Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

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Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.2Beim Abziehen der Kohle aus dem Kohlebunker in den Füllwagen sind Staubemissionen zuvermeiden.Die Füllgase sind zu erfassen. Beim Schüttbetrieb sind die Füllgase in das Rohgasüberzuleiten. Beim Stampfbetrieb sind die Füllgase so weit wie möglich in das Rohgas oder inden Nachbarofen überzuleiten. Füllgase, die nicht übergeleitet werden können, sind einerVerbrennung zuzuführen. Die staubförmigen Emissionen im Verbrennungsabgas dürfen dieMassenkonzentration 10 mg/m³ nicht überschreiten.Beim Planieren der Kohleschüttung sind Emissionen an Füllgasen durch Abdichten derPlanieröffnung zu vermindern und möglichst zu vermeiden.FÜLLLOCHDECKELEmissionen an Fülllochdeckeln sind so weit wie möglich zu vermeiden, z.B. durch Verwendungvon Fülllochdeckeln mit großen Dichtflächen, Vergießen der Fülllochdeckel nach jederBeschickung der Öfen und regelmäßige Reinigung der Fülllochrahmen und Fülllochdeckel vordem Verschließen der Fülllöcher. Die Ofendecke ist regelmäßig von Kohleresten zu reinigen.STEIGROHRDECKELSteigrohrdeckel sind zur Vermeidung von Emissionen mit Wassertauchungen odergleichwertigen Einrichtungen auszurüsten; die Steigrohre sind regelmäßig zu reinigen.KOKSOFENBEDIENUNGSMASCHINENDie Koksofenbedienungsmaschinen sind mit Einrichtungen zum Reinigen der Dichtflächen anden Ofentürrahmen auszurüsten.KOKSOFENTÜRENEs sind Koksofentüren mit technisch gasdichtem Abschluss zu verwenden. Die Dichtleistensind mit Federkraft oder mit technischen Einrichtungen, die eine gleiche Dichtwirkung erreichen,gegen den Kammerrahmen zu drücken. Die Dichtflächen der Koksofentüren sind regelmäßig zureinigen. Die Möglichkeiten, die Emissionen durch eine Einzelkammerdruckregelung,Absaugung oder andere dem Stand der Technik entsprechende Maßnahmen weiter zuvermindern, sind auszuschöpfen.KOKSDRÜCKENBeim Koksdrücken sind die Abgase zu erfassen und einer Entstaubungseinrichtungzuzuführen; die staubförmigen Emissionen dürfen die Massenkonzentration 5 mg/m³ oder dasMassenverhältnis 5 g je Mg Koks nicht überschreiten.KOKSKÜHLUNGEs sind Verfahren zur emissionsarmen Kühlung des Kokses einzusetzen, wie z.B. die trockeneKokskühlung; die staubförmigen Emissionen im Abgas der trockenen Kokskühlung dürfen dieMassenkonzentration 15 mg/m³ und die staubförmigen Emissionen der nassen Kokskühlungdas Massenverhältnis 10 g je Mg Koks nicht überschreiten.BETRIEBSANLEITUNGIn einer Betriebsanleitung sind Maßnahmen zur Emissionsminderung beim Koksofenbetriebfestzulegen, insbesondere zur Dichtung der Öffnungen, zur Sicherstellung, dass nurausgegarte Brände gedrückt werden, und zur Vermeidung des Austritts unverbrannter Gase indie Atmosphäre.KOHLEWERTSTOFFBETRIEBEFür Anlagen im Bereich der Kohlewertstoffbetriebe gelten die Anforderungen der Nummern5.4.4.1m.2, 5.4.4.1p.1 und 5.4.4.4 entsprechend. Ist im Prozessgas neben Ammoniak auchSchwefelwasserstoff vorhanden, so ist bei Anwendung der Nachverbrennung das Abgas einerSchwefelsäure– oder Schwefelgewinnungsanlage zuzuführen.ALTANLAGENKOKSKÜHLUNGBei Altanlagen mit einer Nasslöscheinrichtung zur Kokskühlung dürfen die staubförmigenEmissionen des Löschturms das Massenverhältnis 25 g je Mg Koks nicht überschreiten. Beieiner Grunderneuerung der Kokskühlung sind die Anforderungen für Neuanlagen einzuhalten.Version 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg 53

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