Erfolg geht durch den Magen

e.pages.dk

Erfolg geht durch den Magen

Das stanDortmagazin FÜr Köln-Bonn-aachen

Plattform des deutschen mittelstands. mit 121.500 gesamtauflage an die stärksten unternehmen.

Erfolg geht durch den Magen

Spezialisten: Mit Frischem und Delikatem gehen Mitarbeiter gestärkt in die zweite Tageshälfte

Spatenstich für die Zukunft

Campus Melaten an der RWTH Aachen ist das größte wissenschaftliche Bauprojekt in Europa

Was lange währt, bleibt weiter gut

Erfolgsmodell Familienunternehmen: Was ihren Erfolg ausmacht

Identifikationsobjekt gelandet

Leverkusener Rathaus-Galerie von ECE eröffnet

AusgAbe 2/10 3. JAhrgAng 7,- eurO

FREIHEIT!

Warum wir sie

brauchen, wo sie

bedroht ist, wo sie

endet. Stimmen

ab seite 90


UNSER LEISTUNGSSPEKTRUM

OUR SERVICES

• Plasmaschneiden

Plasma cutting

• Laserschneiden

Laser cutting

• Scheren

Shearing

• Richten

Straightening

• Arrondieren

Round-off

• Schleifen (Trockenschliff)

Grinding (dry)

• Schweißkantenvorbereitung

Edge preparation

• Lohnarbeiten

Job cutting service

• 3D-WASSeRSTRAhLSchneiDen

3d-watER JEt cuttinG

KoMPETENz TEchNIK SERvIcE

ExpERIEnCE HIGH-TECH SERVICE

ihr Serviceteam für nichtrostende,

säure- und hitzebeständige Stähle sowie

Sonderwerkstoffe.

Your service team for stainless,

acid and heat resistant steel as well

as special alloys.

Bei Fragen oder zur ausführlichen Beratung

nehmen Sie gerne Kontakt zu

uns auf:

For further information or other

support please contact

NIRo WENDEN GMBh

Glück-Auf-Weg 2

D - 57482 Wenden

Telefon: ++49 (0) 27 62 / 92 55 - 0

Fax Verkauf: ++49 (0) 27 62 / 92 55 - 20

e-Mail: Verkauf@niro-wenden.de

www.niro-wenden.de


Für die Freiheit

des Einzelnen

Günter Carpus Gastkommentar

Freiheit ist für mich der Raum zwischen Strenge und Beliebig-

keit. Strenge geht einher mit hierarchischen Modellen. So wie

auf der politischen Seite die großen Welterklärungsmodelle,

wie der Kommunismus oder der Kapitalismus, in Frage gestellt

werden, haben wir die strengen hierarchischen Modelle der Unternehmensführung

hinterfragt.

Von Anfang an war es mein Ziel, ein kooperatives Unternehmen

zu entwickeln. Die Freiheit des einzelnen, das selbstbestimmte

Handeln meiner Mitarbeiter, ist dafür die Grundvoraussetzung.

Hieraus ergibt sich ein Freiheitsspielraum. Ein

strenges hierarchisches System bietet Sicherheit – bin ich aber

frei, gilt es auf der einen Seite, den Freiheitsspielraum der festgefügten

Ordnung auszuloten und auf der anderen Seite, nicht

in Beliebigkeit abzurutschen. Freiheit ist somit nichts, was man

einfach bekommt, sondern etwas, was man sich täglich neu

erarbeiten muss. So ist das auch in unserem Hause. In unseren

Bauprojekten für die Hightech- und Pharmaindustrie ist die

Suche nach kreativen Lösungen und der damit verbundenen

Innovation eine entscheidende Triebfeder. Dies ist nur durch

heterogene Teams möglich, die sich dann austauschen, wenn

sie es für richtig halten. Deshalb müssen sie Zeitfreiheit, Entscheidungsfreiheit

und räumliche Freiheit haben. Die Mitarbeiter

sollen sich in geführten Workshops genauso austauschen

können wie in informellen Treffen. Der Zwang und die Enge

fester Büroräume und klar zugeordneter Einzelarbeitsplätze

erscheinen uns deshalb genauso kontraproduktiv wie das Definieren

von Arbeitszeiten. Niemand kann meinen Mitarbeitern

die Freiheit nehmen. Das können sie nur selber tun.

Das Wirtschaftsblatt

fragte

Günter Carpus,

Vorstand der

Carpus+Partner

AG, nach seinem

persönlichen

Freiheitsbegriff

Anzeigen

International 300.000 m 2

pro Jahr... Hierdurch

wird der beste Preis erzielt.

International 500.000 m 2

pro Jahr...

Das heißt für Sie:

beste Preise und

ein erfahrener Partner.

GRATIS ENTWURF UND ANGEBOT 02405 - 449 60

• Rohbau oder schlüsselfertig�

• kurze Bauzeit�

• eigene Ingenieurleistungen und Systeme�

VALERES Industriebau GmbH�

Schumanstrasse 29�

52146 Würselen

tel.02405-449 60

fax�02405-938 23

e-mail�info@valeres.de

websitewww.valeres.de

International auch niedergelassen in den Niederlanden (Eindhoven),

Frankreich (Lille), Luxemburg (Contern) und Belgien (Antwerpen).

Kostenbewusstsein, garantierte Qualität

und schnelle Umsetzung machen uns zum

idealen Partner für den Bau Ihrer Gewerbe-

Immobilie. Gerne erstellen wir Ihnen unverbindlich

ein maßgeschneidertes Angebot.

Rufen Sie uns an!

VALERES Industriebau GmbH

Karl-Carstens-Straße 11

52146 Würselen

Fon 02405-449 60

Fax 02405-938 23

info@valeres.de

www.valeres.de

VALERES Industriebau auch in den Niederlanden,

Frankreich, Luxemburg und Belgien


A

A & O Spedition GmbH, Düsseldorf 66

a.m. consult GmbH, Bonn 18

Altmann, Martin, Drees & Sommer 56-59

Atkon AG 104-105

B

b2d BUSINESS TO DIALOG 32-33

Bahrke, Michael, IW Consult 82-84

Baring, Prof. Dr. jur. Arnulf, Journalist u. Historiker 12-13

Bauwens-Adenauer, Paul, IHK Köln 36

Behrens & Schuleit GmbH, Düsseldorf 28-31

Bélasky, Bertrand, Bistro EssART 24-25

Berger, Roland, Stiftung Partner für Schule 108-109

Bertelsmeier, Rainer, Wifö Leverkusen 44

Bistro EssART GmbH & Co. KG 24-25

Bojack, Markus, a.m. consult GmbH, Bonn 18

Bollenbach, Chris, MdL (CDU), Bünde 28-31

Börner, Anton F. Bundesverband Großhandel 8-9

Brückner Grundbau GmbH, Essen 64-65

Brüderle, Rainer, Bundeswirtschaftsminister 11

Buchhorn, Reinhard, Oberbürgermeister Leverkusen 44

denbender, Dr. Winfried, Hegenscheidt-MFD 62-63

C

Carpus, Günter, Carpus+Partner AG 3

CIBCO e. V., Köln 40

Clausnitzer, Jochen, DIHK 10

Cognis GmbH, Monheim 102-103

competence center automotive region aachen, car e.V. 42-43

Cornelius, Dr. Felix, goMedus GmbH 114

D

4

Index

24 Bélasky, Bertrand,

Bistro EssART

Dege, Dr. Wilfried, Regionalverband Ruhr 82-84

Deutsche Bahn International GmbH 104-105

Dierichsweiler, Peter, Wifö Mechernich 47

Drees & Sommer 56-59

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10

E

ECE, Hamburg 37

Edenspiekermann AG 48-50

Eekhoff, Prof. Dr. Johann, Institut f. Mittelstandsf. 90

Ehrnstorfer, Oliver, medical relations, Langenfeld 22-23

F

Ferchau, Frank, Ferchau GmbH 39

Friebel, Heinz, Creative Data AG 36

G

Georg Automation GmbH, Kreuztal 99

GeWeTe GmbH & Co. KG 47

GfO Logistic Consulting + Software GmbH 67

Görtz, Friedrich, Ludwig Görtz GmbH, Hamburg 9

Grimm, Dr. Martin, ThyssenKrupp Real Estate 82-84

Grinewitschus, Dr. Viktor, inHaus 82-84

Groß, Kerstin, last mile logistik 82-84

H

Habermann, Professor Gerd, Unternehmerinstitut 10

Habicht, Thomas, HR-Commitment 110-111

Hauner, Dr. Andreas, Siegwerk Druckfarben AG 76-77

Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG 62-63

Hegger, Achim, Hegger Lichtwerbung GmbH 51

Heidtkamp, Hans-Jörg, WestLB AG 14-15

Herter, Marc, Parteivorsitzender SPD NRW 28-31

Heselschwerdt, Stefan, Drees & Sommer 56-59

Hölscher, Ralf, Brückner Grundbau GmbH 64-65

HR-Commitment, Dormagen 110-111

Hückelkempgen, Torsten Lueg Sportivo GmbH 100-101

Huth-Davepon, Helga, Geflügel-Eier-Wild 114

I

12 Baring, Arnulf,

Historiker und Publizist

Innoway AG 40

J

Jablonski, Klaus Werner, Bürgermeister Troisdorf 45

Jobi, Hagen, Landrat Oberbergischer Kreis 39

K

Kanthak, Werner, American Chamber of Commerce 82-84

Keiser, Sophie, NRW.TV GmbH & Co. KG 96-97

Kessel GmbH, Remagen 9

Kießler, Eva-Maria, metropoleruhr GmbH 82-84

Klink, Heinz-Dieter, Regionalverband Ruhr 82-84

Klocke, Arndt, NRW-Landesvorsitzender Die Grünen 28-31

Knöfel, Dr. Michael, Brückner Grundbau GmbH 64-65

Knöfel, Florian, Brückner Grundbau GmbH 64-65

Koerdt, Gunnar, Bürgermeister Bedburg 46

Köhler, Christian, Markenverband 11

Koop, Fritz, WestLB AG 14-15

Körbel, Doris, Kessel GmbH 9

Kordt, Klaus, Maranello Motors, Köln 100-101

L

L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG 52-55

Lahr, Thomas, ProFair, Hilden 19

Lange, Thomas A. National-Bank AG 80-81

Lessing, Dirk, SSI Schäfer Shop GmbH 16

Leuchtenberger, Rob, Spieleentwickler 82-84

93 Roters, Jürgen,

Oberbürgermeister Köln

Lichtschlag, André F., Herausgeber eigentümlich frei 91

Loh, Friedhelm, Loh Group, ZVEI 92

Lube, Heike, useyourmind GmbH, Aachen 28-31

Lueg Sportivo GmbH, Meerbusch 100-101

M

MAGMA Gießereitechnologie GmbH 38

Maranello Motors, Köln 100-101

Mayer, Heinz, readybank AG 17

medical relations GmbH, Langenfeld 22-23

Milczarek, Dr. Roman, TMD Friction 36

ML Consulting 40

Montouri, Marcello, CIBCO e. V. 40

Mues, Wolfgang, Wirtschaftsförderung Leverkusen 44


Müller, Dietmar, medical relations, Langenfeld 22-23

Müller, Thomas, Wirtschaftsförderung Mülheim 82-84

N

Nachtigahl, Arne, ECE, Hamburg 37

National-Bank AG, Essen 80-81

Naumann, John, Hegenscheidt-MFD 62-63

Neugart KG, Hennef 78-79

Neumann, Ralf G., NRW.TV GmbH & Co. KG 96-97

Nienaber, Thomas, Logata GmbH 68-70

NIRO WENDEN GmbH 2

Noll, Prof. Dr. Hans-Peter, RAG Montan Immobilien 86-87

NRW.TV Fernsehen GmbH & Co. KG 96-97

O

Orth, Dr. Robert, MdL, Landesvorstand NRW-FDP 28-31

Otto, Alexander, ECE Projektmanagement 44

Otto, Andreas, Georg Automation GmbH, Kreuztal 99

P

Pellengahr, Hubertus, Arbeitgeberverbände M & E 11

Preising, Michael, car e. V. 42-43

PricewaterhouseCoopers AG 94-95

ProFair, Hilden 19

R

RAG Montan Immobilien GmbH, Essen 86-87

readybank AG, Düsseldorf 17

20 Schmidt, Ulrich,

Schmidtgruppe

Regionalverband Ruh 85

Rick, Thomas, Regionalkreis Niederrhein, BJU 28-31

Rösner, Knuth, Drees & Sommer 56-59

Roters, Jürgen, Oberbürgermeister Köln 93

Rotterdam Gruppe, Langenfeld 26-27

Rotterdam, Andreas, Rotterdam Gruppe 26-27

RSP Unternehmensberatung GmbH, Wiehl 71

Rüttgers, Dr. Jürgen, Ministerpräsident NRW 38

S

Schmidt, Arne, Schmidtgruppe, Coesfeld 20-21

Schmidt, Ulrich, Schmidtgruppe, Coesfeld 20-21

Schmitz, Udo, Stadt Bedburg 46

Schnappauf, Werner, BDI 8-9

Schnücker, Nils, SSI Schäfer Shop GmbH 16

Personen und Unternehmen in dieser Ausgabe

Schräger-Enkirch, Volker, SIGMA, Düsseldorf 104-105

Schulte, Heiko M., HR-Commitment 110-111

Siegwerk Druckfarben AG, Siegburg 76-77

Siemers, Lothar, PwC AG 94-95

SIGMA System Audio-Visuell GmbH 104-105

Simon, Frank, Rotterdam Immobilien GmbH 26-27

Sparkassen-Finanzgruppe, Berlin 41, 116

Speer, Jürgen, Neugart KG 78-79

Speer, Tobias, Neugart KG 78-79

Sperling, Cornelia, RevierA GmbH 34

Spiekermann, Professor Dr. h. c. Erik 48-50

SSI Schäfer Shop GmbH 16

Staples GmbH & Co. KG, Stuttgart 35

Stiftung Partner für Schule 108-109

Stoltenberg-Lerche, Sabine, Stolco-Haus, Ddorf 28-31

Strauss, Mirko, WHE GmbH, Herne 83-84

T

Tata, Dr. Lars, Initiativkreis Ruhr 82-84

TNT Post Holding Deutschland GmbH, Ratingen 60-61

Trius, Dr. Antonio, Cognis GmbH, Monheim 102-103

TROWISTA GmbH, Troisdorf 45

Tsikouras, Aristidis, Wifö Mechernich 47

U

Unger, Birgit, RevierA GmbH 34

Urbeinz, Enno, Siegwerk Druckfarben AG 76-77

useyourmind GmbH, Aachen 28-31

W

Waldmüller, Rolf, GfO Logistic GmbH 67

WestLB AG, Düsseldorf 14-15

WfL Wirtschaftsförderung Leverkusen 44

Widera-Trombach, Carsten, Crenetic 82-84

Willmann, Marcus, GeWeTe GmbH & Co. KG 47

WM Group, Bochol 68-70

Wüerst, Alexander, Kreissparkasse Köln 17

Z

Zaboklicki, Adam K., HT Troplast AG 45

Zahn, Guido W., A & O Spedition GmbH 66

Zimmermann, Klaus, Dt. Inst. f. Wirtschaftsf. 8-9

Titel

Bistro EssART, Seite 24-25

Anzeigen

Voller wirtschaftsfördernder

Hinweise

Partner finden, Chancen entdecken,

Angebote machen: Vor Ort, regional oder

bundesweit – mit 12 Ausgaben und über

4.000 möglichen Marktkombinationen.

stanDortmagazin Des DeUtschen mittelstanDs


6

Inhalt 2/10

45 Rheinland

Warum sich in Troisdorf Infrastrukturinvests auszahlen

40 Hochschulen

Kölner Studenten üben den unternehmerischen Ernstfall

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10

72-81 Familienunternehmen

Wie Firmen wie Neugart über Generationen Erfolg haben


Welt des Mittelstands

8-9 Währung / Die Rechnung und einen Ouzo, bitte

9 Stimme der Familienunternehmer / Friedrich Görtz

10 Brüssel intern / Sorge vor Eingriffen

10 Strategien / Was sind die Erfolgsrezepte deutscher Mittelständler?

11 Berliner Parkett / Die Hauptstadt-Notizen

12-13 Lunch mit... Arnulf Baring/ „Dann verlassen wir eben den Euro“

Markt & Standort

14-27 Die Unternehmensplattform im Wirtschaftsblatt

Nordrhein-Westfalen

28-31 Zukunft / Junge Firmenlenker treffen auf junge Landespolitiker

34 Unternehmerinnen / Erfolg von anderen lernen

82-87 Expedition NRW / Ruhr reloaded

Köln - Bonn - Aachen

36-39 Nachrichten / Das Wichtigste aus dem Rheinland

40 Fachhochschule Köln / Studentische Unternehmensberater

42-43 Netzwerke / Competence Center Automotive Region Aachen

44 Leverkusen / Identifikationsobjekt gelandet

45 Troisdorf / InfrasTroktur pur

46 Bedburg / Schlaflos in Changsha

47 Mechernich / Zeit zu wechseln

Themen

48-55 Druck & Präsentation / So wird man gesehen

56-67 Verkehr & Logistik / ABS für Verkehrsinvests

68-70 IT-Lösungen / Software aus der Wolke

106-111 Personal & Arbeit / Nachwachsende Rohdiamanten

Spezial Familienunternehmen

72-73 Herausforderungen / Was lange währt, bleibt weiter gut

74-75 Wirtschaftswunder 2010 / Inga Michler über Wege aus der Krise

Schwerpunkt

88-105 Freiheit / Warum wir sie brauchen – Stimmen aus der Wirtschaft

Rubriken

112-113 Gut zu wissen / Empfehlenswerte Dienstleister

113 Impressum

114 Letzte Seite / Kopfschüttler ∙ Sieben Fragen

115 Service / Informationen zum kommenden Heft

Inhalt 2/10

Anzeige


8

Die Rechnung und

einen Ouzo, bitte

Endet das Abenteuer Gemeinschaftswährung, wie seinerzeit die Euro-Kritiker beim Abschied

von der D-Mark befürchteten: Deutschland zahlt die europäische Zeche? Nach dem

Griechenland-Fiasko steht die deutsche Wirtschaft zwischen Bangen und Hoffen.

Das ist absurd“, so Anton F.

Börner, Präsident des Bundesverbandes

Großhandel, Außenhandel,

Dienstleistungen.

„Wir sind die Lokomotive des Wachstums

in ganz Europa“, so BDI-Hauptgeschäftsführer

Werner Schnappauf. Der

Grund der Empörung: Die französische

Finanzministerin Christine Lagarde

warf Deutschland jüngst vor, sein Wirtschaftswachstum

auf Kosten anderer EU-

Länder zu erzielen und empfahl, seinen

Exportüberschuss zu reduzieren. Es war

einer der bisherigen Höhepunkte einer

Diskussion, die ein Schreckgespenst heraufbeschwört:

Deutsche Wirtschaftsleistung

könnte für die Sanierung schwacher

Euro-Länder herhalten müssen.

Für die deutsche Wirtschaft geht es

um mehr als um den bankrotten Handelspartner

Griechenland, denn: „Die

direkten Auswirkungen auf die deutsche

Wirtschaft und insbesondere für den

Mittelstand halten sich angesichts des

bescheidenden Volumens in Grenzen“,

so Außenhandels-Chef Börner gegenüber

dem Wirtschaftsblatt. Gerade einmal bei

0,8 Prozent liegt der Exportanteil nach

Griechenland an den deutschen Gesamtausfuhren.

Höchstens Reiseveranstalter

wie TUI, für den Griechenland bei den

Wirtschaftsblatt 2/10

Welt des Mittelstands

Nachrichten, Informationen und Erfolgsmeldungen aus der deutschen Wirtschaft.

Zusammengetragen mit Schwerpunkt auf Familienunternehmen und Mittelstand.

Buchungen an vierter Stelle liegt, sehen

die Entwicklung kritischer. Schon jetzt

liegt hier die Nachfrage nach Reisen auf

die griechischen Inseln oder das dortige

Festland unter den Vorjahreszahlen.

Der Euro-Wechselkurs hat nicht

mehr die frühere Bedeutung

Bedeutsamer sind aktuell die Auswirkungen

auf den Eurokurs für deutsche

Unternehmen. Zwar trägt der derzeit sinkende

Außenwert des Euro dazu bei, die

Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte

im Dollarraum zu erhöhen, was insbesondere

den Export-Schlüsselindustrien

zugute kommt. „In der Summe hat der

Wechselkurs des Euro allerdings nicht

mehr die Bedeutung früherer Tage, da die

Großunternehmen zunehmend Natural

Hedging betreiben und mehr und mehr in

Euro fakturieren“, so Börner. Zudem tritt

bei den Importen der gegenteilige Effekt

ein, sie verteuern sich. Dies betrifft nicht

nur die Öl- und Rohstoffimporte, für die

bei einem schwachen Euro mehr bezahlt

werden muss, sondern auch die industriellen

Vorprodukte, die wiederum in deutsche

Exportgüter einfließen. „Wichtig für

die Exportunternehmen ist somit, dass

der Wechselkurs einigermaßen bere-

chenbar bleibt und nicht großen Schwankungen

ausgesetzt ist“, so Börner.

Genau das bringt die Politik zwischen

Brüssel, Berlin, Paris in Turbulenzen – sie

muss zugeben, dass man auf einen Krisenfall

wie die causa graeca schlicht nicht

vorbereitet war und ist. Dabei stellte sich

schon 2004 heraus, dass sich die Helenen

ihren Euro-Beitritt vom Januar 2001 mit

gefälschten Statistiken und frisierten Finanzdaten

erschlichen hatten. Doch man

schaute beharrlich weg. Auch vor der

Tatsache, dass es in Griechenland kein

funktionierendes Steuer- und Finanzwesen

gibt – und so zum Beispiel jährlich 30

Milliarden Euro allein an Mehrwertsteuereinnahmen

verloren gehen; man akzeptierte

stillschweigend, dass Jahr für

Jahr eine Milliarde Euro Schmiergelder in

kleinen Briefumschlägen, den berüchtigten

Fakelaki, verschwinden, um Bauvorhaben

zu beschleunigen oder schneller

einen Arzttermin zu bekommen.

Jetzt erst, da das kleine Land endgültig

am Abgrund steht, die Kapitalmärkte

die Geduld zu verlieren drohen, wird in

Brüssel die Notbremse gezogen und Griechenland

zur Radikalkur gezwungen. Die

Angst ist groß, der Pleite-Virus könnte

auch andere Länder wie Portugal, Irland,

Italien, Spanien anstecken.


Dann spätestens würde es auch für

die deutsche Wirtschaft dramatisch. So

haben zum Beispiel deutsche Banken an

diese Wackelkandidaten Forderungen

von fast 400 Milliarden Euro. Ein solcher

Ausfall, auch nur teilweise, gilt nach der

kaum überstandenen globalen Finanzkrise

als nicht mehr verkraftbar.

Wichtiger als aktuelle Rettungspläne,

um einen solchen Dominoeffekt zu

vermeiden, ist jedoch für Fachleute wie

Klaus Zimmermann, den Präsidenten

des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung,

die Frage: „Wie kehrt wieder

nachhaltiges Vertrauen in den Euro zurück,

der die Europäische Gemeinschaft

seit Anfang 1999 bisher durchaus erfolgreich

stabilisiert und gegen internationale

Turbulenzen abgeschirmt hat?“

Die deutsche Politik am Scheideweg.

Kommt der Lastenausgleich in Europa,

durch welche Hintertür auch immer?

„Weder unsere Steuergelder noch

das Gold der Bundesbank dürfen als

Ver fügungsmasse für eine unverant-

wortliche Schuldenpolitik anderer Eu-

ro-Länder missbraucht werden“, warnt

bereits Patrick Adenauer, Präsident

des Familienunternehmer-Verbandes.

Oder gilt die Einsicht: Eine gemeinsame

Währung kann nicht dauerhaft funktionieren,

wenn sich die Wirtschaft in

den einzelnen Ländern zu weit auseinander

ent wickelt? Selbst ein Austritt

Griechenlands aus der Währungsunion

gilt inzwischen als ul tima ratio. Für den

deutschen Steuerzahler gewiß nicht die

schlechteste Perspektive. ms

Meine Maschine und ich

Das Wirtschaftsblatt zeigt Unternehmer und ihre treuesten Helfer

Doris Körbel und ihre MUBEA Optima KBL 65-30 Lochstanze

Linguisten wird es ein Lächeln auf die Lippen gezaubt haben, dass ausgerechnet

ein Remagener Unternehmer mit dem Namen Hans Kessel 1964 begann, Öltanks

zu bauen. Ein ertragreicher Geschäftsbereich – bis die Ölkrise die Branche auf den

Kopf stellte. Der Rheinland-Pfälzer orientierte sich neu. Doris Körbel, die heute

mit ihrem Mann Joachim die Kessel GmbH führt, war noch ein junges Mädchen,

als ihr Vater 1979 unter anderem die kombinierte Stahlschere und Lochstanze

der Attendorner Muhr und Bender KG anschaffte. Mit diesen Investitionen konnte

man sich Aufträge für den Schiffsbau sichern. Heute ist man als Dienstlei ster ein

geschätzter Problemlöser für Firmen aus der Region. Die Chefin möchte auf die

Dienste der 1994 von 30 auf 50 Millimeter umgerüsteten und mit einer Sonderanfertigung

für Rohrschellen ausgestatten Maschine nicht verzichten. „Unser 2008

gekaufter Wasserstrahlschneider ist die Zukunft“, sagt Körbel, bei Einzelanfertigungen

sei die bewährte Mubea aber unschlagbar. ks

Welt des Mittelstands 9

Stimme der Familienunternehmer

Kommentar: Friedrich Görtz,

Schuhhandel Ludwig Görtz

GmbH, Hamburg

Subventionen?

Nein danke!

Die Familienunternehmer kämpfen

seit Jahrzehnten gegen Subventionen.

Diese Zuwendungen beweisen eigentlich

nur, dass die Geschäftsmodelle

malader Unternehmen nicht wettbewerbsfähig

sind und verlängern deren

Siechtum. Die US-Staatsfirma General

Motors, sprich Opel, zu unterstützen,

würde Milliarden kosten und Mitbewerber

diskriminieren. Das Geld wäre

mit großer Sicherheit verloren.

In Generationen denken

Warum soll GM, nachdem sie jahrelang

bewiesen haben, dass sie die

Zeichen der Zeit nicht erkennen, jetzt

alles richtig machen? In großen Teilen

ist immer noch das gleiche Management

am Ruder. Durch eine höhere

Verschuldung des Staates müssen

wieder einmal alle Bürger bezahlen,

vor allem aber unsere Kinder. Viele

Politiker engagieren sich auf dem Feld

des Klimaschutzes und verweisen mit

Recht auf Schäden, die in den nächsten

Jahren entstehen werden. In der

Subventionspolitik wollen sie aber von

vorausschauendem Denken nichts

wissen. Es wird Zeit, dass in Deutschland

auch bei den Staatsausgaben in

Generationen und nicht in Wahlperioden

gedacht wird. Oder ist Opel die

nächste Firma: Too big to fail?

Wirtschaftsblatt 2/10


10

BRüSSEL

intern

Sorge vor Eingriffen

Streng, strenger, am strengsten – Europas

Wettbewerbshüter zählen zur

dritten Kategorie. Sie langen zu, wann

immer Kartelle, Monopolisten oder Firmen

durch illegale Preisabsprachen

den freien Markt unterminieren. Software-Gigant

Microsoft bezahlte das

mit einer Rekord-Strafe. Nun ist Google

im Visier. Der Internetriese steht

im Verdacht, die Reihenfolge seiner

Such ergebnisse zu manipulieren. Auch

Aufzugbauer, Bierbrauer oder Banken

gerieten in die Fänge der Brüsseler

Beamten, die ordnungspolitisch klare

Kante zeigen, wenn auch nicht immer

zur Freude deutscher Unternehmen.

Jetzt werden Bedenken noch lauter,

wenn auch unter neuen Vorzeichen.

Es droht Protektionismus

Der neue Kommissar Joaquin Almunia

will die mächtige Behörde nun

in den Dienst einer „modernen Industriepolitik“

stellen. „Wir wollen intelligenter,

grüner und sozialer werden“,

erklärte der Spanier. Er plant, künftig

zu fördern, was als zukunftsträchtig

gilt: umweltfreundliche Betriebe, Elektromobilität

oder erneuerbare Energien

etwa. Für sie könnte Brüssel künftig

grünes Licht für Subventionen geben.

„Da droht Protektionismus“, fürchtet

Professor Dr. Gerd Habermann, Direktor

des Unternehmerinstituts. Auch

der EU-Experte des Instituts der Deutschen

Wirtschaft in Köln, Dr. Berthold

Busch, hält es für „bedrohlich, wenn

wir eine Abkehr von der Wettbewerbspolitik

erleben würden“. Auch an einer

anderen Front sorgt man sich: beim

Kommissionsvorschlag für Sammelklagen.

„Das kann zu einer existentiellen

Bedrohung der Unternehmen

werden“, sagt Jochen Clausnitzer vom

DIHK in Brüssel. „Daher müssen rote

Linien eingezogen werden, damit wir

keine amerikanischen Verhältnisse

bekommen.“ sas

Wirtschaftsblatt 2/10

Welt des Mittelstands

Offensivgeist

Sie heißen Roth & Rau, ASC Telecom oder Juwi Holding. Zusammen

mit anderen sind die drei Mittelständler 2009 als „Entrepreneure des

Jahres“ ausgezeichnet worden. Was lässt sie so gut wirtschaften?

Eine Studie legt die Erfolgstrategien im deutschen Mittelstand offen.

E

rfolgreiche Mittelständler suchen ihr Heil in der Offensive. Auf diesen Kern las-

sen sich die Ergebnisse der Studie „Hart am Wind – Siegerstrategien im deutschen

Mittelstand 2010“ zusammenfassen, die die Wirtschaftsprüfer von Ernst

& Young im Frühjahr vorgelegt haben. Untersucht wurden 77 Unternehmen, die sich

durch ihr dynamisches Wachstum in den vergangenen Jahren für das Finale beim

Wettbewerb „Entrepreneur des Jahres 2009“ empfehlen konnten. Aus ihren Strategien

leitet die Studie sechs Lektionen ab, die den Mittelstand vorwärts bringen sollen.

Zunächst einmal müsse man die Manövrierfähigkeit des Unternehmens bewahren,

so Wolfgang Glauner, der Autor der Studie. Erfolgreiche Geschäftsführer hätten

– statt drastische Spar- und Strukturmaßnahmen einzuläuten – gezielt in ihre Wettbewerbsfähigkeit

investiert.

Unternehmer sollten, so die zweite Erkenntnis des Papiers, die Leidenschaft zum

Erfolg mit ihren Mitarbeitern teilen. Gerade auch in schwierigen Zeiten müsse nicht

nur die Fachaus- und Weiterbildung, sondern auch die individuelle Stärke der Angestellten

gefördert werden. Der Marktauftritt gehöre überprüft und die globale Marktpräsenz

ausgebaut. Innovationen sollen gezielt neu Impulse setzen. So beschleunigte

beinahe jedes der befragten Unternehmen im vergangenen Jahr seine Entwicklungsprozesse.

Eine Firma müsse zudem auf einem sicheren finanziellen Fundament gegründet

sein, so die Studie abschließend. Dem Kapitalmarkt stehen die Wachstumsunternehmer

indes eher skeptisch gegenüber: Angesichts des erschwerten Zugangs

zu neuem Kapital habe sich das Sicherheitsbewusstsein aber als ein zentraler Erfolgsfaktor

erwiesen. ks

Nel


Kontaktfreude

Deutsche Mittelständler stehen häufig

in Kontakt zu ausländischen Firmen.

Nach einer Studie des Kommunikations-

Dienstleisters Skype habe jeder vierte

Befragte regelmäßig Kontakt zu Partnern

in mehr als sechs Ländern. In anderen

Staaten Europas ist es nur jeder fünfte.

Mikrokredite

Bundesarbeitsministerin Ursula von der

Leyen hat einen 100-Millionen-Euro-

Fonds für Klein- und Kleinstbetriebe

aufgelegt. Unter www.mikrokreditfonds.

de können Firmen erfahren, ob sie die

Bedingungen für den Erhalt eines bis zu

20.000 Euro großen Darlehens erfüllen.

Leichtes Spiel

für Hacker

Bei der IT-Sicherheit hat der Mittelstand

Nachholbedarf, so der Tenor einer Studie

des Netzwerkes Elektronischer Geschäftsverkehr.

Jede elfte Firma wurde

demnach bereits Opfer von Hacker-Attakken.

Auslöser ist meist ein zu sorgloser

Umgang mit Passwörtern.

Familienkrach

Der größte Wertvernichter ist der Streit,

so der Tenor des Buches „Konflikte in Familienunternehmen“.

Autor Dr. Felix Fabis

nennt Mittel zur Konfliktvorbeugung

und -lösung. Das Buch ist erschienen in

der Schriftenreihe des Wittener Instituts

für Familienunternehmen.

Materialkosten

sparen

Ein Selbstcheck des Bundeswirtschaftsministeriums

zeigt Mittelständlern auf,

wie sie materialeffizienter produzieren

können. Der 13 Fragen umfassende

Test steht kostenlos zur Verfügung unter

www.materialeffizienz-selbstcheck.de.

BERLINER

Parkett

Notiert von Markus A. Schöneberger

redaktion@wirtschaftsblatt.de

Welt des Mittelstands 11

Als Think Tank für Reformen hat die Initiative Neue soziale Marktwirtschaft, finanziert

aus einem acht-Millionen-Euro-Etat der Arbeitgeberverbände der Metallund

Elektroindustrie, zehn Jahre lang von Köln aus für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt

hat das zehnköpfige Team um den neuen Geschäftsführer Hubertus Pellengahr

mitten im Berliner Regierungsviertel, der Georgenstraße, ein neues Quartier gefunden.

300 Gäste, angeführt von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, legten

bei der Premierenfeier gleich einmal symbolisch Arbeitshandschuhe an unter

dem Motto: „Anpacken und zupacken“. Der Minister zum Wirtschaftsblatt: „Die

Marktwirtschaft braucht solche

Antreiber. Denn die Herausforderungen

werden nicht geringer!“

Mediales Trommelfeuer ging derweil

auf Guido Westerwelle nach

seiner Kritik an mangelnder Leistungsgerechtigkeit

nieder. Diametral

der veröffentlichten Meinung

entgegen war die Zustimmung

Rainer Brüderle seitens der Wirtschaft. Sogar vom Christian Koehler

CDU-Wirtschaftsrat kam Unterstützung.

Deren Präsident Kurt J.

Lauk: „Der FDP-Vorsitzende hat in der Sache recht. Wir müssen in der Tat jetzt

eine offene Diskussion ohne Tabus darüber führen, wie wir die Kostenexplosion

bei den Sozialleistungen in den Griff bekommen, deren Finanzierung auf Pump

stoppen und somit die Belastung unserer Kinder und Enkel abbauen.“ Vom Niederrhein

an seinen Gründungssitz Berlin zurückgekehrt ist der Industrie-Pensions-Verein

IPV, der 400.000 Freiberufler, Mittelständler und Selbständige zählt.

Die Partnerorganisation von BDI und BDA hat an der Spree große Pläne: In der neu

gegründeten IPV-Akademie bieten die Geschäftsführer Jost Etzold und Dieter

Joeres hochwertige Fort- und Weiterbildung rund um Vorsorge an und sind damit

bundesweit vorbildlich. Dies bestätigte auch Gesundheitsstaatssekretär Daniel

Bahr. Der liberale Politiker war Gast des ersten politischen Abends, mit dem der

IPV künftig regelmäßig Informationen aus erster Hand anbieten will. Daniel Bahr

zum Wirtschaftsblatt: „Die neue Gesundheitspolitik muss auch die Interessen des

Mittelstandes, von Freiberuflern und Selbständigen berücksichtigen“. Bis zum

Sommer soll dazu das Reformkonzept einer Regierungskommission vorliegen,

versprach er. Interessant dürfte der Berliner Jahreskongress des Markenverbandes

am 20./21. Mai werden, der Spitzenreferenten aus Wirtschaft und Politik

aufbietet. Thema: „Marke und Gesellschaft 2025“. Immerhin repräsentieren die

rund 400 Mitgliedsfirmen einen Jahresumsatz von mehr als 400 Milliarden Euro.

Und Umfragen signalisieren: Das Markenbewusstsein steigt! 85 Prozent der Mitgliedsunternehmen

haben jedenfalls in einer Studie von McKinsey angegeben,

dass die Stärke ihrer eigenen Marke in den letzten zwei bis drei Jahren gewachsen

ist. Das freut natürlich den neuen Geschäftsführer Christoph Koehler, der sich

einen Namen vor allem als Experte der Konsumgüterindustrie gemacht hat. Jetzt

arbeitet er intensiv an der künftigen Positionierung des Markenverbandes.

Wirtschaftsblatt 2/10


12

Lunch mit...

„Dann gehen wir eben

raus aus dem Euro“

Aktuelle Krise oder langfristige Verwerfung?

Zu Griechenland, der Finanzkrise und

der politischen Kultur in Berlin befragte

Wirtschaftsblatt-Herausgeber Michael Oelmann

in der Reihe „Lunch mit...“ Professor Dr. Arnulf

Baring. Der streitbare Historiker und Publizist

begleitet und prägt seit Jahrzehnten den

politischen Diskurs in Deutschland. Zuletzt

erschien von ihm: „Kanzler, Krisen, Koalitionen“

(Siedler-Verlag).

Zur Zeit wird diskutiert, ob Deutschland Griechenland unter die

Arme greifen muss. Wäre das eine sinnvolle Investition unserer

Exportnation oder ein finanzpolitischer Sündenfall?

Ich finde derartige Gedankenspiele von Staatshilfen völlig verantwortungslos

und empörend. Im Vertrag über den Euro ist

eine Finanzhilfe an andere Staaten explizit ausgeschlossen.

Wenn wir Griechenland helfen, ist das eine Ermunterung für

Portugal, Spanien, Italien, dem gleichen Kurs zu folgen. Die

Griechen haben belogen und betrogen und sich einen Lebensstandard

geleistet, der weit über ihre materiellen und wirtschaftlichen

Möglichkeiten hinausging. Das müssen sie selber

korrigieren. Meines Erachtens wäre Griechenland gut beraten,

wenn es aus dem Euro austräte, dann könnte es per Abwertung

auch seine eigene Exportfähigkeit erhöhen.

Was könnten die Alternativen sein?

Da wir momentan die Griechen ja nicht ausschließen können,

müssten wir halt sagen: dann gehen wir selber raus. Austreten

Wirtschaftsblatt 2/10

kann man ja immer. Ich glaube, dass diese Drohung notwendig

ist, um Menschen und auch Regierungen in den verschiedenen

europäischen Ländern wach zu machen.

Ist dies aufgrund unserer europäischen Verankerung überhaupt

vorstellbar?

Die Politiker verkennen im Augenblick, dass wir unseren Landsleuten

damals versprochen haben, der Euro werde eine Währung,

so stabil wie die D-Mark. Die Deutschen haben sich ja sehr

schwer von der D-Mark getrennt. Und wenn sie jetzt feststellen

müssen, dass wir in einen inflationären Euro kommen, dass uns

sozusagen das Geld weggefressen wird, wie nach den beiden

großen Geldentwertungen des letzten Jahrhunderts, nach dem

1. und 2. Weltkrieg, werden die Deutschen nach meiner Einschätzung

sehr erregbar sein. Ich glaube, dass dies eine ernste

Erschütterung des ohnehin nicht großen Vertrauens in die politischen

Parteien würde.

Wäre Deutschland auf Grund seiner eigenen finanzpolitischen

Situation überhaupt in der Lage, Griechenland zu helfen?

Wenn wir nicht über beide Ohren verschuldet wären, dann

könnte man möglicherweise auch milde über finanzielle Hilfe

für Griechenland und andere Länder nachdenken. Aber es ist

verantwortungslos unseren Kindern und Enkeln gegenüber,

dass wir weiterhin deren Arbeitsergebnisse „verfrühstücken“,

wie wir es nunmehr schon seit vielen Jahrzehnten tun. Wir haben

drei große Verschuldungswellen erlebt: das fängt Anfang

der 70er Jahre an, als man meinte, man könne mit Geldausgeben

Konjunktur erzeugen. „Der Kanzler und Schöpfer der Marktwirtschaft

Erhard ist altmodisch, wir können das viel besser“ –

das war damals die vorherrschende Meinung. Der zweite große

Schub der Verschuldung war die deutsche Wiedervereinigung.

Die dritte Welle ist jetzt durch die Wirtschaftskrise gekommen.

Was kommt denn da auf den Mittelstand zu? Also auf die Leistungsträger,

die die Produktivität entfalten und wohl die Zeche

zahlen werden müssen?

Man hört immer, es gebe eine Umverteilung von unten nach

oben. Das ist eine hanebüchene Lüge. Das ist jetzt schon so,

dass diejenigen, die arbeiten und was leisten, in einem unerträglichen

Maße belastet sind. Denn ein Drittel der Deutschen

zahlt überhaupt keine Steuern. Ein anderes Drittel, die berühmten

Leistungsträger, zahlt über 90 Prozent. Das wird durch die

Alterung der Gesellschaft noch ernster. Was wir brauchen, ist

eine Diskussion der Prioritäten. Wer sind diejenigen, die etwas

leisten, woran letzten Endes der Lebensstandard des ganzen

Landes hängt? Wo sind diejenigen, die unterstützt werden müssen,

aber wo sind auch diejenigen, die den Sozialstaat scharmlos

ausnutzen? Das ist ja auch der Grund, warum die FDP an

sich recht hätte mit ihrer Forderung nach Steuersenkungen. Sie


hat nur deshalb nicht recht, weil sie nicht den Mut hat, dem

Land zu sagen: Wir können die Steuern nur dann senken, wenn

wir die Ausgaben kürzen. Und dann Vorschläge macht, was

denn da in Frage kommt.

Warum fehlt der Mut, die Wahrheit zu sagen?

Die Angst der Politiker vor der öffentlichen Meinung ist ein

wichtiger Hemmfaktor für alle vernünftigen Erwägungen. Das

hängt wesentlich mit der Rolle der Medien zusammen. Sie leisten

meines Erachtens einen zu geringen Beitrag für die Konsolidierung

des Landes, für die Einsicht in die Realitäten. Die

Politiker bewegen sich immer nur mit Blick auf die Medien und

wagen Eigeninitiative nur in dem Maße, in dem sie meinen,

dass ihnen die Medien gewogen bleiben. Das ist sehr verhängnisvoll,

weil dadurch die öffentliche Meinung eine unverantwortliche

Prägewirkung hat. Wir werden auf dieser Basis keine

offene Diskussion hinbekommen.

Schließen Sie aus, dass eine wahrhaftige Darstellung auch unliebsamer

Tatsachen politisch mehrheitsfähig sein könnte?

Die Realität ist immer härter als der Irrtum, als die Illusion. Mit

anderen Worten: je später wir die wahre Lage als solche erkennen,

desto schwieriger wird es sein, da wieder raus zu kommen.

Ich hab in den letzten Monaten, und zwar nicht nur auf Seiten der

schwarz-gelben Regierung, sondern auch in den Kreisen der Opposition,

den Eindruck gewonnen, dass wir eine Abdankung der

politischen Klasse vor uns haben. Meiner Meinung nach haben

auch intelligente und wache Politiker das Zutrauen verloren, dass

man dem Land die Wahrheit sagen kann, ohne in den Wahlen

hinweggefegt zu werden. Ein wesentlicher Grund ist, dass die Politiker

über Jahrzehnte hinweg die Zustimmung zur Demokratie

erkauft haben durch Versprechungen, durch Zusagen vor Wahlen.

Fehlt es an geeignetem Personal in der Politik?

Was wollen Sie denn von einem Regierungssystem halten, in

dem permanent über die eigenen Kräfte hinaus Ausgaben getätigt

werden? Und in dem man damit bereits heute derart

die Handlungsspielräume eingeengt hat, wie man jetzt schon

in den Kommunen, in den Ländern und beim Bund feststellen

muss? Jeder Hausvater wäre doch schon längst erledigt und im

Schuldturm, wenn er sich so verhielte wie die Regierung. Jetzt

rächt sich, dass in Deutschland keine geeigneten Führungsakademien

wie es in England oder bei den Franzosen, also Ausbildungsstätten

für den politischen Nachwuchs aller Richtungen,

gibt. Dies wäre eine Aufgabe, die meines Erachtens Politik und

Wirtschaft gemeinsam anpacken müssten.

Welche Tugenden, die in unserem Volk stecken, stimmen Sie

hoffnungsvoll?

Der Mittelstand müsste das Zentralstück unseres Selbstverständnisses

sein. Sehen Sie sich nur an, mit welchem Erfolg,

Lunch mit... 13

welchem Erfindungsgeist und wieviel Selbstbewusstsein viele,

vor allem familiengeführte Unternehmen, auf den Weltmärkten

agieren!

…Selbstbewusstsein, das uns auf anderen Gebieten fehlt?

Die Deutschen haben sich – was an sich ja sehr sympathisch ist

durch das 3. Reich sehr diskreditiert gefühlt, fühlen sich aber

von daher hintergründig auch nach 60 Jahren noch zweitrangig.

Ich glaube, dass es zur Bewältigung der Zukunft unbedingt

wichtig ist, dass die Deutschen diesen gebannten Blick allein

auf diese zwölf Jahre loswerden, und sich auch an die gelungenen

Jahrhunderte davor, die gelungenen Jahrzehnte danach erinnern

müssen. Eine Regierung, die in kommenden Krisen und

Notständen das Land auffordert, die Ärmel hochzukrempeln

und anzupacken, kann das doch nur tun, wenn sie sagt: Wir

haben doch schon ganz andere, viel größere Schwierigkeiten

erfolgreich durchgestanden.

Wirtschaftsblatt 2/10


14

Banken-Kooperation

für den Aufschwung

Strategische Finanzpartner für den Mittelstand: Hans-Jörg Heidtkamp

(r.), Leiter Mittelstand Rheinland, und Fritz Koop, Executive

Director Kompetenzcenter Corporate Finance Verbund

Wirtschaftsblatt 2/10

Markt und Standort

Angebote, die weiterbringen. Leistungen, die überzeugen. Firmen, die man

kennen sollte. Die Unternehmensplattform im Wirtschaftsblatt.

Aufgrund der absehbaren

Konjunkturbelebung wollen

Mittelständler weiteres Wachstum

wagen. Durch Restrukturierung

der Passivseite wird die

Kredit- und Sicherheitsstruktur

vereinfacht. Wenn nun

Wachstumswillige nach neuen

Finanzierungsquellen suchen,

braucht es aber Spezialisten,

die sich damit auskennen. Im

Ergebnis steht eine auf die

individuellen Anforderungen des

Unternehmens zugeschnittene

Wachstumsfinanzierung, die

gleichzeitig die konkurrierenden

Interessen der verschiedenen

Finanzierungspartner

zusammenbringt.

M

it dem Kompetenzcenter Cor­

porate Finance hat die WestLB

eine Anlaufstelle geschaffen,

in der komplexe Finanzierungssituati-

onen, wie bespielsweise eine Passivsei-

tenrestrukturierung oder auch Akqui-

sitionen und Gesellschafterablösungen,

strukturiert, arrangiert und finanziert

werden. Denn bei der Verfügbarkeit von

Kapital stehen Unternehmen je nach individueller

Lage an unterschiedlichen

Ausgangspunkten: Bezogen auf den Lebenszyklus,

stehen junge Unternehmen

primär vor dem Problem der Eigenkapi-


Anzeige WestLB AG

15

talbeschaffung, während sich reifere Un-

ternehmen eher um Fremdkapital bemü-

hen. „Unternehmen, die etwa aufgrund

der hohen Kapitalintensität ihres Geschäftsmodells

bereits viele Fremdmittel

aufgenommen haben, sehen sich bei der

Finanzierung von Wachstumsstrategien

oft mit Limitierungen durch ihren Hausbankenkreis

konfrontiert. Denn die Interessenlage

der Hausbanken kann dann

zwiegespalten sein: Unterstellen sie eine

hohe Attraktivität wachsender Unternehmen,

sind sie bestrebt, die Kundenbeziehung

zu sichern oder auszubauen",

beschreibt Fritz Koop, Executive Director

der WestLB, die Ausgangssituation.

Finanzierungsradius erweitern

Dem stehen jedoch klare Restriktionen

durch die jeweiligen Risikostrategien

gegenüber: Zum Beispiel, um das

maximale Obligo zu regeln oder zu verhindern,

dass eine einzelne Bank größter

Kreditgeber wird. Als Folge müssen die

Hausbanken akzeptieren, dass weitere

Banken in den Bankenkreis aufgenommen

werden und parallel versuchen,

ihren Status als signifikanter Finanzierungspartner

zu sichern.

„Die Institute, die den zusätzlichen

Kapitalbedarf finanzieren sollen, befinden

sich in einer anderen Ausgangslage.

Sie müssen sich den bereits bestehenden

Kreditstrukturen anpassen. Dabei sind

durch die vorgegebenen Tilgungspläne

die Spielräume für die Rückführung der

Kredite eingeschränkt, und der überwiegende

Anteil an Sicherheiten nicht verfügbar.

In dieser Situation gilt Passivsei-

Wettbewerbsvorteile sichern

„Sparkassenkunden schlagen mit unserem

Kompetenzcenter Corporate Finance

gleich zwei Fliegen mit einer Klappe",

fasst Hans-Jörg Heidtkamp, Leiter Mittelstand

Rheinland, den Vorteil für Firmenkunden

zusammen. „Das professionelle

Corporate Finance-Angebot der

WestLB sichert Wettbewerbsvorteile

und ergänzt das bewährte und verlässliche

Geschäftsmodell Ihrer Sparkasse

im Rheinland!"

tenrestrukturierung als idealer Weg, die

konkurrierenden Interessen gemeinsam

mit allen Beteiligten zu konsolidieren.

Als Ergebnis sollte ein gemeinsames Regelwerk

unter einer Konsortialkreditvereinbarung

angestrebt werden.“

Was braucht der Kunde?

In dieser Situation werde ein grundlegender

Wechsel bei der Risikoanalyse

der finanzierenden Banken vollzogen, so

Koop. Wird das Kreditvolumen über einen

kritischen Wert hinaus erweitert, bewegt

sich der Fokus der Banken weg von

der Bewertung der vorhandenen Sicherheiten,

hin zu einer dezidierten Analyse

der verfügbaren Cashflows.

Ausgangspunkt einer Passivseitenrestrukturierung

ist daher die Analyse des

Businessplans: Hierbei wird ein spezielles

Cashflow-Modell erstellt, auf dessen

Basis die individuellen Bedürfnisse des

Kunden bei seiner Finanzierung abgeleitet

werden. Die bestehende Passivseitenstruktur

wird dann entweder insgesamt

oder selektiv in Frage gestellt. Dabei können

dann verschiedene Gründe entweder

für eine Ablösung – etwa aufgrund

von Cashflow-Unverträglichkeit des Tilgungsplanes

– oder für die Beibehaltung,

beispielsweise aufgrund von hohen Vorfälligkeitsentschädigungen

oder bestehenden

Förderkrediten, einzelner Darlehen

sprechen.

Perfekte Strukturen

Die neue Struktur folgt dann den individuellen

Anforderungen des Unternehmens

und setzt sich aus mehreren unterschiedlichen

Kredittranchen zusammen.

Kredtittranchen, die jeweils analog zum

jeweiligen Verwendungszweck strukturiert

werden. „Das können beispielsweise

Tilgungsdarlehen zur Finanzierung von

Anlagevermögen, endfällige Darlehen

zur Finanzierung des Bodensatzes an

Working Capital oder Betriebsmittellinien

für die Finanzierung des unterjährigen

Liquiditätsbedarfes sein“, nennt der

Executive Director einige Beispiele. In bestimmten

Fällen könne auch auf ergänzende

oder alternative Finanzierungsformen

zurückgegriffen werden, wie

Factoring, Leasing oder Mezzanine.

Fritz Koop konkretisiert: „Im Endergebnis

sollte dann eine Kreditstruktur

geschaffen worden sein, die auf der einen

Seite perfekt die strategischen Vorgaben

des Unternehmers erfüllt, auf der

anderen Seite jedoch uneingeschränte

Akzeptanz bei den finanzierenden Banken

findet. Und im Idealfall sollten durch

die Passivseitenrestrukturierung sowohl

die Kredit- und Sicherheitenstruktur vereinfacht,

als auch die individuellen Anforderungen

des Unternehmens berücksichtigt

werden.“

Gemeinsam für Wachstum

Die Durchfinanzierung werde für die

nächsten fünf bis sieben Jahre gewährleistet.

„Dabei werden die individuellen

Ansprüche des Unternehmens durch

Cashflow-Entwicklung, Investitionsplanung

oder unterjährigem Working Capital-Bedarf

berücksichtigt und somit die

Wachstumsstrategie des Unternehmens

ermöglicht“, unterstreicht der Experte.

Für den erfolgreichen Abschluss einer

Passivseitenrestrukturierung sei es

aber notwendig, dass der bestehende

Hausbankenkreis sich bereit zeige, mögliche

Zugeständnisse zugunsten einer

Gesamtlösung zu machen. „Dies betrifft

vor allem die Freigabe von Sicherheiten.

Denn das Ziel ist ein gemeinsamer Sicherheitenpool,

zugunsten des Wachstums

unserer Kunden.“

Spezialisten gefragt

Für die Kunden sei es wichtig, dass

sie ein nachhaltiges Geschäftsmodell,

ausreichende Mannagementressourcen

und eine klar definierte nachvollziehbare

Wachstumsstrategie aufweisen können,

so Koop. Doch er betont: „Außerdem ist

es bei derartig anspruchsvollen Finanzierungslösungen

unabdingbar, die Hilfe

von Spezialisten hinzuzuziehen, die über

entsprechende Erfahrung im Corporate

Finance-Geschäft verfügen."

WestLB AG

Herzogstraße 15 ∙ 40217 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 8 26-01

firmenkunden@westlb.de

www.westlb.de

Wirtschaftsblatt 2/10


16

Seitenweise Erfolg

Alles begann mit einem vierseitigen Prospekt aus dem Westerwald.

Heute, 35 Jahre später, ist das Druckwerk europaweit populär, wiegt

gut anderthalb Kilo und hat 1.500 Seiten: der Schäfer-Shop-Katalog

für Büroausstattung.

D

ie Pionierarbeit im b2b-Versand-

handel der 1975 gegründeten

Schäfer Shop GmbH hat Früchte

getragen. Das Unternehmen mit Hauptsitz

im rheinland-pfälzischen Betzdorf

bringt täglich bis zu 4.500 Sendungen

mit der eigenen Lkw-Flotte auf den Weg

zu einer Million Kunden. Mit den drei Geschäftsbereichen

Schäfer Shop Büromöbel

(Büromöbel und Einrichtungssysteme

mit eigener Produktion), Schäfer Shop

Direct (Büromaterial, Bürotechnik und

Werbemittel) sowie Schäfer Shop Industrie

(Lager-, Betriebs- und Werkstattausstattung)

verfügt der Komplettaustatter

insgesamt über ein Sortiment von 35.000

Artikeln. Deshalb gilt man als einziger

One­Stop­Shop für den Geschäftskundensektor,

der alle Bereiche eines Unternehmens

bedienen kann.

Omnipräsent für den Kunden

Neben dem den Unternehmenserfolg

begründenden Vertriebsweg per Katalog

setzt man als Multichannel-Anbieter natürlich

auch auf den Online-Vertrieb und

bietet den Kunden mit einer modernen

E­Procurement-Lösung ein elektronisches

Beschaffungssystem im Kunden-Layout

ohne zusätzliche Software-Installation.

Zudem gilt schon seit der Eröffnung der

ersten Verkaufsausstellung 1977 in Siegen

das bundesweite Filialnetz mit heute

15.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche

an 18 Standorten, 120 Fachberatern

und potentem Außendienstnetz als Garant

für den Erfolg.

„Unser Point of Sale ist der Arbeitsplatz

des Kunden“, erläutert Geschäftsführer

Dirk Lessing die Philosophie der Erfolgsmarke.

„Wir beraten vor Ort und stellen

uns ganz auf seine Wünsche ein. Beratungsintensive

Vorstellungen der Möbel-

Wirtschaftsblatt 2/10

Markt & Standort SSI Schäfer Shop GmbH

programme und ihrer Kombinationsmöglichkeiten

bis hin zur Montage gehören

ebenso zum Leistungsspektrum wie die

Veranschaulichung der Kundenwünsche

für ein neues Büro per CAD-Service und

3D-Simulation oder die gemeinsame Entwicklung

neuer Webeartikel.“ Nähe zum

Kunden und beständige Qualität bei Beratung

und Planung, Produktion und Versand,

Montage und Kundenservice weiß

man nach 35 Jahren in allen Branchen

der Republik zu schätzen. Und auch darüber

hinaus, denn Schäfer Shop ist mit

14 selbständigen Vertriebsgesellschaften

europaweit präsent. Insgesamt erwirtschaften

über 1.000 Beschäftigte einen

Jahresumsatz von 315 Millionen Euro.

Und weil das so bleiben soll, gehören

Aus- und Weiter bildung zum Selbstver-

ständnis. „Wir stellen im Durchschnitt

jährlich rund 30 Azubis ein“, berichtet

Eine persönliche Beratung ist bei

Schäfer Shop seit 33 Jahren obligat

Werbeleiter Nils Schnücker, der mit seinem

Team bereits den Herbstkatalog

2010 vorbereitet.

SSI Schäfer Shop GmbH

Industriestraße 65

57518 Betzdorf

Tel.: 0 27 41 / 28 62 50

pr@schaefer-shop.de

www.schaefer-shop.de

Anzeige


Anzeige readybank AG

17

Grüne Wochen

bei den Roten

M

aximal vier Wochen gibt sich

die readybank. Dann sollen

wachsende Nachfrage und

steigende Umsätze letzte Zweifel ausgeräumt

haben. „Dass mit unserem Produkt

zwanzig bis dreißig Prozent mehr Marktanteil

möglich sind, haben wir mehrfach

bewiesen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende

der readybank AG, Heinz Mayer,

sein Vertrauen in den Erfolg der neuen

Schnupperwochen-Offerte. Seit kurzem

können interessierte Sparkassen die

Akzeptanz des ready&go credits in einzelnen

oder allen Filialen drei bis vier

Wochen lang testen. Mayers Zuversicht

kommt nicht von ungefähr. 2009 wuchs

die Zahl der Kooperationsabkommen

zwischen deutschen Sparkassen und

dem Tochterunternehmen der WestLB

massiv an. Rund 1.000 nordrhein-westfälische

Filialen bieten ihren Kunden inzwischen

den Ratenkredit der readybank

an. Viele Partner, so Mayer, hätten das

neue Produkt im oftmals stiefmütterlich

behandelten Markt der Konsumentenkredite

erfolgreich genutzt, um das

Privatkunden ge schäft aufzufrischen und

gefährdetes Terrain zu sichern.

Quod erat demonstrandum

„Das Kreditverhalten der Verbraucher

hat sich mit der Ausbreitung des Inter-

nets in deutschen Haushalten massiv

verändert“, resümiert Mayer nach über

dreißig Jahren Tätigkeit im deutschen

Bankenwesen. „Noch vor wenigen Jahren

finanzierten die Kunden jeden Bedarf

über ihre Hausbank. Heute nutzen die

gleichen Konsumenten das Internet sowohl

als Informa tions- wie auch als Ver-

gleichs- und Abschlussmedium und ori-

entieren sich nahezu ausschließlich an

Konditionen.“ Das Ziel der readybank sei

es deshalb, den Sparkassen ein einfach

zu handhabendes Instrument für die

Kundenbindung zu geben. In wenigen Se-

kunden können die Schaltermit arbeiter

damit Kredite zwischen 500 und 75.000

Euro zu besten Zinssätzen zusagen. Dies

bestätigte auch Focus Money und kürte

den ready&go credit 2009 zum besten Ratenkredit

Deutschlands.

Wünsche zum Mitnehmen

Ein Testsieg, der schwerlich zu übersehen

war. Zielgerichtet investiert die

readybank in lokales Marketing im Umfeld

ihrer Marktpartner und verleiht mit

der Werbekampagne „Wünsche zum Mitnehmen“

den Sparkassen-Filialen einen

ungewohnten Anblick. So rieben sich im

Rheinland Ende vergangenen Jahres die

Menschen verwundert die Augen, als

viele der 217 Geschäftsstellen der Kreissparkasse

Köln vorübergehend in lindgrünem

Werbedesign erstrahlten. Doch

selbst wenn sich Verbraucher ihre Wünsche

über die Homepage der readybank

Besiegeln ihre Zusammenarbeit: Heinz Mayer (l.)

und Alexander Wüerst, Vorstandsvorsitzender der

Kreissparkasse Köln

Bei Wachstumschancen von dreißig

Prozent lassen wohl selbst Urgesteine

des roten Corporate Designs grüne

Schnupperwochen in den Sparkassen zu.

finanzieren, profitieren die Sparkassen

davon. „Unsere Kooperationspartner bekommen

den gesamten Umsatz in ihrem

Gebiet bei der Berechnung der Provision

zugewiesen“, erklärt Mayer. „Auch wenn

diese Kredite von Kunden anderer Institute

abgeschlossen wurden.“

Schließen wird die readybank indes

Ende September die letzten von einst

22 Filialen im Bundesgebiet, die noch

aus der Zeit als ABC Privatkunden-Bank

stammen. Im Frühjahr 2006 hatte die

WestLB die Spezialisten für das Konsumentenkreditgeschäft

übernommen und

zur zentralen Plattform für den S-Finanzverbund

ausgebaut.

readybank AG

Völklinger Straße 4

40219 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 49 55-0

heinz.mayer@readybank.de

www.readybank.de

Wirtschaftsblatt 2/10


18

Rasterfahndung nach

konspirativen Kosten

Sie schleichen entlang der Wertschöpfungskette und bleiben oft bis zur Bilanz unentdeckt: Einsparpotentiale im

strategischen und operativen Einkauf. Für die systematische Fahndung nach ihnen und ihre bedingungslose Kanalisierung

in feste Verfahren vertrauen viele mittelständische Unternehmen und Konzerne auf das Bonner Beratungsunternehmen

a.m.consult.

Denn die Analyse der Ausgaben im Bereich der Beschaf-

fung erfordert Spürsinn, Erfahrung und die richtigen

Werkzeuge. „Und einen neutralen Blick von außen“, ergänzt

Diplom-Ökonom und Geschäftsführer Markus Bojack, der

das 30-köpfige a.m.c.-Team an den Standorten Bonn, Hamburg

und Berlin zusammen mit Mitgründer und Diplom-Kaufmann

Andreas Pohle führt. Active Supply Chain Management heißt das

neudeutsche Zauberwort im Portfolio des Unternehmens. „Wir

durchleuchten die komplette Einkaufsorganisation, analysieren

ihre Effektivität und strukturieren anschließend neu.“ Dafür

fehle mittelständischen Unternehmern im Produktionsalltag

oft die Zeit oder die notwendige Manpower.

Entführtes Eigenkapital befreien

Zum Leidwesen des Betriebes, denn der Einkauf nimmt

großen Einfluss auf das Anlage- und Umlaufvermögen, weiß

Bojack: „Durch eine strukturelle Analyse können gebundene

Finanzmittel freigesetzt sowie Eigenkapitalquote und -rendite

gestärkt werden.“ Gerade im Hinblick auf die aktuelle wirtschaftliche

Lage und angesichts der Zurückhaltung bei der Kreditvergabeentscheidung

der Banken sei das von entscheidender

Bedeutung. „Der Einkauf ist ein wichtiger Hebel. Man muss jedoch

genau wissen, wo die Stellschrauben sind. Die Probleme,

die zu hohen operativen Kosten führen, können vielfältig sein“,

weiß Bojack, „sei es, dass sie durch mangelhafte Ausschreibung,

falsches Lieferantenmanagement oder unsachgemäß geschultes

Personal entstehen.“

Sichere Informationsquellen

Damit die angestrebte Lösung der Probleme auch nachhaltig

im Unternehmen wirkt, greifen die Kosten-Detektive aus

Bonn auf eine Reihe von Werkzeugen zurück, die in die Software-

und Netzwerk-Strukturen des Unternehmens problemlos

integriert werden können. Wie zum Beispiel eine e­sourcing-Lösung

– eine webbasierte Einkaufssoftware – die klare

Vorgaben und einen nachvollziehbaren Ausschreibungs- und

Vergabeprozess ermöglicht. „Dererlei Softwarelösungen gibt es

viele“, berichtet der diplomierte Betriebswirt der Old Economy. So

konnte a.m.consult in den vergangenen acht Jahren mehr als 60

mittelständischen Unternehmen sowie großen Konzernen in

350 Projekten bei der Gewinnoptimierung helfen. Zum Beispiel

Wirtschaftsblatt 2/10

Markt & Standort a.m.consult GmbH

konnte die Effizienz des Global eSourcing-Teams der Deutschen

Telekom durch die hohe eSourcing-Kompetenz von a.m.consult

deutlich gesteigert werden.

a.m.consult GmbH

Ulrich-von-Hassell-Straße 64

53123 Bonn

Tel.: 02 28 / 76 38 10

markus.bojack@amconsult.de

www.amconsult.de

Auf der Suche nach verschlungenen Lieferketten:

a.m.consult-Geschäftsführer Markus Bojack

Anzeige


Anzeige ProFair GmbH

19

Freiheit den Ideen!

…postuliert die Hildener Messe- und Eventagentur

ProFair und setzt damit hehre Maßstäbe für neue

Formen der Markenpräsentation.

U

nd weil auch Ideen einen Raum zum Sprießen brau-

chen, entstand im vergangenen Jahr inmitten des

umgebauten ProFair-Geländes auf der Forststraße die

Ideenwerkstatt. Die neuen Räumlichkeiten dienen als internes

„Laboratorium“, in dem sich kreative Geister austoben können.

Dabei geht es nicht um vertraute oder herkömmliche Arbeitsweisen,

es sollen vielmehr neue Wege des Schaffens erprobt

und geebnet werden, um Kunden eine stets besondere marktund

markengerechte Präsentation zu bieten.

Ein solches Arbeiten braucht zwei „unregelmäßige“ Regeln.

Die erste ist die Aufhebung aller starren Methoden und die

Einführung der künstlerischen Freiheit, des Neu-Denkens. Die

zweite ist die Aufstellung eines sich je nach Bedarf und Aufgabe

immer wieder neu formierenden Teams aus verschiedenen Disziplinen.

Das sind zum Beispiel Architekten, Designer, Texter,

Werbestrategen, Künstler, Studenten benachbarter Hochschulen…

Sie alle tragen in Brainstormings oder Workshops gemein-

Visionär:

Thomas Lahr

sam mit dem Kunden dazu bei, noch ungesichtete Arbeitswege

und -techniken, vor allem aber Trends, hervorzulocken oder gar

zu formieren.

Als Trend- und Impulsgeber setzt Thomas Lahr für ProFair

seit fast zwanzig Jahren Marken in dreidimensionale Erlebniswelten

um – und ist dabei auf der ständigen Suche nach neuen

Kraftquellen, eine Art „Berufskrankheit“ quasi. Denn im Gegensatz

zur klassischen Architektur muss der Messe- und Ausstellungsbau

direkt und zeitnah auf jeden Wandel reagieren.

Mit der Ideenwerkstatt geht ProFair jetzt einen Schritt weiter:

Sie will nicht nur auf den Wandel reagieren, sondern mit ihren

Kunden außergewöhnliche Möglichkeiten nutzen, um sie

zukunftsblickend zu begleiten und mit ihnen neue Geschäftsfelder

generieren zu können. Denn darum geht es schließlich:

Auch im Markt von morgen mit Ideen von übermorgen überzeugen!

Thomas Lahr freut sich auf den Dialog mit allen, die neue

Impulse setzen wollen.

ProFair ist mit mehr als 25 Jahren Erfahrung einer der

stärksten Full-Service-Dienstleister in der Messe- und

Eventbranche – und das in Deutschland und weltweit.

www.profair.de · thomas.lahr@profair.de

Wirtschaftsblatt 2/10


20

Nach neuen Spielregeln

Mit attraktiven Spielstätten hat die deutsche Automatenwirtschaft in den vergangenen

Jahren neue Kundenschichten gewinnen können. Die Vorbehalte ihr gegenüber bleiben

aber vielfach die alten. Mit einem beispiellosen Präventionskonzept gibt die Coesfelder

Schmidtgruppe ein deutliches Signal zur Übernahme von mehr Verantwortung.

W

enn es nach Ulrich Schmidt

geht, sind die Zeiten der

Grabenkämpfe vorbei. Jahrelang

hatten sich Automatenwirtschaft

und Sozialverbände in Sachen Spielerschutz

oftmals aufs Schärfste beharkt.

Die Automatenwirtschaft müsse sich an

den ungewohnten Gedanken gewöhnen,

sich dem Thema pathologisches Spiel

konstruktiver als in der Vergangenheit zu

nähern. Schmidt, dem in der Branche der

Ruf eines kritischen Erneuerers vorauseilt,

setzt seit vergangenem Herbst in den 170

Spielstätten seiner Unternehmensgruppe

(SPIELSTATION und SPIELSTUBEN)

ein völlig neuartiges und wissenschaft-

Wirtschaftsblatt 2/10

Markt & Standort Schmidtgruppe

lich begleitetes Präventionskonzept um.

„Wir wollen Menschen, die Probleme

mit unserem Angebot haben, helfen“,

sagt Schmidt.

Klare Spielanleitung

Grundsätzlich funktioniere der in

Geld-Gewinn-Spiel-Geräten implementierte

Spielerschutz mit klar definierten

Grenzen für Einsatz, Verlust und Gewinn.

Die neuen rechtlichen Regelungen der

Spielverordnung (ab 2006) haben zwei

Dinge erfolgreich zusammengeführt:

Spielerschutz einerseits und unterhaltendes

Spiel andererseits. Und das, wie

wissenschaftliche Untersuchungen zeigen

(Fraunhofer Institut), zu einem vertretbaren

Aufwand für den Spielgast.

Aktuell von 11,39 € ( 2009 ) in einer Spielstunde.

Und dennoch geht eine Gruppe

von Menschen mit diesem Angebot unkontrolliert

um. Für Ulrich Schmidt war

klar, dass es gelingen muss, effektive

Hilfsmaßnahmen für betroffene Spielgäste

und wirtschaftliches Handeln „unter

einen Hut zu bringen“. Mit einer auf

Spielerschutz spezialisierten Unternehmensberatung

wurde nach einem über

einjährigen Qualifizierungsprogramm

der Beschäftigten – auf allen Ebenen – ein

niederschwelliges Präventionskonzept


Anzeige Schmidtgruppe

21

Haben den Mut, neue Wege zu gehen: Die Geschäftsführer

Burkhard Revers, Ulrich, Arne und Axel Schmidt (v. r.)

aufgebaut. Nicht aussperren, sondern die

Hand zur vermittelnden Hilfe anbieten,

sei das Ziel. Im Mittelpunkt steht das Erkennen

betroffener Spielgäste, damit ihnen

der Weg in lokale und regionale Beratungseinrichtungen

geebnet wird. Was

seine Unternehmensgruppe da aufbaue,

sei kein kostspieliges Feigenblatt, sondern

ein nachhaltiges und ernsthaftes

Konzept, stellt Schmidt klar.

Dialog mit Hilfseinrichtungen

Wichtiger Baustein ist der Kontakt

zu den Hilfseinrichtungen vor Ort.

Natürlich müsse da erst einmal Vertrauen

geschaffen werden. Das muss wachsen,

da muss man sich kennen und schätzen

lernen, so Ulrich Schmidt. In Schleswig-

Holstein beginnend, baue man nun für

jeden Standort nach und nach die lokalen

Kontakte auf, zur Zeit in Nordrhein-

Westfalen. Die Bundesländer Hessen und

Baden-Württemberg folgen im Laufe des

Jahres. Unterstützt werden diese aktiven

Präventionsmaßnahmen durch Aufklärungskampagnen

in den Spielstätten.

In jeder Konzession liegen Flyer zum

Spielerschutz und Merkblätter der loka-

len Suchtberatungsstellen, wenn dies

gewünscht wird, aus. Auf Monitoren

und im gruppeneigenen Internetauftritt

wird auf das Spielerschutzangebot hingewiesen.

Kein Spiel ohne Grenzen

Und auch einem weiteren, in der Öffentlichkeit

häufig beklagten Thema widmet

sich das Coesfelder Unternehmen:

dem Jugendschutz. Auch wenn es bei

Kontrollen keine signifikanten Auffälligkeiten

gegeben habe, nimmt man dieses

Thema überaus ernst. Alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter vor Ort, in den SPIEL-

STATIONEN und SPIELSTUBEN, werden

gezielt geschult. Im Zweifel wird ein Altersnachweis

von den Gästen verlangt.

Eben „konsequent 18“, so wie das Motto

einer entsprechenden Aufklärungskampagne

des Unternehmens.

Schmidtgruppe

Druffels Weg 1 ∙ 48653 Coesfeld

Tel.: 0 25 41 / 9 40 60

kontakt@schmidtgruppe.de

www.schmidtgruppe.de

Spielemacher in der zweiten

Generation

1985 startete Ulrich Schmidt sein unternehmerisches

Engagement. Heute

gehört die Schmidtgruppe zu den

Marktführern in der Freizeitbranche.

Mit den Marken SPIELSTUBEN und

SPIELSTATION betreibt man bundesweit

über 170 Spielstätten und beschäftigt

über 1.300 Mitarbeiter.

Am Stammsitz in Coesfeld investiert

die Gruppe aktuell 5,4 Millionen

Euro in den Ausbau der Verwaltungsgebäude.

Ein Schritt, der auch dem

expansiven Wachstum der Entertainmentcenter

Rechnung trägt. Mit den

repräsentativen Häusern hat man

neue Service- und Ausstattungsstandards

gesetzt. Das Unternehmen

investiert bevorzugt in sogenannte

„Drive-Lagen“ an hoch frequentierten

Straßen. Diesen erfolgreichen Weg

will die Geschäftsführung unter Arne

Schmidt, Axel Schmidt und Burkhard

Revers auch zukünftig erfolgreich beschreiten.

Die Münsterländer treten in vielen

Bereichen als Mäzen oder Sponsor

auf. Die Schmidtgruppe ist seit Anfang

des Jahres Premium-Partner der

deutschen Damen-Handball-Nationalmannschaft

und Supplier des Deutschen

Handballbundes.

Wirtschaftsblatt 2/10


22

Die Aufklärer

Wertvolle Informationen kann man mit einem wichtigen Medikament vergleichen. Sie wirken

effektiv und sensibilisieren langfristig. Deshalb verschreiben die Experten von medical relations

ganzheitliche Konzepte, die Maßstäbe in der Pharmakommunikation setzen.

D

er mündige Patient stand für

die Langenfelder Agentur in

den drei Jahrzehnten ihres

Bestehens immer im Mittelpunkt. Mit

einem 30köpfigen Team optimieren die

Geschäftsführer Dietmar Müller und

Oliver Ehrnstorfer die Kommunikation

ihrer Kunden mit deren Kunden.

„Heutzutage sind die Patienten viel in-

formierter als früher. Wenn wir die Öffentlichkeit

über neue Wirkstoffe oder

Behandlungsmethoden aufklären wollen,

dann müssen wir Fakten liefern

und Hintergründe erhellen“, erläutert

Agentur-Gründer Dietmar Müller. Aufgeklärte

Patienten stellten immer höhere

Ansprüche an das Gesundheitssystem.

Darauf hat medical relations

Mit Pioniergeist zum Erfolg (v. l.): Die Geschäftsführer Dietmar Müller

und Oliver Ehrnstorfer mit Innovationsmanagerin Wiebke Fernbacher

Wirtschaftsblatt 2/10

Markt & Standort medical relations GmbH

rigoros reagiert. Gesundheitskommunikation

muss Vertrauen schaffen.

An dieser Maxime orientieren sich die

Informationsspezialisten aus Langenfeld

fortwährend. Auf ihre wirksamen

Kommunikationsrezepte greifen neben

den großen Pharmakonzernen auch

Anbieter von Medizintechnik, Krankenkassen,

Versicherungen und Selbsthil-


Anzeige medical relations GmbH

23

feorganisationen zurück. Nicht zuletzt

profitieren die Kunden vom engmaschigen

Kontaktnetz, das sich die Agentur

in 30 Jahren aufgebaut hat.

Anerkannte Pioniere

Sogar die Weltgesundheitsorganisation

(WHO) erkannte bereits an, dass

bei medical relations wahre Experten

am Werk sind. Als Anfang des Jahrtausends

die Vogelgrippe nach Deutschland

schwappte, waren die Langenfelder

bei der Einführung des Medikaments

Tamiflu von Roche Pharma beteiligt.

Bestandteil der Kampagne war ein internetbasiertes

Frühwarnsystem, das

die Öffentlichkeit über den aktuellen

Verlauf und die regionale Ausbreitung

der Krankheit informierte. Mit dem am

Allgemeinwohl orientierten Vorgehen sicherte

sich die Agentur ein Lob der WHO

und den Branchenpreis der Deutschen

Public Relations Gesellschaft. „Wir sind

Pioniere. Wir waren die erste PR-Agentur

im Gesundheitswesen und beschreiten

weiterhin Wege, auf denen wir noch allein

sind“, beschreibt Müller einen wichtigen

Bestandteil seiner Kommunikationsphilosophie.

Kampagnen,

die am Herzen liegen

Den richtigen Nerv eines besonders

sensiblen Themas, traf medical relations

mit dem Projekt "Herzenswunsch:

Wunschkind". An insgesamt 50 deutschen

Fertilitätszentren gab es an einem

Aktionstag Veranstaltungen zum Thema

Nachwuchs. So wollte die Agentur auf

die neuen Chancen der Reproduktionsmedizin

aufmerksam machen. Auf dem

Düsseldorfer Messegelände zeigten sich

junge Eltern, die mit Hilfe modernster

Therapien Kinder bekommen hatten. Die

Familien protestierten zugleich gegen

die damals drohenden Kürzungspläne

der Bundesregierung in diesem Bereich.

Mit der Herzenswunsch-Kampagne setze

medical relations nicht nur ein Zeichen

für Paare mit Kinderwunsch, sondern

produzierte auch starke Bilder – mit der

gewünschten Wirkung für den Kunden:

der Absatz des Arzneimittels verdoppelte

sich innerhalb eines Jahres.

Denn sie wissen, was sie tun

Die stimmigen und durchdachten

Konzepte der Experten beruhen nicht

nur auf Kreativität und Pioniergeist, sondern

auch auf Solidität. „Wir verstehen

unser Handwerk und kennen den Markt“,

verdeutlicht Oliver Ehrnstorfer. Neben

Leuchtturm-Projekten wie der Herzenswunsch-Kampagne,

setzt man auf Kontinuität.

Seit sechs Jahren machen die

Mitarbeiter an verschiedenen Orten in

der Republik Station, um Patienten mit

ruhelosen Beinen über Behandlungsmethoden

aufzuklären. Das nötige Wissen

für eine erfolgreiche Gesundheitskommunikation,

liefert ein Team aus Natur-,

Wirtschafts- und Geisteswissenschaftlern.

Ergänzt wird das interdisziplinäre

Messbare Erfolgsgeschichten

Ein Team von sechs Spezialisten evaluiert

bei medical relations sämtliche Medien

und Fachpublikationen. Geschäftsführer

Oliver Ehrnstorfer erläutert die Vorteile

der elektronischen Erfolgsmessung.

Herr Ehrnstorfer, was ist das Ziel dieser

Auswertung?

Der Kunde kann nachvollziehen, wie

gut seine Kampagne oder PR-Maßnahme

angekommen ist. Unser Team um

Dr. Ricarda Schürger, die federführend

für die Analyse und deren Qualität verantwortlich

ist, untersucht dabei nicht

nur die Häufigkeit der Nennung eines

Produkts oder Unternehmens, sondern

auch den Kontext, in dem das Produkt

beziehungsweise Unternehmen erwähnt

wird.

Team von Innovationsmanagerin Wiebke

Fernbacher. In Zukunft wollen Ehrnstorfer

und Müller das Web 2.0 erobern.

Bislang wagten sich Pharmafirmen kaum

in soziale Netzwerke oder auf Plattformen

wie Google Health. Doch warum

sollten die Berater aus Langenfeld nicht

auch hier die ersten sein, die die Türen

für ihre Kunden aufstoßen?

medical relations GmbH

Oliver Ehrnstorfer

Hans-Böckler-Straße 46

40764 Langenfeld

Tel.: 0 21 73 / 97 69-0

info@medical-relations.de

www.medical-relations.de

Ist das bei Ihnen Standard?

Ja, bei medical relations wird die begleitende

Evaluation der Maßnahmen

immer im Gesamtpaket mit angeboten

Mit der so genannten Medienresonanzanalyse

wollen wir all unseren

Kunden eine verlässliche Bestätigung

über die Wirkung der Maßnahmen

bieten.

Ist eine Erfolgsmessung auch separat

buchbar?

Eine Erfolgsmessung bieten wir auch

Unternehmen an, die nicht unsere

kompletten Beratungsleistungen in Anspruch

nehmen. Unsere Agentur-Tochter

medical relations GmbH services and

solutions ist auf diesen Bereich spezialisiert.

Wirtschaftsblatt 2/10


24

Das EssART-Team sorgt für Gaumenfreuden

in der Mittagspause

Erfolg geht

durch den Magen

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Diese Volksweisheit gilt für Arbeitnehmer

mehr noch als für jeden anderen Menschen. Denn nur, wer sich ausgewogen ernährt, auf dem

Mittagstisch Frisches wie Delikates vorfindet, kann in der zweiten Tageshälfte gestärkt neue

Akzente setzen. Ein gewichtiger Grund, weshalb sich immer mehr Arbeitgeber die gehaltvolle

Versorgung ihrer Mitarbeiter auf der Zunge zergehen lassen.

Das Sky Office, zwischen Messe

und Altstadt gelegen, gilt als

ein architektonisches Glanzstück

im Düsseldorfer Norden.

Ebenso exklusiv und durchdacht

wie das Gebäude ist das gastronomische

Konzept: ein Betriebsrestaurant mit dem

Charme und dem Angebot eines kleinen

Sterne-Lokals offeriert täglich Besonderes.

Jeden Mittag haben die Gäste die

Auswahl zwischen neun bis elf Gerichten

– von frischen Salaten über geschmorte

Wirtschaftsblatt 2/10

Spezialisten Bistro EssART GmbH & Co. KG

Entenkeule oder französische Fischsuppe

bis zu delikaten Cremespeisen oder

hausgebackenem Kuchen. Stets wird mit

frischen Zutaten gekocht. Essen, das seit

Stunden auf Warmhalteplatten vor sich

hin verfällt, kommt bei Bistro EssART

nicht auf den Teller. Der Franzose Betrand

Bélasky, Geschäftsführer von Bistro

EssART GmbH & Co. KG, ist Genussmensch

und Business-Gastronom durch

und durch. Als Kellner in einem noblen

Betriebsrestaurant wie als Vertriebslei-

ter eines namhaften Kantinenbetreibers

sammelte er viele Erfahrungen, „und vor

allem Ideen, wie man es besser, appetitlicher

und moderner machen kann“, betont

er. Dem ersten Bistro EssART im Jahr

2003 folgten schnell weitere, so etwa im

nordrhein-westfälischen Landtag. Insgesamt

13 Unternehmen von Monheim bis

Bochum haben EssART für sich entdeckt.

Als Standort Nr. 14 wird bald das „Zwei-

Scheiben-Haus“ in Ratingen hinzukommen.

„Das Konzept ist eigentlich ganz


Anzeige Bistro EssART GmbH & Co. KG

25

einfach“, erklärt Bertrand Bélasky. „Es

setzt sich zusammen aus Qualität, Frische,

Freundlichkeit und gut kalkulierten

Preisen.“ In jedem Bistro sind Küchenund

Serviceprofis am Werk, die ihre Erfahrungen

in der Spitzengastronomie gesammelt

haben. Der „Chef de Cuisine“ im

Sky Office, Jérôme Coudert, etwa lernte

bei Feinschmeckerlegende Paul Bocuse.

Moderne Technik und

persönliche Würze

Wer täglich wie im Sky Office einige

Hundert Gäste kulinarisch zufrieden

stellen möchte, benötigt auch die beste

Technik. Während die Architekten die

exklusive Gestaltung des Bistros vorgaben,

entwickelte Profiküchenplaner

Flügel ein passendes Konzept mit einer

flexiblen Thekenarchitektur, Grill und

Buffets. Die Hauptküche im Keller ist mit

moderner Druckgartechnik ausgestattet,

mit der ebenso energiesparend wie nährstoffschonend

zubereitet werden kann.

Morgens um sechs Uhr beginnt dort das

Küchenteam seine Arbeit: Frische Zutaten

werden angeliefert und vorbereitet,

Brote und Kuchen gebacken, die später

im Café-Bereich köstlich neben einem

frischen Espresso oder Cappuccino duften.

Die Hauptarbeit beginnt kurz vor

dem Mittag. Dann müssen die Speisen

angerichtet werden. Jedes Gericht kann

mit verschiedenen frischen Zutaten nach

persönlichem Gusto verfeinert werden.

„Wir verwenden zum Beispiel nur wenig

Salz, weil das gesünder ist. Man kann

aber mit verschiedenen von uns kreierten

Gewürz-Salzen die persönliche Note

wählen“, so Bertrand Bélasky. Die Salze

mit Aromen von frischem Anis bis Zitronengras

haben inzwischen auch viele

private Küchen erobert, denn es gibt sie

auch zum Mitnehmen.

Bezahlen à la carte

Auch Besucher, die nicht für die Unternehmen

im Hause arbeiten, sind im

Bistro EssART willkomme Gäste. Für sie

kosten die Speisen etwas mehr, denn

zum Konzept des Betriebsrestaurants

gehört es, dass die Unternehmen einen

Zuschuss zum Essen geben. So kommen

Preise zwischen 6,90 Euro für eine frisch

zubereitete Pizza oder 9,60 Euro für ein

Filet von der Lachsforelle mit geschmortem

Chicorée mit Bandnudeln und Limonenschaum

heraus. Jedes Gericht wird

über Karten, die mit einem Chip ausgestattet

sind, direkt an der Ausgabestelle

bezahlt. Lange Wartezeiten an der Kasse

gibt es dank der direkten Abrechnung

nicht.

Damit das Essen niemals eintönig

wird, arbeiten die Küchenchefs von Bistro

EssART immer wieder frische Ideen

aus – so wie die neue FitART-Linie: Jede

Woche eine komplette und ernährungsphysiologisch

ausgewogene Menüempfehlung,

inklusive einem Vorschlag für

Frühstück und Abendessen. Und dazu

gibt es dann auch die Rezepte, damit

man etwas zu Hause selbst nachkochen

kann. Bon appetit!

Bistro EssART GmbH & Co. KG

Johannes-Hesse-Straße 36

40597 Düsseldorf

Bertrand Bélasky, Geschäftsführer

Tel.: 02 11 / 7 37 77 20

info@bistroessart.de

www.bistroessart.de

Wirtschaftsblatt 2/10


26

Sinfonie der Gewerke

Vom Solo der Bagger bis

zum exakten Einsatz von

Maurerkelle, Malerquast und

Fliesenschneider: Nur wenn

alle Beteiligten am Bau perfekt

zusammenspielen, wird das

Werk den Meister loben. In

Langenfeld und Umgebung

ist man auf erstklassige

Leistung abonniert. Denn hier

wird ein volles Programm

mit professioneller Besetzung

geboten.

D

er Grundstein für den Erfolg am

Bau wurde 1899 von Maurermeister

Heinrich Rotterdam

gelegt, der mit seinem Handwerksbetrieb

in der Region sehr schnell

einen ausgezeichneten Ruf erwarb. Heute

Wirtschaftsblatt 2/10

Familienunternehmen Rotterdam Gruppe

– mehr als 110 Jahre später – präsentiert

sich das Familienunternehmen in vierter

Generation als moderner Firmenverbund

mit drei selbständigen Geschäftsfeldern.

Rund 70 erfahrene Mitarbeiter gehören zur

qualifizierten Mannschaft, die projektabhängig

von langjährigen Handwerkspartnern

aus unterschiedlichen Gewerken unterstützt

wird.

Perfektion bis zum Finale

Mit ihrem umfangreichen Leistungsspektrum

ist die Rotterdam Bau GmbH

das stärkste und größte Mitglied der

Gruppe. Geschäftsführer Andreas Rotterdam

beschreibt den vielfältigen Aufgabenbereich

so: „Vom Rohbau bis zur

schlüsselfertigen Immobilie erfüllen

wir alle Wünsche unserer Kunden. Ganz

gleich, ob ein Gebäude in traditioneller

Mauerarbeit oder in Stahlbetonbauweise

entsteht – wir garantieren in jedem Fall

beste Qualität und Sicherheit. Zugleich

haben Nutzung und Wirtschaftlichkeit

höchste Priorität, um gerade beim gewerblichen

Objektbau eine maximale Effizienz

der Prozessabläufe zu gewährleisten.

Als Generalunternehmer bieten wir

vom Keller bis zum Dach die komplette

Leistung aus einer Hand. Natürlich zum

vereinbarten Termin und zum abgesprochenen

Festpreis. Selbstverständlich

kümmern wir uns während der Bauausführung

zuverlässig um die Planung, Koordination

und Kontrolle aller Gewerke

und stehen unseren Auftraggebern auch

nach dem Ende der Gewährleistung jederzeit

zur Verfügung.“ Außerdem übernehmen

die Experten Umbauten und

Modernisierungen bestehender Gebäude

sowie Wartung, Instandhaltung und Reparaturen

industrieller Immobilien.

Zeit zum Relaxen bleibt da wenig.

Auch in den kommenden Monaten gibt

es für die Baumeister jede Menge zu

tun. „Soeben haben wir den Zuschlag

für den Neubau eines Bürogebäudes mit

Tiefgarage mit Baukosten in Höhe von

circa 22 Millionen Euro in Düsseldorf er-


Anzeige Rotterdam Gruppe

27

Kraftvolles Zusammenspiel (v. r.):

Dipl.-Ingenieur Andreas Rotterdam,

geschäftsführender Gesellschafter

der Rotterdam Gruppe, Frank Simon

(Prokurist der Rotterdam Immobilien

GmbH), Roland Dakowski (geschäftsführender

Gesellschafter der

Rotterdam Dakowski GmbH),

Jörg Galka (technische

Geschäftsleitung der Rotterdam

Bau GmbH) und Stefan Berth

(kaufmännische Gesamtleitung)

halten“, freut sich Andreas Rotterdam.

„Da wir bis Ende 2011 schlüsselfertig liefern

sollen, muss jeder von uns ganzen

Einsatz bringen.“

Kreativität unter einem Dach

Vor dem Setzen des ersten Steins

muss das neue Objekt jedoch zunächst

einmal im Detail geplant werden. Alles,

was mit dem Thema Produktentwicklung

zu tun hat, ist unter dem Dach der Rotterdam

Dakowski GmbH zusammengefasst,

einem der namhaftesten Architekturbüros

im Umkreis. Die Federführung in

Konzeption, Statik und Gestaltung liegt

bei Roland Dakowski. Der Architekt und

Rheinische Variationen

In Düsseldorf und Köln ist die Rotterdam-Gruppe mit mehreren aktuellen Projekten präsent.

Central-Park in Düsseldorf-Grafenberg

An der Graf-Recke-Straße entstehen 45

Eigentumswohnungen einschließlich

Tiefgarage, verteilt auf fünf Mehrfamilienhäuser.

Die Wohnungsgrößen liegen

zwischen 75 und 200 Quadratmetern,

die Preise zwischen 230.000 und 580.000

Euro. Das Investitionsvolumen beträgt

14,3 Millionen Euro.

diplomierte Ingenieur hat mit seinem

Team im Laufe der Zeit beispielhafte

Maßstäbe für einen innovativen Look

von Privathäusern und Gewerbeimmobilien

gesetzt. „Wir rufen das Ende der

eintönigen Langeweile aus. Denn Büros,

Geschäftshäuser und Produktionshallen

sollen nicht nur ihren Zweck gut erfüllen,

sondern darüber hinaus auch gut aussehen.

Deshalb bemühen wir uns immer

wieder aufs Neue, den Spagat zwischen

Wirtschaftlichkeit und Imagetransfer,

zwischen Funktionalität und Flexibilität

zu meistern. Ähnliches gilt natürlich

auch für Ein- und Mehrfamilienhäuser.“

Wie harmonisch die individuelle Formensprache

wirkt, machen unter anderem

die zahlreichen Projekte im Gesundheitsbereich

deutlich. An verschiedenen

Standorten der Region haben die Projektentwickler

zukunftsweisende, medizinische

Einrichtungen entworfen, die in

Optik und bedarfsgerechter Umsetzung

überzeugen.

Das Instrumentarium

des Verkauferfolgs

Unternehmer oder Privatleute, die auf

der Suche nach einem bereits fertiggestellten

Gebäude oder einem geeigneten

Eigentumswohnungen in Düsseldorf

Bauprojekt an der Sternwartstraße im

Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk (Baukosten:

circa vier Millionen Euro). Es

verfügt über moderne Komfortausstattung,

teilweise mit barrierefreien Balkonen

und Duschen. Interessante Fassadengestaltung

aus einer Kombination

von Holz, Putz und Metall.

Grundstück für einen Neubau sind, werden

bei der Rotterdam Immobilien GmbH

fündig. Prokurist Frank Simon erklärt,

wieso: „Wir konzentrieren uns auf das,

was wir am besten können – die Realisierung

und den Verkauf anspruchsvoller,

hochwertiger Immobilien. Je nach

Aufgabenstellung übernehmen wir dabei

unterschiedliche Tätigkeiten. Zum einen

stehen wir unseren Kunden als Bauträger

für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen

und komplette Wohnanlagen

zur Seite. Zum anderen unterstützen

wir als Makler potentielle Interessenten

beim Kauf oder Verkauf von Haus und

Wohnung. Schließlich entwickeln wir

für öffentliche und private Auftraggeber

Grundstücke und Liegenschaften aller

Art und Größe. Von der Handelsimmobilie

bis zum Gewerbepark, von der Reihenhauszeile

bis zum Seniorenstift wickeln

wir sämtliche Phasen der Projektierung

ab. Stets in enger Abstimmung mit Investoren

und künftigen Nutzern.“

Rotterdam Gruppe

Hauptstraße 41 ∙ 40764 Langenfeld

Tel.: 0 21 73 / 91 50-0

info@rotterdam-bau.de

www.rotterdam-bau.de

www.rotterdam-dakowski.de

Geschäftshaus in der Schildergasse

Sechs Geschosse mit eindrucksvoller

Optik in einer der Toplagen der Domstadt.

Die Kölner Schildergasse zählt zu

den renommiertesten Geschäftsstraßen

Deutschlands. Die engen Platzverhältnisse

vor Ort erforderten von den

Rotterdam-Mitarbeitern im Planungsstadium

ein Höchstmaß an Flexibilität.

Wirtschaftsblatt 2/10


28

„NRW braucht

einen Masterplan“

Nordrhein-Westfalen steht ganz

im Zeichen der Landtagswahl.

Das Wirtschaftsblatt blickt

darüber hinaus. Unter dem Titel

„Zukunft NRW – Die nächste

Generation“ diskutierten

junge Unternehmer mit jungen

Landespolitikern über die Frage:

Wo wollen wir langfristig hin?

Wirtschaftsblatt 2/10

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen

NRW im Blick: Nachrichten für den Mittelstand unseres Landes zur Förderung des

interregionalen Austauschs. Informieren Sie uns: redaktion@wirtschaftsblatt.de

D

ass es schwierig werden würde

mit dem Vorhaben, einmal abseits

der tages- und parteipolitischen

Auseinandersetzungen und dem Kleinklein

des Wahlkampfes über die langfristigen

Aufgaben und Ziele der Landespolitk

zu diskutieren, war zu vermuten.

Die Zuschauer saßen noch nicht ganz,

als sie sich bereits zankten, die Politiker.

Äußerer Anlaß für die Empörung des Vorstandsmitglieds

der FDP und Landtagsabgeordneten,

Dr. Robert Orth, gegenüber

dem Grünen-Landeschef Arndt Klocke

war die tags zuvor (14. März) vom Grünen

Horst Becker getätigte Aussage, die Liberalen

seien eine „extremistische Klientel-

Partei“. Die Zuschauer der Veranstaltung,

die das Wirtschaftsblatt zusammen mit

dem Regionalkreis Niederrhein des Bundesverband

Junger Unternehmer (BJU) im

Palais Wittgenstein in der Landeshauptstadt

ausrichtete, nahmen den Zwist, wie

man einstens Rangeleien auf dem Pausenhof

verfolgte: Mit einer Mischung aus Sensationslust

und pikiertem Kopfschütteln.

Die nervösen Reibereien angesichts

der unklaren Koalitionslage vor der Landtagswahl

waren aber gar nicht das The-


1

2

3

ma des Abends. Sondern die Frage: Wo

will NRW langfristig hin, was sind die

großen Herausforderungen? Dass hier

zwei Welten aufeinanderprallen, vermutete

Heike Lube aus Aachen, die als eine

der beiden Jungunternehmer auf dem

Podium saß: „Uns Familienunternehmen

zeichnet aus, dass wir in Generationen

denken – und nicht von Wahl zu Wahl.

Das wünschen wir uns auch von der

Politik. Landtagswahlkampf hin, Landtagswahlkampf

her!“ Und noch eine der

Die Runde im TV

Die Gesprächsrunde sehen

Sie bei Wirtschaftsblatt-TV:

Montag, 12., und Montag,

19. April, 21.15 Uhr (Wdh. Sa.,

17.15 Uhr) auf NRW.TV sowie

jederzeit online unter

www.wirtschaftsblatt-tv.de

1

2

3

Thomas Rick (l.) ist Vorsitzender des

Regionalkreises Niederrhein des

BJU. Der 39Jährige ist Geschäftsführer

der Behrens & Schuleit GmbH

in Düsseldorf. Marc Herter (r.) aus

Hamm wurde jüngst zum stellvertretenden

Parteivorsitzenden der

SPD in NRW gewählt. Er ist 35 Jahre

alt, hat Jura studiert und arbeitet

heute bei einem Chemieunternehmen

in der Metropole Ruhr.

Chris Bollenbach aus Bünde ist

Landtagsabgeordneter der CDU für

den Wahlkreis Herford. Der 37jährige

führt gemeinsam mit seinen

Eltern einen Handwerksbetrieb. Heike

Lube sprach für den BJU. Die dreifache

Mutter ist Geschäftsführerin

der useyourmind GmbH aus Aachen,

einem Bildungsdienstleister.

Von links: Dr. Robert Orth, MdL.

Der Düsseldorfer Rechtsanwalt ist

41 Jahre alt und im Landesvorstand

der FDP. Mitte: Moderator Michael

Oelmann. Rechts: Arndt Klocke

aus Köln. Der 39jährige ist Landesvorsitzender

der GRüNEN. Nach

einem Studium der Politikwissenschaften

ging er in die Politik.

gängigen Politikerschelten kam zu Beginn

von Seiten der Unternehmer: Thomas

Rick, Vorsitzender des Regionalkreises

Niederrhein des BJU, mahnte mehr

Leitbilder an. „Wir erleben einen Verlust

klassischer Werte. Der schadet langfristig

unsere Gesellschaft. Es fehlen Politiker

mit Vorbildcharakter, an denen sich

die Menschen orientieren könnten“, so

Rick. Er mahnte an: „Die Politik kann von

den Unternehmern lernen: Probleme und

Chancen identifizieren, Ziele setzen und

diese dann umsetzen; nicht lamentieren.

NRW braucht einen Masterplan.“

Wie nachhaltig ist Politik?

Zumindest offen für die Frage nach

der langfristigen Ausrichtung von Politik

erwiesen sich alle Diskutanten der vier

im Landtag vertretenen Parteien. Sie reklamierten

den Begriff Nachhaltigkeit

aus je ihrer Perspektive. Chris Bollenbach

von der CDU ist als einziger der vier Poli-

Das Land

Nordrhein-Westfalen

29

1 Beispielhaftes gesucht Das NRW

Bauministerium will wieder bis zu 30

herausragende Bauwerke auszeichnen,

die gestalterisch, ökologisch

und wirtschaftlich richtungweisend

für die Bauaufgaben der Zukunft

sind. Die Objekte müssen in Nordrhein-Westfalen

liegen und zwischen

Frühjahr 2005 und Frühjahr 2010 fertig

gestellt worden sein. Die Bewerbungsfrist

endet am 7. Mai. 2 Handwerk

erholt sich Die Geschäftslage

im Handwerk hat sich in der zweiten

Jahreshälfte 2009 entspannt. Der

Konjunturklima-Index des NRW-

Handwerkstages stieg um zehn auf

73 Punkte. Gewinner sind neben der

Baubranche die Bereiche Lebensmittel

und Gesundheit. Schlechter

bestellt ist es um viele Industriezulieferer

und Kfz-Betriebe. 3 Mehr Gewerbeanmeldungen

Im vergangenen

Jahr wurden landesweit 182.328

Gewerbe angemeldet. Dazu gehören

über 15.000 Gesellschaften mit beschränkter

Haftung. Das meldet das

Statistische Landesamt. Insgesamt

ist dies ist ein Plus von 4,2 Prozent

im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl

der Abmeldungen sank um etwa ein

Prozent auf knapp 157.000. 4 Kreditvergabe

überarbeiten Der Verband

Freier Berufe fordert gerechtere Kriterien

bei der Kreditvergabe. Die

Kreditwirtschaft müsse bei der Prüfung

in stärkerem Maße Zukunftsperspektiven,

Strategien und Auftraggeberstrukturen

berücksichtigen. In

NRW arbeiten 200.000 Freiberufler.

5 NRW gibt Nordrhein-Westfalen

war im abgelaufenen Ausgleichsjahr

2009 Zahlerland im Länderfinanzausgleich.

Die Finanzkraft des Landes

verbesserte sich gegenüber 2008

um 0,5 Prozentpunkte auf 100,27 Prozent

des Länderdurchschnitts. Darum

musste NRW etwa 61 Millionen Euro

an Zuweisungen für finanzschwächere

Nehmerländer zahlen. Im Finanzkraftgefüge

der Länder belegt Nordrhein-Westfalen

unverändert Rang

fünf nach Hessen, Bayern, Baden-

Württemberg und Hamburg.

Wirtschaftsblatt 2/10


1

30

Dr. Robert Orth Heike Lube Marc Herter

tiker auch Familienunternehmer. Er führt

einen Handwerksbetrieb in Bünde (Kreis

Herford) und bekannte auf die Frage, ob

es ihm in der täglichen parlamentarischen

und politischen Arbeit an Generationendenken

mangele, ebenso freimütig

wie trocken: Ja.

Bildung als Zukunftsthema

Nummer 1

Was aber sind die großen Themen?

Schnell stellte sich heraus, dass vor dem

Hintergrund einer schrumpfenden Gesellschaft

die Bildung die Kernaufgabe

der künftigen Politik sei. Thomas Rick:

„Deutschland hat keine Bodenschätze.

Die natürliche Ressource ist das sogenannte

Humankapital.“ Über das Ziel

herrschte Konsens – über die Frage, wie

das Bildungssystem der Zukunft auszurichten

sei, deutlicher Dissenz. Bildung,

dies wurde klar, scheint das maßgebliche

Wahlkampfthema in NRW 2010 zu werden.

Dabei waren sich Unternehmer und

Politiker einig: Junge Menschen müssen

Wirtschaftsblatt 2/10

Nordrhein-Westfalen

so individuelle Bildungsangebote erhalten,

dass sie gemäß ihrer jeweilige Disposition

eine optimale Ausbildung erhalten.

Für die SPD, so ihr Landesvize Marc Herter,

heißt dies: Mit zementierten Schulformen

ohne Durchlässigkeit geht es

nicht. „Über den Weg eines Kindes nach

sechs Jahren zu entscheiden, ist schwer

genug, nach vier aber unmöglich.“ Deshalb

setze die NRW-SPD auf sogenannte

Gemeinschaftsschulen, in denen die

Schüler zwei jahre länger zusammen lernen,

und dann erst eine Ausdifferenzierung

nach Schulformen vorgenommen

werde.

Für Heike Lube, selbst dreifache

Mutter mit Kindern im schulpflichtigen

Alter, ein Ärgernis: „Wir Eltern wollen

keine Experimente. Unser dreigliedriges

Schulsystem ist besser als sein Ruf.“ Sie

bezeichnete das SPD-Modell als „Einheitsschule“.

Dr. Robert Orth unterstützte

diese Position für die Liberalen: „Wir

wollen den Eltern weiterhin die Wahl

lassen, auf welche Schule ihr Kind geht.

Das mehrstufige System ist richtig.“ Es

Chris Bollenbach

sei skandalös, wenn jetzt – wie in Berlin

geschehen – Gymnasiumsplätze verlost

würden, weil die Schulpolitik dem Bedarf

nicht entsprechen würde, so Orth.

Streitthema „Einheitsschule“

Arndt Klocke von den Grünen kritisierte

die CDU: Die Hauptschule sei ein

Auslaufmodell. Die NRW-CDU sei der einzige

Landesverband, der daran festhalte.

Die PISA-Studie zeige, war er sich mit

Herter einig, dass alle Länder mit guten

PISA-Noten auf integrierten Unterricht

setzten. Heike Lube ließ dieses Argument

nicht gelten: „Was in Finnland mit seiner

ganz anderen geographischen Ausgangslage

funktioniert, muss für Deutschland

noch lange nicht adäquat sein.“ Chris

Bollenbach bezeichnete für die CDU das

vorrangige Ziel, Ganztagsbetreuung zu

realisieren. Bollenbach wie Orth verwiesen

auf die Ergebnisse der Landesregierung:

8.000 Lehrer seien eingestellt worden,

Hochschulen für mehrere Milliarden

Euro aus- und neugebaut. „Wir haben ein


1

2

3

Rund 100 Jungunternehmer aus

ganz NRW fanden den Weg in das

Palais Wittgenstein.

Sie organisierten die Veranstaltung:

Sabine Stoltenberg-Lerche

und Thomas Rick vom BJU.

Nicht zufällig waren auch Schüler

bei der Podiumsveranstaltung.

Sie gehörten zu den Ausgezeichneten,

die beim BJU-Wettbewerb

„Schüler im Chefsessel“ für

ihre Berichte vom eintägigen

„Schnuppern in der Wirtschaft“

auf die vorderen Ränge kamen.

Oxana Karimov (Bild), die ihren

Tag beim Wirtschaftsblatt verbrachte,

konnte sich dabei über

den ersten Platz freuen. Bei der

anschließenden Fragerunde aus

dem Publikum wollte sie von

den Landespolitikern wissen, ob

es für den kommenden doppelten

Jahrgang der Abiturienten

aufgrund des verkürzten Abiturs

in NRW Enpässe bei Ausbildungsund

Studienplätzen gebe.

Ziel und wollen NRW bis 2015 zum Bildungsland

Nr. 1 machen“, so Orth.

Wie aber können weitere Bildungsanstrengungen

finanziert werden? Zwangsläufig

kam die Runde auf das zweite

große Zukunftthema zu sprechen: Die erdrückende

Schuldenlast der öffentlichen

Haushalte, die kommenden Generationen

jede Gestaltungsmöglichkeit raube.

Auf die Frage an Marc Herter, ob im

Zweifelsfall mehr Bildung durch mehr

Schulden zu finanzieren sei, betonte er,

das sei eine sinnvolle Zukunftsinvestition.

Eine Steilvorlage für Robert Orth,

der darauf verwies, mit welchen Anstrengungen

die Regierungskoalition

den gigantischen Schuldenberg der Vorgängerregierung

zu reduzieren versucht

habe. Um die Schuldenlast zu tilgen,

seien langfristige und strukturelle Anstrengungen

nötig, erklärte er am Beispiel

eines der größten Haushaltsposten,

den Personalausgaben. „Das geht nicht

von heute auf morgen, aber wir haben in

den letzten Jahren nachhaltig das Personal

reduziert und mehr als 130 Behörden

Arndt Klocke

3

abgeschafft, ohne dass diese jemandem

fehlen würden“, beschrieb er.

Visionen 2020

Auf die Frage, ob die Grünen denn

die Kraft hätten, auch unliebsame Wahrheiten

bei der Haushaltssanierung zu

verkünden, verwies Arndt Klocke auf

Maßnahmen, mit denen die Einnahmen

gesteigert werden könnten. Darunter:

„Eine Vermögenabgabe und Einsparungen

bei der Steinkohlesubvention“. Thomas

Rick verwies – nicht ohne sich bei den

Kölner Anwesenden augenzwinkernd zu

entschuldigen – auf das Beispiel der Landeshauptstadt:

Düsseldorf habe sich von

Beteiligungen getrennt, sei schuldenfrei

und habe jetzt die Mittel für ausgezeichnete

Bildungsangebote, die den Standort

attraktiv machten. „Es geht also“, machte

er Mut. Die letzte Frage an die Diskutanten

war die nach ihrer persönlichen

Vision, wie NRW in zehn oder 20 Jahren

aussehen wird. Thomas Rick: „Ich wünsche

mir, dass NRW ein Top-Standort ist,

2

Nordrhein-Westfalen

31

vor allem in der Ausschöpfung seines

Humankapitals.“ Marc Herter: „Dass wir

in einem Land leben, das nach wie vor

industriell stark ist, aber den Menschen

noch mehr Teilhabe an den Unternehmen

ermöglicht“. Robert Orth: „Ich wünsche

mir eine tolerante Gesellschaft, die

den Bürgern keine Lebensinhalte überstülpt.“

Arndt Klocke: „Eine Wirtschaft

voller grüner Ideen, mit mehr Solardächern

und mehr fairem Handel.“ Chris

Bollenbach: „Dass kein Kind mehr auf der

Strecke bleibt, dass Unternehmen bürokratisch

entlastet werden, und dass Jürgen

Rüttgers NRW zum Bundesland Nr. 1

gemacht hat.“ Heike Lube: „Ich hoffe, dass

Kinder im Bildungssystem gefördert und

gefordert statt nivelliert werden, damit

die Unternehmen gute Mitarbeiter und

Azubis für das duale System rekrutieren

können. Dann werden wir Unternehmer

aus Nordrhein-Westfalen ein prosperierendes

Land machen“.

Wirtschaftsblatt 2/10


WICHTIG !!!

Ihre

Konjunktur-

Termine 2010

für Ihren Vertrieb,

für Ihren Chef,

für neue Kunden,

für neue Aufträge!


NEUE KUNDEN UND KONTAKTE BUSINESS TO BUSINESS

Auch in der Krise gibt es reichlich

Aufträge zu ernten

Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen verdrängen

die Langsamen

Seit vielen Jahren ist der europaweit größte,

branchenübergreifende Wirtschafts-Treff aus

dem Kalender nicht mehr wegzudenken.

b2d BUSINESS TO DIALOG bringt in mittlerweile

17 Regionen Deutschlands zahlreiche

Mittelständler aus Industrie, Produktion,

Handwerk und unternehmensnahen Dienstleistungen

zusammen. Firmen, die in direkter

und unmittelbarer Nachbarschaft zueinander

sitzen und sich über Jahre niemals kennen

gelernt haben.

b2d steht dabei für den direkten Dialog miteinander.

Unternehmer, Entscheider und

Führungskräfte lernen einander kennen,

stellen einander vor und sehen, welche

Geschäfte miteinander möglich sind.

Und so passiert es, dass der Industrie-

Rohrleitungsbauer regelmäßig 5-6-stellige

Umsätze auf der b2d generiert, der Kopierexperte

drei Monatsumsätze schreibt oder

der Kassensystem-Hersteller seine Standgebühr

gleich ganze 20 mal eingespielt hat.

Was diese Unternehmen so erfolgreich

macht?

Die Erkenntnis, dass Aufträge an der Front

zu finden sind und nicht von allein kommen.

Hier hat sich das Team von b2d inzwischen

spezialisiert.

Die 14 Mitarbeiter in Braunschweig und Essen

begleiten ihre Kunden von der Buchung bis

über die b2d hinaus. Und so sind erfolgreiche

b2d-Kunden nicht auf den Zufall angewiesen,

sondern wissen, wie man den eigenen Erfolg

aktiv und lohnenswert in Profit und neue

Aufträge bringt.

Während die Langsamen auf Aufträge warten,

gehen b2d-Kunden aktiv auf neue

Potenziale zu und gewinnen. Allein in NRW

klappt das bereits auf 4 b2d´s:

Niederrhein Messe Niederrhein

in Rheinberg 23. + 24. Juni 2010

Ruhrgebiet VELTINS-Arena

in Gelsenkirchen 30. Juni / 1. Juli 2010

Region Köln LANXESS arena

in Köln 8. + 9. Sept. 2010

Region Düsseldorf CCD Stadthalle Messe

in Düsseldorf 17. + 18. Nov. 2010

.

Nach dem Prinzip "Klasse statt Masse" spricht

b2d keine Endverbraucher an, sondern nur

die hiesige Wirtschaft. b2d steht für kurze

Wege, denn die Welt besteht nicht nur aus

Global Playern.

b2d BUSINESS TO DIALOG

Büro Rhein-Ruhr

Seumannstraße 27

45326 Essen

Tel. 02 01 / 977 689-0

Fax 02 01 / 977 689-20

Mail: team@dialogmesse.de

www.dialogmesse.de


34

Erfolg von anderen lernen

Selbständige müssen sich immer wieder neu erfinden. Der Unternehmerinnentag NRW 2010 bietet

eine gute Gelegenheit, den Reality-Check zu machen: Zeit für strategisches Denken, Reflexion der

eigenen Ziele und Austausch mit anderen Chefinnen.

G

eschätzt 600 bis 700 Teilneh-

merinnen werden am 17. April

ab 10 Uhr zu der Veranstaltung

im Wissenschaftspark Gelsenkirchen erwartet,

die unter der Schirmherrschaft

von NRW-Wirtschaftsministerin Christa

Thoben steht. Das Motto in diesem Jahr

lautet: „Selbständigkeit ist eine Kunst! Bilanz

– Strategie – Wachstum“. Und dazu

wird allerhand geboten: Der Internationale

Workshop etwa richtet sich an Aktive

in Unternehmerinnen-Verbänden und

Netzwerken aus Südasien, Südafrika und

Deutschland mit der Fragestellung: Wie

können Unternehmerinnen-Verbände in

der Gesellschaft Veränderungen anstoßen?

Und wie kann das Wachstum von

Frauenunternehmen durch Netzwerke

gefördert werden? Gemeinsam mit In-

Went Internationale Weiterbildung und

Entwicklung GmbH bietet der Unternehmerinnentag

internationale Kontakte,

den Austausch über Good Practice und die

Wirtschaftsblatt 2/10

Nordrhein-Westfalen

Erarbeitung von Lösungsvorschlägen zu

strategischen Fragen.

Gründerinnen willkommen

Zudem stehen auf dem Programm 16

Seminare zu betriebswirtschaftlichen

Themen wie Geschäftsprozessoptimierung,

Qualitätsmanagement oder Grenzen

des Home­Office. Im Diskussionsforum

berichten erfolgreiche Chefinnen vom

Wachstum mit ihren Unternehmen und

dem notwendigen Rollenwechsel. Eine

große Kooperationsbörse, die Mentoring-

Arena oder BeraterInnen-Insel mit Expertinnen

und Experten runden das Programm

ab. Mit denErfolgsteams“ wird

eine neue Methode vorgestellt, wie die

gesteckten Ziele sicherer zu erreicht werden

können. „Auch Gründerinnen sind

eingeladen herauszufinden, ob sie das

Zeug zur Chefin haben. Dabei werden sie

tatkräftig unterstützt von Mentorinnen

und Coaches, in Seminaren und Foren,“

betonen die Veranstalterinnen Cornelia

Sperling und Birgit Unger von der RevierA

GmbH. Beide sind selbst seit 20 Jahren Unternehmerinnen

und ermutigen mit über

30 Kooperationspartnern immer mehr

Frauen zu Gründung und Wachstum ihres

Unternehmens. Die Wirtschaftsförderungen

der Städte Bochum, Essen, Herne und

Dortmund sind Mitveranstalterinnen des

Unternehmerinnentages. Und auch regionale

Unternehmen haben ihre tatkräftige

Unterstützung zugesagt, dazu Kammern,

Wirtschaftsförderungen, Unternehmerverbänden

und Beratungsinstitutionen.

Das ausführliche Programm und

Anmeldeformular gibt es im Internet

unter www.chefin-online.de.


Wir machen den Einkauf von Büroprodukten p einfach...

…und sorgen dafür, dass Sie sich in ihrem Büro wohlfühlen.

Sie haben die Wahl!

Direktversand für Unternehmen

In über 60 Staples Megamärkten deutschlandweit

Via Katalog oder per Mausklick

Direktversand für Unternehmen

■ Vertragskundengeschäft

■ Ideal für: mittlere bis multinationale

Unternehmen

www.staplesadvantage.de

Jetzt Mitmachen und

tolle Preise gewinnen!

Testen Sie Ihr Wissen über Staples und

gewinnen Sie eine mehrtägige Reise für

2 Personen nach Los Angeles zu einem

Event im Staples Center (inklusive Übernachtung

und Flug) im Herbst 2010

sowie viele weitere attraktive Preise.

Die Teilnahme am Gewinnspiel ist

kostenlos und fi ndet nur Online über

www.lovetheoffi ce.de/1 statt.

Teilnahmeschluss ist der 15. Juli 2010.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

In über 60 Megamärkten

■ Büro-Megamärkte / Einzelhandel

■ Ideal für: kleine und mittelständische

Unternehmen sowie Endverbraucher

www.staples.de

Via Katalog oder per Mausklick

■ Versandhandel

■ Bequemes Einkaufen rund um die Uhr

per Katalog und im Online-Shop

www.staples.de

1. Preis: L.A. Reise

2.– 5. Preis: Bürostuhl

6.– 50. Preis: Staples

Starter Starter Set

Set

www.staplesadvantage.de

www.staples.de

®


36

Köln – Bonn – Aachen

Das Wichtigste vom Standort. Recherchiert und ausgewählt von der Wirtschaftsblatt-

Redaktion für Köln – Bonn – Aachen. Informieren Sie uns: kba@wirtschaftsblatt.de

Querdenker des Monats: Dr. Roman

Milczarek, Vize-Präsident beim Auto-

Bremsbelaghersteller TMD Friction in

Leverkusen, will zukünftig verstärkt

auf den Schienenverkehr setzen.

Gewinner des Monats: Die Creative

Data AG konnte beim Landeswettbewerb

Elektromobil.NRW punkten.

Vorstand Heinz Friebel darf nun

Fördergelder beantragen.

Bonn unter den Besten

In sieben Städtevergleichen namhafter Beratungsunternehmen in 2009

lag die Bundesstadt überwiegend unter den besten zehn Prozent.

Welche Stadt hat die besten Zukunftsaussichten, und wo rentieren

sich Investitionen in Immobilien am meisten? Diese und weitere Fragestellungen

beschäftigten im vergangenen Jahr zahlreiche private

Beratungsunternehmen, wie Prognos aus Basel, IW-Consult aus Köln

oder FERI aus Bad Homburg. In vier der insgesamt sieben Städtevergleiche

des vergangenen Jahres lag Bonn jeweils unter den besten zehn

Prozent ihrer jeweiligen Vergleichsgruppe. Besonders gut schnitt die

Bundesstadt bei den Themen Qualität des Immobilienstandortes (Platz

4 von 68, Degi-Research), Prognose der Wirtschaftsentwicklung bis

zum Jahr 2015 (6/60, FERI-Institut) und Lebensqualität im weltweiten

Städtevergleich (7/254, ECA-International) ab. vmo

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10

Präsident des Monats: Paul Bauwens-

Adenauer, Geschäftsführer der

Bauwens GmbH, ist nach 2005 zum

zweiten Mal an die Spitze der IHK Köln

gewählt worden.


Anzeige

Die ersten ECE-Entwürfe sehen eine städtebauliche Einbindung

des neuen Shoppingcenters in die Umgebung vor

ECE sichert sich

Allianz-Parkplatz

Der Hamburger Immobilien-Konzern ECE hat sich in Siegburg

ein wichtiges Schlüsselgrundstück gesichert. Hier soll in der

Innenstadt ein neues Einkaufszentrum entstehen.

as mehrere tausend Quadratmeter große, als „Allianzparkplatz“ bekannte

D Grundstück im Quartier Kaiserstraße/Markt hat einen geschätzten Wert von

mindestens zwei Millionen Euro. Damit baut ECE als einer von vier potentiellen Investoren

seine Position im Investitionspoker um die auf 15.000 Quadratmeter angelegte

Einkaufsmeile im Herzen der Siegburger Innenstadt aus. ECE-Projektleiter Arne Nachtigahl

erklärte, sein Unternehmen orientiere sich bei seinem Konzept „eng an den

Empfehlungen“ des Einzelhandelsgutachtens. Nachtigahl: „Derzeit arbeiten unsere

Architekten an Entwürfen, die insbesondere auf die städtebauliche Einbindung Rücksicht

nehmen werden. Außerdem haben sie ein detailliertes Anforderungsprofil zu

beachten, das die Stadt zwischenzeitlich für die Realisierung eines Einkaufszen trums

in der Innenstadt von Siegburg erstellt hat.“ Das hatte vor allem einen Mangel an

Ladenflächen von mehr als 700 Quadratmetern festgestellt. Nachtigahl betonte, dass

zu den Mietern in der neuen Galerie „in jedem Fall“ ein attraktiver Lebensmittelmarkt

gehören werde. Das Fehlen eines großen Lebensmittelmarktes war vom Gutachten

ebenfalls bemängelt worden. „Wir haben bereits mit mehreren möglichen Betreibern

gesprochen und sind dort auf großes Interesse gestoßen“, so Nachtigahl. vmo

Menschen und Ereignisse

Region Bonn

37

1 Bonn: BonnVisio gewinnt „Immo-

Oscar“ Projektentwickler BonnVisio

Real Estate wurde für sein Luxushotel

Kameha Grand Bonn auf der internationalen

Immobilienmesse MIPIM in

Cannes in der Kategorie „Hotels und

Ferienanlagen“ mit dem MIPIM Award

2010 ausgezeichnet. 2 Bad Honnef:

Ausgezeichnete Aushilfen Das Jobportal

Aushilfe-Direkt.de des Bad Honnefer

Unternehmers Mathias Leven hat den Innovationspreis-IT

2010 der Initiative Mittelstand

in der Kategorie „Human Resources“

gewonnen. Bewertet wurden der

Innovationsgehalt der Anwendung, der

Nutzen für die User und die Eignung für

kleine und mittelständische Unternehmen.

3 Bonn: Millionen „geköttet“ Im

vergangenen Jahr haben Wissenschaftler

der Universität Bonn 115.229.137

Euro „Drittmittel“ für die Forschung

eingeworben. Mehr als je zuvor: Ein Zuwachs

von 16 Prozent gegenüber 2008.

4 Rhein-Sieg-Kreis: Tiefbauer entsorgen

selbst Die Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft

(RSAG) plant

zum Sommer mit Beteiligung von 15 Straßen-

und Tiefbauunternehmen aus dem

Kreis die Gründung der Rhein-Sieg-

Erdendeponiebetriebe GmbH (RSEB).

Der im Kreis anfallende öffentliche und

private Bodenaushub sollen zukünftig

ortsnah entsorgt werden. Erster Standort

soll die Erddeponie der Firma Andree

in Eitorf-Hausen werden. 5 Bonn: Ein

Stück BW Im ehemaligen Bonner Regierungsviertel

entwickelt die Pareto, der

Projektentwickler der Kreissparkasse

Köln, ein neues Büro- und Verwaltungsgebäude.

Auf dem Gelände der badenwürttembergischen

Landesvertretung

entsteht auf knapp 8.000 Quadratmetern

das fünfgeschossige Gebäude. 6 Bonn:

Schlüsselbranche Gebäudedienste Mit

112 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung

und einem Anteil von 5,03 Prozent

am Bruttoinlndsprodukt haben die Gebäudedienstleister

nach Ansicht ihres

Verbandes GEFMA eine Schlüsselfunktion

in der deutschen Wirtschaft inne.

Das hätten Berechnungen des Instituts

für angewandte Innovationsforschung an

der Ruhr-Uni Bochum ergeben.

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10


38

Köln – Bonn – Aachen Menschen und Ereignisse

Region Aachen

1 Aachen: Umsatz versüßt Der Süß-

warenhersteller Zentis hat seinen Um-

satz im Krisenjahr 2009 um drei Prozent

auf 669 Millionen Euro steigern können.

Die Exportquote stieg von 33,8 auf 37,5

Prozent. Neben Konfitüren, Marzipan

und Schokolade stellt Zentis auch Fruchtzubereitungen

für die weiterverabeitende

Industrie her. 2 Hellenthal: Alle

Register gezogen Der Orgelbauer

Weimbs wurde für seine Orgel Opus 311

mit dem Preis des Arbeitskreises junger

Handwerksunternehmer (AJH) im Kammerbezirk

Aachen ausgezeichnet. Die

Orgel mit 23 Registern und zwei Manualen

ist für die St. Elisabeth-Gemeinde in

Wuppertal bestimmt. Die Baukosten lagen

bei rund 350.000 Euro. 3 Aachen:

Perfekter Lack Mit der aufwendigen

Gestaltung eines Firmenfahrzeugs hat

der Autolackierer Gottschalk den gemeinsamen

Wettbewerb „Sterne des

Handwerks“ von Mercedes-Benz und

der Aktion Modernes Handwerk gewonnen.

Über 1.100 Unternehmen hatten

sich daran beteiligt. 4 Region Aachen:

Industrie positiv gestimmt Von 82 Industrie-Unternehmen

in Düren, Jülich,

Euskirchen und Umgebung beurteilen

nur weniger als ein Drittel ihre derzeitige

Geschäftslage als schlecht. Mehr

als 71 Prozent bewerten die derzeitige

Auftragslage als gut oder befriedigend.

Zu dem Ergebnis kommt eine Umfrage

der Vereinigten Industrieverbände.

5 Hellenthal: Zweite Chance genutzt

Ein Seniorenpark mit über 100 Plätzen

soll auf dem Gelände des alten Sägewerks

entstehen. Nachdem das Projekt

vor einigen Jahren bereits einmal im

Sande verlaufen ist, konnte nun mit der

Soleo GmbH mit Sitz in Kevelaer ein

neuer Investor gefunden werden. Die

Eröffnung ist für Mitte 2011 geplant. 6

Blankenheim: Unternehmensnachfolge

geregelt Im Rahmen einer Nachfolgeregelung

übernahm die Carl Koch GmbH

aus Engelskirchen die Schraubenwerkzeugfabrik

Ulrich Schmidt aus Hilchenbach.

Die beiden Spezialisten aus der

Schraub- und Bohrwerkzeugherstellung

werden aus der gemeinsamen Verwaltung

mit Sitz in Blankenheim gesteuert.

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10

Spatenstich

für die Zukunft

Er markiert den Beginn des größten wissenschaftlichen Bauprojekts

in Europa: Der Spatenstich am Campus Melaten der Rheinisch-

Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.

A

uf einem Ge-

biet, so groß

wie 160 Fussballfelder,

sollen in den

kommenden Jahren bis

zu 19 Forschungscluster

mit Büro-, Hallenflächen

und Laboreinrichtungen

entstehen. Hier

werden Industrieunternehmen

und Hochschulinstituteräumlich

eng mit einander

verzahnt interdisziplinär zusammen arbeiten. Vor 300 geladenen Gästen rammte

NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers, zusammen mit RWTH-Rektor Professor

Ernst M. Schmachtenberg und Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp, nun den

ersten Spaten für das Mammut-Projekt im Ortsteil Melaten in den Boden. Am Rande

der Veranstaltung wurden auch die ersten sechs der geplanten 19 Forschungscluster

bekanntgegeben. Die Cluster Integrative Produktionstechnik, Logistik, Schwerlastantriebstechnik,

Optische Technologien, Bio-Medizintechnik und umweltfreundliche,

nachhaltige Energietechnik werden zwischen 2010 und 2012 ihren Forschungsbetrieb

hier aufnehmen. „Der neue Campus der RWTH Aachen wird das Silicon Valley der

Zukunftstechnologien“, sagte Rüttgers. vmo

Weltheimat

Rheinische Unternehmen auf globalen Märkten

Aachener simulieren stark in Asien

Die MAGMA Gießereitechnologie GmbH expandiert trotz Wirtschaftsflaute weiter

in Asien. In Suzhou, rund 100 Kilometer westlich von Shanghai, haben die Aachener

unter dem Dach ihrer Tochter MAGMA Engineering Asia-Pacific mit Sitz in Singapur

neue Vertriebsaktivitäten aufgenommen. Für den Anbieter von Simulationssoftware

für Gießprozesse ist es nach Singapore (Malaysia), Hyderabad (Indien) und

Seoul (Süd-Korea) die vierte Niederlassung im asiatisch-pazifischen Raum. Auch

am anderen Ende Asiens, in der türkischen Hauptstadt Istanbul, ist MAGMA mit

einer neuen Niederlassung präsent, mit Blick auf die Schwarzmeer-Region und den

Nahen Osten. Verantwortlich dafür ist der neue Group Managing Director, Christian

Kleeberg. Unter seiner Führung folge das Unternehmen der langfristigen Strategie,

in den lokalen Märkten nicht nur Software zu vertreiben, sondern auch „mit umfassendem

Dienstleistungsangeboten“ sowie mit Personal präsent zu sein. vmo


Ferchau

ist jetzt Able

Der Ingenieurdienstleister Ferchau Engineering GmbH aus

Gummersbach hat sich zum Jahreswechsel in Able Group

umbenannt. Nach dem Krisenjahr 2009 will man nun durchstarten.

M

it dem neuen Namen kommt

auch eine neue Struktur. Das

Unternehmen will künftig in

den fünf Kernbereichen Allgemeines Engineering,

Luft- und Raumfahrttechnik,

Automotive, Anlagenbau und IT mit operativen

Tochterunternehmen und Geschäftsbereichen

tätig sein. Man habe die

Erfahrung gemacht, dass in Deutschland

nicht alle Engineering-Bereiche von einem

allgemeinen Ingenieur-Dienstleister wie

Ferchau angesprochen werden könnten,

begründet der geschäftsführende Gesellschafter

Frank Ferchau die Umfirmierung.

Das betreffe sowohl die Kundenseite als

auch die Personalbeschaffung.

Optimismus trotz Krise

2009 war kein gutes Jahr für Ferchau:

400 Mitarbeiter mussten freigesetzt werden,

der Umsatz sank gegenüber dem

Vorjahr um 28,5 Millionen auf 294 Millio-

Yo, wir schaffen das

Um die Planung und Genehmigung

gewerblicher Bauabsichten für Unternehmen

zu vereinfachen hat der

Oberbergische Kreis einen „Leitfaden

für gewerbliche Bauvorhaben“ veröffentlicht.

Das Genehmigungsverfahren

werde insgesamt als „sehr komplex“

wahrgenommen, erläutert Landrat Hagen

Jobi. „Mit dem Leitfaden wollen wir

viele Informationen bereitstellen, damit

Fragen im Vorfeld geklärt werden

können.“ Der Leitfaden mit Bob, dem

Baumeister auf dem Cover kann unter

www.wirtschaftsstandort-oberberg.de

aus dem Internet als PDF-Datei heruntergeladen

werden. vmo

nen. Verantwortllich dafür sind vor allem

die Einbrüche im Automotive-Bereich. „Der

Bedarfsrückgang unserer Kunden war

immanent“, erklärt Ferchau das schlechte

Ergebnis. „Wir spüren aber seit dem

vierten Quartal 2009 bereits wieder eine

leichte Erholung des Marktes.“ Mit neuem

Namen soll es nun wieder aufwärts

gehen. Für 2010 erwartet Ferchau eine

Umsatzsteigerung von zwölf Prozent auf

mehr als 330 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl

soll im gleichen Zeitraum auf

mehr als 4.350 steigen. Durch die breite

Aufstellung könne die Able Group bereits

jetzt von den Bereichen der Wirtschaft

profitieren, die sich positiv entwickeln.

Das seien, trotz Krise in der Automobilibranche

vor allem die Bereiche Mobilität,

Energie, Ökologie und Gesundheit. Für

weiteres externes Wachstum biete die

neue Struktur Anknüpfungspunkte, „hier

sind wir für entsprechende Gespräche offen“,

kündigt Frank Ferchau an. vmo

Menschen und Ereignisse 39

Region Köln

1 Leverkusen: Neues Geschäftsfeld

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess

investiert 30 Millionen Euro in ein neues

Werk in Bitterfeld. Damit steigt der

Leverkusener Konzern zugleich in ein

neues Geschäftsfeld zur Wasseraufbereitung

ein. Ende des Jahres wird die

Anlage in Betrieb genommen. 2 Köln:

Abschreckende Sterne Weil viele Unternehmen

die Budgets für ihre Geschäftsreisen

gekürzt haben und keine

5-Sterne-Hotels mehr buchen, verzichtet

das Kölner Interconti wie alle Häuser

der Kette ab sofort auf seine Luxus-

Einstufung, um mehr Buchungen für

den Tagungsbereich zu bekommen.

3 Bergisch Gladbach: Stark getroffen

Die Umsatzerlöse der Hahn Gruppe,

Immobilienspezialist für den Einzelhandel,

gingen in 2009 von 428,11 auf

92,4 Millionen Euro zurück. Begründet

wird der starke Rückgang mit einem

„vom Gesamtumfeld geprägten niedrigen

Transaktionsvolumen“. Im Januar

gab man die strategische Partnerschaft

mit der Unimo Group bekannt.

4 Oberberg: Für den Mittelstand Mit

dem Siegel „Mittelstandsorientierte

Kommunalverwaltung“ kann sich die

Stadt Bergneustadt jetzt schmücken.

Die RAL-Gütegemeinschaft verlieh die

Auszeichnung für die sehr gute Zusammenarbeit

zwischen Wirtschaft

und Verwaltung. 5 Burscheid: Regelproduktion

eingesetzt Beim Automobilzulieferer

Federal Mogul in

Burscheid ist die Kurzarbeit beendet.

Damit reagierte das Unternehmen auf

die wieder anziehende Nachfrage in

der Kolbenringeproduktion. 6 Köln:

Hohe Auslastung Die KölnKongress

GmbH legt für 2009 mit 2.085 Veranstaltungen

ein Rekordergebnis vor und

verzeichnete einen Zuwachs von sieben

Prozent. Besonders medizinische

Kongresse und Hauptversammlungen

hätten zum guten Ergebnis geführt.

7 Köln: Deutschen Bank holt auf

Durch die Übernahme des Kölner Traditionshauses

Sal. Oppenheim durch

die Deutsche Bank steigern die Frankfurter

ihren Marktanteil am Privatkunden-Segment

auf 40 Prozent.

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10


40

Köln – Bonn – Aachen Fachhochschule Köln

Kenner der internationalen Märkte: Das CIBCO-

Team um Mentor Professor Frank Gogoll (M.)

Studentische

Unternehmensberater

Berufliche Praxis bereits während des Studiums zu sammeln,

ist heutzutage ein Muss. Acht Wirtschaftsstudenten der

Fachhochschule Köln gingen noch einen Schritt weiter: Sie

gründeten mit ihrem Professor die Unternehmensberatung CIBCO.

C

IBCO steht für „Cologne Interna-

tional Business Consulting“, wo-

bei das „international“ durchaus

wörtlich zu nehmen ist: Sieben der acht

Gründungsmitglieder sind im Studiengang

International Business eingeschrieben,

der auf die Zusammenhänge globalisierter

Wirtschaftsbeziehungen ausgerichtet

ist. Seit der Gründung 2008 unterstützt

CIBCO Unternehmen durch markt- und

risikoorientierte Dienstleistungen. Die

Aufträge werden von den Studierenden

selbständig bearbeitet, wobei ihnen Professor

Frank Gogoll von der Fakultät für

Wirtschaftswissenschaften mit Rat und

Tat zur Seite steht. So etwa beriet man

den Kölner Kunststoff- und Kettensystementwickler

igus: „Wir haben für den

Kunden die Bedingungen auf dem russischen

Markt genauer analysiert, so dass

mit Hilfe unserer Erkenntnisse neue Distributoren

gefunden werden konnten“,

berichtet CIBCO-Vorstandsmitglied Mar-

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10

cello Montuori. Und für ML Consulting

oder die Innoway AG wurden konkrete

Lösungen zur Verbesserung der internationalen

Wettbewerbsfähigkeit erarbeitet.

Konzentriertes Wissen nutzen

Die Unternehmen profitieren von der

interdisziplinären Struktur der studentischen

Beratung, der sich inzwischen über

70 Studentinnen und Studenten der unterschiedlichsten

Fakultäten der Hochschule

angeschlossen haben – darunter

auch Angehörige des Instituts für Informationswissenschaft

oder des Instituts

für Versicherungswesen. CIBCO nimmt

sich größere Spielräume, als es Unternehmensberatungen

in der Regel können

– und hat häufig kreativere Ansätze,

findet Marcello Montuori. Daneben bietet

die Zusammenarbeit mit CIBCO noch

weitere Vorteile: den direkten Zugang zu

qualifizierten und sehr engagierten Stu-

denten, die später zu Führungskräften

im eigenen Unternehmen werden könnten.

Im Gegensatz zu anderen studentischen

Unternehmensberatungen verfolgen

die CIBCO-Mitarbeiter weiterhin ihr

Studium, ohne sich zeitweise beurlauben

zu lassen. „24 Stunden in der Woche

arbeite ich derzeit schon für CIBCO“, so

Marcello Montuori.

Kontakte auf der Messe

knüpfen

Arbeit gibt es genug: Am 18. Mai organisiert

CIBCO bereits zum zweiten Mal

die Recruitingmesse U-Connect. „Damit

hat CIBCO auch künftig ein festes Standbein

an der Fachhochschule Köln“, so Professor

Frank Gogoll. Im vergangenen Jahr

war die Resonanz bei den Unternehmen

äußerst positiv. Neben Firmenpräsentationen

stehen 2010 erneut Vorträge zu aktuellen

Themen auf dem Programm. Außerdem

gibt es zwei Diskussionsrunden.

Neu ist in diesem Jahr ein Matchingverfahren,

bei dem vorterminierte Einzelgespräche

von Studierenden mit Unternehmen

stattfinden werden.

CIBCO e. V.

Fachhochschule Köln

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Claudiusstraße 1 ∙ 50678 Köln

Tel.: 0221 / 82 75-36 36

pr@cibco.de (für Unternehmen)

im@cibco.de (interessierte Studierende)


International besser ankommen.

Überall an Ihrer Seite: die Sparkassen und ihr weltweites Netzwerk.

Sparkassen-Finanzgruppe

Im März 2010 in allen teilnehmenden Sparkassen

Internationale

Aktionswochen

www.erfolgreich-im-ausland.de

S

Regional verankert, international erfolgreich – mit der Sparkasse als Partner! Wir stehen Ihnen mit unserem Know-how

und unseren Kontakten auf der ganzen Welt zur Seite. Mit den Beratungs- und Finanzierungslösungen Ihrer Sparkasse und

unseres internationalen Netzwerks kennt Ihr Erfolg keine Grenzen. Mehr dazu bei Ihrem Berater oder auf www.sparkasse.de.

Wenn’s um Geld geht – Sparkasse.


42

Netzwerke

Punktschweißer

der Automotive-Branche

Ein Auto besteht insgesamt aus etwa 12.000 Einzelteilen. Doch nur, wenn die Teile optimal

miteinander verbunden sind, funktioniert das Fahrzeug perfekt. Dem gleichen Prinzip folgt das

Netzwerk competence center automotive region aachen, car e. V.. In ihm werden die Automotive-

Zulieferer aus der Region Aachen optimal miteinander verschweißt. Von Volker Motz

I

nsgesamt 60 Automobilzulieferer mit einem Gesamt-

umsatz von über einer Milliarde Euro sind in dem Netz-

werk organisiert, das sich geografisch auf die Städ-

teregion Aachen und die Kreise Düren, Euskirchen und

Heinsberg konzentriert. Ungewöhnlich daran ist, dass die

Arbeiten Hand in Hand (v. l.) car-Mitglied Peter Wolters von der

FEV Motorentechnik und Michael Preising, car-Geschäftsführer

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10

Initiative zur Gründung des Unternehmerverbandes im

Jahr 2001 nicht aus einem öffentlichen Interesse entstand,

sondern von den Zulieferern ausging. „Wir brauchten als

Autozulieferer eine Struktur, um unsere Interessen außerhalb

der Region Aachen vertreten zu können“, erklärt der


Geschäftsführer des Vereins, Michael Preising. „Außerdem

fehlte uns eine Plattform, sich untereinander abzustimmen,

wenn es um die Zusammenarbeit auf Management-Ebene

ging.“ So bietet car beispielsweise im Bereich der Fachkräfte-Anwerbung

eine einheitliche Recruiting-Plattform.

Qualifizierte Bewerber können ihre Stellengesuche an die

car richten und erreichen so etwa 60 Firmen gleichzeitig.

Preising: „Wir wissen sehr genau, in welchem Mitgliedsunternehmen

welcher Bedarf herrscht. Daraus erwächst nicht

nur für den Bewerber ein Vorteil, sondern auch für die Unternehmen.“

Watt geht ab

Damit der Austausch von Informationen auch auf anderen

Ebenen funktioniert, organisiert Preising, der lange Zeit als

Innovationsberater für Industrie- und Technologieunternehmen

an der Industrie und Handelskammer Aachen tätig war,

Business­Meetings und Vier-Augen-Gespräche, Kaminabende

und Freizeitaktivitäten zum besseren Kennenlernen.

Derzeit treibe die Branche das Thema Elektromobilität an,

lässt Preising erkennen. „Im September vergangenen Jahres

haben wir deshalb die Veranstaltung Watt geht ab in Aachen

zum Thema Elektromobilität ins Leben gerufen, an der 150

Unternehmer teilnahmen.“ Hintergrund der Veranstaltung,

die im Technologiezentrum am Europaplatz in Aachen stattfand,

war, die regionalen Akteure zu diesem Thema zusammenzuführen

und das wirtschaftliche Potential der Elektromobilität

darzustellen. Neue Projekte wurden vorgestellt und

eine Plattform für unternehmerische Kontakte geschaffen.

Eine begleitende Ausstellung machte das Thema griffig.

„Elektromobilität wird uns nachhaltig beschäftigen“, meint

der car-Geschäftsführer. „Gerade, wenn es darum geht, für

bestimmte Probleme Lösungen zu finden, ist eine regionale

Zusammenarbeit wichtig.“

Wissen schafft mehr

Netzwerke

Vor allem in der Wissensregion Aachen. Die Eliteuni

RWTH Aachen ist gleich mit zwei Lehrstühlen und vier

Instituten Mitglied bei car. Auch die Fachhochschule Aachen

ist mit ihrem Fachbereich Luft- und Raumfahrt und

Automobiltechnik vertreten. Wissenschaftliche Unterstützung

bekommen die Mitglieder auch aus den europäischen

Nachbarländern. Mit der Fachhochschule im niederländischen

Heerlen kooperiert man ebenso wie mit Unternehmerverbänden

aus Belgien, Wirtschaftsförderungen und

Kammern dieseits und jenseits der nicht mehr vorhandenen

Grenze.

„Darüber hinaus sind wir mit anderen Clustern der Region,

wie dem biowissenschaftlichen Cluster Lifetec Aachen-

Jülich, eng vernetzt“, erklärt Preising. „Zusammen mit der

Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer

AGIT und der EuRegionale-Agentur haben wir im

Technologiezentrum Europaplatz alle Ansprechpartner auf

kurzem Wege direkt vor Ort.“

E X P E R T

C O N

C E P T


44 Köln - Bonn - Aachen Leverkusen

Identifikationsobjekt gelandet

Es kommt aus den Tiefen der ECE-Projektentwicklungsgalaxien. Es hat gute Absichten.

Seine Mission: Die Belebung der Leverkusener Innenstadt.

D

ie letzten Malerarbeiten waren

erledigt, der rote Teppich ausgerollt:

Pünktlich zum geplanten

Termin öffnete die Rathaus-Galerie im

Herzen Leverkusens ihre Türen.

Als einen Meilenstein für die städtebauliche

Entwicklung und das innerstädtische

Lebensgefühl bezeichnete Oberbürgermeister

Reinhard Buchhorn die

Eröffnung des Einkaufs-Zentrums. Neben

120 Fachgeschäften, Cafés und Restaurants,

die auf 22.600 Quadratmetern Verkaufsfläche

um die Gunst der Besucher

buhlen, zieht auch ein Teil der Stadtverwaltung

ein. In der spektakulären, über

der Galerie schwebenden Glas-Rotunde

werden Ratssaal, Bürgerbüro und die

Räume des OB untergebracht. „Die Rathaus-Galerie

ist das neue Markenzeichen

für die Qualität der Einkaufsstadt Leverkusen.

Die wird die Anziehungskraft der

gesamten Innenstadt nachhaltig stärken“,

betonte Alexander Otto, Chef der

ECE Projektmanagement Gesellschaft.

Das Hamburger Unternehmen wird die

Immobilie langfristig verwalten.

Kontakt zu

extrazentristischem Leben

Waren bei der Eröffnung guter Laune: ECE-Chef Alexander

Otto, Centermanagerin Katrin Becker, Oberbürgermeister

Reinhard Buchhorn und Rainer Calmund (v. l.)

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10

Nach rund 18 Monaten Bauzeit haben

die Leverkusener wieder ein „Identifikationsobjekt“,

wie es Wolfgang Mues, Geschäftsführer

der Wirtschaftsförderung

Infoservice der Stadt (Anzeige)

Leverkusenen (WfL), nennt. Doch um den

Bau der Galerie wurde in der Stadt lange

gerungen. „Die Befürchtung war, dass so

ein innerstädtisches Zentrum den übrigen

Einzelhandel absorbiert“, erinnert sich

der Wirtschaftsförderer. In zahlreichen

Gesprächen mit Leverkusener Geschäftsleuten

versuchte die WfL, Ängste vor

Umsatzeinbußen abzubauen. Die Sorge,

dass Kunden aufgrund der Großbaustelle

ausbleiben, habe sich als kaum begründet

erwiesen: „Im Gegenteil, sie wirkte wie

ein Magnet und sorgte bei vielen für mehr

Frequenz“, berichtet der WfL-Einzelhandelsexperte

Rainer Bertelsmeier.

Navigation im

Flächenuniversum

Wer sich für gewerbliche Objekte interessiert

oder welche anzubieten hat, kann

sich im neuen Einzelhandelsflächenkataster

der WfL, das seit Anfang Februar online

ist, einen ersten Überblick verschaffen

(http://kataster-online.wfl-leverkusen.de).

Die Aktivitäten, Leverkusens Attraktivität

zu erhalten und zu steigern,

gehen noch weiter: In der neuen Immobilien-

und Standortgemeinschaft (ISG)

Leverkusen City übernehmen die Immobilienbesitzer

Verantwortung. Weil

der Kontakt zur schon lange erfolgreich

arbeitenden Werbegemeinschaft City-

Leverkusen sehr gut ist, ist die ISG nun

in deren Strukturen eingebunden. „Die

Aufgabenbereiche sind getrennt, auf der

einen Seite gemeinsame Werbeaktionen,

auf der anderen die Wertsteigerung der

Immobilien“, erklärt Bertelsmeier. Ganz

oben auf der Agenda steht ein neues Beschilderungskonzept,

das durch die Einkaufsstraßen

der City führen soll.

WfL Wirtschaftsförderung

Leverkusen GmbH

Dönhoffstraße 39 ∙ 51373 Leverkusen

Tel.: 0214 / 83 31-0

info@wfl-leverkusen.de

www.wfl-leverkusen.de


Infoservice der Stadt (Anzeige) TROWISTA Troisdorfer Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH

45

InfrasTroktur pur

Der Duden erklärt „Infrastruktur“ als den „notwendigen wirtschaftlichen und organisatorischen Unterbau

einer hoch entwickelten Wirtschaft.“ Die Steigerung dieses Begriffs heißt IndustrieStadtpark Troisdorf.

I

n anderen Gewerbegebieten muss

der Unterbau mühsam erschlossen

oder aufgebaut werden. In Troisdorf

ist er ein hochwertiges Fundament, auf

das die Industrie seit 1886 baut. Schon

der Chemiker Emil Müller erkannte vor

124 Jahren das Potential, das der Standort

zwischen Köln und Bonn zu bieten hat. Er

legte mit seiner Zündhütchenfabrik den

Grundstein für das bis 2001 hier ansässige

Werk, das ab 1930 zur Dynamit Nobel

AG gehörte. Heute vermarktet die Troisdorfer

Wirtschaftsförderung TROWIS-

TA im Auftrag der städtischen Entwicklungsgesellschaft

TroPark den Standort,

der sich hervorragend für Unternehmen

der Kunststoff-, der Maschinenbau- und

der LifeScience-Branche eignet. Flächen

zwischen 3.000 und 70.000 Quadratmetern

stehen in dem 100 Hektar großen

Areal an der Mülheimer Straße zur Verfügung.

Im Herzen der 77.000-Einwohner-Stadt

des Rhein-Sieg-Kreises gelegen,

umgeben vom dichten Autobahnnetz der

Region Köln-Bonn, verfügt der heutige

Gewerbe- und Industriepark 365 Tage im

Jahr und 24 Stunden am Tag über zahlreiche

Dienstleistungen, die von der Industriepark

Troisdorf GmbH und ihren

Servicepartnern für die Unternehmen

bereitgestellt werden.

Satte Investitionen

Neben einem hauseigenen Securitas-

Werksschutz gehören ein Spediteur sowie

ein starker Bank- und Finanzdienstleister

zur Ausstattung des Standorts. Auch für

das Wohlergehen der Mitarbeiter wird

gesorgt: Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote

stellt die Gemeinnützige Gesellschaft

für berufliche Weiterbildung

zur Verfügung. Für das leibliche Wohl

sorgt ein Caterer, der im IndustrieStadtpark

eine Kantine für alle Mitarbeiter des

Standorts betreibt. Darüber hinaus regelt

die Industriepark Troisdorf GmbH die essentielle

Versorgung mit Strom, Wasser,

Dienstleister für den IndustrieStadtpark: Bürgermeister Klaus-Werner

Jablonski und ZWi-Geschäftsführer Dr.-Ing. Adam K. Zaboklicki (v. l.)

Gas und Wärme und fungiert als Contractor.

Der Abwasserbetrieb Troisdorf sorgt

für eine reibungslose Entsorgung des Betriebswassers.

„Wir investieren gerade 40 Millionen

Euro in eine neue Haupterschließung und

die Modernisierung der Versorgungsleitungen

im Nordwesten des Areals“,

erklärt Troisdorfs Bürgermeister Klaus-

Werner Jablonski. Im Frühjahr wird damit

begonnen, 2014 sollen die Arbeiten

abgeschlossen sein. Eine Investition, die

sich auszahlt. „Für 12.000 Quadratmeter

führen wir zur Zeit intensive Gespräche

mit Investoren“, lässt der Bürgermeister

durchblicken.

Spezialisten am Werk

Zu den parkeigenen Dienstleistern

zählt auch die ZWi Technologies GmbH.

Hervorgegangen aus den mechanischen

Werkstätten der HT Troplast AG bedienen

die 36 Mitarbeiter des Unternehmens das

Portfolio der mechanischen Metallbear-

beitung und des Anlagenbaus. Dazu zählt

neben der Herstellung von Lüftungskanälen

und dem individuellen Rohrleitungsbau

auch die Vermietung und Instandhaltung

von STILL-Flurförderzeugen. „Wir

haben in den vergangenen drei Jahren

rund 750.000 Euro in den Standort investiert“,

erklärt der geschäftsführende Gesellschafter

Dr.-Ing. Adam K. Zaboklicki.

„Mit unserem modernen Maschinenpark

sind wir in der Lage, komplizierten Anforderungen

gerecht zu werden und Speziallösungen

zu realisieren. Damit haben

wir 2009 einen Umsatz von 3,2 Millionen

Euro erwirtschaftet.“ Ein Fundament, auf

dem sich aufbauen lässt.

TROWISTA Troisdorfer

Wirtschaftsförderungs- und

Stadtmarketing GmbH

Jürgen Sturm

Wilhelm-Hamacher-Platz 24

53840 Troisdorf

Tel.: 02241 / 806-566

sturmj@trowista.de ∙ www.trowista.de

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10


46 Köln - Bonn - Aachen Bedburg

Durchhaltevermögen gehört

zu den Grundtugenden

eines erfolgreichen

Wirtschaftsförderers. Bedburgs

Bürgermeister Gunnar Koerdt

hat das vor kurzem wieder

eindrucksvoll unter Beweis

gestellt.

Schlaflos

in Shanghai

Es ging um nichts Geringeres als die

größte chinesische Investition in

Europa. „Wir brauchten betreffend

der Baupläne Gewissheit, und ich sah da

bei uns eine Holschuld“, erläutert der erste

Bürger Bedburgs. Deshalb machte sich

Gunnar Koerdt auf den beschwerlichen

Weg nach Shanghai. Dienstags mittags

ging es los, freitags nachmittags war er

wieder zurück, und bis zur letzten Etappe

von Dubai nach Düsseldorf konnte er seine

geschlafenen Stunden an einer Hand

abzählen. „Ich würde es trotz aller Strapazen

sofort wieder machen“, sagt Koerdt,

der mit ausgezeichneten Ergebnissen

von seiner 22.000 Kilometer langen Mammuttour

heimgekehrt war. Im Gepäck

hatte der Bürgermeister einen vom obersten

Führungsgremium des chinesischen

Baumaschinenherstellers SANY Heavy

Industry abgezeichneten Terminplan für

den Bau des künftigen europäischen Produktions-

und Entwicklungszentrums in

Bürgermeister Gunnar Koerdt

mit Liang Wengen, dem Vorstandsvorsitzenden

von SANY

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10

Bedburg. Um möglichst schnell mit dem

operativen Geschäft beginnen zu können,

starten gerade die Vorbereitungen zum

Bau einer 11.000 Quadratmeter großen

Produktions- und Montagehalle. In der

ersten Ausbaustufe haben die Chinesen

125.000 Quadratmeter Fläche verplant.

Der erste Bauabschnitt

Die Halle soll bereits Ende 2010 bezugsbereit

sein. Im Frühling 2011 möchte

SANY dann das neue Bürogebäude

mit Kantine beziehen, wenig später soll

auch das Boarding House fertig werden,

und im Sommer des kommenden Jahres

folgt im letzten Schritt der ersten

Ausbaustufe die Abnahme des neuen

Forschungs- und Entwicklungscenters.

„Insgesamt beziffern unsere chinesischen

Partner das Investitionsvolumen

mit 100 Millionen Euro“, erläutert Gunnar

Koerdt. Der Leiter seines Büros für

Standortförderung, Udo Schmitz, knüpft

aktuell Kontakte für das künftige Vorzeigeunternehmen

im Industrie- und

Gewerbepark Mühlenerft. „Während der

Bau phase werden unsere chinesischen

Partner Büroflächen in der Umgebung an-

mieten“, erzählt Schmitz, der auch für die

Vermarktung der freien Areale rund um

den SANY-Standort verantwortlich ist.

Die Flächen hält er vor allem für Zulieferer,

technische Dienstleister sowie

Engineering- und Fertigungsspezialisten

vor, aber selbstverständlich seien hier

auch andere Branchen willkommen. Mit

Infoservice der Stadt (Anzeige)

SANY hat sich ein global agierendes Unternehmen

mit weltweit 28.000 Mitarbeitern

und einem Umsatz von über einer

Milliarde Euro für das rheinische Bedburg

entschieden. Die Firma entwickelt,

fertigt und vertreibt Baumaschinen wie

Autobeton- und Anhängerbetonpumpen,

Kräne, Straßenbaumaschinen und Entladesysteme

für Häfen. Aktuell erwirtschaftet

man nur zirka 20 Prozent des

Umsatzes außerhalb Chinas.

Pune, Atlanta, Bedburg

„Das will man auf jeden Fall ändern,

denn für den hiesigen Standort sind Umsatzerwartungen

von mindestens 400

Millionen Euro formuliert worden“, berichtet

Gunnar Koerdt. Dass sich die Chinesen

für Deutschland als Standort ihrer

Europa-Zentrale entschieden hätten, zeige,

dass der Begriff Made in Germany auch

in der Baumaschinenbranche als Qualitätssiegel

gilt. Sein Bedburg steht jetzt

übrigens in einer Reihe mit der westindischen

Millionenmetropole Pune und der

ehemaligen Olympia-Stadt Atlanta im

US-Bundesstaat Georgia, wo SANY zur

Zeit ebenfalls Produktionen aufbaut.

Stadt Bedburg

Büro für Standortförderung

Udo Schmitz

Am Rathaus 1 · 50181 Bedburg

Tel.: 0 22 72 / 40 26 06

u.schmitz@bedburg.de

www.bedburg.de


Infoservice der Stadt (Anzeige) Mechernich

47

Zeit zu

wechseln

Viele Metropolen werben mit

dem gleichen Standortvorteil:

Sie positionieren sich als

zentrale Schmelztiegel. Aber:

Wo viele Wege und Menschen

zusammenkommen, bleibt

naturgemäß nicht viel

Platz für den einzelnen. In

Mechernich, in Sichtweite der

Metropolregion Köln-Bonn

hingegen, finden Unternehmer

ausreichend Platz, um sich

entfalten zu können.

D

ie Eifel ist als Erholungsregion

weitläufig bekannt“, weiß Mechernichs

Wirtschaftsförderer

Peter Dierichsweiler. Und auch in Sachen

Kultur und Freizeitgestaltung habe man

vieles zu bieten. „Und dennoch haben für

uns die Anliegen von ansiedlungswilligen

Unternehmen höchste Priorität“,

bekräftigt er. Seit Jahren gewinnt der

Wirtschaftsstandort mit ausgewogenem

Branchenmix durch weltweit agierende

Unternehmen kontinuierlich an Renommee.

Die Lage direkt an der Autobahn

A 1 mit ihrem Autobahnkreuz Bliesheim,

über das die Wirtschaftszentren

Köln-Bonn, Aachen, Frankfurt und Koblenz

bestens erreichbar sind, ist nur ein

Vorzug des Standortes Nordeifel. Auch

der Datenhighway ist ausgebaut. Eine

16.000-Kilobit-Leitung steht den Unternehmen

für den globalen Datenaustausch

zur Verfügung. Ein breites Bildungsangebot

und die hohe Lebensqualität sorgen

dafür, dass Mechernich konsequent auf

die 30.000-Einwohner-Marke zusteuert.

Standort für klingelnde Münzen

Von hier aus operiert die weltweit

tätige GeWeTe Geldwechsel- und Sicher-

Liefern modernste Geldmanagement-Lösungen aus Mechernich: die

GeWeTe-Geschäftsführer Aristidis Tsikouras und Marcus Willmann (v. l.)

heitstechnik GmbH & Co. KG. Das Tochterunternehmen

der familiengeführten

Gauselmann Gruppe aus Ostwestfalen

plant und produziert mit 85 Mitarbeitern

Münz- und Banknotenwechsler, Kassenautomaten,

Ticketing- und Zutrittskontrollsysteme

für Schwimmbäder, Museen

oder Kinos. „Weltweit haben wir derzeit

rund 30.000 Systeme im Einsatz“, berichtet

Geschäftsführer Marcus Willmann,

darunter kaum Standardprodukte. „Es

gibt immer kundenspezifische Ansprüche“,

so Willmann. Diesen gerecht zu

werden, begründet die internationale

Reputation des Unternehmens mit Vertriebspartnern

in 18 Ländern. Von der

Software für individuelle Kassensysteme

bis hin zu den notwendigen Kabelbäumen

produziert der deutsche Marktführer

in Sachen Cash Handling Technology

seit 1993 komplett am kürzlich um 1.200

Quadratmeter erweiterten Firmensitz

im Mechernicher Gewerbegebiet Obergartzem.

Und die Produkte von GeWeTe kommen

an. Das gilt für den Gedenkmünzenautomaten

an der griechischen Akropolis

ebenso wie für den Verkaufsschlager Maxi-Cash-Recycler

mit berührungssensitivem

Bildschirm. Flughäfen in Athen und

Rom vertrauen auf die Mechernicher Geldmanagement-Lösungen

mit modernster

PC- und Datenbanktechnologie, ebenso

wie die Verkehrsbetriebe Istanbul.

Nah zur Akropolis

„Der Standort Mechernich ist für uns

ideales Pflaster unserer nationalen und

internationalen Aktivitäten“, erläutert

Geschäftsführer Aristidis Tsikouras. „Die

Nähe zur Region Köln-Bonn mit ihrer hervorragenden

Infrastruktur kommt uns

dabei zugute.“ Schließlich verfügt das Gewerbegebiet

Obergartzem nicht nur über

einen direkten Autobahnanschluss, sondern

ist auch vom Flughafen Köln-Bonn

und Deutschlands größten Containerumschlagbahnhof

für den kombinierten

Frachtverkehr Schiene-Straße in Köln-

Eifeltor in weniger als einer halben Stunde

zu erreichen.

Stadt Mechernich

Wirtschaftsförderung

Bergstraße 1

53894 Mechernich

Tel.: 02443 / 49 43 20

p.dierichsweiler@mechernich.de

www.mechernich.de

Wirtschaftsblatt Köln - Bonn - Aachen 2/10


48

Druck & Präsentation

Anzeige

Fotografie: Marcus Hoehn


Wie man sich darstellt,

so wird man gesehen

Typografie ist sichtbare Sprache.

Von Professor Dr. h. c. Erik Spiekermann

U

nsere Lesegewohnheiten sind

inzwischen vom „Zapping“ geprägt.

Nicht nur durchs Fernsehen,

auch durch Zeitschriften

und Zeitungen springen wir von

Eindruck zu Eindruck, und was uns nicht

innerhalb weniger Sekunden anspricht,

hält uns nicht fest. Manchen Bildern

kann man dabei nicht entkommen, weil

Bilder emotional wirken – auf den ersten

Blick oder nie. Wenn es aber darum geht,

unscharfe Eindrücke in Informationen

zu wandeln und daraus – Verstehen vorausgesetzt

– Wissen zu formen, sind wir

immer noch auf Typografie angewiesen.

Typografie, das ist die Inszenierung einer

Mitteilung in der Fläche, so die kürzeste

Definition, die ich kenne. Ob Bildschirm

oder die Magazinseite, ob Lesetext oder

Webseite mit animierten Zeilen – typografische

Kriterien bestimmen das Zusammenspiel

der Elemente.

Die spröde Geliebte

Typografie ist spröde, denn sie wirkt

am besten, wenn niemand sie wahrnimmt.

Typografie ist bei vielen Gestaltern

nicht besonders beliebt, weil sie

keinen Preis gewinnen können mit angemessener

Gestaltung, die hinter der

Mitteilung zurückbleibt und ihren Dienst

am Leser bescheiden wahrnimmt. Allerdings

muss sich diese Zurückhaltung

nicht in langweiligen, grauen Textwüsten

äußern, wie wir sie immer noch aus

Publikationen kennen, die vorgeben,

objektiv und seriös zu sein. Besonders

Wissenschaftler und Ingenieure hegen

großen Argwohn gegenüber jeder Gestaltung,

die als solche erkennbar ist. Seriös

muss aber nicht langweilig sein, und

Hässlichkeit verkauft sich schlecht. Andererseits

gibt es viel Gestaltung, die sich

vor allem damit befasst, die Fähigkeiten

des Gestalters am Computer darzustellen

und dabei weder dem Inhalt noch den Erwartungen

der Leser gerecht wird.

Die gute Nachricht ist, dass den Autoren,

die zum Lachen in den Keller gehen

und diese Einstellung auf die Gestaltung

ihrer Drucksachen übertragen, über kurz

oder lang die Leser wegbleiben. Gerechterweise

geschieht das auch den grafischen

Pausenclowns, die jede Mode mitmachen.

Sie brechen Regeln, die sie nie

gelernt haben, und scheren sich dabei

keinen Deut um Kommunikation.

Natürlich ist es nötig, die Gültigkeit

der alten Regeln immer wieder zu hinterfragen.

Erstaunlich ist jedoch, dass

bei aller Bewegung, die in unsere Medien

– technisch und inhaltlich – gekommen

ist, die typografischen Regeln fast intakt

überlebt haben. In fünfhundert Jahren

haben wir Gewohnheiten entwickelt, die

auch der Bildschirm nicht ignorieren

kann. Schriften sehen immer noch so aus

wie früher, zumindest für das ungeübte

Auge. Der Freiraum für Schriftentwerfer

(von denen es heute mehr gibt als je zuvor)

ist klein, weil wir jede Überschreitung

der Konvention sofort als Irritation

wahrnehmen. Unbewusst natürlich, aber

deshalb um so nachdrücklicher.

Die Textschrift dieses Magazins ist

gerade zehn Jahre alt und die Headlinetype

fast 90. Sie wirken aber frisch und

unverbraucht und existieren friedlich

nebeneinander, weil sich beide nicht in

den Vordergrund drängen. Sie verleihen

dem Magazin seine Persönlichkeit. Die

Person „Wirtschaftsblatt“ kommt nicht

nackt daher, sondern kleidet sich in ein

Druck & Präsentation

Layout. Die Seitengestaltung macht sie

unverwechselbar, aber nicht albern oder

selbstgefällig. Wie ein Unternehmen

muss auch eine Zeitschrift einen unverwechselbaren

Charakter haben, eine

Identität. Typografie ist das Handwerk,

das diese Identität sichtbar macht.

Ein Wort sagt mehr

als 1000 Bilder

Immer wieder werde ich gefragt, ob

denn Typografie eine Zukunft habe, wo

doch immer mehr Bilder auf uns einstürmen,

keiner mehr lange Texte lesen will

und alles bewegt sein muss. Werden wir

nicht bald nur noch Piktogramme lesen

und kleine Filme sehen? Abgesehen davon,

dass es noch nie so viele Bücher und

Zeitschriften gab und dass wir auch am

Bildschirm vor allem Schrift lesen, ist

genau diese Bilderflut der Grund dafür,

dass wir uns doch am liebsten auf das

geschriebene Wort verlassen.

Das einzige, was sich wirklich geändert

hat in den letzten Jahren, ist die Tatsache,

dass heute technisch alles möglich ist.

Kein Gestalter kann sich mehr rausreden

mit der Entschuldigung, etwas wäre nicht

zu realisieren. Wir haben Zugriff auf alle

Bilder, die es je gegeben hat und können

neue schaffen, die kein Auge je gesehen

hat. Zu den 150.000 (wirklich!) erhältlichen

Schriften kommen täglich neue hinzu.

Was wir gestalten, können wir sekundenschnell

mit atemberaubender Genauigkeit

visualisieren und in alle Welt versenden.

Neue Schriften für neue Medien

Noch sind wir gewohnt, auf Webseiten

nur wenige Schriften anzutreffen.

49

Wirtschaftsblatt 2/10


Anzeige DGP_60x245 22.03.2010 Anzeige

13:28 Uhr

D.I.E.

Grafikpartner

Ihr zuverlässiger

Partner für

problemlose

Medien-

Dienstleistungen

Layout, Typografie,

Reinzeichnung,

Fremdsprachen

und XML

Bildbearbeitung,

Retuschen und

Composings

Farbraumkonvertierung

zur Druckanpassung

von Katalogen,

Anzeigen und anderen

Drucksachen

Einrichtung und

Schulungen von

Farbmanagement

und grafischen

Programmen

D.I.E. Grafikpartner GmbH

Hohenzollernring 16 -18

50672 Köln

Telefon 02 21-9 20 68-0

Telefax 02 21 9 20 68-20

info@grafikpartner.de

www.grafikpartner.de

Druck & Präsentation

Alle Texte werden aus Systemschriften

gesetzt, die Teil der gelieferten Software

sind. Unterscheidungen zwischen

Absendern, Marken und Inhalten sind

möglich durch das Layout, die Anordnung

der Texte, Bilder und Überschriften

in der Fläche. Da aber Navigation, Bildschirmgröße

und -auflösung der Gestaltung

von Online-Medien engere Grenzen

setzen, als wir sie von den Druckmedien

gewohnt sind, müssen wiedererkennbare

Typen in den Überschriften die Arbeit

leisten, die bekannten Parameter der

Unter nehmens identität – der Corporate

Identity – auch hier darzustellen und für

Wiedererkennbarkeit zu sorgen. Bislang

werden dazu Schriftzeilen in Bilder konvertiert

und in die Texte eingefügt. Mit

dem Nachteil, dass sich diese Schriftbilder

nicht vergrößern oder verkleinern

lassen und dass Suchmaschinen sie nicht

lesen können. Wichtige Inhalte, die Google

und Konsortien finden sollen, kann

man so nicht darstellen. Technisch gut

funktionierende Sites sehen sich deshalb

häufig sehr ähnlich, und der Nutzer weiß

oft nicht, welchem Absender er vertrauen

soll, weil der nicht zu erkennen ist.

Die Notwendigkeit, auch in elektronischen

Medien alle Register der Gestaltung

ziehen zu müssen, hat die Programmie-

Schrift-Gelehrter

rofessor Dr. h. c. Erik Spiekerman

P (*1947) ist Autor, Kommunikationsdesigner

und Schriftgestalter. Die von

ihm entwor fenen Schriften ff Meta und

itc Officina zählen heute zu den mo-

dernen Klassikern. Nach dem Studium

der Kunstgeschichte in Berlin zog er

1969 nach London, wo er am London

College of Printing lehrte und wo erste

Schriften entwürfe (Berliner Grotesk,

LoType) entstanden. 1979 gründete er

in Berlin das Designbüro MetaDesign.

Neben renommierten Firmen der grafischen

Industrie betreute Spiekermann

Projekte für die BVG, das Erscheinungsbild

der Stadt Berlin und das Leitsystem

des Düsseldorfer Flughafens sowie das

Corporate Design von Volkswagen und

Audi. 1989 rief er FontShop ins Leben,

einen Versand für Computerschriften.

rer, Schriftentwerfer und Softwarehersteller

nicht ruhen lassen. Seit kurzem

gibt es Möglichkeiten, die gleichen Schriften

auf Webseiten zu verwenden, die

aus Drucksachen bekannt sind. Das wird

in den nächsten Jahren dazu führen, dass

sich Online-Darstellungen stärker an das

Unternehmensbild anpassen lassen anstatt

nur nach Systemzwängen gestaltet

zu sein. Auch Zeitschriften lassen sich

dann über ihr Layout im Browser schnell

wieder erkennen, ohne die Vorteile des

dynamischen Mediums aufzugeben. Das

Thema des Bezahlmodells für elektronische

Medien wird stärker in den Vordergrund

rücken, wenn es zwischen ihnen

und den gedruckten Medien weniger

qualitative Unterschiede in der Darstellung

geben wird.

Schrift ist das Kleid der Sprache. Solange

wir nicht auf Grunzen und Gurgeln

zurückfallen als Mittel menschlicher

Verständigung, solange brauchen wir

Schrift und Typografie, alle Nuancen darzustellen,

derer wir fähig sind.

Pressekontakt:

Edenspiekermann AG

Nadine Haegeli

Tel.: 0 30 / 212 80 814

n.haegeli@de.edenspiekermann.com

2001 relaunchte Spiekermann die Londoner

Wochenzeitschrift The Economist.

Im gleichen Jahr verließ er MetaDesign

und ist jetzt Partner von Edenspiekermann

mit Büros in Amsterdam, Berlin,

London und San Francisco.

Spiekermann ist Honorarprofessor

der Hochschule für Künste Bremen und

Ehrendoktor des Art Center College of

Design, Pasadena (USA). 2009 ernannte

ihn die Europäische Kommission zum

Botschafter des European Year of Creativity

and Innovation.

Spiekermann ist im Rat für Formgebung,

der Association Typographique

Internationale (AtypI) sowie Past President

der International Society of Typographic

Designers (ISTD) und des

Internationalen Instituts für Informationsdesign

(iiid).


Anzeige Achim Hegger Lichtwerbung GmbH

51

Sorgt für leuchtende Vorbilder: Achim Hegger

Erhellende Wirkung

Die Möglichkeiten, sein Unternehmen ins richtige Licht zu rücken, sind vielfältig. Eine der

augenfälligsten Methoden ist dabei sicherlich die Außenwerbung. Am besten zur Geltung

kommt sie mit integrierter Beleuchtung.

A

uf solch leuchtende Effekte spe-

zialisiert ist die Achim Hegger

Lichtwerbung GmbH aus dem

niederrheinischen Nettetal. „Außenwerbung

ist die Visitenkarte eines Unternehmens

oder Geschäfts. Jeder potentielle

Kunde gewinnt darüber den ersten,

meist entscheidenden Eindruck“, weiß

Geschäftsführer Achim Hegger. In der

Werkstatt seines Unternehmens werden

Leuchtschriftzüge und Transparente in

unterschiedlichsten Größen gefertigt. Im

Digitaldruck werden Platten und Banner

in allen Formaten und auf verschiedensten

Materialien gefertigt.

Das Ganze ist dabei ebenso umweltfreundlich

wie kostensparend: Die Lichtwerbeanlagen

werden aus wetterbeständigem

Acrylglas/Aluminium hergestellt

und immer häufiger mit LED-Technik

hinterleuchtet, denn diese langlebigen

Leuchtmittel verbrauchen deutlich weniger

Energie als herkömmliche Leuchtstofflampen

oder Neonsysteme. „Eine

Fläche von 200 mal 260 Zentimetern hat

in der alten Technik einen Anschlusswert

von circa 600 Watt. Mit der neuen

LED-Technik werden nur etwa 200 Watt

benötigt“, so Hegger.

Genehmigungen inklusive

Neben dem Handwerk sind Beratung

und Service wichtig. Zusammen mit Partnern

entwickelt das Unternehmen aus

einer bestehenden Corporate Identity (CI)

die passenden Werbe-Elemente oder auf

Wunsch eine komplett neue CI. Die Gestaltung

erfolgt am PC; via Fotomontage

kann der Kunde das Endergebnis begutachten.

Steht das Konzept, übernimmt

Hegger Lichtwerbung auch die Formalitäten.

Denn für die Montage von Außenwerbeanlagen

braucht man meist eine Genehmigung.

„Mit den Entwürfen holen wir die

Genehmigung ein, bevor wir fertigen. Vorgaben

der Behörden können dann nach

Rücksprache mit dem Kunden noch mit

einfließen“, erklärt der Geschäftsführer.

Zu den zufriedenen Kunden von Hegger

Lichtwerbung gehören bundesweit

tätige Konzerne und deren Filialen, für

die man die komplette Umgestaltung der

Innen- und Außenwerbung durchführt,

aber auch der Bäcker oder Metzger von nebenan

sowie kleine und mittelständische

Industriebetriebe werden qualifiziert beraten

und beliefert. „Im Kern geht es immer

darum, sich dem Kunden mit einem

bundesweit oder auch regional einheitlichen

Erscheinungsbild zu präsentieren,

ihm die Orientierung zu erleichtern und

einen positiven Eindruck zu hinterlassen“,

resümiert Achim Hegger.

Das ist ihm inzwischen gut gelungen.

Aufgrund der großen Nachfrage hat sich

das Unternehmen technisch erweitert.

Mit modernsten Digitaldruckmaschinen

werden neben Lichtwerbeanlagen mobile

Rollup-Displays, Banner auf allen erdenklichen

Rollenmaterialien (PVC, Textil, Papier

und so weiter) und Plattenmaterialien

(Alucobond, Schaumplatte, Pappe etc.)

in allen Größen bedruckt.

Achim Hegger Lichtwerbung GmbH

Am Ringofen 2 ∙ 41334 Nettetal

Tel.: 02157 / 1 26 55-0

Fax: 02157 / 1 26 55-29

a.hegger@hegger-lichtwerbung.de

www.hegger-lichtwerbung.de

Wirtschaftsblatt 2/10


52

Seit mehr als 250 Jahren ist der Gelderner

Dienstleister L.N. Schaffrath als zuverlässiger

Medienproduktionspartner etabliert.

B

enjamin Franklin erfindet 1752

in Boston, Massachusetts, den

Blitzableiter. 3.000 Tage zuvor

und 6.000 Kilometer weiter östlich

wird in Geldern, Deutschland eine

Druckerei gegründet. Der Blitzableiter leitet

bis heute Blitzstrom am Haus vorbei,

L.N. Schaffrath hat sich dagegen im Laufe

von zweieinhalb Jahrhunderten als zuverlässiger

Mediendienstleister über die

reine Herstellung von Print- und digitalen

Medien hinaus einen Namen gemacht.

Innovative Ideen und deren Umsetzung

haben dabei stets den Weg nach vorne gezeigt.

Aus dieser Firmenphilosophie, die

Tradition und Fortschritt gleichermaßen

verbindet, ist heute ein Komplettservice-

Anbieter erwachsen, der keine Wünsche

Wirtschaftsblatt 2/10

Druck & Präsentation L.N. Schaffrath

offen lässt und die Kommunikation mit

seinen Kunden ebenso ernst nimmt wie

die Auftragsabwicklung an sich.

Die Summe macht’s

Mehrwert

Rund 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

sichern mit modernster Produktionstechnik

die wirtschaftliche

Komplettherstellung von Printmedien

auf höchstem Niveau. Angefangen bei

der Druckvorstufe über den Druck und

die Verarbeitung bis hin zum Versand

der fertigen Produkte. In Geldern nimmt

man die Dinge ganzheitlich in die Hand.

Und das mit höchster Professionalität:

Ein digitalisierter Vorstufen-Workflow garantiert

ein einwandfreies Datenmana-

gement bis zur Druckplattenherstellung.

Mehrfache Datenprüfungen vor dem

Druck garantieren ein Maximum an Produktionssicherheit.

Verlage unterstützt

der Mediendienstleister auf Wunsch bereits

bei der Entstehung ihrer Zeitschriften

in den Redaktionen und stellt ihnen

– gegen eine monatliche Basisgebühr –

ein Redaktionssystem zur Verfügung. Da

dieses an eine zentrale Datenbank angebunden

ist, können die Redakteure und

Grafiker unabhängig von Ort und Zeit

arbeiten und zugleich den Fortschritt ihrer

Publikationen jederzeit überblicken.

Ist die Zeitschrift schließlich gedruckt,

rundet der L.N. Schaffrath-Abonnentenservice

mit seinen Bausteinen Adressdatenverwaltung,

Rechnungslegung und


Anzeige L.N. Schaffrath

53

auf ganzer Linie

telefonischer Leserservice das Leistungs-

angebot ab.

Medienkompetenz von A bis Z

Drucktechnisches Herzstück des Un-

ternehmens sind die Rollenoffsetma-

schinen. Drei leistungsfähige Rotationen

(48- und 16-Seiten) produzieren im Dreischichtbetrieb

vielfältigste Printprodukte.

Für kleinere und mittlere Druckauflagen

sowie für hochwertige Magazin- oder

Katalogumschläge setzt L.N. Schaffrath

auf die bewährte Bogenoffset-Technik.

Jeden Monat entstehen am Standort Geldern

so mehr als 180 Zeitschriften in den

unterschiedlichsten Auflagen, Formaten

und Erscheinungsrhythmen. Darunter

Zeitschriften wie das „Deutsche Ärzteblatt“

mit einer wöchentlichen Auflage

von rund 400.000 Exemplaren ebenso

wie das alle zweieinhalb Monate erscheinende

„Wirtschaftsblatt“ mit bundesweit

121.000 Magazinen. Hinzu gesellen sich

Beilagen, Broschüren und diverse Katalogprojekte

– vom Klassiker bis hin zu

aufwendig veredelten Erzeugnissen. Und

mit der Zertifizierung nach „ProzessStandard

Offsetdruck“ (ISO 12647-2) ist – nicht

ganz nebenbei bemerkt – eine verlässlich

hohe Druckqualität gewährleistet.

Dem Zeitgeist voraus

Auch wenn Printmedien nach wie

vor fast alle wirtschaftlichen und ge-

sellschaftlichen Vorgänge begleiten, hat

sich das Unternehmen seit 1995 auf die

zunehmend an Bedeutung gewinnenden

digitalen Medien eingestellt. Dementsprechend

bietet das elfköpfige L.N.

Schaffrath-NeueMedien-Team individuelle

und medienübergreifende Lösungen

an. Internet-, e­Commerce-, e­Paper,

Crossmedia- und e-Mail-Marketing-Anwendungen

haben sich auf diese Weise

als perfekte Ergänzung zum klassischen

Printangebot erwiesen. Egal, ob für Verlage,

Kammern, Verbände oder mittelständische

Unternehmen. Der intelligenten

Vernetzung von Print- und digitalen

Medien gehört branchenübergreifend die

Zukunft. L.N. Schaffrath-NeueMedien ebnet

diese Wege schon heute.

Wirtschaftsblatt 2/10


54

Mehrfache Prüfungen vor dem Druck garantieren

ein Maximum an Produktionssicherheit

Geschulte Drucker sorgen für eine

optimale Auftragsabwicklung

e-Paperlösungen sind nur

eine Leistung aus der umfassenden

Angebotspalette von

L.N. Schaffrath NeueMedien

Wirtschaftsblatt 2/10

Druck & Präsentation L.N. Schaffrath

Kleine und mittlere Druckauflagen

sowie hochwertige Magazin- und

Katalogumschläge werden im

Bogenoffsetdruck hergestellt

Gelebtes Umweltbewusstsein

Als Produktionsunternehmen setzt

sich L.N. Schaffrath auch für eine um-

weltschonende Medienherstellung ein,

die verantwortungsvolles Handeln, Gesundheitsschutz,

Energieeffizienz und

Nachhaltigkeit einschließt. Folgerichtig

ist das Unternehmen vom Niederrhein

nach FSC- und PEFC-Standard zertifiziert,

den beiden führenden Waldzertifizierungssystemen.

Strenge Kriterien sorgen

in den zertifizierten Waldgebieten für

eine Vermeidung unkontrollierter Abholzungen,

der Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen

sowie einer unnötigen

Umweltbelastung. Entsprechende

Gütesiegel auf Printprodukten, die aus

FSC- oder PEFC-zertifizierten Papieren

hergestellt werden, garantieren L.N.

Schaffrath-Kunden, aktiv zum Schutz der

Wälder beizutragen. Zudem verbessert

der Gelderner Mediendienstleister stetig

seine Energieeffizienz und kompensiert

unvermeidbare Kohlendioxidemissionen.

Im Rahmen des „Klimaneutralen Druckens“

leistet das Unternehmen gemeinsam

mit seinen Kunden durch den Kauf

sowie die anschließende Stilllegung anerkannter

Emissionszertifikate einen wertvollen

Beitrag zum Umweltschutz.


Anzeige L.N. Schaffrath

55

Zukunft sichern

Summa Summarum: Mit seinem um-

fassenden Leistungsspektrum gehört

L.N. Schaffrath zu den führenden Unternehmen

der Branche. Zahlreiche

Fachzeitschriftenverlage sowie Printmedienherausgeber

aus ganz Deutschland

und den angrenzenden Niederlanden

schätzen die Erfahrung und das Knowhow

des Gelderner Unternehmens. Aus

diesem Status heraus sieht sich L.N.

Schaffrath seit jeher in der überzeugten

Verpflichtung, verschiedene Ausbildungsberufe

anzubieten. Mit den

Berufen Industriekaufmann/-kauffrau,

Mediengestalter/in, Drucker/in und Industriebuchbinder/in

übernimmt das

Traditionsunternehmen auch zukünftig

diese gesellschaftliche Verantwortung.

Die umfassende Wertschöpfungskette

des Gelderner Dienstleisters erwächst

aus seinem breiten Leistungsangebot:

individuelle Beratung, ganzheitliches

Management von gedruckten und digitalen

Lösungen, Kompetenz in der Auftragsabwicklung

und ein umfassender

Service. Damit beweist L.N. Schaffrath

(s)ein identisches Ziel mit allen Kunden:

die Herstellung erfolgreicher Medien,

mit einem Mehrwert auf ganzer Linie.

In der L.N. Schaffrath-Rollenoffsetproduktion

entstehen mehr als

180 verschiedene Zeitschriften,

diverse Kataloge und Beilagen

Die Logistikabteilung ist ein wichtiger

Teil des Komplettangebotes. Von hier

gehen die fertigen Printmedien auf den

Weg zu ihren Lesern

L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

DruckMedien

Marktweg 42-50

47608 Geldern

Tel.: 0 28 31 / 3 96-0

kontakt@schaffrath.de

www.schaffrath.de

L.N. Schaffrath NeueMedien

Gesellschaft für elektronisches

Publizieren mbH

Marktweg 42-44

47608 Geldern

Tel.: 0 28 31 / 9 25-501

info@schaffrath-neuemedien.de

www.schaffrath-neuemedien.de

Wirtschaftsblatt 2/10


56

ABS für Verkehrs-Invests

Immer wieder geraten wichtige Infrastrukturprojekte in die Schlagzeilen, weil sie aus dem Ruder laufen.

Beispiel Autobahn A 1. Eigentlich wäre der gerade fertig gestellte sechsspurige Ausbau der Verkehrsader

zwischen Bremer Kreuz und Oyten ein Grund zu feiern – endlich kann der Verkehr staufreier fließen.

Doch Europas größtes Gemeinschaftsprojekt von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft ist drei Monate

nach der Freigabe schon ein Sanierungsfall, weil der Asphalt rätselhafterweise bröckelt.

Von Isabel Klotz

Wirtschaftsblatt 2/10

Verkehr & Logistik


D

ieser und ähnliche Fälle von

Pannen, Fehlern und Kostenexplosionen

sorgen für kritische

Berichte und schaden

dem Image deutscher Ingenieurleistungen.

Mittlerweile erkennen immer mehr

Verantwortliche: Je komplexer die Baumaßnahmen,

umso wichtiger werden

unabhängige und erfahrene Partner, die

mit einem detaillierten Projektmanagement

alle Teilprozesse optimal aufeinander

abstimmen und damit Risiken reduzieren

können.

Nur so kann man Deutschlands Infrastruktur

von allein 34.000 Kilometern

Schienenwegen, 53.000 Kilometern

Bundesfernstraßen und 7.300 Kilometern

Bundeswasserstraßen erhalten und

weiter ausbauen. Die Umsetzung von Infrastrukturprojekten

gehört schließlich

nicht umsonst zu den Königsdisziplinen

im Bauwesen, da neue Straßen, zusätzliche

Fahrbahnen, weitere U-Bahn und

Bahnstrecken oder Kanalausbauten fast

immer mit immensem Aufwand, hohem

Risiko und spürbaren Belastungen der

Bürger verbunden sind. Gebaut wird bei

laufendem Verkehr und unter permanentem

Zeit- und Kostendruck. Immer mehr

öffentliche Bauherren sichern sich darum

Verstärkung. Sie beauftragen unabhängige

Experten, die als ihre Interessenvertreter

mit unzweifelhafter Expertise

die Planungen begleiten und den Verlauf

der Arbeiten überwachen. „Unsere Kernkompetenz

ist das Projektmanagement“,

erklärt dazu Stefan Heselschwerdt, Geschäftsführer

von Drees & Sommer Infra

Consult und Entwicklungsmanagement,

eines auf Infrastruktur und Verkehr spezialisierten

Expertenteams von Drees &

Sommer, Deutschlands führendem Immobiliendienstleister

in Sachen Projektmanagement.

100 der insgesamt 1.050

Mitarbeiter von Drees & Sommer sind in

Büros in Stuttgart, München, an Rhein

und Ruhr, Hamburg, Frankfurt, Berlin

und Luxemburg im Einsatz. Zu den 522

nationalen und internationalen Projekten,

die man seit der Firmengründung

im Jahr 1970 betreut hat, zählen unter

anderem auch die Fehmarnbeltquerung

zwischen der schleswig-holsteinischen

Ostsee-Insel und der dänischen Insel Lolland,

der Potsdamer Platz in Berlin, das

Mammutprojekt Stuttgart 21, die Hamburger

Hafencity, die Zeche Zollverein in

Essen und die ICE-Neubaustrecke Köln-

Frankfurt.

Vorbereitung contra

Nachbesserung

Um Infrastrukturprojekte im terminlichen

und finanziellen Rahmen zu

hohen Qualitäten umzusetzen, folgt

Verkehr & Logistik

Keine Angst vor kalten Füßen: Martin Altmann,

Stefan Heselschwerdt und Knuth Rösner von

Drees & Sommer sichern reibungslose

Projektabläufe (v. l.)

Herausforderungen bei

Infrastruktur projekten –

Die Top 5

Transparente Kommunikation

herstellen

Informationen und Entscheidungen

müssen konsequent an alle Projektbeteiligten

weitergegeben werden.

Eindeutige Zuständigkeiten

definieren

Aufgaben und Pflichten sind eindeutig

zuzuordnen, Verantwortlichkeiten

müssen definiert werden.

Klare Entscheidungswege

aufzeigen

Feste Team- und Entscheidungsstrukturen

sowie ein systematisches

Reporting sind zu etablieren.

Risikobewusstsein schaffen

Ein von Beginn an funktionierendes

Risikomanagement, das automatisch

greift, sobald ein Risiko

eintritt, ist einzurichten.

Grundlagen definieren

Wichtige Daten wie etwa Bodenanalysen

müssen vorliegen, um

darauf basierend realistische Berechnungen

zu erstellen.

57

Wirtschaftsblatt 2/10


58

Knuth Rösner Stefan Heselschwerdt

Heselschwerdt einer einfachen Strate-

gie: „Den meisten Grips muss man am

Anfang, noch vor Baustart, in ein Projekt

investieren“, sagt der Diplom-Bauingenieur.

Wenn zu Beginn alle Kompetenzen

und Entscheidungswege klar strukturiert

und festgelegt, ein belastbarer Kostenrahmen

ermittelt und ein individuelles

Risikomanagement aufgebaut würden,

seien nach seiner Erfahrung auch komplexeste

Infrastrukturprojekte ohne negatives

Aufsehen erfolgreich zu realisieren.

„Wer weiß, auf was er sich einlässt,

kann souverän mit unvorhergesehenen

Situationen umgehen“, sagt Heselschwerdt.

Die Erfolgsformel von Drees &

Sommer lautet: Nur zu Beginn eines Projektes

kann man noch maßgeblich Einfluss

nehmen, mit dem Fortschreiten der

Arbeiten schwindet dieser Einfluss stark,

und Korrekturen sind nur noch mit Mühe

und hohen Kosten umzusetzen. Das Unternehmen

steht mit dieser Einschätzung

keinesfalls alleine da. Auch der Deutsche

Verband der Projektmanager in der

Bau- und Immobilienwirtschaft (DVP)

fordert mehr Steuerungskompetenz auf

Baustellen. „Architekten und Ingenieure

werden zwar in Entwurf und Konstruktion,

nicht aber in der Abwicklung von

Bauvorhaben ausgebildet. Für Projektmanager

und Bauleiter bleibt nur Learning by

doing. Meist auf Kosten der Auftraggeber.

Pannen werden vertuscht.“ Der DVP vertritt

die Interessen von rund 119 Firmen,

darunter viele spezialisierte kleinere

Ingenieurbüros und auch hiesige Tochtergesellschaften

großer internationaler

Unternehmen. „Werden wir oder einer

unserer kompetenten Wettbewerber zu

Projekten der öffentlichen Hand hinzugezogen,

dann wahren wir die Interessen

Wirtschaftsblatt 2/10

Verkehr & Logistik

der Allgemeinheit, denn die finanziert

mit ihren Steuergeldern die Projekte. Uns

geht es darum, realistische Lösungen zu

identifizieren“, erläutert Heselschwerdt.

„Viele Pannen passieren, weil Risiken

überhaupt nicht gesteuert werden“, ist

sich auch Knuth Rösner sicher. Der erfahrene

Bauspezialist leitet den Standort

Rhein-Ruhr von Drees & Sommer Infra

Consult und Entwicklungsmanagement.

„Eigentlich müsste Jedermann auf einer

Baustelle so sensibilisiert und instruiert

werden, dass er Maßnahmen ergreifen

kann, um im Notfall die nötige Prozesskette

in Gang zu setzen“, sagt er.

Geld ausgeben, um

Kosten zu sparen

Dazu müssten vor allem die Kompetenzen

getrennt werden. „Viel zu oft soll

auf einer Baustelle die rechte Hand eines

Projektbeteiligten seine linke überwachen“,

sagt Rösner. Er und seine Kollegen

bieten darum auch punktuelle Unterstützung,

beispielsweise im Vertragsmanagement

oder der Projektbegutachtung,

an. Kostenargumente brauchen

exzellente Projektmanager übrigens nie

zu fürchten, denn ein professionelles

Projektcontrolling bei mittleren und großen

Maßnahmen schlägt gerade mal mit

ein bis zwei Prozent der Gesamtkosten

zu Buche. „Im Gegenzug lässt sich aber

eigentlich immer nachweisen, dass am

Ende deutlich mehr Geld eingespart wurden,

als das Projektmanagement gekostet

hat“, sagt Rösner. Allerdings gehöre

für ihn und seine Kollegen viel Überzeugungsarbeit

zum Tagesgeschäft.

Das bestätigt auch Martin Altmann,

der als Senior Projektpartner bei Drees

Martin Altmann

& Sommer vor allem Kommunen bei der

Überplanung von großen Industrie- oder

Militärbrachen berät (siehe Kasten). „Es

kann nicht wegdiskutiert werden, dass

Vorhaben ab einer gewissen Komplexität

nicht mehr ohne Unterstützung gemeistert

werden können“, sagt er. Manch

kommunaler Verwaltung fehle da noch

das Bewusstsein. Ein Partner wie Drees &

Sommer kann Erfahrungswerte aus zahlreichen

Projekten beisteuern.

Das Stuttgarter Unternehmen arbeitet

wie ein Think Tank. Über Lehraufträge

an Universitäten wie Stuttgart,

Wuppertal, Berlin, Weimar, Frankfurt,

Leipzig, Bochum und Aachen geben die

einzelnen Partner ihr Wissen weiter.

Professionelle Ausbildung ist als Leitsatz

in der Firmenphilosophie verankert,

und im vergangenen Jahr hat das

mittelständische Dienstleistungsunternehmen

wieder eine eigene zweisprachigeDreso-Weiterbildungsakademie

ins Leben gerufen sowie eine

unternehmensweite E­Learning-Plattform

etabliert.

Gerade bei öffentlichen Bauvorhaben

rät Martin Altmann zu einer integrierten

Bauplanung, um die Nachhaltigkeit

eines Projekts gewährleisten zu können.

„Neue Unternehmen und neue Bürger

messen die Qualität eines Standorts

immer stärker an den Kriterien Langfristigkeit

und Ressourcenschonung“,

ergänzt dazu Stefan Heselschwerdt. Die

Zukunft gehöre den öffentlichen Projektverantwortlichen,

die sich frei von

jeglichem Zwang die beste Expertise

sichern, um ihre Projekte erfolgreich zu

realisieren und so das Image einer Kommune,

einer Region oder eines Landes

positiv zu beeinflussen.


Best Practice in Trier

berall in Deutschland warten Indus-

Ü trie- und Militärbrachen auf eine

neue Nutzung. In Trier hat sich Drees &

Sommer vor neun Jahren an einem solchen

Mammutprojekt beteiligt, das inzwischen

Vorzeigestatus genießt. Das

Stuttgarter Unternehmen übernahm sogar

zehn Prozent der Anteile an der Entwicklungsgesellschaft.

Senior Projektpartner

Martin Altmann bezeichnet den

Petrisberg heute als das bislang spannendste

Projekt seiner Karriere. Seit 2001

ist auf dem Gelände der ehemaligen französischen

Kaserne Belvédère mit insgesamt

76 Hektar Baufläche ein attraktives

Wohn- und Gewerbegebiet entstanden.

„Das Projekt ist an Komplexität kaum zu

schlagen“, sagt Altmann rückblickend.

Die Projektmanager mussten sich mit

archäologischen Fragen und dem Schutz

von Fledermäusen auseinandersetzen

und zeitgleich eine optimale Verkehrsanbindung

an die Innenstadt realisieren und

die Voraussetzungen zur Schaffung einer

eigenen Quartiersidentität bei höchster

Lebensqualität gewährleisten. Herausgekommen

ist ein urbanes Viertel mit Wissenschaftspark,

das jetzt das Bindeglied

zwischen der Trierer Unterstadt an der

Mosel und dem Universitätsgelände bildet.

Insgesamt rund 100 Millionen Euro

Anzeige

werden beim geplanten Projektabschluss

2012 investiert worden sein. Das Projekt

ist dem Zeitplan sogar weit voraus.

Selbstbewusst nennt Altmann den Petrisberg

einen Prototyp für Quartiersent-

Früher Militärgelände, heute ein attraktives Wohn-

und Gewerbegebiet: der Petrisberg in Trier

Verkehr & Logistik

wicklung. Für ausführliche Informationen

oder Besichtigungen steht Drees

& Sommer gerne zur Verfügung: Tel.:

0711/222933-0, info.infra@dresco.com,

www.dreso.com

59

Foto: Entwicklungsgesellschaft Petrisberg mbH

Wirtschaftsblatt 2/10


60

Der Herausforderer

im Postmarkt

Es kommt Bewegung auf den

deutschen Postmarkt.

Erst zu Jahresbeginn hat das

Bundesverwaltungsgericht die

Post-Mindestlohnverordnung

gekippt, die mehr als 17.000

Arbeitsplätze gekostet hat.

Zum 1. Juli soll voraussichtlich

zudem das Umsatzsteuerprivileg

der Deutschen Post auslaufen.

Damit werden zwei wichtige

Wettbewerbsschranken gefallen sein.

Experten erwarten

eine spürbare Belebung des bis

dato nur formal liberalisierten

Postmarktes. Versender haben

dann mehr denn je die Wahl, sich

für den jeweils besten Anbieter zu

entscheiden.

Wirtschaftsblatt 2/10

Verkehr & Logistik TNT Post

G

rößter Herausforderer auf dem

Postmarkt ist TNT Post. Professionell,

effektiv und effizient sorgt

der private Anbieter für die passende

Brieflogistik anspruchsvoller Geschäftskunden

und des öffentlichen Sektors.

TNT Post versteht sich nicht als „Versandabwickler“,

sondern als Berater mit

einem Leistungsspektrum, das jedem Bedürfnis

individuell gerecht wird.

Der Spezialist für

große Volumina

Innerhalb des Unternehmens ist die

TNT Post GmbH & Co. KG der Spezialist

für Geschäftskunden mit hohen, industriell

gefertigten Sendungsmengen, deren

Versand bundesweit über das eigene

Netz sowie über Netzwerkpartner in ganz

Deutschland realisiert wird. Mit hoher

Branchenkompetenz entwickeln persönliche

Berater kundenindividuelle und

komplexe Projekte entlang der gesamten

Wertschöpfungskette − bei Bedarf in Ko-

operation mit Agenturen, Lettershops und

Druckereien. Mit Hilfe eines ausgefeilten

Qualitätsmanagements nach der Six Sigma

Methode misst TNT Post die gesamte

Prozesskette und erfüllt nach DIN ISO

9001 eine konstant hohe Qualität.

Der Spezialist für

die regionale Zustellung

Einer der rund 130 Netzwerkpartner

ist TNT Post Regioservice mit eigenen Zustellstrukturen

für regionale Sendungen.

Dabei ist die Preisstruktur einfach und

transparent: Es zählen die Formate C6,

C5 und C4, die unabhängig vom Gewicht

bis 1.000 Gramm berechnet werden. Liegt

das Volumen bei mehr als 50 Sendungen

pro Abholung, kommt TNT Post Regioservice

zum abgestimmten Termin und

übernimmt die Post schon beim Kunden

kostenlos. Auch das Frankieren, auf

Wunsch mit eigenem Klischee, übernimmt

der Briefdienstleister. Jedes Angebot wird

individuell ausgearbeitet, was mitunter


Anzeige TNT Post

61

attraktive Rabatte ermöglicht. Das Porto

wird im Nachhinein berechnet und abgebucht.

Gezahlt wird also erst dann, wenn

die Dienstleistung erbracht ist.

Der Spezialist für die

Konsolidierung

Wer große Postmengen bundesweit

portooptimiert versenden möchte, ist bei

PostCon an der richtigen Adresse. Schon

heute vertrauen weit über 2.000 mittlere

und große Versender dem durchdachten

logistischen und technischen Netzwerk

an 14 Standorten in ganz Deutschland.

Als führender Briefkonsolidierer holt die

ISO-zertifizierte TNT Post-Tochter täglich

bundesweit Millionen Sendungen ab, verarbeitet

diese und liefert sie unverzüglich

gebündelt bei der Deutschen Post ein. Jeder

Kunde kann in seinem persönlichen

Bereich des PostCon-Onlineportals die

Sendungszahlen, Abholzeiten und Konditionen

einsehen. Das integrierte Tourentracking

zeigt die voraussichtliche Ankunftszeit

des PostCon-Fahrers. Sollten

einmal große Sondermengen versandt

werden oder Materialien wie Postkisten

oder Formulare fehlen: Das Kundenportal

bietet viele Optionen, die das Arbeiten

in der Poststelle erleichtert. Die erzielten

Rabatte für die Vorsortierung und Konfektionierung

gibt PostCon anteilsmäßig

an die Kunden weiter. Jahr für Jahr sind

dies viele Millionen Euro.

Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit

und Qualität

Postversand ist Vertrauenssache,

ganz klar. Gerade bei wichtigen Dokumenten,

Rechnungen, Mahnungen und

Fristsachen ist eine zuverlässige Zustellung

unabdingbar. Deshalb kontrolliert

TNT Post den gesamten Ablauf, setzt

auf modernste Technik und beschäftigt

qualifizierte Mitarbeiter. Sollte ein Brief

einmal nicht zustellbar sein, so kommt

dieser mit dem Grund und – so weit möglich

– mit der ermittelten Adresse an den

Versender zurück.

Klimaneutral versenden

Wer Briefsendungen klimaneutral

verschicken will, der kann dies natürlich

auch mit TNT Post tun. ‚100! ProKlima’

heißt die Versandoption. Dabei weist TNT

Post pro Brief den jeweiligen ‚Klima-Obolus’

aus. Mit diesem Aufschlag werden

die CO -Emissionen, die von der Ein- bis

2

zur Auslieferung entstehen und im CO - 2

Footprint dokumentiert sind, kompensiert.

Das getrennt verbuchte Geld wird

in zertifizierte internationale Klima- und

Umweltschutzprojekte investiert.

Service ist Nähe

Die Empfehlung, welche Optionen die

jeweils besten für den individuellen Bedarf

sind, übernehmen qualifizierte Kundenberater.

Dabei gibt es bei TNT Post

weder eine anonyme Hotline noch lange

Warteschleifen oder starre Öffnungszeiten.

Die Spezialisten kommen selbstverständlich

unverbindlich und kostenlos

ins Haus. So individuell diese und viele

weitere Leistungen von TNT Post aber

auch sind, so sehr haben sie alle auch

einiges gemeinsam: Zuverlässigkeit, Premium-Qualität

sowie einen lösungsorientierten

Kundenservice. Und dies alles

zu einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das

sich sehen lassen kann.

Weitere Informationen unter

TNT Post: www.tntpost.de oder

Kundenservicenummer

0 18 05 / 8 68 76 78 *

PostCon: www.postcon.de oder

Kundenservicenummer

0 30 / 34 35 86 87

* (Anrufe 0,14 €/Minute aus dem deutschen

Festnetz. Abweichende Preise aus

Mobilfunknetzen möglich)

Wissenswertes zum C0 2 -neutralen Versand

auch auf www.100proklima.com

Wirtschaftsblatt 2/10


62 Verkehr & Logistik Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG

Servicemeister im

Superschwergewicht

Wenn der Servicetechniker von Hegenscheidt-MFD zum ersten Mal auf den Hof eines neuen Kunden

fährt, ist ihm jede Aufmerksamkeit gewiss. Das liegt aber nicht am eindrucksvollen siebenachsigen

Werkstattwagen, mit dem er unterwegs ist, sondern am 17 Tonnen schweren Inhalt. Sein Arbeitsgerät

ist das erste und einzige mobile Radsatzbearbeitungssystem der Welt.

Gemeinsam mit den 400 Fachkräften von Hegenscheidt-MFD sorgen die Geschäftsführer John

Naumann (l.) und Dr. Winfried Büdenbender für sichere Bewegung im weltweiten Schienenverkehr


Anzeige Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG

63

M

it der MOBITURN, wie die

Bahntechnikspezialisten

aus Erkelenz ihr ingenieurtechnisches

Wunderwerk

getauft haben, reagierte Hegenscheidt-

MFD früh, mutig und intelligent auf eine

wachsende und sich dabei verändernde

Bahnlandschaft in Europa. Neben den

nationalen Bahngesellschaften entstehen

aktuell fast überall neue Betreibergesellschaften.

„Allein in Deutschland

gibt es auf den nationalen und regionalen

Streckennetzen schon über 200 kleine

und mittlere Anbieter“, erläutern die Geschäftsführer

Dr. Winfried Büdenbender

und John Naumann. Sie alle müssen ihre

Schienenfahrzeuge regelmäßig warten

und dabei gleichzeitig ihre Kosten im Blick

behalten. Vor allem die Reparatur und Reprofilierung

von Laufrädern und Bremsscheiben

war für kleinere Gesellschaften

lange ein kaum zu optimierender Kostenblock.

„Eine eigene, stationäre Radsatzdrehmaschine

rechnet sich für Betreiber

mit nur wenigen Fahrzeugen kaum, da die

Bearbeitungsmaschine nicht ausgelastet

werden kann“, erklärt John Naumann, der

die Inhaberfamilie in der Unternehmensführung

vertritt. Bis Hegenscheidt-MFD

mit der MOBITURN zum großen Wurf

ansetzte, mussten die neuen Marktteilnehmer

die unverzichtbaren Wartungen

in den Ausbesserungswerken der großen

Bahngesellschaften durchführen lassen

und dabei teure Ausfallzeiten billigend in

Kauf nehmen. Vielfach mussten die Radsätze

aus den Fahrzeugen demontiert und

per LKW zum nächsten Serviceprovider

transportiert werden.

Starkstromsteckdose genügt

Im ersten Radsatzbearbeitungssystem,

das zum Schienenfahrzeug kommt,

stecken mehrere Jahre Entwicklungsleistung

und das gesammelte Know-how der

Niles-Simmons-Hegenscheidt-Gruppe

(NSH-Group) mit Hauptsitz im sächsischen

Chemnitz. Im Jahr 2002 wagte man

sich mit dem revolutionären Konzept

erstmals auf den Markt. Mit der neuesten

Version der MOBITURN II ist man heute

auf alle Eventualitäten eingerichtet. „Wir

haben zum Beispiel die Einsatzzeiten der

Maschine weiter erhöhen können, indem

wir einen Spänebrecher mit Förderein-

Weltweit einzigartig: Die MOBITURN II

kommt per LKW zur Radsatzbearbeitung

richtung in das Fahrwerk der Maschine

integrierten, um die bei der Radsatzbearbeitung

anfallenden Späne über einen

längeren Zeitraum in einem angehängten

Container sammeln zu können“, erklärt

Dr. Winfried Büdenbender. MOBITURN

verfügt über ein Schienenfahrgestell mit

eigenem Antrieb, fährt unter die aufgeständerten

Schienenfahrzeuge und bearbeitet

einzelne Radsätze. Die Maschine

kann auch zwischen den Rädern montierte

Achsbremsscheiben oder Radbremsscheiben

in verschiedenen Konfigurationen

bearbeiten und verfügt über eine

autarke Versorgungsinfrastruktur. „Unsere

Techniker brauchen nur einen Starkstromanschluss

und können loslegen“,

verspricht der promovierte Maschinenbauer

denbender. Die Hegenscheidt-

MFD-Teams werden von den Kunden für

zwei Tage, eine Woche oder mehrere Monate

geordert. Neben drei Normalspur-

Anlagen haben die Erkelenzer auch eine

MOBITURN für Schmalspurbahnen im

Einsatz. Die deutlichen Einsparungen bei

der Radsatzreprofilierung im Vergleich zu

Argus-Auge sei wachsam

Weiter wachsende Verkehre, unterschiedliche

Gesellschaften und verschiedene

Schienenbesitzer sorgen zusammen

für neue Herausforderungen. Hegenscheidt-MFD

antwortet darauf mit dem

Radsatz-Diagnosesystem ARGUS. Die

Inspektions- und Prüfeinrichtung kann

alle Räder eines Zuges im Durchfahrbetrieb

vollautomatisch kontrollieren. Der

Vorteil: Der Zustand jedes Radsatzes wird

kontinuierlich überwacht, jedes Fahrzeug

identifiziert, Prüfergebnisse werden gespeichert

und erlauben die Abbildung

von Verschleißcharakteristika. Sicher-

konventionellen Unterflurradsatzdrehmaschinen

sind ein kaum zu schlagendes

Argument; die Nachfrage wächst.

Generell wollen Naumann und Büdenbender

ihre Dienstleistungssparte weiter

ausbauen. „Wir investieren, um Hegenscheidt-MFD

zur Servicemarke für Sicherheit

und Laufkomfort auszubauen.“ Die

Zukunft gehört eben der Schiene, weltweit

werden Milliarden in neue Strecken

und neue Züge investiert. Außerdem rücken

mehrere 100.000 Güterwaggons ins

Visier von Streckeninhabern und Anrainern.

Wer die Lärmemissionen im Bahnverkehr

senken will, muss vor allem die

Qualität der Radsätze im Gütertransport

verbessern. Die passenden MOBITURN-

Radsatzbearbeitungssysteme können unkompliziert

in Erkelenz gebucht werden.

Hegenscheidt-MFD GmbH & Co. KG

Hegenscheidt Platz

41812 Erkelenz

Tel.: 0 24 31 / 86-0

hegenscheidt.mfd@nshgroup.com

www.hegenscheidtmfd.de

heitsrelevante Erkenntnisse lösen sofortige

Reparaturreaktionen aus. Mit dem

ARGUS erhalten Bahnbetreiber die Voraussetzungen

für eine optimierte Instandhaltungsstrategie.

Das Ergebnis: Mehr Sicherheit

bei sinkenden Kosten innerhalb

des Nutzungszyklus‘ eines Radsatzes.

Wirtschaftsblatt 2/10


64

Die Besten für drunter

Wer hoch hinaus will,

braucht erst einmal eine

belastbare Grundlage. Auf

diesem so einfachen wie

unveränderlichen Baugesetz

basiert der anhaltende

Erfolg der Spezialisten von

Brückner Grundbau aus

Essen. Sie haben sich mit

hohem Engagement und

zweifelsfreier Expertise

in der Spitzengruppe der

europäischen Spezialtiefbauer

festgegraben.

D

ie Ingenieure, Poliere, Bau-

und Projektleiter von Brückner

Grundbau kann man

kaum mehr aus der Ruhe

bringen. Als erfahrene Problemlöser sind

sie es gewohnt, nicht mit letzter Sicherheit

zu wissen, was auf sie zukommt,

wenn sie ein Baufeld aufbrechen. Doch

egal, was sie im Boden erwartet, das Ziel

ist stets klar definiert: „Wir schaffen die

Basis“, garantiert der geschäftsführende

Gesellschafter von Brückner Grundbau,

Dr. Michael Knöfel. Der Satz passt so genau,

dass ihn die Essener zu ihrem Firmenslogan

gemacht haben.

Allein unter Giganten

Brückner Grundbau ist seit 1997 wieder

ein Familienunternehmen. Zuvor

war die 1918 gegründete Firma 25 Jah-

Wirtschaftsblatt 2/10

Verkehr & Logistik Brückner Grundbau GmbH

Auch beim Düsseldorfer Prestigeprojekt

Kö-Bogen erstellen die Spezialtiefbauer

von Florian Knöfel (l.) und Ralf Hölscher

eine schlüsselfertige Baugrube

re lang Teil eines Baukonzerns. Heute

spielt man quasi als einziger unabhängiger

Dienstleister in einer Liga mit börsennotierten

Unternehmen. „Seit der

Übernahme bestimmen wieder mittelständische

Tugenden das Handeln unserer

252 Mitarbeiter. Unsere Auftraggeber

profitieren von kurzen Entscheidungswegen,

fokussierter Kundenorientierung

und dem verantwortungsbewussten

Streben nach Wirtschaftlichkeit“,

verspricht Michael Knöfel. Der Unternehmer,

der sich als Vorsitzender der

deutschen Spezialtiefbauunternehmen

im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

für seine Disziplin engagiert, hat

bereits die Weichen für einen optimalen

Nachfolgeprozess gestellt. Beide Inhaberfamilien

haben einen Vertreter der

kommenden Unternehmergeneration in

die Geschäftsführung integriert. Der Di-

plom-Kaufmann Ralf Hölscher hat kaufmännische

und der Diplom-Ingenieur

Florian Knöfel technische Verantwortung

übernommen.

Konzentrierte Kompetenz

Im vergangenen Jahrzehnt ist Brückner

Grundbau überproportional gewachsen.

In Deutschland gibt es neben dem

Hauptsitz in Essen eine Niederlassung in

Dresden und Vertriebsbüros in Hamburg,

München und in Werder bei Berlin. Über

Zukäufe, die Gründung von Dependancen

in Österreich und Polen sowie Joint Ventures

in den Niederlanden, Dänemark und

Schweden hat man darüber hinaus den eigenen

Aktionsradius massiv ausgeweitet.

Im Wettbewerb positioniert man sich als

Full­Liner im Spezialtiefbau mit Komplettleistungen

für die schlüsselfertige Bau-


Anzeige Brückner Grundbau GmbH

65

grube. Brückner Grundbau übernimmt

dabei entsprechend der geologischen,

örtlichen und planerischen Gegebenheiten

und Vorgaben die individuelle Vorbereitung

der kompletten Baufläche. Die

Teams vermessen die Flächen, entsorgen

Aushub, sanieren Altlasten, fertigen

Gutachten, fahnden nach Kampfmitteln,

sichern Denkmäler und archäologische

Funde, erstellen Wasserhaltungskonzepte,

managen Genehmigungsprozesse,

entfernen Baureste oder unterfangen

Nachbarhäuser. Sie sind fachlich auf alle

Eventualitäten vorbereitet. „Mit Bautiefen

von bis zu 65 Metern und der Herstellung

wasserdichter Baugruben bestehend

aus Schlitzwänden, Verankerungen und

Sohlen operieren wir häufig an den Grenzen

des technisch Machbaren“, erläutert

Florian Knöfel. Brückner Grundbau hält

mehrere Verfahrenspatente und hat ein

eigenes technisches Büro zur Entwicklung

von Sonderlösungen.

Groß und kräftig

Der zentrale Bauhof von Brückner

befindet sich in Haren im niedersächsischen

Emsland. Hier wartet ein 40 Millionen

Euro teurer Maschinenpark auf

neue Aufgaben. „Im Firmenbesitz befinden

sich unter anderem 14 Seilbagger

zum Ausschachten von Schlitzwänden,

13 Großdrehbohranlagen zur Herstellung

von Gründungspfählen, 15 Ankergeräte,

mit denen Befestigungselemente bis

zu 40 Meter seitlich in den Untergrund

gebohrt werden können und eine gigantische

Schlitzwandfräse“, fasst Ralf Hölscher

zusammen. Technisch bleibt bei

diesem Anlagenrepertoire keine Frage

unbeantwortet.

Überzeugende Leistungen

Das markante Logo von Brückner

Grundbau weist den Weg zu aufregenden

Bauprojekten. Die Essener haben zum

Beispiel die Baugrube für den Neubau

der künftigen E.ON Ruhrgas-Zentrale in

Essen erstellt, sie waren am Bau der Tiefgaragen

am Berliner Alexander Platz beteiligt

und haben an der Anbindung des

Hauptbahnhofs im schwedischen Malmö

an die Öresundbrücke mitgearbeitet.

Am Düsseldorfer Flughafen hat Brückner

Im belgischen Profondeville hat Brückner

Grundbau im Fluss Meusel mehrere Dalben

zur Befestigung von Schiffen gesetzt

Direkt am Rheinufer erstellte Brückner Grundbau die Baugrube

für die Cologne Oval Offices, zwei amöbenförmige Gebäude mit

zusammen 30.000 Quadratmeter Bürofläche

Grundbau das Baufeld für das neue achtstöckige

Mietwagenzentrum vorbereitet.

Weil unter dem Parkhaus irgendwann

die U-Bahn zum Flughafen fahren soll,

wurde als Vorabmaßnahme beidseitig

der Tunnelstrecke eine Schlitzwand als

Gründung und Trassensicherung geplant

und ausgeführt. Allein im vergangenen

Jahr realisierten die Spezialisten

von Brückner Grundbau 23 Projekte. Jede

Maßnahme wird lückenlos dokumentiert;

Qualitätssicherung ist absolut unerlässlich

– und dass nicht nur, damit

man auch in Jahrzehnten noch erkennen

kann, wer für die belastbare Grundlage

eines Bauwerks oder einer Infrastrukturmaßnahme

gesorgt hat.

Brückner Grundbau GmbH

Am Lichtbogen 8

45141 Essen

Tel.: 0201 / 31 08-0

Fax: 0201 / 31 08-290

zentrale@brueckner-grundbau.de

www.brueckner-grundbau.de

Wirtschaftsblatt 2/10


66

Das A und O in der Branche

Ein riesiges Räderwerk aus Speditions- und Logistikunternehmen hält die Warenströme

weltweit in Bewegung. Damit dabei ein Zahnrad exakt in das andere greift, bedarf es

intensiver Vorplanung. Namhafte deutsche wie internationale Unternehmen setzen deshalb

auf die Dienste der A & O Spedition GmbH aus Düsseldorf.

Mit allen Teilen der Welt vertraut: Das A & O-Team

Lucia Xiu-Woernle, Sascha Collinet, Justin Darmawan,

Wiebke Seegers und Tobias Esser (v. l.)

D

as Unternehmen wirbt nicht mit

gewaltigen Stückzahlen und

Tonnagen, sondern mit Qualitäten:

persönliche Betreuung, Verantwortung

und Sorgfalt bis ins kleinste Detail

sind die Maximen, mit denen man die

Kunden überzeugt. Und das unabhängig

davon, ob riesige Bohrgeräte aus Australien

über die Weltmeere transportiert

werden sollen, Bühnenbilder und Künstlerausrüstungen

per Luftfracht ans Ziel

gelangen oder Container mit Unterhaltungselektronik

punktgenau ausgeliefert

werden müssen. „Wir unterscheiden uns

von vielen Mitbewerbern unter anderem

dadurch, dass wir keine allgemeinen

Versprechungen machen, sondern klar

sagen, was geht“, erklärt Geschäftsführer

und Firmengründer Guido W. Zahn.

„Und wenn etwas nicht so funktioniert,

wie der Kunde es erhofft hatte, finden wir

eine Alternative.“

Wir sprechen international

Als Zahn kurz nach dem Fall des Eisernen

Vorhangs 1990 das Unternehmen

gründete, konnte er auf langjährige Branchenerfahrung

aufbauen. Von Beginn an

Wirtschaftsblatt 2/10

Verkehr & Logistik A & O Spedition GmbH

knüpfte er ein weltweites Netzwerk, das

heute das Rückgrat der Spedition bildet.

Mit Vertretungen in allen wichtigen

Wirtschaftsregionen Asiens, Osteuropas,

Mittelamerikas und Europas sorgt das

durch die Internationale Flug-Transport-

Vereinigung IATA zertifizierte Unternehmen

seit gut 20 Jahren dafür, dass Waren

zu Lande, zu Wasser und in der Luft optimal

befördert werden. „In dem Moment,

in dem wir einen Auftrag erhalten, denken

wir wie unsere Kunden: so, als wären

wir ihr eigenes internes Logistikbüro“,

beschreibt Zahn.

Sobald beispielsweise ein Auftrag für

einen Warentransport von China nach

Europa eingeht, übernimmt ein landeskundiger

A & O-Vertreter vor Ort die Betreuung.

„Wir nutzen die Landes- und

Sprachkenntnisse unseres Partners und

treten als eine Art Mittler auf“, so Zahn.

Damit erschöpft sich der Service jedoch

nicht: Von der Lademengenoptimierung

über die Bereitstellung sämtlicher Ausund

Einfuhrpapiere, die Einholung von

Genehmigungen bis zur Komissionierung

und Auslieferung der Waren reicht

das Full­Service-Angebot. Derzeit kümmern

sich sechs Mitarbeiter – darunter

Guido W. Zahn liebt

Herausforderungen

eine Auszubildende – um die internationalen

Aufträge. In Kürze wird ein siebter

Spezialist das Team verstärken.

Das Quentchen besser

„Jeder Kunde wird von einem unserer

Mitarbeiter in allen Phasen betreut“,

erklärt Zahn, der die Umsetzung vor Ort

häufig mit steuert. Als es darum ging,

Geräte eines Herstellers aus dem Voigtland

für den Flughafenbau in Dubai

über Hamburg in das arabische Land zu

transportieren, reiste Zahn immer wieder

an die Orte des Geschehens: „Damit

so etwas läuft, muss man präsent sein

– oft auch rund um die Uhr.“ An dieser

Philosophie hält der Geschäftsmann

seit seinem ersten Schritt in die Selbständigkeit

fest – ebenso wie an seinem

Leitsatz: „Ich möchte alles immer noch

etwas besser machen“.

A & O Spedition GmbH

Spichernstraße 35

40476 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 2 00 33 00-0

email@a-u-o.de

www.a-u-o.de

Anzeige


Anzeige GfO Logistic Consulting + Software GmbH

67

Sekundengenaue Materialflüsse

Setzt ein Uhrmacher in ein Werk ungeeignete Zahnrädchen ein, geht die Uhr falsch.

Genauso funktioniert ein innerbetriebliches Logistiksystem nicht zuverlässig, wenn es

nicht präzise geplant wird. Deshalb gilt in Erkrath: keine halben Sachen.

Wenn man als Unternehmer nach seinem Logistiksystem

buchstäblich die Uhr stellen kann, dann

ist es sein Geld wert. Leider kann das bei weitem

nicht jeder Unternehmer von sich behaupten, so die Erfahrung

von Rolf Waldmüller, Geschäftsführer und Gesellschafter der

Erkrather GfO Logistik Consulting & Software GmbH. „Oft werden

gerade in den innerbetrieblichen Materialflüssen und der

Lagerverwaltung Fehler gemacht, die meist erst nach Jahren

sichtbar werden und dann nur noch schwer korrigierbar sind.“

Häufigste Fehlerursache sei vor allem fehlende unabhängige

Beratung: „Viele setzen einseitig auf technische Lösungen, ohne

dass ein Systemvergleich und eine Systemauswahl durchgeführt

worden wären.“ Technik und Software seien aber nur ein

Aspekt der Logistik, mindestens ebenso wichtig sei es, sämtliche

betrieblichen Einflussfaktoren zu berücksichtigen. „Denn

jedes Unternehmen, das sich entwickelt, muss irgendwann seine

Logistik an die Entwicklung anpassen. Gut ist es dann, wenn

man vorausschauend geplant hat.“ Aus diesem Grund bildet

die herstellerunabhängige Beratung für das 1987 gegründete

Unternehmen heute den Schwerpunkt der Dienstleistungen.

Gemeinsam mit dem Engineering­Partner Gischarowski GmbH in

Ditzingen bei Stuttgart setzt GfO seit mehr als 20 Jahren innovative

Logistikprojekte mit modernster Technik um. Zusätzlich

entwickelt das Erkrather Unternehmen auch eigene softwaregestützte

Lagerverwaltungs- und Steuerungssysteme. Diese werden

individuell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten.

Für Schuhe und Tiefkühlkost

Im Vordergrund steht jedoch die konzeptionelle Beratung.

„Ohne geht es nicht. Aber sie amortisiert sich meist schon durch

die günstigeren Einkaufskonditionen nach einer Ausschreibung.“

Darüber hinaus profitiere der Kunde langfristig von

mehr Sicherheit: „Unsere Arbeit ist erst getan, wenn die gesamte

Anlage eine gewisse Zeit lang im regulären Betrieb bewiesen

hat, dass sie perfekt funktioniert“, betont der Geschäftsführer.

Doch auch danach bleibt GfO ein verlässlicher Service-Partner.

Auf diese Weise sind seit 1987 zahlreiche langfristige Kundenbeziehungen

entstanden. Etwa mit dem Pharmaunternehmen

Janssen Cilag in Neuss, dem Tiefkühlspezialitäten-Direktvertrieb

Bofrost oder dem Maschinenbauer Kolbus aus Rahden.

Heye Poppinga, EDV-Leiter des westfälischen Herstellers von

Buchbindereimaschinen, schwört auf GfO-Kompetenz: „Sicher

kann man versuchen, das Know-how für Lager- und Materialflußsysteme

im eigenen Haus aufzubauen – aber das rechnet

sich für uns nicht. Wir konzentrieren und auf unsere Produkte

und profitieren von der aktuellen Markt- und Systemkenntnis

von GfO.“ Am Ende werde nicht nur nachgerechnet, was eine

Lösung gekostet hat, sondern vor allem, wie nachhaltig sie

sich rentiert. Kein Wunder, dass Kunden, wie Kolbus oder der

Schuhhersteller Rieker, deshalb immer wieder auf die Lösungen

von GfO zurückkommen. Für das Schweizer Familienunternehmen

entwirft Waldmüller mit seinem Team in Erkrath derzeit

ein Logistikzentrum in der Slowakei. Es soll das im Jahr 2001

von Gischarowski und von GfO konzipierte Warenverteilungszentrum

des Qualitätsschuh-Herstellers für weiteres Wachstum

passend machen.

GfO Logistic Consulting + Software GmbH

Heinrich-Hertz-Straße 36 · 40699 Erkrath

Tel.: 02 11 / 9 25 06-0

info@gfo-logistics.de · www.gfo-logistics.de

Rolf Waldmüller (r.) und Mitarbeiter Robert

Schweers stimmen die Details eines Logistikprozesses

ab

Wirtschaftsblatt 2/10


68

IT-Lösungen

Software

aus der Wolke


Wenn die IT im Unternehmen nicht mehr mithalten kann, wird sie schnell zur

Produktivitätsbremse. In wenigen Bereichen wird das so deutlich wie in der

Logistik. Während Großunternehmen mit den neuesten und leistungsfähigsten

Warehouse-Management-Programmen aufrüsten, „exceln“ viele kleine und

mittlere Betriebe wie Sisyphos ums Überleben.

B

ei der Anpassung und Moderni-

sierung ihrer IT-Systeme stoßen

kleine und mittlere Unternehmen

schnell an ihre Grenzen: spätestens dann,

wenn alle Möglichkeiten des „klassischen“

IT­Outsourcings ausgeschöpft sind

und veraltete Software durch moderne

Anwendungen ersetzt werden müsste,

um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die

Kosten für die Aufrüstung der Arbeitsplätze

und die Pflege der Systeme überfordern

viele Unternehmen, da beispielsweise

Lizenzen für eine feste Anzahl von

Arbeitsplätzen gekauft werden müssten

– gleich, ob diese genutzt werden oder

nicht. Auf der Suche nach flexibleren

Lösungen entdecken IT-Verantwortliche

immer häufiger das „Cloud Computing“ für

sich. Es verspricht eine fast grenzenlose

Freiheit bei Anwendungen und Ressourcen.

Lange, bevor dieser Begriff in die „reale“

Geschäftswelt Einzug gehalten hat,

haben Cloud-Anwendungen wie Google

Apps, Gmail und andere die private Computernutzung

stark verändert: Mit ihnen

lassen sich Dokumente, E-Mails, Kalender

und Dateien von jedem Rechner mit

Internetzugang aus bearbeiten, mit anderen

Nutzern teilen und austauschen. Dafür

müssen außer einem Internet-Browser

keine Programme auf dem Rechner installiert

werden. Der weitreichende Ausbau

der Breitbandnetze in Deutschland

macht diese Anwendungen zunehmend

attraktiver – ein Arbeitsplatz ist da, wo

sich ein Laptop oder PC ins Internet einwählen

kann.

Im Gegensatz zu klassisch vermarkteten

Programmen sorgt bei der „Software

aus dem Netz“ der Service­Provider für die

nötige Infrastruktur zum Betrieb der Ap-

plikationen und kümmert sich neben der

Konfiguration auch um die Wartung und

Aktualisierung.

Apps fürs Office

Welche Möglichkeiten die Anwendungen

aus dem Internet schon heute

der Wirtschaft bieten, beweist gerade

der Schweizer Ringier Verlag. Das Unternehmen

will künftig auf Businesssoftware

von Microsoft verzichten und auf

webbasierte Tools von Google umsteigen.

Eine jährliche Kostenersparnis von einer

Million Schweizer Franken wird angestrebt.

Der Wandel hin zu webbasierten

Lösungen sei in Unternehmen nicht

mehr aufzuhalten, wird Ringier-Manager

Samuel Hügli im Handelsblatt zitiert.

Die Umstellung auf die kostenpflichtige

Unternehmensversion der Google-Angebote

betrifft 8.000 Arbeitsplätze in zehn

Ländern.

Abgesehen von solchen Beispielen,

die noch Einzelfälle sind, bleibt das Thema

Cloud Computing für die meisten Unternehmen

in Deutschland eher abstrakt.

Das liegt auch an der schwierigen Begrifflichkeit.

„Viele wollen derzeit auf den fahrenden

Zug aufspringen, aber ich habe

noch nicht zwei Menschen getroffen, die

darunter das Gleiche verstehen“, wunderte

sich Andy Isherwood, Vice President

HP Software Support & Services. „Es gibt

eben sehr viele Definitionen der Wolke.“

Fachleute sprechen meist dann von

Cloud Computing, wenn eine oder mehrere

IT-Dienstleistungen, wie Speicher,

Rechenleistung, bestimmte Plattformen

oder Anwendersoftware skalierbar über

ein Netz angeboten werden. Dieses Netz

IT-Lösungen

kann ein Firmennetz oder eben das Internet

sein – wobei im letzteren Fall die Daten

praktisch über die ganze Welt verteilt

sein können.

„Darin liegt auch eines der großen

Akzeptanzprobleme des Begriffs ‚Cloud

Computing‘ und der damit verbundenen

Anwendungen“, meint Thomas

Nienaber, Geschäftsführer der Logata

GmbH. Das Bocholter IT-Unternehmen

entwickelt und vermarktet modernste

webbasierte Anwendungen für die Logistik.

Mit den angeschlossenen Unternehmen

Euregio Systemhaus und dem

Lanfer Systemhaus kann die Firma mehr

als 50 Jahre Expertise in der Logistik und

der IT sowie unabhängige Rechenzentren

in der Metropole Ruhr aufbieten.

Logata entwickelt und vermarktet

„Software as a Service“ (SaaS) für Logistiker,

ein Konzept, bei dem Anwendungen

über das Internet bereitgestellt werden,

die bisher nur als Kauf-Software zu haben

waren. „Wir setzen mit unseren

webbasierten Anwendungen für die Logistikbranche

auf den Erfahrungen und

Ressourcen dieser Systemhäuser auf. Mit

unseren Rechenzentren können wir zudem

unseren Kunden garantieren, dass

ihre Daten und Anwendungen nicht in

Rechenzentren rund um den Globus verteilt

werden“, so Nienaber. „Deshalb spreche

ich bei unseren Diensten nicht von

Cloud Computing sondern von Software as

a Service.“

Logistiker aus dem Netz

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut

für Materialfluss und Logistik IML

in Dortmund hat Logata ein offenes

69

Wirtschaftsblatt 2/10


70

IT-Lösungen

Warehouse­Management­System (myWMS)

für kleine und mittlere Unternehmen

entwickelt. Es bietet ähnliche Funktionalitäten

wie der Marktführer aus Walldorf,

aber heruntergebrochen auf die Bedürfnisse

kleiner und mittlerer Unternehmen,

so Nienaber: „Jeder, der etwas herstellt,

hat auch Logistik zu bedienen, und diese

Unternehmen sind unsere Zielgruppe.“

Das Besondere am Logata-Konzept

ist, dass dieses WM-System vollständig

webbasiert als „Software as a Service“ angeboten

wird. Der Nutzer benötigt nichts

weiter als internetfähige Arbeitsplatzrechner.

Im Mittelpunkt steht das WM-

System, um das herum Logata nach und

nach weitere webbasierte Programme für

das Dokumentenmanagement, digitale

Schnittstellen zur Anbindung der Kunden

und weitere Anwenderprogramme

anbietet. „Wir stehen in Verbindung mit

ERP-Entwicklern, um auch Anwendungen

wie die Finanzbuchhaltung einzubeziehen.“

Andere nützliche Programme, etwa

zur Verpackungsoptimierung, ergänzen

künftig das Sortiment im Daten-Warenhaus.

Auch eigene Office-Programme sollen

Kunden später auf dem Logata-Server

installieren können. Möglich macht dies

die „Open­Source“-Architektur des Systems,

die es anderen Entwicklern erlaubt,

Anwendungen für die Plattform zu

entwickeln. „Wollten kleinere Unternehmen

alle diese Komponenten selbst am

Markt kaufen, um wettbewerbsfähig zu

bleiben, wäre das für sie kaum bezahlbar“,

meint Nienaber. „So aber zahlen sie

nur für das, was sie nutzen.“

Den größten Vorteil der Software aus

dem Netz sehen Experten denn auch in

der unbegrenzten Skalierbarkeit der Kapazitäten.

Thomas Nienaber erwartet,

dass schon bald Bezahlmodelle wie „Payper­use“

verfügbar sein werden. Dann

können Unternehmen, die beispielsweise

Saisonartikel herstellen, in der heißen

Phase ihre WMS-Kapazitäten mühelos

hochfahren, während sie nach der Saison

wieder reduziert werden.

Mehr Sicherheit als auf dem

Firmennetz

Obwohl Vorteile, wie die Skalierbarkeit

und der Wegfall der Systempflege,

für die Modelle sprechen, bleibt die

Wirtschaftsblatt 2/10

Skepsis hierzulande groß. Experten wie

Thomas Nienaber halten dagegen, dass

wichtige Firmendaten auf dem externen

Server sicherer sind als auf kleinen

Firmennetzen: „Kaum ein Mittelständler

kann so viel Aufwand zur Sicherung

seiner Daten betreiben, wie wir es in den

eigenen Rechenzentren tun. Das Problem

besteht also eher im Loslassen können.“

Diese Sichtweise teilen auch die Sicherheitsexperten

beim Bonner Bundesamt

für Sicherheit in der Informationstechnik

(BSI). Gerade für kleine

und mittlere Unternehmen könne Cloud

Computing mit hohen Sicherheitsvorkehrungen

durchaus eine gute Alternative

zu einer Inhouse-Lösung sein, bei der die

Informationssicherheit durch das Unternehmen

selbst geleistet werden muss“,

heißt es in einer aktuellen Einschätzung

des BSI. „Eine zentral gemanagte Informationssicherheit,

wie sie Cloud Computing

bieten will, hat Vorteile, wenn dies

von professionellen Sicherheitsexperten

durchgeführt wird. Insbesondere bietet

Cloud Computing interessante Ansätze

zur Gewährleistung der Verfügbarkeit

von Anwendungen.“ Das BSI rät den

Unternehmen, sich ihre Sicherheitsansprüche

einschließlich eines Revisionsrechtes

vom Betreiber vertraglich

zusichern zu lassen. „Können die Datenschutz-

und erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen

nicht nachgewiesen

werden, ist die Nutzung von Cloud Computing

einer Risikoabwägung zu unterziehen“,

so das BSI.

Evolution und Vision

Einen Wettbewerbsvorteil gerade

für kleine und neugegründete Unternehmen,

die Ideen ohne große Investitionen

schnell und professionell via

Internet umsetzen wollen, sieht Martin

Jetter, Präsidiumsmitglied des Branchenverbandes

BITKOM, in den Services:

„Cloud Computing ist Evolution und

Vision in einem: Die Kombination aus

bekannten Technologien und neuen

Konzepten bietet völlig neue Möglichkeiten.“

Das internationale Research- und

Beratungsunternehmen Gartner Inc.

erwartet, dass der weltweite Markt für

Cloud Computing bis 2013 auf über 150

Thomas Nienaber

Milliarden US-Dollar steigen wird. In

Deutschland verläuft die Entwicklung

noch zurückhaltend. Beim BITKOM

schätzt man, dass gerade einmal sieben

Prozent der Unternehmen mit mehr als

100 Mitarbeitern Cloud­Services nutzen.

Dagegen kommt eine kürzlich veröffentlichte

Studie von Kelton Research

zu dem Ergebnis, dass 53 Prozent der

deutschen Unternehmen bereits Erfahrungen

mit SaaS-Technologien gesammelt

haben. In englischsprachigen

Ländern wie Großbritannien, USA und

Australien sind es 66 Prozent der Unternehmen.

Die Studie deckt allerdings auch auf,

dass die Erwartungen vieler Anwender

nicht immer hundertprozentig erfüllt

wurden. So stuften in Deutschland zwar

mehr als 80 Prozent (weltweit mehr als

90 Prozent) die Implementierung von

SaaS-Lösungen im eigenen Unternehmen

als erfolgreich ein. Gleichzeitig erklärten

jedoch mehr als 40 Prozent (weltweit

35 Prozent), dass sie die Vorteile genauer

prüfen und mehr Wert auf mögliche

Kostenvorteile legen würden, wenn sie

nochmals vor der Entscheidung stünden.

Dennoch wollen 64 Prozent der hiesigen

IT-Verantwortlichen (weltweit 62 Prozent)

ihre SaaS-Aktivitäten künftig ausweiten.


72

Familienunternehmen

Was lange währt,

bleibt weiter gut

Die Familienunternehmen sind das Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft:

Klare Werte, zukunftsoffen, erfolgsbewusst. Doch gilt es für sie in der Zukunft,

drei Hürden zu nehmen.

Von Andreas Thomas

© Lev Dolgatsjov - Fotolia.com


Da ist noch sehr viel Entwicklungs-

potential“. So grundsätzlich opti-

mistisch bewertet die Prüfungs-

und Beratungsgesellschaft Ernst & Young

die Zukunftsaussichten der deutschen

Familienunternehmen. Mindestens auf

den ersten Blick sind diese in der Tat

eine wirtschaftliche Großmacht. Denn

immerhin sind rund 95 Prozent aller 3,2

Millionen Firmen hierzulande in Familienbesitz.

Sie erzielen mit 1,9 Billionen

Euro im Jahr rund 42 Prozent aller Umsätze

und stellen sogar 57 Prozent der sozialversicherungspflichtigenBeschäftigten.

Wie sehr sie mit ihrer Dynamik der

Motor für Wachstum und Beschäftigung

in Deutschland sind, zeigt ein direkter

Vergleich: die 500 größten Familienunternehmen

haben in den letzen Jahren

ihre inländischen Belegschaften um

rund zehn Prozent aufgestockt, während

die 30 führenden Dax-Unternehmen Personal

abgebaut haben.

Nachfolgesorgen auf

dem Chefsessel

Doch die Erfolgsstory könnte ins Stokken

geraten. Insbesondere drei zentrale

Probleme fordern die keineswegs heile

Welt der Familienunternehmen heraus

und entscheiden über ihren Erfolg auch

in Zukunft.

Hürde 1: Führungsnachwuchs Vielfach

drücken Nachwuchssorgen und ungelöste

Führungsprobleme. Ein Drittel der

meist mittelständischen Betriebe steht

in den kommenden fünf Jahren vor einer

Nachfolgeregelung für den Chefsessel.

Schon heute sitzen dort im Top-Management

zu 40 Prozent familienfremde

Führungsköpfe. Tendenz steigend. Damit

wächst auch das Konfliktpotential. Wolf

Kempert, Geschäftsführer der Gesellschaft

für Unternehmensnachfolge und

Unternehmensführung in Berlin, kennt

dieses Problem. Er hat schon mehr als

hundert dieser Unternehmen beim Generationswechsel

geholfen. Er sagt: „Da

droht ein großes wirtschaftliches Risiko.

Denn fast jedem zehnten Familienbetrieb

gelingt weder eine Nachfolgelösung noch

ein Verkauf. Als Ergebnis sind Arbeitsplätze

gefährdet, Wissen geht verloren,

Kapital wird vernichtet“.

Aber auch auf der erweiterten Führungsebene

wird der Kampf um die besten

unternehmerischen Köpfe immer

härter, hat der Münchner Personalberater

Andreas Föller beobachtet. Er unterstützt

Familienunternehmen erfolgreich

bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern

für das Top-Management und berät

bei strategischen Stellenbesetzungen.

Seine Analyse lautet: „Neben der Knappheit

an Kapital wird die Gewinnung

wichtiger personeller Ressourcen zur

entscheidenden Überlebensfrage für viele.“

Doch da stehen Familienunternehmer

nach seinen Beobachtungen keineswegs

so schlecht da – wenn sie es nur richtig

angehen. „Denn waren früher Themen

wie Einkommen, Internationalität, Führungsverantwortung

für möglichst viele

Mitarbeiter die entscheidenden Karriereaspekte,

so spielt für potentielle Bewerber

heute neben Work­/Lifetime­Balance

vor allem das Thema Kultur und Werte

und auch das Wohn- und Freizeitumfeld

eine zunehmend starke Rolle“, sagt der

Personalprofi.

Chance gegen Großkonzerne im

Kampf um die besten Köpfe

Genau hier haben Familienunternehmen

eine echte Chance, im Wettbewerb

mit den Großkonzernen die High Potentials

abzugreifen, wenn sie ihre Vorteile

offensiv herausstellen.

Hürde 2: Werte leben Die Pflege ihrer spezifischen

Unternehmenskultur und ihrer

unternehmerischen Stärken ist somit der

zweite wichtige Baustein für die Zukunft.

Familienunternehmen gelten vielfach

als glaubwürdiger, bescheidener und

ehrlicher als anonyme Großkonzerne,

hat zum Beispiel eine Studie der Stiftung

Familienunternehmen ergeben. Auch

werden sie als „krisenfester“ als andere

Wirtschaftszweige wahrgenommen,

überzeugen durch effizientere Strukturen,

ein besseres betriebliches Klima.

„Aber“, so hat der Bonner Wirtschaftsforscher

Gregor Schönborn herausgefunden,

diese Erfolgsfaktoren müssen immer

wieder aktiv erarbeitet werden, um auch

wirksam zu sein: „die Berufung auf die

Tradition alleine reicht nicht“. Sein zehn

Jahren berät er mit seinem Projektteam

Familienunternehmen

von Deep White Unternehmen und Institutionen

in Fragen der Unternehmensund

Wertekultur. Seine Analysen haben

überraschend klar den direkten Zusammenhang

von Wertekultur und Unternehmenserfolg

nachgewiesen. „Aber

noch längst nicht in allen Köpfen ist dies

auch so angekommen“, mahnt er. Deshalb

lautet seine Forderung:: „Führung

durch Werte muss als zentrales Unternehmensprinzip

verankert und täglich

neu gelebt werden“.

„Großes Potential für

interessante Geschichten“

Hürde 3: Aktive Kommunikation Ein oft

vernachlässigter dritter strategischer

Ansatz muss für die Zukunftssicherung

jedoch noch hinzukommen: Aktive Kommunikation.

Denn die Studie der Stiftung

Familienunternehmen hat auch zu Tage

gefördert: Familienunternehmen zeigen

zu wenig öffentliches Selbstbewusstsein.

Ihre Forderungen und Belange werden zu

wenig wahrgenommen. Deshalb mangelt

es ihnen auch oftmals an breiter Unterstützung,

wenn es darauf ankommt.

„Dabei bieten doch gerade Familienunternehmen

ein großes Potential für interessante

Geschichten“, sagt der Berliner

Jörg Nolte, der mit seinem Expertenteam

von rw konzept solche Unternehmen medial

insbesondere bei Restrukturierungen

begleitet. Seine Forderung bringt er

auf den Punkt: „Medienarbeit ist ebenso

elementar wie ein solider Businessplan,

gutes Marketing, Investitionen in Forschung

und Entwicklung oder intelligente

Personalentwicklung“. Der Profi

beobachtet allerdings eine Trendwende

zum Besseren: „Noch vor Jahren haben

Familienunternehmen ihre Leistungen

und Erfolge lieber versteckt. Heute

entdecken sie jedoch immer deutlicher

Kommunikationsfähgikeit als wichtigen

Wettbewerbsfaktor. Offen und modern

auftretende Familieunternehmer sind als

Gesprächspartner in der Politik, der Gesellschaft,

den Medien durchaus gesucht

und geschätzt“.

Familienunternehmen, richtig aufgestellt,

haben also ihre guten Zeiten

durchaus noch vor sich. Vorausgesetzt,

sie achten auf die Stolpersteine!

73

Wirtschaftsblatt 2/10


74

Warum uns die

Familienunternehmen

aus der Krise führen

Krise hin, Krise her – eine Frau wie Nicola Leibinger-Kammüller hat ihre Prinzipien.

Auch für ihr Unternehmen, den weltgrößten Hersteller für Werkzeugmaschinen,

Trumpf, sei die Lage schwer. Schwerer sogar, als alle vermutet hätten. „Aber deshalb

stecken wir doch nicht den Kopf in den Sand“, sagt die zarte Unternehmerin mit den

großen, dunklen Augen trotzig.

Von Dr. Inga Michler

Es gibt Werte, die sind für Unternehmer

wie Nicola Leibinger-

Kammüller unverrückbar. Verlässlichkeit

und Nachhaltigkeit

gehören dazu, genauso wie Verantwortung

für die Mitarbeiter. Natürlich werde

Trumpf auch weiterhin junge Leute

ausbilden und einstellen. „So geht es ja

nicht“, befindet die Chefin. „Dass wir sie

nicht übernehmen, wenn sie fertig ausgebildet

sind, nur weil wir gerade mal in

der Krise sind.“

Viele Familienunternehmer im Land

leben solche Werte, auch in der Krise. Das

macht sie gerade in diesen Zeiten zum

Vorbild, sogar für so manchen Konzernmanager.

Im Wettbewerb der Systeme –

Familien versus Börse – haben deutsche

Familienunternehmen nicht nur ihren

Platz behauptet. Sie haben einen Wertewandel

angestoßen und sind dabei,

ein neues Wertesystem für die gesamte

Wirtschaft zu prägen.

Von wegen aussterbende Spezies

Über Jahrzehnte waren es die Großkonzerne,

die das unternehmerische

Wirtschaftsblatt 2/10

Familienunternehmen

Wertesystem dominierten. Sie gaben die

neuen Trends vor, vom Kult der Veränderung

über die Begeisterung für Fusionen

und Größe bis hin zum Primat der

Effizienz über alte Loyalitäten zu Standorten

und Mitarbeitern. Doch Fälle von

Korruption und Misswirtschaft in Konzernen

haben das Vertrauen von Kunden

und Mitarbeitern in deren Werte angekratzt.

Skandale um Konzernvorstände

wie den Postchef Klaus Zumwinkel, der

Steuern hinterzog, trübten es weiter.

Und die Finanzkrise, die über Nacht Milliardenwerte

an den Börsen vernichtete,

stürzte den Kapitalismus aktueller Prägung

endgültig in die Krise.

Ausgerechnet die Familienunternehmen,

von Börsenfans einst als aussterbende

Spezies belächelt, weisen nun

den Weg aus der Vertrauenskrise. Rund

10.000 Unternehmen in Deutschland, die

mehr als 50 Millionen Euro im Jahr umsetzen,

finden sich in der Wirtschaftsblatt-

Empfängerdatenbank. Die große Mehrheit

dieses „gehobenen Mittelstands“ ist

in Familienbesitz. Kein anderes Land der

Welt hat einen so starken, exportorientierten

Mittelstand. Kaum sonst irgend-

wo ruht der volkswirtschaftliche Erfolg

auf so vielen kräftigen Schultern.

Es sind Unternehmen wie der Hausgerätehersteller

Miele aus Gütersloh, der

Werkzeugmaschinenbauer Trumpf aus

dem schwäbischen Ditzingen oder der

Produzent von High­Tech-Prothesen, Otto

Bock aus dem niedersächsischen Duderstadt,

die das Land besonders machen.

Sie sind wirtschaftlich so stark, dass sie

auch vorübergehende Auftragseinbrüche

verkraften.

Heimeligkeit hat ihren Wert

In der neuen Wirtschaftswelt ändert

sich zuallererst die Perspektive: Der Blick

wird weiter, langfristiger. Spätestens die

internationale Finanzkrise hat gelehrt,

dass Shareholder­Value, gespiegelt im täglichen

Auf und Ab der Börsenkurse, nicht

alles ist. Wirtschaftsführer der Zukunft

denken in Jahren und Jahrzehnten, manche

sogar in Generationen. Erfolgreiche

Unternehmen müssen künftig mehr

denn je verlässliche Partner sein, für ihre

Kunden, für ihre Zulieferer, aber auch

für ihre Mitarbeiter.


Viele Topmanager in Börsenkonzernen

wagten in der Vergangenheit eine

zu riskante Unternehmensstrategie.

Das macht nicht zuletzt der Fall des

Karstadt-Quelle-Konzerns deutlich, den

angestellte Manager unter den Augen

der ahnungslosen Mehrheitseignerin

Madeleine Schickedanz sukzessive herunter

wirtschafteten. Die Manager hatten

im besten Fall Ruhm und hohe Boni

zu gewinnen, im schlechtesten Fall

aber nur ihren Job zu verlieren.

Die Zeiten des Hire and Fire gehen ihrem

Ende zu. Angesichts des immer dramatischeren

Fachkräftemangels können

es sich Firmen schon bald gar nicht

mehr leisten, ihre Mitarbeiter vor allem

als Kostenfaktoren zu betrachten. Sie

werden zwangsläufig loyaler, nicht nur

zu ihren Beschäftigten, sondern auch

zu ihren Standorten. Denn qualifizierte

Mitarbeiter bleiben, aller Gegenrede

zum Trotz, an Orte gebunden. Standorte

rund um den Globus sind eben nicht

austauschbar. Heimeligkeit hat Wert.

Sie schafft Vertrauen, zeigt Kontinuität.

Vielen Familienunternehmern war das

lange bekannt.

„Historie ist nicht verlagerbar“

Zum Beispiel dem Türenbauer Karl-

Rudolf Mankel. In dritter Generation

formte er aus dem Ennepetaler Spezialbetrieb

Dorma einen Weltmarktführer

für Glasfassaden und Türschließtechnik.

Er lieferte Türen für das Kanzleramt, das

Weiße Haus in Washington und das Luxushotel

Burj al Arab in Dubai. Ein großer

Teil der Produkte kommt bis heute aus

dem Stammwerk bei Wuppertal. Ginge

es allein nach den Kosten, wäre die Produktion

schon vor Jahren nach Singapur

verlagert worden. Das hätte Millionen

eingespart, ergab die interne Kalkulation.

Doch der Eigentümer befand: „Historie

ist nicht verlagerbar“.

Die Mitarbeiter danken der Familie

Mankel diese Einstellung mit großer Loyalität.

Umfragen zufolge können sich

über 90 Prozent von ihnen vorstellen,

bis zur Rente bei Dorma zu bleiben. Das

ist ein Spitzenwohlfühlwert, der sich für

die Firma auszahlt. Trotz wachsender

Knappheit auf dem Markt fehlen Dorma

bis heute keine Fachkräfte.

Eine weitere Veränderung bringt das

neue Wertesystem: Die Wirtschaftswelt

der Zukunft wird bunter und individueller.

Für erfolgreiche Familienunternehmer

gibt es keine Prototypen. Sie

zeichnen sich vor allem durch ihre Vielfalt

aus. Der Schuhhändler Heinz-Horst

Deichmann ist bekennender Christ

und Missionar, der Drogist Dirk Roßmann

polternder Atheist. Die Erbin von

Trumpf, Nicola Leibinger-Kammüller,

gibt sich bescheiden, Prothesenbauer

Hans Georg Näder von Otto Bock liebt

den Luxus. Die Gründernachfahren

Markus Miele und Reinhard Zinkann

führen die Firma Miele in vierter Generation

selbst, Karl-Rudolf Mankel hat für

Dorma einen externen Geschäftsführer

beauftragt, wie es schon sein Vater und

sein Großvater vor ihm taten. Mancher

Unternehmer ist ein begnadeter Erfinder

und Tüftler, ein anderer hat die große Linie

im Blick. Einer arbeitet diszipliniert

im festen Tagesrhythmus, der andere

lebt von Inspiration.

Der Erfolg der Bunteren

In Großkonzernen wurden Manager

in der Vergangenheit immer grauer,

immer stromlinienförmiger. Vor allem

angepasste Charaktere mit geschliffenem

Auftreten und eingeübter Rhetorik

schafften es in die Chefetagen. Der Erfolg

der Bunteren begründet jetzt das Umdenken.

Wer Kunden wie Konkurrenten

überraschen möchte, braucht Mut zum

Unkonventionellen. Er wird künftig mehr

Verschiedenheit wagen.

Die Unternehmen der Zukunft müssen

zudem durchlässiger werden, weniger

hierarchisch. Gute Ideen müssen

gehört und umgesetzt werden, egal, aus

welcher Ebene sie kommen. In Konzernen

gibt es dafür immer noch viele Hürden.

Viele Familienunternehmen dagegen

haben relativ kurze Entscheidungswege

und durchlässige Strukturen. Das macht

sie wendiger im Wettbewerb und offen

für Innovationen.

Erfolgreiche Familienunternehmer im

Land leben die neuen Werte bereits vor:

Sie haben langfristige Ziele im Blick, sind

verlässlich für Mitarbeiter und Kunden,

fördern Individualität, sind offen für Ideen,

in ihrer Heimat verwurzelt, koopera-

Familienunternehmen

tionsfreudig und traditionsbewusst. Das

macht sie stark im In- und Ausland. Sie

beherrschen, wie der Türen-Hersteller

Dorma, Spezialmärkte rund um die Welt.

Sie sind unangefochtene Innovationsführer,

wie Otto Bock mit seiner elektronisch

gesteuerten Beinprothese C-Leg. Sie

überzeugen, wie der Babykosthersteller

Hipp, Kunden durch ihre Verlässlichkeit.

Und sie genießen wie der Maschinenbauer

Trumpf oder der Schuhhändler Deichmann

ganz besonderes Vertrauen bei ihren

Mitarbeitern.

Erfolgsmodell „Made in Germany“

Rund 60 Jahre nach dem Wirtschaftswunder,

um das uns die Welt beneidete,

gibt es ein neues Erfolgsmodell „Made in

Germany“: Deutschlands Familienunternehmertum.

Es genießt längst internationales

Ansehen und ist auf dem besten

Weg zum Exportschlager – kopiert von

aufstrebenden Ländern in Asien und den

einst unangefochtenen Industriestaaten,

die jetzt gegen ihren Abstieg in die zweite

Liga kämpfen. Deutschlands Familienunternehmer

haben das ökonomische

Gewicht, um das Land aus der Krise zu

führen. Mehr als das: Sie begründen eine

neue Kultur des Wirtschaftens und liefern

damit die Grundlage für einen nachhaltigen

Aufschwung in Deutschland –

für ein Wirtschaftswunder 2010.

Unsere Autorin Dr. Inga Michler hat zu

diesem Thema ein Buch verfasst:

Wirtschaftswunder 2010 – Deutschlands

Familienunternehmer erobern die Weltmärkte

ISBN 978-3-593-39005-5, Campus Verlag,

2009, 24,90 Euro

75

Wirtschaftsblatt 2/10


76

Verantwortung ist bunt

Rot ist die Liebe, Grün ist die

Hoffnung, Blau ist die Treue. Und

wer das soziale Engagement

der Siegwerk Druckfarben

AG aus Siegburg kennt, weiß,

dass Verantwortung in den

schillerndsten Farben leuchtet.

I

nk, Heart & Soul - Druckfarben produ-

zieren mit Herz und Seele, das hat

sich das Traditionsunternehmen auf

die Fahnen geschrieben, die weltweit an

mehr als 30 Standorten wehen. Was auf

den ersten Blick wie der Werbeslogan eines

international agierenden Druckfarbenkonzerns

aussieht, ist gelebte Firmenphilosophie

eines Familienunternehmens,

das sich seiner wirtschaftlichen, sozialen

und ökologischen Verantwortung bewusst

ist. Werterhaltung und moderate

-steigerung statt Wachstum um jeden

Preis ist die ökonomische Devise des Unternehmens.

Dazu setzt Siegwerk auch

auf ökologische Produkte: So fertigt der

Hersteller einige Farben auch auf Basis

pflanzlicher Öle, zum Beispiel aus Sojaöl.

Für seine nachhaltige und erfolgreiche

Unternehmensführung wurde Siegwerk

im Februar von der WestLB mit dem

„Glocal Enterprise Award 2010“ ausgezeichnet,

einem Preis, der „die enge Verbundenheit

des Unternehmens mit seinem

Heimatmarkt bei gleichzeitiger

Ausrichtung auf die globale Wirtschaft“

würdigt. Das Preisgeld von 15.000 Euro

hat Siegwerk kurzerhand verdoppelt und

an die Siegwerk India Foundation überwiesen,

die bedürftige Kinder auf dem

Subkontinent unterstützt.

Met Hätz un Siel

Herz und Seele beweist das Unternehmen

aber auch am Unternehmenssitz in

Siegburg. „Hier sehen wir uns natürlich

in besonderer Verantwortung“, erläutert

Standortleiter Dr. Andreas Hauner.

„Auch, wenn unser Management am

Hauptsitz international besetzt ist, so

Wirtschaftsblatt 2/10

Familienunternehmen Siegwerk Druckfarben AG

1

2

3

Nachhaltiges Fördern bei Siegwerk:

1 in der Ausbildung

2 bei TuWaS!-Grundschülern

3 im Gastunterricht

leben von unseren 950 Mitarbeitern am

Standort nahezu alle im Köln-Bonner

Raum.“ Die Siegburger unterstützen deshalb

in der Region zahlreiche Projekte für

Kinder und Jugendliche, stellen Mitarbeiter

sogar dafür frei.

Ein Engagement, das Anerkennung

findet. So wurde Siegwerk als größter

industrieller Arbeitgeber in der Region

mehrfach für seine Ausbildungstätigkeit

von der IHK Bonn-Rhein-Sieg ausgezeichnet.

Aktuell durchlaufen mehr als 30

Schulabgänger im Siegburger Werk eine

Ausbildung. Damit die Rekruten wissen,

welche spannenden Aufgaben sie erwarten,

arbeitet Siegwerk mit den örtlichen

Schulen bereits im Vorfeld zusammen.

Gymnasiasten, Real- und Berufsschüler

können an Werksführungen teilnehmen,

Bewerbungstrainings absolvieren oder

Gastunterrichtsangebote und Workshops

in den Fächern Chemie und Technik

wahrnehmen. An der Fachhochschule

Bonn-Rhein-Sieg stiftet Siegwerk außerdem

einen Chemie-Förderpreis.

Zudem unterstützt man das IHK-Projekt

„Technik und Naturwissenschaften

an Schulen“, kurz „TuWaS!“. Hier wird bei

Grundschülern schon früh Begeisterung

für naturwissenschaftliche Zusammenhänge

geweckt. „Wir sind auf nachhaltigen

Werteerhalt ausgerichtet“, erklärt

Unternehmenssprecher Enno Urbeinz

das Engagement. „Für uns ist die Bildung

der Kinder der Schlüssel für die Zukunft.“

Fördern ohne fordern

Anzeige

Für eine sichere Zukunft im nahen

Umfeld sorgt auch die Werksfeuerwehr.

Sie kümmert sich nicht nur um den

Brand- und Explosionsschutz auf dem

Firmengelände, sondern rückt auch aus,

wenn die örtliche Wehr Unterstützung

bei Großbränden und Gefahrgut-Unfällen

benötigt. In Kooperation mit der

Stadt Siegburg fördert das 180 Jahre alte

Familienunternehmen zudem die 2004

gegründete Nikolausstiftung, die sich

für Kinder- und Jugendhilfe einsetzt und

zahlreiche Freizeit- und Bildungsprojekte

in der Kreisstadt unterstützt. Doch

damit nicht genug: „Wir werden unser

Nachhaltigkeitskonzept sukzessive

auf alle Standorte weltweit ausweiten“,

verrät Urbeinz. „Für uns eine Selbstverständlichkeit.“

Siegwerk Druckfarben AG

Enno Urbeinz

Alfred-Keller-Str. 55, 53721 Siegburg

Tel.: 02241 / 30 49 79

enno.urbeinz@siegwerk.com

www.siegwerk.com


Expertise überzeugt.

Hat auch Ihr Unternehmen Lösungen, Produkte oder Dienstleistungen, die eine Story wert sind?

Dann passen Sie vielleicht in eines der Themen unseres kommenden Juni-Heftes:

Problemlöser

Für jedes Problem gibt es eine Lösung

und einen dazugehörigen Spezialisten,

dessen Erfahrung und Kompetenz dabei

helfen, aus einer misslichen Lage herauszukommen.

Für jede Branche gibt es jene

hochqualifizierten Fachleute – mit Worten

oder Taten. Das Wirtschaftsblatt stellt

in seinem Titelthema außergewöhnliche

und spannende Produkte und Dienstleistungen

vor.

Infrastruktur

Eine moderne Industriegesellschaft ist

auf eine stabile und funktionierende Infrastruktur

angewiesen. Insbesondere

die Bereiche Verkehr, Bauen sowie Verund

Entsorgung halten das Wirtschaftsleben

in Bewegung. Hier muss der Staat

auch in den nächsten Jahren umfangreiche

Investitionen tätigen, damit Deutschland

in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt.

Das Wirtschaftsblatt zeigt, wie Bundesländer,

Städte und Kreise mit den Herausforderungen

umgehen, wer notwendige

Modernisierungsmaßnahmen finanziert

und welche Unternehmen aus den Bereichen

Bau, Gebäudemanagement, Verkehr,

Energieversorgung und Entsorgung

die richtigen Lösungen bieten.

Start der „Produktionskompetenz

Offensive 2010“

Deutschland kann im globalen Wettbe-

werb nicht nur mit Kreativität und Ideen

bestehen. Auch als vielbeschworene Wis-

sensgesellschaft müssen die Deutschen

weiterhin alle Basiskompetenzen beherrschen.

Das Gütesiegel „Made in Germany“

steht noch immer für Qualität, Fleiß, Effizienz

und Präzision und damit für zuverlässige

und innovative Produkte. Was

im Ausland gilt, hat auch in der Heimat

seinen Wert. Es steht für Qualität, Innovation

und zusätzlich für Beschäftigung.

„Hergestellt in Deutschland“ zeigt, wo die

Wertschöpfung passiert. Das Wirtschaftsblatt

geht als Plattform für Unternehmen

mit zukunftsfähigen Produktionskonzepten

in die Offensive. Zeigen Sie der

Wirtschaft in Ihrer Region oder in ganz

Deutschland was Sie können.

Top-Thema:

Frauen der Wirtschaft

Weibliche Manager und Führungspersönlichkeiten

sind längst keine Ausnahmeerscheinung

mehr. Es ist normal,

dass eine Frau, ein Unternehmen leitet

dennoch stehen meist nur die Prominentesten

im Licht der Öffentlichkeit.

Wie viel Frauen in der Wirtschaft bewegen,

was sie für ihre Mitarbeiter leisten

und wie sie die Unternehmenslandschaft

entscheidend mitprägen, zeigt das Wirtschaftsblatt

in seinem Special „Frauen der

Wirtschaft.“ Darin bieten wir Platz für

Unternehmerinnenporträts für familienfreundliche

Unternehmen sowie für alle,

die sich besonders für Frauen engagie-

ServiceFax: 02 11 / 311 20 60-10

Ich wünsche eine unverbindliche Beratung über

die Werbe- und Promotionmöglichkeiten im oben

angekreuzten Thema

Firma/Stempel

Ansprechpartner

Straße/Hausnummer

PLZ/Ort

Telefon

E-Mail

ren. Das Thema realisiert das Wirtschaftsblatt

in Kooperation mit verschiedenen

Verbänden, Netzwerken und Gleichstellungsbeauftragten.

Bildung

Mit einer Ressource, die weder direkt

messbar noch auf den ersten Blick sichtbar

ist, müssen wir uns aktuell im internationalen

Wettbewerb behaupten: Wissen. Das

Wirtschaftsblatt stellt Unternehmen und

Institutionen vor, die dem häufig beklagten

Fachkräftemangel und dem schwächelnden

öffentlichen Bildungssystem mit

schlüssigen Konzepten begegnen. Und die

dafür sorgen, dass unser größtes Kapital

nachhaltig ausgeschöpft wird. Seien Sie

dabei, wenn wir der adäquaten Zielgruppe

die richtigen Adressen für ihre Mitarbeiter

und Kinder vorstellen.

Factoring & Leasing

Durch eine restriktive Kreditvergabe der

Banken und die Anforderungen von Basel II

befinden sich viele mittelständische Unternehmen

mit hohem Kapitalbedarf am Rande

einer Kreditklemme. Deshalb gewinnen

alternative Finanzierungsinstrumente wie

Factoring, Leasing oder auch Asset Backed

Securities als Liquiditätsquelle an Bedeutung.

Das Wirtschaftsblatt stellt erfolgreiche

Dienstleister mit ihren erprobten Konzepten

vor, zeigt Lösungen für kleine und mittlere

Unternehmen auf und hilft bei der Suche

nach dem richtigen Partner.

77

Wirtschaftsblatt 2/10


78 Familienunternehmen Neugart KG

Wohlfühlen mit System

„Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“.

Das sagte einst Winston Churchill. Perfekt realisiert wird diese gute Idee jedoch ganz

unenglisch im rheinischen Hennef: mit hochwertiger Gebäudetechnik, edler Keramik und

geschmackvoller Badausstattung für den ganz privaten Regentanz.

Die Speer-Spitzen der Neugart KG: Gesellschafter Jürgen Speer (l.) mit Vertriebschef Tobias Speer


Anzeige Neugart KG

79

I

ndividuelle Lösungen, unter anderem für Heizung und

Sanitär, sind die Profession der Neugart KG. Um zu zeigen,

was möglich ist, präsentiert der Fachgroßhandel für

Haustechnik daher an seinem Firmensitz Hennef auf 650

Quadratmetern Ausstellungsfläche eine Auswahl hochwertiger

zeitgemäßer Badideen. „Hier findet der Endverbraucher

einfach alles, um daheim seinem ganz privaten Lebensgefühl

Ausdruck zu verleihen. Das, was unsere Besucher hier an Inspirationen

für den „Lebensraum Bad“ vorfinden, können sie dann

in Abstimmung mit ihren Fachhandwerkern in eine individuelle

Wellness-Oase umsetzen“, beschreibt Vertriebschef Tobias

Speer. Neugart bietet dazu einen ganzheitlichen Service: Entwicklung

attraktiver technisch funktionaler Badideen in perfekter

Harmonie zur Fliesen-, Farb- und Lichtberatung.

Professionelle Produkte für den Heizungs-, Klima- und Lüftungsbereich,

Systemtechnik zur Nutzung regenerativer Energien,

moderne Haustechnikinstallationsartikel sowie ein tiefes

Elektro- und Dachtechniksortiment runden das umfangreiche

Produktportfolio des Großhändlers ab. „Wir bieten jegliche Lösungen

rund um die Gebäudetechnik“, bestätigt Junior Tobias Speer.

1965 als Einzelunternehmen in Troisdorf-Spich gegründet,

ist die Neugart KG seit 1981 Teil der bundesweit agierenden Bremer

Unternehmensgruppe GC Sanitär- und Heizungs-Handels-

Contor. Aktuell haben sich hier 90 selbständig tätige Firmen

unter einem Dach zusammengeschlossen. „Damals kamen

wir mit 13 Mitarbeitern in die GC-Gruppe, heute haben wir 450

Beschäftigte“, berichtet Senior Jürgen Speer stolz. Er leitet als

persönlich haftender Gesellschafter die Geschicke des 21 Niederlassungen

zählenden Fachgroßhandels. Sein Sohn Tobias

gehört seit 2008 ebenfalls der Unternehmensführung an.

20 Wärmepumpen? Gehen sofort raus!

90.000 Quadratmeter umfasst das gesamte Neugart-Areal

oberhalb des Hennefer Siegtales. Ein knappes Drittel davon belegen

die riesigen Lagerhallen für Haustechnik, Bad- und Sanitärbedarf,

Heizungs- und Elektroinstallationen. 40.000 Artikel

führender deutscher und internationaler Hersteller sind hier

jederzeit und ausschließlich für konzessionierte Fachbetriebe

disponibel und werden mit modernster Lagerlogistik bevorratet.

Dezentrale Abhol- und Schwerpunktlager in der gesamten

Region garantieren die Präsenz in Kundennähe und ermöglichen

sogar den Zugriff auf insgesamt 70.000 Artikel, die innerhalb

von 24 Stunden zur Verfügung gestellt und mit Hilfe des 40

Lkw umfassenden Neugart-Fuhrparks ausgeliefert werden können.

Derzeit baut der Großhändler eine weitere Halle von 2.500

Quadratmetern Grundfläche für den neuen Geschäftsbereich

Dachtechnik. Die Badausstellung BADELUXE in Bonn bietet zudem

Badideen im Premium-Segment an.

In die Zukunft investiert

Zum Servicegedanken zählt bei Neugart auch die Aus- und

Weiterbildung der Mitarbeiter und die Weitergabe des Wissens

an die Kunden. Regelmäßig finden Schulungen und Informationsveranstaltungen

statt – überwiegend für Fachhandwerker

aus dem rechtsrheinischen Geschäftsgebiet zwischen Leverkusen,

Gummersbach und Bad Neuenahr. Jährlich werden 20 bis 25

Auszubildende als Kaufleute für Groß- und Außenhandel sowie

als Fachkraft für Lagerlogistik eingestellt. Aktuell sind 66 Azubis

bei Neugart in drei Ausbildungsjahrgängen aktiv. „Das gehört

auch zur Philosophie eines Familienunternehmens. Unsere

jungen Mitarbeiter haben hier alle Chancen, die Grundlagen für

ihre Karriere zu legen und langfristig erfolgreich zu arbeiten“,

bekräftigt Jürgen Speer. Das beste Beispiel für einen solchen Erfolg

bietet die Familie Speer selbst. Demnächst wird Seniorchef

Jürgen Speer sich auf die Führung der elf Tochterunternehmen

verlegen. Tobias Speer übernimmt dann in Hennef.

Neugart KG

Max-Planck-Straße 2

53773 Hennef

Tel.: 0 22 42 / 90 50-0

neugart@gc-gruppe.de ∙ www.gc-gruppe.de

www.badeluxe.de

Modernste Kommissionierung mit

Hilfe des Logimat-Systems

40.000 Gebäudetechnik-Artikel stehen

ab Lager Hennef zur Lieferung bereit

Wirtschaftsblatt 2/10


80

Gewinnbringend solide

Eine Bank ohne Problemkredite, ohne hochriskantes Investmentbanking,

ohne ausufernde Boni. Dafür aber mit satten Gewinnen. Was einige für sich

beanspruchen, kann die National-Bank Schwarz auf Weiß belegen.

Der derzeitige Wunschtraum vieler deutscher Bankenchefs

hat sich für den Vorstand der National-

Bank erfüllt. „Unser Betriebsergebnis 2009 erreicht in

wirtschaftliche schwierigem Umfeld Rekordhöhe“, gab Vorstandssprecher

Thomas A. Lange bekannt. Der vorläufige Abschluss

für das vergangene Geschäftsjahr ist in der Tat imposant:

Im Vergleich zu 2008 steigt das Betriebsergebnis um fast

ein Drittel auf 33 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss erhöht

sich um stattliche 45 Prozent auf 17,4 Millionen Euro. Die Kassen

des Essener Traditionshauses sind also gut gefüllt. „Unsere

Eigenmittelposition ist sehr stabil. Wir wären damit im vergan-

genen Jahr in der Lage gewesen, zusätzliche Kredite von weit

mehr als 250 Millionen Euro zu vergeben“, erläutert Lange. Von

Kreditklemme also keine Spur. Eine gute Basis für das Vorhaben

der Bank, im laufenden Jahr um rund 1.000 neue vorwiegend

mittelständische Firmenkunden wachsen zu wollen und auch

im Privatkundengeschäft kräftig zuzulegen. Derzeit zählt das

Kreditinstitut insgesamt rund 100.000 Kunden, die es als anspruchsvoll

charakterisiert.

Überhaupt ist Wachstum ein großes Thema bei den Essener

Finanzprofis, die ihre Position als eine der führenden unabhängigen

Regionalbanken in Deutschland weiter ausbauen wollen.

Zufriedener Bankenvorstand: Karlheinz Nellessen, Dr. Thomas A. Lange und Uwe Lindner (v. l.)

Wirtschaftsblatt 2/10

Familienunternehmen National-Bank


Infoservice National-Bank

„Wir haben uns in den vergangenen Jahren nicht so dynamisch

gesteigert wie andere Banken, dafür aber solide“, beschreibt

Lange. Auch das weitere Wachstum soll organisch vonstatten

gehen. Hierbei im Fokus: Köln und der Raum Westfalen mit

Schwerpunkt auf Münster und Bielefeld.

Zukäufe nicht ausgeschlossen

Vorstandschef Lange macht aber unmissverständlich klar:

„In der Vergangenheit ist unsere Bank unter anderem durch

Übernahmen groß geworden. Auch in den zurückliegenden

Jahren hat es immer wieder entsprechende Prüfungen gegeben,

Aber wir haben die Institute stets nicht als attraktiv angesehen.

Die Situation hat sich nun grundlegend geändert, und wir sind

ein aktiver Marktteilnehmer mit hoher freier Liquidität.“ Im

Klartext: Man schaut sich für die Expansion nach Kaufgelegenheiten

um. „Wenn es Institute gibt, die wie wir ein kundengetriebenes

Geschäftsmodell verfolgen, geografisch relativ nahe

liegen und ein betriebswirtschaftlich interessantes Investment

darstellen, dann könnten wir uns auch eine Ausweitung unseres

Geschäftes über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus vorstellen“,

erläutert Lange. Das bedeutete in der Tat einen Quan-

tensprung in Bezug auf die Philosophie des Finanzinstituts, das

seit nahezu 90 Jahren vor allem Kunden in der Metropole Ruhr

und in unmittelbar daran angrenzenden Regionen betreut hat.

Beständigkeit ist oberstes Gebot

Die Expansionspläne sind allerdings die einzige Änderung

der geschäftlichen Ausrichtung. Ansonsten will die National-

Bank an ihren bewährten Strategien festhalten. Die Stichworte

dazu: Kein Investmentbanking, keine unüberschaubaren Risikogeschäfte.

Vor allem aber: kein Börsengang. Thomas A. Lange:

„Wir halten nichts von der Hatz durch die Quartals- und Halbjahresberichte.

Wir haben seit neun Jahrzehnten eine beständige

Entwicklung vollzogen, deren Bild wir nicht durch Momentaufnahmen

verfälschen wollen.“ Noch wichtiger allerdings ist

es ihm, nicht durch einen Börsengang die Möglichkeit zu eröffnen,

dass die National-Bank selbst zu einem Übernahme-Kandidaten

werden könnte. „Das wollen auch unsere rund 4.000

Aktionäre nicht“. Die können sich übrigens freuen: Jeweils rund

eine Hälfte des Jahresgewinns von über 17 Millionen Euro soll

die Rückstellungen der Bank erhöhen und als Dividende ausgeschüttet

werden. 53 Prozent der Wertpapiere der National-

Bank halten Privatanleger, ansonsten kleinere Unternehmen,

Stiftungen, Versorgungswerke und zu einem Prozent andere

Kreditinstitute. Institutioneller Hauptaktionär mit 32 Prozent

ist die Versicherung Signal-Iduna. Zu diesem großen Investor

mit seinen eigenen Geschäftsinteressen sagt Lange: „Wir haben

absolute Produktfreiheit, sind unabhängig und unterhalten mit

dieser Versicherung einen Kooperationsvertrag ebenso wie mit

anderen Anbietern.“

Faires Vergütungssystem

Unabhängigkeit ist auch hinsichtlich der Beratungsqualität

oberste Maxime: „Bei uns gibt es keine provisionsbasierte

Entlohnung. Unsere Mitarbeiter schauen nicht auf die höchsten

Return-Renditen, sondern auf das passendste Angebot für

den Kunden.“ Überhaupt kennt die Bank keine fragwürdigen

Gehaltssysteme mit ausufernden Bonuszahlungen wie andere

Privatbanken. Ganz dem eigenen konservativen Selbstverständnis

und der Transparenz-Philosophie verpflichtet, legt

die National-Bank daher jetzt ihr Vergütungssystem offen. Es

ist seit über 30 Jahren fest etabliert und erfüllt die nun von der

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erlassenen

Anforderungen an Vergütungssysteme. „Alle Mitarbeiter erhalten

ein Festgehalt sowie eine Tantieme, die das individuell gezeigte

Leistungsverhalten und die persönliche Arbeitsleistung

berücksichtigt. Der Anteil der Tantieme am Jahresgehalt ist auf

maximal 30 Prozent begrenzt. Thomas A. Lange: „Im Durchschnitt

aller Mitarbeiter liegt er bei unter 15 Prozent“.

National-Bank AG

Zentrale

Theaterplatz 8 · 45127 Essen

Tel.: 0201/ 8115-0

info@national-bank.de · www.national-bank.de

81

Wirtschaftsblatt 2/10


82

Expedition NRW: Metropole Ruhr

Ruhr reloaded

Modernste Technologie trifft auf industrielles Erbe. Entlang der

Ruhr verwächst Kreativität mit Bodenständigkeit und Arbeitseifer.

Das Wirtschaftsblatt-Team hat auf seiner Expedition durch die

Metropole Ruhr festgestellt: Der Pott ist voller Überraschungen.

Von Esther Fernholz und Jan D. Walter. Fotos: Dirk Grobelny


D

urch Schneematsch kämpfen wir

uns hinauf zum Gipfel der Halde

Beckstraße in Bottrop. Auf dem 65

Meter hohen Plateau aus Kohleabbau-Gestein,

das eine mondähnliche Kulisse bildet,

liegt unser erstes Ziel. Der Tetraeder

– eine 60 Meter hohe Stahlkonstruktion

– eröffnet uns nach einem anstrengenden

Aufstieg einen eindrucksvollen Panoramablick

über das Ruhrgebiet. Wir befinden

uns inmitten des drittgrößten Ballungsraumes

Europas: 5,2 Millionen Menschen

leben hier in 53 Städten, verteilt auf rund

4.400 Quadratkilometer Fläche. In einer

Region, die geprägt ist durch ihre industrielle

Tradition. Zwischen Dinslaken und

Dortmund gibt es bundesweit die meisten

Kultur-Spielstätten pro Quadratmeter, außerdem

250 Kulturfestivals, 120 Theater,

100 Kulturzentren und Konzertstätten,

1.000 Industriedenkmäler und 200 Museen,

darunter das neue Ruhr-Museum auf

Zeche Zollverein und das wieder eröffnete

Museum Folkwang. Kein Zweifel, wir sind

in der Kulturhauptstadt Europas.

Auf geschichtsträchtigem Boden

Über den Emscherschnellweg fahren

wir nach Essen, in die Heimat des letzten

verbliebenen Ruhrbarons, Berthold Beitz.

Ihm hat ThyssenKrupp hier eine eigene

Straße gewidmet: Der Berthold-Beitz-

Boulevard erschließt den Krupp-Gürtel,

ein 230 Hektar großes Areal, auf dem

der Stahlriese noch in diesem Jahr seine

neue Konzernzentrale eröffnen will.

Angegliedert an den im Bau befindlichen

Cubus-förmigen Hauptsitz, entsteht auf

dem Gelände auch die ThyssenKrupp

Academy. „Hier entwickeln wir in Zusammenarbeit

mit der Stadt und der Essener

Wirtschaftsförderungsgesellschaft

einen neuen innenstadtnahen Stadtteil“,

erklärt Dr. Martin Grimm, Vorsitzender

der Geschäftsführung der Immobiliensparte

ThyssenKrupp Real Estate.

Auch als Einkaufsstandort schärft das

Revier sein Profil. Am Limbecker Platz in

Essen hat der Hamburger Projektentwickler

ECE rund 300 Millionen Euro in eines

der größten überdachten Einkaufscenter

bundesweit investiert, mit dem CentrO

steht in Oberhausen Europas größter überdachter

Shoppingpalast, und in Duisburg

eröffnete 2009 das Forum – mit mehr als

80 Händlern und Restaurants. Die Eigengeschichten

der Städte und ihrer Stadtteile

seien für ihn eines der faszinierendsten

Momente der Region, verrät der Direktor

des Regionalverbands Ruhr, Heinz-Dieter

Klink. Wir treffen ihn zum Mittagessen im

Restaurant Wallberg in der Essener Philharmonie,

ebenso wie Eva-Maria Kießler

von der metropoleruhr GmbH und Dr. Lars

Tata vom Initiativkreis Ruhr. „Wir bewahren

die Vergangenheit, ohne in Nostalgie

zu verharren“, präzisiert Klink. Vor allem

aber behält man die Zukunft im Blick. Dafür

steht die Metropole Ruhr als Markenzeichen.

Die Zukunft des Erbes

Was die Ruhrbarone der jungen Garde

offenbar vererbt haben, ist ihre Schaffenskraft.

Überall in der Region schießen

Kreativwerkstätten und Handwerksateliers

aus dem Boden – und das nicht erst

seit Ruhr2010. Leuchtturm der Branche ist

das Dortmunder U. Auf dem ehemaligen

Brauereigelände sind neben einem Museum

und einer Medienkunstausstellung

auch Hochschulräume und eine Nachwuchsschule

für kreatives Denken angesiedelt.

Ähnliches plant die Stadt Dinslaken

am anderen Ende der Region für die

Zeche Lohberg. Kreativität hat an der

Ruhr durchaus ihre Geschichte, erzählt

uns Rob Leuchtenberger: „Das Ruhrgebiet

ist die Wiege der deutschen Spielesoftware“.

Seit drei Jahren arbeitet

der 38jährige Illustrator und Dozent für

Gamedesign in der Spiele-Branche. Vor

Expeditionsbriefing

Das Team

Werner L. Kanthak prüft als Reprä-

sentant der Amerikanischen Han-

delskammer in Nordrhein-Westfalen

die Standortvorteile aus Sicht eines

Unternehmers, der plant, sich in der

Region anzusiedeln. Kanthak ist bereits

seit 1975 Mitglied der Kammer

und war viele Jahre als Manager bei

Hewlett Packard tätig.

Michael Bahrke analysiert für die Consult

GmbH des Instituts der deutschen

Wirtschaft in Köln Zahlen und Fakten

über verschiedene Standorte bundesweit.

Für das Wirtschaftsblatt hat er mit

der Metropole Ruhr nun den dritten

Standort aus der Nähe betrachtet.

Philipp Lombardi studiert im vierten

Semester International Business Management

am Euro Business College in

Düsseldorf und hat bereits ein Semester

in England absolviert.

Die Mission

Metropole Ruhr

83

Städte und Regionen in NRW im Check:

Das ist Thema der Wirtschaftsblatt-Reihe

„Expedition NRW“. In wechselnden

Teams bereist ein Expertenteam die interessantesten

Orte des Landes. Hier ihr

Reisebericht über die Metropole Ruhr.

So sieht die Zukunft aus: Dr. Martin

Grimm vor der neuen ThyssenKrupp

Zentrale im Essener Westviertel

Wirtschaftsblatt 2/10


84 Expedition NRW

Spieltrieb: Die Games Factory bietet

Gründern aus der Spielebranche Flächen

zum Arbeiten und Wohnen

Wirtschaftsblatt 2/10

Logistik ist heute viel mehr, als Waren

zu verfrachten, wissen Mirko Strauss

und Kerstin Groß (v. l.)

Starlight Express, das erfolgreichste

Musical der Welt, begrüßte im März

seinen 13. Millionsten Zuschauer

fünf Monaten hat der gebürtige Ham-

burger Wohn- und Arbeitsplatz nach

Mülheim verlegt. Das Gebäude, in dem

er Quartier bezogen hat, bietet kleinen

Unternehmen und Freiberuflern der

Branche für 8,30 Euro pro Quadratmeter

Büroflächen.

Wissen schafft Fortschritt

Mit dem InHaus-Zentrum steht in

Duisburg seit 2001 ein Musterbeispiel

für die Verflechtung von Forschung und

Wirtschaft. Auf dem Uni-Campus entwickeln

Fraunhofer-Ingenieure mit universitären

Forschergruppen die Gebäude

der Zukunft. InHaus 1 widmet sich dem

Thema SmartHome: Komfort und Alltagstauglichkeit

von Wohnungen. Im erst

eineinhalb Jahre jungen InHaus 2 Projekt

suchen Viktor Grinewitschus und seine

Mitarbeiter nach Lösungen für Nutzgebäude.

„Statt Grundlagenforschung zu

betreiben, versuchen wir, vorhandene

Technologien sinnvoll einzusetzen“, erklärt

uns der Institutsleiter. Für die drei

Bereiche Hotel, Office und Health&Care

testen die Fraunhofer-Forscher komplette

Einrichtungen wie ein Krankenzimmer,

das Patienten wiegt, Blutdruck misst

sowie die Schlafaktivität dokumentiert.

Die enormen Kosten für derlei High-Tech

lohnten sich, sagt Technik- und Innovations-Leiter

Viktor Grinewitschus.

Geforscht wird in der dichtesten

Lehr- und Forschungslandschaft Europas

insgesamt an sechs Universitäten, darunter

die Elite-Uni Bochum, zehn Fachhochschulen,

vier Fraunhofer-Institute,

drei Max-Planck-Institute, vier Leibnitz-

Institute, eine Kunsthochschule sowie

neun Hochschultransferstellen. Die

Fachhochschule Gelsenkirchen arbeitet

eng mit dem Wasserstoffcluster im

nördlichen Ruhrgebiet zusammen. Im

Wasserstoffzentrum H2Herten auf der

Zeche Ewald sammeln Studenten praktische

Erfahrungen, während die dort

ansässigen Firmen von Forschungsergebnissen

der Hochschule profitieren.

Die Ruhr-Uni Bochum engagiert sich im

ruhrmobil-E Netzwerk, das den Standort

in Sachen elektrische Mobilität auf Spitzenkurs

bringen will. Die Schwerindustrie

muss immer häufiger Filigranerem

weichen: So auch auf dem ehemaligen


Hoch ofengelände Phoenix in Dortmund,

wo derzeit ein Zentrum für Mikro- und

Nanotechnologie entsteht.

Eine Meile bis zum Kunden

Im Last Mile Logistik Park in Herne

erfahren wir mehr über eine der Erfolgsgeschichten,

die das Ruhrgebiet so spannend

machen. Wir treffen uns mit Mirko

Strauss, Prokurist der Wanne-Herner

Eisenbahn und Hafen GmbH, einer hundertprozentigen

Tochter der Stadt und

Eigentümerin der Flächen auf Herner

Stadtgebiet. Der Park ist ein Projekt des

last mile logistik Netzwerkes, das sich

seit 2002 für die Logistik-Branche der

Region einsetzt und die Städte Herne,

Herten und Gelsenkirchen vereint. „Innerhalb

einer Stunde erreicht man von

hier aus zehn Millionen Menschen“, berichtet

Kerstin Groß vom last mile Netzwerk.

Wie zukunftsfähig die Branche ist,

hat man auch in Berlin erkannt: Anfang

Anzeige

Halde Hoheward, Herten. Foto: RVR/Adler

des Jahres hat der EffizienzCluster LogistikRuhr,

in dem neben der Logistikregion

Herne, Herten, Gelsenkirchen auch Duisburg

und Dortmund aktiv sind, 40 Millionen

Euro Fördermittel im Spitzenclusterwettbewerb

vom Bund gewonnen.

Die Autobahn A 40 ist nicht nur die

zentrale Verkehrsader der Metropole

Ruhr. Auf nur 20 Kilometern des Ruhrschnellwegs

erreicht man gleich drei aktuelle

Fußball-Bundesligisten: Das größte

reine Fußballstadion ist Heimstätte

des sechsmaligen deutschen Meisters

Borussia Dortmund, 20 Kilometer weiter

geht es ab zur Veltins-Arena in Gelsenkirchen,

wo Erzrivale SV Schalke 04 spielt.

Dazwischen liegt die Ausfahrt Bochum-

Ruhrstadion, wo der VfL Bochum seine

Heimspiele austrägt. Mit Wattenscheid,

Essen, Oberhausen und Duisburg liegen

vier weitere ehemalige Bundesligastädte

an der Ruhrautobahn. Sportlich geht

es auch bei der erfolgreichsten Musical-

Produktion der Welt zu. Mit bis zu 60

Mythos. Menschen. Metropole.

Das Informationsportal

für die gesamte Region

Metropole Ruhr

Sachen schießen die Züge des Starlight

Express auf Rollschuhen durch das Bochumer

Theater. Anfang März begrüßten

Lokomotive Rusty und seine singenden,

tanzenden Anhänger ihren 13 Millionsten

Zuschauer. Strandurlaub hingegen

ist am Baldeney- und am Halterner See

angesagt. Auf vielen Gewässern kann

man rudern, surfen und segeln. Wer mit

Segeln Fliegen meint, kann zwischen

Essen und Mülheim auf dem dortigen

Schul- und Sportflughafen abheben. Von

dort aus sieht man, was kaum ein Auswärtiger

erahnt: Die Metropole ist grün.

Zwischen den längst nicht mehr rußgeschwärzten

Zentren und Wohngebieten

erstrecken sich Parks, Flussauen und die

Wälder der auslaufenden Mittelgebirge

der Bergischen und Märkischen Grafen.

Ganz ohne Schweiß vertreibt man sich

hier die Zeit – auch über das Jahr 2010 hinaus

– mit dem schier endlosen Kulturangebot.

Es sei denn, man schwingt sich

hinauf zum Tetraeder.

www.metropoleruhr.de

Tipps und Termine zu Freizeit und

Kultur. Neuigkeiten aus Wirtschaft

und Wissenschaft. Typisches und

Trends aus der Region. on.

85

Ein Angebot des Regionalverbandes Ruhr

Wirtschaftsblatt 2/10


86

Zukunftsstandort Ewald in Herten – Beispiel

für eine gelungene Projektentwicklung auf

einem ehemaligen Bergwerksstandort

Neue Perspektiven

zwischen Rhein und Ruhr

51° 12’ bis 51° 49’ nördliche Breite,

6° 22’ bis 7° 59’ östlicher Länge – die

geografische Definition des Ruhrgebiets

umfasst exakt 67 Kilometer zwischen Norden

und Süden und 116 Kilometer von Westen

nach Osten. Zukunftsweisende Akzente im

Koordinatensystem des Reviers setzt die RAG

Montan Immobilien mit ihrer Arbeit als einer

der größten Grundstückseigentümer und

-entwickler in Deutschland.

Wirtschaftsblatt 2/10

Expedition NRW RAG Montan Immobilien GmbH

W

ir veredeln Flächen und schaffen Perspektiven für

die Zukunft“, charakterisiert Professor Dr. Hans-

Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung, die

Arbeit seines Unternehmens. Die RAG Montan Immobilien GmbH

verantwortet als Immobilienkompetenz-Center die Verwaltung

des gesamten Immobilienbestandes der RAG AG, die Sanierung

sowie die wertoptimierte Entwicklung und Vermarktung ehemaliger

Bergbaustandorte. Seit 1977, der Gründung des Unternehmens

mit der Zentrale in Essen und Büros in Dortmund, Moers

und im Saarland, haben die inzwischen über 300 Mitarbeiter

zahlreiche gefragte Gewerbe- und Industrieparks, Logistikstandorte,

Großhandels- und Einzelhandelszentren sowie Wohngebiete

bis hin zu Grün- und Naherholungsflächen realisiert. In

den vergangenen 33 Jahren sind auf über 6.500 Hektar, an denen

früher Kohle zu Tage gefördert, gelagert oder weiter verarbeitet

wurde, neue nachhaltige Zukunftsstandorte herangewachsen.

Und es sollen noch mehr werden. Über 50 Projekte entwickelt die

RAG Montan Immobilien derzeit allein an Niederrhein und Ruhr.

Interessierte Unternehmen finden hier zahlreiche Grundstücke

an attraktiven Standorten, vier werden hier vorgestellt.

RAG Montan Immobilien GmbH

Am Technologiepark 28 ∙ 45307 Essen

Tel.: 02 01 / 3 78-0

info@rag-montan-immobilien.de

www.rag-montan-immobilien.de


Anzeige RAG Montan Immobilien GmbH

87

Das Gewerbequartier mit besonderer Note

1|2|5 Niederberg Neukir-

chen-Vluyn: Ein gelungene

Verbindung von Wohnen,

Mischgebieten und Gewerbe

in der Landschaft des Niederrheins.

Standort: Neukirchen-Vluyn

Nutzung: Handel,

Dienstleistung, Gastronomie,

Handwerk, Gewerbe, Freizeit/Erholung, Gesundheit, Wohnen

Gesamtgröße: 85 Hektar

Vermarktungsfläche: Wohnen: 6,7 Hektar, Mischgebiet: 3,4

Hektar, Einzelhandel: 1,6 Hektar, Gewerbe: 8,6 Hektar

Gesundheitswirtschaft: 1,1 Hektar

Grundstücksgrößen: Wohngebiet, Mischgebiet,

Gewerbe, Gesundheitswirtschaft: variabel,

Einzelhandel: 16.500 Quadratmeter

Verfügbarkeit: sofort

Vorhandene Ansiedlungen: Labor und Feinkosthandel

mit insgesamt 0,8 Hektar

Besonderheiten: Aufwändige landschaftsarchitektonische

Gestaltung rund um die Industriedenkmäler greift die niederrheinische

Landschaft als Vorbild auf. Ideales Stadtquartier für

Familien, großflächiges und kleinteiliges Gewerbe.

Solide Fundamente für große Ziele

Service- und Gewerbepark

Minister Stein Dortmund:

Stadtnah gelegene

Entwicklungsflächen für

Traditionsbetriebe und junge

Unternehmen mit dem

40 Meter hohen Hammerkopfturm

als Landmarke.

Standort: Dortmund

Nutzung: Verwaltung,

Warenverteilung,

produzierendes Gewerbe

und Großhandel

Gesamtgröße: 13,2 Hektar,

davon 8,6 Hektar Nutzfläche

Grundstücksgrößen: von 1.500 bis 15.000 Quadratmeter

Vermarktungsfläche: etwa 3,5 Hektar

Verfügbarkeit: sofort

Vorhandene Ansiedlungen: Dienstleistung, Handel- und

Handwerksbetriebe, Forschungsinstitute

Besonderheiten: Die Gewerbeparkstraße bildet einen

Logistikring rund um das gesamte Areal. Die Situierung im

Stadtteil Eving sorgt für unkomplizierte Nahversorgung und

hohen Freizeitwert.

Erfolg hat viele Farben

Stadtquartier Lohberg 1|2: Eine neue Gewerbe- und

Wohnansiedlung mit dem Kreativ.Quartier Lohberg als

impulsgebendem Mittelpunkt.

Standort: Dinslaken

Nutzung: Kreativwirtschaft, Gewerbe, Handwerk,

Technologie, Dienstleistung, Wohnen, Handel, Gastronomie,

Freizeit/Erholung, Gesundheit

Gesamtgröße: 40 Hektar, davon 14,5 Hektar Nutzfläche

Verfügbarkeit: sofort

Vorhandene Ansiedlungen: Handwerk, Produktion, Industrie,

Gesundheit auf einer Fläche von 0,35 Hektar.

Besonderheiten: Ein neues Stadtquartier mit drei unterschiedlichen

Nutzungsprofilen: Wohnen, Gewerbe, Kreativwirtschaft.

Der Standort für Zukunft

Zukunftsstandort Ewald: Flächen für Unternehmen aus dem

Bereich Zukunftstechnologien mit attraktivem landschaftlichen

und kulturellen Umfeld.

Standort: Herten

Nutzung: Technologie, Dienstleistung, Logistik, Handwerk,

Gewerbe, Freizeit/Wohnen, Gastronomie, Kultur

Gesamtgröße: 52 Hektar, davon 44 Hektar Nutzfläche

Vermarktungsfläche: 21.000 Quadratmeter im Gewerbegebiet

Grundstücksgrößen: von 1.000 bis 14.000 Quadratmeter

Verfügbarkeit: sofort

Ansässige Unternehmen: Wasserstoffkompetenzzentrum

H2 Herten, Blauer Turm (Anlage zur Wasserstofferzeugung

aus Biomasse), Hightech-Unternehmen, Last-Mile-Logistik,

Dienstleistung, Gewerbe

Besonderheiten: Flächentwicklung nach dem Prinzip der

„Landschichten“

des italienischen

Stararchitekten Cino

Zucchi. Einbettung

in eine für das Ruhrgebiet

einzigartige

Haldenlandschaft.

Standort des Revue-

Palasts Ruhr.

Wirtschaftsblatt 2/10


Freiheit!

Hart erstritten, stets bedroht: Freiheit ist nicht nur

das Recht der Völker, sondern auch der Raum, in dem

wirtschaftliche Prosperität sich entfaltet. So stritten

die Deutschen auf dem Hambacher Fest für nationale

Einheit und zugleich gegen Zölle und Abgaben. Nicht

zufällig erhob sich die friedliche Revolution in der

DDR gegen ein nicht nur diktatorisches, sondern

auch wirtschaftlich marodes Regime. Und heute? Ist

Unternehmertum, ist die freie Marktwirtschaft erneut

bedroht? Schnüren Umverteilung, Repressionen und

Bürokratie die produktiven Kräfte ab? Oder sind

andererseits einem willkürlichen Kapitalismus Grenzen

zu setzen? Das Wirtschaftsblatt holte Stimmen ein.


Müsste ein neuer Geist der Freiheit durch den

Berliner Reichstag wehen – wie in unserer Fotomontage

dargestellt? „Auch der Völker Leben

hat seine Maitage, die wiederzukehren pflegen

in jedem politischen Umschwung, der mit frischer

Jugendlichkeit alle Nerven und Adern uns

durchzuckt“, hieß es bei Philipp Jakob Siebenpfeiffer

auf dem Hambacher Fest im Mai 1832

www.hambacher-schloss.de


90

Freiheit braucht Haftung

Professor Dr. Johann Eekhoff,

Präsident des Instituts für

Mittelstandsforschung in Bonn

Wirtschaftsblatt 2/10

Freiheit Professor Dr. Johann Eekhoff

Die Marktwirtschaft ist eine an Regeln gebundene freiheitliche Ord-

nung. Ein Kernelement ist die Freiheit, Verträge mit Kunden, Lie-

feranten, Mitarbeitern, Kapitalgebern und so weiter zu schließen,

solange diese Verträge nicht zu Lasten Dritter gehen. Grundsätzlich kann

man davon ausgehen, dass ein freiwillig abgeschlossener Vertrag beiden

Partnern Vorteile bringt. Mit der Vertragsfreiheit untrennbar verbunden ist

die Haftung für die eigene Entscheidung. Und haften kann nur jemand, der

eine hinreichende Haftungsbasis in der Form von Eigenkapital oder Humankapital

hat.

Die jüngste Finanzkrise gibt Anlass, daran zu zweifeln, dass die einzelnen

Staaten ihrer Aufgabe, klare ordnungspolitische Regeln zu setzen, konsequent

nachkommen. Es darf nicht sein, dass Banken hohe Risiken eingehen

und die Verluste mit Hilfe des Staates auf die Steuerzahler abwälzen,

bevor das Eigenkapital der Anteilseigner vollständig aufgezehrt ist und bevor

die Gläubiger ihre Ansprüche verloren haben. Wenn als Begründung auf

das sogenannte Systemrisiko hingewiesen wird, muss die Folgerung sein,

höhere Eigenkapitalquoten vorzuschreiben und die Ballung von Risiken in

großen Banken wettbewerbsrechtlich zu verhindern oder aufzubrechen.

Der vermeintlichen Gefährdung des Finanzplatzes steht die Erwartung gegenüber,

an diesem Finanzplatz im Zweifel weniger Geld zu verlieren.

Für Kapitalanleger gilt: Sie müssen das Verlustrisiko oder die Kosten

der Risikoabsicherung tragen, zum Beispiel in der Form niedriger Zinsen.

Das ist keine Aufgabe des Staates. Die negativen Folgen der Übernahme

von Kreditrisiken durch den Staat haben sich in krasser Form bei den amerikanischen

Hauseigentümern gezeigt.

Anzeige


Freiheit, ein Zauberwort

W

ie es um die Freiheit in unserem Land bestellt ist? Immer neue

Abgabenerhöhungen, zweifache, dreifache und vierfache Besteuerung,

Rauch-, Trink-, Ess-, Werbe- und Glühbirnenverbote,

Anti-Diskriminierungsgesetze, Dosenzwangspfand und hässliche Windkraftsubventionierung,

ökofeministische Umerziehung, erst Wegfall des

Bankgeheimnisses im Inland, dann imperialistischer Angriff auf das Bankgeheimnis

einst befreundeter und friedlicher Nachbarn, Meinungsgebote

und Redeverbote, zunehmende persönliche Überwachung, jetzt auch noch

der Staat als Hehler – und Sie fragen, wie es um die Freiheit bestellt ist?

Die reale Staatsquote – inklusive versteckter Steuern und Abgaben wie

GEZ oder IHK sowie Monopolkosten für Steuerberater oder Schornsteinfeger

– hat längst 70 Prozent überschritten. Zum Vergleich: In der Sowjetunion

betrug die reale Staatsquote am Ende etwa 85 Prozent – 15 Prozent

Markt in Nischen sorgten dafür, dass die Menschen nicht verhungerten.

Wie es um die Freiheit bestellt ist – im Neosozialismus? Skurrilerweise

wird uns täglich ein Gespenst des „Neoliberalismus" an die Wand gemalt,

das allenfalls in den Köpfen der Staatsprofiteure existiert. Politiker und

Bürokraten leben schließlich gut von der Ausbeutung der letzten Nettosteuerzahler.

Immer mehr der besten sind auf der Flucht und verlassen in

Scharen das Land. Also alles hoffnungslos? Nein! Denn jeder Sozialismus

scheitert sozial gerecht am Ende immer an der Realität, dann, wenn der

letzte Vorrat aufgezehrt, der letzte Produktive ausgepresst und die letzte

Kreditlinie verbraucht ist. Wie zuletzt 1945 und 1989 steht der Wahnsinn

vor dem Offenbarungseid. Rien ne va plus – nichts geht mehr. Das ist unsere

Chance. Wir sollten sie nutzen. Das Zauberwort heißt: Freiheit!

André F. Lichtschlag

André F. Lichtschlag, Gründer

und Herausgeber der monatlich

erscheinenden Zeitschrift

„eigentümlich frei“

(www.ef-magazin.de)

91

Wirtschaftsblatt 2/10


92

Freiheit mit Verantwortung

Friedhelm Loh ist Inhaber

und Vorsitzender der

internationalen Friedhelm

Loh Group, Präsident des

Zentralverbandes Elektrotechnik-

und Elektronikindustrie

(ZVEI) und Vizepräsident des

Bundesverbandes der Deutschen

Industrie (BDI)

Wirtschaftsblatt 2/10

Freiheit Friedhelm Loh

Unser Bundespräsident warnt vor einer zunehmenden „Entfrem-

dung zwischen Unternehmen und Gesellschaft“. In der Tat ist die-

ses Verhältnis nach 60 Jahren sozialer Marktwirtschaft gespalten:

Einerseits respektiert die große Mehrheit Unternehmer als hart arbeiten-

de, engagierte, risikobewusste Menschen mit einem Blick für Chancen und

Zukunftsentwicklungen; andererseits mischen sich in dieses Bild deutliche

Misstöne mit Urteilen wie „rücksichtslos“, „gierig“, und „wenig sozial“.

Ich halte diese kritischen Bewertungen für die große Mehrheit der Unternehmer

für falsch. Dennoch müssen wir uns fragen: Woher kommt diese

Distanz? Ich denke, eine der Ursachen liegt darin, dass zwar viel von „unternehmerischer

Freiheit“ gesprochen wird, aber zu wenig von der damit

verbundenen Verantwortung. Aber beides gehört unmittelbar zusammen.

Unternehmerische Verantwortung zu tragen bedeutet, einen Betrieb so zu

führen, dass er erfolgreich seinen Wert und damit seine wirtschaftlichen

Ergebnisse mehrt und gleichzeitig die sozialen Erträge für die Gesellschaft

steigert. Die soziale Verantwortung zeigt sich vor allem darin, wie der Unternehmer

arbeitet: Im respektvollen Umgang mit seinen Mitarbeitern;

Fairness in den Beziehungen zu Kunden und Lieferanten; dem bewussten

Umgang mit den Produktionsmitteln. Kurz gesagt: Indem er das Gemeinwohl

in den Mittelpunkt seines Denkens und Handelns stellt. Dieses

Leitbild eines modernen Unternehmertums wieder mehr ins Zentrum der

sozialen Marktwirtschaft zu rücken, ist eine elementare Zukunftsaufgabe.

Diese werteorientierten Führungsqualitäten noch stärker bewusst zu machen,

liegt auch im Interesse der Unternehmer: Denn jene, die eine solche

Unternehmenskultur pflegen, werden auch die erfolgreicheren sein.

Anzeige


Auch Schweigen ist Freiheit

E

in gewisses Maß an Unabhängigkeit zu besitzen, nicht auf die Wei-

sungen anderer angewiesen oder ihnen unterstellt zu sein, selbst

frei entscheiden zu können – das bedeutet für mich Freiheit. Als

Entscheidungsträger in der öffentlichen Verwaltung kann ich häufig aber

nicht unabhängig entscheiden. Ich muss Mehrheiten herstellen, Kompromisse

suchen und möglichst allen Beteiligten zumindest teilweise gerecht

werden. Das erfordert sorgfältiges Abwägen und schränkt meinen persönlichen

Handlungsspielraum zuweilen ein. Doch dieses Manko nehme ich

gern in Kauf, denn ich vertrete und schütze ein öffentliches Gut und zwar

kein Geringeres als die Demokratie.

Unabhängiger sind sicherlich die meisten Unternehmer. Ich spreche

mit vielen, vor allem mittelständischen Firmeninhabern und Betriebsleitern,

die ganz sicher sehr viel Verantwortung tragen. Das wird auf der

anderen Seite durch eine hohes Maß an Unabhängigkeit aufgewogen – zumindest

empfinde ich das so.

Als Entscheidungsträger in der Politik erfahre ich aktuell harte Restriktionen

aufgrund der angespannten Haushaltslage. Dies erfordert einen

noch klareren Katalog von Prioritäten und Zielen. Trotz aller Begrenzungen

und Handlungszwänge versuche ich stets, mich an meine ethischen und

moralischen Vorstellungen zu halten. Ich würde fast behaupten, dass es

die wichtigste Freiheit ist, nichts tun zu müssen, was ich nicht mit meinem

Gewissen vereinbaren kann.

Freiheit ist für mich persönlich, wenn ich mich – selten genug – mal

einen ganzen Tag aus dem öffentlichen Leben zurückziehen und einfach

schweigen kann.

Jürgen Roters,

Oberbürgermeister

der Stadt Köln

Jürgen Roters

93

Wirtschaftsblatt 2/10


94

Lothar Siemers, PwC-Partner und verantwortlich für den Geschäftsbereich

Familienunternehmen und Mittelstand, in dem die

Wirtschaftsprüfer, Juristen und Steuerberater eine stetig wachsende

Zahl von inhabergeführten Unternehmen in Nordrhein-Westfalen

betreuen. Der studierte Jurist und diplomierte Steuerberater ist auf

Gesellschafts- und Erbrecht sowie strategische Nachfolgeplanung

mittelständischer Unternehmen spezialisiert.

Wirtschaftsblatt 2/10

Freiheit PricewaterhouseCoopers AG

Verlust

der

Verluste

Deutschlands Verfassung

garantiert allen Bürgern ein

Mindestmaß an Freiheit.

Unternehmer indes haben

inzwischen sogar die Freiheit

verloren, Verluste mit Gewinnen

uneingeschränkt zu verrechnen.

E

xakt 353 Seiten benötigten der

Jurist und Hochschulprofessor

Dr. Jürgen Lüdicke, die beiden

Steuerberater Andreas Kempf

und Thomas Brink sowie 22 weitere Experten

von PricewaterhouseCoopers

(PwC), um die Regelungen zum Umgang

mit Verlusten darzustellen und mit Blick

auf die Praxis zu kommentieren (siehe

Kasten). „Die steuerliche Berücksichtigung

von Verlusten ist berechtigter

Wunsch von Unternehmern und sowohl

betriebswirtschaftlich wie übrigens auch

verfassungsrechtlich geboten“, fasst

Lothar Siemers, PwC Partner und verantwortlich

für den Geschäftsbereich

Familienunternehmen und Mittelstand

in der Niederlassung Düsseldorf der renomierten

Wirtschaftsprüfungs- und

Beratungsgesellschaft, die Intention des

Fachbuches zusammen. Grundsätzlich

sollen Verluste mit den Gewinnen eines

Unternehmens verrechnet werden.

Durch diverse Regelungen des deutschen

Steuerrechts wird dieser Grundsatz jedoch

zunehmend eingeschränkt oder

ausgeschlossen. Viele dieser Bestimmungen

erweisen sich darüber hinaus

als unzulänglich, überschneiden oder

widersprechen sich. Ein Dilemma, mit

dem insbesondere der Mittelstand zu

kämpfen hat.


Anzeige PricewaterhouseCoopers AG

95

Kurzen Prozess machen

„Gerade nach Krisenzeiten sind Unternehmen

auf faire Regeln zur Verlustnutzung

angewiesen“, mahnt Siemers.

„Ohne eine diesbezügliche Vereinfachung

des Steuerrechts wird sich die Situation

der mittelständischen Unternehmen

trotz konjunktureller Erholung in

den nächsten Jahren weiter verschärfen.“

Erschwerend komme hinzu, dass viele

ausgerechnet jetzt aus Betriebsprüfungen

gewinnträchtiger Geschäftsjahre

Nachzahlungen zu leisten hätten. „Die

Planung von Steuern, ein automatisiertes

Reporting sowie kontinuierliche Prozessoptimierung

sind heute auch im Rechnungswesen

von elementarer Bedeutung

für den unternehmerischen Erfolg“, verweist

Siemers auf entsprechenden Modernisierungsbedarf

in vielen Betrieben.

Eine Optimierung der steuerlich relevanten

Prozesse im Unternehmen helfe frühzeitig,

unerfreuliche Betriebsprüfungen

zu vermeiden. „Jede Person, deren Handeln

einen steuerlich relevanten Beleg

auslöst, muss bei der Prozessoptimierung

berücksichtigt und eingebunden

sein.“ Bedenkt man, dass eine einzige

hohe Hotel-Rechnung, eine unvollständige

Veranstaltungsdokumentation oder

fehlerhaft verbuchte Umsatzsteuern

massive Steuernachzahlungen, falsch

beschriftete Belege im Extremfall sogar

die Staatsanwaltschaft auf den Plan

rufen können, ist der ganzheitliche Ansatz

schnell verstanden. „Oft wissen die

belegauslö senden Akteure nicht, welche

Folgen ihr Handeln haben kann und wo-

rauf sie achten müssen“, erklärt Siemers,

warum PricewaterhouseCoopers auch

jene Mitarbeiter von PwC-Kunden schult,

die in der Regel nicht mit dem Finanzamt

in Berührung kommen. „Automatisierte

Kontrollmechanismen sorgen dann dafür,

dass wenigstens die Verluste durch

menschliches Fehlverhalten deutlich reduziert

werden.“

PricewaterhouseCoopers AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lothar Siemers

Moskauer Straße 19 · 40227 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 9 81-17 18

lothar.siemers@de.pwc.com

www.pwc.com/de

Jonglieren mit Verlusten

Widersprüchliche Regelungen und Ge-

setze bedingen immer öfter Einzelfall-

entscheidungen der Finanzämter. Eine

Situation, die man durchaus nutzen kann,

beispielsweise, wenn mehr als 50 Prozent

eines Unternehmens den Anteilseigner

wechseln sollen. „Nach dem erst 2007

neu geregelten Paragraphen 8c des Körperschaftsgesetzes

würden die Verluste

aus den Jahren vor einem Inhaberwechsel

möglicherweise ganz oder teilweise

untergehen“, erklärt PwC-Partner Lothar

Siemers die derzeit schwierige Verhandlungsposition

vieler Mittelständler. Selten

Steuerfreiheit

Verluste im Steuerrecht

Erstmals wurden von 25 Steuerberatern,

Wirtschaftsprüfern und Juristen der Wirtschaftsprüfungs-

und Beratungsgesellschaft

PricewaterhouseCoopers alle Regelungen

zur Berücksichtigung steuerlicher Verluste

in Deutschland und 38 anderen Staaten

der Erde erfasst, dokumentiert und kritisch

kommentiert. Dabei wurden sowohl verfassungsrechtliche,

europarechtliche als auch

betriebswirtschaftliche Grundsatzüberlegungen

berücksichtigt. Aus der Sicht der

Praktiker gibt das Werk damit auch einen

steuerpolitischen Ausblick auf empfohlene

Reformmaßnahmen. Ein umfangreiches

Literaturverzeichnis sowie ein detailliertes

Stichwortverzeichnis erleichtern den Umgang

mit der Thematik. Das Buch ist Teil der

Reihe „Schriften des Interdisziplinären Zentrums

für Internationales Finanz- und Steuerwesen

der Universität Hamburg“, Band

47. Erschienen im Januar 2010 im Nomos

Verlag. ISBN 978-3-8329-4942-6

waren persönliche Gespräche und detailliert

vorbereitete Unterlagen deshalb

so wertvoll wie heute. „Das Finanzamt

vertritt die Interessen des Staates, wir

die Interessen der Unternehmen“, erklärt

Siemers die Zusammenarbeit mit den Finanzbehörden.

„Die Spielregeln lassen

Freiräume, die von den unterschiedlichen

Interessensvertretungen ebenso unterschiedlich

ausgelegt werden.“ Die Suche

nach dem beide Seiten zufriedenstellenden

Mittelweg werde bei der steuerlichen

Beurteilung von Transaktionen immer bedeutsamer.

„Die steuerliche Berücksichtigung von Verlusten ist berechtigter

Wunsch von Unternehmern und sowohl betriebswirtschaftlich

wie übrigens auch verfassungsrechtlich geboten.“

Wirtschaftsblatt 2/10


96

Aktuelles auf Landesebene: Seit fünf Jahren

berichtet NRW.TV aus Düsseldorf und NRW

NRW auf Sendung

Ob sich der SC Wiedenbrück gegen den VfL Speldorf durchsetzt, Politiker im Landtag

aneinander geraten, Milchbauern demonstrieren, Stars über Privates plaudern oder Unternehmer

Innovationen vorstellen: Der VJ nimmt’s mit. Und bringt es bei NRW.TV auf Sendung.

Wirtschaftsblatt 2/10

Freiheit NRW.TV


Anzeige NRW.TV

97

F

ernsehen aus und für Nordrhein-Westfalen“ ist seit

fünf Jahren das Motto des privaten Landessenders mit

Studio in Düsseldorf. Ein Team aus zwölf Moderatoren

und sechs Videojournalisten – VJ’s genannt – sowie

zahlreiche Techniker im Hintergrund sorgen dafür, dass die

Zuschauer von Borken bis Euskirchen und von Viersen bis Winterberg

rund um die Uhr informiert, interessiert, unterhalten

und zum Nachdenken gebracht werden: Angefangen mit „Guten

Morgen, NRW“ ab sechs Uhr in der Frühe bis zum „Nachtprogramm“

ab 0.30 Uhr. Mit verschiedenen Magazinsendungen

werden dazu inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. „Background“

etwa stellt Gäste aus Wissenschaft und Politik vor, „Halbzeit“

bietet Sport aus NRW, „DEMO“ informiert über die Welt der

Technik, „Kultur mit Uta“ führt zu Theatern, Museen, Konzerten

und Ausstellungen, und „Innofact NRW Trend“ hat die neuesten

Zahlen zu aktuellen Themen und Trends. Aber der Sender

geht auch über den regionalen Horizont hinaus – und das unter

durchaus prominenter Leitung: So führt die EU-Politikerin Dr.

Silvana Koch-Mehrin in „Silvanas Europa“ Interviews zu aktuellen

europäischen Themen, und der ehemalige Washington-

Korrespondent Roger Horné präsentiert in „Horné Life“ Gesprächspartner

aus Wirtschaft und Politik – unlängst war der

ehemalige Präsident des BDI, Hans Olaf Henkel, hier zu Gast.

Kein Kabel? Dann online!

Ein Programm, das ankommt. Der geschäftsführende Gesellschafter

Ralf G. Neumann ist stolz auf die Leistungen seines

Teams und die gute Resonanz beim Zuschauer. „In weniger als

drei Jahren haben wir unsere Zuschauerzahlen verdoppelt, auf

über vier Millionen. Das ist sehr viel für einen Privatsender unserer

Größe, der über Kabel nur in der Hälfte aller NRW-Haushalte

empfangbar ist. Immer mehr schauen uns inzwischen aber auch

live im Internet unter www.nrw.tv.“ Interaktive Kommunikation

liegt dem Senderchef besonders am Herzen. „Grundsätzlich

suchen wir immer wieder den Dialog mit den Zuschauern: Sie

können in Foren und per E-Mail unmittelbar auf das Programm

reagieren und Einfluss nehmen.“ Gegenwärtig ist ein Ausbau des

Programmangebotes geplant: Ralf G. Neumann will den Bereich

der Nachrichten weiter verstärken. Mit regelmäßigen „Breaking-

News“ und einem News-Magazin am Abend.

NRW.TV Fernsehen aus Nordrhein-Westfalen GmbH & Co. KG

Kaistraße 3 · 40221 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 9 57 00-500

info@nrw.tv · www.nrw.tv

Gestaltungsfreiheit

„Wirtschaft wie Lifestyle. Als privater Sender

informiert NRW.TV landesweit über alle Themen,

die Menschen in NRW bewegen.“

Die Dame fürs Schöne

Die prächtigsten Fernsehbilder bieten immer noch Entertainment

und Lifestyle. Bei NRW.TV werden sie von

Sophie Keiser zusammengestellt und kommentiert, in der

allwöchentlichen Sendung „Sophies Kinowelt“ und dem monatliche

Lifestylemagazin „Stilwelt“. Was Sophie Keiser an ihrer

Arbeit besonders schätzt ist ein seltenes Privileg in der

TV-Welt: inhaltliche Freiheit.

Frau Keiser, wer verantwortet die Inhalte Ihrer Sendungen?

Ich selbst. Bei uns sind alle Redakteure und Moderatoren in

ihren Ressorts selbst verantwortlich und in der Themenauswahl

frei. Deshalb entwickeln sich meine Sendungen auch

ständig weiter. Anfangs haben wir beispielsweise in der Kinowelt

noch lange Trailer gezeigt, das war sehr einengend.

Heute bearbeite ich das Material selbst. Dabei gebe ich aber

keine Bewertung ab, sondern stelle die Filme neutral vor.

Neben einem Gesamtüberblick präsentiere ich drei bis fünf

Neustarts in NRW sehr ausführlich, und befasse mich auch

mit den regionalen Lichtspielhäusern. Nordrhein-Westfalen

ist mit seiner Filmstiftung ein spannender Kinostandort.

Mit was beschäftigt sich die „Stilwelt“?

Mit Lifestyle-Themen. Alles, was unser Leben schöner macht.

Wir geben unseren Zuschauern die Möglichkeit, etwas zu

sehen und zu erleben, das jenseits ihres Alltags liegt. Wir

gehen hinter die Kulissen großer Shows, erleben Künstler

in ihren Ateliers, treffen Modeschöpfer in ihren Showrooms.

Dazu nehmen wir uns Zeit und drehen alles in HD-Qualität

selber. Jüngst habe ich ein Künstlerportrait produziert. Ich

war drei Tage mit dem Künstler unterwegs, an Orten, die ihn

inspirierten, aber auch in seinem Alltag. Das Material war

so toll, dass wir ganze 20 Minuten davon gesendet haben. So

etwas geht nur bei NRW.TV – der Standard bei anderen Sendern

liegt bei zwei Minuten und dreißig Sekunden.

Woran erkenne ich Ihre persönliche Handschrift?

Ich suche immer die Geschichte hinter den Ereignissen, den

Menschen, den Dingen. Dafür nehme ich mir Zeit. Alle Dinge,

Kleidung, Kunst, Essen oder Autos werden von Menschen

gemacht, und das will ich zeigen.

Stehen Sie gerne vor der Kamera?

Ich liebe es, Menschen etwas Neues zu erzählen und ständig

selbst Neues zu lernen. Was mich freut, ist das intensive

Feedback der Zuschauer, positiv oder negativ – dann weiß ich,

ob ich auf einem richtigen Weg war oder auch schon mal danebengelegen

habe. Dabei hilft übrigens auch die konstruktive

Kritik in unserem Team. Wir lernen voneinander.

Was ist das Besondere an NRW.TV?

Der Zuschauer. Wenn er möchte, kann er auch selbst in einer

Sendung auftreten. Wir haben zum Beispiel Sendungen mit

wirtschaftlichen Schwerpunkten, in denen Unternehmer

sich präsentieren. In anderen stellen Menschen ihre Lieblingssportarten

vor. Und wir bieten handfesten Service. Im

Magazin „DEMO“ lösen wir regelmäßig die Computerprobleme

unserer Zuschauer.

Wirtschaftsblatt 2/10


Foto: Thomas Wolf

98 Ausblick

Rückfax: 02 11 / 311 20 60-10

Ich wünsche eine unverbindliche Beratung über

die Werbe- und Promotionmöglichkeiten im oben

genannten Thema

Wirtschaftsblatt 2/10

Firma/Stempel

Ansprechpartner

Straße/Hausnummer

PLZ/Ort

Telefon

E-Mail

Expedition

NRW kommt

nach Köln

Köln ist anders; Köln ist eigen; Köln

ist einzigartig. Die größte Stadt an

Europas größtem Strom ist das

lebendige Oberzentrum einer Region,

die vom Bergischen Land bis in

die Eifel und vom Niederrhein bis

zum Hunsrück reicht. Und steckt

voller wirtschaftlicher Impulse

ihrer Unternehmen, Köpfe und

Akteure. All dies wird Gegenstand

im nächsten Heft, wenn das

Wirtschaftsblatt-Experten-Team

seinen Expeditionsbericht aus der

Domstadt vorlegt.

Das Wirtschaftsblatt zeigt landesweit, welche

Entwicklungsperspektiven die Stadt neuen

Unternehmen und neuen Bürgern bieten kann.

Wir berichten über Pläne und Visionen und

werden zur Plattform für alle, die die Zukunft

Kölns mitgestalten. Wenn das Expeditionsteam

auch in Ihrem Unternehmen Halt machen soll,

freut sich die Redaktion auf Ihre Koordinaten!

Für alle Informationen über die Beteiligungsmöglichkeiten

reicht dieses Fax.


Anzeige Georg Automation GmbH

99

Dinge

ans Laufen

bringen

Im antiken Griechenland verehrte man die

„automatia“ als „das von selbst Kommende“.

Zweieinhalb Jahrtausende später ist die Verehrung

der Spezialisierung gewichen. Denn von selbst

kommt gar nichts – das weiß man in Kreuztal.

K

omplexität ist unser Alltag“, sagt Andreas Otto, Ge-

schäftsführer der Georg Automation GmbH mit Sitz

im Kreis Siegen-Wittgenstein. „Ohne ausgetüftelte

Automatisierungslösungen kommt heute kein Industriezweig

mehr aus.“ Das 2002 gegründetes Unternehmen ging aus der

früheren Abteilung für Steuerungstechnik der traditionsreichen

Kreuztaler Heinrich Georg GmbH Maschinenfabrik hervor.

Heute bieten 17 Mitarbeiter ihr Wissen um das komplexe Zusammenspiel

von Steuerungs- und Antriebstechnik, Hydraulik,

Pneumatik und Mechanik einem internationalen Kundenkreis

aus dem Bereich der Blechverarbeitung an. Darunter Siegerländer

Maschinenbaugrößen wie die Dango & Dienenthal GmbH,

Stahlservice-Center wie die Walter Patz GmbH aus Mudersbach

oder das Dortmunder ThyssenKrupp Edelstahl-Service-Center.

„Unser Motto ist es, Probleme der Kunden als Innovationstreiber

und eigene Herausforderung zu begreifen“, erklärt Andreas

Otto. Man verstehe sich als unabhängiges Kompetenzzentrum,

das mit branchenübergreifendem Know-how von der Projektierung

und Softwareentwicklung über Inbetriebnahme und

Dokumentation bis zum weltweiten Service inklusive Ersatzteilbeschaffung

modernste Produktionsmaschinen projektiert

oder optimiert.

Know-how für Millimeterarbeit

Der Geschäftsführer konkretisiert: „Automation steht für

das Herzstück, für die Intelligenz einer Maschine. Zusammen

mit einem geeigneten Antriebssystem können verschiedenste

Anwendungen gesteuert werden, deren Konfiguration wir

an die kundenspezifischen Anforderungen anpassen.“ Georg

Automation hat weltweit Hunderte erfolgreiche Automatisierungskonzepte

in Serie oder als Einzelanfertigung verwirklicht.

Steuerungen für Querteilanlagen etwa, die unterschiedlichste

Materialien wie Aluminium, Stahlblech oder Edelstahl

vom Coil abwickeln und auf zehntel Millimeter genau aus dem

kontinuierlich laufenden Band scheiden und stapeln. Das Besondere:

Die tonnenschwere fliegende Exzenterschere wird

Sorgt für Bewegung in der

Produktion: Andreas Otto

durch die Steuerung so auf die Materialgeschwindigkeit aufsynchronisiert,

dass die Materialgeschwindigkeit beim Schnitt

erreicht und gleichzeitig die geforderte Produktionslänge exakt

geschnitten wird. Permanent - einmal pro Millisekunde - werden

die notwendigen Daten neu berechnet.Die Georg-Experten

garantieren dazu eine reibungslose Softwareunterstützung: Sie

setzen auf flexible und weltweit einsetzbare Softwareentwicklungssysteme

für die programmtechnische Umsetzung, etwa

das windowsbasierte Windows Control Center WinCC für die

Bedien- und Beobachtungsmöglichkeit auf Standard-PCs, oder

die bedienerfreundliche Visualisierungssoftware In Touch.

Denn die Visualisierung aller Abläufe gehört ebenso zum Georg-Service

wie die Vernetzung einzelner Systeme.

Schulung inklusive

Vernetzung prägt auch die Beziehungen zu jenen Kunden

der Automatisierungsschmiede, die nach Inbetriebnahme einer

Anlage weiterhin den Austausch suchen. Andreas Otto: „Wir

schulen das Bedien- und Wartungspersonal unseres Auftraggebers

vor der Inbetriebnahme und stehen auch danach noch mit

Rat und Tat zur Seite. Außerdem bringen wir Anregungen aus

unserem Kundenkreis direkt in Neuentwicklungen mit ein.“

Georg Automation GmbH

Langenauer Straße 9 ∙ 57223 Kreuztal

Tel.: 0 27 32 / 76 33 20

a.otto@georg-automation.com ∙ www.georg-automation.com

Entwicklungsfreiheit

„Unser Motto ist es, Probleme der Kunden

als Innovationstreiber und eigene Herausforderung

zu begreifen.“

Wirtschaftsblatt 2/10


100 Freiheit Maranello Motors

Freiheit auf italienisch

Maserati steht seit jeher für eleganten Luxus, gepaart mit technischem Know-how und

Sportlichkeit. Mit dem auf der IAA in Frankfurt vorgestellten GranCabrio kommt der klangvollen

Automarke ein weiteres Attribut zu: Familienfreundlichkeit.

Fahrspaß ist keine Sache für einsame Herzen. Das werden

sich die Designer von Pininfarina gedacht haben,

als sie den Maserati GranCabrio konzipierten. Denn

der neueste Spross der traditionsreichen Sportwagen-

Familie weckt Emotionen, die man teilen möchte. Als offener

Viersitzer bietet er die Gelegenheit dazu – in einem

Ambiente, das mit erlesenen Materialien, raffinierten Details

und dem Duft nach Edelholz und feinstem Leder gekennzeichnet

ist. „Zum ersten Mal in der Geschichte des

Dreizacks kommt ein Cabriolet mit Platz für vier Personen

auf den Markt“, erläutert Klaus Kordt, Geschäftsführer bei

Maranello Motors in Köln-Marsdorf. „Mit kraftvollen 440

PS verbindet der 4,7-Liter-V8-Motor klassische Eleganz

mit dem Gefühl von Freiheit und Sportlichkeit. Mit ihrem

6-Gang-Automatikgetriebe beschleunigt die Luxuskarosse

in nur 5,4 Sekunden von 0 auf 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit

von 283 Kilometer pro Stunde", schwärmt

Kordt. Aber auch in punkto Sicherheit ist das elegante Fahrzeug

mit dem Stoffverdeck familientauglich. „Die eigens

für Maserati entwickelte elektronische Stabilitätskontrolle

(MSP) sorgt für ideales Fahrverhalten in schwierigen Situationen.

Das Hochleistungsbremssystem mit elektronischem

Antiblockiersystem, Bremskraftverteiler und einem neuen

Bremsassistenten (BAS) sorgt zudem für sichere Bremsmanöver",

erklärt Kordt. „Hinzu kommt, dass das speziell

entwickelte Airbag-System seine Auslösungsintensität automatisch

auf die Körperstatur der Insassen abstimmt. So

ist die ganze Familie rundum bestens geschützt." Wer das

offene Fahrvergnügen im Maserati GranCabrio live erleben

will, für den stehen Klaus Kordt und sein Team im Gewerbegebiet

Marsdorf am Autobahnkreuz Köln-West bereit.

Maranello Motors GmbH

Württembergische Allee 4

50858 Köln

Tel.: 0 221 / 80 130 - 100

info@maranello-motors.de

www.maranello-motors.de


Anzeige Maranello Motors

101

Testfahrt gefällig?

Wirtschaftsblatt-Leser können das

italienische Gefühl von Freiheit erproben.

Michael Habets von Maranello Motors

steht Interessenten unter Rufnummer

02 21 / 8 01 30-140 zur Verfügung

Kopffreiheit

„Mit krafvollen 440 PS verbindet der

4,7-Liter-V8-Motor klassische Eleganz mit

dem Gefühl von Freiheit und Sportlichkeit.“


102

Denken, was

unmöglich scheint

Wie senkt ein leckerer

Brotaufstrich gleichzeitig

den Cholesterinspiegel? Was

muss geschehen, damit eine

Wandfarbe beim Streichen

nicht tropft? Wie kann ein

LKW ohne einen Ölwechsel

dreißig Mal um die Erde

fahren? Und wie findet man ein

kinderfreundliches Shampoo,

das beim Haarewaschen nicht

in den Augen brennt? Alles

undenkbar? Keineswegs!

A

uf diese und viele andere

Fragen gibt es überzeugende

Antworten. Gefunden wurden

sie von Cognis, einem

weltweit führenden Anbieter von innovativer

Spezialchemie. Seit 160 Jahren

hat das Unternehmen, das 1999 aus der

Chemiesparte der Düsseldorfer Henkel-

Gruppe hervorgegangen ist, eine außerordentliche

Kompetenz in der Nutzung

nachwachsender Rohstoffe erworben.

Der Global Player mit Standorten in 30

Wirtschaftsblatt 2/10

Freiheit Cognis GmbH

Ländern richtet sich konsequent auf die

Trends Wellness und Sustainability aus.

Die Fähigkeit, Trends frühzeitig zu erkennen,

macht das Unternehmen für

seine Kunden in aller Welt höchst attraktiv.

Antonio Trius, Chief Executive Officer,

erklärt: „Wellness und Nachhaltigkeit

zählen weltweit zu den Megatrends. Die

Nachfrage nach grünen Lösungen, die zu

Gesundheit, Wohlbefinden und Umweltschutz

beitragen, steigt. Mit Hilfe unserer

umfassenden Erfahrung können wir dem

Markt geben, was er verlangt.“

Cognis liefert Roh- und Wirkstoffe auf

natürlicher Basis in drei Geschäftsfeldern.

Die Strategische Geschäftseinheit

Care Chemicals ist ein weltweit führender

Anbieter von Grundstoffen und Zusätzen

für Haar-, Haut- und Körperpflegeprodukte

und von Haushalt- und Industriereinigern.

Care Chemicals vereinigt

Gedankenfreiheit

Erfahrung in der naturbasierten Chemie

mit Innovationskraft und umfassendem

Formulierungs-Know-how.

Zukunftsmärkte im Fokus

Nutrition & Health entwickelt Zusatzund

Inhaltsstoffe für die Ernährungsund

Gesundheitsindustrie. Auch hier

sind Formulierungs-Know-how und eine

genaue Kenntnis der Kundenbedürfnisse

Cognis wesentliche Erfolgsfaktoren,

die Cognis zum Innovationstreiber in

Sachen moderne Ernährung machen.

Die hocheffizienten Wirkstoffe werden

unter anderem in neuartigen funktionalen

Lebensmitteln mit zusätzlichen

Vorteilen für den Verbraucher verwendet

– zum Beispiel zur Stärkung von Herz

und Kreislauf. Die dritte Geschäftseinheit

Functional Products entwickelt grüne

„In Gedanken den Entwicklungen immer einen Schritt voraus

sein, das ist unsere Stärke. Dinge sind nicht unabänderlich,

alles kann verbessert werden. Man muß es nur wagen.“


Anzeige Cognis GmbH

103

Hochleistungschemie für verschiedene

industrielle Aufgabenbereiche. Zu den

Produkten und Lösungen gehören innovative,

umweltverträgliche Inhaltsstoffe

und Formulierungen für Beschichtungen

und Farben, Schmierstoffe, Pflanzenschutzmittel

sowie für den Bergbau.

Neben der grünen Rohstoffbasis ist

Innovation die verbindende Klammer

aller Geschäftseinheiten. Antonio Trius

präzisiert: „Wir kümmern uns nicht nur

um chemische Produkte, sondern stellen

die Bedürfnisse unserer Kunden in den

Mittelpunkt der Aktivitäten. Wir sehen

uns selbst als Katalysator neuer Ideen,

um die Megatrends Wellness und Nachhaltigkeit

zu bedienen. Dabei verbinden

wir unser chemisch-technologisches

Wissen mit dem Verständnis für die Verbraucherwünsche,

um die richtigen Innovationen

zu entwickeln. So gelingt es

uns, unseren Partner im Markt den Erfolg

zu sichern.“

Bei allem, was Cognis unternimmt, hat

Nachhaltigkeit oberste Priorität. Das

zeigt sich bereits bei den Ausgangsstoffen:

Schon jetzt stammen fast 50 Prozent

der verwendeten Rohstoffe aus nachwachsenden

Quellen.

Aus Prinzip nachhaltig

Und die Suche geht weiter. So hat

Cognis unter anderem Zugriff auf die Datenbank

von InterMed Discovery, einem

weltweit führenden Unternehmen für

die Entwicklung von naturstoffbasierten

Wirkstoffen. Die Datenbank enthält eine

Fülle von Informationen über Wirkstoffe

aus der Natur. Dies versetzt Cognis in die

Lage, schnell auf neue Herausforderungen

im Markt zu reagieren. Mittlerweile

ist die „Formula Nature“ von Cognis in der

Spezialchemie zu einer Erfolgsformel für

die Zukunft geworden. Denn sie erfüllt

genau die Wünsche, die Verbraucher und

industrielle Kunden mit umweltfreundlichen,

natürlichen Produkten verbinden.

Doch grün beschränkt sich nicht allein

auf Fertigung und Marketing. Als grundlegendes

Element der Unternehmensphilosophie

berührt grünes Denken und

Handeln sämtliche Bereiche. 24 Orientierungspunkte

aus den Bereichen Green

Chemistry und Green Engineering dienen

als Leitlinien, um den Vorsprung bei der

Nachhaltigkeit weiter zu vergrößern.

CEO Trius: „Wir wollen eine gesunde Balance

halten zwischen wirtschaftlichen,

ökologischen und gesellschaftlichen Ansprüchen

– ohne dabei die Entwicklungschancen

der nachfolgenden Generationen

zu beeinträchtigen.“

Cognis GmbH

Rheinpromenade 1

40789 Monheim am Rhein

Tel.: 0 21 73 / 49 95-0

info@cognis.com ∙ www.cognis.com

Cognis kurz und bündig

Die Cognis-Gruppe hat ihren Hauptsitz

in Monheim am Rhein. Von dort aus

werden sämtliche internationale Aktivitäten

koordiniert und gesteuert. Am

Standort Illertissen befindet sich das

globale Kompetenzzentrum der Strategischen

Geschäftseinheit Nutrition &

Health; in Düsseldorf unterhält das Unternehmen

seine weltweit größte Produktionsstätte

sowie Forschungseinrichtungen.

Darüber hinaus ist Cognis in

rund 30 Ländern vertreten. Geschäftsbeziehungen

bestehen zu Kunden in

mehr als hundert Ländern. Weltweit beschäftigt

Cognis über 5.600 Mitarbeiter,

die 2008 einen Umsatz von 3.001 Millionen

Euro erwirtschafteten. Seit 2001

gehört Cognis Private Equity Funds, die

durch Permira, GS Capital Partner und

SV Life Sciences beraten werden.

Wirtschaftsblatt 2/10


104

Mediale Freiheit, die begeistert

Am 103-Zoll-3D-Plasmadisplay geht Volker Schräger-Enkirch ganz unaufgeregt vorbei, so, als ob der Garagentorgroße

Bildschirm nichts Besonderes wäre. Der Besucher indes bleibt unwillkürlich stehen, streichelt fasziniert über den

Rahmen und die riesige Mattscheibe. Tatsächlich – kein Modell, keine Attrappe, alles echt und voll funktionsfähig.

S

timmt, das ist etwas ganz Neues

von unserem Partner Panasonic,

noch ein Prototyp“, sagt Schräger-Enkirch,

geschäftsführender Gesellschafter

der SIGMA System Audio-Visuell

GmbH. Dann öffnet er die Tür zur benachbarten

Lagerhalle, und ein zweites Mal

verschlägt es dem Betrachter den Atem:

Regal für Regal reiht sich hier aneinander,

bis unters Dach gefüllt mit transportfertig

verpackter Spitzentechnik für professionelle

Veranstaltungstechnik. Mit der

Massenware aus dem Medien-Supermarkt

hat das alles nichts zu tun. Hier steht das

Equipment, welches dem Kunden eine Unzahl

von Möglichkeiten zur Unterstützung

seiner Präsentation bietet.

Dreiklang hoch vier

Da ist auf der einen Seite die kreative

Freiheit der Kunden: Um dem freien Lauf

Wirtschaftsblatt 2/10

Freiheit SIGMA System Audio-Visuell GmbH

der Gedanken keine Grenzen aufzulegen,

soll die Technik auch vermeintlich

Unmögliches realisieren können. Auf der

anderen Seite geht es um Flexibilität und

Entlastung des Kunden. Das Multimedia-

Feuerwerk auf dem Event darf nicht zum

Risikofaktor werden, sondern gehört in

die erfahrenen Hände von Fachkräften

„Wir verstehen uns als Präsentations-

Manufaktur“, beschreibt Volker Schräger-

Enkirch Credo und Unternehmensinhalt

der 1977 gegründeten und heute an der

Schiess-Straße in Düsseldorf-Heerdt beheimateten

Firma, die bundesweit zu den

Führenden ihrer Zunft gehört. „Manufaktur

bedeutet, dass wir bei allem Einsatz

modernster Technik nicht die Menschen

und deren Leistung vergessen. Denn

Nähe entsteht nicht durch Strategien und

Technologien, sondern durch Mitarbeiter“.

38 Köpfe ist das SIGMA-Team stark:

Erfahrene Berater, Planer, Disponenten,

Veranstaltungstechniker, Meister und

Ingenieure erarbeiten mit den Kunden

nachdrücklich wirksame Auftritte. Fast

immer in einem Dreiklang: Die drei Quadrate

im SIGMA-Logo stellen die Grundfarben

der Videobilder rot, grün und blau

dar. Drei an der Zahl symbolisiert auch

Bild, Ton und Licht, die Themenbereiche

jeder gelungenen Präsentation oder das,

was im besten Fall hieraus resultiert: Hören,

Sehen und Verstehen. Und nicht zuletzt

das, was das Herz jedes Eventspezialisten

höher schlagen lässt: Inszenieren,

Begeistern und Anregen.

Sicher ist sicher

Im Mietfundus hält SIGMA Veranstaltungstechnik

für Tagungen, Messen und

Events jeder Art bereit. Seit 1986 ist SIG-

MA offizieller Servicepartner der Messe

Düsseldorf, ein Prädikat, das deutlich


Anzeige SIGMA System Audio-Visuell GmbH

105

Die Maxime

„In gleichem Maße, wie die Möglichkeiten

der Präsentationstechnik in den

vergangenen Jahren gewachsen sind, ist

die Bedeutung einer umfassenden Beratung

gestiegen. Wer vorne dabei bleiben

will, muss neben wachsamen Augen

und Ohren für neue Entwicklungen ein

hohes Maß an Kreativität besitzen. Dazu

bedarf es möglichst vieler verantwortungsbereiter

Köpfe, die die Philosophie

des Unternehmens leben. Was SIGMA

auszeichnet, sind unsere Mitarbeiter

und deren Fähigkeit zuzuhören sowie

kompetent zu beraten und zu handeln.

Technik ist unsere Leidenschaft.“

macht, wofür das Unternehmen steht:

Zuverlässigkeit. Professionalität. Verfügbarkeit.

Dienstleistungsbereitschaft.

Alles in allem: Sicherheit. Ein Wert, der

zum Beispiel für Hauptversammlungen

von Kunden sehr hoch eingeschätzt wird.

Veranstaltungsfreiheit.

Ob Konferenz, Messetand oder Live­

Event, jede Veranstaltung hat ihre eigene

Dramaturgie, selbstverständlich führt

SIGMA alle Aufträge mit der gleichen

Ernsthaftigkeit aus. Höchste Ansprüche

verlangen höchsten Einsatz, den SIGMA

gerne leistet: So ließ man sich bundesweit

als eines der ersten Unternehmen

von der Deutschen Prüfstelle für Veranstaltungstechnik

zertifizieren.

Visionen im Emirat

SIGMA ist aber nicht nur der Partner

für die einstündige Präsentation oder

den mehrtägigen Messeauftritt, von dem

der Geschäftserfolg des Kunden abhängt,

sondern auch für permanente audiovisuelle

Eindrücke. Das Team plant, verkauft

und installiert Präsentations- und

Veranstaltungsfreiheit

Medientechnik für Seminarräume, Präsentations-

und Ausstellungsbereiche.

So ist eines der spektakulärsten SIGMA-

Projekte im vergangenen Jahr realisiert

worden: Die Deutsche Bahn International

GmbH hatte von Emir Sheik Hamad bin

Chalifa Al-Thani den Auftrag erhalten,

ein vernetztes Nah- und Fernverkehrssystem

für sein Emirat Qatar zu erdenken

und dort zu präsentieren. Um die

Zukunfts-Visionen der DB-Experten in

Szene zu setzen, wurde im heißen Wüstensand

eine in sich geschlossene Präsentationswelt

errichtet. Durch einen

begehbaren Tunnel gelangte der Besucher

in einen modernen „Bahnhof“, wo

virtuell eine Bahnstation und ihr Umfeld

sowie ein Leitstand der Zukunft erlebbar

wurden. „Die SIGMA-Technik stützte

dabei ausschließlich die Präsentation,

ohne sich in den Vordergrund zu spielen“,

berichtet Volker Schräger-Enkirch,

wiederum ganz sachlich-selbstverständlich.

Doch die Bilder und die Fakten der

Präsenation machen ein weiteres Mal

sprachlos: 34 verborgen installierte Projektoren

strahlten 18 Einzelvideos an

„Wir bieten unserem Kunden kreative, technische Freiheit, um

seinen Ideen freien Lauf zu lassen und sind sein Partner, der

alles zu einem 'Gesamtkunstwerk' zusammenfügt."

Im umfangreichen Lager wartet

Präsentationstechnik für jeden

Anlass auf ihren Einsatz

die Tunnelwände – dank SIGMA-Knowhow

in höchster Auflösung, übergangslos

und unverzerrt trotz des elliptischen

Querschnitts des Tunnels. Zwölf weitere

Projektoren machten ein Dutzend Videosequenzen

in der Bahnhofsprojektion

sichtbar. 23 Rechner-Systeme, gesteuert

und synchronisiert über einen zentralen

Server, setzten die Datenflut um. 270

Meter LED-Lichtstreifen in den Wänden

dienten den Besuchern als farbige Leitlinie,

36 steglose Plasma-Displays formierten

sich zu einer imposanten Bildwand,

interaktive Touchscreens sorgten

für haptische Erlebnisse. Das alles gefiel

dem Emir und der Sheikha Mozah Bint

Nasser Al Missned so gut, dass die Ausstellung

ihrem persönlichen Wunsch

folgend über den Präsentations-Termin

hinaus stehen blieb und der Bevölkerung

von Qatar zugänglich gemacht wurde.

Und es beeindruckte die Expertenjury

des brancheninternen Wettbewerbs BEA

2010: Im Januar nahm SIGMA den Tech-

Award im Rahmen der Fachmesse „Best

of Events“ in Dortmund entgegen – als

Auszeichnung in der Sonderkategorie für

die „technisch-logistische Umsetzung

eines Marketing-Events nach Effizienz-,

Kreativ- und Innovationskriterien“.

SIGMA System Audio-Visuell GmbH

Volker Schräger-Enkirch

Schiess-Straße 55

40549 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 53 77-0

info@sigma-av.tv ∙ www.sigma-av.tv

Wirtschaftsblatt 2/10


106

Personal & Arbeit


Personal & Arbeit

Personal & Arbeit

Nachwachsende

Rohdiamanten

Wer hält morgen die Fahne am Industriestandort

Deutschland hoch? Wie können technologielastige

Branchen wie Automotive, Metall, Elektro und

Maschinenbau mit Blick auf den demographischen

Wandel zukünftig ihre Reihen mit qualifizierten

Fachkräften schließen?

Von David Greiner und Michael Kranz

107

„Hauptsache nicht Journalisten!“, meinten unsere Mitarbeiter,

als sie ihre Zöglinge zum Fotoshooting in den Verlag brachten


108

W

eniger junge Menschen

bedeuten auch weniger

Auswahl! Die Wirtschaft

muss sich selber

helfen und vor allem den Kontakt zu

den Schulen intensivieren. Industrie und

Handel haben im Wettlauf um die nächste

Generation bislang die Nase deutlich

vor, Mittelstand und Handwerk müssen

aufholen. Mit der Unterzeichnung einer

Vereinbarung zum Ausbau von Partnerschaften

zwischen Schulen und Unternehmen

haben sich Wirtschafts- und

Schulministerium in NRW und die Vereinigung

der heimischen Industrie- und

Handelskammern, der Westdeutsche

Handwerkskammertag sowie die Landesvereinigung

der Unternehmensverbände

auf eine flächendeckende Versorgung der

Schulen mit Partnern aus der Wirtschaft

verpflichtet.

Schulministerin Barbara Sommer

appelliert an die Unternehmen, sich gegenüber

allen weiterführenden Schulen

zu öffnen. Jeder, der im Rahmen einer

Partnerschaft Einblicke in betriebliche

Prozesse und alltägliche berufliche Herausforderungen

ermögliche, investiere

in die eigene Zukunft und die der Kinder

und Jugendlichen. Das Wirtschaftsblatt

hat mit dem Vorstand der Stiftung Partner

für Schule NRW, Roland Berger,

über den aktuellen Stand der Dinge gesprochen.

Herr Berger, wie viele Schulen sind denn

schon versorgt?

Wir haben etwa 2.600 allgemeinbildende

weiterführende Schulen in NRW. Seit

unserer letzten Befragung wissen wir,

dass davon 67 Prozent eine Partnerschaft

mit mindestens einem, häufig aber auch

mit zwei oder mehr, Unternehmen haben.

Wir wissen außerdem, dass etwa

500 weitere Schulen eine Partnerschaft

wünschen.

Nehmen einige Schulformen die Sache

ernster als andere?

Aus Erfahrung wissen wir, dass von Seiten

der Lehrer an allen weiterführenden

Schulen ein hohes Interesse an einer

Öffnung der Schulen hin zur Arbeitswelt

besteht. Durch den Kontakt zum

beruflichen Alltag erhalten sie aktuelle

Einblicke in neue Berufe und können so

den Unterricht praxisbezogener gestalten.

In allen Schulformen erhält das The-

Wirtschaftsblatt 2/10

Personal & Arbeit

menfeld Berufs- oder Studiennorientierung

immer mehr Raum. Aktuell haben

schon fast 80 Prozent der Gesamtschulen

eine Partnerschaft, bei Gymnasien sowie

Real- und Hauptschulen beträgt die Quote

70 Prozent. Deutlich schwieriger ist die

Situation allerdings bei Förderschulen.

Für sie brauchen wir besondere Modelle,

wie beispielsweise das in Bielefeld, wo

die IHK Ostwestfalen in einem Verbund

mit Förderschulen zusammenarbeitet.

Das Problem haben wir erkannt und werden

es gezielter angehen.

Der Kreis Mettmann konnte schon 2007

Vollzug melden, hier hat jede Schule bereits

mindestens einen Wirtschaftspartner.

Gibt es weitere Regionen, die positiv

von sich reden machen?

Es gibt Vorreiter, wo das Thema Schule-

Wirtschaft systematisch vorangetrieben

wird, aber ich will kein Benchmarking

betreiben. Das bringt gar nichts, weil es

einfach sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen

gibt.

Passen eigentlich die Vorstellungen der

Schulen und die Erwartungen der Unternehmen

zueinander?

Das wird bereits zu Beginn geklärt. Die

künftigen Partner handeln aus, was sie

gemeinsam erreichen möchten, was gewünscht

wäre und was sich tatsächlich

umsetzen lässt. Das Team der Stiftung

unterstützt sowohl Schulen als auch

Unternehmen im Abstimmunsgprozess.

Unverzichtbar ist eine von vornherein

klar definierte Zielvereinbarung: Was

wird gemacht, welche Ressourcen können

eingesetzt werden, was sind die

Inhalte und welches die Ziele der Partnerschaft.

Dazu kann dann eine Vereinbarung

ratifiziert werden.

Wie kommt ein Betrieb zu einer Partnerschule?

Jedes Unternehmen kann natürlich über

die Stiftung gehen. Wir können dann

die Kontakte in die Regionen vermitteln.

Sollten Unternehmen ganz neue Ideen

für Projekte mit Schulen haben, dann

sind wir auch der absolut richtige Ansprechpartner.

Besiegelten den landesweiten Ausbau von Lernpartnerschaften (v. r.):

Dr. Hans-Jürgen Forst (Vorstand der Landesvereinigung der Unternehmerverbände),

Franz-Josef Knieps (Präsident des Westdeutschen

Handwerkskammertags), die NRW-Ministerinnen Christa Thoben

(Wirtschaft) und Barbara Sommer (Schule) sowie Friedhelm Sträter

(Vizepräsident der Handelskammern NRW)


Gibt es besondere Projekte?

Bei jeder Initiative oder Maßnahme geht

es darum, den Jugendlichen einen guten

Übergang von der Schule ins Berufsleben

zu ermöglichen. Dazu brauchen sie nicht

nur fachliche Kompetenzen, sondern

auch eine gute Selbsteinschätzung, damit

sie für sich die richtige Entscheidung

treffen. Eines unserer zielgruppenspezifischen

Projekte ist „Startklar! Mit Praxis

fit für die Ausbildung“ für Haupt- Gesamtund

Förderschulen. Es zielt ab auf eine

systematische Stärkung der Lernkompetenz

und damit der Ausbildungs- und Berufswahlreife

von Jugendlichen über drei

Jahre hinweg in den Jahrgangsstufen 8,

9 und 10. Im Fokus stehen insbesondere

Schülerinnen und Schüler, die den direkten

Übergang in eine Ausbildung anstreben

und zusätzlicher Unterstützung bedürfen.

An Startklar! beteiligen sich im

ersten Jahr 150 Schulen, und da in jedem

Jahr neue Schulen dazukommen, werden

wir am Ende auf über 500 Bildungseinrichtungen

kommen, die sich beteiligen

konnten.

Ein weiteres Angebot, das wir flächendeckend

in NRW anbieten, ist „Zukunft

fördern”. Daran beteiligen sich tatsächlich

mehr als die Hälfte der weiterführenden

Schulen im Land. Jede kann aus

zehn Modulen wählen, was sie für die

Berufsorientierung machen möchte. Ein

Modul ist zum Beispiel die Einrichtung

eines Berufsorientierungsbüros, in dem

der Berufsberater Gespräche anbietet

oder die Jugendlichen an Computern recherchieren

können. Es gibt bereits ungefähr

600 davon. Es gibt zudem ein Modul

zur Sprachförderung für Migranten oder

ein Modul zum Thema Kompetenzcheck.

Sie brauchen für Ihre Projekte immer

Sponsoren aus der Wirtschaft. Gibt es

auch Programme, die für Mittelständler

geeignet sind?

Unser Angebot der Lernferien ist sehr

spannend und auch regional umsetzbar.

Im vergangenen Jahr haben 1.000 Schüler

und Schülerinnen an einer solchen

Veranstaltung teilgenommen. Sie gingen

eine Woche lang in eine Fortbildungseinrichtung

und konnten Erfahrungen

in unterschiedlichen Berufsfeldern sammeln.

Es gab Bewerbertrainings, Kompetenztests

und am Ende auch intensive

Gespräche mit den Eltern.

Personal & Arbeit

Arbeiten Sie auch mit Hochschulen zusammen?

Bei “Zukunft fördern” gibt es das Modul

Duales Orientierungspraktikum. Es besteht

aus zwei Elementen: Einer Hospitationswoche

an einer Hochschule, während

der die Jugendlichen den Unibetrieb

und einen selbstgewählten Studiengang

kennen lernen. Danach hospitieren sie in

einem korrespondierenden Tätigkeitsbereich

zum Beispiel bei einem Anwalt oder

Ingenieur.

Steht aktuell eine Zielgruppe besonders

in Ihrem Fokus?

Vor dem Hintergrund des demographischen

Wandels wollen wir uns stärker

um Migranten bemühen. Mit Blick auf

den kommenden Fachkräftebedarf heißt

es ja: Keiner darf verloren gehen. Ich bin

sicher, dass wir spezifische Angebote

brauchen, um Schülerinnen und Schüler

mit Migrationshintergrund zu fördern.

Dabei darf es nicht nur um die Verbesserung

von Sprachkenntnissen gehen.

Wir müssen uns verstärkt um die Eltern

bemühen, die einen erheblichen Einfluss

auf die Berufswahl ihrer Kinder haben.

Darum müssen wir ihr Verständnis für

unser duales Ausbildungssystem verbessern.

Wir müssen belegen können, dass

zum Beispiel eine Ausbildung im Handwerk

in vielen Fällen besser für die Zukunftschancen

eines Jugendlichen sein

kann, als ein weiterer Schulbesuch.

Unternehmen/Schule

Die Stiftung Partner für Schule NRW gibt

es seit mittlerweile sieben Jahren. Zu den

Gründern gehörten neben der Landesregierung

auch Unternehmen wie Gelsenwasser,

Apple, IBM und Microsoft.

Aktuell gibt es schon 33 Stifterunternehmen,

sowie weitere Firmen, die die Stiftung

projektbezogen unterstützen.

Informationen zu Sponsormöglichkeiten:

Mira Rübsamen, Tel.: 02 11 / 91 31 26 81,

ruebsamen@partner-fuer-schule.nrw.de

Informationen zu Partnerschulen:

Hermann Meuser, Tel.: 02 11 / 91 31 26 02,

meuser@partner-fuer-schule.nrw.de

Anzeige


110

Werden für viel Wirbel im Online-Sektor

sorgen: Das Team von HR-Commitment mit

Geschäftführer Heiko M. Schulte (3. v. r.)

und Prokurist Thomas Habicht (r.)

Personal-

Revoluzzer

aus St. Peter

Wirtschaftsblatt 2/10

Personal & Arbeit HR-Commitment

Mit HR-Commitment

steht Arbeitgebern

und Jobsuchenden ein

neues Online-Portal zur

Verfügung. Obwohl im

äußerst differenzierten

deutschen Markt bereits

über 1.500 Angebote dieser

Art vorhanden sind, hat die

Plattform das Zeug, die ganze

Branche nachhaltig auf den

Kopf zu stellen.

N

ein, er könne die internetba-

sierte Personalsuche nicht neu

erfinden. „Ich kann sie nur deutlich

besser machen“, verspricht Heiko

M. Schulte. Der Visionär aus dem rheinischen

Dormagen ist Geschäftsführer

des weltweit agierenden Personaldienstleisters

IT-C Commitment, dessen Kernkompetenz

die Vermittlung hochspezialisierter

Informatiker ist. Schulte kennt

das Metier aus dem Effeff, war lange

Jahre als Personaler für Großkonzerne

weltweit tätig. Auf seinen Reisen hat der

41jährige nicht nur zahlreiche Kontakte

geknüpft, sondern auch eine Idee entwickelt.

Ihr Titel: HR-Commitment. Im Februar

ist sie gestartet.

Unschlagbare Preise

Der Online-Personalmarkt hat eine

enorme Größe erreicht. Etwa 100 Milliarden

Euro werden nach Schätzung von

Heiko M. Schulte jährlich weltweit umgesetzt.

„Der Kampf um die Köpfe ist in vollem

Gange.“ Den Betreibern von Job-Portalen

sei dies bewusst, und sie reagierten

mit überzogenen Preisen. Und genau hier

setzt das revolutionäre Konzept der Dormagener

den Hebel an. „Bei uns sind Stellenangebote

schon bei einmaliger Schaltung

drei- bis siebenmal günstiger als bei

Mitbewerbern“, betont der Vertriebschef

von HR-Commitment Thomas Habicht.

Habicht ist ein Überzeugungstäter, dem

man abnimmt, dass ihn die Preispolitik

vieler Mitbewerber verärgert. „800 Euro

zu verlangen, um ein DIN-A4-Blatt ins Internet

einzubinden, ist schon höchst ver-


Anzeige HR-Commitment

111

wegen“, wird Habicht deutlich. „Das kann

sich auch kein Mittelständler leisten.“

TÜV-zertifiziert

Der Markt werde beherrscht durch die

Angebote der Medienkonzerne, pflichtet

ihm Geschäftsführer Schulte bei. „Das Big

Business nimmt viel Geld für repräsentative

und teure Infrastruktur in die Hand.

Das schlägt sich in deren Preisen nieder.

Wir brauchen aber keine Glaspaläste.“ So

habe man bewusst seine Zelte im verkehrsgünstigen

Dormagener Stadtteil St.

Peter aufgeschlagen – zu günstigen Mietkonditionen

und mitten zwischen den

Geschäftszentren der Rhein-Ruhr-Schiene.

HR-Commitment agiert strikt mittelständisch.

„Für mich heißt das: Clever,

effizient und bodenständig zu sein“,

so Schulte. Dass die Preispolitik nicht

zu Lasten der Qualität geht, zeigt die

TÜV-Zertifizierung des Portals nach DIN

ISO:9001. „Das kann keine andere Jobbörse

vorweisen“, sagt der Unternehmer. Für

den Kunden heißt dies unter anderem,

dass er stets einen projektvertrauten

Ansprechpartner im Unternehmen erreichen

kann. Die Sicherheitsstandards entsprechen

den hohen Anforderungen, die

ans Online-Banking gestellt werden.

Globale Präsenz

Die nächste tragende Säule des HR-

Commitment-Konzepts ist die weltweite

Einsetzbarkeit der Stellenangebote.

Auch bei global agierenden Wettbewerbern

ist das keine Selbstverständlichkeit,

da sie fast alle im Franchise-System

betrieben werden. Man zahlt stets für

die Reichweite des regionalen Vertreters.

Möchte man die räumliche Verfügbarkeit

ausweiten, werden zusätzliche

Gebühren fällig. „Bei uns nicht“, garantiert

der Geschäftsführer. Mit voller

Kraft widmet Schulte sich aktuell dem

Aufbau des 27 Standorte umfassenden

internationalen Netzwerks seines Job-

Portals. In Kürze wird das Büro in der

peruanischen Hauptstadt Lima seine

Arbeit aufnehmen. „Bis Mitte des Jahres

werden wir in allen wichtigen Märkten

vertreten sein“, bekräftigt er. Für

Deutschland ist das Netz mit Repräsentanzen

in Frankfurt, Berlin und Nürn-

berg sowie dem Stammsitz in Dormagen

bereits fertig geknüpft.

Projektarbeit oder Vollzeitstelle

Eine Fokussierung auf Teilbereiche

des Arbeitsmarktes wird es bei HR-Commitment

nicht geben. Man wolle die Gänze

von Angebot und Nachfrage darstellen.

„Normalerweise sind 25- bis 35jährige

die Hauptzielgruppe der Portale“, erläutert

Vertriebschef Habicht. Die Realität

auf den Arbeitsmärkten habe sich aber

gewandelt. Gestandene Arbeitnehmer

seien als wichtige Personalbausteine

wiederentdeckt worden. „Dem tragen zu

wenige Anbieter Rechnung. Wir werden

das ändern“, verspricht Habicht, der das

Portal auch für bislang vernachlässigte

Marktbereiche geöffnet hat. „Auch Kellner

auf Jobsuche werden bei uns fündig.“

Neben Teilzeit- und Vollzeitstellen werden

Praktika, klassische und duale Ausbildungsplätze,

Projektarbeiten, freiberufliche

Engagements oder Stellen bei der

öffentlichen Hand offeriert. In Dormagen

denkt man aber schon weiter. „Unsere

Zielrichtung ist eine globale“, lässt Schulte

seinen Ideen freien Lauf. „Wir werden

Einfach, günstig:

Die Tarife von HR-

Commitment

Einmalige Anzeige

Anzahl der Anzeigen 1

Laufzeit 4 Wochen

Preis zzgl. MwSt. 111,11 Euro

Business 12

Anzahl der Anzeigen 60 Anzeigen jährlich

Laufzeit 4 Wochen pro Anzeige

Preis zzgl. MwSt. 4.444,44 Euro

ein perfekter Partner.“ Ebenfalls auf der

Agenda: der Aufbau einer Unter-Plattform

für humanitäre Dienste.

Erfolgshungriges Team

Nachdem man im Februar die Beta-Version

des Online-Angebotes freigeschaltet

hat, wird noch im zweiten

Quartal des Jahres die Live-Version ausgerollt.

Sie wird dann auch in englischer,

spanischer und französischer Sprache

verfügbar sein. Für diesen Schritt wird

in St. Peter kräftig Personal aufgebaut. 40

Mitarbeiter sind es momentan. „Ein tolles

Team“, bekräftigt Heiko M. Schulte.

Erfolgshungrige Nachwuchskräfte treffen

auf gestandene Experten. Wichtig ist

uns, dass sie viel bewegen wollen.“ Man

habe schließlich Revolutionäres vor.

HR-Commitment -

a trademark of IT-C -

International Commitment - GmbH

Bahnstraße 146

41541 Dormagen

Tel.: 0 21 33 / 5 30 85-0

contact@hr-commitment.com

www.hr-commitment.com

Standard-Express

Anzahl der Anzeigen 1 Anzeige pro Monat/12 jährlich

Laufzeit 4 Wochen pro Anzeige

Preis zzgl. MwSt. 1.111,11 Euro

Business Plus

Anzahl der Anzeigen 120 Anzeigen jährlich

Laufzeit 4 Wochen pro Anzeige

Preis zzgl. MwSt. 8.888,88 Euro

Wirtschaftsblatt 2/10


112

Bürotechnik

Gut zu wissen!

Auf diesen Seiten finden Sie empfehlenswerte Dienstleister aus Ihrer Region.

Das Wirtschaftsblatt liefert Adressen mit Mehrwert.

Ihre Branche fehlt? Ihre Firma auch? Formulare unter Tel.: 02 11 / 311 20 60-0, Fax:

02 11/ 311 20 60-10, verlag@wirtschaftsblatt.de (Bringt viel, kostet wenig: ab 105 Euro präsent)

H. Hartmann GmbH & Co. KG

Bürotechnik

Drucken, Faxen, Kopieren und Archivieren!

Ihr Partner für Bürokommunikation, Serviceleistungen

und Systemanbindungen.

Viehhofstraße 121 ∙ 42117 Wuppertal

Tel.: 0202/24 30 30 ∙ Fax: 0202/42 30 55

www.hartmann-gmbh.de ∙ info@hartmann-gmbh.de

Grafik & Druckvorstufe

D.I.E. Grafikpartner GmbH

∙ Layout ∙ Farbraum-Konvertierung

∙ Farb-Management ∙ Bildbearbeitung

Hohenzollernring 16-18 ∙ 50672 Köln

Tel.: 0221/9 20 68-0 ∙ Fax: 0221/9 20 68-20

info@grafikpartner.de ∙ www.grafikpartner.de

Künstler & Events

Rheinland-Gastspiele

Rheinland Events & Incentives

Internationale Künstler-, Konzert- und Eventagentur

Künstler jeder Art – Veranstaltungsservice nach Maß

Organisation von exklusiven Firmenevents und

Incentives jeder Art und Größe für jedes Budget

Hauptstraße 5 a ∙ 53332 Bornheim

Tel.: 02227/9 00-188 ∙ Fax: 02227/9 00-187

info@rheinland-gastspiele.de

www.rheinland-gastspiele.de

Wirtschaftsblatt Köln Bonn Aachen 2/10

Personal und Arbeit

PEGASUS GmbH Personalmanagement

∙ Arbeitnehmerüberlassung

∙ Personalvermittlung

∙ Management auf Zeit

gewerbliche und kaufmännische Berufe

Fach- und Führungskräfte

Düsseldorf – Essen – Köln

Tel.: 0211 / 16 09 79 33

info@pegasus-info.de ∙ www.pegasus-info.de

Rechtsanwälte

Wagenführ Rechtsanwälte

Familienrecht ∙ Erbrecht ∙ Sozialrecht ∙ Mietrecht ∙

Bau- und Architektenrecht ∙ Kaufvertragsrecht

Herzogstraße 1 ∙ 40217 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 49 44 49 ∙ Fax: 02 11 / 49 03 00

info@ra-wagenfuehr.de ∙ www.ra-wagenfuehr.de

Sprachschule

Global Language School

∙ all languages ∙ translations ∙ company traning

∙ relocation service ∙ individual training ∙ seminars

∙ language assessment ∙ recruitment ∙ coaching

∙ blended learning

Stresemannstraße 26 ∙ 40210 Düsseldorf

Tel.: 0 21 1/17 93 26-0 ∙ Fax: 0 211/17 93 26-29

info@globallanguageschool.de

www.globallanguageschool.de

Stahlhandel

WIEHLSTAHL Handels GmbH & Co. KG

Werkzeugstahl – Blankstahl – Edelbaustahl

∙ umfangreiches Lager ∙ kurze Lieferzeiten ∙ Rund-,

Flach-, Vierkantabmessungen ∙ schneller Sägeservice

∙ zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008

Am Verkehrskreuz 22 ∙ 51674 Wiehl

Tel.: 02261/5 01 55-0 ∙ Fax: 02261/5 01 55-15

info@wiehlstahl.de ∙ www.wiehlstahl.de

Steuerberatung

Sylvia Kranenberg Steuerberater

∙ Jahresabschluss ∙ Rechnungswesen ∙ Personalwesen

∙ Existenzgründungsberatung ∙ Steuererklärungen für

Unternehmen und Privatpersonen ∙ Unterstützung bei

Betriebsprüfungen ∙ Unternehmensnachfolgeplanung

∙ Erbschaft- und Schenkungsteuer

Unter dem Hölsterlöh 20 ∙ 51580 Reichshof

Tel.: 02265/981033 ∙ Fax: 02265/980660

stb@stbkranenberg.de ∙ www.stbkranenberg.de

Torsysteme

INOVATOR-Schnellauftore GmbH

Industrietore - Brandschutztüren - Tore und

Garagentore

Industriestraße 67 ∙ 40764 Langenfeld

Tel.: 0 21 73 / 97 63-0 ∙ Fax: 0 21 73 / 97 63 33

info@inovator.de ∙ www.inovator.de


Umwelt & Recycling

UMS Umwelt-und Management Service

Unterberg

∙ Wärmekonzepte aus regenerativer Energie

∙ Alternative Abfallentsorgung

∙ Projektbegleitungen als Rating-Advisor

Klosterhardter Straße 25 ∙ 46119 Oberhausen

Tel.: 02 08 / 6 25 58 58 ∙ Fax: 02 08 / 6 25 58 59

UMS-Unterberg@t-online.de

Werbetechnik

...Wir beleuchten Ihre Werbung

b.krön creativ werbetechnik

Als Hersteller von Leuchtkästen ∙ Werbeanlagen ∙

Lichtwerbung ∙ Digitaldrucke für den Innen- und

Außenbereich liefern wir darüber hinaus verschiedene

Alu-Rahmen für z. B. rahmenlose Stoffdrucke (be- und

unbeleuchtet) und sind spezialisiert auf Einzel- und

Serienfertigung. Wir fertigen für Wiederverkäufer /

Messe- und Ladenbau nach Ihren Vorgaben. Fragen Sie

uns doch einfach!

Landwehrstraße 21 ∙ 41747 Viersen

Tel.: 02162/35 36 67 ∙ info@b-kroen.de

Werkzeug und Formenbau

Mehring & Krings OHG

Werkzeuge für Wachsausschmelzverfahren (Feinguss)

∙ Musterwerkzeuge und Prototypen ∙ Kleinserien

∙ 3D-Konstruktionen ∙ CAD/CAM Fräsen

∙ Draht- und Senkerodieren ∙ Kunststoffverarbeitung

Erbenhäuschen 8 ∙ 42651 Solingen

Tel.: 0212/5 12 59 ∙ Fax: 0212/5 84 11

info@mk-werkzeugbau.de ∙ www.mk-werkzeugbau.de

Wirtschaftsblatt:

Präsent in der ganzen Region:

Die Firmenempfehlungen in der

Rubrik „Adressen“.

Bestellformulare unter

Tel.: 02 11 / 311 20 60-0

oder per E-Mail:

verlag@wirtschaftsblatt.de

Impressum

Herausgeber Michael Oelmann

Chef vom Dienst Marc Daniel Schmelzer (mds); schmelzer@wirtschaftsblatt.de

Vertriebsleitung Jochen Oelmann, j.oelmann@wirtschaftsblatt.de

Magazinleitung Michael Kranz (MiK), kranz@wirtschaftsblatt.de

Textchefin Martina Gorlas (MG), gorlas@wirtschaftsblatt.de

Redaktions- und Verlagsanschrift

Graf-Adolf-Platz 1-2, D-40213 Düsseldorf

Tel.: 0211/311 20 60-0

Fax Verlag: 0211/311 20 60-10 ∙ Fax Redaktion: 0211/311 20 60-30

verlag@wirtschaftsblatt.de, www.wirtschaftsblatt.de

Büro Köln Albin-Köbis-Straße 2, D-51147 Köln, Tel.: 02203/1 02 17 60

Büro Dortmund Joseph-von-Fraunhofer-Straße 20, D-44227 Dortmund, Tel.: 0231/99 95 14-28

Regionalleiter Katja Eifler (ke/Neuss), Christiane ten Eicken (cte/Wuppertal), Sabine Hense-Ferch

(shf/Lippstadt), Anna Hüser (Düsseldorf), Volker Motz (motz/Köln), Marc Daniel Schmelzer (mds),

Gisela Splitt (Essen), Tina Marie Bongartz (Mönchengladbach)

Redaktion Esther Fernholz (ef), Ronald Morschheuser (romo), Karsten Sander (ks), Thomas

Scharfstädt (THS), Andreas Schultheis (as/Wissen, Rlp.), Anja Schumacher (aks), Anne Swodenk

(sw), Peter ten Eicken (pte), Carola Thielecke (cth), Brigitte Waldens (bw); Tel.: 0211/311 20 60-0,

redaktion@wirtschaftsblatt.de

Redaktionsmitarbeiter Martin Beier, Sigrun Clasen, Valeska von Dolega (von/Wuppertal), David

Greiner, Mathias Hajek (mha), Dr. Anke Hedfeld (Dortmund), Anna Hüser, Nadia Joppen (nj/Willich),

Isabel Klotz (Köln), Meike Kluska (Rheine), Dr. Inga Michler (Berlin), Thomas Leif (tl), Volker

Pieper (Bielefeld), Dr. Markus Schöneberger, Sabine Seeger, Christiane Siemann (cs), Meike Sturat

(Köln), Jan D. Walter (jdw/Essen)

Firmenberatung Andrea-Maria Schauf, Roland Beckers, Marie luise Bothe, Christiane Butlin, Sabine

Dobbek, Manuela Groß, Heike Hesse (Krefeld), Anna Hüser (Düsseldorf), Barbara Kürten, Ulrike

Lamberty, Nicola Milani, Christian Pianka, Felicitas Raecke, Martina Sauer, Ilka Schulz, Karin

Schwarzer, Iris Slomma, Heike Sommer, Gisela Splitt (Essen), Carola Thielecke (Wuppertal); Tel.:

0211/311 20 60-21, anzeigen@wirtschaftsblatt.de

Visuelles Konzept/Design Kreativstudio DIEGUTGESTALTEN, Fürstenwall 141, 40215 Düsseldorf,

www.diegutgestalten.de, kontaktiere@diegutgestalten.de

Gestaltung Daniela Schröder (Leitung); schroeder@wirtschaftsblatt.de, Tel.: 0211/311 20 60-24, Julia

Schmitz, Tel.: 0211/311 20 60-35, Alina Linden, Tel.: 0211/311 20 60-65, Gisela Röhrig, Jenny Drösel

Art Direktion Achim Schreiner, Tel.: 0211/311 20 60-56

Verlagskoordination Andreas Hodapp-Schneider, Susanne Pabst

Wirtschaftsblatt-TV Uta Bunn, Katja Eifler Online-Redaktion Esther Fernholz

Buchhaltung Brigitte Pulm, Tel.: 0211/311 20 60-54

Bürokoordination Martina Kolditz; Tel.: 0211/311 20 60-27, kolditz@wirtschaftsblatt.de; Oliwia

Frisch, Anja Schumacher

Informationsdienste und Datenbank Michael Künzer (Leitung)

Joshua Kranz, Mohamed Orahhou, Rauatef Orahhou, Sascha Schade, Johanna Scharf, Christopher

Schauf, Sasa Solaja

Fotos Achim Blazy, Simone Bahrmann, Ulli Dackweiler, Oliver Flörke, Dirk A. Friedrich, Stefan

Fries, Thomas Gödde, Dirk Grobelny, Tankred Helm, Andreas Herrmann, Dirk Hoy, Christine Imhof,

Günter Lintl, Boris Loehrer, Martin Magunia, Angelika Osthues, Robert Poorten, Sandra Sanchez,

Volker Schäffner, Maic Schulte, Gerhard Seybert, Horst Siemes, Olaf Staschik, Peter Sudermann,

Anja Tinter, Rupert Warren, Andreas Willems

Aboservice Tel.: 0211/311 20 60-27, kolditz@wirtschaftsblatt.de

Vertrieb Einzelverkauf DPV Network GmbH, Postfach 570412, 22773 Hamburg, www.dpvnetwork.de

Distribution Michael Hellmann, Rainer Schade Druck L.N. Schaffrath, Geldern

Das Wirtschaftsblatt ist das regionale Wirtschaftsmagazin mit eigenständigen Ausgaben für

die Regionen Metropole Ruhr, Westfalen, Köln-Bonn-Aachen, Düsseldorf, das Bergische Land,

den Niederrhein, den Kreis Mettmann und einem bundesweiten Länderheft. Persönlich gekennzeichnete

Beiträge und Firmenbeiträge stellen nicht unbedingt die Meinung des Verlages dar. Alle

Rechte liegen bei der Wirtschaftsblatt Verlagsgesellschaft mbH, Düsseldorf. Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 23 vom 1.10.2009. 18. Jahrgang.

WIRTSCHAFTSBLATT Verlagsgesellschaft mbH

Geschäftsführer: Michael Oelmann, HRB-Nr. 49351, Amtsgericht Düsseldorf

„Die Stärkung des Standorts ist unser Ziel.“

Gut zu wissen!

113

Wirtschaftsblatt Köln Bonn Aachen 2/10


114 Letzte Seite

Kopf-

schüttler

Endlich gibt es ein Thema, bei dem

alle mitreden können. Schlaglöcher!

Ein heftiger Winter hat gereicht,

um unser Verkehrsnetz auf das

Niveau der Straßen im sibirischen Workuta

herunterzufrieren. Als die Temperatur

immer wieder tief unter Null fiel,

bildeten sich Tausende blasenartige Aufwölbungen,

die sich in wenigen Tagen in

stoßdämpferkillende Schlaglöcher verwandelt

haben. Jede Menge Medien haben

schon die tiefsten Löcher gesammelt

– nicht, um etwas zu unternehmen, sondern

nur, um die Infos den Ersten Bürgerinnen

und Bürgern am Ort unter die Nase

reiben zu können. Die Damen und Herren

werden sich bedanken, denn die Kassen

sind fast überall so leer, dass gegen

massive Widerstände viel tiefere Löcher

gestopft werden müssen. Wer gerade die

Zuschüsse für Vereine und Jugendzentren

streichen muss, kann sich von noch

so vielen Fahrbahnausbrüchen nicht aus

dem Gleichgewicht bringen lassen. Innovative

Lösungsansätze sind begehrt:

In Niederzimmern hat ein Bürgermeister

seine Schlaglöcher gegen Werbung

verkauft. 155 Stück konnte der Verwaltungschef

der thüringischen 1.000-Seelen-Gemeinde

bis dato für jeweils 50

Euro losschlagen. Jeder Schlaglochbesitzer

wird auf einer Plakette verewigt, die

man bei der Schließung des Lochs in den

warmen Asphalt drückt. Leider sind hier

die Nachahmungschancen gering. Auch,

weil die Werbebotschaft beim nächsten

strengen Frost wieder aus der Fahrbahn

gesprengt werden könnte.

Maximen

Wirtschaftsblatt Köln Bonn Aachen 2/10

Dr.-Ing. Felix Cornelius,

Geschäftsführer goMedus GmbH & Co. KG, Köln

Sieben Fragen

1. Was sehen Sie, wenn Sie aus Ihrem Büro blicken?

Das hängt vom Büro ab, in dem ich sitze. Mein Lieblingsplatz ist in Berlin, hoch über dem

Ku’damm. Da blicke ich auf die alte West-City mit all ihren schrägen Gestalten.

2. Was ist derzeit Ihre größte Herausforderung?

In Hamburg und München werden wir große ambulante Gesundheitsnetze und -zentren

errichten. München ist ein äußerst spannendes Pflaster, darum im Zweifel die noch

größere Herausforderung.

3. Wohin ging Ihre letzte Geschäftsreise?

Früh von Köln nach München, am frühen Nachmittag weiter nach Hamburg und am

Abend im Zug nach Berlin. (Ist aber nicht immer so wild.)

4. Welches Buch lesen Sie gerade?

Unterwegs „Ignorance of Blood“ von Robert Wilson und zu Hause „The Godfather of

Kathmandu“ von John Burdett.

5. In welchem Restaurant in NRW gehen Sie am liebsten essen?

Da ich so viele Geschäftsessen habe, ist mein Favorit jeweils das nächste Restaurant,

das ich noch nicht kenne. So freue ich mich gerade auf die bretonischen Crêpes im

„La Galette“, in der Kölner Severinstraße.

6. Was ist der schönste Platz für Sie in NRW – außer Zuhause?

Wörtlich genommen: der Katschhof in Aachen – zwischen Dom und Rathaus.

7. Sie sind Bundeskanzler: Welche wirtschaftspolitischen Entscheidungen

treffen Sie als erste?

Utopisch: Reduzierung der Steuerarten auf ein Zehntel innerhalb eines Jahres. Noch utopischer:

Grundgesetzliche Beschränkung der Sozialausgaben auf einen festen Prozentsatz

des Staatshaushalts. Wichtig ist nicht die Höhe, sondern, dass es eine Grenze gibt.

„Nur, was zu Hause auf den Tisch kommt, wird auch verkauft.“

Helga Huth-Davepon aus Erftstadt ist Inhaberin eines mittelständischen Markthandelshauses

für Eier, Wild, Geflügel und andere Eifler Spezialitäten mit vier fahrenden Verkaufstheken.

Würden alle Anbieter dem Motto der gelernten Lebensmittelkontrolleurin folgen, gäbe es wohl

keine appetitverderbenden Skandale mehr.


Die besten Seiten

unseres Mittelstands

Als auflagenstärkstes regionales Wirtschaftsmagazin Deutschlands ist das

Wirtschaftsblatt die Plattform des heimischen Mittelstands. Mit seinen Berichten

aus Unternehmen und Wirtschaft, von kommunalen Wirtschaftsförderungen

und Landesministerien, aus Netzwerken und Kammern bietet es

fünfmal pro Jahr die Business-Informationen aus der Region.

Durch seine zielgenaue Versendung per Post erreicht das Wirtschaftsblatt

exakt die entscheidenden Köpfe der heimischen Wirtschaft. Und ist damit

das Netzwerk für Kontakte, Kunden und Kooperationen. In Köln-Bonn-

Aachen wie in den anderen Regionen des ganzen Landes.

Graf-Adolf-Platz 1-2

40213 Düsseldorf

Tel.: 0211/311 20 60-0

verlag@wirtschaftsblatt.de

www.wirtschaftsblatt.de

ServiceFax: 0211 / 311 20 60-10

Ich wünsche eine unverbindliche Beratung über die Firma/Stempel

Werbe- und Promotionmöglichkeiten im Wirtschaftsblatt. Ansprechpartner

Ich bin Unternehmer und möchte das Wirtschaftsblatt Straße/Hausnummer

kostenlos abonnieren PLZ/Ort

Ich bin bereits Abonnent – meine Empfängerangaben Telefon

haben sich geändert E-Mail

Die Themen des

nächsten Heftes 3/10

Problemlöser – Die Spezialisten der Region

Infrastruktur & Bauen

Produktionskompetenz-Offensive 2010:

Können zählt!

Frauen der Wirtschaft

Bildung

Finanz-Special: Factoring & Leasing

Praxisreport Markenrechte & Patente

Branchenreport Metall

Engineering – Auf zu neuen Produkten

Nachhaltige Energie

Entsorgung & Recycling

Messen & Events - Im Dialog mit dem Kunden

Wachstumsroute A 61 –

Wirtschaft entlang der Autobahn

Expedition NRW: Köln

Wirtschaftsblatt Köln Bonn Aachen 2/10


Wünsche zum

Mitnehmen.

der schnelle und direkte Kredit | schon ab 4,8 % *

Jetzt in vielen Sparkassen www.ready-and-go-credit.de

* Effektiver Jahreszins, laufzeit- und bonitätsabhängig. Der †‡ƒ ist ein Produkt der readybank ag.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine