Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

bayray.de

Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.2Bei der Güllezwischenlagerung im Stall (Güllekeller) ist die Kapazität so zu bemessen, dassbei Unterflurabsaugung der maximale Füllstand höchstens bis 50 cm unterhalb derBetonroste ansteigt; ansonsten sind 10 cm ausreichend.Bei Unterflurabsaugung soll die Stallluft mit niedriger Geschwindigkeit (maximal 3 m/s) direktunter dem Spaltenboden abgesaugt werden.h) Die Lagerung von Flüssigmist (außerhalb des Stalles) soll in geschlossenen Behälternerfolgen oder es sind gleichwertige Maßnahmen zur Emissionsminderung anzuwenden, dieeinen Emissionsminderungsgrad bezogen auf den offenen Behälter ohne Abdeckung vonmindestens 80 vom Hundert der Emissionen an geruchsintensiven Stoffen und anAmmoniak erreicht.Künstliche Schwimmschichten sind nach etwaiger Zerstörung durch Aufrühren oderAusbringungsarbeiten nach Abschluss der Arbeiten unverzüglich wieder funktionstüchtigherzustellen.Bei der Lagerung von Rinderflüssigmist ist keine zusätzliche Abdeckung erforderlich, wennsich eine natürliche Schwimmdecke bildet.i) Die Lagerkapazität für flüssigen Wirtschaftsdünger zur Verwendung als Düngemittel imeigenen Betrieb ist so zu bemessen, dass sie für mindestens 6 Monate ausreicht, zuzüglicheines Zuschlages für das anfallende Niederschlags – und Reinigungswasser; der Zuschlagfür Niederschlagswasser kann entfallen, wenn durch eine geeignete Abdeckungsichergestellt ist, dass kein Regenwasser in den Behälter gelangen kann. Für flüssigenWirtschaftsdünger, der an Dritte zur weiteren Verwertung abgegeben wird, ist dieordnungsgemäße Lagerung und Verwertung vertraglich abzusichern.Bei Anlagen zum Halten oder zur Aufzucht von Geflügel sind folgende Anforderungenergänzend anzuwenden:j) In der Käfighaltung ist eine Kotbandtrocknung oder Kotbandbelüftung vorzusehen(Trocknungsgrad mindestens 60 vom Hundert). Getrockneter Geflügelkot ist so zu lagern,dass eine Wiederbefeuchtung (z.B. durch Regenwasser) im Anlagenbereichausgeschlossen ist.Bei der Auslaufhaltung sind die Anlage und die dazugehörigen Auslaufflächen so zubemessen und zu gestalten, dass die Nährstoffeinträge durch Kotablagerung nicht zuschädlichen Umwelteinwirkungen, insbesondere hinsichtlich des Boden– undGewässerschutzes, führen.Bei Anlagen zum Halten oder zur Aufzucht von Pelztieren sind folgende Anforderungenergänzend anzuwenden:k) Bei fleischfressenden Pelztieren soll Frischfutter in den Sommermonaten täglich, im Wintermindestens dreimal wöchentlich angeliefert werden. Das Futter soll in geschlossenenThermobehältern (Lagertemperatur des Futters 4 °C oder weniger) gelagert werden. Sofernabweichend eine längere Lagerzeit oder eine Futteranlieferung in größeren Zeitabständenerforderlich ist, soll das Futter geschlossen und tiefgekühlt gelagert werden.l) Zur Verringerung der Emissionen an geruchsintensiven Stoffen ist unter den Käfigenausreichend einzustreuen.m) Dung unter den Käfigen ist mindestens einmal wöchentlich zu entfernen.n) Die Lagerung der Exkremente ist nur in geschlossenen Räumen oder Behältern zulässig.Die baulichen und betrieblichen Anforderungen sind mit den Erfordernissen einer artgerechtenTierhaltung abzuwägen, soweit diese Form der Tierhaltung zu höheren Emissionen führt.KEIMEDie Möglichkeiten, die Emissionen an Keimen und Endotoxinen durch dem Stand der Technikentsprechende Maßnahmen zu vermindern, sind zu prüfen.5.4.7.2 Anlagen der Nummer 7.2:Anlagen zum Schlachten von TierenMINDESTABSTANDVersion 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg 83

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine