Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

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Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.2Emissionen durch primärseitige Maßnahmen nicht weiter vermindert werden können, ist dieEmissionsbegrenzung im Einzelfall festzulegen.5.5 Ableitung von Abgasen5.5.1 AllgemeinesAbgase sind so abzuleiten, dass ein ungestörter Abtransport mit der freien Luftströmungermöglicht wird. In der Regel ist eine Ableitung über Schornsteine erforderlich, dessen Höhevorbehaltlich besserer Erkenntnisse nach den Nummern 5.5.2 bis 5.5.4 zu bestimmen ist.5.5.2 Ableitung über SchornsteineDer Schornstein soll mindestens eine Höhe von 10 m über der Flur und eine den Dachfirst um 3m überragende Höhe haben. Bei einer Dachneigung von weniger als 20° ist die Höhe desDachfirstes unter Zugrundelegen einer Neigung von 20° zu berechnen; die Schornsteinhöhesoll jedoch das 2fache der Gebäudehöhe nicht übersteigen.Ergeben sich mehrere etwa gleich hohe Schornsteine mit gleichartigen Emissionen, so ist zuprüfen, inwieweit diese Emissionen bei der Bestimmung der Schornsteinhöhezusammenzufassen sind. Dies gilt insbesondere, wenn der horizontale Abstand zwischen deneinzelnen Schornsteinen nicht mehr als das 1,4fache der Schornsteinhöhe beträgt oder soweitzur Vermeidung von Überlagerungen der Abgasfahnen verschieden hohe Schornsteineerforderlich sind.Wenn bei einer nach Absatz 1 bestimmten Schornsteinhöhe die nach dem Mess– undBeurteilungsverfahren (Nummer 4.6) zu ermittelnde Kenngröße für die Gesamtbelastung(Nummer 4.7) den Immissionswert für das Kalenderjahr (Nummern 4.2 bis 4.5) überschreitet, istzunächst eine Verminderung der Emissionen anzustreben. Ist dies nicht möglich, muss dieSchornsteinhöhe so weit erhöht werden, dass dadurch ein Überschreiten des Immissionswertesfür das Kalenderjahr verhindert wird.Die Schornsteinhöhe nach Nummer 5.5.3 soll vorbehaltlich abweichender Regelungen 250 mnicht überschreiten; ergibt sich eine größere Schornsteinhöhe als 200 m, sollen weitergehendeMaßnahmen zur Emissionsbegrenzung angestrebt werden.Absatz 1 findet bei anderen als Feuerungsanlagen keine Anwendung bei geringenEmissionsmassenströmen sowie in den Fällen, in denen nur innerhalb weniger Stunden desJahres aus Sicherheitsgründen Abgase emittiert werden; in diesen Fällen sind die in derRichtlinie VDI 3781 Blatt 4 (Ausgabe November 1980) oder in der Richtlinie VDI 2280 Abschnitt3 (Ausgabe August 1977) angegebenen Anforderungen sinngemäß so anzuwenden, dass eineausreichende Verdünnung und ein ungestörter Abtransport der Abgase mit der freienLuftströmung sichergestellt sind.5.5.3 Nomogramm zur Bestimmung der SchornsteinhöheDie Schornsteinhöhe ist nach der Abbildung 2 zu bestimmen.Es bedeuten:H' in m Schornsteinhöhe aus Nomogramm;d in m Innendurchmesser des Schornsteins oder äquivalenter Innendurchmesser derQuerschnittfläche;t in °C Temperatur des Abgases an der Schornsteinmündung;R in m³/h Volumenstrom des Abgases im Normzustand nach Abzug des Feuchtgehaltesan Wasserdampf;Q in kg/h Emissionsmassenstrom des emittierten luftverunreinigenden Stoffes aus derEmissionsquelle;für Fasern ist die je Zeiteinheit emittierte Faserzahl in einen Massenstromumzurechnen;Version 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg 103

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