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procontraThemaund hält dies straight durch. Inden 90er-Jahren war es völlig normal,einen Spezialfonds mit 30 zu 70 oder20 zu 80 aufzulegen und das relativstatisch ganz nah an der Benchmarkdurchzuhalten. Aber dieses Vorgehenkann man wirklich nicht als Vermögensverwaltungbezeichnen.Saidi: Vermögensverwaltung ist ein aktiverProzess, bei dem der Vermögensverwaltertäglich das Vermögen seinerMandanten überwacht, unabhängigvon einer Benchmark, mit bestimmtenRisikobegrenzungstechniken.procontra: Der Unterschied liegt alsodarin, dass ein vermögensverwaltenderFonds eine völlig variable Gewichtungder Assetklassen verfolgt?Hirsch: Und dass er diese auchständig verändert. Das Aktien-Renten-Verhältnis kann sehr wohl zu einembestimmten Zeitpunkt 50 zu 50 sein.In einem halben Jahr dann aber auch80 zu 20, und wieder später bei 30 zu70. Es geht um die Veränderung, dieFlexibilität, weg von dem Starren, dasbislang in Mischfonds geherrscht hat.Erdmann: Ein Mischfonds misst sichan einer Benchmark, die zum Beispielaus 50 Prozent Aktien und 50 ProzentRenten besteht. Ein vermögensverwaltenderFonds misst sich nicht aneiner Benchmark. Er wird nach demRisiko bewertet, nach der Volatilitätoder mehr noch nach dem maximalenWertverlust und eben nach demMehrwert, den er über längere Jahreerwirtschaftet.Traub: Der vermögensverwaltendeFonds ist auch eine Weiterentwicklungdes Marktes. Früher war man im Aktienmarktnach dem Prinzip Buy-andhold.Dann war es der Mischfonds,dann kam der Total-Return-Fonds,Absolute-Return-Fonds … Und jetztist es ein vermögensverwaltendes Produkt.Das ist einfach eine Entwicklungder Marktgegebenheiten.Schubert: Die Frage ist: Was kommtmorgen?Traub:vermögensverwaltende Fonds steckt jaschon viel mehr Spielraum als in einemTotal-Return- oder Mischfonds. Dasist ja letztendlich diese Weiterentwicklung,dass ich viel mehr Flexibilitätin den Assetklassen habe, unabhängigvon einer Benchmark. Ende der90er-Jahre wäre man doch mit einemMischfonds ausgelacht worden. Dawollten alle Aktien, um Performancezu erzielen. Heute hat sich der Marktgeändert und damit auch das Risikofür den Kunden. Heute will er zwarauch noch Performance, viel wichtigerist ihm aber, nichts zu verlieren. Inder Bedeutung rangiert der maximaleWertverlust mittlerweile deutlich vorder Performance, was die Kennzahlenangeht.procontra: Der Verzicht auf eineBenchmark ist also ein weiteres VV-Fonds-Kriterium – aber wie kann derAnleger ohne diese Vergleichsmöglichkeitdie Qualität des Managementsdann beurteilen?Schubert: Ohne eigenes Know-howund die Hilfe eines Beraters kann derAnleger die Qualität eines VV-Fondsnicht beurteilen. Er muss erkennen, wodie Performance herkommt, weil es amMarkt Segmente mit stark asymmetrischenRisiken gibt. Das bedeutet, hierentstehen zwar die meiste Zeit rechtstabile Erträge, aber wenn Verlusteentstehen, dann sind sie oft sehr groß.Vor der Finanzkrise konnte man mitHochzins -Produkten, mit nachrangigenGenussscheinen und so weiter nochrelativ gleichmäßige Erträge erzielen,weil sie hohe Zinserträge boten und dierealen Marktpreise nicht immer täglichangepasst wurden. Nur, wenn das Risikodann zuschlägt, dann tut es wirklichweh. Um VV-Fonds zu finden, die dieseSchwächen nicht haben, brauchen Anlegerumfassende Analysen oder einengut informierten Berater.10 procontra

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