Casa Ricci Social Services - Jesuitenmission

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Jesuitenmission I Projekt 63300 Casa RicciCasa Ricci Social ServicesSozialeinrichtung für Leprakranke in ChinaLepra ist eine Infektionskrankheit,die vor allem Haut, Schleimhäuteund Nerven befällt. Wenn Lepra nichtrechtzeitig erkannt und behandelt wird,kommt es zu Verstümmelungen anGesicht, Händen, Füßen und Rücken.Der Übertragungsweg der Lepra ist bisheute nicht geklärt, aber ein gutes Immunsystemschützt vor dem Ausbruchder Erkrankung. Durch eine frühzeitigemedikamentöse Behandlung kann Lepraheute vollkommen geheilt werden.Trotzdem werden immer noch vieleLeprakranke isoliert und diskriminiert.den Kommunisten vom Festland vertriebenund arbeitet seitdem in Macao.Ursprünglich half er den Flüchtlingenvom chinesischen Festland. Als er1986 von der total vernachlässigtenLeprastation auf der Insel Da Jin in derProvinz Guangdong hörte, begann seinEngagement für die Leprakranken.In den letzten 20 Jahren hat er dieLeprahilfe in China aufgebaut und dieSozialeinrichtung Casa Ricci Social Servicesgegründet, die heute Lepradörferin ganz China, Vietnam und Myanmarbetreut. Seit 2007 leitet nun derargentinische Jesuitenpater FernandoAzpiroz SJ die Sozialeinrichtung undP. Luis Ruiz SJ hilft trotz seines hohenAlters - er ist fast 95 Jahre alt - immernoch mit. Wichtigstes Ziel ist es, dieLebensbedingungen der Leprapatienten,die an den Rand der Gesellschaftgedrängt werden, zu verbessern. Mitvielen kleinen Dingen kann geholfenwerden. „Mit 5 Euro pro Person undMonat können wir die Ernährung einesLeprapatienten sicherstellen“, sagtPater Fernando Azpiroz.MyanmarThailandCHINAVietnam•MacauLand:ChinaPartner:P. Fernando Azpiroz SJZielgruppe:Leprapatienten in China,Vietnam und MyanmarKontext:Casa Ricci Social Servicesist ein Dienst der Jesuitenin Ostasien.Maßnahme:Finanzierung der laufendenKosten (siehe Rückseite).Situation in ChinaDie meisten Leprakranken in Chinaleben in erbärmlichen Verhältnissen:ausgestoßen aus der Gesellschaft,verbannt in die Berge, weitab von jederZivilisation sich selbst überlassen. KeinArzt sorgt für sie, niemand kümmertsich um den Schulunterricht für dieKinder. Der Großteil der Lepradörferhat weder sauberes Trinkwasser nochElektrizität. Chronische Unterernährung,mangelhafte Kleidung – an Medikamenteist gar nicht zu denken – undschreckliche Behausungen gehören zuihrem Alltag.Leprahilfe durch Casa RicciSeit 65 Jahren ist Pater Luis Ruiz SJMissionar in China. 1953 wurde er vonP. Fernando Azpiroz SJ (rechts im Bild) hat 2007die Leitung der Sozialeinrichtung Casa Ricci SocialServices von P. Luis Ruiz SJ übernommen.


Jesuitenmission I Projekt 63300 Casa RicciDas Lepradorf - ein Beispiel:Maowangdong ist ein ehemaligesLepradorf in Südchina, das von CasaRicci Social Services betreut wird.Heute leben dort drei Generationen,insgesamt 25 Familien. Fast alle ehemaligenPatienten sind noch am Lebenund konnten von der Krankheit geheiltwerden. Kaum einer der Nachkommenhat heute Lepra. Trotzdem werden dieMenschen in der Gegend nach wie vor„Leprakranke“ genannt und sind sozialund geographisch vom Rest der Gesellschaftisoliert.Mikro- Kredite:Casa Ricci sieht den Wunsch nach wirtschaftlicherEntwicklung des Dorfes alsgute Chance, die Eigeninitiative, Selbstverantwortungund Solidarität zwischenden Menschen zu fördern. Einer dergrößten Träume der Dorfbewohner istdie Erneuerung der Lehmhäuser. CasaRicci beschloss, der Gemeinschaft alsGanzes einen Kredit zu gewähren. Somussten die Dorfbewohner ein Kredit-Komitee gründen, das die Darlehen andie verschiedenen Familien verteilensollte und dafür verantwortlich ist, dassder Kredit der Casa Ricci in fünf JahrenFoto links:Eine chinesische Krankenschwesterkümmert sich um denLeprapatienten.Foto unten:Mütter mit ihren Kindern ausMaowangdong.Das Rehabilitationszentrum:Vor drei Jahren baute Casa Ricci inMaowangdong ein Lepra-Rehabilitationszentrum.Heute ist dieses Zentrumdas Zuhause von über 40 Leprakranken.Nach und nach verändertesich das Gesicht des ganzen Dorfes:Wasser- und Stromversorgung wurdenorganisiert, Straßen gebaut und dieSchule erneuert. Die Hälfte der 150Dorfbewohner in Maowangdong istunter dreißig Jahre alt. Für sie begannCasa Ricci neue Projekte:Die Erziehung der Kinder:Die örtliche Volksschule wird unterstützt.Kinder, die gute Schulleistungenerbringen, haben die Möglichkeit, imCasa-Ricci-Schülerheim in der Stadtvon Lufeng unterzukommen und so dieMittelschule zu besuchen. Außerdemhilft Casa Ricci mit Stipendien, wennden begabten Kindern die finanziellenMittel zur Ausbildung fehlen.mit sehr niedrigen Zinsen zurückgezahltwird. Im Januar 2008 haben dieBauarbeiten zu den neuen Häusern begonnen.Aber mehr als das! Die Dorfbewohnerhaben den Grundstein für einneues Leben gelegt, in dem sie nichtmehr „Leprakranke“ sind, die Hilfe vonaußen brauchen, sondern Menschenvoller Würde, die auch ihre eigene Zukunftin die Hand nehmen können.Dabei können auch Sie mithelfen:Nahrungsmittelhilfe:5 Euro im Monat für einen LeprapatientenSchulfinanzierung:8 Euro im Semester für einen SchülerGehalt:100 Euro im Monat für eine SchwesterSPENDENKONTOJesuitenmissionKonto 5 115 582Liga Bank NürnbergBLZ 750 903 00Verwendungszweck:63300 Casa RicciJesuitenmissionKönigstr. 6490402 NürnbergTel. (0911) 23 46-160www.jesuitenmission.de

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