Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

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Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.25.3.3.5 Auswertung und Beurteilung der MessergebnisseAus den Messwerten soll grundsätzlich für jede aufeinanderfolgende halbe Stunde derHalbstundenmittelwert gebildet werden. Die Halbstundenmittelwerte sollen gegebenenfalls aufdie jeweiligen Bezugsgrößen umgerechnet und mit den dazugehörigen Statussignalengespeichert werden. Die Auswertung ist durch geeignete Emissionsrechner, deren Einbau undParametrierung von einer bekannt gegebenen Stelle überprüft wurde, vorzunehmen. DieÜbermittlung der Daten an die Behörde soll auf deren Verlangen telemetrisch erfolgen.Aus den Halbstundenmittelwerten soll für jeden Kalendertag der Tagesmittelwert, bezogen aufdie tägliche Betriebszeit, gebildet und gespeichert werden.Die Anlage entspricht den Anforderungen, wenn die im Genehmigungsbescheid oder in einernachträglichen Anordnung festgelegten Emissionsbegrenzungen nicht überschritten werden;Überschreitungen sind gesondert auszuweisen und der zuständigen Behörde unverzüglichmitzuteilen.Es soll gefordert werden, dass der Betreiber über die Ergebnisse der kontinuierlichenMessungen eines Kalenderjahres Auswertungen erstellt und innerhalb von 3 Monaten nachAblauf eines jeden Kalenderjahres der zuständigen Behörde vorlegt. Der Betreiber muss dieMessergebnisse 5 Jahre lang aufbewahren. Die Forderung zur Abgabe der Auswertung entfällt,wenn die Daten der zuständigen Behörde telemetrisch übermittelt werden.5.3.3.6 Kalibrierung und Funktionsprüfung der Einrichtungen zur kontinuierlichen Feststellungder EmissionenEs soll gefordert werden, dass die Einrichtungen zur kontinuierlichen Feststellung derEmissionen durch eine von der nach Landesrecht zuständigen Behörde für Kalibrierungenbekannt gegebenen Stelle kalibriert und auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. Die Kalibrierungsoll nach der Richtlinie VDI 3950 Blatt 1 (Ausgabe Dezember 1994) durchgeführt werden. Inbesonderen Fällen, z.B. bei Chargenbetrieb, bei einer längeren Kalibrierzeit als einer halbenStunde oder anderen Mittelungszeiten, ist die Mittelungszeit entsprechend anzupassen.Die Kalibrierung der Messeinrichtungen soll nach einer wesentlichen Änderung, im Übrigen imAbstand von drei Jahren wiederholt werden. Die Berichte über das Ergebnis der Kalibrierungund der Prüfung der Funktionsfähigkeit sollen der zuständigen Behörde innerhalb von8 Wochen vorgelegt werden.Die Funktionsüberprüfung der Einrichtungen zur kontinuierlichen Feststellung der Emissionenist jährlich zu wiederholen.Es soll gefordert werden, dass der Betreiber für eine regelmäßige Wartung und Prüfung derFunktionsfähigkeit der Messeinrichtungen sorgt.5.3.4 Fortlaufende Ermittlung besonderer StoffeBei Anlagen mit Emissionen an Stoffen nach Nummer 5.2.2, Nummer 5.2.5 Klasse I oderNummer 5.2.7 soll gefordert werden, dass täglich die Massenkonzentration dieser Stoffe imAbgas als Tagesmittelwert, bezogen auf die tägliche Betriebszeit, ermittelt wird, wenn das10fache der dort festgelegten Massenströme überschritten wird.Unterliegen die Tagesmittelwerte nur geringen Schwankungen, kann die Ermittlung derMassenkonzentration dieser Stoffe im Abgas als Tagesmittelwert auch in größerenZeitabständen, z.B. wöchentlich, monatlich oder jährlich, erfolgen. Auf die Ermittlung derEmissionen besonderer Stoffe kann verzichtet werden, wenn durch andere Prüfungen, z.B.durch kontinuierliche Funktionskontrolle der Abgasreinigungseinrichtungen, mit ausreichenderSicherheit festgestellt werden kann, dass die Emissionsbegrenzungen nicht überschrittenwerden.Die Einhaltung der Anforderungen nach Nummer 5.2.7.2 ist durch fortlaufende Aufzeichnungoder Ermittlung geeigneter Betriebsgrößen oder Abgasparameter nachzuweisen, soweit wegenfehlender messtechnischer Voraussetzungen eine kontinuierliche Emissionsüberwachung nichtgefordert werden kann.Es soll gefordert werden, dass der Betreiber über die Ergebnisse der fortlaufendenÜberwachung der Emissionen besonderer Stoffe Auswertungen erstellt und innerhalb von42Version 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg

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