Stimmtherapeuten und<br />

Gesangspädagogen (www.praxis-benaguid.de)<br />

Gabriele Anna Blettner, Wiesbaden<br />

Supervisorin und Dipl.-Sozialarbeiterin,<br />

Familien- und Gestalttherapeutin, Psychoonkologin.<br />

Langjährige Leitung der psychosozialen<br />

Beratungsstelle am Tumorzentrum Rheinland-<br />

Pfalz in Mainz. Interne Supervisorin am Städtischen<br />

Klinikum Wiesbaden und freiberufliche<br />

Tätigkeit im Bereich Supervision, Coaching,<br />

Training, Psychotherapie und Lehrsupervision.<br />

Referenten- und Lehrtätigkeit u.a. in der Weiterbildung<br />

psychosoziale Onkologie. Vorstandsarbeit<br />

in PSO und WPO.<br />

Manuel Breuer, Berlin<br />

Diplom-Ökonom Manuel Breuer, 42 Jahre,<br />

verheiratet, ein Sohn. Der in Berlin niedergelassene<br />

Heilpraktiker, Coach und Seminarleiter<br />

unterstützt Menschen mit körperlichen und<br />

seelischen Erkrankungen mit neo-schamanischer<br />

Heilarbeit, Homöopathie und CranioSacraler<br />

Osteopathie.


Referenten<br />

Dr. med. Lieselotte Dreusicke, Potsdam<br />

Nach langjähriger Tätigkeit als Laborärztin<br />

berufsbegleitende Ausbildungen:<br />

– Musiktherapie<br />

bei Prof. Karl Hörmann (Köln), Prof. Wolfgang<br />

Schröder (Zwesten) u.a.<br />

– Lösungsorientierte Kurzzeit-Therapien<br />

bei Dr. Dietmar Friedmann (Integrierte<br />

Lösungsorientierte Psychologie – ILP) und<br />

Dr. Michael Bohne (Energetische Psychotherapie<br />

– EP nach Fred Gallo)<br />

Meine Tätigkeitsschwerpunkte:<br />

neben sporadischen Einzeltherapien in eigener<br />

Praxis spielerisches Musizieren und Singen mit<br />

Vorschulkindern, Senioren und krebskranken<br />

Erwachsenen<br />

Dr. med. Hansjörg Ebell, München<br />

Facharzt für Psychotherapeutische Medizin,<br />

Arzt für Anästhesiologie. Ausbilder und<br />

Supervisor der DGH und <strong>MEG</strong> (Vorstandsmitglied<br />

<strong>MEG</strong>). 1983 – 1993 Tätigkeit in der<br />

Schmerzambulanz des Klinikums Großhadern:<br />

1988 – 1991 Klinisches Forschungsprojekt zur<br />

Selbsthypnose bei starken Schmerzen auf Grund<br />

einer Krebserkrankung. Psychotherapeutische<br />

Praxis in München mit Schwerpunkt: chronische<br />

Schmerz-, Krebs- und psychosomatische<br />

Erkrankungen. (www.doktorebell.de)<br />

Ebell/Schuckall: Warum therapeutische Hypnose<br />

47 Fallgeschichten von 41 Autoren (Pflaum<br />

Verlag, 2004)<br />

Ute Goerling, Berlin<br />

Ute Goerling, Dipl.-Psych., Psychoonkologin,<br />

Heilpraktikerin; Wissenschaftliche Mitarbeiterin<br />

an der Charité Campus Buch;<br />

Seit 2004 an der Robert-Rössle-Klinik


Referenten<br />

Heide Götze, Leipzig<br />

Dipl.-Psych., Wissenschaftliche Mitarbeiterin an<br />

der Abteilung Sozialmedizin, Universität Leipzig;<br />

Schwerpunkte: Kunstpädagogische Intervention<br />

für Krebspatienten in der ambulanten Nachsorge,<br />

Möglichkeiten und Grenzen häuslicher<br />

Palliativversorgung, Kinder krebskranker Eltern<br />

Irmhild Harbach Dietz, Berlin<br />

Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin,<br />

Ausbildungen in Systemischer Familientherapie,<br />

Hypnotherapie, Gesundheitstraining u.a.; 1994<br />

eigene Brustkrebsdiagnose;<br />

2006 Buchveröffentlichung: „Ich bin sehr dankbar<br />

für mein Leben“– Frauen berichten über<br />

Alternativen im Umgang mit Krebs, Orlanda<br />

Verlag; langjährige Tätigkeit als Psychologin im<br />

Suchtbereich; seit 2004 Leitung der Berliner<br />

Krebsberatungsstelle der Gesellschaft für<br />

Biologische Krebsabwehr e.V.<br />

Margarete Isermann, Kassel<br />

Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin in<br />

Kassel, EMDR-Supervisorin, Forschungsleiterin ID<br />

Institut für Innovative Gesundheitskonzepte,<br />

langjährige Dozentin in der Aus- und<br />

Weiterbildung in den Bereichen Traumatherapie<br />

und Psychoonkologie


Referenten<br />

PD Dr. med. Monika Keller, Heidelberg<br />

Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin<br />

und Psychoanalyse<br />

Leiterin der Sektion Psychoonkologie<br />

Klinik für Psychosomatische und Allgemein<br />

Klinische Medizin, Universitätsklinikum<br />

Heidelberg<br />

Alf von Kries, Wiesbaden<br />

Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut; 6<br />

Jahre Begleitung von Menschen mit AIDS,<br />

6 Jahre onkologische Rehaklinik; seit 1999 Leiter<br />

des Psycho-Onkologischen Dienstes der HSK<br />

Wiesbaden; Entlastung und Schulung der Fachkollegen,<br />

Mitarbeit bei der konzeptionellen<br />

Weiterentwicklung der Institution HSK, Entwicklung<br />

einer strukturierten psychoonkologischen<br />

Versorgung<br />

Claudia Loeffler, Berlin<br />

Kunsttherapeutin, Heilpraktikerin für<br />

Psychotherapie (HPG)<br />

www.lebenswerkstatt-berlin.de<br />

Elvira Muffler, <strong>Wandlitz</strong><br />

Dipl.-Soz.-Päd., Heilpraktikerin f. Psychotherapie,<br />

Psychoonkologin, systemische Supervisiorin;<br />

Seit 1997 Ausbilderin in der <strong>MEG</strong>, Leiterin der<br />

Regionalstelle <strong>Wandlitz</strong>.<br />

Praxis für Psychotherapie, Supervision und<br />

Coaching in Berlin, Psychoonkologin bei der<br />

Berliner Krebsgesellschaft.


Referenten<br />

Matthias Ohler, Heiligenkreuzsteinach<br />

* 1960, Philosoph, Linguist, Berater. Einige Jahre<br />

Projektarbeit bei IBM-Deutschland (Grammatik-<br />

<strong>Programm</strong>e). Sechs Jahre Führung eines Hotel-<br />

Restaurant. Seit 2000 Geschäftsführer der Auer &<br />

Ohler GmbH Heidelberger Kongressbuchhandlung.<br />

Ausbildung in Systemischer Therapie und Beratung.<br />

Arbeit in der Kongressbetreuung, für Bildungsinstitute<br />

und Hochschulen, in eigenen Ausbildungen<br />

zur Philosophischen Beratung sowie als Coach in<br />

Einzelberatung und Unternehmen.<br />

Angelika Reimer, Berlin<br />

Kursleiterin für Biographisches Schreiben (ASFH)<br />

und Integrative Poesie- und Bibliotherapie (FPI),<br />

Leiterin der „Wortwirkstatt“ in Berlin, Arbeit mit<br />

onkologischen PatientInnen seit 2006 u.a. als<br />

Honorarkraft für die Berliner Krebsgesellschaft<br />

Dr. med. Gunther Schmidt, Heidelberg<br />

Diplom-Volkswirt, Facharzt für psychosomatische<br />

Medizin und Psychotherapie.<br />

Gründer und Leiter des Milton-Erickson-Instituts<br />

Heidelberg www.meihei.de, Mitbegründer und<br />

Lehrtherapeut der Intern. Gesellschaft für Systemische<br />

Beratung und Therapie (IGST), Mitbegründer<br />

und Lehrtherapeut des Helm-Stierlin-<br />

Instituts für systemische Beratung, Forschung und<br />

Therapie (HSI), Ausbilder und (von 1984 – 2003)<br />

2. Vorsitzender der Milton-Erickson-Gesellschaft<br />

für klinische Hypnose; Chefarzt und Geschäftsführer<br />

der SysTelios-Klinik, Siedelsbrunn, für<br />

psychosomatische Gesundheitsentwicklung<br />

www.systelios.de .<br />

Er gilt international als Pionier der systemischlösungsorientierten<br />

Beratungsansätze und als<br />

Begründer der hypnosystemischen Konzeption in<br />

Psychotherapie, Beratung, Coaching und Organisationsentwicklung.<br />

Autor zahlreicher Fachpublikationen (Bücher,<br />

Fachartikel, Audio- und Video- Publikationen).


Referenten<br />

Hanne Seemann, Heidelberg<br />

Dipl.-Psych. Hanne Seemann, Psychologische<br />

Psychotherapeutin, Spezielle Schmerztherapie,<br />

Hypnotherapie. Fortbildungen in vielfältigen<br />

Kontexten für Ärzte, Psychotherapeuten,<br />

Patienten. Therapeutische Spezialisierung auf<br />

Patienten mit Schmerzen und funktionellen<br />

Störungen. Nach langjähriger Tätigkeit im<br />

Uniklinikum Heidelberg jetzt in freier Praxis.<br />

Dr. rer. medic. Gerhard Strittmatter, Münster<br />

Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut,<br />

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut;<br />

Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender<br />

der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für psychosoziale<br />

Onkologie e.V. ; Seit April 1976 Klinischer<br />

Psychologe in der Fachklinik Hornheide in<br />

Münster, einem Hauttumorzentrum; Leiter der<br />

Abteilung für Psychosoziale Onkologie; Zahlreiche<br />

Arbeiten auf dem Gebiet der Psychoonkologie,<br />

insbesondere zum psychosozialen Screening<br />

von Tumorpatienten zur Ermittlung ihres<br />

Betreuungsbedarfs (Entwicklung des Hornheider<br />

Fragebogens und des Hornheider Screening-<br />

Instrumentes); Zahlreiche Publikationen in<br />

Fachzeitschriften und Lehrbüchern<br />

Cornelia Welge, Minden<br />

Nach Ausbildung zur exam. Krankenschwester<br />

Psychologiestudium und Ausbildungen u.a. in<br />

Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, Weiterbildung<br />

in Psychosozialer Onkologie. Langjährige Tätigkeit<br />

in einer familienorientierten onkologischen<br />

Rehaklinik (davon einige Jahre in leitender<br />

Position). 1998 Niederlassung in Praxengemeinschaft,<br />

seit 2000 mit Kassenzulassung.<br />

Arbeitsschwerpunkte: Psychoonkologie,<br />

Angststörung.


Tagungsmarkt<br />

Auf dem Tagungsmarkt werden Stände vertreten sein von:<br />

– M.E.G. <strong>Wandlitz</strong><br />

–Krebsberatung Brandenburg e.V.<br />

–Brandenburgische Krebsgesellschaft e.V.<br />

–LAGO: Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung<br />

Brandenburg e.V.<br />

– Heidelberger Kongressbuchhandlung Auer & Ohler GmbH<br />

– Seminarhaus Kairos e.V.<br />

–Brandenburgklinik <strong>Wandlitz</strong> (angefragt)<br />

Tagungsbistro<br />

Der Verein „Krebsberatung Brandenburg e.V.“ öffnet für<br />

die Tagung das Bistro Treff im Foyer des Goldenen Löwen.<br />

Sie erhalten dort Obst, Snacks, Kaffee, Tees, in der Mittagspause<br />

Gemüsesuppe und am Nachmittag selbstgebackene Kuchen.<br />

Auch am Freitagabend wird das Bistro Treff für Tagungsteilnehmer<br />

geöffnet sein. Der Verein bewirtet uns außerdem am<br />

Festabend. Der Erlös aus dem Verkauf und Spenden bilden den<br />

Grundstock für das neue psychoonkologische Projekt<br />

„Krebsberatung in <strong>Wandlitz</strong>“.<br />

Wir versorgen Sie –<br />

damit wir besser versorgt sind!<br />

krebsberatung brandenburg e.v.

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