Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

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Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes ...

Im 4.1.2mit Hilfe eines geeigneten Modells zur Geruchsausbreitungsrechnung festzustellen, dessenEignung der zuständigen Fachbehörde nachzuweisen ist.BAULICHE UND BETRIEBLICHE ANFORDERUNGENFolgende bauliche und betriebliche Maßnahmen sind anzuwenden:a) Auf der Grundlage der prognostizierten monatlichen Auslastung ist eine ausreichendeDimensionierung insbesondere der Lagerkapazität vorzusehen.Anlagen sind so zu errichten und zu betreiben, dass ein Eindringen von Sickerwässern inden Boden vermieden wird.b) Aufgabebunker sind geschlossen mit einer Fahrzeugschleuse zu errichten; bei geöffneterHalle und beim Entladen der Müllfahrzeuge sind die Bunkerabgase abzusaugen und einerAbgasreinigungseinrichtung zuzuführen.c) Anlagen sollen möglichst geschlossen ausgeführt werden. Dies gilt insbesondere für solcheAnlagen, die geruchsintensive nasse oder strukturarme Bioabfälle (z.B. Küchen– oderKantinenabfälle) oder Schlämme verarbeiten. Bei einer Durchsatzleistung der Anlagen von10 000 Mg je Jahr oder mehr sind die Anlagen (Bunker, Hauptrotte) geschlossenauszuführen.d) Die bei der Belüftung der Mieten auskondensierten Brüden und die anfallendenSickerwasser dürfen bei offener Kompostierung nur dann zum Befeuchten des Kompostesverwendet werden, wenn Geruchsbelästigungen vermieden werden und derHygienisierungsablauf nicht beeinträchtigt wird.e) In geschlossenen Anlagen oder offenen Anlagen mit einer Absaugeinrichtung sindstaubhaltige Abgase an der Entstehungsstelle, z.B. beim Zerkleinern, Absieben oderUmsetzen, soweit wie möglich zu erfassen.Abgase aus Reaktoren und belüfteten Mieten sind einem Biofilter oder einer gleichwertigenAbgasreinigungseinrichtung zuzuführen. Biofilter sind einer regelmäßigenLeistungsüberprüfung zu unterziehen, um ihre bestimmungsgemäße Reinigungsleistung zugewährleisten; dies kann z.B. durch eine mindestens jährliche Prüfung der Einhaltung derGeruchsstoffkonzentration von 500 GE/m³ im Abgas erfolgen.GESAMTSTAUBDie staubförmigen Emissionen im Abgas dürfen die Massenkonzentration 10 mg/m³ nichtüberschreiten.GERUCHSINTENSIVE STOFFEBei Anlagen mit einer Durchsatzleistung von 10 000 Mg je Jahr oder mehr dürfen dieEmissionen an geruchsintensiven Stoffen im Abgas die Geruchsstoffkonzentration 500 GE/m³nicht überschreiten.KEIMEDie Möglichkeiten, die Emissionen an Keimen und Endotoxinen durch dem Stand der Technikentsprechende Maßnahmen zu vermindern, sind zu prüfen.5.4.8.6 Anlagen der Nummer 8.6:Anlagen zur biologischen Behandlung von Abfällen5.4.8.6.1 Anlagen zur Vergärung von Bioabfällen und Anlagen, die Bioabfälle in KofermentationsanlagenmitverarbeitenMINDESTABSTANDBei Anlagen mit einer Durchsatzleistung von 10 Mg Abfällen je Tag oder mehr soll bei derErrichtung ein Mindestabstanda) bei geschlossenen Anlagen (Bunker, Vergärung, Nachrotte) von 300 m,b) bei offenen Anlagen von 500 mzur nächsten vorhandenen oder in einem Bebauungsplan festgesetzten Wohnbebauung nichtunterschritten werden. Der Mindestabstand kann unterschritten werden, wenn die Emissionenan Geruchsstoffen durch primärseitige Maßnahmen gemindert werden oder dasgeruchsbeladene Abgas in einer Abgasreinigungseinrichtung behandelt wird. Die durch die92Version 01/2003Vorschriftensammlung der Staatlichen Gewerbeaufsicht Baden-Württemberg

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