Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

bayray.de

Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.2worden ist, ist nur der berechnete Jahresmittelwert zu berücksichtigen, für Schadstoffe mitmaximalen Tages– oder Stundenwerten sind auch diese zu berücksichtigen.In einem zweiten Schritt ist die im Beurteilungsgebiet vorhandene Vorbelastung durch andereQuellen (einschließlich Hausbrand und Verkehr) unter Berücksichtigung der Belastungsstrukturabzuschätzen. Insbesondere ist der mögliche Einfluss vorhandener niedriger Quelleneinschließlich Straßen abzuschätzen. Dabei ist das Vorwissen heranzuziehen. ZusätzlicheErmittlungen zur Abschätzung der Vorbelastung sind nur durchzuführen, soweit dies mitverhältnismäßigem Aufwand möglich ist.In einem dritten Schritt sind auf Grund der Ermittlungen nach den Absätzen 2 und 3 die Punktemit der zu erwartenden höchsten Gesamtbelastung festzulegen. Daraus sind in der Regel zweiBeurteilungspunkte auszuwählen, so dass sowohl eine Beurteilung des vermutlich höchstenRisikos durch langfristige Exposition als auch durch eine Exposition gegenüberSpitzenbelastungen ermöglicht wird. Falls es sich um einen Schadstoff handelt, für den nur einImmissionswert für jährliche Einwirkung festgelegt ist, genügt im Regelfall 1 Beurteilungspunkt.Bei sehr inhomogener Struktur der Vorbelastung (z.B. bei stark gegliedertem Gelände,besonderen meteorologischen Verhältnissen, Einfluss mehrerer niedriger Emittenten imBeurteilungsgebiet) können mehr als zwei Beurteilungspunkte erforderlich sein. Wenn sichzeigt, dass die Immissionsstruktur bezüglich kurzfristiger Spitzenbelastungen und langzeitigerBelastungen gleichartig ist, kann auch 1 Beurteilungspunkt genügen.Beurteilungspunkte zur Überprüfung der Immissionswerte nach Nummer 4.4.1 sind sofestzulegen, dass sie mehr als 20 km von Ballungsräumen oder 5 km von anderen bebautenGebieten, Industrieanlagen oder Straßen entfernt sind.Die Festlegung der Beurteilungspunkte ist im Messplan zu begründen.4.6.2.7 MessverfahrenIn der Regel ist die Vorbelastung kontinuierlich zu bestimmen, da mit diskontinuierlichenMessmethoden nur die Jahresmittelwerte mit ausreichender Genauigkeit abgeleitet werdenkönnen. Insoweit kommen diskontinuierliche Messungen nur dann in Betracht, wenn für denjeweiligen Schadstoff nur ein Immissionswert für jährliche Einwirkung festgelegt ist oder wenneine Bestimmung kurzzeitiger Spitzenbelastungen entbehrlich ist.Neben den Verfahren, die in Verordnungen oder Verwaltungsvorschriften zum Bundes–Immissionsschutzgesetz, in VDI–Richtlinien, DIN–, CEN– oder ISO–Normen beschrieben sind,können auch andere, nachgewiesen gleichwertige Verfahren angewandt werden.4.6.2.8 MesshäufigkeitBei kontinuierlicher Messung muss bezogen auf die Stundenmittelwerte eineMindestverfügbarkeit von 75 vom Hundert gewährleistet sein. Sind weniger als 90 vom Hundertder Stundenmittelwerte verfügbar, ist die Zahl der Überschreitungen des Grenzwertes (gemäßden Nummern 4.7.2 Buchstabe b) und 4.7.3. Buchstabe b) ermittelt) auf 100 vom Hunderthochzurechnen. Diese Anforderungen an die Verfügbarkeit gelten auch für Tagesmittelwerteder Schwebstaubbelastungsmessung.Bei diskontinuierlicher Messung beträgt die Zahl der Messwerte pro Messpunkt mindestens 52.Sofern die Anforderung einer EG–Richtlinie an die Datenqualität des Jahresmittelwertes durch52 Messwerte erfahrungsgemäß nicht erfüllt wird, ist die Zahl der Messwerte entsprechend zuerhöhen. Zur Ermittlung der Datenqualität eines Jahresmittelwertes ist DIN ISO 11222 (Entwurf,Ausgabe April 2001) in Verbindung mit DIN V ENV 13005 (Ausgabe Juni 1999) heranzuziehen.Die Probenahmezeiten sind gleichmäßig über den Messzeitraum zu verteilen, um eine zeitlichrepräsentative Probenahme sicherzustellen.4.6.2.9 MesswerteDie Messwerte sind entsprechend den Zeitbezügen der Immissionswerte als Jahresmittelwert,Tagesmittelwert und Stundenmittelwert festzustellen. Bei diskontinuierlichen Messungen solldie Probenahmezeit in der Regel 1 Stunde betragen.4.6.2.10 Orientierende MessungenEine Verminderung des Messaufwands nach den Nummern 4.6.2.7 und 4.6.2.8 kommt inBetracht, umVersion 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg 19

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine