aus dem Generalkapitel 2008

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aus dem Generalkapitel 2008

Während vieler Jahrzehnte ist die Gesellschaft vom Hl.Herzen Jesu auf den Wegen des Westens gegangen, doch indiesem Kapitel war unsere Aufmerksamkeit verstärkt aufandere Kulturen gerichtet, besonders auf jene des Ostens,und auf andere Religionen, wie den Buddhismus und denIslam. Dieser offene Dialog hat uns bereichert und wirkonnten die Möglichkeit zur Einheit in einer tiefenGotteserfahrung sehen.Unsere Interkulturalität war unser Reichtum. Ausgehend vonunseren verschiedenen Kulturen konnten wir uns mit Wortenund auf verschiedene andere Weisen ausdrücken. So war esmöglich, einander zuzuhören, gegenseitig anzunehmen undwertzuschätzen. Wir haben viel voneinander empfangen.Diese Erfahrung wird uns verändern. Zugleich erkanntenwir, welche Macht Sprache ausüben kann. Sprache ist nichtnur ein Ausdrucksmittel, sondern auch eine Art zu denken,die über sprachliche Minderheiten dominieren kann. Indiesem Sinn möchten wir einfühlsamer und kreativerwerden, um Sprache als ein Mittel für Kommunikation, fürBegegnung zu gebrauchen, das jeder von uns dieMöglichkeit gibt, sich von ihrer eigenen kulturellen Identitäther auszudrücken und ihren je eigenen Beitrag zu leisten.Um den Tisch versammelt, bieten wir an was wir haben undlernen von einander.Wir sehen Dialog als Leben spendende Erfahrung, nicht alsstatische Theorie. Dialog lädt uns ein, den eigenenStandpunkt zu verlassen und das Milieu aus dem heraus wirsprechen, unsere Ideen formulieren, unsere Entscheidungenund Gefühle offen zu legen.8

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