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todesanzeigen - Wengia Solodorensis

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Nr. 1

Mai 2008

120. Jahrgang

www.wengia.ch

V e r e i n s o r g a n d e r W e n g i a s o l o t h u r n


Inhaltsverzeichnis

Zu dieser Ausgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

Nachtrag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

Aktualitäten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

Jubilate! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

Und noch eine Gratulation hat uns erreicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Programm der Alt-Wengia 2008. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Jahresprogramme 2008 der Aussenstämme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Wer sucht, der findet! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Wo den Nachwuchs suchen?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

5. Solothurner Verbindungstag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

Altherrenschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Impressionen von der Generalversammlung 2007. . . . . . . . . . . . . . . 14

Rede von Lukas Künzler v/o Silius. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Dank für die Verleihung des 100-Semesterbandes . . . . . . . . . . . . . . 21

Nauenfahrt 2008. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Stöck – Wyys – Schuss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

5-Farben Billardturnier um den Gambrinus-Cup . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Gratulationsliste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Aufruf an alle Wengianer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Spendenliste. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Misteli AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

Protokoll der 2. ordentlichen GV der Misteli AG . . . . . . . . . . . . . . . . 29

Kapitalerhöhung Misteli AG / Ausübung der Bezugsrechte. . . . . . . . 37

Kapitalerhöhung Misteli AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Nekrologe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39

Todesanzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52

Adressänderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53

Totensalamander 2008 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54


Zu dIeser AusgAbe

Vorwort

Liebe Wengianer

Nachdem der Wengianer in den letzten

Monaten termingerecht erschienen

ist, haftet dieser Ausgabe der

Makel an, dass sie mit einer gehörigen

Verspätung den Weg zu Ihnen

findet. Für diese Verzögerung möchten

wir uns bei Ihnen entschuldigen;

wichtig ist die Feststellung, dass der

Chefredaktor der Aktivitas, Lukas

Künzler v/o Silius, keine Schuld daran

trägt.

Nichtsdestotrotz enthält diese Nummer

jede Menge aktuelle und interessante

Mitteilungen. Im Zentrum

Nachtrag

stehen ganz klar die höchst vitale

Aktivitas und die Veranstaltungen

der Aussenstämme. Weiter erfahren

sie auch das Neuste rund um die

Misteli AG.

Ich wünsche allen eine unterhaltsame

Lektüre und einen guten Start

in den Sommer.

Reto Stampfli v/o Odin

Vertreter der Alt-Wengia

Beim Bericht zum Wengi-Relief im letzten Wengianer ist bei den aufgeführten

Initianten Hans Erhard Gerber v/o Nathan vergessen worden.

1


2

AktuAlItäten

Jubilate!

Wir freuen uns über die Erfolge unserer Couleurbrüder, welche auf höchster

Ebene für die Devise Patria einstehen!

Die Bundesratswahl vom 12. Dezember war spannender

als ein Krimi und hat auch so manchen erfahrenen Politbeobachter

überrascht. Man mag vom Wahlausgang

halten was man will, ungeteilt gross ist die Freude über

Lätschs Glanzresultat!

Im Vorfeld ebenfalls heftig diskutiert wurde die Wahl

zum Solothurner Staatsschreiber. Mit Andreas Eng

v/o Cato und François Scheidegger v/o Tamtam

standen sich gleich zwei Wengianer gegenüber und

wurden von weiteren Kandidaten bedrängt. Letztlich

gab es eine «enge» Wahl! Wir gratulieren Cato

ganz herzlich!

Klar war die Wahl von Christoph Neuhaus v/o Gurr zum

Regierungsrat des Kantons Bern. Der Anspruch der SVP

auf den Regierungsratssitz bestritt nämlich niemand,

doch die parteiinterne Ausmarchung hatte es in sich. Wir

gratulieren Gurr herzlich und freuen uns darüber, dass

nach Solon nun wieder ein Wengianer im Berner Rathaus

regiert.


An die Spitze der Schweizerischen Offiziersgesellschaft

hat es unser ehemaliger Altherrenpräsident und

Oberst im Generalstab Hans Schatzmann v/o Zisch

geschafft. Nachdem sein Amtsvorgänger bereits nach

kurzer Zeit das «Handtuch» geworfen hatte, war Zischs

Kandidatur unbestritten. Herzliche Gratulation!

Wengianer übernehmen Verantwortung – immer wieder und erfolgreich! Wir

sind stolz auf unsere Couleurbrüder und wünschen ihnen für ihr weiteres berufliches,

militärisches und privates Leben alles Gute!

Und noch eine Gratulation

hat uns erreicht

Das AH-Komitee

Eine spezielle Auszeichnung erhielt bruno Huber v/o toto: Er wurde vom

Solothurner Tagblatt als «Mitmensch des Monats» im März 2008 ausgezeichnet.

Dieser Titel wird engagierten Zeitgenossen zugesprochen. Toto

zeichnet sich seit Jahren als Organisator von Sportwochen für Behinderte

und Nichtbehinderte aus.

Das AH-Komitee

3


Programm der Alt-Wengia 2008

Tag Datum Anlass Zeit Ort Kontakt

Sa. 19. Jan. Grosses «5-Farben-

Jassturnier»

20.00 Uhr Restaurant «Roter

Turm», Solothurn

Daniel Ritschard v/o Quart

Tel. 032 621 39 46

quart2@wengia.ch

www.jassturnier.ch

Sa. 23. Feb. Totensalamander 18.30 Uhr «Misteli», Solothurn Stefan Liechti v/o Forte

Tel. 032 682 56 43

forte@wengia.ch

Sa. April od.

Mai

«Moto-Wengia» Zeit und Ort nach Ansage (aufgrund

vorheriger Umfrage bei Teilnehmern)

Fr. 23. Mai «5-Farben-Kantenfest»

ab 18.30 Uhr Restaurant

«Aaregarten»,

Solothurn

Friedrich Matter v/o Meck

Tel. 032 365 50 44

meck@wengia.ch

Daniel Ritschard v/o Quart

Tel. 032 621 39 46

quart2@wengia.ch

www.kantenfest.ch

Sa. 31. Mai Totensalamander 18.30 Uhr «Misteli», Solothurn Stefan Liechti v/o Forte

Tel. 032 682 56 43

forte@wengia.ch

Sa. 31. Mai «HSV-Cup 2008» 13.00 Uhr Kantonsschule

Solothurn

So. 06. Juli «Nauenfahrt» 10.30 Uhr Landungsbrücke 5,

Luzern

Fr. 25. Juli «Kreuzen-Kneipe» 19.30 Uhr Restaurant Kreuzen,

Rüttenen

Sven Witmer v/o Skol

Tel. 032 623 52 11

skol@wengia.ch

Hans Walter Rich v/o Gnom

Tel. 062 791 35 52

gnom@wengia.ch

Stefan Liechti v/o Forte

Tel. 032 682 56 43

forte@wengia.ch

Sa. 30. Aug. Totensalamander 18.30 Uhr «Misteli», Solothurn Stefan Liechti v/o Forte

Tel. 032 682 56 43

forte@wengia.ch

Sa. 06. Sept. «Stöck – Wiis –

Schuss»

Sa. 13. Sept. 5. Solothurner

Verbindungstag

14.00 Uhr Schützenhaus,

Zuchwil

09.00 Uhr Kantonsschule

Solothurn

Stefan Liechti v/o Forte

Tel. 032 682 56 43

forte@wengia.ch

Stefan Liechti v/o Forte

Tel. 032 682 56 43

forte@wengia.ch

www.verbindungstag.ch

Sa. 08. Nov. Totensalamander 18.30 Uhr «Misteli», Solothurn Stefan Liechti v/o Forte

Tel. 032 682 56 43

forte@wengia.ch

Sa. 15. Nov. 3. GV der Misteli AG 10.00 Uhr Landhaus Solothurn Markus Reber v/o Homer

Tel. 032 622 17 54

homer@wengia.ch

Sa. 15. Nov. 110. GV der

Alt-Wengia

14.30 Uhr Landhaus Solothurn Stefan Liechti v/o Forte

Tel. 032 682 56 43

forte@wengia.ch

Fr.

4

12. Dez. «Wengia singt!» 19.00 Uhr Kneiplokal Daniel Ritschard v/o Quart

Tel. 032 621 39 46

quart2@wengia.ch


Jahresprogramme 2008

der Aussenstämme

solothurn: dridoweso (Dritter Donnerstag Wengia Solothurn)

17. Januar 15. Mai 18. September

21. Februar 19. Juni 16. Oktober

20. März 17. Juli 20. November

17. April 21. August 18. Dezember

Stamm ab 18 Uhr im «gut gelaunt».

Kontakt:

Jörg Kiefer v/o Riss, (Keltenstrasse 8, 4500 Solothurn

Tel. B.: 032 / 622 70 14, Fax B.: 032 / 623 70 06, riss@wengia.ch)

leberberg

Die Leberberger – Wengianer treffen sich im Jahr 2008 an folgenden Tagen,

jeweils am Mittwoch ab 18.00 Uhr im Restaurant Chutz in Langendorf:

9. Januar 6. Februar 5. März 2. April

7. Mai 4. Juni 2. Juli 6. August

3. September 1. Oktober 5. November 3. Dezember

Alle Wengianer sind zu unserem Stamm jeweils herzlich willkommen.

Einladungen werden keine verschickt.

Kontakt:

Peter Straumann v/o Karpf, (Daehlenstrasse 51a, 2540 Grenchen,

Tel. P.: 032 / 652 63 79, karpf@wengia.ch)

5


6

Innerschweiz

28. Juni Vortrag: Sultanat Oman Anita & Zulu

13. September Griechischer Abend Heidi & Husar

6. Dezember Jahresschlussessen Susi & Strähl

Kontakt:

Pavel Laube v/o Husar, (Seeburgstr. 49d, 6006 Luzern, Tel.: 041/ 370 28 09)

basel

4. Januar Stamm

25. Januar Fischessen im Hotel Basel Hilton

1. Februar Stamm

7. März Stamm

4. April Stamm

25. April Spargelessen mit Altwengia Bern im Gasthaus Rebstock,

Egringen

2. Mai Stamm

28. Mai –

1. Juni Heinz Grob’s Wein- und Gourmetreise

31. Mai Konzert Kammerchor Buchsgau, Oberbuchsiten

6. Juni Stamm in der Klosterschenke Dornach*

4. Juli Stamm im Restaurant Herrenmatt, Hochwald*

8. August Stamm im Restaurant Bad Bubendorf*

5. September Stamm

13. September Wanderung mit Marie-Claire Grob

17. September Besuch der Fondation Beyeler mit Altwengia Bern,

Nachtessen

20. September Reservetermin Wanderung mit Marie-Claire Grob

3. Oktober Stamm

7. November Stamm

5. Dezember Stamm

Herrenstamm am 1. Freitag im Monat neu ab 17.30 Uhr in der Brasserie

des Hotels Basel, Münzgasse 12, Basel. Damenstamm jeden 1. Freitag im

Monat (ausgenommen Juni, Juli und August) um 12 Uhr neu im Restaurant

Schlüsselzunft, Freie Strasse 25, Basel.


Für Damen- und Herrenstämme ist immer reserviert, Anmeldung darum

nicht nötig und Gäste immer herzlich willkommen!

* Damen- und Herrenstämme werden gemeinsam durchgeführt.

Beginn ab 19 Uhr.

Kontakt:

Jérôme Vuille v/o Topo, (Mittelweg 58, 4142 Münchenstein

Tel. P.: 061 / 411 36 47, vuillejm@ebmnet.ch)

Margrit Friedli, (Ringstrasse 3, 4422 Arisdorf

Tel. P.: 061 811 17 62, Fax 061 811 17 62)

Zürich

16. Januar Hock im Stammlokal 6. Februar Hock im Stammlokal

5. März Hock im Stammlokal 2. April Hock im Stammlokal

1. Mai Auffahrtsbummel 7. Mai MöPi-Hock (Fuego)

4. Juni Hock im Stammlokal 2. Juli Sommerhock,

Altes Klösterli

6. Juli Nauenfahrt (Gnom) 6. August Sommerhock,

Altes Klösterli

3. September Sommerhock, 1. Oktober Hock im Stammlokal

Altes Klösterli

26. Oktober Sauserbummel 5. November Hock im Stammlokal

15. November GV-Alt-Wengia 3. Dezember Samichlausenhock

Stammlokal ist das Restaurant Neumarkt am Neumarkt 5 in 8001 Zürich.

Kontakt:

François Kocher v/o Lok, (Oberfeldring 3, 8905 Arni,

Tel. P.: 056 634 51 62, Tel. G.: 044 / 333 36 47, lok@wengia.ch)

7


8

Olten

Jeweils am 1. Freitag im Monat:

4. Januar 1. Februar 7. März 4. April

2. Mai 6. Juni 4. Juli 8. August

5. September 3. Oktober 7. November 5. Dezember

Anlässe mit separater Einladung:

– Sommerausflug (organisiert durch Urs Studer v/o Schach)

– Weindegustation (organisiert durch Walter Studer v/o Schrupp)

Stamm ab 18 Uhr im Restaurant Goldener Ochsen an der Ringstrasse 23 in

4600 Olten.

Kontakt:

Peter Bont v/o Bulba, (Neue Allmendstr. 6, 4612 Wangen bei Olten

Tel. P.: 062 / 212 86 68)

bern

1. stammdaten

(jeweils am 1. und 3. Mittwoch im Monat ab 17.30 Uhr im Rest. Della Casa,

Schauplatzgasse 16, 3011 Bern, Tel. 031 311 21 42)

16. Jan. 6. + 20. Febr. 5. + 19. März

2. + 16. April 7. + 21. Mai 4. + 18. Juni

2. + 16. Juli 6. + 20. Aug. 3. + 17. Sept.

1. + 15. Okt. 5. + 19. + 26. Nov. 3. + 17. Dez.

2. Anlässe

30. Jan. [D] Schützenabend, Schwanden bei Schüpfen Ruth & Gigolo

13. Feb. Treberwurst-Essen bei Feitknechts, Twann Fido

30. April Jura- (Kaffeemaschinen-) Museum +

Schänis-Mühle Toto

1. Mai Bucheggbergbummel, Waldhütte Biezwil Fido & Mungg

14. Juni Jubiläumsanlass in Nynäshanm, Schweden

(siehe unten) Gin

6. Juli Nauenfahrt, Vierwaldstättersee Gnom

30. Juli [D] Planetarium und Sternwarte Schwanden /

Aeschlen Ueli


29. Okt. [D] Besuch bei Basler-Wengia,

Beyeler-Museum + Stamm Topo & Mungg

15. Nov. GV Alt-Wengia, Landhaus Solothurn Forte

26. Nov. Programm-Stamm, ab 17.30 Uhr Locanda Mungg

5. Dez. Samichlaus-Höck, Rest. Kreuz Iffwil Mungg

31. Dez. [D] Silvester 2008, Gasthof Schönbühl Mungg

3. Fit mit Marabu

15. März Bielersee-Spaziergang Mörigen-Lüscherz Mungg & Lot

19. April Riehen – Rundgang Mutz

21. Juni Emmental-Wanderung mit Gerbehof (Ricola) Leica & Claudia

9./10. Aug. Hüttenwanderung Molch

27. Sept. Wanderung im Gebiet BL/AG Lot

1. Nov. Jura-Wanderung Polo

4. besondere Anlässe

25. April Spargelessen der Basler-Wengianer im

Markgräflerland Mungg

Wir sind eingeladen mitzumachen!

28. Mai Besuch der Ausstellung «Karl der Kühne»

im Hist. Museum Lot

14. Juni: Jubiläumsalnlass Gin in seiner 2. Heimat Gin

Nynäshanm, Schweden (ca. 45 km südl.

Stockholm). Alle mit Gin und Catherine

befreundeten Berner-Wengianer sind an

diesem Anlass unter dem Motto «Natur,

Wasser, Kultur» herzlich eingeladen.

Zudem steht Gin für die Organisation eines

Aufenthalts an Ort von 2–3 Tagen vor und

nach dem 14.6.08 zur Verfügung. (Tips für

Besuche und Reisen, gemeinsame Ausflüge

und Mahlzeiten, Unterkünfte etc.)

21. Aug. Freilichttheater Toto

«Hans-Joggeli der Erbvetter» in Gächliwil

(Regie: Fam. Zaugg = Snob und Tochter!)

24. Nov. Zibelimäret-Buffet in «Häberlis Mungg

Schützenhaus» in Münchenbuchsee.

(Die Premiere 07 war sehr ansprechend

und äusserst hungerstillend!)

Kontakt:

Hugo Freudiger v/o Mungg, (Fliederweg 23, 3303 Jegenstorf

Tel./Fax: 031 / 761 24 82, Natel 079 / 653 16 01), mungg@wengia.ch

9


ucheggberg

6. März (Do.) Kreuz Tscheppach

23. April (Mi.) Kreuz Lüterkofen

23. Juni (Mo.) Kreuz Aetingen

19. August (Di.) Kreuz Mühledorf

29. Oktober (Mi.) Bad Kyburg Kyburg

9. Dezember (Di.) 3 Eidgenossen Brittern

Die Stämme finden jeweils ab 20 Uhr in einem bekannten Restaurant im

Buechibärg statt. Zu etwas vorgerückter Stunde wird die obligate Wurst

serviert.

Kontakt:

Hans-Rudolf Ingold v/o Bätzi (Tel.: 032 / 661 15 21, baetzi@wengia.ch)




10

Der Stamm balsthal hat seinen traditionellen Rettichhock bereits durchgeführt.

Der Stamm Westschweiz führt keine regelmässigen Treffen mehr durch.

Das AH-Komitee dankt allen «Stammvätern» ganz herzlich für ihren grossen

Einsatz! Ein besonderes «Merci» geht an Bulba, der sich nach Stramms

allzu frühem Tod bereit erklärt hat, den Oltnerstamm zu führen.

Wer sucht, der findet!

Christoph Venetz v/o Pasch vermisst seit einiger Zeit seinen Kantenprügel.

Das Polyliederbuch ist in Wildleder eingefasst und mit zahlreichen Eintragungen

versehen. Pascha zahlt einen Finderlohn von 100 Franken!

Bitte unter 079 / 20 60 287 melden. Merci!


Wo den Nachwuchs suchen?

sind die vielen Mädchen schuld?

Ich habe den Vorwurf schon in diesen

Spalten gelesen, das wachsende

(Über)-gewicht der Mädchen an der

Kanti sei der Grund, weshalb es zunehmend

schwierig sei, Nachwuchs

für die Studentenverbindungen zu

finden. Ich habe in der folgenden Tabelle

die Anzahl Burschen/Mädchen

der zwei obersten Klassen (insgesamt

deren acht) des Schuljahres 1951/52

(ohne die damalige Lehrerbildungsanstalt,

die ja inzwischen an die Pädagogische

Hochschule «ausgelagert»

worden ist) und der obersten zwei

Klassen des Jahres 2007/2008 der

verschiedenen Maturitätsprofile (insgesamt

24 Klassen) sowie der Fachmittelschule

(FMS mit je zwei Klassen),

deren Schülern der Beitritt zu

den Verbindungen ebenfalls erlaubt

ist, erhoben.

Natürlich sind die Mädchen ganz offensichtlich

die Mehrheit geworden.

Aber das «Keilpotenzial» hat sich in

den letzten über 50 Jahren (und heute

ohne die «Oltner») mehr als verdoppelt:

von damals 93 Schülern für zwei

Aktivjahrgänge auf 206 Schüler.

Andere Gründe sind auch schon erwähnt

worden: Individualisierung

versus Verbindungsregeln, stärkere

schulische Beanspruchung nicht nur

durch die Zahl der Unterrichtsstunden,

aber vielleicht wegen der Schule,

das in einem halben Jahrhundert

ins Uferlose gewachsene Freizeitangebot,

dessentwegen man sich nicht

mehr für feste Verbindungsanlässe

und Termine verpflichten mag. Die

«Goldne Zeit» 1952, als es in unserer

Maturaklasse ausser fünf Mädchen

nur drei Philister gab – nie kehrt sie

wieder!

Klasse Abteilungen 1951/1952 Maturitätsprofile 2008 FMS

G R H total L M N W F Total

Matura 17/5 16/0 18/12 51/17 11/72 5/25 27/14 44/30 6/41 93/182

untere 13/6 13/0 16/23 42/29 17/57 5/25 41/24 42/44 8/38 113/188

total 30/11 29/0 34/35 93/49 28/129 10/50 68/38 86/74 14/79 206/370

G = Gymnasium M = musisches

R = Real N = mathematisch-naturwissenschaftliches

H = Handelschule W = wirtschaftlich-rechtliches Maturitäts-profil

L = sprachliches F = Fachmittelschule

Mobilität statt Familientradition?

Noch im AH-Verzeichnis von 1959

fanden sich zahlreichen Bemerkungen

«Vater von Nr. ...». Eine sol-

che quasi «Tradition» ist jedoch nur

möglich, wenn die Familie des künftigen

Maturanden im Einzugsbereich

der Kanti Solothurn wohnt. Sie hat

11


mich auf eine Hypothese gebracht:

Verlassen Wengianer heute vermehrt

den Kanton Solothurn? Solche Filiationen

sind heute nicht mehr erfasst.

Ein direkter zahlenmässiger Vergleich

mit früher ist also nicht möglich.

Ich habe die Wohnorte im Verzeichnis

von 2004 anhand der Adressänderungen

im «Wengianer» aktualisiert.

Es hat sich gezeigt, dass die Aktiven

1997/98 und jünger meist noch die

elterliche Adresse angeben, sich also

noch nicht wirklich etabliert haben.

Ebenso habe ich die aus der Alt-

Wengia Ausgetretenen und die vor

ihrem 30-sten Geburtstag Frühvollendeten,

die kaum sesshaft geworden

waren, nicht einbezogen. Dieses

Sample habe ich in Blöcke von zehn

Aktivitates zusammengefasst.

Nun galt es, die Wohnorte dem Einzugsbereich

der Kanti Solothurn

und den «Auswärtigen» zuzuweisen.

Dabei boten das Niederamt und Olten

mit Umgebung ein besonderes

Problem. 1972 konnten die dortigen

etwa 16-jährigen Kantonsschüler

erstmals in Olten bleiben, um die

Matura zu erreichen. Ihre Väter dürften,

nach einem Studium, etwa 45jährig

gewesen sein und somit der

Aktivitas 1945/46 angehört haben.

Von dieser an habe ich den unteren

Kantonsteil vom Einzugsgebiet der

Kanti Solothurn zu den «Auswärtigen»

verwiesen.

12

Damit ergeben sich folgende Zahlen

(in Klammern jeweils jene aus

dem unteren Kantonsteil), die jedoch

nichts darüber aussagen, ob

die Wengianer Söhne hatten und ob

diese die Sekundarstufe II besuchen

wollten.

Aktiv Soloth. % Ausw. Total

1927–36 76 (8) 48,1 82 158

1937–46 78 (9) 44,1 99 (1) 177

1947–56 54 34,0 105

(12)

159

1957–66 55 34,0 107 (9) 162

1967–76 55 44.0 70 (2) 125

1977–86 52 48,6 55 (2) 107

1987–96 36 56,2 28 (2) 64

Statistisch kann diese Tabelle eigentlich

nur eines – leider unwiderlegbar

– zeigen: die jährliche Anzahl

junger Wengianer ist in den letzten

40 Jahren kontinuierlich zurückgegangen.

Dagegen ist die Anzahl Alt-

Wengianer, die im oberen Kantonsteil,

im Thal und Gäu, im Bipperamt

und in den grenznahen Orten des

bernischen Seelands («Soloth.»)

niedergelassen sind, in den letzten

Jahrzehnten, subtrahiert man

die mitgezählten «Oltner», ziemlich

konstant geblieben. Offenbar fanden

sie in der Heimat ihrer Jugend stets

ihr Einkommen und ihr Auskommen.

Nimmt die Anzahl der jungen Wengianer

ab, sinkt jedoch die Zahl jener,

die sich zum «Exodus» in fernere Gefilde

entschliessen. Die Hypothese

ist also widerlegt. Was zu beweisen

war!

AH Peter Flückiger v/o Fakir


5. Solothurner Verbindungstag

Lieber Couleurbruder!

Am 13. September 2008 findet zum 5. Mal der Solothurner Verbindungstag statt!

Das OK, bestehend aus Couleurikern aller fünf Solothurner Kanti-Verbindungen, hat die

Vorbereitung des Anlasses aufgenommen und freut sich darauf, Dich im Herbst 2008 in

Solothurn begrüssen zu dürfen!

Das Programm des Verbindungstages 2008 orientiert sich an den vergangenen Anlässen.

Auf den offiziellen Teil in der Kanti Solothurn, folgen die Cortège in die Stadt und das

Mittagessen im Landhaus. Hier bietet sich die Gelegenheit, an den Jahrgängertischen

bekannte Gesichter wieder zu treffen und alte Geschichten aufleben zu lassen. Nach dem

Fototermin auf der St. Ursen-Treppe geht es weiter bei studentischem Zusammensein auf

dem Friedhofplatz.

Du kannst Dich bereits heute für den Anlass anmelden. Entweder mit dem Talon im unteren

Teil dieses Briefes oder auf der Homepage www.verbindungstag.ch. Auf der Homepage

siehst Du auch jederzeit, wer sich bereits für den Verbindungstag 2008 angemeldet hat!

Anmeldeschluss ist der 15. August 2008.

Eine persönliche Anmeldebestätigung inklusive Einzahlungsschein und Details zum

Programm erhältst Du im August 2008. Die Kosten pro Teilnehmer betragen Fr. 75.-. Darin

enthalten sind Apéro, Mittagessen (ohne Getränke) und das Bier auf dem Friedhofplatz.

Die Einzahlung bildet die definitive Anmeldung.

Mit frohem Farbengruss!

Das Organisationskomitee

13


14

AltHerrensCHAFt

Impressionen von der

Generalversammlung 2007

Weit über 300 Altherren besuchen die GV.

Das AH-Komitee ist vorbereitet. Endlich wieder Bierfüxe in

Aktion.


Unser ältester Wengianer:

Max Huber v/o Soda.

Erfolgreich und verbindungstreu:

Lätsch und Braus.

Forte begrüsst die Corona.

Letzte Vorbereitungen vor der Rede.

Silius hat gut Lachen.

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Nachwuchs für die Altherrenschaft.

16

Agro hält die traditionelle

Grussbotschaft.

Ehre, wem Ehre gebührt:

Unsere 100semestrigen.


Unser Couleurkant

auf dem Friedhofplatz.

80 Teilnehmer:

Ein imposanter Umzug.

So soll’s sein:

Das Kneiplokal zum

Bersten voll.

17


Rede von Lukas Künzler v/o Silius

Liebe Wengianer,

Vor ein paar Monaten hatte ich die

Ehre, die Wengia an der 175-Jahr

Jubiläumsfeier der Helvetia hier in

Solothurn mit unserer Fahnendelegation

zu vertreten. Dies stimmte mich

jedoch in Anbetracht der schwierigen

Lage rund um die Aktivitas ein wenig

nachdenklich; von einer glücklichen

Wende waren wir damals nämlich

noch weit entfernt, was meine Vorfreude

auf «unser» grosses Jubiläum

2009 ein wenig dämpfte.

Im Gegensatz zur Helvetia aber steht

mir als Redner hier ein Glas Bier zur

Verfügung und dies ist doch ein untrügliches

Zeichen dafür, dass es so

schlimm um die Wengia nicht stehen

kann! Und in der Tat: es ist mir

eine Ehre, an dieser Stelle als Präsident

der wiederbelebten und gewissermassenwiederauferstandenen

Aktivitas zu stehen und zu Euch

sprechen zu dürfen.

Wie man es im Wengianer lesen

konnte, kam über die Sommerferien

ein Übergangskomitee zusammen,

das sich zum Ziel gesetzt hat, die

nicht mehr an der Kantonsschule

vertretene Aktivitas zu retten. Es

gelang uns dabei an zwei Keilanlässen,

insgesamt 19 neue Spe-Füxe

in die Wengia aufzunehmen. Mein

besonderer Dank richtet sich an unser

Samuel Schmid v/o Lätsch, der

eigenhändig an der exklusiven Bundesrats-Kneipe

12 junge Wengianer

18

getauft hat. Es ist mir ein Anliegen,

jetzt denjenigen Personen zu danken,

die ihrerseits grossen Anteil am

Gelingen beitrugen; namentlich sind

dies:

Stefan Liechti v/o Forte

Reto Stampfli v/o Odin

Simon Kürsener v/o Lincoln

Pascal Kissling v/o Massimo

Juri Niemetz v/o Larry

Daniel Ritschard v/o Quart

Lars Vögtlin v/o Domitian xx

Claudio Müller v/o Sipuro

An dieser Stelle möchte ich auch

erwähnen, dass dieser Aufwand

(Flyer drucken lassen, Werbebriefe

verschicken usw.) nicht gerade zur

Sanierung der Finanzlage der Aktivitas

beigetragen hat; ich richte mich

deshalb mit der Bitte an die Altherrenschaft,

möglichst viele unserer

Bierzeitungen zu kaufen oder unsere

Kasse durch Spenden wieder aufzufüllen.

Den edlen Spendern werde ich die

Blume meines nächsten Bieres in

spezieller Art und Weise zutrinken

Das Wort «Krise» bedeutet meines

Wissens nach auf Chinesisch auch

«Chance» – ich glaube mit Recht

behaupten zu dürfen, dass wir diese

letzte Chance gepackt haben. Darauf

möchte ich im nächsten Abschnitt

meiner Ausführungen etwas

näher eingehen. Das Wort «China»

ist dafür das passende Stichwort:


Einer der Spe-Füxe hat mich gefragt,

als er zum ersten mal das Tönnchen

sah, ob die Wengia denn chinesische

Wurzeln habe.

Auch wenn man dabei nun im ersten

Moment ev. etwas lachen muss, so

ist die Frage nach den Wurzeln der

Wengia meines Erachtens nach absolut

berechtigt:

Gerade in der Zeit der Umstrukturierung

unserer gesellschaftlichen Normen

– in deren Folge auch diejenigen

Werte in Frage gestellt werden, zu

denen wir unsere drei Devisen und

unsere Tradition dazuzählen, – gerade

in solchen schwierigen Zeiten

mit viel Gegenwind ist es wichtig,

zu wissen, woher man kommt. Denn

nur dann kann man wissen, wohin

man will. Kurz: Es ist notwendig,

den Halt und die Orientierung nicht

zu verlieren;

Damit meine ich, dass wir uns den

Ast, auf dem wir sitzen, nicht selber

absagen dürfen. PATRIA – AMICITIA

– SCIENTIA: diese drei Standpfeiler

sind unsere Basis, und sie sollen zugleich

auch unser Wegweiser sein.

Aber, um beim Symbol des Baumes

zu bleiben, der Ast mit den Blättern

muss sich auch jederzeit nach dem

Licht ausrichten, wenn der ganze

Baum überleben will; dabei bleiben

die Wurzeln aber fest im Boden verankert.

Übertragen auf die Wengia

heisst das: die Devisen bleiben bestehen,

aber der Inhalt, die Substanz,

der Gehalt kann und soll erneuert

und neu aufgefasst werden, denn

wir müssen die Kantonsschüler von

heute ansprechen mit unserem Vereinszweck

und unserer Tätigkeit. In

diesem Zusammenhang möchte ich

besonders die neue Auffassung der

dritten der Devisen, der SCIENTIA,

vorstellen:

Für sie steht der Werbeslogan «Studium

– Beruf – Karriere». Die Informationen

rund um das Studium und

die künftige Berufswahl sind zweifellos

für jeden Schüler von grossem

Wert. Fragen wie «Welche Eigenschaften

brauche ich für ein Studium,

welche Anforderungen werden

gestellt… welche Universität ist dazu

geeignet und schliesslich… welche

Berufe stehen mir offen, gibt es

Karrierechancen?» Gehen jeden an.

In diese Kategorie gehört übrigens

auch die neue Ferienjob-Börse, die

offensichtlich geradezu eine «Marktlücke»

darstellt. Ich bin überzeugt,

mit der optimalen Mischung aus Seriösität

und Bierseligkeit wieder jene

Substanz in die Aktivitas zu bringen,

die notwendig ist – um das Modewort

zu gebrauchen – «Nachhaltig»

zu wirken. Die Wengia ist und bleibt

die Wengia und kein Turn- oder anderer

Sportverein. Es ist unser Ziel,

so rasch als möglich wieder auf eigenen

Beinen zu stehen als voll funktionierende,

blühende Aktivitas mit

Selbstverantwortung – ganz nach

dem liberal-freisinnigen Grundsatz,

den die Wengia in ihrer Geschichte

zu dem gemacht hat, was sie war

und hoffentlich wieder werden wird!

Natürlich kann dies nicht von einem

Tag auf den andern geschehen; im

Projekt «Rettung der Aktivitas» ist

der grosse Keilerfolg erst der erste

Schritt gewesen – aber ich denke,

dass er der Wichtigste von allen

war.

19


Wir wollen deshalb am heutigen Tag

mehr denn je Farbe tragen und Farbe

bekennen.

Liebe Wengianer, dies wollen wir gemeinsam

machen. Ich fordere deshalb

die Altherrenschaft dazu auf,

heute Abend um 20.30 am Cortège

20

zusammen mit der Aktivitas der Öffentlichkeit

ein eindrückliches Lebenszeichen

der wiedererstarkten

Aktivitas zu zeigen. In diesem Sinne

freue ich mich, Sie alle um 20.30 vor

der alten Kantonsschule wiederzusehen.

VIVAT – CRESCAT – FLOREAT IN AETERNUM WENGIA SOLODORENSIS

Die drei Präsidenten: Stefan Liechti v/o Forte

Lukas Künzler v/o Silius

Markus Reber v/o Homer


Dank für die Verleihung des

100-Semesterbandes

anlässlich der gV der Alt-Wengia vom 17.11.2007

Liebe Wengianer

«Gut gelaunt» ist der heutige Name

unseres Verbindungshauses am Friedhofplatz.

Seit 1942 ist es für die Wengianer

ganz einfach das «Misteli».

Aus einem ganz bestimmten Grunde

möchte ich daran erinnern, dass

es früher einmal «Café Schöpfer»

geheissen hat, noch früher «Café

Bargetzi-Schmid» und dazwischen

auch – mehr scherzhaft zwar – «Café

Waterloo».

Der bestimmte Grund, weshalb ich

Euch solch «altes Zeug» zumute,

liegt darin, dass ich es nicht lassen

kann, darauf aufmerksam zu machen,

dass sich genau heute vor 142

Jahren die «schröckliche Moritat» ereignet

hat, welche dem nachmaligen

«Misteli» den Namen, «Café Waterloo»

eingetragen hat. Es war am 17.

November 1865, an einem Donnerstagabend,

des Nachts um halbzehn,

als der Feldbrunner Maler Frank

Buchser dem Regierungsrat Josef

Ackermann ein Glas an den Kopf

geschmissen und diesen erheblich

verletzt hat. Vor Gericht ging man in

der Folge davon aus, dass das Glas

leer gewesen sei. Man konnte dem

37-jährigen Missetäter nicht abnehmen,

dass ausgerechnet er vor allem

nur den Inhalt des Glases an den

Mann hatte bringen wollen.

Politische Hintergründe zu dieser

Gewaltszene hat unser Altherr Kurt

Stampfli v/o Protz in einem lesenswerten

Artikel in einem «Wengianer»

aus dem Jahre 1990 publiziert.

Das zu anno dazumal!

Insofern kann ich aber beim «Misteli»

bleiben: es gehört nämlich auch zur

Geschichte dieses Hauses, dass der

Aktivitas 1957/58 zwanzig Wengianer

angehört haben, von denen die

meisten bereits an der «Samichlausenkneipe»

1955 ihren Einstieg ins

Studentenleben gewagt hatten.

Ich persönlich werde nie vergessen,

wie der damalige FM, Hans-Urs Vögeli

v/o Pieps, aus uns Schwänzen

Füxe zu machen versuchte, indem

er unablässig «Nase auf den Tisch»

kommandiert und uns mit seiner

Peitsche traktiert hat.

Aus diesen Füxen sind Burschen

geworden, wie gesagt zwanzig. Nun

stehen wir zu zehnt vor Euch. Aus

folgenden Gründen fehlt heute die

Hälfte unserer Couleurbrüder:

− zwei sind ausgetreten, schon vor

über einem Vierteljahrhundert

− einer wünscht erst nächstes Jahr

anzutreten: er fühlt sich der Aktivitas

1958/59 mehr verbunden als

der unsrigen

− zwei haben sich kurzfristig entschuldigen

lassen müssen


und fünf sind leider verstorben.

Ich benütze die Gelegenheit, diese

5 verstorbenen Couleurbrüder der

Aktivitas 57/58 hier namentlich zu

21


erwähnen. Es sind, chronologisch

aufgezählt, wie sie in einem Zeitraum

von 38 Jahren verstorben sind:

− urs rüfenacht v/o romeo

(1965)

− Jürg Heilinger v/o korsar

(1971)

− ueli niederer v/o Frosch

(1991)

− karl Flatt v/o näppi

(1999)

− gérald breuleux v/o glimm

(2003)

Ich bin sicher, dass die 5 Verstorbenen

heute unter uns weilen würden,

wenn nicht das Schicksal brutal

zugeschlagen hätte, z.T. sogar sehr

brutal.

Wir denken aber




22

heute an sie,

wir denken bei anderen Gelegenheiten

an sie,

ich möchte einfach sagen: wir vermissen

sie.

Liebe Wengianer

Im Namen meiner Couleurbrüder und

in Stellvertretung unseres damaligen

– heute anwesenden – Präsidenten

danke ich der Alt-Wengia herzlich

für die Verleihung des 100-Semesterbandes.

Wir sind alle sehr stolz

darauf.

In der Apostelgeschichte (Kapitel 20,

Vers 35) stehen die mündlich überlieferten

Worte geschrieben: «Geben

ist seliger als nehmen». Davon liessen

wir uns vor Jahresfrist leiten, als

wir nach einem passenden Gegengeschenk

suchten.

Zuerst hatten wir noch Mühe bekundet,

etwas Geeignetes zu finden. Als

wir es dann hatten, dachten wir im

Sommer, wir könnten noch schön

falsch zu «liegen» kommen mit dem,

was wir gefunden – angesichts der

Tatsache, dass es ja keinen Nachwuchs

mehr gibt in der Wengia.

Umso erfreulicher – auch für unseren

Tisch – ist die jetzige Situation mit

dem zahlreichen Nachwuchs. Für die

treibenden Kräfte, welches dies zustande

gebracht haben, sei an dieser

Stelle übrigens ein grosses Kompliment

ausgesprochen.

Jetzt aber, was ist dieses Geschenk?

Es ist ein gravierter stammtisch

aus buchenholz, vor Wochenfrist

installiert unten im Kneiplokal unseres

Verbindungshauses.

Gestern hatten wir Gelegenheit, unseren

Tisch im Beisein der Jungen,

sowie des Aktiv-Präsidenten gebührend

einzuweihen.

Der neue Stammtisch soll der Tisch

des Präsidenten sein, auf welchem

zum Beispiel der AH-Präsident seine

Totensalamander-Utensilien auspacken

kann. In diesem Sinne wünschen

wir dem Tisch, dass er möglichst

lange seinen Dienst versehen

kann.

Nochmals vielen, vielen herzlichen

Dank !

Ich trinke einen grossen Schluck auf

Euch alle, liebe Wengianer, auf die

Wengia selber – besonders aber auf

die Jüngsten unter uns: Danke !

Hansueli Jordi v/o Agro

und die Aktivitas 1957/58


Nauenfahrt 2008

Zur Nauenfahrt 2008 auf dem Vierwaldstättersee sind alle Wengianer mit Anhang

herzlichst eingeladen.

Datum: Sonntag, 6. Juli 2008

Ort: Luzern, Landungsbrücke 5

Zeit: Abfahrt: 10.30 Uhr, ohne akademisches Viertel

Ankunft: ca. 17.00 Uhr

Parkplatz: Am zweckmässigsten ist das Bahnhofparking am See,

ca.100 m vom «Pier 5» entfernt

Verpflegung: Picknick an Bord oder Land, Grillmöglichkeiten an Land

(Holzkohle selber mitbringen), Wirtschaften in der Nähe

Getränke: Bier und Mineralwasser an Bord

Bademöglichkeit: während der Mittagsrast

Kosten: je nach Teilnehmerzahl ab Fr. 40.– für Erwachsene,

Fr. 10.– für Aktive und Kinder

Anmeldung: bis Samstag, 28. Juni 2008

an Hans Walter Rich v/o Gnom

Säliring 29, 4663 Aarburg

Tel. P 062 / 791 35 52, G 062 / 288 23 80

e-mail gnom@wengia.ch

Durchführung: Bei zweifelhafter Witterung gibt am Sonntag, 6. Juli 2008,

ab 07.30 Uhr Tel. 079 / 701 35 74 Auskunft.

Nachdem wir 10 Mal hintereinander die Nauenfahrt bei gutem Wetter durchführen

konnten, hoffen wir nun auf die heilige Solothurnerzahl.

H.W. Rich v/o Gnom

23


Nach dem Erfolg der letzten Jahre erlebt «Stöck – Wyys – Schuss» seine

dritte Auflage!

Datum: Samstag, 6. September 2008

Ort: Bei den Stadtschützen Solothurn

im Schützenhaus Zuchwil

Kategorien: P (Pistolenschiessen von 14 bis 16 Uhr)

J (Jassen von 16 bis 18 Uhr)

C (Combi Jassen und Schiessen von 14 bis 18 Uhr)

Besonderes: In jeder Kategorie gibt es tolle Preise für die

Erfolgreichsten!

In den Kategorien P und C wird ein Startgeld von

11 Franken erhoben.

Anmeldung: Ab sofort online unter www.wengia.ch oder

telefonisch / schriftlich an

Stefan Liechti v/o Forte

Tulpenweg 6, 4542 Luterbach, Telefon 032 / 682 56 43

Anmeldefrist: Mittwoch, 3. September 2008

Anschliessend trifft sich, wer möchte, im Restaurant des Schützenhauses zu

einem gemütlichen Höck mit Verpflegung und Freibier!

Wir freuen uns auf eure Teilnahme

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Bruno Huber v/o Toto

Peter Wagner v/o Terry

Stefan Liechti v/o Forte


5-Farben Billardturnier um den

Gambrinus-Cup

Trotz der zugegebenermassen späten

Ausschreibung fanden sich am

29. Februar immerhin acht Couleuriker

im Cue-Club 311 in Solothurn

ein, um sich im 8er Ball untereinander

zu messen. Dass nur ein Zweifarbenanlass

daraus wurde, tat der

guten Stimmung keinen Abbruch.

Wir freuten uns dafür über die Teilnahme

eines Aktiven in der Person

von Linus Rudolph v/o Primus.

Als souveräner Turnierleiter amtete

Gregor Wild v/o Cicero, dem ich

allerdings neben seiner Tätigkeit

einen guten Schmöker für den Abend

gegönnt hätte.

Nach den Gruppenspielen und den

Halbfinals standen sich im Endspiel

die in allen Wettbüros als Favoriten

gehandelten Jean-Claude Cattin

v/o Chic aus unseren Reihen und der

Ruppigoner Marco Lupi v/o Phon

gegenüber.

Obwohl der grüne Filz eigentlich den

Wengianern hätte hold sein müssen,

setzte sich die grössere Konstanz

Phons durch. In seiner Eigenschaft

als Anwalt versuchte Chic zwar mit

Androhungen auf Einklagung gegenüber

den Clubbetreibern (störende

Wasseradern unter der Liegenschaft),

dem Tischhersteller (Filz zu

wenig verfilzt) und dem Queulieferanten

(zu feuchtes Eschenholz verwendet),

das Glück auf seine Seite

zu zwingen, aber vergebens.

25


Auch die letzte Androhung gegenüber

den aus Taiwan importierten

Kugeln, sie in Ausschaffungshaft zu

setzen, führten nicht zum gewünschten

Ergebnis.

Neidlos gratuliere ich meinem guten

Freund und Trainingspartner Phon

zum Turniersieg. Gleichzeitig rufe

ich alle Billard spielenden Wengianer

auf, das Training zu intensivieren, um

den Gambrinus-Cup nächstes Jahr

in die Reihen zurückzuholen, in die

er hingehört.

26

Sven Witmer v/o Skol

schlussrangliste:

1. Marco Lupi v/o Phon

(Ruppigonia)

2. Jean-Claude Cattin v/o Chic

3. Alex Chernov v/o Phileas

(Ruppigonia)

4.

Sven Witmer v/o Skol

Die weiteren teilnehmenden Wengianer

waren Thomas Jordi v/o Byte,

Christoph Isch v/o Huxley, Linus Rudolph

v/o Primus und Thomas Probst

v/o Slang.


Gratulationsliste Mai bis und mit August

50 Jahre Martin Giger Spatz 29.05.2008

Fritz Gantert Zyn 06.06.2008

François Kocher Lok 24.06.2008

60 Jahre Martin Selz Schliff 06.05.2008

Rolf Aebersold Strähl 12.06.2008

Peter Bönzli Jux 26.06.2008

Christian Kühni Zapfe 18.07.2008

Roul-Philippe Bullet Spleen 06.08.2008

Peter Lendenmann Steck 15.08.2008

65 Jahre Giovanni Gottardi Sweet 16.06.2008

Erich Zimmermann Step 23.06.2008

Jakob Bernasconi Penn 16.07.2008

Tristan Bloch Kick 26.07.2008

Rolf Sägesser Wetz 18.08.2008

70 Jahre Urs Rieder Cento 02.05.2008

Alfred Jäggi Schlepp 13.05.2008

Rainer Schaad Scherz 03.06.2008

Urs Ammann Pfau 14.06.2008

Max Rütti Simplex 19.06.2008

Kurt Meister Calm 16.07.2008

75 Jahre Willy Jeanrichard Spleen 14.05.2008

Erich Senn Schmiss 17.05.2008

Hans Gygax Droll 31.05.2008

August Jenni Seni 06.06.2008

80 Jahre Walter Hess Kuoni 16.05.2008

Adolf Bolliger Flirt 27.06.2008

Hans Kaufmann Semper 13.07.2008

Ernst Felchlin Gin 24.07.2008

Urs Studer Schach 16.08.2008

85 Jahre Charles Dobler Presto 03.05.2008

Hermann Mathys Horn 07.05.2008

Hans-Rudolf Herzig Strick 23.06.2008

93 Jahre Hans Spaar Choli 25.07.2008

Ich gratuliere den Jubilaren und wünsche ihnen im Namen der Aktivitas alles

Gute. Jan Stank v/o Helios

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Spendenliste

Fred Ruch v/o Tardo 100.–

Heinz Affolter v/o Hirsch 100.–

Walter Moser v/o Leck 200.–

Kurt Müller v/o Schlich 100.–

Martin Fey v/o Schliff 100.–

George Anner v/o Hindu 200.–

Klaus Bamert v/o Midas 200.–

Heinz Peter Vögeli v/o Spatz 100.–

Trauerfamilie Hans Gruber v/o Schnägg 200.–

Ernst Lachat v/o Bero 150.–

Samuel Schmid v/o Lätsch 200.–

Conrad Stampfli v/o Bacchus 500.–

Fred Hirt v/o Mädi 100.–

Trauerfamilie Karl Reber v/o Spore 500.–

Dr. Max Reber v/o Chratz 100.–

Ich möchte allen Spendern recht herzlich danken. Auch Puma der uns eine

Flasche Wein beim Fondueessen spendiert hat.

28

Lars Vögtlin v/o Domitian

«kapitalerhöhung der Misteli Ag – Aufruf an alle Wengianer!»

Liebe Couleurbrüder

An der Generalversammlung der Misteli AG wurde eine Kapitalerhöhung

beschlossen (Einzelheiten siehe S. 29 ff.). Diese Kapitalerhöhung dient der

nachhaltigen finanziellen Sicherung unseres Wengianerhauses.

Es gilt das Motto «alle Wengianer werden Mistelianer» – dies umso mehr,

weil wir heute wissen, dass sich unser Engagement gelohnt hat – vom

Keller bis zum Dach! Wir freuen uns, wenn sich auch ehemals skeptische

Couleurbrüder an dieser guten Sache beteiligen und mit beiliegendem

Zeichnungsschein neue Aktien erwerben. Eine Vorzugsaktie kostet nach

wie vor Fr. 1’000.–!

Herzlichen Dank!

Das AH-Komitee


MIstelI Ag

Protokoll der 2. ordentlichen

Generalversammlung der Misteli AG

vom 17. november 2007, 10.00 uhr, im landhaus zu solothurn

dr. Markus reber v/o Homer, Präsident

des Verwaltungsrates, eröffnet

die Versammlung und übernimmt

den Vorsitz. Er heisst die anwesenden

Aktionärinnen und Aktionäre

der Misteli AG herzlich willkommen.

Speziell begrüsst werden die anwesenden

Damen (rund ein Dutzend

Aktionärinnen!) sowie die Bauunternehmer,

die beim Umbau der Liegenschaft

Aktien gezeichnet haben und

erstmals als Aktionäre an unserer

Generalversammlung teilnehmen.

Ein besonderer Gruss gilt Fritz Wermelinger

v/o Chräi: er ist als Divisionär

der einzig richtige General an der

Generalversammlung.

I. konstituierung / Feststellungen

Der Vorsitzende stellt fest:

1. Zur heutigen Generalversammlung

wurde gemäss den statutarischen

und gesetzlichen Bestimmungen

eingeladen, nämlich

durch Publikation in der Zeitschrift

«Der Wengianer» Nr. 2, 119. Jahrgang,

vom August 2007, Seite

18 ff. Gleichzeitig wurden die eingetragenen

Aktionäre per E-Mail

eingeladen.

2.

3.

4.

Das Protokoll der 1. o. GV der

Misteli AG vom 18. November

2006 wurde im «Wengianer» Nr. 4

vom Dezember 2006, S. 10 ff.

publiziert. Der Jahresbericht, die

Jahresrechung sowie der Bericht

der Revisionsstelle lagen

während 20 Tagen vor der Generalversammlung

am Sitz der

Gesellschaft auf. Sie wurden zudem

rechtzeitig im Internet auf

der Homepage www.wengia.ch

publiziert.

Gemäss Präsenzliste sind 82

Aktionäre persönlich anwesend

und 11 Aktionäre rechtsgültig

vertreten, die insgesamt 4’162

Stammaktien zu CHF 50.– (mit je

einer Stimme) sowie 1’067 Vorzugsaktien

zu CHF 1’000.– (mit

je 20 Stimmen, somit 21’340

Stimmen) vertreten. Damit sind

CHF 1’275’100.– des gesamten

Aktienkapitals von CHF

2’000’000.– bzw. 25’502 von insgesamt

40’000 Aktienstimmen

anwesend, was einer Präsenz

von 63.75% entspricht.

Die heutige Generalversammlung

ist demnach zur Behandlung der

traktandierten Geschäfte beschlussfähig.

29


5.

6.

7.

8.

9.

10.

30

Als Protokollführer amtet Daniel

Ritschard v/o Quart, Sekretär

des Verwaltungsrates.

Notar lic. iur. Conrad Stampfli

v/o Bacchus wird den Beschluss

über die Kapitalerhöhung (Traktandum

6) öffentlich beurkunden.

Im Bezug auf dieses Traktandum

wird das Protokoll ausschließlich

von ihm geführt.

Als unabhängiger Stimmrechtsvertreter

wurde bezeichnet: Dr.

Gregor Wild v/o Cicero.

Die Revisionsstelle fimo AG ist

durch Oliver Frei an der Generalversammlung

vertreten.

Als Stimmenzähler werden vorgeschlagen

und einstimmig

gewählt Urs von Wartburg v/o

Codex und Markus Peter v/o

Zentro.

Gegen diese Feststellungen wird

kein Widerspruch erhoben.

II. traktanden

Die Traktanden wurden mit der Einladung

zur Generalversammlung

bekannt gegeben. Es wird auf die

publizierte Traktandenliste mit den

Anträgen des Verwaltungsrats verwiesen.

Sie wird von der Generalversammlung

einstimmig genehmigt.

1. genehmigung des Protokolls

der 1. o. generalversammlung

der Misteli Ag vom 18. nov. 06

Antrag des Verwaltungsrates:

Genehmigung des Protokolls

Das Protokoll der 1. .o. Generalversammlung

der Misteli AG vom

18. November 2006 wurde publiziert

im «Wengianer» Nr. 4 vom Dezember

2006, S. 10 ff.

Es wird von der Versammlung verdankt

und einstimmig genehmigt.

2.

erstattung des Jahresberichtes

Antrag des Verwaltungsrates:

Genehmigung des Jahresberichtes

Der Jahresbericht der Misteli AG für

das Geschäftsjahr 2006/07 wurde

publiziert im «Wengianer» Nr. 3 vom

Oktober 2007, S. 37 ff. Der Vorsitzende

verweist auf die verschiedenen

Beiträge im «Wengianer» zum

Umbau der Liegenschaft Misteli. Der

Verwaltungsrat hat sich bemüht, die

Aktionäre möglichst transparent über

den Umbau zu informieren. Der Vorsitzende

ergänzt seinen Jahresbericht

mit einem launigen Vortrag und

einer Bildergalerie (die power-point-

Bilder können unter www.wengia.ch

besichtigt werden).

Martin Jauslin v/o Vitesse, Verwalter

der Liegenschaft Misteli, berichtet

über seine Erfahrungen mit der

Vermietung der Wohnungen. Im Moment

ist das ganze Haus vermietet.

Es besteht eine win-win-Situation:

Sowohl die Mieter als auch die Vermieter

sind glücklich und zufrieden.

Die beiden Wohnungen konnten vermietet

werden, wenn auch mit gewisssen

«Anlaufschwierigkeiten».

Die generalversammlung genehmigt

den Jahresbericht einstimmig.


3. erstattung der Jahresrechnung lehen über CHF 170’000.–, das zu 6

des geschäftsjahres 2006/07 Prozent verzinst und bis zum 31. De-

entgegennahme des berichts zember 2020 vollständig zurückbe-

der kontrollstelle

zahlt wird. Das Ehepaar Jansen hat

Präsentation des budgets für insgesamt rund CHF 1.5 Mio in die

das geschäftsjahr 2006/07 Liegenschaft investiert (Umbau, Kü-

Antrag des Verwaltungsrates: che, Einrichtung, Gross- und Kleinin-

Kenntnisnahme des Berichts der ventar, etc.).

Kontrollstelle, Genehmigung der Die umfassende Renovation unserer

Jahresrechung 2006/07, Kenntnis- Liegenschaft konnte infolge vernahme

des Budgets 2007/2008 schiedener Überraschungen leider

nicht planmäßig abgeschlossen wer-

Quästor gaudenz Flury v/o satz den. Die Bauverzögerungen führten

erläutert die Jahresrechung des Ge- zu Verzögerungen bei der Übergaschäftsjahres

2006/07 (Bilanz per be der Mieträumlichkeiten. Gemäss

30.06.2007, sowie die Erfolgsrech- Mietvertrag hätte die Liegenschaft

nung).

im Oktober 2006 den Mietern Jansen

Das Geschäftsjahr 2006/2007 war zum Innenausbau übergeben wer-

geprägt durch die umfassende Reden sollen. Es war ursprünglich genovation

unserer Liegenschaft. Die plant, das Restaurant «gut gelaunt»

gesamten Kosten haben den Kosten- anfangs Dezember 2006 zu eröffnen.

voranschlag um rund CHF 300’000.– Die Übergabe erfolgte gestaffelt,

übertroffen. Diese unvorhersehbaren war jedoch erst anfangs Dezember

Kosten entstanden einerseits wegen abgeschlossen. Deshalb wurde der

Problemen mit der Statik des Hauses erste Mietzins erst per 1. Januar

(Stichwort Nordfassade), anderer- 2007 fällig. Das Restaurant wurde

seits haben Auflagen der kantonalen schliesslich am 8. Februar 2007 er-

Denkmalpflege zu massiven Mehröffnet Auch der Mietvertrag mit der

kosten geführt. Ein Teil dieser Mehr- Alt-Wengia konnte erst per 1. Januar

kosten wird der Bauherrschaft von 2007 abgeschlossen werden.

der öffentlichen Hand zurückerstat- Auch die beiden Wohnungen konntet.

Wir erwarten Rückvergütungen ten erst einige Monate nach Plan

der kantonalen Denkmalpflege und vermietet werden: Die 3½-Zimmerdes

Bundes in der Höhe von rund Dachwohnung Süd (Mietzins: CHF

CHF 80’000.–. Wann diese Rückver- 1’890.00) ab 1. August 2007, die 3½gütungen

gutgeschrieben werden, Zimmer-Dachwohnung Nord (CHF

kann im Moment nicht beurteilt wer- 1’735.00 p.m.) ab 1. März 2008.

den. Im Weiteren haben die Mieter Dadurch, dass sämtliche Einheiten

des Restaurants, das Ehepaar Jan- inklusive Restaurant später versen,

ebenfalls hohe Investitionen mietet werden konnten als geplant,

getätigt. Damit diese ihre geplanten konnte das Budget nicht eingehal-

Investitionen tätigen konnten, geten werden. Es kann jetzt aber dawährte

ihnen die Misteli AG ein Dar- von ausgegangen werden, dass die

31


Ziele des Budgets im Geschäftsjahr

2007/2008 erreicht werden können.

Die Jahresrechnung weist einen Gewinn

von CHF 168.70 aus.

Architekt bruno Walter legt der Generalversammlung

die Baukostenabrechnung

vor. Diese ist zwar noch

provisorisch, aber nur noch in wenigen

Punkten. Er erläutert die Kosten

des Umbauprojektes anhand einer

detaillierten Aufstellung. Im Vergleich

zum Kostenvoranschlag sind erhebliche

Mehrkosten aufgetaucht. Insbesondere

die statischen Probleme

des Hauses führten zu Mehrkosten

von rund CHF 150’000.–. Auch verschiedene

Wünsche und Auflagen

der kantonalen Denkmalpflege führten

zu Mehrkosten. Ein Teil dieser

Kosten wird vom Kanton vergütet.

Die effektiven Mehrkosten belaufen

sich letztlich auf rund CHF 250’000.–.

Im Verhältnis zu den gesamten Investitionen

und unter Berücksichtigung

der schwierigen Ausgangslage

hinsichtlich des Alters der Bausubstanz

und des besonderen Lage der

Liegenschaft in der Altstadt, bewegen

sich die Mehrkosten in einem

vertretbaren Bereich. Bruno Walter

dankt der Bauherrschaft für das Vertrauen

und die äusserst gute Zusammenarbeit.

Nebst dem Verwaltungsrat hat auch

Christian niggli v/o bruch als «unabhängiger»

Architekt die Baurechnung

geprüft. Er lobt die Arbeit des Verwaltungsrats

und von Bruno Walter und

empfiehlt der Generalversammlung

die Genehmigung der Rechnung.

Oliver Frei, Vertreter der Revisionsstelle

fimo Ag, verliest den Revisorenbericht

und empfiehlt der

32

Versammlung die Genehmigung der

Jahresrechung.

satz informiert die Generalversammlung

über das Budget 2007/08 der

Misteli AG und über den Finanzplan

der nächsten fünf Jahre. Dieses sieht

für 2008 einen Jahresgewinn von ca.

CHF 100’000.– vor. Der Gewinn und

die Rückvergütungen der Denkmalpflege

sollen vorerst zur Reduktion

des Fremdkapitals verwendet werden.

Armin lüthy v/o schwarte und Jörg

kiefer v/o riss erkundigen sich über

die Investitionen und den Geschäftsgang

des Restaurants «gut gelaunt».

Homer hält fest, dass sich die Misteli

AG möglichst nicht in die Geschäftspolitik

der Mieter einmischen will und

kann. Laut Aussagen von Ralf Jansen

haben die Mieter rund 1.5 Mio

CHF in das Restaurant investiert. Die

Mieter sind mit dem Geschäftsgang

des Restaurant im Grossen und

Ganzen zufrieden. Natürlich gebe es

verschiedene Punkte, die verbessert

werden können und auch verbessert

würden. Die Ziele des Businessplanes

für das erste Jahr seien aber

eingehalten.

bruno Huber v/o toto erkundigt

sich nach den ausstehenden Mietzinsen

des ehemaligen Mieters des

Ladens («Switcher»/Brönnimann).

Gemäss Aussagen von Satz bestehen

noch Mietzinsausstände von

CHF 40’000.–, von denen aber wohl

die Hälfte abgeschrieben werden

müssten (Delkredere).

theo Fröhlich v/o Violo möchte

wissen, warum die Miete Kneiplokal

mit CHF 5’000.– in der Rechnung

ausgewiesen ist, statt CHF 6’000.–.


Satz beantwortet die Frage dahingehend,

dass es sich um ein Problem

der Rechnungsabgrenzung handle,

welches nicht korrigiert wurde.

Die generalversammlung genehmigt

die Jahresrechnung 2006/07

einstimmig.

4. beschlussfassung über die

Verwendung des Jahresergebnisses

2006/07

Antrag des Verwaltungsrates:

Vortrag auf neue Rechnung

Der Vorsitzende beantragt, den Jahresgewinn

von CHF 168.70 auf neue

Rechung vorzutragen.

Die generalversammlung folgt diesem

Antrag einstimmig.

5. entlastung des Verwaltungsrates

Antrag des Verwaltungsrates:

Entlastung des Verwaltungsrates

Die generalversammlung erteilt

dem Verwaltungsrat (unter Stimmenthaltung

der betroffenen Verwaltungsräte)

einstimmig Decharge.

6. kapitalerhöhung

Nota: Das Protokoll zu diesem Traktandum

führt notar Conrad stampfli

v/o bacchus. Die folgenden Ausführungen

sind wörtlich seiner öffentlichen

Urkunde entnommen.

«Der Vorsitzende orientiert, dass die

geplante Kapitalerhöhung in erster

Linie der Schaffung neuen Aktienkapitals,

welches von Bauunternehmern

im Rahmen des Umbaus ge-

zeichnet wurde, und in zweiter Linie

dem Ausbau des Eigenkapitals bzw.

der Ablösung von Hypotheken dienen

soll.

In Abänderung des Antrages des

Verwaltungsrates auf eine ordentliche

Kapitalerhöhung, stellt der Präsident

namens des Verwaltungsrates

den Antrag das Aktienkapital durch

eine genehmigte Kapitalerhöhung zu

erhöhen. Die Generalversammlung

fällt folgende Beschlüsse:

1. Der Verwaltungsrat wird ermächtigt,

das Aktienkapital von CHF

2’000’000.– innerhalb einer Frist

von zwei Jahren um maximal

CHF 500’000.– auf maximal CHF

2’500’000.– zu erhöhen.

2. Der Erhöhungsbetrag von maximal

CHF 500’000.– ist voll zu

liberieren.

3. Der Verwaltungsrat kann maximal

500 neue Namenaktien (Vorzugsaktien)

zu einem Nominalbetrag

von je CHF 1’000.– ausgeben.

4. Die Vorzugsaktien sollen gegenüber

den Stammaktien gemäss

Art. 3 Abs. 3 der Statuten privilegiert

werden: Auf Vorzugsaktien

entfällt eine Vorzugsdividende

von 5%. Es besteht ein Nachbezugsrecht.

5. Die Ausgabe der Aktien erfolgt

zum Nennwert.

6.

Die neu auszugebenden Aktien

sind vollständig zu liberieren. Die

Liberierung der neu auszugebenden

Aktien kann durch Verrechnung

oder in bar geschehen.

Der Entscheid, ob die Liberierung

im Einzelfall durch Verrechnung

oder in bar vollzogen werden

soll, liegt beim Verwaltungsrat.

33


7.

8.

9.

34

Die übrigen Ausgabebedingungen

sowie der Beginn der

Dividendenberechtigung legt der

Verwaltungsrat fest.

Für die neuen Namenaktien (Vorzugsaktien)

gelten die in Art. 7

der Statuten enthaltenen Übertragungsbeschränkungen.

Das Bezugsrecht wird gewahrt.

Über die Zuteilung von Spitzen

und über nicht ausgeübte Bezugsrechte

entscheidet der Verwaltungsrat

nach Massgabe der

statutarischen Vinkulierungsbestimmungen,

den Leitlinien der

Generalversammlung sowie im

Interesse der Gesellschaft. Es

findet kein Handel mit Bezugsrechten

statt. Vertraglich erworbene

Bezugsrechte werden nicht

anerkannt.

Der Präsident gibt folgende Hinweise:

Es wird ausdrücklich darauf hin-

Artikel 3

gewiesen, dass das Bezugsrecht der

bisherigen Aktionäre gewahrt wird.

Jeder Aktionär hat die Möglichkeit,

im Rahmen seines bisherigen Aktienbesitzes

neue Aktien zu zeichnen.

Das Kapital kann nunmehr von CHF

2’000’000.– auf maximal 2’500’000.–

heraufgesetzt werden, somit um einen

Faktor 1.25. Um eine neue Aktie

von einem Nennwert von CHF

1’000.– zu zeichnen, braucht es

somit ein bisheriges Aktienkapital

von CHF 4’000.– (z.B. 80 Aktien zu

einem Nennwert von CHF 50.– oder

4 bisherige Namenaktien (Vorzugsaktien)

zu einem Nennwert von je

CHF 1’000.– oder Kombinationen

von beiden).

Der Präsident bittet die anwesenden

Aktionäre das Bezugsrecht bis zum

31.12.2007 auszuüben [Anmerkung:

die Frist wird erstreckt – neu bis

30.06.2008!].

statutenänderung

Der Verwaltungsrat wird ermächtigt, die Statuten im Sinne der genehmigten

Kapitalerhöhung zu ändern. Betroffen ist Art. 3 Abs. 1 der Statuten, der vorbehältlich

der Zeichnung der neuen Aktien, wie folgt lauten wird:

Aktienkapital 1b Der Verwaltungsrat kann das Aktienkapital der Gesellschaft bis am

17. November 2009 von derzeit CHF 2’000’000.– um maximal CHF

500’000.– auf maximal CHF 2’500’000.– erhöhen. Zu diesem Zweck

kann der Verwaltungsrat maximal 500 neue Namenaktien (Vorzugsaktien

gemäss Art. 3 Abs. 3 der Statuten) zum Nennwert von je CHF

1’000.– ausgeben (Ausgabebetrag entsprechend dem Nominalwert),

welche vollständig zu liberieren sind.

Die Liberierung hat in bar oder durch Verrechnung zu erfolgen, wobei

der Entscheid über die Art der Liberierung beim Verwaltungsrat liegt.

Der Zeitpunkt der Dividendenberechtigung wird ebenfalls durch den

Verwaltungsrat festgesetzt. Die neuen Aktien unterliegen den Übertragbarkeitsbeschränkungen

gemäss Art. 6 und 7 der Statuten.


Abstimmungsergebnis

Nach durchgeführter Diskussion wird

über die Anträge des Verwaltungsrates

abgestimmt.

Nach der Beschlussfassung in offener

Abstimmung gibt der Vorsitzende

bekannt, dass die Generalversammlung

die vorliegenden Anträge

unverändert mit folgendem Ergebnis

angenommen hat:

− Ja-Stimmen:

25’502 Aktienstimmen

− Nein-Stimmen:

0 Aktienstimmen

− Enthaltungen:

0 Aktienstimmen

Resultat: Einstimmigkeit

Der Vorsitzende orientiert, dass der

Verwaltungsrat die beschlossene genehmigte

Kapitalerhöhung und die

damit verbundene Statutenänderung

nach deren Durchführung dem Handelregisteramt

anmelden wird. Die

Ausgabe neuer Aktien erfolgt nach

Eintragung der vollzogenen Kapitalerhöhung

im Handelsregister.

7. Wahl der revisionsstelle

Antrag des Verwaltungsrates:

Wahl der fimo AG für die Dauer eines

weiteren Jahres

Antragsgemäss wird das Mandat der

fimo AG um ein weiteres Jahr verlängert.

Oliver Frei dankt für das Vertrauen

und nimmt die Wahl an.

8. umfrage

Dem Verwaltungsrat liegen keine

schriftlich formulierten Fragen vor.

Auch aus der Corona werden keine

Fragen gestellt.

9.

Varia

Der Vorsitzende Homer weist darauf

hin, dass der Umbau der Liegenschaft

Misteli im Band «Archäologie

und Denkmalpflege des Kantons

Solothurn» Nr. 12/2007, S. 78 ff. dokumentiert

ist. Markus Hochstrasser,

Amt für Denkmalpflege, hat einen

sehr interessanten und äusserst lesenswerten

Aufsatz verfasst. Dieser

Aufsatz wird auf die Homepage

www.wengia.ch gestellt.

Der Vorsitzende kündigt der Generalversammlung

ein besonderes

«highlight» an: Es soll eine besondere

Persönlichkeit geehrt werden. Andreas

Wyss v/o Alka hält die Laudatio

für Architekt bruno Walter und

dankt ihm für seine hervorragende

Arbeit und für sein ausserordentliches

Engagement für unser Verbindungshaus.

Er hat einen erheblichen

Mehraufwand gehabt, den er nicht

auf die Bauherrschaft überwälzt hat.

Die Misteli AG ehrt ihn und überreicht

ihm einen Gutschein für ein

Wellnessweekend.

Paul Heutschy v/o Chines berichtet

über verschiedene freudige Erlebnisse

im Restaurant «gut gelaunt».

Das Konzept kommt offenbar nicht

nur bei der Jugend gut an, sondern

ist auch ein beliebtes Ziel von Mitmenschen,

die im Altersheim leben.

rené Froelicher v/o Quack kündigt

an, dass der KTV Aarau die Aktivitas

der Wengia auf den Hasliberg zum

Skifahren einladen wird.

Homer weist darauf hin, dass er immer

wieder gut gemeinte Anregungen

von Seiten der Aktionäre erhält, was

im Restaurant «gut gelaunt» verbessert

werden könnte. Es wird fest-

35


gehalten, dass sich die Misteli AG

nicht in die Geschäftspolitik der Mieter

einmischen will und kann. Dies

schon deshalb nicht, weil die Misteli

AG nicht über qualifiziertes knowhow

im Bereich Gastronomie verfügt.

Dennoch sind Anregungen aus dem

Aktionariat und aus dem Publikum

stets sehr willkommen. Solche Anregungen

und «feedbacks» (wie Echos

neudeutsch genannt werden) sollen

zentral bei Andreas Wyss v/o Alka

gesammelt werden. Er ist die Meldesammelstelle

und wird die gesammelten

Inputs im Sinne einer aufbauenden

Kritik an die Geschäftsführer

von «gut gelaunt» übermitteln.

Homer verkündet, dass die gesteckten

Ziele erreicht sind. Die

Liegenschaft Misteli ist saniert und

umgebaut, voll vermietet und kann

als Restaurant und Stammlokal der

Wengia erhalten werden.

Der Vorsitzende dankt allen herzlich,

die zur Erreichung dieser Ziele beigetragen

haben. So insbesondere

dem Verwaltungsrat und – last but

Der Verwaltungsrat der Misteli AG

und Architekt Bruno Walter erstatten

die Bauabrechnung.

36

not least – den Aktionärinnen und

Aktionären. Ohne Aktionäre wäre die

Wende hin zum Guten nicht möglich

gewesen.

Der Verwaltungsrat lädt die Generalversammlung

im Anschluss an die

Versammlung zu einem reichhaltigen

Apéritif ins Restaurant «gut gelaunt»

ein und wünscht allen Aktionären einen

freudigen GV-Tag.

Die Generalversammlung dankt dem

Verwaltungsrat mit lang anhaltendem

Applaus.

Ende der Generalversammlung:

11.11 Uhr.

Solothurn, 4. Dezember 2007

Misteli AG

Dr. Markus Reber v/o Homer

Präsident des Verwaltungsrates

Daniel Ritschard v/o Quart

Sekretär des Verwaltungsrates

Die Generalversammlung segnet die

Anträge des Verwaltungsrats einstimmig

ab.


Kapitalerhöhung Misteli AG /

Ausübung der Bezugsrechte

Zur Schaffung neuen Aktienkapitals

hat die Generalversammlung vom

17. November 2007 den Verwaltungsrat

ermächtigt, das Aktienkapital

um CHF 500’000.– von CHF

2’000’000.– auf 2’500’000.– zu erhöhen;

dies unter Wahrung des

Bezugsrechts der Aktionäre. Die

zeich-nungswilligen Aktionäre werden

hiermit aufgefordert, ihr Bezugsrecht

innert der Bezugsfrist auszuüben.

Die Bezugsrechte verfallen nach

Ablauf der Bezugsfrist.

bezugsfrist Die Bezugsfrist endet am 30. Juni 2008

(Datum Poststempel).

bezugsverhältnis Ein bisheriges Aktienkapital von CHF 4’000.–

berechtigt zum Bezug von einer neuen

Vorzugsaktie von je CHF 1’000.– Nennwert

(Emission 2007).

z.B. 80 bisherige Aktien zu einem Nennwert

von je CHF 50.– oder 4 bisherige Vorzugsaktien

zu einem Nennwert von je CHF 1’000.– oder

eine Kombination von beiden.

bezugspreis CHF 1’000.– netto je neue Vorzugsaktie

(Emission 2007).

bezugsrechtshandel Es findet kein Bezugsrechtshandel statt.

Vertraglich erworbene Bezugsrechte werden

nicht anerkannt.

liberierung Die Liberierung der neuen Aktien hat innert

14 Tagen seit Ausübung des Bezugrechts zu

erfolgen.

Vorgehen Schriftliche Mitteilung an die Gesellschaft.

Danach wird dem zeichnungswilligen Aktionär

ein Zeichnungsschein und ein Einzahlungsschein

zugestellt.

dividendenberechtigung Die neuen Vorzugsaktien sind ab dem

Geschäftsjahr 2008/2009, d.h. ab dem

1. Juli 2009 dividendenberechtigt.

37


nota: Dieses Schreiben ist kein Emissionsprospekt

im Sinne von Art. 652a OR.

Natürlich können – und sollen! – auch

diejenigen Wengianer neue Aktien der

Misteli AG zeichnen, die noch keine

solchen haben. Das Bezugsrecht

spielt ohnehin keine grosse Rolle, da

einige Grossaktionäre im Interesse

der grösseren Streuung der Aktien

bereit sind, auf ihre Bezugsrechte

zu verzichten. Aber die Formalitäten

müssen eingehalten werden.

38

Solothurn, 4. Dezember 2007

Misteli AG

Dr. Markus Reber v/o Homer

Präsident des Verwaltungsrates

Daniel Ritschard v/o Quart

Sekretär des Verwaltungsrates

Kapitalerhöhung Misteli AG

Zur Schaffung neuen Aktienkapitals hat die Generalversammlung vom

17. November 2007 den Verwaltungsrat ermächtigt, im Sinne einer sog.

genehmigte Kapitalerhöhung das Aktienkapital um CHF 500’000.– von

CHF 2’000’000.– auf 2’500’000.– innert einer Frist von längstens zwei

Jahren zu erhöhen. Bei dieser Kapitalerhöhung geht es in erster Linie

um die Schaffung von Aktienkapital, das von Bauunternehmern im

Rahmen des Umbaus gezeichnet wurde, in zweiter Linie um den Ausbau

der Eigenkapitalbasis, insbesondere zwecks Ablösung von Hypotheken.

Die Kapitalerhöhung dient damit einer nachhaltigen Konsolidierung und

Sicherung unseres Verbindungshauses.

Das Motto «alle Wengianer werden Mistelianer» gilt nach wie vor:

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch alle diejenigen, die unserem

Umbauprojekt zuerst eher skeptisch gegenüberstanden und bisher

noch keine Vorzugsaktien der Misteli AG gezeichnet haben, nun solche

zeichnen würden!

In vorliegendem Wengianer finden Sie einen Zeichnungsschein.

Eine Vorzugsakie der Misteli AG kostet nach wie vor Fr. 1’000.–


nekrOlOge

Max Flück

v/o Mugge

14.3.1913

bis 8.7.2007

Geboren am 14. März 1913 in der

Steingrube in Solothurn wuchs Max

Flück zusammen mit einem Bruder

und zwei Schwestern auf. Nach dem

Besuch der Primarschule trat er in

die Realabteilung der Kantonsschule

über. Nach zwei Jahren wechselte

er nach bestandener Prüfung in

die Handelsabteilung, wo er seine

Ausbildung im Jahre 1931 mit dem

Diplom abschloss. Während dieser

Kantijahre trat Max der Wengia bei,

die ihm das Cerevis Mugge gab.

Die Wengia bedeutet ihm zeitlebens

sehr viel. Bis ins hohe Alter nahm

er regelmässig an den Generalversammlungen

teil. Dass er als ältester

Wengianer mehrmals den Ehrenzinnbecher

und Blumen entgegennehmen

durfte, freute ihn besonders.

Nach der Schule hatte er für zweieinhalb

Jahre bis 1937 eine Praktikantenstelle

bei der Ersparniskasse

der Stadt Solothurn und der Solothurnischen

Leihkasse. Anschliessend

führte ihn eine Austauschstelle

mit einem Angestellten der Caisse

d’Epargne de Vevey bis 1939 ins

Welschland. Doch dann wurde er

nach Solothurn zurückgerufen, weil

fast alle Mitarbeiter im Aktivdienst

waren. In den folgenden Kriegsjahren

verbrachte auch Mugge viele

Monate im Militär. Insgesamt leistete

er 851 Diensttage im Fliegerbeobachtungs-

und Meldedienst.

Am 12. Juni 1943 heiratete Mugge

Greti Emch aus Solothurn. Der glücklichen

Ehe entsprangen drei Kinder:

zwei Töchter (1947 und 1949) und

ein Sohn (1957). Nach der Geburt

der ersten Tochter konnte 1948 die

junge Familie in ihr Eigenheim am

Joachimweg 13 in Solothurn ziehen.

Mugge war ein aktiver Mensch.

Nebst seinem Beruf nahm auch der

Sport einen wichtigen Platz in seinem

Leben ein. Jahrzehntelang war

er Mitglied des Turnvereins Solothurn

und dort noch im Alter von 90 Jahren

mehr oder weniger aktiv. Seit 1939

war er auch im SAC Sektion Weissenstein.

Die Liebe zu den Bergen

teilte Mugge mit seiner Frau Greti.

Zusammen mit den Kindern unternahmen

sie viele Jurawanderungen

und solche im Engadin. So sprang

die Leidenschaft für die Berge auch

auf den Nachwuchs über. Mugge

zog es für Hochtouren ebenfalls ins

Berner Oberland, ins Wallis und in

die Dolomiten.

Nach der Pensionierung unternahm

er viele grosse Reisen nach Afrika,

Russland, China und Australien. So

lernte er die Welt vor Ort kennen. Zu

Hause hatte Mugge dann aber auch

wieder viel Freude an seiner Familie,

insbesondere an den 7 Grosskindern.

39


Mugge hegte stets viel Sympathien

für den Bauernstand, waren doch

die Grosseltern sowohl väterlicher-

wie mütterlicherseits Bauern. Diese

Neigung lebte er in seinem Garten

aus, wo man ihn noch im hohen Alter

fleissig jäten sah.

Obwohl ihm lange gute Gesundheit

vergönnt war, machten sich nun die

Schattenseiten des Alters immer

mehr bemerkbar – sowohl körperlich

wie auch geistig. Wer Mugge anläss-

Lieber Stramm

40

Jörg kubli

v/o stramm

12.1.1940

bis 21.7.2007

Als langjähriger Weggefährte und

Freund hast du uns allzu früh verlassen

– wir können es kaum begreifen

– wir können es kaum verstehen.

Unsere beiden Wege haben sich im

Leben öfters gekreuzt. Wir haben

so viel Gemeinsames erlebt, dass

ich vielleicht nicht umfassend darüber

berichten kann – das ist nicht so

wichtig – das Entscheidende ist mir

ganz sicher nicht entgangen.

Als begnadeter Skifahrer bist du als

Erstgymeler mit mir – ich war ein

lich der Wengia Generalversammlung

2006 erlebte, dem fiel der Zerfall

deutlich auf. So kam denn am 8. Juli

2007 der Tod als Erlöser.

Ein langes und erfülltes Leben ist zu

Ende gegangen. Wir werden Mugge

in guter Erinnerung behalten.

(Red. basierend auf Mugges selbst

verfasstem Lebenslauf und mit

Unterstützung der Tochter Ursula

Flück)

Jahr oben an dir – im Skilager des

Progymnasiums Olten in die Meisterklasse

eingeteilt worden. Bärti

von Arx vom Skiklub, ein späterer

Zunftkollege, versuchte uns die subtile

Kurventechnik beizubringen. Jedenfalls

haben wir zwei Jüngste im

erlauchten Kreis von fortgeschrittenen

Könnern diese Herausforderung

überlebt.

Später dann an der Kantonsschule

in Solothurn haben wir das Studentenleben

im Kosthaus an der Gurzelengasse

in vollen Zügen ausgelebt.

Dabei spielte die Mitgliedschaft bei

der Wengia Solodorensis eine ganz

entscheidende Rolle. Wir haben uns

dort voll engagiert, unseren Neigungen

entsprechend wurdest du

Stramm, als Unterhalter und Verseschmid,

Fuchsmajor. Als mein

Nachfolger durfte ich dir diese Rolle

vorleben. Manche Produktion und

mancher Vers aus dieser Zeit sind


in unserem späteren Wirken wieder

aufgenommen und erneuert worden.

Wir hatten beide das Glück in unseren

Bestrebungen auf kompetente

Präsidenten zählen zu dürfen, die

uns in unserem Drang zur Pflege der

Geselligkeit unterstützten. Wir beide

durften eine beschwingte, fröhliche

Aktivitas erleben, die wir nie hätten

missen wollen.

In der Altherrenschaft warst du ein

treuer und fleissiger Besucher des

Oltner-Stammes. Nachdem es vor

einigen Jahren mit diesem Stamm

etwas kriselte, hast du das Präsidium

übernommen, und seit diesem

Zeitpunkt sind die Oltner-Stämme

wieder gut besucht – man trifft sich

unter Gleichgesinnten zu interessanten

Gesprächen und fröhlichen

Trinkrunden. Stramm, das ist allein

dein Verdienst! Dafür möchten wir dir

herzlich danken. In diesen Dank für

deine grossen Verdienste zum Wohl

von unserer Studentenverbindung

schliesst sich die gesamte Wengianerschaft

ein.

Nach dem Studium haben wir uns

beide beruflich wieder in Olten niedergelassen.

In der Folge haben wir

gemeinsam in der Offiziersgesellschaft

jeden Montag die Abteilung

Spitzenfussball besucht. Neben der

Pflege des subtilen Fussballspielens

haben wir dort speziell auch

den zweiten, geselligen Teil in allen

Zügen genossen. Denken wir nur an

die von Max Affolter v/o Walz selig

ins Leben gerufenen «schlichten

Weihnachtsfeiern», die jeweils Ende

des Jahres über die Bühnen gingen

und manchmal auch etwas länger

gedauert haben.

Dass du prädestiniert für die Fasnacht

gewesen bist, war offensichtlich.

Nicht verwunderlich, dass du mir

in die Fröschweidzunft gefolgt bist.

Deine Verdienste zum Wohle dieser

Zunft sind unermesslich. Dafür wurdest

du auch mit dem Laubfrosch

ausgezeichnet. Uneigennützig hast

du rechtlich unsere Zunfthaus-Genossenschaft

geregelt. Du hast selber

Hand angelegt beim Bau dieses

Hauses und als erster Genossenschaftspräsident

ist das Zunfthaus

in der Vorstadt quasi deine zweite

Heimat geworden. Allen Klippen und

Einwänden hast du widerstanden

und heute kann die junge Generation

in unserer Zunft von deiner Hartnäckigkeit

und Ausdauer profitieren.

Als gewiegter Cliquensänger, Laternen-Vernissage-Redner,Pfyffer-Tambour-Major,

Froschiade-Gestalter,

etc. hast du über Jahre gewirkt und

hast zusätzlich verschiedene Chargen

innerhalb der Zunft bekleidet.

Nachdem ich als Zunftmeister, bei

uns Froschkönig genannt, nach 12

Jahren ein Nachfolger gesucht habe,

war es bereits fast Tradition, dass du

mir in dieses verantwortungsvolle

Amt gefolgt bist, und du hast dieses

Amt beinahe eben so lang mit Bravour

gemeistert.

Im Jahre 1978 hat die Fröscheweid-

Zunft das 25jährige Jubiläum mit

einem Cabaret-Programm gefeiert.

Selbstverständlich profitierte das

Programm von deinem speziellen

Talent, Prominente aus Politik, Wirt-

41


schaft und Sport zu imitieren. Das

war die Geburt der Glöggli-Frösche,

die während 25 Jahren bei über 100

Auftritten Leute aus der Stadt und

Region kabarettistisch unterhalten

haben. Jürg – du hast deine Texte

in all diesen Auftritten immer wieder

neu angepasst, sei es als Schwarzenbach,

Rico Rigassi, Gnägi, Ogi,

Frau Dreyfuss, Deiss oder legendär

als Beat Breu. Als wir am 50sten Jubiläum

unser Markenzeichen, unsere

Strohhüte an den berühmten Nagel

hängten warst du nicht der Glücklichste.

Du hast wohl in dieser Sparte

kein Alter gekannt und später bei der

Banausiade deine Bühnenbegabung

zur Verfügung gestellt.

Stramm, du hast mit mir während

11 Jahren die Oltner Fasnachtszeitung

«Biiszange» mitgestaltet. Deine

Ideen – dein Witz – deine Beiträge

hat die Kofaz – übrigens ein Pseudonym,

das du kreiert hast – stets sehr

geschätzt und erfreut. Ich glaube, wir

haben einen wesentlichen Beitrag zu

diesem guten Produkt, das in der

Zwischenzeit leider wieder eingegangen

ist, geschaffen.

Am Mittwoch, den 6. Juni 2007 fand

der traditionelle Schinkenfrass der

Fröscheweidzunft statt. Du warst

dabei und hast mit Begeisterung

unseren Song auf das Fröscheweid-

Obernaaren-Jahr mitgesungen. Am

folgenden Dienstag hat mich die

traurige Nachricht deiner Lebenspartnerin

Marie-Louise erreicht:

«Jürg ringt um sein Leben.» Diese

Worte waren bezeichnend für mich

42

– keine Erwähnung vom Tod, vom

Sterben – du hast das Leben geliebt.

Du lebtest gern und intensiv. Umso

trauriger sind wir, dass du nach

sechswöchigem Ringen den Kampf

um dein Leben verloren hast. Marie-

Louise – mit ihr hast du über Jahre

eine ganz spezielle, überaus harmonische

und herzliche Beziehung

gepflegt – hat dich während deiner

ganzen Leidenszeit rund um die Uhr

begleitet mit Liebe, Zuneigung, aber

auch mit Abgeklärtheit und Verstand.

Diese Leistung gilt es an dieser Stelle

besonders zu würdigen.

Stramm, du hinterlässt eine grosse

Lücke. Wir werden dich vermissen.

Wir müssen auf deine Begeisterungsfähigkeit

in Zukunft verzichten.

Du bist du auch immer sehr dankbar

gewesen. Besonders wenn du an unseren

Familienfesten teilgenommen

hast, hast du das überaus geschätzt

und hast uns deine Dankbarkeit spüren

lassen.

Obwohl du für viele etwas unnahbar

gewesen bist, zum richtigen Zeitpunkt

hast du es verstanden, deine

Menschlichkeit und deine Freundschaft

zu zeigen – aber den Zeitpunkt

wähltest du.

Stramm, dein Leben ist zu Ende gegangen.

Unser Leben geht weiter.

Diese Tatsache müssen wir akzeptieren.

Wir alle wünschen dir Ruhe

und Frieden.

Tschau Stramm – tschau Jürg!

Peter Schibli v/o Till


Peter lätt

v/o schoppe

14.4.1928

bis 24.8.2007

Am 14. April 1928 wurde Peter Lätt

in Mühledorf geboren. Zusammen

mit seinem Bruder wuchs er im

Gasthof Kreuz auf. Die Primarschule

besuchte er in Aetigkofen und in

Mühledorf, die Bezirksschule anschliessend

in Hessigkofen. Nach einer

Zeit an der Realschule Solothurn

liess er sich am Lehrerseminar Solothurn

zum Lehrer ausbilden. Während

dieser Kantonsschuljahre fand

Peter den Weg in die Wengia, wo er

sich jeweils ein Semester als Redaktor

des «Freimütigen», als Archivar

und Aktuar engagierte. Schoppe

war unsere Studentenverbindung

zeitlebens wichtig. Regelmässig sah

man ihn bei den Berner Wengianern,

für welche er jeweils an Auffahrt einen

Bummel in seinen geliebten

Bucheggberg organisierte. Man besuchte

– wie könnte es anders sein –

das Schlössli Buechegg und pflegte

anschiessend die Gemütlichkeit im

Waldhaus Biezwil. Ja, Schoppe hatte

es gerne gemütlich, und dies strahlte

der freundliche Mann mit der Tabakpfeife

auch aus.

Schoppe unterrichtete zuerst in

Hessigkofen, später im Institut Jura

in Solothurn. Mitte der 60er Jahre

wechselte er von der Schulstube ins

Büro. Von da an war er in der Ver-

waltung der Firma «Samen Vatter»

tätig. Schon immer hatte er sich für

Pflanzen interessiert und Gefallen an

schönen Blumen gehabt. Nun konnte

er das ein bisschen mit seiner täglichen

Arbeit verbinden. Ab den 60er

Jahren wohnte Schoppe in Liebefeld

bei Bern. Sein Büro bei «Samen Vatter»

war in Allmendingen. Aber jedes

Wochenende reiste er zurück in den

«Buechibärg». Dort war er zu Hause.

Und dem Bucheggberg widmet er

auch sein Vermächtnis. Er war sozusagen

ein Profi-Bucheggberger, der

alles über die Geschichte von Land

und Leute wusste. Er konnte viele

Anekdoten erzählen, die er gelesen,

im Staatsarchiv ausgegraben oder

die ihm Leute berichtet hatten. Ja,

Schoppe hatte einen guten Draht zu

den Menschen seines Bezirks, denn

neben seiner geliebten Kreuzfamilie

hatte er fast alle Bucheggbergerinnen

und Bucheggberger in sein

Herz geschlossen, ob jung oder älter,

ob vom Limpach- oder vom Aaretal,

vom Mühle- oder Biberntal oder von

einem Dorf auf den drei Hügelzügen.

Diese Liebe gepaart mit einem

Schalk, prägten seine ausserordentliche

Persönlichkeit und machten ihn

zu einem allseits geschätzten Menschen.

Unermüdlich war Schoppes Schaffenskraft:

Seit 1983 hatte er die

Geschicke der Stiftung «Schloss

Buchegg» in seinen Händen. 1984

erschien sein erstes grosses Buch

«Buchegg und die Buchegger». Es

ist bis heute das Standardwerk über

die Geschichte rund um das Schloss

43


Buchegg. 1987 begannen die Vorbereitungen

für ein besonderes Fest:

91 feierte der Bucheggberg nämlich

seine 600jährige Zugehörigkeit zu

Solothurn. Schoppe war zusammen

mit anderen Bucheggberger Exponenten

wie Robert Flückiger v/o

Punch Initiant des Festspiels «Üse

Wäg» und lieferte dazu die ganzen

geschichtlichen Grundlagen. Fredy

Zaugg v/o Snob setzte die Themen

in Szenen um und Peter Rufer betreute

den musikalischen Teil. Viele

Bucheggbergerinnen und Bucheggberger

erinnern sich noch heute gerne

an die hervorragenden Aufführungen

beim Schloss. «Üse Wäg»

war der Start für die folgenden Freilichtaufführungen

im Bucheggberg

und auch das finanzielle Fundament

für den Bucheggberger Kultur- und

Anerkennungspreis.

1984 erhielt Schoppe einen Werkpreis

des Kantons Solothurn für sein Buch

«Buchegg und die Buchegger». 1994

ehrte die Bucheggberger Kulturkommission

ihn mit dem Bucheggberger

Kulturpreis für sein Wirken. Im

gleichen Jahr erschien sein zweites

grosses Buch «Bucheggberg: Bilder

und Begegnungen», welches ausschlaggebend

für die Verleihung des

Anerkennungspreises des Kantons

Solothurn im Jahre 1996 war.

Den Grandseigneur des Bucheggberg

auf seinen Bezirk zu «reduzieren»

wäre aber ebenso falsch, wie zu

denken, dass er bei den Menschen

nicht zu differenzieren gewusst hätte.

Da waren einerseits seine Reisen

in ferne Länder, die er mit Akribie

44

vorzubereiten wusste, damit «seiner»

Reisegesellschaft ein unvergessliches

Erlebnis sicher war. Eine Anekdote

belegt dies: Was er denn als

Geschenk mitbringen könne, hatte er

eine Kontaktperson im fernen Russland

gefragt. Militärschuhe, war die

Antwort. Aber welche Grösse? Kurzerhand

machte der Mann eine Kopie

einer seiner Füsse auf ein Blatt Papier

und faxte dieses in die Schweiz,

wo Schoppe das gewünschte und

begehrte Mitbringsel in der richtigen

Grösse organisieren konnte.

Seine verborgene Leidenschaft – von

seiner Herkunft aus dem «Kreuz»

Mühledorf aber durchaus verständlich

– war das Kochen. Seinen besten

Freunden vorbehalten war eine

Einladung in seine Wohnung in Liebefeld,

wo er in der obersten Etage

aus den Räumen eines Mietshauses

ein heimeliges Zuhause gemacht

hatte. Die Auswahl und Zusammensetzung

seiner Gäste waren ebenso

präzis geplant, wie das Menü selbst.

Auserlesene Kost, eben.

Bekannt hingegen war sein Talent für

die Fotografie. Mit dem guten Auge

und dem Verständnis für die Fototechnik

gelangen Schoppe immer

wieder hervorragende Aufnahmen

von Landschaften, Gebäuden, Blumen

und auch von Vögeln – dem Natur-

und Vogelschutzverein Bucheggberg

war er ein treues Mitglied. In

Vorträgen kam eine besondere Qualität

Schoppes zum Ausdruck: Er erarbeitete

sich ein immenses Wissen

und gab dieses auch weiter, sei es

eben in Vorträgen, in den zwei Bü-


chern oder in ungezählten Beiträgen

in Festschriften und Chroniken. Sein

besonderes Flair für feinsinnige Formulierungen,

amüsante Wendungen

und lebendige Beschreibungen waren

die 154 Kolumnen «Dorfplatz»,

die er für die Solothurner Zeitung

geschrieben hatte. Dem 1993 Pensionierten

war es nie langweilig.

Seit gut einem Jahr plagte ihn das

Rheuma. Es wurden auch erste Anzeichen

einer schweren Krankheit

bemerkbar. Vor einiger Zeit musste er

sich einer Operation unterziehen und

ging anschliessend auf die Heiligen-

Hans-Peter

grimm

v/o Moro

14.3.1937

bis 13.9.2007

Hans-Peter Grimm wuchs als umsorgtes

Einzelkind auf und verbrachte

seine Kindergarten- und Schulzeit

in Olten und Solothurn. Als Gymnasiast

und «Kosthausgänger» fand

er zur Wengia und erhielt dort das

Cerevis Moro. Unter diesem Namen

kannte man ihn zeitlebens weit über

die Verbindung hinaus. Auch für seine

zahlreichen Freunde anderer Orte

war er stets und einfach Moro.

Nach seiner Matura studierte er

Zahnmedizin an der Uni Zürich und

schwendi zur Kur. Er kehrte nachher

zwar nach Mühledorf zurück, hatte

aber viele Kräfte verloren. Zu Haue

im «Kreuz» bei der Familie seines

Bruders Ruedi Lätt v/o Gruebe, starb

er am 24. August 2007.

Die Wengia und der Bucheggberg

haben einen bemerkenswerten Menschen

und Freund verloren.

(Red. unter Mithilfe von Robert Flückiger

v/o Punch und Ruedi Lätt v/o

Gruebe)

war einer der 600 Studenten, die

in den 50er Jahren, quasi als junge

Botschafter von Europa, nach Amerika

gingen.

Vor 48 Jahren lernte Moro Myrtha

Fasola kennen und lieben. Aus der

Beziehung entstand eine tragfähige

Familie mit Söhnen, Schwieger- und

Enkelkindern. Diese bedeutete Moro

zeitlebens sehr viel, gab ihm Halt.

Zusammen mit seiner Frau gründete

er auch die Zahnarztpraxis in Horgen.

Im familiären und beruflichen Leben

konnte sich Moro voll entfalten. Er

engagierte sich aber auch gesellschaftlich

und war ein guter Organisator.

Im Kiwanisclub «Manesse»

liebte er es, von anderen zu hören,

die in ihrem Beruf viel leisteten und

neue Wege suchten, wie er es zeitle-

45


ens auch tat. Ja, Moro war ein ideenreicher

Berufsmann und ging neue

Wege, wo andere zunächst nur den

Kopf schüttelten, so in der Ergonomie

oder als er die kleine Firma kaufte,

die Boimaterial zum Knochenwachstum

lieferte. Es gab Zeiten, in

denen Moro engagiert die Ideen von

Ergonomie und Praxisführung an

der Universität vermittelte. Dann war

ihm die Arbeit als Ausbildner und Arbeitgeber

fast alles. Seine Korrektheit,

seine Ordnung, sein 150%iges

Dasein für die Patienten, sein gutes

«Menschengspüri», sein Glaube,

dass man jedes Problem irgendwie

lösen kann, wenn man nur Einsatz

zeigt, das alles wird auch von den

Menschen seines Umfelds viel abverlangt

haben. Es war wiederum ein

wohl erarbeitetes Geschenk und so

keinesfalls selbstverständlich, dass

er zusammen mit seiner Frau in der

Praxis wirken konnte.

Wenn ihm dann nebst Familie, Beruf

und gesellschaftlichen Verpflichtungen

noch Zeit blieb, verbrachte er

diese gerne mit Sport beim Skifahren

oder Golfen.

Vor 13 Jahren meldete sich bei Moro

erstmals seine Krankheit, die man

mit einer Operation und verschie-

46

denen Medikamenten und Therapien

aber unter Kontrolle halten konnte. Er

führte die Praxis weiter, trat sie aber

langsam und immer mehr an seinen

Sohn ab, bis er sich vor zwei Jahren

ganz aus dem Beruf zurückzog.

Familie und Freunde, das Engadin,

die neue Wohnung, der Familiensitz

in Zuoz, der Garten, die Ruhe mit

dem Blick auf den Zürichsee, das

Zusammenkommen, dies alles genoss

Moro. Er nahm seine Krankheit

an und war ein geduldiger, nicht

klagender Patient. Im Kreise seiner

Familie konnte er trotz Schmerzen

lachen, und es bedeutet ihm viel,

seine Lieben um sich zu wissen. Zusammen

mit ihnen wollte er noch einmal

eine Reise machen, so wie er es

früher oft getan hatte. Doch es kam

anders. Moro schlief friedlich hinüber

in ein neues Dasein.

(Red. unter Mithilfe von Frau Myrtha

Grimm-Fasola und der Trauerrede

anlässlich der Abdankung in Rüschlikon)


Paul glur

v/o Füli

30.10.1917

bis 2.12.2007

Am 2. Dezember 2007 starb unser

Couleurbruder Paul Glur v/o Füli in

seinem Heim in Bern. In den beiden

vergangenen Jahren verschlechterte

sich sein Gesundheitszustand zusehends.

Mehrere Aufenthalte im Spital

wurden nötig, die letzten Wochen

seines Lebens durfte er betreut von

seiner Gattin zu Hause verbringen.

Den 90. Geburtstag konnte er im

Kreise seiner Familie begehen. Wenig

später verschied er. Auf seinen

Wunsch hin, wurde er im engsten

Familienkreis auf dem Schosshaldenfriedhof

beigesetzt.

Geboren am 30. Oktober 1917 verbrachte

Paul Glur sine Kindheit und

Jugend zuerst in Bern und dann in

Solothurn, wo er in die Kantonsschule

eintrat und Wengianer mit dem

Cerevis Füli wurde. 1936 bestand er

an der Oberrealschulabteilung die C-

Matura.

Anschliessend begann er an der Universität

Bern Mathematik zu studieren,

wo seine Begabung bald seinem

Lehrer Professor Hadwiger auffiel. Er

wurde zu seinem Assistenten und

fand seiner umfassenden Kenntnisse

wegen grosse Anerkennung bei den

Studenten. Er half den Studenten

und Doktoranden bei ihren Arbeiten,

konnte aber auch sehr kritische Fragen

stellen. Gemeinsam mit Professor

Hadwiger und allein publizierte er

mehrere wissenschaftliche Arbeiten.

Der zweite Weltkrieg wurde aber bestimmend

für seine Assistentenzeit

und für seinen weiteren beruflichen

Werdegang. Zwischen 1939 und

1945 verbrachte Füli unzählige Tage

im Militärdienst, wo er im Team von

Professor Hugo Hadwiger und Arthur

Alder die Kryptologie-Abteilung der

Armee und das damalige Politische

Departement (heute EDA) aufbaute.

Die Kryptologie befasst sich mit der

Verschlüsselung/Chiffrierung und

Entschlüsselung/Dechiffrierung von

Informationen. Die Mitarbeiter des

neuen Dienstes waren zum grossen

Teil Mathematiker, die sich als Offiziere,

Unteroffiziere oder Soldaten

auf einen Aufruf der Armee gemeldet

hatten.

Da das Chiffrierwesen zwischen den

beiden Weltkriegen vernachlässigt

worden war, hatte die Schweiz ab

1938 mehrere «Enigma» Chiffriermaschinen

aus Deutschland bezogen,

bis 1941 etwa 240 Stück. Die Maschinen

waren von hoher Qualität

und galten als sehr sicher gegen so

genannte Code-Brecher. Die Schweizer

aber modifizierten die gelieferten

Enigma vor dem Einsatz umgehend,

da sie befürchteten, dass die Achsenmächte

– insbesondere Deutschland

– und die Alliierten im Stande

sein könnten, ohne diese Modifikation

die verschlüsselten Nachrichten

zu knacken.

47


Während des Krieges entschied

sich die Schweiz, eine eigene Chiffriermaschine

zu entwickeln. Der

Entwicklungsauftrag ging an den

Mathematikprofessor Hugo Hadwiger,

den Ingenieur und nachmaligen

ETH-Professor Heinrich Weber und

Paul Glur. Mitte 1943 wurde die Firma

Zellweger in Uster mit der Konstruktion

der «Nema» (neue Maschine)

beauftragt. Die Nema wurde aber

erst nach dem Kriege ausgeliefert

und 1947 eingeführt. Sie war bis in

die Siebzigerjahre in der Armee und

dem heutigen EDA in Betrieb.

Nach seiner Assistententätigkeit

und seiner Aktivdienstzeit wurde

Füli Ende der Vierzigerjahre Leiter

der Fachstelle Kryptologie im Militärdepartement

und in der Armee.

Er wurde landesweit zum ersten

Fachmann, Berater und Ausbildner

auf dem Gebiet der Kryptologie. Zu

seinen Aufgaben gehörten Vorträge,

Ausbildungskurse und Spezialkurse

für höhere Offiziere und die Beratung

der Armeeleitung. Seine Fähigkeiten,

seine ruhige, überlegende Bernerart,

sein unauffälliges Auftreten machten

ihn zu einem sehr geeigneten Leiter

dieses im Kalten Krieg sehr wichtigen

Dienstes.

Seine Passion für Mathematik begleitete

ihn sein ganzes Leben lang,

bei und nach der Arbeit in seinem

Studierzimmer, beim Erteilen von

Mathematikunterricht am damaligen

Abendtechnikum, später als Experte

bei den Maturaprüfungen an der

Kantonsschule Solothurn, im Gespräch

mit der Familie, Freunden und

48

Mathematikerkollegen. Auch wegen

seiner grossen Belesenheit und

Kenntnissen in der Literatur und auf

anderen Gebieten, auch technischer

Art, war ein Gespräch mit ihm für

seine Gesprächspartner immer sehr

bereichernd. Ich lernte ihn so an der

Universität Bern kennen, als ich Mathematik

studierte, und hatte wie andere

Wengianer Kontakt zu ihm.

Am 11.11.1957 verheiratete sich Füli

mit der Lehrerein (und seiner ehemaligen

Nachhilfeschülerin) Helen

Amacher. Es wurde eine glückliche

Ehe. Die zwei Töchter Regula und

Eva brachten viel Freude. Die junge

Familie wohnte zuerst in Wabern und

zog dann 1974 ins eigene Heim im

Schosshaldenquartier in Bern.

1982 wurde Füli pensioniert und es

begann eine Zeit des Reisens mit der

Familie und Freunden, zu denen besonders

auch seine ehemalige Maturakollegin

und seine zwölf Maturakollegen

mit ihren Gattinnen zählten.

Dank der Initiative von Dr. Ulrich v/o

Rempel fanden bis vor wenigen Jahren

mehrtägige Reisen statt, die den

engen Zusammenhalt der Klasse

weiter stärkten.

Bis ins hohe Alter erfreute sich Füli

einer guten Gesundheit, und mit seiner

Gattin verbrachte er jedes Jahr

Wanderferien im geliebten Engadin.

Seine in sich ruhende Art erleichterte

es ihm, die schwere Krankheit, die

seine beiden letzten Jahre überschattete,

mit viel Geduld und grosser

Gelassenheit zu ertragen.


Wir Wengianer sprechen seiner Frau,

seinen beiden Töchtern und ihren

Angehörigen unsere tiefe Anteilnahme

aus. Unseren Couleurbruder Füli

werden alle, die ihn kennen lernen

durften, in bleibender und dankbarer

Hans gruber

v/o schnägg

18.9.1915

bis 6.12.2007

Schnägg wurde am 18. September

1915 als Sohn des Landwirts Hans

Gruber und der Emma Gruber-Roth

im stattlichen Bernerheimatdorf Bätterkinden

geboren. Er wuchs mit

zwei bedeutend älteren Schwestern

recht freiheitlich auf. Nach dem Besuch

der Primarschule in seiner Heimatgemeinde

wechselte Schnägg

im Frühjahr 1928 an das Gymnasium

in Solothurn, wo er anfangs Oktober

1934 die Maturitätsprüfung erfolgreich

bestand. Zeit seines Lebens

wünschte er gute Kameradschaft zu

pflegen und wahre Freundschaften

mit Gleichgesinnten zu schliessen.

Beides fand er weitgehend in der Studentenverbindung

«Wengia». So war

er – wie ich – bereits klassenintern

ein Mitbegründer einer «Jung-Wengia»,

wo ihm als Berner das Cerevis

«Mutz» zuerkannt wurde. Es war für

Erinnerung behalten. Er lebte die drei

Devisen der Wengia: Patria, Amicitia

und Scientia.

Alex Fankhauser v/o Lot

ihn und für weitere 18 ähnlich denkende

Kantonsschüler eine Selbstverständlichkeit,

dass Mutz, so bald

es die Statuten zuliessen, vom 6. Mai

1933 an grünbemützter Aktiv-Wengianer

wurde. Bei der studentischen

Taufe wurde ihm das nicht ganz treffliche

Cerevis «Schnägg» zugeteilt.

Denn im logischen, im folgerichtigen

Denken, in der raschen Auffassungsgabe

war er verschiedenen Klassenkameraden

überlegen.

Wie die meisten inaktiven Wengianer

trat auch Schnägg ein Jahr nach

der Matura als «Alter Herr» der «Alt-

Wengia Solodorensis» bei. Für die

wertvollen Hinweise über die persönlichen

Belange durch Schnäggs

Familie und von Lot über den Berner-

Stamm, danke ich allen sehr.

Um die Freundschaft als Wengianer

auch nach der Aktivzeit weiterhin

pflegen zu können, traf sich

Schnägg möglichst regelmässig an

seinem neuen Wohnsitz in Bern, am

ersten und dritten Mittwoch jedes

Monats während Jahrzehnten, am

Aussenstamm mit Wengianer-Freunden.

Am fünften Mittwoch – sofern

es einen solchen gab – kam der

Wengianer-Damenstamm hinzu, mit

49


geführten Ausstellungs- oder Museumsbesuchen,

mit Ausflügen,

jeweils verbunden mit einem fakultativen

Nachtessen. Traditionelle Anlässe

des Bernerstamms waren der

«Samichlaus», der Auffahrtsbummel,

zuweilen ein Spargelessen in Kerzers

und an Samstagen fünf oder sechs

Wanderungen pro Jahr, an welchen

Schnägg auch häufig teilnahm. Die

letzte von Schnägg geleitete Wanderung

führte von Beatenberg nach

Sigriswil.

Die Studentenverbindung Wengia

hatte im Leben von Schnägg eine

sehr grosse Bedeutung. Es war, wie

er oft selbst feststellte, seine zweite

Familie. Er fühlte sich für verschiedene

noch etwas zu wenig gefestigte

Wengianer im weitgehend ungebundenen

Hochschulstudium moralisch

mitverantwortlich. Jüngeren Wengianerstudenten,

aber auch älteren

Wengianern, stand er gerne mit seiner

Erfahrung, mit guten Ratschlägen

und Hinweisen zur Verfügung, wenn

sie ihn darum baten; oder er nannte

ihnen Personen, an die sie sich mit

ihren Problemen wenden konnten. In

seiner zurückhaltenden Art drängte

Schnägg aber nie ungefragt seinen

Rat auf. Es war weitgehend auch

den unablässigen Bemühungen von

Schnägg zu verdanken, dass der

Bernerstamm eine dauerhafte Institution

während Jahrzehnten blieb.

Schnägg wurde so zum Stammvater,

zur eigentlichen Seele des Bernerstammes.

Einen sehr wichtigen und glücklichen

Entscheid traf Schnägg, als er

sich 1942 mit Annemarie Brugger

aus Solothurn, der Schwester des

50

leider schon verstorbenen Wengianers

Hans Brugger v/o Duck, verheiratete.

Dieser glücklichen Ehe entsprossen

die drei tüchtigen Töchter

Ursula, Christine, Stefanie und der

ebenfalls gefreute Sohn Christoph.

Annemarie und Schnägg führten ein

harmonisches schönes Familienleben

in einem stets offenen Haus.

Anno 1972 kaufte Schnägg für sich

und seine Familie eine komfortable

Ferienwohnung an der Lenk, die

ihm nach seiner Pensionierung zum

zweiten Wohnsitz wurde, und wo

er sich auch mit seinen Wengianerfreunden

traf. Von den vier Solothurner-Wengianer-Wanderfreunden,

die

konsequent jeden Donnerstag losmarschierten,

sind leider drei bereits

gestorben.

Unternehmungsfreudig nahmen Annemarie

und Schnägg an organisierten

Reisen nach Nord- und Südamerika,

sowie nach Russland teil.

Da sich aber im Frühling 1993 der

Gesundheitszustand von Annemarie

verschlimmerte, bezogen sie eine

Senioren-Wohnung im Altersheim

«Egghölzli» in Bern, wo Schnägg

gemeinsam mit seinen Kindern vorbildlich

seine Ehefrau betreute. Ihr

Tod im November 1993 traf Schnägg

sehr hart. Trotz unermesslicher Trauer

meisterte Schnägg sein weiteres

Leben gut; er zeigte grosses Interesse

für die Kochkunst. Pasteten und

Knöpfli «lagen» ihm besonders.

Schnägg widmete sich nach der Matura

an den Universitäten Lausanne

und Bern dem Studium der

Rechtswissenschaft. Mit gutem Erfolg

bestand er 1939 das bernische

Fürsprecherexamen. Nach kürze-


er Zeit im Rechtsdienst des eidgenössischen

Kriegs-, Industrie- und

Arbeits-Amtes wechselte Schnägg

im Mai 1943 in die erstinstanzliche

Steuerjustizbehörde, in die Rekurskommission

des Kantons Bern, wo

er am 1. Juni 1960 durch den Grossen

Rat zum vollamtlichen Präsidenten

der Steuer-Rekurskommission

gewählt wurde. Schnägg erwies

sich als ausgezeichneter Vermittler

zwischen dem Fiskus und den Steuerpflichtigen.

Sein ausgeprägter

Sinn für Recht und Gerechtigkeit,

sein Verständnis für Andere, seine

Kenntnis von Land und Leuten findet

man in den Begründungen der Entscheide

der kantonalen Rekurskommission,

aber auch in den fundierten

Kenntnissen der Steuertheorie und

der Steuerpraxis, die Schnägg in

einem von ihm geschaffenen, viel

konsultierten, in mehreren Auflagen

erschienenen Handkommentar zum

bernischen Gesetz über die Staats-

und Gemeindesteuern der Öffentlichkeit

zugänglich machte. – Wie der

Direktor der eidgenössischen Steuerverwaltung

beim altersbedingten

Rücktritt von Schnägg in einer gehaltvollen

Würdigung der Verdienste

feststellte, hatte sich Schnägg um

die Entwicklung des bernischen und

des eidgenössischen Steuerrechts,

aber gleichzeitig um das Verständnis

des Bürgers für dieses wichtige Fiskalrecht,

sehr verdient gemacht.

Seit Schnägg ein Hörgerät tragen

musste, fühlte er die entsprechenden

Nachteile während einer Tischrunde

mit Stimmengewirr. Er schränkte, –

eigentlich gegen seinen Willen, – die

Präsenzzeit am Wengianerstamm

jeweils auf maximal zwei Stunden

ein. Als Schnägg aus gesundheitlichen

Gründen nicht mehr an die

Stammtischrunde kommen konnte,

trafen ihn der Präsident des Berner-

Stammes, und weitere eng verbundene

Freunde, jeweils einzeln oder

zu zweit, aber auch die Wengianer-

Wanderfreunde aus Solothurn, im

Restaurant Egghölzli bei einem Mittagessen.

Beim letzten Besuch von

Lot war Schnägg schon dermassen

geschwächt, dass ihn Lot in Begleitung

von Schnäggs Tochter Stefanie,

nur noch kurz treffen konnte.

Plötzlich, am 5. Dezember 2007,

verschlimmerte sich der Gesundheitszustand

von Schnägg sehr. Am

folgenden Tage, am Sanktniklaustag,

konnte Schnägg das Ziel seiner

Wanderung im Diesseits erreichen;

er durfte in die Unendlichkeit hinüberschlummern.

Der endgültige Abschied von Dir,

lieber Schnägg, ist ausserordentlich

schmerzlich. Der Bernerstamm wird

Dich hauptsächlich vermissen. Aber

Du wirst auch allen Wengianern, die

Dich in Deiner unverbrüchlichen,

absoluten Treue kennen lernen und

schätzen durften, sehr fehlen. Wir

werden Dich nie vergessen.

Otto Furrer v/o Mark

51


Alt-Wengia

todesanzeigen

Es ist unsere schmerzliche Pflicht, allen Wengianern

vom Tode unserer lieben Couleurbrüder

Paul Glur v/o Füli

aktiv 1935/36

verstorben am 2. Dezember 2007

Hans Gruber v/o Schnägg

aktiv 1933/34

verstorben am 6. Dezember 2007

Jörg Röthlisberger v/o Quart

aktiv 1949/50

verstorben am 8. Januar 2008

und

Adolf E. Remund v/o Fop

aktiv 1937/38

verstorben am 20. März 2008

Kenntnis zu geben.

Der Totensalamander von Füli, Schnägg und Quart fand am

23. Februar statt. Jener für Fop wird am 30. August 2008 um

18.30 Uhr im Kneiplokal der Aktivitas gerieben.

Der Totensalamander vom 31. Mai entfällt!

Das AH-Komitee


Adressänderungen

Name Vorname Cerevis Adresse PLZ Ort

Renfer Eduard Iglo Zimmermannplatz 4/11 A-1090 Wien, Österreich

Rölli Dominik Smart Lindhofstrasse 57b 5210 Windisch

Mangold Sven Exodus Allenwindenstr. 55 8832 Wollerau

Isler Andreas Globo Schaffhauserstr. 308 8050 Zürich

Laube Fred Fox via Municipio 8 6648 Minusio

Schild Adolf Sir Sanggenbühl 6 3655 Sigriswil

Degenbeck Helmut Loriot Brunnackerstrasse 5,

Postfach 398

8610 Uster 1

Zwygart Alfred Knaster Meisenrain 24c 8044 Gockhausen

Ochsenbein Ulrich Riss Schützengasse 75,

Postfach 755

2540 Grenchen

Herzig Simon Delphi Murgenthalstrasse 4 B 4900 Langenthal

Nydegger Micha Tocar Spannortstrasse 14 6003 Luzern

Haudenschild Matthieu Plaisir Dornacherplatz 3 4500 Solothurn

Jordi Stefan Morpheus Goldgasse 1 4500 Solothurn

Schaad Rainer Scherz Delfterstrasse 21 5004 Aarau


totensalamander 2008

Der im Jahresprogramm publizierte Totensalamander vom

31. Mai entfällt. Die restlichen Salamander 2008 werden an

folgenden Samstag gerieben:

• 30. August

• 8. November

Die Salamander beginnen jeweils um 18.30 Uhr im Kneiplokal

der Aktivitas im «Misteli». Die Teilnehmer besammeln sich ab

18 Uhr am Stamm.

Das AH-Komitee

Impressum

Postcheck-Konti: Aktiv-Wengia 45-947-7

Alt-Wengia 45-227-3

Misteli AG 30-38168-4

Regiobank Solothurn Konto 16 0.69.429.00

Chefredaktor: lukas künzler v/o Silius (062 961 38 15)

Käsereimatte 18, 4556 Aeschi

Präsident der Aktiv-Wengia: lukas künzler v/o Silius (062 961 38 15)

Käsereimatte 18, 4556 Aeschi

Kassier der Aktiv-Wengia: lars Vögtlin v/o Domitian (032 614 33 15)

Fliederweg 4, 4553 Subingen

Aktuar der Aktiv-Wengia: Jan stank v/o Helios (032 614 34 91)

Rainstrasse 29, 4557 Horriwil

Präsident der Alt-Wengia: stefan liechti v/o Forte

Tulpenweg 6, 4542 Luterbach

Vertreter der Alt-Wengia: dr. reto stampfli v/o Odin

St. Niklausstrasse 24, 4500 Solothurn

Archivar der Alt-Wengia: roger Ingold v/o Triton

Verenastrasse 22, 4522 Rüttenen

Präsident des Verwaltungs- dr. Markus reber v/o Homer

rates der Misteli AG: Bergstrasse 10, 4500 Solothurn

Abonnementspreis: 30.– SFr. jährlich. Für Mitglieder der Alt-Wengia und Vorzugsaktionäre

der Misteli AG gratis

Herausgeber: Alt-Wengia Solothurn

Druck: ROS Offset-Service AG, Fabrikstrasse 14, 4552 Derendingen

Telefon 032/622 55 88, Telefax 032/622 55 82

Erscheinungsweise: Jährlich 4 Ausgaben

Internet: www.wengia.ch

Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe, Nr. 2: 15. Juli 2008

Adressänderungen an Martin Stuber v/o Akro, Florastrasse 58, 4600 Olten

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