Überblick über KOMPASS-Instrumente - IG Metall

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Überblick über KOMPASS-Instrumente - IG Metall

Kompass InstrumenteIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


Projektziele von Kompass• praktische Hilfestellung für die Entwicklung und den Einstieg ineine vorausschauende, strategische Fort- und Weiterbildunggeben,• ein Früherkennungssystem zur Identifizierung desAnforderungswandels und des Qualifikationsbedarfs entwickeln• Instrumente für die betriebliche Bildungsbedarfsanalyse und zurSelbstanalyse des persönlichen Lernbedarfs der Beschäftigtenerarbeiten• ein Verfahren, welches das vorhandene Erfahrungswissen unddie meist ungenutzten Potenziale der Beschäftigten erfasst,entwickeln und• konkrete betriebliche Umsetzungshilfen geben.IG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


Der Qualifizierungstarifvertrag• Kern des Tarifvertrages ist der Anspruch auf ein (in der Regeljährliches) Qualifizierungsgespräch, in dem derQualifizierungsbedarf festgestellt wird und dieQualifizierungsmaßnahmen vereinbart werden. DieBeschäftigten können ihre Vorstellungen einbringen. Kommthier keine Einigung zustande, wird die Einigung in einembetrieblichen Konfliktlösungsverfahren gefunden.• Die begründet einen beteiligungsorientierten Ansatz derBildungsplanungWeiterbildungsplanung als Aushandlungsprozesszwischen den betrieblichen und individuellenPerspektivenIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


Unterschiedliche Planungsansätze• Situativ• Top-down• Geschäftsleitung definiert Aufgabengebiete in Bezug auf dieGesamtstrategie des Unternehmens.• Aus momentanen und künftigen Aufgaben/Probleme/Anforderungenergeben sich Soll-Qualifikationen.• Ermittlung des Ist-Profils der Mitarbeiter.• Aus der Differenz zw. Soll und Ist folgt der Bildungsbedarf.Anpassung des Wissens an die betrieblichen Anforderungen.• Bottom-up• Ermittlung des Qualifizierungsbedarfs z.B. in einem PE-Gespräch / inder Gruppe / in einer Lernstatt; hier werden die Bedarfe desUnternehmens und Bedürfnissen der Beschäftigten diskutiert undentsprechende Maßnahmen vereinbart.Beteiligungsorientierte BildungsplanungIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


VorgehensweiseTheoriePraxis• Wissenschaftlicher Rahmen mit Grundkategorien einerbeteiligungsorientierten Bildungsplanung.• Erarbeitung eines gemeinsamen Grundverständnisses• Referenzbetriebe als Motoren für die Instrumentenentwicklung• Evaluation der InstrumentePraxisforschungIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


Qualifikation, Kompetenz, Bildung• Qualifikation– anforderungsbezogen– betont den ökonomischen Verwertungsaspekt• Bildung– Bildungstheorie von Klafki• Anspruch zur Befähigung wachsender Selbstbestimmungs-,Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit• alle – alles – allseitig– Bildungsverständnis bei Arnold• Verzahnung Arbeitnehmer/innen-Interessen und Berufsqualifizierung(berufliche Mündigkeit und berufliche Tüchtigkeit)• Förderung beruflicher Autonomie (Beschäftigte sind keine Objekte –Gestaltungsorientierung)• Neben Fachqualifikationen gewinnen soziale Kompetenzen anBedeutungIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


Lernen• Training – verhaltensorientiertes, bedingtes Lernen• Subjektives, begründetes Lernen (Klaus Holzkamp) – ohne Gründe wirdLernen bedeutungslos– Ich muss einsehen, dass es etwas zu lernen gibt,– und dass das Lernen mich weiter bringt; Einlegen einer Lernschleife mussSinn machen – größere Handlungsfähigkeit• Defensives Lernen– Lehr-Lern-Kurzschluß• Expansives Lernen• Lernen als selbstbestimmter Prozess - ErmöglichungsdidaktikIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


Kompass als ProzessErkundungEintrittDatensammlungund -auswertungDatenfeedbackProjektentwicklung undAkquisegesprächeErstgespräche in den Projektbetrieben zur Herstellungeines gemeinsamen Problem- und Handlungsrahmens•Interviews in Referenzbetrieben jeweils mit derGeschäftsleitung und dem Betriebsrat•Diskussionen und Workshops mit Betriebsräten undgewerkschaftlichen Funktionären•Gruppeninterview mit Beschäftigten•Instrumenten-Entwicklungs-Workshops•ArbeitsplatzbeobachtungenRückkoppelung der aufbereiteten Daten undDiskussion mit Betriebsräten sowie mit ProduktionsundPersonalverantwortlichen über möglicheSchlussfolgerungenIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


PraxisforschungHandlungsplanungHandlungsdurchführungAuswertungEntwickeln der InstrumenteInstrumentenworkshop für alle beteiligtenProjektbetriebe, mit der Möglichkeit zur Diskussion,Veränderung und Ergänzung der vorgestelltenInstrumente• Präsentation und Diskussion der Instrumente imRahmen einer Qualifizierung von Mitarbeitern desProjektes Kompass• Transfer der Instrumente in die betriebliche PraxisWeiterentwicklung der Instrumente und der ihnen zuGrunde liegenden TheorieIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


Betriebsfallstudien• Weitgehend unsystematische und konzeptionslos Weiterbildung• Bildungsplanung ist in hohem Maße situativ und reaktiv.• Das Personal wird als abhängige Variablen betrachtet.• Das Bildungsverständnis folgt in weiten Teilen Kriterien ökonomischerVerwertbarkeit und einem stark anpassungsorientierten Anforderungsbezug.• Von der Weiterbildung werden wichtige Beiträge zur strategischenUnternehmensentwicklung und zu reflektiertem Arbeitshandeln erwartet• Beteiligung hat ökonomische Dimension. Daraus folgt unternehmerischesInteresse an beteiligungsorientierten Verfahren der Bildungsplanung• Im Widerspruch dazu:– Bildungsplanung ist anderen Planungsbereichen deutlich nachgeordnet,– zum Teil fiel die Arbeits- und Bildungspolitik deutlich auseinander.• Beteiligung wird instrumentell legitimiert.• In Abgrenzung dazu ist ein, die Interessen der Beschäftigten gleichermaßenberücksichtigender Bildungsplanungsansatz zu entwickelnIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


• Systematisierung der Planung• Bestimmendes Planungsprinzip ist dieStop-and-go-Qualifizierung• Fehlende Synchronisierung der PersonalundBildungsplanung mit anderenunternehmerischen Planungsbereichen• Dominanz von Anpassungs- undAnforderungsbezugStrategischer Anspruch an Weiterbildungkann sich nur im Rahmen einesbeteiligungsorientierten Ansatzesentwickeln.• Korrekturpartizipation• KonzeptpartizipationBetriebReflektieren• Organisationale undIndividuelle Lernblockaden• Lernthemen müssen subjektivbedeutsam sein;• Lerngründe der Beschäftigtensind eine Bezugsgröße einerbeteiligungsorientiertenBildungsplanungBeschäftigteAushandlungIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


Die zwei Seiten von ReflexionDie Reflexion von aktuellen Problemen, Schwierigkeiten undPerspektiven hat eine betriebliche und eine individuelleKomponente.Wenn die betriebliche Weiterbildungsplanung als einAushandlungsprozess verstanden werden soll, dann erfordert diesvon beiden Seiten - dem durch den Vorgesetzten repräsentiertenBetrieb, wie den Beschäftigten - dass sie sich über ihre jeweiligenLernanlässe und -gründe klar werden.Das heißt, auch individuell auf Seiten der Beschäftigten sind imRahmen einer beteiligungsorientierten und strategischenBildungsplanung solche Reflexions- und Antizipationsprozesseanzuregen.IG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


ArbeitenLernenreflektierenvorhandene genutzteund schlummerndeKompetenzen undPotenzialePE-KonzeptBetriebAktuelle Anforderungenaus Technik /Organisation / Markt /Arbeitspolitik / etc.vorausschauenZukünftigeGestaltungsoptionen,PlanungenWelcheQualifikationenwerden zukünftigbenötigt. Wiekönnen dieKompetenzenund Potenzialeder Mitarbeiterentwickelt undgenutzt werden?reflektierenWas tue ich beider Arbeit? Gibtes aktuelleSchwierigkeitenimArbeitshandeln?MeineindividuelleArbeitserfahrungenÜber welcheKompetenzenverfüge ich?Die jeweilsindividuellenLernerfahrungenBeschäftigtevorausschauenWas kommt anArbeitsaufgaben aufmich zu? Wie lässtsich eineentwicklungsförderlicheundschädigungsfreieArbeit beschreibenund realisierenWelcheKompetenzenmöchte ich erhalten,entfalten undweiterentwickeln?IG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


Instrumente einer beteiligungsorientiertenund strategischen Bildungsplanung1. Systematisierung des betrieblichen Reflexionsprozesses• SALSA FE• PE-Radar: Ein computergestütztes Programm zur Ermittlung undWeiterentwicklung des betrieblich realisiertenPersonalentwicklungsansatzes2. Förderung von Reflexionsprozessen bei den Beschäftigten• SALSA SE : Subjektive Arbeits- und Lern-Situations-Analyse - eineSelbsteinschätzung• Das persönliche Kompetenztagebuch KoRA: Kompetenz: Reflexionund Antizipation3. Betriebliche und individuelle Bedeutungen: Voraussetzung füreine strategische und beteiligungsorientierte Bildungsplanung• Entwicklung von Zukunftsszenarien4. Die Gestaltung des Aushandlungsprozesses• SAMBA: Subjektive Arbeits-, Motivations- undBildungsanalyseIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach


Die PlanungssystematikSubjektSALSA SEKoRASzenarioSAMBASALSA FEPE-RadarBetriebIG Metall Bezirksleitung Baden-WürttembergMartin Allespach

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