Pressemitteilung der Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen

ksk.gelnhausen.de

Pressemitteilung der Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen

Pressemitteilung der Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen Gelnhausen, den 19. Dezember 2011 Spende für das Projekt „Cybermobbing“ der Haupt- und Realschule Birstein Über eine Bescherung in Form eines Schecks freute sich gestern der Rektor der Haupt- und Realschule Birstein, Michael Neeb. Jürgen Steigerwald und Edmund Schenk überreichten ihm im Namen der Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen 500 Euro. Mit diesem Geld wird ein Projekt finanziert, das schon gestern begann. In ihm geht es um das unter Schülerinnen und Schülern weit verbreitete „Cyber-Mobbing“. Während früher Mitschüler gemobbt wurden, indem sie auf dem Schulhof verprügelt, angepöbelt oder verhöhnt wurden, haben die Jugendlichen nun neue „Waffen“: das Handy und den Computer. Über das Internet, über soziale Netzwerke wie Facebook und Schüler-VZ oder eben über das Handy können nun andere Jugendliche beleidigt, verhöhnt oder belästigt werden. An der Haupt- und Realschule Birstein, erklärte der Schulleiter auf Nachfrage des Gelnhäuser Tageblatts, sei das kein konkretes Problem. „Es soll aber auch kein konkretes Problem werden.“ Deswegen werden nun mehrere Tage lang Eike Brähler und Eric Jones von „Pro Famila“ Schlüchtern nach und nach die fünften bis achten Klassen der Haupt- und Realschule Birstein über das „Cyber-Mobbing“ aufklären und Wege aufzeigen, wie man sich dagegen schützen und wehren kann. Der Anfang wurde gestern mit der Realschulklasse R7a gemacht. Michael Neeb dankte den beiden Vertretern der Kreissparkasse Gelnhausen, von denen der eine, Edmund Schenk, auch stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins der Schule ist. Mit diesem Geld könne die Schule das Projekt bezahlen, ansonsten hätte sie von den Eltern einen finanziellen Beitrag verlangen müssen. „In dem Alter kann man am ehesten präventiv arbeiten“, sagte Michael Neeb. Für die Jahrgangsstufen neun und zehn werde es auch etwas zum Thema geben, in diesen Klassen werde unter anderem eine Filmdokumentation gezeigt. Die Schule sei bei diesem Thema gefordert, denn „Cyber-Mobbing“ betreffe nicht nur die jeweiligen Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Schule, unter anderem dann, wenn sich nachts zwei Schüler über das Internet beleidigt haben und sich dann morgens in der Klasse oder auf dem Schulhof begegnen. Die Lehrerin Linda Röder, die an der Birsteiner Schule die Beauftragte für Gewalt- und Suchtprävention ist, werde das Projekt begleiten. Und während in der Schule der willkommene Scheck eintraf, machten sich Eike Brähler und Eric Jones mit der Klasse R7a bereits an die Arbeit. Zuerst arbeiteten sie mit den Schülerinnen und Schülern heraus, was eigentlich Mobbing ist und wodurch es sich von einem normalen Streit unterscheidet. Ein wesentliches Kriterium sei, dass es systematisch betrieben wird. Die Schülerinnen und Schüler machten dann einen Test, in dem sie erkennen konnten, ob sie von Mobbing betroffen sind oder nicht. Der Test enthält Aussagen wie „Man verbreitet Gerüchte über Dich“, „Man imitiert Dich“, „Deine persönlichen Dinge werden beschädigt“, „Du wirst mit Telefonterror belästigt“ oder „Deine Mitschüler verstummen, wenn Du den Raum betrittst“. Mit einem weiteren Arbeitsblatt wurde dann eine Mobbing-Szene analysiert. Eine Steigerung, so die Feststellung, sei dann noch das „Cyber-Mobbing“, denn dies habe ein größeres Publikum und könne rund um die Uhr geschehen. Schließlich lautete die Frage: „Was kann ich tun, um da wieder herauszukommen?“ 1


Natürlich wussten die beiden Experten aus Schlüchtern in ihrem vierstündigen Seminar darauf Antworten. Betroffene könnten sich an Beratungsstellen wie „Pro Familia“ wenden, sie können ein Mobbing-Tagebuch führen, in dem sie Ereignisse dokumentieren. Und schließlich ging es Eike Brähler und Eric Jones auch noch darum, die Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren. „Kein Weggucker mehr sein, sondern ein Helfer“, so lautete die Devise. Genauso wie bei einem Verbrechen, das auf der Straße geschieht, solle man dem Betroffenen zur Seite stehen und nicht achtlos vorbeigehen. Die Schülerinnen und Schüler der R7a aus Birstein, die überwiegend selbst in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Schüler-VZ mitmachen, wurden so gefeit gegen das „Cyber-Mobbing“. Verfasser: Frank Schäfer, Gelnhäuser Tageblatt Für weitere Informationen oder Fragen: Kreissparkasse Gelnhausen Jürgen Steigerwald Abteilung Kommunikation Barbarossastr. 2, 63571 Gelnhausen Telefon 06051 825-110 oder 01726995619 juergen.steigerwald@ksk-gelnhausen.de 2

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine