Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

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Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.2Geruchsstoffkonzentration begrenzt, sollen diese durch olfaktometrische Messungen überprüftwerden.5.3.3 Kontinuierliche Messungen5.3.3.1 MessprogrammEine Überwachung der Emissionen relevanter Quellen durch kontinuierliche Messungen soll,unter Berücksichtigung des Absatzes 4, gefordert werden, soweit die in Nummer 5.3.3.2festgelegten Massenströme überschritten und Emissionsbegrenzungen festgelegt werden. EineQuelle ist in der Regel dann als relevant zu betrachten, wenn ihre Emission mehr als20 vom Hundert des gesamten Massenstroms der Anlage beträgt. Für die Bestimmung derMassenströme sind die Festlegungen des Genehmigungsbescheides maßgebend.Wenn zu erwarten ist, dass bei einer Anlage die im Genehmigungsbescheid festgelegtenzulässigen Massenkonzentrationen wiederholt überschritten werden, z.B. bei wechselnderBetriebsweise einer Anlage oder bei Störanfälligkeit einer Einrichtung zur Emissionsminderung,kann die kontinuierliche Messung der Emissionen auch bei geringeren als den in Nummer5.3.3.2 angegebenen Massenströmen gefordert werden. Bei Anlagen, bei denen imungestörten Betrieb die Emissionsminderungseinrichtungen aus sicherheitstechnischenGründen wiederholt außer Betrieb gesetzt oder deren Wirkung erheblich vermindert werdenmüssen, ist von den Massenströmen auszugehen, die sich unter Berücksichtigung derverbleibenden Abscheideleistung ergeben.Auf die Forderung nach kontinuierlicher Überwachung einer Quelle soll verzichtet werden,wenn diese weniger als 500 Stunden im Jahr emittiert oder weniger als 10 vom Hundert zurJahresemission der Anlage beiträgt.Soweit die luftverunreinigenden Stoffe im Abgas in einem festen Verhältnis zueinander stehen,kann die kontinuierliche Messung auf eine Leitkomponente beschränkt werden. Im Übrigenkann auf die kontinuierliche Messung der Emissionen verzichtet werden, wenn durch anderePrüfungen, z.B. durch fortlaufende Feststellung der Wirksamkeit von Einrichtungen zurEmissionsminderung (z.B. durch Messung der Brennkammertemperatur bei einer thermischenNachverbrennung anstelle der Messung der Massenkonzentration der organischen Stoffe oderdurch Bestimmung des Differenzdruckes bei filternden Abscheidern anstelle der Messung derMassenkonzentration der staubförmigen Stoffe im Abgas), der Zusammensetzung von Brenn–oder Einsatzstoffen oder der Prozessbedingungen, mit ausreichender Sicherheit festgestelltwerden kann, dass die Emissionsbegrenzungen eingehalten werden.5.3.3.2 Massenstromschwellen für die kontinuierliche ÜberwachungBei Anlagen mit einem Massenstrom an staubförmigen Stoffen von 1 kg/h bis 3 kg/h sollen dierelevanten Quellen mit Messeinrichtungen ausgerüstet werden, die in der Lage sind, dieFunktionsfähigkeit der Abgasreinigungseinrichtung und die festgelegte Emissionsbegrenzungkontinuierlich zu überwachen (qualitative Messeinrichtungen).Bei Anlagen mit einem Massenstrom an staubförmigen Stoffen von mehr als 3 kg/h sollen dierelevanten Quellen mit Messeinrichtungen ausgerüstet werden, die die Massenkonzentrationder staubförmigen Emissionen kontinuierlich ermitteln.Bei Anlagen mit staubförmigen Emissionen an Stoffen nach Nummer 5.2.2 oder Nummer 5.2.5Klasse I oder Nummer 5.2.7 sollen die relevanten Quellen mit Messeinrichtungen ausgerüstetwerden, die die Gesamtstaubkonzentration kontinuierlich ermitteln, wenn der Massenstrom das5fache eines der dort genannten Massenströme überschreitet.Bei Anlagen, deren Emissionen an gasförmigen Stoffen einen oder mehrere der folgendenMassenströme überschreiten, sollen die relevanten Quellen mit Messeinrichtungen ausgerüstetwerden, die die Massenkonzentration der betroffenen Stoffe kontinuierlich ermitteln:— Schwefeldioxid 30 kg/h,— Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, angegeben als Stickstoffdioxid 30 kg/h,— Kohlenmonoxid als Leitsubstanz zur Beurteilung des Ausbrandesbei Verbrennungsprozessen5 kg/h,40Version 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg

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