Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

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Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.2b) aus Verschleppung und Restgehalten an Präparationen darf zusätzlich eineMassenkonzentration von nicht mehr als 20 mg/m³, angegeben als Gesamtkohlenstoff,emittiert werden;c) soweit aus verfahrenstechnischen Gründen ein oder mehrere von in Nummer 10.23 desAnhangs der 4. BImSchV erfassten Veredelungsschritten gleichzeitig mit einem dort nichterfassten Veredelungsschritt in einem Behandlungsaggregat durchgeführt werden, istinsgesamt für die Emissionen an organischen Stoffen im Abgas durch eine Optimierung desProzesses die Massenkonzentration 40 mg/m³, angegeben als Gesamtkohlenstoff,anzustreben. Soweit Anlagen, die die Anforderungen der 31. BImSchV, in der jeweilsgültigen Fassung, zu erfüllen haben, gleichzeitig beschichten und bedrucken, dürfenentsprechend dieser Verordnung die Emissionen an organischen Stoffen im Abgas dieMassenkonzentration 40 mg/m³, angegeben als Gesamtkohlenstoff, nicht überschreiten.Auch wenn die Voraussetzungen der Buchstaben a) bis c) gegeben sind, dürfen dieGesamtemissionen an organischen Stoffen im Abgas insgesamt 80 mg/m³, angegeben alsGesamtkohlenstoff, nicht überschreiten; soweit Anlagen, die die Anforderungen der31. BImSchV, in der jeweils gültigen Fassung, zu erfüllen haben, gleichzeitig beschichten undbedrucken, dürfen –abweichend vom Teilsatz 1 und entsprechend dieser Verordnung – dieEmissionen an organischen Stoffen im Abgas insgesamt die Massenkonzentration 60 mg/m³,angegeben als Gesamtkohlenstoff, nicht überschreiten.Die Anforderungen für die Emissionen an organischen Stoffen der Klasse II finden keineAnwendung.In begründeten Ausnahmefällen, z.B. bei Beschichtungen und technischen Textilien, kann vondiesen Regelungen abgesehen werden; in diesen Fällen gilt Nummer 5.2.5 unverändert.KREBSERZEUGENDE, ERBGUTVERÄNDERNDE ODER REPRODUKTIONSTOXISCHESTOFFEErgänzend zu Nummer 5.2.7.1 gilt, dass Stoffe und Zubereitungen nach Nummer 5.2.7.1unverzüglich durch weniger schädliche Stoffe und Zubereitungen zu ersetzen sind.MESSUNGENZur Ermittlung der Betriebsbedingungen (Rezepturen), die zu den höchsten Emissionen führen,können Berechnungen der Emissionen auf der Basis von Substanzemissionsfaktorenherangezogen werden, sofern die Substanzemissionsfaktoren nach einer wissenschaftlichanerkannten Methode ermittelt wurden.Abweichend von Nummer 5.3.2.2 Absatz 2 Satz 2 können bis zu drei Einzelmessungen durchBerechnung der Emissionen auf der Basis von Substanzemissionsfaktoren ersetzt werden,sofern im Rahmen der erstmaligen sowie wiederkehrenden Emissionsmessungen dieSubstanzemissionsfaktoren der Komponenten von mindestens drei Rezepturen messtechnischdurch eine nach § 26 anerkannte Messstelle ermittelt werden.BEURTEILUNG VON MESSWERTENDas tatsächliche Luft–Waren–Verhältnis ist jeweils zu bestimmen und zu dokumentieren.Die Emissionswerte gelten auch dann als eingehalten, wenn die über das bestimmte Luft–Waren–Verhältnis und die gemessenen Massenkonzentrationen ermittelten spezifischenEmissionsfaktoren die zulässigen spezifischen Emissionsfaktoren nicht überschreiten.ALTANLAGENORGANISCHE STOFFEBei Altanlagen gilt ergänzend, dass bei direkt beheizten Behandlungsaggregaten dieEmissionen an organischen Stoffen aus der Verbrennung bis zu einer maximalenMassenkonzentration von 20 mg/m³, angegeben als Gesamtkohlenstoff, unberücksichtigtbleiben; die Möglichkeiten, die Emissionen durch feuerungstechnische und andere dem Standder Technik entsprechende Maßnahmen, z.B. durch Optimierung der Verbrennung, mindestensjährliche Wartung, weiter zu vermindern, sind auszuschöpfen. Soweit der Betreiber, z.B. durcheine fachliche Stellungnahme des Brenner- oder des Spannrahmenherstellers, nachweist, dassfür die Emissionen an organischen Stoffen aus der Verbrennung die Massenkonzentration 20mg/m³, angegeben als Gesamtkohlenstoff, nicht eingehalten werden kann und diese102Version 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg

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