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NEWSERGINFinanzberatungFinanzberatungIhr unabhängiger Experte für KapitalanlagenHintergründe ∗ Aktuelles ∗ Kapitalmarktperspektiven ∗ VisionenInformationsblatt für unsere Kunden 4. Jahrgang, Ausgabe Nr.4, Dezember 2000In In eigener SacheVerehrte Kunden,ein sehr turbulentes, aberebenso interessantesBörsenjahr liegt wiederhinter uns, aber auch dieletzten 4 Wochen diesesJahres werden wohl nichtweniger spannend werden.Zunächst jedoch einigeNeuerungen:Neue Telefonnummer:089 / 54 88 66 – 0Neue Faxnummer:089 / 54 88 66 - 44Neben derTelefonnummer hat sichbei der ErginFinanzberatung nocheiniges getan:So kam Frau Evelyn Lazar– Bankkauffrau - imNovember neu in unserTeam. Sie wird dengesamten AbwicklungsundBack-Office-Bereichübernehmen. Ausserdemhaben wir unsereBüroräume verdoppelt,sowie die gesamte InnenundAußengestaltungerneuert. Die Erneuerungder sämtlichen EDV-Systeme werden bis Endedes Jahres abgeschlossen.An dieser Stelle laden wiralle Kunden herzlich ein,uns in unseren neugestalteten Räumen zubesuchen.Weiterhin suchen wir zweiAnlageberater. Falls ausIhrem Umfeld jemandInteresse zeigt, bitten wirSie uns zu kontaktieren.Weihnachtsurlaub:Unsere Büros sind vom23.12.00 – 07.01.01geschlossen, Herr Kunkelist bis 14.01.01 im Urlaub.Die in der letzten AusgabeNew New Economy kaputt kaputt? ?kritisch beäugte NewEconomy ähnelt imMoment eher einemJammertal. Derangemahnte Absturz kamschneller und heftiger alszunächst erwartet.Bis Anfang November sahalles noch nach einernormalen Korrektur aus, alssich diese dann aberverstärkte, markierten dieMärkte binnen wenigerTage crashartige Zustände,die evtl. ungesunde Folgenhaben könnten. Und dieGefahr ist noch nichtgebannt. Zwar ist eineGegenreaktion in denHighTech-Werten sehrwahrscheinlich, aber aucheine Fortsetzung desAbwärtstrends, dienochmals rund 25 %Kursverluste bringenkönnte, ist im MomentERGIN FinanzberatungNews Seite 1


nicht auszu-schließen.Sowohl aus charttechnischer,wie auch aus fundamentalerSicht kann noch in keinsterWeise Entwarnung gegebenwerden. Dummerweise kanndiese – aus heutiger Sicht –erst bei einem Nasdaq-Standvon rund 3500 Punkten undbei einem Nemax50-Standvon rund 5000 Punkten gegebenwerden. Was beträchtlichhöher liegt als die heutigenStände (2904 und 3605). DieAlternative ist eine vielwöchigeBodenbildung, dieeine Trendumkehr induzierenkönnte.Für eine Trendwende mußsich aber die Serie derschlechten Unternehmensmeldungenin eine Serie guterMeldungen wenden und dievolkswirtschaftlichen Datenin den USA müssen eine klareRichtunge zeigen – ausheutiger Sicht ist das abernoch alles offen.Daher sollte der kurzfristigorientierte und der„konservative“ Aktienanlegerder Hochtechnologie imMoment fern bleiben, dieGefahr eines weiteren Absturzeszu groß.Berichtszeitraum:25.07.00 – 24.11.00MarktberichteMarktberchteUSA:Während sich der Dow Jonesbei geringen Schwankungen mit– 2 % fast unverändert gab,erlitt der breitere S&P500-Indexeinen Verlust von - 9 % und derNasdaq stürtzte – 28 % in denKeller.Ausgelöst durch eine nichtendend wollende Serie vonGewinnwarnungen mußte derNasdaq seit Anfang Septembereinen schmerzlichenKursstuz hinnehmen.Besorgniserregend ist in denUSA, daß sowohl der DowJones, wie auch der S&P500und der Nasdaq ihre mittelfristigenAufwärtstrends gebrochenhaben und die langfristigenTrends in etwa 25 %unter den heutigen Ständenverlaufen. Demzufogle isteine weitere – evtl. auchstarke – Abwärts- oder einerlang-fristigeSeitwärtsbewegung nichtauszuschließen. Chart hin,Chart her – dies deckt sichauch mit der aktuellenwirtschaftlichen Situation inden USA. Abkühlung derKonjunktur – soft oder hardlanding sei einmal dahingestellt-, einhergehend mitrückläufigen Steigerungsratender Unternehemnsgewinneund einer zunehmendschwierig werdenden Situationfür die Notenbankpolitiker.Das Problem in den USA sindnicht nur die KonsumentenundWertpapierkredite, sondernauch das Außenhandelsdefizit,der sehr starke US-Dollar, der auf die Gewinnedrückt, die (noch nichtübermäßige) Inflation, dieimmer noch hohen Bewertungenin manchen Technologietiteln,die negative Sparquoteusw usw usw.... .Leider fallen einem auf derpositiven Seite in den USAnur sehr wenige Punkte ein,so daß auch hier das Bildweiter-hin getrübt bleibt.Man darf auch nicht vergessen,daß wir eine Hausse mitüber 10 Jahren Dauer hinteruns haben !Europa:Auch auf unserem Kontinentzeichnet sich ein ähnlichesBild wie jenseits des großenTeichs ab.Die Standardindizes DAX undEuroStoxx verloren unterrelativ geringen Schwankungennur - 8 %, bzw.– 5 %, der Neue Markt IndexNEMAX50 hingegen fiel- 42 % ins bodenlose.Der Unterschied zu den USA:Die mittelfristigen Trends (imDAX bei rund 6000 Punkten)sind noch nicht gebrochen,bzw. im Neuen Markt –aufgrund seiner Jugend –noch nicht vorhanden. Auchin Europa scheint sich dieKonjunktur bereits wiederabzukühlen, jedoch sind hiermehr Möglichkeiten gegeben,positive Faktoren zu erschaffen.So ist der schwache Euroweiterhin gut für unsereExporte (jedoch gehen über70 % der deutschen Exportein die EU !); aber auch fürausländische Investitionen inunsere (EU-)Wirtschaft undAktienmärtke wird sich eineschwache Währung als vorteilhafterweisen ! DieserEffekt ist bisher noch nichteingetreten, wird aber dafürum so stärker einsetzen,sobald der Euro erste definitiveStabilisierungstendenzenzeigt.Trotz allem Hick Hack in derPolitik stehen die Chancen füreine Rentenreform relativ gut– auch wenn am jetzigenEntwurf noch etwas gefeiltwerden muß. Auch dieSteuerreform ist positiv,obwohl auch diese besserausfallen könnte. Die Gefahrensind hauptsächlich vonder Inflationsfront durch denschwachen Dollar imZusammenhang mit dem


hohen Ölpreis herauszumachen. Eine sich abschwächendeUS-Konjunkturkann auch negativeEffekte ausstrahlen, jedochsollte sich Europa hiermittelfristig abkoppelnkönnen und eine gewisseEigendynamik entwickeln –sowohl im Wirtschaftswachstum,wie auch in denAktienmärkten.Daher sollte man Europaweiterhin übergewichten.Auch die extrem gebeuteltenNeuen Märkte sollteman näher im Auge behaltenund nach einerausgeprägtenBodenbildung oder einemschnellem Sprung über dieerwähnte 5000er Markeüber Investmentsnachdenken. Zwar sindauch hier hoheBewertungen zu sehen,jedoch ist die Gewinndynamik– trotz aller Pleitegeier– ca. 4 mal höher alsim US-HighTech-Markt.Asien:In Asien erleben wir imMoment sehr politischeBörsen, die sich negativauf die Kurse in nahezuganz Asien auswirken.In Japan, Taiwan und denPhillipinen wird an denMinisterpräsidenten gesägt,auch in Indonesien gibt esvon politischer Seite herUnruhe. Weiterhin größtesRisiko stellen die teilshochverschuldetenKonglomerate und dieschwachen Banken imgesamten asiatischpazifischenRaum dar.Jedoch sind dieWachstums-zahlen wiedersehr be-achtlich, Chinawird zu-nehmend zumMotor der Region und dieWerte sind nahezu „durchdie Bank“ billig. Wirdenken, daß ab Anfang desnächsten Jahres – sobaldvon der Politik mehr Ruheeinkehrt - wieder mitsteigenden Kursen zurechnen ist; auch von dertechnischen Seite sindBodenbildungs-formationenauszumachen. Interessantist auch hier, daß derjapanische Nikkei225weiter an Boden verlor,obwohl dieUnternehmensergebnissemeist leicht über denErwartungen waren, daranist wohl das Gerangel umMinisterpräsident Morischuld – aber „politischeBörsen haben kurze Beine“.Der sehr langfristig orientierteAnleger kann überkleine Positionen in Chinanachdenken – übrigens istShanghai in diesem Jahr derbeste Börsenplatz gewesen– aber nur für die Chinesenselbst, da die Ausländerdort (noch) nicht handelndürfen. Auch der chinesischeYuan Renminbi(Währung) hat andauerndan Wert gewonnen – seitJahresanfang rund 18 %zum Euro !Alle Statistiken aus Chinasind zwar sehr mit Vorsichtzu genießen, aber selbst,wenn man einen großen"Sicherheits-abschlag“ indie Zahlen einrechnet, sindsämtliche Daten doch sehrbeachtlich.Aber: Nur für sehr risikofreudigeund langfrisitigeInvestoren !Das politische Risiko istauch bei heute über 2000gehandelten chinesischenWerten nicht zu verachten,auch wenn in 2 Jahren die„staatliche Verjüngungskur“in der Regierung beginnt.Wer weiß, ob nicht dochirgendwann wieder irgendwelcheWirtschaftsextremistenan die Macht kommenund evtl. ausländischeGelder einfach sperren –auch ein abgemildertesSzenario wäre für unsereGelder bereits fatal. Daherkann man hier die Vorsichtnicht oft genug betonen.Währungen:In den letzten Tagen warenin der Presse undFernsehen mehrfachBerichte über „Kursstürze“asiatischer Währungen –ähnlich der Asienkrise – zufinden.Fakt ist: Der Yen gab seitJahresanfang zum Dollar-8,35 % nach - zum Eurostieg er um 10,3 %. Dasgleiche Bild haben wir imTaiwan $, Singapur $,Koreanischer Won und imThaiBaht – wir haben einedefinitive US-$-Stärke !!!Herausgeber:ERGIN FinanzberatungLuisenstraße 780333 MünchenTel. (089) 54 88 66 - 0Fax (0 89) 54 88 66 - 44Informationsblatt für unsereKunden5. Jahrgang 2000,Ausgabe Nr. 4Redaktionsschluß für Ausgabe 424.November 2000ERGIN FinanzberatungNews Seite 3


Für Sie gelesenVon dem erst in der letzten Ausgabe unserer Newszitiertem Mark Holowesko – Fondsmanager desTempleton Growth Funds - möchten wir an dieser Stellenochmals einige Gedanken zu Verfügung stellen, dadiese sehr gut in diese turbulenten Börsentage passen:„(...) Die Einführung neuer Technologien, ein erheblicherLiquiditätszufluss durch die Kreditvergabe derZentralbanken aus Anlaß des Jahr-2000-Problems und dieallgemein gute Konjunktur in den meisten Ländern derWelt trieben die Aktienkurse auf immer neueRekordhöhen. An der Spitze standen dabei die USA.Hinsichtlich Dauer, Umfang und Bewertungen ist derBoom des US-Aktienmarkts einmalig. Dies illustriert dieNASDAQ besonders deutlich; sie bescherte v.a.Mitarbeitern von Technologieunternehmen, derenAktienoptionen wegen des Kursanstiegs einen enormenWertezuwachs verzeichneten, überwältigendenWohlstand. Die Nachfrage nach US-Aktien führte auchzu einer steigenden Nachfrage nach US-Dollar. Trotzeines massiven Außenhandelsdefizits, das die meistenerfahrenen Wirtschaftsexperten eigentlich dazuveranlassen müßte, den Zusammenbruch des Dollarsgegenüber anderen Währungen zu proklamieren, erzielteder Dollar Kursrekorde. (...) Dies alles führt zu einerbesorgniserregenden potenziellen Instabilität der Märkteund Währungen. Rückschläge sind vermutlichunvermeidbar. Die Bewertungen sind maßlosübertrieben, dazu kommt noch ein auf Dauer nicht zuverkraftender Anstieg der Wertpapierkredite und derUmstand, dass ein amerikanischer Verbraucher imDuchschnitt das Doppelte seines Einkommens ausgibt.Die Anleger sind blind gegenüber einer Situation, dieJohn Templeton kürzlich als „die gefährlichste Periodeder Finanzgeschichte“ beschrieb, oder von der WarrenBuffet meinte, dass die Marktbedingungen extremerwären, als alles, was bisher geschehen sei,möglicherweise einschließlich der 20-er Jahre. Wir sinduns dieser Risiken wohl bewusst; trotzdem investierenwir mit Begeisterung gerade in dieser Zeit und nutzen diegroße Bandbreite der Bewertungen, die durch die engeAusrichtung vieler Investoren entstanden sind. Dieseenge Ausrichtung trieb Technologie- und Telekomwerteauf ein extremes Kursniveau, da Investoren die meistenanderen Sektoren ignorierten. Anfangs stand dasGewinnwachstum im Mittelpunkt. Das hervorragendeGewinnwachstum der Sektoren Technologie undTelekommunikation trieb deren Anteil amWeltnettoeinkommen von 9 – 10 % zu Beginn der 90-erJahre auf heute etwa 16 %.(...)“Anmerkung der ERGIN Finanzberatung:Der Anteil der Technologie- und Telekomwerte an derWeltmarktkapitalisierung beträgt etwa 33 %.Die hier klar ersichtliche Differenz ist wohl mit einGrund für die starken Kursrückschläge in den HighTechsder vergangenen Wochen und Monate.IndikatorenAktienindizesIndex Tendenz aktuell Tief/Hoch(6 Monate) Seit 01.01.00USA:Dow Jones Industrial î 10470 9796 / 11722S&P 500 î 1341 1322 / 1527Nasdaq î 2904 2755 / 5048Europa:DJ EuroStoxx50 î 6244 5631 / 6840DAX î 6664 6465 / 8064NEMAX-50 ì 3605 3186 / 9631Asien:Nikkei 225 ì 14315 14301 /20833HangSeng è 14376 13722 / 18301Kospi(Seoul) ì 530 504 / 1059Taipeh (Taiwan) ì 5419 4845 / 10202Thailand SET ì 285 252 / 498ZinsenEuropaGeldmarkt 1 Monat 4,84 – 4,94 %Geldmarkt 2 Monat 4,99 – 5,09 %Geldmarkt 12 Monat 5,11 – 5,21 %Rendite 3 Jahre 5,30 – 5,32 %Rendite 10 Jahre 5,73 – 5,75 %USAGeldmarkt Commercial 6,50 %USA T-Bills 6 Monate 6,36 – 6,37 %USA Anleihen 10 Jahre 5,63 %RohstoffeCRB Futures Index(USA-Warenterminpreise) è 229,42 201 / 233VeranstaltungInvestmentgesellschaft: ThreadneedleTermin: 07.03.2001Ort:München / StadtmitteThema:noch offen (wir freuen uns überWünsche)

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