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Pä dag og is c he KonzeP t ion 2008

Kindergarten st. Martin ga r M i s c h


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Inhalt Kindergarten St. Martin • Pädagogisches Konzept 2008

Vo n d e n Ki n d e r n

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind Söhne und Töchter der Sehnsucht

des Lebens nach sich selbst.

Sie kommen durch euch, aber nicht

von euch, und obwohl sie mit euch sind,

gehören sie euch doch nicht.

Ihr könnt ihnen eure Liebe geben, aber

nicht eure Gedanken, denn sie haben

ihre eigenen Gedanken.

Ihr könnt ihren Körpern ein Heim geben,

aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen

wohnen im Haus von morgen, das

ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal

in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein,

aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu

machen;

Denn das Leben läuft nicht rückwärts,

noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen, von denen eure

Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt

werden.

Khalil Gibran, persischer Dichter 1883–1931

uMfeld

fakten

05 Stationen

Hausgeschichte

06 Ruhig und zentral

Beschreibung der Einrichtung

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

erzIehung

ziele

08 Bildung und Erziehung

Bildungsbereiche und -ziele aus

dem BayKiBiG

11 Unser Leitfaden

Der Bayerische Bildungs- und

Erziehungsplan

12 Ganzheitliches Bildungskonzept

Lernen über Begreifen und

Selbsttätigkeit

13 Wie wir arbeiten

Organisationsstrukturen

14 Tagesablauf

und pädagogische Kernzeit

Altersspezifische Angebote und

gezielte Fördermaßnahmen

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

Kindergarten St Martin • Pädagogisches Konzept 2008

angebote

Praxis

16 Leistungen

Öffnungszeiten, Angebote und

Kurse

17 Qualitätssicherung

Fortbildungen, Konferenzen

Elternumfragen

KooPeratIon

Partner

18 Zusammenarbeit

Vernetzt mit zahlreichen Partnern

Inhalt

Impressum

Herausgeber

Kindergarten St. Martin

Brauhausstraße 7

82467 Garmisch-Partenkirchen

Telefon 08821 52646

www.kindergarten-sanktmartin.de

Leitung des Kindergartens

Sr. M. Monika Krämer

Träger des Kindergartens

Kath. Kirchenstiftung St. Martin

Pfarrhausweg 4

82467 Garmisch-Partenkirchen

Telefon 08821 943914-0

Bankverbindung

Kath. Kirchenstiftung St. Martin

Kontonummer 53 322

Bankleitzahl 703 500 00

Kreissparkasse Garmisch-

Partenkirchen

Layout

Josef Schwarzenböck

Druck

EOS-Druck & Verlag St. Ottilien

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edItorIal grußwort

Im Miteinander

Liebe Eltern! Wir erleben zurzeit, dass Vieles im Umbruch

ist in unserer Gesellschaft und

in unserer Kirche. Werte verändern sich

schneller und radikaler denn je. Die Finanzen

werden bei Staat und Kirche knapper.

Überall wird vom Sparzwang geredet.

Dabei besteht dann oft die Gefahr, dass

diejenigen, die am schwächsten sind, als

erstes darunter leiden müssen. Zu den

Schwachen gehören unsere Kinder – und

gerade sie benötigen unsere

Unterstützung. Deshalb ist es

Die Arbeit, die unsere Mitarbeiterinnen

mit den Kindern erbringen, kann wichtiger denn je, dass sich die

nur im Miteinander von Kinder- katholische Kirche als Träger von

garten und Eltern erfolgreich und Kindertagesstätten für die Kin-

zum Nutzen für die Kinder sein.

der engagiert, auch wenn es ihr

zunehmend schwerer fällt.

Aber: Wenn wir als Kirche unserem

Auftrag, den wir von Jesus Christus

bekommen haben, nämlich den Nächsten

zu lieben, treu bleiben wollen, haben wir

gar keine andere Möglichkeit. Auch liegt

es ja in unserem ureigenen Interesse als

Kirche, dass die Menschen, egal welchem

Glauben sie angehören, zu Menschen heranwachsen,

die verantwortungsbewusst

unsere Welt mitgestalten. Und dazu müssen

Pfarrer

Martin

Karras

ist mit der

kath. Kirchenstiftung

St. Martin

Träger des

Kindergartens

sie vieles lernen: Werte, Umgang miteinander

usw.

Viele Eltern sind damit überfordert,

wenn sie dies allein schaffen sollen. Deswegen

ist die Arbeit mit den Kindern auch

immer eine Arbeit mit den Eltern und für

die Eltern. Die Arbeit, die unsere Mitarbeiterinnen

mit den Kindern erbringen, kann

nur im Miteinander von Kindergarten und

Eltern erfolgreich und zum Nutzen für die

Kinder sein. Einsatz für die Schwachen und

die, die am Rande stehen oder: Einfach für

die, die uns brauchen. Das ist Leben und

Handeln im Geiste Jesu Christi.

Ich wünsche den Mitarbeiterinnen, denen

ich an dieser Stelle ganz ausdrücklich

für ihre bisher geleistete Arbeit danken

möchten, den Eltern und den Kindern,

dass sie sich in diesem Sinne immer wieder

neu miteinander auf den Weg machen.

Pfarrer Martin Karras

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

Seit fast 150 Jahren

betreuen Arme

Schulschwestern

Kindergartenkinder

in Garmisch

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

Stationen

unser Kindergarten kann auf eine langjährige

Geschichte zurückblicken.

Seit 1861 kümmern sich die Armen Schulschwestern

von Unserer Lieben Frau um

die Betreuung der Kinder vor Ort. Der Anfang

lag im Mädchenschulhaus, dem heutigen

Kloster der Armen Schulschwestern

am Pfarrhausweg.

1937 kommt es zu einer Unterbrechung

des Betriebs. Den Schwestern wird in der

Zeit des Dritten Reiches die Leitung des

Kindergartens entzogen und die Bewahranstalt

aufgehoben.

Nach Beendigung des zweiten Weltkriegs

erwirbt 1945 die Gemeinde ein

Geschichte Anfangs war der Kindergarten im Kloster der Armen Schulschwestern

integriert (links); nach dem zweiten Weltkrieg zog man in die Leitlestraße (rechts)

hausgeschichte uMfeld

Wehrmachtsgebäude in der Leitlestraße,

um es zu einer neuen Bewahranstalt umbauen

zu lassen, in der wiederum zwei

Schulschwestern zusammen mit einer

weltlichen Kindergärtnerin die Kinder

betreuen.

Da die Räumlichkeiten aufgrund steigender

Kinderzahlen und höherer Anforderungen

an die Pädagogik nicht mehr ausreichen,

werden Verhandlungen zwischen

dem Bürgermeister der Marktgemeinde und

der Pfarrei St. Martin Garmisch geführt.

1968 wird der Neubau eines Kindergartens

in der Brauhausstraße 7 beschlossen. Zukünftiger

Träger ist die Pfarrei St. Martin.

Die Leitung des Kindergartens bleibt bei

den Armen Schulschwestern.

Am 23. November 1969 kann das neue

Gebäude eingeweiht und als Pfarrkindergarten

in Betrieb genommen werden. Er

steht seither unter katholischer Trägerschaft

und wird in fünf Gruppen geführt.

Aus der Geschichte des Kindergartens

geht hervor, dass von Anfang an Wert

gelegt wurde auf eine Kinderbetreuung

unter christlichen Grundsätzen. Diesem

Erbe fühlen wir uns auch heute noch

verpflichtet.

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uMfeld

Ruhig und doch

zentral liegt der

Kindergarten St. Martin

beschreibung der einrichtung

ruhig und zentral

Rechtliche Grundlagen Wir sind ein staatlich

anerkannter kath. Regelkindergarten

und arbeiten nach dem Bayerischen Kinderbildungs-

und -betreuungsgesetz (Bay-

KiBiG). Der Kindergarten hat eine Betriebserlaubnis

für 125 Betreuungsplätze. Die

Aufsichtsbehörde ist das Jugendamt des

Landratsamts Garmisch-Partenkirchen

Situationsanalyse und Umfeld Unsere

Einrichtung wird von Kindern aller sozialer

Schichten besucht. Die meisten Kinder

stammen aus deutschen Herkunftsfamilien,

doch gibt es auch eine nicht geringfügige

Anzahl von Kindern anderer Nationalitäten

(Italiener, Türken, Russen, Griechen,

Thailänder, Ungarn, Portugiesen, Serben,

Slowenen, Amerikaner). In ca. 80 % der Familien

sind beide Eltern berufstätig. Mütter

meist nur teilzeitbeschäftigt.

Das Einzugsgebiet ist der Markt Garmisch-Partenkirchen.

Die meisten Kinder

wohnen mit ihren Familien in Einfamilienhäusern

mit Garten. Ca. 30 % der Kinder,

die den Kindergarten besuchen sind Einzelkinder

und benötigen daher dringend

Kontakt zu Gleichaltrigen. 20 % der Kinder

leben bei nur einem Elternteil.

Unweit des Kindergartens befindet sich

die Grundschule an der Burgstraße. Auch

die beiden Kirchen der Pfarrei (Alte Kirche

und Pfarrkirche St. Martin) sind zu Fuß gut

zu erreichen. Besonders hervorzuheben ist

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

auch die unmittelbare Nähe zum Schlittenberg

am Leitle und den wunderbaren

Spiel- und Wandermöglichkeiten in Wald

und Wiese.

Räumlichkeiten und Ausstattung In unserer

Einrichtung gibt es fünf Gruppenräume,

die von der jeweiligen Gruppe individuell

gestaltet sind. Jeder Gruppenraum ist nach

den baulichen Vorgaben für ca. 30 Kinder

konzipiert und für unsere Gruppengröße

von 25 Kindern daher großzügig angelegt.

Alle Gruppenräume sind nach dem Raumteilverfahren

(Martha Schörl) in einzelne

Spielbereiche, wie Puppenecke, Bauecke,

Leseecke, Wirtschaftsecke mit Herd und

Spülbecken etc. unterteilt. Zu jedem Gruppenraum

gehören ein Waschraum mit drei

Kindertoiletten, drei Waschbecken und einer

Dusche, sowie eine Garderobe.

Wir verfügen über einen Turnraum, der

mit zahlreichen Turngeräten ausgestattet

ist. Der Turnraum steht allen Gruppen

dreimal pro Woche zur Verfügung. Des

weiteren haben wir ein eigenes Musikzimmer,

mit Klavier und vielfältigen Orffinstrumenten

zum aktiven Singen und Musizieren

der Kinder. Die Bibliothek wird auch

als Ausweichraum für Kleingruppenarbeit

benutzt.

Zudem besitzt der Kindergarten einen

Personalraum für Teamsitzungen, ein

Büro, eine Küche, eine Putzkammer, eine

Personaltoilette mit Waschraum. In den

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

beschreibung der einrichtung

Kellerräumen und auf dem Dachboden

wird Arbeitsmaterial und Spielmaterial

gelagert.

Die Aussenanlage des Kindergartens ist

sehr großzügig gestaltet. Von jedem Gruppenraum

führt eine Terrassentüre nach

außen in den Garten. Jede Gruppe besitzt

ihren eigenen großen Sandkasten. Für alle

Kinder gemeinsam gibt es einen Klettermax

mit Rutschbahn, eine Vogelnestschaukel

(von der Elternschaft mit Spendenmitteln

finanziert), eine Kletterwand, ein Indianerzelt

aus Weidenruten, zwei Fußballtore,

Turnstangen und ein großes Planschbecken,

das an heißen Sommertagen eifrig

genutzt wird.

Zahlreiche Spielmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen des Kindergartens Die Vogelnestschaukel wurde 2007 vom Elternbeirat finanziert

uMfeld

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8

erzIehung

Die Bildungsarbeit

orientiert sich an

den Vorgaben

des Bayerischen

Kinderbildungs- und

-betreuungsgesetzes

BayKiBiG

Gr u n d s ät z e u n s e r e r pä d a G o G i s c h e n ar b e i t

bildungsbereiche und -ziele aus dem bayKibig

bildung und erziehung

Ethische und religiöse Bildung und Erziehung

Durch regelmäßige religiöse Angebote

sollen die Kinder zentrale Elemente der

christlich-abendländischen Kultur erfahren

und lernen, sinn- und werteorientiert

und in Achtung vor religiöser Überzeugung

zu leben, sowie eine eigene von Nächstenliebe

getragene religiöse oder weltanschauliche

Identität zu entwickeln. Wir

gestalten unsere Angebote weitgehend in

der von Franz Kett entwickelten Methode.

Da unser Kindergarten ein katholischer Pfarrkindergarten ist, orientieren sich

unsere Ziele am christlichen Menschen- und Weltbild.

Das Leitziel unserer pädagogischen Bemühungen ist der beziehungsfähige,

wertorientierte, schöpferische Mensch, der sein Leben verantwortlich gestalten

und den Anforderungen in Familie, Staat und Gesellschaft gerecht werden kann.

Bei allem, was im Kindergarten geschieht, steht das Kind im Mittelpunkt. Wir

sind uns dabei bewusst, dass Kinder ihre Bildung und Entwicklung von Geburt

an mitgestalten und jedes Kind sich in seiner Persönlichkeit und Individualität

von anderen Kindern unterscheidet.

Wir pflegen einen partnerschaftlichen Erziehungsstil und bemühen uns, in unse-

rer Arbeit die Interessen der Kinder aufzugreifen und die Planung der Lerninhalte

darauf abzustimmen, sowie die Kinder an allen sie betreffenden Entscheidungen

teilhaben zu lassen.

Im Jahreskreis haben die christlichen Feste

einen zentralen Stellenwert. Wir gestalten

und feiern sie in der Gruppe, sowie in der

Gesamteinrichtung.

Emotionalität und soziale Beziehungen

Im täglichen Umgang miteinander und

unterstützt vom pädagogischen Personal,

lernen die Kinder, mit ihren eigenen Gefühlen

umzugehen, in christlicher Nächstenliebe

offen und unbefangen Menschen

in ihrer Unterschiedlichkeit anzunehmen,

sich in andere Menschen einzufühlen, Mitverantwortung

für die Gemeinschaft zu

übernehmen und untereinander nach angemessenen

Lösungen bei Streitigkeiten zu

suchen. Jede Gruppe trifft sich mehrmals

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

wöchentlich im Gruppenkreis und reflektiert

das Miteinander in der Gruppe. Bei

Schwierigkeiten wird in partnerschaftlicher

Weise ein Lösungsweg gesucht.

Sprachliche Bildung und Förderung In

unserer Einrichtung bekommen die Kinder

täglich Anregungen zur Sprachförderung,

sowohl im Freispiel, als auch in

gezielten Angeboten, wie Bilderbuchkreis,

Geschichten und Märchen, Liedern und

Fingerspielen. Die Kinder lernen dabei,

sich angemessen in der deutschen Sprache,

sowie durch Mimik und Körpersprache

auszudrücken, längeren Darstellungen

oder Erzählungen zu folgen und selbst

Geschichten zusammenhängend zu erzählen.

Sie haben die Möglichkeit, Wortschatz,

Begriffs- und Lautbildung, Satzbau und

sprachliche Abstraktion entsprechend ihrem

Entwicklungsstand zu erweitern und

zu verfeinern.

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

bildungsbereiche und -ziele aus dem bayKibig

Dialekte werden gefördert und gepflegt

z. B. in der Einbeziehung heimischen

Liedguts. Der Kindergarten steht dazu in

engem Kontakt mit dem örtlichen Verein

für Mundartpflege. Kinder, deren Eltern

beide nichtdeutschsprachiger Herkunft

sind, erhalten im Jahr vor der Einschulung

eine gezielte Sprachförderung im „Vorkurs

Deutsch“, der zu gleichen Teilen von Lehrkräften

der Grundschule, sowie von Erzieherinnen

aus dem Kindergarten gehalten

wird.

Mathematische Bildung Damit die Kinder

lernen, entwicklungsangemessen mit Zahlen,

Mengen und geometrischen Formen

umzugehen, diese zu erkennen und zu benennen

bieten wir im Laufe eines Jahres

die „Reise in das Zahlenland“ an. Dieses

Angebot richtet sich vorwiegend an die

Vorschulkinder.

Der Umgang mit Maß, Gewicht und

Länge wird bei alltäglichen Verrichtungen

geübt und erlernt, z. B. beim Einschenken

von Getränken, beim Abmessen von

Lebensmitteln für die Zubereitung von

Mahlzeiten, beim Wiegen und Messen des

Gewichts und der Größe der Kinder etc.

Im Tages- und Jahresablauf werden die

Kinder daran gewöhnt, bestimmte Tätigkeiten

zu bestimmten Zeiten zu verrichten

und bekommen so einen reflektierten

Bezug zu Zeiträumen. Bei Einkäufen für

die Gruppe, dürfen Kinder die Erzieherin

erzIehung

9


10

erzIehung

bildungsbereiche und -ziele aus dem bayKibig

begleiten und können dabei den Umgang

mit Geld üben und erste Einblicke in wirtschaftliche

Zusammenhänge erhalten.

Naturwissenschaftliche und technische

Bildung Damit die Kinder lernen, naturwissenschaftliche

Zusammenhänge

in der belebten und unbelebten Natur zu

verstehen, bieten wir den Nachmittagskurs

„Forschen und Entdecken“ an. Hierbei

können die Kinder selbst Experimente

durchführen.

Situationsorientiert und geleitet von

den Fragen und Interessen der Kinder erforschen

wir naturwissenschaftliche und

technische Inhalte (z. B. wieso hält das Magnet

an der Tafel und nicht am Schrank?)

und fördern die Kinder, lebensweltbezogene

Aufgaben zu bewältigen.

Umweltbildung und –erziehung In wöchentlichen

Waldtagen, bei der Mülltrennung,

sowie bei der Mithilfe im Garten,

lernen die Kinder, ökologische Zusammenhänge

zu erkennen und mitzugestalten,

ein Bewusstsein für eine gesunde Umwelt

und für die Bedeutung umweltbezogenen

Handelns zu entwickeln und so zunehmend

Verantwortung für die Welt, in der

sie leben, zu übernehmen.

Informationstechnische Bildung, Medienbildung

und –erziehung Unsere Einrichtung

ist mit modernen Medien gut ausgestattet.

Wir besitzen einen Laptop, der in

Verbindung mit Beamer oder Fernsehgerät,

Digitalkamera und Digicam in allen Gruppen

zum Einsatz kommen kann. Somit

lernen die Kinder die Bedeutung und Verwendungsmöglichkeiten

von alltäglichen

informationstechnischen Geräten und von

Medien in ihrer Lebenswelt kennen.

Die Kinder sind fasziniert davon, wie

ihre eigenen Fotos und Filme auf dem Bildschirm

präsentiert werden und erfahren

dabei, dass Fernsehen mehr sein kann, als

passiver Medienkonsum.

Ästhetische, bildnerische und kulturelle

Bildung und Erziehung In unserem Kindergarten

dürfen die Kinder wöchentlich

wenigstens eine Bastelarbeit anfertigen. In

der Freispielzeit stehen ihnen jederzeit Kleber,

Schere und Farben zum eigenen kreativen

Gestalten zur Verfügung. Im Umgang

mit diesen Materialien und angeleitet von

den pädagogischen Fachkräften, lernen

die Kinder, ihre Umwelt in Formen, Farben

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

und Bewegungen, sowie in ihrer Ästhetik

wahrzunehmen und das Wahrgenommene

schöpferisch und kreativ gestalterisch umzusetzen.

Zudem gehen wir jährlich einmal

mit den Kindern zu einer kindgemäßen

Theatervorführung in das Kongresshaus

und führen die Kinder somit ein in die

Welt des Theaters.

Musikalische Bildung und Erziehung Im

Mai 2008 wurde unserer Einrichtung bereits

zum zweiten Mal der Felix, die Auszeichnung

des Deutschen Sängerbundes

verliehen. Wir sind ein Kindergarten, in

dem viel und gerne gemeinsam gesungen

wird. Die frühe musikalische Förderung

hat bei uns einen hohen Stellenwert. So

besitzen wir ein eigenes Musikzimmer

und führen unter Leitung des Kirchenmusikers

der Pfarrei St. Martin einen Kinderchor.

Bei Klanggeschichten und im aktiven

Musizieren kommen verschiedenste

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

bildungsbereiche und -ziele aus dem bayKibig

Instrumente aus dem Orffinstrumentarium

zum Einsatz.

Bewegungserziehung und -förderung,

Sport Unser großer Turnraum steht jeder

Gruppe drei mal wöchentlich zur Verfügung

und wird auch eifrig genutzt. Außerdem

haben die Kinder im Garten vielfältige

Möglichkeiten, ihre motorischen Fähigkeiten

zu erproben und ihre Geschicklichkeit

erzIehung

un s e r Le i t fa d e n – de r bay e r i s c h e biL d u n G s- u n d

er z i e h u nG s p L a n

Seit 2006 liegt die Endfassung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans

vor. Seinen Inhalten und Zielen fühlen wir uns in besonders hohem Maß ver-

pflichtet. Wir wollen somit insbesondere die Basiskompetenzen fördern, wie

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die Entwicklung von freiheitlich-demokratischen, religiösen, sittlichen und

sozialen Werthaltungen

den Erwerb von personalen, motivationalen, kognitiven, physischen und

sozialen Kompetenzen (Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Flexibilität und

innere Kraft)

das Lernen des Lernens

die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme sowie zur aktiven Beteili-

gung an Entscheidungen

die Entwicklung von Widerstandsfähigkeit (Resilienz)

Die Bildungsbereiche, des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans decken

wir mit unseren Angeboten ab und fördern die Kinder

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zu wertorientiert und verantwortungsvoll handelnden Kindern

zu sprach- und medienkompetenten Kindern

zu fragenden und forschenden Kindern

zu künstlerisch aktiven Kindern

zu gesunden und starken Kindern

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12

erzIehung

Ga n z h e i tL i c h e s biL d u n G s Ko n z e p t

bildungsbereiche und -ziele aus dem bayKibig

in einem ausreichenden

Bewegungsfreiraum zu

entwickeln. Vor allem

in den Wintermonaten

werden auch regelmäßig

gelenkte Turnstunden

zum Training und zur

Weiterentwicklung der

Koordination, der Muskulatur

und der Ausdauer

angeboten. Im Winter

Kopf, Herz und Hand bilden eine Lerneinheit. Wissen, Gefühle, Fähigkeiten

und Fertigkeiten arbeiten vernetzt miteinander. Lernen bedeutet daher nicht

bloß Denken. Was über vielfältige Sinneskanäle erfahren, im wörtlichen Sinn

begriffen wird, hat die größere Chance, sich als Wissen in unserem Gedächtnis

zu speichern und eine Entdeckung, die ein Kind selbst machen konnte, hat

unvergleichlich viel höheren Lerneffekt als „mundgerecht“ verabreichtes Wissen.

Unsere Bildungsarbeit geschieht daher vernetzt und ganzheitlich. Dabei sollen

immer so viele Sinne wie möglich angesprochen werden. Was dreidimensional

erfahren werden kann, und mit den verschiedenen Sinnen erfasst werden

kann, hat in unserer Bildungsarbeit einen höheren Stellenwert als z. B. die reine

Anschauung über ein Bilderbuch. Zu einer Thematik, die behandelt wird gibt

es daher immer Bewegung, Erzählung und Information, Gespräch, Gesang,

Ausdruck in kreativer Weise und wenn möglich das Stille werden und Staunen.

Unsere Kinder lernen über Begreifen und Selbsttätigkeit.

Die eben genannten Bildungsbereiche stehen nicht separat und losgelöst voneinander

da, sondern greifen im Alltag ineinander und werden nach wohlüberlegter

Planung und Vorbereitung von Lerneinheiten und Lernmaterialien für die

Kinder zu einer Lernchance von hohem Ausmaß.

wird in Zusammenarbeit mit der Garmischer

Skischule ein Skikurs angeboten, an

dem Anfänger und Fortgeschrittene teilnehmen

können.

Gesundheitserziehung Die tägliche Hygiene

des Händewaschens wird mit unseren

Kindergartenkindern von Anfang an erlernt

und geübt und somit zu einer Selbstverständlichkeit.

Im Rahmenprogramm

des Projektes „Tiger-Kids“, das als Präventionsprogramm

von der AOK angeboten und

begleitet wird, lernen die Kinder auf gesunde

und ausgewogene Ernährung zu achten.

Wir sind Teilnehmer an diesem Programm

seit dem Jahr 2007.

Bei Spaziergängen und in eigenen Übungen

mit der Verkehrspolizei lernen die Kinder

situationsbezogenes richtiges Verhalten

im Straßenverkehr. Im Sommer werden die

Kinder dazu angeleitet, sich vor schädlicher

Sonnenbestrahlung zu schützen durch Eincremen

mit Sonnencreme und das Aufsetzen

einer Kopfbedeckung. Im Laufe eines

Kindergartenjahres wird den Kindern immer

wieder vermittelt, welche Kleidung sie

tragen müssen, um sich vor Witterung und

Nässe zu schützen und somit Erkrankungen

vorzubeugen. Auch das richtige Verhalten

bei Erkältungen wird thematisiert und

spielerisch eingeübt.

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

Wie wir arbeiten

Unsere pädagogische

Arbeit ist

gruppenbezogen mit

gruppenübergreifenden

Angeboten am

Nachmittag

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

Die Gestaltung von Übergangszeiten Zeiten

des Übergangs sind für die Ausbildung

und Stärkung einiger Basiskompetenzen

(siehe S. 11) von großer Bedeutung. Daher

ist es uns ein Anliegen, diese Zeiten besonders

in den Blick zu nehmen und sensibel

zu gestalten.

Der Übertritt in den Kindergarten gestaltet

sich etwa so:

* Erstes Kennenlernen der Einrichtung

beim Tag der offenen Tür

* Anmeldegespräch und bei erfolgter

Zusage Aufnahmegespräch mit

Vertragsabschluss

* Elternabend: „Allem Anfang wohnt ein

Zauber inne“ mit hineichenden Informationen

zum bevorstehenden Eintritt des

Kindes in den Kindergarten

* Schnuppernachmittage

* Im September am Anfang noch verkürzte

Eingewöhnungszeiten

* Enger Austausch mit den Eltern in der

Eingewöhnungszeit und allmähliche

Ausdehnung der Besuchszeit des neuen

Kindes auf die von den Eltern gewünschte

Buchungszeit. Dies geschieht individuell

verschieden und richtet sich nach

organisationsstrukturen

erzIehung

den Möglichkeiten des Kindes und der

Eltern.

Der Übertritt vom Kindergarten in die

Schule gestaltet sich etwa so:

* Während des ganzen letzten Kindergartenjahres

gezielte Angebote für Vorschulkinder,

wie Buchstabenland und Zahlenland,

um sie an die Inhalte, die die Schule

vorsieht, in spielerisch ganzheitlicher

Weise heranzuführen

* Kooperation zwischen Kindergarten

und Schule findet ganzjährig statt in

der Durchführung des Vorkurs Deutsch

und im gegenseitigen Austausch zwischen

Lehrkräften der Grundschule und

Erzieherinnen.

* Die Eltern unterschreiben zu Beginn des

letzten Kindergartenjahres die Einwilligung

zum Fachdialog zwischen Kindertageseinrichtung

und Schule und ermöglichen

so bis ein Jahr nach Schuleintritt,

dass Lehrkräfte und Erzieherinnen sich

über die Schulanfänger gegenseitig informieren

und austauschen. Ein Kind,

bei dem aufgrund von Beobachtungen

im Kindergarten Lernschwierigkeiten

zu erwarten sind, kann von somit von

13


14

erzIehung

organisationsstrukturen

ta G e s a b L a u f u n d pä d a G o G i s c h e Ke r n z e i t

@

@

7.30 Uhr Bringzeit und Sammelgruppe

8–12 Uhr Pädagogische Kernzeit

*

*

Anfang an in der Schule gezielt gefördert

werden.

Erstmals werden die Vorschulkinder

vor Weihnachten zum Schulspiel

eingeladen

Nach der Schuleinschreibung, wenn fest

steht, in welche Schule ein Kind kommt,

werden die Kinder von ihrer künftigen

Erstklasslehrkraft zum Schulbesuch

eingeladen.

Die pädagogische Kernzeit, die Zeit am Tag, an der wir mit der Gruppe und in

der Gruppe intensiv am jeweiligen Thema arbeiten, in der wir unsere differen-

zierten und altersspezifischen Angebote halten, und gezielte Fördermaßnahmen

durchführen können, Exkursionen machen, in welcher der Gruppenkreis und die

gemeinsame Brotzeit stattfinden. Die Kernzeit ist also eine Zeit, in der wir mög-

lichst alle Störungen von außen ausschalten möchten, um intensive Bildungs-

und Erziehungsarbeit zu ermöglichen. Einen wesentlichen Stellenwert in der

Kernzeit hat die Freispielzeit, in der jedes Kind Spielpartner und Spiel material frei

wählen kann. Während der Freispielzeit (meist die erste Hälfte des Vormittages)

findet auch die Arbeit am Portfolio regelmäßige Fortsetzung.

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12 Uhr Abholzeit und Zeit zum Mittagessen

12.30–13.45 Uhr beaufsichtigter Mittagsschlaf der Jüngsten

14 Uhr Ende der Abholzeit und Beginn der Nachmittagsangebote

15.30–16.00 Uhr Abholzeit am Nachmittag

(freitags von 12–15 Uhr)

* Am ersten Schultag sind die Erstklässler

mit ihren Schultüten und Ranzen gern

gesehene Gäste im Kindergarten

* Während des ersten Schuljahres steht der

Kindergarten den Erstklässlern zu vereinbarten

Besuchen jederzeit offen.

Gruppenstruktur und Öffnung am

Nachmittag

Kinder, die unsere Einrichtung besuchen,

werden von Beginn an einer festen Gruppe

zugeteilt, in der zwei pädagogische

Fachkräfte eng im Interesse der ihnen zugeordneten

Kinder zusammenarbeiten. In

regelmäßigen Gruppengesprächen lernen

die Kinder demokratische Verhaltensregeln

kennen und werden in die Planung

der Lerninhalte eingebunden.

Eine Öffnung der festen Gruppenstruktur

erfolgt am Nachmittag in gruppenübergreifenden

Angeboten, sowie bei Festen,

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

Feiern und Ausflügen, bei denen alle Gruppen

der Einrichtung zusammenwirken.

Somit erfahren die Kinder sich nicht nur

als Teil einer Gruppe mit den jeweils engeren

Bezügen, sondern auch als Glied der

Gesamteinrichtung.

Beobachtungskonzept

Jedes Kind hat seinen eigenen unverwechselbaren

Weg der Entwicklung und des Lernens.

Wir begreifen es als wichtige Aufgabe,

die individuellen Entwicklungs- und Lernwege

der Kinder genau zu verfolgen und

zu dokumentieren. Je besser wir über jedes

Kind Bescheid wissen, desto sicherer können

wir sein, es auf eine optimale und ihm

gemäße Art zu fördern. Aus diesem Grund

führen wir für jedes Kind ein Portfolio.

Dies ist eine Mappe, in der die „besten

Werke“ gesammelt werden. Früher führte

jeder Handwerker und Künstler eine solche

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

organisationsstrukturen

Mappe um sich damit neuen Auftraggebern

vorzustellen. In unserem Kindergartenportfolio

werden dementsprechend von

jedem Kind wichtige Entwicklungsschritte

und erreichte Bildungsziele dokumentiert

und reflektiert. Es ist eine Mappe, in der

aufgezeigt wird, welche Kompetenzen sich

das Kind erworben hat.

Am Portfolio wird das ganze Jahr gearbeitet.

Damit wir sicherstellen können,

dass jedes Kind ausreichend beobachtet

und auf dem Hintergrund dieser Beobachtungen,

gefördert wird, gibt es im Verlauf

des Jahres drei Beobachtungswochen, in

der jeweils eine Altersstufe der Kinder besonders

in den Blick genommen wird.

Am Ende der Kindergartenzeit bekommt

jedes Kind seine eigene Entwicklungsmappe

überreicht.

erzIehung

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angebote unsere leistungen und angebote

Die Köchin kocht täglich

frisch für 60 bis 70 Kinder

leistungen

Öf fn u n G s z e i t e n

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Geöffnet 7.30–16.00 Uhr, Freitag 7.30–15.00 Uhr

Bringzeit 7.30–8.30, 12.30–14.00 Uhr

Holzeit 12–14 Uhr und ab 15.30 Uhr, Freitag durchgehend ab 12 Uhr

Kernzeit 8–12 Uhr

tä G L i c h w a r m e s mi t taG e s s e n

Im Kindergarten wird von einer eigenen Köchin täglich ein warmes Mittagessen zubereitet. Die

Eltern können wählen zwischen täglicher Mittagsverpflegung oder Einzelessen, wenn nicht jeder Tag

benötigt wird.

ru h e z e i t f ü r d i e Jü n G s t e n

Die Jüngsten des Kindergartens, die schon über Mittag dableiben, können nach dem Mittagessen

bis 13.45 Uhr schlafen oder ruhen.

na c h m i t taG s a n G e b o t e u n d Ku r s e

Für Kinder ausländischer Herkunftsfamilien wird im Jahr vor der Einschulung in Kooperation mit

Grundschullehrkräften ein ganzjähriger Deutschkurs durchgeführt.

An den Nachmittagen können Angebote und Kurse belegt werden:

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Montag: Erlebnisnachmittag für 3- bis 4-jährige Kinder, Englisch für Vorschulkinder

Dienstag: Gruppennachmittag nach den Bedürfnissen und Vorschlägen der Kinder

Mittwoch: wechselndes Kursangebot mit Kursen wie Kochen, Yoga, Theater …

Donnerstag: Kinderchor und Musizieren

Jährlich wird in Zusammenarbeit mit der Skischule Garmisch ein Skikurs angeboten

Änderungen zu Öffnungszeiten, Nachmittagskursen etc. sind auch während des Jahres möglich.

Bitte sehen Sie hierzu auch unter www.kindergarten-sanktmartin.de nach. Dort finden Sie immer

unsere ganz aktuellen Angaben, sowie Termine und geplante Aktivitäten.

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

Qualitätssicherung

Die Sicherung und

Verbesserung der

Qualität unserer

pädagogischen

Praxis ist uns ein

ständiges Anliegen

Fortbildung auf Frauenchiemsee

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

Qualität der pädagogischen arbeit

Fortbildungen Alle Erzieherinnen und

Kinderpflegerinnen in der Einrichtung

haben jährlich das Anrecht auf fünf Fortbildungstage.

Einige Tage davon werden

für eine interne Teamfortbildung genutzt

und mit dem Rest der Tage werden verteilt

über das Jahr Fortbildungen an verschiedenen

Orten und zu unterschiedlichen

Themen wahrgenommen. Die Fortbildungen

gewährleisten eine hohe Aktualität

in pädagogischen und organisatorischen

Vorgehensweisen.

Konferenzen Jährlich gibt es zwei Trägerund

Leiterinnenkonferenzen, an denen wesentliche

rechtliche und organisatorische

Dinge vermittelt und besprochen werden.

Die Leitung des Kindergartens

nimmt zudem an jährlich

drei Leiterinnenkonferenzen

statt, die von der

Fachberatung der Diözese

gehalten werden. Hier findet

ein Austausch mit anderen

katholischen Kindergärten

aus dem Landkreis statt.

Auch der Erhalt von wesentlichen

Informationen ist damit

gewährleistet.

angebote

Elternumfragen Einmal jährlich haben

die Eltern die Möglichkeit, in einem Elternumfragebogen

die Standards des Kindergartens

zu bewerten und eigene Wünsche

zur Weiterentwicklung zu äußern.

Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO

9000 Im Jahr 2000 erarbeitete die Einrichtung

ein Qualitätshandbuch und fasste in

diesem sein Leitbild und seine Qualitätsziele,

die Richtlinien zur Führung und Organisation

der Einrichtung, die Gestaltung

der Angebote zur Förderung der Kinder,

die Ziele für die Zusammenarbeit mit den

Eltern sowie die Maßnahmen für einen

kontinuierlichen Verbesserungsprozess

zusammen.

17


KooPeratIon

Als Kindergarten

sind wir vernetzt

mit zahlreichen

Kooperationspartnern

zusammenarbeit in der einrichtung

zusammenarbeit

Zusammenarbeit im Team Wir sind ein

Team von 12 pädagogischen Fachkräften.

Zum erweiterten Team gehören die Köchin,

eine Putzfrau und unser Hausmeister. In

jeder Gruppe arbeiten jeweils eine Erzieherin

und eine Kinderpflegerin zusammen.

Die Leitung ist freigestellt für Verwaltungs-

und Kooperationsaufgaben und arbeitet

gruppenübergreifend. Die Berufspraktikantin

ist zusätzlich der Regenbogengruppe

zugeordnet.

Das pädagogische Team trifft sich einmal

wöchentlich für eineinhalb Stunden

zum Teamgespräch, um aktuelle Belange

gemeinsam zu beraten und Entscheidungen

zu treffen, die für die ganze Einrichtung

von Bedeutung sind. Auch Jahresplanung

und Schwerpunktthemen werden

gemeinsam vereinbart. Die wöchentliche

Planung obliegt dem Kleinteam der Gruppe

(Gruppenleitung und Zweitkraft).

Zusammenarbeit mit dem Träger Zwischen

Träger und Leitung gibt es regelmäßige

Dienstgespräche. Außerdem nimmt

die Leitung an relevanten Kirchenverwaltungssitzungen

teil. Somit ist der notwendige

Informationsaustausch gewährleistet

und es können im Miteinander verantwortbare

Entscheidungen getroffen werden.

Der Träger legt wert auf die Präsenz des

Kindergartens in der Pfarrgemeinde und

lädt zu Kindergottesdiensten, Gestaltung

von Seniorennachmittagen und Festen in

der Pfarrei ein.

Zusammenarbeit mit Eltern Wir verstehen

unsere Arbeit am Kind nicht isoliert und

wünschen uns eine intensive und partnerschaftliche

Zusammenarbeit mit den Eltern,

die dem Wohl des Kindes dient.

Um Eltern stärker teilhaben zu lassen

an Entwicklungsfortschritten, die wir im

Kindergarten beobachten, führen wir einmal

jährlich ein Entwicklungsgespräch. Im

Zusammenhang mit den Beobachtungswochen,

werden die Eltern eingeladen zu Hospitationen,

um mit eigenen Augen zu sehen,

wie sich das Kind in der Gruppe entwickelt.

Im Austausch mit den Eltern, erfahren wir

als pädagogische Fachkräfte wichtige Details

aus der Entwicklung des Kindes, die

sich unserer Beobachtung entziehen.

Eltern, die bestimmte Anliegen in der

Erziehung des Kindes mit uns besprechen

wollen, können zeitnah ein Gespräch vereinbaren.

Ansonsten sind kurze Tür- und

Angelgespräche eine gute Möglichkeit des

Informationsaustauschs. Über Veranstaltungen

und Ereignisse im Kindergarten

werden die Eltern durch schriftliche Mitteilungen

als Aushang oder Elternbrief

informiert.

Zum festen Bestandteil unseres Kindergartenjahres

gehören die Elternbeiratswahl

mit dem Rechenschaftsbericht und einem

Rückblick über das vergangene Jahr, der Elternabend

„Fit für die Schule“, ein Elternabend

zum Übertritt in den Kindergarten

und diverse Eltern-Kind-Angebote.

Jährlich wird zu Beginn des Kindergartenjahres

der Elternbeirat gewählt. Aus jeder

Gruppe wird ein festes und ein stellvertretendes

Elternbeiratsmitglied gewählt.

Der Elternbeirat berät und unterstützt

uns in allen Belangen des Kindergartens,

hilft bei der Beschaffung von Geldern für

Sonderausgaben, und vermittelt bei speziellen

Angelegenheiten zwischen Elternschaft

und pädagogischem Team oder Träger.

Er unterstützt den Kindergarten bei der

Zusammenarbeit mit der Grundschule.

Der Elternbeirat berät insbesondere

über die Jahresplanung, den Umfang der

Personalausstattung und die Planung und

Gestaltung von Informations- und Bildungsveranstaltungen

für die Eltern. Der

Elternbeirat wirkt mit bei der Änderung

von Öffnungs- und Schließzeiten und der

Festlegung der Höhe der Elternbeiträge.

Bei Festen und Feiern im gesamten

Kindergarten, bei umfangreicheren Gartenarbeiten

etc. ist die aktive Hilfe des

zusammenarbeit in der einrichtung KooPeratIon

Elternbeirates erwünscht. Der Elternbeirat

regt auch andere Eltern zur Unterstützung

des Kindergartens an und bezieht diese bei

Aktionen mit ein.

Unsere Vernetzungs- und Kooperationspartner

Bei der Arbeit in unserer Einrichtung

sind wir mit zahlreichen anderen Einrichtungen

und Diensten vernetzt.

Besonders hervorzuheben

ist die Kooperation

mit der

Grundschule,

mit

der Erzie-

hungsb

e r a -

t u n g s s t e l l e

der Caritas und

dem SOS-Kinderzentrum,

sowie die Zusammenarbeit mit Fachschulen,

von denen wir Praktikantinnen in

Ausbildung haben.

Die Vernetzungskarte gibt einen Überblick

darüber, mit welchen anderen Institutionen

und Organisationen wir in Verbindung

stehen.

18 Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

Kindergarten St. Martin • Pädagogische Konzeption 2008

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