du kannst. - Festival Latino

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Cine-Latino 2009ProgrammübersichtÜbersicht:Tag Zeit Film Seite23.04. Do 19.00 Uhr Che – El Argentino, USA/Span, 2008 126 min, OmU 423.04. Do 21.30 Uhr La Zona, Mex, 2007, 95 min, OmU 424.04. Fr 17.30 Uhr Manda Bala, USA/Bras, 2007, 85 min, OmU 524.04. Fr 19.30 Uhr Alicia en el País, Chile, 2008, 86 min, OmeU 524.04. Fr 21.30 Uhr O Cheiro do Ralo, Bras, 2007, 99 min, OmeU 625.04. Sa 17.30 Uhr El baño del Papa, Uru, 2007, 98 min, OmU 625.04. Sa 19.30 Uhr Antônia, Bras, 2006, 90 min, OmeU 725.04. Sa 21.30 Uhr El Enemigo, Ven, 2008, 82 min, OmeU 726.04. So 17.30 Uhr Melodía de Arrabal, Frank/Arg, 1932, 82 min, OmeU 826.04. So 19.30 Uhr El Baño del Papa, Uru, 2007, 98 min, OmU 626.04. So 21.30 Uhr Antônia, Bras, 2006, 90 min, OmeU 727.04. Mo 17.30 Uhr El Baño del Papa, Uru, 2007, 98 min, OmU 627.04. Mo 19.30 Uhr Gasolina, Guate/Span, 2008, 73 min, OmeU 827.04. Mo 21.30 Uhr Mi Vida dentro, Mex, 2008, 120 min, OmeU 928.04. Di 17.30 Uhr La Matinée, Uru, 2007, 81 min, OmU 1028.04. Di 19.30 Uhr La Zona, Mex, 2007, 95 min, OmU 428.04. Di 21.30 Uhr Manda Bala, USA/Bras, 2007, 85 min, OmU 529.04. Mi 17.30 Uhr La Zona, Mex, 2007, 95 min, OmU 429.04. Mi 19.30 Uhr Gallero, Arg, 2008, 100 min, OmeU 1029.04. Mi 21.30 Uhr Intimidades de Shakespeare y Víctor Hugo, Mex, 2008, 83 min, OmeU 1130.04. Do 17.30 Uhr La Casa de enfrente, Guate, 2003, 75 min, OmeU 1130.04. Do 19.30 Uhr La Vida me mata, Chile, 2007, 92 min, OmeU 1230.04. Do 21.30 Uhr Partes usadas, Mex, 2007, 95 min, OmeU 1201.05. Fr 17.30 Uhr V.I.P. La otra Casa, Guate, 2007, 94 min, OmeU 1301.05. Fr 19.30 Uhr La Matinée, Uru, 2007, 81 min, OmU 1001.05. Fr 21.30 Uhr Sobreviviendo Guazapa, El Salv., 2008, 113 min, OmeU 1302.05. Sa 17.30 Uhr La Zona, Mex, 2007, 95 min, OmU 402.05. Sa 19.30 Uhr Memorias del Subdesarrollo, Kuba, 1968, 104 min, OmU 1402.05. Sa 21.30 Uhr Vampiros en la Habana, Kuba, 1985, 71 min, OmU 1403.05. So 17.30 Uhr El Mégano, Kuba, 1955, 25 min, OmeU / u. Kurzfilme Àlvarez 1503.05. So 19.00 Uhr Lucia, Kuba, 1967, 156 min, OmU 1503.05. So 21.30 Uhr La Escritura y el Desastre /Un Lugar llamado Guantánamo, Kuba, OmeU 1604.05. Mo 17.30 Uhr Viva Cuba!, Kuba, 2005, 79 min, OmU 1604.05. Mo 19.30 Uhr Clandestinos, Kuba, 1987, 89 min, OmeU 1704.05. Mo 21.30 Uhr Maluala, Kuba, 1979, 80 min, OmeU 1705.05. Di 17.30 Uhr La Vida es Silbar, Kuba, 1998, 106 min, OmU 1805.05. Di 19.30 Uhr Fresa y Chocolate, Kuba, 1994, 104 min, OmU 1805.05. Di 21.30 Uhr Alicia en el Pueblo de Maravillas, Kuba, 1991, 90 min, OmU 1906.05. Mi 17.30 Uhr Fresa y Chocolate, Kuba, 1993, 104 min, OmU 1806.05. Mi 19.30 Uhr La Vida es Silbar, Kuba, 1998, 106 min, OmU 1806.05. Mi 21.30 Uhr Viva Cuba!, Kuba, 2005, 79 min, OmU 1608.05. Fr 22.30 Uhr Alicia en el Pueblo de Maravillas, Kuba, 1991, 90 min, OmU 192 09.05. Sa10.05. So22.30 Uhr17.00 UhrVampiros en la Habana, Kuba, 1985, 71 min, OmU, Kino am Kocher AalenClandestinos, Kuba, 1987, 89 min, Kino am Kocher Aalen1417OmU = Original mit dt. Untertiteln / OmeU = Original mit engl. UntertitelnOmU = Original mit deutschen Untertiteln / OmeU = Original mit englischen UntertitelnCine-Latino: Eintrittspreise: Normal 6,50 Euro, erm. 5,50 EuroVeranstaltungsort: Karlstorkino Heidelberg


Cine Latino 2009XX.XX. 23. April TT - 6. 00.00 Mai Uhr 2009, Karlstorkino HeidelbergTitel Span Arial 10pt, boldTitel deutsch Arial 8ptFilmentdeckungen aus LateinamerikaVorhang auf zu Cine Latino 2009! Zwischen dem23. April und dem 6. Mai bieten über 30 Filme einenspannenden Überblick über das aktuelle, vielfältigeund qualitativ hochstehende Filmschaffen Lateinamerikas.In Heidelberg hat sich das lateinamerikanische FilmfestCine Latino über die neun Jahre seines Bestehensnicht nur ein treues Publikum geschaffen sondern zusammenmit dem „Eine Welt Zentrum“ konnte über dieJahre ein regionales Netzwerk lateinamerikanischer Kulturaufgebaut werden, aus dem 2006 das Festival Latinoentstand. So wird das Filmfest auch dieses Jahr wiederdurch vielfältige kulturelle und politische Veranstaltungenergänzt.Das Festival findet traditionell in enger Kooperation mitCine Latino in Tübingen statt, das zeitgleich in weiterenStädten gastiert. Mit Papayamedia, den Organisatorendes Mittelamerika-Festivals in Wien, konnte ein weitererKooperationspartner hinzugewonnen werden, wodurchsich das Länderspektrum erweitern ließ. Neben produktionsstarkenLändern wie Mexiko und Brasilien können nunerstmals auch Spielfilme aus Guatemala undEl Salvador präsentiert werden.Titel Span Arial 10pt, boldTitel deutsch Arial 8ptEinen Schwerpunkt bildet eine umfangreiche Retrospektive zu 50 Jahren „Nuevo Cine Cubano“ mitzahlreichen Filmklassikern. Durch die Revolution auf Kuba und die Gründung des Filminstituts ICAICentstand 1959 eine der wichtigsten und einflussreichsten Filmkulturen Lateinamerikas. Eine Einführungbietet hierzu der Vortrag von Dr. Florian Borchmeyer (2. Mai, 17.00 Uhr im Marstallcafe), die inKooperation mit dem Romanischen Seminar der Universität Heidelberg angeboten wird. Ganz im Stilevon „cine movil“ ist im Anschluß die Kuba-Retrospektive unterwegs in die süddeutsche Provinz, zumKino am Kocher in Aalen. Passend eröffnet wird das Cine Latino Festival (Do. 23. April, 19.00 Uhr) miteinem Film zur Popikone der Revolution, „Che - El Argentino“ von Steven Soderbergh.Eine besondere Festivalatmosphäre und spannende Filmgespräche versprechen uns wieder Regisseure,die ihre Produktionen dem Publikum präsentieren werden. Wie z.B. der Regisseur EstebanLarrain aus Chile mit seinem bildgewaltigen, elegischen Spielfilm „Alicia en el Pais“ (Fr. 24. April, 19.30Uhr). Hierzu wird es durch die Chilenin Veronica Gonzalez eine musikalische Eröffnung geben.Wir wünschen Ihnen 14 interessante Festivaltage mit vielen Filmentdeckungen aus Lateinamerika.Michael DohMedienforum Heidelberg,Festivalorganisation Cine LatinoTraditionell werden alle Filme im Original mit Untertitel gezeigt. Vormittags werden erneut auch Schulveranstaltungenangeboten. Da zu den Abendveranstaltungen mit einem hohen Publikumsverkehr zu rechnen ist, bieten wir Ihnen dieMöglichkeit zum Kartenvorverkauf. Die Kasse öffnet täglich um 17.00 Uhr.3


Che - RevolucionChe - Revolution23.04. Do 19.00 UhrLa ZonaDie Zone23.04. Do 21.30 Uhr28.04. Di 19.30 Uhr29.04. Mi 17.30 Uhr02.05. Sa 17.30 UhrSpanien / USA - Regie: Steven Soderbergh1956 setzte der aus Argentinien stammende ArztErnesto Guevara, genannt der „Che“, zusammenmit seinem Freund Fidel Castro auf die InselKuba über. Im dreijährigem harten und entbehrungsreichenKampf gelang es ihnen und ihrenGefährten mit zunehmender Unterstützung in derBevölkerung, das von den USA unterstützte, Batista-Regimezu stürzen: Die kubanische Revolution,bis heute Symbol des antiimperialistischenBefreiungskampfes. Während Fidel CastroKommandeur wird, bezieht Guevara den Postendes Industrieministers, Differenzen zwischen denbeiden bleiben nicht aus. Davon handelt der ersteTeil des auf zwei Filme projektierten „Che“-Opusvon Steven Soderbergh, in der Hauptrolle desChe, Benicio Del Toro. Um Authentizität bemüht,rezipierte Soderbergh intensiv Che GuevarasTagebücher, zudem führte er vorab zahlreicheInterviews mit Zeitzeugen.Steven Soderbergh debütierte und brillierte 1989 mit„Sex, Lies and Video“, unterhielt mit „Out of Sight“ oder„Ocean‘s Eleven“, beherrscht aber mit Filmen wie „Traffic- Die Macht des Kartells“ auch sozialkritische Themenund ist dadurch heute einer der kreativsten Filmregisseureüberhaupt, auch weil er bei aller Professionalitätstets ein wenig unberechenbar und überraschend bleibt.Mexiko - Regie: Rodrigo Plá„La Zona“ spielt in Mexico-City, wo sich ein Quartiervon wohlhabenden Leuten vollständig von derAußenwelt abschirmt: mit einer Mauer, privatemSicherheitsdienst und Videoüberwachung. EinLoch in der Hochsicherheitsmauer rund um dieVillensiedlung bietet einer Gruppe von Jugendlichenaus dem Armenviertel die Gelegenheit,sich auf das verbotene Wohlstands-Terrain zuwagen. Auf ihrem Streifzug durch die „GatedCommunity“ kommt es zu einem Einbruch, deraußer Kontrolle gerät und Tote fordert. Eine irrationaleVerfolgungsjagd beginnt, bei der allerdingsnicht die Polizei die Hauptrolle spielt, sondern dieaufgebrachten und um ihre künstliche Sicherheitbesorgten Bewohner von „La Zona“. Hysterischüben sie sich in folgenreicher Selbstjustiz...Ein unbequemer, stimmig inszenierter, brandaktuellerFilm über sozialen Hass, Selbstjustiz unddas Scheitern eines schwachen Staates.Rodrigo Plá drehte mehrere Kurzfilme, wobei er mit „Elojo en la nuca“ (2000) international bekannt wurde. „LaZona“ ist sein Debutfilm und gewann zahlreiche Preiseauf internationalen Filmfesten wie dem Kritikerpreis(Fipresci) in Toronto, den Debutfilmpreis in Venedigund den Publikumspreis in Fribourg. 2008 realisierte er„Desierto adentro“, der ebenso erfolgreich ist.4Spielfilm / 2008 / 126 Min / OmU / D: Benicio Del Toro u.a. / 35mmSpielfilm / 2007 / 95 Min / OmU / D: Maribel Verdu, Daniel GimenezCacho / digital / ab 12 Jahren


Manda BalaSend a Bullet24.04. Fr 17.30 Uhr28.04. Di 21.30 UhrAlicia en el PaísAlicias Weg24.04. Fr 19.30 UhrUSA / Brasilien - Regie: Jason KohnNicht zynisch, nur wahr: Wenn die Reichen dieArmen bestehlen, stehlen die Armen die Reichen.Unliebsame Porträts aus Brasilien: Ein Politikerbezieht seine Einkünfte aus einer Froschfarm, einplastischer Chirurg unterstützt auf seine WeiseEntführungsopfer, ein reicher amerikanischerGeschäftsmann ist in seine persönliche Formvon Korruption verwickelt, ein Entführer ausden Slums von São Paulo geht seiner Arbeitnach. Jason Kohn porträtiert eine Gesellschaftim Kriegszustand. Denn jeder versucht, an dieSpitze der Nahrungskette zu gelangen. Allewollen sie Geld, ohne Rücksicht auf Verluste. AmEnde verliert die ganze Gesellschaft. Ein visuellsehr suggestiver Essay, dessen expressive Bilderund poppige Klänge mit der Härte der sozialenRealität kontrastieren.Mit 23 Jahren begann der New Yorker Jason Kohngemeinsam mit Freunden vom College seinen Film zurealisieren, eine Arbeit für die er fünf Jahre benötigte. ErGewann u.a. beim Sundance Filmfest 2007 den GroßenJurypreis.Chile - Regie: Esteban LarraínAlicia, ein Quechua-Mädchen, verlässt ihr Dorf inSüdbolivien, um in Nordchile, mehr als 180 Kilometerentfernt, Arbeit zu suchen. In Symbiose mitder Natur geht sie ihren Weg über Bergkämmeund Steppen, ein Weg, der in der Quechua-Kultureine besondere spirituelle Initiation darstellt.Filmaufnahmen, die die Natur in ihren riesigenAusmaßen abbilden, zeigen sie als kleine Figur.Dazwischen gibt es Einschübe über ihre Herkunft.Fast ohne Dialog, aber mit epischer Größeerzählt der Film von der Beziehung zwischenMensch und Natur, von Heimat und Fremde.Esteban Larraín zeichnet den Weg, den Aliciabereits zweimal tatsächlich zurückgelegt hatte,filmisch nach. Durch diese Nachzeichnungentstand ein Spielfilm mit dokumentarischenElementen. Genau das macht seine Faszinationaus: Die ästhetisch perfekten Landschaften sinduntrennbar verquickt mit der geo-politischenRealität.Esteban Larraín studierte Journalismus, Regie und Politikwissenschaften.Im Mittelpunkt seiner Filme stehenaktuelle politische und soziale Themen im Leben vonFrauen. „Alicia en el País“ gewann 2008 in Locarno denSpezialpreis der Jury und wurde zum besten Film beimDokumentarfilmfestival in Navarra gekürt.Eröffnung mit musikalischer Untermalung vonVeronica Gonzalez. Im Anschluss an den Film istdie Kneipe im Karlstorbahnhof geöffnet.5Doku / 2007 / 85 Min / OmU / digitalSpielfilm / 2008 / 86 Min / OmeU / 35 mmIn Anwesenheit des Regisseurs Esteban Larraín


O Cheiro do RaloDer Duft der Kloake24.04. Fr 21.30 UhrEl Baño del PapaDas große Geschäft25.04. Sa 17.30 Uhr26.04. So 19.30 Uhr27.04. Mo 17.30 UhrFür Lourenço ist alles Objekt: Er will nur besitzenund nichts geben. Als Trödelhändler hat er keineHemmungen, die Situation derjenigen auszunutzen,die ihm ihre letzte Habe anbieten. Mit Kalkülfüllt er sein bereits ansehnliches Lager - verkaufensieht man ihn nie. Als er eines Tages einkünstliches Auge angeboten bekommt, bildet ersich ein, das Auge gehörte seinem im Krieg gefallenenVater. Eine seltsame Hassliebe empfindeter für den Gestank, der dem Abfluss seiner Toiletteentweicht und die Luft seines Büros verpestet.Fasziniert ist er vom Hintern einer Bedienung;auch für diesen ist er bereit, Geld zu bezahlen.Als er stattdessen mit Zuneigung und Zärtlichkeitkonfrontiert wird, bricht seine Welt zusammenund seine Sammlung von bizarren Figurenschlägt mit einem tragischen Ausgang zurück.Die Kinoversion des gleichnamigen Buches vonLourenço Mutarelli ist eine originelle, witzige undskurrile Komödie, in der ein respektloser Trödlerein existentielles Drama erlebt.Heitor Dhalia war 1999 Regieassistent bei „Um Copo deCólera“. 2004 drehte er seinen ersten Spielfilm „Nina“.„O cheiro do Ralo“ wurde bester Film bei der Mostra inSão Paulo, gewann den Spezialpreis der Jury in Rio deJaneiro und kam in die offizielle Spielfilmauswahl beimSundance Festival 2007.6Brasilien - Regie: Heitor DhaliaSpielfilm / 2006 / 99 Min / OmeU / D: Selton Mello, Paula Braun,Paulo Alves, Susana Alves, Roberto Audio / 35 mmUruquay - Regie: E. Fernández / C. CharloneUriges Uruguay: auf seiner Lateinamerika-Reiseplant Papst Johannes Paul II. auch das kleineDorf Melo zu besuchen. Groß ist die Euphorie derdortigen Bevölkerung, aber auch die Hoffnungauf das große Geschäft erblüht, denn auch dieReligion hat ihre touristische Dimension. So hatder kleine Grenz-Schmuggler Beto den göttlichenEinfall, für die Pilger eine Luxus-Toilette zu errichten.Ein Mammut-Projekt für seine Verhältnisse,zumal Betos Familie durch einige Turbulenzenerschüttert wird, seine Tochter nämlich möchtestudieren, der Vater hat aber nur sein Geschäftim Auge.Enrique Fernández stammt selbst aus Melo,die meisten der Darsteller sind Laien. Der Filmbeschreibt mit Finesse, Witz und Melodramatik,dabei voller Liebe für Land und Leute, den Alltagin diesem Dorf. Gleichzeitig reflektiert der Filmüber die Macht der Fernsehbilder, die in dieserGeschichte weit stärker sind als jene der Kirche.Enrique Fernandez lebte einige Jahre in Deutschlandund arbeitete dort und in Uruguay als Drehbuchautor,Regieassistent und Kameramann. 1997 wurde seinDrehbuch „Otario“ von Diego Arsuaga („El ultimo Tren“)verfilmt. Sein Debutfilm „El Baño del Papa“ erhieltAuszeichnungen auf internationalen Festivals, u.a. inGuadalajara, Gramado, Sao Paulo und San Sebastian.Der Film war 2007 für den Oscar als bester ausländischerFilm nominiert.Spielfilm / 2007 / 98 Min / OmU / D: César Troncoso, VirginiaMéndez / 35mm / ab 12 Jahren


Antônia25.04. Sa 19.30 Uhr26.04. So 21.30 UhrEl EnemigoDer Feind25.04. Sa 21.30 UhrBrasilien - Regie: Tata AmaralDie vier Freundinnen Preta, Barbara, Mayah undLena verwirklichen ihren Traum: Sie gründen dieRap-Band Antônia in der Hoffnung berühmt zuwerden und Armut, Macho-Gehabe und Gewaltzu trotzen. So wie die Menschen erfindet sichdie Umgebung im Film ständig neu. In VilaBrasilândia, einem Vorort von Såo Paulo, schlägtdas Schicksal jedoch zu und trennt die Gruppe.Ihr einstmals gemeinsamer Traum scheint zuscheitern.Die vier Hauptdarstellerinnen sind tatsächlichRapperinen aus den Favelas, die zusammenmit der Regisseurin den Film entwickelten. Esentstand ein vibrierender Musikfilm mit authentischenFrauenfiguren, die sich mutig und kraftvollfür ihre Ziele einsetzt.Tata Amaral zählt zu den bekanntesten FilmemacherinnenBrasiliens. „Antônia“ ist der dritte Teil einerTrilogie über archetypische Frauenbilder. Der Film wurdebester Spielfilm beim Internationalen Filmfestival in SãoPaulo und gewann in der Kategorie beste Filmmusikin Havanna. In Brasilien lief der Film so erfolgreich,dass mittlerweile eine Telenovela für das Fernsehenproduziert wurde.Venezuela - Regie: Luis Alberto LamataIn Caracas herrscht das Recht der Straße.Gewalt, Mord und Schrecken stehen auf derTagesordnung. Antonieta und Benigno begegnensich nachts in der Notaufnahme eines Krankenhauses.Sie verdient sich ihren Lebensunterhaltmit Waschen und Bügeln, er ist Staatsanwalt.Beide bangen um die Zukunft ihrer Kinder. AntonietasSohn Odulio wurde bei einer Schießerei imDrogenmilieu schwer verletzt. Benignos TochterElisa geriet während einer Geiselnahme mittenauf dem Universitätsgelände in einen Schusswechsel.Antonieta verschließt die Augen vorder Realität. Sie möchte nur das Gute in ihremJungen sehen und schiebt sein Scheitern auf dieUngerechtigkeit der Gesellschaft. Für sie bestehtdas einzige Recht für Menschen ihrer Klasse darin,sich von Problemen und illegalen Geschäftenfernzuhalten. Benigno im Gegensatz dazu glaubtan das Gesetz und die Gerechtigkeit - und dochträgt er ein dunkles Geheimnis mit sich herum.Denn das Treffen der beiden ist kein Zufall. Indieser vom moralischen Zerfall geprägten Gesellschaftprallen zwei Welten aufeinander.Luis Alberto Lamata studierte Geschichte und Drehbuch.Sein erster Spielfilm „Jericó“ bekam 1990 unter anderemden Gran Coral Preis in Havana. „El Enemigo“ gewann2008 in Mérida in den Kategorien bester Film, beste Regie,beste Hauptdarstellerin und bester Hauptdarstellerund bekam in Triest den Preis für das beste Drehbuch.7Spielfilm / 2006 / 90 Min / OmeU / D: Negra Li, Cindy, Leilah Moreno,Quelynah, Thaíde, Sandra de Sá / 35 mmSpielfilm / 2008 / 82 Min / OmeU / D: Lourdes Valera, Carlos Cruz,Daniela Alvarado, Darío Soto / 35mm


Melodía de ArrabalMelodie der Vorstadt26.04. So 17.30 UhrGasolinaBenzin27.04. Mo 19.30 UhrFrankreich/ Argentinien - Regie: Louis Gasnier„Melodía de Arrabal“ erzählt die Geschichte desRoberto Ramírez, der Kartenspieler und Sängerin einer Vorstadtbar ist. Eines Nachts kreuzt sichsein Weg mit dem jungen Gesangslehrerin Alinaund es entwickeln sich neue Perspektiven in seinemLeben... Carlos Gardel singt in diesem Filmwunderschöne Tangos wie „Melodía de Arrabal“,„Silencio“ und „Mañanita de Sol“ im Duo mitImperio Argentina.Die Tonfilmzeit machte Carlos Gardel zum internationalenStar. Ein Sänger, der noch heute (er starb 1935 beieinem Flugzeugunglück) von der argentinischen Bevölkerunggeradezu abgöttisch verehrt wird. Die Wärmeseiner Stimme und sein früher Tod machten aus Gardeleine Legende - sein Name bleibt unzertrennlich mit demTango verbunden.Guatemala/Spanien - Regie: Julio H. CordónGerardo, Nano und Raymundo zapfen Benzinfür nächtliche Spritztouren aus den Autos ihrerEltern, Nachbarn und Bekannten. Sie fahrenziellos durch ihr Wohnviertel und machen Actionaus reiner Langeweile, um ihr bürgerliches Lebenhinter sich zu lassen. Was zunächst ein harmloserTeenagerstreich zu sein scheint, entpupptsich als gefährliches Spiel mit dem Feuer. WeilRaymundo Nanos 14-jährige Schwester geschwängerthat, muss Nano ihn vor seinem wutentbranntenVater verteidigen. Um an mehr Geldfür Benzin zu kommen, verkaufen sie gebrauchteSachen als Neuware. Als der Schwindel auffliegt,können sie gerade noch rechtzeitig entkommen.Im Rausch des Freiheitsgefühls überqueren sieeines Nachts die Schranken ihres behütetenWohnviertels und ahnen nicht, dass sie direkt aufdie Eskalation zusteuern. Die drei Hauptdarstellersind Nachbarn des Regisseurs Cordón, für dender Film eine Reflektion über seine Jugend unddie nachfolgender Generationen darstellt.Julio Hernández Cordón drehte mehrere Kurzfilme undzwei Spielfilme (,Norman‘ und ,Sí hubo genocido‘).„Gasolina“ gewann 2007 in Sán Sebastian den ´Filmsin Progress Industry` Preis, den Casa de América Preisund den CICAE Preis und 2008 den Premio Horizontes.8Spielfilm / 1932 / 82 Min / OmeU / D: Carlos Gardel, ImperioArgentina, Vicente Padula, Jaime Devesa / digitalSpielfilm / 2008 / 73 Min / OmeU / D: Francisco Jácome, CarlosDardón, Gabriel Armas, Daneri Gudiel, Patricia Orantes / 35mmIn Kooperation mit „Tangodeseos“


Mi Vida dentroMein Leben hier drin27.04. Mo 21.30 Uhrdukannst.Mexiko / USA - Regie: Lucía GajáÜber 10 Millionen Mexikaner leben in den USA,davon die Hälfte Frauen. Im Jahr 2006 gab es1679 Gerichtsverfahren gegen Mexikanerinnen.Dieser Film zeigt eine Gerichtsverhandlunggegen eine von ihnen: Rosa.Rosa ist 24 Jahre alt. Sie kam als Wetback illegalaus Mexiko nach Texas. Sie hatte den Traum voneiner Familie, sie wollte Geld verdienen, um ihrerMutter ein Haus zu bauen und ein komfortableresLeben zu ermöglichen. Rosa lernte ihren ebenfallsmexikanischen Ehemann kennen und bekamzwei Kinder. Sie arbeitete als Kindermädchen,verstand kaum Englisch und sprach noch weniger.Doch als das Kind in ihrer Obhut einen Unfallhatte, zeigte sich, wie fatal es war, dass Rosaauch ihre Rechte und Pflichten nicht kannte.Das Kind starb und Rosa wurde des Totschlagsangeklagt. Hat sie in den Mühlen der US-amerikanischenJustiz überhaupt eine Chance?Lucía Gajá studierte Film in Mexiko City. Sie besuchteWorkshops bei Santiago Álvarez und Patricio Guzmánund arbeitete als Regieassistentin. 2005 erhielt ihreKurzdokumentation „Soy“ mehrere Preise. Ihr ersterlanger Dokumentarfilm „Mi Vida Dentro“ gewann denersten Preis bei der Documenta in Madrid, den Preis fürMenschenrechte in Buenos Aires und wurde 2007 bestermexikanischer Dokumentarfilm in Morelia.Mag sein, dass Siekein Blut sehenkönnen. Aber Siekönnen dafür genauhinschauen, wowelches vergossenwird.Helfen Sie uns als Mitgliedoder mit einer Spende:Konto-Nummer 80 90 100,Bank für SozialwirtschaftKöln, BLZ 370 205 00www.amnesty.dedu kannst.Doku / 2008 / 120 Min / OmeU / 35 mmIn Kooperation mit „Amnesty International“


La MatinéeDie Matinee28.04. Di 17.30 Uhr01.05. Fr 19.30 UhrGalleroHahnenkampf29.04. Mi 19.30 UhrUruquay / D - Regie: Sebastián Bednarik20 Jahre nachdem sie ihre Karrieren beendethaben, werden einige legendäre Musiker desKarnevals in Uruguay von zwei jungen Kollegenfür eine kleine Konzertreise wiedervereint:Ramon „Cuita“ Correa (65), der berühmtesteSnaredrum-Spieler des Landes, der in einemSlum am Rande von Montevideo lebt; „El Loco“Ian Betancour (67), der das Becken spielt undfast seiner Trinksucht erlegen wäre, bis dieAnonymen Alkoholiker ihm eine zweite Chancegaben; und Walter „Tate“ Taveira, der sich nostalgischan seine kriminelle Vergangenheit erinnert,wegen der er schließlich nach Venezuela fliehenmusste. Der Film begleitet die Musiker bei denVorbereitungen und regionalen Auftritten, bis siesich am Ende für das große Finale des nationalenMurga-Wettbewerbs qualifizieren.Die Murga ist die einzigartige KarnevalsmusikMontevideos, die Schlaginstrumente mitvielstimmigen Chören verbindet, die mit viel Witzund Flair ganze Dramen erzählen. Wegen ihrergesellschaftskritischen Satire wurde sie währendder Militärdiktatur verboten.Sebastián Bednarik schrieb 2002 das Drehbuch zu „LaEspera“. „La Matinée“ ist sein erster Langfilm und gewannin Uruguay den Preis als bester Dokumentarfilm.Ein herzerfrischender „Buena Murga Social Club“ ausUruguay.10Doku / 2007 / 81 Min / OmU / digitalArgentinien - Regie: Sergio MazzaMario lebt auf dem Land und züchtet Kampfhähne,denen er seine ganze Liebe und Aufmerksamkeitschenkt. Ansonsten ist er ein Einzelgänger.Ab und zu fährt er für Gelegenheitsjobs aufsLand hinaus. Eines Tages trifft er auf dem WegJulia, eine ältere Frau, die einsam in ihrem abseitsgelegenen Haus lebt. Durch einen Unfall hatsie ihre ganze Familie verloren und lebt seitdemzurückgezogen. Zunächst kommt Mario nur, umihr bei verschiedenen Reparaturen zu helfen. Allmählichentspannt sich eine zarte Freundschaftund es entwickeln sich zunehmend Gefühle, dieverwirren und die keiner von beiden zulassenkann. Die Unsicherheit im Umgang miteinanderund die vielen Worte, die unausgesprochenbleiben, erzeugen zunehmend Spannung beimZuschauer. Als Julia schließlich beim entscheidendenKampf von Marios stärkstem Hahnauftaucht, scheint der Bann gebrochen.Sergio Mazza hat mit „Gallero“ einen Film komponiert,der durch seine plastischen Bilder besticht.Er handelt von einer Welt, in der Einsamkeit,Liebe und Brutalität Hand in Hand gehen,eine Welt zwischen Realität und Absurdität.Sergio Mazza, Jahrgang 1976, studierte Bild- undSounddesign an der Universität von Buenos Aires. Erdrehte mehrere Kurzfilme und Werbespots. Sein ersterSpielfilm „El Amarillo“ lief u.a. auf dem InternationalenFilmfestival von Venedig 2008 und bei Cine Latino.Spielfilm / 2008 / 100 Min / OmeU / D: Gustavo Almada, SilviaZerbini / 35 mm1.5. 19.30 Uhr, Gast: Regisseur Florian Borchmeyer


29.04. Mi 21.30 UhrIntimidades de Shakespeare y Victor HugoVerwicklungen zwischen Shakespeare und Victor HugoLa Casa de enfrenteDas Haus gegenüber30.04. Do 17.30 UhrMexiko - Regie: Yulene OlaizolaGleich beim Einzug sagte Jorge Riosse zu RosaCarbajal: „Ich möchte hier wohnen, aber ichwerde nicht lange bleiben.“ Rosa wusste nicht, ober bald sterben oder bald weiterziehen wird. Dochdann lebten sie acht Jahre gemeinsam untereinem Dach an der Ecke Shakespeare und VictorHugo in Mexiko Stadt und Jorge wurde Rosasbester Freund. Gleichwohl blieb er ein Mann vollerGeheimnisse: Was macht er den ganzen Tag,womit verdient er sein Geld, warum kann er sogut zeichnen, warum malt er immer nur Frauenund wieso singt er so traurige Lieder?Rosa erzählt 20 Jahre später, was sie an Jorgebeobachtet hat, stellt Vermutungen an undberichtet doch lediglich von der Einsamkeit undvom Wunsch, für jemanden vertraut zu sein. IhreErinnerungen verdichten sich zum Portrait einesAbwesenden und seiner Tragödie.Yulene Olaizola gewann ein Stipendium des „FondoNacional para la Cultura y las Artes“ (FONCA) für denDreh von „Intimidades de Shakespeare y Victor Hugo“.Sie führte Regie bei „Viejo gordo Sol“ (2003), „CaféAmericano“ (2004) und „Te voy a dormir“ (2006).Guatemala - Regie: Elías JiménezAngel, ein Buchprüfer im Finanzministerium vonGuatemala, steht drei Tage vor seiner Hochzeit.Doch nun entdeckt er eine Unterschlagungöffentlicher Mittel in Millionenhöhe durch eineRegierungsperson und entscheidet sich den Betrugan die Öffentlichkeit zu bringen. Am Abendlädt ihn sein Kollege Juan ins Striptease-Lokalund macht ihm ein ganz besonderes Geschenkzum Junggesellenabschied: Eine Nacht mit derschönen Nachtclubtänzerin Kiara. Doch Juanhegt einen hinterhältigen Plan... Damit beginnteine klassische Krimigeschichte, in der sichein unschuldiger Held in einer korrupten Weltzwischen Gewalt, Macht und Sex durchschlagenmuss. Drei Tage, die sein Leben völlig verändernwerden. Am Ende kommt alles anders als erwartetoder doch nicht?Der Regisseur Elías Jiménez zeichnet in seinem erstenSpielfilm ein düsteres Szenario, in der die GesellschaftGuatemalas von korrupten Politikern und gewalttätigenGangs beherrscht wird und das Gute kaum mehr eineChance hat zu siegen.„La Casa de enfrente“ sorgte in Guatemala für viel Aufsehenund war ein großer Kinoerfolg. Mit „V.I.P. La otraCasa“ drehte 2007 Jiménez eine spannende Fortsetzugdie auch im Rahmen des Festivals zu sehen ist.11Doku / 2008 / 83 Min / OmeU / 35mmSpielfilm / 2003 / 75 Min / OmeU / D: Maurice Echeverria, JullietCruz, Juan Pablo Olyslager / digitalIn Kooperation mit „Papayamedia“, Wien


La Vida me mataDas Leben bringt mich um30.04. Do 19.30 UhrPartes usadasErsatzteile30.04. Do 21.30 UhrChile - Regie: Sebastían SilvaKameramann Gaspar neigt zu Depressionen.Der frühe Tod seines Bruders hat ein gähnendesLoch in seinem Leben hinterlassen. Auch seinEngagement bei einem schrägen Kurzfilmprojektmit der Möchtergern-Schauspielerin Susanahält ihn nicht von ständig neuen, hablherzigenSelbstmordversuchen ab. Auf einer Beerdigunglernt er den exzentrischen Álvaro kennen. ImGegensatz zu Gaspar begegnet dieser dem Todmit einer skurrilen Neugier, an der er Gaspar vonnun an teilhaben lässt. Ob bei einem Ausflugin die Leichenhalle oder mit einem toten Vogel,Álvaro verblüfft Gaspar immer wieder und bringtihn dazu, dem Tod in die Augen zu sehen.Wenig später verfolgen sie gebannt die letztenAtemzüge von Gaspars Großvater. SebastiánSilvas rabenschwarzer Humor hinterlässt einSchmunzeln auf den Lippen und die Erkenntnisim Bewusstsein, dass man dem Tod nicht mehrBeachtung schenken sollte als dem Leben.Sebastián Silva studierte Film und Animation. „La Vidame mata“ gewann den chilenischen Oscar „Pedro Sienna“in den Kategorien bester Film, beste Nebendarstellerin,bester Schnitt, beste Effekte und beste Maske. BeimSANFIC in Santiago de Chile erhielt er den Preis für diebeste Schauspielerin und den Publikumspreis.Mexiko - Regie: Aarón Fernández LesurIván, 14 Jahre, lebt bei seinem Onkel Jaime,einem Gebrauchtwarenhändler. Beide träumenvon einem besseren Leben und sparen für dieillegale Emigration in die USA. Als Ihnen bewusstwird, dass sie mehr Geld als geplant für denÜbergang benötigen, beschließt Jaime, seinenNeffen in die Machenschaften des Raubes vonAutoteilen einzuweisen. Iván lernt schnell undüberzeugt seinen Freund Efraín, ihm zur Seitezu stehen. Die Jungs erfüllen mit Sorgfalt undFreude, was Jaime von ihnen verlangt, doch baldmerkt Iván, dass sich die Vorstellungen seinesOnkels von der Reise verändert haben ...„Partes usadas“ gewann in der Kategorie „BesterDebutfilm“ bei Mexikos renommiertestem Filmfestivalin Guadalajara und war Mexikos Beitrag zum GoldenGlobe 2008.Aarón Fernández Lesur studierte Film in Paris und istMitbegründer der mexikanischen Produktionsfirma CintaNegra. Er dreht Kurz-, Dokumentar- und Werbefilme.„Partes Usadas“ ist sein erster Spielfilm.12Spielfilm / 2007 / 92 Min / OmeU / D: Gabriel Díaz, Diego Muñoz,Bélgica Castro, Catalina Saavedra / 35 mmSpielfilm / 2007 / 95 Min / OmeU / D: Eduardo Granados, AlanChávez, Carlos Ceja, Damayanti Quintanar / 35 mm


V.I.P. La otra CasaV.I.P. Das andere Haus01.05. Fr 17.30 UhrSobreviviendo GuazapaÜberleben in Guazapa01.05. Fr 21.30 UhrGuatemala - Regie: Elías JiménezEin klassischer Macho-Mann, der dachte er seiunantastbar. Eine vom Komfort geblendete Ehefrau.Ein Gefängnis ohne jegliche Regeln, bis aufeine - „die Macht des Stärkeren“.Juan Ramos, ein ehemaliger politischer Funktionär,wird verhaftet und ins Gefängnis gebracht.Obwohl er eine beträchtliche Summe zahlt um inden V.I.P. Sektor verlegt zu werden, landet er imschlimmsten Sektor des Gefängnisses. Aus demV.I.P. Sektor wollen Juans Feinde seinen Gefängnisaufenthaltauf brutale Art und Weise verkürzen- der Kampf ums Überleben beginnt.V.I.P. La otra casa, ist die spannende Fortsetzung desersten Teils „La Casa de enfrente“.Regisseur Elías Jiménez mischt Schauspieler mit echtenInsassen, um die Grenze zwischen der komfortablenWelt außerhalb und der brutalen Realität innerhalb desGefängnisses so real wie möglich zu verdeutlichen.Heißes Latino-Menü aus Gewalt, Sex und Machismo -„picante“. Gewann den Publikumspreis beim Mittelamerikanischen-Filmfest2008 in Wien.El Salvador - Regie: Roberto Dávila Alegría1986 herrscht Bürgerkrieg in El Salvador undder Vulkan um Guazapa ist Schauplatz schwererKämpfe. Als Rebellen Landminen auslegen unddabei in einen Schusswechsel geraten, wirdGuerillakämpfer Pablo verwundet, kann sich aberin Sicherheit bringen. Als er jedoch kurze Zeitspäter seinen Bruder tot auffindet, beschließt erzu desertieren. Auf seinem Weg trifft er den vonseiner Einheit versprengten Soldaten Julio. Trotzgroßer Rivalität beschließen sie, sich zusammenzu tun, um gemeinsam zu überleben. Als sie aufein flüchtiges Mädchen treffen, versuchen sie zudritt aus dem Kriegsgebiet zu fliehen. Ein Unternehmenauf Leben und Tod...Der Regisseur Roberto Dávila Alegría drehte mehrereKurzfilme, u.a. den prämierten „Tu Ausencia me mata“(2004), bevor er 2004 mit diesem sehr ehrgeizigen undwichtigen Projekt begann. „Sobreviviendo Guazapa“ist der erste eigenständig produzierte Spielfilm in ElSalvador. Die Produktion verlief unter sehr schwierigenBedingungen. Allein die Drehzeit zog sich infolge vonHurricanes, Regenzeit, Ausbruch von Dengue-Fieberund technischer Probleme über neun Monate hin.13Spielfilm / 2007 / 94 Min / OmeU / D: Juan Pablo Olyslager,Douglas Vásquez, Roberto Díaz Gomar und Insassen des Männergefängnissesder Zone 18 / digitalIn Kooperation mit „Papayamedia“, WienSpielfilm / 2008 / 113 Min / OmeU / D: Arturo Rivera, Nilson Urbina,Alejandro Lopez, Karen Gomez / digitalIn Kooperation mit „Papayamedia“, Wien


02.05. Sa 19.30 UhrMemorias del SubdesarrolloGeschichten der UnterentwicklungVampiros en la HabanaVampire in Havanna02.05. Sa 21.30 UhrKuba - Regie: Tomás Gutiérrez AleaCastros Revolution war für viele Kubaner die Erlösungvon einem tyrannischen Regime und derBeginn von wesentlich mehr Freiheit und sozialerGerechtigkeit. Sergio, verwöhnt und eitel, ist imLand geblieben, nicht aus Überzeugung, sondernaus Bequemlichkeit und ein bisschen Neugier.Seine Frau jedoch hat ihn und Kuba verlassen.Sergio versucht in seiner Luxuswohnung seineMemoiren zu schreiben. Es funktioniert nicht,dafür beginnt er eine Affäre. Wer die südamerikanischeVariante der Melancholie begreifen möchte,muss diesen Film sehen, eine Allegorie auf dieVergänglichkeit alles Irdischen und zugleich vollerSkepsis gegenüber dem Fortschritt, erzählt inwunderbar ruhigem Ton, sanft ironisch und hochintelligent. Zudem eine kleine freche Hommagean die Notwendigkeit der Dekadenz, gerade ineinem Regime, das sich der Verbesserung derMenschheit verschworen hat.Mit Tomás Gutiérrez Alea verstarb 1996 einer derwichtigsten Filmregisseure Lateinamerikas. Er war KommilitoneFidel Castros, lies sich in Rom als Filmemacherausbilden, nahm an der kubanischen Revolution teil undrealisierte danach eine Fülle von Dokumentar- und Spielfilmen,insbesondere „Memoria del Subdesarrollo“ demzumindest für Kritiker wohl besten Latino-Film überhaupt.Kuba - Regie: Juan PadrónDer berühmte Vampir-Wissenschaftler ProfessorAmadeus von Dracula hat eine chemischeFormel erfunden, welche es Vampiren ermöglicht,sich unbesorgt dem Sonnenlicht auszusetzten.Aus Düsseldorf nach Kuba ausgewandert, verabreichteWerner, sein „Vampisol“ seit frühester Jugendseinem Neffen Pepe. Er wächst auf ohne zuwissen, dass er eigentlich ein Vampir ist, da ihmdas Tageslicht nicht schadet. In den 1930er Jahrenist Pepe ein in Liebesabenteuer verstrickterBeatnik und Jazzmusiker und kämpft als jungerRevolutionär gegen den Tyrannen Machado. Erstals die Mafia-Vampir-Clans aus Düsseldorf undChicago sich des Wundermittels bemächtigenwollen, muss sich Pepe seiner Familientraditionbesinnen und gegen das Böse und für das Rechtaller Vampire auf „Vampisol“ kämpfen...Juan Padrón, 1947 in Havanna geboren, ist Kubasberühmtester Animationsregisseur. Legendär ist seineTrickfilmfigur „Elpidio Valdés“, zu der er zwischen 1974und 1989 mehrere Kurzfilme zeichnete und schrieb. Mit„Vampiros en la Habana“ schuf er 1985 einen Kultfilm,der in Teilen Lateinamerikas bis heute einen ähnlichenStatus genießt wie bei uns die „Rocky Horror Picture-Show“.Im Anschluss an den Film ist die Kneipe im Karlstorbahnhofgeöffnet!14Spielfilm / 1968 / 104 Min / OmU / D: Sergio Corrieri, Daisy Granados,Eslinda Nuñez, Omar Valdes / s/w / 35mmAnimation / 1985 / 71 Min / OmU / digital / ab 12 JahrenEinführung: Regisseur Florian Borchmeyer


Frühe Kurzfilme aus Kuba03.05. So 17.30 UhrLucía03.05. So 19.00 UhrEl Mégano - Das KöhlerdorfIn einem kubanischen Dorf nahe der Schweinebuchtverdienen sich Arbeiter ihren Lebensunterhalt mitder Vorbereitung zur Kohleherstellung. Tag auf Tagstehen sie für wenig Geld bis zur Brust im Morast. Inneorealistischer Optik und fast ohne Dialog, basierendauf Geschichten, die die Arbeiter den Filmemachernerzählten. Nach der ersten Aufführung wurde der Filmvon der Batista-Polizei beschlagnahmt. Heute gilt „ElMégano“ als erster sozialkritischer Film Kubas und wurdeAusgangspunkt für das Neue Kubanische Kino.Espinosa, 1926 geboren, studierte Film in Rom undrealisierte 1955 zusammen mit Alea seinen Debutfilm „ElMégano“. Nach der Revolution wurde Espinosa leitenderFunktionär Kubas für Kino und Kultur, war u.a. Filmministerund stellv. Vorsitzender des Filminstituts.Spielfilm / 1955 / 25 Min / OmeU / s/w / digitalKurzfilme von Santiago ÁlavarezCiclón, 1963, 22 Min/ Now, 1964, 6 MinLBJ, 1968, 18 Min/ ¡Mi hermano Fidel..!, 1977, 17 Minalle OmeU, digitalÁlvarez (1919-1998) war nach der Revolution der Leiterder aktuellen Berichterstattung des Filminstituts ICAIC unddrehte dort in drei Jahrzehnten ca. 600 Wochenschauen undDokumentarfilme. Der Tenor seiner Arbeit war offen sozialistischund antiimperialistisch. Seine „nervöse Montage“ standfür eine Form von Information, die ohne Erzählerstimmeauskam und stattdessen auf die aufklärende Zusammenwirkungvon Bildern, raschen Schnitten und Musik vertraute.Am meisten Aufsehen erregte er mit „Now“ (1965). In demKurzfilm illustrierte er ein zu jener Zeit heftig diskutiertes Liedder Sängerin Lena Horne, das die Schwarzen Amerikaszum Widerstand gegen ihre Diskriminierung aufforderte, mitdokumentarischen Beispielen rassistischer Praktiken in denUSA, wobei er das Tempo der Bildfolgen dem anwachsendenTempo der Musik anglich.Kuba - Regie: Humberto SolásDreimal eine Frau mit Namen Lucía: Zur Zeitdes kubanisch-spanischen Krieges Mitte des 19.Jahrhunderts, zur Zeit der bürgerlichen Revoltegegen den verhassten Diktator Machado Anfangder 1930er Jahre und im Kuba der 1960er Jahre,nach dem Triumph der Revolution, nach demEinsetzen der Hilfe der UdSSR, zum Höhepunktder Alphabetisierungskampagne. Im ersten Teildurchlebt eine Aristokratin eine romantischeLiebe, die von der damaligen kubanischenGesellschaft missbilligt wird. Im zweiten Teil wirdeine Frau aus dem Bürgertum durch die Liebezu einem Revolutionär selbst zu einer Revolutionärin.Im dritten Teil kämpft eine junge Arbeiteringegen den Widerstand ihres Ehemannes für ihreEmanzipation. Dem Geschehen entsprechendfand Humbeto Solás für die Episoden einenjeweils unterschiedlichen Stil.Humbeto Solás, 1941-2008, war einer der großenPioniere des neuen lateinamerikanischen Films der 60erJahre. Wie Rocha in Brasilien, Birri in Argentinien oderSanjinés in Bolivien, wollte er eine neue ästhetischeAusdrucksform seiner Kultur schaffen. Gleich mit seinemzweiten Film „Lucía“ gelang ihm dies eindrucksvoll.Dieses filmhistorische Dokument über das Schicksalvon kubanischen Frauen in drei Zeitepochen zähltheute noch zu den zehn besten und wichtigsten FilmenLateinamerikas. Solas war 2006 Gast bei Cine Latinomit „Barrio Cuba“.Spielfilm / 1968 / 156 Min / OmU / D: Raquel Revuelta, EslindaNuñez, Adela Legra / digital15In Kooperation mit Ibero-Amerikanischen Institut


Neue Filme aus Kuba03.05. So 21.30 UhrViva Cuba!Hoch lebe Kuba!04.05. Mo 17.30 Uhr06.05. Di 21.30 UhrLa Escritura y el Desastre -Die Bücher und das DesasterKuba - Regie: Raydel Araoz ValdésDie Geschichte der kubanischen Provinz Guantánamoist viel mehr als die unerwünschte Präsenzdes US-Marinestützpunktes, die Besetzungund schreckliche Berichte in der internationalenPresse über das US-amerikanische Folterzentrum.Spielfilm / Kuba 2008 / R: Raydel Araoz Valdés / 52 Min/OmeU / digitalUn Lugar llamado Guantánamo -Ein Ort namens GuantánamoKuba - Regie: Rolando AlmiranteEin Jugendlicher, der von der Gesellschaft isoliertlebt, flüchtet in seine Bücher und in eine imaginäreReise.Doku / Kuba 2007 / R: Rolando Almirante / 45 Min /OmeU / digitalKuba - Regie: Juan Carlos Cremata MalbertiDie beiden neunjährigen Kinder Malu und Jorgitoschwören sich Freundschaft fürs Leben trotz dergegenseitigen Abneigung ihrer Eltern. Als dieGroßmutter von Malu stirbt und die Mutter allesunternimmt um auszuwandern, beschließenbeide das Problem zu lösen. Ihre Hoffnung ist derVater von Malu, der am anderen Ende der Inselals Leuchtturmwärter lebt. Heimlich packen SieIhre Sachen und ihr weniges Geld und brechenauf. Viele neue Erfahrungen erwarten sie aufIhrer Reise durch Kuba... Dieser Kinderfilm, übrigensder erste in Kuba, der mit Kindern in denHauptrollen gedreht wurde, besticht durch seinegut durchkomponierte und nichts beschönigendeGeschichte, in der sich auf exzellente Weisekomische, tragische und phantastische Elementevereinen.Juan Carlos Cremata Malberti, Jahrgang 1961, drehteund schrieb zuvor „La Epoca y el Encanto de fin deSiglo“ (1999) und „Nada“ (2001), für den er internationalePreise gewann. „Viva Cuba“ wurde bei denKinderfilmfesten in Würzburg und in Giffoni zum bestenFilm gewählt. Zudem erhielt der Film 2005 den GrandPrix Ecrans Juniors in Cannes. Der Film war 2005 vonKuba als bester ausländischer Film nominiert.16Spielfilm / Kuba 2005 / 79 Min / OmU / D: Jorge Milo, Malú TarrauBroche, Luisa María Jiménez Rodríquez / digital / ab 8 JahrenIn Kooperation mit „Papayamedia“, Wien


ClandestinosGefährliches Leben04.05. Mo 19.30 UhrMaluala04.05. Mo 21.30 UhrKuba - Regie: Fernando PérezEine Gruppe Jugendlicher geht in den 50erJahren in den Untergrund, um gegen die DiktaturBatistas zu kämpfen. Prompt geraten sie insKreuzfeuer von Polizei und Geheimdiensten undmüssen ums blanke Überleben kämpfen. DieGruppe, die von Freundschafts- und Liebesbeziehungen,von gemeinsamen Träumen undSehnsüchten getragen wird, droht an diesemDruck zu zerbrechen.Dieser kubanische Polit-Thriller - der erste Spielfilmvon Fernando Pérez - handelt von wahrenPersonen in einer fiktiven Geschichte. Die hoffnungsvollenCharaktere der Jugendlichen undihre Konflikte mit den Grenzen und Widerständender Realität werden dramatisch beleuchtet. MitSinn für Action und Spannung sowie einem grandiosenZusammenspiel von Regie, Kamera undMusik weiß Pérez gekonnt Hollywood Konkurrenzzu machen.Fernando Pérez, Jahrgang 1944, drehte in den 70erJahren Dokumentarfilme bevor er mit „Clandestinos“seinen ersten Spielfilm realisierte. Seitdem schuf er allevier Jahre neue kunstvoll-poetische Filme über Kubaund seine Menschen. Spätestens mit „La Vida es Silbar“(1998) wurde Pérez weltweit bekannt und gilt heute alseiner der wichtigsten aktuellen Regisseure Lateinamerikas.Mit „Suite Habana“ war er 2004 in Heidelberg zuGast bei Cine Latino. Zuletzt drehte er „Madrigal“ undproduziert derzeit einen Film über Jose Martí.Spielfilm / 1986 / 89 Min / OmeU / D: Luis Alberto Garcia, IsabelSantos, Susana Pérez, René Losada / digitalKuba - Regie: Sergio GiralKuba im 19. Jahrhundert: Die Cimarrons, wiedie aufständischen Sklaven mit afrikanischenWurzeln bezeichnet werden, lehren ihre früherenHerren das Fürchten. Im offenen Kampf sind sieden Spaniern überlegen und fordern das grundlegendeRecht auf Freiheit und Land. Doch die umihre schwindende Macht besorgten Herren greifenauf Mittel der Heimtücke und Intrige zurück.Den freiheitlichen Siedlungen der entflohenenSklaven, wie Maluala es eine ist, droht die brutaleZerstörung... „Maluala“, der letzte Teil seinerTrilogie über die kubanische Sklaverei im 19.Jahrhundert, ist eine Hommage an die gefährlicheFlucht der Afrikaner und an ihren Überlebenskampfin den kubanischen Bergen.Der bekannteste farbige Filmemacher Kubas, SergioGiral, Jahrgang 1937, setzte den Sklavenaufständengegen die spanischen Kolonialherren ein filmischesDenkmal. „Maluala“ wurde auf dem 1.Festival desNeuen Lateinamerikanischen Films in Havanna mit demGran Premio Coral ausgezeichnet.Spielfilm / 1979 / 80 Min / OmeU / D: Samuel Claxton, MiguelGutiérrez, Adolfo Llaurado / digital17


La Vida es SilbarDas Leben ein Pfeifen05.05. Di 17.30 Uhr05.05. Di 19.30 Uhr06.05. Mi 19.30 UhrFresa y Chocolate06.05. Mi 17.30 UhrErdbeer und SchokoladeKuba - Regie: Fernando PérezLeben in Havanna: Kinder, denen das Wort‚Gleichheit‘ eingetrichtert wird, Erwachsene,die ohnmächtig werden, wenn sie von ‚Freiheit‘hören, Pfeifen als Ausdruck der Lebensfreude,der manchen im Halse stecken bleibt. DieTänzerin Mariana, der Musiker Elpidio und Julia,eine Altenpflegerin, sind auf der Suche nach demGlück. Zärtlich und gemischt mit surrealistischemHumor, der über die Ernsthaftigkeit, mit der dieFiguren diese Suche betreiben, herzlich lachenlässt. Der Film stellt eine bunte Mischung ausDrama und Komödie dar, die Kuba am Endedes 20. Jahrhunderts beleuchtet. Eine Liebeserklärungan Havanna und seine Menschenund zugleich ein entschiedenes Plädoyer für einselbstbestimmtes Leben.Mit „La vida es Silbar“ hat Pérez seinen an Magritteorientierten metaphorischen Weg innerhalb seines Filmschaffensfortgesetzt. „La vida es Silbar“ ist einer dererfolgreichsten Filme Kubas und gewann internationalzahlreiche Preise u.a. beim Filmfest Havanna (BesterFilm, Beste Regie, Beste Kamera), beim SundanceFilmfestival (Großer Preis der Jury) und auf der Berlinale(Kritikerpreis).Kuba - Regie: Tomás G. Alea / J. C. TabíoDavid ist Student und Kommunist, aber sein Lebenvöllig durcheinander. Seine Freundin verließihn, um einen anderen zu heiraten. Eines Tageswill sich David ein Eis kaufen und trifft Diego.Der glaubt, David müsse schwul sein, weil er Erdbeer-Eismag, obwohl man heute auch das seltenangebotene Schokoladen-Eis bekäme. Sie lernensich kennen, Diego entpuppt sich als schwulerKritiker des Castro-Regimes mit Affinität zur US-Pop-Kultur. Davids Genossen raten ihm, Diegozu überwachen, aber die beiden freunden sichan und werden eng miteinander vertraut. Zudemhat Diego eine ausnehmend schöne Nachbarin.Einer der beliebtesten Filme aus Cuba, nominiertfür den Oscar.Mit Tomás Gutiérrez Alea verstarb 1996 einer derwichtigsten Filmregisseure Lateinamerikas. Er war KommilitoneFidel Castros, lies sich in Rom als Filmemacherausbilden, nahm dann an der kubanischen Revolutionteil und realisierte danach eine Fülle von DokumentarundSpielfilmen, insbesondere „Memoria del Subdesarrollo“dem zumindest für Kritiker wohl besten Latino-Filmüberhaupt.18Spielfilm / 1998 / 106 Min / OmU / D: Elpidio Valdés, Coralia Veloz,Claudia Rojas / 35mmSpielfilm / Kuba 1993 / 110 Min / OmU / D: Jorge Perugorria, MirtaIbarra, Vladimir Cruz / 35mm


05.05. Di 21.30 UhrAlicia en el Pueblo de MaravillasAlicia im Ort der WunderCineLatino Tübingen hat sich in seinem15jährigen Bestehen zum wichtigsten Forumfür lateinamerikanische und spanischeFilmkultur in Deutschland entwickelt undfindet als einziges Festival fast zeitgleich infünf deutschen Städten statt. Das Festivalist ein großer Publikumserfolg und bietetden spanisch- und portugiesischsprachigenNachwuchsfilmern eine wichtige Plattform,ihre Filme im Kino zeigen zu können.Das Festival wird von der Arbeitsgemeinschaft Cine-Latino (bestehend aus den Filmtagen Tübingen undder Deutsch-Brasilianischen Kulturgesellschaft) inZusammenarbeit mit dem Aktionszentrum Arme WeltTübingen, dem Club VoltaireTübingen, dem Dachverband der LateinamerikanischenVereine Stuttgart, dem Medienforum Heidelberge.V., dem deutschen Filmmuseum in Frankfurt,dem Kommunalen Kino in Freiburg und dem Kinoam Bollwerk in Stuttgart veranstaltet.Kontakt: www.filmtage-stuttgart.de/latinoKuba - Regie: Daniel Díaz TorresAuch wenn die Anspielung des Titels auf dasberühmte Werk von Lewis Carroll (1832-1898)diese Richtung zweifellos ankündigt, ist diesekubanische Satire von 1991 noch um einen Gradverrückter und heftiger als erwartet. Alice ist keinkleines Mädchen im Wunderland, sondern einejunge, erwachsene Frau im wunderlichen Ort Maravillas,in dem abgeschottet von der Außenweltgeradezu unglaubliche, bedrückende Zuständeherrschen.„Alicia en el Pueblo de Maravillas“ gilt als DERSkandalfilm Kubas, der gewaltige Kontroversenin Politik und Kultur ausgelöst hat und jahrelangverboten wurde. Jahre später wurde Torresoffiziell rehabilitiert und sein Film als revolutionärbezeichnet. Mit seiner satirischen Adaption vonLewis Carolls „Alice im Wunderland“ auf die kubanischenVerhältnisse, hat Torres Maßstäbe füreinen kritischen, sozialistischen Humor gesetzt,der ein Festessen für Liebhaber des Absurdenist.Daniel Díaz Torres, 1948 geboren, studierte Jura, warFilmkritiker bei ICAIC und Vizepräsident der Internat.Film- und Fernsehuniversität in San Antonio de losBanos. Seit 1975 drehte er knapp 20 Dokumentar- undSpielfilme. „Alicia en el pueblo de Maravillas“ gilt alssein Meisterwerk, das u.a. auf der Berlinale gefeiertwurde. Zuletzt kamen seine Komödien „Tropicanita“und „Hacerse el Sueco“ mit dem dt. Schauspieler PeterLohmeyer in die deutschen Kinos.Spielfilm / 1991 / 90 Min / OmU / D: Thais Valdés, Vanessa Carballido,Carlos Cruz, Idalmis del Risco, Argentina Estevez / digitalPapaya Media Association ist Veranstalter desFilmfests „Ciclo de Cine Centroamericano“ in Wien.Es ist ein privater unabhängigerVerein aus Wien,pluralistisch und nichtkommerziell,der den kulturellenAustausch zwischen dem Süden und dem Nordenfördert. Aktivitäten beinhalten Kommunikationsprojekteund den Einsatz von audiovisuellen Medienwie Radio, Kino, Video, Internet, etc. Dazu gehörenunter anderem die Produktion und der Austauschvon musikalischen und visuellen Schöpfungen, vonplastischen Kunstwerken sowie journalistische Dienste,Informationen über Solidarität, Umweltschutz,Entwicklungszusammenarbeit, Friedensinitiativen,Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit. Kontakt:www.papayamedia.org / www.centroamerica.atDas Ibero-Amerikanische Institut (IAI) ist eineEinrichtung der Stiftung PreußischerKulturbesitz. Es ist eine interdisziplinärorientierte Einrichtung deswissenschaftlichen und kulturellenAustausches mit Lateinamerika,der Karibik, Spanien und Portugal. Es beherbergtein Wissensarchiv mit der größten europäischenSpezialbibliothek für den ibero-amerikanischen Kulturraum.Es baut derzeit die größte Lateinamerika-Filmsammlung Deutschlands auf. Darüber hinaus istes ein Ort der Wissensproduktion, der Wissensvermittlungund der kulturellen Übersetzungen.Kontakt: www.iai.spk-berlin.de19


Danksagung:Cine Latino bedankt sich bei seinen zahlreichenHelferInnen und KooperationspartnerInnen:AnzeigenBianca Fasiello, Studentenwerk HeidelbergChristian Leiblein, Studentenwerk HeidelbergClaire Ford, Amnesty International NeckargmündDr. Florian Borchmeyer, IberoamerikanischesInstitut, BerlinDr. Franz Schneider, Medienforum HeidelbergElena Deresko, Praktikantin Cine LatinoEnrique Bedoya, Papayamedia, WienHermann Ungerer, Medienforum HeidelbergIna Bratherig, Tangodeseos HeidelbergJürgen Volmer, Kino am Kocher AalenManfred Helfert, Eine Welt Zentrum HeidelbergMichael Spiegel, Medienforum HeidelbergNora Schönberger, Seminar für Dolmetschen undÜbersetzen, Universität HeidelbergPaulo de Carvahlo, Cine Latino TübingenPeter Höll, Spongo, die Kinderstiftung, EllwangenProf. Gerhard Poppenberg, Romanisches Seminar,Universität HeidelbergSabine Essmann, Cuba Solidarität HeidelbergVeronica Gonzalez, Aalensowie allen VorführerInnen und KassiererInnen20

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