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EditorialSehr geehrter Investor, der Leidensdruck steigt. Seit Jahren liegen die Geldmarktzinsenfaktisch bei null und die Anleihenrenditen nicht nennenswert darüber. Zugleich haussierenImmobilien- und Aktienmärkte, zusammen mit fast allen anderen Risikoanlagenauf der Welt. Folgerichtig wächst auch die Bereitschaft, dort zu investieren. Möglichkeitengibt es reichlich, denn die Produkte des Kapitalmarktes sind genauso vielfältig wie die Anlagestrategien,um sie zu nutzen. Wer also alle Chancen auf dieser Welt für sich erschließen will,der wird auch fündig werden.Die Fonds Bantleon Opportunities S und Bantleon Opportunities L verfolgen bereitsseit fünf Jahren sehr erfolgreich eine andere Strategie. Schuldner- und Währungsrisiken gehörenebenso wenig dazu wie Rohstoffe und globale Aktieninvestments. Was also will dieserManagementansatz? Wir konzentrieren uns mit den beiden Fonds auf die bewährten drei Basisanlagen:Geldmarkt, Top-Anleihen und den DAX. Dabei entscheiden wir konsequent, welchedieser Anlageklassen wir jeweils einsetzen – immer in Abhängigkeit vom Konjunkturzyklus.Denn nach unserem Verständnis war und ist die Konjunktur der übergeordnete Wegweiser desKapitalmarktes. An dieser Gesetzmäßigkeit wird sich auch in Zukunft nichts ändern, weshalbwir der Konjunkturanalyse auch weiterhin die höchste Aufmerksamkeit widmen werden.Finanzmarkt-Publikationen sind inzwischen nicht nur inflationär geworden, sondern leiderauch unglaubwürdig – oft reines Marketing. Ich betone deshalb, dass die Bantleon Bank AGihr Eigenkapital mehrheitlich in Bantleon Fonds angelegt hat und stets der Initialinvestor war.Deshalb fühle ich mich auch legitimiert zu sagen, dass die kommenden zwölf Monate eine besondereHerausforderung für Kapitalanleger werden. Die globalen Finanzmärkte sind zurzeit in derwahrscheinlich labilsten Verfassung, seit es Geld gibt. Hohes Risikobewusstsein und vor allemgute Handelsstrategien werden daher notwendig sein, um das Kapital nicht zu gefährden. Unserekonservative Grundeinstellung in Kombination mit unseren Exit-Strategien motiviert mich,Sie einzuladen, diesen Weg mit uns gemeinsam zu gehen. Ich würde mich freuen.Jörg BantleonEigentümer und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bantleon Bank AG3


WarumBantleon Opportunities?»Die Basis unserer Fondssind und bleiben hochqualitativeAnleihen,weil nur diese einen zuverlässigenErtrag bieten.«Unsinn.« Dabei muss man feststellen,dass diese Anleihengattung nicht nur diesicherste war, sondern wohl auch zu denenmit einer besonders guten Performancegehörte.Woher kam diese Leidenschaft für deutscheBundesanleihen? »Ich hatte das Glück, alsjunger Mann bei einem weltweit tätigenInterbankenbroker zu arbeiten«, erinnertJörg Bantleon sich. In dieser Zeit wargerade der Bund-Future erfunden wordenund Zinsswaps und -optionen wurden entwickelt.Was ihn daran bis heute fasziniert,ist die uneingeschränkte Handelbarkeit, dieseitdem für den gesamten Markt der Top-Staatsanleihen gilt. Für den AnleihemanagerBantleon hat diese hohe Liquidierbarkeiteinen Wert. Man kann auch sagen, dass deralte kaufmännische Grundsatz »Liquiditätgeht vor Rentabilität« zu einer Grundlagedes Anlage managements geworden ist.Anleiheschuldner mit schlechterer Bonität,geringer Liquidität, aber höherer Renditesind für den Anleihemanager Bantleonselbst in der gegenwärtigen Niedrigzinsphasekein Basisinvestment. »Natürlichrechtfertigt ein bestimmter Zinsabstandden Kauf anderer Schuldner, aber wir habeneine sehr konservative Einstellung dazu,ab wann wir in solche Titel investieren«,erklärt Jörg Bantleon. Auch Bantleoninvestiert heute in anderen Fonds nichtmehr nur in Bundesanleihen, sondernnutzt die Ertragschancen in vielen Anleihensegmenten.Allerdings werden alle Ertragsbausteinesehr aktiv gesteuert, sodassgerade die Schuldnerrisiken in bestimmtenMarktphasen konsequent abgebaut werden.Mit oder ohne Schuldnerrisiken – imaktuellen Niedrigzinsumfeld reicht keinZinsertrag mehr, um die Ertragsbedürfnissezu befriedigen. Weder für die Verpflichtungeninstitutioneller Investoren nochfür die Erwartungen von Privatanlegern.So bringt das Niedrigzinsumfeld viele Investorenin Schwierigkeiten. Mehr als zweiJahrzehnte konnten sie sich auf hochqualitativeStaatsanleihen verlassen. »Und sollteauch nur einer der globalen Brandherdeaußer Kontrolle geraten, dann verlängertsich diese Erfolgsgeschichte um weitereJahre mit sinkenden Anleihenrenditen undentsprechend deutlichen Kursgewinnen«,mahnt Jörg Bantleon. »Setzt sich jedochder politische Wille zur kalten Enteignungdurch, indem die Zinsen weiterhin künstlichunterhalb der Inflationsrate gehaltenwerden, dann sind Aktien die beste Wahl.«Auf die geänderten Rahmenbedingungenmuss man reagieren. Neue Strategien mitzusätzlichen Ertragsquellen sind notwendig.Deshalb entwickelte Bantleon bereits imJahr 2006 eine Managementmethode, beider die Zuverlässigkeit von hochqualitativenAnleihen mit den Ertragsmöglichkeiten desAktienmarktes kombiniert wird. Im Gegensatzzu konventionellen Allokationskonzeptengeht es bei Bantleon Opportunitiesaber nicht um leichte Anpassungen, alsodarum, die Gewichtung einzelner Unternehmenzu verändern oder von »Growth«zu »Value« zu wechseln. Im Mittelpunktsteht vielmehr die Frage, ob überhaupt inAktien investiert werden soll. Entsprechendkonsequent wird die Aktienquote bei Bedarfvollständig aufgebaut oder abgebaut.Grundlage ist die Konjunkturkompetenzvon Bantleon, mit der seit über 20 Jahrendie Kapitalanlagen vieler sicherheitsorientierterInvestoren gesteuert werden.Zunächst wurde die Managementmethodeim eigenen Handelsbuch umgesetzt – mitdem gewünschten Erfolg. Entsprechendfolgten im Jahr 2008 die institutionellen PublikumsfondsBantleon Opportunities Sund Bantleon Opportunities L. Inzwischenprofitieren institutionelle Investorenseit fünf Jahren von dem Konzept undseit der Auflegung von Anteilsklassen fürprivate Anleger im September 2010 wächstauch deren Nachfrage stark.So hat sich der Ansatz von BantleonOpportunities während der Finanzmarktkrisebewährt, wie nicht nur die Auszeichnungen,sondern vor allem auch dieherausragenden Ergebnisse beweisen. »DieBasis unserer Fonds sind und bleiben aberhochqualitative Anleihen, weil nur dieseeinen zuverlässigen Ertrag bieten«, betontJörg Bantleon.8


Interviewmit Dr. Harald Preißler»Konjunkturbestimmt dieVermögensaufteilung«Interview mit Dr. Harald PreisslerKapitalerhalt in allen Börsenlagen – das versprechen in diesen unruhigen Zeiten viele Asset Manager.Nur wenige schaffen es aber, diesen Anspruch zu erfüllen und ihren Anlegern in jeder Konjunkturphasepositive Erträge zu bescheren. Zu den Fondsanbietern, denen das bisher regelmäßig gelungenist, zählt Bantleon. Der Vermögensverwalter bietet mit Bantleon Opportunities S und BantleonOpportunities L zwei vermögensverwaltende Fonds an. Dr. Harald Preißler, Chefvolkswirt und einesvon drei Mitgliedern der Anlageausschüsse beider Fonds, erläutert im Interview das Konzept.Bantleon bezeichnet sich als »Der Anleihemanager«,investiert aber bei Bantleon OpportunitiesS und Bantleon Opportunities L auchin Aktien. Warum?Harald Preißler: Anleihen und Aktien sind gleichermaßenkonjunktursensibel, beide werden von denselben Urkräftengesteuert. Anleihen punkten vor allem dann, wenn sich diewirtschaftlichen Aussichten eintrüben. In diesem Umfeldliefern gerade hochqualitative Anleihen nicht nur einen kleinenZinsertrag, sondern überdies auch noch Kursgewinne.Verbessern sich hingegen die Wachstumsperspektiven, werdendie niedrigen Zinskupons von Kursverlusten schnell aufgezehrt.Dann schlägt die Stunde der Aktien. Bei BantleonOpportunities S und Bantleon Opportunities L verbindenwir die Vorteile beider Assetklassen miteinander, ohnedadurch das Ziel des Kapitalerhalts unnötig zu gefährden.Deshalb ist die Basis der beiden Fonds ein Portfolio mithochqualitativen Staatsanleihen und Pfandbriefen der Eurozone.Mit der Aktien quote haben wir einen zusätzlichenErtragsbaustein, den wir zeitweise dazunehmen können.Diese spezielle Kombination von Anleihen und Aktienermöglicht es uns, auch in schwierigen Kapitalmarktphasenpositive Erträge zu erzielen.Den Kapitalerhalt haben in den Jahren 2008 und 2011nur wenige Manager von vermögensverwaltenden Fondsgeschafft. Was machen Sie anders?Preißler: Wir konzentrieren uns auf das, was wir besondersgut können, und das ist die Konjunkturanalyse. Die konjunkturellenZyklen sind die wichtigsten Impulsgeber fürdie Anleihen- und Aktienmärkte, das hat sich auch mit demAusbruch der Finanzkrise nicht geändert. Im Zentrum allerAnlageentscheidungen stehen daher die Frühindikatoren,mit deren Hilfe wir frühzeitig Wendepunkte an den Finanzmärktenlokalisieren. Das versetzt uns in die Lage, sehr langean Kurstrends zu partizipieren, ohne am Ende einen Großteilder Gewinne wieder abgeben zu müssen. Hinzu kommt, dasswir im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern von vermögensverwaltendenFonds darauf verzichten, Zusatzerträgedurch den Einsatz illiquider Assetklassen zu vereinnahmen.10


Unterschiedezu anderen vermögensverwaltenden FondsEine Heimat fürsicherheitsorientierteInvestorenNur wenigen Portfoliomanagern ist es gelungen, auch in Phasen massiver Marktverwerfungen wie dem Aktiencrashim Jahr 2008 positive Erträge zu erwirtschaften. Bantleon Opportunities S und BantleonOpportunities L gehören zu den Ausnahmen. Wie unterscheidet sich das vermögensverwaltende Konzept vonanderen?In einem freundlichen Marktumfelderzielen die meisten Asset Managerpositive Renditen. Starke Aktienkursschwankungenund stark steigendeZinsen hingegen trennen schnell die Spreuvom Weizen. Das war auch in den vergangenenfünf Jahren zu beobachten, dieviele verschiedene Kapitalmarkt szenarienenthielten. So legten beispielsweise dieRenditen 10-jähriger Bundesanleihen zwischenSeptember 2010 und März 2011 um150 Basis punkte zu – das war in der Kürzeder Zeit einer der stärksten Anstiege dervergangenen 20 Jahre und führte bei langlaufenden Bundesanleihen zu Kursverlustenvon 10 Prozent. Es gab außerdem an denAktienmärkten volatile Seitwärts phasenund auch Einbrüche. Deshalb haben es diemeisten vermögensverwaltenden Fondsnicht geschafft, in diesem Zeitraum jedesKalenderjahr einen positiven Ertrag zuerwirtschaften. In einigen Jahren reichtendie Ergebnisse von zweistelligen positivenErträgen bis zu zweistelligen negativenErträgen.Bei einer Analyse des Fondsinventars wirdklar, warum die Ergebnisse so unterschiedlichsind. »Riskante und illiquide Assets wieHigh-Yield-Anleihen, Emerging-Markets-Aktien, Nachränge und Genüsse ermöglichenzu normalen Zeiten hohe Erträge«,stellt Jörg Schubert, Vorstand Kundenbetreuungund Leiter Investment Solutionsvon Bantleon, fest. »In Phasen massiverMarktverwerfungen hingegen muss beisolchen Portfolios mit erheblichen Verlustengerechnet werden.« Der Grund: Viele Risikoanlagenermöglichen zwar tatsächlich diemeiste Zeit einen etwas höheren Ertrag. ImGegenzug können sie aber auch in einemsehr kurzen Zeitraum erheblich an Wertverlieren. Zudem können illiquide Assets inKrisenphasen oft nur mit hohen Abschlägenverkauft werden.Bei den Fonds Bantleon Opportunities Sund Bantleon Opportunities L verzichtetdas Portfoliomanagement bewusst auf dieChancen höher rentierlicher Anlageformen,weil der Kapitalerhalt im Vordergrund14


Interviewmit Sasa Perovic»StarkausgeprägtesRisikomanagement«Interview mit Sasa Perovic16


Interviewmit Sasa PerovicSasa PerovicScope AnalysisDirector InvestmentfondsSie haben mit Ihrem Team von der Ratingagentur Scope dieFonds Bantleon Opportunities S und L vor Kurzem erst ­mals unter die Lupe genommen. Wie fällt Ihr Urteil aus?Sasa Perovic: Hervorragend. Die institutionellen Anteilsklassender Fonds haben von uns die Bestnote AAA erhalten – was sehrselten vorkommt. Bei den Anteilsklassen für private Anleger hat derBantleon Opportunities S ebenfalls die Bestnote AAA erhalten,der Bantleon Opportunities L die immer noch sehr gute NoteAA. Die unterschiedlichen Noten beim Bantleon OpportunitiesL hängen mit der etwas höheren Verwaltungsvergütungzusammen, die sich auf die Performance auswirkt.Wo konnten die beiden Fonds denn vor allem punkten?Perovic: Die Hauptgründe für die positiven Bewertungen sinddie insgesamt überzeugenden Performancewerte und das starkausgeprägte Risikomanagement der Fonds. Mit seiner herausragendenPerformance per 28. März 2013 gehört beispielsweiseder Bantleon Opportunities S zu den besten zehn Prozent derrelevanten Vergleichsgruppe. Der Bantleon Opportunities Lliegt mit seiner sehr guten Wertentwicklung ebenfalls deutlich überdem Durchschnitt. Die Rating-Unterschiede zwischen den beidenAnteilsklassen für private Anleger sind im Wesentlichen lediglichauf Unterschiede bei den quantitativen Kennzahlen der Fonds, wieetwa Performance, Volatilität und maximaler Verlust, zurückzuführen.Aber um es nochmal deutlich zu sagen: Beide Fonds eignensich ganz klar als Basisinvestment. Und im Gegensatz zu vielenMitbewerbern verzichtet Bantleon auf eine Performance Fee, wasaus unserer Sicht ebenfalls positiv zu bewerten ist.Haben Sie denn keine echten Schwachstellen gefunden?Perovic: Das Einzige, was man bemängeln kann, aber nicht zwingendmuss, ist, dass es bei beiden Fonds keine aktive Aktienauswahlgibt. Aus Risikogesichtspunkten ist das sogar positiv zu bewerten.Durch eine Abbildung der Aktienquote mit breiten Indices – wiedem DAX30 oder EuroStoxx50 – wird das Risikoprofil reduziert.Apropos Risiko. Wie schneiden die Fonds hier ab?Perovic: Das Risikomanagement der Fonds erfüllt höchste Ansprücheund ist eine der tragenden Säulen des Konzeptes. Besondersgefallen hat uns, dass die Portfoliokonstellation und die damitverbundenen Risiken ständig überprüft werden. Das Timing-Risikowird zudem durch die langjährige Berufserfahrung und die sehrhohe Expertise des Managements vor allem an den Anleihenmärktenbegrenzt. Darüber hinaus gibt es bei beiden untersuchtenFonds zwar Risiken in Bezug auf die Bonität der Bonds-Emittenten.Da hier aber fast nur Top-Bonitäten gekauft werden und auch durchdas stark ausgeprägte Risikomanagement sind die Schuldnerrisikenjedoch vergleichsweise gering. Außerdem werden beispielsweise Investmentsin Nachranganleihen und Genussscheine ausgeschlossen.Das Interview führte der freieWirtschaftsredakteur Heino Reents17


Perspektivenfür die KapitalanlageWas bringtin ZukunftPerformance?Viele Anleger haben nur die kurzfristigen Entwicklungen der Finanzmärkte im Blick. Welche Quartalszahlenveröffentlichen die Unternehmen? Wie werden die Zinsentscheidungen der Notenbanken ausfallen? Oder kannder Goldpreis über eine bestimmte charttechnische Hürde springen? Dabei wird der langfristige Ausblick oftvernachlässigt. Was beeinflusst in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Finanzmärkte und welche Konsequenzenergeben sich daraus für institutionelle sowie private Anleger ?Seit mehr als zwei Jahrzehntensinken die Zinsen für deutscheBundesanleihen – von kurzen Unterbrechungenmal abgesehen. Optimistensehen in der aktuellen Staatsschuldenkriseden Grund für das extrem tiefe Renditeniveauund hoffen auf deutlich steigendeZinsen, sobald die Krise vorüber ist. »DieseHoffnung dürfte sich aber nicht erfüllen,sind die niedrigen Zinsen für hochqualitativeStaatsanleihen doch das Ergebnis ungelösterStrukturprobleme und sinkenderInflationsraten«, erklärt Bantleon ChefvolkswirtDr. Harald Preißler. »Natürlichwerden die Renditen zwischenzeitlich auchmal wieder steigen, weil aber der übergeordneteTrend keine kurzfristige Ursachehat, dürfte er sich auch nicht so schnellumkehren.«Dafür sprechen mehrere Gründe: Selbstohne die aktuelle Krise an den Finanzmärktenmüssten die Industriestaaten inden nächsten Jahren ihre Schulden abbauen.Bereits vor dem Jahr 2008 war die Summeaus direkten und indirekten Staatsschuldenzu hoch. Jetzt versuchen die Regierungengegenzusteuern: mit höheren Steuern undAbgaben sowie geringeren staatlichen Ausgabenund Leistungen. »Diese Maßnahmenwerden schmerzhaft sein und die Wirtschaftder Industriestaaten über Jahre hinweglähmen«, prognostiziert Preißler. Auch dasseit Jahrzehnten in den Industrieländernsinkende Produktivitätswachstum lastet aufden Finanzmärkten. »Die schwindende Produktivitätwirkt sich mit zeitlicher Verzögerungnegativ auf die Gewinne aus. Es drohtein Teufelskreis mit besorgniserregendenlangfristigen Wachstumseinbußen.«Von der Inflation ist ebenfalls nicht miteinem Aufwärtsdruck auf die Kapitalmarktrenditenzu rechnen. Zwar habendie Notenbanken die Kapitalmärkte mitLiquidität geflutet, aber dieses Geld kommtnicht beim Verbraucher an und wirkt somitnicht preistreibend. Die Preissteigerungs-18


Perspektivenfür die KapitalanlageFazit für die Performanceder AnlageklassenDas Wirtschaftswachstum wird in den nächsten Jahrzehnten auf einenflacheren Pfad einschwenken.Das langsamer expandierende Produktionsvolumen bremst die Rallyeder Rohstoffpreise, das schwächere nominelle Wirtschaftswachstum hältdie Zinsen tief und die erodierenden Gewinnmargen schaffen Gegenwindan den Aktienmärkten.Die durchschnittliche Performance aus allen globalen Kapitalmarktsegmentenbewegt sich noch knapp über der Nulllinie.Dauerhaft attraktive Erträge entstehen über einen aktiven Bewirtschaftungsansatz,der jeweils nur jene Anlageklassen herausfiltert, die inüberschaubarer Zukunft die besten Perspektiven bieten.Die Sicherheit eines Portfolios wird in Zukunft – mehr als jemalszuvor – von der laufenden Auswahl und Gewichtung der Anlageklassenabhängen.21


Interviewmit Stephan Kuhnke»Kursgewinnesind wichtiger alsZinserträge«Interview mit Stephan KuhnkeAnleger und auch die Finanzbranche müssen umdenken. Überhöhte Performance erwartungen provozierenFehlallokationen, wie sie in den Jahren bis 2008 zu beobachten waren. Künftig wird bereits derreale Kapital erhalt, also nach Abzug der Inflationsrate, eine Herausforderung sein. Stephan Kuhnke,Leiter Portfoliomanagement, spricht über Chancen und Risiken der Zukunft.Der langfristige Ausblick für die Finanzmärkteerscheint düster. Die Kapitalmarktrenditendürften künftig über alle Assetklassen hinwegdeutlich niedriger als bisher sein. Was bedeutet das fürInvestoren?Stephan Kuhnke: Flexibel agieren. Kaufen und liegen lassenfunktioniert bei hochqualitativen Staatsanleihen wegen derniedrigen Kupons nicht mehr. Auch Anleihen mit niedrigererBonität sind keine Alternative, denn für die mittlerweilegeringen Zinsaufschläge muss man das Risiko des Kapitalverlusteseingehen. Weil übergeordnete, langfristige Trendsfehlen, wird es auch bei Aktien für den Anlageerfolg entscheidendsein, Kursaufschwünge zu nutzen und Abschwüngeweitgehend zu meiden. Die aktive Steuerung der Asset Allocationwird künftig eine herausragende Rolle spielen.Trotzdem, wenn Sie bei Anleihen nur in Top-Bonitäteninvestieren, wie wollen Sie da bei den derzeitigen NiedrigzinsenGeld verdienen?Kuhnke: Der Zinsabwärtstrend hat Buy-and-Hold-Anlegerin der Vergangenheit begünstigt. Es ist erstaunlich, wie vieleAnleger und sogar Asset Manager auch heute noch im Zins-22


Fondsdetailsim ÜberblickFondsdetails im ÜberblickPerformancezielnachfondsinternenKostenAnlageschwerpunktBewirtschaftungsbandbreiteFondswährungISINAnteilsklassen fürprivate Anleger> 4% p.a.0 Jahre7 Jahre0 ProzentAnleihenlaufzeitAktienquote20 ProzentAusschüttendeAnteilsklasse»PA«:LU0337413677ThesaurierendeAnteilsklasse»PT«:LU0337411200BantleonOpportunities SChancen nutzen> 6% p.a.Staatsanleihender Eurozone,Anleihen deröffentlichenHand,Pfandbriefeder Eurozoneund DAX-Aktienmarkt(DAX-Future)0 JahreWährung EUR9 Jahre0 ProzentAnleihenlaufzeitAktienquote40 ProzentEURAusschüttendeAnteilsklasse»PA«:LU0337414485ThesaurierendeAnteilsklasse»PT«:LU0337414303BantleonOpportunities LChancen maximieren24*Der Ausgabeaufschlag sowie bis zu 60% der Verwaltungsvergütung fließenan den Vertriebspartner.


ChancenKursgewinne durch mögliche steigende Kurse am Anleihenundam AktienmarktProfessionelles Anlagemanagement schöpft das Ertragspotentialeines Anleihen- und Aktienportfolios optimal ausBreite Streuung in viele Einzelwerte innerhalb des FondsAnleihen mit hoher SchuldnerqualitätUnabhängiges RisikomanagementBörsentägliche LiquiditätRisikenDer Kurswert kann unter den Kaufpreis fallen, zu dem derKunde den Anteil erworben hatDer Fonds unterliegt KursschwankungenAllgemeines Marktpreis- und ErtragsrisikoKursverluste sind wegen des allgemeinen Aktienmarkt- undRentenmarktrisikos möglichBonitätsrisiko der EmittentenWichtiger HinweisDiese Broschüre dient lediglich der Information und stellt weder eine Anlageberatung noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf eines Produktes dar. Sie enthält nicht alle relevantenInformationen zu den dargestellten Bantleon Fonds, und sie ist nicht Bestandteil eines Verkaufsprospektes. Die Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse aufdie zukünftige Wertentwicklung zu und stellen keine Garantie für künftige Erträge dar. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Anteilen der hier dargestellten Bantleon Fonds istder aktuelle Verkaufsprospekt in Verbindung mit dem neuesten Halbjahres- und/oder Jahresbericht. Die genannten Dokumente sowie die wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) sindin gedruckter Form kostenlos bei der Bantleon Invest S.A., 33 A, avenue J. F. Kennedy, L-1855 Luxemburg, bei der Bantleon AG, Karl-Wiechert-Allee 1 A, D-30625 Hannover, bei der Zahl- undInformationsstelle in Österreich, der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, Graben 21, A-1010 Wien oder beim Vertreter in der Schweiz, der Bantleon Bank AG, Bahnhofstrasse 2,CH-6300 Zug, oder in elektronischer Form unter www.bantleon.com erhältlich.


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