Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

bayray.de

Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.2Vor dem Waschprozess sind die Behälter soweit wie möglich zu entleeren (Restentleerung).Beim Betrieb der Fass– oder Behälterreinigungsanlagen ist darauf zu achten, dass Fässer oderBehälter, die mit Stoffen der Nummer 5.2.5 Klasse I oder Stoffen der Nummer 5.2.7.1verunreinigt sind, im Wechsel mit Fässern oder Behältern, die mit weniger gefährlichen Stoffenverunreinigt sind, aufgegeben werden. Hierzu ist eine Betriebsanweisung zu erstellen und einBetriebsbuch zu führen.ORGANISCHE STOFFE UND KREBSERZEUGENDE, ERBGUTVERÄNDERNDE ODERREPRODUKTIONSTOXISCHE STOFFEBei Anlagen, in denen auch Fässer oder Behälter gereinigt werden, die mit Stoffen der Nummer5.2.5 Klasse I oder Stoffen der Nummer 5.2.7.1 verunreinigt sind, dürfen die Emissionen anorganischen Stoffen der Nummer 5.2.5 im Abgas, angegeben als Gesamtkohlenstoff,insgesamt den Massenstrom 0,10 kg/h oder die Massenkonzentration 20 mg/m³ nichtüberschreiten. Bei Anlagen, in denen schwerpunktmäßig Fässer oder Behälter gereinigtwerden, die mit organischen Stoffen der Nummer 5.2.7.1 verunreinigt sind, sind im Einzelfallweitergehende Anforderungen festzulegen.Bei Anlagen, in denen Fässer oder Behälter gereinigt werden, die nicht mit organischen Stoffender Nummer 5.2.5 Klasse I oder der Nummer 5.2.7.1 verunreinigt sind, ist für die Emissionen anorganischen Stoffen der Nummer 5.2.5 im Abgas insgesamt die Massenkonzentration 75mg/m³, angegeben als Gesamtkohlenstoff, anzustreben.Die Anforderungen der Nummer 5.2.5 für die Emissionen an organischen Stoffen der Klassen Iund II finden keine Anwendung.5.4.10.23 Anlagen der Nummer 10.23:Anlagen zur Textilveredlung5.4.10.23.1 Anlagen zur Textilveredlung durch Thermofixieren, Thermosolieren, Beschichten, Imprägnierenoder Appretieren, einschließlich der zugehörigen TrocknungsanlagenSoweit Anlagen Anforderungen zur Begrenzung der Emissionen an flüchtigen organischenStoffen nach der Verordnung zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischerVerbindungen bei der Verwendung organischer Lösemittel in bestimmten Anlagen (31.BImSchV) vom 21. August 2001 (BGBl. I S. 2180), in der jeweils gültigen Fassung, zu erfüllenhaben, sind die nachfolgenden Anforderungen für organische Stoffe eine Konkretisierung undErgänzung der Vorschriften des Anhangs IV Buchstabe C Nr. 5 dieser Verordnung.BAULICHE UND BETRIEBLICHE ANFORDERUNGENDer Gehalt an emissionsrelevanten Stoffen in oder auf der zu veredelnden Ware (z.B.Restmonomergehalte, Präparationen wie Spinnöle, Avivagen, Schlichten) ist so weit wiemöglich zu vermindern. Hierzu sind insbesondere eine oder mehrere der folgendenMaßnahmen durchzuführen:a) Einsatz thermostabiler Präparationen,b) Reduzierung der Auftragsmenge,c) Vorbehandlung der zur Veredlung vorgesehenen Ware z.B. durch eine Wäsche,d) Optimierung der Vorreinigung (z.B. Steigerung der Wascheffizienz).BEZUGSGRÖßEDie Massenkonzentrationen beziehen sich auf ein Luft–Waren–Verhältnis von 20 m³/kg; dasLuft–Waren–Verhältnis ist der Quotient aus Gesamtabgasvolumenstrom (in m³/h) einesthermischen Behandlungsaggregats während eines Prozesses (Veredelungsschrittes) und demWarendurchsatz des zu veredelnden Textils (in kg/h). Durch Multiplikation der zulässigenMassenkonzentration der emittierten Stoffe mit dem Bezugs–Luft–Waren–Verhältnis von 20m³/kg ergibt sich der jeweils zulässige spezifische Emissionsfaktor (Massen der emittiertenStoffe (in g) pro Massen des zu veredelnden Textils (in kg)).ORGANISCHE STOFFENummer 5.2.5 gilt mit der Maßgabe, dassa) die Emissionen an organischen Stoffen im Abgas, angegeben als Gesamtkohlenstoff, denMassenstrom 0,80 kg/h oder die Massenkonzentration 40 mg/m³ nicht überschreiten dürfen;Version 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg 101

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine