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herzogtum.hohenbergen.de

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Sassravelle

Das Druckwerk für die Loranorer Damenwelt

Eduard Glanzkamm

einer der derzeit wohl gefragtesten Edelmänner unseres

Landes ist wieder zu haben

Die Gerüchte kursieren Landesweit und nahezu täglich erreichen

uns neue Geschichten über das Liebesleben des Mirlorer Reichsritters.

Doch welchen davon darf

man Glauben schenken? Und

welche sind erstunken und erlogen?

Sassravelle stellt die angeblichen

“Fakten“ auf den

Prüfstand und erstellt ein Portrait

des Mannes der Stunde.

Wir trennen Wahrheit von

Spekulation und hinterfragen

die Motivation des Reichsritters.

Beantwortet

Rückmeldungen unserer geschätzten

Leserinnen auf die letzte Ausgabe der

Sassravelle.

Weiter auf Seite 5

Exklusiv

Ein kurzer Einblick in das meistersehnteste

Stück diesen Jahres

“Zimt auf deiner Haut”.

Weiter auf Seite 4

Enthüllt

Hinter vorgehaltener Hand tuschelt

man über die Beziehung Minora

von Finnlors zu Eduard Glanzkamm.

Doch wie viel Wahrheit

steckt wirklich hinter all den Gerüchten?

Weiter auf Seite 6

Gespielt

Der olyquische Theatersommer beginnt

bereits im Frühling. Was uns

dieses Jahr erwartet, diskutieren wir

mit namhaften Akteuren und Intendanten.

Weiter auf Seite 2

Vorbei

Hartmut von Mirlor, Graf und

Gesprächsthema in ganz Hohenbergen.

Was steckt wirklich hinter seiner

vermeintlich tödlichen Krankheit?

Einen kurzen Einblick auf Seite 2

Brilliant

Conte Babeurre Barbiche ist einer

der gefeiertsten Hofdichter Olyquiens.

Uns ist es erstmals gelungen,

ihm selbst einige Fragen zu den diesjährigen

Stücken am Fürstentheater

zu stellen.

Weiter auf Seite 4


...und mit dem Frühling kommt auch

der Geschmack der Theaterbesucher

für Liebe, Lust und Blut zurück auf

die Bühne. Wo in den wohligen

Wintermonden weit mehr nach Romantik

die Frage stand und allenthalben

Calldieros "Die Dame des

Wanderers" aufgeführt wurde, werden

wir im Frühjahr von einem

gänzlich neuen Stück überrascht.

Aus der Feder de la Courrons

kommt, angeblich als Ergebnis eine

Sonnstedtreise das Stück "das Herz

der Rebellion", welches als Vorbild

ein altes Skript aus der Zeit des

Hohenbergschen Befreiungskrieges

haben soll. Über den Inhalt des

Stückes wird bislang noch nur spekuliert,

doch hat die Sassravelle

bereit mit der jungen und (nahezu)

Jetzt kriegt er vielleicht gar keine mehr ab!

Einsamer Graf sucht Eheweib, oder doch nicht?

Nicht immer nehmen Geschichten

ein gutes Ende. Der langjährige

Junggeselle Hartmut von Mirlor ist

anscheinend schwer erkrankt. Ein

trauriger Schlussstrich für einen

Mann der sein ganzes Leben auf

der Suche nach der wahren Liebe

war.

Der Grafensitz von Mirlor ist

dieser Tage wie ausgestorben,

nur wenig st noch geblieben von

dem alten Glanz der berauschenden

Feste, welche einst diesen

Ort mit Leben erfüllten. Eine

seltsame Ruhe st hier eingekehrt,

eine Ruhe wie sie hier

noch nie zuvor war. Die

Fenster des Gemaches von

Graf Hartmuth sind verdunkelt

und einzelne Schneeflocken

fallen auf den menschenleeren

Hof. Todkrank

soll er sein, der einst so

lebenslustige Graf und das

Land verfällt in Trauer.

In Kyone wird es Frühling

unverbrauchten Sabrine de la Miniere

gesprochen, welche die weibliche

Hauptrolle- eine wilde Elbe mit

Namen Mayaree- innehaben wird.

So sagt die Schauspielerin selbst:

"Ich spiele Mayaree. Eine Kämpferin

aus dem Tiefen des Waldes,

welche in einen Dichter verliebt ist,

aber nicht akzeptieren kann, dass

dieser kein Krieger sein will."

Ob das dem Publikum gefallen mag?

Immerhin war bereits das letzte

Stück des Herren de la Courron aus

dem nördlichen Nachbarland ein

herber Verriss. Zu blutig, zu barbarisch

quengelten die Kritiker. Da

braucht es wahren Mut jetzt, zur

großen Galerie eine Vinyamar und

einen Dichter auf die Bühne zu

schicken, die inmitten des Hohenbergschen

Freiheitskampfes nach ihrer

Liebe suchen.

Oder doch nicht? Angeblich ist das

Stück Teil einer Saga und –immerhin-

nicht etwa die Kriegerin

Heldin der Geschichte, sondern unser

Dichter mit dem klangvollen Namen

Falkenherz, und jener befindet sich

auf der Suche nach einem Stern,

der ihm die wahre Liebe zeigt… so

kann man nur hoffen, dass die Wilde

nur eine Phase unseres Protagonisten

ist und wir vielleicht nach diesem

etwas barbarischen Auftakt dann

Zeuge eines großen Liebesdramas in

mehreren Bänden werden.

Doch vielleicht endet diese

Geschichte nicht so tragisch

wie man zuerst meinen

würde. Den die Gerüchte

brechen nicht ab, dass

Hartmuth sich noch kurz

zuvor unsterblich verliebt

hätte. Noch vor seinem möglichen

Tode möchte er diese

Frau ehelichen.

Niemand vom Stand soll

Hartmuth so den Kopf verdreht

haben, sondern eine einfache

Frau aus Eisenfels. Eine Gardistin

die im Dienst des Reichsritters

steht.

Der ehrenvolle Glanzkamm ist

ein wahrer Romantiker und hat

seine Gardistin trotz des Bürgerkrieges

freigestellt. Wir wünschen

Hartmuth nur das Beste und hoffen

auch für die junge Liebe, dass sie

noch lange halten soll.


"Musik, Literatur und Theater"

ziehen das grosze Publikum die

kommenden 26 Tage in Ihren

Bann. Nachdem Herr de la Courron,

Intendant des Hauses bereits

unlängst mit der spektakulären

Uraufführung von "Iorinde und

die blaue Blume" ("Iorinde et la

fleur bleue") - wir berichteten –

sein Publikum begeistern konnte,

öffnet er die Tore für eine bisher

noch nie dagewesene Künstlerschau.

"Von den Katakomben bis unter den

Dachfirst sollen sie staunen." Mit

diesen Worten beschrieb Herr de la

Courron in einer Art fieberhafter

Begeisterung das anstehende Ereignis,

zu welchem er Volk aus dem

ganzen Lande lud, um Ihre bunten

Darbietungen, musikalische und in

Text gebannte Ergüsse sowie allerlei

schöne Künstlerei aufzuführen.

Vom seichten Violonie-Spiel der

hinreiszenden "Erianné de Brouillard",

eine entfernte Cousine des

Intendanten selbst, über die düsteren

und aufbrausenden Dramen des

"Concierge" wie er sich selbst nur

nennt, bis hin zum anfänglich mit

Spott belegtem, aber dennoch äuszerst

hübsch anzusehenden "Merón

Vigne-Vierge" der durch sein ausschweifenden

Gedichten und Erzählungen

so manches Herz erweichen

konnte. Keine Wünsche bleiben offen.

Die olyquische Galerie

Großereignis am olyquischem Fürstentheater

Mit wortwörtlich fürstlicher Unterstützung

wurden der gesamte Innenbereich

des Theaters, sowie angrenzende

Räumlichkeiten in eine

gigantische Ausstell

u n g v e r w a n d e l t .

Monströse Apparaturen,

farbenprächtige

Bühnenbilder und

stapelweise Schrifts

t ü c k e

wurden

herangekarrt

u n d

f ü l l e n

nun das

f r i s c h

herausgeputzte Theater.

Nach Angaben eine Person, die

gerne ungenannt bleiben möchte,

erfuhren wir, dass der Intendant

selbst sein Schlafgemach nun in

die von Kunst und Literatur strotzenden

Gemäuer verlegt hat. Wohl

unmittelbar zu den Umkleiden der

Damen gelegen. Wobei sich die

oben genannte Quelle hier auf

reine Spekulation stützt.

Auf Seite Vier finde die geneigte

Leserin weiterführende Informationen

zu diesem Spektakulum, sowie

einen Abriss über einzelne künstlerische

Darbietungen, ausgesuchte

Werke, in welche "Sassravelle"

schon einmal einen Blick werfen

konnte sowie ein kurzes Gespräch

mit dem "Conte Babeurre Barbiche",

Hofdichter und Schausteller

des Fürstenpaares.


Conte Babeurre

Barbiche

Hofdichter am Fürstenhof, Schöngeist, Künstler

und nicht zuletzt einer der brillantesten Schausteller

des Landes.

Goldblonde Haare, meerblaue Augen, sonnengeküsste

Haut. Wie er den Kopf gegen das Fenster lehnt, seine Augen

schlieszt und sich unbewusst durch die Haare fährt,

das schimmernd zur Seite fällt, als streiche man im Sonnenschein

durch flüssigen Honig. Ein Mann wie sich ihn

eine Frau nur erträumen kann, der alles hat, was wir an

einem Manne nur begehren können.

Doch abgesehen von seinen äußerlichen und womöglich

auch inneren Annehmlichkeiten hat es "Conte" in den letzten

Wochen wieder einmal zu einem höchst amüsanten,

wenn auch denkwürdigem Werk gebracht.

Zu seinem neuen Werk, welches auch zur olyquischen Galerie

seine Uraufführung erfahren soll, hat "Sassravelle"

ihn befragt und konnte nebst einer kurzen Episode aus

"Zimt auf deiner Haut" ein paar wenige, interessante Einzelheiten

über das Leben des begnadeten Künstlers erfahren.

"Sassravelle" : Werter Conte Babeurre Barbiche, seit

nunmehr 3 Jahren steht ihr im Dienste des Fürsten, wie

ist es, Dichter bei Hofe zu sein?

"Conte" (lehnt sich entspannt auf der Chaiselongue zurück

und nippt lächelnd an seinem Weinpokal, während seine

Augen wie ein klarblauer See im Frühling auf mir ruhen):

Aufregend, meine Liebe, sehr aufregend.

"Sassravelle" : Conte Babeurre Barbiche, das klingt faszinierend,

und wie hab ihr es so weit gebracht und konnten

in die fürstlichen Hallen Einzug nehmen?

"Conte" (mit einem Schmunzeln senkt er den Blick und

betrachtet seine Hände, die sanft übereinander streichen, wie

der Wind über ein Weizenfeld und spricht mit seiner wohltönenden,

ruhigen Stimme ohne aufzublicken) : Ich habe

gesungen, mein Herz. Nur gesungen.

"Sassravelle" : Conte, das ist wahrlich eine beachtliche

Geschichte. Und was wird uns von euch nun als weitere

Großartigkeit erwarten?

"Conte": (fährt mit zwei Fingern über den Rand seines

Weinpokals, tippt einen in das rote Nass und führt den

feuchten Finger zu seinen Lippen, während er mich ansieht.

Kurz schließt er die Augen, als seine Zunge über den

Im Anschluss nun ein kurzer Auszug aus

"Zimt auf deiner Haut"

von Conte Babeurre Barbiche

Arnolph:

Die Dumme frei'n heißt nicht der Dumme werden.

Zwar Ihre Ehehälft' ist – zweifellos –

Ehrbar; doch Frau'n mit Geist – das bringt Beschwerden.

Ich weiß, wie schlecht es manchem schon bekam,

Daß er ein zu begabtes Weib sich nahm.

Ich sollte mir wohl einen Blaustrumpf langen,

Der stets zitiert, in Prosa oder Reim

Galante Briefe wechselt und daheim

Marquis und schöne Geister will empfangen,

Indessen ich, ihr sogenannter Mann,

Als Säulenheiliger im Winkel stände?

Nein, nein, mich lockt solch ein Genie nicht an;

Ein Weib, das dichtet, weiß zu viel am Ende.

Ich will nur eine, die kein großes Licht,

Und wenn im Pfänderspiel beim Reimesuchen

Man sie befragt: Was reimt auf »Leibgericht«?

Soll sie zur Antwort geben: »Apfelkuchen.«

Kurzum, sie soll durchaus naiv geblieben,

Soll ungebildet sein und nichts verstehn;

Denn mir genügt sie, kann sie nur gut nähn,

Gut beten, spinnen und - mich lieben.

Chrysald:

Bedingung also, daß sie höchst beschränkt.

Arnolph:

Ja, selbst die Häßlichste, gegebnen Falles,

Zög' ich der Schönen vor, die zuviel denkt.

schimmernden Tropfen auf seiner Fingerspitze gleitet) Ich

werde dichten mein Kind. Dichten über die Schönheit einer

jungen Dame wie Dir, die meines Werkes "Zimt auf deiner

Haut" gleichend die Soleil Levant in ihrer Einzigartigkeit

aufs Vortrefflichste darstellen würde.

"Sassravelle": Conte...

Leider endete hier die kurze Gesprächsrunde unserer über

alles geschätzten und durchaus zu beneidenden "Violette de

Rivin" mit dem wundersamen "Conte Babeurre Barbiche".

Wir hoffen Violette zur Eröffnungsfeier der Galerie

wieder zu sehen.


Auszug aus einer

fast lustigen Historie

von dem Ritter mit den silbern Schlüsseln

und von der Schönen Magelona

Auf den andern Tag, als die Zeit

und Stunde vorhanden war, daß der

Ritter zu der Schönen Magelona

sollte kommen, nahm er der Stunde

fleißig gewahr, und gedauchet ihn die

Zeit lang sein. Kam doch zu dem

Pförtlin bei dem Garten, das ihm

angezeiget war, und fand es offen,

wie ihm dann die Amme gesaget

hätt. Also ging er hinein in die

Kammer der Schönen Magelona

mit großer Begier seines Herzens,

und fand da die Schöne Magelona

samt der Ammen beide alleine. Und

als bald ihn die Schön Magelona

ersah, verwandelt sich alles ihr Geblüte,

und ward rot an ihrem Angesicht

als eine Rose. Und hätte guten

Willen gehabt, gegen ihm auf zu

stehn, ihn in die Arme zu nehmen

und zu küssen; wann die Liebe tät sie

darzu reizen. Jedoch die Vernunft,

die da soll regieren das Herze eines

jeglichen adeligen Menschen, erzeiget

ihm ihre Ehr, wie wohl ihr schönes

Angesicht, auch ihre lieblich und

freundlichen Augen nicht verbergen

mochten die 33Liebe, so sie in ihrem

Herzen trug gegen dem Ritter; und

das Herze sprang ihr auf im Leib vor

Freuden. Also hätt die Schön Magelona

in ihr selbst zween Gedanken,

und sah den Ritter sehr freundlich

an.

Der edel Ritter verwandelt auch

nicht weniger seine Farbe, da er vor

sich sah die aller Schönest und

Liebste seines Herzens. Er wußte

auch nicht, wie er an sollte fahen zu

reden; wann er wußte nicht, ob er in

Lüften oder auf Erdreich war; als

dann die Liebe ihren Untertanen

pfleget zu beweisen und tun. Jedoch

kniet er nieder ganz schamhaftig vor

sie und sprach: "Großmächtige hochgeboren

Fürstin, die Götter verleihen

euch Ehr und alles, das euer Herz

begehret!"

Als bald stund die Schön Magelona

auf und nahm ihn bei der Hand, und

saget zu ihm: "Edeler Ritter, seid

mir willkommen!" Und hieß ihn, zu

ihr sitzen. Da solches die Amme

vermerket, ging sie in eine ander

Kammer nah darbei. In dem fing die

Schön Magelona an zu reden also:

"Edeler Ritter, ich habe großen Gefallen

in dem, daß ihr zu mir seid

kommen. Wann ich hab großen Willen

gehabt, mit euch zu reden, wie

wohl es nicht geziemet einem jungen

Menschen, als ich bin, alleine mit

einem Mann heimlich zu reden, wie

ich mich dann solches zu tun unterstanden

habe. Jedoch habe ich wiederum

angesehen euer edels Gemüte,

das mich gesichert und keck gemacht

hat, solches zu tun. Wisset auch, da

ich euch den ersten Tag gesehen, hat

euch mein Herze also bald Gutes

gewollt. Wann alle Gutheit und

Zucht, die in einem adeligen Menschen

mögen sein, die werden vollkommenlich

in euch befunden...

Wie diese wohlig, wollige Geschichte

ihr Ende findet und wohin es die

beiden in ihren zaghaften Gefühlen

weiterhin verschlägt, erfährt die geneigte

Leserin zur Galerie. Doch der

Autor "Nageoire Nacre" verspricht

ein gar amüsantes Lesevergnügen in

s e i n e m n e u e n

Werk. Er selbst

wird daraus lesen,

wann, ist dem

S p i e l p l a n i m

Theater zu entnehmen.

Leserbriefe

denn die Meinungen unserer

werten Leserinnen ist uns

wichtig

Mathilda M. aus Finnlor:

Mein großes Lob für die letzten Artikel,

den Tag des langen Marsches

betreffend, gilt natürlich Karavelle

Perensen, die mit ihren Fragen an

die Welt jeder Dame aus dem Herzen

spricht! Ihr habt mein Leben,

und das meines Mannes verändert!

Anjanka A. aus Sonnstedt:

Ich finde es unerhört, in welcher

Art und weise diese olyquische Redakteurin

sich über den Tag des langen

Marsches auslässt! Solch eine

Verleumdung einer Tradition hat es

in den letzten Jahren noch nie gegeben.

Ich strebe eine Kontrolle dieses

Schriftblattes durch die Soraelkirche

an, damit derart ungeheueres Verhalten

nicht toleriert werden muss.

Narzissa N. aus Immernacht:

Nette Artikel, aber lesen wir dieses

Blatt nicht vor allem der Männer

wegen? Ich würde mir wünschen,

dass “Sassravelle” wieder zu ihren

Ursprüngen zurückkehrt und uns mit

Bildern und Geschichten populärer,

und vor allem nicht allzusehr umworbener,

Männer erfreut.


Ein Aufatmen Geht durch Hohenbergens

Frauenwelt, ein Mann der

schon längst für sie verloren schien,

ist scheinbar wieder zu haben: Eduard

Glanzkamm

Nicht abbrechende Gerüchte werden

verlaut, das das einstige Traumpaar

Minora von Finnlor und Eduard

Glanzkamm ihre Verlobung

gelöst haben.

Große Verwunderung

hat

das vor allem in

der Adelswelt

ausgelöst. Minora

und Eduard

galten als das

T r a u m p a a r

schlechthin. Stets

hieß es, mit Eduard

w ä r e s e l b s t d i e

strenge Feodora einverstanden

gewesen.

Doch das junge Glück

der beiden war anscheinend

nicht für die

Ewigkeit bestimmt.

Eduard Glanzkamm ist

vor kurzem in einer Taverne

in Finnlor gesehen

wurden — ohne Minora,

aber in Begleitung einiger

Freunde von der Eisenfelser

Garde.

Ein Gast, welcher lieber

anonym bleiben möchte, berichtet:

"Die waren alles

andere als zimperlich. Haben

viel Wein getrunken und mit

den Damen des Dorfes geschäkert...

Könnte schwören das

auch Glanzkamm auf Brautschau

aus war. Der hatte die ganze

Nacht so nen musternden Blick, wie

ein hungriger Kater ..."

Eine ehemalige Zofe Minoras

scheint aber alles andere als überrascht

zu sein und plaudert fröhlich

Ränkespiel unter Liebenden

Ein Edelmann ist wieder zu haben!

aus dem Nähkästchen: "Ich habe das

kommen gesehen, Minora wirkte die

letzte Zeit irgendwie immer unglücklicher

und hat sich zunehmend zurückgezogen.

Sie schien direkt an Schwermut

erkrankt zu sein, war

schon

ganz blass das arme

Mädchen. Hat kaum noch was gegessen

und den ganzen Tag geschlafen.

Am Ende hat sie gar nur noch

zur nächtlichen Stunde ihr Bett

verlassen..."

"Wie es aussieht konnte Minora

einfach nicht damit umgehen, dass

Glanzkamm ein so gefragter Mann

ist "– So eine Gardistin aus Eisenfels:

"Und ich meine damit nicht nur

politisch sondern eben auch bei den

Frauen, sie war immer so eifersüchtig..."

Andere Gerüchte besagen die

Beziehung wäre zerbrochen,

weil Glanzkamm eine andere

liebt: und das soll niemand

anderes als Minalea von

Finnlor sein; die ältere

Schwester von Minora.

Jene hat vor kurzem ihre

schützenden Gefilde auf

dem Rothenberg verlassen

und wurde wohl in Begleitung

der Eisenfelser

Garde gesehen.

Andere aber dementieren

dies - so wird

schon lange gemunkelt

Minalea hätte dereinst

mit Erindor

Sturmschild eine

Romanze gehabt

und wäre eine

Befürworterin der

Politik Symiaras

und des Grafen.

Da Erindor

jedoch verschollen

ist und das

Land im ständigenUmschwungglauben

wir Schreiberlinge

der Sassravelle vor allen

Dingen eins: Alles scheint dieser

Tage möglich...

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