Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

bayray.de

Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.25.2.6.3 FlanschverbindungenFlanschverbindungen sollen in der Regel nur verwendet werden, wenn sie verfahrenstechnisch,sicherheitstechnisch oder für die Instandhaltung notwendig sind. Für diesen Fall sind technischdichte Flanschverbindungen entsprechend der Richtlinie VDI 2440 (Ausgabe November 2000)zu verwenden.Für Dichtungsauswahl und Auslegung der Flanschverbindungen sind Dichtungskennwerte nachDIN 28090–1 (Ausgabe September 1995) oder DIN V ENV 1591–2 (Ausgabe Oktober 2001)zugrunde zu legen.Die Einhaltung einer spezifischen Leckagerate von 10 –5 kPa⋅l/(s⋅m) ist durch eine Bauartprüfungentsprechend Richtlinie VDI 2440 (Ausgabe November 2000) nachzuweisen.Für bestehende Flanschverbindungen findet Nummer 5.2.6.1 Absatz 2 in Bezug auf denErsatz von Dichtungen entsprechende Anwendung. Eine Bestandsaufnahme kann beibestehenden Flanschverbindungen entfallen.5.2.6.4 AbsperrorganeZur Abdichtung von Spindeldurchführungen von Absperr– oder Regelorganen, wie Ventile oderSchieber, sind— hochwertig abgedichtete metallische Faltenbälge mit nachgeschalteterSicherheitsstopfbuchse oder— gleichwertige Dichtsystemezu verwenden.Dichtsysteme sind als gleichwertig anzusehen, wenn im Nachweisverfahren entsprechendRichtlinie VDI 2440 (Ausgabe November 2000) die temperaturspezifischen Leckagerateneingehalten werden.Für bestehende Absperrorgane ist Nummer 5.2.6.1 Absatz 2 entsprechend anzuwenden.5.2.6.5 ProbenahmestellenProbenahmestellen sind so zu kapseln oder mit solchen Absperrorganen zu versehen, dassaußer bei der Probenahme keine Emissionen auftreten; bei der Probenahme muss der Vorlaufentweder zurückgeführt oder vollständig aufgefangen werden.5.2.6.6 UmfüllungBeim Umfüllen sind vorrangig Maßnahmen zur Vermeidung der Emissionen zu treffen, z.B.Gaspendelung in Verbindung mit Untenbefüllung oder Unterspiegelbefüllung. Die Absaugungund Zuführung des Abgases zu einer Abgasreinigungseinrichtung kann zugelassen werden,wenn die Gaspendelung technisch nicht durchführbar oder unverhältnismäßig ist.Gaspendelsysteme sind so zu betreiben, dass der Fluss an organischen Stoffen nur beiAnschluss des Gaspendelsystems freigegeben wird und dass das Gaspendelsystem und dieangeschlossenen Einrichtungen während des Gaspendelns betriebsmäßig, abgesehen vonsicherheitstechnisch bedingten Freisetzungen, keine Gase in die Atmosphäre abgeben.5.2.6.7 LagerungZur Lagerung von flüssigen organischen Stoffen sind Festdachtanks mit Anschluss an eineGassammelleitung oder mit Anschluss an eine Abgasreinigungseinrichtung zu verwenden.Abweichend von Satz 1 kann die Lagerung von Rohöl in Lagertanks mit einem Volumen vonmehr als 20 000 m³ auch in Schwimmdachtanks mit wirksamer Randabdichtung oder inFestdachtanks mit innerer Schwimmdecke erfolgen, wenn eine Emissionsminderung ummindestens 97 vom Hundert gegenüber Festdachtanks ohne innere Schwimmdecke erreichtwird.Ferner kann abweichend von Satz 1 für flüssige organische Stoffe nach Nummer 5.2.6Buchstabe a), die nicht eines der in den Buchstaben b) bis d) genannten Merkmale erfüllen unddie in Festdachtanks mit einem Volumen von weniger als 300 m³ gelagert werden, auf einen34Version 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine