Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

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Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.2BAULICHE UND BETRIEBLICHE MAßNAHMENDie staubhaltigen Abgase der Mineralstoff–Trockentrommel, der Asphaltgranulat–Trommel(Paralleltrommel), der Transporteinrichtungen für das Heißmineral, der Siebmaschine sowiedes Mischers sind zu erfassen und einer Entstaubungseinrichtung zuzuführen.Brecher für Ausbauasphalt sind zu kapseln und mit wirksamen Einrichtungen zur Minderungder Staubemissionen, z.B. Bedüsung mit Wasser, auszurüsten.Die Möglichkeiten zur Absenkung der Herstellungstemperatur für Asphalt durch dem Stand derTechnik entsprechende Maßnahmen, z.B. durch Zusätze oder verfahrenstechnischeMaßnahmen, sind auszuschöpfen.KOHLENMONOXIDBeim Einsatz gasförmiger oder flüssiger Brennstoffe dürfen die Emissionen an Kohlenmonoxidim Abgas die Massenkonzentration 0,50 g/m³ nicht überschreiten. Beim Einsatz festerBrennstoffe ist für die Emissionen an Kohlenmonoxid im Abgas die Massenkonzentration0,50 g/m³ anzustreben und darf die Massenkonzentration 1,0 g/m³ nicht überschritten werden.ORGANISCHE STOFFEAbgase aus dem Bereich des Mischerauslaufes, der Übergabestellen nach dem Mischer, derTransporteinrichtungen für das Mischgut sowie der Übergabestellen in die Verladesilos, dieorganische Stoffe enthalten, sind zu erfassen und einer geeigneten Abgasreinigungseinrichtung(z.B. durch Einleiten als Verbrennungsluft in die Mineralstoff –Trockentrommel) zuzuführen.Die Emissionen an organischen Stoffen beim Befüllen der Bitumenlagertanks sind bevorzugtdurch Einsatz des Gaspendelverfahrens zu vermeiden.Die Anforderungen der Nummer 5.2.5 für die Emissionen an organischen Stoffen der Klassen Iund II finden keine Anwendung.KREBSERZEUGENDE STOFFENummer 5.2.7.1.1 gilt mit der Maßgabe, dass für die Emissionen von Stoffen der Klasse III imAbgas die Massenkonzentration 1 mg/m³ anzustreben ist und die Massenkonzentration5 mg/m³ nicht überschritten werden darf.ALTANLAGENORGANISCHE STOFFEBei Altanlagen ist während des Betriebs einer Asphaltgranulat–Trommel (Paralleltrommel) fürdie Emissionen an organischen Stoffen im Abgas, angegeben als Gesamtkohlenstoff, dieMassenkonzentration 50 mg/m³ anzustreben und darf die Massenkonzentration 0,10 g/m³ nichtüberschritten werden; die Anforderungen der Nummer 5.2.5 für die Emissionen an organischenStoffen der Klassen I und II finden keine Anwendung.Bei Altanlagen sind die Abgase aus dem Bereich des Mischerauslaufes, der Übergabestellennach dem Mischer, der Transporteinrichtungen für das Mischgut sowie der Übergabestellen indie Verladesilos, die organische Stoffe enthalten, zu erfassen und in den Abgaskamin derEntstaubungseinrichtung einzuleiten; darüber hinaus ist zu prüfen, ob zusätzlicheEmissionsminderungsmaßnahmen, z.B. das Einleiten als Verbrennungsluft in die Mineralstoff–Trockentrommel, gefordert werden können.Beim Befüllen der Bitumenlagertanks können bei Altanlagen weniger aufwendige Maßnahmenals bei Neuanlagen zur Anwendung kommen, z.B. das Einleiten der Abgase mit organischenStoffen in die Transporteinrichtungen für das Heißmineral.Auf das Erfassen der Abgase aus dem Bereich des Mischerauslaufes, der Übergabestellennach dem Mischer, der Transporteinrichtungen für das Mischgut und der Übergabestellen in dieVerladesilos sowie den Einsatz des Gaspendelverfahrens oder einer vergleichbarenAbgasreinigungseinrichtung kann verzichtet werden, wenn bei Anlagen mit einerProduktionsleistung vona) 200 Mg je Stunde oder mehr ein Mindestabstand von 500 m,b) weniger als 200 Mg je Stunde ein Mindestabstand von 300 mzur nächsten vorhandenen oder in einem Bebauungsplan festgesetzten Wohnbebauung nichtunterschritten wird.Version 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg 61

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